Beiträge von Anna-Beate

    Klassische Musik kann mich zwar tief berühren, aber nicht meine Stimmung aufhellen.


    Besonders rührt mich an Dvoraks 2. Cellokonzert op. 104, vor allem der 2. Satz. Und - etwas ganz anderes - "Der Reigen der seligen Geister" von Gluck (glaube ich). Und auch Manches aus der Sommernachtsmusik von Mendelssohn-Bartholdy.

    Ich habe die vier Jahreszeiten von Vivaldi schon lange nicht mehr gehört. ich habe sie nie unangenehm als "ohrwurm" empfunden.


    Ich weiß gar nicht, welche Aufnahme ich habe.
    Ob ich das Ganze überhaupt schon auf CD besitze oder noch nur als Musikassette.
    Dann müsste ich mir das Ganze neu kaufen. Musikkassetten genügen mit meinem Gerät nicht mehr meinen jetzigen Ansprüchen; da ist ein leichtes Bandgeräusch im Hintergrund. Und mir einen neuen Kassettenrekorder anschauffen, lohnt sich nicht - heute gibt es ja alles auf CD.

    Sommer ist für mich eine Zeit, in der ich nur wenig Musik höre, weil ich lieber draußen bin.


    Höchstens mal eines dieser Konzerte im Freien, mit ganz populären Musikstücken, oft auch einem Feuerwerk. Meist nicht in herausragender Qualität, auch mit vielen Nebengeräuschen. Aber mit wunderbarer Gesamtstimmung und den Düften der Natur.


    Das habe ich dieses Jahr aber auch noch nicht gemacht.


    Jetzt im Juli wird es eine Veranstaltung vor unserem Schloss geben, mit Opernarien und der Ouvertüre von Tschaikowsky 1811 mit Feuerwerk. Es ist nur immer ein Glücksspiel mit dem Wetter. Und es ist sehr teuer. Ich weiß noch nicht, ob ich mir das gönne.


    Wie sieht es denn bei anderen aus mit sommerlichen open-air-Veranstaltungen?

    Ich habe nach einer etwas längeren Pause erneut Dvoraks Streichquintett op. 97 mit dem (erweiterten) Talich Quartett gehört.


    Die ersten beiden Sätze sagen mir sehr zu.


    Im 1. Satz gefällt mir die Vorstellung und die kunstvolle Verbindung von einem flotteren Thema im hüpfenden Rhythmus und einem mehr lyrischem getragenem.


    Im 2. Satz, der als Rondo gestaltet ist, finde ich den Kontrast zwischen dem übermütigen furiosen Tanzthema und dem gesangsartigen Thema im Mittelteil reizvoll. Wobei auch hier manchmal die Themen miteinander verwoben sind.


    Der 3. langsame Satz mit 5 Variationen eines getragenen Themas ist nicht so nach meinem Geschmack. Er ist mir zu ruhig und zu düster im Grundton.


    Auch der wieder flotterem Schluss-Satz finde ich weniger ansprechend. Er erscheint mir nicht so kunstvoll, er wirkt teilweise etwas eintönig, gar langweilig auf mich.
    Nach meinem Konzertführer gehört dieser Satz auch objektiv nicht zu den gelungesten von Dvorak Er wird da beschrieben als von orchestraler al-fresco-Technik geprägt - ein Begriff, mit dem ich nur wenig anfangen kann (wer kann mir das erklären?) - und gearbeitet mit einfacher Reihung.


    Insgesamt zwar lohnend, aber sicher nicht eines meiner Lieblingsstücke von Dvorak.

    Als Jugendliche habe ich vor allem leichte Opern und Operetten sowie romantische Lider gemocht.


    Daran habe ich heute nur noch wenig Freude; es scheint aber wieder mehr zu werden. Allerdings mehr zur Unterhaltung und Opern / Operetten nur in Auszügen. Ganz besonders im Sommer bei Freilicht-Konzerten.


    Lange Zeit gab es dann eine gewisse Vorliebe für Klassisches, aber auch für ganz anders geartete Musik. Ich habe da aber nur zum Vergnügen gehört und meist nur recht Populäres. Viel nur in Auszügen je nach Stimmung; sehr gerne langsame Sätze.
    Lieblingsepoche war auch damals die Romantik. Besonders gefallen hat mir Alles, was in Richtung Programm-Musik ging. Absolute Musik war mir zu schwierig, weil ich mir nichts dabei vorstellen konnte - von Ausnahmen abgesehen.


    So allmählich wurde mir klassische Musik immer wichtiger. Mich lockte es jetzt auch, die Werke, von denen ich einzelne Sätze kannte, als ganzes zu hören.
    Eine gute Weile war dann Mozart mein Lieblingskomponist, eher Kammermusik als Sinfonien. Heute ist bei diesem Komponisten ein gewisser Überdruß gegeben.
    Über einen Volkshochschulkurs kam ich dann zu Dvorak, meinem momentanem Lieblingskomponisten. Und über Dvorak zu Brahms, der ja auch sein Vorgänger war. Da habe ich aberr bis jetzt nur wenig gehört. Ich habe aber vor kurzem die 4 Sinfonien geschenkt bekommen und will demnächst einmal mich denen zuwenden.


    Durch Zufall entdeckte ich auch von Berlionz die Symphonie fantastistique. Anderes von diesem Komponisten habe ich aber noch nicht gehört; auch die Sinfonie selbst noch nicht wirklich intensiv.
    Und ab und zu höre ich auch Anderes, was mich anspricht, meist aus der mittleren oder späten Romantik. Wie Smetanas "Die Moldau" oder auch Musik mit Cello von Chopin.


    Zu0r Zeit bevorzuge ich Kammermusik. Bei Orchestermusik ist beim Hören auf so viel Verschiedenes zu achten, das ist arg anstrengend für mich, die ich da nicht so geübt bin.


    Ich höre jetzt meistens Werke insgesamt. Und bemühe mich um ein wirkliches Zuhören mit Verfolgen von Themen und deren Verarbeitung, Heraushören von Instrumten, auch Achten auf die Struktur. Wobei mir wichtig ist, dass das Genißen nicht zu kurz kommt dabei.

    Herzlichen Glückwunsch zum zweiten Geburtstag!


    Ich bin erst etwa ein halbes Jahr dabei. Aber ich habe schon so einiges an Anregungen und Resonanz bekommen. Und auch immer mal wieder eine private Nachricht, wenn es um ein spezielles Anliegen geht.


    Mein Schwerpunkt sind inzwischen Beiträge zu bestimmten Komponisten oder Musikwerken oder auch zu allgemeine Themen, bei denen es um Musikgeschmack, Interpretation oder kriterien für "gute" Musik geht.
    Am Anfang waren es mehr Umfragen, Threads zu dem, was mensch aktuell hört, neu gekauft hat, empfehlen möchte. Aber das kostet mich zu viel Zeit, ohne mein Verständnis von Musik oder meine Fähigkeit, genau hin zu hören, wirklich zu vertiefen.


    Ich hoffe, Tamino bleibt weiterhin bestehen, im bisherigen Umfang. Wird es noch größer, würde es allmählich zu undurchschaubar und zu vielfältig für mich.

    Ich habe das Streichquartett von Smetana in Kombination mit dem op.96 von Dvorak.


    Ich habe es nur einmal gehört; ich habe keinen Zugang gefunden. Es kommt mir viel "gefälliger" vor als Dvorak, nett und meist lieblich anzuhören, aber nicht mehr.


    Vielleicht ändert sich mein Eindruck, wenn ich es irgendwann einmal wieder höre. Im Moment bleibe ich lieber bei Dvorak und auch Brahms.

    Ich habe mir heute eine neu erworbene Aufnahme mit dem Panocha-Quartett angehört. Mir gefällt dieses Quartett nach wie vor sehr gut, vor allem der 1. Satz mit seinen vielen Elementen aus der Volksmusik.
    Ich habe schon einmal eine andere Interpretation gehört, das ist aber so lange her, dass ich mich an Einzelheiten nicht mehr erinnere.


    Als zweites Werk ist auf dieser CD Streichquartett Nr. 1 e-moll (Aus meinem Leben) von Smetana. Das kenne ich noch gar nicht; bin mal gespannt.

    Na, zur Abwechslung kann ich ja mal wieder eine Umfrage beantworten. Es ist auch zu heiß für etwas Anspruchsvolleres...


    Dvorak die 9.
    Beethoven die Pastorale
    Beethoven die Neunte (eingeschränkt, da Teile davon zu sehr "populär")
    Berlioz Symphonie Fantastique (lange nicht mehr gehört)


    Zur Zeit bevorzuge ich aber Konzerte und Kammermusik. Da fällt mir das konzentrierte Zuhören mit Verfolgen von Themen und Strukturen leichter.

    Ich habe inzwischen beide Cellokonzerte von Dvorak in der orchesterfassung mit Sadlo als Cellist. Es scheint sich aber eher um eine "Randerscheinung" zu handeln. Außer Maik wird diese Aufnahme hier von niemandem genannt.


    Wirklich gründlich habe ich es noch nicht anhören können. Aber nach dem ersten Eindruck war ich etwas enttäuscht im Vergleich mit meiner bisherigen einzigen Aufnahme mit du Pre/Barenboim.
    Das Ganze mit Slado wirkt für mich weniger lyrisch, gefühlvoll, weich; vor allem im 2. Satz. Das Orchester scheint mir bei Slado etwas mehr im Vordergrund; da muss ich aber nochmals genauer zuhören, um dabei sicher zu sein.


    Mich würden Erfahrungen und Eindrücke von anderen zu dieser Aufnahme interessieren.

    Ich habe heute zum ersten Mal Dvoraks Streichquartett opus 105 mit dem Hagen-Quartett gehört. Kennt noch jemand diese Aufnahme und wie schätzt ihr sie ein?


    Das Werk hat mich zum Teil sehr angesprochen, vor allem im Schlußteil (Coda?) des 1. Satzes, in manchen liedhaften Passagen des 3. ruhigen Satzes und ganz besonders im 4. Satz. Dieser 4. Satz ist tänzerisch, lebhaft, aber nicht laut, nicht hektisch.


    Insgesamt scheint mir dieses Werk sehr komplex, sehr viel fürs zweite Hören mit Konzertführer. Die Beschreibung dort ist auch sehr ausführlich, mit vielen Fachbegriffen; Angaben zur Tonart. Ich bezweifle, ob ich das alles beim Hören nachvollziehen kann.

    Noch mal zum Thema Werkzyklus:
    Bei Dvorak werden ja auch von einigen die slawischen Tänze als eine Einheit angesehen, die man im Zusammenhang hören sollte. S. dazu auch den Thread zu dieser Komposition. Für mich sind das allerdings einzelne Werke, die ich mir gerne zur Abwechslung bei wenig Zeit einzeln anhöre. Auch in Konzerten werden sie ja meist in Auswahl gespielt, genauso auf vielen Cds.


    Dvoraks Violinkonzert op.53 habe ich inzwischen in einer alten Aufnahme von 1993, e mit dem englischen philharmonischen Orchester unter Welser-Möst und Zimmermann an der Violine, gehört. Ich finde es aber nicht besonders.
    Die Violine ist mir zu dominant; das Orchester tritt zu sehr in den Hintergrund - mag auch an der Aufnahme liegen.
    Auch habe ich nur weniges für Dvorak Typisches gefunden. Am ehesten noch im letzten Satz mit dem Furiant.
    Vielleicht wirkt das Werk anders, wenn ich es nach einiger Zeit erneut höre.

    Hallo Maik,


    was spricht dagegen, ein Werk auch satzweise zu hören?
    Mir selbst hilft das beim ersten Hören, wenn alles neu ist, um wirklich alles in mich aufzunehmen. Höre ich es insgesamt, lässt doch die Konzentration nach.
    In einem Satz mittendrin abbrechen, mag ich aber auch nicht. Und auch nicht abbrechen, wenn zwei Sätze nahtlos ineinander übergehen. Wie beim 1. und 2. Satz des 1. Cellokonzerts, das dadurch tatsächlich lang ist.
    Und von einem Werk nur einen Satz kennen lernen, ist auch (nicht mehr) meine Sache. Denn die Sätze gehören ja zusammen, beziehen sich aufeinander, prägen einen Gesamtcharakter.


    Und am nächsten Tag weiß ich ja noch, was ich bisher gehört habe.


    Kommt mir so vor wie in der Literatur beim Lesen einer Erzählung, die in Kapitel unterteilt ist. Da lese ich auch Kapitel für Kapitel, nicht gleich das Ganze.

    Ich persönlich finde nicht die rein zeitliche Länge entscheidend, ob ich ein Werk als Einstiegswerk empfinde. Zumal mensch bei einem mit mehreren Sätzen ja diese nicht alle auf einmal hören muss. So mache ich es auch des öfteren, auch wenn es nicht die ideale "Lösung" ist.


    Ich selbst bin manchmal mit kürzeren, aber komplexen Werken und Sätzen mehr gefordert oder gar überfordert beim Hören. Das gilt bei Dvorak z. B. für die 9. Sinfonie; überhaupt leicht für Sinfonien.

    Ich denke, hier kann mensch auch über Filme schreiben, die sich thematisch mit der Klassik befassen. Sonst möchte bitte ein Moderator den Beitrag in einen eigenen Thread mit entsprechendem Titel verschieben..


    Ich habe gestern seit langem den alten Film über "Amadeus" von Foreman wieder gesehen. Und war erneut fasziniert.


    Es geht da freilich weniger um eine historisch getreue Darstellung des Komponisten Mozart, der Geschichte seiner Kompositionen und vor allem des Reguiems. Sondern um die künstlerische Gestaltung des Konflikts zwischen dem Genie Mozart, der als Mensch seine äußerst unangenehmen Seiten hat, und dem mittelmäßigen Salieri, der aber das Geniale in Mozart erkennt und schätzt.


    Interessant fand ich es auch, dass die Zeitgenossen - auch der Kaiser selbst - nur eingeschränkt etwas mit Mozarts Musik anfangen konnten. Dass sie nicht fähig waren, das Schöne und Neuartige zu schätzen. Da fehlten wohl auch Kenntnisse - passt gut zu dem neueren Therad hier zu Musik hören und verstehen.


    Und faszinierend, unheimlich, aufstörend fand ich die Darstellung, wie das Requiem komponiert wird.
    Wie Mozart meint, es im Auftrag des Todes zu komponieren - ein Intrigenspiel Salieris, der sich als Tod verkleidet. Wobei der Tod wiederum für seinen toten Vater steht, der sich mal auf einem Maskenball so verkleidet hatte (wovon Salieri wußte). Und der angeblich das Vorbild für den (toten) Comtur in Mozarts "Don Giovanni" ist.
    Wie Mozart bei der Komposition dieses Werkes langsam zugrunde geht. Wie er die letzten Takte im Sterben komponiert; das Niederschreiben übernimmt Salieri, der durch Zufall / Schicksal in diesen Stunden bei ihm ist.
    Etwas kitschig fand ich die letzte Liebesszene zwischen Mozart und seiner Frau. Sie hatte ihn verlassen, Sehnsucht und Gewissensbisse, und findet ihn jetzt im Totenschlaf.


    Vielleicht hat jemand von euch den Film auch gesehen oder als Video zuhause und mag seine / ihre Eindrücke schildern.

    Das ist ja überwältigend, was ein Mensch da alles an Musik-Cds besitzt, anhört und beschreibt.


    Ich finde es nur schade, dass das so zentriert in einem Thread steht. Zu vielen dieser Werke oder Komponisten gibt es ja bereits Einzelthreads. Und wenn ich Informationen suche, würde ich wohl nur da hinein schauen. Lässt sich da irgendwie per Link (da hätte allerdings jemand viel Arbeit!) in den Einzelthreads auf diesen Sammelthread verweisen?

    Ich selbst habe über das Cellokonzert in h-Moll, dessen 2. Satz ich in einem Volkshochschulkurs zur Heilkraft der Musik kennengelernt habe, zu Dvorak gefunden.
    Was als nächstes kam, weiß ich nicht mehr. Bis zur 9. Sinfonie hat es jedenfalls eine Weile gedauert.


    Vorher waren sicher die Slawischen Tänze. Das Streichquartett Nr. 96, zum Teil sehr eingängig.
    Auch empfehlenswert mehr für den Anfang finde ich die symphonischen Dichtungen, mit ihrer Mischung von wild und melodisch, mit ihren Motiven und der Wiedergabe von Geschichten. Dazu gibt es hier auch einen sehr informativen Thread.


    Persönlich finde ich auch das 1. Cellokonzert in der Originalfassung nur für Klavier und Cello als Einstiegswerk (nicht ganz am Anfang, vielleicht) geeignet. Da es nur die beiden Instrumente hat, ist die Themenführung und Melodik gut nach zu vollziehen. Auch dieses ist in einem eigenen Thread hier sehr gut beschrieben.


    Bei der übrigen Kammermusik habe ich noch keine Vorlieben entwickelt; da bin ich selbst noch eher im Anfangsstadium. Es soll ja das Violinkonzert Nr. 95 und das Klavierkonzert Nr. 33 sehr lohnend sein; das erstere habe ich mir heute ausgeliehen. Und dann die Streichquartette 105 und 106, da habe ich heute das erstere entliehen.
    Von den Sinfonien kenne ich nur die 9., möchte die aber auch noch intensiver hören. Und dann 7 und 8, von denen ich noch wenig weiß - nach der Beschreibung kamen sie mehr recht anspruchsvoll und nicht für den Einstieg geeignet vor.

    Ich habe mir jetzt endlich das 1. Cellokonzert von Dvorak in der orchestrierten Fassung angehört.


    Es gefällt mir bei weitem nicht so gut wie das Original; teilweise vermisse ich liebgewordene Stellen. Insgesamt wirkt es auf mich viel unruhiger, weniger melodisch, lyrisch. Selbst im 2. langsamen Satz.


    Noch nicht erkannt habe ich, welche Instrumente den Part des Klaviers übernommen haben. Daszu ist noch ein vergleichendes Hören erforderlich. Genauso, um heraus zu bekommen, wo genau die Orchesterfassung gegenüber dem Original gekürzt ist.

    Ich denke, dass mir theoretische Musikkkenntnisse dabei helfen können, einem Musikwerk intensiver zuzuhören, mehr seine Schönheiten, auch in Kleinigkeiten, zu entdecken.


    Ich höre daher gerne ein Werk anhand einer guten Beschreibung - manchmal aus dem Forum oder aus dem CD-Booklet oder einem Konzertführer. So kann ich ein bestimmtes Thema (oder mehrere)besser verfolgen; besser erkennen, wie es variert wird. Dabei sind Grundkenntnisse der verschiednen musikalischen Formen wie vor allem der Sonate eine Unterstützung.
    Auch gibt es bei diesen Beschreibungen immer mal wieder Fachbegriffe, die ich verstehen möchte. So wächst die "Bildung". Öfters sind auch Notenbeispiele dabei; daher möchte ich auch das Noten lesen noch besser lernen. Und vor allem fähig werden, die Verbindung zwischen Noten und gehörter Musik herzustellen.


    Auch die Instrumente bei Orchesterwerken möchte ich gerne erkennen - und damit auch wieder erkennen. Immer mehr merken, welche mich besonders ansprechen. Und dann gezielt nach Werken suchen, in denen die eine besondere Rolle spielen.


    Auch die Einordnung in den historischen Kontext finde ich interessant und wichtig auch fürs besser Hören. Z. B. wo sich der Komponist dem Zeitgeschmack angepasst hat und wo er eigenständig ist. Was "neu" ist bei romantischen Werken - verglichen mit der Klassik. Wieso heute bestimmte "Dissonanzen" nicht mehr ungewöhnlich oder gar "verboten" wirken. Ich höre ja nicht einfach nur als "Mensch", sondern in Wechselwirkung mit meiner Zeit und meiner Gesellschaft.


    Auch ich muss achten darauf, dass nicht vor lauter Analyse der Genuss und die Freude an der Musik zu kurz kommt. Ich höre mir daher ein Werk nach intensiverem Studium mit Hilfsmitteln meistens noch einmal ganz ohne an und ohne mich bewusst an das Gelesene zu erinnern. Der Höreindruck ist dann meistens wesentlich intensiver als beim ersten Mal. Und auch intensiver als mehrmaliges Hören ohne Hilfsmittel.

    Mein Lieblingskonzert ist das Cellokonzert in der Aufnahme mit Barenboim/du Pre.


    Es ist aber auch das Einzige, was ich schon öfters und sehr genau gehört habe. Die beiden anderen habe ich mal so nebenbei mir angehört. Beide waren damals nicht so besonders ansprechend, daher habe ich sie zunächst beiseite gelassen. Ich werde sie wohl jetzt auf diesen Thread hin mir nochmals anhören. Wobei ich allerdings das Klavier als Instrument generell nicht so mag.


    Ein Grund für meine Wahl ist, dass das Cello mein Lieblingsinstrument ist. Und dann ist es die Komposition selbst, das Lyrische und Melodische vor allem im 2. Satz. Aber auch das teilweise recht Lebhafte.

    Auch für mich ist ein Klassikhörer, wer bewußt klassische Musik hört. Wobei bewußt schon heißt, dass Kassik nicht auscchließlich als Hintergrundmusik bei anderen Tätigkeiten läuft.


    Ich kenne im Freundeskreis nur sporadische Klassikhörer. Auch Leute, die Klassik nur bei Freilichtveranstaltungen im Sommer hören. Übrigens etwas, wo auch ich wieder verstärkt Zugang zu Klassik gefunden habe. Weil da eine sehr lockere Atmosphäre ist, allerdings auch ein ziemlich hoher Pegel an (störenden) Nebengeräuschen.


    Auch unter jungen Leuten hier in unserer Universitätsstadt ist Klassik beliebt. Es gibt Orchester für Klassik an der Uni, die regelmäßig auch Konzerte veranstalten. Die ein gutes Niveau haben. Und wo hauptsächlich junge Zuhörende sind. Ich in meinem Alter bin da schon etwas "auffällig".

    Maik, bei Gelegenheit werde ich mir auch mal die Rhapsodie op. 14 anhören. Vielleicht ist sie ja mal als "Zusatz" bei irgendeinem größeren Werk von Dvorak, das ich mir anschaffe, mit dabei. Welche Aufnahme hast du davon?


    Welche Unterschiede gibt es bei deinen beiden Aufnahmen der 3. Rhapsodie?

    Ich habe heute morgenzum esten Mal die Rhapsodien 1 und 3 gehört, in einer älteren Aufnahme mit dem Leipziger Gewandhausorchester unter Masur.


    Angesprochen hat mich die 1. Zu der dritten habe ich noch keinen Zugang gefunden. Habe wenig Meldoisches wahr genommen, aber so richtig lebhaftt ist das Ganze auch nicht.


    Kennt jemand von euch diese Aufnahme (zusammen mit den ersten slawischen Tänzen)?

    Ich mag Bach und die ganze Barockmusik zur Zeit noch nicht. Ich habe da hin und wieder mal etwas gehört, aber es hat mich einfach nicht angesprochen, fand es etwas langweilig. Und widme mich als Anfängerin erst einmal dem, was mir gefällt. Um es später noch einmal zu probieren.


    Ausnahmen sind nur die Kaffe-Kantate und noch eine Kantate von Bach, die mir nicht einfällt - die sind aber nicht charakteristich für sein Schaffen.
    Und auch Einzelnes aus dem Weihnachtsoratorium - wenn die Aufführung in einer schönen Kirche hinzukommt.
    Matthäus- und Johannespassion dagegen gefallen mir nicht; das liegt aber auch an dem religiösen Inhalt.

    IcIh möchte meinen Beitrag von gestern ergänzen:


    Inzwischen gefallen mir die Tänze 6 und 7 - 6 etwas mehr - aus op.46 am besten. Bei den übrigen Tänzen gibt es keine Priorität.


    Beide haben ein mich ansprechendes, sehr rythmisches Motiv.
    Dies kehrt, was mich anspricht, immer wieder, mal leise und nur von wenigen Instrumten gespielt. Dann wieder vom ganzen Orchester in fortissimo aufgenommen. Und auch variiert.

    Leider fällt es mir noch schwer, die einzelnen Instrumente zu erkennen. Und auch genauer zu bescreiben, wie sich das Motiv durch die Tänze hindurch zieht. Eine Beschreibung im einzelnen habee ich dazu auch nicht gefunde. Gibt es so etwas; mag jemand von euch eine solche verfassen?

    Ich habe mir heute morgen erstmals alle acht slawischen Tänze op. 46 zusammen angehört. Ich empfinde sie als Einzelwerke, die ich auch ohne weiteres einzeln hören würde. Jedes Stück hat seine Eigenart; ein Lieblingsstück habe ich noch nicht.


    Ich scheine da eine sehr "exotische" (und nicht hochwertige?) Ausgabe zu haben, nämlic mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter Kurt Masur, schon älter, von 1985. Mir hat die Wiedergabe gefallen.
    Ich habe da viel von der Lebensfreude der Tänze gemerkt, das Rhythmische, betont Tänzerische, Lebhafte. Die langsamen, auch melodischen Phasen in den Tänzen gefallen mir auch gut; ohne dass sie aber in dieser Aufnahme wehmütig oder (im guten Sinn) sentimental wirken. Und es spricht mich gerade auch dieser Kontrast von lebhaft und langsam an; besonders im 8. Tanz.


    Drei der Tänze habe ich auch noch in einer Aufnahme mit dem Israelischen Philharmonischem Orchester unter Leonard Bernstein, auch schon älter, von 1989. Es sind die Tänze 1, 3 und 8.
    Dort wird das Ganze in meinen Ohren weniger lebhaft, lyrischer in den langsamen Teilen gespielt. Wobei ich hier das Langsame manchmal als etwas wehmütig empfinde. Und mir hier der Kontrast zum wieder Schnellen zu stark ist, so wie beim 8. Tanz.
    Die Spielzeit beim 3. Tanz ist erheblich länger als in der anderen Fassung: 4,41 bei Masur, 5,54 bei Bernstein. Ob da bei Masur etwas gekürzt wurde, habe ich noch nicht heraus bekommen.


    Kennt vielleicht jemand diese Aufnahmen und mag etwas dazu schreiben?


    Als Zusatzinformationen aus dem Booklet zu Bernsteins Version (für Kenner sicherlich nichts neues):
    Für den Furiant ist charakteristisch der Wechsel zwischen Dreihalbe- und Dreiviertel-Metrum - selbst heraus hören kann ich das noch nicht. Beide Furiant-Tänze stehen in der dreiteiligen Liedform und haben einen harmonisch kontrastierenden Mittel-Teil - das hatte ich auch bemerkt beim Zuhören.
    Der dritte Tanz, die Polka, ist ein Rondo, mit schalkhaften, der Volksmusik nahestehenden Figuren des Horns - ich selbst emfpinde die Horn-Passagen als munter, verspielt, das geht ja in die Richtung von schalkhaft.


    Noch eine Frage: Diese Werke sind nur zum Zuhören geschrieben worden? Oder auch zum richtigen Tanzen?

    Ich sehe das mit gut und schlecht ganz ähnlich wie du, Mimi.


    Nur kann es bei mir durchaus sein, dass ich beim ersten Hören zu einem Werk noch keinerlei Zugang finde. Es mich einfach nicht anspricht; ohne dass das Werk aber schlecht, nichtssagend, seicht ist.
    Das kann sein, weil es nicht meinen Erwartungen entspricht (z. B. weil es völlig anders ist als die bisher gehörten Werke eines bestimmten Komponisten) und ich zunächst daher nur entttäuscht bin.
    Es kann sein, weil das Stück nicht passt zu meinen Hörgewohnheiten, meiner Prägung auch durch Erziehung und gesellschaftlichen Hintergrund. Das gilt für Musik mit vielen "Dissonanzen"; Musik, bei der auch Alltagsgegenstände mitwirken (gibt es im 20. Jahrhundert, weiß aber nicht wer, welcher Komponist das war).
    Es kann auch einfach sein, das meine Stimmung und das Werk beim ersten Hören einfach nicht zusammen passen.


    Ich habe mir daher angewöhnt, immer mal wieder etwas zu hören, was mir zunächst gar nicht gefallen hat. Meistens dann, wenn es von anderen gelobt wird oder aber auch, wenn ich zufällig wieder darauf stoße (z. B. als 2. Stück auf einer CD mit einem "schönem" Werk).
    Und des öfteren stelle ich beim 2. Hören fest, dass mich das Stück jetzt anspricht, oder dass ich bestimmte Passagen gut finde. Und wenn sich punkto Gefallen nichts geändert hat, merke ich dann meistens deutlicher, woran das liegt. Und auch, ob das mehr subjektiv ist oder an der Qualität des Ganzen liegt.
    Viele Dissonanzen in einem Werk sind z. B. für mich durchaus objektiv ein Stilmittel, das nicht gegen die Qualität eines Werkes spricht. Das auch passt zu unserer heutigen Zeit mit all ihrer Hektik und Zerrissenheit. Gefallen finden kann ich aber an so etwas zur Zeit noch nicht; es ist zu ungewohnt, zu unschön in meinen Ohren.


    Ich denke, dass man auch bei musikalischen Werken gut und schön, schlecht und hässlich nicht einfach gleichsetzen kann. Und auch nicht gut und was einem subjektiv gut gefällt, guttut. Wenn da auch die Übergänge fließend sind. Und das leicht arg philosophisch wird.

    Danke fürs Erklären, Peter.


    Ja, das Wassermann-Motiv erkenne auch ich, was ich ja auch in meinem Beitrag zum Thema geschrieben habe.


    Die Stelle(n), wo die Unterwasserwelt musikalisch wieder gegeben wird, will ich nach deinem Hinweis nochmal besonders aufmerksam hören. Allerdings erst, wenn ich die noch nicht bestellte Aufnahme von Kubelik besitze. (Im Moment habe ich nicht genug innere Ruhe zum Musik hören.)


    Das etwas über dem Motiv liegt, mitzubekommen, wird mir wohl gelingen. Hinsichtlich der chromatischen halben Noten bin ich allerdings etwas skeptisch. Aber vielleicht kommt so etwas mit der Zeit von selbst.


    Hast du mehr von der Musik, wenn du so etwas genau benennen kannst?


    (PS: Ist es von Allgemein-Interesse, wenn ich mir Fachbegriffe erklären lasse. ich empfinde das so als "Bildungslücke".)