Beiträge von Gerrit_Stolte

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    Original von Theophilus
    Hi Gerrit,


    wie kommst du mit Schurichts Beethoven zurecht?


    Ciao


    Gut. Die 1 hat mir nicht gefallen, die Eroica im Vergleich zu seiner Kriegsaufnahme deutlich besser. 2, 4 und 5 sind sehr schön musiziert. Zügig, aber nicht hektisch, sehr transparent, könnte manchmal noch einen Tick "Bums" gebrauchen. Nicht das beste, aber doch ein guter Zyklus. Klang, bestes Mono, alle Stimmgruppen sind hörbar.


    Nach Salonen noch:



    und


    Zitat

    Original von Richard
    gerade im Player:


    gefällt mir immer besser, auch wenn ich der Meinung bin das man aus der Musik noch mehr machen könnte.


    Gruß


    Verstehe ich nicht. Kannst Du es begründen? Warum kann man noch mehr aus der Musik machen? Woran erkennt man das?


    Hier läuft:

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    Original von bubba
    Ich habe von Perahia eine ganze Menge und muss gestehen, dass ich mich noch nicht ausreichend mit ihm auseinandergesetzt habe, um ihn wirklich beurteilen zu können.


    Solltest Du dann nicht eine Beurteilung wie die folgende:


    Zitat

    Man bemerkt aber, so finde ich, sehr schnell, dass er zu den größten gehört


    unterlassen? Wenn Du es nicht wirklich kannst, ist so ein ein Urteil überflüssig, weil nichtssagend.


    Wie schon in opus 18 profilieren sich die Musiker hier primär selbst. Sehr expressive Darstellung, allerdings auf Kosten der Substanz (und der Erträglichkeit). Wirklich schade um die exzellente Klangqualität.


    Viel zu viel Vibrato, zu viel unerklärliches Rubato, zu viel Zeigefinger: Könnte Eingang finden in eine dieser schrecklichen Sammlungen: The only string quartet album you'll ever need ...


    Interpretation: 4
    Klang: 9


    Wie schon bei den frühen Quartetten - laute Atemgeräusche. Im Gegensatz zu op. 18 jedoch nicht die dramatischen Unterschiede in der Interpretation. Man wird förmlich in den Bann gezogen. Ich habe anfangs eher gedacht. Na ja, kannst Du eigentlich gleich wieder ausmachen - weit gefehlt. Eine Einspielung (ein Zyklus?) wie kein anderer. Als Highlight ist wieder einmal der langsame Satz auszumachen, aber nicht nur der: Auch das Allegretto ist erste Güte.


    Man kann die Aufnahmen wahrscheinlich nicht so oft hören, wie etwa das Takacs oder das Juilliard oder das Italiano, wenn man die Quartette aber von einer anderen Sichtweise entdecken will, sollte man zu diesem Zyklus greifen. Keine Allerweltseinspielung, sondern individuell und spannend - passend zur Musik.


    Interpretation: 8-9
    Klang: 6-7

    Beethoven: Complete String Quartets
    The Juilliard Quartet
    Sony (Frankreich): 5095412003



    1. Violine Robert Mann
    2. Violine Isidore Cohen
    Bratsche Raphael Hillyer
    Cello Claus Adam


    Ahhh, expressiv und forsch - man hört, wie ich hier gelernt habe, das Einschwingen und vielleicht ermöglicht das den Musikern auch tiefer zu bohren als etwa die Emersons.


    Spielfreude würde ich es nicht nennen, "spontaner Ernst" klingt zu geschwollen und widersprüchlich/unlogisch, passt aber irgendwie um die Interpretation zu charakterisieren. Das ist Beethoven, nicht Haydn, nicht Mozart, aber auch noch nicht Bartok oder Shostakovich.


    Die Betonung liegt übrigens eher auf Ernst denn auf spontan, denn es fehlt ein wenig das übersprühende Moment in den Ecksätzen. Nicht direkt routiniert, aber das es eine Studioaufnahme ist, scheint mir beim Hören bemerkbar: So als würden die "vier geistreichen Herren" ihr Gespräch schon vorher geprobt haben. Das musikalische Ergebnis an sich überzeugt schon, vor allem weil im Vergleich zu den frühen Quartetten die Klangqualität besser und Mann weniger im Vordergrund ist. Zu einer überragenden Einspielung gehört aber dennoch mehr.


    Interpretation: 8
    Klang: 7

    Beethoven: Complete String Quartets
    The Juilliard Quartet
    Sony (Frankreich): 5095412003


    1. Violine Robert Mann
    2. Violine Isidore Cohen
    Bratsche Raphael Hillyer
    Cello Claus Adam


    Ahhh, expressiv und forsch - man hört, wie ich hier gelernt habe, das Einschwingen und vielleicht ermöglicht das den Musikern auch tiefer zu bohren als etwa die Emersons.


    Spielfreude würde ich es nicht nennen, "spontaner Ernst" klingt zu geschwollen und widersprüchlich/unlogisch, passt aber irgendwie um die Interpretation zu charakterisieren. Das ist Beethoven, nicht Haydn, nicht Mozart, aber auch noch nicht Bartok oder Shostakovich.


    Die Betonung liegt übrigens eher auf Ernst denn auf spontan, denn es fehlt ein wenig das übersprühende Moment in den Ecksätzen. Nicht direkt routiniert, aber das es eine Studioaufnahme ist, scheint mir beim Hören bemerkbar: So als würden die "vier geistreichen Herren" ihr Gespräch schon vorher geprobt haben. Das musikalische Ergebnis an sich überzeugt schon, vor allem weil im Vergleich zu den frühen Quartetten die Klangqualität besser und Mann weniger im Vordergrund ist. Zu einer überragenden Einspielung gehört aber dennoch mehr.


    Interpretation: 8
    Klang: 7

    Zitat

    Original von Cosima
    Eine m.E. wirklich gelungene Einspielung stammt vom Appónyi-Quartett auf Ars Musici (aber nur diese eine CD, op. 33 ! – es gibt noch eine weitere zu kaufen, die mich aber weniger überzeugte).


    Nachtrag: Meines Wissens gibt es *nur* die Aufnahmen von opus 33, die einzige andere Veröffentlichung des Apponyi Quartetts ist eine Boccherini-CD. Welche hast Du denn noch gemeint?


    Es ist die gleiche Einspielung, nur mit einem anderen Cover. Solist ist Charles Neidlich.

    Zitat

    Original von Cosima
    Eine m.E. wirklich gelungene Einspielung stammt vom Appónyi-Quartett auf Ars Musici (aber nur diese eine CD, op. 33 ! – es gibt noch eine weitere zu kaufen, die mich aber weniger überzeugte).


    Die Untertreibung des Jahres ;) Diese Doppel-CD mit den opera 33 ist *die* Scheibe mit Haydn-Quartetten - wenn man, wie ich, expressive, vitale, forsche Einspielungen mag.


    Zitat

    Ansonsten besitze ich noch zwei Aufnahmen des Quatuor Mosaique: die „Sonnenquartette“ (op. 20, sehr schön) und die Streichquartette op. 64. Beide empfehlenswert, aber nicht so mitreißend wie die Appónyis.


    Stimmt, ist eine wesentlich gemäßigtere Art auf historischen Instrumenten zu spielen. Insgesamt auch sehr empfehlenswert.

    Zitat

    Original von Ulli
    Hat jemand bereits Erfahrung mit Berkshire ???


    Cordialement,
    Ulli


    Nein, aber das Angebot ist prinzipiell gut, allerdings sind die Versandkosten in Deinem Fall ja doppelt so hoch: 9 Dollar bei normaler Post, reduziert den Gewinn auch erheblich. Immer noch ein Schnäppchen, allerdings (noch eins) - die Hülle und/oder Booklet sind beschädigt, da BRO nur so genannte Cutout-Ware liefert.


    Und insgesamt würde ich Dir raten, den Kauf noch einmal zu überdenken, bzw. zu stornieren, denn alles, was auf der Scheibe drauf ist, bekommst Du auf dieser 3er-CD



    auf dieser Seite:


    http://tinyurl.com/3segq


    für 13,47 Euro plus 3 (vielleicht 5) Euro Versand. Es handelt sich um den von Richard und mir des öfteren genutzten Amazon.de marketplace "caiman_america". Geliefert wird in längstens zwei Wochen, Neuware, versiegelt.