Beiträge von teleton

    RE: Sibelius 2 mit Karajan

    Lieber Wolfgang,


    okay, nun bin ich wieder schlauer.


    Wie würdest Du die Aufnahme im Vergleich zur früheren Aufnahme mit dem Philharmonia Orchestra einordnen? Sind die Tempi ähnlich?

    Lieber Norbert,


    ich schätze beiden Karajan-Aufnahmen (EMI, 1960 und EMI, 1980) gleich hoch ein. Die Aufnahmen packen Beide vom 1. bis zum letzten Satz !

    Im Gegensatz zu Johannes Schlüter = ganz meins ! (Johannes meinst Du mit "nicht meins" das Werk oder die Karamalz-Interpretation ???)

    In den ersten beiden Sätzen ist Karajan vom Tempo her ziemlich gleich. Aber ab dem 3. Satz kostet er in der 1980er-Aufnahme noch mehr aus und braucht dann für den letzten Satz über eine Minute mehr.

    EMI, 1960 = 10:04 - 14:29 - 6:08 - 15:19

    EMI, 1980 = 9:47 - 14:32 - 6:42 - 16:27


    Interessant ist der Unterschied der Klangqualität:

    Die Aufnahmen sind ja recht gut, aber es ist nicht so, dass die 1980er-DDD besser wäre als die gute alte Analogaufnahme ! Die DDD ist leiser ausgesteuert und erfordert eine höhere Lautstärkeeinstellung. Sie ist quasi in der Quali was wir digital aus der Zeit von EMI gewöhnt sind = also etwa KK=7-8 (von 10). Die Pauken könnten in beiden Aufnahmen etwas präsenter sein.


    Müsste ich eine Auswählen - so würde ich die EMI, 1960 mit dem Philharmonia Orchstra vorziehen.

    Ich habe gerade mal reingehört in Beide : :angel: Whow !!!



    Natürlich gibt es in meiner Sammlung auch die Zyklen von Karajan (7-1, leider)

    Lieber Adriano,


    was meinst Du mit "leider" ?

    Dass er leider nicht alle Sinfonien aufgenommen hat (im späten EMI-Zyklus mit den Berlinern fehlt ja die Dritte und Siebte)

    oder

    dass Du sie überhaupt hast, weil Dir die Int nicht zusagt ?

    Hallo timmiju und Norbert,


    wenn man das Cover vion Dir sieht, denkt man nicht gleich an den EMI-Sibelius-Zyklus (natürlich ausser der Sinfonie Nr.3).

    So eine Aufnahme der Sibelius 2 mit Karajan würde nicht unbekannt bleiben:


    Es ist diese bekannte digitale von 1980, die wirklich Klasse ist und den Vorurteilen genau entgegenspricht, dass Karajan "weichzeichenen" würde. Eine harte zupackende geradlinige Interpretation.

    :saint: Die höre ich auch sehr gerne.


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    EMI, 1980, DDD

    Die Erste mit Bernstein / Boston SO


    :angel: Gerade habe ich mir das Finale der Ersten mit Bernstein angehört.

    Ja, lieber Josef, so stelle ich mir ein spannendes hochangemessenes Finale der Ersten vor.


    Dass es sogar noch eine "speziellen zusätzlichen" Paukenpart gibt, war mir nicht bekannt.


    :thumbup: Aufnahmen, die ich bis jetzt in dieser Hinsicht voll zufrieden gestellt haben sind: ***Solti (Decca), ***Levine (DG und RCA), ***Bernstein (DG und SONY), Klemperer (EMI), Dohnanyi (TELDEC), Szell (SONY), ***Paavo Järvi (RCA/DVD) und Karajan/WPO (Decca) und Karajan/BPO (DG, die LIVE-Aufnahme auf DVD von 1972) ! Mit klanglichen Einschränkungen, aber mit Hochspannung Swetlanow (WARNER) und Horenstein (MC).

    Alexander Sladkovsky


    Josef hatte dieser Tage die Sinfonie Nr.2 mit Sladkovsky hervorgehoben und dort den YT-Link eingestellt.


    :saint: Der noch grössere Hammer ist auch die Rachmaninoff Sinfonie Nr.1 mit Sladkovsky mit seinem Tartarstan SO !

    Hingabe und musizieren auf der Stuhlkante - toll !

    Da kann nur nioch der etwas zügigere Swetlanow mithalten.




    =O|| Schade, dass es die nicht auf CD/SACD zu kaufen gibt !

    Saraste / WDR Sinfonieorchester Köln


    Nachdem ich von sarastes neuem Beethoven-Sinfonien - Zyklus (besonders herausragend bei den Sinfonien Nr 1 und 5) recht positiv angetan war, habe ich mir zum gleichen Spotpreis (9,99€) seinen Brahms - Zyklus zugelegt.


    Ich mache es kurz:

    Die Sinfonien sind sauber rund und gut eingespielt. Aber reicht das ???

    Die Klangqualität ist nicht ganz durchsichtig und weisst einige unschärfen, besonders im Tutti, auf. Die Pauken sind ganz ordentlich, aber oft zu seht im Orchesterklnag eingebettet. Die Passagen, wo mögliche und vorhandene Spannung erzeugt weden kann, wird an vielen Stellen nicht verwirklicht.

    Der Finalschluss in der Ersten mit den tollen paukenvorschlägen belieben bei Saraste zu harmlos. Schade ! Der viertze satz der Sinfonie Nr.4 sollte die Spannung zum bersten bringen ... ich empfinde über Strecken Langeweile ... Schade.

    Es fehlt der grosse Atem.

    Gut und mit Schmiss gelingt Saraste die Akademische Festovertüre ... wobei die die Tragische Ouvertüre wieder viel zu harmlos erscheint ...


    Hänssler, 2013, 2017, DDD


    Fazit:

    8) Wenn man solche Aufnahmen hört, dann weis man was man an vorhandenen Aufnahmen hat:

    :!:So zuletzt mit Paavo Järvi und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen mit dessen Aufnahme ich auch vor kurzem einige Beiträge höher recht stark ins Gericht gegangen bin ... Grund war mir dort die zu dünne Orchesterbesetzung.

    Ich habe heute wieder einmal reingehört und stelle Welten zwischen den beiden Aufnahmen fest. Bei Saraste ist zwar die Orchesterbesetzung grösser, aber die Klangtechnik (die 2013/2017 eigentlich aktuell sein sollte) verschluckt eine ganze Menge Details.

    Welch eine Hingabe, welch eine emotionale Leidenschaft bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und bei Paavo Järvi ... sicher das ist LIVE und auch nicht alles perfekt.

    Nebenbei: Das Finale der Ersten ist ein Traum (schon wegen Stafan Rapp, dem Schlagzeuger).



    <3 Als beinahe pefekten Brahms von den neueren Aufnahmen, mit gut besetztem Orchester, fabelhaften Pauken und dem richtigen Schuss Feuer, Emotion und Biss, sind für mich die beiden hochspannenden Brahms-Sinfonien-GA mit James Levine mit den Wiener PH (DG) und die etwas ältere, aber noch jugendlich Feurigere dem Chicago SO (RCA).



    Noch eine Anmerkung zum Klang bei Saraste:

    Ich hatte gestern Abend R.Strauss: Don Ouixote + Don Juan mit Reiner / CSO (RCA, 1954) gehört und war überrascht wie die Technik damals schon einen so durchschlagend klaren detailrecihen räumlichen Stereosound hin bekommen hat ... zugleicih betrübt, das aktuelle Aufnahmen von 2013/2017 schlechter klingen, als mit dem r alten Fritz.

    :?: Erklärt es sich darin und meiner o.g. Eindrücke zu den Aufnahmen, dass man solche Brahms - GA für unter 10€ bestellen kann ???




    Saraste

    Ich hatte das große Glück, lieber Wolfgang, alle Symphonien in o. a. Zeiträumen live zu erleben, wohl wissend durch die Erfahrungen jahrelanger Abo-Konzerte mit Saraste, dass ich kein Risiko eingehen würde, und ich wurde wahrlich nicht enttäuscht. Ich denke, dass etliche von den zahlreichen Einwänden, die ich hier lesen konnte, in den Live-Konzerten und speziell für mich nicht gelten konnten, da einerseits live noch einmal eine ganz andere Hausnummer ist und gerade der so unterkühlt wirkende Skandinavier hier oft aus sich herausging, und zwar durchaus analog zu den großen Steigerungen der einzelnen Symphonien.

    Lieber Willi,


    interessanter Beitrag von Dir. Das kann ich gut nachvollziehen, dass es LIVE eine andere Hausnummer ist. Ich hatte von diesen Konzerten auch 2 Sinfonien im TV = WDR3 gesehen und war ebenso angetan.

    :) Wenigstens hat die Sinfonien-GA auf CD den Vorteil mit den Sinfonien Nr.1 und 5 einen TOP-Sichtweise konserviert vorliegen zu haben. Als Paukenfan kommt man voll auf seine Kosten !

    Es stimmt, das Saraste etwas unterkühlt wirkt und oft nicht so aus sich heraus geht, wie es zu Gunsten einer berstenden Spannung von Vorteil wäre.


    Ich habe jetzt auch seine Brahms-Sinfonien - GA (Hänssler, 2013, 2017, DDD) vorliegen. Dazu an passender Stelle mehr ...

    RE: Ashkenazy

    Ich habe gestern übrigens noch die Einspielung der Zweiten mit dem Concertgebouw-Orchester unter Ashkenazy angehört (Decca) und war doch sehr angetan. Klanglich ist das nahe am Optimum, und auch künstlerisch liefert Ashkenazy eine tadellose Interpretation, welche die Extreme vermeidet und zum Kennenlernen des Werkes besonders geeignet erscheint. Ich würde die Aufnahme zwar nicht meinem favorisierten Swetlanow vorziehen, aber bei den westlichen Aufnahmen darf sie einen Spitzenplatz beanspruchen.

    Lieber Josef,


    ja, die Ashkenazy-GA der Sinfonien hat mich auch begeistert, denn sie hatte als erste auf CD meine Swetlanow-Aufnahmen auf LP (Melodiya) abgelöst. Schon wegen der ungleich besseren Klangqualität war ich immer schwer angetan von dieser Ashkenazy-Sinfonien-Aufnahme (Decca). In meiner Ashkenazy-GA auf 3CD (Decca) ist auch die Jugendsinfonie mit dabei.

    Die Sinfonischen Tänze und Die Toteninsel sind übrigens mit Ashkenazy auch eine Hammeraufnahme; sowohl klanglich wie von der Interpretation.


    Ashkenazy ist eine Rachmaninoff-Kenner. Mit ihm habe ich die beiden KK-GA unter Previn und noch besser mit Haitink !


    Es gilt für mich auch genau das, was Du im Zitat schreibst:

    Ich war nämlich froh die Swetlanow-Aufnahmen der Sinfonien später auf CD zu bekommen (Melodiya-Aufnahmen), die auf CD ungleich besser als auf LP klingen ... mit anderen Worten - die alten referenzwürdigen Aufnahmen waren in gutem Klang wieder da. Ich habe die ausgezeichnete Version mit sehr gutem Remastering von Moscow Studio Archives (Abb in Beitrag 32 von 2007), die leider schon kaum noch gelistet und verfügbar sind.


    In den Jahren habe ich eine ganze Reihe Rachmaninoff-Aufnahmen ausprobiert und wieder weitergegeben.

    :!:Die einzigen die ich behalten habe sind die genannten Ashkenazy-Aufnahmen (Decca), astrein auch die Ormandy-Aufnahmen mit dem Philadelphia Orchestra (SONY/CBS) und natürlich die favorisierten Swetlanow-Aufnahmen (MSA = Melodiya).

    Von den späten Swetlanow-Aufnahmen (WARNER, 1995) habe ich nur die CD der herausragenden Sinfonie Nr.1 behalten (:angel: die meine Rachmaninoff-Lieblingssinfonie ist !).

    Die Sinfonien - GA mit Maazel (DG) steht nur wegen der ausgezeichenten Sinfonie Nr.3 im Regal.



    Alfred wird sich wundern, welch ein Kontrastprogramm ihn erwartet, wenn er Swetlanow mit Anissimow (Naxos) vergleichen wird.

    Ich schreibe aus Höflichkeitsgründen besser nicht was ich von diesen Naxosaufnahmen halte :pfeif: .....

    Beethoven 5 mit Saraste


    damit ich Sarate nicht ungerecht und zu schwach weg kommen lasse muss ich unbedingt sein Aufnahme der Sinfonie Nr.5 hervorheben, die mir wieder , wie die Erste, ausgezeichnet gefällt.

    Diese Aufnahme hat Energie und Biss; vom Tempo her noch im Rahmen, wenn auch etwas langsamer als im Sinne der Beethovenschen Metronomangaben.

    :!: Was mir besonders gefällt: Saraste lässt auch die Pauken ganz exqusit präsent erklingen. Da sind Paukenstellen enthalten, die ich noch in keiner anderen Aufnahme so deutlich exponiert gehört habe.


    Fazit: Bisher ist die Sinfonie Nr.1 und 5 tatsächlich an der Spitze in der GA ... Kauf hat sich dafür schonmal gelohnt ... angesichts des Preises = ;( eine GA für 9,99€.


    Hänssler, 2017, 2018, DDD


    ^^ Bei amazon ist der Preis gestiegen, da diese GA jetzt doch mehrere Klassikfreunde ordern !

    RE: Mrawinsky

    Ich muss mir tatsächlich auch noch Mrawinsky zu Gemüte führen

    Lieber Holger,


    ich abgebildete Mrawinsky-12CD-Box (ERATO) habe ich auch (da sind tolle Int enthalten, die auch klnaglich zufrieden stellen).

    Ich höre gerade die Sinfonie Nr.3 Eroica ... Mrawinsky zaubert schon eine entfesselnde Interpretation. Aber Feinheiten, Strukturen, orchestrale Abbildungen sind kaum erkennbar ... einfach nur fürchterlicher historischer Monosound; bei mir mit letztendlich wenig Hörspass. Nur die Beethoven 1 und 6 sind klanglich brauchbar und in Stereo.

    8) Dazu hat man einfach zu viele andere überzeugende Aufnahmen von Bernstein (SONY), Solti (Decca (alle 3)) bis Leibowitz (Chesky) als dass man sich mit diesem Sound rumärgern müsste ...

    meine nächste GA wird die neu erscheindende GA mit Steinberg (DG) sein.


    *** Meine neuster sehr aktueller Zugang mit Saraste / WDR Rundfunkorchester Köln (Hänssler, 2017) liefert bei der Eroica eine runde kraftvolle zufriedenstellende Interpretation. Doch vergleicht man diese mit den grossen Alten, so stellt man doch einige Defizite in Punkto Energie, Biss und Tiefgang fest.

    RE: Swetlanow und Sladkovsky


    Lieber Josef,


    Alexander Sladkovsky ist schon einer der sehr beachtlichen aktuellen Dirigenten unserer Zeit, die wie der grosse Alte Swetlanow den richtigen Biss mit einbringen. Wenn etwas neues von ihm auf CD erscheint ist mein Interesse da ... nur es kommt ja leider wenig bis gar nichts mehr ...

    :!:Trotzdem ist Sladkowsky keine Ersatz für Swetlanow. Ich habe mich lange mit seinen Aufnahmen der Schostakowitsch-Sinfonien und den Konzerten (die ich auf CD habe) beschäftigt. Dabei habe ich festgestellt, dass er den gleichen Fehler macht, wie oft der späte Swetlanow viele Sätze der Werke zu lange auszuzelebrieren. 8) Wie Du ja weisst, ist das ist das ein wunder Punkt bei mir, wenn das Tempo zu langsam gewählt wird.


    Von der Gesamtspielzeit des Sladkowsky-Konzertes der Rachmaninoff Sinfonie Nr.2 mit dem Russian National Orchestra her mit 1:02 sieht man schon, dass er ähnlich langsam unterwegs ist, wie der späte Swetlanow (WARNER, 1995) mit für mich abtörnenden viel zu langsamen Spielzeiten = =O 20:11 - 11:08 - 17:49 - 15:02 . Die noch späteren auf EXTON liegen leider in ähnlichen Bereichen ...

    *** Ich ziehe da eindeutig Swetlanows frühe Einspielung mit dem Bolshoi Theater Orchester Moskau (Melodiya, 1968) vor mit "sauberen" Spielzeiten; man vergleiche mal welch ein Unterschied = :thumbup: 18:11 - 9:12 - 15:40 - 10:58 !!!


    :angel: Mein Favorit für die Sinfonie Nr.2:

    41KHIHZJjlL.jpg

    Melodiya, 1968, ADD


    Ich habe die CD-Ausgabe von Moscow Studio Archives (Abb in diesem Thread). Die Orchesterangabe ist bei Melodiya und MSA falsch: Die Sinfonien Nr.2 wird vom Bolshoi Theater Orchester Moskau gespielt und Der Fels mit dem Staatlichen SO der UDSSR.

    Mein alte deutsch Eurodisc-LP-Box hat die richtigen Orchesterbezeichnungen ... aber die LP´s sind klanglich so unterirdisch schlecht gegenüber den CD - Ausgaben, dass sich jede weitere Diskussion darüber erledigt hat. Man hat heute andere Ansprüche ... immerhin war die LP-Box mein prägender Zugang zu den Rach-Sinfonien !





    Bei den Sinfonischen Tänzen op.45, Sinfonie Nr.1 und bei den Sinfonischen Dichtungen ist der Tempounterschied von den frühen zu den späten Swetlanow-Aufnahmen zum Glück nicht so krass oder in normalen Bereich.


    Bei der Sinfonie Nr.3 (Warner, 1995) bekomme ich den "wahren Koller"; das fällt dermaßen auseinander = =O 16:16 - 13:38 - 14:03.

    Die frühen Aufnahme (Melodiya, ) strahlt ungleich mehr Biss aus.

    Ich ziehe aber bei der Sinfonie Nr.3 die beiden zügigen und geschätzten Aufnahmen mit Maazel (DG) - Spielzeiten :thumbup:12:20 - 11:23 - 11:45 und Ormandy (CBS) - Spielzeiten = :thumbup:12:47 - 12:09 - 12:56 vor.










    Saraste


    Noch ein paar Anmerkungen zur recht aktuellen Aufnahme mit Saraste und dem WDR Rundfunkorchester Köln (Hänssler).


    Satzanfängem wo man den Hörer gleich aufrütteln sollte, wie den Anfang der Eroica sowie den Anfang und Finale des 4.Satzes kommen bei Saraste zu harmlos, ohne Nachdruck. Solche Beispiele finden sich in den Sinfonien Nr.2, 7 und 8 (die ich bisher hörte) ebenfalls.

    Die Sinfonie Nr.1 ist bisher an der Spitze !


    Trotz der detailreichen und übersichtlichen Klanggestaltung höre ich beim WDR SO unschärfen, die man "von den grossen Alten" einfach nicht gewohnt ist.

    Die Aufnahmen erfolgten in zwei Etapen an je 6Tagen: - etwas geknubbelt -

    Sinfonien Nr.1 - 5 vom 20. - 25.X.2017 und die Sinfonien Nr. 6 - 9 vom 26. Feb - 03.März 2018

    Dafür ist ein beachtliches Ergebnis mit tatsächlichem Hörspass entstanden ... aber vielleicht hätte mehr Probenarbeit noch mehr Tiefgang gebracht.

    Vänskä


    Lieber Norbert,


    Vänskä mit dem Minesota Orchestra hatte ich auch lange zum Kauf auf dem Schirm ... eben wegen der allgemein guten Kritiken. Nur 30€ wollte ich angesichts bei meiner Anzahl an B - GA nicht löhnen :pfeif:


    Aber eine wichtige Frage: Wie lässt Vänskä die Pauken tönen ? Mehr klassisch im Orchester integriert oder voll präsent ?



    Saraste


    Ich habe jetzt die Sinfonien Nr. 3, 7 und 8 auch intensiv gehört.

    Sehr schöne Detailarbeut, nicht zu langsam, kraftvoller Zugang und allgemein angenehm präsente Pauken . Leider nicht mehr so megapräsent, wie bei meiner positiven Anfangsüberraschung bei der Sinfonie Nr.1.

    Mit dem Klangeindruck und der Balance war ich auch bei der Siebten, im Gegensatz zu Dir, lieber timmiju ganz zufrieden.

    :!:Aber was ich inzwischen bei Saraste vermisse ist eben doch der grosse Atem mit einem fetzigen Schuss Dramatik. Das ist mir alles zu kontrolliert. Ich stelle bei Sarastes ansonsten schöner GA keine Enttäuschungen fest, aber es fehlen die grössten Gefühle.

    Heute hatte ich in Ansermet (Decca) und der Eroica reingehört ... :angel: Da habe ich das gehört, was ich bei Beethoven suche. Eben das packende Gefühl mit Gänsehautfeeling bei entsprechender Dramatik.

    Lieber nemorino,


    Deine Begeisterung kann ich besonders für Mrawinsky und der Unvollendeten verdammt gut nachvollziehen. Der Mann hatte die Gabe das Letzte aus solchen Werken herauszuholen. Da könnte ich jetzt eine ganze Liste von Aufnahmen aufzählen.


    Was die Wdh angeht Pfeife ich ohnehin gerade bei der Neunten auch sehr gerne darauf. Für mich würde sich die Aufnahme mit Krips aber nicht lohnen. ;) Wie Du weisst fahre ich bei der Neunten immer noch an erster Stelle auf den Hammer = Karajan (DG) ab ... ohne die für mein Empfinden lästigen Wdh.

    Beethoven - Sinfonien mit Jukka-Pekka Saraste


    Seit wenigen Tagen habe ich Sarastes Beethoven-Sinfonien-GA vorliegen.


    Als ich zuerst die Sinfonie Nr.1 hörte, dachte ich schon an Best Buy 1.Q 2020. Der kraftvolle Zugang mit ungehemmten präsenten Pauken hat mich schon sehr überzeugt.

    Die Sinfonie Nr.2 ist ebenfalls sehr kraftvoll interpretiert ... zugleich aber auch ein wenig burschikos. Das bedeutet mit anderen Worten: Von der Noblesse und eines tiefen Ausleuchtens eins Karajan (DG) ((um jetzt nur den zu nennen)) ist Saraste weit entfernt.

    Trotzdem macht sein Zugang wirklich Spass und bietet keine Enttäuschungen, so wie vor Jahren der hochgehypte Zinman - Zyklus (Arte Nova) , der alles neu erfinden wollte.


    Ich will jetzt noch nicht so viele Aussagen treffen. In die Sinfonie Nr.7 habe ich auch schon rein gehört - nicht schlecht und wieder mit kraftvollem Zugang, aber etwas kühl empfunden --- von Paavo Järvis Rockkonzert (SONY-DVD 2010) ist Saraste weit entfernt ...


    :thumbup: Ein Bonbon hat die GA:

    TOP-Klangqualität, die alles aufdeckt.


    Hänssler, 2017/18, DDD






    :hello:In kürze weitere Eindrücke - ich bin noch lange nicht durch ...

    Das ist schon Wahnsinn.

    Früher musste man für eine Beethoven - Zyklus auf Kratzware (LP) 100-150DM löhnen ...


    Heute bekommt man aktuelle Beethoven _ Zyklen in bester Soundquali für

    Jordan = 7,99€

    Saratse = 9,99€


    Saraste habe ich im TV gesehen - nicht übel - habe ich bereits vorliegen - ich werde berichten ...

    Bisher bin ich wegen des hohen CD-Preises mit den Veröffentlichungen auf YT der wichtigsten Werke (gem. Beitrag 1) gut zurecht gekommen.


    Die Sinfonien Istanbul-Sinfonie (Sinfonie Nr.1 (2010)), Mesopotanmia Symphonie (Nr.2 (2011)) op.38 und Universe Symphony (Nr.3 (2012)) op.43 sind auf YT in ausgeziechnten Konzerten mit dem Frankfurter RSO / Howard Grifitis recht aktuell eingespielt. Die jeweiligen Konzerte mit Bild zu erleben ist schon wegen den für uns fremden türkischen Soloinstumeneten von Interesse.

    Ausserdem kann man sich bei den genannten Konzerten wenig über die YT-Klangqualität beklagen, denn die ist gut.


    :!: Auf CD habe ich mir jetzt (nadem die Preise in "angenehme" Regionen gefallen sind) die abgebildet CD mit den Sinfonien

    Mesopotanmia Symphonie (Nr.2 (2011)) und Universe Symphony (Nr.3 (2012)) zugelegt.

    Es handelt sich um LIVE-Aufnahmen von Juni und Dezember 2012 im Istanbul Lürfi Kadar. Es spielt das Borusan Istanbul Philharmonic Orchestra / Gürer Aykal, nicht weniger hingebungsvoll und autentisch wie das Frankfurter RSO mit den mitgebrachten Solisten.

    8) Hier erwartet den Hörer keine Avantgardem sondern geniessbare moderne Musik des 21.Jhd ... :angel: hörenwert !


    Auf den Punkt gebracht in einem Wort: :thumbup: tolle Musik. Interessante Soloinstrumnete (Darbuka, türkisches Klavier (wie Zymbal), türkisvhe Flöte u.a., umfangreiches Schlagzeug.

    ** Fasil Say erklärt die Istanbul Symphony und die verwendeten Instrumnete vor dem Konzert gemäss der YT-Datei in Beitrag 1.


    NAIVE, 2012, DDD

    Irgendwie hielt er die Sinfonie überholt und wollte eben "Sinfonische Dichtungen " schreiben,. Ich bin eher ein Freund der absoluten Musik, also der Sinfonie und meine auch, daß sie in letzter Hinsicht über die Sinfonischen Dichtungen gesiegt hat-

    Wieso hat die Sinfonie gesiegt ?

    Es gibt Sinfonien als absolute Musik, es gibt Sinfonische Dichtungen um eine Handlungsverlauf musikalisch abzubilden.


    :!:Beides steht gleichwertig nebeneinander ohne gegeneinander besiegt zu werden !

    8) Ich mag beide Kompositionsformen gleich gerne.



    Bei der Idealen finde ich das Programm auch nicht so einscheidend für den musikalischen Genuss. Die geht auch als absolute Musik.

    Die Ideale höre ich sowohl mit Haitink (Philips), wie auch mit Masur (EMI) gerne. Beide Aufnahmen sind sehr gut.

    Glasunow - Sinfonien mit Fedossejew, N.Järvi oder Swetlanow


    Beitrag aus "Heute gehört":

    Zitat von Adriano

    Dachte auch so wie Du, Joseph II, doch, nachdem mir Järvi dringends empfohlen wurde, habe ich sie mir gekauft und war regelrecht "baff" :-) Swetlanov und Rojdestvensky (beide super, natürlich) habe ich, nebst derjenigen Tadaaki Otakas, übrigens auch. Serebier soll anscheinend auch sehr gut sein, doch nachdem ich von Musikern erfahren durfte, wie dieser Dirigent mit ihnen absolut unfreundlich während Proben umgeht, will ich keine CDs mehr von ihm haben.

    Ich hatte zuerst die höchstlangweiligen NAXOS-Aufnahmen mit Alexander Anissimov. Die habe ich ganz schnell wieder aus meiner Sammlung entfernt und mir Swetlanow gekauft (WARNER-CD_BOX) !!! ;) Welch ein Unterschied wie Tag und Nacht.


    Nur was nicht einkomponiert ist, da kann selbst ein Swetlanow aus nicht mehr herausholen. Bis auf wenige Sinfonien (Nr.4, 6 und 7) empfinde ich die Glasunow-Sinfonien eher als recht langatmig (um nicht zu sagen langweilig).


    Es wundert mich, dass Fedossejew so schlecht weg kommt, da dies ebenso sein Repertoire sein sollte. Aber wie gesagt, was nicht da ist, da kann man auch nicht mehr drauß machen. Und für N.Järvi würde ich mir trotz aller Lobeshymnen von Adriano für dieses Repertoire kein Cent mehr ausgeben ... :pfeif:



    :!: Viel besser, kurzweiliger, anregender sind von Glasunow seine Sinfonischen Dichtungen, Ouvertüren und Kurzwerke , wie u.a. Stenka RAZIN, La Mer und Fantasie Finlandaise, die allesamt von Swetlanow auf CD aus der Taufe gehoben wurden:

    1. enthalten in seiner Sinfonien_GA (WARNER) --- Abb Beitrag 23

    und

    2. in der Swetlanow-10CD-Box (Brillant)

    --- siehe dazu auch Beitrag 29.

    RE: Glasunow - Sinfonien

    Dachte auch so wie Du, Joseph II, doch, nachdem mir Järvi dringends empfohlen wurde, habe ich sie mir gekauft und war regelrecht "baff" :-) Swetlanov und Rojdestvensky (beide super, natürlich) habe ich

    Ich hatte zuerst die höchstlangweiligen NAXOS-Aufnahmen mit Alexander Anissimov. Die habe ich ganz schnell wieder aus meiner Sammlung entfernt und mir Swetlanow gekauft (WARNER-CD_BOX) !!! ;) Welch ein Unterschied wie Tag und Nacht.


    Nur was nicht einkomponiert ist, da kann selbst ein Swetlanow aus nicht mehr herausholen. Bis auf wenige Sinfonien (Nr.4, 6 und 7) empfinde ich die Glasunow-Sinfonien eher als recht langatmig (um nicht zu sagen langweilig).


    Es wundert mich, dass Fedossejew so schlecht weg kommt, da dies ebenso sein Repertoire sein sollte. Aber wie gesagt, was nicht da ist, da kann man auch nicht mehr drauß machen. Und für N.Järvi würde ich mir trotz aller Lobeshymnen von Adriano für dieses Repertoire kein Cent mehr ausgeben ... :pfeif:



    :!: Viel besser, kurzweiliger, anregender sind von Glasunow seine Sinfonischen Dichtungen, Ouvertüren und Kurzwerke , wie u.a. Stenka RAZIN und Fantasie Finlandaise, die allesamt von Swetlanow auf CD aus der Taufe gehoben wurden:

    1. enthalöten in seiner Sinfonien_GA (WARNER)

    und

    2. in der Swetlanow-10CD-Box (Brillant).

    Für Abspielgeräte bin ich nicht der Fachmann. Vielleicht hat jemand der kompetenten Tamino-Mitglieder für dich eine Empfehlung, welchen SACD-Player man anschaffen sollte. In den vergangenen Jahren ist die technische Entwicklung vorangeschritten. Neue Medienformate sind hinzugekommen.

    HAllo moderato,


    :love: mit dem SONY XA333ES bist Du bestens aufgestellt für CD und SACD. Neue aktuelle Geräte sind nur noch billiger Plastik-Abklatsch.

    Wenn Du BluRay brauchst, dann must Du in den sauren Apfel beissen und dir zusätzlich dafür einen Player kaufen.

    Ich hatte mich vor ca. 2Jahren Jahr für den Panasonic DMP-BD700 entschieden. Damals schon ein Auslaufmodell. Ich habe ihn aber sehr gerne genommen, weil der noch eine gute Anfass- und Verarbeitungsquali hatte. Was Du heute bekommst, die Nachfolgegeräte sind Plastik hoch 3 !


    Für den Hobbyraum habe ich mich wegen BluRay für den SONY - Multiformatplayer UBP-X800 entschieden, weil der noch einigermassen solide aufgebaut ist ... aber auf eine Frontanzeige /LED oder LCD) muss man bei diesem Gerät sauer verzichten. Das wird locker eingespart. Deshalb benutze ich lieber für SACD und DVD meinen gutes altes Spitzengerät, den Multiformalplayer SONY DVP-NS930QS, der noch anständig aufgebaut ist mit massivem Metallchassis und TOP-LED-Anzeige mit Laufbandanzeige der MP3-CD - Inhalte. Von solchem Luxus kann man bei der heiutigen Plastik-Ware nur noch träumen ...

    Der SONY - Multiformatplayer DVP-NS900QS ist für CD, SACS und DVD ebenso empfehlenswert (kann aber kein MP3).

    Letztere beide Geräte kann man im Netz preiswert einkaufen und ist damit besser bedient, als mit dem heutigen "Plastikmüll".


    Mit einem Abspielgerät kommst Du nicht aus ...

    Hier ist meine berichtigte Reihung, da Vladimir Ashkenazy nicht mehr aktiv sein wird.


    =O Dabei grosse Überraschung für mich, denn wie konnte ich Paavo Järvi vergessen, der bei mir klar die Nummer 1 ist !!!

    Egal ob es die Zyklen von Beethoven, Schumann, Brahms, Sibelius und Nielsen waren - das hat alles höchstes Niveau.


    1. Paavo Järvi (5)

    2. Vasili Petrenko (3)

    3. Herbert Blomstedt (2)

    4. Gustavo Dudamel (4)

    5. Riccardo Chailly (1)


    Bei mir ist die Punktzahl im Klammern ! 1.-5. ist meine persönliche Reihung. Alles Andere wäre unlogisch.

    1. Vasili Petrenko (3)

    2. Vladimir Ashkenazy (5)

    3. Herbert Blomstedt (2)

    4. Gustavo Dudamel (4)

    5. Riccardo Chailly (1)




    :P Ich wollte schon Christian Thielemann und Kyrill Petrenko erwähnen, um Beiden nur 1 Punkt geben zu können, aber die lasse ich mit 0 Punkten lieber ganz draussen - mit beiden Dirigenten kann ich persönlich nicht viel anfangen.

    Andris Nelsons ist sicher eine Bostoner Hausnummer, aber ich kenne zu wenig und nichts was mich bisher von ihm wirklich überzeugen konnte.

    Bei Kyrill habe ich ja noch alle Hoffnungen, dass sich da mal was Interessantes an Aufnahmen tut ... sein Neujahrskonzert 2020 war hörenswert.

    Zur Zeit bade ich gerne im Klang und gebe mich

    Elektronischer Musik mit solistischen Instrumenten gerne hin. Die audiophile Klangtechnik macht richtig Spass ...


    Dazu gehören:

    - die recht neue Formation Andromeda Dreams mit den Alben The Point of no Return (2020) und Stardust (2016)


    - die Smooth-Jazz-Gruppe Rippingtons aus den USA

    - poppig und fetzig Yanni LIVE aus Griechenland

    - der gute alte Andreas Vollenweider bezaubert mit seinen Harfenklängen (der hat richtig gute Stücke dabei !)

    - Schiller mit seinem recht aktuellen Album Sonne (2016)

    - und nicht zuletzt auch die Elektronik-Pioniere Tangerine Dream, von denen ich so ziemlich alles komplett habe

    Boris Parsadanian (1925 - 1997)

    Es tauchen bei Tamino immer mal wieder neue Komponistennamen auf, mit deren Hintergrund ich gerne in der Hinsicht überprüfe, ob der für mich interessant sein könnte.

    Oft werden meine Erwartungen nicht erfüllt. Es steht auch immer die Frage im Raum: "Warum ist der nicht sowieso bekannt ?"

    Natürlich gibt es darunter einige wirklich Lohnende Neuentdeckungen, die unter Anderem wegen der regionalen Lage in unseren Breiten unbekannt geblieben sind.


    Dazu gehört Boris Parsadanian, ein armenischer Komponist der nach dem 2.WK sein Studium in Moskau fortsetzte und danach als Komponist in Estland lebte. Neben Kammermusik, Konzerten und sinfonischen Werken schrieb er auch 11Sinfonien. :| Davon ist nur ein Bruchteil eingespielt .....


    Mein Erstkontakt erfolgte vor Jahren in der Swetlanow-10CD-Box (Brillant) mit seiner Sinfonie Nr.2 Es-Dur op.6 (1961), =O die mich aufhorchen lies. Leider war auf CD weiter nichts verfügbar.

    Erst vor Kurzem hatte Lutgra bei TAMINO eine CD der Sinfonie Nr.7 (1980) vorgestellt ... gekauft ... begeistert gewesen ... nach mehr gesucht ...


    Mein Ausbeute auf CD ist wegen der Verfügbarkeit bisher nicht gross. :) Aber ich bleibe am Ball ... weil es sich lohnt.

    Boris Parsadanian hat mir ungleich besser gefallen, als sein gewiss interessanter Komponistenkollege Avet Terterian (von dem ich alle verfügbaren 7 Sinfonien auf YT geladen habe), der aber ohne thematisches Material arbeitet und nur Klänge "zusammensetzt". Das ist zwar stellenweise rhythmisch richtig gut gemacht, aber als Ganzes dann doch ermüdend ...

    :thumbup:8) Boris Parsadanian zeigt sich dann auf seine Art geniessbarer in der Schostakowitsch - Khatchaturian - Nachfolge.


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    Russian Disc, 1966, ADD


    Sinfonie Nr.7, Flötenkonzert, Streichquartett (1974)

    ANTES Edition, 1988, ADD/DDD

    …. das ist auch meine Einstellung! Ich möchte das Werk nicht nur hören, sondern auch physisch besitzen. Sonst hat es für mich keinen Wert.

    Soweit würde ich nicht gehen, lieber nemorino.

    Genau wie Du will ich auch alles auf CD haben. Von "daunlood" bin ich auch nicht begeistert.

    8) Aber manchmal geht es nicht anders ...

    *** Beispiel --- mein hochgeschätzter russischer Komponist Andrei Eshpai. Der ist auf CD leider nur einigermassen vertreten. Sein komplettes Werk und seine Sinfonien bekommt man nur auf YT. Dort sind alle Sinfonien und zahlreiche andere Werke, in massstabsetzenden TOP-Aufnahmen vorhanden ... aber nicht auf CD. Da hilft nur der YT-Downloader ! Ansonsten kaufe ich alles Verfügbare auf CD von diesem Schostakowitsch-Nachfolger !


    :!: Was die Ausfallrate angeht, so kann ich mich den Ausführungen von Johannes anschliessen. Meine ersten CD´s sind auch aus den 80ern. Die ca. max 10CD, die irgendwelche Fehler hatten (Bronzing-Schrott hatte ich noch nie dabei), konnte ich durch Brennen mit dem PC als CD-R (mit einem Plextor-Brenner) wieder retten.


    Einzig die CD-R im Auto (;)8) CD-Original nehme ich nie im Auto mit) hatten mal wegen den starken Tempraturschwankungen nachgelassen und mussten neu gebrannt werden.

    Violinkonzert op.61

    in der Aufnahme mit Beethovens eigener Kadenz nach der Klavierfassung op.61a


    Bisher sind viele der Hauptwerke von Beethoven (Sinfonien, Klavierkonzerte, Sonaten) in diesem Inselthread vorhanden ... :huh: das Violinkonzert op.61 fehlt aber noch !


    Hierfür möchte ich die Aufnahme mit Tetzlaff/Zinman (ARTE NOVA, 2006) auswählen, die das Konzert von allem Schwulst befreit (den man in vielen anderen Aufnahmen leider antrifft), es klar und deutlich hinstellt, die Ecken und Kanten nicht weichspült. Als Ergebnis entstand eine der hörenswertesten und spannensten Interpretationen des VC.

    8) Der sehr gute Eindruck mit wirklichem Hörspass wird durch die ausgezeichente digitale Klangtechnik nur noch unterstützt !


    :!:Der Wichtigste Punkt ist aber, dass hier ein echter Beethoven vorliegt:

    Die Kadenz im 1.Satz ist von Beethoven selber komponiert und stammt aus der Klavierfassung mit Pauken des VC op.61a, die von Christian Tetzlaff selber für Violine umgeschrieben wurde.

    Zitat von teleton

    Tetzlaff selbst schrieb die originale Klavierkadenz aus op.61a für Geige um, da er die sonst verwendete Kandenz von Fritz Kreisler sowohl harmonisch, wie auch von der Konzeption und Idee her als Fremdkörper betrachtet. Beethoven geht in der originalen Solokadenz mit den mitspielenden Pauken einen ganz anderen Weg und ist auch im Grundtempo schneller.

    "Das verstärkt die militärischen Assoziationen sehr wesentlich und macht gleichzeitig einen zentralen Aspekt des ganzen Kopfsatzes aus." (Zitat aus Textheft Arte Nova).

    Für meinen Geschmack ist das die beste Kadenz für das Beethoven - VC. Das Zusammenspiel der Geige mit Pauken passt hier genau so gut, wie in der Klaverfassung op.61a mit Klavier und Pauken.


    ARTE NOVA, 2006, DDD

    Lieber Wolfgang,


    … "............" in Verbindung mit Beethoven, das hört sich ja fast nach Blasphemie an :( !

    Lieber nemorino,


    Du hast ja Recht, das gibt es bei Beethoven nicht - aber es sind ja auch nur bestimmte Aufnahmen, auf die das meiner Empfindung nach zutrifft !

    :!:Gestern habe ich die Tetzlaff/Zinman-Aufnahme des VC (ARTZE NOVA) gehört: Einfach grosse Klasse - und bei der Aufnahme ist an das nicht nochmal wiederholte Wort zu denken. Selbst bei den Romanzen 1+2, die anschliessend folgten vermeidet Tetzlaff den Schwulst vieler anderer Aufnahmen.

    :hello: Du solltest Dir diese anhören, denn die Kadenz nach der Klavierfassung op.61a von Tetzlaff für Violine umgeschrieben ist zusammen mit den Pauken genial ... ;) und von Beethoven selbst ! Damit sind wir auch wieder beim Thema op.61a.