Beiträge von teleton

    Brahms - Sinfonien mit William Steinberg / Pittsburgh SO

    :!:Die Vierte liegt hier in zwei Aufnahmen vor !

    Die Brahms-Sinfonien mit Steinberg (DG, 1991-1965) hatte ich mir Mitte 2022 zugelegt. Nicht zuletzt wegen meiner grossen Begeisterung für Steinberg mit eine der besten Brahms 4 (Everest), die seit vielen Jahren meine CD-Sammlung bereichert und in diesem Thread schon mehrfach gewürdigt wurde (u.a. von nemorino).

    *** Ich hatte angenommen, dass die 2022 erschienene GA (DG) auch diese Aufnahme der Sinfonie Nr.4 enthält. :!: Erst kürzlich fiel mir an den leicht unterschiedlichen Spielzeiten und dem AD 1965 auf, dass dem nicht so ist.

    :angel: Mein Hörvergleich ergab, dass Steinbergs CD von 1959 (Everest) unbedingt vorzuziehen ist: Steinberg läd die Spannungen weit höher auf, zeigt mehr Emotionen; kurzum - die ist spannender ! Wie Steinberg beim 4.Satz das Allegro energico wörtlich nimmt ist frapierend und hat für mich als Hörer den "Gänsehautcharakter" wie bei Karajan 1973 auf DVD !


    51ryVMCRkML._SX300_.jpg Die bessere Vierte !

    Everest, 1959, ADD


    Die DG-GA, die ich in die obere Klasse der Brahmseinspielungen einordnen würde, ist TOP und macht richtig Spass ... aber die Vierte fällt hier gegenüber der Älteren von 1959 hier deutlich ab. (=O Ich hatte schon vor die Everest - CD zu verkaufen, wegen Annahme der Dopplung ! Gut dass mir die Unterschiede aufgefallen sind.)

    *** Aber nicht nur interpretatorisch, auch klangtechnisch sind krasse Unterschiede zu verzeichnen. Die 1995er Command-Classics-Aufnahme (von DG in der GA übernommen) klingt im Stereopanorama deutlich enger und nicht so schön breitgefächert sortiert, wie die 1959er-Aufnahme; dafür wieder etwas natürlicher beim Klang der einzelnen Instrumente, was beim AD 1965 nicht verwundert.

    Das DG-Textheft gibt auch an, dass Everest bei der frühen Aufnahme die Aufnahmeausrüstung "LivingPresence" von Mercury verwendet wurde, während Command-Classics ein Aufnahmeverfahren auf 35mm-Magnetfilm verwendete. Wir wir von zahlreichen Mercury-Aufnahmen kennen ist die Räumlichkeit dieser Aufnahmen schon damals vorzüglich und vorbildhaft gewesen. Schade dass Command nicht auch diesen Weg gegangen ist .....

    Klarer Fall: die Unterschiede sind so krass, dass ich die 1965er-Aufnahme der Vierten in der GA at acta lege. :!:Die Everest-Aufnahme 1959 ist in jeder Beziehung unbedingt vorzuziehen !


    Die DG-GA hat derzeit den Hammerpreis von 9,95€ !!! Und es ist noch ne gut gelungene Tragische Ouverüre enthalten.


    DG, Command Classics, 1961-1965, ADD

    Lieber Norbert und Klassikfan1,


    :hello: vielen Dank für Deine präzise Antwort. Das ist ja schade, dass der Aha-Effekt mit Dorati hier bei Beethoven eher nüchtern ausfällt und nicht so toll wie seinerzeit bei seinem Brahms-Zyklus. Ich hatte in die YT-Datei, die Klassikfan postete reingehört und hatte eigentlich einen guten Eindruck vom 1.Satz, aber das ist ja nur ein kleiner Ausschnitt vom Ganzen !

    Da kann man nur sagen:

    Zeit und Geld gespart, denn den Kauf kann ich mir sparen ! Wie gesagt hielt sich meine Begeisterung beim Beethoven-Zyklus mit Steinberg (DG) auch etwas in Grenzen, wenn ich den mit meinen Favoriten vergleiche. Aber das hat wohl eher mit der Klangqualität zu tun, die zu pauschal geraten ist und wichtige Details vermissen lässt.


    Von Steinberg habe ich auch den Brahms-Zykus mit dem Pittsburg PO (DG) seit 2022 vorliegen, der insgesamt wirklich sehr gut ist. Besonders die Sinfonie Nr.4 ... aber hier in der Brahms - GA ist gar nicht die herausragende Aufnahme von 1959 enthalten, wie ich logischerweise angenommen hatte ! :!: Dazu werde ich im entsprechenden Brahms-Thread noch berichten.

    Beethoven mit Antal Dorati


    Die Beethoven-Snfonien noch ein weiteres mal anzuschaffen ist unsagbar unnötig, angesichts meiner mind über 15GA auf CD (ich habe irgendwann aufgehört zu zählen); auf DVD habe ich sie auch mit Bernstein, Järvi und Karajan, sowie in Einzelaufnahmen mit Solti.

    **** Aaaaaaber es gibt jetzt die GA mit Antal Dorati / Royal Philharmonic Orchestra (DG) !!! Es sind nicht die Mercury-Aufnahmen mit dem Mineapolis PO !

    Die Brahms-Sinfonien mit Dorati (Mercury) hatte ich als vollen Erfolg verbucht, weil diese in der Tat zu den besten und kurzweiligsten auf CD zählen .... die zuletzt angeschafften Beethoven-Sinfonien mit Steinberg (DG) sind schon Klasse, aber gegenüber meinen Favoriten, hatten diese auch nichts Neues zu bieten und die Pauken sind klangtechnisch zu eingebettet ... da lob ich mir Paavo Järvi (SONY-2010 auf DVD), sowie hammermässig Karajan (DG, 1973 auf DVD = besser als seine 3 GA auf DG-CD !!), oder auch Bernstein (DG auf DVD) !!!


    Wer kennt die Dorati-Aufnahmen ??? ... Lohnen diese sich für mich angesichts meiner o.g. Prägungen ... zu denen auch u.a. die massstabsetzenden Aufnahmen von Ansermet (Decca) und Leibowitz (Chesky) gehören ?

    Hat Dorati was Neues zu bieten ? :D Pustet der mich weg ^^8o ?


    DG, 1975/76, ADD

    813gMxJRnbL._SX300_.jpg

    DG, 1983-1995, DDD


    Ich hatte mir 2016 die abgebildete 3CD-Box mit den Brahms-Konzerten gekauft, eben um auch die KK Nr. 1 und 2 mit Zimenman zu haben. Die CD mit dem VC/DK hatte ich vorher schon; die CD mit dem KK 2 hatte ich dummerweise abgegeben und die war hier nun für mich neu.

    Das KK Nr.2 mit Zimerman fand ich immer sehr gut, auch wenn ich eigentlich Richter / Leinsdorf (RCA) favorisiere. JA, lieber Christian und ich lasse mich hier sehr gerne wegblasen, wie Du es ausgedrückt hast ! Ich finde es ist die mit Abstand spannenste Aufnahme des KK Nr.2.


    Aber zum KK Nr.1 mit Zimerman / Bernstein, die ich auch orchestral als sehr gelungen empfinde, denn Bernstein legt keinen Serenadenton vor, sondern macht dass, was einmal mehr angemessen ist und bremst keine Emotionen ... anders gesagt = er bläst so richtig fein weg ! Vom atemberaubenden Spiel Zimermans ganz abgesehen.

    *** Dennoch habe ich zwei Dinge an dieser Aufnahme zu kritisieren:

    1. Ich bin bei den Brahms - KK von den Szell-Aufnahmen mit Serkin und Fleisher geprägt, wo der 1.Satz des KK NR.1 21Minunuten dauert --- Bernstein/Zimerman ist mir mit 24:35 einfach viel zu langsam. Das merkt man an durchgehend und stört mein Empfinden bei Hören.

    2. Die Klangqualität gerade beim KK Nr.1 lässt zu wünschen übrig. Es ist auch keine gute Balance zwischen Klavier und Orchester gegeben ... beim KK Nr.2 ist das weit besser geraten !


    Meine Einwendungen kommen nicht zuletzt daher, weil ich jetzt seit kurzem zwei 2015er-Aufnahmen auf DVD und BluRay habe, die Klangtechnisch im DTS5.1 - Sound die DG-CD kalt im Regen stehen lassen.

    Das sind einmal die Aufnahmen mit Buchbinder / Metha / Wiener PH (major, 2015, DTS 5.1) und noch ausgefeilter und mit ungeheuerer Pranke Bronfman / Welser-Möst / Cleveland Orchestra (ClassartClassic, 2015, DTS-HD5.1)

    Hier kommt wieder meine Vorliebe der letzten Jahre zum tragen Konzerte LIVE mit Bild geniessen zu können ... Nachteil für das Klangempfinden: der natürliche breite und räumliche DTS5.1-Sound der BluRay/DVD lässt den Sound der CD schwach aussehen.


    Man mag an Franz Welser-Möst die fehlende Emotion beim Dirigieren monieren. Doch wenn man so ein Spitzenorchester wie das Cleveland Orchester vor sich hat, regelt sich das fast von selbst. Einziger Kritikpunkt: Der Anfang des KK Nr.1 könnte mehr dramatische Power haben, was durch Bronfman später relativiert wird. Fabelhafte Konzerte beider KK, die Yefin Bronfman mit bravour absolviert. Mir gefällt nebenbei, dass sich Bronfman nach den Finali in den Armen liegen .. eine menschlich tolle Geste.

    Bei Buchbinder ist die Begeisterung kaum anders, er hat die Konzerte voll drauf. Hier punktet nach meinem Gefühl Zubin Metha noch mehr, der die Wiener PH zu einem packenden Orchesterspiel anspornt.

    Das Tempogefühl dieser beider Aufnahmen kommt mir jedenfalls mehr entgegen (KK1 - 1.Satz um 21.Min !) als der bei mir sonst so hochgeschätzte Leonard Bernstein - gleiches gilt ja auch für die ansonsten tollen Brahms-Sinfonien, die auch auch auch auf CD und DVD habe ! Aber auf DVD ist es trotzdem schon ein Hochgenuss Bernstein zu sehen, nein zu erleben !


    Unbedingte Empfehlung für diese beiden relativ neuen Konzertaufnahmen:

    ClassartClassic, 2015, DTS-HD5.1


    major, 2015, DTS 5.1

    Aufgrund des Appetit machenden tollen Beitrages von Josef werde ich mich dem Schumann-VC auch wieder einmal widmen.


    Ich habe dem Schumann-VC nie so grosse Bedeutung beigemessen und besitze auch nur die Zehetmeier/Eschenbach-Aufnahme (APEX). :!:Ich werde mich aber auch mit Kopatchinskaja-Aufnahme zuwenden, die auch bereits das Beethoven-VC (voll nach meinem Geschmack) aus dem altmodischen Dornröschenschlaf geholt hatte. Die Aufnahme mit dem Hr-Sinfonieorchester (Frankfurt Radio Symphony Orchestra) ∙ Patricia Kopatchinskaja, Violine ∙ Philippe Herreweghe, Dirigent ∙ Alte Oper Frankfurt, 31. Oktober 2014 finde ich einfach fabelhaft, im Vergleich zu dem altmododischen "Kreissler-Kram" alter Zeiten. Ich denke, dass sich Kopatchinskaja gegenüber den anderen Aufnahmen genau so deutlich gegenüber den Anderen positiv absetzt, wie man zwischen den Zeilen in den vorigen Beiträgen bisher bereits entnehmen kann.

    Hannu Lintu / Finnish RSO

    In den letzten Tagen habe ich die wunderbare und im Schatten der Anderen stehende Sinfonie NR.3 wieder einmal gehört, die ja leider von Karajan und Ormandy nie dirigiert wurde.

    *** Im vorigen Jahr hatte ich mir die ausgezeichnete GA der Sibelius-Sinfonien mit Hannu Lintu / Finnish RSO in der DVD-Box angeschafft. Da bin ich meiner Vorliebe der letzten Jahre wieder einmal gefolgt, Werke auf DVD oder BlueRay auch optisch geniessen zu können.

    Die LIVE-GA ist ausgezeichet und den mir bisher absolut unbekannten Hannu Lintu würde ich als einen Sibelius-Kenner ersten Ranges beurteilen. Natürlich sind nicht alle Sinfonien gleichwertig stark gelungen ... bei der Zweiten gibt es halt weit stärkere Konkurrenz (wenn man nur an Paavo Järvis Antrittskonzert in Paris denkt). :angel: Aber die Sinfonie Nr.3 würde ich hier als eine der besten Aufnahmen sehen ...... in der Reihe mit Roshdestensky - Ashkenazy - Bernstein und Berglund 1. Hochspannung und Detailreichtum geben sich hier gleichermassen die Hand. Wenn ich dagegen den Langeweiler Okko Kamu (in der Karajan-DG-GA als Ersatzdirigent für die ersten drei Sinfonien) anhöre und vergleiche, dann steht die Sache klar im Raum, was man sich anhören sollte !


    Hinzu kommt die aktuelle Klangtechnik von 2015 im DTS 5.1-Format, die nicht nur mich wunschlos glücklich macht. Das Helsinki Music Center, in dem das Finnish RSO zu Hause ist, macht in seiner Modernität einen ganz exqusiten "Wohlfühl"-Eindruck und gefällt mir äusserst gut (und weit besser als Beispielsweise der auf mich "altmodisch" wirkende Goldene Musikvereinssaal Wien ... sorry Wien !).


    ARTHAUS Musik, 2015, DTS 5.1

    Eine persönliche Schwäche habe ich auch für die Violinkonzerte von Paganini, die oft als reine "Virtuosenstücke" verschrien werden. Der Funke sprang einst bei einem Live-Konzert mit dem zweiten Paganini-Violinkonzert "La Campanella" (Paul Kropfitsch/Adam Fischer) über.

    Ich hatte mir 2022 die GA der Paganini - VC mit Accardo / Dutoit (DG) zugelegt ..... bisher habe ich immer noch nicht alle gehört. Soviel dazu, wie "heiss" ich bisher auf das im Prinzip nette "Virtuosengequische" geworden bin.

    :) Ich werde mal aufgrund Deiner Fürsprache das VC Nr.2 in Kürze vorknöpfen.

    Seiji Ozawa hab ich als Dirigent auch immer geschätzt.

    Bei der Durchsicht meiner CD-Sammlung habe ich festgestellt, dass ich gar nicht mal besonders viele Werke mit ihm besitze .... das liegt einfach dran, dass sein aufgenommenes Repetoire immer irgendwie noch "bessere Konkurrenzaufnahmen" hatte, auf das ich dann vorzugsweise zurückgegriffen hatte.


    Da sind einmal die Tschaikowsky-Ballette Der Schwanensee und Der Nussknacker mit dem Boston SO (DG). Sicher eine gute Aufnahme, aber da ich ohnehin so eine ganze Ballettaufnahme nie am Stück hören will und würde, ist die DG-CD seit sehr vielen Jahren unangetastet geblieben. Da habe ich nur "suitenmäßig" mal rein gehört. Da greife ich lieber auf die von Ormandy zusammengefaßen grossen Suiten zurück, die zudem richtig gut und mit Schmiss interpretiert sind, oder die Swetlanow-Aufnahmen ......


    Auch sehr gut gelungen die römische Triologie von Respighi mit seinen 3 Sinfonischen Dichtungen. Diese auch mit einem fabelhaften Boston SO (DG).

    Aber auch hier ist trotz aller Vorzüge der Aufnahme wieder die Konkurrenz vorzuziehen .. ich erinnere an die absolut hammermässigen Einzelaufnahmen mit Bernstein (SONY) und Maazel (Decca) u.a. von den Römischen Festen und Römischen Brunnen.


    :!: So bleiben 3 Ozawa-CDs die auf Ewig konkurrenzlos bleiben:

    Mein Lieblingsklavierkonzert for ever = Khatchaturian: Klavierkonzert mit P.Entremont (CBS), die in allen Punkten ausgefeilt ist. Die CD gab es dann 2012 endlich bei SONY Japan. Natürlich hatte ich diese mich von Anfang an geprägte Hammeraufnahme zuvor auf Kratzware (LP).


    Schostakowitsch: Violinkonzert Nr.2 und einer Rarität, dem Schumann-Cellokonzert op.129 arr. für Violinie und Orchester von Schostakowitsch mit Gidon Kremer / Boston SO (DG)


    :angel: Meine Lieblings-Ozawa - CD bleibt dann aber sein Projekt von 1966 mit der Siegel-Schwall-Band in Chicago mit den hervorragenden Russo: Three Pieces for Blues Band and Orchestra, die mit einer herausragenden Aufnahme von Gershwins - Ein Amerikaner in Paris gekoppelt ist, die Bernsteins eigenen Aufnahmen nicht nachsteht.


    71HcNUEYcAL._SY300_.jpg

    SONY, 1971,ADD



    DG, 1993, DDD


    81OrUWUpXlL._SX300_.jpg

    DG, 1973, ADD

    6. langweilig, die einzige, die ich nicht mag.

    Hallo Stolzing,


    ich möchte Deine Beurteilung und Geschmack nicht in Frage stellen, aber für mich persönlich möchte ich hier absoluten Widerspruch anmelden.


    :!: Höre Dir mal von der Sinfonie Nr.6 die Solti / CSO-Aufnahme (Decca) an wie spannend auch diese Sinfonie klingen kann .... oder Bernstein, den man ja für Bruckner gar nicht so auf dem Schirm hat.. wie emotional mit Pfeffer er auch diese Sechste mit Hochspannung aufläd. Es ist eine Aufnahme der New Yorker PH, die nie als Einzel-CD verfügbar war, aber in einer Bernstein-EDITION (dicke SONY-Box mit allen CBS-Aufnahmen) enthalten ist. Ich habe die CD von einem geschätzten Forianer und Bruckner-Freund als CD-R erhalten.


    Glaube mir - mit diesen Aufnahmen wird Dir auch die Sechste ans Herz wachsen.

    Hier greife ich eine alten Beitrag von 2007 auf. Gemeint ist der Schluss von Sibelius Sinfonie Nr.5

    Was mich an diesen letzten Takten im Finale schon immer störte, ist nicht nur das Banale, sondern auch die furchtbar langen Pausen zwischen den einzelnen Schlußakkorden, durch die die zuvor aufgebaute Spannung völlig verlorengeht. Leider.

    8) Dieser Meinung kann ich mich so ganz und gar nicht anschliessen ! :no:

    Ganz im Gegenteil --- diesen Schluss finde ich alles andere als banal, sondern absolut genial . Es gibt Interpretationen der Sinfonie Nr.5, bei denen ein zu langes Pausenverhältnis zwischen den wuchtigen Schlusseinsätzen nicht so ganz passt und man tatsächlich den Eindruck eines Spannungsabfalles haben könnte, weil die Pausen zu lange dauern. Die Wirkung der Länge dieser Pausen mag bei jedem in gewisser Weise gefühlsmässig anders auswirken ... :angel: aber wenn ich mich jetzt an Karajan, Ashkenazy, Bernstein/New York, Berglund/Bournmouth, Barbirolli erinnere, dann hat dieser tolle Schluss bei diese jedenfalls die volle Gänsehautwirkung.



    :!: Ein anderes Beispiel:

    Ich schätze Bernsteins späten Sibelius mit den Sinfonien Nr. 1, 2, 5 und 7 mit den Wiener PH (DG) ungemein hoch ... habe diese Wahnsinnsaufnahmen auch auf DVD um Bernstein "livehaftig" mit erleben zu können, was ich noch weit eindrucksvoller Empfinde, als nur auf CD ... aber tatsächlich ... bei der Fünften sind mir die Pausen im Finale in der Tat zu breit geraten. :S



    :hello: Frohes neues Jahr 2024

    Früher so bis Ende der 90er waren WDR 3 und SWF 2 für mich wichtige Klassiksender, jede Menge Klassik auf Tonband und später MiniDisc mitgeschnitten hatte. Auch WDR 1 mit seiner wöchentlichen Sendung "Schwingungen" = Elektronische Musik, wurde mitgeschnitten und war für mich für Jahrzehnte ein wichtige Musikquelle.


    Irgendwann lies das immer mehr nach und ich kaufte mir alles gewünschte auf CD .....

    Ich habe meinen SONY-Spitzenklasse-Tuner schon seit Jahren nicht mehr eingeschaltet ... :/ eigentlich ein Jammer.


    Genau wie Einige hier, findet Radio bei mir nur noch im Auto statt ... aber weniger für Musik, sondern um die neusten Nachrichten auf DLF und WDR 5 zu hören. Musik kommt bei längeren Fahrten dann eher über Blutooth vom Smartphone oder vom WDR 3. DA freue ich mich heute, dass ich diese Sender dann wenigstens störungsfrei über DAB empfangen kann.


    Zu Hause habe ich auch einen DAB-Empfänger, der auch Internetradio ist (also tausende Sender wären möglich) ... wird aber selten genutzt und nur aus technischen Gründen mal eingeschaltet ... 8) aber man muss seine Zeit einteilen. Wenn es um Musik geht greife ich lieber zur CD, DVD oder BluRay.

    Schostakowitsch: Finalschluss der Sinfonie Nr.6


    Hallo Timmiju,


    der Schluss der Sinfonie Nr.5 ist schon verdammt wirkungsvoll, egal wie man diesen jetzt als positiv oder negativ, gemäss der letzten Beiträge, bewertet.


    Aber ich finde den Schluss des Finale der Sinfonie Nr.6 mindestens ebenso hammermäßig. Wenn die Sinfonie Nr.6 zu Ende ist, muss ich erst mal ruhig im Stereohörsessel sitzen bleiben, um das gerade gehörte zu verdauen .... whow !!!

    Die meisten Aufnahmen sind aber fast zu normal-sinfonisch-brav, sodass diese o.g. "Hammerwirkung" bei weitem nicht diese Wirkung hat ... :angel: höre Dir Roshdestwensky (Melodiya/Eurodisc, 1988, DDD) an, das ist der absolute Wahnsinn. :hail:


    Ich finde jetzt nicht die Abb meiner Eurodisc-Ausgabe, aber diese Aufnahme ist es:

    51e38bSsNOL._SY300_.jpg

    Melodiya, 1988, DDD




    Khatchaturian: Sinfonie Nr.3 für Orgel und Orchester


    wäre ein weiteres Beispiel, wo ich am Schluss total "geflasht" bin. Natürlich sollte es die Aufnahme mit Kondraschin / Moskauer PH sein ! Das enthaltene Klavierkonzert mit Yakov Flier gehört ebenfalls mit zu den besten Aufnahmen

    Das ist ein Feuerwerk der Extraklasse --- dieses Feuerwerk passt jetzt gut zum Jahresabschluss .... ein Jammer das solche Hammer-CDs -- derzeit nicht mehr verfügbar -- sind.


    31idP4Z4-XL.jpg

    Melodiya, 1969, ADD




    :hello: Allen Taminos einen guten Rutsch ins neue Jahr 2024.

    Zu Weihnachten habe ich mir die einzig verfügbare Gesamtaufnahme aller Schostakowitsch - Sinfonien und Konzerte auf DVD (8DVD-Box) geschenkt bekommen: Gergiev / Orchester des Mariinsky Theaters.

    Einige wenige dieser Sinfonien-Konzerte kannte ich bereits aus dem TV ...

    :angel: Mein Begeisterung über diese fabelhafte Veröffentlichung von Arthaus Musik kennt keine Grenzen.


    Die Interpretationen halte ich für herausragend. Gergiev kennt seinen Schostakowitsch genau; sein insgesamt nicht schleppendes, eher zügiges Tempo liegt mir ohnehin und unterscheidet sich deutlich von den mir viel zu langsamen Kitaenko- und Rostropowitsch / Washington - Zyklen auf CD, von denen ich mich wieder getrennt hatte. Er dirigiert entweder ohne Dirigierstab, oder verwendet einen ganz kurzen, der einem langen Streichholz ähnelt.


    Bei den Sinfonien sehe ich so gut wie ich keine Kritikpunkte. Alles wird sehr detailreich beleuchtet und dabei die nötigen Emotionen.

    Herausragend auch alle Konzerte, die alle 6 (Klavier, Violine, Cello) von 6 verschiedenen Solisten bestritten werden. Ähnlich wie die neueren Konzertaufnahmen mit Alexander Sladkowsky / Tatarastan National SO (Melodiya), die allerdings mit den 6 Solisten qualitativ sehr uneinheitlich geraten sind ...


    Die Konzerte sind im Sale Pleyel 2023/2014 in Paris aufgenommen und bieten in Dolby Digital 5.0 feinste Details und beste fast nie so gut gehörte Klangqualiät. Die Bildführung ist gut, zeigt die Instrumente , das Orchester von oben und ist nicht zu oft nur auf den Dirigenten gerichtet. Die Sinfonien / Konzerte auch optisch miterleben zu können ist jetzt auch bei Schostakowitsch eine neue sehr positive Erfahrung.


    Die Klavierkonzerte mit Daniil Trifonov (1.) und Denis Matsuev (2.) begeistern durch brillanten zupackenden Anschlag, der seines Gleichen sucht und nur von Eugen List (Melodiya) und bei den neueren Aufnahmen Boris Giltburg (Naxos) so eindrucksvoll dargeboten wird. Es ist der Hammer , wie die Jungs spielen !


    Arthaus Musik, 2013/14, Dolby Digital 5.0

    Lieber Amdir,


    den Film über Bernstein "Maestro" hätte ich mir auf jeden Fall auf FP mitgeschnitten, wenn ich davon gewusst hätte. Hätte mich sehr interessiert.. aber ich habe davon abgesehen mehrere alte Bernstein-Dokus, die insgesamt alle sehr informativ sind und auch den von Dir enthaltenen Kritikpunkt enthalten (Story mit der Manfred Ouvertüre).


    Ich habe mir mal das Programm der Maestro-CD (Beitrag von Gregor 173) angesehen. :SMich stört, dass viele Werke nur in Ausschnitten enthalten sind ... Stückwerk schätze ich wenig !

    Alle interessierenden Werke habe ich komplett, unter der Leitung von Bernstein und zudem in seinen beiden Aufnahmen mit den New Yorker PH (SONY) und die DG-Aufnahmen Israel PO, Wiener PH, New Yorker PH.


    Könnte mir aber gut vorstellen, dass Nezet-Seguin ein guter Bernstein-Interpret ist. Seine Konzerte aus Frankfurt, habe ich im TV immer mit Genuss gehört ... bei einem Freiluftkonzert in Frankfurt (ca 2020) waren auch die Sinfonischen Tänze aus WSS dabei :thumbup:...

    :hello: Dank auch an Alfred, für seine netten Worte in der EMAIL.


    Allen Taminos wünsche ich ein schönes und friedliches Weihnachtsfest


    und direkt dazu


    einen guten Rutsch ins neue und hoffentlich bessere Jahr 2024, was Politik (Ampelgrusel) und Kriege angeht.

    Brahms - Zyklus aus Cleveland mit Franz Welser-Möst (2014; auf BluRay)


    Da ich für mich ein W-Geschenk von meiner Tochter aussuchen sollte, bin ich für (sage und schreibe) 10,35€ (war wohl ein Irrtum) auf den Brahms-Zyklus mit allen Sinfonien, Konzerten, Ouvertüren gestossen. ;)Der Preis ist normal höher und habe die 3BluRay-Box bestellt.

    (Zu Weihnachten bekomme ich dann den Schostakowitsch-Zyklus mit Gergiev auf 8DVD :jubel:)


    Meine ersten Eindrücke:

    Heute am 23.12. ist die Ware angekommen und da habe ich gleich intensiv rein gehört.

    Gleich fällt mir positiv auf, dass Welser-Mösts durchweg bei allen Werken vorherschend zügiges Tempo mir bei Brahms sehr liegt ! Dadurch wird die manchmal fehlende Extase irgendwie ausgeglichen.

    Er ist jedenfalls durchweg weniger Langweilig, wie sein Ruf ! Dadurch entsteht schon ein Vorurteil, dass man sich durch selber nachhören revidieren sollte.


    Zuerst kam das das KK Nr.1 mit Yefim Bronfman dran, dass Beide sehr zupackend gestalten ... natürlich fehlt die letzte Extase, wie bei Sekin/Szell und Fleisher/Szell, was man bereits am Anfang merkt, der einfach nicht die volle Dramatik hat. Innnerhalb des 1.Satzes mangelt es dann aber keineswegs an massig begeisterungswürdigen Passagen. Die Musiker aus Cleveland (wie immer) in Bestform und zeigen Engagement und Verve. Bronfman fabelhaft, der sogar mit dem Kopf Einsätze gibt, wenn er und das Orchester einsetzen soll. Bis auf dem Anfang - tolle Interpretation und Wiedergabe. Der 1.Satz liegt, zwischen 21-22MIn, so wie ich es generell bevorzuge !


    Die Tragische Ouvertüre hat die nötige Dramatik, was noch durch die zügige Spielzeit von ca. 11Min unterstützt wird - da kommt keine Langeweile auf !


    Die Sinfonie Nr.4 kann es mit den besten Aufnahmen aufnehmen. Wollte erst nur mal reinhören, habe aber dann doch die ganze Sinfonie genossen. Da gibt es keine Kritik; auch gerade der Anfang vom 4.Satz wird oft vermasselt - hier mit allen Details und sauber abgestuft. Das Cleveland Orchestra zeigt sich fabelhaft in seiner Tradition mit Szell - Dohnanyi - Maazel .....


    Interessiert hat mich natürlich der Anfang der Sinfonie Nr.1. Die Live-Aufnahme ist in der Royal Albert Hall 2014 entstanden; alle Anderen in der Sverance Hall Cleveland. Erste Kritikpunkt: Der Anfang ist so brav, wie Welser-Möst aussieht. Die Paukenschläge kommen zu brav ... es fehlt das unerbittliche in Stein gemeißelt, wie bei Szell-Solti-Bernstein-Karajan-Levine-Klemperer u.v.a. um nur mal einige Favoriten zu nennen.


    Die Akademische Festouvertüre in 11Minuten hat auch den nötigen Schmiss.

    In die Sinfonien Nr. 2 und 3 und das VC mit Julia Fischer habe ich noch nicht reingehört ... ich werde noch berichten, wie die bei mir ankommen.



    Meiner Ansicht nach vorbildliche Bildführung über die aktiven Instrumentengruppen und nicht nur auf den Dirigenten gerichtet. Teils werden zwei Bläser oder andere Instrumente in zwei Bildausschnitte aufgeteilt um das Zusammenspiel besser darstellen zu können.


    :angel: Ganz Exqusit ist die Klangqualität im DTS-HD 5.1,die jedes Detail natürgetreu liefert. Über 4 Standboxen ein Klangtraum in jeder Hinsicht ! Man sitzt akustisch in der wunderschönen Severance Music Hall Cleveland.


    8443406

    CLASART Classic, 2014, BluRay, DTS - HD 5.1

    Brahms - Zyklus aus Cleveland mit Franz Welser-Möst (2014; auf BluRay)


    Da ich für mich ein W-Geschenk von meiner Tochter aussuchen sollte, bin ich für (sage und schreibe) 10,35€ (war wohl ein Irrtum) auf den Brahms-Zyklus mit allen Sinfonien, Konzerten, Ouvertüren gestossen. ;)Der Preis ist normal höher und habe die 3BluRay-Box bestellt.

    (Zu Weihnachten bekomme ich dann den Schostakowitsch-Zyklus mit Gergiev auf 8DVD :jubel:)


    Meine ersten Eindrücke:

    Heute am 23.12. ist die Ware angekommen und da habe ich gleich intensiv rein gehört.

    Gleich fällt mir positiv auf, dass Welser-Mösts durchweg bei allen Werken vorherschend zügiges Tempo mir bei Brahms sehr liegt ! Dadurch wird die manchmal fehlende Extase irgendwie ausgeglichen.

    Er ist jedenfalls durchweg weniger Langweilig, wie sein Ruf ! Dadurch entsteht schon ein Vorurteil, dass man sich durch selber nachhören revidieren sollte.


    Zuerst kam das das KK Nr.1 mit Yefim Bronfman dran, dass Beide sehr zupackend gestalten ... natürlich fehlt die letzte Extase, wie bei Sekin/Szell und Fleisher/Szell, was man bereits am Anfang merkt, der einfach nicht die volle Dramatik hat. Innnerhalb des 1.Satzes mangelt es dann aber keineswegs an massig begeisterungswürdigen Passagen. Die Musiker aus Cleveland (wie immer) in Bestform und zeigen Engagement und Verve. Bronfman fabelhaft, der sogar mit dem Kopf Einsätze gibt, wenn er und das Orchester einsetzen soll. Bis auf dem Anfang - tolle Interpretation und Wiedergabe. Der 1.Satz liegt, zwischen 21-22MIn, so wie ich es generell bevorzuge !


    Die Tragische Ouvertüre hat die nötige Dramatik, was noch durch die zügige Spielzeit von ca. 11Min unterstützt wird - da kommt keine Langeweile auf !


    Die Sinfonie Nr.4 kann es mit den besten Aufnahmen aufnehmen. Wollte erst nur mal reinhören, habe aber dann doch die ganze Sinfonie genossen. Da gibt es keine Kritik; auch gerade der Anfang vom 4.Satz wird oft vermasselt - hier mit allen Details und sauber abgestuft. Das Cleveland Orchestra zeigt sich fabelhaft in seiner Tradition mit Szell - Dohnanyi - Maazel .....


    Interessiert hat mich natürlich der Anfang der Sinfonie Nr.1. Die Live-Aufnahme ist in der Royal Albert Hall 2014 entstanden; alle Anderen in der Sverance Hall Cleveland. Erste Kritikpunkt: Der Anfang ist so brav, wie Welser-Möst aussieht. Die Paukenschläge kommen zu brav ... es fehlt das unerbittliche in Stein gemeißelt, wie bei Szell-Solti-Bernstein-Karajan-Levine-Klemperer u.v.a. um nur mal einige Favoriten zu nennen.


    Die Akademische Festouvertüre in 11Minuten hat auch den nötigen Schmiss.

    In die Sinfonien Nr. 2 und 3 und das VC mit Julia Fischer habe ich noch nicht reingehört ... ich werde noch berichten, wie die bei mir ankommen.



    Meiner Ansicht nach vorbildliche Bildführung über die aktiven Instrumentengruppen und nicht nur auf den Dirigenten gerichtet. Teils werden zwei Bläser oder andere Instrumente in zwei Bildausschnitte aufgeteilt um das Zusammenspiel besser darstellen zu können.


    :angel: Ganz Exqusit ist die Klangqualität im DTS-HD 5.1,die jedes Detail natürgetreu liefert. Über 4 Standboxen ein Klangtraum in jeder Hinsicht ! Man sitzt akustisch in der wunderschönen Severance Music Hall Cleveland.


    CLASART Classic, 2014, BluRay, DTS - HD 5.1

    Beim Werbepartner gibt es gerade viele DG-Aufnahmen reduziert. Highlights sind u.a. die SACD-Luxusversionen von Soltis "Rheingold" und "Walküre", von mir sehr zu empfehlende John-Williams-CDs und -BluRays (z.T. 70% reduziert) und auch die hier in den letzten Tagen gelobten Beethoven-Klaviersonaten von Barenboim (Aufnahme aus 2020). Ein zusätzliches Schnäppchen ist eine 8-CD-Box mit Aufnahmen von Günter Wand und dem DSO Berlin für 9,99€:


    Lieber Amdir,


    Die BluRay mit Williams VC Nr.2 habe ich schon lange im Auge. Das KOnzert hat er ASM auf dem Leib geschrieben.

    Die habe ich jetzt auch geordert ... aber nicht bei JVC ... ich löhne dafür ganze 12,-€ ;)



    Statt der 46,99 Euro nun für lausige 42,99 Euro. Das ist ja im Prinzip geschenkt.

    Lieber Andrew,


    guter Witz - wenn Du die 4ren weglässt, wäre der Preis i.O. :D

    :!:Schade das dieser Thread für modernere Klassik, als Zusatz-Thread, hier mit kurzen Kommentaren zu "Eben gerade gehört" seit November 2021 eingeschlafen ist.


    Ich nehme ihn ab sofort wieder auf !




    In den letzten Tagen hab ich mir wieder einmal von Micheal Daugherty - Metropolis Symphony (1988 - 1993) angehört. Habe aber nicht zu der ausgezeicheneten NAXOS-CD mit dem Nashville SO (NAXOS; 20027, DDD) gegriffen, sondern auf YT das Konzert mit dem

    University of Michigan Symphony Orchestra
    Kenneth Kiesler: Conductor
    October 11, 2012
    Hill Auditorium, Ann Arbor, Michigan, USA
    ausgewählt. Gerade bei diesen farbigen und instrumental hochkomplexen Werken finde ich es sehr anregend, auch optisch mit geniessen zu können. Ich habe festgestellt, dass dann der Eindruck ein ganz anderer sein kann, als wenn man nur den puren Sound hört. Die Musiker und ihre Instrumente im Orchester auch optisch zu sehen, finde ich für mich besonders bei dieser umfangreichen Instumentation sehr anregend.

    *** Geboten wird eine abwechslungsreiche kurzweilige Sinfonie u.a. mit viel TamTam, de bei aller Moderintät für (fast) Jeden fassbar und geniessbar bleibt ... also genau meine Welt !

    Das es bei dieser Sinfonie in Fünf Sätzen programmtechnisch um Superman geht, lassen wir mal dahingestellt ... ich betrachte es, bei zur Kenntnisnahme des Programms, dann doch eher als absolute Musik.


    Der Letzte Satz Red Tape Tango , den ich hier mal als Datei liefere, ist eine wilde Variation des DiesIare - Themas, dass schon von Liszt bis Lutoslawski Verwendung fand.

    :D Mir gefällts !!!



    Hört mal rein ! Wie findet ihr Daugherty ?


    Rein Interessenhalber habe ich die Bruckner - Sinfonie Nr.9 mit Finalstz nur in der von Josef genannten Aufnahme mit Rattle 7 Berliner PH (WARNER, 2012, DDD) in der SPCM-Fassung von 2012.


    Wenn das so handfest rekonstruiert ist, dass ich noch an Bruckner glauben kann, wie hier, dann lass ich das gelten.

    Aber dieser "Megamarthekitsch" bei den Sinfonien Nr. 3 und 9 ging mir irgendwann so auf den Keks, sodass ich mich von diesen unsäglichen CD-Boxen getrennt habe ... muss jetzt bereits viele Jahre her sein. Bei EBAY hatte dann einer Erbarmen und kaufte die "Preiser-Zumutung". Dafür brauchte man dann auch noch zwei CDs für die Sinfonie, weil die derart schlimm in die Länge gezogen wurden, dass zuminest ich "zuviel bekommen ||" hatte.

    Im Prinzip hätte Philipe Entremont mehr als nur 5 Beiträge verdient.

    Die SONY-CDs, die nemorino abbildet habe ich auch - ganz exqusite Aufnahmen, die nur Klangtechnisch nicht an das Niveau herankommen, dass man heute hören möchte (ich jedenfalls bevorzuge bei diesen TOP-Werken auch guten Klang).

    Auch die Bartok-KK mit Entremont / Bernstein (SONY) sind hier zumindest als interessante Aufnahmen zu erwähnen.


    Aber mein absolutes Lieblingsklavierkonzert Khatchaturian: Klavierkonzert Des-Dur wird auch von Philippe Entremont gespielt. Das ist eine Aufnahme, die mich für das Konzert von Anfang an schon auf CBS-LP geprägt hatte.

    Ich war unheimlich froh diese vor 10Jahren (2013) auf CD bekommen zu können und damit die Kratzware endlich obsolet wurde.

    Nicht nur klangtechnisch auch Orchestral und von der Interpretation einfach herausragend.

    Eine ganz wichtige Entremont-CD in meiner Sammlung:

    Entremont, Klavier

    New Philharmonia Orchestra

    Seiji Ozawa

    71HcNUEYcAL._SY300_.jpg

    SONY-Japan, 1971, ADD

    Ich habe auch schon die ein oder andere Fay CD zum Sonderpreis gesehen und/oder bekommen. ;) Diese hier kosten den Normalpreis - sie habe ich alle

    Lieber Holger,

    ich meinte nihct die CDs wo Fasil Say als Pianist anderer Komponisten aktiv ist, sondern nur die CDs mit seinen eigenen Kompositionen ... und da sind die YT-Konzerte aus der Franfurter Alten Oper allererste Sahne, sodass ich auf die CDs seiner Werke aus Istanbul locker mit gutem Gewissen verzichten kann.


    Danke Fiesco für die INFO ... ich wusste nicht wie der verwendete Konzertsaal in Frankfurt heisst !

    Fedossejew ist natürlich genau wie eines meiner Favoritenaufnahmen Swetlanow ein Bank für Rimsky-Korsakoff.


    Bei mir hatte sich vor einiger Zeit eine weitere sehr hörenswerte Aufnahme mit Ashkenazy / Philharmonia Orchestra eingefunden, die nicht zuletzt durch ihre ausgezeichnete Decca-Klangqualität glänzt und interpretatorisch kaum Wünsche offen lässt:

    Ergänzt wird die CD durch die selten zu hörende Zar Saltan-Suite.


    61cw5oW4KVL.jpg

    Decca, 1985, DDD

    Fazil Say auf CD ist ungewöhnlich teuer ... da gibts nichts zum Sonderpreis.

    Von daher habe ich mich entschieden alles von YT runter zu laden.


    :!: Ich verweise auf meinen Beitrag 21, wo man die optisch wie klanglich herausragenden Wiedergaben der genannten Werke aus der Frankfurter Philharmonie erleben kann.

    Sein Mentor ist wie so oft der Dirigent Howard Griffiths bei den Orchesterwerken oder sonst "fetzt" Fazil Say selber am Klavier.


    Die Aufnahmen aus Frankfurt übertreffen deutlich in jeder Hinsicht die spielerische Qualität, als das was man auf CD mit dem Istanbul SO auf CD bekommt ...

    RE: Ormandy - CBS - Aufnahmen


    Diese von Christian vorgestellte SONY- Ormandy 88CD Box ist sicher interessant.

    Als grosser Ormandy - Freund habe ich aber alles was mich von seinen Einspielungen interessiert bereits vorliegen und würde mir dann unendliche Dopplungen einkaufen:


    Darunter auch die 20th-Century Classics 12CD-SONY-Box, alle Sinfonien und Orchesterwerke von Tschaikowsky, Sibelius-Sinfonien und Orchesterwerke; Nielsen-Sinfonien, viele Einzelaufnahmen von Schostakowitsch, viele amerikanische Komponisten, Beethoven - Sinfonien Nr. 5 - 8 u.v.m.

    Darunter auch eine ganze Reihe grossartiger Konzertvideos mit dem Philadelphia Orchestra auf DVD.


    Das Einzige was mich mit Ormandy nicht unendlich hoch begeistern konnte sind die zu "normal-konservativ" gelungenen Brahms-Sinfonien Nr.1 und 2 auf einer SONY-Doppel-CD (die Nr. 3 und 4 habe ich danach gar nicht mehr gekauft) ...

    :angel: Als herausragenste Ormandy-Aufnahmen fallen mir die Werke von Kodaly: Harry Janos-Suite, Tänze aus Marossek und Galanta, sowie die Rachmaninoff-Sinfonien ein !

    Pulcinella nur mit Gesang.

    Ich habe 3 Aufnahmen der Pulcinella - Suite, die ich auch sehr schätze:

    Es handelt sich um die Pulcinella Suite ohne Gesang, die ich für mich als gerne hörbares Orchesterwerk einstufe und so schätze.


    1. Academy Of St. Martin-in-the-Fields / Neville Marriner (Decca, 1968) - die Klangbeste im Decca-Sound

    2. New Yorker PH / Pierre Boulez (CBS, 1975) - wirkt sehr ausgefeilt

    3. Version 1947 --- New Yorker PH / Leonard Bernstein (SONY, 1960) - wirkt auf mich am spielfreudigsten


    Irgendwo habe ich auch die Pucinella Ballettversion mit Gesang: Das müsste die in der dicken Strawinsky-SONY- Box mit dem komplette Pulcinella - Ballett sein ... höre ich aber wegen des für mich unsympathischen Gesanges nicht !

    Wunderbare Musik für Klavier, dieser grossartigen Ballettmusik Romeo und Julia.

    Für mich persönlich die Beste Ballettmusik in der Orchesterfassung überhaupt !


    Auf dem Klavier eine fantastische Sache mit Hörspass ...


    :angel: Prokofieffs Romeo und Julia gehört für mich zu den Sachen, wo sich die verwendete Hörzeit absolut lohnt .... 8-)

    Hallo Hayate,


    wenn es um Wireless geht, muss man über Bluetooth ohnehin Klangeinschränkungen gegenüber Kabel direkt in Kauf nehmen.

    Aber es ist natürlich bequemer als mit dem Kabel.

    Ich habe mir vor vielen Jahren den Sennheiser Momentum Over Ear (damals noch 1.Generation) gekauft, mit dem ich bis heute sehr zufrieden bin. Ich nutze ihn im Bett, am Strand o. ä. mit meinen Smartphones ... Klasse ! Bei mir war es ein Auslaufmodell, dass ich bei SATURN für 170,-€ abstauben konnte.


    Heute gibt es bereits den aktuellen Nachfolger Sennheiser MOMENTUM 4 Wireless, der derzeit beim Urwald bei 277,-€ liegt (UVP 369,-) ... also voll in Deinem Bugetrahmen. Ausserdem soll die Akkulaufzeit beim Neuen auf das Doppelte 60Stunden gestiegen sein.


    81YRykk5UML._AC_SL300_.jpg

    Sennheiser MOMENTUM 4 Wireless


    :!:Man hat übrigends die Möglichkeit diesen KH auch ohne Bluetooth und eingebautem Vr direkt mit Kabel zu betreiben. Dazu hatte ich mir sogar ein hochwertigeres Kabel, als die Beipackstrippe gekauft. Klanglich eine andere Welt !

    Aber ehrlich gesagt, hab ich diesen Weg bei dem Momentum kaum benutzt, da ich für kabelgebundenes Hören auf Beyerdynamic DT 990, DT880 und AKG K702 zurückgreife.

    Bernstein / Wiener PH (DG, 1990, DDD)


    Was haltet ihr eigentlich von Bernsteins Interpretation ?


    Vor 10Jahren (2013) hatte ich hier meine erste Begeisterung in Beitrag 69 über diese Aufnahme kund getan ... und nur von Willi eine Antwort erhalten.

    Gut, Bernstein ist nicht der Bruckner - Dirigent, was man besonders in seiner Aufnahme mit den New Yorker PH (SONY, 60er) merkt, die ich mit aber interessenhalber vor einigen Jahren trotzdem noch al auf CD zugelegt habe ... und ja auch dieser kann ich trotzdem noch einiges abgewinnen.

    Umso mehr noch der späten DG-Aufnahme aus Wien, wo dieser Vollblutmusiker Bernstein alles an Emotion gibt, was möglich ist .... :hail:

    Das einzige was mich an der Int geringfügig stört ist die für Bernstein aus seiner Spätphase überlange Spielzeit ... da bin ich dann von Karajans Aufnahmen (insbesondere die von DG1975) vorgeprägt, bei dem mir die Spielzeiten stimmiger erscheinen ...

    in New York war er diesbezüglich noch "normaler" unterwegs ...

    Selber besitze ich nur eine CD von Hovhaness, die mir von einem Tamino mal zur Verfügung gestellt wurde: Sinfonien NR. 7 + 14 +23 (NAXOS) ...


    *** Ich hab mir gerade mal die letzte Hälfte der Sinfonie Nr.50 angehört, gem. Beitrag 12. JA, war intereassant anzuhören, obwohl trotz des von mir heissgeliebten Schlagzeuges keine so richtige Spannung aufkommen wollte. (Ich möchte da mal von Kalevi Aho - Sieidi für Schlagwerk und Orchester (2010) als Vergleich zur Seite stellen, wie kunstvoll und hochspannend man dort Schlagzeug komponieren kann und wie dies genial von Grubinger umgesetzt wird.)


    Im Prinzip würde ich gerne mehr von Hovhaness kennen lernen. :?: Aber wann soll man das alles hören ??? Mir fehlt die Zeit, da ich auch andere Unternehmungen mache, als nur vor der Anlage zu sitzen ... besonders jetzt im Sommer .... wie man gemerkt hat, bin ich auch bei TAMINO derzeit nicht sehr intensiv unterwegs .... ;) der Winter kommt ja bald ...

    Man muss bei der Musikauswahl, bei der angebotenen Masse, dann einfach sondieren was man hören kann, damit auch noch Zeit bleibt für die grossen und lohnenden Werke ... da lasse ich dann Hovhanes einfach erst mal aussen vor, damit es für die mir "Wichtigen" reicht.


    Erst gestern habe ich Sibelius 2 mit P.Järvi/Orchestre de Paris (2010) als YT-Video genossen ... welch ein megagenuss diesem Klangrausch auch optisch zu geniessen und dem wohl besten Schluss des Werkes in der bisherigen Musikrezeption zu erleben.

    :angel: Das sind Sternstunden in der Musik, für die sich die Zeit lohnt.

    Auch wenn es viele nicht nachvollziehen können oder wollen - ebenfalls Revueltas - Sensemaya mit Dudamel / und seinem Simon Bolivar Orchestra Venezuela als YT Video .... für diese hochmusikalischen Musiker, die unheimlich Spass an der Musik haben und zeigen, lasse ich dann Hovhaness gerne mal stehen ... erst mal ...