Beiträge von teleton

    Es ist Sommerzeit ... da ist bei mir wenig Klassik angesagt.


    8) Für mich wäre es undenkbar bei schönem Sommerwetter vor den Boxen zu sitzen und Klassik zu hören.

    Dazu hätte ich gar keine Zeit und Lust.

    Erst kürzlich habe ich mir und meiner Frau eine weiteres E-Bike mit Bosch-Motor Performance Line CX mit 75-85Nm gekauft. Damit sind wir natürlich sehr viel unterwegs.

    Am Abend sitzen wir bei einem guten Getränk auf der Dachterrasse und geniessen die lauen Sommerabende.

    Letzte Woche war ich auf einem See mit dem Kajak unterwegs - da habe ich gesehen, dass esneue Modelle gibt in der Drop-Stitch-Technologie (Ein Drop-Stitch Kajak ist also nichts anderes als ein aufblasbares Kajak. Sie sind jedoch im Gegensatz zu herkömmlichen Luftkajaks ähnlich formstabil wie ein Hartschalenkajak.) ... must have.

    Letztes Wo-Ende bestellt und schon 3 Tage später zu Hause ... natürlich gleich ausprobiert ... geht ab wie Harry !!!


    Klassik ................ ne im Moment sehr wenig.


    Wie is das bei Euch ???




    Meine Mutter (95) wohnt 200m entfernt alleine im Hause. Sie hört gerne Klassik und ist seit einiger Zeit begeistert meine aufgenommenen Konzerte (auf DVD) auzusehen und hören. Mit ihrem Hörgerät ist das nicht so einfach.

    Ich habe ihren DVD-Player in weiser voraussicht bereits vor Jahren so angeschlossen, dass sie das Bild im TV und den Ton über ihre Anlage (Technics-Vr mit Canton-Standboxen) hören kann.

    :) Nun "sehen und hören" wir regelmässig Auszüge von meinen zahlreichen Klassik-DVDs und meine bereit bis vor 20Jahren zurückliegenden Mitschnitte von TV-Konzerten; darunter sehr viele Konzerte von der Waldbühne Berlin ... Aufnahmen die ich selber bislang noch nie komplett gesehen hatte ... :jubel: sie und ich haben grossen Spass daran.

    ;):D Derzeit aber nur bei trübem Wetter ... wie heute. Deshalb habe ich auch Zeit für diesen Beitrag.



    Auch das Waldbühne Konzert von gestern (25.06.2022) mit Petrenko mit russischem Konzert-Programm habe ich mitgeschnitten ... nach vorheriger Erinnerung per Telefon durch Muttern.

    Nach so vielen Brahms-Vergleichsinterpretationen und eingeschworenen Favoriten (von Solti, Klemperer über Karajan bis Levine) frage ich mich, ob ich diese GA mit Steinberg wirklich noch brauche ?????


    Ich bin grosser Steinberg-Fan ... was der anpackt, hat Qualität und Biss ...

    Vor ca 2Jahren hate ich mir auch direkt nach dem Erscheinen die Beethoven-Sinfonien mit Steinberg / Pittsburgh SO (DG) zugelegt ... gute bis sehr gute Interpretationen der Mitte, leider vom Klang nicht so durchsichtig und so richtig durchschlagende Pauken fehlten mir auch (z.Bsp. so berauschend wie bei Norrington).


    In der Kritik über diese GA hatte ich dann noch irgendwo gelesen "Pauken fehlen" ... also quasi ein Totschlagargument für mich.

    :?: Meine Frage an Dich lieber Christian und alle die den Steinberg-Brahms haben:

    Was ist dran an der Kritik ? Wie würdet Ihr das beurteilen ? Hätte ich meine helle Freude an dem Steinberg-Brahms ?

    Lieber nemorino,


    gerne glaube ich Dir, dass die Jando/Ligeti-Naxos Aufnahme ausgezeichnete Eigenschaften, sowohl vom Klang wie auch von der Int hat.

    Aber wenn man einmal Blut geleckt, hat für die Ashkenazy / Solti-Aufnahmen (Decca, 1980-84) und für die KK NR. 1und 2 Pollini / Abbado (DG), die auch Holger in Beitrag 2 nennt, dann kann kaum noch einen andere Aufnahme (bei mir) punkten.


    :!: In der Decca-Box mit Ashkenazy, die Holger in Beitrag 6 abbildet, ist auch die Sonate für 2Klaviere und Schlagzeug enthalten .... das Werk ist der absolute Hammer :hail:

    Wie ich bereits in Beitrag 1 erwähnte, konnte mich die Anda / Fricsay - Aufnahme persönlich nie erreichen, die ich noch in der Doppel-LP-Version (DG) habe.


    Bei mir war der Durchbruch zu den Bartok-KK das Konzert für 2 Klaviere, Schlagzeug und Orchester in der Aufnahme mit Artur Gold und Robert Fizdale / NewYorker PH / Bernstein (SONY, 1966). Das ist die Fassung der Sonate für 2Klaviere und Schlagzeug mit Orchester ... und ist nebenbei eines meiner :angel: liebsten KK des 20.Jhd.

    *** Die CBS-Aufnahme hatte ich in Beitrag 1 bereits abgebildet.

    *** In Beitrag 2 hatte ich die hörenswerte Alternative mit Freire/Argerich (Philips) vorgestellt.


    :?: Kennst Du das Konzert für 2 Klaviere, Schlagzeug und Orchester oder entsprechend auch die Sonate für 2Klaviere und Schlagzeug ?

    RE: Khatchaturin VC mit Leonid Kogan


    Lieber nemorino,


    offenbar ist das Interesse an diesem tollen VC von Khatchaturian derzeit nicht so gross !?!

    Ich sehe Deinen Beitrag heute und kann Deinen positiven Aussagen zu der auch klanglich ausgezeichneten LIVING STEREO - Aufnahme mit Kogan / Boston SO / Monteux nur zustimmen.

    Wir hatte uns irgendwann mal in einem anderen Thread ebenfalls über diese Aufnahme unterhalten.

    Ich empfinde diese nach der referenzwürdigen Aufnahme mit David Oistrach / Moskauer PH / Khatchaturian (Melodia-Eurodisc, 1965) als eine hörenswertesten ... nur mit dem Unterschied, dass die Oistarch-Referenz des Widmungsträgers (nicht nur früher auf LP) sonderen auch nach der CD-Übernahme von Eurodisc ziemlich stark rauscht.

    RCA Living Stereo und Mercury hatte da in den 60ern schon vorbildliches geleistet.



    :!: Bei mir ist die Aufnahme in der empfehlenswerten RCA-Monteux-8CD-Box mit neustem 24Bit-Remastering enthalten

    (in der auch als herausragend das Brahms - VC mit Szeryng und die Franck-Sinfonie d-Moll enthalten sind):


    71so3avBlGL._SY300_.jpg

    RCA, 1958 (Khatchaturian), ADD



    :hello: Schade, dass wir so lange weiter keinen Kontakt bei Tamino hatten ...

    Die von Johannes abgebildete GA mit den Aufnahmen von DG-10/1977 bis 02/1978 war eben DER Brahms bei DG, der klanglich OK ist und Karajan als guten Brahms - Dirigenten wiedergibt.

    Hätte sich eine weitere GA mit Karajan aus organisatorischen Gründen für die DG gelohnt ?

    Erst als Karajan später in den 80ern seine Digitalen Aufnahmen vorlegte erfolgte eine weiter Brahms -Sinfonien - GA auf 2 CD, ohne weitere Kurzwerke (Ouvertüren und Haydn - Var.).

    Deshalb gibt es den Brahms-Karajan aus den 60ern tatsächlich bei DG-RESONANCE und der Karajan-EDITION (Nr.4) nur als Einzel-CDs (;) die aber für um 1Euro zu haben wären).


    Ich habe vor Jahrzehnten mal eine Liste über die Tempi der 3 DG-Aufnahmen aller 4 Sinfonien erstellt, weil mich Karajans Sichten immer schon interessiert haben: Grosse und entscheidende Unterschiede ergeben sich bei den Tempi nicht. Auch die Wdh. im Kopfsatz lässt Karajan immer weg. :D Solche Mätzchen, das der 1.Satz der Zweiten mit Wdh. über 20Min dauert, gibt es bei Karajan nicht, :pfeif: was ich nebenbei begrüße (bei DG 1964 sind das 15:41) :thumbup:.



    :!:Ich möchte dich, lieber Amdir aber auf zwei weitere Brahms - Einzel-CDs mit den Sinfonien Nr. 1 und 3 aufmerksam machen, die ich auf CD über die DG-Aufnahmen mit den Berliner PH stellen würde.

    :angel: Es sind die beiden Hammer-Aufnahmen mit den Wiener PH (Decca, 1960) der Sinfonien Nr. 1 und 3, die irgendwie noch spannender und dramatischer rüber kommen und von mir genau so hoch geschätzt werden wie die überbordende weitere Brahms/Karajan-Sinfonien-GA auf DVD (DG, LIVE 1973).


    51BgzKE8C9L._SY300_.jpg

    Decca, 1960, ADD


    Die Abb zeigt eine Japan-CD-Pressung, die aber derzeit nicht verfügbar ist.

    Ich habe diese Karajan-Aufnahmen der Sinfonie NR.1 aus der Decca-Emotionen-Serie und Sinfonie NR.3 aus der Serie Decca-Ovation (gibt es auch als LONDON-Jubilee). (((Die dort gekoppelte Dvorak 8 gehört ebenfalls zu meinen liebsten Aufnahmen des Werkes.)))


    --- die Abb der Ersten mit Tragischer Ouv (Decca) habe ich gerade nicht gefunden; bei der Flut an Brahms - Karajan auch schwierig ---

    :no: Wenn ich solche Scheiben sehe, muss ich mich wiederholt aufregen !!!

    :?: Warum gibt es solche hochinteressanten Neuerscheinungen von John Adams nicht auf CD / SACD ??? Für solche "Kratzware" würde ich keinen Cent ausgeben ... nicht mal geschenkt ...

    Und auch wenn es rappelvoll war und ich als eine der wenigen Personen in dem Gedränge konsequent FFP2-Maske trug, hat es sich sehr gelohnt.

    Sehr gut lieber Amdir,


    daran sollten sich alle ein Beispiel nehmen.

    Ich besuche auch seit Jahren den grossen Flohmarkt in der Rheinaue Bonn, der nächste am 18.Juni wieder. Mein einziges Ziel sind in der Regel auch nur CDs / DVDs ...

    8) Leider finde ich seit ca.2 Jahren keine CDs mehr, die mich wirklich interesssieren ... das Angebot ist deutlich kleiner geworden ... ist ja auch schwierig, denn "man hat alles" ^^

    Die Swetlnow-Aufnahme von Petruschka ist nicht unveröffentlicht. Es ist die Aufnahme vom 20.März 1999 aus dem Salle Pleyel in Paris ... diese Petrusckka-Aufnahme ist mit wohl einer der genialsten Aufnahmen von Strawinskys Le Sacre von 1966 :hail: auf der "must have"-CD von WARNER (Abb unten) gekoppelt.

    Das Poeme für Violine (2002) auf der neuen Warner - CD ist natürlich nicht bekannt.


    Als grosser Swetlanow - Fan muss ich aber (quasi mit entsetzen) feststellen, dass mir Swetlanows späte Interpretation vom Petruschka - Ballett einfach nicht liegt, weil diese zu langsam geraten ist. Spieldauer ganze 39:10 ... da fehlt der Schwung und das tänzerische Element, dass ich in allen anderen geschätzten Aufnahmen u.a. mit Chailly (Decca), Solti (Decca), Bernstein (Sony), Boulez (SONY), C.Davis (Philips), Ormandy (SONY) ungleich besser und angemessener umgesetzt empfinde. Eine grosse Ausnahme, dass mir Swetlanow mal nicht zusagt ...

    dagegen ist der Sacre von 1966 total aus anderem Holz geschnitzt !


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    Warner, Le Sacre 1966 / Petruschka 1999

    Schmidt - Sinfonien mit den Järvis

    Von Schmidts Sinfonien gefallen mir immer noch die 1. und 2. am besten, auch wenn Schmidt hier noch nicht seinen Personalstil wie in der 4. gefunden hat. Neeme Järvi besticht in beiden Sinfonien mit dem besten Blech aller Aufnahmen, wovon die Choräle am Ende sehr profitieren. In Paavo Järvis Aufnahme der 1. Sinfonie steht das Blech leider nicht so sehr im Vordergrund sondern ist mehr in den Orchesterklang eingebettet und spielt oft recht weich. Das tut mMn der Sinfonie nicht gut, auch wenn er hier mit toller Durchhörbarkeit punkten kann. In der 2. Sinfonie ist ihm das schon viel besser gelungen.

    Sinaiskys Aufnahmen sind mMn klanglich in der Mitte der beiden Järvis anzusiedeln, die etwas weniger langgezogenen Ritardandi am Ende der 1. und 2. Sinfonie sorgen bei Sinaisky dafür, dass ich dessen Aufnahmen der ersten beiden Sinfonien auf eine Stufe mit Neeme Järvi setzen würde.


    Liebe Grüße

    Danke lieber Amdir für Deine Eindrücke.


    Ich hatte auch schon vor mir die Paavo Järvi - GA der Schmidt - Sinfonien zu besorgen, die ja auch ihre Meriten haben sollen ...

    :) Doch wie ich das so sehe werden mir die Neeme Järvi _ GA (Chandos, 1991-96) voll ausreichen, mit der ich seit Jahren auch vollends zufrieden bin; diese als Ergänzung zu der mit Nationalbewustsein und Spielfreude gekennzeichneten Schmidt-Sinfonien-GA mit dem Bratislava SO / Ludovic Rajter (GZ, 1994).

    Lieber Axel,


    Musik soll mich ansprechen, berühren, ja mitreissen können.

    Ich erkenne ja die "Mühen" an die diese Komponist (gem. der letzten Hörbeispiele von Dir) und die ausführende Musiker hier hineinstecken, aber irgendwie ohne den nötigen Erfolg etwas ansprechendes auf die Beine zu stellen ... tut mit Leid, aber diese Musiken stehen bei mir in der Rubrik "sch... Musik" ...


    Das Gleiche gilt auch für den Stockhausen - Thread.

    Ich habe mir mit Interesse angesehen wie Stockhausen hier mit Klangexperimenten neues und ungehörtes auf die Beine stellt ... doch das Ergebnis bleibt für mich langweilig ohne ansprechend zu wirken, ja letztendlich erfolglos ...



    ;) Wir haben doch in der Klassik bis in die aktuelle Moderne unendlich viel Auswahl an fabelhaften Werken, als dass man sich mit solchen Stücken die wertvolle Hörzeit vermasseln sollte.

    Wie Du weisst bin ich auch ein grosser Anhänger der Moderne ... aber dann bitte auch greifbar, geniessbar und vor allem mitreissend.



    8) Oh man, jetzt gibts wieder Ärger :untertauch:... sei es drum !!!

    SONY TC 377


    JA, ich habe auch noch so eine SONY-Tonbandmaschine im Hobbyraum stehen, die seit gefühlt 2000 nur noch als Wiedergabegerät dient, wenn man mal ein Tonband hören will ...

    früher habe ich damit einiges vom WDR aufgenommen und meine WDR-Sendung :saint: SCHWINGUNGEN mit Winfried Trenkler.


    :) Das Gerät läuft nur noch liegend ohne Gleichlaufschwankungen


    bzkrsfd9teoc36vetmdg.jpg


    8) Heutzutage würde ich nichts mehr aufnehmen ... ich möchte alles was ich höre auf CD / SACD oder DVD / BluRay haben.


    Download - Fan bin ich nicht - ausser dass ich einiges von YT übernehme, was auf Medien nicht verfügbar ist ... wie die ganzen zahlreichen sinfonischen Werke von Andei Eshpai u.v.a.

    RE: Saraste (Finlandia)

    Für die neueren Aufnahme müsste ich mal interessieren, vielleicht Jukka-Pekka Saraste?


    Bei Saraste war ich der Meinung, dass der in seiner Kölner Zeit einen Sibelius-Zyklus aufgenommen hätte. Hat er aber nicht (es sei denn, der WDR würde die Mitschnitte veröffentlichen, denn als Saraste ging, hatte er fast das gesamte Sinfonische Schaffen Sibelius' im Konzert aufgeführt.

    Lieber Thomas,


    wenn Du von Barbirolli (EMI) als einen Deiner Favoriten-GA bereits geprägt bist, dann wird Dir Saraste (FINLANDIA, 80er-90er) absolut langweilig vorkommen.

    Seine GA ist dermaßen nüchtern, dass ich diese bereits vor vielen Jahren wieder aus meiner Sammlung entfernt habe. Ich schätze Barbirolli (EMI), Ashkenazy (Decca) und Bernstein (SONY + DG) bei Sibelius ... ;) die sind nun aus ganz anderem Holz geschnitzt.


    Ich bin mir auch sicher, dass Saraste seine Interpretation später in seiner Kölner Zeit stark zum Positiven verändert hat, denn was ich von dem späten und reifen Saraste mit dem Kölner RSO höre (Beethoven, Brahms - GA), das kann sich sehen und hören lassen.




    Berglund / Chamber Orchestra of Europe


    Lieber Amdir,


    :hello: Meinen Dank ebenfalls auch an Dich für seine präzisen Ausführungen zu der Sibelius-GA mit Mäkelä.

    Du erwähntest auch, das der frühe Saraste bei seinem Sibelius sehr nüchtern daherkommt ...



    Mir geht es auch bei Paavo Berglund so, dass seine 3 GA mir immer folgend mit dem Helsinki PO und COE immer weniger hörenswert erscheinen, als angefangen mit seiner spannenden GA mit dem Bournemouth PO (EMI).

    Deshalb meine Frage an Dich, wie Du die letzte Berglund - GA auf DVD / BluRay, die mit dem Chamber Orchestra of Europe im August 1998 beim Helsinki Festival gefilmt wurde, beurteilen würdest !??!

    Da habe ich teils begeisterte, teils weniger positive Kritiken gelesen ...

    Sinfonien Nr. 6 und 9 mit Bernstein / Wiener PH


    Ehrlich gesagt, habe ich mich durch Edwins Aussage in Beitrag 1 zu Bernsteins Aufnahme der Sinfonie Nr.9 abhalten lassen, diese jemals auf CD zu kaufen.

    8) Jetzt bin ich aber sehr froh diese auf DVD zu haben !

    :!: Ich teile Edwins Aussagen zu Bernsteins INT der Sinfonie Nr.9 keinesfalls, denn bei Bernstein wird klar, auch durch seine 18minütige Einführung zu jedem Satz der Sinfonie, wie intensiv er sich mit dem Werk beschäftigt hat und wie ernst er auch die Hintergründe und den Spielwitz orchestral kongenial umsetzt.


    Es ist erneut wieder ein Erlebnis Bernstein bei seine Arbeit zuzusehen-und hören. Es ist geradezu eine Offenbarung wie Bernstein sich in diese Partituren hinein kniet. Er kennt jeden Takt und dirigiert auch hier wieder ohne Partitur.

    Besonders bei der Sinfonie Nr.9 werden die Hintergründe des Werkes auch klanglich betont, der Spielwitz kommt nicht zu kurz. :thumbup:Famose Interpretation !

    Die Sinfonie Nr.6 zu sehen und mit Bernstein zu geniessen ist einmal mehr eine weitere Freude. Ich bin mir sicher, dass ich dies bei reinem Hören nur von der CD nicht so positiv beurteilt hätte, denn die Int ist mir rein vom klanglichen Aspekt eigentlich in allen drei Sätzen zu langsam. Bernstein Tempo ist durchaus angebracht, wenn gleich ein zügigeres Tempo hier auf mich ansprechender, zündender wirken würde (Kondraschin, Ashkenazy, T.Sanderling und an erster Stelle Roshdstwensky sind da beste Beispiele). Doch wenn man Bernsteins Emotionen hautnah miterleben kann, dann gelangen auch solche geprägten Gewohnheiten in den Hintergrund.


    :!: Sehr aufschlussreich sind auch die 13 minütigen (6.) und 18 minütigen (9.) Einführungen, die Bernstein zu beiden Sinfonien (auch mit deutschen Untertiteln) gibt und damit die Hintergründe und Entstehungsgeschichten der Werke noch deutlicher werden lässt.



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    DG, 1985, 1986, DTS 5.1


    :angel: Das ist ganz klar ein Best Buy 2022. Klangtechnich zudem erste Klasse in DTS 5.1 - ein hochgenuss ... die Wiener PH megaklasse.

    Schostakowitsch: Sinfonien Nr. 6 und 9 mit Bernstein


    Zum Geburtstag (last month) habe ich mir diese fulminaten DVD-Konzerte der Sinfonen Nr. 6 und 9 mit Bernstein / Wiener PH schenken lassen.


    Es ist erneut wieder ein Erlebnis Bernstein bei seine Arbeit zuzusehen-und hören. Es ist geradezu eine Offenbarung wie Bernstein sich in diese Partituren hinein kniet. Er kennt jeden Takt und dirigiert auch hier wieder ohne Partitur.

    Besonders bei der Sinfonie Nr.9 werden die Hintergründe des Werkes auch klanglich betont, der Spielwitz kommt nicht zu kurz. Famose Interpretation !

    Die Sinfonie NR.6 zu sehen und mit Bernstein zu geniessen ist einmal mehr eine weitere Freude. Ich bin mir sicher, dass ich dies bei reinem Hören nur von der CD nicht so positiv beurteilt hätte, denn die Int ist mir rein vom klanglichen Aspekt eigentlich in allen drei Sätzen zu langsam. Bernstein Tempo ist durchaus angebracht, wenn gleich ein zügigeres Tempo hier auf mich ansprechender, zündender wirken würde (Kondraschin, Ashkenazy, T.Sanderling und an erster Stelle Roshdstwensky sind da beste Beispiele). Doch wenn man Bernsteins Emotionen hautnah miterleben kann, dann gelangen auch solche geprägten Gewohnheiten in den Hintergrund.


    :!: Sehr aufschlussreich sind auch die 13 minütigen (6.) und 18 minütigen (9.) Einführungen, die Bernstein zu beiden Sinfonien (auch mit deutschen Untertiteln) gibt und damit die Hintergründe und Entstehungsgeschichten der Werke noch deutlicher werden lässt.


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    DG, 1985, 1986, DTS 5.1


    :angel: Ganz klar mein erster Best Buy 2022 !

    Lieber Amdir,


    dies ist meine erste Prokofieff-Sinfonien - GA, die ich noch als LP-Box (Melodiya-Eurodisc) besitze.

    Alle LP-Aufnahmen die mir ausgezeichnet gefallen habe ich in der Regl später immer alle auf CD gekauft ... nur diese Box habe ich leider nie auf CD bekommen, weil die immer viel zu teuer war. Ich bin seit Jahren auch hinterher.

    :hello: Meinen Glückwunsch, dass Du diese tollen Int für 15,- abstauben konntest.

    Roshdestwensky ist bei Prokofieff genau wie bei Schostakowitsch: :hail: Der Hammer !


    Aus klangtechnischen Gründen (die LPs sind für heutige Verhältnisse out ...) gebe ich mich daher auf CD mit den GA mit Kitaenko/Moskauer PH, Järvi und Weller, sowie Ashkenazy mit der Auswahl 1,5,6,7 zufrieden.

    Besonders Weller (Decca) ist besonders bei der Sinfonie Nr.7 herausragend und verwendet den "richtigen" Finalschluss.

    Schostakowitsch mit Gergiev

    Zitat von Josef

    Ich will lediglich meine Höreindrücke von vor etwa zehn Jahren auffrischen. Damals fand ich diese Einspielung großartig und sie weckte mein Interesse für Schostakowitsch. Das ist bereits definitiv ein Verdienst. Mal sehen, ob ich sie auch heute, unendlich gescheiter in Sachen Schostakowitsch, noch immer als so herausragend einstufe.


    Ich lege mir ja in letzter Zeit auf Video-Aufnahmen auf DVD und BluRay zu, um die Höreindrück auch mit Bild zu geniessen.

    Gergiev ist ja der Erste der auf DVD seine Schostakowitsch-Sinfonien-GA auf DVD vorgelegt hat.

    Davon habe ich auch einige Sinfonien aus TV-Übertragungen auf FP mitgeschnitten. Mir gefallen bei weitem nicht alle Sinfonien gleich gut ... oft ist er mir zu langsam unterwegs (so ganz das Gegenteil von Kondraschin), sodass ich nur deswegen von Kauf absehen werde.

    Ausserdem finde ich seine Art zu dirigieren optisch nicht so "anspornend" und dann noch ohne Taktstock.


    Kunst und Politik würde ich ohnehin nie in einen Topf werfen, sonst müsste ich ja fortan alle russ. Komponisten oder Dirigenten meiden.


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    ARTHAUS, 2015

    Violinkonzert mit Bois Belkin / New Yorker PH / Bernstein (DG, DVD, April 1975)


    Mich würde viel mehr interessieren, warum Boris Belkin sich so seltsam nach dem Konzert verhält. Wer weis etwas darüber, oder welche Vermutung ?


    ES wurde gemutmaßt, dass er nicht wusste, dass man sich beim Dirigenten bedankt ...


    Hier eine andere Äußerung dazu:

    Zitat

    Boris Belkins Debüt mit dem New York Philharmonic 1975 ist hier dokumentiert. Unter der Leitung von Leonard Bernstein spielt er Tschaikowskys Violinkonzert. Er tut es virtuos und gefühlvoll zugleich! Ein Rätsel bleibt freilich, dass sich Dirigent und Solist am Ende des Konzerts nicht einmal die Hand geben. Bernstein applaudiert zwar artig dem Solisten, dieser ignoriert aber den Dirigenten komplett, verneigt sich nur kurz, macht einen ziemlich arroganten Eindruck und verschwindet relativ schnell, um dann noch einmal allein für den Applaus vor das Publikum zu treten. Was der Anlass für dieses sonderbare Verhalten war, wird wohl immer ein Rätsel bleiben. Die DVD ist jedoch in jeder Weise hörens- und sehenswert.

    :!:Besonders den letzten Satz kann ich nur DICK unterstreichen,


    denn dieses Konzert mit dem VC ist eine ganz aussergewöhnliche Leistung aller Beteiligten. Ich würde sie zu den 10 besten Aufnahmen des VC zählen.


    Nebenbei sei noch zum Inhalt der DVD erwähnt, was ich bereits kürzlich im Thread zur Sinfonie Nr.4 zu Ausdruck brachte:

    Auch die Sinfonie Nr.4 mit Bernstein auf dieser DVD ist der absolute Hammer schlechthin.

    Dort macht er auch nicht den Fehler, das Tempo so breit auszuwalzen, wie in seiner späteren DG-Aufnahme auch mit den New Yorker PH (DG, 1989, DDD) ... aber egal welche, mehr Emotion und Ausdruckskraft ist wohl kaum möglich. :hail:

    Das geht sogar über meine bisherigen Lieblingsaufnahmen mit Swetlanow und Solti hinaus ... kurzum: :angel: der Wahnsinn.

    Perlman - Belkin - Trejakov auf DVD


    Es haben sich in den letzten Monaten bei mir drei DVD-Konzerte mit dem Tschaikowsky - VC eingefunden, die ich zunächst nur wegen der Kopplung mit den Sinfonien Nr. 4 und 5 gekauft hatte.

    Aber der Vergleich mit dem VC ist ebenfalls hochinteressant:


    Alle Drei spielen das Tschaikowsky - VC im Prinzip ganz toll mit Gefühl und Emotion ... keine Frage. Schon die Tatsache , dass man so ein Konzert als Solist auswendig spielen kann, hat bei mir ganz grosse Anerkennung für diese wirkliche Leistung und müsste viel besser bezahlt werden (als zBsp die =O Fussballheinis, die für das Balltreten Millionen kassieren).


    1. Victor Tretjakow / Moskauer RSO / Vladimir Fedossejev (ARTHAUS MUSIK, 1991, DVD DTS 5.1)

    Man sollte meinen, dass die Russen die TOP-Int mit russischem Temprament hinlegen. Fedossejew mit seinem Orchester LIVE aus der Alten Oper Frankfurter ist ja soweit OK, aber bei Tretjakov vermisse ich doch einiges an Temprament und Ausdruckskraft. Nicht schlecht, aber weit hinter den beiden Folgenden zurück ...


    2. Itzhak Perlman / Philadelphia Orchestra / Eugene Ormandy (EUROARTS, 1979, DVD DTS 5.1)

    :saint: Was für Emotionen von beiden Seiten; sowohl solistisch wie auch orchestral mit Ormandy.

    Eine referenzwürdige Int, die sich mit den Besten (Oistrach, Heifetz) messen kann. Nach dem Finale ist man gebügelt und muss diese Virtuosität erst mal sacken lassen. Megaklasse :hail:

    Mein Favorit auf DVD !


    3. Boris Belkin / New Yorker PH/ Leonard Bernstein (DG, 1975, DVD DTS 5.1)

    Man hört von Belkin heutzutage eigentlich wenig. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1975, als Boris Belkin zusammen mit Mstislav Rostropowitsch aus der UDSSR immigriert ist; u der Avery Fisher Hall, New York vom 24.April 1975.

    Belkin spiel hochvirtuos und wird von Bernstein einem emotionalen Orchestersatz mit unglaublicher Intensität unterstützt, der alle Sprachen spricht - höchste Begeisterung. Solist und Orchester gehen absolut perfekt zusammen. Bernstein kennt die Partitur genaustens und dirigiert ohne Partitur. Bernstein auch hier als ganz phänomenaler Tschaikowsky - Dirigent. Ganz grosses Konzert mit tosendem Applaus.

    :!:Was seltsam anmutet: Dass Belkin nach dem Konzert dem Dirigenten Bernstein nicht die Hand gibt (oder eine Umarmung nach diesem gelungenen Konzert statt findet). Belkin verlässt nach dem Applaus den Saal und kommt noch einmal alleine wieder. Bernstein klatscht später lange Beifall; Belkin würdigt Bernstein keines Blickes ... das wars. Seltsam !

    :?: Weis jemand, warum Belkin so reagiert ? Hat er Bernsteins Emotionen nicht geteilt und wollte es orchestral softer haben ? Oder ist seine Trauer sein Heimatland verlassen zu haben so ausgeprägt ?



    Die Abb dieser 3 fantastischen DVDs:

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    Arthaus Musik, 1991, DTS 5.1


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    EUROARTS, 11 DVD - Box


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    DG, 1974, 1975, DTS 5.1

    Tolle Geigerin !


    Ja, die ganz oben abgebildete CD (SONY, 2007) mit dem Magnus Lindberg - VC habe ich auch und zunächst mal wegen Lindberg gekauft.

    Das Sibelius - VC mit Batiashvili ist natürlich auch sehr gut und sehr auf gefühlvoll abgestimmt. Dabei brilliert die Aufnahme klanglich und ebenfalls der wunderbar blühende Geigenton ihres Instrumentes. Es ist wohl mit die beste nordische Aufnahme die ich kenne (wenn ich zBsp an den Langeweiler Kavakos / Vänskä (BIS) denke - wo die Originalversion des VC enthalten ist).

    Macht richtig Freude, diese SONY - CD !


    Aber "so gut wie Oistrach" würde ich verneinen. Schon orchestral fehlen mit da deutlich die Emotionen -

    :angel: höre mal wie spannend Ormandy das mit Oistrach (CBS, 1960) zelebriert ! Gut, davon bin ich auch eindeutig geprägt ... es sind solistisch so kleine Feinheiten und dann Ormandys brillantes Philadelphia Orchestra, das mir mehr liegt.

    Ja, das glaube ich Dir, lieber Amdir,


    kein ganz Einfaches Repertoire. Die Turangalila - Sinfonie hab ich in einer einzigen Aufnahme mit Kent Nagano / Berliner PH (TELDEC). Die wurde mir als ausgezeichent empfohlen ... und dort ist auch der (für meine Empfindung) ätzende Klang des Soloinstrumentes Ondes Martenot nicht so aufdringlich aufgenommen, sondern mehr integriert.

    In meine Jugendzeit lief die Turangalia mal im Rahmen des Abonements in der Beethovenhalle Bonn ... und dann noch als einziges Programm ... damals ein entäuschendes Konzert.

    8) Heute sehe ich das etwas nüchterner und kann das Werk "ganz gut ab" ... jedenfalls in meiner o.g. "Soft-Ondes Martenot-Aufnahme".

    Lieber Holger und Alfred,


    Danke für Eure Paganini - Fürsprache. Das macht mich natürlich neugierig auf die Violinkonzerte des "sogenannten" Teufelsgeigers Paganini.

    ^^ Jetzt hatte ich heute auch noch das Glück die DG-Box mit 6CD im Neuzustand mit dem geschätzten Dutoit und Accardo auch noch für nen TOP-Preis von 7,02€ zu schiessen ... sogar ohne Versandkosten.


    :) Bin mal gespannt auf Paganini, der für mich absolutes Neuland bedeutet ...

    Paganini ist noch ein dunkler Punkt in meiner Klassik-Discgraphie.


    Ich kenne die Paganini-VC gar nicht ... :pfeif:

    Grund ist wohl auch die allgemeine Kritik zu den Konzerten, die diese als Machwerke abtun ... aber ich sollte mir mal ein eigenes Bild machen.


    :?:Lieber Holger, meist Du die wäre was für mich ?

    8o Oder ist das nur hohles Rumgefiedel ?



    Die 560Euro-Box wäre nix für mich, zumal ich die klassischen VC (die mich interessieren) in überzeugenden Aufnahmen vorliegen habe ...

    Obwohl ich von Szell die Korea-Box (mit „nur“ 49 CDs) und diverse Einzel-CDs und -SACDs habe, musste das nun doch sein:


    Tolle Wahl, lieber Christian.


    Da könnte man schon wegen des neueren Remasterings schwach werden. Als Szell - Fan habe ich aber bereits alles daraus, was mich interessiert ... :pfeif: da werde ich auch mit dem bisherigen Remastering klar kommen müssen ...


    Ja, die hier habe ich auch. 4 CDs (+ 1 DVD) in einer klangschönen Aufnahme, das ist ein günstiger Preis und eine wirkliche Empfehlung!

    Grüße aus Nordwest von Andrew

    Ja, die werde ich mir auch zulegen.

    Die CDs sind die Studio-Aufnahmen von 1999-2006, :jubel: aber die2 DVD sind LIVE-Konzerte aus 2000.

    Bin mal gespannt !!!

    Dvorak - CC mit Fournier / Szell vs Starker Dorati


    Die DG - CD mit Fournier (Abb Beitrag 7) habe ich heute erhalten und das Dvorak - CC und Bloch - Schelomo gehört.

    Fournier mir Szell spielen wunderschön, fast "zum Niederknien" ... keine Frage. Auch Szell hat die Berliner PH voll im Griff und bietet eine schöne und virtuose Orchesterbegleitung, wie man es erwartet.


    8) Egal, ich bin beim Dvorak - CC so von Starker / Dorati (Philips) geprägt, dass ich diese auf jeden Fall nach wie vor vorziehe. Es ist sicher richtig, dass diese Aufnahme mehr auf Virtuosität setzt und daher für den Einen oder Anderen kühler erscheinen mag. Macht gar nichts - Starker liefert am Cello seinen nicht minder genialen Part ab und glänzt mit einem wunderbaren Celloklang (bei noch besserer Klangqualität). Dorati hat besonders im 3.Satz noch mehr Schwung und packt mich bis zum genialen fast überdrehten Schluss noch ungleich mehr, als der bei mir immer hochgeschätzte George Szell.


    Blochs Shelomo gelingt Fournier / Wallenstein mit den Berliner PH auch ganz vorzüglich.

    Ohne Vergleich auf Ewig zufriedenstellend und auch von Wallenstein orchestral absolut mitreissend gespielt ...

    Aber wer bietet auch orchestral mehr Emotionen als Bernsteins grossartige Aufnahme mit Rostropowitsch mit dem Orchestre National de France (EMI, 1977) ?

    Diese Int geht für mich nur durch den Vergleich mit Rostro / Bernstein nicht an Fournier / Wallenstein.


    Trotzdem ist die Fournier - CD eine wertvolle Ergänzung meiner CD-Sammlung, die ich gerne mit Freude gehört habe --- ja, die CD bleibt !




    Es würde mir nie einfallen, Harnoncourt mit Currentzis auf eine Stufe zu stellen. Bei letzterem scheint mir das Wort "Blender" durchaus angebracht, aber nicht bei Harnoncourt (und auch nicht bei Horowitz).

    Lieber nemorino,


    ich würde nicht soweit gehen Currentzis als Blender zu bezeichnen. Da würde ich mich Axels Worten im letzten Absatz anschliessen.

    Er ist schon ganz sicher "Anders" und extreemer, als gewohnt. Aber auch er lebt die Musik eben in seiner für manchen ungewohnten aber ernst zu nehmenden Art ... es versteht es die Zuhörer LIVE zu fesseln und hat damit grossen Erfolg. Dazu benutzt er Mittel die eben total nicht konventionell sind: Wenn die Musiker zum Beispiel Beethovens Fünfter und Siebter (wie ich es im TV gesehen habe) stehend spielen lässt. Das Ergebnis war schon beeindruckend.


    :) Aber ich verstehe was Du meinst.

    Ich würde mir wegen der ungewohnten Spielweisen zum Beispiel auch von ihm keinen Beethoven auf CD zulegen wollen ... das käme mir zu fremd vor. Da bin ich auch zu konservativ.

    Ausserdem liegen die Beethoven Sinfonien Nr 5 und 7 mit "Curri" nur auf 2 Einzel-CDs vor (die ja auf eine CD passen würden); zu einem Einzelpreis bei dem man schon eine GA bekommen würde ... das alleine ist schon ein Witz !

    Aber sich das LIVE mal ansehen/anhören ist schon .... ja, "spannend" !



    Harnoncourt

    ** Ich bin auch nicht der Harnoncourt - Fan, aber seine Haydn-Londoner Sinfonien (Warner-CD-Box) haben bei mir dazu geführt, die mir zu konservativ klingenden Karajan-Aufnahmen (DG) gar nicht mehr anzurühren. (Abgesehen davon ist Bernstein mit den New Yorker PH auf SONY mein Favorit bei den Haydn - Sinfonien !)

    ** Anderes Beispiel, bei dem mich Harnoncourt positiv überrascht hat, sind seine frischen Interpretationen von Schubert Sinfonien Nr.1 -6 (Ausnahme die Sinfonien Nr. 8 und 9, die bei ihm fürchterlich zerdehnt und spannungslos gelingen) ... mein Empfinden ! Da (bei 8 und 9) bin ich ja bekanntlich wieder 100% bei Karajan (DG) !

    Warum erwähne ich das:

    Weil die Favorisierten eben viel spannender und kurzweiliger sind !

    Da ich an Filmmusik leider nicht so interessiert bin, aber schon an den Konzerten ... Gibt es dazu außer den Youtubes noch klassische Aufnahmen (Speziell Tuba!)?

    Nein, lieber Axel, leider gibt es auf CD keine klassischen Aufnahmen von John Williams sinfonischer Musik.

    Deshalb war ich ja recht überrascht, plötzlich John Williams als sinfonischen "Neutöner" mit Konzerten zu erleben. Die Konzerte sprechen von ihm eine ganz andere moderne Sprache, die ich John Williams ehrlich gesagt gar nicht zugetraut hätte.


    Bisher hat mir sein Scherzo für Klavier und Orchester (2014) ausgezeichnet gefallen - sehr beachtlich; aber auch das brandneue VC Nr.2 ...


    *** Seine erste CD als "modern-klassischer Komponist" wird am 03.Juni 2022 mit seinem Violinkonzert Nr.2 mit ASM und dem Boston SO erscheinen:


    DG, 2021, DDD

    Ich muss jetzt doch mal einen Beitrag für den uns allen aus zahlreichen Filmen bekannten Filmmusik-Komponisten John Williams aufmachen.


    John Williams hat ein paar seiner bekannten Soundtracks in Zusammenarbeit und für Anne Sophie Mutter für Violine und Orchester umgeschrieben und seit 2019 aktuell mit den Berliner PH und den Wiener PH bei DG für CD und BluRay aufgenommen.

    Darüber haben wir uns bei TAMINO schon ausgetauscht.


    John Williams LIVE in Vienna

    Hier ist die BluRay auf der 8 Filmmusiken mit ASM enthalten sind.

    :jubel: Die Zustimmung mit Standing Ovations bei diesem Konzert ist riesig !


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    DG, 2021, BluRay, DTS 5.1



    Aber John Williams komponiert nicht nur Filmmusik sondern auch sinfonische Werke:

    John Williams zählt zu den erfolgreichsten und einflussreichsten Filmkomponisten, ebenso schrieb er zahlreiche Solokonzerte.


    *** Violinkonzert Nr.2 (2021)

    Nun hat er aktuell 2021 sein Violinkonzert Nr.2 mit ASM vorgelegt. Die Weltpremiere fand im Sommer 2021 auf dem berühmten Tanglewood Festival in Massachusetts statt.


    Hier ist der LINK zu ARTE - TV mit dem VC Nr.2 vom Sommer 2021 mit ASM:

    https://www.arte.tv/de/videos/104492-000-A/anne-sophie-mutter-spielt-john-williams/


    :!: Das VC Nr.2 wird es auch nächsten Monat am 12./13.März 2022 LIVE in Wien im Goldenen Saal geben - Wien freut sich bereits darauf !



    *** Konzert für Harfe und Orchester "On Willows and Birches"



    Man mag zu Lang Lang stehen wie man will, aber Williams

    *** Scherzo für Klavier und Orchester hat er am 01.Juli 2014 mit dem China PH richtig gut absolviert:

    - mit besserem Klang, ohne Film -


    - offenbar von einem Zuschauer gefilmt -



    *** John Williams Concerto for Tuba and Orchestra spielte das WDR Sinfonieorchester mit Solo-Tubist Hans Nickel unter der Leitung von Michael Sanderling am 30. Januar 2014 in der Kölner Philharmonie.

    Mir erschließt sich der Mehrwert nicht, den ich von der Zigsten Aufnahme der Beethoven-Sinfonien haben soll, um nur ein Beispiel zu nennen. Letztlich zählt nur ein Kriterium: erreicht mich ein Werk, erreicht es mein Inneres oder tut es das eben nicht. Insofern sind Hörerlebnisse nicht oder nur kaum verhandelbar. "Spannend" stammt aus dem gleichen Sprachreseservoir wie "gegen den Strich gebürstet", "keine Kanten geglättet", "auf Siedehitze dirigiert".

    Lieber Thomas,


    :huh: da bin aber jetzt überrascht über Deine Aussagen.

    Es ist doch wahnsinnig interessant gerade von den Beethoven - Sinfonien mehrere Sichtweisen zu hören, zu vergleichen und diese auch zu Verfügung zu haben. Es gibt kaum einen Zyklus von dem ich mehr Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung habe ... ich wollte schon lange aufhören einen weiteren zu kaufen, aber ma wird ja durch Neuerscheinungen und Taminowerbung immer wieder angeregt ... es dürften auf CD bereits so um die 20 sein - und auf DVD (was ich besonders Klasse finde) habe ich 3 (Karajan 73, Bernstein / WPH, Paavo Järvi, Bonn 2000). Mit der Zeit kristallisiert sich dann auch heraus, welche Zyklen mir am hörenswertesten erscheinen; oder noch besser, welche abgesetzt werden können !

    Und jetzt kommts: Weil sie eben zu lasch sind und nicht "auf der Stuhlkante" musiziert !

    Beethovenbrahmsbrucknermozarthaydnschubertstraussbachvivaldihändelmendelsohnundbruch und wenn man in diesem Hamsterrad mitläuft mag es vielleicht wirklich hilfreich sein, wenn eine Aufnahme "Spannend, gegen den Strich gebürstet, kantig und ungeglättet und idealerweise noch auf Siedehitze dirigiert" ist. Und wenn man sowas mag und braucht.

    8) JA, ich brauche es ! :jubel:Das Vergleichen und das Suchen nach dem für mich idealen Zyklus (oder je nach Komponist auch DER Einzelaufnahme) macht mir jedenfalls unheimlich Spass.


    In diesem Thread war von HIP die Rede ... und das das "spannend" sein soll !?!

    Ich bin nicht der grosse HIP-FAN, weil mir der HIP-Sound zu dünn ist ... bei Beethoven, Schumann und Brahms (um nur mal die Drei zu nenn) wäre HIP für mein Klangempfinden fürchterlich ...

    ;) für Werke der Frühklassik kann ich es ja noch verstehen, weil die dann ggf mehr "zack" bekommen ...



    Die Zusammensetzung der Tamino-Mitglieder war damals eine andere und man konnte immer wieder lesen, diese oder jene Aufnahme sei "auf der Stuhlkante" gespielt worden - oder eben nicht. Und damit verbanden einige (oder viele ?), daß

    eine Aufnahme "spannend" oder "langweilig" sei. Mein Ärger über diese "Klassifizierung" sollte in diesem Threadtitel Ausdruck verliehen bekommen .......

    Ich finde durchaus an allen Ecken und Enden der KLassik, dass es sowohl "langweilige", wie auch "spannende" Aufnahmen in der Klassik gibt.

    Da gibts kein Grund für Ärger für diese Klassifizierung.


    :?: Warum sollte ich mich mit einer Aufnahme langweilen, wenn ich im voraus weiss, dass die langweilig ist ?

    8) Dann nutze ich doch meine wertvolle Hörzeit lieber sinnvoll und lege lieber gleich die auf, die mich anspricht, auffwühlt und ... ja, spannend ist !