Beiträge von teleton

    Lieber Amdir,


    das ist meine absolute Lieblings - Langgaard-CD.

    Habe auch die GA aller Langgaard-Sinfonien mit Dausgaard (DACAPO) - teils auf CD und SACD verteilt.

    :!:Aaber, die Dausgaard-Interpretationen der Sinfonien Nr. 4, 5, 6 kommen nicht an die tolle von Dir gezeigte Scheibe mit Järvi (Chandos) heran ... was Emotion, Aussagekraft und Hörspass angeht.


    8) Schade, dass N.Järvi keine GA herausgebracht hatte ... aber aus meiner Sicht ehrlich gesagt: Die Nr. 4, 5, und 6 sind auch "hammermässiger" als der für die Zeit doch sehr konservative Rest der Sinfonien.

    RE: Beethoven - Karajan (DG, 1980)


    Lieber Amdir,


    den Einschätzungen von Johannes Schlüter und Josef teile ich.

    Gerade bei der CD (Abb Beitrag 51) mit der Sinfonie Nr.8 haben sowohl die enthaltenen (hier recht lauen) 3 Ouvertüren nicht das Niveau der alten 60er-Jahre Einspielungen mit Karajan; auch die Klangqualität aus den Anfängen der Digitallära lässt zu wünschen übrig (Klang ist ziemlich Dick und unausgewogen).

    Du wirst auch feststellen, dass die Sinfonie Nr. 8 ziemlich "altbacken" klingt und das Menuett viel zu gemütlich daher kommt (müsste nach meinem Geschmack mind. 1Min schneller sein!).


    Die Klangqualität dürfte bei den genannten DG-Neuauflagen besser klingen ... da mir die Aufahmen aber angesichts der spannenderen Konkurrenz aber kein MUSS sind, würde ich mir diese nicht nochmal zulegen wollen.


    Aber eines muss man dem DDD-Zyklus mit den "Strahlencovern"; die auch alle als Einzel_CD habe, lassen:

    :angel: Die Sinfonien Nr. 3 - 5 - 9 und das Hammerfinale der 7ten;sowie für mich persönlich die allgemein wegen des schnellen Tempos wenig geschätzte Aufnahme der Sinfonie Nr.6 sind auch hier grosser Karajan ... und nebenbei sind gerade diese auch klanglich brauchbarer, als der Rest !

    Die CD-Sammlung hat etwas von einer Bibliothek, in der man auch mal stöbern kann mit Zufallstreffern. Ah - die alte Aufnahme könntest Du mal wieder hören! Auf der Festplatte dagegen findet man nur, was man gezielt sucht. Vieles vergisst man dann. Man weiß nicht mehr, was man eigentlich hat. Musikdateien auf der Festplatte sind für mich eine sinnvolle und willkommene Ergänzung - nicht mehr und nicht weniger. Dass ich meine Zeit verschwende, tausende DCs zu rippen statt Musik zu hören, ausgeschlossen!

    Lieber Holger,

    deine Worte könnten von mit geschrieben sein.


    Zu jeder CD / SACD oder auch Musik-DVDs und Musik-BluRays baue ich quasi eine Verbindung zur Musik auf, diese :angel: Anfassqualiät gehört einfach dazu.

    Ich habe auch eine ganze Menge Musikdaten auf dem PC (oder z.Bsp. die ganzen Tangerine Dream - Alben auf DVD), oder eine ganze Reihe Konzerte von YT ... aber das nur als Ergänzung zur Musiksammlung, die ich nie vermissen möchte (weniger geschätztes auf CD ist totes Kapital und wird allerdings ausgesondert).


    Tausende CDs rippen - niemals - schade um die Hörzeit, die dabei verloren gehen würde ...

    Schubert - Sinfonien NR. 2 - 6 und 8 mit Maazel


    Ich kann es kurz machen, da ich bereits in den Threads zu Maazel-Lieblingsaufnahmen und Sinfonie Nr.6 einige Worte der Bewunderung geschrieben habe.


    Eigentlich finden sich beim Best Buy meist eher Werke des 20./21.Jhd bei mir ... aber heute ist es tatsächlich mal Schubert !


    Mein Best Buy für den Sommer 2022:


    41HBHEX205L.jpg

    DG; 1961-62, ADD



    *** Ergänzt von dieser schönen SACD der Sinfonien Nr. 1 und 6 mit Rene Jacobs:

    PENTATONE, 2018, DDD


    ES gibt nur einen unbedeutenden Aufreger:

    Mein SONY-SACD-Player erkennt diese SACD nur als CD. Macht aber gar nichts, da die Klangqualität auch mit der CD-Hybrid-Spur ausgezeichenet ist ... 8)^^ die Pauken sind voll da !


    Schließlich habe ich mir - wie angedroht auch die Bayrische Maazel-Aufnahme angehört.

    Ich habe mich bemüht herauszufinden was ihr fehlt. Wahrscheinlich gar nichts. Lediglich meine Vorstellung von dieser Sinfonie dreckt sich eher mit jener von Böhm,, als jener von Maazel.

    Ich habe mir auch erst mal die Spielzeiten mit Maazel angesehen, bevor ich mich für den Kauf entschieden hatte. Ich kenne und habe von den Böhm - Aufnahmen (DG) nur die Sinfonien Nr. 8 und 9.

    Aber ohne den Rest zu kennen, wird mir Böhms Sechste wohl nicht ganz so wenig liegen, wie Harnoncourts katastrophales dahinschleichen im 4.Satz mit 11:55. Böhm braucht aber auch noch 10:33.

    :love: Wie höchst tempramentvoll erfrischend mit Maazel (DG) = 7:40 !!!


    Maazels späten Schubert mit dem SOdBR München habe ich mal im TV verfolgt, so recht begeistert war ich nicht. Dagegen sind seine DGG-Aufnahmen von 1960/62 um Klassen vorzuziehen.

    Lieber nemorino,


    vor Jahren hatte ich den Bayern-Zyklus mit Maazel auch mal im Auge ... nun bin ich Dank Deiner Empfehlungsauffrischung froh die fantastischen DG-Aufnahmen der Sinfonien Nr. 2 - 6 und 8 mit Maazel zu haben.


    Ich habe mich für diese schöne DG-Doppel-CD-Ausgabe entschieden, da ich die Werke in der Membran - Box schon habe, oder von den entsprechenden Werken meine Favoriten bereits eingeschworen sind ...


    Die Sinfonie Nr.6 auf dieser Doppel-CD ist der Hammer !

    41HBHEX205L.jpg

    DG; 1961-62, ADD

    Schubert-Sinfonien mit Maazel (DG)


    Den Beiträgen von nemorino und Joseph kann ich nur zustimmen. Mit Maazel gibt es neben richtig Herausragendem immer schon schwächere Einspielungen.

    Warum nun gerade die Sinfonien Nr. 1 und 9 nicht mehr mit den Berliner PH dabei waren mag organisatorische Grunde gehabt haben.


    Macht nichts, denn das was an Schubert da ist, ist an Spielfreude, packendem Zugriff und Temprament kaum zu überbieten. Der junge Maazel hatte es absolut drauf !

    Ich hatte diese Schubert-Maazel-Aufnahmen schon lange im Auge; verdrängt wurde dieser langjährige Kaufwunsch eben durch vorhandene Aufnahmen mit Karajan, später Harnoncourt und den Aufnahmen, die er bei genauer Betrachtung der einzelnen Sinfonien teilweise sogar noch übertrifft ... die herrliche GA mit Kertesz (Decca) ... mein Gedanke war: "Was soll ich mit soviel Schubert ?"

    8) Mein Kauf wurde jetzt durch nemorinos dankenswerter Werbung im Thread der Sinfonie Nr.6 neu bestärkt ... :angel: mit vollem Erfolg.


    Maazels höchst brillant straffer Zugriff übertrifft so manche andere Int deutlichst. Da wird nichts verschleppt, die Menuette kommen straff daher, ohne die übertriebene Gemütlichkeit von Karajan; und die Eigenschaft bei Harnoncourt gerade die letzten Sätze (Sinfonien Nr. 2, 4 und 6) ungewöhnlich langatmig zu verschleppen, geht Maazel völlig ab.

    :thumbup:Wie straff und ohne jegliche Langeweile er die Sinfonien angeht ist Hörspass erster Klasse.

    Als absolut herausragend empfinde ich die Sinfonien Nr. 2, 4 und 6.

    Auch die Unvollendete gelingt Maazel kurzweilig, ohne den 1.Satz unnötig auf über 15Min aufzubohren (so wie in seiner späteren Aufnahme mit den WPH (CBS)). Maazel _ DG hier: 10:47 - 11:29.


    Die Klangqualität der DG-Aufnahmen von 1961/1962 ist natürlich gestaffelt mit gutem Stereopanorama ... ein dickes Quentchen besser und natürlicher als die Beethoven-Sinfonien mit Karajan aus gleichem Zeitraum.


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    DG; 1961-62, ADD

    Der Dirigent war zum Zeitpunkt der Einspielung 31 Jahre alt. Er hatte einen Exklusivvertrag mit der DGG in der Tasche, und aus dieser Zeit stammen IMO Maazels schönste Aufnahmen, z.B. Beethoven 5 & 6, Brahms Nr. 4, Tschaikowsky Nr. 4, Mendelssohn Nr. 4 & 5, sowie ein nicht vollendeter Schubert-Zyklus (Nr. 2-6, 8). Aus unerfindlichen Gründen fehlen die Nr. 1 und die Große C-dur (Nr. 9). Klangtechnisch sind die Aufnahmen durchweg bestens gelungen.

    Lieber nemorino,


    ja, einige dieser ausgezeichneten Maazel-Aufnahmen habe ich noch zur "LP-Zeit" auch kennen gelernt. ES ist Schade, dass er sich später mit den berlinern überworfen hatte !!!

    Zu Deiner Liste gehört auch die Prokofieff: Romeo und Julia Suite Nr.2 .... eine Wahnssinnaufnahme ... zum Glück hat er das ganze Ballett mit dem Cleveland Orchestra ganz aufgenommen.



    Aber zum Thema Sinfonie Nr.6:

    Ich habe gerade auf YT erst mal getestet welche Spielzeit Maazel für den 4.Satz der Sechsten benötigt: saubere ~ 8-9Min erfeulicherweise und eine frische Herangehensweise. Deshalb und da ich weiterhin schon viel positives über Maazels Schubert gelesen habe , habe ich die abgebildete DG-Doppel-CD mit den Sinfonien 2-6 und 8 gerade für 4,88€ bei den Medimöpsen "geschossen". Auf die Unvollendete bin ich auch gespannt !


    41HBHEX205L.jpg

    DG, 60er, ADD


    Danke nemorino für den Hinweis auf diese Maazel-Aufnahmen ... für den heissen Preis nehm ich sie ....

    Rene Jacobs mit dem B´Rock Orchestra


    Abgebildete SACD hat mir heute einen riesen Hörspass bereitet:


    PENTATONE, März 2018 Congress Saal Insbruck, DDD


    Die SACD wurde von Alfred im Sinfonie Nr.1-Thread dieser Tag vorgestellt. Rene Jacobs hatte bei Alfred ja höchste Abneigung ausgelöst, was eine Mozart-Sinfonien _ CD angeht (was ich aus seiner Sicht nachvollziehen kann). Ich fand die CD dennoch mit ihren saftigen Pauken sehr kurzweilig.


    Auch hier bei Schubert zeugt das höchst vorbildliche Textheft zu den Sinfonien Nr.1 und 6 von grosser Wertschätzung seitens Rene Jacobs:

    modertato sei noch einmal zitiert !

    Zitat von moderato

    René Jacobs hat einen äusserst detaillierten Booklettext zur Struktur der 1. und 6. Sinfonie (wie zu den anderen bereits erschienenen vier seiner Gesamtaufnahme) verfasst. Der musikalische Verlauf der acht Sätze plus die beiden Introduktionen der ersten Sätze wird genau beschrieben Es lohnt den Text zu lesen. René Jacobs hat sich eingehend mit den Sinfonien Schuberts befasst. ich kenne von keiner CD eine solche Analyse. Eine derart tiefgehende Durchdringung in einem Booklet-Text ist mir noch nie untergekommen. Nur schon dieser Text würde die Anschaffung lohnen. Ich nehme an, andere Dirigenten unterziehen ein Werk einer ähnlichen oder gleichen Analyse, nur machen sie ihre Erkenntnisse nicht schriftlich öffentlich.


    ich habe soeben die Hörsitzung der SACD beendet und bin auch von der Interpretation der HIP ausgerichteten Musikerinnen und Musiker begeistert.

    Seitdem ich nach Kajajan die frühen Schubert - Sinfonien (1-6) mit Kertesz (Decca) und Harnoncourt / GGBO Ansterdam (Warner) hörte, bin ich ohnehin geläutert und muss feststellen, dass mir Karajan zu klassisch und teilweise viel zu langsam interpretiert (ausser Nr. 8 und 9, die ich auf höchste goutiere .. aber das ist eine anderes Thema).


    *** Jacobs und Kertesz liegen tempomässig bei den Sinfonien Nr.1 und 6 etwa auf dem gleichen zügigen Niveau:

    Kertesz: 9:25 - 6:12 - 6:15 - 9:00

    Jacobs : 8:40 - 5:45 - 6:31 - 9:17

    Was die Sinfonie Nr.6 angeht, so kann ich mir die ersten 3 frisch dargebotenen Sätze mit Harnoncourt ja noch anhören.

    :( Doch was den 4.Satz angeht, so ist Harnoncourt mit seinen ausufernden Spielzeit von 11:55 für mich fast unerträglich, wie er den frischen Satz (Sonatensatzuform ohne Durchführung und Entwicklung; in einem fast rhapsodisch freien Raffiniement) leider total dahinschleppt. Karajan mit 11:30 (EMI) leider auch total lahm und nicht besser !


    :) Wie wunderbar frisch gestalten Jacobs und Kertesz diesen Satz ! Dabei in ihrem Raffinement weit vom viel zitierten Rossini (was den Satz angeht) entfernt ... nein, besser als Rosssini !


    Einzig wegen dem etwas dünnen Streichklang des B´Rock Orchestra, würde ich mir jetzt die Sinfonien Nr. 2, 3, 4, 5 nicht zwingend noch mit Jacobs ordern, denn der sinfonische Streicherklang der Wiener PH mit Kertesz (Decca) passt meiner Meinung nach besser zu Schuberts Sinfonien.

    :!:Dennoch hat man die Schubert - Sinfonien nie so detailreich gehört, wie auf dieser SACD mit Jacobs !

    Ich empfinde hier bei Jacobs auch einen ganz anderen frischen Zugang als bei Brüggen (dessen GA mich nie überzeugen vermochte und nicht mehr in meiner Sammlung weilt ...


    Danke für den TOP-Tipp !

    RE: Rene Jacobs mit dem B´Rock Orchestra

    René Jacobs hat einen äusserst detaillierten Booklettext zur Struktur der 1. und 6. Sinfonie (wie zu den anderen bereits erschienenen vier seiner Gesamtaufnahme) verfasst. Der musikalische Verlauf der acht Sätze plus die beiden Introduktionen der ersten Sätze wird genau beschrieben Es lohnt den Text zu lesen. René Jacobs hat sich eingehend mit den Sinfonien Schuberts befasst. ich kenne von keiner CD eine solche Analyse. Eine derart tiefgehende Durchdringung in einem Booklet-Text ist mir noch nie untergekommen. Nur schon dieser Text würde die Anschaffung lohnen. Ich nehme an, andere Dirigenten unterziehen ein Werk einer ähnlichen oder gleichen Analyse, nur machen sie ihre Erkenntnisse nicht schriftlich öffentlich.


    ich habe soeben die Hörsitzung der SACD beendet und bin auch von der Interpretation der HIP ausgerichteten Musikerinnen und Musiker begeistert.

    Ja, auch ich bin auf den Zug aufgesprungen und habe mir die Schubert-SACD mit den Sinfonien Nr.1 und 6 bestellt und heute (Sa) erhalten. Jacobs ist immer für positive Überraschunegn (;)^^ aber auch für Negative) gut !!!

    :love: Bin ebenfalls sehr angetan von Rene Jacobs Int und insgesamt von seinem Zugang mit dem B`Rock Orchestra ... die eine sehr ernst zu nehmende Formation aus Antwerpen ist !


    Einzig die etwas dünn besetzten Streicher klingen für meine Ohren etwas eindimmensional. Vergleicht man die wunderbaren Kertesz - Aufnahmen (Decca) damit, so liegt mir der sinfonische Streicherklang der Wiener PH deutlich mehr für Schuberts Erste. Dafür sind die Pauken gewohnheitsmässig bei Jacobs natürlich allerererste Klanggüte.


    Auch die zügigen Tempi sind bei Jacobs, wie bei Kertesz absolut stimmig und auf fast gleichem Niveau.

    Ganz grosse Klasse.


    *** Da ich die Sinfonie Nr.6 noch höher schätze, folgen gleich ein Paar Worte im entsprechenden Thread.

    Den grossen Durchbruch zur Klassik war Beethoven-Klemperer, meine erste selbst gekaufte LP, die ich für meiner gerade zusammengestellten 1.Stereoanlage gekauft hatte.

    Das war im Alter von 14Jahren (ca 1972) ein Receiver von Quelle, mit einem Dual-Plattenspieler und den 1. selbstgebauten Boxen mit Bass-MT-Chassis aus einem Siemens-Röhrenradio und dem auch später bewährten Hochtöner Isophon KK10.


    :angel: Es war der grosse und fabelhafte Beginn für die Klassik:


    Beethoven Eroica mit Klemperer

    81uGgvZv5RL._SL300_.jpg

    EMI-LP, Aufnahme von 1959



    Einige der Klassik-Platten die ich in der Stereo-Truhe meiner Eltern weit vorher als Kind in allen Geschwindigkeiten hörte, stelle ich später vor.

    Jedenfalls ist eine EUROPA-LP dabei, wo von Suppe: Dichter und Bauer-Ouv drauf ist, die ich damals als Kind schon richtig fetzig fand. Besser hab ich diese Ouv nie wieder gehört. Das ist war nicht mein heutiges Repertoire, aber gehörte zum Anfang ...

    Aufnahmetechnisch ist ansonsten Abbados Aufnahme vom Bolero und Rhapsodie espagnole mit dem London SO (DGG) einsame Spitze - auch interpretatorisch absolut Top:

    61XXPJ16J7L.gif

    Lieber Holger,


    volle Zustimmung, denn die Ravel-Box mit Abbado habe ich als Ravel-Fan auch. Ganz exqusite Aufnahmetechnik, die zu den besten CDs auf DG gehört.

    Nur La Valse ist mir mit Abbado zu brav ... ;) da müssen bei mir ein Paar Briketts mehr aufgelegt werden ... wie die genannten Wahnsinnsaufnahmen mit Bernstein / Orchestre National de France (leider nicht die mit den New Yorkern) und natürlich Ansermet (Decca).


    :!: Leider keine SACD, aber vom Klang her SACD-Verdächtig:

    Das Daphnis et Chloe - Ballett ist alleine vom Klang her ein absoluter Traum;

    nur schade, dass diese DG-Box nicht die beiden KK (dann mit 1 CD mehr) enthält ! Somit stimmt die Angabe Complete Orchestral Works nicht !


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    DG, 1982 - 1989, DDD

    RE: Ravel mit Ashkenazy (EXTON)

    Was für tolle Aufnahmen und was für eine wirklich phantastische Aufnahmetechnik! :) :) :) So großräumig und präsent, zugleich ausgewogen und farbig wie das klingt - eine aufnahmetechnische Meisterleistung. Besonders das Schlagwerk ist exzeptionell aufgenommen - ich denke da jetzt an Wolfgang (Teleton), der würde hier voll auf seine Kosten kommen!

    Lieber Holger,


    Danke für den Hinweis auf diese neue Ravel - SACD ... die ist nebenbei auch -derzeit nicht verfügbar- ist ...

    8) Macht aber nichts, denn alleine dass bei TAMINO wieder einmal Ravel zur Sprache kommt, der hier viel zu selten Beachtung findet, war Dein Hinweis schon wert !


    Die enthaltenen Ravel - Werke habe ich alle in exemplarischen Aufnahmen:

    Angefangen mit La Valse - hier gehören Ansermet (Decca), Bernstein, Orchestre National de France (Warner) und gänzlich unbekannt Claude Monteux (der Sohn vom Pierre) in der Monteux-Decca-Box unbedingt erwähnt, die sind der Hammer.

    Eine absolute Klangdelikatessse ist Le Tombeau de Couperin mit dem Bolero ist Solti / CSO (Decca).

    Wer kann Tzigane besser interpretieren als Perlman mit Martinon (EMI) ? Alle Anderen klingen in meinen Ohren fremd.

    ;) Und seien wir ehrlich, lieber Holger ... so "fetzig schlagzeughaltig" sind diese feinen Pieces nun auch nicht.

    Aber wenn ich diese SACD mal günstig sehe ...... jeden falls meinen Dank !

    Sibelius 2 - Antrittskonzert Paavo Järvi vom 04.November 2010 nun auf YT

    Ich würde im besagten Fall hoffen, dass dieses Konzertvideo auf Blu-ray in Bestqualität erscheint. Bei YouTube ist die Diskrepanz zwischen der teils enorm guten Bildqualität, die kaum Wünsche offenlässt, und der Klangqualität, die nach meinem letzten Stande noch immer unter 320 kb/s mp3 liegt, eklatant. Hier sollte endlich einmal verlustfreies Audioformat ermöglicht werden. Die reine Audiospur ist selbst in verlustfreiem Format deutlich weniger speicherintensiv als ein HD-Videoformat.

    Danke Josef auch von mir für diese INFO, denn Paavo Järvi nun auch als Video geniessen zu können, ist für mich nun nach mehr als 10 Jahren nochmal ein Gewinn zu meiner Audiodatei auf CD-R.


    :love: Die Klangqualität ist auf YT gut genug um an diesem Hammerspektakel allergrössten Hörspass zu haben.

    ES ist so ziemlich die stärkste Wiedergabe dieser grossartigen Sinfonie Nr.2. :hail:

    Jeder der diese YT Datei hört und sieht, wird meine Enttäuschung bezüglich der "zu normalen", wenn auch guten Aufnahme der Sinfonie Nr.2 in der CD-GA (RCA), verstehen ! Schade und zugleich verwunderlich, dass Paavo dort im Vergleich so brav auf dem Teppich bleibt.

    Lieber Amdir, lieber Christian,


    Danke für die Empfehlung mit den Matedoja - Sinfonien, auf die ich auch gleich aufgesprungen bin ... allerdings habe ich eine andere Aufnahme (auch mit der Okon Fuoko-Suite) ausgewählt.


    Der Empfehlung von Aarre Merikanto möchte ich unbedingt noch die Klavierkonzerte Nr. 2 und 3 (Nr. 1 kenne ich nicht) empfehlen - ebenfalls grosse Klasse !

    Nach den KK wurde meine Interesse für Merikanto geweckt und ich kaufte mir die Doppel-CD Meet the Composer Aare Merikanto (Finlandia) mit Dirigenten wie Segerstam, DePreist und Saraste. Hier sind 10 Orchesterwerke enthalten (keine Sinfonien), wie VC Nr. 2 und 4, die mich aber leider nie so "vom Hocker gehauen" haben, wie die KK. Die Sinfonien hab ich dann nicht weiter verfolgt, was ich nach der Empfehlng von Amdir nun ändern werde.


    :!:Noch eine Empfehlung in dem Zusammenhang meinerseits wäre der finnische Komponist Einar Englund (1916 - 1999), der mich mit seinen Sinfonien Nr. 1 - 7 und den Klavierkonzerten Nr. 1 und 2 wirklich begeistern konnte ...

    besonders hervorzuheben die KK und die Sinfonien Nr. 1 "War" (1946), Nr. 2 "The Blackbird" (1948) und Nr. 4 "Nostalgic" (1976).

    Hier war die Doppel-CD Meet the Composer Einar Englund, im Gegensatz zu Merikanto, bei mir ein voller Erfolg, denn hier sind u.a. die Sinfonien Nr. 1 und 2, sowie Epikana, VC (1981) enthalten. Die weiteren Sinfonien mit The gerat Wall of China sind auf ONDINE-Einzel-CDs mit Eri Klass und Ari Rasileinen verfügbar ... ausgezeichnete Werke sowie Orchester- und Klangqualitäten !


    Ein toller von mir hochgeschätzter und zugleich preiswerter Einstieg für Englund ist auch diese Naxos - CD:

    *** JA, das war mal ein Best Buy:


    71EHyuNCjDL._SY300_.jpg

    NAXOS, 1996, DDD


    Einar Englund blieb ewig seinem eigenen Stil in tonaler Tonsprache treu, gewürzt mit herben Dissonanzen.

    Ihn interessierte die Avantgarde nicht ... ;) das alleine macht ihn schon sympathisch. :P

    Lieber teleton,


    ist die von dir genannt Version der Zweiten irgendwo downloadbar?


    Beste Grüße

    Christian

    JA schon, das ist jetzt auch schon um die 10Jahre her, als ich mir die auf Empfehlung hier bei Tamino downgeloadet hatte.

    Da meine Begeisterung keine Grenzen kannte, hatte ich mir dann zum leichteren Zugriff daraus gleich die eigene CD-R erstellt. Ich kann Dir die Quelle jetzt leider auch nicht mehr nennen ... vielleicht weis es einer unserer Downloadexperten !

    RE: Sibelius - Sifonien mit Paavo Järvi

    Ich wollte eigentlich mitteilen, dass beim Werbepartner die Järvi-Paris-Sibelius-Box für relativ schmales Geld zu haben ist... Aber als ich bestellt habe, war wohl das letzte Exemplar weg... :untertauch:;)


    Die habe ich bereits seit dem Erscheinungs-Jahr. :thumbup:Ja, das ist wirklich eine hörenswerte GA der Sibelius-Sinfonien auch vom klanglichen Aspekt her.

    :!:Ausgerechnet bei der Sinfonie Nr.2 hätte ich mir von Paavo Järvi allerdings mehr erwartet ... aber hier greife ich auf die von mir selbst gebrannte CD der Zweiten (die ich der GA beigefügt habe) vom Antrittskonzert Paavo Järvi bei Orchestre de Paris von 2010 zurück.

    Wenn man die gehört hat, dann erscheint einem die Aufnahme der Zweiten in der GA viel zu abgeklärt. Was Paavo am 11.04.2010 brachte, war der absolute Emotions-Hammer; natürlich auch mit der Kussevitzky-Coda, die er in der in der GA leider auch nicht verwendet !

    Wenn ihm die Toteninsel gefällt, wäre das folgende vielleicht ein sinnvoller Schritt

    Lieber Axel,


    könnte auch das Gegenteil bewirken. Bei mir war es in den Klassik-Anfängen so, dass ich absolutes Blut gelekt hatte für Prokofieffs Klavierkonzerte Nr. 1 und 3 mit Graffman/Szell. Da ich neu war auf dem Gebiet, hatte ich das im WDR3 aufnehmen wollen und geriet versehntlich an das Rach KK 3 ... war dann erst mal unheimlich enttäuscht über den langen Schinken (den ich allerdings heute mit Wild/Hoenstein sehr schätze).


    Meine Empfehlung war damals für mich eine Initialzündung. Ich war platt, dass es solche Musik geben kann: Ich war bei Tschaikowsky angekommen und kaufte mir die Polydor-LP mit Tschaikowskys Francesca da Rimini ... auf der Seite 2 war dann die

    Khatchaturians Gayaneh - Suiten mit Roshdestwensky / Leningrader PH ... ich war hin und weg und der Weg für diese Musik war gebrochen. Auch die Spartacus-Suiten und das Klavierkonzert (mein grossr Liebling) hauen mich bis heute vom Hocker.


    Warum nicht Gershwin ? (Ich weiß Johannes schätzt ihn wenig !)

    Ein Amerikaner In Paris, Rhapsody in Blue, Porgy and Bess - Suite sind doch der Hammer für Neueinsteiger.

    Auch das KK hat bei mir direkt gezündet ... damals bei mir die Gershwin-Werke in Vox-Aufnahmen mit Slatkin.

    Heute würde ich diese RCA-CD für jeden Einstiger als Einstiegsdroge empfehlen:


    814G6sfeZ0L._SL300_.jpg

    RCA, 1959/61, ADD

    Wenn ich richtig informiert bin, gibt es Hörgeräte (leider der teureren Klasse) die via Bluetooth den Fernsehton direkt übernehmen sobald er eingeschaltet wird...

    Ja, lieber Alfred,


    sie hat das Bluetooth-Gerät von Sennheiser, bei dem der TV-Ton direkt ins Hörgerät übertragen wird; sowie auch das andere System mit einem Sennheiser - KH. Alles ausprobiert --- nützt alles nichts ... das Musikhören geht immer noch am besten über Ihre CANTON-Boxen und normal mit ihrem Hörgerät (ohne Bluetooth).

    Sie hat eines der besten Hörgeräte von Phonak (^^ laut Hörgeräteakkusticker das Atomkraftwerk der Hörgeräte).

    Die Vierte mit Roshdestwensky

    Zu Teleton:
    Es soll eine Rosh Live-Aufnahme ebenso wie eine Kondrashin Live Aufnahme geben. In Classics Today werden sie hymnisch besprochen.
    Bei den üblichen verdächtigen Händlern finde ich sie nicht. Idee??


    Es handelt sich um die hier im Thread schon mehrfach erwähnte und sehr angepriesene Einspielung von Gennadi Roshdestwenski für Melodia, die er 1985 mit dem Symphonieorchester des Kulturministeriums der UdSSR (nicht mit den Moskauer Philharmonikern) vorlegte. Dieser Dirigent hatte eine besondere Vorliebe für Schostakowitschs Vierte und führte sie mannigfaltig mit allen möglichen Orchestern auf (so etwa in Boston 1978 und in Chicago 1989).

    Hans hatte es 2009 schon erwähnt (da kannte ich die 1987er-Aufnahme der Vierten noch nicht).


    In Beitrag 30 ( von 2015) hatte ich die Hammeraufnahme der Vierten mit Roshdestwensky / Orchester des Kulturministeriums der UDSSR Moskau (Brillant, LIVE 05/1987) erwähnt.

    Diese LIVE - Aufnahme ist einfach umwerfend. Hier legt Roshsdestwensky noch ein paar Briketts nach und entwickelt nie gehörte Spannungsbögen.

    :!: Ausserdem klingen diese Aufnahmen noch natürlicher als die Melodiya/Eurodisc - CDs der GA aller Sinfonien mit Rosh. Denn hier wurden nicht nach belieben bestimmte Orchestergruppen höher ausgesteuert um den Klang transparenter zu machen (ich habe mich dran gewöhnt), sondern es entwickelt sich ein total natürlicher Orchesterklang, mit allem was das Ohr begehrt. :angel: Nie habe ich die Vierte besser gehört !


    Aber auch die Sinfonie Nr.1, 7, 9 und 10 befinden sich in exemplarischen Aufnahmen in der Must-Have Brilli-Box:

    51AwPGRo0cL._SY300_.jpg

    Brillant, 1987 (4.), ADD

    Monteux mit den Sinfonien Nr. 94 und 101

    Beide Sinfonien sind dem bis in sein hohes Alter quicklebendigen, humorvollen Franzosen wohlgelungen. Seine Interpretation sprüht von französischem Esprit und feinsinnigem Humor, die dem Geist Haydns voll gerecht wird. Wie ein "geborener Franzose Haydn meistert, ist ein Erlebnis für sich", hieß es in einer frühen Kritik über diese Aufnahme. Technisch sind die frühen Stereo-Produktionen nicht zu beanstanden, und die glänzend aufgelegten Wiener Philharmoniker, die "ihren" Haydn naturgemäß bis in die Fingerspitzen kennen, tragen zum Gelingen der Aufnahmen bestens bei.


    Ich persönlich stelle sie nach wie vor, trotz ihres Alters, in die erste Reihe.

    Lieber nemorino,


    ich habe Deinen Beitrag zum Anlass genommen die herrliche Decca-CD mit Monteux zu hören. Diese befindet sich in meiner Monteux - 23CD-Box mit allen Decca Aufnahmen.

    Du wirst lachen, aber bei mir als "Haydn-Fän(chen)" kein Wunder, die CD habe ich heute erstmals im PLayer gehabt.

    Verblüfft hat mich die saubere Klangqualität der Aufnahmen von 1959 ... ich habe diese nämlich nach dem Genuss der Brahms-Sinfonien mit Steinberg (DG, 1961-1965) gehört, die ich jetzt auch habe.

    Die Klangqualität der Decca-Haydn _ CD war ungleich besser und hatte nicht diesen aufgekratzten höhenbetonten "Command Classic-Sound" der DG-Übernahme ... ich werde an angemessener Stelle darüber noch berichten.

    :) Zur höchst lebenigen Haydn-Interpretationen von Monteux gibt es meinerseits wenig zu sagen, ausser, dass ich mich voll Deinen Worten voll anschliessen kann.

    Eine spezifische Unbeliebtheit russischer Musik ist m. E. jedenfalls unzutreffend.

    Ganz eine Meinung. Ich kann irgendwo erkennen, dass russische Musik weniger beliebt ist, als Werke aus Frankreich oder nordische Komponisten.

    Ich finde man sollte Kunst und Politik total auseinander halten. :!:Die grossen russischen Meister konnten ja nicht wissen welche Verbrecher später mal ihr Land regieren. Nein, denn sie selber hatten ja bereits unter ihrem damaligen Agressoren zu leiden ...


    Vor der unvermeidlichen Berliner-Luft-Sache am Ende kann man ja abschalten.

    Das Waldbühnekonzert aus Berlin 2022 mit seinem russischen Programm habe ich auch auf FP mitgeschnitten und mit Freude gesehen/gehört.

    Die Berliner Luft gehört absolut dazu und macht nochmal richtig Stimmung --- =O vorher abschalten ... 8) niemals !


    Wer es romantisch liebt - hier noch ein Beispiel von Anatoli Ljadow: "Der verzauberte See".

    Ja, meine klassischen russischen Anfänge waren geprägt von einer Decca LP mit Ansermet, der die sinfonischen Kurzwerke von Ljadow und Glinka ganz exqusit aufgegenommen hat; aber nicht minder gut auch mit Swetlanow:


    812Ws3qVA1L._AC_UY300_.jpg

    Decca, 60er, ADD


    61MiCnTdc4L._SX300_.jpg 81cqTATnnrL._SX300_.jpg

    Melodiya, 60er, ADD



    :| Ich stelle gerade betrübt fest, dass das CD-Angebot stark reduziert wurde und gar nicht mehr gelistet ist. Bei jpc findet man mit Ansermet und Swetlanow von Glinka und Liadow nichts mehr ...

    Es ist Sommerzeit ... da ist bei mir wenig Klassik angesagt.


    8) Für mich wäre es undenkbar bei schönem Sommerwetter vor den Boxen zu sitzen und Klassik zu hören.

    Dazu hätte ich gar keine Zeit und Lust.

    Erst kürzlich habe ich mir und meiner Frau eine weiteres E-Bike mit Bosch-Motor Performance Line CX mit 75-85Nm gekauft. Damit sind wir natürlich sehr viel unterwegs.

    Am Abend sitzen wir bei einem guten Getränk auf der Dachterrasse und geniessen die lauen Sommerabende.

    Letzte Woche war ich auf einem See mit dem Kajak unterwegs - da habe ich gesehen, dass esneue Modelle gibt in der Drop-Stitch-Technologie (Ein Drop-Stitch Kajak ist also nichts anderes als ein aufblasbares Kajak. Sie sind jedoch im Gegensatz zu herkömmlichen Luftkajaks ähnlich formstabil wie ein Hartschalenkajak.) ... must have.

    Letztes Wo-Ende bestellt und schon 3 Tage später zu Hause ... natürlich gleich ausprobiert ... geht ab wie Harry !!!


    Klassik ................ ne im Moment sehr wenig.


    Wie is das bei Euch ???




    Meine Mutter (95) wohnt 200m entfernt alleine im Hause. Sie hört gerne Klassik und ist seit einiger Zeit begeistert meine aufgenommenen Konzerte (auf DVD) auzusehen und hören. Mit ihrem Hörgerät ist das nicht so einfach.

    Ich habe ihren DVD-Player in weiser voraussicht bereits vor Jahren so angeschlossen, dass sie das Bild im TV und den Ton über ihre Anlage (Technics-Vr mit Canton-Standboxen) hören kann.

    :) Nun "sehen und hören" wir regelmässig Auszüge von meinen zahlreichen Klassik-DVDs und meine bereit bis vor 20Jahren zurückliegenden Mitschnitte von TV-Konzerten; darunter sehr viele Konzerte von der Waldbühne Berlin ... Aufnahmen die ich selber bislang noch nie komplett gesehen hatte ... :jubel: sie und ich haben grossen Spass daran.

    ;):D Derzeit aber nur bei trübem Wetter ... wie heute. Deshalb habe ich auch Zeit für diesen Beitrag.



    Auch das Waldbühne Konzert von gestern (25.06.2022) mit Petrenko mit russischem Konzert-Programm habe ich mitgeschnitten ... nach vorheriger Erinnerung per Telefon durch Muttern.

    Nach so vielen Brahms-Vergleichsinterpretationen und eingeschworenen Favoriten (von Solti, Klemperer über Karajan bis Levine) frage ich mich, ob ich diese GA mit Steinberg wirklich noch brauche ?????


    Ich bin grosser Steinberg-Fan ... was der anpackt, hat Qualität und Biss ...

    Vor ca 2Jahren hate ich mir auch direkt nach dem Erscheinen die Beethoven-Sinfonien mit Steinberg / Pittsburgh SO (DG) zugelegt ... gute bis sehr gute Interpretationen der Mitte, leider vom Klang nicht so durchsichtig und so richtig durchschlagende Pauken fehlten mir auch (z.Bsp. so berauschend wie bei Norrington).


    In der Kritik über diese GA hatte ich dann noch irgendwo gelesen "Pauken fehlen" ... also quasi ein Totschlagargument für mich.

    :?: Meine Frage an Dich lieber Christian und alle die den Steinberg-Brahms haben:

    Was ist dran an der Kritik ? Wie würdet Ihr das beurteilen ? Hätte ich meine helle Freude an dem Steinberg-Brahms ?

    Lieber nemorino,


    gerne glaube ich Dir, dass die Jando/Ligeti-Naxos Aufnahme ausgezeichnete Eigenschaften, sowohl vom Klang wie auch von der Int hat.

    Aber wenn man einmal Blut geleckt, hat für die Ashkenazy / Solti-Aufnahmen (Decca, 1980-84) und für die KK NR. 1und 2 Pollini / Abbado (DG), die auch Holger in Beitrag 2 nennt, dann kann kaum noch einen andere Aufnahme (bei mir) punkten.


    :!: In der Decca-Box mit Ashkenazy, die Holger in Beitrag 6 abbildet, ist auch die Sonate für 2Klaviere und Schlagzeug enthalten .... das Werk ist der absolute Hammer :hail:

    Wie ich bereits in Beitrag 1 erwähnte, konnte mich die Anda / Fricsay - Aufnahme persönlich nie erreichen, die ich noch in der Doppel-LP-Version (DG) habe.


    Bei mir war der Durchbruch zu den Bartok-KK das Konzert für 2 Klaviere, Schlagzeug und Orchester in der Aufnahme mit Artur Gold und Robert Fizdale / NewYorker PH / Bernstein (SONY, 1966). Das ist die Fassung der Sonate für 2Klaviere und Schlagzeug mit Orchester ... und ist nebenbei eines meiner :angel: liebsten KK des 20.Jhd.

    *** Die CBS-Aufnahme hatte ich in Beitrag 1 bereits abgebildet.

    *** In Beitrag 2 hatte ich die hörenswerte Alternative mit Freire/Argerich (Philips) vorgestellt.


    :?: Kennst Du das Konzert für 2 Klaviere, Schlagzeug und Orchester oder entsprechend auch die Sonate für 2Klaviere und Schlagzeug ?

    RE: Khatchaturin VC mit Leonid Kogan


    Lieber nemorino,


    offenbar ist das Interesse an diesem tollen VC von Khatchaturian derzeit nicht so gross !?!

    Ich sehe Deinen Beitrag heute und kann Deinen positiven Aussagen zu der auch klanglich ausgezeichneten LIVING STEREO - Aufnahme mit Kogan / Boston SO / Monteux nur zustimmen.

    Wir hatte uns irgendwann mal in einem anderen Thread ebenfalls über diese Aufnahme unterhalten.

    Ich empfinde diese nach der referenzwürdigen Aufnahme mit David Oistrach / Moskauer PH / Khatchaturian (Melodia-Eurodisc, 1965) als eine hörenswertesten ... nur mit dem Unterschied, dass die Oistarch-Referenz des Widmungsträgers (nicht nur früher auf LP) sonderen auch nach der CD-Übernahme von Eurodisc ziemlich stark rauscht.

    RCA Living Stereo und Mercury hatte da in den 60ern schon vorbildliches geleistet.



    :!: Bei mir ist die Aufnahme in der empfehlenswerten RCA-Monteux-8CD-Box mit neustem 24Bit-Remastering enthalten

    (in der auch als herausragend das Brahms - VC mit Szeryng und die Franck-Sinfonie d-Moll enthalten sind):


    71so3avBlGL._SY300_.jpg

    RCA, 1958 (Khatchaturian), ADD



    :hello: Schade, dass wir so lange weiter keinen Kontakt bei Tamino hatten ...

    Die von Johannes abgebildete GA mit den Aufnahmen von DG-10/1977 bis 02/1978 war eben DER Brahms bei DG, der klanglich OK ist und Karajan als guten Brahms - Dirigenten wiedergibt.

    Hätte sich eine weitere GA mit Karajan aus organisatorischen Gründen für die DG gelohnt ?

    Erst als Karajan später in den 80ern seine Digitalen Aufnahmen vorlegte erfolgte eine weiter Brahms -Sinfonien - GA auf 2 CD, ohne weitere Kurzwerke (Ouvertüren und Haydn - Var.).

    Deshalb gibt es den Brahms-Karajan aus den 60ern tatsächlich bei DG-RESONANCE und der Karajan-EDITION (Nr.4) nur als Einzel-CDs (;) die aber für um 1Euro zu haben wären).


    Ich habe vor Jahrzehnten mal eine Liste über die Tempi der 3 DG-Aufnahmen aller 4 Sinfonien erstellt, weil mich Karajans Sichten immer schon interessiert haben: Grosse und entscheidende Unterschiede ergeben sich bei den Tempi nicht. Auch die Wdh. im Kopfsatz lässt Karajan immer weg. :D Solche Mätzchen, das der 1.Satz der Zweiten mit Wdh. über 20Min dauert, gibt es bei Karajan nicht, :pfeif: was ich nebenbei begrüße (bei DG 1964 sind das 15:41) :thumbup:.



    :!:Ich möchte dich, lieber Amdir aber auf zwei weitere Brahms - Einzel-CDs mit den Sinfonien Nr. 1 und 3 aufmerksam machen, die ich auf CD über die DG-Aufnahmen mit den Berliner PH stellen würde.

    :angel: Es sind die beiden Hammer-Aufnahmen mit den Wiener PH (Decca, 1960) der Sinfonien Nr. 1 und 3, die irgendwie noch spannender und dramatischer rüber kommen und von mir genau so hoch geschätzt werden wie die überbordende weitere Brahms/Karajan-Sinfonien-GA auf DVD (DG, LIVE 1973).


    51BgzKE8C9L._SY300_.jpg

    Decca, 1960, ADD


    Die Abb zeigt eine Japan-CD-Pressung, die aber derzeit nicht verfügbar ist.

    Ich habe diese Karajan-Aufnahmen der Sinfonie NR.1 aus der Decca-Emotionen-Serie und Sinfonie NR.3 aus der Serie Decca-Ovation (gibt es auch als LONDON-Jubilee). (((Die dort gekoppelte Dvorak 8 gehört ebenfalls zu meinen liebsten Aufnahmen des Werkes.)))


    --- die Abb der Ersten mit Tragischer Ouv (Decca) habe ich gerade nicht gefunden; bei der Flut an Brahms - Karajan auch schwierig ---

    :no: Wenn ich solche Scheiben sehe, muss ich mich wiederholt aufregen !!!

    :?: Warum gibt es solche hochinteressanten Neuerscheinungen von John Adams nicht auf CD / SACD ??? Für solche "Kratzware" würde ich keinen Cent ausgeben ... nicht mal geschenkt ...

    Und auch wenn es rappelvoll war und ich als eine der wenigen Personen in dem Gedränge konsequent FFP2-Maske trug, hat es sich sehr gelohnt.

    Sehr gut lieber Amdir,


    daran sollten sich alle ein Beispiel nehmen.

    Ich besuche auch seit Jahren den grossen Flohmarkt in der Rheinaue Bonn, der nächste am 18.Juni wieder. Mein einziges Ziel sind in der Regel auch nur CDs / DVDs ...

    8) Leider finde ich seit ca.2 Jahren keine CDs mehr, die mich wirklich interesssieren ... das Angebot ist deutlich kleiner geworden ... ist ja auch schwierig, denn "man hat alles" ^^

    Die Swetlnow-Aufnahme von Petruschka ist nicht unveröffentlicht. Es ist die Aufnahme vom 20.März 1999 aus dem Salle Pleyel in Paris ... diese Petrusckka-Aufnahme ist mit wohl einer der genialsten Aufnahmen von Strawinskys Le Sacre von 1966 :hail: auf der "must have"-CD von WARNER (Abb unten) gekoppelt.

    Das Poeme für Violine (2002) auf der neuen Warner - CD ist natürlich nicht bekannt.


    Als grosser Swetlanow - Fan muss ich aber (quasi mit entsetzen) feststellen, dass mir Swetlanows späte Interpretation vom Petruschka - Ballett einfach nicht liegt, weil diese zu langsam geraten ist. Spieldauer ganze 39:10 ... da fehlt der Schwung und das tänzerische Element, dass ich in allen anderen geschätzten Aufnahmen u.a. mit Chailly (Decca), Solti (Decca), Bernstein (Sony), Boulez (SONY), C.Davis (Philips), Ormandy (SONY) ungleich besser und angemessener umgesetzt empfinde. Eine grosse Ausnahme, dass mir Swetlanow mal nicht zusagt ...

    dagegen ist der Sacre von 1966 total aus anderem Holz geschnitzt !


    51JboLpuHRL._SY300_.jpg

    Warner, Le Sacre 1966 / Petruschka 1999

    Schmidt - Sinfonien mit den Järvis

    Von Schmidts Sinfonien gefallen mir immer noch die 1. und 2. am besten, auch wenn Schmidt hier noch nicht seinen Personalstil wie in der 4. gefunden hat. Neeme Järvi besticht in beiden Sinfonien mit dem besten Blech aller Aufnahmen, wovon die Choräle am Ende sehr profitieren. In Paavo Järvis Aufnahme der 1. Sinfonie steht das Blech leider nicht so sehr im Vordergrund sondern ist mehr in den Orchesterklang eingebettet und spielt oft recht weich. Das tut mMn der Sinfonie nicht gut, auch wenn er hier mit toller Durchhörbarkeit punkten kann. In der 2. Sinfonie ist ihm das schon viel besser gelungen.

    Sinaiskys Aufnahmen sind mMn klanglich in der Mitte der beiden Järvis anzusiedeln, die etwas weniger langgezogenen Ritardandi am Ende der 1. und 2. Sinfonie sorgen bei Sinaisky dafür, dass ich dessen Aufnahmen der ersten beiden Sinfonien auf eine Stufe mit Neeme Järvi setzen würde.


    Liebe Grüße

    Danke lieber Amdir für Deine Eindrücke.


    Ich hatte auch schon vor mir die Paavo Järvi - GA der Schmidt - Sinfonien zu besorgen, die ja auch ihre Meriten haben sollen ...

    :) Doch wie ich das so sehe werden mir die Neeme Järvi _ GA (Chandos, 1991-96) voll ausreichen, mit der ich seit Jahren auch vollends zufrieden bin; diese als Ergänzung zu der mit Nationalbewustsein und Spielfreude gekennzeichneten Schmidt-Sinfonien-GA mit dem Bratislava SO / Ludovic Rajter (GZ, 1994).