Beiträge von teleton

    musikwanderer  teleton Hier seine zweite Symphony. Es spielt das New York Symphony Orchestra unter Lenny Bernstein, dem das Stück gewidmet ist. Wenn man dem Text Glauben schenken darf, gibt es eine neuere Einspielung mit Ozawa.


    Danke Avestes für den Hinweis zur Sinfonie Nr 2.

    Das hört sich ja hochinteressant an ... Leider in der Bernsteinaufnahme in recht historischer Klngquali.

    Was ich seinerzeit recherchiert hatte, war lange nicht so zugänglich. Die Ozawaaufnahme in sicher aktuellerer Qualität der Sinfonie Mr.2 würde mich interessieren.

    RE: William Russo

    Lieber musikwanderer,


    Russo hat leider weiter nichts in der Richtung "Blues and Orchestra" geschrieben. Ich finde die Pieses auch alle Klasse. Die Anregung zu diesen beiden Blueswerken kam von Ozawa persönlich mit der Zusammenarbeit beim Komponiren.

    Seine weiteren Werke, für die ich mich dann auch interessieren wollte, ergab sich dann leider ein sehr übermoderner Stil, um es noch gemässigt auszudrücken und nicht gleich von ungenießbar zu reden.

    William Russo: Drei Stücke für Blues Band und Orchester; Leonard Bernstein: Symphonic Dances aus "West Side Story"

    Diese beiden CDs bestreiten das San Francisco Symphony Orchestra, während in der folgenden CD die Bostoner zu hören sind



    Ich halte fest, dass ich neugierig auf den "Russo" war, denn Werke von ihm habe ich noch nie gehört. Und ich muss sagen, ich war - entgegen meiner Erwartung - nicht enttäuscht. Das etwa 25minütige Werk ist gefällig für meine Ohren und es wird von den Profis erwartungsgemäß bestens präsentiert.

    Lieber Musikwanderer,


    von dieser Russo-CD mit Ozawa und den Drei Stücke für Blues Band und Orchester hatte ich schon vor mehr als 10 Jahren berichtet. Eine Musik auf der ich voll abfahre. Leider haben nicht viele Taminos auf diesen Russo-Thread angebissen.

    :) Es freut mich daher um so mehr, dass es auch Dir gut gefällt.


    Ja, auch die Bernstein-Sinfonischen Tänze aus WSS sind mit Ozawa erste Klasse und stehen Bernsteins eigenen Aufnahmen in nichts nach.



    Die Ozawa-GA von Prokofieffs Romo und Julia (DG) hatte ich mal.

    Die war für sich alleine gesehen sicher auch recht ordentlich. Aber da ich Solti, Maazel und Ashkenazy (alle Decca) habe und vorziehe, habe ich mich von Ozawas nicht immer ganz so überzeugender und weniger energiegeladener Int der GA wieder getrennt.

    Sinfonie Nr. 1 C-dur, Op. 21


    Lieber nemorino,


    Du hast Recht, dass es neben den Favoriten unglaublich viele gute Aufnahmen der Sinfonie Nr.1 gibt.

    2 deiner Favoriten habe ich auch: Bernstein (SONY) und Monteux in meiner Monteux-Box (Decca).


    :) Besonders freut mich, dass Du Bernstein / New Yorker PH (SONY, 1964) nennst, die auch aus gleichen Gründen zu meinen Favoriten gehört.

    Diese Aufnahme stammt ja bekanntlich aus meiner persönlichen Beethoven-Sinfonien-GA für die Insel. Ich habe die SONY - GA in den Versionen im 20Bit- und 24Bit-Remastering, aber auch den von Dir abgebildeten Edelstein aus der SONY-Royals-Serie. Klnaglich gibt es bei allen CD-Versionen nur unbedeutende marginale Unterschiede.

    Da Du die Aufnahme bereits abgebildet hast, verzichte ich auf das CD-Bild.

    :?: Kennst Du übrigens auch Bernsteins Aufnahme der Ersten mit den Wiener PH (DG), die ähnliche Vorzüge aufweist und als GA klanglich zu den bestklingensten Beethoven-Sinfonien _ GA gehört ? Da wir nur 3 auswählen dürfen, habe ich sie wenigstens erwähnt.

    Ich habe diese GA mit den Wiener PH auch als DVD. Ein ganz anderes Hörvergnügen, Bernsteins Emotionen auch optisch verfolgen zu können, als nur von der CD !



    Meine zweiter Favorit Saraste / WDR Sinfonieorchester Köln (Hänssler Profil) hat ganz andere Vorzüge, die aus seiner grazilen Präzision und den herrlich prägnanten Paukenstellen resultieren. Nie habe ich bei der Ersten die Pauken so fabelhaft gehört ! Ganz nach meinem Geschmack. Fabelhafter aktueller Sound erzeugen den Hörspass, den ich mir wünsche. Das ist neben den ausgezeichneten GA mit Ansermet (Decca) und Steinberg (DG) mein aktuellster Beethoven-Neuzugang.

    Wahnsinn, dass man so eine GA heuer 2020 für 10,-€ bestellen konnte. (Die Fünfte hat ähnliche Meriten !)


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    Hänssler Profil, 2010-2018, DDD



    Lange habe ich für die Nummer 3 überlegt, ob ich Leibowitz / RPO (Chesky, 1962) oder die Klangstarke DVD-Aufnahme mit Paavo Järvi / Deutsche Kammerphilharmonie Bremen (DVD, Aufnahme 2010 Beethovenhalle BN Live) wählen soll. Da ich auf diesen ausgereiften Sound voll abfahre und man das Konzert mit Bild Live erleben kann und Paavo Järvi auch die Pauken orchestral nicht so integriert, wie Leibowitz in den 60ern, komme ich nicht umhin P.Järvi auf den Platz drei zu setzen.


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    SONY-DVD, 2010, DTS 5.1

    Hallo Maurice,


    Du meinst mit dem Alter, denke ich, die Aufnahmequali und nicht das Alter von William Steinberg beim den 4.Satz (;) keinen fünften Satz) der Neunten.

    Ja, die Aufnahmequalität ist bei den Aufnahmen der 9 Sinfonien nicht gleichwertig hoch.

    Aber insgesamt eine ausgezeichnte GA der Beethoven-Sinfonien, die ich auch sehr schätze.


    Auf jeden Fall ungleich besser und spannender als die zu "liebliche" GA mit Bruno Walter (SONY), die mich nicht überzeugen konnte.

    Peretis Vasks: Sinfonie Nr.2 (1998/99) + Violinkonzert (Distance Light" (1996/97)


    Vasks scheint "mein" Komponist des 20/21.Jhd. zu werden .... denn seine Werke scheinen trotz der gebotenen Modernität mit immer wiederkehrendem tonalen Rahmen und sind mit einer unglaublich starken Gefühlswelt gesegnet, die mich als Hörer gefangen nimmt. Das Ganze ohne den Hörer mit ungeniessbaren avantgartistischen, in meinen Augen sinnlosen Klängen zu nerven. ;) Der lettische Komponist Vasks hat, wie bereits viele aktuelle Komponisten, erkannt, was der Hörer bereit ist aufnehmen zu können und möchte; somit dann auch Spass an der Musik verspürt --- 8) dann kann sich auch Erfolg einstellen.


    Die Sinfonie Nr.2 hat dramatische Momente mit heftigen Ausbrüchen neben klangvollen Momenten. Sie ist in einem Satz in der Länge von knapp unter 40Minuten. Packende Paukenstellen inclusive !


    Das sehr gefühlvolle und wunderbare Violinkonzert von ist offenbar eines der sehr beliebten Werke, da es das Werk bereits in zahlreichen Schallplatteneinspielungen gibt: Hier mit dem Dirigenten John Storgards an der Violine; aber auch mit Gidon Kremer, Vadim Glutzman u.a.

    Das einsätzige Werk für Violine und Streichorchester dauert etwas über 33 Minuten und zählt zu den "besinnlichsten und himmlischsten Concertos die je geschrieben wurden".


    :angel: Volle Empfehlung für meinen Vasks-Neuzugang, dank der Empfehlung für Peteris Vasks von Lutz:


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    ONDINE, 2002, DDD

    Violinkonzert "Distant Light" von Peteris Vasks das meistgespielte Violinkonzert der letzten Dekade des 20. Jahrhunderts sein. Die neueste Einspielung stammt von Vadim Gluzman mit dem Finnischen RSO unter Hannu Lintu. Eine sehr schöne Aufnahme. Und BIS ist jetzt dazu übergegangen die CDs in Foldout-Covers und papierenen Innenhüllen zu verpacken, wie in guten alten LP-Zeiten. Das kommt mir sehr entgegen.

    Dieses Vasks-VC werde ich mir auch bestellen, aber nicht in dieser Aufnahme, sondern in der Kopplung mit der Sinfonie Nr.2 unter Kangas (mit Storgards als Solist) auf ONDINE. Soll in der Tat tolle Musik sein, die auch ;)"für den Hörer" geschrieben ist. :hello:Sehr vernünftig Peter !


    Was Du, lieber Lutz, allerdings zu der CD-Verpackung schreibst kommt mir so ganz und gar nicht entgegen. Solche CDs muss ich dann immer umverpacken in die "normalen" CD-Cases. Auch diese komischen Hüllen, wo die CD auf aufgeklebten Plastikhalterungen aufgebracht ist, macht immer viel Arbeit mit dem passenden Umschneiden für CD-Cases.

    So ein "Pappkram" kommt mir jedenfalls nicht in meine Sammlung !

    Von der Warte des Platzverbrauches hast Du natürlich Recht. Aber so viele CDs (mit solchen Hüllen) kaufe ich nicht, als dass das bei mir Probleme macht.

    Die Klavierkonzerte von

    Amirov: Klavierkonzert über Arabische Themen (1957)

    und

    Vasif Adigezalov: Klavierkonzert (1994)


    sind der Hammer an rhythmischer Prägnanz mit einem Schuss Folkore - kurz gesagt - :thumbsup: Hörspass pur ! :thumbup:

    Es muss auch im späten 20.Jhd nicht alles avantgardistisch klingen um modern und "gut" zu sein ...


    Auch die drei weiteren Klavierkonzerte auf der CD decken einen weiten spätroantischen bis neoklassischen Zeitraum ab, obwohl die KK alle Fünf von 1957 - 2003 komponiert sind.



    NAXOS, 2010, DDD


    Wenn man so begeisterungswürdige Orchesterwerke von Amirov kennt, dass ist es begrüssenswert, wenn auf dem CD-Markt weiteres Repertoire, das bei Amirov sehr rar ist, erscheint.

    So war ich gespannt auf eine weitere NAXOS-CD mit dem Dirigenten Dmitri Yablonsky, der bereits die Sinfonischen Mugams mit dem Russian PO aufgenommen hat. Trotz aller Kritik, die diese Aufnahme erfahren hat, finde ich heute im nachhinein Yablonsky's zügigere Interpretationen dieser Werke gar nicht so schlecht. Das Zügige kommt mir sogar entgegen !

    Die neue CD: NAXOS, Aufnahme 2010, DDD
    *** Jetzt gibt es brandneu das Klavierkonzert (1957) auf der NAXOS-CD mit Aserbaidschanischen KK. Hier hat Yablonsky das glänzende Royal PO London zur Verfügung. Ergebnis ist eine orchestral wie pianistisch glanzvolle Aufnahme, die es mit jeder Hochpreis-CD locker aufnehmen kann.

    Amirov hat sich in dem 3sätzigen KK bei einer Reise durch Arabien thematisch anregen lassen und verwendet Themenmaterial neben Eigenem in diesem arabischen Choloit. Ergebnis ist ein fetzig-virtuoses KK mit tollen Orchesterfarben - Hörspassgarantie !
    Auch die weiteren KK von Adigezalov, Guiyev und dem Pianisten dieser Aufnahme Badalbeyli (für das Schreiben dieser nie gehörten Namen braucht man länger als für den ganzen Beitrag ) sind hörenswert, wenn sie auch nicht die "Amirov-Klasse" haben.

    RE: BLomstedt


    Das Programm ist ganz nach meinem Gechmack.

    Das ist schon toll, wie er an seinem 93ten Geburtstag noch so fit ist und eine hochangemesse Interpretation der Honegger 3 zelebriert. Das zwar ist nicht so hochexpressiv wie unter Ansermet, der ganz neue Klänge und Effekte aus der Partitur herauskitzelt (besonders bei seiner Aufnahme auf ORFEO), aber ebenfalls Klasse. Der Höhepunkt im letzten Satz mit dem wunderbaren versöhnlichen Schluss gelingt ihm grossartig _ muss man gehört haben !

    Die Bamberger sind spitze .. mit dem Joseph-Keibert-Saal haben sie einen sehr schönen Konzertsaal.


    Den 1.Teil des Konzertes mit der Honegger-Liturgique habe ich mir heute mit Begeisterung angesehn/angehört.

    Die Brahms 4 mit Herbert folgt später ...

    Mendelssohn widerspiegelt in diesen Sinfonien sehr treffend die herbe schottische Landschaft und die überschwängliche Lebensfreude der Italiener.

    :) Und Georg Solti weiss dies mitseinem CSO sehr angemessen in seiner sehr schönen Aufnahme umzusetzen. :) Klanglich in brillanter Decca-Qualität. Sowas macht Spass !

    Dvorak: Sinfonie Nr.7 mit Levine


    Diese recht unbekannte CD gehört auch zu meinen liebsten Aufnahmen der Dvorkak-Sinfonie Nr.7.

    James Levine mit den Chicago SO.


    Diese übertrifft sogar die Spitzenaufnahme mit Dohnanyi (Decca), was Spannung und Einfühlungsvermögen angeht. Klanglich zudem allererste Sahne !

    Auch die Neunte "Aus der neuen Welt" gehört zu den Besten je gehörten.


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    RCA, 1981, 1984, DDD


    Eine Schande, dass der Morris derzeit vergriffen ist. Immerhin gibt es also fünf Aufnahmen dieser Fassung.

    Ich hatte auch danach gesucht ... alles vergriffen oder - nicht verfügbar -


    Selbst wenn man die Mahler 5 mit ihm sucht, wird eine CD-Quelle für 0,38€ angezeigt. Tatsächlich ist das ein Fehler, denn es handelt sich um die Aufnahme mit Bruno Walter/New Yorker PH.


    Nun ja, so Mahler-Verrückt bin ich auch nicht. Ich habe Solti und Bernstein ... mehr brauche ich nicht ...

    James Levine steht offenbar vor einem nicht mehr für möglich gehaltenen Comeback.

    ...

    Ich würde es ihm gönnen.

    :thumbup: Ich auch, denn James Levine ist ein unglaublich guter Dirigent.


    Ganz früher dachte ich, der wäre nur für Opernmusik gut, weil er an der MET dirigierte. Daher hatte ich ihn damals eher weniger auf dem Schirm.

    Aber seitdem ich die Klassiker und die kompletten sinfonischen DG-Aufnahmen mit ihm habe, bin ich voll überzeugt ... besonders die Romantiker - insbesondere seine Brahms-Sinfonien.

    Lieber Uranus,


    alle AKG und Beyerdynamic ist übertrieben, aber über die Jahrzehnte hat sich schon eine klare Richtung festgesetzt.


    Ja, ich würde den Beyerdynamic DT990 Edition nehmen, das ist seit fast 10Jahren meine Lieblings-KH. Der ist zudem ausgezeichnet verarbeitet.

    Sowas analytisch Präzises mit zugleich solidem und konturiertem Bassfundament hat sonst kein KH in der Preisklasse:


    RE: DT880 / DT990 / AKG K-701 / AKG K-702


    Lieber Josef,


    nach deinem Bericht habe ich gleich mal nachgesehen, wo mein AKG K-702 hergestellt wurde, den ich seit ca 3Jahren habe. Ich hatte mich für den AKG K-702 entschjieden, weil der ein fetzigeres Bassvolumen hat als der vorher getestete K-701. Jedenfalls ist das der ehrlichste KH, den ich jemals hatte, der auch jede Schwächn einer Aufnahme aufzeigt ... aber meiner (bei Thoman bestellt), ist auch Made in China (deshalb hatte der auch den megagünstigen Preis).

    :);) Aber sag nicht China-Schrott, denn auch dieser AKG hat beste Verarbeitung und einen Megaklang. Nach dem Kauf des K-702 hatte ich dann Alfred meinen alten AKG K-500 überlassen.


    Zitat von Josef

    Der Beyerdynamic DT 990 Edition (250 Ohm) klingt verlockend, da er ja besonders bassstark sein und die Pauken exzellent abbilden soll.

    Du sprichst den Beyerdynamic DT990 an, von dem ich bereits hier 2014 (Beitrag 320) berichtete.

    :angel: Das ist mein wichtigster KH, den ich auch meistens im WZ-Hörplatz benutze ... und ja, er gibt auch Pauken richtig knackig wieder.

    Da ich von diesem geprägt bin, war mir der K-701 und der K-500 ewig einfach zu schlank.

    :!:Im Prinzip würde der DT990 alleine mir reichen. Aber das ist genau wie bei den Interpretationsvergleichen von Meisterwerken ... man will einfach wissen, wie die klingen ... und bei den heutigen Preisen kann man das auch locker.

    Der DT990 wäre der richtige KH für dich. Die Abbildung des Orchsters ist so natürlich wie beim K-702, nur mit noch knackiger, wenn es zur Sache geht !


    Viele sagen, dass sich die beiden AKG 701/2 und dem DT880 sehr ähnlich sind.

    Nachdem mein uralter Beyerdynamic DT880 jetzt in die Jahre gekommen war (stammte aus meiner Studentenzeit in Köln aus den frühen 80ern; Preis war 175,-DM) und als Vollplastikmodell von damals mit dem neuen DT880 nichts mehr gemein hat, hatte ich mir vor 2Jahren den neuen superpreiswert gewordenen neuen Beyerdynamic DT880 für den Hobbyraum gekauft. Es war auch Neugierde dabei, wie der ich klanglich gemausert hat !!!

    :!:Er hat insgesamt deutlich weniger Bassvolumen, auch wie mein DT 990 Premium/Edition. Er ist, wie Michael schreibt, dem AKG K-701 sehr ähnlich, aber nicht dem AKG K-702, der deutlich zupackender wirkt. Der Klang ist sehr linear; feinauflösender KH, aber irgendwas fehlt mir, wenn ich damit höre ...

    Der Neue ist bestens verarbeitet (optisch und vom Alugehäuse sieht er fast genau wie mein DT990 aus) - der Klang hat aber gegenüber dem Urzeitmodell nur in Punkto "Dynamicspitzen ohne Verzerrungen" hinzugewonnen, ist aber nicht besser als der Alte mit seinem typischen Schmelz.

    Ich hatte den alten DT880 in der 600Ohm-Version und kaufte später schon wegen des Wirkungsgrades nur noch die 250 Ohm-Versionen.


    Den alten Beyerdynamic DT800 (aus den 80ern in Vollplastik), hatte ich über die Jahrzehnte mehrfach repariert (mit LIRE-Münzen an den Bügeln zum fixieren der KH-Muscheln, die abgebrochen waren); sowie einen neuen 6,3 Klinkenstecker angelötet. Diesen hatte ich 2019 über EBAY nach Portugal verkauft, wo ein Liebhaber ihn unbedingt haben wollte - und er ist weiterhin zufrieden mit dem Ding.

    Ja, das finde ich auch.

    Diese CD hatte ich als Ergänzung zu meiner KK-GA mit Gould (SONY) gekauft; um alle KK mit Bernstein / New Yorker PH zu haben.

    Denn das KK Nr.5 in der GA mit Gould/Stokowski ist mir durch Stokowskis Manier "Machen wir es mal eben langsam !" äusserst unsymphatisch.


    :angel: Fantastische Bernstein/Serkin-Aufnahmen der KK Nr. 3 und 5 !

    Okay, lieber Wolfgang,


    bereitwillig ließ ich mich überzeugen ( ;) ) und habe soeben die Gesamtaufnahme bestellt.

    Lieber Norbert,

    das freut mich ... :) und ich bin megagespannt auf Deine Eindrücke zu Sarastes Beethoven.

    Meine herausragenden Favoriten sind die Sinfonien Nr.1, 5 und 9.

    Es gibt für mich keine "ideale" Einspielung der 9. Sinfonie, aber etliche sehr, sehr gute.

    :thumbup: Genau so ist es !

    RE: Ashkenazy/Solti

    Ich habe sie ja auch in meinem 2020-Thread extra erwähnt. Nur finde ich den Klang zwar gut, aber durchaus nicht "Luxusgewand".

    Lieber Holger,


    sicher ist diese äussert ausgewogene natürliche Analogaufnahme von 1972 nicht ganz der Standard von heute. Aber sehr nah dran und besser als so manche DDD-Aufnahme. Gegenüber den zahlreichen geschätzten Aufnahmen wie Gilels/Szell (EMI), Giles/Masur (Brillant) ist das was Decca im Vergleich mit Ashkenazy/Solti bietet tatsächlich ein "Luxusgewand". Das Klavier tönt sehr natürlich und hat den Schmelz der "perlt"; das ist das, was ich zum Beispiel bei Weissenberg/Karajan flachem Pianosound deutlich vermisse.


    :saint: Mir gefällt die Balance zwischen Klavier und Orchester sogar richtig gut. Das war mir noch nie falsch oder als negativ aufgefallen. Ich halte es sogar für richtig so, denn das volle Orchester hat ohnehin mehr Volumen, als ein einzelnes Klavier.

    Gerade über Kopfhörer finde ich die Aufnahme in allen Beziehungen und auch vom Klang - Spitzenklasse mit Hörspass pur !

    Klavierkonzert Nr.1 mit Gould und Ashkenazy



    Christoph Eschenbach (Klavier) und die Berliner Philharmoniker, Dir.: Herbert von Karajan (Aufnahme: 12/1966, Berlin)

    Svjatoslav Richter (Klavier) und das Boston Symphony Orchestra, Dir.: Charles Münch (Aufnahme: 11/1960, Boston)

    Arturo Benedetti Michelangeli (Klavier) und die Wiener Symphoniker, Dir.: Carlo Maria Giulini (Aufnahme: 9/1979, live, Wien)


    Lieber nemorino,


    bei deinen 3 hochkarätigen Aufnahmen wird mir jetzt klar, warum Du die Gould/Golschman (SONY) nicht so liegt, wie mir.

    Du hast einfach einen anderen Weg zum KK 1 beschritten, die Dich geprägt haben.

    Die Richter/Münch-Aufnahme des KK1 würde mich davon auch interessieren. Leider Hat Richter ja nur die KK 1 und 3 eingespielt !


    Mein Weg führte über Brendel/LSO/Haitink (Philips) über Fleisher/Szell (SONY) bis zu den Gilels-Aufnahmen mit Szell und Masur (EMI) bis zu den Ashkenazy/Solti-Aufnahmen (Decca).


    Das Klavierkonzert Nr.1 ist mir mit Gould/Golschman wegen der ausgezeichneten enregiegeladenen Orchestermitspieles (ich schreibe extra nicht "Begleitung") sehr ans Herz gewachsen. Auserdem gefällt mir auch die von der Norm abweichende Kadenz von Glenn Gould.


    SONY, 1958 (KK1), ADD



    Ebenfalls als 2.Aufnahme nominiere ich die Aufnahme mit Ashklenazy/Solti beim KK1. Die kraftvolle Einigkeit zwischen Beiden und die aufwühlende Ausdruckskraft hat mich schon immer überzeugt.

    :love: Wenn ich nur eine Klavierkonzerte-GA behalten dürfte - ich würde diese nehmen. Denn hier ist neben der packenden Int Beider auch der Klang im Decca-Luxusgewand ... für mich immer ein ebenfalls entscheidender Punkt !


    Diese GA habe ich mit grosser und positiver Überraschung für mich, erst im Jahre 2011 angeschafft und kennen gelernt.

    Decca, 1972, ADD



    Als 3. Aufnahme müsste ich wegen der pianistischen Leistung, die Gilels/Masur-Aufnahmen (Brillant, 1976) wählen. Da die Orchesterbegleitung mit dem Staatlichen SO der UDSSR aber nicht so gut aufgenommen ist (womit ich trotzdem leben kann !), wäre es verwegen nach deinen hochkarätigen Aufnahmen, diese als Favorit in die Liste aufzunehmen. Aber toll finde ich Gilels/Masur trotzdem und sie liegt mir als GA sogar mehr als die Gilels/Szell-Aufnahmen (EMI).

    RE: Jukka-Pekka Saraste

    Dass Saraste nach Deinen Angaben auf den Spuren Munchs wandelt, wundert mich ein wenig, denn als besonders temperamentvoll habe seine Aufnahmen nicht unbedingt in Erinnerung behalten. Ich weiß, dass er bisweilen recht zügige Tempi spielen lässt, z.B. erinnere ich mich an eine (leider nicht auf CD erhältliche) Aufführung von Brahms' "Ein Deutsches Requiem" oder an Bruckners 8.(die ist auf CD erhältlich), wo er durchaus schnell unterwegs war, aber "Temperament" ist nicht nur "Tempo".

    Lieber Norbert,


    deine Gedanken im Zitat deckten sich voll mit den Meinen ... bis ich in den letzten Jahren mehrfach im TV WDRIII Saraste in aktuellen WDR-Konzerten u.a mit Beethoven gehört habe. Ich hatte mir die Konzerte auch auf FP mit geschnitten.

    Willi hat auch sehr positiv von diesen LIVE-Konzerten mit Beethoven in Köln berichtet, die in den Jahren 2017-2018 parallel zu den Hänssler Studoaufnahmen der Sinfonien_GA statt fanden.


    =O Erst jetzt wurde mir klar welche Entwicklung dieser Dirigent von früher bis heute gemacht hat und wie sehr er sich positiv verändert hat.

    Wegen der positiven TV-Eindrücke kaufte ich mir dann seine aktuelle Beethoven-Sinfonien-GA, die mich in Spannung, zügiges Tempogefühl, Temprament und Stimmigkeit schwer überrascht und überzeugt hat.


    Ich habe auch seine ebenfalls aktuelle Brahms-Sinfonien-GA mit dem WDR SO (Hänssler) gekauft, die auch nihct übel ist und ihre Meriten hat, aber an meine Favoriten wie Levine und Solti (um jetzt von Vielen nur kurz die Beiden im Vergleich zu nennen) erreicht er in Punkto Temprament und Aussagekraft doch nicht.


    Der Beethoven - Zyklus und auch speziell die Neunte sind ihm hingegen verdammt gut gelungen.

    Die Neunte dauert mit Saraste 62:07 (ähnlich wie bei Leibowitz). Das kommt meinem Tempoempfinden mehr entgegen, als wenn ich von Dir lese das Böhm wahnsinnige 79Minuten brauchte ...

    Jukka-Pekka Saraste


    Lieber nemorino und WolfgangZ,


    da habt ihr ja wieder etwas ausgegraben - mit Charles Munch. (Warum schreiben einige auch Münch ?)

    Ich habe mir Ausschnitte auf YT angehört - und ja .... :thumbup: das ist der Hammer !


    Es gibt mit Munch fast alle Beethoven-Sinfonien in Einzelausgaben (auch Mono-Aufnahmen sind dabei), aber keine GA.


    Nun ja, da ich Beethoven 9 nun nicht so oft höre und die Neunte im Rahmen meiner GA auch mehr als 15x habe, soll mir YT mit Munch erst mal reichen !

    ;) Man muss es nicht übertreiben.

    -----------------------------------------------


    Aber ich habe eine recht aktuelle Aufnahme der Neunten gefunden, die an Leidenschaft und Esprit durchaus an Munch heranreicht:

    Jukka-Pekka Saraste mit dem WDR SO Köln (Hänssler). Da selbst die Spielzeiten fast identisch sind, könnte man fast vermuten, das Saraste Munch als Vorbildfunktion hatte ... ich höre eine ganze Menge parallelen. Auch die Pauken sind bei Saraste (wie in seiner gesamten GA) immer sehr präsent und nie verdeckt). :) Er lässt die Pauken auch so genüsslich knallen wie Münch. Gut, so ganz unbändig wie Munch im 2.Satz (megaklase) zeigt sich Saraste nicht ganz - dazu ist er nicht der Typ; aber er ist verdammt nah dran.


    Ich habe Sarastes GA erst seit ~2 Monaten.

    Die Neunte ist meistens die letzte Sinfonie, der ich mich bei einer neuen GA zuwende; so auch hier. Ich höre höchsten mal aus Neugier in den 2.Satz rein ... DA wir jetzt alle im Beethoven - Fieber sind und nach Walter und Steinberg folgte nun auch Saraste mit Beethovens Neunter komplett.

    :saint: Ich bin schwer angetan und megaüberrascht über Sarastes Weiterentwicklung in den Jahren. Nach seiner recht laschen und langweiligen Sibelius - Sinfonien - GA (in seinen Anfangszeiten auf Finlandia) hätte ich ihm so einen zackigen Beethoven gar nicht zugetraut. Eine meiner allerbesten Neunten (mit Leibowitz und Karajan).

    Kurzum: :angel: Nicht nur seine 9te hat Klasse, sondern sie gehört zu meinen besten Beethoven-Neuentdeckungen in meiner Sammlung.


    :!:Vorteil ist auch die aktuelle Klangtechnik vom Februar/März 2018, die das ausgezeichnet disponierte WDR SO Köln in allerbestem Licht dastehen lässt - ein Hörgenuss - fern jeder historischen Aufnahmepraxis --- einfach TOP mit Hörspass pur !!!


    Hänssler, 2017-2018, DDD


    Der Hammer war, dass einem dieses Beethoven-Genuss, für 10,-€ hinterher geschmissen wurde. Inzwischen ist einiges über diese lohnenswerte Beethoven-GA berichtet worden, so auch von mir, sodass der Preis nun auf das Doppelte angestiegen ist - nachvollziehbar, den sie ist es mehr als Wert.


    @ nemorino

    Du musst und solltest auch hier über den Schatten Deiner CD-Platzprobleme springen ..... :hello:

    RE: Weissenberg/Karajan

    Ich habe eben festgestellt, dass ich keine Einspielung der Beethovenschen Klavierkonzerte unter dem Dirigat von Herbert von Karajan habe. Ich überlege, ob ich mir die Aufnahme mit Alexis Weissenberg (den ich sehr schätze) zulege. Hat jemand die Aufnahmen?

    Aus welchem Jahr stammen sie und wie sind sie klanglich?

    Hallo Wolfgang K.


    ich hatte mal genau so gedacht und mir die 3 EMI-Einzel-CD´s mit Weissenberg/Karajan zugelegt. Von der Int fand ich seitens Karajan einiges zu gemütlich und zu brav; andererseits pianistisch auch wieder sehr gut. Den Klang würde ich mit K=7 - 8 bewerten.

    :!:Aber der eigentliche Grund, warum ich die Aufnahmen alsbald wieder abgegeben habe, war der flache Klang des Klavieres - als Eindruck von damals hatte ich geschrieben: "Das Klavier perlt einfach nicht !"

    (In den Beethoven-KK-Threads findest Du meine Eindrucke von damals.)


    Nachdem ich dann die Emil Gilels-KK-GA bekam; auch die mit Masur (Brillant)) und mit Szell (EMI), hatte ich den Weissenberg-Aufnahmen ohnehin nie wieder nachgetrauert ...

    William Steinberg


    Vor wenigen Tagen hatte Rollo in "heute gehört" berichtet, wie angetan er von William Steinbergs Aufnahme der Neunten war.

    Ein Ansporn für mich:

    Denn als letzte der Neun Sinfonien aus dem Steinberg - Zyklus habe ich mir die Neunte nun auch ganz angehört.


    Mein Begeisterung geht nicht ganz so weit, wie bei Rollo.

    Für sich gesehen eine auch von der Tempogestaltung stimmige und gute Aufnahme.

    8) Offenbar bin ich zu sehr von anderen Aufnahmen geprägt: Angefangen mit Klemperer (EMI) bei dem alles viel unmittelbarer in Stein gemeisselt klingt; auch die Pauken im 2.Satz hauen um und sind nicht so hallige Donnerbüchsen. Weiterhin Karajan (DG), der die Sinfonie dramatischer aufbaut (so und nicht anders hat das zu klingen - suggeriert mir Karajan in seinen 3 DG-Aufnahmen ! ). Die von DG, 1977 empfinde ich als die klanglich Natürlichste !


    DG, Command Classics 1963-1965, ADD


    Habe dann mal zum Vergleich auch in Bernstein / New Yorker (SONY) reingehört, bei dem die Emotionen fast überkochen ! Klanglich und von der Interpretation ebenfalls eine Wucht Bernstein / Wiener PH (DG - auf DVD mehr ein Erlebnis als auf CD !)


    *** Als Fazit für den Steinberg-Zyklus empfinde ich die Neunte als nicht so stark wie die meisten anderen Sinfonien aus der GA ...

    RE: jpc


    Mit jpc bin ich seit Jahren immer zufrieden gewesen und habe nie Probleme gehabt. Ich bestelle von Anfang an mit meiner KD-Nummer immer auf Rechnung !

    Es kam in Jahrzehnten vielleicht ein mal vor, dass ich eine CD zurückschicken musste.

    Die Verpackung mit den Pappumschlägen ist in der Tat nicht so stabil, dafür mit Styropur gedämmt ... da sind die guten Weichumschäge von Medimops (die man dann für den privaten CD-Versand/Verkauf weiter nutzen kann) natürlich angemessener ... ich habe auch schon mal ein paar CD-Cases von jpc bekommen, weil die CD-Hüllen äusserlich beschädigt waren.


    Deine beiden Geschichten sind nachvollziehbar.

    Aber jetzt zu Coronazeiten ist alles schwierig und da sind die froh, wenn die Einnahmen verbuchen können, die ihre Unkosten decken.

    RE: Beethoven _ VC


    Lieber Norbert,


    meine Lieblingsaufnahme war auch für Jahrzehnte die mit Francescatti / Walter (CBS, 1960).


    :) Bis ich Deine Nummer 3 = Tetzlaff/ Zinman (ARTE) hörte, die das Konzert absolut geradlinig in Klang setzt (ich wollte vermeiden zu schreiben: "jeden Schmalz austreibt"; ;) meine es aber ! :untertauch:).

    :!: Es sei noch zur Auswahl der Kadenz zu erwähnen, dass Tetzlaff/Zinman sich für die auskomponierte Beethoven-Kadenz aus der Fassung für Klavier und Orchester op.61a entschieden, was mir ebenfalls ganz ausgezeichnet gefällt !


    Die Hillary Hahn - Aufnahme (SONY) habe ich auch in meiner Hahn-VC-Box, finde diese Int aber bereits zu klassisch schön ... genau so wie die ansonsten orchestral tolle Aufnahme mit Bernstein / New Yorker PH mit Stern in der GA-Box ...

    soweit ich überlege, habe ich alle anderen Beethoven-VC-Aufnahmen inzwischen als für mich nicht mehr akzeptabel abgesetzt.

    Britten: Sinfonia da Requiem

    Mein absolutes britisches Lieblingswerk ist seit langem die Sinfonia da Requiem; zugleich eines meiner Lieblingswerke des 20.Jhd. Das ist er Hammer an kompositorischer Finesse und mit einer Hochspannung, die ihres gleichen sucht.

    Ich habe von dem Werk alle verfügbaren Vergleichsaufnahmen, die Rang und Namen haben. Obwohl ich seit vielen Jahren im

    Thread Britten, Benjamin - Orchesterwerke über meine zahlreichen Aufnahmen immer wieder berichte, bleibt die Resonanz auf dieses Meisterwerk bis auf wenige, die wie ich richtig darauf abheben, recht gering.


    Die Sinfonia hat die 3 Sätze:

    1. Lacrymosa

    2. Dies Irae

    3. Requiem Aternam


    :!:Eine der besten Aufnahmen ist die unter der Stabführung des Komponisten mit dem LSO. Als Britten - Liebhaber, sollte man die Britten-7CDBox mit Aufnahmen unter der Leitung von Benjamin Britten ohnehin haben. Darin sind die wichtigsten Britten-Orchesterwerke enthalten:


    Die Einzel-CD ist in der Box enthalten und ist mit der fabelhaften Cello-Symphony, mit Rostropowitsch am Cello, gekoppelt.

    :love: Trotzdem habe ich auch diesen CD-Edelstein auch noch separat (schon wegen des Coverbildes mit den drei Künstlern):


    61ODHa-flzL.jpg

    Decca, 1963-64, ADD


    :| Ich stelle soeben betrübt fest, dass viele CDs in alten Threads gar nicht mehr als Bild erscheinen, oder heuer gar nicht mehr gelistet sind.


    Auch die im obigen Zitat abgebildtete Decca_GA mit Britten ist als Bild nicht mehr als Bild erhalten gewesen; dort habe ich es jetzt neu eingestellt.



    *** Auf YT könnt ihr die Sinfonia da Requiem in einem LIVE-Konzert von den BBC Proms 2013 aus London mit Thomas Ades / BBC SO in guter Qualität anhören:







    ;) Ein britisches Lieblingswerk ist eigentlich zu wenig (ich wäre dafür auf 3 zu erweitern). Mein Nächstes wären die Young Persons Guide to the Orchestra und die Vierte von Vaughan - Williams ...

    Die wäre eine glänzende Ergänzung zu Deiner neu erworbenen Beethoven-Box.

    Lieber nemorino,


    diese Everest - CD mit Steinbergs Brahms 4 habe ich noch am Freitag als Vorgeschmack für die Auf den Weg zu mir befindliche Beethoven-Sinfonien-GA mit Steinberg / Pittsburgh SO (DG) gehört. ;) Diese Hammeraufnahme hatte ich natürlich schon !

    Ja, es ist eine der packensten Aufnahmen der Brahms 4, die sich in die Reihe der allerbesten Aufnahmen mit Levine / CSO (SONY), Solti (Decca), Szell (SONY), Bernstein (SONY + DG) und Kleiber (DG) einreihen kann.



    :!: Aber zurück zu Beethoven:

    Es gibt wirklich wenige Beethoven-Sinfonien-GA die so einheitlich gut geraten sind, wie gerade hier mit Steinberg (DG). Es gibt bei den meisten anderen GA immer mal etwas auszusetzen, dass das Tempo oder bei bestimmten Phrasierungen hier und da nicht gefällen oder der eine oder andere Satz zu langatmig geraten sei ... hier bei Steinberg nicht.


    Betrachten wie die Sinfonie Nr.8:

    Bis auf die etwas zu sehr im Hintergrund aufgenommenen Pauken gelingt ihm jeder Satz stimmig und spürbar als Vorläufer zur grossen Neun. Der dritte Satz Menuett ist bei vielen Dirigenten viel zu gemütlich (auch bei Karajan mit über 1Minute mehr Dauer - viel zu Langatmig). Hier bei Steinberg folgt das Menuett als Delikatesse nach dem auch nicht zu langsam gespielten frischen Allegretto scherzando um dann danach in das Allegro vivace zu münden, das bei Steinberg auch tatsächlich vivace ist ! Vom Tempo her fast genau deckungsgleich, bis auf den Paukensound ist er sehr nah dran an meinem Favoriten für die Achte = Leibowitz (Chesky) !


    @ Nemorino

    Das Steinberg-5CD-"Böxken" mit informativem Textheft (in dem auch endlich mal was etwas über die Aufnahmeumstände geschrieben wird und nichts über die Sinfonien !) ist gerade mal etwas dicker als 1CD-Case. ;) Da dürften Platzprobleme keine Rolle mehr spielen.

    Die alte braune Bernstein-6CD-SONY-Box, bei der noch Ouvertüren und das VC mit Stern dabei sind ist drei mal so dick. Den Leerraum in dieser Box habe ich genutzt um darin noch 5CD-R mit Paavo Jarvis Beethoven (die mir mal ein Klassikfreund zukommen lies) unterzubringen.



    Damit sind wir beim Thema Orchesterklang bei Beethoven:

    Die gerade erwähnten Paavo Järvi-CD-Aufnahmen mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen (RCA) sollten mich vor vielen Jahren (durch einen Klassikfreund) überzeugen. Der dünne Sound der eher kammermusikalisch besetzten Orchestergruppen hat mich jedoch nie wirklich überzeugen können. Kammerorchester und Beethoven --- für mich, wie für Dich = ein NoGo !

    :!:Allerdings möchte ich die unbändige Spielfreude, die die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen mitbringt keineswegs abwerten. Schon gar nicht die Erfahrung, die das Bremer Spitzenorchester mit Paavo Järvi im Laufe der Jahren mit Beethoven gesammelt hat.

    :love: Das Spitzenergebnis erfolgte dann beim Beethovenfest 2010 in Bonn bei der alle Sinfonien auf DVD aufgenommen wurden und zu einem artemberaubenden Erlebnis zu einer der Besten Beethoven-Sinfonien-GA wurden, bei der dann auf einmal der dünne frühere RCA-CD-Klang gar nicht mehr vorhanden war, sondern es klingt dort packend voluminös und sinfonisch. Diese Aufnahmen liegen in TOP-DTS5.1 -Klangqualität auf DVD vor (SONY-DVD, 2010, DTS5.1).


    Bei Steinberg ist in dieser Hinsicht alles klar.

    Das Pittsburgh SO ist ohnehin in voller sinfonischer Besetzung. Die Aufnahmetechnik von Command Classics legt es auch darauf an - hier der Schlusssatz über die Tontechnik aus dem Textheft:

    >> Auf dieser GA, wie auch bei anderen Command- Veröffentlichungen, ist der Klang eines Sinfonieorchesters auch genau so eingefangen, dass es wie ein Sinfonieorchester klingt. <<

    Beethoven mit William Steinberg


    Hier kann und muss ich mich Beitrag 2 von Michael anschliessen.

    :angel: Das ist klar ein Best-Buy 2.Quartal 2020.


    Ich berichtete in: "Welcher Zyklus ist der Beste":


    DG, Command Classics 1962-1966, ADD

    William Steinberg

    Nach der Enttäuschung mit dem zu gemütlichen Zyklus mit Bruno Walter folgte wenige Tage später der ursprüngliche Kaufwunsch mit William Steinberg.


    :angel: Bei William Steinberg habe ich das Gefühl einer total stimmigen Leseart. Die eher zügigen Tempi liegen genau in meinem Sinne und liegen gefühlt bei Beethovens Metronomangaben. Seine vorwärsschreitende, nie langatmige, tempramentvolle Art mit Energie den Zügeln ihren Lauf zu lassen, überzeugt voll. Dabei verzichtet Steinberg nie auf Transparenz bei den einzelnen Orchesterstimmen. Er spielt die Ecken und Kanten aus, betont sie und romantisiert die Musik nicht.


    :thumbup: Die Steinberg _ GA macht solchen Spass, dass ich gar nicht mehr aufhöre sie durchzuhören.

    Als besondere Highlights empfinde ich bisher die Sinfonien Nr.2, 3 (Eroica), 4, 5 und 7; vom Tempogefühl her sind alle 9 Megaklasse.

    Es ist eine grossartige Entscheidung der DGG gewesen diese Aufnahmen 1962 bis 1966 von Command Classics jetzt zu veröffentlichen.


    Steinberg arbeitete ab 1960 auch mit dem Label Everest, die eine besseres Aufnahme-Equipment hatten (als bisher Capitol Records), dass nach der Pleite von Everest dann von Mercury - Living Presence verwendet wurde. Es folgte das von Toningenieur T.Fine Label gegründete Label Command Classics (Aufnahmen mit 35mm-Band) die als Herzstück diesen Beethoven-Zyklus in einem Zeitraum von 5 Jahren aufzeichneten.

    *** Die Klangqualität von Steinbergs Beethoven ist nicht immer ganz perfekt - ich würde KK = 8 vergeben.

    Die Streicher (VC1+2) klingen recht hell und könnten sonorer klingen, die tiefen Streicher klingen sonor, die Bläser sind sehr präsent und klar, die Pauken mir etwas zu integriert (eben damalig so üblich) und nur wenn sie solistisch auftreten (Nr.2- Ende des 3.Satzes und Nr.9 - 2. Satz) ganz deutlich, aber mit einem deutlichem Hallanteil.

    Der Klang des Pittsburgh SO ist sehr spezifisch und ziemlich deutlich von Anderen zu unterscheiden = Aufnahmeort: Solders & Sailors Memorial Hall.


    DG, Command Classics 1962-1966, ADD