Beiträge von teleton

    =O Ich bin ja platt und stelle heute fest, dass es seit 2010 keine Resonanz auf diesen Malcolm Arnold-Thread mit seinen Ouvertüren gegeben hat.


    :thumbup:Das ist doch mal fetzige Musik mit einem atsreinen Schuss Humor, die richtig Spass macht. Da wird bei Tamino ellenlang von "Raff und Paff" geschieben, wo nix los ist ... :untertauch:


    Zur Zeit habe ich meine in Beitrag 1 genannten Arnold-Ouvertüren-CDs wieder einmal miteinander verglichen.

    Die CD mit dem LPO und M.Arnold als Dirigent hat auf dem Label Referenz Recordings eine absolut ausiophilen Anspruch, der kein Detail, kein Schlagzeug nicht auch ultranatürlich zur Wiedergabe bringt.

    Leider ist die Interpretation Arnolds sehr langsam, sodass Bruchstücke entstehen.


    Die Chandos - CD mit Rumon Gamba / BBC Philharmonic macht auf mich einen ungleich besseren Eindruck, weil er die Musik mehr fliessen lässt, ohne an Humor und packendem Zugriff zu verlieren. Die CD enthält 10 Arnold-Ouvertüren.

    ^^ Auch die A Grand Grand - Ouvertüre, bei der Staubsauger als Orchesterinstrumente eingesetzt werden. Klasse !

    Die Chandos-Klangqualität ist ebenfalls ausgezeichnet.



    *** Hier mal der Spielzeitenvergleich von den Ouvertüren, die auf beiden CDs doppelt vorhanden sind:

    ............................................... Arnold .... Gamba

    A Sussex Ouvertüre (1951) ........12:11......9:18

    Beckus and Dandipratt (10:45)....10:45.....7:57

    The Smoke (1948)......................11:56.....7:57

    The Fair Field (1972)...................9:17......7:37


    :love: Klare Tendenz für Rumon Gamba !


    Da die Abb der Cds Platzhalter sind - hier noch einmal:


    71JT5-ilseL._SL300_.jpg ...41Z4UDL0bGL.jpg Reference Recordings, 1992, DDD

    Chandos, 2006, DDD




    :?: Wer kennt die Arnold-Ouvertüren ? Ist das nicht begeisterungswürdige Musik ?

    Hallo Klassikfan,l


    keine Frage --- Swetlanow --- gehört auch für mich zu den besten Tschaikowsky-Dirigenten. Er scheint eine Menge weiterer Tschaikowsky-Sinfonien_GA vorgelegt zu haben:

    Ich habe die frühe GA aus den 60ern (Melodiya, 1967) und die LIVE-GA aus Tokyo (WARNER, 1990).


    Neben der von Dir abgebildeten LIVE-GA aus Tokyo gibt es auf EXTON noch eine Studioeinspielung als GA:

    - das AD lässt sich beim Anbieter nicht feststellen ...

    81WY0s4F2SL._SL300_.jpg

    EXTON, AD ???



    :?: Welches AD hat Deine gezeigte und gehörte LIVE-GA (EXTON) ?

    Etwa 1990 ?

    Somit würden es die gleichen Aufnahmen mit neuere Abmischung sein, wie in meiner WARNER-Box:

    41tjvFg-YSL.jpg

    WARNER, LIVE 1990


    :angel: Diese Interpretationen sind der Hammer. Auch die Manfred-Sinfonie (als Einzel-CD verfügbar).


    :/Dein unten stehendes Zitat kann ich nun nicht nachvollziehen.

    Denn gerade diese aussergewöhnliche hochemotionenale Sichtweise ist von begeisterungswürdigen Kontrasten voller Emotionen gekennzeichnet.

    :saint: Sidehitze pur !

    Die Tschaikowsky-Symphonien errregten im Westen große Aufmerksamkeit. Bei den Tschaikowsky-Interpretationen Svetlanovs erscheinen die Symphonien etwas weniger von gewaltigen Lautstärkekontrasten beherrscht zu werden als z.B. "sein" Schwanensee - und das erscheint mir auch den Werken adäquat.

    :no: Nein, finde ich nicht !




    OT: Sein Schwanensee habe ich noch aus meiner Jugendzeit als Eurodisc-3LP-Kassette. Besser habe ich Schwanensee nie gehört.

    Da ich (speziell bei Tschaikowsky mit seiner Walzerseeligkeit) nicht der grosse Ballet-Fan bin, habe ich auf CD nur die eine Aufnahmen der 3 Ballette mit Ormandy/Philadelphia Orchestra (SONY), der seine Sache auch formidabel macht. Ormandy bietet in seinen grossen Suiten, die über Tchaikowskys - Konzertsuiten hinausgehen, auch die wichtigsten Nummern.

    ;) Ein ganzes Tschaikowsky-Ballett wollte ich mir zu Hause (ohne Bild) auch nicht anhören wollen ... da würde ich warscheinlich zwischendurch "wegratzen" ... als Ballett LIVE habe ich Schawanensee im Theater Bonn schon gesehen.

    Lieber nemorino,


    ich habe es eben verbessert - Danke. Bei 1960 bringe ich Karajan oft mit Decca in Verbindung.

    Natürlich ist es die EMI-Aufnahme von 1960 mit dem Philharmonia Orchestra gemeint (nicht wie Du schreibst mit dem LPO).

    Und die späte Aufnahme der zweiten von 1980 mit den Berliner PH, aus dem späten EMI-Zyklus 1976-81 (ohne die Dritte und Siebte) der alles andere als geglättet ist.


    Hier die Ausgabe aus der Karajan-Edition (ich habe die goldbraune Ausgabe von EMI):


    51SzUVMwBUL._SY300_.jpg

    EMI, 1960, ADD Stereo


    313ZoOgc12L.jpg

    EMI, 1980, DDD

    Carl von Garaguly

    Durch einen weiteren aktuellen TIPP von Klassikfreunden und Josefs Beitrag 25 (von 2012) hatte ich die Garaguly-Aufnahme immer mal in den Jaaren im Auge. Jetzt war diese ehemals Ostdeutsche Aufnahme aus Leipzig für unter 2,-€ (medimops) verfügbar ... und trotzt meiner zahlreichen Aufnahmen (ich glaube ich habe kaum mehr Aufnahmen von einem Werk) habe ich bestellt.


    *** Die Aufnahme ist rudum gelungen und auch im Schlagwerk gut disponiert. Allerdings doch nicht so krass überbordend, wie Josef dies formuliert. Insgesamt finde ich die Spannungsbögen in den ersten beiden Sätzen nicht ganz so gut gezogen, wie bei Bernstein (SONY). Selbst was Karajan (EMI, 1960) und (EMI, 1980) meisterhaft zelebriert, gibt mir dahingehend noch mehr. Es mag an der Prägung von anderen favorisierten Aufnahmen liegen, dass ich es etwas Buchstabiert empfunfden habe. Die Emotionen kochen trotz des guten Schlagwerkes nicht so über, wie bei Bernstein (SONY) mit einem wahnsinnigen Gänsehautfakor.

    Der Schluss ist sauber, aber auch hier nicht ganz so spannend vorbereitet wie selbst bei Karajan (EMI, 1980), wo dieser uns die Pauken um die Ohren haut, als wäre es wie bei Berglund (EMI-1) oder Jävis Antritt-Livekonzert in Paris die Kussewitzky-Coda.

    Die Klangqualität ist für 1964 (:) da war ich im 1.Schuljahr) bei Garaguly ganz gut, leider im Fortissimo und wenn die Pauken ihre Höhepunkte haben übersteuert/verzerrt.

    8) Die CD bleibt in meinem Bestand, weil der Hörspass trotz meiner kritischen Worte klar vorhanden ist, aber meine alteingesessenen Favoriten konnte sie nicht vom Thron stürzen !


    :!:Die CD - Abb habe ergänzt, da diese oben in Josefs Beitrag als Platzhalter vom Urwaldfluss (wo man sie auch nur bekommt) fehlt, damit jeder die CD auch optisch im Blick hat.


    51599AamflL._SY300_.jpg

    edel classics, 1964, ADD

    Aaron Jay Kernis

    Noch etwas mehr als mein Einstand mit Chistopher Rousses CD in den beiden Vorbeiträgen hat mich Aaron Jay Kernis begeistert. Diesen verfolge ich seit ein paar Jahren mit grossem Interesse und habe seit Jahren bereits mehrere CD´s (u.a. auch die begeisterungswürdige Sinfonie Nr.2) von ihm.


    Genau wie Kernis ist auch Kernis Pulitzer und GRAMMY-Preisträger. Kernis gehört zu den meistgespielten aktuellen amerikanischen Komponisten.


    Sowohl Color Wheeel (2001) - ein Konzert für Orchester, wie auch seine brandaktuelle Sinfonie Nr.4 "Chromelodia" (2018) in 3 Sätzen begeistern durch ihre Kreativität, ohne den Hörer durch ihre Modernität zu sehr zu belasten. Das mag nicht für jeden Klassikhörer gelten ... Meine Begeisterung gilt aber auch dem famos eingesetztem virtuosen Schlagwerk in beiden Werken.


    Die Stimmung der Sinfonie Nr.4 wird durch komplexe Vibraphonklänge die mit Glockenklängen meisterhaft verwoben werden eingeleitet. Der Satz endet mit einem genialen Paukensolo, bei dem die Schlägel nur so um die Ohren gehauen werden.

    Im 2.Satz werden u.a. Klänge von Händel mit modernen Orchesterfarben verwoben. Die kurze Fanfare Chromelodia als 3.Satz beschliesst die Sinfonie fulminant. Das Ganze ist immer kurzweilig !


    Die Nashville Symphony unter Giancarlo Guerrero präsentieren Kernis und Rousse in meisterhafter Weise mit aktueller Klangqualität, die jeder Hochpreis-CD gerecht wird.


    NAXOS, 2016/2019, DDD

    Christopher Rousse

    gerne bin ich der Empfehlung von Lutgra gefolgt (Vorbeitrag) und bin hocherfreut, das auch im 21.Jahrhundert weiterhin Sinfonien und Orchesterwerke geboten werden, die trotz ihrer Modernität mit atonalen Passagen geniessbar bleiben. Ich stelle sowohl bei Kernis 4 (von dem ich schon eine ganze Reihe weiterer Werke und Konzerte bezitze) immer wieder fest, dass wenn der Komponist uns etwas sagen will und auch Emotionen im Spiel sind, diese Passagen tonaler gestaltet werden.


    Rousse - Sinfonie Nr.5 (2015)

    Lugra hat ja schon eine gute Beschreibung abgegeben. Mir gefällt die Verwendung von reichhaltigem Schlagwerk und die erzeugte farbige Stimmung der Orchesterfarben in dieser aktuellen und voll geniessbaren Sinfonie die in einem grossen satz von 30Minuten abläuft sehr gut.


    Concerto für Orchestra (2008)

    An Bartoks KfO bin ich nun (wie Lutgra) nicht gerade erinnert. Das Werk dauert auch hier fast 30Minuten in einem Track. Sehr abwechslungsreiche Musik mit Kontrasten, viel Schlagwerk. Das Concerto für Orchestra ist eine "hyper-concerto" das mehreren Solisten die Chance zum Glänzen bietet; tolle Stimmungen, Passagen zwischen tonaler Traditon und Moderne wechseln oder sind ineinander verwoben; und es bleibt geniessbar ...

    Tausend und eine Nacht - Ballettsuite (1979/2017)


    Was NAXOS immer wieder an unbekannten Werken und Komponisten "ausgräbt" ist fabelhaft und höchst begrüssenswert.


    Ich war diese Woche auf der Suche nach einer NAXOS-CD eines russischen Komponisten, den Lutgra vorgestellt hatte. Doch da dort in mehr als die Hälfte der Tracks ein Mezzosopran vorkommt, habe ich gerne auf diese Empfehlung verzichtet.

    :!:Aber ich habe (OT: neben den weiteren TOP-Empfehlungen von Lutgra Kernis 4 und Rousse 5) die 2019 aufgenommene brandneue CD mit Amirovs Tausend und eine Nacht - Ballettsuite gefunden.

    Es wird hier (ich meine) erstmals diese Ballettsuite mit ihren 12 Sätzen auf CD vorgelegt.


    :love: Die azerbaidschaischen folkloristischen Klänge mit reinhaltigem Schlagwerk, das dem Hörer um die Ohren gefetzt wird, machen so richtig Hörspass.

    Yablonsky und hier das Kyiv Virtuosi Symphony Orchestra spielen mit Herzblut und Nationalbewustsein ihren Komponisten.


    Auf der CD ist auch auch die Sinfonie "In Andenken an Nizami" enthalten.

    Hier in dieser Aufnahme wählt Yablonsky die Fassung für Kammerorchester (1941), die sehr präzise mit Feinsinn gestaltet wird.

    Da ich die wuchtige Fassung für grosses Streichorchster (rev.1964) kenne, die auf der OLYMPIA-CD aus Beitrag 9 mit Roshdestwensky / Azerbaidschan SO enthalten ist, war ich heuer von dieser recht "pipperig" und dünn klingenden Fassung recht enttäuscht. Ich finde das Werk weit wirkungsvoller in grosser Besetzung. Die Kammerorchesterfassung wirkt dagegen zu trocken ohne in Stimmung zu bringen und zu begeistern.


    NAXOS, 2018/2019, DDD



    Bisher war mir nur das Ballett Die arabischen Nächte (siehe Beitrag 9) in der ausgezeichneten Aufnahme mit dem Orchester des Bolshoi Theaters Moskau / Nazim Rzaev bekannt. Dieses unbekanntere Ballett Tauned und eine Nacht geht stimmungsmäßig in eine ähnliche Richtung mit Folklore und reichhaltigem Schlagwerk.

    Wenn man diesem Thread folgt, stellt man fest, dass Naxos mit Dmitri Yablonsky diesen alten Aufnahmen folgt; von daher nehme ich an , das die Arabischen Nächte mit Yablonsky mit einer Neuaufnahme ebenfalls folgen wird. Yablonsky macht seine Sache gut, hat aber bei den Sinfonischen Mugams nicht den Biss, wie die alten Aufnahmen auf OLYMPIA, obwohl mir der zügigere Zugang bei ihm liegt.


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    Klavierkonzert (1957)


    Da in Beitrag 8 die CD-Abb der ausgezeichneten azerbaidschanischen Klavierkonzerte von Amirov und Kollegen (durch die Streichung vom Urwaldfluss) verloren gegangen ist, schiebe ich diese hier nach.

    Auch wieder unter D.Yablonsky und hier mit dem bestens disponierten Royal PO aus London und dem azerbaidschanischen Pianisten Farhad Badalbeyli :


    NAXOS, 2010, DDD

    Mein Favorit ist der Eröffnungssatz, aber auch der Rest kann sich hören lassen, wobei ich den Eindruck habe, daß das Verschrobene des Komponisten erahnbar ist. Das Konzert ist teil von dunkler Glut, dann wieder von eigenwilligen Passagen geprägt.

    Lieber Alfred,


    die cpo-CD mit dem KK habe ich auch. Eine weitere Pfitzner-CD ist die cpo-CD mit de Sinfonien op.44 und 46, sowie Das Fest auf Solaug auch mit W.A. Albert.

    Ich hatte die CDs 2008 aus einer Sammlungsübernahme erhalten. Der verstorbene Vorbesitzer war Pianist und von Pfitzner recht angetan.

    Mich konnten seine Werke bis heute nie so recht begeistern. Das sind sicher Werke, die eine lange Auseinandersetzung erfordern um daran Gefallen finden zu können.

    Irgendwie liegen meine Prioritäten anders .... aber ich knöpfe mir die o.g. Werke in Kürze noch einmal vor.

    8) Wenn ich dann der Meinung bin, dass es sich lohnt, werde ich eine Rückmeldung geben.

    RE: Inbal


    Irgendwann "musset mal jut sein" mit weiteren Schumann-Zyklen, lieber nemorino.


    Ich kenne Eliahu Inbal von den Erstfassungen der Bruckner-Sinfonien her als fabelhaften Dirigenten. Dass der auch Schumann gut drauf hat glaube ich Dir ungehört ... nur was der "Rezensent" über Karajan und Bernstein schreibt, ist stark überzogen und ich halte es für falsch (;) ich wiederhole es deshalb auch hier nicht).


    Wie gesagt, an Schumann-Zyklen habe ich folgende geschätzten in meiner Sammlung behalten: Neben Solti, Bernstein (DG und SONY), Levine (DG), Dohnanyi (Decca) , Szell (SONY), Karajan (DG) habe ich auch Gardiner (DG), der durch straffen Zugang und schönen präsenten Paukenstellen glänzt, aber mir dennoch orchestral zu dünn klingt. In seiner GA ist aber noch die Zwickauer Sinfonie, das Konzertstück für 4Hörner und Orchester und die unbekannte revidierte Version 1851 der Sinfonie Nr.4 enthalten = interessant !


    *** Auf DVD die herausragend durchsichtige und megaspielfreudige GA mit Paavo Järvi / Deutsche Kammerphilharmonie Bremen (major, 2011, DTS 5.1).


    Als CD-R habe ich dann noch die gar nicht geschätzte GA mit Chailly (Decca) in der schrecklichen "Mahler-Verstümmlung" vorliegen, an die ich mich nie gewöhnen werde. Chailly Schumann-Sinfonien wären eigentlich in der originalen Schumann-Fassung ein guter Griff ... gewesen ...



    ^^ Wenn ich mir noch eine weitere GA kaufen soll, müsste man mich überzeugen, dass da "der Wahnsinn abgeht", die "Pauken mir nur so um die Ohren knallen" u.s.w. ...

    Beethoven - Sinfonien / Ouvertüren mit Konwitschny


    Wie kann man sich in diesem Konwitschny-Thread 10Beiträge über die "Qualität" von Sängern unterhalten.

    :!:Hier geht es um Franz Konwitschny.



    Ich bin jedenfalls froh, dass mich nemorino durch seinen Beiträge über favorisierte Beethoven - Sinfonien mit Konwitschny (bei ihm Nr.4) an meine Jahre andauernde Kaufabsicht dieser Beethoven-Sinfonien-GA von 1959-1961 erinnerte.


    Ich möchte es mal so betrachten, ohne eine direkt vergleichende Bewertung zu geben:

    Karajans grosse Beethoven-Sinfonien-GA von DG-1962 wurde so gut vermarktet, dass sie bis heute die meistverkaufte und ziemlich die Bekannteste wurde. Herausragend ist besonders die Fünfte, von der es wenige gibt, die an diese Glanzleistung herankommen.


    Aus etwa gleicher Zeit stammt die recht unbekannte Konwitschny Beethoven-Sinfonien-GA. Würde nemorino nicht davon berichtet haben, würde hier bei Tamino kaum einer an Konwitschny denken ...

    8) Sein Beethoven hat aber das Zeug, voll mit Karajan (DG) mitzuhalten. Auch die Klangqualität ist etwa von gleicher Qualität mit einem marginalen Vorsprung auf CD für Konwitschny. Warscheinlich hat die SACD-Ausgabe von Karajan klanglich die Nase vorn (aber die SACDs hatten, um 2005 gekauft, bei mir Fehler, sodass ich die bei SATAURN wieder zurückgegeben hatte).

    Was kann Vermarktung auslösen ? Wäre Konwitschny bei DG gewesen könnte seine GA diese Verkaufszahlen haben können.

    ^^ Und alle Beethovenhörer wären genau so zufrieden.


    Ich kannte bisher nur die Konwitschny-Aufnahme der Sinfonie Nr.7, die mein Einstieg (Fontana-LP) war.

    :angel: Aber egal welche Sinfonie aus der GA ich mir anhöre - alle Klasse; das ist ein spannender verdammt gut ausgehörter und mit liebevollen Details ausgestatter Beethoven, der wie die Grossen ebenfalls ganz vorne mitspielt.


    Die enthaltenen Beethoven-Ouvertüren (Leonore 1-3, Fidelio, Coriolan, Prometheus) sind ebenfalls ganz grosser Beethoven. Die Dramatik, die Spannung kommt voll zu Zuge !


    *** Der in der MEMBRAN-Box enthaltene Schumann ist rundum gelungen, hat auch seine Meriten und macht Freude.

    Nur die Sinfonie Nr.2 gelingt ihm zu pauschal und im Finale deutlich zu lasch. Dafür sind die Ouvertüren Manfred und Genoveva Aufnahmen, die gegen die Besten bestehen können.

    Die Konkurrenz bei den Schumann-Sinfonien ist sehr gross. Hier liegen meine persönlichen Vorlieben und Prägung bei Bernstein, Levine, Dohnanyi und Solti, ja auch Karajan, sodass ich hier in erster Linie dann lieber zu diesen greife.


    MEMBRAN, 1959-1961, ADD

    Hallo Wolfgang,


    die Frage nach der "besten Aufnahme", und noch mehr die Frage nach dem "besten Zyklus" bereitet mir immer ein gewisses Unbehagen. Sowenig es eine "beste Aufnahme" eines Werkes gibt, um so weniger gibt es einen "besten Zyklus"

    Lieber nemorino,


    gerade bei Schumann kann man, wie ich bereits aus Erfahrung festgestellt habe, ziemlich schnell unterschiedlicher Meinung sein. Ich bin sicher, dass dies von der persönlichen Prägung abhängt.


    Ich habe übrigens (auch wenn der Thread so heisst), nie von allgemein bestem Zyklus oder Aufnahme gesprochen, sondern erwähne welchen ich als Favorit empfinde. Wie Du siehst sieht Josef im Vorbeitrag Soltis Schumann auch ganz vorne; und klar - Bernstein ebenfalls. Mir gefällt und liegt Soltis forsche und "harte" Herangehensweise total.

    Die Zweite ist auch bei Solti im Finale der absolute Hammer.


    Josef schreibt bekanntermaßen, dass Karajan Schumanns Zweite wenig schätze ...:thumbup: dafür hat er aber die Sinfonie Nr.2 in seiner GA mit den Berliner PH (DG) verdammt gut hin bekommen; auch im Finale. Und da sind wir beim Thema, denn von Karajans Schumann-GA mit den Berliner PH wurde ich zuerst geprägt (bereits auf DG-LP und später natürlich auf CD).

    Ich habe mir vor einiger Zeit Karajans Aufnahme der Sinfonie Nr.4 (gekoppelt mit Dvorak 8) mit den Wiener PH - Live (DG, 1985/87) gekauft. Die ist in der aktuellen DG-GA enthalten; bei mir in meiner älteren GA eben noch nicht. War sowohl vom Schumann 4, wie auch von der Dvorak 8 total enttäuscht, weil diese von meiner Prägung meilenweit entfernt sind. (Auch wenn es OT ist, aber Karajans Dvorak 8 mit den Wiener PH (Decca, 1960) ist gegenüber dieser lausigen DG-Int von 1985 mit gleichem Orchester der absolute Hammer (genau so Klasse wie Dohnanyi (Decca)).


    Die von Dir gezeigte Sinopoli-Aufnahme der Sinfonie Nr.2 (DG) habe ich vor ein paar Jahren besessen. Sie wird teils hochgelobt. Ich frage mich warum ? Mir ist Sinopolis Aufnahme einfach fremd und so ganz und gar weit von meiner Prägung (siehe die Dirigenten in Beitrag 60) entfernt, aber auch von Karajan, dessen Int mir ungleich mehr liegt. Ich habe Sinopoli (zu dem ich ohnehin ein gespaltenes Verhältnis habe) entsorgt ! ;) Ich hatte dies auch mal im Thread "Frisch entsorgt" geschrieben.

    Einer Meinung sind wir dann wieder mit Ansermets Zweiter. Leider sind nicht alle Sinfonienaufnahmen in Stereo. ;) Da reicht mir dann von der Zweiten die YT Datei in Stereo ! (Das auf der Doppel-CD enthaltene Schumann - KK ist ebenfalls eine "schwer historische Aufnahme". )



    Ich finde das zügige Tempo bei der Sinfonie Nr.2 mit Konwitschny auch gut. Wie Du weißt ziehe ich fast immer schnellere Int vor.

    Nur im 3.Satz fehlt mir dann das Gefühl und der Ausdruck der Tauer, den Konwitschny einfach ignoriert. Ich halte das für eine Fehlinterpretation ! Das Dir das gefällt, mag an Deiner Meinung bezüglich der Zweiten liegen, die für Dich ohnehin eine "Sonderrolle mit Leerläufen" darstellt.

    Ich schätze alle 4 Schumann-Sinfonien gleichermaßen, aber die Zweite hat für mich schon etwas besonderes mit herausragendem Tiefgang ! Vielleicht weil seine Krankheit schon spürbar wurde ...

    Konwitschny


    Seit ein paar Tagen habe ich die fabelhafte GA der Beethoven-Sinfonien mit Konwitschny / Gewandhausorchester Leipzig in der MAMBRAN-Ausgabe mit Beethoven-Ouvertüren und den Schumann - Sinfonien und Ouvertüren Manfred und Genoveva, sowie Ouvertüre, Scherzo und Finale op.52.


    Wenn ich einen neuen Schumann-Zyklus erhalte knöpfe ich mir immer zuerst die Sinfonie Nr.2 vor.

    Erst einmal fand ich augenscheinlich die recht zügigen Spielzeiten von Konwitschny gut.

    Den 1.Satz nimmt er sehr detailreich, kraftvoll und spannend. Der 2.Satz Scherzo ebenfalls überzeugend. Klanglich ausgewogen und für das Aufnahmejahr 1960/61 wirklich ordentlich.

    Leider wurde meine erste Begeisterung ab dem 3.Satz Adagio espressivo getrübt: Er zieht den Satz recht kühl durch ohne auf die Gefühlswelt Schumanns einzugehen (eigentlich Konwitschny-untypisch); der - Spieldauer nur 7:45. Selbst so flotte Schumann-Interperten, wie Szell wissen was hier was angesagt ist - Szell 11:07. Den 4.Satz Finale bringt er zunächst wieder recht Stimmig. Im genialen Finale sind die Paukenschläge nur in den letzten Takten zwar zaghaft da; aber es wirkt abgespult ohne dieses Hammerfinale richtig mit Gansehaut effektvoll vorzubereiten. Das ist weit entfernt von den von mir favorisierten packenden Aufnahmen mit Bernstein (DG und SONY), Levine (DG), Dohnanyi (Decca), Karajan (DG) und ganz besonders Solti (Decca) der hier absolute Gänsehaut zelebriert. Nicht zu vergessen Paavo Järvi mit den Bremern auf DVD.

    :angel: Ansermets Grosstat der Zweiten auf CD (Decca) liegt mir leider nicht auf CD vor (leider sind in der schwer erhältlichen GA nicht alle Sinfonien in Stereo), aber die Zweite als YT-Datei. Besser gehts kaum !


    :!: Konwitschnys Schumann-Aufnahmen sehen sich einer erdrückenden Konkurrenz gegenüber, an der er offenbar nur schwerlich herankommt. Meine Kritikpunkte sind bei den Sinfonien Nr.1, 3 und 4 weniger ausgeprägt, aber auch hier ist die Konkurrenz erdrückend.

    *** Ganz anders sein Beethoven-Zyklus, der bis heute nach 60Jahren immer noch mit den Besten mithalten kann.


    MEMBRAN, 1959-1961, ADD

    RE: Asahina vs Konwitschny

    Beethoven: Symphonie Nr. 4 B-Dur op. 60
    Osaka Philharmonic Orchestra
    Takashi Asahina
    Aufnahme: Osaka Philharmonic Hall, 6.-8. April 1992

    Eine ungemein massige Interpretation (13:48 - 11:34 - 6:41 - 8:41),

    :?: Ob diese Beethoven-Aufnahmen was für mich sind, wage ich zu bezweifeln, wenn die Sinfonien so lang auseinandergedehnt werden. Von Beethovens Metronomangaben keine Spur ... "massig" mag ich im Sinne von "gut und voll besetztes Orchester".

    Gehen alle zahlreichen Asahina-Beethoven - GA in diese Richtung ?


    :) Da erfreue ich mich lieber an meinem Neuzugang Konwitschny / Gewandhausorchester Leipzig (Membran), die in "anständigem" Zeitmaß unterwegs sind. Und klanglich sind diese Aufnahmen besser, als ich es erwartet habe ... nämlich sogar ziemlich gut und mit präsenten Pauken.

    Die Sinfonie Nr. 4 ist auch nicht die Schnellste, aber feinst ausgehört, detailreich, kurz gesagt = einfach meisterhaft: :thumbup: 12:11 - 9:57 - 5:54 - 7:21

    Beethoven mit Konwitschny


    Eigentlich wollte ich mir die Beethoven - Sinfonien _GA mit Konwitschny schon seit Jahren zulegen, lieber Nemorino.


    Meine Erstaufnahme der Sinfonie Nr.7 war in meiner Jugend die FONTANA-LP mit Konwitschny, die mir für viele Jahre grosse Freude bereitete.

    Aber wie es so kommt - je Menge andere Beehoven-Aufnahmen verdrängten immer wieder mein Konwitschny-Vorhaben.

    Nach den sehr positiven Kritiken im Netz und von Dir, habe ich das Vorhaben nun umgesetzt.


    Ich habe mir die abgebildete 10CD-Box zugelegt. :!:Da ist allgemein Vorsicht geboten, denn bei diesen MEMBRAN-Boxen ist sonst meist nur MONO enthalten. Hier handelt es sich aber um die Stereo-Aufnahmen, die Konwitschny von 1958-1961 gemacht hat und ich habe dann gleich noch die 4 Schumann-Sinfonien mit Franz dabei ! Die sollen auch sehr hörenswert sein ...

    Bin gespannt und werde berichten.


    61Q9FiTszFL._SL300_.jpg

    MEMBRAN, 1958-1961, ADD


    Khatchaturian und Prokofieff: Cellokonzerte

    Zitat von Alfred

    Inzwischen gibt es eine Neuaufnahme von cpo (Aufnahmen:2015/16 - veröffentlicht 2019), welche mir (Beurteilung nach Clips - ich besitze die Aufnahme noch nicht) klanglich gelungener erscheint.(?)


    Die bisher besprochenen Aufbnahmen auf NAXOS von 2007 und die mit Walewka/Inbal (Philips) sind klanglich alle auf einem so hohen Niveau, dass eine in Neuaufnahme in Bezug auf Klnag kaum Verbesserungen und Vorteile bringen dürfte.

    Auf jeden Fall ist die Interpretationen, besonders bei Walewka/Inbal (Philips) so ausgezeichnet, dass ich nie nach einer weiteren Aufnahmen Auisschau gehalten habe.


    Was das Prokofieff - Cellokonzert angeheht, das auf der Philis-CD mit Khatchaturian gekoppelt ist, gilt das Gleiche.

    Vorteil dieser Aufnahme ist sogar, das hier die dreisätzige originale Cellokonzertfassung geboten wird und nicht die mir viel zu langatmige und viel zu in die Länge aufgebohrte Sinfonia Concertante für Cello und Orchester, die aus dem gleichen Themenmaterial besteht !



    71RylB1d79L._SL300_.jpg

    NAXOS, 2007, DDD


    Leider kann ich diese wunderbare Philips-CD nicht mehr finden ... solche Schätze sind - nicht mehr verfügbar -


    :( Ich stelle ohenhin fest, das die Auswahl und das Auffnden von CD-Aufnahmen immer spärlicher wird.

    ;) Gut das wir Taminos so gut eingedeckt sind !

    RE: Beckenschlag bei der Sinfonie Nr.7

    Dabei finde ich, daß die Großartigkeit dieser Sinfonie und besonders des 2. Satzes ohne und mit Beckenschlag bestehen bleibt, der glänzende Klang des Beckens am Kulminationspunkt aber einen Höhepunkt darstellt.

    Dem Zitat möchte ich mich anschliessen, lieber La Roche.

    Und ich gehe sogar noch weiter. Ich höre die Bruckner - Sinfonien in der Regel in den Aufnahmen mit Karajan (DG) und Solti (Decca, in allen Aufnahmen auf CD mit den CSO und auf DVD mit den Wiener PH) ... dort wird der Beckenschlag bei der Siebten natürlich gespielt.

    8) Auf diesen Höhepunkt möchte ich nicht verzichten !

    Auch die Wand_GA mit dem Kölner RSO (RCA) schätze ich sehr, aber das Wand den Beckenschlag be der Siebten ignoriert, ist mir unverständlich und das kreide ich ihm an.

    musikwanderer  teleton Hier seine zweite Symphony. Es spielt das New York Symphony Orchestra unter Lenny Bernstein, dem das Stück gewidmet ist. Wenn man dem Text Glauben schenken darf, gibt es eine neuere Einspielung mit Ozawa.


    Danke Avestes für den Hinweis zur Sinfonie Nr 2.

    Das hört sich ja hochinteressant an ... Leider in der Bernsteinaufnahme in recht historischer Klngquali.

    Was ich seinerzeit recherchiert hatte, war lange nicht so zugänglich. Die Ozawaaufnahme in sicher aktuellerer Qualität der Sinfonie Mr.2 würde mich interessieren.

    RE: William Russo

    Lieber musikwanderer,


    Russo hat leider weiter nichts in der Richtung "Blues and Orchestra" geschrieben. Ich finde die Pieses auch alle Klasse. Die Anregung zu diesen beiden Blueswerken kam von Ozawa persönlich mit der Zusammenarbeit beim Komponiren.

    Seine weiteren Werke, für die ich mich dann auch interessieren wollte, ergab sich dann leider ein sehr übermoderner Stil, um es noch gemässigt auszudrücken und nicht gleich von ungenießbar zu reden.

    William Russo: Drei Stücke für Blues Band und Orchester; Leonard Bernstein: Symphonic Dances aus "West Side Story"

    Diese beiden CDs bestreiten das San Francisco Symphony Orchestra, während in der folgenden CD die Bostoner zu hören sind



    Ich halte fest, dass ich neugierig auf den "Russo" war, denn Werke von ihm habe ich noch nie gehört. Und ich muss sagen, ich war - entgegen meiner Erwartung - nicht enttäuscht. Das etwa 25minütige Werk ist gefällig für meine Ohren und es wird von den Profis erwartungsgemäß bestens präsentiert.

    Lieber Musikwanderer,


    von dieser Russo-CD mit Ozawa und den Drei Stücke für Blues Band und Orchester hatte ich schon vor mehr als 10 Jahren berichtet. Eine Musik auf der ich voll abfahre. Leider haben nicht viele Taminos auf diesen Russo-Thread angebissen.

    :) Es freut mich daher um so mehr, dass es auch Dir gut gefällt.


    Ja, auch die Bernstein-Sinfonischen Tänze aus WSS sind mit Ozawa erste Klasse und stehen Bernsteins eigenen Aufnahmen in nichts nach.



    Die Ozawa-GA von Prokofieffs Romo und Julia (DG) hatte ich mal.

    Die war für sich alleine gesehen sicher auch recht ordentlich. Aber da ich Solti, Maazel und Ashkenazy (alle Decca) habe und vorziehe, habe ich mich von Ozawas nicht immer ganz so überzeugender und weniger energiegeladener Int der GA wieder getrennt.

    Sinfonie Nr. 1 C-dur, Op. 21


    Lieber nemorino,


    Du hast Recht, dass es neben den Favoriten unglaublich viele gute Aufnahmen der Sinfonie Nr.1 gibt.

    2 deiner Favoriten habe ich auch: Bernstein (SONY) und Monteux in meiner Monteux-Box (Decca).


    :) Besonders freut mich, dass Du Bernstein / New Yorker PH (SONY, 1964) nennst, die auch aus gleichen Gründen zu meinen Favoriten gehört.

    Diese Aufnahme stammt ja bekanntlich aus meiner persönlichen Beethoven-Sinfonien-GA für die Insel. Ich habe die SONY - GA in den Versionen im 20Bit- und 24Bit-Remastering, aber auch den von Dir abgebildeten Edelstein aus der SONY-Royals-Serie. Klnaglich gibt es bei allen CD-Versionen nur unbedeutende marginale Unterschiede.

    Da Du die Aufnahme bereits abgebildet hast, verzichte ich auf das CD-Bild.

    :?: Kennst Du übrigens auch Bernsteins Aufnahme der Ersten mit den Wiener PH (DG), die ähnliche Vorzüge aufweist und als GA klanglich zu den bestklingensten Beethoven-Sinfonien _ GA gehört ? Da wir nur 3 auswählen dürfen, habe ich sie wenigstens erwähnt.

    Ich habe diese GA mit den Wiener PH auch als DVD. Ein ganz anderes Hörvergnügen, Bernsteins Emotionen auch optisch verfolgen zu können, als nur von der CD !



    Meine zweiter Favorit Saraste / WDR Sinfonieorchester Köln (Hänssler Profil) hat ganz andere Vorzüge, die aus seiner grazilen Präzision und den herrlich prägnanten Paukenstellen resultieren. Nie habe ich bei der Ersten die Pauken so fabelhaft gehört ! Ganz nach meinem Geschmack. Fabelhafter aktueller Sound erzeugen den Hörspass, den ich mir wünsche. Das ist neben den ausgezeichneten GA mit Ansermet (Decca) und Steinberg (DG) mein aktuellster Beethoven-Neuzugang.

    Wahnsinn, dass man so eine GA heuer 2020 für 10,-€ bestellen konnte. (Die Fünfte hat ähnliche Meriten !)


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    Hänssler Profil, 2010-2018, DDD



    Lange habe ich für die Nummer 3 überlegt, ob ich Leibowitz / RPO (Chesky, 1962) oder die Klangstarke DVD-Aufnahme mit Paavo Järvi / Deutsche Kammerphilharmonie Bremen (DVD, Aufnahme 2010 Beethovenhalle BN Live) wählen soll. Da ich auf diesen ausgereiften Sound voll abfahre und man das Konzert mit Bild Live erleben kann und Paavo Järvi auch die Pauken orchestral nicht so integriert, wie Leibowitz in den 60ern, komme ich nicht umhin P.Järvi auf den Platz drei zu setzen.


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    SONY-DVD, 2010, DTS 5.1

    Hallo Maurice,


    Du meinst mit dem Alter, denke ich, die Aufnahmequali und nicht das Alter von William Steinberg beim den 4.Satz (;) keinen fünften Satz) der Neunten.

    Ja, die Aufnahmequalität ist bei den Aufnahmen der 9 Sinfonien nicht gleichwertig hoch.

    Aber insgesamt eine ausgezeichnte GA der Beethoven-Sinfonien, die ich auch sehr schätze.


    Auf jeden Fall ungleich besser und spannender als die zu "liebliche" GA mit Bruno Walter (SONY), die mich nicht überzeugen konnte.

    Peretis Vasks: Sinfonie Nr.2 (1998/99) + Violinkonzert (Distance Light" (1996/97)


    Vasks scheint "mein" Komponist des 20/21.Jhd. zu werden .... denn seine Werke scheinen trotz der gebotenen Modernität mit immer wiederkehrendem tonalen Rahmen und sind mit einer unglaublich starken Gefühlswelt gesegnet, die mich als Hörer gefangen nimmt. Das Ganze ohne den Hörer mit ungeniessbaren avantgartistischen, in meinen Augen sinnlosen Klängen zu nerven. ;) Der lettische Komponist Vasks hat, wie bereits viele aktuelle Komponisten, erkannt, was der Hörer bereit ist aufnehmen zu können und möchte; somit dann auch Spass an der Musik verspürt --- 8) dann kann sich auch Erfolg einstellen.


    Die Sinfonie Nr.2 hat dramatische Momente mit heftigen Ausbrüchen neben klangvollen Momenten. Sie ist in einem Satz in der Länge von knapp unter 40Minuten. Packende Paukenstellen inclusive !


    Das sehr gefühlvolle und wunderbare Violinkonzert von ist offenbar eines der sehr beliebten Werke, da es das Werk bereits in zahlreichen Schallplatteneinspielungen gibt: Hier mit dem Dirigenten John Storgards an der Violine; aber auch mit Gidon Kremer, Vadim Glutzman u.a.

    Das einsätzige Werk für Violine und Streichorchester dauert etwas über 33 Minuten und zählt zu den "besinnlichsten und himmlischsten Concertos die je geschrieben wurden".


    :angel: Volle Empfehlung für meinen Vasks-Neuzugang, dank der Empfehlung für Peteris Vasks von Lutz:


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    ONDINE, 2002, DDD

    Violinkonzert "Distant Light" von Peteris Vasks das meistgespielte Violinkonzert der letzten Dekade des 20. Jahrhunderts sein. Die neueste Einspielung stammt von Vadim Gluzman mit dem Finnischen RSO unter Hannu Lintu. Eine sehr schöne Aufnahme. Und BIS ist jetzt dazu übergegangen die CDs in Foldout-Covers und papierenen Innenhüllen zu verpacken, wie in guten alten LP-Zeiten. Das kommt mir sehr entgegen.

    Dieses Vasks-VC werde ich mir auch bestellen, aber nicht in dieser Aufnahme, sondern in der Kopplung mit der Sinfonie Nr.2 unter Kangas (mit Storgards als Solist) auf ONDINE. Soll in der Tat tolle Musik sein, die auch ;)"für den Hörer" geschrieben ist. :hello:Sehr vernünftig Peter !


    Was Du, lieber Lutz, allerdings zu der CD-Verpackung schreibst kommt mir so ganz und gar nicht entgegen. Solche CDs muss ich dann immer umverpacken in die "normalen" CD-Cases. Auch diese komischen Hüllen, wo die CD auf aufgeklebten Plastikhalterungen aufgebracht ist, macht immer viel Arbeit mit dem passenden Umschneiden für CD-Cases.

    So ein "Pappkram" kommt mir jedenfalls nicht in meine Sammlung !

    Von der Warte des Platzverbrauches hast Du natürlich Recht. Aber so viele CDs (mit solchen Hüllen) kaufe ich nicht, als dass das bei mir Probleme macht.

    Die Klavierkonzerte von

    Amirov: Klavierkonzert über Arabische Themen (1957)

    und

    Vasif Adigezalov: Klavierkonzert (1994)


    sind der Hammer an rhythmischer Prägnanz mit einem Schuss Folkore - kurz gesagt - :thumbsup: Hörspass pur ! :thumbup:

    Es muss auch im späten 20.Jhd nicht alles avantgardistisch klingen um modern und "gut" zu sein ...


    Auch die drei weiteren Klavierkonzerte auf der CD decken einen weiten spätroantischen bis neoklassischen Zeitraum ab, obwohl die KK alle Fünf von 1957 - 2003 komponiert sind.



    NAXOS, 2010, DDD


    Wenn man so begeisterungswürdige Orchesterwerke von Amirov kennt, dass ist es begrüssenswert, wenn auf dem CD-Markt weiteres Repertoire, das bei Amirov sehr rar ist, erscheint.

    So war ich gespannt auf eine weitere NAXOS-CD mit dem Dirigenten Dmitri Yablonsky, der bereits die Sinfonischen Mugams mit dem Russian PO aufgenommen hat. Trotz aller Kritik, die diese Aufnahme erfahren hat, finde ich heute im nachhinein Yablonsky's zügigere Interpretationen dieser Werke gar nicht so schlecht. Das Zügige kommt mir sogar entgegen !

    Die neue CD: NAXOS, Aufnahme 2010, DDD
    *** Jetzt gibt es brandneu das Klavierkonzert (1957) auf der NAXOS-CD mit Aserbaidschanischen KK. Hier hat Yablonsky das glänzende Royal PO London zur Verfügung. Ergebnis ist eine orchestral wie pianistisch glanzvolle Aufnahme, die es mit jeder Hochpreis-CD locker aufnehmen kann.

    Amirov hat sich in dem 3sätzigen KK bei einer Reise durch Arabien thematisch anregen lassen und verwendet Themenmaterial neben Eigenem in diesem arabischen Choloit. Ergebnis ist ein fetzig-virtuoses KK mit tollen Orchesterfarben - Hörspassgarantie !
    Auch die weiteren KK von Adigezalov, Guiyev und dem Pianisten dieser Aufnahme Badalbeyli (für das Schreiben dieser nie gehörten Namen braucht man länger als für den ganzen Beitrag ) sind hörenswert, wenn sie auch nicht die "Amirov-Klasse" haben.

    RE: BLomstedt


    Das Programm ist ganz nach meinem Gechmack.

    Das ist schon toll, wie er an seinem 93ten Geburtstag noch so fit ist und eine hochangemesse Interpretation der Honegger 3 zelebriert. Das zwar ist nicht so hochexpressiv wie unter Ansermet, der ganz neue Klänge und Effekte aus der Partitur herauskitzelt (besonders bei seiner Aufnahme auf ORFEO), aber ebenfalls Klasse. Der Höhepunkt im letzten Satz mit dem wunderbaren versöhnlichen Schluss gelingt ihm grossartig _ muss man gehört haben !

    Die Bamberger sind spitze .. mit dem Joseph-Keibert-Saal haben sie einen sehr schönen Konzertsaal.


    Den 1.Teil des Konzertes mit der Honegger-Liturgique habe ich mir heute mit Begeisterung angesehn/angehört.

    Die Brahms 4 mit Herbert folgt später ...

    Mendelssohn widerspiegelt in diesen Sinfonien sehr treffend die herbe schottische Landschaft und die überschwängliche Lebensfreude der Italiener.

    :) Und Georg Solti weiss dies mitseinem CSO sehr angemessen in seiner sehr schönen Aufnahme umzusetzen. :) Klanglich in brillanter Decca-Qualität. Sowas macht Spass !

    Dvorak: Sinfonie Nr.7 mit Levine


    Diese recht unbekannte CD gehört auch zu meinen liebsten Aufnahmen der Dvorkak-Sinfonie Nr.7.

    James Levine mit den Chicago SO.


    Diese übertrifft sogar die Spitzenaufnahme mit Dohnanyi (Decca), was Spannung und Einfühlungsvermögen angeht. Klanglich zudem allererste Sahne !

    Auch die Neunte "Aus der neuen Welt" gehört zu den Besten je gehörten.


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    RCA, 1981, 1984, DDD


    Eine Schande, dass der Morris derzeit vergriffen ist. Immerhin gibt es also fünf Aufnahmen dieser Fassung.

    Ich hatte auch danach gesucht ... alles vergriffen oder - nicht verfügbar -


    Selbst wenn man die Mahler 5 mit ihm sucht, wird eine CD-Quelle für 0,38€ angezeigt. Tatsächlich ist das ein Fehler, denn es handelt sich um die Aufnahme mit Bruno Walter/New Yorker PH.


    Nun ja, so Mahler-Verrückt bin ich auch nicht. Ich habe Solti und Bernstein ... mehr brauche ich nicht ...