Beiträge von teleton

    Bernstein / Orchestre National de Paris (EMI, 09/1975)

    Leonard Bernstein hat das Ravel-Klavierkonzert G-Dur viermal als Pianist und Dirigent in Personalunion eingespielt:


    - Philharmonia Orchestra; Leonard Bernstein, rec. live 1.7.1946 in London
    - Columbia Symphony Orchestra; Leonard Bernstein, rec. 7.4.1958 in New York City
    - Wiener Philharmoniker; Leonard Bernstein, rec. 21.2.1971 in Wien
    - Orchestre National de France; Leonard Bernstein, rec. 20.9.1975 in Paris

    Bernstein habe ich eigentlich früher als Ravel-Interpret weniger geschätzt. Eine CBS-CD mit den New Yorker PH und Ravel-Orchesterwerken hatte mich früher wenig begeistert, sodass dies nicht den Weg in meine Sammlung fand ...


    :) Erst La Valse und der Bolero mit dem Orchester National de France liessen aufhorchen und diese ganz an die Spitze setzen.

    Nun das Klavierkonzert G-Dur, das Bernstein, wie man oben im Zitat sieht, gerne auf dem Programm hatte.


    *** In meiner 7CD-Bernstein-Box mit Aufnahmen des Orchester National de Paris von 1975/76 ist die Aufnahme enthalten:

    Bernstein setzt besonders im 1.Satz auf sehr plastische Durchhörbarkeit der Instrumentengruppen. Zuerst hört es sich orchestral etwas dünn an ... und ungewohnt. Doch an den anderen Klang kan man sich gewöhnen. Den wunderbar gefühlvollen 2.Satz und das fetzige Finale liefert Bernstein am Klavier und mit dem Orchester auch ohne erkennbare Mängel mit hohem Einfühlungsvermögen. Gut, die Aufnahmen mit Larrocha und Co haben einfach mehr französisches Flair (und bleiben von der Klasse her an der Spitze). Trotzdem gefällt mir Bernsteins Int, an die ich mich schnell gewöhnen könnte, sehr gut.

    :!:Als Ergänzung zu weiteren Aufnahmen empfinde ich Bernstein (EMI, 09/1975) als eine Empfehlung !


    EMI, 1975, ADD


    Die Aufnahmen in der Box sind alle aktuell 2018 mit 24Bit/96kHz neu remastert ! TOP-Sound !

    Bernstein / Orchestre National de Paris (EMI, 11/1976)


    Wenn es um die Symphony fantastique geht, dann setht bei mir die Hammeraufnahme mit Brnstein / New Yorker PH (SONY, 1963) an der Spitze. Auch wenn die sehr eigenwillig ist und man eigentlich den wirklichen Berlioz eher bei Markewitch / Lamourex (DG) erleben kann - - - egal, denn Bernstein ist schon der Wahnsinn.


    Von daher auch interessant Bernsteins Pariser Aufnahme zu hören. Dies befindet sich in meiner neuen ausgezeichneten und hochmpfehlenswerten 7CD-Box mit Aufnahmen, die Bernstein 1976/76 in Paris gemacht hat.

    Erwartungsgemäss ist es hier wie bei der Harold-Sinfonie. Die New Yorker PH und Bernstein sind einfach brillanter. Pluspunkt für Paris wäre, dass Bernstein hier mit französischem Flair mehr "Berlioz als Bernstein" einfliessen lässt. Ergebnis ist hier eine wohlklingend saubere kurzweilige megaspannende Symphonie fantastique, die als Ergänzung zu seiner New Yorker Aufnahme absolut bestehen kann. Im Gang zum Richtplatz und Hexebsabatt ist Bernstein ganz in seinem Element. :love: Tolle Pauken und wie es sein soll =:thumbup: sonore fetzige Glocken im Hexensabatt (von wegen :no: "Glocken sind zu laut", wie ich es vor kurzem von operus gelesen hatte.).

    Die hier mal wirklich gute EMI-Klangqualität macht das Ganze zu einem Berlioz-Schmauss:


    oder als Einzel-CD = 51cCJZssRUL.jpg

    EMI, 11/1976, ADD

    Bernstein / Orchestre National de France (EMI, 11/1976, ADD)

    Seit wenigen Tagen habe ich die ausgezeichnet 7CD-Box mit Bernsteins Aufnahmen, die er 1975-1976 bei seinen Konzertaufenthalten in Paris gemacht hat.

    Viele Werke daraus hatte er bereits mit den New Yorker PH eingespielt ... diese schönen französischen Aufnahmen sind von einer Live-Atmophäre umgeben, die ihre eigenen Emotionen zeigt und die man am Ende nicht mehr missen möchte ...


    Die Harold-Sinfonie gehörte, neben Barshai/Oistrach (Melodiya) und Bernstein / New Yorker PH (SONY, 1961) bereits zu meinen Favoritenaufnahmen.

    Diese spätere Aufnahme von 1976 in Paris zeigt viele Emotionen und ein beherztes Spiel des Orchestre National de France. Ergebnis ist eine wirklich hörenswerte Aufnahme der Harold - Sinfonie.

    Der Vergleich mit Bernsteins New Yorker Aufnahme zeigt dann aber doch, dass nicht nur die New Yorker PH der brillantere Klangkörper ist, sondern auch Bernstein noch mehr Emotionen raus lässt. Die Int ist noch mehr auf Zack und betont noch mehr die Ecken und Kanten des (für mich immer wieder) wertvollen Werkes. Die CBS-Klangqualität 1961 ist hier (trotz des ganz geringen Analograuschens) sehr detailreich und nicht weniger frischer und klar, als die auch wirklich gute Aufnahme mit EMI-Klangtechnik aus Paris 1976.


    ((DA es EMI nicht mehr gibt, ist diese Bernstein-Box dieser EMI-Aufnahmen unter WARNER erschienen.))

    oder als Einzel-CD =

    EMI, 1975/1976, ADD


    Die Bernstein-CD-Box ist mit dem Original LP-Cover ausgestattet:

    EMI, 1976

    Franz Liszt: Tasso, Lamento e Trionfo - Sinfonsche Dichtung Nr.2, Mazeppa - Sinf.Dichtung Nr.6 und Mephisto-Walzer Nr.1


    Die drei Liszt-Werke gehören jetzt auch zu meinen liebsten Karajan-Aufnahmen. Josef hatte die DG-Doppel-CD bereits in Beitrag 113 vorgestellt. - Danke Josef !!!

    Weder Tasso noch den Mephisto-walzer I hat man je so gespannt und mit Power gehört.

    Die Beiden geschätzten Dirigenten Masur und noch mehr Haitink sind da im Vergleich eher Schlaftabletten. :!:Wohlgemerkt nur im Vergleich, denn es sind ansonsten ordentliche Int, die mich bis heute geprägt hatten ...

    ausserdem kommt noch die ausgezeichnete Aufnahme der Ung.Fantasie mit Cherkassky dazu und Les Preludes mit Karajan fand ich immer schon gut.


    DG, 1961, 1972, 1976, ADD


    8) Schade, dass Karajan nicht alle Tondichtungen und alle Ungarischen Rhapsodien eingespielt hat.

    - ^^ auf der CD/Textheft sind die Ung.Tänze Nr.2 und 4 vertauscht -

    RE: James Levine

    Levines Version kenne ich nicht (dieser Dirigent zählt nicht unbedingt zu meinen Favoriten), doch ich glaube kaum, daß er Solti und erst recht nicht Klemperer übertreffen kann, höchstens in der Klangwirkung.

    Lieber nemorino,


    Josef bestätigt inzwischen (Beitrag 129), dass Levine und Karajan 64 zu den Beeindruckensten des Deutschen Requiems zählen.


    :!:Ich war zunächst auch bezüglich James Levine voreingenommen; aber aus ganz anderen Gründen wie Du:

    Ich hatte ihn in den Medien und TV zunächst eher als Operndirigent (MET) wahrgenommen und dachte: "Ob der auch für Sinfonische Musik geeignet ist ...???"; ausserdem gefielen mir die Beethoven-KK mit Brendel/Levine nicht so ganz, weil ich von Haitink/Brendel geprägt war. Meine ersten Einzel-Aufnahmen mit levine hatten mich dann doch mega überzeugt (Smetana: Mein Vaterland, Schubert: Rosamunde-Orchsterstücke, später wegen der Kritiken, dann die Brahms-Sinfonien mit den Wiener PH (DG) und einiges Andere auf DG). Dies führte dazu, dass ich mir dann unbedingt die 23CD-Box "The Art of James Levine" gekauft habe, in der alle sinf.DG-Aufnahmen von ihm zusammengefasst sind. :saint: Es gibt in der Box keine CD ( die auch alle als Einzel-CD´s vorliegen), der man nicht ein überdurchschnittlich hohes Niveau dieses fabelhaften Szell-Schülers James Levine bescheinigen könnte. Inzwischen habe ich auf RCA weitere Levine-CD´s, auf die das ebenfalls zutrifft.

    Es würde diesen Thread sprengen, jetzt die Besten mit Levine aufzuzählen ... aber es sind eine Menge Aufnahmen.


    Levine gehört für mich zu den wirklich Grossen Dirigenten ... ;( nur Schade, dass er wegen seiner Vergehen/Vorwürfe jetzt quasi "weg vom Fenster" ist.

    Roger mit den Mozart-Sinfonien

    Heute habe ich die hier abgebildete Aufnahme von Mozarts Jupiter Sinfonie gehört - und ich war begeistert.

    :huh: Da bin ich ja verwundert und zugleich positiv überrascht, lieber Alfred, dass Dir Norrington bei Mozart so gut gefällt, wo Du doch eigentlich zu den klassischeren Aufnahmen u.a mit Böhm tendierst.


    Neben ein paar Einzelaufnahmen der Sinfonien mit Szell und Jacobs (Nr.39 und 41 =O für Dich Horror) und (weil man dafür nur Centerlöse bekommt auch noch die Böhm-Doppel-CD mit letzten den Sinfonien Nr.35-41) hab ich nur den 6-CD-Schuber mit Roger Norrigton, in dem die wichtigsten Mozart - Sinfonien enthalten sind, übrig behalten.

    Diese vergleichsweise extreemeren Mozart-Aufnahmen würde ich als spannend und modern betrachten und diese liegen mir auch von Interpretationskonzept mehr als die "klassischen" Aufnahmen:


    hänssler, 2007, DDD


    8) :thumbup:Wenn Mozart-Sinfonien, dann höre ich im Prinzip nur noch Norrington ! Ausserdem sind diese klangtechnisch herausragend gut, sodass alle Paukenstellen prägnant rüber kommen.
    nemorino

    Inzwischen sind diese Aufnahmen im Preis stark gestiegen, aber es wäre für Dich ein TOP-Einstieg für den Dirigenten R.Norrington.

    James Levine /Chicago SO

    Heute habe ich erstmals aus der Sinfonien-GA mit Levine/CSO den 2.Satz des Deutschen Requiems gehört.


    Damit steht für mich fest, dass ich die vor kurzem (wegen den Pauken im 2.Satz) begeisternd von nemorino vorgestellte Maazel-Aufnahme mit dem Philharmonia Orchestra (Beitrag 84) für mich obsolet sein kann.

    :love: Levines Pauken sind hier mit dem CSO ebenfalls der Hammer ... ich hatte es beinahe nicht anders erwartet. Da diese Musik mit Sologesang "nicht so mein Ding" ist, hatte ich das bisher auch nie ausgetestet. Aber der 2.Ohrwurm-Satz ist ja mit sehr angenehmen Choreinsätzen besetzt, sodass dieser auch für mich ein Ohrenschmaus ist ...

    Auch wenn es es die wenigsten hier nachvollziehen können, denn beim Anfang des 3.Satzes überkommt mich wieder das helle Grausen mit dem Solotenor ... das ist eben total nicht meine Musik.


    Die Solti/CSO-Aufnahme (Decca), die ich bisher für meine Einzige hielt, ist nicht übel, aber was ich bei Levine gehört habe, hat mich mehr überzeugt !

    :) Demnächst werde ich noch meine Klemperer-Aufnahme (EMI) in der entsprechenden Sinfonien-GA dahingehend testen, die ist bisher auch noch ungehört.

    Es ist doch irgendwie logisch, dass bei Einführung einer neuen Technik Anfangsschwierigkeiten auftreten, die dann so nach und nach verbessert und ausgeschaltet werden.


    :!::thumbup: Johannes hat es ganz einfach auf den Punkt gebracht:

    Es trifft hauptsächlich DG, teils EMI.

    Die Anfangsschwierigkeiten sind besonders bei DG und EMI vorhanden gewesen ... die Anderen, wie Decca, SONY, RCA haben es einfach besser hin bekommen.


    Don Geiferos spricht mit Recht den Beethoven-Zyklus (DG, 1984) an. Dieser ist klangtechnisch in der Tat nicht sehr gut gelungen ... zum Glück mit Ausnahme der Sinfonien Nr. 5 und 6, wo dieses Manko weniger aufgetreten ist, denn diese CD mit den Sinfonien Nr. 5 und 6 hebt sich klangtechnisch deutlich vom Rest ab ... ebenfalls die Violinkonzert-Aufnahmen mit ASM (DG, 1978-1988) klingen recht stumpf und waren klangtechnisch nie konkurenzfähig.

    James Levine / Chicago SO und Wiener PH


    Den grossen Spitzen-Aufnahmen der Sinfonie Nr.4, die nemorino im Vorbeitrag erwähnt möchte ich unbedingt die Levine-Aufnahme mit dem CSO hinzufügen.


    Zitat von Teleton

    Es ist gewiss nicht so, dass Levine nur auf dem Gaspedal steht und nur Augenmerk auf die dramatischen Passagen hat. Bei ihm ist das sehr ausgewogen, aber wenn es es zur Sache geht, dann ist er und das Orchester hochemotional dabei. Sehr schön auch, das Levine keine Paukenstelle verschluckt (die sind zwar in Chicago etwas entfernter, aber immer absolut präsent). Ganz herausragend gelingt ihm das Finale der Ersten und einfach fantatisch finde ich seine Vierte. Den 3.Satz liefert mit Hochspannung als Vorbote für das dramatische Finale - ja, so präsent und mit Nachdruck habe ich die Pauken noch nirgendwo gehört - selbst bei den Allerbesten 4 mit Steinberg, Solti und Dorati nicht, zu denn er sich ohne wenn und aber einreihen kann.
    *** Man spürt, dass sein Lehrer George Szell einen wichtige Rolle als Vorbild für seine Brahms-Interpretationen spielt - das gefällt mir - ganz grosse Klasse !

    RCA, 1975/76, ADD



    *** Interessant ist die Aussage eines Kritikers, das diese Aufnahme(n) nur noch von einem zu toppen sind ... die von Levine selber mit den Wiener PH (DG) ...

    Ich habe diese Levine-Aufnahmen der Brahms-Sinfonien mit den Wiener PO (DG, 1994, DDD) in meiner Levine-DG-Box "THE ART OF JAMES LEVINE".

    Die Vierte gefällt mir ebenfalls ausgezeichnet, doch finde ich die frühere etwas jugendlich frischer und ungestümere Art in der CSO-GA (RCA) für meinen Geschmack doch noch vorteilhafter.

    Der Spielzeitenvergleich zeigt, dass das die Tempovorstellungen bei Levine recht gleich geblieben sind:

    CSO (RCA) = 11:29 - 10:30 - 6:06 - 9:38

    WPO (DG) = 11:30 - 10:22 - 6:14 - 9:22

    Liszt: Fantasie über ungarische Volksmelodien mit Cherkassky/Karajan

    Auf der Oben abgebildeten Liszt/Karajan-Doppel-CD sollte man auch eine der besten Aufnahmen der Fantasie über ungarische Volksmelodien mit Shura Cherkassky nicht vergessen.


    Dazu zitiere ich diesen Ausschnitt aus einer Rezension:

    Zitat

    Cherkassky war ein Glücksfall gerade für dieses Werk, und Karajan und die Berliner Philharmoniker steuern eine derart brillante "Begleitung" bei, daß man ganz einfach begeistert sein muß. Beide Künstler bleiben dem Stück nichts schuldig, und die Klangtechnik ist noch heute, über 50 Jahre später, staunenswert. Wenn Cherkassky nur diese eine Aufnahme hinterlassen hätte, so wäre sein Nachruhm für alle Zeiten gesichert. Mit wahrer Leidenschaft und souveräner Virtuosität stürzt er sich in das Stück, das in dieser Kombination in eine Reihe mit der legendären Aufnahme der Liszt-Klavierkonzert mit Richter/Kondrashin (Phi) zu stellen ist.

    Ich habe seit Jahrzehnten diese Einzel-CD ... leider ohne Tasso ...


    51kaRLTnl3L.jpg

    DG, 1960, ADD



    :jubel: Da Tasso und der Mephistowalzer Nr.1 mit Karajan so überragend sein sollen, habe ich kurzerhand die Medimöpse für sehr wenig Geld "bemüht" (für die DG-Doppel-CD). Ich kenne nämlich von Tasso nur die Aufnahmen von Haitink und Masur ...

    Warum nur ganze Werke? Was wäre daran schlecht, nur den 2. Satz aus Dvoraks 9. Symphonie zu posten

    Hier sollen doch mittellange Werke bis 7Minuten Spieldauer eingestellt werden. :!:Dies als Gegenstück zu dem Thread mit Kurzwerken von nur 3Minuten.


    Ein Dvorak-Satz ist doch nur ein Ausschnitt aus dessen Sinfonie, von der wir einen umfangreichen Thread haben.

    Würdest Du Dir den 2.Satz einzeln anhören ??

    Den Satz würde ich mir nie und nimmer alleine anhören, sondern nur im Zusammenhang mit der Sinfonie, weil er folgerichtig dazu gehört.

    :hello: Aber lassen wir das, denn wenn m-müller gemäss Beitrag 40 meint, dass es so OK ist, dann soll es so sein.


    ((Wenn der Thread noch unübersichtlicher für wirkliche mittellange Kurzstücke wird, dann halte ich es wie bei der TV-Sendung "Höhle der Löwen" = Ich bin hier rauss. ))


    Andrei Eshpai: Toccata für Streichorchestester

    Ich hatte die Toccata schon als Klavierstück bei den Kurzwerken vorgestellt.

    Hier nun in der Fassung für Streichorchester mit dem Dirigenten Eduard Grach von 2000. Hier hat die Toccata eine Spieldauer von 5:29


    RE: Schostakowitsch - Sinfonien in Westaufnahmen oder aus den USA

    Bei diesem Thema kommt mir als erstes Schostakowitsch in den Sinn. Kennengelernt habe ich den in erster Linie durch russische Interpretationen aus der Sowjetzeit, sei es Mrawinski, Kondraschin, Swetlanow oder Roschdestwenski. Bei aller individuellen Unterschiedlichkeit ist deren Ansatz diametral zu (fast) allem, was ich aus dem Westen kenne. Man könnte es schlicht idiomatischer nennen, was sich durch größere Schroffheit und Kontraste auszeichnet. Vielleicht konnten solche Interpretationen wirklich nur unter den damaligen politisch-gesellschaftlichen Umständen in der Sowjetunion entstehen. Sie kommen für mein Dafürhalten am stärksten an das heran, was Schostakowitsch selbst vorschwebte, der ja in diesem System lebte. DDR-Aufnahmen sind dem oft nahe, was systembedingt sein kann. Ogan Durjans Einspielung der Zwölften mit dem Gewandhausorchester Leipzig (Philips) ist für mein Dafürhalten sogar die maßstäblichste.


    Höre ich Schostakowitsch aus dem Westen, dann ist das oft tadellos gespielt, vielleicht perfekter als bei den vorgenannten Dirigenten. Und dennoch fehlt mir etwas. Es klingt "zu schön". Vielleicht ist das auch Prägung. Via Spotify, Deezer und YouTube kann man ja in unzählige Aufnahmen hineinhören. Ich würde mir trotzdem schwerlich einen Schostakowitsch von Haitink, Jansons oder Nelsons zulegen, trotz aller Meriten, die die teilweise durchaus haben. Mein Ideal ist ein anderes. Schostakowitsch ist auch einer der wenigen Fälle, wo ich Bernstein nicht viel abgewinnen kann. Das ist zu amerikanisch und verfehlt auf hohem Niveau.


    Ausnahmen bestätigen die Regel: Barschais Aufnahmen aus Köln sind ziemlich nahe an meinem Ideal dran. Gergievs neuere Interpretationen auf dem Eigenlabel des Mariinski-Orchesters berühren mich hingegen wenig. Deutlich besser sind seine alten Philips-Aufnahmen. Neuerdings beweist Alexander Sladkovsky, dass man in Russland trotzdem noch imstande ist, Schostakowitsch so zu spielen, dass man an die großen alten russischen Dirigenten denken muss.

    Deinen Ausführungen kann ich mich soweit anschliessen, lieber Josef.

    Ausnahme: Mir ist ganz bewusst, dass Bernstein bei Schostakowitsch nicht immer alles auf den Punkt bringt, wie unsere geschätzten russischen Aufnahmen. "Verfehlt" zu sagen, würde mir zu weit gehen.

    Trotzdem gibt es einige Aufnahmen der Schostakowitsch-Sinfonien, die auch ihm verdammt eindrucksvoll gelungen sind.

    :angel: An vorderster Stelle die Sinfonie Nr.5 in seiner LIVE-Aufnahme aus Tokyo (SONY, Tokyo 1979) - die ist der Hammer und hat im Prinzip in diesem Thread nichts zu suchen, denn die ist nicht "zu schön".

    Ich finde, dass dieser Thread seinen Sinn verfehlt und zu unübersichtlich wird, wenn man einfach einzelne Sätze aus Werken als Kurzstück auswählt. Dies zeichnet sich bereits jetzt ab.

    Schade !


    :!:Ein Kurzstück ist für mich ein abgeschlossenes Werk.


    Fasil Say: Paganini-Variationen / Black Earth

    Ja, auch der türkische Zeitgenosse hat seine Paganini-Variationen geschrieben. Hier stellt er sie bei einem Konzert beim Frankfurter RSO persönlich auf dem Klavier vor. Die Stücke liegen gerade noch im Zeitrahmen unter 7Minuten (wenn man Applaus abzieht).

    Weitere Kurzstücke von Fasil Say neben den Paganini-Var und Black Earth auch Bodrum und Türkischer Marsch.


    :) Fasil hat es musikalisch wirklich drauf:



    Hallo Wolfgang,


    ich glaube Du spielst auf die Symphonie Nr. 4 von Alfvén unter Swetlanow an. Die wurde von Russian Disc und auch Warner veröffentlicht.

    Hallo Josef,

    ja, richtig. Die eher nicht so gute schwächere Bewertung der Int Swetlanows bezieht sich auf die Sinfonie Nr.4 gemäss den beiden CD-Veröffentlichungen, die Du abgebildet hast.


    Bei der Sinfonie Nr.2 bleibe ich aber bei Segerstam, dessen zügigere Tempi mir dann doch eher liegen. Wie wir ja wissen ist Segerstam in der Regel auch nicht der Schnellste ... und wenn es nun noch langsamer wird ... :/... lieber nicht.

    Segerstams Aufnahme der Sinfonie Nr.2 finde ich umwerfend gut !


    Ich habe diese Svedish Society-CDs von der Sinfonie Nr.2, die fast nicht mehr verfügbar ist. Vor vielen Jahren mal in einem Buchladen in Bad Honnef für wenige Euro (zusammen mit der Sinfonie Nr.1 unter Westerberg) auf dessen Krabbeltisch ergattert, was eher Zufall war. Damit habe ich zwei CDs erworben, die der Neeme Järvi-Sinfonen-GA (Brillant) in jeder Hinsicht überlegen ist.


    21VVJ56NBSL.jpg

    Svedish Society, 1972, ADD


    :) Schön, dass Alfred die Alfven-Threads nun im Komponistenverzeichnis leichter auffindbar gemacht hat --- Alfven lohnt es !

    Borodin: Eine Steppenskizze aus Mittelasien

    Von der Schweiz (und Südamerika) geht es wieder nach Russland.

    Die Steppenskizze aus Mittelasien malt den Ritt durch die Wüste in 6:59 mit Ashkenazy (Decca).


    Eine weitere Aufnahme die mich bereits zu LP-Zeiten geprägt hat ist aber auch die musikalische Delikatesse in der Studioaufnahme mit Ansermet / Orchester de la Suisse Romande (Decca, 1961):





    Lieber moderato,


    die Karelia-Suite von Sibelius ist ohne Frage eines der attraktiven Stücke von Sibelius. Sie hat aber 3Sätze, die über 15Minuten dauern und damit die Vorgabe dieses Threads übersteigen.

    :!:8) Ich finde einzelne Sätze sollten nicht als Kurzwerk gelten ... es ist nämlich nur ein Ausschnitt eines Gesamtwerkes !

    :!:Die Einsteller der Kurzstücke übersehen, dass nur eine Länge der Werke von 6:59 max vorgesehen ist (siehe Beitrag 1) !


    Die sinfonische Eisenbahnfahrt von Honegger PACIFIC 231- Mouvement symphonique Nr.1 dauert in der herausragenden Aufnahme mit Bernstein/New Yorker PH (SONY, 1962) = 6:02


    Von Huga Alfven habe ich die Sinfonien-GA mit Neme Järvi (Brillant) an der ohne Vergleiche eigentlich nichts auszusetzen wäre.

    Allerdings habe ich die Sinfonie Nr.1 mit Stig Westerberg (Svedish Society) und die Sinfonie Nr.2 mit Segerstam (Svedish Society), die auch Josef erwähnt ... und die empfinde ich als noch einmal deutlich besser als die Järvi-Aufnahmen.


    Die Swedischen Rhapsodien Nr. 1-3 sind allerdings auch mit Järvi in der Alfven-GA sehr schöne Int und klangtechnisch einwandfreie Aufnahmen, denen man Hörspass pur attestieren kann.


    Von Swetlanows Alfven 2 hatte ich keine allzu positiven Bewertungen gelesen, sodass ich auf den Kauf verzichtet hatte - ausserdem bestätigte mein Blick auf die ungewöhnlich langen Spielzeiten meine Vorahnung. (Ich tendiere fast immer zu zügigeren Int ! Ich glaube auch bei der Sinfonie Nr.2 liegt mir Segerstam besser !)

    Swetlanow soll zu eigenwillig sein und am Werk vorbei interpretieren.

    Aber Pech für mich, denn jetzt ist die CD (die auch bei WARNER vorliegt) verdammt teuer und damals, als ich sie verworfen hatte, war sie im Centbereich - hätte ich bestellen müssen ...



    8) Gut, Alfven ist ein hörenswerter Komponist, aber an Sibelius; davon bin ich überzeugt ... kommt er für meine Geschmack nicht heran, denn vieles ist mir zu romantisch geprägt ...

    Danke Caruso, für diese Vorstellung des sehr atmosphärischen Werkes von Avo Pärt.

    Als affiner 20./21.Jhd.-Musikhörer sollte ich dieses eigentlich kennen. Aber es war für mich Neuland.


    Bisher habe ich mich zu Avo Pärt noch nicht so richtig durchringen können. Ich habe nur 1CD von ihm. Aber das mag auch daran liegen, das bei Pärt nicht so "die Post abgeht" wie bei manchen anderen Russen ... :pfeif:




    *** Ich finde übrigends die Salonen-Aufnahme(n) bei all ihrer klangtechnischen Perfektion doch etwas trocken, gegenüber den Bernstein-, Batiz und Dudamel-Aufnahmen.

    Die von Dir abgebildete SONY-CD hatte insgesamt nicht meine Erwartungen erfüllt, sodass ich diese nicht in meine Sammlung übernehmen wollte ...

    die enthaltenen Werke habe ich durchweg in gespannteren Aufnahmen (u.a. mit Batiz, Bernstein) .

    Wir entfernen uns vom Thema Karajan - aber trotzdem jetzt OT zu nemorinos Zitat

    Ich habe mich immer gewundert, daß dieses Amnesty Concert nie auf CD erschienen ist, vor allem, weil es sonst keine Aufnahmen bzw. Mitschnitte Arrau/Bernstein gibt. Oder irre ich mich da?

    Trotzdem werde ich mir die Box nicht kaufen, denn es sind überwiegend Stücke, die mich nicht sonderlich interessieren. So z.B. die "Ode an die Freiheit", die zwar dokumentarischen Wert haben mag, aber ich bin sicher, daß ich mir Beethovens Neunte in diesem Mitschnitt nicht zweimal anhören würde.

    Lieber nemorino,


    diese Bernstein-Amnesty-Box (DG) hat mehr zu bieten, als Du denkst. :yes: Ich bin sehr froh diese zu besitzen.


    Hier mal die Gegendarstellung zu deiner Aussage und Deiner Nennung der Stücke (die Stücke die Du nennst höre ich daraus auch soweit kaum):

    Es sind exemplarische Beethoven-Werke darin enthalten:

    *** Erst mal die Sinfonie Nr.5 in der wohl mitreissensten Aufnahme mit dem Bayerischen RSO (DG, 1976) - die ist alleine der Kauf Wert. Josef und ich wissen, welche Emotionen sich dort abspielen ... :hail:

    *** Das eigentliche Amnesty-Konzert mit der Leonore III, KK Nr.4 mit Arrau und eben der Fünften ... wunderbares Konzert !

    *** Die Sinfonie Nr.7 mit dem Boston SO ist die letzte Aufnahme seines Lebens ... gut, ich finde sie zu ausgedehnt langsam zelebriert, aber letztendlich ein packendes Zeitdokument ...

    *** Alle nenneswerten Ouvertüren mit den Wiener PH -- die sind auch in der entsprechenden Sinfonien-GA enthalten

    *** Die Streichquartette op.131 und 135 in den Fassungen für Streichorchester (mit den WPO). op.131 hielt Bernstein für eines seiner besten Aufnahmen.

    *** Diese Neunte ist schon ein Dokument der Wiedervereinigung, die man mal hören und haben sollte.

    *** OK, mit der MISSA kenne ich mich nicht so aus, aber wenn Du schreibst, dass die Bernstein-Aufnahme sei stark gefühlsbetont ist, dann finde ich das eher angemessen als andersherum zu kühl.


    :hello: 8) So und jetzt sag nicht, dass das Werke sind, die Dich nicht so interessieren !



    Nun aber wieder zu Karamalz !!!

    Ich vermute, daß Du meine Antwort im Thread "Preise bei Klassik-CDs" gar nicht gesehen hast, weil Du gar nichts darauf erwidert hast. Der Thread war wohl zu rasch wieder aus der rechten Leiste verschwunden. Es ging da um unsere Besuche bei SATURN in Köln.

    Doch, doch, das hatte ich gelesen.

    ES ist schon Wahnsinn, welche Preispolitik bei CD stattfindet. Früher kostete eine Hochpreis-LP 25,-DM ... den Preis habe ich eigentlich nie bezahlt ... 8) und bin trotzdem an meine Plattenwünsche gekommen.

    Heute druckst man rum 25,-€ für eine CD-Box, eine GA o.ä. zu bezahlen ... sie könnte ja wo anders noch günstiger sein ... aber so ist es dann auch und man kommt an CDs für wenige Cent heran, für die man früher den angesprochenen Hochpreis löhnen musste. Das dann der Spruch "Was nichts kostet, das ist auch nichts", gilt hier eigentlich nicht, denn Du bekommst ja die Hammeraufnahmen zum Hammerpreis.


    Im Grunde paradisische Zeiten für den CD-Kauf ... nur ... man hat ja schon so ziemlich alles ... und man will die CDs ja auch mal hören ...

    ich kaufe auch fast nur noch Neuentdeckungen und wenn es bei geschätzen russischen Komponisten (wie Eshpai und Co) endlich mal Neuaufnahmen gibt.


    Oder wenn mir geschätzte Taminos, wie nemorino, etwas empfehlen um das man nicht herumkommt.

    RE: Beethoven - Pastorale mit Karajan (DG, 1982)

    Zunächst einmal empfinde ich die Mißachtung fast aller Wiederholungen gerade in diesem Werk als groben Mangel (das "Lustige Beisammensein der Landleute" wirkt hier beinahe wie "amputiert"), und mit den Tempi kann ich mich genauso wenig anfreunden ("Gewitter & Sturm" ausgenommen!).

    Ja, wir müssen ja auch nicht immer einer Meinung sein. Ich schätze auch viele andere Aufnahmen, wie Bernstein, Szell, Solti, Leibowitz nur jetzt als kleine Auswahl.

    Aber die Sinfonie Nr.6 in Karajan´s letzter Aufnahme ist noch extreemer, als die beiden auf DG, die Du kennst und hast (DG, 1962 und 1977); EMI, Mono 53 interessiert mich nachvollziehbar nicht. Mir gefällt die forsche Herangehensweise auch ohne Wdh und es gibt kaum eine Aufnahme mit einem noch heftigeren Gewitter. Was Whd angeht, bin ich nicht so anspruchsvoll und kann gut und gerne darauf verzichten.

    Schaut man sich Karajans Spielzeiten (9:04 - 10:19 - 3:08 - 3:23 - 8:25) an, so sieht man da schon, das die "Anders" ist --- :) ich mag es genau so !


    Auf der anderen Seite freut mich aber auch, dass wir bei der Fünften einer Meinung sind. Das ist nebenbei auch die Aufnahme (DG, 1962) mit der ich auf LP meinen genialen Beethoven 5 - Einstieg hatte ...:saint: besser konnte man nicht an Beethoven herangeführt werden.

    :?:Zu zügig oder gehetzt, wie Klassikfan meint ? Antwort: Ganz und gar nicht !



    RE: Beethoven Sinfonie Nr.5

    C. Kleiber ist besser in der 5., aber es ist eine der besten Karajans.

    Man liesst dies immer wieder ... aber das ist Deine subjektive Meinung und keine feststehende Tatsache. Was heisst schon "besser". Ich habe diese Kleiber-CD mit den Sinfonien Nr.5 und 7 (DG) auch; beide Sinfonienaufnahmen stehen bei mir im Mittelfeld und von beiden Sinfonien kenne und habe ich Aufnahmen, die mir weit mehr gefallen und liegen als diese "hochgeputschten" Kleiber-Aufnahmen:

    Lassen wir mal Karajan aussen vor --> bei der Fünften Bernstein/Bayerisches RSO (DG, 1976) oder auch Solti/WPO (Decca, 1960); bei der Siebten P.Järvi (SONY DVD 2010) ...

    Andrei Eshpai: Toccata

    Je nach Interpretation dauert das mega virtuose Klavierstück Toccata 3 Minuten. Für unsere Klavierfreunde ein Genuss !

    Es gibt auch eine Fassung für Streichorchester.


    *** Hier 2 Klavierfassungen mit Renata Loseva (Klavier) mit Noten

    und eine weitere als Konzertvideo (Name der Pianistin для фортепиано ):




    Silvestre Revueltas: Sensemaya (1937)

    Dieses Hammerstück vom mexikanischen Komponisten schätze ich hoch, seitdem ich in meiner Jugend bereits die tolle Aufnahme mit Bernstein bekam. Dieses und die weiteren lateinamerikanischen Stücke auf der CD haben meinen Geschmack entscheidend geprägt (nur nicht die Bachinanas brasileira 5 von Villa-Lobos, die ich auf dieser CD/LP für verfehlt halte).


    SONY, 60er, ADD


    Sensemaya dauert ca 6:35

    Neben Bernsteins herausragender Aufnahme, ist auch Gustavo Dudamel voll in seinem Element:

    Er hat es mit den Berliner PH am 30.10.2015 in der Waldbühne dirigiert, aber das hier von mir aus YT gewählte Konzert mit seinem Simon Bolivar SO Venezuela hat noch mehr rhythmischen Drive.


    Was ich nicht so mag ist seinen Beethoven und Bruckner.

    Die Sinfonien-GA gerade bei Beethoven sollte man nicht ingesamt über einen Kamm scheren.

    Kennst Du einen, der Beethovens Fünfte besser und packender dirigiert ? Das wären meine Lieblingsaufnahmen (alle auf DG).

    Auch die Sinfonie Nr.6 (DG, 1982, DDD) entspricht genau meiner Vorstellung, auch was das zügige Tempo angeht, bei dem er von fast allen Anderen abweicht.

    Ich würde sagen Beethoven Sinfonie Nr. 3 - 5 - 6 - 7 - 9 sind mit Karajan herausragend.


    Bei Bruckner würde ich sogar sagen: Wenn ich eine Bruckner-Sinfonien-GA von allen (für die Insel) auswählen müsste ... ich würde Karajan (DG) nehmen !

    Die Vierte empfinde ich als den absoluten Hammer.

    Bin aber froh dennoch Alternativen zu haben.

    Alexander Tschaikowsky: Stan Tamerlana


    Das russische folkloristisch angehauchte "Gute-Laune-Stück" dauert 4 - 5 Minuten, hat auch den Titel The Camp of Tamerlane.

    Hier in einem Konzert von 2015 auf einer Freiluftbühne mit dem Tatarastan Sinfonie Orchester unter seinem Chefdirigenten Alexander Sladkowsky.

    Auf YT kann man zahlreiche Aufnahmen/Konzerte von dem Kurzwerk Stan Tamerlana abrufen ... dieses ist die feurigste Aufführung mit Live-Atmosphäre, die ich gefunden habe und der besten Percussion.


    Leider kann ich die kyrillische Schrift bei dem YT-Video nicht lesen um festzustellen wo das Konzert statt fand.

    Auf CD kann ich das in Russland sehr beliebte Stück übrigends nirgends finden ... es wird mit Sicherheit dort massig auf CD vorliegen ...




    Info zum russischen Komponisten Alexander Tschaikovsky (1925 - 1996):

    Alexander Tschaikowsky, einer der bekanntesten und produktivsten Komponisten unserer Zeit, machte sich in den 1970er Jahren einen Namen. Alexander Tchaikovsky, der aus einer brillanten Schule von Größen der nationalen Musikkunst wie Tikhon Khrennikov, Heinrich Neuhaus und Lev Naumov stammt, erlangte sowohl in Russland als auch im Ausland Anerkennung. Er hat zahlreiche russische und internationale Preise gewonnen und seine Musik wurde in großen Konzertsälen in Russland, Europa, Amerika und Japan aufgeführt.

    Alexander Tchaikovsky beschränkt sich nicht nur auf den akademischen Stil, sondern arbeitet praktisch in allen wichtigen Musikgenres. Er hat neun Opern geschrieben (in den Jahren 2011-2012 wurde nur seine Legende von der antiken Stadt Yelets, Tamerlane und der Jungfrau Maria sowie der Bratschist Davydov erfolgreich uraufgeführt), drei Ballette und drei Oratorien (Juni 2013) ), Russisches Requiem , fünf Symphonien, ein Tondicht Northern Palmyra Nocturnes , ein Konzert für Orchester CSKA - Spartak , eine Reihe von Instrumentalkonzerten (für Klavier, Viola, Cello, Fagott, vier Saxophone und andere Instrumente mit Symphonieorchester), Chor , Gesangs- und Kammermusikwerke. Alexander Tchaikovsky arbeitet auch viel in den Genres Musiktheater und Operette und schreibt Musik für Cartoons, Filme und Fernsehen.

    Alexander Tschaikowskys Werke sind laut Kritiker „zeitgenössische Musik im besten Sinne des Wortes. Es zeichnet sich durch breite Melodie, Leidenschaft, Intelligenz und Geselligkeit aus; es ermutigt das Publikum, sich in das Geschehen hineinzuversetzen und auf natürliche Weise zu reagieren. “Der Komponist spricht fließend modernes Vokabular. Er ist offen für verschiedene künstlerische Stile und Bewegungen. Viele seiner Werke sind zu wegweisenden Ereignissen in der russischen Kunst geworden.

    Boris Parsadanian: Sinfonien Nr.2 und 7


    Durch Lutgras Beitrag 8 bin ich erneut auf Boris Parsadanian (14. Mai 1925 in Kislowodsk - 14. Mai 1997 in Tallinn ) aufmerksam geworden, dessen Sinfonie Nr.2 Martyros Saryan op.6, ich aus meiner Brillant-Swetlanow-10CD-Box bereits gut kenne und schätze.


    Die Sinfonie Nr.7 (1980) besteht aus einem Satz (Dauer = 22.29) und ist ein erhebender Nachgesang auf den 1978 verstorbenen Freund und Komponisten kollegen Aram Khatchaturian. Am Anfang der Sinfonie steht ein atmosphärisch klingender Männerchor mit dem die Sinfonie auch wiedr beschliesst. Dazwischen finden sich zwei packende aufbäumende Passagen, bei denen rhythmisch präsentes Schlagzeug nihct zu kurz kommt. Sehr moderne eigenständige Klänge, aber nicht direkt atonal, sehr ergreifend.

    *** So findet sich auch hier wieder in unseren Breiten vollkommen unbekanntes aber fabelhaftes und musikalisch wertvolles Nischenrepertoire.


    Die Sinfonie Nr.2 von 1961 wirkt noch wesentlich klassischer und hat 4 Sätze. Trägt aber auch schon Parsadanians Handschrift.

    :angel:Tolle Musik, die mich an die Beiden hochgeschätzten Schostakowitsch und Eshpai erinnert.



    Das Orchester des Estnischen Rundfunks / Peeter Lilje sind mit Herzblut dabei !


      

    ANTES, 1988, DDD

    Boris Parsadanian: Sinfonien Nr.2 und 7


    Durch Lutgras Beitrag bei den Baltischen Komponisten bin ich erneut auf Boris Parsadanian (14. Mai 1925 in Kislowodsk - 14. Mai 1997 in Tallinn ) aufmerksam geworden, dessen Sinfonie Nr.2 Martyros Saryan op.6, ich aus meiner Brillant-Swetlanow-10CD-Box bereits gut kenne und schätze.


    Die Sinfonie Nr.7 (1980) besteht aus einem Satz (Dauer = 22.29) und ist ein erhebender Nachgesang auf den 1978 verstorbenen Freund und Komponisten kollegen Aram Khatchaturian. Am Anfang der Sinfonie steht ein atmosphärisch klingender Männerchor mit dem die Sinfonie auch wiedr beschliesst. Dazwischen finden sich zwei packende aufbäumende Passagen, bei denen rhythmisch präsentes Schlagzeug nihct zu kurz kommt. Sehr moderne eigenständige Klänge, aber nicht direkt atonal, sehr ergreifend.

    *** So findet sich auch hier wieder in unseren Breiten vollkommen unbekanntes aber fabelhaftes und musikalisch wertvolles Nischenrepertoire.


    Die Sinfonie Nr.2 von 1961 wirkt noch wesentlich klassischer und hat 4 Sätze. Trägt aber auch schon Parsadanians Handschrift.

    :angel:Tolle Musik, die mich an die Beiden hochgeschätzten Schostakowitsch und Eshpai erinnert.



    Das Orchester des Estnischen Rundfunks / Peeter Lilje sind mit Herzblut dabei !


      

    ANTES, 1988, DDD

    Ich denke noch immer mit Wehmut an SATURN in Köln zurück. Jede Fahrt zum Hansaring 97 war für mich ein Glückserlebnis.

    Lieber nemorino,


    wer weis ob wir uns da nicht mal unbewusst gesehen haben. Ich habe bis 1984 fünf Jahre in Köln studiert und habe SATURN Köln wöchentlich mindestens ein mal besucht um (damals zuerst noch) Schallplatten zu erwerben (und das daraus resultierende und von Dir erwähnte Glückserlebnis zu erleben).

    Das Angebot war gigantisch - es gab quasi alles was das Herz begehrt.

    Jahre später, als die CD ihren Einzug nahm, war die CD-Abteilung ähnlich fabelhaft bestückt. Bis heute ist das auf den Nullpunkt gesunken.

    Gleiches Bild in Bonn: Bielinsky am Dreieck, Gilde Buchhandlung und Elektronikkaufhaus am Friedensplatz hatte ich auch immer gerne besucht und dort käuflich gewütet - die Genannten gibt es heute nicht mehr !


    :?: Warum ?

    Antwort: Die Käuferschicht für Klassik ist derart geschrumpft, das sich eine Klassikabteilung und der Riesenplatz dafür nicht mehr lohnt.

    ;( Ein traurige aber wahre Entwicklung ............................



    Ein Wermutstropfen:

    Man kann heute CD´s und CD-Boxen für einen Buchteil-Preis (oft Centpreise) erwerben, für die man früher (als man sowieso noch nicht viel Geld hatte) richtig viel Zaster da lassen musste.