Beiträge von teleton

    RE: Sinfonie Nr.4

    Nr. 4 ist auf eine Art seine modernste, gewagteste, radikalste. Und genau deswegen habe ich wohl ein Problem mit ihr.

    Mir ging es zuerst auch so. Nachdem ich dann aber verschiedene Aufnahmen gehört habe, hatte ich mich an die Sinfonie gewöhnt. Die scheinbar nicht enden wollenden Extasen im Fortissimo klingen in vieeln Int fast übertrieben und ohne innere Steigerung, zu gleichförmig bleibend; auch ohne Durchhörbarkeit hat man oft den Eindruck eines Klangbreies, der nicht enden will .....

    Ganz anders mit der LIVE-Aufnahme mit Roshdestensky von 24.Mai 1987, die für mich die absolute Referenz für die Vierte darstellt ... diese befindet sich mit den weiteren Hammeraufnahmen der Sinfonien Nr. 1, 4, 7, 9, und 10 in der BRILLANT-10CD-Roshdestwensky-Box:

    ES ist unfassbar was da abgeht ... Steigerungen in den Steigerungen ! Die übertrifft auch seine Studio-Aufnahme mit der Moskauer PH (Melodiya/Eurodisc, 1988).


    51AwPGRo0cL._SY300_.jpg51LHnAiHb6L._SY300_.jpg

    Brillant, 1987 (Schost.4), ADD


    :!:Ne ganz dolle Box, die bei mir zu den Unverzichtbaren gehört.

    Heuer teuer geworden ....

    Alle anderen Sinfonien haben sich mir leider noch nicht wirklich erschlossen, ich hoffe, dass Petrenkos GA, die noch auf dem Ungehört-Stapel liegt, mir dabei weiterhelfen kann ;)

    Lieber Amdir,


    als Schosty-Fan habe ich mir die gut klingende NAXOS_GA mit Petrenko auch zugelegt, als diese als GA verfügbar war. So richtige volle Begeistung kam dann von der Int nicht auf, weil ich klar durch Kondraschin - Roshdestwensky - Swetlanow geprägt bin, was alle Sinfonien angeht. Petrenko geht die Sache recht sachlich und zwar präzise an, aber er reisst einfach nicht so mit wie :angel: die grossen alten Russen, die die Werke absolut auf Sidehitze bringen .. eine ganz andere Liga tut sich da auf !


    Aber nicht alle Neuaufnahmen sind aber "lasch".

    *** Die GA von Ashkenazy (Decca) habe ich in der Vergangenheit immer gerne als "moderne Referenz" bezeichnet. Keine Ausreisser, alle Klasse interpretiert.


    *** Eine der neusten GA hat mir auch die Socken ausgezogen = Michael Sanderling / Dresdener PH (SONY, 2019) ... tolle Int, durchweg angemessene Tempi, durchschlagskräftig und spannend; geradezu der Gegenpol zu dem zu sauberen oft zu abgeklärten Petrenko. Bei M.Sanderling war ich nur von der 10ten enttäuscht, die mir zu wenig Power hat und gerade besonders im so wichtigen 2.Satz ohne pepp und Kraft daherkommt. Der Klang ist aktuell und astrein ... leider nicht auf SACD verfügbar, aber auf CD auch TOP.


    *** Von Dmitri Sohn Maxim Schostakwitsch hätte ich mir bei seiner GA mit den Prager Sinfoniken mehr erwartet. Er bleibt spannungsmässig fast am unteren Ende, scheint jede Effekte zu meiden und bleibt einfach zu sauber ... ganz das Gegenteil von einigen seiner früheren Einzelaufnahmen (zum Beispiel der Sinfonie Nr. 15) mit Maxim Schostakowitsch / Moskauer PH (Melodiya/Eurodisc), wo er sich als Sohn und Interpret ausgezeichnet bewährte. Ich hatte ihn auch mal LIVE in der Beethovenhalle Bonn mit der 10ten erlebt ... ein denkwürdiges Konzert, das ich nie vergessen werde. ES liegt nicht am Orchester, sonderen einfach an seiner später geänderten Sichtweise. (Auch das VC Nr.1 mit Maxim / Salerno-Sonnenberg (EMI, 1992) ... man kann es sich nicht vorstellen, aber die gehört aus meiner Sicht zu den schwächsten Aufnahmen dieses grossen (grössten aller) VC !)


    *** Dagegen schätze ich alle Aufnahmen von meinem Liebling Georg Solti (Decca), der aber leider nur die Sinfonien Nr. 1, 5, 8, 9, 10, 13, 15 im Programm hatte .. alles sehr gute Int und Aufnahmen in der gewohnten TOP-Decca-Quali !


    *** Nicht mehr ganz so neu, aber absolut russisch klingend vom Schosty-Kenner und Freund ist die ausgewogenste aller GA, die alle Vorteile einer guten Int mitbringen und die von den Neueren alleine ausreichen würde um zufrieden zu sein = :thumbup: Rudolf Barshai / Kölner RSO (Brillant) ... diese GA war viele Jahre für nen lumpigen Zwanni zu haben !!!


    :S Leider kann ich mit den GA vom Schosty-Freund, dem Cellisten M.Rostropowitsch (EMI) und genau so mit der GA von Kitaenko aus Köln (Dacapo) wenig anfangen ... die sind mir Beide einfach zu langatmig und bleiben streckenweise im viiiiel zu langsamen Tempo stecken ... entsorgt ! Die sind so ganz und gar der Gegenpol zu meinem hochgeschätzten Kondraschin !



    Habt Ihr mal die 1. oder 6. probiert? Sollten da eigentlich auch gehen ...

    Klar, die Erste war zusammen mit der Neunten meine Initialzündung für Schostakowitsch. Die Erste ist die Abschlussarbeit des 21jährigen Studenetn Dmitri Schostakowitsch ... ein Meisterwerk per Excelance. Amerikanische UA durch Eugene Ormandy, der die Pauken im 4.Satz aber noch zu harmlos behandelt.


    Bei der Sinfonie Nr.6 weicht er mal von der Form ab, indem die 3 Sätze immer schneller werden ... bis zum atemberaubenden Finale ... bei der Aufnahme mit Roshdstwensky bleibt man nur noch fertig und regungslos im Stereohörsessel sitzen und muss das gehörte erst mal verdauen ... :hail:herrrrrrlich ... der absolute Wahnsinn. Dieses Erlebnis ist aber nur bei Roshdstwensky (Melodiya/Eurodisc) in dem Umfang gegeben, denn alle Anderen bleiben (zu sehr) auf dem Teppich ...

    Die Klavierkonzerte Nr.1 (1955) und 2 (1974) sind hervorragende Werke des 20.Jhd, die wiederum das "ungeniessbar avantgardistische" vermeiden und fassbare moderne Musik ohne Langeweile zu produzieren, die etwa zwischen Bartok, Schostakowitsch und eben Englund "höchstselbst" mit seiner Eigenständigkeit stehen. Im anderen Thread hatte ich auch geschrieben - "es fetzt" - das trifft es.
    Man könnte die Werke rein gefühlsmässig auch neben die Merikanto - KK Nr.2 und 3 stellen. Hörspass pur !

    Es freut mich immer wieder, wenn auf den absolut unterschätzten finnischen Komponisten Einar Englund aufmerksam gemacht wird.

    :angel: Das sind nicht nur spannende Klavierkonzerte des 20.Jhd sondern auch astreine Aufnahmen und Interepretationen dieser wertvollen Musik ...

    Bruckner- Sinfonien mit Karajan


    Von Anfang an bin ich grosser Anhänger der Bruckner - GA mit Karajan (DG) .


    Für die Sinfonie Nr.4 bin ich dadurch ohnehin "verdorben" denn alle Anderen sind mir im Vergleich zu der Stahlharten mit Karajan zu lau ...

    8) Jetzt zu Weihnachten habe ich mir die neue Ausgabe auf 9CD und 1 BluRay schenken lassen.


    Die Klangqualität der BluRay-Audio ist sehr gut und lässt noch einige Feinheiten mehr wahrnehmen, als bei den alten CD-Ausgaben. Selbst leise Paukenstellen sind nunmehr bei der Neuauflage präsenter und deutlicher da.

    *** Die ersten drei Sinfonien sind ohnehin DDD-Aufnahmen .. was gibt es d noch zu remastern ? ... nix ... insofern stimmen die Aussagen nicht, das die Neuübernahme auf CD und BluRay klanglich gegenüber den CD-Altausgaben gewonnen hätten, denn die alten DDD-CDs waren auch schon sehr gut.

    Als Fazit würde ich sagen:

    Die alten CDs klingen so gut, dass man die Neuausgabe bei Vorhandensein nicht unbedingt benötigt ... bis auf ein paar Feinheiten haben die Analogaufnahmen etwas gewonnen.



    Ich besitze noch aus einer Sammlungsübernahme 2008 die Bruckner-Sinfonien mit Karajan zwei mal auf CD ... die stehen nun zum Verkauf ... Vorteil bei der DG-Neuausgabe mit BluRay ist der Platz, denn die neue Box ist gerade mal 3cm dick ... ^^ die Einzel-CDs verbraten im Regal gut 12cm.


    DG, 1976-1981, ADD/DDD

    Diejenige von 1962 ist im YouTube-Video fälschlicherweise mit dem Cover derjenigen von 1950 geschmückt, aber es ist eindeutig die unter Maazel. Selbst mit PC-Lautsprechern kann man sogleich erhören, dass Wiemans Vortrag nicht identisch ist.


    Immerhin sind seit Erscheinen der Maazel-Version 60 Jahre ins Land gegangen. Wie auch immer, Unfug war es auf jeden Fall, den Sprecher in Stereo neu aufzunehmen, aber solchen Luxus konnten sich die Major Labels zu dieser Zeit noch locker leisten.

    Lieber nemorino,


    wie so ist das Unfug ? Es ist doch schwieriger und akustisch unsauberer eine alte Aufnahme in diese schöne Konzertaufnahme einzufügen, als wenn der Sprecher Mathias Wieman bei der neueren 1962er-DG-Aufnahme mit Maazel direkt als Sprechersolist agiert.:) Diese wunderbare Aufnahme gehört auch für mich zu der stimmigsten Aufnahme von Peter und der Wolf.

    ;) Eher unfug wäre es doch, bei der TOP-Qualität der DG-Aufnahme mit Maazel die alte schwach klingende Lehmann-Mono-Aufnahme noch einmal auf CD heraus zu bringen ...


    Du solltest Dir unbedingt diese DG-Resonanz-CD (Abb von Josef in klein in Beitrag 74) zulegen ... die ist für wenige Cent bestellbar ...

    und auch das weitere Programm auf der CD finde ich TOP (Karajan mit der Kleine Nachtmusik ist aus meiner Sicht die beste Version, die ich je gehört habe ... das sage ich als nicht direkter Mozart-Fan ...) (und die 8 Ung.Tänze von Brahms (hier aus der CD 4) habe ich auch nie besser gehört, als unter Karajan (für mich ungleich fetziger als die recht langweilige DG-GA der Ung-Tänze unter Abbado ... )

    Für mich ist Schostakowitsch schlicht keine Musik, die gerne höre/die mir sympathisch ist. Darum ignoriere ich ihn vollständig, was CDs oder Konzerte betrifft.

    Lieber Christian,


    da kann man mal wieder sehen wie unterschiedlich die musikalischen Wahrnehmungen sind.

    Als Antwort auf Dein Zitat, kann ich mich vollumfänglich Thomas Papes Beitrag 52 anschliessen.


    Als ich zum ersten mal Schostakowitsch hörte gab es in den späten 70ern noch keine CDs.

    Es war damals zwei Melodiya/Eurodisc - LPs mit Kondraschin mit den Sinfonien Nr. 1 und 9. Ich war, obwohl ich noch gar nicht so viel Klassik kannte (meine Anfänge waren Beethoven, Brahms, Tschaikowsky) haben mich diese Sinfonien so vom Hocker gehauen, dass es nur wenige Tage dauerte bis ich mir die restlichen Sinfonien mit einer Auswahl aus Swetlanow, Roshdestwensky und Kondraschin zugelegt habe ... die Fünfte (damals mit Kondraschin) hat mich dann vollends so Begeistert, dass cih es fast nicht für möglich halten konnte, dass es so wahnsinnige Musik geben kann ...

    Wie ich heute weis hab ich schon damals direkt die "Richtigen" gewählt, denn vieles was an Schostakowitsch heute dirigiert wird, ist oft sehr ordentlich, aber solche eine direkten packenden Zugriff, wie die drei genannten Dirigenten, findet man nur eingeschränkt.


    Bei ist es genau wie bei Fiesco.

    Ich hatte eigentlich immer die meisten Aufnahmen von Beethoven. Aber alleine meine zahlreichen Sinfonien-GA führen dazu, dass ich die meisten CDs in meiner Sammlung von Schostakowitsch sind.


    Das :angel: VC Nr.1 empfinde ich als einen der tiefgehensten Werke der Konzertliteratur ... das ist mein absolutes Lieblings - VC. Obwohl ich absolut kein MONO-Fan bin gehört tatsächlich die von Thomas genannte Aufnahmen mit Oistrach/Mrawinsky zu den Wichtigsten ... ansonsten in Stereo mit Oistrach/Roshdestwensky und VC Nr.2 Oistrach/Swetlanow (BBC Music, 1962; 1968).


    :) :angel: Schostakowitsch gehört heute nach wie vor zu meinen drei Lieblingskomponisten ........



    :hello: Ich denke, wenn Du dich zumindest mit den hier genannten Werken von den Anderen und mir beschäftigst, wirst Du sehen und erkennen, was Du verpassen würdest ......


    mir geht es allerdings mit vielen Sinfonien von Mahler so, denn an den "Longschinken" kann ich auch nur ab und zu mal gefallen finden ... bei mir dann nach wie vor immer noch am liebsten mit Solti (Decca), der übrignes auch als Dirigent bei Schostakowitsch voll punkten kann.

    Die Chmura CD habe ich mal gebraucht bestellt,


    habe noch keine siebte. Da bin ich mal gespannt !

    Hallo Kalli,


    mit der Chmura - CD hast Du eine ordentliche Wahl getroffen. Ich hatte in Beitrag 2 vor neun Jahren bereits darüber berichtet und mich schon damals gewundert, warum so wenig Resonanz für diese Siebte vorhanden ist.

    :hello: Auf Dein Eindrücke bin ich gespannt !


    :jubel: Frohes neues Jahr 2023 !

    Dieses Pjongyang Concert von 2008 habe ich in der abgebildeten hochempfehlenswerten 11-DVD-Box GREAT AMERICAN ORCHESTRAS


    ;):) Ich finde das Konzert gar nicht so übel, wie hier dargestellt.


    Neben vielen Reden und den beiden Nationalhymnen das Hauptprogramm:


    Wagner: Lohengrin-Prelude Act III

    - fand ich als Nicht-Wagnerianer recht langatmig, liegt nicht in meinem Geschmacksbereich


    Dvorak: Sinfonie Nr.9 "Aus der neuen Welt"

    - sehr gut gespielt; ähnlich gut, wie Maazels Aufnahme mit den Wiener PH (DG)


    Gershwin: Ein Amerikaner in Paris

    - Klasse Interpretation der New Yorker mit Maazel, die keine Wünsche offen lässt


    Bizet: Fanderole aus der LÁrlesienne Suite 2

    - OK, aber wenn ich das höre, dann lieber die ganzen Suiten


    Bernstein: Candide - Ouvertüre

    - ohne Dirigent von den New Yorker in Memoriam an Bernstein TOP gespielt


    Triditonelles chinesisches Piece; arr. Sung-Hwan Choi: Arirang

    - dauert 13:23... den "Chinakäse" brauche ich in der Tat nur einmal und nie wieder



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    Euro Arts, 1 DVD, DTS 5.1


    Das Schöne bei den DVDs ist, dass man sich hier immer das Beste herauspicken kann.

    Gustavo Dudamel abseits des Mainstream

    mit

    Astor Piazzolla - Lalo Schifrin - Alberto Ginastera


    Programm auf der BluRay, die auch als DVD lieferbar ist:


    Piazzolla: Tanzago


    Schifrin: Kontert für Gitarre und Orchester Nr.2 - Concierto de la Amitad

    mit Angel Romero, Gitarre


    Ginastera: Estancia-Ballettsuite


    Piazolla: La muerte del angel

    Adios Nonino

    Oblivion

    Libertango


    mit Seth Asarnow, Zihharmonica (Bandoneon)


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    major, 2016, DTS HD


    Man ist gleich an die Waldbühne Berlin erinnert. Hier ist es das Los Angels PO in der Hollywood Bowl am 2.Augst 2016.

    Der grosse Gitarist Angel Romero als Solist und Lalo Schifrin als Komponist sind dabei. Standing Ovations !

    Ein Konzert das mal andere als gewohnte Töne anspielt - hat richtig Spass gamacht !


    Klangqualität: audiophil

    Sinfonie d-moll, Psyche und Les Djinns mit Ashkenazy


    Zu Adrianos Beitrag möchte ich eine CD mit der Sinfonie d-moll, Psyche und Les Djinns hinzufügen, die nicht nur durch den ausgezeichenten Decca-Digital-Sound begeistert, sondern auch durch Ashkenazy engagiertem Spiel mit dem TOP disponierten RSO Berlin.


    Ansonsten finde ich gerade die Sinfonie D-Moll mit Monteux (RCA) - erwähnt in Beitrag 67, die beste Wahl.

    Sogar noch zügiger als die feurige Monteux-Aufnahme ist auch Ashkenazy unterwegs: 17:03 - 9:28 - 9:16


    Les Djinns mit Ashkenazy am Klavier-Solo


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    Decca, 1990, DDD

    RE: Kabelklang bei Digitalquellen

    Als Verbindungskabel zwischen DAC und diesen Aktiv-Lautsprechern (der DAC hat dafür einen eingebauten Vorverstärker) habe ich zunächst ein 0815-Billigkabel aus dem Elektromarkt verwendet - ebenso das USB-Kabel war eine billige Beipackstrippe. Der Klang stellte mich nicht zufrieden - die Bässe klangen etwas muffig und topfig - genau der "Boxenklang", den man an Hifi-Standard gewöhnt nur schwer erträgt. Dann habe ich in meine Kabelkiste gegriffen und zunächst das Cinchkabel getauscht gegen ein Wireworld Oasis 5 (Neupreis 250 Euro). Das war schon erheblich besser - die Höhenwiedergabe natürlicher, die Raumabbildung besser und vor allem die Bässe deutlich weniger topfig. Schön kann man das auch feststellen, wenn man eine Aufnahme nimmt (z.B. ABM Beethoven-Klavierkonzert Nr. 3 mit C. M. Guilini, DGG), wo das Publikum im Saal zu Beginn klatscht. Das Klatschen klingt mit den Billigkabeln "belegt", wie abgedämpft. Dann war ich immer noch nicht zufrieden. Aslo habe ich das billige USB-Digitalkabel getauscht gegen ein Audioquest Karbon (Kostenpunkt 240 Euro). Und der Unterschied war noch deutlicher: Jetzt klingen die Lautsprecher wirklich gut, die dumpfen Bässe sind verschwunden.

    Lieber Holger,


    dass man anständige Chinch- und Digitalkabel verwenden sollte, statt Beipackstrippen, danach halte ich mich seit Jahrzehnten.

    Mit dem Kabelklang könnte ich bei analogen LS-Kabeln voll nachvollziehen. Da darf man keinen dünnen Beipack-Schrott verwenden.

    Aber bei DIGITAL halte ich das aber schon für reines VOODOO , 8) ja Eure Einbildung.

    Es werden nur digitale Daten übertragen, die doch durch das Kabel nicht verändert werden ! Da ist es egal ob man eine alte Stereo - Beipackstrippe für die DIGITAL-Verbindung auseinanderreisst und an Quelle und DAC anschliesst, oder ob man Dein 240E-Kabel anschliesst.

    Ich verwende in der Regel lieber die koaxialen Digitalverbidungen; aber da zum Beispiel mein Receiver nicht unendlich viele Digiatal-Koax-AsL hat, muss ich auch LWL-Digitalverbindungen verwenden (z.Bsp für den Mulitiformat-BluRay-Player).

    Qualitativ kann ich zwischen LWL und Koax einen Unterschied feststellen !! Wie auch --- es werden die gleichen digitalen Daten übertragen.


    ;)8) Alles Andere ist EUER VOODOO - viel (unnötigen) Spass damit !



    Genau das Gleiche mit der Einspielzeit !

    Was so sich am Kabel verändern, wenn es länger in Betrieb ist ???


    Noch was:

    Was macht ihr "Voodookünster", wenn das Kabel länger nicht in Betrieb war. :D Dann muss das ja total in den Keller gehen mit der Musikwiedergabe ^^;(

    Rued LANGGAARD: Sinfonie Nr 3


    Die Berliner Philharmoniker stehen hier quasi für Authentizität, denn das Orchester hat 1913 das Werk uraufgeführt.

    Erst mal Danke für Deinen Beitrag zu dieser interessanten Sinfonien Nr.1, die ich in den ausgezeichenten Aufnahmen mit Dausgaard (DACAPO in der Sinfonien-GA) und noch ausgefeilter Segerstam (Chandos) habe.

    Beide Aunahmen sollten mir eigentlich reichen.


    Aber einen kleinen Witz zu Weihnachten zu Deinem obigen Zitat kann ich mir nicht verkneifen:

    :D Ja, Norbert, die Musiker von 1913 sitzen ja auch heute noch bei den Berliner PH und können sich noch genau an Ihre damalige UA erinnern, weshalb diese neue Aufnahme wirklich authentisch sein sollte.



    :hello: Frohe Weihnachten !

    Lieber Christian,


    ich bin selber grosser Anhänger von Karajans Bruckner-GA und habe diese bereits seit den Anfängen in meiner CD-Sammlung noch als Einzel-CD-Ausgaben.

    Mit dem DG-Klang bei Bruckner war ich eigentlich immer zufrieden - die sind auch besser als die EMI-Aufnahmen einiger Bruckner-Sinfonien mit Karajan.

    :?:Lohnt es sich klanglich die neue Abmischung mit BluRay zu kaufen ???


    Wäre das optisch mit Videos von den Aufnahmesitzungen, würde ich keine Sekunde zögern ...

    Jeder etwas bessere CD-Player (das gilt auch für meinen neuen SACD-Player Denon DCD 1600 NE) hat einen Digitalausgang, sogar zwei - Lichtleiter und Cinch, wo das ungewandelte digitale Signal rausgegeben wird. So nutzt man den Player dann als CD-Laufwerk.

    Lieber Holger,


    das ist schon für normal sterbliche Musikfreunde fast undenkbar, dass man so einen TOP-CD-Player von DENON, der quasi alles an Bord hat als CD-Laufwerk benutzt ^^.

    :angel: Aber ich weis ja, Du bist in dieser Hinsicht von einer anderen Welt in den oberen Sphären.

    Es sein Dir gegönnt. Auch das Du mit dem anderen DAC noch "mehr" zu hören glaubst .......


    8) Ich käme nie auf die Idee meinen SONY CDP-XA50ES nur rein als CD-Laufwerk abzukanzeln.

    Der hängt mit anständigen high-endigen Chinchkabeln analog am Stereo Vr für die Frontboxen.

    Aber tatsächlich fällt mir gerade auf ... für die Rearkanäle verwende ich auch den koaxialen Digitalausgang des XA50ES für Dolby Surround Pro Logic bei Stereo-CDs für bessere Räumlichkeit.

    Ich emfinde den Klang dann natürlicher als rein über Stereo.

    Ich hoffe trotzdem, dass ich noch CDs kaufen kann, besser noch SACDs.

    Und ich kaufe seit längerer Zeit sehr gerne LIVE-Konzerte auf DVD oder BluRay, denn da habe ich auch ein LIVE-Erlebnis, dass mir die CD so nicht bieten kann.


    Aber zum Thema CD:

    Nein, die CD/SACD wird so schnell kein Ende haben ... besonders bei Klassik-Freunden wird es ein unverzichtbares Medium bleiben !

    KEBU Synhesizerspezialist aus Finnland


    Sebastian „Kebu“ Teir (* Kristinestad, Finnland) ist finnischer Keyboarder, Arrangeur, Komponist und Produzent elektronischer Musik.

    Er ist noch recht unbekannt und erst seit wenigen Jahren auch auf CD und DVD präsent.

    Ich hatte ihn bei der Suche nch SCHILLER und Tangerine Dream zzufällig auf YT gefunden. Seine gute Laune Musik hat mich sogleich angeprochen ... es muss ja nicht immer Klassik sein !


    Neben eigenen Werken auf der CD URBAN DREAMS (2021) hat er sich auch bekannten Stücken auf der Filmwelt angenommen.

    Eine brandneue DVD ich auch LIVE in OSLO (2017) ... Kebu den muss man einfach LIVE und optisch erleben wie der abgeht !


    Hier eine Kostprobe von 2 "Raussschmeisern" in zwei Versionen von 2012 und 2022 ... seine FRisur 2012 fand ich deutlich besser als 2022 ;)^^




    :hello: Meinungen und Reaktionen zu KEBU sind willkommen !

    Sinfonie in drei Sätzen

    mit Solti / SO des Bayerischen Rundfunks München


    ES ist schon in Jammer, wie unbeachtet die Strawinsky - Sinfonien über die Jahre bei Tamino geblieben sind.

    Ich hatte dies bereits im Jahre 2016 moniert ...


    Bei mir, der derzeit gern zu DVD- und BluRay - Konzertaufnahmen greift, hat sich bei mir jetzt neben der CSO-Aufnahme (Decca) eine weitere Solti - Aufnahme der Sinfonie in drei Sätzen eingefunden hat - mit dem SO des Bayerischen Rundfunks München aus der Philharmonie am Gasteig (Arthaus 1993).


    Solti weis, wie immer, gleich Spannung aufzubauen und den Hörer am Ball zu halten. Es ist ein Genuss Solti beim Dirigat zuzusehen.

    Bei aller Bewunderung für seine intensive und detailreiche Interpretation ... die Bildregie wurde dabei nicht immer gekonnt umgesetzt um die jeweiligen solistischen Orchesterpassagen zu zeigen, denn wenn das Schlagzeug grössere Aufgaben hat, hätte ich auch gerne mal den Pauker gesesehen !

    Bei der ebenfalls ausgezeichneten Bruckner - Sinfonie Nr.3 hat die Bildregie das deutlich besser hin bekommen ... :angel: aber ansonsten Hör- und Sehspass pur.


    51lswGEjzGL.jpg

    ARTHAUS, 1993, Dolby Digital

    Merkwürdig! Mich hat diese Sonate von Anfang an fasziniert.

    JA, mir geht es auch so, dass ich nach den Orchesterwerken, gerade zu dieser Liszt Sonate h-moll mehr Faszination aufbringe, als viele andere Klavierwerke Liszts. Ich schätze die zügige Aufnahme mit Ronald Smith (APR) und auch S.Richter (Brillant) mehr als die deutlich zu langatmige mit Pletnev (DG).

    So unterschiedlich können die Wahrnehmungen sein.


    Ich machs mir einfach:

    Zunächst mal - von wenigen Ausnahmen Abgesehen - beinahe fast alles ab ca 1910.

    Bei mir ist es so, dass mir in der Regel alles nach 1900 mehr liegt, als alles davor.

    Nur auf die ungeniessbaren Avantgardisten und grössten Teils auf die zweite Wiener Schule kann ich locker verzichten.


    Dann muss ich zu Mahler 4 doch mal eine Werkeinführung schreiben! :D :hello:

    Da geht es mit wie Josef ... und ich glaube auch nicht, dass eine Werkeinführung deinerseits mir da gross helfen würde.

    Interessant was Josef bezüglich Bernsteins Interpreration schreibt. Ich muss mir die Mahler 4 mal mit Bernstein (DG) ansehen/anhören, denn die habe ich auf DVD ... ;) da habe ich in der Regel mit Bild mehr Zugang !

    Lieber nemorino,


    bekanntlich verliert bei mir eine gute Interpretation einer Sinfonie nicht an Wert, wenn auf die Wdh mehr oder weniger verzichtet wird.

    Solti hat zum Beispiel bei den Brahms und Beethoven-Sinfonien alle Wdh dabei ... 8) als MUSS sehe ich das nicht an.

    *** Bei der Brahms 2, wo der Kopfsatz dann bei Solti sogar über 20Min dauert finde ich es sogar unnötig, denn da schätze ich Levine, Karajan oder Szell u.v.a für den ausgewogenen Geamtablauf sogar mehr, die dann locker mit 14-15Min auskommen.

    So auch bei meinem letzten Brahms-Neuzugang Steinberg (DG), der sauber mit etwas über 14Min auskommt. (Über die Steinberg - GA wollte ich schon lange mal ein paar Worte schreiben ... kommt noch !)


    *** Du weisst, bei der Schubert 9 ticke ich anders als alle Anderen. :)

    Da mag ich es am liebsten straff ohne Wdh ... und gefolgt von Szell (SONY) natürlich die stahlharte mit Karajan (DG).


    *** Es gibt noch ein Beispiel, wo es gar keine Frage bezüglich Wdh gibt, da hier die mehrfach wiederholten Passagen Bestandteil des Satzes sind: So riesig, wie ich das Werk auch schätze, aber es ist der 3.Satz der Beethoven 7. Die ewige Wdh der gleichen Passagen, bis mal der Schluss kommt, hätte ich etwas kürzer gestaltet. :untertauch:

    Lieber Amdir,


    das ist meine absolute Lieblings - Langgaard-CD.

    Habe auch die GA aller Langgaard-Sinfonien mit Dausgaard (DACAPO) - teils auf CD und SACD verteilt.

    :!:Aaber, die Dausgaard-Interpretationen der Sinfonien Nr. 4, 5, 6 kommen nicht an die tolle von Dir gezeigte Scheibe mit Järvi (Chandos) heran ... was Emotion, Aussagekraft und Hörspass angeht.


    8) Schade, dass N.Järvi keine GA herausgebracht hatte ... aber aus meiner Sicht ehrlich gesagt: Die Nr. 4, 5, und 6 sind auch "hammermässiger" als der für die Zeit doch sehr konservative Rest der Sinfonien.

    RE: Beethoven - Karajan (DG, 1980)


    Lieber Amdir,


    den Einschätzungen von Johannes Schlüter und Josef teile ich.

    Gerade bei der CD (Abb Beitrag 51) mit der Sinfonie Nr.8 haben sowohl die enthaltenen (hier recht lauen) 3 Ouvertüren nicht das Niveau der alten 60er-Jahre Einspielungen mit Karajan; auch die Klangqualität aus den Anfängen der Digitallära lässt zu wünschen übrig (Klang ist ziemlich Dick und unausgewogen).

    Du wirst auch feststellen, dass die Sinfonie Nr. 8 ziemlich "altbacken" klingt und das Menuett viel zu gemütlich daher kommt (müsste nach meinem Geschmack mind. 1Min schneller sein!).


    Die Klangqualität dürfte bei den genannten DG-Neuauflagen besser klingen ... da mir die Aufahmen aber angesichts der spannenderen Konkurrenz aber kein MUSS sind, würde ich mir diese nicht nochmal zulegen wollen.


    Aber eines muss man dem DDD-Zyklus mit den "Strahlencovern"; die auch alle als Einzel_CD habe, lassen:

    :angel: Die Sinfonien Nr. 3 - 5 - 9 und das Hammerfinale der 7ten;sowie für mich persönlich die allgemein wegen des schnellen Tempos wenig geschätzte Aufnahme der Sinfonie Nr.6 sind auch hier grosser Karajan ... und nebenbei sind gerade diese auch klanglich brauchbarer, als der Rest !

    Die CD-Sammlung hat etwas von einer Bibliothek, in der man auch mal stöbern kann mit Zufallstreffern. Ah - die alte Aufnahme könntest Du mal wieder hören! Auf der Festplatte dagegen findet man nur, was man gezielt sucht. Vieles vergisst man dann. Man weiß nicht mehr, was man eigentlich hat. Musikdateien auf der Festplatte sind für mich eine sinnvolle und willkommene Ergänzung - nicht mehr und nicht weniger. Dass ich meine Zeit verschwende, tausende DCs zu rippen statt Musik zu hören, ausgeschlossen!

    Lieber Holger,

    deine Worte könnten von mit geschrieben sein.


    Zu jeder CD / SACD oder auch Musik-DVDs und Musik-BluRays baue ich quasi eine Verbindung zur Musik auf, diese :angel: Anfassqualiät gehört einfach dazu.

    Ich habe auch eine ganze Menge Musikdaten auf dem PC (oder z.Bsp. die ganzen Tangerine Dream - Alben auf DVD), oder eine ganze Reihe Konzerte von YT ... aber das nur als Ergänzung zur Musiksammlung, die ich nie vermissen möchte (weniger geschätztes auf CD ist totes Kapital und wird allerdings ausgesondert).


    Tausende CDs rippen - niemals - schade um die Hörzeit, die dabei verloren gehen würde ...

    Schubert - Sinfonien NR. 2 - 6 und 8 mit Maazel


    Ich kann es kurz machen, da ich bereits in den Threads zu Maazel-Lieblingsaufnahmen und Sinfonie Nr.6 einige Worte der Bewunderung geschrieben habe.


    Eigentlich finden sich beim Best Buy meist eher Werke des 20./21.Jhd bei mir ... aber heute ist es tatsächlich mal Schubert !


    Mein Best Buy für den Sommer 2022:


    41HBHEX205L.jpg

    DG; 1961-62, ADD



    *** Ergänzt von dieser schönen SACD der Sinfonien Nr. 1 und 6 mit Rene Jacobs:

    PENTATONE, 2018, DDD


    ES gibt nur einen unbedeutenden Aufreger:

    Mein SONY-SACD-Player erkennt diese SACD nur als CD. Macht aber gar nichts, da die Klangqualität auch mit der CD-Hybrid-Spur ausgezeichenet ist ... 8)^^ die Pauken sind voll da !


    Schließlich habe ich mir - wie angedroht auch die Bayrische Maazel-Aufnahme angehört.

    Ich habe mich bemüht herauszufinden was ihr fehlt. Wahrscheinlich gar nichts. Lediglich meine Vorstellung von dieser Sinfonie dreckt sich eher mit jener von Böhm,, als jener von Maazel.

    Ich habe mir auch erst mal die Spielzeiten mit Maazel angesehen, bevor ich mich für den Kauf entschieden hatte. Ich kenne und habe von den Böhm - Aufnahmen (DG) nur die Sinfonien Nr. 8 und 9.

    Aber ohne den Rest zu kennen, wird mir Böhms Sechste wohl nicht ganz so wenig liegen, wie Harnoncourts katastrophales dahinschleichen im 4.Satz mit 11:55. Böhm braucht aber auch noch 10:33.

    :love: Wie höchst tempramentvoll erfrischend mit Maazel (DG) = 7:40 !!!


    Maazels späten Schubert mit dem SOdBR München habe ich mal im TV verfolgt, so recht begeistert war ich nicht. Dagegen sind seine DGG-Aufnahmen von 1960/62 um Klassen vorzuziehen.

    Lieber nemorino,


    vor Jahren hatte ich den Bayern-Zyklus mit Maazel auch mal im Auge ... nun bin ich Dank Deiner Empfehlungsauffrischung froh die fantastischen DG-Aufnahmen der Sinfonien Nr. 2 - 6 und 8 mit Maazel zu haben.


    Ich habe mich für diese schöne DG-Doppel-CD-Ausgabe entschieden, da ich die Werke in der Membran - Box schon habe, oder von den entsprechenden Werken meine Favoriten bereits eingeschworen sind ...


    Die Sinfonie Nr.6 auf dieser Doppel-CD ist der Hammer !

    41HBHEX205L.jpg

    DG; 1961-62, ADD

    Schubert-Sinfonien mit Maazel (DG)


    Den Beiträgen von nemorino und Joseph kann ich nur zustimmen. Mit Maazel gibt es neben richtig Herausragendem immer schon schwächere Einspielungen.

    Warum nun gerade die Sinfonien Nr. 1 und 9 nicht mehr mit den Berliner PH dabei waren mag organisatorische Grunde gehabt haben.


    Macht nichts, denn das was an Schubert da ist, ist an Spielfreude, packendem Zugriff und Temprament kaum zu überbieten. Der junge Maazel hatte es absolut drauf !

    Ich hatte diese Schubert-Maazel-Aufnahmen schon lange im Auge; verdrängt wurde dieser langjährige Kaufwunsch eben durch vorhandene Aufnahmen mit Karajan, später Harnoncourt und den Aufnahmen, die er bei genauer Betrachtung der einzelnen Sinfonien teilweise sogar noch übertrifft ... die herrliche GA mit Kertesz (Decca) ... mein Gedanke war: "Was soll ich mit soviel Schubert ?"

    8) Mein Kauf wurde jetzt durch nemorinos dankenswerter Werbung im Thread der Sinfonie Nr.6 neu bestärkt ... :angel: mit vollem Erfolg.


    Maazels höchst brillant straffer Zugriff übertrifft so manche andere Int deutlichst. Da wird nichts verschleppt, die Menuette kommen straff daher, ohne die übertriebene Gemütlichkeit von Karajan; und die Eigenschaft bei Harnoncourt gerade die letzten Sätze (Sinfonien Nr. 2, 4 und 6) ungewöhnlich langatmig zu verschleppen, geht Maazel völlig ab.

    :thumbup:Wie straff und ohne jegliche Langeweile er die Sinfonien angeht ist Hörspass erster Klasse.

    Als absolut herausragend empfinde ich die Sinfonien Nr. 2, 4 und 6.

    Auch die Unvollendete gelingt Maazel kurzweilig, ohne den 1.Satz unnötig auf über 15Min aufzubohren (so wie in seiner späteren Aufnahme mit den WPH (CBS)). Maazel _ DG hier: 10:47 - 11:29.


    Die Klangqualität der DG-Aufnahmen von 1961/1962 ist natürlich gestaffelt mit gutem Stereopanorama ... ein dickes Quentchen besser und natürlicher als die Beethoven-Sinfonien mit Karajan aus gleichem Zeitraum.


    41HBHEX205L.jpg

    DG; 1961-62, ADD

    Der Dirigent war zum Zeitpunkt der Einspielung 31 Jahre alt. Er hatte einen Exklusivvertrag mit der DGG in der Tasche, und aus dieser Zeit stammen IMO Maazels schönste Aufnahmen, z.B. Beethoven 5 & 6, Brahms Nr. 4, Tschaikowsky Nr. 4, Mendelssohn Nr. 4 & 5, sowie ein nicht vollendeter Schubert-Zyklus (Nr. 2-6, 8). Aus unerfindlichen Gründen fehlen die Nr. 1 und die Große C-dur (Nr. 9). Klangtechnisch sind die Aufnahmen durchweg bestens gelungen.

    Lieber nemorino,


    ja, einige dieser ausgezeichneten Maazel-Aufnahmen habe ich noch zur "LP-Zeit" auch kennen gelernt. ES ist Schade, dass er sich später mit den berlinern überworfen hatte !!!

    Zu Deiner Liste gehört auch die Prokofieff: Romeo und Julia Suite Nr.2 .... eine Wahnssinnaufnahme ... zum Glück hat er das ganze Ballett mit dem Cleveland Orchestra ganz aufgenommen.



    Aber zum Thema Sinfonie Nr.6:

    Ich habe gerade auf YT erst mal getestet welche Spielzeit Maazel für den 4.Satz der Sechsten benötigt: saubere ~ 8-9Min erfeulicherweise und eine frische Herangehensweise. Deshalb und da ich weiterhin schon viel positives über Maazels Schubert gelesen habe , habe ich die abgebildete DG-Doppel-CD mit den Sinfonien 2-6 und 8 gerade für 4,88€ bei den Medimöpsen "geschossen". Auf die Unvollendete bin ich auch gespannt !


    41HBHEX205L.jpg

    DG, 60er, ADD


    Danke nemorino für den Hinweis auf diese Maazel-Aufnahmen ... für den heissen Preis nehm ich sie ....

    Rene Jacobs mit dem B´Rock Orchestra


    Abgebildete SACD hat mir heute einen riesen Hörspass bereitet:


    PENTATONE, März 2018 Congress Saal Insbruck, DDD


    Die SACD wurde von Alfred im Sinfonie Nr.1-Thread dieser Tag vorgestellt. Rene Jacobs hatte bei Alfred ja höchste Abneigung ausgelöst, was eine Mozart-Sinfonien _ CD angeht (was ich aus seiner Sicht nachvollziehen kann). Ich fand die CD dennoch mit ihren saftigen Pauken sehr kurzweilig.


    Auch hier bei Schubert zeugt das höchst vorbildliche Textheft zu den Sinfonien Nr.1 und 6 von grosser Wertschätzung seitens Rene Jacobs:

    modertato sei noch einmal zitiert !

    Zitat von moderato

    René Jacobs hat einen äusserst detaillierten Booklettext zur Struktur der 1. und 6. Sinfonie (wie zu den anderen bereits erschienenen vier seiner Gesamtaufnahme) verfasst. Der musikalische Verlauf der acht Sätze plus die beiden Introduktionen der ersten Sätze wird genau beschrieben Es lohnt den Text zu lesen. René Jacobs hat sich eingehend mit den Sinfonien Schuberts befasst. ich kenne von keiner CD eine solche Analyse. Eine derart tiefgehende Durchdringung in einem Booklet-Text ist mir noch nie untergekommen. Nur schon dieser Text würde die Anschaffung lohnen. Ich nehme an, andere Dirigenten unterziehen ein Werk einer ähnlichen oder gleichen Analyse, nur machen sie ihre Erkenntnisse nicht schriftlich öffentlich.


    ich habe soeben die Hörsitzung der SACD beendet und bin auch von der Interpretation der HIP ausgerichteten Musikerinnen und Musiker begeistert.

    Seitdem ich nach Kajajan die frühen Schubert - Sinfonien (1-6) mit Kertesz (Decca) und Harnoncourt / GGBO Ansterdam (Warner) hörte, bin ich ohnehin geläutert und muss feststellen, dass mir Karajan zu klassisch und teilweise viel zu langsam interpretiert (ausser Nr. 8 und 9, die ich auf höchste goutiere .. aber das ist eine anderes Thema).


    *** Jacobs und Kertesz liegen tempomässig bei den Sinfonien Nr.1 und 6 etwa auf dem gleichen zügigen Niveau:

    Kertesz: 9:25 - 6:12 - 6:15 - 9:00

    Jacobs : 8:40 - 5:45 - 6:31 - 9:17

    Was die Sinfonie Nr.6 angeht, so kann ich mir die ersten 3 frisch dargebotenen Sätze mit Harnoncourt ja noch anhören.

    :( Doch was den 4.Satz angeht, so ist Harnoncourt mit seinen ausufernden Spielzeit von 11:55 für mich fast unerträglich, wie er den frischen Satz (Sonatensatzuform ohne Durchführung und Entwicklung; in einem fast rhapsodisch freien Raffiniement) leider total dahinschleppt. Karajan mit 11:30 (EMI) leider auch total lahm und nicht besser !


    :) Wie wunderbar frisch gestalten Jacobs und Kertesz diesen Satz ! Dabei in ihrem Raffinement weit vom viel zitierten Rossini (was den Satz angeht) entfernt ... nein, besser als Rosssini !


    Einzig wegen dem etwas dünnen Streichklang des B´Rock Orchestra, würde ich mir jetzt die Sinfonien Nr. 2, 3, 4, 5 nicht zwingend noch mit Jacobs ordern, denn der sinfonische Streicherklang der Wiener PH mit Kertesz (Decca) passt meiner Meinung nach besser zu Schuberts Sinfonien.

    :!:Dennoch hat man die Schubert - Sinfonien nie so detailreich gehört, wie auf dieser SACD mit Jacobs !

    Ich empfinde hier bei Jacobs auch einen ganz anderen frischen Zugang als bei Brüggen (dessen GA mich nie überzeugen vermochte und nicht mehr in meiner Sammlung weilt ...


    Danke für den TOP-Tipp !