Beiträge von teleton

    Dvorak: Sinfonie Nr.7 mit Levine


    Diese recht unbekannte CD gehört auch zu meinen liebsten Aufnahmen der Dvorkak-Sinfonie Nr.7.

    James Levine mit den Chicago SO.


    Diese übertrifft sogar die Spitzenaufnahme mit Dohnanyi (Decca), was Spannung und Einfühlungsvermögen angeht. Klanglich zudem allererste Sahne !

    Auch die Neunte "Aus der neuen Welt" gehört zu den Besten je gehörten.


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    RCA, 1981, 1984, DDD


    Eine Schande, dass der Morris derzeit vergriffen ist. Immerhin gibt es also fünf Aufnahmen dieser Fassung.

    Ich hatte auch danach gesucht ... alles vergriffen oder - nicht verfügbar -


    Selbst wenn man die Mahler 5 mit ihm sucht, wird eine CD-Quelle für 0,38€ angezeigt. Tatsächlich ist das ein Fehler, denn es handelt sich um die Aufnahme mit Bruno Walter/New Yorker PH.


    Nun ja, so Mahler-Verrückt bin ich auch nicht. Ich habe Solti und Bernstein ... mehr brauche ich nicht ...

    James Levine steht offenbar vor einem nicht mehr für möglich gehaltenen Comeback.

    ...

    Ich würde es ihm gönnen.

    :thumbup: Ich auch, denn James Levine ist ein unglaublich guter Dirigent.


    Ganz früher dachte ich, der wäre nur für Opernmusik gut, weil er an der MET dirigierte. Daher hatte ich ihn damals eher weniger auf dem Schirm.

    Aber seitdem ich die Klassiker und die kompletten sinfonischen DG-Aufnahmen mit ihm habe, bin ich voll überzeugt ... besonders die Romantiker - insbesondere seine Brahms-Sinfonien.

    Lieber Uranus,


    alle AKG und Beyerdynamic ist übertrieben, aber über die Jahrzehnte hat sich schon eine klare Richtung festgesetzt.


    Ja, ich würde den Beyerdynamic DT990 Edition nehmen, das ist seit fast 10Jahren meine Lieblings-KH. Der ist zudem ausgezeichnet verarbeitet.

    Sowas analytisch Präzises mit zugleich solidem und konturiertem Bassfundament hat sonst kein KH in der Preisklasse:


    RE: DT880 / DT990 / AKG K-701 / AKG K-702


    Lieber Josef,


    nach deinem Bericht habe ich gleich mal nachgesehen, wo mein AKG K-702 hergestellt wurde, den ich seit ca 3Jahren habe. Ich hatte mich für den AKG K-702 entschjieden, weil der ein fetzigeres Bassvolumen hat als der vorher getestete K-701. Jedenfalls ist das der ehrlichste KH, den ich jemals hatte, der auch jede Schwächn einer Aufnahme aufzeigt ... aber meiner (bei Thoman bestellt), ist auch Made in China (deshalb hatte der auch den megagünstigen Preis).

    :);) Aber sag nicht China-Schrott, denn auch dieser AKG hat beste Verarbeitung und einen Megaklang. Nach dem Kauf des K-702 hatte ich dann Alfred meinen alten AKG K-500 überlassen.


    Zitat von Josef

    Der Beyerdynamic DT 990 Edition (250 Ohm) klingt verlockend, da er ja besonders bassstark sein und die Pauken exzellent abbilden soll.

    Du sprichst den Beyerdynamic DT990 an, von dem ich bereits hier 2014 (Beitrag 320) berichtete.

    :angel: Das ist mein wichtigster KH, den ich auch meistens im WZ-Hörplatz benutze ... und ja, er gibt auch Pauken richtig knackig wieder.

    Da ich von diesem geprägt bin, war mir der K-701 und der K-500 ewig einfach zu schlank.

    :!:Im Prinzip würde der DT990 alleine mir reichen. Aber das ist genau wie bei den Interpretationsvergleichen von Meisterwerken ... man will einfach wissen, wie die klingen ... und bei den heutigen Preisen kann man das auch locker.

    Der DT990 wäre der richtige KH für dich. Die Abbildung des Orchsters ist so natürlich wie beim K-702, nur mit noch knackiger, wenn es zur Sache geht !


    Viele sagen, dass sich die beiden AKG 701/2 und dem DT880 sehr ähnlich sind.

    Nachdem mein uralter Beyerdynamic DT880 jetzt in die Jahre gekommen war (stammte aus meiner Studentenzeit in Köln aus den frühen 80ern; Preis war 175,-DM) und als Vollplastikmodell von damals mit dem neuen DT880 nichts mehr gemein hat, hatte ich mir vor 2Jahren den neuen superpreiswert gewordenen neuen Beyerdynamic DT880 für den Hobbyraum gekauft. Es war auch Neugierde dabei, wie der ich klanglich gemausert hat !!!

    :!:Er hat insgesamt deutlich weniger Bassvolumen, auch wie mein DT 990 Premium/Edition. Er ist, wie Michael schreibt, dem AKG K-701 sehr ähnlich, aber nicht dem AKG K-702, der deutlich zupackender wirkt. Der Klang ist sehr linear; feinauflösender KH, aber irgendwas fehlt mir, wenn ich damit höre ...

    Der Neue ist bestens verarbeitet (optisch und vom Alugehäuse sieht er fast genau wie mein DT990 aus) - der Klang hat aber gegenüber dem Urzeitmodell nur in Punkto "Dynamicspitzen ohne Verzerrungen" hinzugewonnen, ist aber nicht besser als der Alte mit seinem typischen Schmelz.

    Ich hatte den alten DT880 in der 600Ohm-Version und kaufte später schon wegen des Wirkungsgrades nur noch die 250 Ohm-Versionen.


    Den alten Beyerdynamic DT800 (aus den 80ern in Vollplastik), hatte ich über die Jahrzehnte mehrfach repariert (mit LIRE-Münzen an den Bügeln zum fixieren der KH-Muscheln, die abgebrochen waren); sowie einen neuen 6,3 Klinkenstecker angelötet. Diesen hatte ich 2019 über EBAY nach Portugal verkauft, wo ein Liebhaber ihn unbedingt haben wollte - und er ist weiterhin zufrieden mit dem Ding.

    Ja, das finde ich auch.

    Diese CD hatte ich als Ergänzung zu meiner KK-GA mit Gould (SONY) gekauft; um alle KK mit Bernstein / New Yorker PH zu haben.

    Denn das KK Nr.5 in der GA mit Gould/Stokowski ist mir durch Stokowskis Manier "Machen wir es mal eben langsam !" äusserst unsymphatisch.


    :angel: Fantastische Bernstein/Serkin-Aufnahmen der KK Nr. 3 und 5 !

    Okay, lieber Wolfgang,


    bereitwillig ließ ich mich überzeugen ( ;) ) und habe soeben die Gesamtaufnahme bestellt.

    Lieber Norbert,

    das freut mich ... :) und ich bin megagespannt auf Deine Eindrücke zu Sarastes Beethoven.

    Meine herausragenden Favoriten sind die Sinfonien Nr.1, 5 und 9.

    Es gibt für mich keine "ideale" Einspielung der 9. Sinfonie, aber etliche sehr, sehr gute.

    :thumbup: Genau so ist es !

    RE: Ashkenazy/Solti

    Ich habe sie ja auch in meinem 2020-Thread extra erwähnt. Nur finde ich den Klang zwar gut, aber durchaus nicht "Luxusgewand".

    Lieber Holger,


    sicher ist diese äussert ausgewogene natürliche Analogaufnahme von 1972 nicht ganz der Standard von heute. Aber sehr nah dran und besser als so manche DDD-Aufnahme. Gegenüber den zahlreichen geschätzten Aufnahmen wie Gilels/Szell (EMI), Giles/Masur (Brillant) ist das was Decca im Vergleich mit Ashkenazy/Solti bietet tatsächlich ein "Luxusgewand". Das Klavier tönt sehr natürlich und hat den Schmelz der "perlt"; das ist das, was ich zum Beispiel bei Weissenberg/Karajan flachem Pianosound deutlich vermisse.


    :saint: Mir gefällt die Balance zwischen Klavier und Orchester sogar richtig gut. Das war mir noch nie falsch oder als negativ aufgefallen. Ich halte es sogar für richtig so, denn das volle Orchester hat ohnehin mehr Volumen, als ein einzelnes Klavier.

    Gerade über Kopfhörer finde ich die Aufnahme in allen Beziehungen und auch vom Klang - Spitzenklasse mit Hörspass pur !

    Klavierkonzert Nr.1 mit Gould und Ashkenazy



    Christoph Eschenbach (Klavier) und die Berliner Philharmoniker, Dir.: Herbert von Karajan (Aufnahme: 12/1966, Berlin)

    Svjatoslav Richter (Klavier) und das Boston Symphony Orchestra, Dir.: Charles Münch (Aufnahme: 11/1960, Boston)

    Arturo Benedetti Michelangeli (Klavier) und die Wiener Symphoniker, Dir.: Carlo Maria Giulini (Aufnahme: 9/1979, live, Wien)


    Lieber nemorino,


    bei deinen 3 hochkarätigen Aufnahmen wird mir jetzt klar, warum Du die Gould/Golschman (SONY) nicht so liegt, wie mir.

    Du hast einfach einen anderen Weg zum KK 1 beschritten, die Dich geprägt haben.

    Die Richter/Münch-Aufnahme des KK1 würde mich davon auch interessieren. Leider Hat Richter ja nur die KK 1 und 3 eingespielt !


    Mein Weg führte über Brendel/LSO/Haitink (Philips) über Fleisher/Szell (SONY) bis zu den Gilels-Aufnahmen mit Szell und Masur (EMI) bis zu den Ashkenazy/Solti-Aufnahmen (Decca).


    Das Klavierkonzert Nr.1 ist mir mit Gould/Golschman wegen der ausgezeichneten enregiegeladenen Orchestermitspieles (ich schreibe extra nicht "Begleitung") sehr ans Herz gewachsen. Auserdem gefällt mir auch die von der Norm abweichende Kadenz von Glenn Gould.


    SONY, 1958 (KK1), ADD



    Ebenfalls als 2.Aufnahme nominiere ich die Aufnahme mit Ashklenazy/Solti beim KK1. Die kraftvolle Einigkeit zwischen Beiden und die aufwühlende Ausdruckskraft hat mich schon immer überzeugt.

    :love: Wenn ich nur eine Klavierkonzerte-GA behalten dürfte - ich würde diese nehmen. Denn hier ist neben der packenden Int Beider auch der Klang im Decca-Luxusgewand ... für mich immer ein ebenfalls entscheidender Punkt !


    Diese GA habe ich mit grosser und positiver Überraschung für mich, erst im Jahre 2011 angeschafft und kennen gelernt.

    Decca, 1972, ADD



    Als 3. Aufnahme müsste ich wegen der pianistischen Leistung, die Gilels/Masur-Aufnahmen (Brillant, 1976) wählen. Da die Orchesterbegleitung mit dem Staatlichen SO der UDSSR aber nicht so gut aufgenommen ist (womit ich trotzdem leben kann !), wäre es verwegen nach deinen hochkarätigen Aufnahmen, diese als Favorit in die Liste aufzunehmen. Aber toll finde ich Gilels/Masur trotzdem und sie liegt mir als GA sogar mehr als die Gilels/Szell-Aufnahmen (EMI).

    RE: Jukka-Pekka Saraste

    Dass Saraste nach Deinen Angaben auf den Spuren Munchs wandelt, wundert mich ein wenig, denn als besonders temperamentvoll habe seine Aufnahmen nicht unbedingt in Erinnerung behalten. Ich weiß, dass er bisweilen recht zügige Tempi spielen lässt, z.B. erinnere ich mich an eine (leider nicht auf CD erhältliche) Aufführung von Brahms' "Ein Deutsches Requiem" oder an Bruckners 8.(die ist auf CD erhältlich), wo er durchaus schnell unterwegs war, aber "Temperament" ist nicht nur "Tempo".

    Lieber Norbert,


    deine Gedanken im Zitat deckten sich voll mit den Meinen ... bis ich in den letzten Jahren mehrfach im TV WDRIII Saraste in aktuellen WDR-Konzerten u.a mit Beethoven gehört habe. Ich hatte mir die Konzerte auch auf FP mit geschnitten.

    Willi hat auch sehr positiv von diesen LIVE-Konzerten mit Beethoven in Köln berichtet, die in den Jahren 2017-2018 parallel zu den Hänssler Studoaufnahmen der Sinfonien_GA statt fanden.


    =O Erst jetzt wurde mir klar welche Entwicklung dieser Dirigent von früher bis heute gemacht hat und wie sehr er sich positiv verändert hat.

    Wegen der positiven TV-Eindrücke kaufte ich mir dann seine aktuelle Beethoven-Sinfonien-GA, die mich in Spannung, zügiges Tempogefühl, Temprament und Stimmigkeit schwer überrascht und überzeugt hat.


    Ich habe auch seine ebenfalls aktuelle Brahms-Sinfonien-GA mit dem WDR SO (Hänssler) gekauft, die auch nihct übel ist und ihre Meriten hat, aber an meine Favoriten wie Levine und Solti (um jetzt von Vielen nur kurz die Beiden im Vergleich zu nennen) erreicht er in Punkto Temprament und Aussagekraft doch nicht.


    Der Beethoven - Zyklus und auch speziell die Neunte sind ihm hingegen verdammt gut gelungen.

    Die Neunte dauert mit Saraste 62:07 (ähnlich wie bei Leibowitz). Das kommt meinem Tempoempfinden mehr entgegen, als wenn ich von Dir lese das Böhm wahnsinnige 79Minuten brauchte ...

    Jukka-Pekka Saraste


    Lieber nemorino und WolfgangZ,


    da habt ihr ja wieder etwas ausgegraben - mit Charles Munch. (Warum schreiben einige auch Münch ?)

    Ich habe mir Ausschnitte auf YT angehört - und ja .... :thumbup: das ist der Hammer !


    Es gibt mit Munch fast alle Beethoven-Sinfonien in Einzelausgaben (auch Mono-Aufnahmen sind dabei), aber keine GA.


    Nun ja, da ich Beethoven 9 nun nicht so oft höre und die Neunte im Rahmen meiner GA auch mehr als 15x habe, soll mir YT mit Munch erst mal reichen !

    ;) Man muss es nicht übertreiben.

    -----------------------------------------------


    Aber ich habe eine recht aktuelle Aufnahme der Neunten gefunden, die an Leidenschaft und Esprit durchaus an Munch heranreicht:

    Jukka-Pekka Saraste mit dem WDR SO Köln (Hänssler). Da selbst die Spielzeiten fast identisch sind, könnte man fast vermuten, das Saraste Munch als Vorbildfunktion hatte ... ich höre eine ganze Menge parallelen. Auch die Pauken sind bei Saraste (wie in seiner gesamten GA) immer sehr präsent und nie verdeckt). :) Er lässt die Pauken auch so genüsslich knallen wie Münch. Gut, so ganz unbändig wie Munch im 2.Satz (megaklase) zeigt sich Saraste nicht ganz - dazu ist er nicht der Typ; aber er ist verdammt nah dran.


    Ich habe Sarastes GA erst seit ~2 Monaten.

    Die Neunte ist meistens die letzte Sinfonie, der ich mich bei einer neuen GA zuwende; so auch hier. Ich höre höchsten mal aus Neugier in den 2.Satz rein ... DA wir jetzt alle im Beethoven - Fieber sind und nach Walter und Steinberg folgte nun auch Saraste mit Beethovens Neunter komplett.

    :saint: Ich bin schwer angetan und megaüberrascht über Sarastes Weiterentwicklung in den Jahren. Nach seiner recht laschen und langweiligen Sibelius - Sinfonien - GA (in seinen Anfangszeiten auf Finlandia) hätte ich ihm so einen zackigen Beethoven gar nicht zugetraut. Eine meiner allerbesten Neunten (mit Leibowitz und Karajan).

    Kurzum: :angel: Nicht nur seine 9te hat Klasse, sondern sie gehört zu meinen besten Beethoven-Neuentdeckungen in meiner Sammlung.


    :!:Vorteil ist auch die aktuelle Klangtechnik vom Februar/März 2018, die das ausgezeichnet disponierte WDR SO Köln in allerbestem Licht dastehen lässt - ein Hörgenuss - fern jeder historischen Aufnahmepraxis --- einfach TOP mit Hörspass pur !!!


    Hänssler, 2017-2018, DDD


    Der Hammer war, dass einem dieses Beethoven-Genuss, für 10,-€ hinterher geschmissen wurde. Inzwischen ist einiges über diese lohnenswerte Beethoven-GA berichtet worden, so auch von mir, sodass der Preis nun auf das Doppelte angestiegen ist - nachvollziehbar, den sie ist es mehr als Wert.


    @ nemorino

    Du musst und solltest auch hier über den Schatten Deiner CD-Platzprobleme springen ..... :hello:

    RE: Weissenberg/Karajan

    Ich habe eben festgestellt, dass ich keine Einspielung der Beethovenschen Klavierkonzerte unter dem Dirigat von Herbert von Karajan habe. Ich überlege, ob ich mir die Aufnahme mit Alexis Weissenberg (den ich sehr schätze) zulege. Hat jemand die Aufnahmen?

    Aus welchem Jahr stammen sie und wie sind sie klanglich?

    Hallo Wolfgang K.


    ich hatte mal genau so gedacht und mir die 3 EMI-Einzel-CD´s mit Weissenberg/Karajan zugelegt. Von der Int fand ich seitens Karajan einiges zu gemütlich und zu brav; andererseits pianistisch auch wieder sehr gut. Den Klang würde ich mit K=7 - 8 bewerten.

    :!:Aber der eigentliche Grund, warum ich die Aufnahmen alsbald wieder abgegeben habe, war der flache Klang des Klavieres - als Eindruck von damals hatte ich geschrieben: "Das Klavier perlt einfach nicht !"

    (In den Beethoven-KK-Threads findest Du meine Eindrucke von damals.)


    Nachdem ich dann die Emil Gilels-KK-GA bekam; auch die mit Masur (Brillant)) und mit Szell (EMI), hatte ich den Weissenberg-Aufnahmen ohnehin nie wieder nachgetrauert ...

    William Steinberg


    Vor wenigen Tagen hatte Rollo in "heute gehört" berichtet, wie angetan er von William Steinbergs Aufnahme der Neunten war.

    Ein Ansporn für mich:

    Denn als letzte der Neun Sinfonien aus dem Steinberg - Zyklus habe ich mir die Neunte nun auch ganz angehört.


    Mein Begeisterung geht nicht ganz so weit, wie bei Rollo.

    Für sich gesehen eine auch von der Tempogestaltung stimmige und gute Aufnahme.

    8) Offenbar bin ich zu sehr von anderen Aufnahmen geprägt: Angefangen mit Klemperer (EMI) bei dem alles viel unmittelbarer in Stein gemeisselt klingt; auch die Pauken im 2.Satz hauen um und sind nicht so hallige Donnerbüchsen. Weiterhin Karajan (DG), der die Sinfonie dramatischer aufbaut (so und nicht anders hat das zu klingen - suggeriert mir Karajan in seinen 3 DG-Aufnahmen ! ). Die von DG, 1977 empfinde ich als die klanglich Natürlichste !


    DG, Command Classics 1963-1965, ADD


    Habe dann mal zum Vergleich auch in Bernstein / New Yorker (SONY) reingehört, bei dem die Emotionen fast überkochen ! Klanglich und von der Interpretation ebenfalls eine Wucht Bernstein / Wiener PH (DG - auf DVD mehr ein Erlebnis als auf CD !)


    *** Als Fazit für den Steinberg-Zyklus empfinde ich die Neunte als nicht so stark wie die meisten anderen Sinfonien aus der GA ...

    RE: jpc


    Mit jpc bin ich seit Jahren immer zufrieden gewesen und habe nie Probleme gehabt. Ich bestelle von Anfang an mit meiner KD-Nummer immer auf Rechnung !

    Es kam in Jahrzehnten vielleicht ein mal vor, dass ich eine CD zurückschicken musste.

    Die Verpackung mit den Pappumschlägen ist in der Tat nicht so stabil, dafür mit Styropur gedämmt ... da sind die guten Weichumschäge von Medimops (die man dann für den privaten CD-Versand/Verkauf weiter nutzen kann) natürlich angemessener ... ich habe auch schon mal ein paar CD-Cases von jpc bekommen, weil die CD-Hüllen äusserlich beschädigt waren.


    Deine beiden Geschichten sind nachvollziehbar.

    Aber jetzt zu Coronazeiten ist alles schwierig und da sind die froh, wenn die Einnahmen verbuchen können, die ihre Unkosten decken.

    RE: Beethoven _ VC


    Lieber Norbert,


    meine Lieblingsaufnahme war auch für Jahrzehnte die mit Francescatti / Walter (CBS, 1960).


    :) Bis ich Deine Nummer 3 = Tetzlaff/ Zinman (ARTE) hörte, die das Konzert absolut geradlinig in Klang setzt (ich wollte vermeiden zu schreiben: "jeden Schmalz austreibt"; ;) meine es aber ! :untertauch:).

    :!: Es sei noch zur Auswahl der Kadenz zu erwähnen, dass Tetzlaff/Zinman sich für die auskomponierte Beethoven-Kadenz aus der Fassung für Klavier und Orchester op.61a entschieden, was mir ebenfalls ganz ausgezeichnet gefällt !


    Die Hillary Hahn - Aufnahme (SONY) habe ich auch in meiner Hahn-VC-Box, finde diese Int aber bereits zu klassisch schön ... genau so wie die ansonsten orchestral tolle Aufnahme mit Bernstein / New Yorker PH mit Stern in der GA-Box ...

    soweit ich überlege, habe ich alle anderen Beethoven-VC-Aufnahmen inzwischen als für mich nicht mehr akzeptabel abgesetzt.

    Britten: Sinfonia da Requiem

    Mein absolutes britisches Lieblingswerk ist seit langem die Sinfonia da Requiem; zugleich eines meiner Lieblingswerke des 20.Jhd. Das ist er Hammer an kompositorischer Finesse und mit einer Hochspannung, die ihres gleichen sucht.

    Ich habe von dem Werk alle verfügbaren Vergleichsaufnahmen, die Rang und Namen haben. Obwohl ich seit vielen Jahren im

    Thread Britten, Benjamin - Orchesterwerke über meine zahlreichen Aufnahmen immer wieder berichte, bleibt die Resonanz auf dieses Meisterwerk bis auf wenige, die wie ich richtig darauf abheben, recht gering.


    Die Sinfonia hat die 3 Sätze:

    1. Lacrymosa

    2. Dies Irae

    3. Requiem Aternam


    :!:Eine der besten Aufnahmen ist die unter der Stabführung des Komponisten mit dem LSO. Als Britten - Liebhaber, sollte man die Britten-7CDBox mit Aufnahmen unter der Leitung von Benjamin Britten ohnehin haben. Darin sind die wichtigsten Britten-Orchesterwerke enthalten:


    Die Einzel-CD ist in der Box enthalten und ist mit der fabelhaften Cello-Symphony, mit Rostropowitsch am Cello, gekoppelt.

    :love: Trotzdem habe ich auch diesen CD-Edelstein auch noch separat (schon wegen des Coverbildes mit den drei Künstlern):


    61ODHa-flzL.jpg

    Decca, 1963-64, ADD


    :| Ich stelle soeben betrübt fest, dass viele CDs in alten Threads gar nicht mehr als Bild erscheinen, oder heuer gar nicht mehr gelistet sind.


    Auch die im obigen Zitat abgebildtete Decca_GA mit Britten ist als Bild nicht mehr als Bild erhalten gewesen; dort habe ich es jetzt neu eingestellt.



    *** Auf YT könnt ihr die Sinfonia da Requiem in einem LIVE-Konzert von den BBC Proms 2013 aus London mit Thomas Ades / BBC SO in guter Qualität anhören:







    ;) Ein britisches Lieblingswerk ist eigentlich zu wenig (ich wäre dafür auf 3 zu erweitern). Mein Nächstes wären die Young Persons Guide to the Orchestra und die Vierte von Vaughan - Williams ...

    Die wäre eine glänzende Ergänzung zu Deiner neu erworbenen Beethoven-Box.

    Lieber nemorino,


    diese Everest - CD mit Steinbergs Brahms 4 habe ich noch am Freitag als Vorgeschmack für die Auf den Weg zu mir befindliche Beethoven-Sinfonien-GA mit Steinberg / Pittsburgh SO (DG) gehört. ;) Diese Hammeraufnahme hatte ich natürlich schon !

    Ja, es ist eine der packensten Aufnahmen der Brahms 4, die sich in die Reihe der allerbesten Aufnahmen mit Levine / CSO (SONY), Solti (Decca), Szell (SONY), Bernstein (SONY + DG) und Kleiber (DG) einreihen kann.



    :!: Aber zurück zu Beethoven:

    Es gibt wirklich wenige Beethoven-Sinfonien-GA die so einheitlich gut geraten sind, wie gerade hier mit Steinberg (DG). Es gibt bei den meisten anderen GA immer mal etwas auszusetzen, dass das Tempo oder bei bestimmten Phrasierungen hier und da nicht gefällen oder der eine oder andere Satz zu langatmig geraten sei ... hier bei Steinberg nicht.


    Betrachten wie die Sinfonie Nr.8:

    Bis auf die etwas zu sehr im Hintergrund aufgenommenen Pauken gelingt ihm jeder Satz stimmig und spürbar als Vorläufer zur grossen Neun. Der dritte Satz Menuett ist bei vielen Dirigenten viel zu gemütlich (auch bei Karajan mit über 1Minute mehr Dauer - viel zu Langatmig). Hier bei Steinberg folgt das Menuett als Delikatesse nach dem auch nicht zu langsam gespielten frischen Allegretto scherzando um dann danach in das Allegro vivace zu münden, das bei Steinberg auch tatsächlich vivace ist ! Vom Tempo her fast genau deckungsgleich, bis auf den Paukensound ist er sehr nah dran an meinem Favoriten für die Achte = Leibowitz (Chesky) !


    @ Nemorino

    Das Steinberg-5CD-"Böxken" mit informativem Textheft (in dem auch endlich mal was etwas über die Aufnahmeumstände geschrieben wird und nichts über die Sinfonien !) ist gerade mal etwas dicker als 1CD-Case. ;) Da dürften Platzprobleme keine Rolle mehr spielen.

    Die alte braune Bernstein-6CD-SONY-Box, bei der noch Ouvertüren und das VC mit Stern dabei sind ist drei mal so dick. Den Leerraum in dieser Box habe ich genutzt um darin noch 5CD-R mit Paavo Jarvis Beethoven (die mir mal ein Klassikfreund zukommen lies) unterzubringen.



    Damit sind wir beim Thema Orchesterklang bei Beethoven:

    Die gerade erwähnten Paavo Järvi-CD-Aufnahmen mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen (RCA) sollten mich vor vielen Jahren (durch einen Klassikfreund) überzeugen. Der dünne Sound der eher kammermusikalisch besetzten Orchestergruppen hat mich jedoch nie wirklich überzeugen können. Kammerorchester und Beethoven --- für mich, wie für Dich = ein NoGo !

    :!:Allerdings möchte ich die unbändige Spielfreude, die die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen mitbringt keineswegs abwerten. Schon gar nicht die Erfahrung, die das Bremer Spitzenorchester mit Paavo Järvi im Laufe der Jahren mit Beethoven gesammelt hat.

    :love: Das Spitzenergebnis erfolgte dann beim Beethovenfest 2010 in Bonn bei der alle Sinfonien auf DVD aufgenommen wurden und zu einem artemberaubenden Erlebnis zu einer der Besten Beethoven-Sinfonien-GA wurden, bei der dann auf einmal der dünne frühere RCA-CD-Klang gar nicht mehr vorhanden war, sondern es klingt dort packend voluminös und sinfonisch. Diese Aufnahmen liegen in TOP-DTS5.1 -Klangqualität auf DVD vor (SONY-DVD, 2010, DTS5.1).


    Bei Steinberg ist in dieser Hinsicht alles klar.

    Das Pittsburgh SO ist ohnehin in voller sinfonischer Besetzung. Die Aufnahmetechnik von Command Classics legt es auch darauf an - hier der Schlusssatz über die Tontechnik aus dem Textheft:

    >> Auf dieser GA, wie auch bei anderen Command- Veröffentlichungen, ist der Klang eines Sinfonieorchesters auch genau so eingefangen, dass es wie ein Sinfonieorchester klingt. <<

    Beethoven mit William Steinberg


    Hier kann und muss ich mich Beitrag 2 von Michael anschliessen.

    :angel: Das ist klar ein Best-Buy 2.Quartal 2020.


    Ich berichtete in: "Welcher Zyklus ist der Beste":

    DG, Command Classics 1962-1966, ADD

    William Steinberg

    Nach der Enttäuschung mit dem zu gemütlichen Zyklus mit Bruno Walter folgte wenige Tage später der ursprüngliche Kaufwunsch mit William Steinberg.


    :angel: Bei William Steinberg habe ich das Gefühl einer total stimmigen Leseart. Die eher zügigen Tempi liegen genau in meinem Sinne und liegen gefühlt bei Beethovens Metronomangaben. Seine vorwärsschreitende, nie langatmige, tempramentvolle Art mit Energie den Zügeln ihren Lauf zu lassen, überzeugt voll. Dabei verzichtet Steinberg nie auf Transparenz bei den einzelnen Orchesterstimmen. Er spielt die Ecken und Kanten aus, betont sie und romantisiert die Musik nicht.


    :thumbup: Die Steinberg _ GA macht solchen Spass, dass ich gar nicht mehr aufhöre sie durchzuhören.

    Als besondere Highlights empfinde ich bisher die Sinfonien Nr.2, 3 (Eroica), 4, 5 und 7; vom Tempogefühl her sind alle 9 Megaklasse.

    Es ist eine grossartige Entscheidung der DGG gewesen diese Aufnahmen 1962 bis 1966 von Command Classics jetzt zu veröffentlichen.


    Steinberg arbeitete ab 1960 auch mit dem Label Everest, die eine besseres Aufnahme-Equipment hatten (als bisher Capitol Records), dass nach der Pleite von Everest dann von Mercury - Living Presence verwendet wurde. Es folgte das von Toningenieur T.Fine Label gegründete Label Command Classics (Aufnahmen mit 35mm-Band) die als Herzstück diesen Beethoven-Zyklus in einem Zeitraum von 5 Jahren aufzeichneten.

    *** Die Klangqualität von Steinbergs Beethoven ist nicht immer ganz perfekt - ich würde KK = 8 vergeben.

    Die Streicher (VC1+2) klingen recht hell und könnten sonorer klingen, die tiefen Streicher klingen sonor, die Bläser sind sehr präsent und klar, die Pauken mir etwas zu integriert (eben damalig so üblich) und nur wenn sie solistisch auftreten (Nr.2- Ende des 3.Satzes und Nr.9 - 2. Satz) ganz deutlich, aber mit einem deutlichem Hallanteil.

    Der Klang des Pittsburgh SO ist sehr spezifisch und ziemlich deutlich von Anderen zu unterscheiden = Aufnahmeort: Solders & Sailors Memorial Hall.


    DG, Command Classics 1962-1966, ADD

    RE: Konwitschny

    Keine kritische Abwertung, wie ich sie in Deinem "altbacken" vermute teleton.

    Nein, nein, keinesfalls falsch verstehen. DAs sollte keine Abwertung bedeuten, sondern Dir nur klar machen, wie entscheidend Vergleiche von Aufnahmen sind.

    Diese Fontana-LP mit der Siebten war mit immer lieb und wert und hat mir schliesslich den Weg zur Siebten eröffnet. Eine tolle Aufnahme mit gutem Tempogefühl, die ich jahrelang geschätzt und gehört habe. Damals gab es noch keine weiteren LPs mit Konwitschny, sonst hätte ich die mir die eine oder andere Beethoven-Sinfonie auch mit Konwitschny gekauft - es wurden dann Einzel-LPs mit Klemperer (3.+9.), Kletzky (1.+2.), Maazel (4.), Karajan (5.+6.+7.+8.).

    :!:Ich meinte nur im Vergleich zu Paavo Järvi und kurze Zeit später (nach Konwiscshny) auch zu Karajan (DG, 1977) ! Denn die Art eine Beethoven-Sinfonie zu dirigieren von damals eher konservativ und die moderne Sichtweise und Aufnahmetechnik (mit präsenten Pauken) von heute unterscheidet sich deutlich von damals.


    Ich sehe es auch so wie nemorino und das Wort "Kapellmeister" hat einen abwertenden Touch, den ich ebenfalls nicht mag.


    Lieber Wolfgang,


    ich bin zwar weder Joseph noch Norbert, aber als ich las: "Bestellung gemacht", dachte ich spontan: Zu spät! Sonst hätte ich gleich eine leichte Warnung ausgesprochen, weil ich Deine Vorlieben ein wenig zu kennen glaube.

    Lieber nemorino,


    ja, Du kennst meine Vorlieben.

    Man kann das in einem kurzen Satz zusammenfassen: Bei mir muss man ein paar Briketts mehr auflegen um bei mir eine Wirkung zu erzielen.


    Ich habe mich wegen meiner Enttäuschung zu Walters Beethoven aber gleich belohnt und mir Steinberg (DG) bestellt.

    Seit gestern habe ich sie - :saint: und bin hin und weg ... dazu später mehr.

    Groß geworden bin ich in Sachen Beethoven-Sinfonien mit dem Gewandhausorchester unter Franz Konwitschny.

    ...


    Eine zweite, dritte, vierte Gesamteinspielung, gar noch mehr? Ich wüßte nicht warum und wozu.

    Hallo udohasso,


    weil es höchstinteressant ist, die verschiedenen Lesearten der Dirigenten kennen zu lernen und diese miteinander zu vergleichen. Beim Vergleichshören stellt sich dann schon bald eine Favoritenaufnahme heraus, die mit der Erstgehörten gar nichts mehr zu tun hat !


    :!: Du glaubst gar nicht, was man alles verpasst, wenn man nicht vergleicht und nur bei 1-2 GA stehen bleibt .....



    Beispiel:

    Ich hatte die Sinfonie Nr.7 auch als meine Erstaufnahme mit Konwitschny (Fontana-LP). Ganz nette Aufnahme ... aber bereits wenige Jahre später hat mich Karajan (DG, 1977) mit seiner Aufnahme beim letzten Satz vom Stuhl gehauen. Danach folgten unzählige Weitere ... und wenn Du Dir das Rockkonzert der Siebten mit Paavo Järvi / Deutsche Kammerphilharmonie Bremen (SONY, DVD, 2010) anhörst, dann bleibt Konwitschny ziemlich altbacken zurück ...

    RE: Bernstein

    Der "dünne" Klang macht sich insbesondere bei den heroischeren Symphonien, also der 3., 5., 7. und 9., störend bemerkbar.

    Das kann ich, genau wie Willi auch nicht nachvollziehen, denn wenn es so wäre könnte ich diese GA kaum mein Favorit nennen, lieber Bertarido. Zu "dünn" ist mir dieser hochsinfonische Klang keineswegs. Das ist packender hochexpressiver Beethoven.

    Das kann ich so nicht nachvollziehen, lieber Bertarido. Was du als "dünn" bezeichnest, erlebe ich als hellen geschärften Klang, den ich beim Nachhören des Kopfsatzes der Eroica (s.o.) vorhin wieder einmal mit Hochgenusss erlebt habe. Bernstein als hochexpressiver Dirigent ist hier absolut in seinem Element, und vor allem in der Durchführung entfaltet er ein Drama

    Ich bin mit dem Klang der New Yorker PH voll zufrieden.

    Die von Willi in Beitrag 166 abgebildete Bernstein-GA ist die von C2010 mit dem 24Bit-Remastering.

    Klanglich unterscheidet es sich nur marginal von der vorigen GA-Version von C2002 mit dem 20Bit-Remastering (braune GA-Box - liegt als Abb nicht mehr vor -). Wenn man die hat, braucht man die Neuere nicht zu kaufen.


    Bertarido schätzt eben bekanntlich noch mehr die Wiener PH-GA (DG). Die New Yorker GA ist straffer, zügiger und mehr von jugendlicher Frische gekennzeichnet, was mir wiederum mehr liegt. Das langsamere Tempo später in Wien empfinde ich nicht immer als ganz ideal. Ich habe ja auch die DVD-Ausgabe - da ist es natürlich ganz toll Bernstein auch optisch zu erleben. Das Tempo tritt dann mehr in den Hintergrund. Ausserdem ist dort DTS5.1-Sound unglaublich gut !

    Die Fünfte ist mir in Wien fast zu harmlos ... ganz im Gegensatz zu dem atemberaubenden Erlebnis des Amnesty International Konzertes 1976 mit Bernstein / Bayerisches RSO München (DG).

    RE: Leonard Bernstein

    Keiner hat wie er verstanden, die Spannung der langsamen Einleitung aufzubauen und in den raschen Schlußsatz einmünden zu lassen. Einfach toll! Seine spätere Wiener Einspielung (DGG) liegt mir nicht vor, aber ich glaube kaum, daß er seine New Yorker Aufnahme übertreffen konnte. Ich gebe freimütig zu, daß ich mit Bernstein, von wenigen Ausnahmen abgesehen, nicht sonderlich eingenommen bin, aber sein früher Beethoven (ich schließe ausdrücklich die Eroica und die Fünfte ein) ist einfach Spitze! Die übrigen Aufnahmen aus dem Zyklus kenne ich leider nicht.

    Lieber nemorino,


    es freut mich, dass Du die hohe Qualität der New Yorker Bernstein-Aufnahme(n) herausstellst.

    :angel:Das ist meine Beethoven-Sinfonien-GA für die Insel CBS/SONY-Zyklus kennenlernen - es lohnt sich ! Ich habe alle Remastering-Versionen (die GA mit dem 20Bit-Remastering und die mit dem 24Bit-Remastering) und fast alle SONY-Einzel-CDs zum Teil aus der Royals - Serie. (Die von Dir abgebildete CD habe ich auch - :hail:ein Edelstein.) Ich brauchte ja im Prinzip nur eine GA. Aber die CDs sind mir zu wertvoll, als dass ich die abgebe ... eine steht im WZ, die andere GA im Hobbyraum.


    :angel: Übrigens habe ich auch Bernsteins späten Beethoven - Zyklus mit den Wiener PH auf DVD und auch auf CD (DG).

    Auch dort ist die Sinfonie Nr.1 ganz ausgezeichnet gelungen. Darüber könnte man seitenlang schreiben wie akribisch genau und zugleich mit Emotion Bernstein begeistert - nebenbei klanglich eine der besten Beethoven-GA überhaupt !

    Letztendlich favorisiere ich aber insgesamt auch seinen fantastischen New Yorker - Zyklus (SONY).

    Ich besitze den Stereo-Zyklus von Bruno Walter schon lange, aber, ehrlich gesagt, so richtig glücklich bin ich nicht damit geworden. Bei aller Verehrung für den großen Humanisten Walter, aber in diesen Spätaufnahmen war er doch, von Ausnahmen abgesehen, auf die ich gleich komme, zu sehr "Weichzeichner". Alles klingt warm, wohlig, aber (für mich) ist das mehr ein Beethoven für Schlummerstunden, und für solche sind eigentlich andere Komponisten eher prädestiniert.

    Lieber nemorino,


    ja, Bruno Walters Beethoven ist mir auch zu "gemütlich" um zu Norbert ein weiteres Schlagwort einzubringen.

    Da habe ich mich zu schnell von Josefs Begeisterung anstecken lassen. Zusammenfassend hat Walter schon einen sehr noblen Beethoven aufgenommen, der auch klanglich für 1958/59 sauber aufgenommen ist. Insgesamt im Vergleich mit Karajan weit präziser mit hörbar deutlichen Details ... aber was nützt das alles, wenn Walter mich als Hörer nicht packt.

    Josef meinte, dass Walters Zyklus in keiner Sammlung fehlen sollte. Da er mich nicht mitnimmt und seine Tempi fern der Beethovenschen Metronomangaben sind, werde ich diese GA nicht in meine Sammlung integrieren. (Was soll ich mit CDs, die ich ohnehin nicht hören werde.)


    Ein ähnliches Beispiel, was das zu langsame Tempo angeht ist Herbert Blomstedts alter Ostzyklus mit der Staatskapelle Dresden (Brillant). Den hatte ich mir für läppische 10€ vor vielen Jahren mal gekauft, weil die Sinfonie Nr.8 nach Empfehlung einen so packenden deutliche Paukenklang aufweisst ... das war es aber auch schon. Blomstedts Beethoven Zyklus ist mit insgesamt viiiiiiiel zu langsam; im Prinzip auch die Achte, denn was alleine die Pauken angeht gibt es inzwischen bessere Alternativen = Ernst Ansermet, von den neueren Aufnahmen Paavo Järvi (SONY-DVD), Jukka-Pekka Saraste (Hänssler) und ganz extreem fetzig Riccardo Chailly/Gewandhausorchester Leipzig (Decca).


    8) Was die Wiederholungen angeht, bin ich nicht so empfindlich und auch ohne Ansprüche.

    Ist ja schön, das Georg Solti in seinen beiden geschätzten GA (Decca, digital und analog) beachtet, aber für mich kein Muss. Ein Punkt den ich Walter nun nicht so unverzeihlich ankreide wie Du. ;) Das Bruno Walter "die Sache" schnell hinter sich bringen will, wie Du schreibst, das glaube ich nun nicht, denn man merkt schon seine Liebe zu Beethoven ...

    Mir ist die Interpretation und das Gefallen entscheidend. Zum Beispiel George Szell, der hat auch nicht alle Wdh dabei, aber das sind für mich beachtliche Interpretationen, wobei ich allgemein bei Szells straffen Aufnahmen so gut wie immer begeistert bin.


    Du schätzt, wie Josef, die Pastorale mit Bruno Walter. Die werde ich mir in den nächsten Tagen mal anhören/ggf reinhören. Du weisst wie ich über die Pastorale denke ... da bin ich von Karajan (von mir aus) verdorben. Es "zieht" bei mir keine Andere als die mit Karajan und am liebsten die letzte Aufnahme (DG, 1984), die nun wirklich von allen Normen abweicht ... 8) sei es drum !

    RE: Bruno Walter

    Müsste ich beide Aufnahmen mit kurzen Schlagworten charakterisieren, so fiele mir als erstes "liebevoll" ein, als zweites "altersmild".

    Hätte ich Deine Eindrücke zuerst gelesen, hätte ich mich warscheinlich doch eher für Willam Steinberg (DG) als meinen nächsten Ergänzungskauf der Beethoven-Sinfonien entschieden.

    Josef ist ja dafür bekannt, dass er auch mit gemässigten Tempi allgemein gut zurecht kommt.

    Bei mir entsteht ständig das Gefühl anschieben zu müssen ...

    Josef hat zwar recht, dass die Pauken allgemein gut und präsent aufgenommen sind, doch der gebremste Schaum stört mich.


    So ist die eigentlich feurige Siebte für meinen Geschmack viel zu getragen mit gebremstem Schwung. Der Finalsatz ist zwar vom Tempo her stimmig und mit 6:45 richtig gut, aber es will sich keine Begeisterung und wirklicher Hörspass einstellen, wie bei Karajans wildem Finale (DG, alle).

    Sehr edel, schön und durchsichtig der zweite Satz, der bei Karajan dagegen schon direkt unsauber klingt !


    Zuerst hatte ich die Achte gehört und war zunächst recht angetan, auch was die präsenten pauken anbetrifft, die man in Aufnahmen aus dieser Zeit selten so präsent hört. Aber das Menuett ist mir zu gemütlich und der Finalsatz ist ein Allegro vivace; bei Walter höchstens ein Allegro con moto ...

    8) Da fühle ich mich mit Aufnahmen von Bernstein, Solti, Szell, Ansermet, die ich vergleichend hörte einfach besser aufgehoben. Ganz exqusit auch Leibowitz !


    Die Erste und Fünfte sind sicher grosse Walter-Aufnahmen, doch letztendlich fehlt mir bei der Fünften die grosse Aussagekraft.


    Die Zweite ist auch gut, aber der 2.Satz Larghetto ist mir mit unglaublichen 14:34 zu breit und zu schön. Dagegen gelingt ihm der 3.Satz Scherzo wieder richtig stimmig mit 3:51. Der 4.Satz, höchst durchsichtig interpretiert, gefällt mir mit 6:53 auch richtig gut.



    :| Alles in Allem sicher, wie Josef schreibt, ein grosser anerkennenswerter Beethoven-Zyklus ... aber mir reicht alleine kein "liebevoll" und erst recht kein "altersmild".

    Tolles Remastering C2015 für Aufnahmen von 1958/59, die besser und natürlicher klingen, als der "meistverkaufte" Beethoven-Zyklus = Karajan I (DG).



    :?: Norbert, welche Punkte kannst Du für mich in die Waagschale werfen, die im Vergleich zu Walter für Steinbergs Zyklus sprechen würden ?

    RE: Walter oder Steinberg ???


    Lieber Josef,


    Deine einmütige positive Begeisterung für Walters Beethoven hat mich meganeugierig gemacht. ;) Ausserdem kann man sagen: Wenn Dir ein Beethoven-Zyklus gefällt, dann sind auch die Pauken dabei. :thumbup:

    Bei mir ist kein Sinfonien-Zyklus so häufig vertreten, wie die Beethoven-Sinfonien. Ein Weiterer wäre eigentlich nicht erforderlich ... aber wenn man deine Worte liesst, dann kann man nur weich werden ...


    Ich habe in den letzten Tagen genau verfolgt, was Norbert zum neu erschienenen Steinberg-Zyklus geschrieben hat. Bei allen guten Worten, aber so klar und eindeutig und auch auf alle Sinfonien bezogen, wie hier bei Walter war das nicht. Auch der Paukenklang ist bei Steinberg nicht so direkt, sondern wohl eher in den Orchesterklang integriert !?!


    Bei mir ist kein Sinfonien-Zyklus so häufig vertreten, wie die Beethoven-Sinfonien. Ein Weiterer wäre nicht erforderlich ... aber bei dieser positiven Eindrücken, komme ich nicht umhin, meine Bestellabsichten für Steinberg hinten an zu stellen und Walter vorzuziehen.

    Bei dem Preis weit unter 20,-€ und der guten CBS-Klangerwartung ist das keine Frage - :jubel:Bestellung ist gemacht !



    Der Walter-Beethoven-Zyklus ging auch an mir vorbei. Ich habe nur immer wieder gelesen, dass sein Brahms-Zyklus sehr bedeutend sein soll.

    Insofern sind meine einzigen Bruno-Walter-CDs meine Favoritenaufnahme des Brahms - Doppelkonzertes und =>

    die im Beethoven-Zyklus enthaltene CD 6 mit dem VC mit Zino Francescatti habe ich seit Jahrzehnten als Einzel-CD vorliegen. Es war immer meine Lieblingsaufnahme, bis ich als Ergänzung die Aufnahme mit der faszinierenden Beethoven-Kadenz und Tetzlaff/Zinman (ARTE-NOVA) hörte.

    Chorfantasie op.80


    Die Fantasie für Klavier, Chor und Orchester Opus 80 wurde erst ein mal nominiert.

    Ich hatte bereits zu LP-Zeiten im Rahmen der Beethoven-KK die in der GA enthaltene Chorfantasie mit Brendel / London SO / Haitink (Philips). Später auch als CD-Box gekauft. Mit dieser Aufnahme der Chorfantasie wäre ich im Prinzip auf Ewig zufrieden gewesen, weil sie einfach gut und stimmig ist.


    Wegen eines unglaublichen TOP-Angebotes vor etwa drei Jahren kaufte ich mir die Beethoven-7DVD-Zusammenstellung mit allen Konzertaufnahmen unter Leonard Bernstein / Wiener PH und CGBO (DG) im fabelhaften DTS-Soundformat. Diese DVD´s sind ein unglaublich fabelhaftes Vermächtnis eines der grössten Beethoven-Dirigenten.

    Die Chorfantasie ist entgegen den anderen Werkzyklen (Sinfonien, KK, Ouvertüren u.a) nie separat auf CD erschienen:

    Der Soltist ist hier Homero Francesch, der zusammen mit Bernstein und den Wiener PH im November 1985 eine Chorfantasie zaubert, die ich hier noch vor Brendel nominieren möchte:


    - in dieser 7 DVD-Zusammenstellung enthalten , die man auch alle 7 einzeln kaufen konnte -


    DG, 80er bis 90er, DTS5.1

    Nubert nuPro X4000


    Hallo Uranus,


    das sind wirklich eine passable Aktivboxen, bei denen beide Treiber von je einem Vr angetrieben werden.

    Der Klang soll trotz der kompakten Grösse 32 x 20,5 x 26 cm (H x B x T) kaum von Standboxen unterscheidbar sein. Da benötigt man nicht mal an einen Subwoofer. Toll !

    Die Chassis stammen vom ehemaligen dänischen Hersteller Peerless, der jetzt in China herstellen lässt, was der Quali keinen Abbruch tut.

    Gut, dass Du nihct den Nubert Vor-Vr mit den Miniabmessungen gekauft hast, sondern ein Teak-Kombigerät.


    Ich hatte den Vorgänger nuPro X300 auch mal als PC-Lautsprecher im Auge. Hatte dann aber kleine Canton Standboxen mit einem Vollverstärker für diesen Zweck bekommen.

    Überhaupt hatte ich Nubert immer auf dem Schirm ... bin dann aber nach meiner Selbstbauphase in den 90ern bei CANTON-Standboxen hängen geblieben und dort damit auch megazufrieden.


    :hello: Viel Hörspass mit den neuen Geräten und Glückwunsch zu dieser Auswahl.

    RE: Pastorale musikalisch oder ungestüm mit pepp

    Meine Bewertungen sind immer nur ganz persönliche Eindrücke, die niemals "allgemeingültig sein sollte(n) und können".

    Lieber nemorino,

    ich habe Deine Antwort auch in keinster Weise ein Frage gestellt. Ist doch wunderbar, wenn Du so auf Deinem Weg Deine Pastorale gefunden hast. :) Darüber freue ich mich.

    Der Weg zur Pastorale war bei Dir über Furtwängler auch ein ganz Anderer als bei mir.

    Aber manche andere Beiträge lesen sich so, als wenn es nur so "musikalisch" sein dürfte und alles Andere eben quasi falsch wäre, wenn man die Pastorale wie Karajan forscher und unbarmherziger dirigiert.

    ;) Das ist eben der Zugang, der bei mir gemäss Beitrag 100 bei der Pastorale ankommt und mich mehr begeistert, als der sogenannte ^^"musikalische".

    Lieber Holger,


    Das ist die Fünfte mit Bernstein / Bayerisches RSO (DG), die ich in Beitrag 46 bereits als meine absolute Favoritenaufnahme nominiert hatte.



    Lieber Norbert,


    Auf Deine Hörberichte bezüglich Steinbergs Beethoven bin ich megagespannt. Es ist einfach unglaublich ... man bräuchte im Prinzip keine einzige Beethoven - CD mehr ... aber da William Steinberg immer für höchstes Niveau steht, werde ich wohl auch nicht um die Anschaffung dieser Steinberg GA herumkommen.


    8) Mich interessiert natürlich auch, wie die Aufnahmen aus den Jahren 1962 bis 1965 klanglich abschneiden.


    Interessant, dass du die Fünfte mit Solti (Decca, 1990) so hoch favorisiert. Du hattest diese mir seinerzeit empfohlen. Eine Empfehlung mit grossem Hörerfolg bei mir. Diese Fünfte übertrifft auf jeden Fall die beiden Solti-Aufnahmen aus den GA mit dem Chicago SO (Decca, analog und digital) !