Beiträge von teleton

    RE: Paavo Järvi

    Vielleicht kommt spätestens zum Bruckner-Jahr 2024 ja alles in einer Box heraus.

    Was man bei Dir so zwischenden Zeilen liesst, muss das ein sehr sehr interessanter neuer Bruckner - Zyklus sein / werden, lieber Josef.

    Diese "teletontaugliche Ware", wie Du bereits bei den Eindrücken zu den frühen Sinfonien verlauten liesst, werde ich mir als GA (wenn Sie denn mal vorliegt) zulegen.

    Den Einzel-CDs laufe ich jetzt nicht nach ... so wie seinerzeit am Anfang der CD-Ära mit Hochspannung auf jede Bruckner-CD aus dem :angel: Bruckner - Karajan - Zyklus.



    Du schreibst: "das Adagio der Fünften sei bei P.Järvi mit 14:57 zu rasch". Ich finde das gar nicht so schlecht und anngenehmer als es wer weis wie lang zu verschleppen.

    Eugene Ormandy hat man ja nun wahrlich nicht als Bruckner-Dirigenten auf dem Schirm. Ich habe seine SONY-Aufnahme der Fünften, die auch keine überschäumende Kritik hat ... egal, denn mir gefällt sein Zugang, denn er ersetzt den Weihrauch durch einen zupackenden Zugang mit Power - und zügig ist er auch: :thumbup: 20:02 - 16:50 - 12:29 - 23:00

    Lieber Rheingold,


    Doch auf die Frage von Frank Georg Bechyna hin hatte ich die Vocalisten Beitrag 23 angegeben. Im Prinzip interessieren mich die Sängernamen für die Neunte nie ... :pfeif:

    Aber auch heute, nach dem so viele Jahre vergangen sind, gilt noch mehr als damals (2009) was ich zu meinen Eindrücken der Neunten unter Leibowitz in Beitrag 23 geschrieben hatte:

    :angel: Dies ist nach wie vor meine liebste Neunte, weil gerade im 4.Satz Sachlichkeit vorherscht und jedes Gefühlsgedusel, was mir sonst den 4.Satz verleidet, vermieden wird. Zudem in angemessen straffem Tempo.



    Meinen Dank auch an dich, lieber nemorino

    für deine heutigen ausführlichen Eindrücke zu diesem wegweisenden Leibowitz-Zyklus.

    Vom Klang der Chesky -Ausgabe auf CD war ich von Anfang an angetan. Als ich diese im Jahre 2009 kaufte, war gerade diese angesagt ... und preiswert.

    Saint-Saens: Sinfonie Nr.3 mit Virgil Fox / Ormandy

    Obwohl die Orgel in dem Werk keine dominierende Rolle einnimmt und nur wenige Solopassagen hat, verlangten die der Partitur innewohnenden Farbmöglichkeiten einen virtuosen Solisten. Dieser sollte der für seine Bach-Interpretationen höchst populäre Virgil Fox sein. Allerdings hatte der Aufnahme-Saal des Orchesters keine Orgel. Dieses Problem löste der Organist, der zu jener Zeit häufig mit der Rodgers Touring Organ reiste, einem elektronischen Instrument, das mit 56 Registern und 144 Lautsprechern klanglich durchaus mit einer traditionellen Orgel konkurrieren konnte.

    Mit war das gar nicht bewusst. Ist aber auch nicht von entscheidender Bedeutung, da das kein Orgelkonzert ist.

    :thumbup:Die Orgel klingt auf dieser RCA-Aufnahme astrein.

    Wenn keine Orgel da ist, stellt man eben eine hin - und dahaben sich die Techniker mit 144 Lautsprechern ja nun alle Mühe gegeben, mit TOP-Ergebnis.

    Ich finde es voll OK !

    :hail:Die Aufnahme ist insgesamt der Hammer !

    Hallo Klassikfan,


    das was Du in Beitrag 42 als 3.Zyklus bezeichnest ist ja mein neuer herausragende DVD-Zyklus von 1967 - 1972, der mich sehr positiv überrascht hat (Beitrag 40).

    :!:Die Angabe bei jpc (1967 - 1977) ist falsch - die Aufnahmen stammen aus 1967 - 1972.


    Hallo Norbert,


    es ist ja richtig, dass der 1. Karajan Zyklus mit dem Philharmonia Orchestra aus 1951 - 1955 stammt. Ich wäre allerdings heuer nie auf die Idee gekommen, den in Erwähnung zu bringen.

    Wenn man Karajan 6 mal komplett in gutem Stereo haben kann, dann meine ich wäre diese historische Monozumutung obsolet ... zumal sich sein Beethovenstil nicht entscheidend geändert hat.


    :) Eine wichtige Ergänzung bringt allerdings Johannes Schlüter mit der Sinfonie Nr.7 und den Wiener PH (Decca, 1959).

    Es sollte auch die einzige Aufnahme einer Beethoven Sinfonie sein, die Karajan mit den Wienern aufgenommen hat. Von der Interpretation ist diese sogar allen DG-Aufnahmen vorzuziehen, besonders was den 2.Satz Allegretto angeheht, den er sonst in den Streichern recht unpräzise ohne Akzentuierung angeht.

    Sehr gut gefällt mir bei Karajan die forsche Int der 3.Sätze, die ich persönlich bei den andauernd wiederholten satzteielen bei vielen anderen Dirigenten (oft mit über 9Min) zu langatmig empfinde. Karajan mit 7,5 Min trifft es IMO genau richtig.

    :saint: Doch was den letzten Satz Allegro con brio angeht, so bleiben die Aufnahmen auf der DVD 1971 und die von DG 1977 mit atemberaubenden 6:28 der unwiederbringliche Hammer.

    Karajan und sein DVD-Zyklus von 1967 - 1972


    Alle reden seit Jahren nur immer von den drei DG-Stereo-Zyklen von 1961/62, 1977 und digital 1982–85.

    Vor kurzem ist hier bei Tamino auch vom Live-Zyklus aus Tokyo von 1966 die Rede. Gut, LIVE ergibt immer ein etwas anderes "Feeling". In wie weit Karajan LIVE mehr Emotionen zeigt (wie zumeist andere Kollegen) wage ich hier nicht zu beurteilen.

    Josef hatte vor 10Jahren mal den DVD-Zyklus in diesem Thread angesprochen (er kannte damals nur die Sinfonie Nr.6 daraus = ein spezieller Film, in sich der Regie durch Unschärfen und durch verschiedene farbliche Unterlegung der Sätze auszeichnet/von den anderen abhebt).


    Diesen DVD-Zyklus 1967 - 1972 habe ich seit Jahren im Auge .. leider preislich immer über dem, was ich dafür bereit war auszugeben :pfeif:

    Aber jetzt habe ich ihn (bei den Medimöpsen) abgestaubt und in den letzten Tagen abends gehört:


    Von der Int her hatte ich direkt nostalgische Gefühle, weil ich durch Karajans Beethoven zuerst geprägt wurde, denn Karajan bleibt seiner Linie auch hier treu. Die Sechste ist vom Tempo so wie seine Letzte aus den 80ern ... ;) und ich habe nie das Gefühl, das dies auch nur einen Tick zu schnell wäre !!! Die Achte ist auch im Menuett wieder zu gemütlich ... eben Karajan. Das ist aber das Einzige, was ich auszusetzen hätte ...

    8):love: Das ist zusammengefasst der noble und zugleich megazupackende Beethoven voller Drama mit Power, der eines Beethoven-Dirigenten, der einfach mustergültig erscheint.


    :thumbup: Ganz fabelhaft ist allerdings die Klangtechnik auf diesen 3 DVDs remastert worden. Schaltet man von PCM auf Surround DTS 5.1 um, wird ein Schleier vom Klangbild genommen und die Musik wird klar, natürlich und rein. Auch die orchestrale breite Abbildung ist natürlich und kommt nicht (wie schlechtes DDD) aus der Mitte. Die Pauken klingen präsenter als auf allen CD-Zyklen. Es bleibt hier lediglich eine kleine Rauschfahne, die dem Aufnahmezeitpunkt und den vorhandenen Aufnahmegeräten von damals geschultet ist ... stört nicht weiter !

    :angel: Absoluter Hörspass diese GA über DTS 5.1 (bei mir über 4 Standboxen) in Raumklang / Surround zu hören. Die DG-61/62er Aufnahme hatte ich ja mal auf SACD. Da hatte ich mich geärgert, das diese nur in Stereo war, statt wie sonst bei SACD üblich mehrkanalig (Ist klar, es sind Stereoaufnahmen, aber man kann auch die Rearkanäle simulieren ! Was ich ohnehin bei CDs über Dolby ProLogic II mache - der Klang wird räumlicher ohne an Klarheit zu verlieren.). Hier auf DVD in DTS 5.1 absolut Klasse. Man sitzt vom Klanggefühl her im Konzertsaal.

    Klare Aussage: Diese GA klingt besser als die drei DG-Zyklen auf CD !


    :S Die Bildregie ist gewöhnungsbedürftig, aber im Endeffekt OK. Es ist mehr "Karamalz" zu sehen, als das Orchester und die Musiker.

    Die Sinfonien Nr. 4, 5 und 9 sind LIVE aus der Berliner PH; der Rest Studio. Die Sinfonien Nr.1, 2, 6 und 8 in einem grossen Studioraum mit neuralem Hintergrund aufgenommen, bei dem man nicht durch irgendwelche Konzertsaalbilder von der Musik abgelenkt wird.

    Bei den Sinfonien Nr.3 und 7 sitzen die Berliner PH auf drei ansteigenden Trapezbauten (ähnlich einem Hörsaal). Ich hatte dies bereits mehrfach schon in den Jahrzehnten im TV gesehen. Nun ja, alles aus der Berliner Philharmonie (wie 4, 5 und 9 wäre mir lieber gewesen), statt dieser "KUNST-Darstellung".

    Wichtig aber bleibt aber letztendlich die musikalische Aufführung und die macht wirklich Freude.


    DG, 3 DVD, 1967 - 1972, DTS 5.1



    :!: Mir hat ja schon mit Karajan der Brahms-Zyklus auf DVD (da macht er mehr Dampf) besser gefallen, als die drei Brahms-Zyklen auf den DG-CDs - hier bei Beethoven dito !

    Silvesterkonzert aus Leipzig: Beethoven 9 - 2 Klaviere + Pauke

    Verrückt, vorhin gefunden, als ich beim verschobenen Mahler-Festival surfte:

    LvB - 9. Sinf. - 2K+P

    Damit das nicht untergeht. Meinen Dank an Accuphan !

    :thumbup:Das ist wirklich Klasse.

    Leider wirkt das in dieser Besetzung mit der Neunten ein wenig lang. Die Siebte als "Apotheose des Tanzes" mit ihren tollen Paukeneinsätzen würde ich für geeigneter für dieses Projekt halten.

    Viel Freude mit den neu remasterten SACDs, lieber Christian und Apollon.

    :jubel: Das muss ja ein Soundfest bei Euch werden.


    Doch diese zwei Aufnahmen liegen mir ganz besonders am Herzen:

    Die Aufnahme des Bartok - Konzert für Orchester mit Boulez ist neben den beiden mit Solti meine absolute Lieblingsaufnahme. Das ist absolute Perfektion.

    :hello: Eine Rückmeldung dazu würde ich gerne, ggf. im Bartok-Thread, von Dir lesen.

    Ich besitze die CBS-CD mit geichem Coverbild, aber bei CBS gekoppelt mt der Hammeraufnahme der Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta. Diese CD ist klanglich bereits so vollendet, dass ich mir den SACD-Kauf mit gutem Gewissen verkneifen kann; auch wegen der Kopplung (den Mandarin mit Boulez habe ich auch auf einer CBS-CD).


    Weiterhin Saint-Saens - Sinfonie Nr.3 mit Fox/Ormandy. Das ist meine Favoritenaufnahme dieser Orgelsinfonie, die ich alleine auf einer alten RCA-CD habe. Gut, die Aufnahme hat eine deutliche Rauschfahne, die aber wenig stört, weil der Klang ansonsten sehr hochauflösend ist und die Orgel sehr gut im Gesamtklang eingebettet ist. Es gibt kaum eine Aufnahme, bei der das Finale so packend rüber kommt und ein Traum zum Abschluss sind die megapräsenten Pauken am Schluss, die keine andere Aufnahme so fabelhaft wieder gibt.

    :hello: Auch hier würde mich eine Rückmeldung interessiren.

    Wäre natürlich schön zu wissen, ob hier der klangliche Gewinn der SACD so weit über der CD liegt ...?... aber das kann man ja nur beurteilen, wenn man Beide direkt vergleichen kann.


    :thumbup:Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass man beide CDs auf SACD heraus bringt. Das sind unwiederbringliche Spitzeninterpretationen.

    Ich glaube (zumindest Bartok) steht auch bei mir bei den Unverzichtbaren Aufnahmen.

    Hallo Damiro,


    Adams kann schon sehr interessant sein ... aber auch bisweilen total langweilig.

    Den Thread habe ich heite mal durchgesehen und mich damit wieder erinnert, welche Eindrücke ich von einer anderen Adams - CD hatte (Betrag 8 von 2011). Da sieht man, dass noch lange nicht alles von Adams vom Hocker haut, ich viel wertvolle Zeit sparen kann, wenn ich diese Werke ausspare .... und zugleich: Wie gut, dass es TAMINO gibt.


    Das beliebteste Werk Harmonielehre ist auch hier auf Deiner recht neuen NAXOS -CD vertreten. Ich schätze das Werk auch und habe die Aufnahmen mit Rattle (EMI) und Alsop (NAXOS).

    Die jpc-Hörschnipsel von Mein Vater kennt Ives haben nicht viel Aussagekraft, sodass man nicht beurteilen kann, ob der weitere Verlauf noch interessant wird.

    Guerro ist mir jedenfalls als sehr guter Interpret der amerikanischen Werke des 20.Jhd bekannt.

    :) Die CD würde ich jedenfalls als weiteres Adams - Häppchen im Auge behalten.



    :D Aber sag mal, wie kauft man die CD mit dem Arch ? Ich dachte dazu braucht man ein Gesicht beim Händler, oder einen Bestellklickfinger übers Internet .... :hahahaha:

    Mit Colin Davis habe ich nicht viele CDs.

    Seine akurate aber selten wirklich hochemotionalen Int liegen mir nicht so ganz.

    Das fing mit Sibelius an. Während die Sibelius 2 mit dem Boston SO noch wirklich sehr ordentlich war (und auch heute noch in meiner Sammlung weilt), finde ich die späten Sibelius-Aufnahmen (LSO, ab 2002) bei aller Detailarbeit fürchterlich spannungsarm, ohne pepp und power.

    Auch die Beigaben auf der o.g. Sibelus 2 - CD (Philips, 1976) - Finlandia, Valse triste und Der Schwan von Tuonella sind derart langweilig und bieder, sodass für mich Colin Davis erst mal gegessen war ... der bleibt mir meist zu sehr auf dem Teppich ohne abzuheben.


    ... Ausnahmen bestätigen die Regel ....



    =O Für Strawinsky Le sacre und Petruschka (Version 1947) hätte ich Colin Davis nie zugetraut eine so packende Aufnahme zu stande zu bringen.

    *** Meine Lieblings-Colin Davis - CD

    :thumbup: die ist in allen Belangen (Int und Klang) der Hammer, was natürlich auch an den Werken selber liegt:


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    Philips, 1967/1977, ADD

    Berlioz

    Mit Davis' Einspielungen der Symphonie fantastique wurde ich komischerweise nie so wirklich warm.

    :yes: Das geht mir genau so.

    Ich habe noch aus meinen Anfängen die Philips-5 LP-Kassette mit allen Berlioz - Sinfonien unter Colin Davis im Schrank. Nie hatte ich später erwogen mir diese Aufnahmen auch auf CD zu kaufen. (Wer diese LP-Kassette haben möchte möge sich bei mir melden !)

    Andere Aufnahmen waren aus meiner Sicht grundsätzlich vorzuziehen:

    1. Symphony Fantastique mit Solti (Decca), Markewitch (DG) und natürlich Bernstein (SONY, 63)

    2. Harold in Italien mit Barshai (Melodiya), Ormandy (SONY) und Bernstein (SONY)

    3. Symphony funebre et triomphale mit Dutoit (Decca)

    4. Romeo und Julia mit Dutoit (Decca)

    Von Romeo und Julia bin ich ohnehin nicht der Fan, da höre ich die nur die dreisätzige instrumentale Fassung, eben unter Dutoit.



    :!:Aber für Colin Davis und Berlioz möchte ich trotzdem ein grosses Lob aussprechen:

    Für die Berlioz-Ouvertüren, die ich nie wieder so energiegeladen und bestens disponiert gehört habe.

    Vom Klang her erste Klasse !


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    Philips, 1965, ADD

    Und auf DVD gibt es diese Aufzeichnung auch (bei Bernstein immer lohnend):

    Diese Beethoven-Aufnahmen aller neun Sinfonien aus den späten 70ern (DG, 1979) auf DVD sind schon rein vom Surround-Klang DTS 5.1 vorzuziehen, obwohl bereits die DG-CD ausgezeichnet sind. Ich habe diese Beethoven-Konzerte auf CD und DVD, höre und sehe diese aber nur noch auf DVD, wenn ich zu Bernstein / Wiener PH greifen möchte.

    :angel: Das Erlebnis Bernstein gleichzeitig zu sehen und zu hören, kann keine CD ersetzen.


    Ich habe diese wunderbare 7 DVD-Box mit allen sinfonischen Beethoven-Werken, die Bernstein bei DG als Konzertfilme aufgenommen hatte in einem Schuber:

    :love: Great !

    Natürlich auch, um beim Thema zu bleiben = die Neunte aus Wien 1979 !

    41jyVgNVmOL.jpg

    DG, 7 DVD, DTS 5.1

    Seltsam, dass Niemanden diese sehr spezielle Bernstein-Aufnahme der Neunten zu interessieren scheint !?!


    Bei mir ist diese Aufnahme 1989 zum Mauerfall in der Beethoven - Bernstein - DG - Box enthalten, die besonders wegen Beethovens Fünfter mit dem Bayerischen RSO herausragend interessant ist.


    :huh: Ich habe in den 10Jahren, die diese Box bei mir weilt, selber nur mal kurz reingehört und mir die Aufnahme noch nie in Gänze angehört. Grund ist die lange Spielzeit von knapp unter 78Minuten.

    Beethovens Neunte, die ich in der Regel bevorzuge, bewegen sich um 60 - 65 Minuten :pfeif: : Leibowitz, Karajan 1968 (DG-DVD) und Co.


    :hello: Da Josef in letzter Zeit (2021) mehrmals diese geschichtsträchtige Aufnahme in seinen Beiträgen erwähnt und herausstellt, muss ich mir dieses Ereignis doch mal ganz anhören !


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    DG, 6CD, ADD/DDD

    Bruckner 9 mit Bruno Walter

    Zum Wochenende habe ich diese sehr schöne Bruckner-Aufnahme der Sinfonie Nr.9 mit Bruno Walter erhalten.

    Klangtechnisch ist gegen das ausgezeichnete SBM-Remastering 20Bit meiner CD-Ausgabe aus dem Jahre 1996 nichts auszusetzen. So klar und fein hört man Aufnahmen von 1959 selten.


    Bruno Walters Interpretation gefällt mir ausgezeichnet, so wie er die Musik atmen lässt und fantastische Spannungsbogen erzeugt, bei dem alle Ecken und Kanten ausgespielt werden. Das geht ganz weit über die Rattle-Aufnahme (EMI) hinaus, die auf mich dagegen eintönig wirkte und somit nur für die wichtige Zugabe, dem SMPC-4-Satz von Interesse ist !

    Ja, die Pauken im herrlichen 2.Satz Scherzo klingen bei Walter sehr präsent und präzise. Man kann die Felle quasi "schwingen sehen". Aber das diese nun so furchtbar "furchteinflösend" sind, wie Josef schreibt, kann ich nicht feststellen. ;)^^ Da muss man bei mir schon mehr Briketts auflegen. Ich finde Soltis Neunte (Decca) dahingehend noch eindrucksvoller.

    Bernstein (DG) und auch Karajan (DG) lassen insgesamt doch noch mehr ausuferndes "Drama" zu.

    Vom Tempo her ist Bruno Walter auf der sehr angenehmen Seite, da nichts verschleppt wird: 23:51 - 11:29 - 23:16

    Fazit: Hörspass erster Klasse !


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    SONY, 1959, ADD

    Bruckner 9 mit Marthe und der Bruckner-Fantasie als 4.Satz

    Was mich interessieren würde: Wie stehen denn Mitglieder des Forums, die sich schon vor 15 Jahren dazu äußerten, heute zu dem Marthé-Finale? Es gab damals ja durchaus auch positive Stimmen.

    Der eigentliche Thread wurde wegen zu deutlicher Worte eines Mitgliedes damals geschlossen ...

    Ich hatte die Preiser- CD von einem Bruckner - Freund (damals aus Bonn) und ehemaliges Mitglied bekommen.


    Nur soviel dazu:

    ;) Noch zu einer Zeit vor gefühlt 10Jahren, als man für solche CDs noch Abnehmer finden konnte, die auch Geld dafür bezahlen, habe ich diese bei EBAY verkaufen können. Auch die Preiser-Doppel-CD der Sinfonie Nr.3, die wegen der unglaublichen Länge auch auf 2 CDs untergebracht war, wurde wenig später auf gleiche Weise "hochkantig" eliminert.

    Leonard Bernstein und sein Le Sacre

    In der Stereoplay 04/1989 hatte ich vor kurzem die Bewertung I=10 K=10 für Bernsteins 1972er-Aufnahme mit dem London SO (SONY) gelesen .... die CD musste (;) für 1-2,-€) unbedingt her, da diese klangtechnisch über seiner Hammeraufnahme von 1958 (siehe Vorbeitrag) liegen sollte, die vom Sound nicht in allen belangen so gut ist .. hier würde ich K = 7 - 8 vergeben.


    Ich habe die LSO-Aufnahme (SONY, 1972) im Prinzip mit Genuss gehört. Wie soll es anders sein bei Bernstein ! Natürlich liefert Bernstein auch hier ein Frühlingsopfer, das sich gewaschen hat. 8) Aber an den Wahnsinn mit den New Yorker PH (SONY, 1958) kommt er keinesfalls heran.

    Kurz und bündig: Das klingt zu kontrolliert, sodass die letzten Emotionen fehlen.

    Auch die Klangtechnik ist mit 10 (in der Stereoplay) deutlich überbewertet, denn hier wäre K = 8 angemessen: Der Klang ist, ungewöhnlich für das LSO, viel zu hallig. Die so wichtigen percussiven Elemente bleiben zu sehr im Hintergrund und sind weniger präsent. Der Überrumplungseffekt fällt deutlich geringer aus.

    Während dem Hörer grossen Trommeln im abschliessenden Opfertanz bei Fedossejew (JVC/Melodiya), Swetlanow (Melodiya/Warner) und auch bei Bernstein selbst in New York (SONY) nur so um die Ohren gehauen werden, meint man hier 1972 Pappkartons zu hören ...


    Es gibt ja noch eine letzte Bernstein-Aufnahme vom Sacre mit dem Israel PO (DG), die allerdings gegen diese Beiden eher obsolet ist.


    :thumbup: Die gekoppelte Feuervogel-Suite (1919) mit den New Yorker PH ist allererste Wahl.

    Die hatte ich bereits in einer anderen CD-Kopplung aus der Bernstein-Royals-Serie von Sony.



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    SONY, 1972, ADD



    :angel: Das das Bild von der Hammeraufnahme 1958 (im Vorbeitrag) "verhunzt" ist - möchte ich es hier unbedingt noch einmal abbilden:

    8) Einer meiner wichtigsten CDs in meiner Sammlung. 8)

    Auch das hier gekoppelte Ballett Petruschka (Version 1947) gehört zu den ganz grossen Aufnahmen des Werkes.


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    SONY, 1958 (Le Sacre), 1969 (Petruschka), ADD

    Bruckner 9 mit Bruno Walter

    Zum Wochenende habe ich diese sehr schöne Bruckner-Aufnahme der Sinfonie Nr.9 mit Bruno Walter erhalten.


    :!: Ich habe im anderen Bruckner 9 - Thread Dem Lieben Gott - Anton Bruckner: Sinfonie Nr 9 in Referenzaufnahmen

    zu dieser Walter-Aufnahme ohne den Finalsatz geantwortet.

    Walters Interpretation geht ganz weit über die Rattle-Aufnahme (EMI; siehe Beitrag 279) hinaus, die auf mich dagegen eintönig wirkte und somit nur für die wichtige Zugabe, dem SMPC-4-Satz von Interesse ist !


    Diese fein klingende CD-Ausgabe aus dem Jahre 1996 im 20Bit - SBM-Remastering erfüllt klanglich alle Ansprüche:


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    SONY, 1959, ADD

    Warum nur? Die 9.Sinfonie kommt aus der Stille!


    Sicherlich kann man Pauken und Trompeten kontrastreich erschallen lassen, wer das allerdings nötig hat, kann die innere Kraft und Dramatik dieser Sinfonie mit geeigneteren Stilmitteln nicht herausarbeiten.

    :( Finde ich überhaupt nicht.

    Eine INT der Neunten, so wie Du sie offenbar hören willst, wäre für mich unter der Rubrik "Langweilig" zu finden.


    Dein Zitat wundert mich auf der anderen Seite, weil Szell ja nun alles Andere als langweilig sein kann. Ich habe kenne und schätze seine Stereo-Aufnahme mit seinem Cleveland Orchestra (SONY, 1961); die von Dir gepostete hist.Mono-Aufnahme kenne ich (8) natürlich) nicht.

    RE: Karajan

    Bitte was?! Ich bin ein sehr großer Karajanfreund, habe viel von ihm und höre ihn häufig - erst gestern Tschaikowskys Erste Sinfonie beim Spaziergang durch den Schnee, wunderbar.

    Oh haaaa, dann habe ich das mit einem Anderen verwechselt, lieber Christian.

    Du hattest letzte Woche eine Zitat über Karajan so umfunktioniert, dass man dies daraus schliessen konnte. ^^


    Ich habe mit Karajan auch so ziemlich alle Sinfonischen Aufnahmen, die mich mich interessieren. Im Prinzip ist nichts dabei, wo ich sagen könnte, dass es total schwach wäre ... im Gegenteil.

    :) Das auch Adriano von Karajans Bruckner überzeugt ist, freut mich von ihm als Dirigent ganz besonders !

    Es wäre kein Grund vorhanden hier für Empörung zu sorgen, lieber Adriano.

    RE: Brüggen

    Ich habe reingehängt. Es war weniger gruselig als die Beschreibung, allein, es fehlt das Atmen, das Organische. Man höre Brüggen im Vergleich.

    Da kann man mal sehen , wie unterschiedlich die Wahrnehmungen sein können.

    Die Brüggen-GA hatte ich vor ein paar Jahren von Frank (Hüb) bekommen. Ich war recht enttäuscht, denn der dünne HIP-Sound hatte mich NULL ansprechen können. Die Werke erschienen mir einfach fremd. Diese GA habe ich weitergegeben ...


    Mein Erstzugang war die Karajan - GA - (bereits auf Kratzware (LP)) und dann, weil ich zufrieden war, auch auf CD (EMI) gekauft.

    :!: Meine Favorisierten Aufnahmen sind heute die rhythmisch zackige mit Harnoncourt (WARNER), !!! aber nur für die Sinfonien Nr.1 - 6 (8 und 9 sind fürchterlich flach); sowie insgesamt die Kertesz-GA (Decca).

    Für die Sinfonien Nr.8 und 9 (für mich gilt weiterhin diese Zähl weise !!!) lasse ich bekanntlich nichts über :angel: Karajan (DG) kommen, die auch deutlich über seinen EMI-Aufnahmen liegen.

    Nicht unerwähnt bleiben darf Szell (SONY) für die Sinfonien Nr.8 und 9, die knapp hinter Karajan (DG) liegen.

    8) So will ich Schubert hören !



    *** Ich kenne Rene Jakobs von einer Mozart - Sinfonien - CD (Sinfonien Nr.38 + 41) her, die mir ein Forianer voller Schrecken und abstossenden Gefühlen überlassen hat.

    Schon verdammt extreem was der "Junge" liefert. Dabei aber andererseits mit extreem schönem Schlagwerk, das man sonst nirgends so hören kann.

    Den Mozart- Fan wird dieser Zugang von Jakobs erschrecken, wie zahlreiche Antworten dies seinerzeit ergeben hatten.


    Da ich quasi parteilos dazwischen stehe und nicht der ausgesprochene Mozart - Fan bin, kann ich so etwas schon mit Interesse anhören ... bei seinem Schubert wird das wohl ähnlich sein.

    Bruckner mit Jochum

    Wie fällt die Qualitätsbewertung aus?

    Das würde mich von Josef auch interessieren, wie Jochum auf CD klingt !?

    Ich hatte diese DG-LP-Box ja als meinen sicher Erfolgreichen Bruckner-Einstieg.

    Doch was für ein Unterschied sowohl vom Klang, wie auch von der Int später auf CD mit der Karajan - GA (DG). Was für eine Energie bei Karajan; insbesondere bei der Sinfonie Nr.4, die bis heute meine Favoritenaufnahme geblieben ist. Im Prinzip sind alle 9ne mit Karajan erste Klasse !

    Josef hatte sich letzte Woche in einigen Beiträgen recht positiv über Jochum geäussert .... :/

    ;) Ich weis, Christian, Du bist nicht gerade der Karajan - Liebhaber, aber Karajans Bruckner ist schon was ganz nobles mit einem mega Schuss an Energie, kein Weichspüler ! Und vor allem bietet er keinen langatmigen Bruckner, so wie der "Italiener", den ich so ganz und gar nicht ab kann.

    Bruno Walter


    Danke für die tolle Info. Wenn das sogar über Bernstein (DG) geht, dann muss das ein ganz grosser Wurf sein.

    Diese Walter -Aufnahme der Neunten gibt es in mehreren Ausgaben auf CD; bereits bei CBS und mehrfach auf SONY.


    Ich habe heute Abend gleich zugeschlagen, ;) bevor es teurer wird und mich für eine SONY Ausgabe mit Remastering im SBM-Verfahren entschieden. Aus der Serie habe ich die stärkste Aufnahme des Brahms - Doppelkonzertes mit Walter (SONY, 1960), die klanglich auch TOP ist.


    :jubel: Ich bin megagespannt ......... nach seinem noblen Beethoven wage ich das kaum für möglich zu halten. :yes: Aber Deine begeisternden Worte lassen ein spannendes Ergebnis erwarten.

    MUTTER MODERN


    Früher habe ich Anne Sophie Mutter als Künstlerin nicht so hoch geschätzt, weil ihre klassischen Konzertaufnahmen (Beethoven, Brahms, Mozart, Mendelssohn u.a.) in anderen Aufnahmen durchweg von anderen Geigern bevorzugt werden.

    :) Als Mensch fand und finde ich sie nach wie vor Klasse !


    Inzwischen ist sie 57Jahre alt und einer reifen und ernst zu nehmenden Künstlerin geworden. Es wurden für sie viele Werke von Komponisten des 20./21.Jhd geschrieben: Gubaidilina, Previn, Lutoslawski, Moret und Riehm.

    Korngold und Tschaikowsky, sowie die VCF von Previn und Gubaidulina haben mich sehr angesprochen.


    Dieser Tage hatte ich sehr positive Kritiken über ihre Aufnahme des Bartok-VC 2 gelesen. Da diese Einzel-CD preislich teurer war als die abgebildete Doppel-CD, habe ich gleich diese genommen. Hier sind mit Strawinsky, Berg und Bartok VC 2 gleich drei bekannte VC vorhanden und zudem von Lutoslawski, Moret und Riehm drei für sie geschriebene Werke für Violine und Orchester.


    Begeistert hat mich ihre hohe Ausdruckskraft allgemein, aber auch die speziell Aufnahmen der VC2 von Bartok und Berg. Ozawa und Levine geben den Konzerten einen höchst ansprechenden und zupackenden Orchesterpart.

    Das Strawinsky - VC ist auch fabelhaft gespielt, hat mich persönlich in seiner trockenen Ausdrucksgehalt und Tonfall noch nie so richtig angesprochen.


    Die Konzerte werden von namhaften Orchestern und Dirigenten in fachmännischer Qualität präsentiert.


    CD1:

    Strawinsky - VC mit Philhamonia Orchestra / Paul Sacher

    Lutoslawski - Partita und Chain 2 mit dem BBC SO / Lutoslawski

    CD2:

    Bartok - VC 2

    Norbert Moret - En reve mit dem Boston SO / Ozawa

    CD3:

    Berg - VC

    Riehm - Gesungene Zeit mit dem Chicago SO / Levine



    :) Die drei für ASM geschriebenen Violin-Orchester-Werke von Lutoslawski (Partita), sowie nicht für ASM geschrieben = Chain2 und Moret (En Reve) sind kein einfaches zu verdauendes Repertoire, aber hochinteressant und wirken mit ASM sehr autentisch.


    ;) =O Man hat ja als Künstler keinen Einfluss, was so alles für einen geschrieben wird.

    Aber ASM hat von Wolfgang Riehm - Gesungene Zeit nun mal aufgenommen, weil es für die gschrieben ist (unterstelle ich mal frech !). Ich möchte mich dazu auch nicht intensiv auslassen, denn für mich sind das zusammengesetzte undefinierbare Töne in zwei Sätzen mit ein paar grellen Aufmüpfern (im 2.Satz) im Orchester. Es passiert "nichts", was mich auch nur annähernd in den langweilen 25 Minuten Spielzeit hätte ansprechen können.

    :?:Mich würde interessieren, wer "damit" was anfangen kann ?

    Für mich ein "Ausrutscher" auf diesen 3 feinen CDs MUTTER MODERN.


    :thumbup:Die 3 DG-CD erfüllen klanglich audiophile Ansprüche mit einem sehr plastischen Klangpanorama.


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    DG, 1988 - 1992, DDD

    Sinfonie Nr.2 mit Martinon

    Ich bin überrascht diese Aufnahme von 1958 beim Label mercury zu sehen, lieber Josef.


    Meine westliche Favoritenaufnahme ist nämlich die mit

    Martinon / LSO auf Decca 1961:


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    Decca, 1957 (Polowetzer Tänze), 1961 (Nr.2), 1955 (Nr.3), ADD


    Die Zweite mit Martinon, die Dritte mit Ansermet in einer seiner ersten Steroaufnahmen, sowie Fürst Igor und die Polowetzer Tänze fetzig und ebenso fabelhaft mit Solti.



    Bereits 2013 schrieb ich zu diesen Aufnahmen:

    :?:Wäre interessant zu erfahren, ob die mercury - Aufnahme der Sinfonie Nr.2 Vorzüge gegenüber der Decca-Aufnahme hat !?

    Meine mir wertvollste CD ist auch meine erste - Sir Georg Solti, CSO, Mussorgkys „Bilder einer Ausstellung“ in der Orchesterfassung von Ravel und desselben „Le Tombeau de Couperin“. Mit der CD begann 1984 meine Sammlung. Sie enthält übrigens nur zwei Tracks, eines pro Musikstück, eine weitere Unterteilung war wohl noch kein Standard. Und die Tatsache, dass diese CD auch heute noch, 37 Jahre später, läuft und mir Freude macht beweist doch, dass Silberscheiben ein langfristiger Invest sind.

    Interessant das zu lesen, denn das ist auch eine meiner liebsten CDs, lieber Hasiewics.

    Die fantastische Mussorgsy-Aufnahme hatte ich zuvor schon auf LP und da war es klar, dass man diese später unbedingt auf CD haben muss. Die war bereits in der HIFI-Stereophonie 05/81 höchstwertig beurteilt: I 10 - R 7 - Klang 10.

    Besser habe ich die Bilder einer Ausstellung nie gehört - der Hammer ! Es gibt keinen Dirigenten der die Hütte der Baba Yaga (mein Lieblingsatz) so zupackend direkt interpretiert.


    Ich habe allerdings eine andere Decca-Ausgabe gewählt (den Ravel habe ich mit Solti in einer anderen Kopplung).


    Diese heisse Ovation-CD mit eine der besten Aufnahmen des Bartok - Konzert für Orchester:


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    Decca, 1980/81, DDD


    Jetzt habe ich allerdings das Bartok - KfO in der CSO-Aufnahme doppelt, da die Aufnahme auch auf der Bartok-Doppel-CD mit Solti enthalten ist.



    :angel: In dem Zusammenhang hier nun eine weitere meiner wertvollsten CDs.

    Das Bartok Konzert für Orchester hat mit Solti / LSO noch eine Spur mehr Energie und die Dance Suite ist in dieser Aufnahme eines meiner liebsten Werke des 20.Jhd:


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    Decca, 1965, ADD

    Zum Klassikhören brauche ich Konzentration auf die Musik, und beides, Pilze und Musik und noch dazu meine gesprächsbereite Frau - das geht nicht.

    :yes: Genau so sehe ich das auch in Bezug auf Klassik !

    Allerdings höre ich gerne instrumentale U-Musik oder Elektronische Musik, wenn ich an brauchbaren Orten (Wald und autofreie Wege) unterwegs bin, oder auch sehr gerne am Strand und lasse mich davon berieseln.

    Für Klassik brauche ich grundsätzlich die nötige Konzentration und das geht nur zu Hause, ggf auf längeren Strecken im Auto.

    Davon abgesehen lege ich bei klassischer Musik auch Wert auf gute Klangqualität, die mir meine HiFi-Anlage daheim bietet, aber nicht die Kombination aus iPhone und Kopfhörer.

    Die Klangqualität meiner SAMSUNG-Smartphones ist inzwischen so gut, das man sich da nicht beschweren kann. Natürlich wird daran ein anständiger Kopfhörer angeschlossen. Entweder der Sennheiser Momentum On - Ear oder der in die Jahre gekommene Koss Porta Pro, die Beide einen so guten Wirkungsgrad haben, dass fast jede Soundquelle genug Power bieten würde, ohne an die Grenzen zu kommen.


    =O Ein Ohrstöpsel oder In Ear-Hörer kommen mir grundsätzlich nicht ins Ohr - aus meiner Sicht - "ätzend".


    Gehört mMn schon allein aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht zusammen.

    :thumbup: Stimmt, ich würde auch nie mit Kopfhörer in der Stadt, oder wo Autos fahren rumlaufen.

    Bus und Bahn fahre ich sowie so in der Regel nicht ... und jetzt zur Pandemiezeit ohnehin nicht. Das letzte Mal sind wir in Mittenwald 09/2019 im Urlaub Bus gefahren um den Rückweg der Wanderung zu erleichtern. Die Busfreikarten sind in der Region mit im Unterkunftspreis enthalten.

    Aber auch im Bus geniesse ich lieber die Aussicht auf die Landschaft ohne Musik !

    Ja wirklich, lieber Hasiewicz, es ist herrlich, dass man auch heute noch solche Edelsteine entdecken kann, wie diese Tschaikowsky 5 mit Bernstein.


    Ich hatte in den letzten Tagen mehrfach in meinen alten Steroplayheften die Kritiken von 1989 bis 1993 durchgewühlt und dabei noch so einige Anregungen gefunden.

    Dabei auch Strawinskys Le Sacre in der zweiten Aufnahme mit Bernstein / LSO. Die hat höchstwertig abgeschnitten ... dabei dachte ich immer, die sei nicht so stark wie seine umwerfende Aufnahme mit den New Yorker PH !?!

    Da die Klangtechnik mit dem LSO auch höchstwertig mit 10 beurteilt war, kann diese in diesem Punkt nur besser sein, als die Alte, der ich höchstens ein Klang = 7 bescheinigen würde.

    Ich erwarte diese SONY - CD nun und bin mega gespannt, was mich erwartet ...... :)

    Schaut man sich die ausführliche Diskographie bei abruckner.com an, so fällt auf, dass es von der späten Wiener Fassung von 1891 keine zehn kommerziellen Einspielungen gibt. Die Standardempfehlungen sind wohl Chailly mit dem RSO Berlin (Decca, 1987) und Wand mit dem Kölner RSO (RCA, 1981).

    Da muss ich feststellen, dass ich bisher nie so genau auf die Fassungen geschaut habe.

    Ich habe aber von beide Fassungen vorliegen:

    Wiener Fassung mit Wand / Kölner RSO (RCA, 1981) von der ich ebenfalls sehr angetan bin. Die

    Linzer Fassung mit Solti / Chicago SO (Decca, 1995) ist mein persönlicher Favorit und hat mich bisher am höchsten überzeugt, da Solti (genau wie Karajan (DG)) dieses "Kecke Besserl" noch höher aufwerten, so als sei es eine spätere Sinfonie. Das wird zwar oft kritisiert. 8) Sei es drum - mir liegt dieser spannend energische und kurzweilige Zugang !


    Solti (1995) = 12:07 - 13:01 - 8:09 - 13:29

    Karajan (1982) = 12:53 - 14:17 - 8:54 - 14:27


    91ylZIYZMZL._SS300_.jpg

    Decca, 1995, DDD



    Ich hatte die Chailly_GA auch immer mal im Blickfeld (hatte auch mal die Dritte aus dem Zyklus; und habe die ausgezeichnete Nullte). Vom Decca-Sound, so gut wie Solti, aber mit weit geringerer Energie. Die Erste mit Chailly würde mir besonders im 4.Satz bei dem gegebenen breiten Tempo wohl kaum liegen.


    Du kennst ja meinen "Bruckner - Werdegang" :

    Ich hatte in den Achtzigern Jochum (DG) als Erstzugang auf LP. Als ich dann später auf CD die Karajan - GA (DG) kaufte, war ich derart positiv überrascht und hoch begeistert, dass ich heuer nie wieder zu Jochum greifen würde ...

    Tschaikowsky: Sinfonie Nr.5 und Romeo und Julia mit Bernstein


    Wir haben zwar erst Anfang Februar, aber das ist auch in den nächsten 2Monaten nicht mehr zu toppen = ganz klar mein erster Best Buy 1.Q 2021:


    *** Von der Sinfonie Nr.5 aus dieser DG-Serie der Sinfoniehn Nr.4 - 6 hatte ich bisher Abstand genommen, weil ich dachte, die könnte auch zu lang und breit interpretiert sein.

    In den letzten Tagen hatte ich in der Stereoplay-Kritik gelesen, dass aber genau diese Fünfte den Hörer absolut gefangen nimmt und es kaum ein Beispiel höherer Emotionalität geben könnte; zudem auch noch klangtechnisch (und INT) mit 10 bewertet.

    8) Bestellt ! Heute gehört - - - :love: meine Begeisterung kennt keine Grenzen.

    :angel: Die Intensivität dieser Aufnahme geht noch über Swetlanow hinaus. Mit Bernsteins Tempo komme ich noch zurecht: 16:22 - 16:28 - 6:20 - 13:27.

    "Normal" wäre für die Sätze 1 und 2 ~ 14Min, Satz 3 ~ 5-6Min, Satz 4 ~ 12-13Min. Klangtechnik und Bernsteins breiterer Zugang ermöglichen es nie gehörte Details wahr zu nehmen und die prägnanten Pauken sind einsame Spitze. Die Höhepunkte in den Sätzen 1, 2 und 4 sind dynamisch fulminant auf die Spitze getrieben ... Ergebnis ist Hochspannung pur ... Gänsehaut ohne Ende. Den letzten Satz lässt Bernstein geradezu explodieren und nimmt ihn dabei auch nicht zu breit. :hail: Die New Yorker PH spielen bis an den Wahnsinn getrieben, denn das geht über alles bisher gehörte !

    Ich habe danach die gekoppelte Romeo und Julia - Fanatsieouvertüre genossen (Dauer sind angemessene 22:40) - so mitreissend habe ich dieses Werk noch nie gehört. Das geht weit über meine bisherigen Favoriten Swetlanow, Solti und Dorati hinaus, welche Extase Bernstein dort zelebriert. Auch hier mit detailreicher Aufnahmetechnik und Paukenstellen, die ich nie so eindrucksvoll wahrgenommen habe.


    :jubel:Hörspass und Hörfreude erster Klasse für diese DG-CD:


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    DG, 11/1988, DDD

    Sehr überrascht war ich heute, dass die letzten Beiträge ab 193 gar nichts mehr mit der Sinfonie Nr.5 zu tun hatten.

    ;) Das hätte man in den Threads der entsprechenden Werke weiter diskutieren sollen.

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    Bernstein und die Sinfonie Nr.5

    Bernstein hatte mich als Tschaikowsky-Dirigent in seinen SONY-Aufnahmen mit den New Yorker PH schon immer begeistert, da er die Gefühlswelten Tschaikowskys unglaublich intensiv umzusetzen vermag. Die Fünfte (CBS, 1960) aus der GA ist schon der Hammer und kann sich durchaus mit den Besten messen:

    Swetlanow (Melodiya, 1967) und (Warner, 1990), Solti (Decca, 1964 - nicht die Digitale !), Mrawinsky (Erato, 1983 - für mich nicht die sezierende von DG, 1960 !).


    Bernsteins DG-Aufnahmen (Sinfonien Nr.4 - 6), ebenfalls mit den New Yorker PH sind eine hochemotionale Fortsetzung dieser grandiosen Sichtweise.

    Die Sinfonie Nr.6 kann man nicht immer in dieser ausufernden Länge hören ... die ist man einfach zügiger gewohnt, aber man sollte diesen Wahnsinn, bei dem der Schlussstz fast doppelte gewohnte Länge hat, kennen.

    Als Ergänzung dazu hatte ich mir irgendwann mal die Sinfonie Nr.4 zugelegt, die ebenfalls bis zur äussersten Extase getrieben wird; genau wie die dort gekopplete Sinf.Dichtung Francesca da Rimini ... alles höchst beeindruckend, aber in recht breitem Tempo.


    *** Von der Sinfonie Nr.5 aus dieser DG-Serie hatte ich bisher Abstand genommen, weil ich dachte, die könnte auch zu lang und breit interpretiert sein.

    In den letzten Tagen hatte ich in der Stereoplay-Kritik gelesen, dass aber genau diese Fünfte den Hörer absolut gefangen nimmt und es kaum ein Beispiel höherer Emotionalität geben könnte; zudem auch noch klangtechnisch (und INT) mit 10 bewertet.

    8) Bestellt ! Heute gehört - - - :love: meine Begeisterung kennt keine Grenzen.

    :angel: Die Intensivität dieser Aufnahme geht noch über Swetlanow hinaus. Mit Bernsteins Tempo komme ich noch zurecht: 16:22 - 16:28 - 6:20 - 13:27.

    "Normal" wäre für die Sätze 1 und 2 ~ 14Min, Satz 3 ~ 5-6Min, Satz 4 ~ 12-13Min. Klangtechnik und Bernsteins breiterer Zugang ermöglichen es nie gehörte Details wahr zu nehmen und die prägnanten Pauken sind einsame Spitze. Die Höhepunkte in den Sätzen 1, 2 und 4 sind dynamisch fulminant auf die Spitze getrieben ... Ergebnis ist Hochspannung pur ... Gänsehaut ohne Ende. Den letzten Satz lässt Bernstein geradezu explodieren und nimmt ihn dabei auch nicht zu breit. :hail: Die New Yorker PH spielen bis an den Wahnsinn getrieben, denn das geht über alles bisher gehörte !

    Ich habe danach die gekoppelte Romeo und Julia - Fanatsieouvertüre genossen (Dauer sind angemessene 22:40) - so mitreissend habe ich dieses Werk noch nie gehört. Das geht weit über meine bisherigen Favoriten Swetlanow, Solti und Dorati hinaus, welche Extase Bernstein dort zelebriert. Auch hier mit detailreicher Aufnahmetechnik und Paukenstellen, die ich nie so eindrucksvoll wahrgenommen habe.


    :jubel:Hörspass und Hörfreude erster Klasse für diese DG-CD:


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    DG, 11/1988, DDD



    8) Mein erster Best Buy 1.Q 2021

    . Frau Karina achtet m.E. darauf, LANGE (!) Spannungsbögen herauszuzeichnen, durchaus über mehrere oder sogar viele Minuten hinweg, was die Sache gleich schon mal interessanter macht gegenüber einer eher zügigeren Sichtweise .

    Deine zitierten Ausführungen finde ich verfehlt. Ein gelungener Spannungsbogen hängt nihct vom gewählten Tempo alleine ab. Ein packender Spannungsbogen kann auch bei einem zügigem Tempo erfolgreich gestaltet werden.


    Bei Colin Davis nehme ich jedenfalls gar keinen Spannungsbogen wahr. Das ist einfach nur belangloses Dahinplätschern.

    Ja, das "Material" ist in der Tat bei der Dritten schwächer, als bei den übrigen Sinfonien. Aber wie man trotzdem das optimale aus der Partitur herausholen kann, dazu gehört mit Sicherheit kein breites Tempo, sondern ein gekonnte Gestaltung !


    Wie gekont das sein kann, kann man sich bei YT die Dritte mit Ashkenazy anhören. Da dort die 3 Sätze nur eineln abrufbar sind, möchte ich hier kein drei dicken MEDIA-Datein einstellen. Zum Reinhörnen bei YouTube muss man dort nur Sibelius Sinfonie Nr.3 Ashkenazy eingeben.