Beiträge von teleton

    Grainger und Ormandy


    Ganz tolle Aufnahme, die zu den Spitzenaufnahmen von Holst Die Planeten gehört, lieber Christian.


    Klangtechnisch auch bereits auf DG-CD so fabelhaft, dass es kaum nach einer SACD gelüstet. Ich würde sagen, die gehört zu den bestklingensten DG-CDs !

    :!:Auch die Kopplung von Percy Graingers THE WARRIORS macht die CD + SACD zu einer TOP-Kaufoption.


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    DG, 1994, DDD



    *** Rein von der Interpretation fand ich meinen Neuzugang auf DVD mit Ormandy auch allererste Klasse und dort in DTS 5.1 klanglich erste Sahne.

    Ausserdem finde ich es auch hier ganz toll, das ganze Konzert mit Bild zu haben (und die Instrumentengruppen so auch sehen zu können).

    :thumbup: Ormandy und das Philadelphia Orchestra in Bestform :


    Bei mir findet sich die DVD in der 11 DVD-Box, die alle auch als Einzel_DVD erhältlich sind:

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    SONY, 1977 (Die Planeten), DTS 5.1

    Nach den tollen Bliss-Klavierkonzerten und einer Menge anderer Orchesterwerke war ich etwas enttäuscht vom Cellokonzert und dem Rest auf der Naxose ... da war mir zu wenig los, dass mich hätte richtig voll ansprechen können. :|

    :?: Wie siehst Du das, lieber Apollon ?

    Danke lieber Heisenberg,


    für den Hinweis zu diesem, ja - wirklich packenden Konzert. :love: Das sind DIE Werke des späten 20.Jhd so wie ich sie mir gerne wünsche.

    Es gibt auch Konzertaufnahmen mit den Wiener PH von 1991 und den Münchener PH ... ich habe es mir runtergeladen.

    :jubel: Und die LIVE-CD mit den Münchener PH megapreiswert bestellen können.


    :| Komisch, dass die Existenz dieses Klavierkonzertes von 1988 bisher an mir vorbei ging.

    :angel: Eines der besten Beispiele für ein gelungenes Remastering sind die Schoistakowitsch - Sinfonien mit Kondraschin (AULOS).


    Einige der Aufnahmen hatte ich als Erstausstattung bereits auf Eurodisc-LPs. Es war mir dann folgend ein dringendes Anliegen diese famosen Int dann später auch auf CD zu haben. Es lagen zunächst die Einzel-CDs von Melodiya vor, die schon mal deutlich besser waren, als die Kratzware !


    Durch Michaels Schlechtriems bahnbrechende Entdeckung und Empfehlung aus dem Jahre 2006 kam ich dann zu der hocherfreulichen GA auf AULOS.

    Ein südkoreanisches Team hat das DSD-Verfahren (Direkt-Stream-Digital) verwendet, was unglaubliches aus diesen Aufnahmen herausholt, das so manche heutige DDD-Produktion übertrifft ! Selbst die ältesten Aufnahmen aus der GA (Sinfonie Nr.4 und 8) klingen noch frisch und natürlich.


    *** Hier der Beitrag aus dem Jahre 2006 vom Ex-Tamino Michael Schlechtriem (Cellist aus Münster):

    Nach der AULOS _ Veröffentlichung hat auch Melodiya die Sinfonien-GA neu vorgelegt. Auch gut, aber nicht so perfekt, wie auf AULOS.

    ;) Ausserdem habe ich mehrfach gelesen, dass die Eurodisc-CDs in der Box einem späteren "Bronzing" zum Opfer gefallen sind.


    :thumbup: Also lieber das AULOS - Klangwunder:


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    AULOS, DSD-Remastering 2006, Melodiya-Aufnahmen 1972-1975, ADD

    Man muss jetzt schwer überlegen, wo ein Remastering tatsächlich zur "Verschlimmbesserung" beigetragen hatte.


    Ein Negativ-Beispiel hat Josef im Vorbeitrag genannt: Smetana - Mein Vaterland mit Ancerl (Supraphon - GOLD). Diese Aufnahme hatte ich schon auf LP - und gehörte zu den bestklingensten LPs damals. Die Gold-Edition war total verfärbt. Ich habe heute die erste CD-Version von Supraphon vorliegen, die gut ist.


    :!:Die ist gut: - aber AAD - und heuer richtig teuer !

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    Supraphon, 1963, AAD

    RE: Bartok-KK mit Anda / Fricsay

    Lieber moderato Diese Aufnahme habe ich mit 12 kennengelernt. Es war meine erste Begegnung mit "moderner" Musik und ich war hin und weg. Bis heute ist das in meinen Augen die schönste Aufnahme von den Konzerten ...

    JA, das mag sein, dass das eine "schöne" Aufnahme ist, lieber Axel.


    Ich habe diese auch zu "LP-Zeiten" kennen gelernt ... die Doppel-LP steht immer noch im Schrank. Ich war auch noch im Teenageralter und konnte mit dieser Musik noch nicht so richtig etwas anfangen ... hatte also genau mit der Aufnahme einen schlechten Start.

    Erst Jahre später hat das Konzert für 2 Klaviere, Schlagzeug und Orchester (mit Bernstein/SONY) so richtig die Bartok-Zündung bei mir ausgelöst. Dann fand ich auch gefallen an den KK - allerdings inzwischen schon auf CD in den Aufnahmen mit Pollini/Abbado (DG) für die KK Nr.1 und 2 und als GA mit der Suite für 2 Klaviere und Schlagzeug mit Ashkenazy/Solti (Decca) ... die Anda-Aufnahme hatte dann zum Vergleich noch mal raus geholt bei mir in ihrer "Schönheit" keine Chance mehr.

    Heute gehört Bartok zu meinen drei Lieblingskomponisten ... 8) so kann das gehen. Ich habe mir die Aufnahme dann auch nie mehr auf CD besorgt ...

    Ob dieser Thread so fleißig bedient würde, wenn wir unser Gehörtes nur in Buchstaben mitteilen könnten? Es macht wohl deshalb so viel Spaß, weil es was zu sehen gibt.

    Ja, aber nur Bildchen zu sehen, fände ich total daneben. :!:Für mich gehören auch ein paar Worte zum Gehörten dazu !

    8) Wenn hier nur Bilder zu sehen wären, würde ich mich in diesem Thread nicht mehr beteiligen.

    Mahler, 3. Sinfonie, hr-Sinfonieorchester. Das ist einer meiner Lieblingskanäle auf YT.


    Ja, das finde ich auch !

    Was man vom Frankfurter RSO zu sehen und hören bekommt, ist nicht nur bild- und klangtechnisch erste Wahl, sondern spielt auch von den Interpretationen ganz vorne mit.


    :!:Den Dirigenten Andres Orozco-Estrada sollte man im Auge behalten. Der Mann hat Zukunft - seine Interpretationen und seine Werkauswahl finde ich fabelhaft !

    DEN würde ich mir für als Chef die Berliner PH wünschen ....

    La Mer mit Ormandy, Karajan und Barenboim


    Noch immer finde ich es schade, dass es immer noch so wenig Resonanz für den Komponisten Debussy vorhanden ist.

    In den Jahren haben sich bei mir alle Aufnahmen von La Mer , die Rang und Namen haben, eingefunden:

    Ansermet, Boulez, Ashkenazy, Solti, Karajan (ADD und DDD), Dutoit, Martinon ...


    :) die Neusten auf DVD machen besonders viel Freude, da man dann dieses farbenreiches Werk optisch mit den gezeigten Instrumenten noch besser einschätzen und bewundern kann:

    1. die Digitalaufnahme mit Karajan - 1985 aus der Berliner PH

    2. Barenboim mit dem CSO in der Kölner Philharmonie - LIVE 04/2000

    3. Ormandy mit dem Philadelphia Orchestra - LIVE 05/1977


    Karajans legendäre Aufnahme gilt ja als eine der am besten Ausgehörten. Ich musste aber erneut feststellen, dass die ältere Analgogaufnahme (DG, 1965) mehr Emotionen frei setzt und nicht auf Schönklang bedacht ist. Dies hatte ich bereits auch bei der 1993er-Aufnahme auf CD festgestellt - siehe Beitrag 56.


    Barenboim legt auch ein klangstarke und detailreiche Int vor, die auch durch die fabelhafte Akustik in der Kölner Philharmonie glänzt. Aber Barenboim koste mit zu lange aus und ist mir zu langsam. Trotzdem auch eine hörenswerte Konzertaufnahme, die schon wegen deszusätzlichen Bildes Spass macht.


    :angel: An der Spitze steht bei mir Ormandy. Den Takt schlägt er präzise, mit optisch scheinbar recht wenig Emotionen. Vor dem Werk spricht er in einem Kurzinterview ein paar Worte ... in sauberem Deutsch ! Er hat das Werk genaustens geprobt und seine Musiker wissen, was jede kleinste Mimik zu bedeuten hat. Bei ausladenden Passagen zeigt er auch mal ein "angestrengtes" Gesicht. Er senkt die leisen Passagen nicht auffällig (wie zahlreiche andere Int) auf ppp ab; es klingt unwarscheinlich brillant und er lässt das Orchester funkeln und strahlen. Ormandy weiß die impressionistischen Farbmixturen gekonnt neben ausladende Passagen zu platzieren und so gelingt ihm eine spannende Int mit selten so zahlreich empfundenen Gänsehäut-Effekten.

    Die Aufnahme gibt es auch auf CD (SONY).


    Ormandy und Barenboim finden sich in dieser genialen 11 DVD-Box:

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    EUROARTS / 11 DVD, SONY, 1972 - 2018, DTS 5.1


    Karajans Live-Aufnahme von 1985 ist quasi die Mittlere von 3 Aufnahmen, die Karajan auf Medien vorgelegt hat:

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    SONY, 1985, Dolby Digital 5.1

    RE: Previn mit Beethovens Fünften hier auf Philips

    Trotz intensiver Suche, lieber Wolfgang, ließ sich keine LP finden, wo Previn die 5. Symphonie und das 5. Klavierkonzert dirigiert. Die von mir gemeinte EMI-Aufnahme der 5. Symphonie erschien auf LP nur in der gezeigten Version mit der "Prometheus"-Ouvertüre. Das 5. Klavierkonzert hat Previn für RCA eingespielt, nicht für EMI. Die 5. Symphonie spielte er für RCA später nochmal ein. Reden wir also wirklich von derselben Aufnahme? Ich habe so meine Zweifel daran, denn die von Dir mokierten Orchestermängel konnte ich nun wahrlich nicht feststellen.

    Ja, Du hast recht, dass es sich bei deiner Fünften um eine andere als die von Dir genannte Aufnahme handeln muss.

    Da bin ich beruhigt, denn diese Zumutung hättest Du klar erkannt.


    Ich weiss genau, dass ich schon mehrfach über diese CD mit den Fünften von Beethoven zur Abschreckung berichtet hatte.

    Im Previn-Thread habe ich diesen Beitrag von 2010 gefunden - es handelte sich um eine Philips - LP:


    Zitat von teleton

    ?( Total verleidet wurde mir Previn durch diese Aufnahme, die ich damals auf LP hatte und bald verschrottet wurde:
    X( Die Fünften von Beethoven (KK Nr.5 und Sinf.Nr.5) auf Philips mit dem LSO auf einer LP ! Das war mit dem LSO so schlecht und voller Fehler, eine Zumutung.
    Ich habe die Abb der Aufnahme auch nicht mehr gefunden, denn sie ist ohne Grund nicht mehr im Handel .....

    Diese Aufnahmen der Fünften sind nicht überschätzt, da es nicht zu überschätzen gibt, denn diese Platte ist weitgehend unbekannt geblieben ... ich habe meinen Beitrag weiter oben zu dem Thema auch berichtigt !

    RE: Previn und die Beethoven Fünf (EMI-1973)


    Wo hattest Du deine Ohren, lieber Josef ???

    :) So sehr ich auch bei der Kleiber - CD Beethoven 5 und 7 (DG) ganz bei Dir bin, =O so sehr bin ich über diese Aussage quasi erschüttert:

    Unerwartet gut Boulez mit dem New Philharmonia Orchestra Anno 1968 (CBS) und eine echte Überraschung beim Wiederhören Previn mit dem London Symphony Orchestra im Jahre 1973 (EMI). Beide "klemperesk", was mir persönlich entgegenkommt, und klanglich besonders Previn ausgezeichnet, wo zahlreiche oft untergehende Nebensächlichkeiten im Finale sehr gekonnt herausgearbeitet werden, wie ich es diesem bei Beethoven denkbar unwahrscheinlichen Dirigenten gar nicht zugetraut hätte. Kurios auch, dass das LSO mindestens eine Nummer größer herüberkommt als die Wiener, was mir die Einschränkungen der Kleiber-Einspielung nochmal bestätigte.


    Ich hatte schon einen Faden bei TAMINO gesucht, so wie "Überflüssigste Aufnahmen der Schallplattengeschichte", aber da nicht vorhanden hier weiter.


    Ich hatte diese unsägliche Aufnahme auf einer LP Die Fünften mit dem KK Nr.5. Jedes Werk auf eine Seite gequetscht.

    Die Fünfte mit Previn / LSO ist derart unsauber gespielt, dass ich mich immer schon gefragt habe, wie man so etwas überhaupt auf LP / CD herausbringen kann. Bereits im 1. Satz gibt es mehrere recht komplizierte Passagen/Übergänge in den Blechbläsern, die einfach fehlerhafte Einsätze haben und quasi nicht geschafft werden. Das hätte man neu aufnehmen müssen !

    Ich war damals schon entsetzt ... seit der Zeit steht Previn bei mir ohnehin auf der Liste der weniger geschätzten Dirigenten und wurde immer mit sehr kritisch betrachtet ...die LP flog alsbald in den Müll, zumal das KK 5 auch eine Zumutung war !


    8) Man kann hier nicht von "überschätzt" sprechen, weil diese Previn-Aufnahme gar nicht bekannt ist und auch nicht schätzenswertes daran ist.

    ;( Aber das war die schlechteste LP, die ich je hatte !!!


    Ich finde jetzt nur die Abb der Kratzware mit der Prometheus - Ouv. das ist die Aufnahme die Josef meint :

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    EMI, 73 :thumbdown:


    :!: Laut der nächsten Beiträge wird sich ergeben, das es sich bei meiner Previn-Aufnahme mit dem KK 5 und Sinfonie 5 um eine andere Aufnahme handelt.

    John Williams mit den Berliner PH

    die Bluray werde ich mir auf jeden Fall auch noch besorgen. Für dich könnte sich dann evtl. auch folgende Veröffentlichung lohnen, die ich mir auf jeden Fall zulegen werde:


    10770118

    Lieber Amdir,


    diese von Dir gezeigte BluRay soll ja im Februar 2022 erscheinen.

    Gestern 02.01.2022 Mittag lief um 12:10Uhr auf ARD vorab ein 1 stündiges Konzert mit Williams am Pult der Berliner PH mit einer schönen Auswahl seiner Filmmusiken. Sehr schön dirigiert - der Mann kann den Takt schlagen, wie man schon in Wien gesehen hat !


    :) Natürlich hatte ich meinen Technisat - Festplattenrecorder eingeschaltet. Da sich die meisten Nummern aber aus dem Konzert aus Wien wiederholten ... wie soll es auch anders sein, denn die TOP-Stücke muss man ja bringen ... sollte mir diese fabelhafte TV-Aufzeichnung aus Berlin auch erst mal reichen.

    Kleiber vs Karajan


    Ich möchte den Faden der überschätzten Aufnahmen nicht zu sehr mit einer Kleiber - CD belasten und setze hier mit der Sinfonie Nr. 7 fort:


    Zitat von Holger

    Warum Kleibers Aufnahme der 5. und 7. Beethoven überschätzt sein soll, dafür habe ich hier bisher noch kein wirkliches Argument vorgebracht gefunden. Entscheidend für die Bewertung so einer Spitzenaufnahme ist die Summe aller ihrer Qualitäten und nicht nur irgendwelche Einzelaspekte, die dem einen Hörer natürlich mehr gefallen können als einem anderen. Und diese Summe ist bei Kleiber einfach exorbitant hoch. Karajan z.B. liegt da für meinen Geschmack deutlich darunter - mit dem komplett misslungenen Allegretto-Satz in der 7. (was man nur als Fehlinterpretation bezeichnen kann, hier passt Karajans Klangästhetik einfach nicht) und einer militärischen Forcierung in den schnellen Sätzen, wo die unglaubliche natürliche Ausgelassenheit, das Temperament eines Kleiber, dem gezwungen statt ausgelassen wirkenden soldatischen Drill eines Dirigenten-Generals gewichen ist.


    Schöne Grüße

    Holger

    Ich hatte Christian mit meinen ersten Eindrücken, die 20Jahre zurückliegen, geantwortet. Dies war damals Karajan (DG, 1977), die ich erstmals als DG-LP gerade frisch hatte. Für mich war das der Hammer schlechthin. So fetzig hatte ich die Siebte noch nie gehört (auch nicht in meinen damals vorliegenden Aufnahmen mit Kletzki und Konwitschni). Mir kam es in erster Line auf die Sätze 1 und 4 an. Den 3. Satz fand ich in vielen Aufnahmen mit seinen ständigen Wdh ohnehin zu lang ...


    :!:Was Karajan und das Allegretto 2.Satz angeht, muss ich Dir aus heutiger Sicht allerdings Recht geben. Karajan geht über Details einfach hinweg und betont im HT die einkomponierten Verästelungen einfach nicht. Das hat mich schon immer gewundert ... und gefällt mir heute auch nach unendlich vielen anderen Sichtweisen nicht mehr. Aber das Feuer, das Karajan im 4.Satz entfacht, gehört auch heute noch zu meinen favorisierten Aufnahmen:

    diese sind neben Karajan, Paavo Järvis Rockkonzert (SONY; DVD 2010), Solti WPO (Decca, 1960), auch Reiner / CSO (RCA, 1959), die ich gestern nicht nannte.

    8) Diese stelle ich allesamt über die Kleiber - Aufnahme (DG).


    Karajans einzige Beethoven-Sinfonie mit den Wiener PH ist aber auch Klasse, denn hier vermeidet er den "Fehler" im Allegretto zu achtlos über Details hinweg zu gehen, wie bei den 3 DG-Aufnahmen ... oder sagen wir:; die Wiener PH spielen es einfach sauberer und "richtiger".

    Das Finale ist nicht ganz so aufgewühlt wie mit den Berliner PH, hat aber auch die nötige Energie und ist eine wirklich hörenswerte Aufnahme die mich ebenfalls mehr erreicht als Kleiber (DG).


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    Decca, 1960, ADD


    Noch eines möchte ich erwähnen:

    Wenn ich CDs schlecht finde, oder nicht mehr hören möchte, werden diese aus meiner Sammlung entfernt ... man beachte: immerhin habe ich die gute Kleiber DG-CD mit Beethoven 5 und 7 behalten !

    Klanglich kann allerdings die heute verfügbare SACD auch keine Wunder mehr vollbringen ...

    Zitat von Josef


    Nach dem Wiederhören sehe ich meine damaligen Eindrücke weitgehend bestätigt. Das Hauptproblem stellt m. E. allerdings die Tontechnik dar. Auch in der SACD-Tonspur der Esoteric-Ausgabe ist diese leider alles andere als ideal. Der Klang ist seltsam eng und die Stereophonie klingt ein wenig "seitenlastig", als fehlte in der Mitte etwas. So kenne ich das von ganz frühen Stereoaufnahmen aus den 50er Jahren. Zudem klingen die Wiener Philharmoniker hier für meine Begriffe merkwürdig unterdimensioniert, was aber auch die fehlende Räumlichkeit sein kann. Für eine Einspielung aus dem Jahre 1974 der Deutschen Grammophon Gesellschaft wirklich kein Ruhmesblatt. Über die Interpretation will ich eigentlich gar nicht groß reden. Natürlich ist Kleibers Ansatz, den ich ebenfalls als schlank und federleicht empfinde, völlig legitim und gültig. Mein Beethoven ist das allerdings nicht. Josef

    :!:Gemäss Beitrag 343 gibt es mit Carlos Kleiber noch eine weitere Aufnahme der Sinfonie Nr.7 auf ORFEO !




    OT an Christian:

    Der Übergang in der Sinfonie Nr. 5 vom 3. zum 4.Satz ist mit Kleiber TOP ... aber auch mit Karajan und den Anderen genannten nicht minder

    Spitzenklasse !

    Da staunste, wa

    Ne, tue ich gar nicht, lieber Axel,


    weil Du als Klaviermusikkenner weißt, was Klasse hat !!!


    Ich finde das Cover der Rachmaninoff - KK - GA mit Wild / Horenstein allerdings gar nicht so übel, es stört mich nicht - absolut OK.

    Die Rachmaninoff _ KK gibt es ja in den verschiedensten CD-Versionen:

    1. Die Aufnahmen von Chesky gibt es auch bei diesem Label auf drei CD und bei

    2. Chandos in der abgebildeten GA.

    3. Ich habe die Aufnahmen auf zwei Einzel - CD in der Chandos Collect Serie.


    Der Inhalt ist ja entscheidend. Ich kenne keine Aufnahme der Rach - KK bei der mir Orchester- und Klavier so gut gefallen wie hier. Von daher habe ich auch am Zusammenspiel absolut nichts auszusetzen. Im Gegenteil - Beide sind sich einig das das virtuos und feurig zu klingen hat.


    Überschätzt ?= nääääää !!! ^^

    Intereaantes Repertiore, lieber Apollon,


    ich hoffe, dass NAXOS mal ein Paket schnürt und die Aufnahmen der Sinfonien und Orchesterwerke gesammelt herausbringt ... dann hole ich mir sofort die auch !

    Jetzt sind ja für diese Naxos-Einzel-CDs mehr zu bezahlen, als früher so manche DG-Gelbetikett - LP (und CD) ...

    Mein (leider unrealistischer) NAXOS Preis liegt immer noch bei 6,99€/CD :pfeif:

    RE: Rachmaninoff - KK mit Wild / Horenstein

    Die Aufnahme genießt so etwas wie einen Kultstatus, der aber meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt ist. Ich habe dazu in diesem Forum einmal geschrieben: Ich finde, dass die Einspielungen zu oberflächlich auf Virtuosität setzen und den spezifisch russischen Tonfall dieser Musik verfehlen. Nachdem ich gestern die Aufnahme des 3. KK noch einmal gehört habe, bin ich dieser Meinung immer noch. (Die Einspielung von Nr. 3 leidet außerdem darunter, dass die gekürzte Fassung gespielt wird.) Es gibt für jedes der Klavierkonzerte bessere Einzelaufnahmen, und es gibt auch bessere Gesamtaufnahmen, auch aufnahmetechnisch bessere. Für mich gehört diese Einspielung in die Rubrik "gut, aber nicht herausragend" und somit oft überschätzt.


    Aber gleich wird Wolfgang (Teleton) rebellieren...

    ^^ Genau so ist es !

    8) So ist das nun mal mit den Geschmäckern. Seit dem ich die Rachmaninoff - KK mit Wild / Horenstein gehört habe, höre ich kaum noch eine andere GA der KK, denn diese ist mir unheimlich ans Herz gewachsen, weil ich Rachmaninoff hier mit Earl Wild so straff höre, wie er mir gefällt. Die GA hatte ich von einem Klassikfreund zunächst als CD-R erhalten - die habe ich mir dann gleich auf den Original-CDs (Chandos) bestellt.


    Bertarido erwähnt gerade das KK Nr.3, dass ihm wegen der Kürzung nicht gefällt. Erst mal ist mir das KK Nr.3 in allen anderen Aufnahmen viel zu sperrig und zu langatmig. Auch die abgehackten Orchesterpassagen in der Partitur empfand ich immer als Störfaktor ... die sind bei Horensteins unvergleichlich energetischem Dirigat wie weggeblasen. Im Prinzip bin ich auch gegen Kürzungen und Änderungen, aber die Kürzung in dieser Aufnahme bekommt dem KK 3 richtig gut = meine Meinung ! (Genau wie beim Tschaikowsky KK Nr.2 der unsägliche "Tripelkonzert-Geduldsfaden" im 2.Original-Satz) ...


    :!: Ich finde nicht, dass diese tolle GA mit den Paganini-Variationen mit Earl Wild / Jascha Horenstein überschätzt ist, obwohl ich auch die von Holger so hochgeschätzte GA mit Ashkenazy / Haiting (Decca) schätze. Dies aber in genau umgekehrten Sinne:

    Wild = überragend ; Ashkenazy = gut (bes. die Paganini-Variationen = sehr gut). Ich habe auch Ashkenazy / Previn (Decca) und Rudi / Jansons (EMI), die aber bei mir auch deutlich hinter den Vorgenannten liegen. Alle Anderen habe ich bereits abgesetzt. (Nebenbei bin ich bei den KK auch eher der Prokofieff-Fan, bei Rachmaninoff schätze ich die 3 Sinfonien höher (besonders Nr. 1) !)


    :hello: An Axel möchte ich sagen: Kauf Dir die Wild / Horenstein - Aufnahmen der Rachmaninoff - KK und Du wirst Deine helle Freude daran haben und :D "so richtig weggepustet" werden. Auch die Paganini - Variationen sind mit Wild der virtuose Hammer ! :hail: Never heart better !

    P.S.: Ich würde Dir mein CD-Rs überlassen ... :pfeif:

    Mit Verlaub: Ich finde es als Urteil nicht sehr überzeugend, wenn dieses auf Höreindrücken von vor zwanzig Jahren beruht.

    Nein, nein, die Höreindrücke kamen vor 15 - 20 Jahre erstmals zu Stande.

    Aber durch die andauernden Diskussionen über die Kleiber - Aufnahme habe ich diese natürlich in den letzten Jahren mehrmals zu Vergleich gehört ... bin aber nie zu einem Ergebnis gekommen, diese besser, als meine favorisierten Aufnahmen zu finden.


    Und bei P.Järvi muss man aufpassen - da meine ich nicht die Aufnahmen auf CD (RCA), sondern die vollendeten vom Beethovenfest in Bonn von 2010 auf DVD ... und die sind alles Andere als schlank und unsinfonisch. Wenn P.Järvi nicht Saft und Kraft hätten, wer dann ? ... und dann würde ich diese auch nicht goutieren . ;) Du weisst auf HIP stehe ich ohnehin weniger !

    RE: Beethoven 5 und 7 mit Kleiber (DG)

    Begründungsfrei deklassieren „gildet nicht“, wie man in Westfalen sagt, lieber @Joseph. Warum ist sie überschätzt? Es sind doch stringente, energievolle Aufnahmen? Weil sie in der Masse der Beethoven-Einspielungen nichts besonderes mehr darstellen?

    Als ich mir vor gefühlt 20 Jahren diese DG-CD zulegte, hatte ich wegen des Hypes um diese Aufnahmen auch, genau wie Josef, weit mehr erwartet.

    Selbst die DG-Klangqualität ist hier viel zu mulmig geraten, was (bei mir) schon Punktabzug bedeutet.


    Ich hatte bis dahin Karajan gerade bei der 5 und 7 als meine damalige Referenz verinnerlicht ... Kleiber konnte mich da kaum mehr überzeugen, besonders bei der Fünften nicht und dem Finalsatz der Siebten schon gar nicht. Sicher sind die Kleiber - Aufnahmen für sich alleine gesehen nicht schlecht ...

    ;) Wenn ich mir heute Paavo Järvi (SONY, 2010), Roger Norrington bei der Siebten anhöre und Solti in Wien (Decca, 1960), sowie Bernstein mit dem Bayerischen RSO (DG) bei der Fünften, dann bleibt Kleiber ganz auf der Strecke ... es trifft wohl dein letzter Satz im Zitat zu ...

    Zuerst muss ich vorausschicken, dass ich nicht DER grosse Mozart-Fan bin, lieber Axel.


    Und deshalb habe ich auch nur die umfangreiche Mozart-Sinfonien - Box mit Norrington mit den "Essentiellen Sinfonien" behalten (und eine Szell-CD mit den letzten Sinfonien).

    Ich hatte einige mehr, aber Norrington ist auch so ganz anders als die zu "sauberen" vom Mozartpapst Böhm ... das hier ist Mozart, wie er bei mir an kommt; mit Energie, Verve, Spannung, Ausspielen der Ecken und Kanten und ... :) natürlich mit guten Pauken:

    Vom Klang her astrein !

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    SWR Classic, 2006, DDD


    Meine Mozart-Box mit diesen 6 CD, die auch einzeln verfügbar sind, sah damals noch anders aus.




    Frohes neues Jahr 2022 !

    Ja, das Konzert aus Berlin habe ich auch gesehen.


    :thumbup:Die Programmauswahl war spitze.

    Ganz im Gegensatz zum Silvesterkonzert mit Thilemann aus Dresden, den ich um 18:35 Uhr endlich wegzappen konnte ... da war nur Levit am Klavier bei Gershwin Rhapsody in Blue gut :pfeif::baeh01:


    Gut, der Dirigent Shani hätte seine Garderobe (offenes Hemd) besser anpassen sollen. Sein Dirigierstil fand ich gewöhnungsbedürftig ... quasi fast ohne den Takt zu schlagen ... aber das können die Berliner auch ohne.

    Das Ergebnis war sehr ordentlich ... ;) wegen die Probearbeit durch Petrenko ? ...

    Letztendlich ein gelungener Einstand für diesen jungen Dirigenten.


    Das Bruch VC wurde von S.Jansen vurtuos, vielleicht in den erstsn zwei Sätzen ein wenig zu romantisch gespielt.

    Der Feuervogel war überzeugend und auch der Walzer aller Walzer kam packend rüber.

    Zum Abschluss Khatchturians Galopp aus Maskerade istvein Programmpunkt, den ich u a. schon vor Wochen für das Neujahrskonzert vorgeschlagen hatte ... Klasse.

    Nur soviel zu der Antwort, die ich dazu bekam ... das würde sich keiner anhören ... :D

    8) Besser als der ganze Walzerschmäh, der heute Mittag in Wien ab 11:15Uhr wieder abgeht.


    Ein gelungenes Silvesterkonzert zum Jahresabschluss.

    Prosit Neujahr 2022


    Wir haben um 0Uhr das dieses Jahr übersichtliche Geuerwerk über Bonn richtig genossen ... und lecker mit Sekt angestossen.


    :!:Auf dass es ein ruhigeres Jahr 2022 wird .......... ohne Katastrophen und dass Corona langsam verschwindet ...

    RE: Chailly


    Lieber Holger,


    Chally habe ich für Le Sacre sehr positiv abgespeichert, :!:aber die glänzende mit dem Cleveland Orchestra (Decca, 1985).

    Chaillys Aufnahme ist wirklich Klasse inn jeder Beziehung ... aber er ist eben kein Bernstein, Swetlanow oder Fedossejew ...

    Das sind klangtechnisch als audiophil zu bezeichnende Aufnahmen vopn Strawinsky --- auf dieser Decca - Doppel-CD:


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    Decca, 1985, DDD


    Auch Petruschka ist eine der besten Aufnahmen auf dem Markt.

    :love: ;) Ja, von solchen Werken mehrere Aufnahmen zu besitzen macht schon richtig Freude !



    Mir allerdings Le Sacre u.a nochmal mit dem Luzern Festival Orchestra zu kaufen, käme mir wegen der Spitzenqualität aus Cleveland kaum in den Sinn.

    :huh: Ich habe mal eine Kritik über die Luzern-LIVE-Aufnahme rauss gesucht, die mir nicht gerade kaufwürdigend erscheint - aus dem Englischen übersetzt:

    Zitat

    Der Köder dieser Veröffentlichung ist die „World Premier Recording“ von Strawinskys verlorenem (erst kürzlich entdecktem) Manuskript einer Gedenkwürdigung, die er auf den Tod seines Mentors und Lehrers Rimsky-Korsokov komponierte - einfach mit dem Titel Begräbnislied (Chant Funebre). Es ist vielleicht unglücklich, dass Chailly es mit einem anderen Rite of Spring verbindet, denn seine 1985 Aufnahme mit dem Cleveland Orchestra (auch für Decca) ist eine der besten, die jemals auf Disc engagiert ist. Die frühere Aufnahme ist einfach großartig (das Spiel des Cleveland Orchestra muss gehört werden, um zu glauben) und die aufgenommenen Klangbilder waren haaraufragend spektakulär. Es bleibt bis heute eine der superlativsten aufgenommenen Orchesterscheiben aller Zeiten. Diese neue Aufnahme dieser Arbeit müsste also ganz besonders sein, um dieser vorherigen zu entsprechen, geschweige denn sie zu übertreffen.

    ...

    Es ist ein schwerer, dunkler, eher schlammiger Klang aus der Mittelklasse nach unten. Und es wird immer düster, je weiter unten in die Bassregionen sie gehen. Ich bin mir nicht sicher, ob Decca oder Chailly für diese Klangpalette verantwortlich ist, denn sie leidet nicht nur die Eröffnungsnummer, sondern setzt sich im gesamten Programm fort.



    Hannu Lintu / Finnish Radio SO (Arthaus Musik, 2014)


    Der erste auf DVD und BluRay erhältliche Zyklus der 7 Sibelius Sinfonien kann sich sehen und hören lassen. Die Aufmachung der DVD-Box mit gebundenem Buch (statt Textheft) und den 5 DVD.

    Die DVD 1 - 4 sind den Sinfonien vorbehalten, die für jede Sinfonie mit ausführlichen Erklärungen zur Entstehung der Werke und weiterhin einer Diskussion des Themenmaterials mit Orchesterproben zu jeder Sinfonie versehen sind.


    Die aktuelle Klangqualität in DD 5.1 ist vorbildlich, die Filmregie bei den LIVE-Konzerten ist gut disponiert. Man sieht oft das ganze Orchester in modernen Saal des Finnish Radio SO und bei solistischen Passagen die jeweiligen Solisten, natürlich auch oft den Dirigenten (wie er die Werke gestaltet). Die DVD 5 eine Doku über Sibelius und sein Schaffen.


    Hannu Lintu wirkt auf den ersten Blick etwas trocken ... beim Dirigieren geht er aus sich heraus und es kommt ihm auch mal ein Lächeln übers Gesicht.

    :!:Sehr gut finde ich nach dem Finalschlüssen der Sinfonien ein recht langes Innehalten des Dirigeten (ca bis zu 5 Sekunden) bis dann die Konzerthörer mit Applaus und Bravorufen einsetzen ... vorbildlich !


    Sinfonie Nr. 1 und 2

    Hannu Lintus Sicht auf die Sinfonien wirkt sehr "nordisch". Leider hört man bei ihm gerade bei den ersten beiden Sinfonien nicht Sibelius Vorbild Tschaikowsky heraus. Es kommt ihm auf fast jedes Detail an, die in anderen Aufnahmen unwichtig erscheinen. Leider bleibt so auch so manche Spannung auf der Strecke, obwohl er die Spannungsbögen gekonnt zieht. Betrachtet man bei seine intensiven und Bewegungen beim Dirigieren, so würde man vom Orchester mehr emotionalen Ausbruch erwarten ... der bleibt verglichen mit meinen Favoriten für die Erste (Ashlenazy, Berlund/Bournemouth) und Zweite (Bernstein) aus. Insgesamt schöne und gute Int ... aber irgendwie fehlt mir die grosse Emotion beim Klangergebnis.

    Die Schlagzeuger werden für die einzelnen Sinfonien immer wieder gewechselt. Die Pauken sind durchweg bei allen Sinfonien sehr präsent eingefangen.


    Sinfonie Nr. 5

    Betrachtet man die Spielzeiten der Fünften (14:37 - 9:13 - 10:30), so hatte ich schon Bedenken, dass da was packendes herauskommt. Falsch - die Fünfte gelingt Lintu mit Spannung und Emotion. Ich würde sie als die bisher beste Int aus dem Zyklus beurteilen. Obwohl er gerade bei der Fünften einige Extras einfliessen lässt: Im ersten satz senkter Strecherpassagen auf pp ab (die bei Anderen in p oder mfgespielt werden) um dann den Spannungsbogen noch Kontrastreicher zu ziehen (leider fehlt dann oben (fff) wieder etwas).

    Auch der mir so wichtige Paukenvorschlag zu Beginn des 3.Satzes ist perfekt präsent und der Hammerschluss ist mit allen emotionalen Wassern gesegnet - Hörspass erster Klasse ... und auf DVD ein tolles Konzerterlebnis.


    Sinfonie Nr. 3

    Es ist mir klar dass keiner meine Favoritenaufnahme der Sinfonie Nr. 3 = Roshdestwensky (Melodiya) erreichen kann. Auch hier, mit längeren Spielzeiten als gewohnt, erreicht er eine Duchsichtigkeit gepaaart mit Hochspannung, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Lintu kennt das Werk genaustens und öffenbart Einzelheiten, die generell ungehört bleiben. Spitzenaufnahme !


    Sinfonie Nr. 7

    Ohne Vergleich auch hier eine Interpretation eines Sibelius-Kenners 1.Klasse. Die Spannungsbögen ausgezeichnet gezogen ... aber der letzten Emotionen verlieren sich in Details.

    Wenn ich an Bernstein (SONY und DG), Berglund/Bournemouth (EMI), Ormandy (SONY), Segerstam (ONDINE) denke, dann findet man dort eine weit intensivere Gestaltung und und bei mir intensivere Gänsehautmomente ... alles in allem wie gesagt - trotzdem TOP.


    Die Sinfonien Nr. 4 und 6 folgen noch ...


    Arthaus Musik, 2014, DolbyDigital 5.1

    Danke Kalli, für deine Eindrücke bezüglich der Aufnahmen mit Ashkenazy und Vänskä.


    Trotz meiner zahlreichen Sibelius _ GA werde ich mir dann Vänskä / Lathi SO (BIS) ggf auch noch zulegen.

    Jetzt bin ich erst einmal mit dem Lintu-Zyklus auf DVD beschäftigt ... die Sinfonien Nr. 1 - 5 - 7 - 3 - 2 habe ich in dieser Reihenfolge gehört und gesehen (DVD), was mir bei diesem ersten erhältlichen Sibelius - Sinfonien - Zyklus auf DVD/BluRay besonders gut gefallen hat ...

    Danke lieber Amdir für die Vorschläge zu John Williams.


    Ich werde beide BluRay-Alben mal im Auge behalten... wenn sie günstig sind auch kaufen. Denn da sich einige Filmmusiken wiederholen, wäre das das Gleiche in Grün ... und dazu müsste ich dann schon DER Filmmusik-Fan sein.


    Die im Februar 2022 erscheinende Doppel-BluRay (mit 2CD) ist sciher die interessantere Variante mit den Berliner PH, da ich für solche Musik auch den optischen Reiz durch die LIVE-Darstellung des Konzertvideos haben möchte ... sonst prallt diese Musik zu sehr an mir ab ...

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    EUROARTS / 11 DVD, SONY, 1972 - 2018, DTS 5.1


    In dem 11 DVD-Pack sind mind 3 DVDs enthalten, die mir einzeln bestellt immer viel zu teuer waren.

    Wer schaut schon nach American Orchestra bei der Suche ? Zufällig gefunden !

    8) Der Preis ist mit weit unter 20€ der Hammer, der Inhalt mit den Dirigenten Bernstein mit dem Boston SO - Boulez mit dem CSO in der Kölner Philharmonie - Maazel mit den New Yorker PH - Barenboim mit dem CSO - Ormandy mit dem Philadelphia Orchestra - Solti mit Beethoven 1 und Schubert 6 und 8 auch.

    Die Klangquali in DTS 5.1 durchweg TOP.



    Hihglights auf den 11 DVD sind u.a:


    De Falla - Der Dreispitz - Ballett (Barenboim)

    Mussorgsky - Bilder einer Ausstellung (Ormandy)

    Strawinsky - Der Feuervogel - Ballett (Boulez)

    Debussy - La Mer (Boulez)

    Brahms - Sinfonien Nr. 2 und 4 (Bernstein mit dem Boston PO !)

    Liszt - Faust Sinfonie (Bernstein mit dem Boston PO)

    Gershwin - Ein Amerikaner in Paris (Maazel)

    Dvorak - Sinfonie Nr.9 (Maazel)

    Bernstein - Candide Ouv

    Tschaikowsky - VC und Romeo und Julia (Ormandy)

    Rachmaninoff - Sinfonie Nr.2 (Ormandy)

    Holst - Die Planeten (Ormandy)

    Beethoven 1 (Solti in der Royal Albert Hall)

    Bruckner 9 (Welser Möst mit dem Cleveland Orchestra)


    Boulez präsentiert auch ein eigenes Werk und von Berg - Lulu-Suite, ^^ was ich jetzt nicht als Highlight betrachte ... aber schon interessant ... in der schönen Kölner PH.

    John Williams

    Ich weite den Begriff "Klassik" für eins meiner Best Buys ein wenig aus. Was für eine großartige Doppel-CD mit Filmmusikauszügen von John Williams, dirigiert vom Komponisten selbst! Manches (wie etwa den berühmten "Imperial March") hat man wohl noch nie so gut gespielt gehört wie hier.

    DG, 2020, DDD


    Lieber Amdir, den Best Buy für die Doppel-CD kann ich gut nachvollziehen - ich habe die BluRay-Ausgabe jetzt zu Weihnachten 2021 als Geschenk bekommen.


    Im Prinzip bin ich nicht der grosse Filmmusik -Fan. Das hat sich schon bei mind. 10CDs aus dem Bereich gezeigt, die lange Zeit liegen bleiben und wenig gehört werden. Das ist oft alles nach einem Schema (Power ohne Entwicklung) und kann mich manchmal nicht so ganz begeistern.


    :) Mir war deshalb klar, dass ich für John Williams auch den optischen Reiz mit Bild brauche ... :love: meine Vermutung hat mir mit der BluRay Recht gegeben. Denn das Konzert zu sehen, wobei 8 Filmmusiken von Williams mit Violine für Anne Sophie Mutter arrangiert und ihr auf den Leib geschrieben wurden, macht richtig Freude. ASM liefert ihren Part mit megaklasse ab; aber auch John Williams ist ein TOP Dirigent mit einer famosen Schlagtechnik.

    Die Aufnahmen sind wirklich Klasse und machen richtig Hörspass, der auch durch die TOP-Klangqualität in DTS 5.1 unterstützt wird. Auf der BluRay sind dann auch noch alle Stücke in Dolby Atmos (ohne Konzertfilm) enthalten.


    Mein Lieblingsstück ist Close Encounters of the third kind ...


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    DG, BluRay, 2020, DTS 5.1 und Dolby Atmos


    8) Mein persönlicher Best Buy 4.Q 2021 folgt im Folgebeitrag ...

    Gustavo Dudamel


    Von diesem Dirigenten und seinem Simon Bolivar Youth SO Venezuela, kann man fast immer positive Ergebnisse erwarten, denn die "Jungs" haben Rhythmus im Blut, genau wie Gutavo himself.

    Meist trifft das aber oft auf lateinamerikanisches Repertorie zu, so wie auch hier, denn Revueltas - Die Nacht der Mayas ist eine absolute Spitzenaufnahme in jeder Hinsicht und übertrifft sogar die Klasseaufnahmen mit Batiz (ASV) und Barrios (NAXOS).


    Dudamel gestaltet Le Sacre kammermusikalisch durchsichtig. Es kommt ihm auf jede Stimme und Nuance an. Das Schlagwerk bleibt in TEIL I trotz der gebotenen rhythmischen Präzision viel zu sehr im Hintergrund. Erst in Teil II ist auch das Schlagwerk präsent ... bleibt aber weit hinter der Überrumplung eines Bernstein (SONY, 59), sowie der Klasse von Swetlanow und Fedessejew (um die drei Besten zu nennen) zurück.

    :huh: Bei Dudamel kommt erst spät Spannung auf. Ich möchte nach der ruhigen Einleitung bereits bei den "Vorboten des Frühlings" gepackt werden, bei der Dudamel noch nicht wach ist ... ;) Da ist mir auch die "vielgescholtene" Solti-Aufnahme mit dem CSO (Decca) lieber, der direkt aufs Gaspedal tritt, das Schlagwerk sprechen lässt, denn hier werde ich gleich gepackt, begeistert und am Ball gehalten.

    Das Simon Bolivar Youth Orchestra gibt sich alle Mühe und die Aufnahme überzeugt auch klangtechnisch ... leider zu brav und ohne die Begeisterungsfähigkeit der o.g. Aufnahmen.


    8) Die CD ist für mich jedoch trotzdem wegen Revueltas eine Kaufempfehlung !

    Die Kopplung beider Werke von Strawinsky und Revueltas finde ich gut, da von der Modernität und dem gegebenen "Schlagzeugfest" einiges geboten wird - man höre den 4.Satz Zaubernacht :hail: ... und da glänzt Dudamel und seine Venezuelaner.



    DG, 2010, DDD

    ...gestern ist Vänskä / Lahti Zyklus angekommen. Ich bin ja kein analytischer Hörer ( dazu fehlt mir der Sachverstand ) aber ich glaube fast, dass ich den Askenazy und den Kamu Lahti Zyklus dahinter sehe.

    Vielleicht kannst Diu mit ein paar Worten beschreiben, warum Du das so siehst, lieber Kalli.


    Die Sinfonie Nr.1 mit Ashkenazy (Decca) kannst Du allerdings kaum dazu zählen, denn dass ist für mich schlechthin die Jahrhundertaufnahme der Ersten !

    Aber wenn Vänskä da schon mal ran kommt, dann muss der "verdammt jut" sein !


    Ich berichte in Kürze vom neuen beachtenswerten DVD_Zyklus mit Hannu Lintu, der mich sehr positiv überrascht hat, schon wegen den umfangreichgen Erklärungen von Hannu Lintu und der Diskussion über das Thematische Material für jede der 7 Sinfonien ... :!: nur die Sinfonien Nr. 1 und 2 sind mir auch mit Lintu zu "nordisch" empfunden; da fehlt deutlich die Bernsteinsche Emphase ... sodass sich wirklich Gänsehäute einstellen könnten.

    Von den mir vorliegenden verbreiteten Aufnahmen haben die drei folgenden anscheinend Orgel und Orchester im gleichen Saal, nicht zusammengemixt:


    Bernstein/NYPhil/Raver (Manhattan Center, NYC) CBS/Sony 1976

    Dutoit/OSdM/Hurford (St. Eustache, Montreal) DECCA 1982

    Levine/Berliner Phil/Preston (Philharmonie Berlin? oder Jesus-Christus-Kirche) DGG 1986

    JA, ich habe alle drei, wo nichts zusammengemixt wurde.


    Wenn gemixt wird, ist die Orgel oft fürchterlich überdimensioniert; mit einem matschigen Orchesterklang bei Murray/Ormandy (TELARC).


    1. Als Bernstein-Fan war es mir ein Anliegen auch diese zu besitzen: - leider eine Enttäuschung - viel zu langsam und langatmig - leider im Vergleich zu meinen Favoriten = Ormandy/Fox (RCA) und Levine (DG) leider ohne wirklichen Pepp - siehe auch Beitrag 56

    Diese Bernstein - CD habe ich abgesetzt, da auch die gekoppelten Werke nicht überzeugen konnten ...


    2. Dutoit (Decca) ist die goldene Mitte, mit dem man nichts falsch macht - dazu TOP-Klang


    3. Levine / Berliner PH (DG) - neben Ormandy/Fox mein Favorit - da stimmt alles - Hochspannung und TOP-Klang - siehe Beitrag 45