Lieber Walter!
Daß Dein Beitrag bisher so ohne Resonanz geblieben ist, erstaunt mich ob des bekannten Werkes sehr. Vielleicht weil am Ende eine an die Mitglieder gerichtete Frage fehlt?
Nun, vielleicht erwartest Du ja gar keine Antworten, so möchte ich dennoch meinen Senf dazu geben.
Ich schätze Saties Klavierwerke schon seit langem und natürlich auch insbesondere die Trois Gymnopédies, die mir einst ein Schulfreund, der von meiner Begeisterung für klassische Musik wusste, nahe brachte.
So bin ich in Besitz der Noten und selbstverständlich auch einer Pressung auf Silberscheibe.
Da Du ja alles Wissenswerte über das Werk bereits erwähntest (zumindest kann ich nicht mehr dazu beifügen), noch ein paar CD- Hinweise meinerseits.
Neben dem von Dir genannten Ciccolini, der ja vielerorts als DER Satie-Interpret gerühmt wird, seien ferner noch folgende Pianisten genannt:
Pascal Roge: Er spielt die Gymnopédies mit recht zügigem Tempo und verleiht dem Werk zugleich einen federnden Charakter
Reinbert de Leeuw: Wenn ich mich recht erinnere, dürfte er den Gegenpol zu Roge darstellen. Bei Leeuw findet man stark gedehnte Tempi unter denen das Stück fast zu "zerfallen" scheint.
Eine IMO recht eigensinnige Interpretation, mir hat sie weniger zugesagt.
Jean-Yves Thibaudet
Anne Queffelec: Erschienen bei Virgin Classics war das zum Zeitpunkt des Kaufes mein Favorit. Anne Queffelec spielt IMO die Gymnopedies mit vernünfitgen Tempi und präsentiert einen recht surrealistischen Satie - mir sei dieses Wortspiel einmal erlaubt :D. Mal solide und dann wieder äußerst fragil im Ausdruck steckt hinter diesen Interpretationen eine große Spannung, die ich sehr ansprechend finde.
Eine tolle CD!
Was ist deine bevorzugte Aufnahme?
Was ist Dir wichtig bei einer Interpration?
LG aus Berlin
Wulf.