Beiträge von musicophil

    Haben sie nicht die CD mit Italienische Lieder/Arien?
    Wie sie das bekammte "Caro mio ben" singt!!!


    Und die Gluck-Ausgabe. Das "Di questa cetra in seno" (Il Parnaso confuso). Man leckt sich die Däume. Daneben die Begleitung. Das ist wirklich ein Juwel.


    Ich vermisse außerdem einen von mir öfters gedrehten Oper "La Cenerentola".


    Diese Bartoli ist ja eine "Universal Frau".

    Da muß ich unbedingt zwei Namen hinzufügen.
    Erstens: (bereits älter) der unverkennbare oesterreichische Tenor Kurt Equiluz mit seinem etwas heiser Timbre. Welch eine Fülle hatte seine Stimme. Wie sehr ich auch Prégardien bewundere, Bachse Musik von Equiluz hat doch etwas schöneres.
    Zweitens: der m.E. beste Tenor den es heute gibt. Der unvorstellbar geschmeidige, warm tembrierte Juan-Diego Florez. Wie ist es möglich, daß er nicht als erste an dieser Stelle genannt wurde. Der Bellini/Donizetti/Rossini Tenor die endlich wieder aufgestanden ist. Hört seine beide Decca-CDs an, und ihr seid überzeugt. Ich hatte das Glück ihm auf den Fernsehschirm zu sehen, denn bis jenes Moment war er mir völlig unbekannt.
    Sofort kaufte ich mir beide CDs.


    Ach Himmel, da vergaß ich die ungarische Sopran Sylvia Sass. Zusammen mit Klavierspieler Andras Schiff (und Orchester + Dirigent selbstverständlich) gab sie eine Ausführung von Mozarts "Ch'io mi scordi di te... Non temer amato bene" (KV505) die so schön ist, daß dies absolut der Standard ist womit alle andere Aufnahmen dieses Werkes verglichen werden sollen.
    Da mußte ich fast weinen, so wunderbar wurde das gebracht. HIMMLISCH!!!

    Ich gebe die Einlagetext von Imeneo (VOX - CDX 5135). Zwei CDs.


    In Ireland, then, Hymen triumphed where in London Imeneo had failed. George Frideric Handel must have felt vindicated! He stirred the Irish public to a frenzy. Had his visit ended that week, the composer might have returned to England resolved to revive Imeneo and perhaps to even create new operas. But four days before the final Dublin Hymen performance, an announcement was made in the Irish press for a “New Grand Oratorio call’d MESSIAH” to premiere in early April. The impact of this work would eclipse everything else from that season and, for Handel, from his past seasons as well.
    The English-language oratorio swept away the remnants of Handel’s Italian opera tradition with that single concert on April 13, 1742. And despite Hymen’s rapturous reception in Dublin, it was forgotten entirely.


    When ich selber etwas hinzufüge, dann ist es "It's great. Really. Very fine music"

    Meister Rocco aus Fidelio


    Er verkörpert, trotz seiner Profession, alles Gute. Wenn einer es gut bringt, würde man fast Wehrsinn zu seinem Beruf bei ihm fühlen.
    Das war Klasse von Beethoven. Nur wird es nicht oft so gebracht.

    Ich muß lachen über diese Diskussion.


    Eine Freundin von mir singt in einem Operettenchor. Zweimal jährlich wird eine Operette für Familie, Freunde, usw gebracht.
    Strauß, Lehar, Zeller, Millöcker, alle hab ich sie gesehen. Aber auch mehrmals Offenbach. Und Sullivan. Aber immer in Übersetzung.


    Ich muß gestehen, daß ich sonst bei Offenbach vielleicht nicht alles verstanden hatte.
    Aber das Publikum hätte fast nichts verstanden. Und jetzt war es immer Lachen. Dies verstand und liebte die Menge "Ungebildeter".


    Also: ich würde vorschlagen um diese schöne Musik wieder bei den Menschen zu bringen und mehr zu übersetzen.


    PS: als ich 11 Jahre alt war, konnte ich im Concertgebäude (Amsterdam) die Matthäus Passion mit einem Holländischen Bibel folgen (die Sprachen ähneln sich mehr oder weniger). Sonst hätte diese Musik mir nie so viel getan.

    Lortzing veraltet? Hausbacken?
    Der Man schlägt ja eine Brücke zwischen Operette und Oper. Soviel Humor als seine Opern haben.


    Ich hatte zuerst Undine, Zar und Zimmerman, Der Waffenschmied, Der Wildschütz und die Opernprobe auf LP. Mit Ausnahme von Undine hab ich heute alles auf CD.
    Freilich, man braucht tatsächlich einen Bass als Ollendorf in Der Wildschütz (neben die andere Stars). Oder so einer wie Gottlob Frick als der Bürgermeister in Zar und Zimmerman. Und wie in "Der Waffenschmied" Gisela Lutz die Dialogen macht (und der Ollendorf natürlich auch).
    Ich genieße während das Lauschen, und noch viele Stunden nachher.


    Und hat einer je das Lied von Veith (Undine) überdacht?
    Wir benützten sogar die letzte Strophe während des Begrabnis meines Vaters.


    Ich zitiere aus dem Gedächtnis, also nicht völlig Fehlerfrei:
    Hab schon öfters sagen hören,
    Daß man dort sich wiederseht
    Aber niemand kann's beschwören,
    Keiner weiß was da gescheht.
    Wenn es fest und sicher stände,
    Daß man dort sich wieder fände,
    O, wie herrlich und wie schön
    Wär ein solches Wiedersehn,


    Vielleicht war er ein mittelmäßiger Komponist. Er war aber jedenfalls ein genialer Librettist.