Beiträge von musicophil

    Eigentlich wollte ich nicht schreiben. Da fand ich aber im Netz einen Beitrag, der mich zwang zu schauen ob 24. Dezember noch frei wäre. Ja also.


    01. Dezember =
    02. Dezember =
    03. Dezember =
    04. Dezember =
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    13. Dezember = musica
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    16. Dezember =
    17. Dezember =
    18. Dezember = Peter Grimes
    19. Dezember = Sakow
    20. Dezember = Basti
    21. Dezember =
    22. Dezember =
    23. Dezember = Liebestraum
    24. Dezember = musicophil


    LG, Paul


    PS Ich stifte eine CD-Box (3 CDs) mit den Flötenkonzerten von Devienne für den Gewinner.



    Das hattest Du vergessen zu fragen, Thomas, ob es etwas für den eventuellen Gewinner gibt.

    Zitat

    Original von Basti
    P.S.: Die EMI hat immer noch nicht geantwortet :no:...


    Das passiert mal öfter bei EMI. :motz:


    In der Kathleen Ferrier Biographie schrieb ich am Ende (2006 !!):

    Zitat

    Ich bin ja nicht erstaunt, dass nicht alles bei den Firmen klappt. Ich bat EMI um weitere Auskünfte über die Oper Orfeo ed Euridice. Und bekam eine Antwort: Sorry I don't think we have this recording? Als ich Nummer, Datum, usw gab, bekam ich eine zweite, deutliche Mail: My apologies - you are quite right of course. It’s a very recent release (2004) so wasn’t in my catalogue and my memory had momentarily escaped me! All this info will probably be in the sleeve note so I will check a copy and get back to you.


    Noch immer hab ich nichts bekommen.


    LG, Paul

    Zitat

    Original von Glockenton
    Was Fischer-Dieskau anbelangt, kommen mir so manche negative Äusserung über seine Interpretationen und seine Stimme als reichlich unqualifiziert vor....
    Wenn man nicht versteht, dass das Kunstlied oftmals über die Einfachheit von Kinderreimen hinausgeht und extrem eng mit der (in diesem Fall deutschen) Sprache verknüpft ist, dann sollte man ggf. das Problem bei sich selber suchen oder besser gleich beim Belcanto bleiben.


    Verdoppeln, bitte.

    Zitat

    Original von Jolanthe
    Das ist meines Erachtens ein Aspekt von Musikalität, aber es muss sicherlich noch viel mehr dazu kommen, nämlich, wenn wir beim Gesang bleiben, ein Gefühl für Interpretation.


    Einspruch :D
    Das ist ein Gefühl für Texte. Ein Schauspieler, der absolut nicht musikalisch wäre, könnte dennoch wunderbar Texte interpretieren.


    LG, Paul

    Zitat

    Original von musica
    Gehörbildung gehört zu Pflicht eines Sängrs an der Hochschule. Was nützt es wenn jemand eine schöne Stimme hat und die Stimme nicht halten kann, so in einem Chor, er hat eben nicht das Gehör dafür.


    Als ich Gesangunterricht haben wollte, wurde zuerst geprüft, ob ich richtig Töne singen konnte. De Direktor schlug z.b. ein E am Klavier und da mußte ich dann das A geben.
    Hätte ich die Prüfung nicht bestanden, wäre ich nicht akzeptiert.


    LG, Paul

    Zitat

    Original von Melisma
    Musikalität wäre also, nach Ansicht dieses Buchautors, die Fähigkeit, eine Melodie in verschiedenen Tonarten zu erkennen? - Das ist mir gar zu einfach! :yes:


    Zitat

    Original von Johann
    Und das als Musikalität zu bezeichnen ist mir auch zu einfach. Und, wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich da auch einfach eine andere Meinung, die ich m.E. gut darstellen kann.


    Ich sage nicht, daß ich mit seiner Meinung einverstanden bin. Sehe aber eine Konsequenz, die Euch vielleicht entgangen ist.


    Mein Onkel sang immer falsch. Vielleicht, weil er nicht dieses relative Gehör besaß. Er hörte also nicht, daß die Melodie vergewaltigt wurde.


    LG, Paul

    Zitat

    Original von Johann
    Das absolute Gehör ist angeboren in großen Teilen oder muss intensiv während der Kindheit angelernt werden.


    Ich hörte am Mittag eine Radiosendung. Da war einer, der sogar darüber ein Buch geschrieben hat.
    Er behauptete, daß sowohl Menschen als Tiere das absolute Gehör haben. Wenn aber Menschen ungefähr 5-6 Jahre alt sind, wächst bei Ihnen das relative Gehör und überdeckt sogar das absolute. Dadurch sind wir in der Lage, auch wenn eine Melodie in einer anderen Tonart gespielt wird, sie doch zu erkennen als... (was denn auch).


    Das fehlt bei Tiere, sagte der Mann. Und für ihn ist dies Musikalität.

    Zitat

    Original von Johannes Roehl
    Unabhängig von der Übung gibt es sicher ziemlich viele, recht leicht testbare Kriterien für unterschiedliche Kriterien der Musikalität: Tonfolgen, Akkorde, Melodien, Musikstücke leicht und schnell wiedererkennen, nachsingen können usw.


    Mein Onkel konnte nur falsch singen. Darum mußte er Klavierspielen lernen. Bis zu seinem Tod hat er aber falsch gesungen. :D


    LG, Paul

    Zitat

    Original von Milletre
    wie viele Beispiele soll ich denn noch anführen?


    Ausserdem bin ich der Meinung, dass jedem, dem die Oper - und die italienische ist ein wesentlicher Markstein der Operngeschichte - am Herzen liegt und er überzeugt ist, dass ihn diese einzigartige Kunstgattung ein Leben lang begleiten wird, doch ium Himmels willen einmal einen italienischen Sprachkurs belegen soll, um tiefer in ihre Substanz eindringen zu können.


    Es reicht ja, wenn man die wichtigsten Vokalbeln und die Grundbasis der Grammatik kennenlernt. Dann hat man es auch als Tourist in Italien, wohin doch viele Deutsche auf Urlaub fahren, viel leichter und stammelt dann nicht so hilflos gestikulierend herum, weil die Italiener bekanntermaßen auch Fremdsprachenmuffel sind.


    Sorry, aber jetzt werde ich fast beleidigend. Denn diese Aussage ist m.M.n ziemlich albern.


    Ich, Ausländer, verstehe Deutsch besser als die meisten Ausländer. Ja, sogar passiert es, daß ich Nuancen entdecke, die ein Deutscher/Österreicher nicht sieht.


    Dennoch, ich gebe sofort zu, dass es für mich unmöglich ist, die Subtilitäten von Fremdsprachentexten völlig zu verstehen. Untertöne können verloren gehen.
    Ich habe die Deutsche Don Giovanniaufnahme der Ludwigsburger Festspiele von rund 1975. Im LP-Textbuch stand damals, dass durch die Uebersetzung endlich deutlich wurde, dass Donna Anna vergewaltigt wurde (oder nicht).


    Noch wichtiger aber finde ich, dass hier ein elitäres Bewusstsein spricht, dass mich schmerzt.
    Wie viel Menschen können Fremdsprachen lernen. Wenn sie schon die Mühe nehmen wollen. Eine Fremdsprache bekommt man nicht geschenkt. Dann muss man die eigene Sprache schon ziemlich gut beherrschen.


    Ich habe gesehen, wie ganz normale Menschen durch Uebersetzungen von Libretti ploetzlich begeistert wurden. Endlich konnten sie Operetten und Opern folgen. Und dadurch verstehen.


    Muss man nicht versuchen das "Plebs" Kultur zu bringen? Das passiert bestimmt nicht, wenn weiter in einer Fremdsprache ein musikalisches Theaterspiel gebracht wird. Die Musik ist oft schon fremd, denn ziemlich unbekannt wenn nicht unbeliebt. Und dann kommt da noch die Sprachehuerde dabei...


    Ich passe.


    LG, Paul

    Zitat

    Original von thdeck
    Das, was du machst, ist keine Kunst. Ich gespannt, ob man von sowas leben kann.


    Mit solchen Bemerkungen ist für mich die Gratulation eher eine Flasche billige Wein, die mit einem teuren Etikett auf der Flasche geklebt, als Geschenk überreicht wird.

    Ich finde :untertauch: Kozeluch :untertauch: ein gutes Beispiel. Und noch schlimmer (wie ist das möglich) Reichardt.
    Bei Reichardt kann ich sofort seine Oper Erwin und Elmire nennen



    Kozeluchs Sinfonia Concertante



    Auf dieser CD ist auch Hoffmeister genannt. Er schrieb "anspruchslose" Musik. Darf man die epigonal nennen?


    LG, paul

    Zitat

    Original von operus
    Lieber Joseph II.


    Dein Urteil über Josef Greindl ist von emotionaler Wertschätzung, Verehrung, ja Liebe geprägt. Wunderbar - bleibe dabei. Du verehrst einen Großen und Würdigen. Nur akzeptiere bitte, dass andere Kenner der Szene und auch die internationale Kritik (Steane, Mann, Kesting) gerade beim Hagen differenzierter urteilen.


    Lieber Operus,


    Weil ich diese Leistung von Greindl nicht anhören will (denn Wagner), kann ich also nicht mitreden.
    Eines möchte ich aber sagen: ich habe mal gelesen und gehört, daß Greindl ein Bühnetiger "par excellence" war. Das bedeutet, daß man eigentlich Greindl nicht nach CD, sondern nach DVD beurteilen müßte.


    LG, Paul

    Zitat

    Original von sagitt
    Ihnen fehlt- da wären mal Stimmenexperten gefragt- die Fähigkeit zu eigenständig leisen Gesang oft. Stimmexperten, weil es ja auch eine stimmphysiologische Frage ist,ob der Muskel, durch dauerndes Fortesingen sehr gestählt, dann noch auf pp schalten kann ?.Im Gegensatz zu wahrscheinlich allen Mitgliedern dieses Forums und der gesamten Musikwelt halte ich ja deswegen Fritz Wunderlich nicht für einen überragenden Liedersänger, weil sein pp keine eigene Farbe hat, sondern sich als Abwesenheit von Forte definiert. Sobald sein Stahl in der Stimme nicht gefordert wird, ist diese relativ farblos.


    Lieber Hans,


    Ich denke, daß Du da etwas sehr wichtiges sagte. Natürlich gibt es Ausnahmen. Vide m.E. Rita Streich.
    Das bedeutet aber auch, grob gesagt, das die meisten Bässe vermutlich nicht schön Lieder singen können. Wer ist denn ein "lyrischer Baß"?

    LG, Paul


    PS Übrigens konnte Dieskau auch Oper singen. :D

    Zitat

    Original von m-mueller
    ...versuch es mal mit Pärt´s Spiegel im Spiegel.


    Besser: Zilchs Hubertusmesse. Ich hörte die Musik vor mehr als 30 Jahre übers Radio und habe sie nie vergessen. Als ich die CD entdeckte, wurde sie sofort gekauft.



    LG, Paul

    Zitat

    Original von Luis.Keuco
    Wenn man dabei bleibt, was man im Vorschulalter auf den Teller bekommt, bleibt das Leben geschmackstechnisch doch beschränkt.


    Lieber Luis,


    Gar nicht. Denn man kann schauen ob es Gewürze gibt, die das Gericht einen anderen Geschmack geben. Es bleibt dennoch dasselbe Gericht.
    Ab meiner Jugend habe ich Wiener Klassik, Mannheimer, früh Romantik und (spät) Barock gemocht. Das hat sich nie geändert.
    "Neue" Musik. Bei mir... ???? NIE !!!


    LG, Paul

    Hier sogar deutlicher. :P


    Zitat

    Ein Forscherteam um Richard H. C. Zegers von der Universität Amsterdam kommt nun jedoch zu dem Ergebnis, dass Mozart an einer damals in Wien grassierenden Angina litt. Damit soll auch das Rätsel um Mozarts Tod gelöst sein: Die bakterielle Infektion führte aller Wahrscheinlichkeit nach zu chronischem Nierenversagen und damit auch zum Tod des musikalischen Genies. Alle Krankheitssymptome, die die Schwägerin des Komponisten notiert hatte, stimmten mit denen einer Halsentzündung und ihren möglichen Folgeerscheinungen überein, schreiben die Wissenschaftler im US-Fachblatt "Annals of Internal Medicine".
    Zu ihren Ergebnissen kamen Zegers und sein Team durch eine epidemiologische Analyse, die die Todesursache von mehr als 5000 Einwohnern Wiens von 1790 bis 1793 zusammenfasst. Tuberkulose, Mangelernährung und Gewebewassersucht gehörten demnach zu den häufigsten Todesursachen von damals.


    LG, Paul


    Lieber farinenelli,


    Wenn ich mich nicht irre, war Farinelli vor allem wegen seiner Technik bekannt, nicht aber wegen seiner Darstellungskunst...
    So wie Du über Sutherland redest, tust Du ihr Unrecht. Denn dann solltest du auch erwähnen, daß sie eine fabelhafte Technik besaß.
    Auch wenn ich Caballé nicht mag, nie habe ich behauptet, daß eine Mangel an Technik der Grund meiner Ablehnung war.


    Es gibt aber Menschen, die nicht so eingeführt sind, daß sie die Gründe ihrer Ablehnung genau ernennen können.
    Ich dachte, daß Orpheus2 sogar in seinem Öffnungsbeitrag sagte, daß er Laie ist.


    Er versuchte auf irgendeine Weise deutlich zu machen, daß er Callas nicht mag. Wenn ich es gut analysiert habe, ist es das Timbre, daß ihm mißfällt. Das ist dann eben rein persönlich und kann man nicht begründen. Eine Stimme gefällt oder gefällt nicht.
    Nur ging er zu weit, weil er versuchte seine Ablehnung zu begründen, als wir diskutierten, und dann falsche Argumente mit richtigen in einem Topf warf.


    LG, Paul

    Zitat

    Original von âme
    Aber gut, wir diskutieren hier ja meist über Geschmäcker und eher die Ausnahme das es um konträre Diskussionen über die kompositorische Anlage bzw. Satztechnik eines Werkes geht und der emotionale Aspekt ist ja ein sehr wichtiger, wesentlicher Teil von daher find ich es schon interessant zu erfahren wie andere Klassikhörer dieses und jenes Werk empfinden und wahrnehmen, was auch immer dabei rauskommt (solang wie gesagt keine Kraftausdrücke verwendet werden).


    Cher âme,


    Sänger sind sowieso eine Ausnahme. Wenn wir diskutieren über das Phänomen Callas, daß laut mehreren Taminos einzigartig ist wegen ihrer "performance", dann befinden wir uns doch eher in einem grauen Gebiet.
    Ob das Timbre einer Stimme einem gefällt, ist persönlich. Die Technik eines Sängers ist wieder etwas, worüber man sachlich reden kann.


    LG, Paul

    Zitat

    Original von Orpheus 2
    Es war nicht die Klasse ihrer Stimme und nicht mal ihre Schönheit, denn selbst dort wurde sie von anderen überflügelt, wenn ich da an Hilde Güden denke.
    Ist sie also doch in ihrer Größe überschätzt worden ? gab es seinerzeit nicht doch bedeutend bessere ihres Faches.


    Ha, wenn es dann doch Wirbel geben muß... :D
    Ich habe die Stimme von Güden immer sehr kalt gefunden. Und qua Technik war sie bestimmt nicht so gut wie Sutherland, die doch auch keine warme Stimme hatte...


    Nochmals, Du siehst offensichtlich nicht ein, was für uns (jedenfalls mehr Menschen als nur meine Person) die Größe von Callas ausmacht. Das war ihr Talent um mit ihrer Stimme Personen darzustellen. Das habe ich nicht (und nie) in Schallplattenaufnahmen von Güden so erfahren.
    Die Stimme von Callas hat mich nicht begeistert, sondern diesen Aspekt ihrer Sängerpersönlichkeit.


    LG, Paul