Beiträge von adriano

    Liebe Freunde


    Nachdem im Schweizer Guild-Office einiges drunter und drüben gegangen ist, hat Guild UK entschieden, diese Niederlassung zu schließen und aber auch deren "Erbschaft" nicht zu übernehmen. Der CH-Manager wurde rausgeschmissen.
    In anderen Worten sind ab sofort meine sämtlichen Brun-Aufnahmen gestrichen. Da das Lager jeweils auf einen Minimalbestand gehalten wurde, wird dies auch bald ausverkauft sein.
    Ich versuche nun, ein Nachfolge-Label à la Brilliant Classic zu finden, das die 10 CDs (9 Guild und 1 Sterling) in einer preisgünstigen Box wieder veröffentlicht. Rechtliche Problem wird es keine geben, denn das gesamte Projekt wurde privat gesponsert und die Masters gehören uns.
    Drückt mir die Daumen!


    Gruß aus Zürich

    Hoffentlich - und gottseidank - haben Reger und Schulz-Beuthen das Böcklin-Gemälde verschieden interpretiert. Darin liegt der Sinn der menschlichen Empfindung - und auch der Kunst! Nehme an, dass es auch noch andere Gemälde gibt, die eine Insel darstellen, die mit Todes-Empfindung zu tun haben.... ;)

    Hallo Ihr Lieben 8-)
    Falls jemand von Euch mich treffen möchte, bin ich nächste Woche für 3 Tage in Wien (dann 3 Tage in Bratislava). Dies aber nur, falls Elena Mosuc nicht wieder krank wird, denn in Bratislava nehme ich eine CD mit ihr auf, die letzten August krankheitshalber verschoben werden musste :-)
    Einen schönen Tag und Gruss aus Zürich!

    Danke, musikwanderer, für Deine Zeilen :-)


    Was die Terminologie "Neue Musik" betrifft, da hat mein ganzes kreatives Schaffen nichts damit zu tun. Mein Zeug basiert auf Melodien, Themen-Metamorphosen, auf Akkorden, die immer wieder tonal werden usw. Und es werden emotionale Spannungen sowie lyrische Momente kreriert. Natürlich schreibe ich nicht wie Mozart oder Schubert, doch eher in der Nachfolge von Bartok - doch gerne ab und zu auch vor der schwelgerischen Jahrhundertwende vor der Dodekaphonik meinen Hut ziehend - oder Handküsse nach Arthur Honegger und Frank Martin werfend - was nicht heisst, ich kopiere all diese, sondern dass ich von all diesen viel gelernt habe.
    "Neue Musik" ist für mich was Hochintellektuelles und Konstruiertes, geschrieben von Komponisten à la mode, die in erster Linie zeigen wollen, was sie alles gelernt haben und können - und ans Publikum an letzter Stelle denken, oder auch gar nicht. Probier' Dich mal ins Quintett reinzuhören; kriegst sicher keine Albträume davon :-) Jedenfalls war das Echo auf die bisherigen beiden Aufführungen im Konzertsaal echt positiv; einige Zuschauer fühlten sich sogar emotional berührt - und die Musiker meinten, auch wenn sie nicht genau wüssten warum, fühlten sich "gepackt". Solche Reaktionen sind für mich tausend Mal wertvoller als hochgeschraubte Reaktionen von Seiten eines Musikwissenschaftlers...


    Gruss von einem eher altmodischen Nostalgiker :-)

    Hallo Ihr lieben Tamino-Members :-)


    Man lebt noch und versucht, trotz all dem Uebel dieser Welt, sie durch Musik zu verschönern. Aber auch das wird immer schwieriger...


    Mein Klarinettenquintet ist übrigens online - falls sich jemand für mich als Komponist interessiert:
    https://soundcloud.com/user-50…-fof-clarinet-and-strings


    Das Fritz-Brun-Kapitel auf meiner Webseite wurde auch updated:
    http://www.adrianomusic.com/styled-10/styled-13/index.html


    Und gerade heute kriegt meine "alte" Sterling-CD mit Werken von Heinrich Schulz-Beuthen eine dritte Rezension im MusicWeb - und dies 14 Jahren nach Erscheinen!


    Beste Grüsse aus Zürich von Adriano ;)

    Danke auch Dir, Don Gaiferos
    Wenn Du wüsstest, was ich alles noch gerne aufnehmen möchte!
    Doch dies sieht ganz anders aus in Wirklichkeit. Die Zeiten, wo CD-Produzenten in ihre Künstler investierten, sind lange vorbei, also muss ich für jedes Projekt, das ich realisieren möchte, Sponsoren suchen. Dies nicht nur für einen Teil des Budgets, sondern fürs Ganze.
    Auch Stars haben es nicht mehr so leicht wie früher - und ich bin ja keiner.
    Die Jaques-Dalcroze-CD, die ich im September aufnehmen werde, wird sehr wahrscheinlich mein Schwanengesang als CD-Dirigent sein; es gibt niemanden mehr, der mich unterstützen möchte. Nun, ich sollte mich eigentlich nicht beklagen, nach 49 CDs... Die 50. wäre eine CD mit Eigenkompositionen geworde, doch auch daraus wird wahrscheinlich nichts...
    Natürlich liebe ich auch spanische Musik, doch da gibt es bereits viele ganz tolle Interpretationen. Vor 20 Jahren habe ich übrigens mehrmals mit Maestro Frühbeck de Burgos zusammengearbeitet, er mochte mich, hat mich immer wieder ermutigt und ich konnte viel von ihm lernen.

    Für den Erfolg der Zweiten gibt es einen klaren Grund: sie hat einfachere und kantablere Melodien, also kommt sie beim Publikum besser an als die späteren Symphonien. Da macht Brun keine Kompromisse mehr! Wie ich in meinem Einführungstext schreibe, hat man fast den Eindruck, dass Brun in diesem Werk (das eine Hommage an Othmar Schoeck ist) für einmal im Gesangs-orientierten Stil Schoecks ein Bad nehmen - und diesen Stil ebenfalls geniessen wollte wie das Publikum.

    Danke sehr, lutgra ^^
    Freut mich, dass Dir diese Neunte gefällt. Muss ehrlich sein, ich habe mit dem letzten Satz etwas Mühe. So wunderbar er auch anfängt, bekommt man manchmal den Eindruck, dass Brun nicht immer sehr genau weiss, wohin er will - oder er möchte von einem Weg in einen anderen abbiegen, dies aber nicht so ganz entschlossen... Die ersten vier Sätze sind hochinteressant, originell und oft ironisch.
    Die auf der CD noch vorkommende symphonische Dichtung "Aus dem Buch Hiob" habe ich sehr lieb. Ist ein Frühwerk, doch bereits sehr eingewillig gestaltet und verarbeitet - und sehr schön orchestriert. In meiner Brun-Videobiographie kommen 2-3 Minuten daraus vor, von jenen wundervollen Illustrationen von William Blake (zu diesem Thema) montagehaft bebildert. Wer weiss, vielleicht hat sie Brun damals in einem Buch entdeckt und sich davon inspirieren lassen...

    Herzlichen Dank! Schade, dass ich keine weiteren Strong-CDs mehr aufnehmen durfte, war damals nämlich dabei, einige Frühwerke neu zu edieren und Stücke für versch. Soloinstrumente und Orchester zusammenzustellen... Benjamin Cohrs hat mich zufälligerweise vor 2 Stunden angerufen! Auch die dritte aufgenommene CD mit der aufregenden Symphonie "Sintram" war ein grosser Erfolg... Mensch, das liegt alles schon 16 Jahre zurück!

    Danke sehr, Hans :D
    Wenn Du mir Deine E-Mail mitteilst (meine kannst Du direkt auf meiner Webseite finden), kann ich Dir Partitur & Infos über diese "Rusalka" zukommen lassen. Das Ganze wird vom Dilia-Verlag Prag (Dvoraks damaliger Verlag, welche Ehre!) vertreten, wo das Material und die Kalvierauszüge bestellt werden können, doch ich habe freie Hand was Ansichtsexemplare (PDF) der Partitur betrifft. Nun spreche ich ja von der noch (nie aufgeführten) Fassung für Flöte, Klarinette, Harfe und Streichquartett. Nochmals eine "Rusalka" für Orchester umzuarbeiten, da habe ich keine Lust mehr.
    Es gibt eine sehr gute (englische) Kammerorchester-Bearbeitung, jedoch der vollständigen Oper, mit Chor usw. Falls 1-2 Nummern dazu benötigt werden, kann ich natürlich für die erwähnte Kammerbesetzung noch was dazu liefern oder Euch bei Kürzungen beistehen.
    Das Projekt mit einer Musikschule zu verbinden finde ich sogar ganz toll!
    Das grösste Problem wird jedoch sein, einen guten Tenor zu finden, obwohl ich diese Rolle drastisch gekürzt habe. Habt Ihr einen super Mezzo, kann sie die Rolle der Fürstin und der Hexe gleichzeitig singen - so was wurde auch schon bei der Originalfassung gemacht. Ein lokaler Dichter könnte engagiert werden, Zwischentexte zu verfassen und ein lokaler Schauspieler, diese dann vorzutragen; in anderen Worten lässt diese Partitur noch Freiheiten offen, je nach Umstände/Bedürfnisse. Falls man es inszenieren will, kann man auch Dialoge einbauen zwischen den Musiknummer;, doch habe ich auch einige Stellen mitten in der Musik eingebaut, wo kurze Dialoge platziert werden können. Bei einer konzertanten Aufführung könnten auch noch Hintergrund-Projektionen eingebaut werden...
    Also, wie gesagt, es geht um eine eher "edlere" Pocket-Fassung für Kammerensemble, die sehr schön klingt und keine Unsummern kostet ;)
    Meine andere ("Krefelder") Fassung für Bläserquintett ist immer noch vorhanden, samt Libretto und Bühnenbild, doch diese ist für eine grössere Bühne konzipiert worden (Bühnenbilder fast à la Walt Disney); es braucht einen Orchestergraben, der in einen See umgebaut wird und worin sich immer wieder die drei Dryaden und der Wassermann tummeln. Die Hexe wird von einem Bariton gesungen. Das Quintett spiel links oder rechts an der Grabenseite (es gibt ein Video der GP). Dies, wie bereits erwähnt, ist für Kinder inszeniert, mit einem Happy-End. In dieser Fassung wird mehr dialogisiert als gesungen und ab und zu wird das Publikum zum Fragen beantworten, Mithüpfen oder -klatschen miteinbezogen.
    Meine weiter oben erwähnte Fassung bleibt dem Originallibretto treu, was aber immer noch allerlei modernere Inszenierungskonzpete erlaubt.
    Euer Heilbronner-Programm ist sehr schön! Leider bin ich Ende Juli schon mit einem anderen Projekt beschäftigt...

    Danke sehr, teleton - alles klar, sorry dass ich Dich enttäuschen musste. Mir gefällt Daugherty, er komponiert genau so, was sein momentanes Publikum und gewisse Trends erwarten. Auch Philip Glass ist diesbezüglich ein Experte - und ein hervorraender Geschäftsmann.


    Dass Du Ondes Martenot nicht magst, doch dafür Synthesizers, stimmt mich traurig. Die Ondes wurden in den 1930er Jahren erfunden und werden als Synthesizer-Vorgänger betrachtet! Der Sound eines Synthies kann nicht verglichen werden, denn bei Ondes kann man mit dem Anschlag subtil auf der Tastatur vibrieren wie mit den Fingern auf Streichersaiten, so was gibt's auf Synthies nicht, dort vibrieren bereits die Sounds mechanisch. Und mehroktavige Glissandi sind nur so rein und sinnlich auf Ondes hinzukriegen.
    Bevor du nur die "Turangalila" zitierst, müsstest Du z.B. die Concertos pour Ondes et Orchestre von Jolivet und von Landwoski anhören, zwei Meisterwerke. Es geht nicht darum, mit Synthies den Sound "näherzubringen" an die Ondes, die Ondes bleiben einfach Ondes und Synthies bleiben Synthies. Ein Conertino für Synthie, das wäre doch auch was für den Dougherty; wer ihn gut bezahlt, da schreibt er was man will...


    Bin froh, das Thema über meine eigenen Kompositionen hiermit abschliessen zu können, wurde mir auch etwas peinlich. Im Grunde genommen hätte ich mich nicht darüber äussern sollen, es gibt viel Besseres als Adriano. Hoffe jedoch dass Deine alleinige Beurteilungen, teleton, das Entscheiden eines Orchesterrepretoires nicht beeinflussen, sonst müssten wir dann viel mehr Dougherty bei Euch hören 8-)


    Respighi: Metamorfosen ist für mich sein orchestrales Meisterwerk. Mit meiner frühen Respighi-CD wollte ich auch nicht gegen die Top-Werke Respighis "ankommen" (wobei ich "Feste Romane" nicht gerade als "top" bezeichne).


    Danke auch an willi ^^
    Mich will seit 40 Jahren niemand auf dem Konzerpodium, also warum sollten dies gerade die Kölner Philharmoniker? Als ich für Naxos-Marco Polo arbeitete, lehnten mich bereits Agenten ab, gerade weil ich für diese Labels arbeitete. Wir wären mit Klaus Heymanns Hundegagen und sonstigen Bedingungen einverstanden und würden für Pricedumping sorgen. Und mein Repertoire wäre zu ausgefallen. Andere Agenten fanden mich damals "zu alt" (über 40). Ich wollte nämlich keinen Beethoven oder Mozart dirigieren... Und ich erinnere mich: hatte Köln vor vielen Jahren mal kontaktiert, um ein Filmmusik-Konzert vorzuschlagen, die haben mir gesagt, man kenne mich zu wenig. Wenn schon, würden sie einen echten Profi wie Frank Strobel nehmen. Der dirigierte damals noch nur Stummfilmmusiken. Für Köln bin ich halt eben nur ein Amateur. 8-)

    Hallo lutgra ;)
    Schade, dass man hier drin die eigenen Postings nicht nachkorrigieren kann, wenn man doofe Tippfehler gemacht hat; schäme mich ein wenig :(
    Andreae hat sicher gut komponiert, doch habe ich irgendwie Mühe damit, sie ehrlich zu finden, finde ich sie zu eklektisch, man spürt keine sehr starke Persönlichkeit dahinter wie bei Brun. Aber das ist nur meine persönliche Ansicht.
    Da gibt es Meinungen über Brun, die viel schlimmer sind. Schon zu Lebzeiten musste er in seinem Briefkasten beleidigende anyonyme Schreiben vorfinden. In alten Orchestertimmen fand ich ebenfalls Kommentare, von Musikern notiert, die mehr als unter die Gürtellinie gingen. Nach jeder Uraufführung fürchteten sich die Musiker bereits vor der nächsten Symphonie - glaube eher darum, weil Bruns Musik auch technisch sehr schwierig ist. Da gibt's halt zu tun - und eventuell zum Daheimüben für diese faulen Streicher...
    Wer ein ganz tolles Schweizer Chorwerk kennenlernen möchte, empfehle ich Heinrich Sutermeisters "Missa da Requiem" (auf Wergo, die ja zurzeit viele Restposten verramschen).
    Die cis-moll-Symphonie von Bloch ist genial. Diesen Komponisten liebe ich sehr!
    Andreae hat damals mit Brun bei Wüllner in Köln studiert (ein Jahr früher angefangen) und ebenfalls eine 1. Symphonie als Abschlussarbeit wie Brun produziert.
    Vo Wüllner gibt es ein sehs chönes Te Deum (siehe YouTube).
    Falls Du die heruntergeladene CD mit der Brun-Sinfonie nicht kaufen möchtest, kannst Du meinen ellenlangen Einführungstext im Brun-Kapitel meiner Homepage lesen/herunterladen - dort stehen deutsche Uebersetzungen aller meinen Einführungen drin. Dieses Erstlingswerk hat bereits einige unberechenbaren, leicht knorrigen Stellen drin!

    Danke sehr, operus, für Dein Interesse :love:
    Jetzt miss ich halt doch noch meine Seele ausbreiten :evil:


    "Populär-Eingängliches" habe ich leider nichts in meiner Opus-Liste.
    Hör Dich doch mal in meinen Soundcloud-Link rein:
    https://soundcloud.com/search?q=adriano%20zurich


    Dort befinden sich, nebst Bühnenmusiken, auch andere Werke. Das Klarinettenquintett "Thoughts and Associations" wurde bisher nur zweimal aufgeführt. In den nächsten Wochen kommen auf Soundcloud weitere Stücke dazu.


    Die Bühnenmusiken (bisher nur mit synthetischen Klängen eingespielt) sind auch als Partituren erhältlich, also durchaus auffühbar.
    Diese drei hatten am meisten Erfolg (der Upload im YouTube stammt nicht von mir! Habe ihn jedoch genehmigt)
    https://www.youtube.com/watch?v=syJyZZrHxoo
    https://www.youtube.com/watch?v=jaONLz1PZIs
    https://www.youtube.com/watch?v=hprylssIFHw


    Auf meiner Website http://www.adrianomusic.com befindet sich übrigns eine komplette Liste von allem, was ich bisher als Komponist und Arrangeur "verbrochen" habe:
    http://www.adrianomusic.com/styled-2/index.html


    Habe jedoch keine grossen Ambitionen, mich als Komponist zu profilieren. Auch in diesem Gebiet habe ich ganz eigene Ideen und betrachte mich als Aussenseiter.
    Meine vier Concertini (für Klavier, Celesta, Cembalo und Ondes Martenot) sind mit Streichorchesterbegleitung, aber nicht gerade leicht zu spielen. Ist keine verrückte Avantagrdemusik, sie kommt aus meinem Herzen und expressiv-organsich konzipiert, ja sogar melodisch und oft sehr rhytmisch betont.
    Das Cembalo-Concertino ("Impertinent Concertino") habe ich für meinen Freund Jory Vinikour componiert, der es gerne mal uraufführen möchte. Es ist ein ziemlich freches und amüsantes Werk. Jory ist für mich der beste Cembalist der Welt. Hört Euch al seine (ungekürzte) Interpretation der "Goldberg-Variationen" an!
    Das Concertino für Ondes habe ich vor drei Wochen in Bratislava aufgenommen, doch eine zweite geplante CD mit eigenen Kompositionen wird jedoch nicht zustandekommen, weil kein Sponsor sich dafür interessiert.
    Hätte sehr gerne vor meinem Ableben meine Concertini mal mit einem anderen Dirigenten gehört!


    Dann gibt's ja noch ein Stück für Orgel, Schlagzeug und Streicher:
    http://www.masterandmargarita.…5media/muziekadriano.html


    Viel bekannter von mir sind zwei Debussy- und ein Ravel-Arrangement für Kammerensemble (alle drei für Flöte, Klarinette, Harfe und Streichquartett): Seinen "Après-midi d'un faune", seine "Trois Ballades de François Villon" (mit Bariton oder Mezzo) und Ravels "Tzigane".
    Dann gibt es noch Liedzyklen von Hugo Wolf und Othmar Schoeck für Bariton und Streichquartett sowie Brahms' "Vier ernste Gesänge" mit Streichsextett - und, sage und schreibe, sämtliche Mussorgsky-Zyklen für versch. Kammerensembles.
    Von Respighi habe ich einen lustigen vierhändigen Klavierzyklus für kleineres Orchester arrangiert (es gibt davon eine ziemlich grässliche Aufnahme auf einem ital. Label, nicht von mir dirigiert) sowie einen D'Annunzio-Zyklus für Streichorchester, Harfe und versch. Tasteninstrumente - und weitere Zyklen mit Bläserensemble und Harfe.
    Für Bläserensembles habe ich Saint-Saens "Introduction et Bacchanal" (für Nonett) arrangiert und eine Suite aus Smetanas "Verkauften Braut" (Sextett).
    Dann gibt es eine Kurzfassung von Dvoraks "Rusalka" für 5 Sänger und das oben erwähne Debussy-Ensemble (noch nie aufgeführt) - Dauer 1:30 Stunden und mit der Möglichkeit, die Musiknummern durch einen Erzähler in einer konzertanten Fassung kommentiert - oder einfach inszeniert zu haben. Für die Theater Krefeld-Mönchengladbach habe ich eine weitere Rusalka-Fassung für Bläserquintett arrangiert ("Das Lied and den Mond ohne Harfe!!) - eine Produktion für Kinder, die sehr erfolgreich und super inszeniert war (53 Vorstellungen).
    Geplante Bearbeitungen für nächtes Jahr sind Lieder von Duparc und eine Suite von Juon.


    Von den meisten hier erwähnten Werke/Bearbeitungen habe ich live Audio-Files.


    Alkso, wie Du siehst, wäre Einiges (jedoch Spezielles) da, aber ich mache mir keine grossen Hoffnungen mehr. Ich bin jetzt 72; was bringt es noch, weiterhin um sich zu kämpfen. In diesm Alter hat man andere Prioritäten; or allem leide ich sehr unter dem Zerfall der Kutur und der Weltpolitik. Die Meschhait kann nur noch herumlaufen indem sie mobil telefonieren oder mit ihren Handys spielen. Oder sie können nur an einem Fussball-Match in Freudesschreie ausbrechen.
    Natürlich fühle ich mich etwas verbittert, wegen meinen verlorenen Schlachten im Gebiet der Musisk, wo auch mafiöse Zustände herrschen und nur noch Geld zählt. Stars dürfen/müssen uns nach wie vor ihr gängiges Repertoire bis zum Brechreiz imemr wieder darbieten - und mehr oder weniger schlecht interpretieren, denn was will man mehr? Ihre Fans jubeln und der Rubel rollt...


    So! Jetzt muss ich unbedingt an meinem Fritz-Brun-Film weiterarbeiten!
    Gruss aus Zürich an alle!

    Danke sehr, lutgra ^^


    Die drei Templeton Strong CDs sind, glücklicherweise, mit guten Erinnerungen verbunden, was meine Arbeit für Marco Polo-Naxos betrifft. Staune noch jetzt darüber, dass ich diese überhaupt machen durfte. Heutzutage wäre so was ohne volles Sponsoring auf keinem Label mehr möglich.
    Daher wird nächstes Jahr meine CD-Dirigentenkarriere rapid sinken - oder total versinken - denn es ist in der Tat niemand mehr da, der mich unterstützen möchte - dabei hätte ich noch einige tolle Projekte in petto!
    Nachdem Brun eher ein harter Brocken zum Verdauen ist, empfehle ich zuerst Symphonien No.1 und 2, dann die beiden Solokonzerte, dann Symphonien 8, 6, 7, 5 und 4 usw., wenn man ettappenweise in diese ziemlich knorrige, oft unberechenbare, doch faszinierende Welt eindringen möchte. Man muss sich etwas Mühe geben, es ist keine Musik, die man beim Kochen, Bügeln oder Radeln geniessen kann, man muss sich voll darauf konzentieren - und, am besten gleich anschliessend nochmals hören.
    Hätte nie gedacht, dass in meinem Alter noch ein solch tolles Projekt auf mich zukommen würde. Die Auseinandersetzung mit Fritz Brun hat mich entdecken lassen - und dies mit grosser Freude und Genugtuung - dass es noch Musik gibt, die ich "als wär's ein Stück von mir" bezeichnen darf, was nicht mein eigenes Komponieren betrifft, sondern den sanguinischen und eigenwilligen Charakter dieser Musik, der in mich eingedrungen ist. Und auch als Persönlichkeit bewundere ich Brun sehr, hätte sehr gerne einen solchen Vater gehabt.
    Jetzt, wo das Brun-Projekt beendet wurde, möchte ich natürlich dieses oder jenes Stück nochmals einspielen, denn man hat immer zu wenig Zeit für Proben, und bevor man Musik macht, wird man immer daran erinnert, dass diese viel kostet und dass möglichst viel gespart werden muss. In meiner Marco Polo-Naxos Zeit hatte ich den Ruf bekommen ein Dirigent zu sein, der am produktivsten und schnellsten im Aufahmestudio arbeitet - was ja nicht immer als Kompliment betrachtet werden kann, doch es gibt schon mehrere CDs, bei denen wir Glück hatten, dass in solch kurzer Zeit alles so gut geworden war!
    Hier noch einige Interviews nach 2002:
    http://www.adrianomusic.com/resources/2003-MT.pdf
    http://www.adrianomusic.com/resources/2004-MusicWeb.pdf
    http://www.adrianomusic.com/resources/2007-SM.pdf


    Danach hatte ich keine Lust aus Interviews mehr, weil die meisten Journalisten und Radio-Redakteure sich nur für meine Filmmusik-CDs Interviews interessierten - und dies erst nachdem ich keine solche Musik mehr für Marco Polo aufnehmen durfte - weil sie sich angeblich schlecht verkaufte (Frage: warum denn wurden sie auf Naxos wiederveröffentlicht?).
    Kann jedoch sein, dass ich in zum Thema Brun für Interviews angefragt werde - und ich zusagen muss, doch hierzulande (wo ich praktisch ignoriert werde - dabei bin ich u.a. der Schweizer Dirigent, der am meisten CDs mit Musik von Schweizer Komponisten aufgenommen hat). Nachdem ich, vor einigen Monaten, in einer Radiosendung, wegen meiner Aufnahme von Bruns 4. Symphonie von zwei hochnäsigen (und unseriös vorbereiteten) Moderatoren lächerlich gemacht wurde, bin ich sehr skeptisch geworden...

    Danke sehr, teleton - bin auch Deiner Meinung ;)
    Von jener Respighi-Ballett-CD kann man nur "La pentola magica" als interessant und besser gespielt bezeichnen, wegen der verwendeten russischen Themen - und der guten Orchestrierung überhaupt... Immerhin kriegte ich für dieses Stück die Bemerkung eines Kritikers, der meine Interpretation temperamentvoller fand als diejenige Nosedas, der das Werk 12 Jahre später auf Chandos eingespielt hat.
    Diese CD ist ein ziemlich typisches Beispiel dafür, wie mich damals Marco Polo behandelt hat. Die Aufnahme war wie üblich genehmigt worden und ich kam ins Studio. Statt mein übliches Ensemble vorzufinden, sah ich praktisch nur neue Gesichter. Als ich mich erkundigte, was da los sei, teilte man mir mit, das Orchester würde sich auf Japan-Tournee befinden. Hätte ich das gewusst, wäre ich nicht nach Bratislava gereist; wir waren ein derart gut eingespieltes Team! In anderen Worten, sass ein wild zusammengestellter Haufen da, mit einem Konzertmeister (angeblich derjenige der Slowakischen Philharmonie), der überhaupt keine Lust hatte und für schlechtes Klima sorgte, weil sich seine Unlust auf die restlichen Musiker übertrug. Die Aufnahmesessions waren ein Albtraum. In der gleichen Woche hätte ich noch Sylvio Lazzaris Symphonie und seine "Tableaux maritimes" aufnehmen sollen, was aber nicht in Frage kam (diese Musik war viel schwieriger), denn für den Respighi hatten wir bereits mehr Zeit gebraucht.
    Als ich dies Klaus Heymann von Marco Polo-Naxos mitteilte, fand er, wie üblich, dass ich immer was zu reklamieren hätte. Nimmt mich Wunder, wie dieses Booking dann abgerechnet wurde... Wenige Jahre danach gab es nämlich im Rundfunkorchester einen Korruptions-Skandal, weil herausgekommen war, dass gewisse Marco Polo-Naxos Abrechnungen nicht ganz korrekt waren, wie z.B. für Sitzungen, die gar nicht stattgefunden hatten. Daraufhin wurde das Orchester um die Hälfte reduziert, Managers wurden entlassen - und das Niveau ging bergab. Heute erst versuchen die es wieder auf die Beine zu bringen...
    Habe nichts gegen ad-hoc-Esembles, aber für jene Respighi-CD hatte man gerade die schlechtesten (oder billigsten?) Musiker gebucht.
    Das Bratislava Symphony Orchestra, mit dem ich zurzeit arbeite, sind auch zusammengesetzte Musiker (aus der Philharmonie, der Oper und aus dem Rundfunk), aber deren besten, und mit einem Konzertmeister, Stimmführern und Solisten, die mich seit Jahren gut kennen und mögen.
    2008 wollte Marco Polo diese CD auf Naxos wiederveröffentlichen - und da habe ich erst recht reklamiert! Es war meine Idee, wenigstens "La pentola magica" in die Wiederveröffentlichung der CD "La primavera" zu integrieren, worauf noch genügeng Leerplatz war.
    Weitere solch weniger erfreulichen Storys könnt Ihr lesen auf:
    http://www.adrianomusic.com/resources/Too_obscure.pdf

    @ Alfred: alles klar - und nochmals herzlichen Dank 8-)
    Dieses Jahr sollte endlich meine Aufnahme von Martin Scherbers Erster Symphonie erscheinen - auf welchem Label ist jedoch noch unklar. Habe sie vor 2 Jahren aufgenommen. Da es von Scherber (ausser den beiden anderen Symphonien) keine weitere Orchesterwerke gibt, wird es auf dieser CD noch Klavierlieder von ihm geben - nicht von mir gesungen :D
    Und im kommenden September nehme ich meine dritte CD mit Werken von Emile Jaques-Dalcroze auf. Die wird einen wundervollen - und abgründigen - Liederzyklus mit Orchester enthalten, den Elena Mosuc singen wird.
    Diese CD könnte mein Schwanengesang als CD-Dirigent sein: Danach sieht es nämlich echt düster aus... Es gibt keine Sponsoren mehr, die sich für mich einsetzen wollen. Heutzutage muss man ja alles finanzieren. Ohne dies, hätte meine CD-Karriere schon 2003 aufgehört, und es hätte keinen Brun-Zyklus gegeben!
    Meine komplette Diskographie kann man hier einsehen:
    http://www.adrianomusic.com/styled-15/index.html


    Marco Polo-Aufnahmen, die bisher nicht auf Naxos neu aufgelegt wurden, wird es nicht mehr zum Kaufen geben, sondern nur noch als Downloads. Die letzte CD, die soeben erscheinen ist, ist diejenige mit den Filmmusiken von Erik Nordgren.


    @ Figaroo: erinnere mich ganz gut, freut mich, dass Du Dich an mich erinnerst :) Ist zwar etwas gefährlich, was Du da schreibst. Liest das einer der beiden Betroffenen, kriege ich keine Aushilfejobs an der Oper mehr. Das mit dem Regietheater würde ich schon lassen...

    Hallo Alfred - und Danke für die Lorbeeren! Welche Ehre!
    Das Forum ist einfach sensationell und sehr vielseitig :-)


    Doch - die Enthüllung meines Familiennamens, muss das sein? Es gibt weitere (wenige) Klassik-Künstler, die nur mit dem Vornamen oder einem Künstlernamen auftreten... Meinen Familiennamen habe ich ganz einfach „eliminiert“, weil meine Eltern mich daran gehindert haben, Künstler zu werden – und ich noch aus anderen Gründen das „schwarze Schaf“ war.


    „Adriano Records“ hat nur eine einzige Filmmusik-LP im Katalog gehabt, und zwar Jack Trommers „Romeo und Julia auf dem Dorfe“. Die restlichen Filmmusikern habe ich viel später auf Naxos-Marco Polo eingespielt. Der Schwerpunkt meines eigenen kleinen Labels lag im Bereich der Kammermusik.
    http://www.adrianomusic.com/styled-10/styled-8/index.html


    Adriano-Diskographie (inzwischen 49 CDs): Von mir gibt es noch Aufnahmen auf dem italienischen Label „Inedita“:
    http://www.ineditacd.com/asp/Dettaglio.asp?ID=PI2757
    http://www.ineditacd.com/asp/Dettaglio.asp?ID=PI2743


    Meinen Fritz-Brun-Zyklus habe ich inzwischen vollendet. Hier kann man allerlei drüber erfahren:
    http://www.adrianomusic.com/styled-10/styled-13/index.html


    Dort befinden sich auch drei Videos, die „meine“ Orchester und mich bei der Arbeit zeigen.


    Freut mich sehr, dass Fritz Brun Thema eines Forums wird. Auf unsungcomposers.com wurde er auch schon mehrmals thematisiert.


    Vielen Dank noch für die Komplimente, was meine Booklet-Texte betrifft*). Für mich ist es zwar eine echte Qual, solche Texte
    schreiben zu müssen, denn ich bin Musiker, kein Musikwissenschaftler. Es ist aber wichtig, dass nur jemand solche Texte schreibt, der die betreffende Musik gut kennt! Der Fall Fritz Brun ist nämlich heikel, denn viele wettern über ihn, kennen sein Gesamtwerk nicht und haben noch keine seiner Partituren studiert. Zu Bruns Musik habe ich selbst auch einige kritische Standpunkte, es soll also nicht heissen, dass ich ihr blind verfallen sei. Fühle mich jedoch sehr in dieser sanguinischen, nicht immer logisch-konsequent aufgebauten, doch faszinierenden Musik sehr zuhause, denn sie entspricht auch meinem Charakter.


    Zu meiner CD mit Schulz-Beuthens „Negertänzen“: Diese Tänze haben wohl mit „Negern“ zu tun; warum, erkläre ich in meinem Booklet-Text… Obwohl von einem „Weissen“ (Stephen Foster) komponiert, wurde das Lied „Oh, Susannah“ ein Hit in der blackface minstrel‘s community.


    Schaue gerne immer wieder in dieses Forum hinein, falls mir (intelligente) Fragen gestellt werden!


    adriano



    *) Schreibe lieber direkt auf Englisch. Deutsche „Fachtexte“ zu formulieren ist für mich ein ziemlicher Horror; bleibe immer in der Satzbildung hängen. Bin mit Deutsch und Italienisch gross geworden, mein Charakter ist jedoch eher meridional (Daher fühle ich mich seelenverwandt mit Busoni)…