Beiträge von Milosz

    Servus.


    Ich werde zwar sicherlich keinen "Jewel-Case-Fan-Club" gründen wollen,
    bin aber mit dieser Art der CD-Archivierung durchaus zufrieden. Zwar würde auch ich
    mir ein wenig mehr Stabilität wünschen, jedoch hält sich meine
    CD-Talsturzquote noch in einem verträglichen Rahmen und richtet diesbezüglich
    auch keine Magenschmerzen an. Falls was selbstverschuldet kaputt geht wirds
    eben schnell repariert, bzw. ausgetauscht.


    Ärgerlich natürlich, wenn derartige Auflösungserscheinungen andersartiger
    Natur in Pappschuber-Klappheftchenkombinationen auftreten, die
    optisch ansprechender und stoßresistenter sind, jedoch leicht ausleiern - zudem
    bei unsachgemäßer Lagerung im CD-Stapel leicht deformiert werden
    (Great Pianists of the Century, Philips >> Samson Francois kommt mit unwiderbringlich
    gekrümmten Rücken daher).


    PS: Verderb den Übermaßen


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    gepeinigte Grüße eines Klickregalbesitzers aus dem Ländle.
    Milosz.

    Servus Taminos.


    Wie schätzt ihr eigentlich generell Karajans Förderung von jungen Talenten ein?


    Ist die vermeintlich gutgemeinte Geste einseitig betrachtet lediglich Mittel zum Zweck?


    Man hole sich also eine unerfahrene Persönlichkeit an seine Seite, die man wohlbedacht
    formen bzw. der eignen Klangästhetik unterordnen kann ohne auf all zu viel Gegenwehr zu stoßen?


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    Grüße aus dem Ländle.
    Milosz.

    Guten Morgen Lohengrins;


    ... das hört sich ja recht vielversprechend an. Den Hinweis berüglich der
    Übertragung auf DeutschlandradioKultur habe ich dankend entgegengenommen.


    Aus einem anderen Bericht habe ich erfahren, dass speziell für die Vorführung eine
    Vielzahl an zusätzlicher Mikrofone aufgebaut worden sind; ist hierbei
    etwa über den Rahmen der Radio-Übertragung hinaus eine CD-Produktion geplant?


    So oder so werde ich wohl sicherheitshalber einen kleinen Mitschnitt anfertigen.


    Besten Dank.


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    Grüße aus dem Ländle.
    Milosz.

    Servus;


    war gestern jemand bei Rattles Aufführung von Mahlers zweiten Sinfonie in
    Berlin anwesend? Vergleiche mit der Einspielung zu Birminghamer Zeiten?


    Meiner Meinung nach "leidet" Rattle ein wenig zu viel, insbesondere im ersten
    Satz, der für mich glühen muss.


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    Grüße aus dem Ländle.
    Milosz.

    ... auch ich würde mich nicht über variierende Aufmachungsformen ärgern; solange
    es diese Klassiker überhaupt noch/wieder zu vernünftigen Preisen gibt. ;)


    Es lebe der Back-Katalog :D


    Ein wenig zuwider läuft mir persönlich die Vermarktung des "jungen Archives", Aufnahmen
    aus den 80ern, die immer noch zum Vollpreis angeboten werden.


    Hier gibt es ja zum Glück noch den Dschungelflußmarktplatz. Welch ein Segen. :jubel:


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    Grüße aus dem Ländle.
    Milosz.

    Zitat

    Original von Uwe
    ...hier gibt's jetzt, allen Geburtstagskindern zum Trotz, Mahler: 1. mit Kubelik und dem SO des BR
    Grüße aus Hamburg :hello:
    Uwe


    Hallo Uwe,


    ... grad eben war ich noch der Meinung, heute bereits genug Musik gehört zu haben.


    Vielleicht lässt sich da ja nochmal ein Stündchen abzwacken :]


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    Grüße aus dem Ländle.
    Milosz.

    Servus.


    Im eigentlichen Sinne habe ich mit der Person Arnold Schönbergs wenig
    am Hut, so soll diese Signatur bzw. dieses Zitat keineswegs in erster
    Linie eine Hommage an den "Eigentümer" sein.


    Mich fasziniert an dem kleinen Satz ...
    "Ich bin ein Konservativer, ich erhalte den Fortschritt."
    ... auf welche Art und Weise Sprache aus ihrer manchmal dogmatischen,
    starren Verankerung herausgerissen und andersartig, beinahe befremdlich,
    erscheinen kann.


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    Grüße aus dem Ländle.
    Milosz.

    Zitat

    Original von Kolo
    17:55 - Ich erinnere mich an Dr. Karl Böhm (Sein Leben, Seine Musik)
    22:55 - Mozart, Divertimento Nr. 1 B-Dur KV 439b


    ... fünfstündiger Böhmathlon? :rolleyes::D


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    Grüße aus dem Ländle.
    Milosz.

    ... gerade eben im TV entdeckt:


    ORF2 >> Ist dirigieren männlich? (10:30 - 11:00)
    Dokumentation, A 2006


    "Frauen am Dirigentenpult werden immer noch als Kuriosum gesehen. Das Neujahrskonzert
    unter der Stabführung einer Frau? Unvorstellbar! Das Gegenteil ist der Fall. Elke - Mascha
    Blankenburg, selbst Dirigentin, stellt in ihrem Buch "Dirigentinnen im 20. Jahrhundert"
    Künstlerinnen vor, die sich mit Einsatz und Leidenschaft über Vorurteile hinweggesetzt haben.
    Etwa Simone Young - sie wurde unlängst Leiterin der Hamburger Oper. Die junge
    Oberösterreicherin Elisabeth Fuchs gründete ihr eigenes Orchester. Und Agnes Grossmann,
    die nach ihrer künstlerischen Leitung der "Wiener Sängerknaben" in Kanada Furore machte."


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    Grüße aus dem Ländle.
    Milosz.

    MAHLER Sinfonie no.7 [Michael Gielen, SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg]
    Studioaufnahme: Hans-Rosbaud Studio, Baden-Baden (19.-23.04.1993)
    HänsslerClassic // 1993 bzw. 2001 // [D][D][D]


    [21:53]-[16:42]-[9:41]-[12:55]-[18:14] =>> Gesamtspielzeit: [79:25]


    Michael Gielen gilt, wem sage ich das, als kühler Analytiker à la Pierre Boulez; man mag ihm vorschnell
    vorwerfen, Musik zu sezieren, anämische Klänge zu fabrizieren, die einem symphonischen Lebewesen
    den Atem nehmen, es quasi zu einem statischen Gerippe zu degenerieren um somit strukturelle Eigenheiten
    verdeutlichen zu können.


    Bei der siebten Sinfonie hat sich dieser Ansatz für mich in seiner Richtigkeit bestätigt.


    Mein Interesse gilt hierbei vor allem dem ersten Satz. Schon in den einleitenden Takten zeigt sich das
    Vorgehen Gielens: keine wabernde Klangsoße, keinerlei verschwommene Schlieren, stattdessen erlebt man
    atemberaubend akzentuiertes, dämonisch akkurates Spiel bedacht auf äußerst transparente Durchhörbarkeit.


    Gielen setzt diese Linie konsequent fort und erzeugt ein durchgehend kohärentes Ergebnis, das auch dem
    vielfach gescholtenem, als "Kirmeßrubel" verunglimpften Finale zu gute kommt und schafft dabei generell
    mustergültig kontrastierende Konturen, dessen mahlertypische Umschwünge unter die Haut gehen.


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    Grüße aus dem Ländle.
    Milosz.

    .... bei mir ist wohl irgendwie der Ordnungswahn ausgebrochen.
    Hier das Resultat im Falle der Sinfonien Beethovens:


    7 = 3 = 6 = 5 = 9 = 8 = 4 = 1 = 2


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    Grüße aus dem Ländle.
    Milosz.

    Servus Taminos.


    Über den Sinn derartiger Zusammenstellungen kann man sich sicherlich
    streiten, dennoch wage ich eine kleine Begrenzung auf ein vermeintliches,
    unspektakulär anmutendes "Kernrepertoire", mit dem ich ganz gut eine
    Weile lang über die Runden kommen könnte:


    MAHLER Sinfonie no.2 [Kubelik, Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks]
    SCHUBERT Sinfonie no.9 D944 [Szell, Cleveland Orchestra]


    BRAHMS Klavierkonzert no.2 [Richter, Leinsdorf, Chicago Symphony Orchestra]
    RACHMANINOFF Klavierkonzert no.2 [Richter, Wislocki, Philharmonisches Orchester Warschau]
    MENDELSSOHN Violinkonzert op.64 [Mullova, Marriner, AoSMitF]


    SMETANA Mein Vaterland [Harnoncourt, Wiener Philharmoniker]


    BACH Englische Suiten [Ivo Pogorelich]
    LISZT B-Moll Sonate [Krystian Zimerman]
    CHOPIN Mazurkas [Samson Francois]
    SCHUBERT Klaviersonate no.20 D960 [Valery Afanassiev]


    ... von mir aus darf die Insel kommen, ich bin gewappnet :)


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    Grüße aus dem Ländle.
    Milosz.

    2 = 1 = 6 = 7 = 9 = 5 = 3 = 8 = 4


    ... vielleicht ist meine Auflistung durch die gewählte Kennenlernreihenfolge
    (2 - 6 - 1 - 5 - 9 - 3 - 7 -8') ein wenig getrübt und noch dem steten Wandel
    unterworfen.


    Zu möglichen Wanderungen innerhalb der Liste lassen sich folgende Tenden-
    zen anmerken: M2 unangefochten ganz oben, M9 kämpft sich wacker voran,
    M5 schwebt noch ein wenig in der Indifferenz, M3-M8-M4 werden derweil
    stiefmütterlich vernachlässigt; M10 befindet sich auf dem Weg in den hei-
    mischen Briefkasten =)


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    Grüße aus dem Ländle.
    Milosz.

    Servus.


    Man schaue sich bitte einmal bei folgender CD ....


    BACH/SCARLATTI Englische Suiten, Sonaten [Ivo Pogorelich] (DG Masters)

    ..... die auf dem Flügel liegende Partitur an :)


    (eigentlich kein wahrhafter Dreckfuhler, dennoch ein kleiner Lapsus)


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    Grüße aus dem Ländle.
    Milosz.

    ... sodele, dann will ich mal meine, mittlerweile sich als beinahe konservativ abzeichnende, Rangfolge präsentieren:


    (4) Arrau, Davis, Staatskapelle Dresden ==> mustergültige Noblesse.
    (5) Fleisher, Szell, Cleveland Orchestra ==> rasant aber nicht rasend.
    (1) Michelangeli, Giulini, Wiener Sinfoniker ==> beherrschte Schlichtheit.
    (3) Michelangeli, Giulini, Wiener Sinfoniker ==> "
    (2) (hier könnte Gould gefallen ...)


    Im Grunde genommen wurde schon all das gesagt, was meine Auswahl bestätigt.


    Auch bei mir hatte eine lange Zeit das Klafünfkonzert die Nase vorne, musste sich jedoch im Zielsprint "dem" Klavierkonzert
    geschlagen geben, wahrscheinlich wegen der, für meinen Geschmack, höheren Wiederholbarkeit des feinsinnigeren,
    weniger aufbrausenden Hörgenusses.


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    Grüße aus dem Ländle.
    Milosz.