Beiträge von Milosz

    ... zwar eher eine Wiederveröffentlichung, für den ein oder anderen - z.B. für mich ;) - dennoch neu.



    MENDELSSOHN Sinfonie no.3 "Schottische" [Norrington, London Classical Players]
    MENDELSSOHN Sinfonie no.4 "Italienische" [Norrington, London Classical Players]


    SCHUMANN Sinfonie no.3 "Rheinische" [Norrington, London Classical Players]
    SCHUMANN Sinfonie no.4 [Norrington, London Classical Players]



    VÖ: 07.04.06 (EMI)


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    Grüße.
    Milosz

    Tourneeabsage durch Hélène Grimaud


    Krankheitsbedingt musste Hélène Grimaud ihre Tournee, die sie mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen durch Spanien und Deutschland führen sollte, absagen. Betroffen von dieser Absage ist auch das Konzert am 31. März im Rahmen des "Heidelberger Frühlings". So findet dieses Konzert zwar statt, aber anstelle der erkrankten Hélène Grimaud ist Lars Vogt als Solist am Flügel zu erleben. Durch den Solistenwechsel ergibt sich auch eine kleine Programmänderung: so wird statt des Bach-Klavierkonzerts ein weiteres Klavierkonzert von W.A. Mozart zu hören sein, nämlich das Klavierkonzert A-Dur KV 488.
    Wer bereits eine Karte für dieses Konzert in Heidelberg besitzt und sich nicht mit der Vorstellung eines anderen Pianisten anfreunden kann, hat die Möglichkeit, die Karte an der Vorverkaufsstelle zurückzugeben, an der er sie gekauft hat.


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    ... in diesem Falle umgekehrt: des einen Leid ist des anderen Freud. Vielleicht ist einem weiteren Konzertbesuch nun Tür und Tor geöffnet worden?


    Gute Besserung.


    _=*-
    Grüße.
    Milosz.

    @ Andrew.


    ... mir gefällt die Scheibe auch ziemlich gut; sicherlich einer der Höhepunkte von Pogorelichs Diskographie.


    Nur all zu schade, dass es von ihm nicht mehr Bach-Einspielungen gibt; aber das kann ja noch werden. Nein, es MUSS.


    =/=6
    Grüße
    Milosz

    ... mit gefühllos meine ich den geschmacklosen Einsatz von Emotionalität, welcher natürlich Gefühle beinhalten kann, diese aber taktlos verwurschtelt.


    _=7"
    Grüße.
    Milosz.

    musikalischer Kitsch


    oberflächlich ==> sentimental ===> Kitsch.


    Für mich ergeben diese drei Begriffe eine logische Kette, die von zweidimensionalem Musizieren lediglich in belanglos ungefährlicher, weil der Natur der Unverbindlichkeit zugehöriger Ausprägung und somit in schwacher Anspannung aufrecht gehalten wird; eine Aussage, die es sich nicht traut, konkret Stellung zu beziehen, um im in neutraler Stellung indifferent verharren zu können.


    Oberflächlich: Auswaschung von Kanten, den geradlinigen Mittelweg suchend, der erlaubt, niemanden weh zu tun, niemanden zu vergraulen um Harmonie vorzugaukeln.


    Sentimental: aufgrund der gewählten Aussparung von wahren Tiefen folgt der Rückfall in die Sentimentalität und in letzter Instanz wird….


    Kitsch produziert; gefühllos seichte Anbiederung, die eventuell nett gemeint ist aber all zu schnell den gegenteiligen Effekt erzielt und abstoßend wirkt.


    /*-.-=
    Grüße.
    Milosz.

    ... ich stolper heute ein wenig in Liszts Werken für Klavier und Orchester herum.


    zunächst:



    LISZT Totentanz [Zimerman, Ozawa, Boston SO]



    anschliessend:



    LISZT Fantasie über ungarische Volksmelodien S123 [Howard, Rickenbacher, Budapest SO]


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    Grüße.
    Milosz

    Hallo Rocco,


    hätte ich von deinem Angebot nur früher gewusst ;(:rolleyes: :)


    Eigentlich bin ich regelmäßiger Nutzer des Internetflohmarktes, vor allem bei amazon-marketplace (bücher+cds) und ebay (ebenso bücher+cds) schlage ich zuletzt häufiger zu denn je. Vermutlich könnt ihr ein entferntes Wehklagen hören, es ist mein stöhnendes Portemonnaie. 8o


    Zurück zur Dsch10. Da es sich aber um ein Geschenk handelte, wollte ich von gebrauchter Ware absehen; zwar ließe sich zur Not das Jewel-Case ersetzen, dennoch ist der Booklet+Co Zustand kritisch zu betrachten - Aufnahmen aus den frühen 90igern der Serie "Essential Classics" von Sony vergleichbaren Alters zeigen hierbei leider schon beträchtliche Anzeichen von zersetzender Vergilbung - zwar ist mir diese Patina sympathisch, aber zugleich als Geschenk ein wenig dürftig.


    Nun gut.
    Frischen Mutes voran.


    Grüße,
    Milosz.

    Hallo Daniel,


    ist dir bereits die kammermusikalische Einspielung von Vesko Stambolov vertraut?



    LINKS


    Hörbeispiele auf Metarecords


    Link zur Produktseite bei amazon


    Link zur Produktseite bei jpc


    Ich hege ein gewisses Interesse, warte aber noch auf einen mittelkleinen bis großen Preissturz. :motz:




    Anbei eine Kritik von Martin Hufner


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    Vesko Stambolov - Chopin, Die zwei Klavierkonzerte


    Gar nicht ulkig sind die Klavierkonzerte von Frederic Chopin, sondern eher ausgesprochen schön. Gut. Ich benötigte schon einige Zeit, um das zu erkennen. Oder schlecht. Chopin eilt ein blödes Vorurteil voraus, bedingt aus den höheren Klaviertöchter-Geschichten.


    Da kann man was draus machen. Bei Metarecords nun gibt es eine Einspielung der beiden Konzerte (op.11 und op.21) mit Vesko Stambolov und keinem Orchester. Statt dessen sind die Konzerte reduziert auf eine Streichquartettbesetzung — genau wie bei den Bach-Konzerten aus dem gleichen Hause. Man muss sich an diesen Klang gewöhnen, wenn man das Orchester mit seinen Farben im Hintergrund immer mitbedenkt. Aber diese Um- und Eingewöhnung ist vielleicht ja auch bei solchen Werken mal ganz sinnvoll.


    Denn aus der kammermusikalischen Besetzung resultiert keinesfalls ein Werk für Klavierquintett sondern eher wie bei einer Soßenreduktion ein Konzert für Klavier und Streichquartett. Das könnte glatt gehen und das tut es bisweilen in dieser Aufnahme bei metarecords auch, doch scheint mir das Streichquartett vielfach nicht richtig in den Gesamtklang eingependelt. Ja, irgendwie wirken sie zurückgenommen, wie aus dem Raum in die Ebene heruntergerechnet. Doch dafür sind sie dann doch manchmal ein wenig zu artikuliert; nur nicht klar scheint da die Motivation.


    Die Aufgabe einer solchen Umwandlung eines Orchesterstücks ist eben nicht zu unterschätzen. Die originalen Farben sind schließlich nicht zu ersetzen. Man darf dann nicht zu tief zurückfallen in einer Art Rücknahme der Ausdrucksweise und dennoch muss dies geschehen, will man nicht zu aufdringlich werden im Streichquartettklang. Da neigen schon kleinste Besonderheiten zu einer Art hypertrophischer Ausweichung. Aber bitte, das ist in wenigen Momenten der Fall, am ehesten noch im ersten Satz des ersten Konzertes. Das Larghetto des zweiten ist vollauf gelungen und tadellos in dieser Frage. Da stimmt der Ton.


    Ich mag die Aufnahme dennoch sehr und die obige Kritik ist unverhältnismäßig zu den Meriten dieser Aufnahme. Sie klingt gut, sie bereitet Vergnügen, die Musizierweise Stambolovs ist elegant, klar, unaufgeregt und gänzlich unanrüchig. Alles in allem wirkt sie befreit von manch klebriger Zutat bei anderen Aufnahmen oder in besuchten Konzerten.


    (c) Martin Hufner


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    Grüße.
    Milosz



    So kann es gehen. Zu Weihnachten bereit gewesen, den äußersten Schmerzpreis für eine CD (14 €) mit dem Erwerb einer Scheibe aus der dekadenten Karajan-Gold-Reihe, aufgrund von erheblichem Zeitdruck via Amazon direkt, erheblich zu überreizen, bekommt man 2 Monate später dieselbe CD im "The Originals“ Resteverwertungsprogramm beinahe nachgeworfen, man verzeihe mir den unpassenden, despektierlichen Tonfall. Ich war ein wenig erzürnt - es handelte sich um eine Aufnahme, die sich noch im aktuellen Katalog der DG aufgeführt befindet.


    Aber ich sollte nicht grantig werden, hat doch eben jene Serie fulminante Schätze aus einer großartigen Ära zu einem günstigen Preis verfügbar gemacht. Oft genug habe ich daraus meinen Nutzen gezogen. Dieses Mal ging es anders herum.


    Immerhin hatte ich mit der GuldaBox – Komplettaufnahme der Klaviersonaten von Beethoven beim Label Amadeo – Glück, da ich die alten Aufnahmen bei Ebay für 60 € nicht ersteigert habe. Kurze Zeit nach dieser Überlegung erschien die hinlänglich bekannte, „limitierte“ Box, klangtechnisch überarbeitet und um die Klavierkonzerte 1-5 von Beethoven mit den Wiener Philharmonikern unter Horst Stein erweitert, zu einem sensationellen Preis von ca. 20 €.


    Hier noch der direkte Link zu den "Originals" auf der DG-Seite mit schöner Suchfunktion und detaillierten Angaben.
    Ab sofort bin ich gegen die DG-Schergen gerüstet :baeh01:
    (sicherlich altbekannt, der Link d.R.)


    http://www.deutschegrammophon.com/webseries/?ID=theoriginals


    Grüße.
    Milosz


    SCHUBERT Sinfonie no.5 D485 (+6 D589) [Bruno Weil, Classical Band]


    Dem kammermusikalischen Ansatz der fünften Sinfonie wird hier durch Bruno Weil und seiner Classical Band vollkommen Rechnung getragen.
    Frische und erheiternde Einspielung, der Frühling kann kommen.


    Grüße.
    Milosz.

    Servus Taminos.


    Mein Avatar entspringt aus einer mehr oder minder erfolgreichen Maltraitierung eines Grafikbearbeitungsprogramms namens CorelDraw mit der Absicht, etwas "Eigenes" zu erschaffen, sich der vermeintlich quälend langen Suche nach einem passenden Bildnis entledigend, um selber ein wenig kreativ tätig zu werden.


    Grüße.
    Milosz.

    KARAJAN - ANMERKUNGEN ZU EINER KARRIERE
    Robert Christian Bachmann
    ECON Verlag, 1983
    ISBN 3 430 111099


    Den Reiz einer gelungenen Biographie bedeutet für mich die Einhaltung zweier maßgeblicher Marschlinien:


    ENTWAPPNENDE KLARHEIT.
    Kein Platz für anhimmelnde Schwärmereien verliebt beweihräuchernder und verklärend wirkender Umschreibungen.


    BELEUCHTUNG GESCHICHTLICHER HINTERGRÜNDE
    Das Handeln des Protagonisten in seinem historischen Umfeld, seine Einflüsse, seine Orientierungen und das daraus entwachsene Handeln.


    Bachmann gelingt es ein farbenprächtiges Bild von Karajans Leben zu zeichnen, das über die Jahrzehnte hinweg oberflächlich zu schimmern vermag, jedoch bei näherer Betrachtung tiefgehende Risse aufweist.


    Im Vergleich zu den Büchern von Stresemann herrscht hier ein nüchterner Ton vor, der den Pfad des anekdotenhaften Plauschs zugunsten einer sachlichen Analyse verlässt und dabei sprachlich zu packen versteht.

    ... eigentlich sollte man Herrn Mozart im Mozartjahr keinerlei Chance geben, ihn auch nur irgendwie in die Nähe einer Stereonlage vordringen zu lassen.


    Die künstlich aufgebauschte, auf massenhaften Absatz bedachte Umwerbung nervt zuweilen.


    In diesem Jahr bin ich bisher standhaft geblieben und verwehre mich Neukäufen, auch wenn mich die DG mit den GULDA MOZART TAPES beinahe aus der Reserve gelockt hat.


    Ein wohltuender Griff ins "Archiv" :D



    Malcolm Bilson
    John Eliot Gardiner
    The English Baroque Soloists


    PS: Grüß Gott Tamino-Forum