Beiträge von Herbert Henn

    In diesem Fall kann man ja dem ZDF dankbar sein, daß nicht die vollständige Aufnahme von mindestens 3 Stunden gesendet wurde.
    Mit dem Sänger des Amonasro (Ambrogio Maestri) gibt es allerdings eine herrliche DVD- Live-Aufnahme des "Falstaff" von 2001 aus Busseto mit dem Ensemble der Mailänder Scala unter Riccardo Muti.


    :hello: Herbert

    Lieber La Roche,


    C. Goltz war ein hochdramatischer Sopran, man glaubt ihr nur nicht das 17 jährige Mädchen. Die Cebotari kommt bei mir gleich hinter der Welitsch. Sie hat die Mädchenstimme, die zu der Rolle gehört, aber es fehlt ihr vielleicht nur etwas von dieser flammenden Erotik, welche die Welitsch zur idealen Interpretin der Salome macht.
    Daß die Stimmen aller drei Sängerinnen hervorragend sind, steht außer Frage.
    (Das ist natürlich meine subjektive Meinung)


    :hello: Herbert

    Den Meinungen von Antalvin und Rheingold schließe ich mich an.
    Wann hat es vor Kaufmann einen deutschen Tenor gegeben, der weltweit deutsche, italienische und französische Partien perfekt singen konnte?
    Das mit den abgedeckten hohen Tönen, das A leicht nach O färben ist gesangstechnisch genau richtig. Di Stefano z.B. hat die Töne auf A in der Höhe offen gesungen und wohin hat ihn das gebracht?


    :hello: Herbert

    Warum sollte man die Gralserzählung "vollständig" singen, wenn Wagner selbst diese 2. Strophe gestrichen hat?
    Jonas Kaufmann ist meiner Meinung nach als Siegmund mindestens genau so gut (für mich besser) wie Botha, er singt allerdings auf Tonträger auch diese überflüssige 2.Strophe.


    :hello: Herbert

    Lieber Wolfgang,
    diese Aufzeichnung hat nicht nur technische Defizite.
    Die musikalischen Defizite sind viel größer, weil der Dirigent seine eigene Version der Oper aufführt. Fritz Stiedry war der Meinung, man müsse in dieser Schicksalstragödie alle heiteren Szenen streichen. Es fehlt z.B. die gesamte 2. Szene und die Ouvertüre wird vor dem 2. Akt gespielt. Die Partie des Alvaro (Richard Tucker) ist allerdings vollständig.


    :hello: Herbert

    Sebastian Feiersinger habe ich 1956 in Köln gehört und gesehen. Es war die letzte Vorstellung in der Aula der Universität.
    Feiersinger sang als Gast den Stolzing in den Meistersingern. Er hat bei mir auch keinen besonderen Eindruck hinterlassen.
    1957 wurde dann das neue Kölner Opernhaus mit Oberon eröffnet.
    Die Rundfunk-Aufnahme aus München 1955 von Verdis Maskenball gefällt mir da schon viel besser. Das mag aber auch an den großartigen anderen Mitwirkenden liegen: Birgit Nilsson, Erika Köth, Jean Madeira, Josef Metternich und dem hervorragenden
    Dirigenten Alberto Erede.


    (Die Aufnahme von Walhall habe ich leider nicht mehr im Angebot unserer Werbepartner gefunden.)


    :hello: Herbert

    Lieber Hans,
    ich gelobe beschämt Besserung.
    Als eine schwache Entschuldigung bitte ich zu bedenken,
    dass es in Deutschland drei Orte gibt, die Ölbrunn heissen,
    aber natürlich nur ein ÖLBRONN.


    :hello: Herbert

    Leider mußte ich durch Recherchen im Internet feststellen, das die Produktionsfirma Lodiar S.A. in Genf
    nicht mehr existiert, also kann man CDs mit Aufnahmen von Carlos Paita nur noch gebraucht erwerben.
    Ich weiß, daß Anbieter sie bei Amazon einstellen. Sie sind aber teilweise relativ teuer.


    :hello: Herbert

    Lieber Norbert,


    Bruno Walter hat in den von Dir erwähnten 1950er Jahren das New York Philhamonic Orcchestra bei vielen Aufnahmen (Mahler Sinfonien) geleitet.
    Später wurde für ihn in Los Angeles das Columbia Symphony Orchestra gegründet, und er hat vieles in Stereo neu eingespielt.


    :hello: Herbert

    Carlo Paita ist anscheinend nur in Deutschland so gut wie unbekannt, bei YouTube gibt es dagegen zahlreiche Aufnahmen mit ihm.
    Ich habe ihn in den 1980er Jahren als herausragenden Dirigenten im Opernhaus von Bonn, in "La damnation de Faust" von Berlioz erlebt. Die Aufführung werde ich nie vergessen.


    :hello: Herbert

    Carlos Paita wurde am 10. März 1932 in Buenos Aires geboren. Nach dem Studium (Komposition, Harmonie, Kontrapunkt, Klavier und Dirigieren), gab er mit 24 Jahren sein Debüt als Dirigent am Teatro Colon. Er leitete dort u.a. die südamerikanische Erstaufführung von Mahlers 2.Sinfonie.
    1968 kam er nach Europa. Mit seinem, für ihn gegründeten "Philharmonic Symphony Orchestra" leitete er viele Konzerte und auch Schallplatten-Aufnahmen.
    In Fachkreisen gilt er als einer der bedeutensten Dirigenten des 20. Jahrhunderts.
    Seine Einspielungen sind kraftvoll, dynamisch, durchsichtig und aufnahmetechnisch hervorragend.
    Es ist mir unerklärlich, warum er nicht die ihm gemäße Anerkennung bekommen hat.
    Viele Aufnahmen von dem außergewöhnlichen Musiker kann man bei Amazon erwerben.


    :hello: Herbert

    Arno Schellenberg war, für mich, der bedeutenste Interpret der Lieder und Balladen von Carl Loewe. Er hatte eine ideale Gesangstechnik, den großen Umfang, die Leichtigkeit der Stimmführung und eine überragende Ausdruckskraft, die besonders die heiteren Lieder und Balladen zum Erlebnis machen.


    Außerdem möchte ich noch die Gesamtaufnahme (deutsch) von Verdis "Falstaff" erwähnen, in der er neben Hans Hotter den Ford singt.


    :hello: Herbert


    Lieber Wolfgang,
    ich bin ganz Deiner Meinung.
    Wenn man einen deutschen Tenor nennen sollte, der wie Kaufmann in allen Musikzentren zuhause ist ,
    deutsch, italienisch, oder französisch, dann fällt einem auch aus der Vergangenheit niemand ein.
    Wir wollen hoffen, daß er uns noch lange erhalten bleibt.


    :hello: Herbert

    Liebe Rossini-Ouvertüren-Freunde,


    Die Einspielung von sechs Rossini-Ouvertüren mit dem Dirigenten Carlos Paita kann meiner Meinung nach nicht übertroffen werden.
    Die Partiturtreue, die Balance und der Orchesterklang sind für meine Ohren ideal, wie übrigens auch die anderen, viel zu wenigen Aufnahmen, mit diesem großartigen Dirigenten.
    (Nur bei Amazon erhältlich)


    :hello: Herbert

    Die Meinung von Stimmenliebhaber teile ich.
    Wer etwas über Verdi wissen möchte, der kann sich niemals an einem Roman orientieren.
    Man denke an die vielen kitschigen Romane, z.B. über Mozart, Beethoven, Schubert, Liszt, oder Chopin.
    Aufschlussreicher sind Verdis Briefwechsel mit Boito, oder die von Hans Busch gesammelten Verdi- Briefe,
    und eine handvoll guter Biographien.
    Nur auf diesem Weg kann man erfahren, wer der Mensch Giuseppe Verdi war.


    :hello: Herbert