Beiträge von Herbert Henn

    Ich möchte einmal den"Schlusnus"wieder ins Gespräch bringen.
    Biographie und Karriere kann man ja nachlesen.
    Heinrich Schlusnus war der ideale Sänger für die vielen Opernväter,
    (Rigoletto,Germont,Montforte u.v.a.);aber er war auch herrlicher
    Wolfram,Posa oder Luna.Begeistert hat er auch viele Jahre als
    Liedersänger.Seine Stimme war,ähnlich wie bei Fischer-Dieskau's
    am Anfang seiner Sängerlaufbahn wesendlich dunkler timbriert
    als später.Schlusnus war einer der großen deutschen Baritone.


    Hebert Henn.

    musicophil: DFD ist schlecht! (Und da bin ich ja noch milde).


    Vorurteile sind keine Argumente.
    Was spricht eigentlich gegen Fischer-Dieskaus Papageno?
    Muß der Papageno ein"Wiener in Ägypten sein? Nein!
    Kann ein Intelektueller Sänger,Musiker und Buchautor
    ein Papageno sein? Ja!
    Kann ein Sänger mit schöner,technisch perfekter,wortver=
    ständlichen Stimme kein Papageno sein? Doch!
    Kann jemand,der die Bach-Passionen und die Winterreise
    singt Papageno sein? Ja!
    Die meisten berühmten Papagenos auf Tonträgern,waren
    auch Oratorien und Liedersänger(G.Hüsch,K.Schmitt-Walter,
    W.Berry,H.Prey und heute,z.B.M.Görne,D.Henschel,O.Bär u.a.).
    FiDi ist zu groß.Wie sähe das aus,neben P.Schreier oder F.Araisa?
    Das gilt nur auf der Bühne.Was unterscheidet die Stimme
    Fischer-Dieskau's denn so sehr von der seiner Schüler(M.Görne,
    D.Henschel)? Hauptsächlich die Vorurteile.
    Es gibt 100 Möglichkeiten den Papageno zu interpretieren;
    zwei davon hat uns FiDi beschert.DANKE !!


    Dies ist die Meinung von Herbert Henn.

    Hallo Don,
    ja, es gibt eine Turandot aus Rumänien (4,99€ bei jpc)
    hat aber nichts mit Herlea zu tun;aber L.Spiess singt Calaf.
    Einige andere G.A.aus Rumänien gibt es auch noch,haben
    jedoch nichts mit N.Herlea,oder Verdi zu tun.


    Gruß Herbert.

    Hallo vitelozzo,
    bei den Gesamt-Aufnahmen aus Rumänien,sind die Sänger durch
    die Bank sehr gut;aber nicht alle im Westen bekannt geworden.
    Die Ausnahmen sind in Rigoletto,Ion Buzea.
    In La Traviata,Virginia Zeani.
    In La Forza del Destino,Ludovic Spiess.
    Das sind nur die Verdi-Opern.Es gibt aber noch:
    Barbiere di Sevilla,Lucia di Lammermoor,Tosca und Pagliacci mit Herlea,
    Die alle sehr empfehlenswert sind.


    Grüße von Herbert.

    Hallo Liebestraum,
    ich liebe diese Oper,die natürlich nichts mit Hitler zu tun hat.
    Sehr schwer ist die Rolle des Pedro zu besetzen.Ich finde auch,daß
    Heinz Hoppe keine gute Lösung war.Hoppe war ein leichter lyricher
    Tenor,mit Neigung zur Operette.Meine Favoriten sind:
    Bernd Aldenhoff,mit Marianne Schech und Alexander Welitsch;oder:
    Hans Hopf,mit Gre Brouwenstijn und Paul Schöffler.
    Viel mehr gute Aufnahmen gibt es wohl auch nicht,schade!


    Grüße von Herbert.

    Hallo musicophil,
    ich will nur noch etwas zu Stimmen sagen.Das Timbre bleibt für
    gewöhnlich gleich.Es gibt Sänger,die von Jugend an eine Altmänner=
    stimme haben (H.Schlusnus,K.Erb,J.Patzak,J.Greindl u.a.);
    und dann gibt es die ,mit der Jungmännerstimme(H.Prey,F.Crass u.a.).Bei Sängerinnen denke ich an E.Berger,die jenseits der 50 noch
    junge Mädchen sang(Gilda,Zerlina u.a.).Es gibt auch Sänger,die vom
    Timbre her alles singen können.


    Gruß Herbert.

    Hallo,
    Henschel,Roth und Kaufmann habe ich noch nicht gehört(Henschel nur
    als Wozzeck).Ich gebe auch zu,daß "Die Königskinder"nicht gerade zu
    meinen Lieblingsopern gehört;obschon ich ganz nahe bei'm Geburtsort
    des Komponisten wohne.


    Gruß Herbert.

    Hallo Laller,wenn Du die WDR-Aufnahme kennst,kann ich nur noch
    sagen:Es ist reine Geschmacksache,wie man etwas hört.Ich störe
    mich zum Beispiel schon daran;wie die heutigen Studioaufnahmen
    technisch bearbeitet werden,künstlicher Hall und anderes.Die Stimmen
    klingen , wie von weit her,der Text wird undeutlich.Zur Zeit Der WDR-
    Aufnahme war die Aufnahmetechnik nach meiner Meinung viel deut=
    licher,die Sänger standen am Mikrophon,und das Ergebnis war
    absolute Textverständlichkeit,auch bei Frauenstimmen.
    Das alles spielt für mich bei Tonträgeraunahmen eine Rolle.


    Herbert.

    Hallo Laller,
    Ich nehme mal an,daß Du P.Anders u.D.Fischer-Dieskau in den Rollen
    noch garnicht gehört hast;denn vor allem P.Anders ist vom Timbre her
    in dieser Rolle ideal;also nicht zu übertreffen und Fischer-Dieskau war
    damals auch noch nicht der"Prof.Dr.Bariton".


    Gruß Herbert.

    Hallo,
    für miich gibt es vor allem zwei Wunschbesetzungen,die man in den
    50er Jahren bei EMI hätte realisieren können.
    1.Rigoletto in deutsch,mit:Marcel Cordes,Erika Köth u.Josef Traxel.
    2.Hoffmanns Erzählungen in deutsch, mit:Melitta Muszely,Nicolai Gedda
    u.Marcel Cordes;den ich in beiden Opern auf der Bühne erlebt habe.


    Gruß Herbert.

    Hallo Erna,
    ich glaube nicht, daß Forumsmitglieder über Dich "herfallen"; weil Du
    einen eigenen Geschmack hast.
    Es gibt zwei verschiedene Arten, Lucia zu interpretieren; was auch
    zwei verschiedene Sängerinnen-Typen erfordert. Der erste Typ ist
    die Kolloratursängerin alten Stils (A. Patti, N. Melba und in jüngerer Zeit:
    L. Pons, E. Köth, E. Gruberova, A. Moffo u.a.). M. Callas verkörperte den Typus der hysterischen, im Wahnsinn mordenden Lucia, wozu sie die ideale Stimme hatte.


    Gruß Herbert.

    Hallo,
    nach meiner Meinung sind die größten Aufnahmen:
    Toscanini(Milanow,Castagna,Björling,Moscona,!940)
    Toscanini(Nelli,Barbieri,Di Stefano,Siepi,1951)
    Reiner(Price,Elias,Björling,Tozzi,(1959)


    Herbert Henn.

    Hallo Siegfried,
    Toleranz hin,Toleranz her,ich denke;wer diese Gagen kassiert sollte
    schon mehr bieten,als ein eifacher solider Tenor.Pavarotti kassierte
    zum Beispiel bei einem "open-air" Konzert mit !5 Titeln anteilmäßig
    für "Nessun dorma"mehr;als der Komponist für die ganze Oper.


    Gruß Herbert.

    Hallo Heldenbariton,
    als Sänger weißt Du ja,daß man auf gestemmten hohen Tönen keine
    Schwelltöne (messa di voce) bilden kann.Villazon arbeitet sehr oft mit
    Schwelltönen.Ein Beispiel ist das hohe B am Schluß der Arie:"Ah! lève-
    toi,soleil",aus Romèo et Juliette von Gounod.Ein Sänger kann natürlich
    in einer Live-Aufführung schon mal forcieren;um mehr Lautstärke zu er=
    zwingen;was allerdings falsch ist.


    Gruß Herbert.

    Hallo Guido,
    ich denke, daß Toscanini und Karajan auch ganz schön im Vordergrund
    stehen, was bei diesem Werk sicher legitim ist. Toscanini hat beispielsweise
    Sänger verpflichet, die ihm bedingungslos ergeben waren; auch wenn sie
    aus der zweiten Reihe kamen, hat er sie "dressiert".


    Gruß Herbert.

    Hallo Heldenbariton,


    Du hast ja vollkommen recht,das Durchhaltevermögen ist natürlich bei J.King in hohem Maße vorhanden nur, für mich gibt es da noch die "schweren" Heldentenöre, die es in den 50er Jahren reichlich gab.
    (R. Vinay, H. Beirer, L. Suthaus, H. Hopf, E. Kozub, J. Vickers und viele andere, allesamt auch Otellos). Wohin seid ihr entschwunden?


    Gruß Herbert.

    Hallo Heldenbariton,
    aber,was wäre das richtige Fach gewesen? Für das lyrische Fach
    braucht man ja auch bestimmte Voraussetzungen(Pianokultur,an und
    abschwellen von hohen Tönen),die zum Beispiel R.Villazon beherscht,
    die man aber nur mit einer perfekten Technik erreichen kann.


    Gruß Herbert.

    Hallo Heldenbariton,
    ich bin der Meinung ,daß King eher ein jugendlicher Held war,(das soll
    natürlich nicht abwertend gemeint sein).King's hauptsächliches
    Repertoire waren die italienischen u.französischen Opern,außerdem:
    Florestan,Max,Bacchus und ähnliches.In Ermangelung echter Helden=
    tenöre wurden in den 70er Jahren einige Tenöre zum Heldentenor
    ernannt ( J.Thomas,R.Kollo.S.Jerusalem u.a )von diesen waren
    natürlich J.King Und J.Thomas noch die überzeugensten;aber immer
    noch die "Vertreter" des Heldentenors.Das ist meine persönliche
    Meinung.


    Grüße von Herbert.

    Magda Olivero wurde 1910 in Saluzzo (Piemont) geboren. Sie studierte am Konservatorium von Turin Gesang,Klavier und
    Musikwissenschaft; weitere Ausbildung bei Luigi Gerussi und Luigi Ricci. Bühnendebüt 1933 in Turin als Lauretta(Gianni Schicchi). Noch im gleichen Jahr trat sie an der Mailänder Scala auf.


    Bis 1941 hatte sie große Erfolge an italienischen Bühnen. Vor allem die Adriana Lecouvreur (von Cilea) wurde "ihre"Rolle. Sie gestaltete außerdem alle fragilen Frauengestalten des Verismo, Mimi (Boheme), Liu(Turandot), Suor Angelica, Butterfly, Tosca und Manon Lescaut (Puccini) außerdem La Wally (Catalani), Fedora(Giordani) u.v.a.
    auch La Traviata,Gilda, Louise(Charpentier) und Manon von Massenet.


    Sie trat (1951-54, 1960-62) in Verona auf. 1975 mit 65 Jahren wurde sie als Tosca an die "Met" berufen.
    Aufgrund ihrer außergewöhnlich guten Gesangstechnik (Atemstütze, auf dem Atem singen) hatte sie eine sehr lange Karriere; noch 1990 sang sie die Adriana Lecouvreur.


    Herbrt Henn.