Beiträge von Karl

    Das mit dem Abiturschnitt ist eine Vorauswahl, und sie hat Sinn. Die meisten Teilgebiete der Medizin erforden einen hohen Intellekt, weil erstens die Zusammenhänge sehr komplex sind und zweitens man einen menschlichen Körper bei Problemen nicht auseinanderschrauben und dann wieder zusammenbauen kann, so wie das die Ingenieure tun. Man muss also auch bei dürftiger Datenlage lebenswichtige Entscheidungen treffen. Man kann kann sich keine Flops leisten.


    Und es gibt nun mal einen Zusammenhang zwischen Abiturschnitt und Intellekt. Auch wenn zu einem Top-Mediziner noch weitere wichtige Eigenschaften kommen.



    Der NC hat leider viele gute Schüler verleidet, Medizin zu studieren, obwohl teils ganz andere Veranlagungen vorliegen.


    Wie man oft feststellen kann, haben die Schulnoten wenig Aussagekraft über die tatsächliche Begabung eines Menschen.


    Deshalb habe ich beiden Söhnen geraten, nur das zu studieren, wo wirklich Interesse besteht.

    Hallo Holger,


    ich vergleiche unterschiedliche Einspielungen des gleichen Werkes, um mir einen Eindruck vom künstlerischen Wert der Interpreten und der Aufnahmetechnik zu machen.


    Da gibt es z.B. auch teils gravierende Unterschiede bei den Klangfarben und der Mikrofonierung.


    Diese Aufnahme ist sehr transparent und lebendig, keine Spur von basslastig oder dunkel, so die Feststellung verschiedener Zuhörer.


    Es grüßt


    Karl

    Was Regeln und geschaffene Ordnung betrifft ein Ausspruch Albert Schweitzers:


    So gewiss es ist, dass geregelte Zustände Voraussetzung und zugleich Folge der Kultur sind, so sicher ist auch, dass von einem gewissen Punkt ab das äußere Organisieren auf Kosten des geistigen Lebens geht. Die Persönlichkeiten und Ideen werden dann den Institutionen unterworfen, statt dass sie sie beeinflussen und innerlich lebendig halten.

    SILVESTER À LA CARTE

    Josef Špaček ist ein tschechischer Soloviolinist und war bis zur Saison 2019/20 Konzertmeister der Tschechischen Philharmonie.


    Er spielt auf der Violine »LeBrun; Bouthillard« (ca. 1732) von Guarneri del Gesù, einer großzügigen Leihgabe von Ingles & Hayday.



    Der Klang dieser Geige war ein Erlebnis der besonderen Art!

    Die Frequenzweiche zeigt uns manches über das Klangverhalten:


    z.B. bei der Dynaudio Focus 60 XD:


    Tieftöner bis 285 Hz

    Hochtöner ab 4600 Hz


    Das heißt übersetzt, der Mitteltöner arbeitet fast wie ein Breitbänder und strahlt damit das ganze Stimmspektrum allein ab.


    Er ist aber von den tiefen Bässen befreit, der Hochtöner muss erst bei 4600 Hz loslegen, was bei beiden zu weniger mechanischer Belastung bzw. Klirr führt.


    Diese Ausdehnung des Frequenzspektrums des Mitteltöners konnte nur auf Grund einer digitalen Weiche über einen DSP realisiert werden. Das ist eine echte Weiterentwicklung gegenüber früher.

    Eine der besten Aufnahmen, was das technische Können des Tonmeisters betrifft, siehe


    Brahms KK2 Decca


    Die Klangfarben vom Flügel sind nahezu vollständig. Diskant glänzt, voller Bass. Schöne Mitten. Packend aufgenommen: Relativ gross und direkt. Nicht zu viel Anschlaggeräusche, nicht zu wenig. Wie ein Sitzplatz in der ersten Reihe. Das Holz dahinter in gleichem Abstand, das Horn noch etwas weiter weg. Die ersten Geigen sind vergleichsweise kompakt zusammengerückt. Man könnte denen im Vergleich zum Blech noch etwas mehr Platz einräumen. Das gesamte Orchester ist aber schön durchhörbar und gut verteilt.


    Und das alles auf einer CD mit 16/44.1!


    Fazit: Es ist nicht HiRes oder SACD notwendig, um ein Klangerlebnis zu erzeugen.

    Beim Streaming über Internetanbieter oder NAS kommen Geräte (Router/Switch) zum Einsatz, die nicht für den Hifi Einsatz (einfache Schaltnetzteile) gebaut wurden.


    Da kann dann ein Streamer für 500 oder 5000 dran arbeiten, der Unterschied ist nicht sonderlich groß.



    Ergänzend:


    WAV ist ein Containerformat aus dem Hause Microsoft, der in der Regel PCM Dateien enthält.


    Flac ist von einem anderen Entwickler, allerdings nicht nur Containerformat sondern auch Codec.


    Beim Abspielen von Flac Files werden diese in Echtzeit erst in WAV konvertiert und dann so abgespielt.


    Durch diesen zusätzlichen Prozess kann es zu klanglichen Unterschieden kommen.

    Wenn ich mich so umschaue, sind es derzeit Lautsprecher von


    - Dynaudio

    - Geithain

    - Neumann


    die vom Preis/Leistungsverhältnis in Frage kommen.


    Durch die langjährige Erfahrung dieser Hersteller kann man als Käufer grundsätzlich nichts verkehrt machen.


    Allerdings sollte man den Gegebenheiten des eigenen Hörraumes Rechnung tragen, denn jeder Lautsprecher braucht Abstand zur Seite und der Rückwand.


    Bekommt man seinen Lautsprecher dann noch günstig gebraucht, solllte man das Ersparte in einen guten Symmetrietrafo investieren, damit die Störungen aus dem Netz stark reduziert werden.


    Da wird sich mancher wundern, was das ausmacht.

    Zitat

    lohengrins schreibt:


    Mir kam es jedenfalls, als ich das letzte Mal in einem Hifi-Geschäft LS probehörte, so vor, als ob die Mitten betont seien, was irgendwie angenehm war, mich aber auf Dauer nervte.

    Eine Anhebung der Mitten ist allerdings kein "mittenbetonter Gemütlichkeitsnebel", wie du es benannt hast.


    Denn durch die Anhebung entsteht kein "Nebel", sondern diese Frequenzen treten dann deutlicher hervor.

    Zitat

    lohengrins schreibt:


    Ich höre einfach gern, was auf der Aufnahme drauf ist - ohne mittenbetonten Gemütlichkeitsnebel, der gern mit "ermüdungsfreiem Hören" gleichgesetzt wird.

    Bei mittenbetonten Gemütlichkeitsnebel kommt es nicht zu ermüdungsfreien Hören, da liegst du wirklich falsch.


    Bei solchen gravierenden Zeitfehlern in der Wiedergabe (Gemütlichkeitsnebel) hat unser Hörsinn mehr als genug damit zu tun, noch eine gewisse Ordnung für sich herzustellen.


    Ermüdungsfrei wäre das nur, wenn die Musik im background läuft und deshalb nicht konzentriert zugehört wird.

    Softwareseitig lässt sich selbst ein sehr gutes Chassis noch performen, das ist der technische Fortschritt.


    Zaubern kann und will kein seriöser Hersteller.


    Warum auch?


    Mehr Tiefbass, dann ein größeres Chassis oder auf mehrere gleiche Chassis verteilt.


    Bestes Beispiel für versuchte Zauberei: Kii Audio Three


    Sollte trotz kleiner Abmessungen Basswunder vollbringen, dann wurde das BXT Modul nachgeschoben.

    Ein Tonmeister will hören, was auf der Aufnahme ist, sonst stimmt später die Mischung nicht, das gilt auch für die Bässe. Er braucht kein Bassmonster, aber eine genaue Wiedergabe auch dieses Frequenzspektrums. Kleine Speaker konnten früher den Bassbereich nicht so gut abbilden, das hat sich dann aber geändert, weil es Neuentwicklungen gab. Und diese Entwicklung spiegelt sich auch im Consumermarkt wieder.

    Vielleicht habe ich mich etwas undeutlich ausgedrückt. Klar will er auch die Bässe hören, die für den Grundton wichtig sind.


    Das bekommt man mit 17-20 cm Chassis locker hin.


    Aber die echt tiefen Bässe hört er nicht, da braucht es ganz andere Basschassis und auch den notwendigen Raum.

    Im Studio wird abgehört, da braucht es keine Bassmonster. Da reicht ein kleiner bis mittlerer Monitor.


    Bei der Aufnahme bedarf es für die Nachkontrolle einer hohe Genauigkeit und Durchhörbarkeit, die der Monitor liefern muss.


    Erst bei der Endbearbeitung sind es Monitore, die klanglich eher im Kundenbereich spielen.


    Ungeachtet dessen haben es Monitore aus dem Studio wie z.B. von Neumann oder Genelec auch direkt ins Hifilager geschafft.


    Oder es wurden Teilbereiche davon für hifitauglich erachtet und umgesetzt.


    Grundsätzlich bleibt festzuhalten, dass Studiomonitore bzw. Hifi-Lautsprecher für etwas unterschiedliche Zwecke gebaut werden.

    Hallo Holger,


    ich erzähle mal die ganze Geschichte dazu.


    Ein guter Freund und langjähriger Hifihörer hatte sich ein highendiges setup aufgebaut, als Aktivlautsprecher war die Geithain RL 901K (Spitzname "Waschmaschine") im Einsatz.


    Einer der besten Aktivlautsprecher am Markt. Sollte man gehört haben. Unaufdringlich, souverän, unproblematisch in der Aufstellung durch die nierenförmige Abstrahlcharakteristik, siehe


    RL 901K


    Und weil alles so gut abgestimmt und langzeittauglich war, sollten plötzlich Hörner her.


    Grund: tolle Testberichte


    So machten wir uns gemeinsam mit zwei anderen Hifihörern auf Entdeckungsreise und die führte als Erstes zu der Zero 1.


    Das Ergebnis kennst du ja. Ich bin dann aus dem Team ausgestiegen, das hatte gereicht.


    Mein Freund jedoch hat nicht aufgegeben und tatsächlich noch Hörner gefunden, die ihm total zusagten.

    Sein Statement: Einfach mehr Hörerlebnis gegenüber der Geithain ohne die Schärfe bei der Zero 1.


    Kamen aus Kanada und waren auch nicht günstig zu haben.


    3-4 Wochen später ruft er mich an und teilt mit, dass die tollen Hörner wieder verkauft werden.


    Das war natürlich eine echte Überraschung, da er sich viel "umgehört" und Zeit beim Kauf gelassen hatte.


    Warum also?


    Er: Du wirst es nicht glauben, aber nach 1-2 Wochen Hören mit den neuen Lautsprechern habe ich immer Kopfschmerzen bekommen, wenn ich Musik - im üblichen Rahmen wie bei der Geithain - hörte.


    Das hat dann mich wieder in der Erfahrung bestätigt, dass Audiogeräte, die beim ersten Hören besonders auffallend gut klingen, in der Regel nicht langzeittauglich sind.


    Es grüßt


    Karl


    PS: Er weiß seither, was er an der Geithain hat.