Danke Euch beiden, so ergibt das Sinn (ist ja eigentlich logisch).
Beiträge von Ulli
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Inzwischen sichtbar geworden:
Gut gemacht. Eher eine Art Psychogramm, teils recht philosophisch und melancholisch. Eher von ruhiger Natur. Dafür tolle Bilder (Kamera, Ausstattung) und unterlegt mit restaurierten Originalaufnahmen (dabei frage ich mich, ob es sich auch bei den schlecht gesungenen Sachen um Originale handelt oder ob die extra fabriziert wurden, also nicht die Originalaufnahmen bei den Rückblenden, sondern quasi die im Film).
Ob der Plot jedoch so ganz den wahren Begebenheiten folgt, die der fiktive Reporter aus ihr herauslockt, habe ich nicht näher überprüft.
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Da brat mir doch einer 'nen Storch!
ZitatNach einem längeren Gespräch konnte Kock schließlich glaubhaft versichern, dass es sich um ein Vogelnest im Freien handele und "ein Storch weder Radio hört noch fernsieht“.

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als sinfonische Version in der ... Vierten?
Naheliegend, aber leider falsch.

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Fischpredigt?
Klasse! Da auch, wo noch?
Diese Thema, trotzdaß es in Dur steht, hat so einen melancholischen Gehalt ...
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"Frühlingssymphonie"
Na, hoffentlich wirkt's.
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Für Andächtige:
Messe Nr. 2 e-moll 2. Fassung (1882)
Te Deum (1881)
Hanna-Elisabeth Müller, Ann Hallenberg,
Maximilian Schmitt, Tareq Nazmi
Collegium Vocale Gent
Orchestre des Champs-Élysées
Philippe Herreweghe
Messe Nr. 3 f-moll
Ingela Bohlin, Ingeborg Danz,
Hans-Jörg Mammel, Alfred Reiter
RIAS Kammerchor
Orchestre des Champs-Élysées
Philippe Herreweghe
Das resurrexit (der 3. Messe) hat mich seinerzeit schier von der Couch gefegt, wie mir überhaupt das gesamte Werk mit seinem unwirklichen Beginn sehr zusagt. Allerdings halte ich, wie oftmals bei Chorwerken, die Soli für überflüssig und eher störend.
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Sinfonie Nr. 7 E-Dur (1885er Version)
Orchestre des Champs-Élysées
Philippe Herreweghe
Die Streicher mit Darmsaiten, die Bläser Originale oder Nachbauten aus der Zeit um 1870/1880, die Besetzung in der Größenordnung der damaligen Zeit (13 Violinen1, 12 Violinen2, 10 Bratschen, 9 Violoncelli, 7 Kontrabässe, 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 4 Hörner, 4 Wagner-Tuben, 3 Trompeten, 3 Posaunen, 1 Tuba, 1 Pauke).
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Klingt im ersten Satz erstaunlich frohgelaunt:
Flora Symphony Orchestra
Sejoon Park
Im Trio höre ich (mal wieder) die gleiche Landler-Melodie wie bei Mahler ... na, wer weiß, wo?

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Hier rockt der Bär:
Sinfonie D-Dur GWV 534 (1747)
2 Hörner, Pauken, Streicher, bc
I - Allegro
II - Réjouissance
III - Andante
IV - Menuet
V - Lira
VI - Air en Menuet
Idées heureuses Ensemble

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Dann hilft nur Kabel ziehen - lästige Sache.
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Das würde mit WLAN/BlueTooth-Boxen sicher auch gehen. Ich bin allerdings kein Experte in solchen Sachen.
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Moin,
natürlich kann man Radio auch via Internet / PC empfangen - dazu (im Hintergrund) den PC oder das Laptop laufen lassen. Oder ein kleines WLAN-Radio, da tuts auch; Ferguson oder TechniSat (nur Beispiele, keine Empfehlung) - da gibt's ne große Auswahl. Die Dinger loggen sich über WLAN ins Netz und los geht's ...
Man kann m. E. getrost nach Optik (z.B. RetroLook, wenn man's mag) entscheiden, die Dinger sind klangtechnisch im Bereich von +/- 100 €ulen alle soweit in Ordnung (natürlich darf man keinen professionellen Sound erwarten, man kann sie aber auch mit der ggfs. vorhandenen HIFI-Anlage koppeln).
Vorteil: sie sind handlich und mobil, können also vom Bad zur Küche oder ins Bügelzimmer wandern, je nach Lust und Laune.

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Wo das Spiel der 18 mozartschen Klavier-Sonaten (plus Fantasie c-moll KV 475) auf Originalinstrumenten in Diskussion ist, wird man an der Aufnahme von Arthur Schoonderwoerd nicht vorbeikommen können. Er hat sie auf Hammerklavier, Tangentenflügel und Clavichord eingespielt.
Und zwar:
KV 279, 280, 281, 282, 283, 284
Tangentenflügel von Bill Jurgenson nach Speath & Schmahl c1775
KV 309, 310, 311, 330, 331
unbelederter Hammerflügel Bill Jurgenson nach J. A. Stein c1780
KV 332, 333, 545, 576
Clavichord Joris Potvlieghe nach einem Norddt. Modell c1780
KV 533/494, 475/457, 570
belederter Hammerflügel Paul Poletti & Gerard Tuinman nach Anton Walter c1790
Bei der Wahl der Instrumente ging es darum, zu zeigen, welche Instrumente WAM jeweils zur Verfügung standen. Das Clavichord bildet hier insofern eine Ausnahme, da darauf natürlich nicht offiziell vorgetragen wurde - es diente dem Üben, Komponieren und vielleicht Vortragen im kleinsten Kreis. Es ist also als Modell für diese Situationen zu verstehen und nicht zwingend den gespielten Sonaten zuzuordnen. Den belederten Flügel gab es zu Mozarts Zeiten durchaus, sein Walter wurde aber erst post mortem nachgerüstet. Ich verweise bezüglich des Klangunterschiedes dorthin:
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Hilfreich sind dabei die Beispiele von Schülern und Zeitgenossen Mozarts wie Johann Nepomuk Hummel [...]
Die Textstelle ist insofern interessant, als man dies tatsächlich nachvollziehen kann, indem man sich die Bearbeitungen der Clavierkonzerte durch Hummel anschaut und dies dann auf die Claviersonaten usw. vorsichtig überträgt. Vorsichtig zum einen deswegen, weil Hummel dies um Jahre später erst bearbeitete (aber den Mozart als Lehrer noch im virtuellen Rücken hatte) und zum anderen deswegen, weil man grundsätzlich mit der Dosis vorsichtig sein sollte. Bei der Sonate 332 hat Mozart dies ja auch für den Druck entsprechend eingerichtet (siehe mein Beitrag oben).
Zitierenswert ist auch:
ZitatÜber Mozarts Adagiospiel berichtet er dann seinem Freund, dem Schweizer Komponisten Xaver Schnyder von Wartensee, dass Mozart nicht einfach das spielte, was er in die Klavierstimme geschrieben hatte, sondern dass er den Klavierpart geschmackvoll ausschmückte, bald so, bald anders, der augenblicklichen Eingebung des Genius folgend (nachzulesen in Schillings «Enzyklopädie»).
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Der Klangunterschied resultiert eindeutig daher, daß Schoonderwoerd einen unbelederten Flügel (unbeledert sind die Hämmerchen; ich weiß gerade nicht, wer den Flügel gebaut hat, es ist jedenfalls nachempfunden, da es nur wenige Walter-Originale gibt, unbelederte schon gar keine) verwendet, während er bei Levin wie üblich beledert ist, was nicht dem Zustand zu Mozarts Lebzeiten entspricht, sondern erst nach dem durch Constanze Mozart initiierten Update Anfang 1800. Der „echtere“ Klang ist jener bei Schoonderwoerd, eher Richtung Tangentenflügel und Cembalo. Beim Levin-Modell (und eigentlich allen anderen HIPlern) sind allenfalls die Verpackung und die Tasten à la 1782, Belederung und Mechanik kurz nach 1800; hat mit Mozart also quasi nichts zu tun.
Ich hatte mich dunkel erinnert , daß es ein Instrument irgendwo gibt, daß beides beinhaltet: sowohl belederte als auch unbelederte Hämmer. Gefunden habe ich das hier als Nr. 118.
ZitatAlles anzeigenNo. 118. Tafelklavier
aus dem letzten Viertel des 18. Jahrhunderts; ohne Namen des Erbauers. Das schmucklos ausgestattete Instrument ist aus Eichenholz und im Innern teilweise schwarz poliert; es ruht auf vier gedrehten schwarz gebeizten Beinen. Zur linken Seite neben der Klaviatur sind zwei Gefache angebracht.
Es hat zweichorige Besaitung und eine eigenartige englische („Prell"-) Mechanik ohne Auslosung: jede Taste ist mit zwei Hämmerchen versehen, von denen eins beledert und eins unbeledert ist. Der Hammerstuhl, in dem die Hämmerchen sitzen, ist durch einen zur rechten Seite über der Klaviatur angebrachten Zug verschiebbar, so daß man nach Belieben die beiden, einen verschiedenen Klang hervorbringenden Hammerreihen anwenden kann. Ferner ist eine eigenartige Einzeldämpfung vorhanden, die unmittelbar hinter dem Vorsetzbrett mit den Tasten in Verbindung steht; die Dämpfer nehmen den ganzen Raum zwischen Vorsetzbrett und Rückwand ein. Außerdem besitzt das Instrument eine Gesamtdämpfung, die eine mit Wollfransen bekleidete Leiste gegen die Saiten drückt. Beide Dämpfungen sind durch je zwei Züge für Baß und Diskant getrennt anwendbar; mittels eines als Fortezug dienenden Kniehebels lassen sich beide Teile der Gesamtdämpfung aufheben. Die an dem Vorsetzbrett angebrachten fünf Züge sind mit Knöpfen aus Bein versehen.
Umfang der Klaviatur: Contra-F— f3 (fünf Oktaven). Die Untertasten sind mit Ebenholz, die Obertasten mit Elfenbein belegt.
Breite 1,75 m, Tiefe 61 cm, Höhe 77 cm.
Resonanzboden und Stimmwirbel sind erneuert.
Das Internet ist ein Teufel ... und zeigt mir heute spontan dieses Video:
Ist zwar kein Walter, dafür aber Stein, den Mozart ebenfalls sehr schätzte. Der Clavierbauer Gerard Tuinman hat ein solches Exemplar von Stein (aufgefunden und) nachgebaut und führt anhand des Konzerts KV 271 (erster Claviereinsatz mit leider falschen Vorschlägen) den Klangunterschied zwischen behämmert, ähm beledert und unbeledert vor.
Großartig!
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Es spricht für mich schon von einem guten musikalischen Geschmack wenn man somit dieses Thema mit einer besseren Variation aufwerten will.
Nunja, war es nicht Sinn der Sache, aus diesem trivialen Thema ETWAS zu machen?
Herr Diabelli lässt sich verändern
Es hört sich an, als ginge es mit dem Teufel zu: aber der Mann heißt nicht Diabolus, sondern Diabelli, und er ist nicht Höllenfürst, sondern nur Verleger - es mag nicht wenige geben, damals und heute, die das für ein und dasselbe halten.¹
Seitdem nenne ich sie diabolische Variationen, insbesondere jene Beethovens.
„Ohne daß das vorgeschlagene Thema eigentlich bewundernswert wäre, ist es doch notwendig interessant; Beweis dafür ist die Zustimmung aller anderen. Das Interessante ist eben das Gegenteil von dem, was man gemeinhin Originalität nennt und besteht in der Tatsache, daß es in gewisser Weise der gemeinsame Schatten aller Musiker ist, die r publizieren will, eine Kristallisation der zeitgenössischen Musik und im besonderen einiger Dinge, die Beethoven in dieser Musik nicht liebt, eben weil sie zu charakteristisch für die Musik des Verlegers war ... so leicht er auch ist, hat dieser Walzer für Beethoven eine essentielle Modernität.“ (Michel Marie François Butor; 1926-2016; Dialogue avec 33 variations de Ludwig van Beethoven sur une valse de Diabelli, Paris 1971).2
Ich möchte hier drei hervorheben die mich abseits von den beiden Franze, dem Schubert und Liszt, noch am meisten überzeugt haben:
Da hast Du die Rosinen aus den „Schusterflecken“ (wie LvB es nannte) herausgepickt, selbstverständlich.
¹Quelle: Dieter Hildebrandt: Pianoforte. Der Roman des Klaviers im 19. Jahrhundert, Bärenreiter, 2002, S. 67
2dito, S. 69
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Die gehörte Realität lässt die Unterschiede bei zumindest diesen 12 Concerti in meinem Ohr aber ganz klein und die Ähnlichkeiten sehr groß erscheinen.
Das ist bei mir genau umgekehrt. Ohne die schönen Fugati würde ich zumindest diesen Concerti allenfalls ein „ganz nett“ attestieren. Vivaldi und Brescianello sind für mich deutlich origineller und interessanter. Vielleicht liegt's aber auch an der etwas süffigen Einspielung. I musici geht gar nicht: zu viel Vibrato - da schlackern mir die Ohren; Vibrato benutzt man, um einer toten Sache etwas Leben einzuhauchen - man tut besser daran, lebendig zu spielen und Vibrato wohldosiert einzustreuen.

Irgendwie finde ich auch keine maßgebliche Menge an Einspielungen von op. 5

Hier noch ein Satz aus Nr. 1 (aber auch zumindest am Ende zu viel Gewaber als würde die Platte eiern, wobei das eigentlich ein sehr gutes Ensemble ist):
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Irgendwie kam mir der Gedanke an Venedig überhaupt nicht. Venedig verbinde ich mit Vivaldi und Brescianello (obwohl der damit eher wenig zu tun hat).
Ich mag gar nicht werten, aber Unterschiede zwischen Vivaldi und Albinoni vermag ich doch recht große zu verorten, zumal wenn man die Wiki-Artikel mal hilfsweise heranzieht:
Im Gegensatz zum virtuosen, romantischen Stil seines Landsmanns Vivaldi zeichnet sich die Musik Albinonis durch klassische Ausgewogenheit im Sinne Corellis aus. Charakteristisch sind eine heitere Grundstimmung, lange Melodiebögen, pulsierende Rhythmen und eine Neigung zu Wiederholungen. Die Stimmführung ist oft kontrapunktisch; viele Schlusssätze von Sonaten und Konzerten sind in Fugenform gestaltet. Albinonis Soloparts sind weniger anspruchsvoll als die Vivaldis und daher auch von Amateuren zu bewältigen; Oboensoli werden häufig wie Gesangsstimmen geführt, Chromatik und unerwartete Modulationen nur sparsam eingesetzt.
Albinonis Stärken liegen vor allem in seiner formalen und thematischen Klarheit und in seinem melodischen Erfindungsreichtum. Er war kein großer musikalischer Neuerer und ließ sich kaum von den Strömungen seiner Zeit beeinflussen, entwickelte aber gerade dadurch einen ausgeprägten Individualstil, der seine Werke bis heute unverwechselbar macht [...]
versus
Zitat von Wikipedia zu VivaldiVivaldis Musik ist charakterisiert durch „impetuose Verve, sinnliche Leuchtkraft, eine oft bestechende Klangphantasie, […] Leichtigkeit und Eingängigkeit“, Virtuosität, sowie „die Neigung zum Überraschend-Irregulären und Bizarren.“ Die Satzfolge schnell – langsam – schnell, die Tomaso Albinoni eingeführt hatte (Sinfonie e concerti a cinque op. 2, veröffentlicht 1700), wird von Vivaldi standardmäßig verwendet. Typisch für Vivaldis Konzerte ist zudem die Ritornellform, die auf Giuseppe Torelli zurückgeht: Er trennte Tuttiritornelle und Soloepisoden motivisch und verhalf dem Solo zur Eigenständigkeit, weshalb er als Begründer des Violinkonzerts gelten kann (12 Concerti op. 6, veröffentlicht 1698). In Vivaldis Ritornellform wiederholt das Orchester eine musikalische Passage mehrmals und wechselt sich ab mit solistischen Abschnitten, die einen freieren, mehr episodischen Charakter haben und modulierende Passagen enthalten. Dabei erscheinen die Orchesterritornelle in der Regel in tonaler Stabilität auf verschiedenen Stufen, zumeist wird nach der Tonika die Dominante erreicht. Im Gegensatz zu Albinoni wird eine Wiederaufnahme der Grundtonart vor dem Ende des Satzes tendenziell vermieden. [...]
Gemeinsam haben sie natürlich die generell „heitere Grundstimmung“ (Albinoni) und „Leichtigkeit und Eingängigkeit“ (Vivaldi) - aber das macht noch kein Venedig aus. Händel war um die Zeit (spätestens 1709) in Venedig - ein Kontakt zu Albinoni ist nicht bekannt, dafür zu Corelli (auf den oben Bezug genommen wird), Scarlatti und Lotti. Aber vielleicht bin ich zu sehr auf das Kontrapunktische fixiert, das mir sehr gefällt und ihn für mich näher an Händel als an Vivaldi stellt.
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Verrückt, für mich ist das in jeder Pore 'Vivaldisch'
Hm. Vivaldi hat doch eher selten Fugati ...

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Ganz abgesehen davon, dass ich aus den mehrfach genannten musikalischen Gründen gar nicht finde, dass eine solche Vorgehensweise klanglich vorteilhaft wäre, ist sie schon rein praktisch kaum realisierbar.
Komisch. Die HIP-Ensembles machen das ständig. Offenbar benötigt man dafür nicht so wahnsinnig viele Personen:
Auch als Privatperson, die zu Hause vielleicht Platz für ein möglichst hohes Upright-Piano hat, würde ich mich eher für ein ggf. nicht mehr ganz neues Instrument von Bösendorfer, Hoffmann, Steinway, Grotrian-Steinweg, Feurich, Yamaha oder einem traditionsreichen Hersteller wie Steingraeber & Söhne interessieren – sicher aber nicht für ein Hammerklavier, das vom Repertoire her so deutlich eingeschränkt ist.
Privat ist das selbstverständlich ein unangreifbares Argument - zumal vom Repertoire her. Rein repertoirebedingt würde ich so ein modernes Instrument schon gar nicht benötigen. Lieber stünden hier kreuz und quer verteilt diverse Hammer- und Tangentenflügel. Das sorgt für Abwechslung und schaut auch immens gut aus.
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Robert Levin spielt die Wiederholungen wie Schoonderwoerd mit Veränderungen. So muss es sein. Die Kenner werden die Abweichungen sofort erkennen.
So kann es sein. Es muss überhaupt nichts.
Aus meiner nicht. Also muss es nicht
Veränderungen, Auszierungen usw. stehe ich generell skeptisch gegenüber, wiewohl wissend, daß es damals Usus war. Manchmal passt es wie A... auf Eimer, als sei es implizit so komponiert worden, manchmal sticht es heraus. Daß dies für Mozart ein nicht unerhebliches Thema war, zeigt die c-moll-Sonate KV 457. (Nicht nur) den Mittelsatz gibt es quasi in zwei handschriftlichen Versionen: die „nüchterne“ und die weit mehr ausgezierte. Dazu hatte die Internationale Stiftung Mozarteum damals eine interaktive CD herausgegeben; sie beinhaltet das Autograph, das beim Abspielen der Versionen mitläuft und die Veränderungen anzeigt. Es spielt Florian Birsak auf dem Walterflügel aus Mozarts Besitz: „Der Benutzer kann die Originalhandschrift beim Anhören mitlesen und dabei eine Auswahl aus unterschiedlichen authentischen Varianten treffen“.
Besonders den 2. Satz vom KV 332 hat Mozart nachträglich auch noch mal ausgeziert (im Regelfall sind im Urtext beide Versionen (Ossia-System) abgedruckt); irgendwo meine ich gelesen zuhaben, daß WAM dies explizit für seine Schwester eingerichtet hat, der es wohl an freier Auszierungs-Fantasie mangelte. Hier etwas Generelles dazu.
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Am bekanntesten ist wohl das totgedudelte Adagio g-moll für Streicher und Orgel, das aber vermutlich gar nicht von ihm ist, sondern Remo Giazotto zugeschrieben wird.
Dazu Tante Wiki P. Dia:
ZitatMindestens 26 Instrumentalwerke, die Albinoni in einer oder mehreren Quellen zugeschrieben werden, müssen aufgrund stilistischer Kriterien als zweifelhaft gelten. Dazu gehören u. a. das mehrfach auf Schallplatte aufgenommene Konzert C-Dur für Trompete, drei Oboen und zwei Fagotte, die sechs Sinfonie a quattro (um 1735) sowie das populärste mit Albinoni in Verbindung gebrachte Werk überhaupt, das Adagio g-Moll für Streicher und Orgel. Letzteres wurde 1958 von dem italienischen Albinoni-Biografen Remo Giazotto veröffentlicht und soll auf Fragmenten einer Triosonate Albinonis basieren, deren Echtheit aber bisher nicht nachgewiesen werden konnte.
Ich nominiere hier die 12 Concerti a cinque op.5
Die entstanden wohl 1707 (Venedig).
Wer mitlesen mag, kann dies hier tun: IMSLP.
Die Concerti sind, mit Ausnahme der Nrn. 3, 6, 9 und 12 dreiteilig angelegt: schnell-langsam-schnell. Bei den genannten ist der Mittelsatz in Adagio-Presto-Adagio gesplittet. Wer Fugen und/oder Fugati mag, ist hier gut bedient. Mich erinnern die Concerti eher an Händel-Opern/Oratorien-Ouvertüren als an Vivaldi (vielleicht doch Nr. 3 - im Finalsatz könnte man gedanklich gut eine Trompete ergänzen).
Collegium musicum 90
Simon Standage
Recht fluffig gespielt - das könnte ich mir etwas rabiater vorstellen.
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Zitat
Mit großem Bedauern müssen wir mitteilen, dass der 2. Internationale Farinelli-Wettbewerb in diesem Jahr nicht stattfindet: „Die geringe Zahl an qualifizierten Bewerbungen lässt das Niveau vermissen, das notwendig wäre, um den großen Erfolg des 1. Wettbewerbs auch nur annähernd fortsetzen zu können. Wir planen deshalb die zweite Ausgabe für die Jubiläumsfestspiele 2028 und hoffen bis dahin auf weiteren Nachwuchs in diesem Stimmfach“, so Christoph von Bernuth, der Künstlerische Leiter der Händel-Festspiele und Begründer des Wettbewerbs.
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