Beiträge von Ulli

    Zitat

    Original von Florian Voß
    Und auf dieser Feier wurden zeitgleich die Uraufführungen der Siebten
    Symphonie und von Wellingtons Sieg zelebriert. Mit großem Erfolg.
    Ich finde, diese Kantate kann ohne weiteres mit der Siebten mithalten,
    vielleicht übertrifft sie sie sogar.


    Ich finde, man sollte op. 80 als Ersatzstück die das Finale der Neunten heranziehen...


    :untertauch:


    Zu den 'Ähnlichkeiten' habe ich an dieser Stelle etwas verfasst.


    Außerdem gibt's natürlich musikalische Ähnlichkeiten zwischen 'Wellingtons Sieg' und der 7. Sinfonie (mich wundert, daß das in einem Konzert niemandem aufgefallen ist :pfeif: ).


    Meine Liebe:



    Ludwig van Beethoven [1770-1827]


    Chorfantasie c-moll op. 80
    nebst Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur op. 73


    Robert Levin, Hammerflügel [Salvatore Lagrassa, 1812]


    Angela Kazimierczuk, Sopran
    Constanze Backes, Sopran
    Susanna Spicer, Alt
    Julian Podger, Tenor
    Robert Johntson, Tenor
    Julian Clarkson, Baß


    The Monteverdi Choir
    Orchestre Révolutionaire et Romantique


    John Elliot Gardiner


    Einfach dieser sukzessive Aufbau: Klaviersolo + Orchester + Soli + Chor. Am besten käme dies rüber, wenn man den Titel nicht bekanntgäbe und die jeweiligen Musizierpartner so nach und nach hinzukämen, quasi als Pendant zu Haydns Abschied-Sinfonie. Aber das lässt sich ja heute kaum noch als Überraschungseffekt vermarkten.


    Jedenfalls bietet diese Scheibe dem technisch versierten Tonträgereinleger die Möglichkeit, zwischen drei Klaviersoli zu Beginn zu wählen. Hier also die "Drei-in-Eins"-Lösung...


    Natürlich ganz wunderbar gespielt und gesungen - allerdings könnte ich mir doch an manchen Stellen etwas mehr Reibung vorstellen [auch das KK 5 wirkt etwas glattgebügelt].


    Dennoch bis auf Weiteres: :jubel: :jubel: :jubel:


    Puzikamine - eine der herzlichsten weiblichen Forenbewohnerinnen. Sie beherrscht den liebenswerten ungarischen Ablativ in Perfektion: ...in diesem Box... (sprich: inn dihsähm bocks). Zudem glänzt die schlanke, blonde Schönheit durch famose Kurzauftritte. Alfredix ist ihr verfallen, doch die Schöne bleibt unerreichbar für ihn. Im Unterschied z.B. zu Boesemine gibt sie sich stets sehr damenhaft, was einen besonderen Kontrast zu dem sehr rustikalen Mozartsachtmirnix schafft.



    Lovedreamix - unverzichtbares Forenmitglied. Er soll seine Ferien in dem kleinen indernesischen Forum 'Tamino' verbringen, da sein Vater sich zu Recht sorgt, er könne verweichlichen. Eher wortkarges, dafür bilderliebendes Individuum. Großer Kunde der Firmen Schixfix und Amazonix, trägt somit zur Erhaltung der finanziellen Decke des Forums bei.



    Streitfix Seinen Vorrat vom letzten Jahr hat er immer bereit, wenn er für Streitereien Wurfgeschosse braucht. Grundsätzlich ist er aber nicht bereit, seine Meinungen zu teilen, weil diese ihm oft in schlechtem Zustand zurückgebracht werden. Aussagen wie 'Wahrscheinlich ist Streitfix wirklich einer der schlichtesten Taminos, die je gelebt haben' lassen wir besser unkommentiert... Er versucht immer wieder (erfolglos), Streit ins Forum der unbeugsamen Taminer zu tragen und so ihren legendären Zusammenhalt zu unterminieren.



    Gottlobfrix - nicht immer mit der neuesten Technik ausgestattet, ist er ein Spion des taminesischen Geheimdienstes. Er wird aus Wien in die Welt geschickt, um die fragwürdigen Interpreten dieser Welt überprüfen mit dem Ergebnis: X und Y waren sehr gut, aber am besten ist und bleibt Gottlob Frick. Gottlob.



    Calendrix - Buchhalter des kleinen taminesischen Forums. Mit akribischer Besessenheit unbeirrbarer Chronist.

    Heute (Sonntag, 10.01.10) um 19.15 auf arte


    Jos van Immerseel und die Anima Eterna Big Band mit Beethovens Sinfonie c-moll op. 67, Aufzeichnung vom September 2009 im Brüsseler Concert Noble.


    Wiederholungen:
    11.01.2010 um 06:00
    22.01.2010 um 06:00
    28.01.2010 um 06:00


    [URL=http://www.arte.tv/de/woche/244,broadcastingNum=1076442,day=2,week=2,year=2010.html]< Link >[/URL]


    Kuckich! :D


    BTW: Vielleicht ist jemand großmütig und kann das für mich aufzeichnen? :O

    Zitat

    Original von Ulli
    „Acis und Galathea“ (KV 566) versehen von Mozart mit einer Einleitung zum zweiten Akt [...]


    Kennt jemand eine Einspielung der Mozartbearbeitung, bei welcher diese angeblich neukopmonierte Einleitung Mozarts zum 2. Teil enthalten ist?


    Bei dieser:



    jedenfalls wurde eine zweiteilige Einleitung aus Händels Concerto Grosso Op.6 No.6, Musette (Larghetto) und Concerto Grosso Op.6 No.7, Einleitung (Largo) gebastelt.


    ?(


    Warum dies hier (hilfsweise?) so gehandhabt wurde, verstehe ich nicht, es sei denn, die Mozartsche Einleitung muß als verschollen gelten (darüber ist aber aus dem KV nichts in Erfahrung zu bringen).


    Ulli

    Zitat von Ulli

    Salut,


    weiß jemand, ob es Duos für Violine und Viola von Michael HAYDN gibt? Ich spiele auf die kompositionen Mozarts [KV 423 und 424] an, meine aber nicht diese selbst.


    Die Frage kann mittlerweile mit 'Ja' beantwortet werden:



    Gespielt von Susanne Lauterbacher und Ulrich Koch enthält die Doppel-CD vier Duos für Violine und Viola von Michael Haydn nebst der beiden von Mozart getürkten Duos KV 423 und 424.


    :hello:

    Zitat

    Original von Alfred_Schmidt
    Ich persönlich hätte zu diesem Thema eine Menge (subjektives) zu sagen, sähe es aber gene wenn der 2. Beitrag von Ulli käme - und sich dann die anderen an diesem Thema interessieten Taminoianer anschlössen - ich selbst werde mich dann auch beteiligen.


    Dem Wunsch kann entsprochen werden. Ich kopiere hier zunächst einfach meine diesbezügliche Aussage aus dem Regietheaterthread hinein (kursiv):


    Zu den Übermalungen.


    Zitat

    Original von Wikipedia
    Nach dem Vorbild des Bibeltextes wurde in der bildenden Kunst des christlichen Abendlandes bis in die Neuzeit hinein das Geschlechtsteil einer nackten Person mit einem Blatt oder einem anderen bedeckenden Gegenstand übermalt. Ein Beispiel hierfür ist die systematische Übermalung des Jüngsten Gerichtes in der Sixtinischen Kapelle durch den so genannten "Hosenmaler" Daniele da Volterra, einem Schüler Michelangelos, die mit der letzten Restauration soweit wie möglich gemäß den ursprünglichen Intentionen des Werkschöpfers Michelangelo und mit Billigung der katholischen Kirche zurückgenommen wurde. Für die Kopie der Davidstatue des Michelangelo im Royal Albert Museum wurde speziell ein Feigenblatt aus Gips geschaffen um das Schamgefühl weiblicher Besucher zu schonen.


    Dieser Absatz aus Wikipedia zum Thema 'Feigenblatt' zeigt wohl sehr deutlich die Diskrepanz zwischen der Bedeutung des Begriffs 'Künstler'. Hier prallen zwei Künstler frontal aufeinander: Michaelangelo als der eigentliche Werkschöpfer und da Volterra als Bearbeiter (hier durchaus im Sinne des 'Verbesserers'). Ohne Zweifel wird man de Volterra heutzutage genauso als großen Meister bezeichnen wie wir Michelangelo als solchen empfinden. Hier stellt sich dann erneut die Frage 'Wo ist das Kunstwerk'? De Volterras wurde durch die letze Restauration (in dem Sinne hier eher eine Rekonstruktion) weitestgehend wieder eliminiert - hat man damit nun ein (fortentwickeltes?) Kunstwerk zerstört oder das originäre 'gerettet' und wieder in 'voller Pracht' :D zugänglich gemacht?


    Ich finde die Parallele sehr interessant und sehe daran auch, daß eine Bearbeitung es ursprünglichen Meisterwerks zu einem neuen Meisterwerk werden kann. Im Fall der Oper gibt es allerdings den Vorteil, daß derlei Bearbeitungen keine bleibende Veränderung des bearbeiteten Werks hinterlassen, sondern daß das Werk an sich bleibt wie es ist - im Gegensatz zum übermalten Gemälde, daß eben nur durch aufwändige Rekonstruktion wieder hergestellt werden kann, wobei die Bearbeitung für immer verlustig geht (man kann sie allenfalls vor Eliminierung fototechnisch festhalten).


    ~ ~ ~


    Letztlich ist dieses 'Abkratzen der Übermalung' - egal nun, ob bezogen auf ein historisches Gemälde oder ein Musikwerk, das in einer Bearbeitung vorliegt - eine Sache der rekonstruierenden Wissenschaft. Es zeigt letztlich, daß durch so manche Bearbeitung ein Werk überhaupt erst überlebt hat... Letztenendes ist diese Rekonstruktionsmode nichts anderes als die HIP-Bewegung, die zumindest versucht, dem Original möglichst nahe zu kommen und die 'Schlieren der Zeit wegpoliert'. Die Frage wäre schlechtihn, welche Bearbeitungen musikalischer Natur heute bekannter sind als deren Vorlage, also die Originale? Wie schaut's da aus mit z.B. Bachscher Bearbeitungen Vivaldischer Konzerte? Mit Opern-Arrangements für Harmonieinstrumente...?


    :hello:

    Zu den Übermalungen.


    Zitat

    Original von Wikipedia
    Nach dem Vorbild des Bibeltextes wurde in der bildenden Kunst des christlichen Abendlandes bis in die Neuzeit hinein das Geschlechtsteil einer nackten Person mit einem Blatt oder einem anderen bedeckenden Gegenstand übermalt. Ein Beispiel hierfür ist die systematische Übermalung des Jüngsten Gerichtes in der Sixtinischen Kapelle durch den so genannten "Hosenmaler" Daniele da Volterra, einem Schüler Michelangelos, die mit der letzten Restauration soweit wie möglich gemäß den ursprünglichen Intentionen des Werkschöpfers Michelangelo und mit Billigung der katholischen Kirche zurückgenommen wurde. Für die Kopie der Davidstatue des Michelangelo im Royal Albert Museum wurde speziell ein Feigenblatt aus Gips geschaffen um das Schamgefühl weiblicher Besucher zu schonen.


    Dieser Absatz aus Wikipedia zum Thema 'Feigenblatt' zeigt wohl sehr deutlich die Diskrepanz zwischen der Bedeutung des Begriffs 'Künstler'. Hier prallen zwei Künstler frontal aufeinander: Michaelangelo als der eigentliche Werkschöpfer und da Volterra als Bearbeiter (hier durchaus im Sinne des 'Verbesserers'). Ohne Zweifel wird man de Volterra heutzutage genauso als großen Meister bezeichnen wie wir Michelangelo als solchen empfinden. Hier stellt sich dann erneut die Frage 'Wo ist das Kunstwerk'? De Volterras wurde durch die letze Restauration (in dem Sinne hier eher eine Rekonstruktion) weitestgehend wieder eliminiert - hat man damit nun ein (fortentwickeltes?) Kunstwerk zerstört oder das originäre 'gerettet' und wieder in 'voller Pracht' :D zugänglich gemacht? *


    Ich finde die Parallele sehr interessant und sehe daran auch, daß eine Bearbeitung es ursprünglichen Meisterwerks zu einem neuen Meisterwerk werden kann. Im Fall der Oper gibt es allerdings den Vorteil, daß derlei Bearbeitungen keine bleibende Veränderung des bearbeiteten Werks hinterlassen, sondern daß das Werk an sich bleibt wie es ist - im Gegensatz zum übermalten Gemälde, daß eben nur durch aufwändige Rekonstruktion wieder hergestellt werden kann, wobei die Bearbeitung für immer verlustig geht (man kann sie allenfalls vor Eliminierung fototechnisch festhalten).


    Zitat

    Original von Alf
    Aus dem gleichen Grund, warum Konzerte in Beton-Glaskonstruktionen veranstaltet werden.
    Beide haben eines gemeinsam: Sie sind neutral und auf eigenartige Weise hässlich, weil ich mir so sehr wohl ein Kaufhaus oder ein Flughafen, ein Spital, einen Bahnhof oder eine Bankfiliale vorstellen kann - jedoch weder eine Gemäldegalerie von Weltformat - noch ein Opern- oder Konzerthaus. Nach dem Krieg wurde viele "wiederaufgebaut" ich denke nur an die in meinen Augen scheussliche Berliner Philharmonie, die irgendwie etwas abschreckendes auf mich hat. Auch die Renovierung der Wiener Staatsoper nach dem 2 Weltkrieg, die unsere "Freunde", die Amerikaner in Schutt und Asche gelegt haben - ist ja nur teilweise gelungen.


    Die Zerstörung von Opernhäusern etc. durch den 2. Weltkrieg hat natürlich vielerorts dafür gesorgt, daß zunächst nach Kriegsende 'Provisorien' errichtet wurden, bei denen der Zweck wichtiger war als die Ästhetik (z.B. auch hier in Karlsruhe). Dagegen ist nichts einzuwenden, der Zweck heiligt eben die Mittel. Allerdings ist es in vielen Fällen - so auch hier in Karlsruhe - bei diesen Provisorien geblieben, was ich nicht goutiere. Zwar hat unser Badisches Staatstheater eine recht gute Akustik, aber das wars dann auch schon. Für ein 'modernes' Theater ist allerdings selbst dieses nahezu unveränderte Provisorium unzureichend: z.B. gibt es keine Aufzüge für die oberen Etagen, was für bewegungseingeschränkte Besucher nicht gerade sehr vorteilhaft ist. Dies aber würde ich z.B. von einem modernen Theater absolut erwarten. Bei einem historischen Gebäude nehme ich Unannehmlichkeiten gerne in Kauf, wenn dafür die Optik stimmt.


    :hello:


    * zu letzterer Frage habe ich diesen Thread eröffnet


    Meisterwerke der Vergangenheit - und ihrer Bearbeitungen durch andere Meister


    MOD 001 Alfred


    Auf die bin ich auch schon länger scharf... 2010 hatte sie neulich, aber leider in der Abteilung 'zu teuer'...


    :hello:

    Fein, da kann ich wieder dazwischenlabern... Du hast nicht diese Interpretation:




    Ludwig van Beethoven [1770-1827]
    Christus am Ölberg op. 85


    Simone Kermes, Sopran
    Steve Davislim, Tenor
    Eike Wilm Schulte, Bass


    chorus musicus
    das neue orchester
    Christoph Spering


    Nachdem das Werk hier mit Simone Kermes m. E. goldrichtig besetzt ist, kann ich mir auch eine Neunte mit Kermes als sehr hörenswert vorstellen. Hoffentlich kommt das bald! Mich wundert es gar, daß Simone Kermes diese Einspielung gar nicht auf ihrer Homepage in ihrer Diskographie aufführt (diese sollte ja eigentlich allumfassend sein)? Jedenfalls erwischte ich die CD per Zufall in der 2001günstigen naive-Box histoires sacrées, welche auch Bachs Motetten BWV 225-30, 3 sacred oratorios Charpentiers und Kantaten Vivaldis enthält.


    Natürlich sind auch die anderen beiden Partien mit Steve Davislim und dem mir bislang unbekannten Eike Wilm Schulte bestens besetzt! Spering und sein chorus musicus nebst das neue orchester sind ohnehin für den Blindkauf verantwortlich.


    :faint:


    Da das Libretto regelrecht auf Konversation aufbaut, könnte ich mir eine szenische Darstellung des musikalisch wenig christlich klingenden Oratoriums bestens vorstellen! Leider ist es dafür etwas zu kurz geraten...


    :jubel:
    :jubel: :jubel:
    :jubel: :jubel: :jubel:
    :jubel: :jubel: :jubel: :jubel:
    :jubel: :jubel: :jubel:
    :jubel: :jubel:
    :jubel:

    Zitat

    Original von Siegfried
    Treten die honorigen Magixflutix-Barden


    erst im letzten Akt auf, wenn der Himmel bereits herunten ist?


    Der Threadtitel wurde von Regiefix ausgearbeitet und ist irreführend.


    :beatnik:

    Salut Pietergrimmix :D


    Es handelt sich ja hierbei um eine Umschreibung (man kann hier sowohl das Um- als auch das -schreibung betonen). Die Äquivalenzen sind doch klar:


    Zitat

    1) Wer besorgt die "Wildschweine" und wo ??


    Unsere fette Beute angeln wir doch alle bei amazon und jpc...


    Zitat

    2) Wer konnte schon als Kurzer von "Zaubertrank" nie genuch haben ??


    Ich... man sagt mir auch nach, ich würde mich gegen die Anrede 'Lieber...' mit Ich bin nicht lieb!!! wehren...


    Zitat

    3) Wer hat Angst, daß ihm der Himmel auf den Kopf fällt ??


    Was ist schlimmer: Daß uns der Himmel auf den Kopf fällt oder daß Tamino eines Tages nicht mehr das größte deutschsprachige Klassikforum in Indernesien ist? Und für wen...?


    :hello:

    Zitat

    Original von der Lullist
    Ich finde den Vergleich mit den Gemälden gar nicht so verkehrt.


    Diese Äußerung aus Deinem Munde... äh... find' ich garnicht so schlecht. :)


    Zitat

    Aber ist ein Gemälde durch Restauration nicht auch schon „übermalt“ ?


    Im weitesten Sinne ja - aber es wird ja zumindest versucht, die Originalfarben möglichst wieder herzustellen. Wie Du sicher bestätigen wirst, wirkt ein Bild nach erfolgreicher Restauration völlig anders, als es bisher bekannt gewesen ist. Das allein ist m. E. schon Grund genug, solches auch mit der Oper zu veranstalten. Und zwar geht es dann nicht darum, einfach wild zu übermalen oder herumzuinszenieren, sondern zu versuchen, das originale Erscheinungsbild einigermaßen glaubhaft wiederherzustellen.


    Zitat

    Gemälde werden natürlich mit einem meist passenden Rahmen präsentiert. Aber ist der „Rahmen“ nur der Holzschmuck um das Bild herum ?


    Es gibt auch Rahmen, über die das Bild hinausgeht bzw. wo der Rahmen fester Bestandteil des Bildes ist und mit bemalt wurde. Im Prinzip ist natürlich der Rahmen 'nur Schmuck' - aber ist er das wirklich? Mal im Ernst... es gibt also einen inneren und äußeren 'Rahmen' (ich mag dieses Wortspiel). Der innere Rahmen wären die Holzstücke, welche das Gemälde umranken und bei der Oper die Inszenierung. Der äußere Rahmen wäre bei beiden Kunstformen die Präsentationsplattform, also die Galerie oder das Schloß beim Gemälde oder die Waschbetonbude resp. das Barocktheater bei der Oper.


    Zitat

    Gehört nicht vielmehr der gesamte Raum um das Gemälde, in dem das Gemälde gezeigt wird, als Rahmen bezeichnet ?


    Da würde ich unterscheiden: Der Raum um den Rahmen herum wäre vergleichbar mit dem Konzerthaus oder Opernhaus.


    Zitat

    Und da wird ein Rembrandt, ein Rubens oder was weiß ich, sehr wohl in einem modernen Galerierraum gezeigt. Warum ?


    Das erscheint mir oftmals als eine Art Notlösung, wobei ich Absicht natürlich dann erkenne, wenn es sich um eine extra modern gebaute Kunstgalerie handelt - offenbar auch aus Mangel an historischen, oder eben um ein passendes Ambiente für moderne Kunst zu schaffen. In modernen Gebäuden sollte auch überwiegend moderne Kunst gezeigt werden. Ich finde mal wieder, daß das besser passt.


    Zitat

    „Historisch korrekt“ wäre eine Ausstellungssituation in einem Raum eines Schlosses oder einem Kirchenraum.


    Das empfinde ich ebenso - und es wird ja auch sehr häufig so präsentiert. Kunstgalerien der vorletzten Jahrhundertwende sind beispielsweise ebenfalls beispielhafte Ausstellungsräume.


    Zitat

    Aber für Heutige Menschen würde das Gemälde in einem Raum, der ohnehin schon vor Marmor, Gold und farbiger Damasttapete überbordet einfach untergehen. Deckengemälde, Möbel, kostbare Teppiche kommen auch noch hinzu, das Bild würde zu einem Möbelstück werden.


    ...was es ja mehr oder weniger auch war :pfeif: Ich finde z.B. daß Gemälde, die man beispielsweise während eines Schloßbesuchs (quasi versehentlich) mitbesucht, weil die Zimmer so ausgestattet sind, wirken viel 'näher' als solche, die an gefühlskalten nackten Wänden, die wohl Neutralität bewirken sollen, hängen. Neutralität besteht aber nicht im Nichts...


    Zitat

    Inszeniert (!) man aber das Bild, so wie Heute üblich, dann wird es auf einmal das Zentrum der Aufmerksamkeit. Es ist ganz einfach ein Weg das Werk als solches ernst zu nehmen.


    Nichts anderes passiert ja bei einer minimalistischen oder gar konzertanten Aufführung. Das ist insofern natürlich interessant - man kann seine Aufmerksamkeit ganz der Musik widmen. Ich betrachte das aber, wie schon gesagt, bei der Oper für unangebracht. Dafür ist es keine Oper...


    :hello:

    Zitat

    Doch wie stellt ihr euch euer musikalisches Jahr 2010 vor?


    Ich plane eigentlich nichts.


    Zitat

    Plant ihr im Jahr 2010 selbst zu musizieren?


    Als Komponist lässt man musizieren :D


    Zitat

    Welche CDs/DVDs wollt ihr unbedingt haben?


    Keine Ahnung. Was ist nicht weiß, macht mich nicht heiß.


    Zitat


    Welchen Teil eurer Sammlung wollt ihr ausbauen?


    Den Teil, der sich Platz nennt...


    Zitat

    Welche Aufführungen/Festivals wollt ihr besuchen?


    Ich werde im April in Schwetzingen Grétrys Andromaque sehen. Weiter ist bis jetzt erstmal nichts geplant.



    :hello:

    Wir schreiben das Jahr MMX n. Chr. - ganz Internesien ist von den Regietheaterregisseuren besetzt... Ganz Internesien? Nein! Ein von unbeugsamen Taminern besetztes Forum hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten.



    Alfredix (abgeleitet von « alpha », dem ersten Buchstaben des griechischen Alphabets, sinnbildlich für „Leithammel“ im Sinne von „mit aller Gewalt“) ist der Häuptling des Taminerforums. Nach der Niederlage der Ur-Taminer bei der Schlacht von HiFiForensien ging der Machtanspruch über Umwege in den Besitz von Alfredix über. Der stolze Häuptling ist überzeugt davon, der wichtigste Mann im Forum zu sein, was allerdings von etlichen Forenbewohnern stark bezweifelt wird. Sie schicken ihn gern zum Einkaufen und untergraben auch ansonsten ständig seine Autorität. Zu allem Überfluss wird der „Chef“ von einigen Tölpeln durch Postings und PNs oder kleine 'Missverständnisse' immer wieder zu Fall gebracht, so dass er sich oft „sehr müde“ fühlt. Alfredix, von seinen Jüngern mal „Alf“, mal „dickes Wildschwein“ genannt, liebt die regelmäßigen Selbstbeweihräucherungsfeten im Forum und seine herausgehobene Rolle. Im Allgemeinen wird seinen Anordnungen Respekt gezollt, auch wenn diese aus seiner notorischen Dickköpfigkeit erwachsen. Seine größte Sorge ist, dass sein Forum eines Tages nicht (mehr) das größte deutschsprachige ist. Was seine Politik im Forum betrifft, ist Alfredix sehr undiplomatisch, er selbst mischt bei den Raufereien im Forum mit und schlägt dabei grob um sich.



    Peterbrix Er ist ein alter Mann, der mit einem Wolfspelz bekleidet als Seher durch die Lande zieht. Er kann zwar nur die selbstverständlichsten Dinge voraussagen, dennoch schenken ihm die naiven Forenbewohner Glauben. Zunächst als Moderator und Vertrauensperson getarnt, entpuppte sich Peterbrix als faules Ei. Er gilt als ärgster Widersacher und Feind von Alfredix. Zu höherem (Menschenführung) berufen machte Peterbrix sein eigenes Forum auf, aus dem er längst wieder verbannt wurde.



    Papix (von griechisch pappas „Vater“/„Bischof“; kirchenlat. papa - vgl. papem habemus) ist der Mentor des Forums. Als Ausdruck seiner Weisheit trägt er ein weißes Hemd und ist stets frisch rasiert. Er ist eine Respektsperson, die in der Achtung noch über dem Häuptling steht, dem gegenüber er aber streng loyal ist. Intellektuell ist er Alfredix allerdings überlegen und der einzige männliche Forenbewohner, der sich in der Regel nicht an Kämpfen beteiligt.



    Ullix (eigentl. RabULLIx, abgeleitet von Rabulist: von lateinisch rabire „toben“, oder von rabula „marktschreierischer Advokat“ ist die (zweifelhafte) „Kunst“, wortwörtlich „recht zu haben“ bei einer Sache, die inhaltlich unehrlich ist und nicht vertreten werden kann; also Wortverdreherei oder Haarspalterei. Jemand, der wortverdreherisch und unaufrichtig zu argumentieren versucht, wird Rabulist genannt.) Blödelbarde des Forums mit null Ahnung (davon aber erschreckend viel).



    Bastix (hergeleitet von besti, basti aus Mozarts 'Bastien & Bastienne') ist der Barde des Forums. Als Würdenträger des Forums trägt er rote Haare und ist ebenfalls, wenn auch ohne Einfluss, Mitglied der forensischen politischen Institutionen. Bastix hält sich selbst für ein Inszenierungs-Genie, eine Auffassung, die von den anderen Forenbewohnern nicht geteilt wird. Gelegentlich darf er aufspielen, aber nicht singen.



    Rolox (abgeleitet von der Rolex-Uhr) Mit ähnlich geregeltem Tagesablauf wie einstmals bei Joseph Haydn, kann man die Uhr nach ihm stellen: Morgen, Mittag, Abend, Mahlzeit, Feierabend, Mittagsschläfchen, Musikhören, Wochenende. Ohne ihn wüssten die meisten Forenser vermutlich nicht, daß wir bereits ein neues Jahr schreiben. Extrem wortkarger, aber darin sehr treffsicherer und wichtiger Forenbewohner.



    Boesemine wäre gerne die Gattin des Häuptlings Alfredix, den sie gut im Griff hat. Sie wird „Minchen“ von ihm genannt, da sie gelegentlich Tretminen im Forum auslegt. Die wichtigen Aufgaben ihres Traum-Mannes nimmt sie nicht ernst und entlarvt dadurch ihren oft pompösen Geliebten als Pantoffelhelden.



    Orthografix Seine Redewendungen werden von den Forenbewohnern immer wieder falsch interpretiert oder wortwörtlich genommen. Daneben beweist Orthografix immense medizinische Fähigkeiten, fungiert als fachärztliches Einmannkommitée und beantwortet auch unaufgefordert nicht gestellte Fragen über den Gesundheitszustand nicht diskutierter Künstler.



    Shortpeacix (auch Shortpiecix) Er ist manchmal ansatzweise besserwisserisch, leicht reizbar und neigt in Ausnahmefällen auch zu Depressionen. Trotz dieser beabsichtigt kleinen charakterlichen Fehler und der Tatsache, dass er vom Erscheinungsbild als Antiheld gelten kann, ist sein Charakter in der Hauptsache doch der eines typischen Helden: Er ist loyal, auch seinem Häuptling - dem meistens mit seiner Führerrolle überforderten Gemütsmenschen Alfredix - gegenüber, selbstlos, einfühlsam, tapfer und tatendurstig.



    Mozartsachtmirnix ist ein Veteran der Foren-Schlachten und ausweislich der Forengeschichte schon lange einer der Ältesten, was ihn aber nicht von Prügeleien mit den Forensern abhält. Die Aussicht auf das runde Leder und Hopfenschorle erleichtern ihm das Hören klassischer Musik.



    Knusperfix futtert schnell alle Knusperhäuschen auf, damit sie nicht den Regietheaterregisseuren zum Opfer fallen können.


    ~ ~ ~


    Kongruenzen mit Forenusern sind nicht zufälliger Natur. Wer sich nicht beleidigt fühlt oder noch nicht karrikiert wurde, wird gelegentlich andernorts durch den Kakao gezogen.

    Naja, wenn man sich die Callalalalas und andere Nebengeräusche wegdenkt :D


    Bei mir (verpackt in Mütze, Schal, Mantel, warme Socken) beim Spaziergang durchs hiesige Schneegestöber mehrmals das auf die Ohren:


    Vincenzo Bellini [1801-1835]
    Salve Regina A-Dur



    Das Stück dauert gute 5 Minuten und ist einfach sehr herzlich und melodiös.


    One-Click-Buy :D


    Zur Zeit gibt's für mich neben Händels Cpo-Anthems mit den 16 Harry Christophers nix schöneres..


    Bellini muß ich unbedingt in Naher Zukunft weiter erörtern - allein aufgrund der doch recht kompakten Lebensdaten schon interessant :pfeif:


    :jubel: :faint: :faint: :faint: :jubel:

    Salvete,


    es gibt bereits einen Thread zum Thema



    Ich möchte aber hier im Allgemeinen auf Vertonungen zur 'Ehre der Mutter Gottes' alias Maria eingehen. Neben dem 'Ave Maria' gibt es da beispielsweise das 'Salve Regina', 'Regina coeli', 'Sancta Maria' und sicherlich vieles anderes, was hier genannt werden darf und sollte.


    Salve Regina



    [Quelle: Wikipedia]



    Sancta Maria



    [Quelle: Mozart KV 273 - Pi*Daumen-Übersetzung von mir]


    Besonders - und auch anregend für diesen Thread - empfand ich das Salve Regina A-Dur von Vincenzo Bellini [1801-1835]:



    Das Stück dauert gute 5 Minuten und ist einfach sehr herzlich und melodiös.


    One-Click-Buy :D


    Einige 'Anregungen' von Joschi finden sich evtl. auch in diesem Thread:


    Von welchem Komponisten stammt dieses 'Salve Regina' ?


    :hello:

    Zitat

    Original von Johannes Roehl
    Man will ja den Figaro meist nicht sehen wie in Prag 1786, sondern eher etwa so ausgestattet wie der Rosenkavalier 1912 gegeben wurde.


    Darin liegt wohl das größte Mißverständnis. Ich für meinen Teil würde den Figaro so sehen wollen wie in Wien (:P) 1786, den Rosenkavalier wie 1911 (:P) - eben der Zeit der Entstehung entsprechend. Und da gibt es m. E. ausreichend Spielraum für mannigfaltige Inszenierungen. Solches wird ja auch zunehmend geboten, zuletzt hier in Karlsruhe mit Händels Radamisto, der in einer extrem aufwändigen und teuren HIP-Inszenierung dargeboten wurde und dieses Jahr im Feber (bereits ausverkauft) wiederholt wird.


    Außerdem gibt es genügend Opern zum Ausweichen, so daß sich m. E. garnicht die Frage stellen kann, ob (eine) Oper irgendwann mal langweilig ist...


    :hello:


    So weit, so gut. Das deckt sich dann (aber) auch mit der Inszenierungspraxis z.B. des 17. und 18. Jahrhunderts. Der Unterschied besteht lediglich darin, daß die Bühnenbilder und Kostüme (leider) kein Bestandteil der musikalischen Partitur sind, hingegen gibt es sehr wohl Kupferstiche, die einen Eindruck vermitteln können. Diese wiederum gehören wohl doch schon in den Bereich der Kunst, oder? Ein Gemälde hingegen ist ein 'fixer' Gegenstand, der nicht mehr der Veränderung unterliegt (von Alterung, Blickwinkel und Beleuchtung mal abgesehen). Man hat damals ja auch nicht 'historisch korrekt' inszeniert und wenn wir heute 'historisch korrekt' inszenieren wollen, dann bezieht sich das nicht auf die Zeit, in der das Libretto maßgeblich spielt, sondern vielmehr auf dessen Entstehungszeit. Es gibt also m. E. doch durchaus eine Parallele von Musik, Libretto und Inszenierung auf die Entstehungszeit bezogen.


    Die Aussage mit dem 'Übermalen eines Gemäldes' ist ja nur ein Substitut - wenn ich es auch recht passend finde, um die Veränderung überdeutlich zu machen. Besser passen würde natürlich - das habe ich auch im DG-Thread angemerkt - die Betrachtung des Rahmens. Niemand packt heute einen (echten) Rembrandt in einen Photo-Porst-Plastik-Rahmen! Der Rahmen - in dem Fall auch sehr gut als Wortspiel tauglich - muß schon zu dem Gemälde passen, wenn schon nicht immer die Umgebung des Gemäldes stilgerecht gestaltet ist. Natürlich kann man einen (künstlerisch) wertlosen Nachdruck in solch einen Rahmen quetschen, aber m. E. geht das Flair des Bildes dadurch verloren. Jemanden, der ein (historisches) Gemälde in solch einen modernen Rahmen verpackt, würde man doch sicherlich ziemlich schnell als Banausen bezeichnen und nicht für voll nehmen können und Geschmacksverirrung oder Mangel an Ahnung vorwerfen (auch hier gilt natürlich: Ausnahmen bestätigen die Regel). Um den Vergleich mit dem Rahmen noch zu präzisieren: Ein Gemälde ohne (passenden) Rahmen ist für mich nicht vollständig, auch wenn die Hauptsubstanz, das Gemälde nämlich, vorhanden ist. Ich finde, es kann seine Schönheit nicht vollständig entfalten. Genauso ist es bei der Oper, die konzertant gegeben wird... mir fehlt etwas - und der 'falsche' Rahmen macht mir Oper dann eher nicht zum Vergnügen.


    :hello:


    P.S. Offensichtlich liest jemand :pfeif:

    Zitat

    Original von Alfred_Schmidt


    Keine Ahnung, aber es dürfte doch noch etliche geben.


    Von den Rollen jedenfalls gibt es nahezu unzählige im Musikautomatenmuseum in Bruchsal... falls jemand mal hier in der Nähe ist, ich komme gerne immer wieder mit dorthin.


    :hello:

    Zitat

    Original von Titan
    P.S. wie krieg ich es hin das "Zitat" so schön eingerahmt in den Artikel zu transportieren??? Für einen Tip wäre ich dankbar, bin allerdings neu an diesem Forum und ziemlich beschränkt in meinem techn. Know How über PCs (das ändert sich seit 15 Jahren nicht)


    Klicke mal auf diese Schaltfläche:



    Nein, nicht hier, sondern oben über dem jeweiligen Posting ;)

    Das 'Motiv' gibt's noch des öfteren... müßt' ich aber auch erst nachdenken... :D


    Eine besonders gelungene Einspielung der A-Dur-Sinfonie findet sich übrigens hier:



    Ensemble moderntimes_1800


    :jubel: :faint: :faint: :faint: :jubel:

    Zitat

    Original von Johannes Roehl
    Bei Händel gibt es massig fragwürdige oder unterschobene Werke. Sein Verleger brachte zwei Violinsonaten in der Sonatensammlung op.1 unter, die nicht von Händel stammen.
    In einer späteren Auflage wurden diese durch zwei andere Sonaten ersetzt, aber auch diese sind nach heutigem Stand nicht von Händel.



    Komponist unbekannt
    Sonate g-moll op. 1 Nr. 10 (HWV 368 )
    Sonate F-Dur op. 1 Nr. 12 (HWV 370)
    Sonate E-Dur WoO (HWV 394)


    Zuschreibungen
    Sonate A-Dur op. 1 Nr. 10 (HWV 372): John Christopher Smith jr. (?)
    Sonate E-Dur op. 1 Nr. 12 (HWV 373): Princess Royale Anne (?)


    Zitat


    Ebenso gilt eine Johannespassion heute nicht mehr als Werk des jungen Händel; man weiß aber wohl nicht, von wem sie stammt (ich habe gerade auch die Kandidaten nicht parat).


    Nach Siegbert Rampe (wie auch im Fall der Sonaten): Christian Ritter (?)


    Wobei gerade op. 1 Nr. 10 A-Dur und op. 1 Nr. 12 F-Dur sehr schöne Werke sind! Da sind sie mit drauf (im Booklet wird auch auf die sehr zweifelhafte Echtheit hingewiesen):



    (Die Einspielung ist klanglich nicht die beste: zu viel Hall, das Cembalo zu sehr im Hintergrund und wenig sonor, eher eierschneidrig)


    :hello:

    Zitat

    Original von kopiroska
    Was heißt „verdienen“?


    Ich bezog das natürlich auf mich allein ;) - ich hatte mit den meisten Tracks keine Probleme und war nach spätestens 30 Sekunden am Ziel. Ich meinte damit jene, die eben sehr viel mehr Zeit und Mühe zu investieren hatten als ich. Wissen abrufen ist einfach, aber die Nadel im Heuhaufen finden, ist schwer.


    Ich gebe also gerne an Spradow weiter.


    :hello:

    Zitat

    Original von Johannes Roehl
    Gluck ist noch eine Ausnahme (mit wenigen seiner Werke), er wird auch nicht als französischer Komponist gesehen, sondern als Reformer der erstarrten Traditionen sowohl der ital. wie der franz. Oper. Ist ja auch kein Barock mehr.


    Aber gerade Gluck wäre ja ein guter 'teaser', wo er quasi die Möglichkeit bietet, ein und dasselbe Werk (was nicht 100%ig stimmt) zunächst in der (oft originären) italienischen Fassung zu hören, um dann auf die französische 'umzusteigen'. So kann man erstens Unterschiede feststellen (positiv wie negativ) und zweitens sich an den französischen Stil (vor allem den Sprachgebrauch zunächst) etwas gewöhnen. Danach kann man dann in der Zeit etwas zurück gehen...


    Anbieten würde sich z.B. auch Cherubinis Medea (Medée), die ebenfalls zweisprachig aufgewachsen ist.


    Wobei natürlich eine Gluck- oder gar Cherubini-Oper mit einer Lully-Oper nicht zu vergleichen ist (stilistisch), aber der 'Kulturschock' dürfte sich minimieren.


    :hello:

    Zitat

    Original von Johannes Roehl
    Da Du ja ein besonderer Freund von männlichen Altisten bist :D vielleicht diese hier mit der volltönenden weiblichen Altstimme Sara Mingardos, die ich jedenfalls gegenüber den Männern bevorzuge; ich kenne die von Dir gezeigte Einspielung allerdings nicht, sollte ich als Gens-Verehrer wohl mal vormerken:



    Kenne ich zwar nicht, würde ich aber blind nehmen. Außerdem:


    Stabat mater-Pergolesi


    :hello: