Ben Mendels 4te (eigentlich 3tte) war zwar mein Erstkontakt mit der Musik dieses Komponisten, richtig begeistern konnte mich dieses - so drückte ich es damals aus - „abgenudelte Stück“ jedenfalls nie. Und als „italienisch“ empfand ich sie auch nie ... Das hat sich spontan mit der Einspielung durch Bruno Weil mit seinem Tafelmusik-Baroque-Orchester geändert:
Die Live-Aufnahme aus 2012 begeistert mich: sehr schöne Celli und Clarinetten sind zu hören, auch „das Land, wo die Citronen blüh'n“ sehe ich inzwischen hörender Weise von meinem inneren Auge. Die Sinfonie ist gekoppelt mit einer ebenso exquisiten Einspielung der „Eroica“ Ludwig van Beethovens (das war, muß ich zugeben, der Kaufimpuls). In beiden Werken atmet in dieser Interpretation m. E. derselbe Geist: die anheimelnde Lyrik und die feurige grenzenlose Freude, aber auch Melancholie und Wehmut.


