Beiträge von ThomasBernhard

    Hallo Mike


    Na dann ring ich mich doch mal dazu durch eine meiner audiophilsten Aufnahmen vorzustellen. Boulez Ravel ist hierfür gut geeignet.



    Nehmen wir mal beispielsmäßig den Beginn des dritten teils von Daphnis et Chloe (Track 11) - da ist eigentlich aufnahmetechnisch alles optimal und bei Boulez Interpretation wird mir warm ums Herz.
    (Und die an der Aufnahme und Musiziererei beteiligten Menschen verursachen absolut NULL Störgeräusche - Nicht, daß mir das wichtig wäre, aber das hat man schon selten)
    Die dynamischen Kontraste dieser CD sind brutal - von fast unhörbar Leise bis lautsprecherzerstörend - man muß gelegentlich am Lautstärkeregler drehen.
    Ist eine Einstellungsfrage, ob man lieber am Knöpfchen drehen will oder eine von vorne herein in den lautstärkegegensätzen angeglichene Aufnahme haben will....
    Ob die ominöse "4D" Technik wesentliches für den Klang dieser Aufnahme beigetragen hat? ich glaube "4D" ist eher eine augenwischerische Marketingstrategie - obwohl ich tatsächlich keine akustisch unbefriedigende 4D-Aufnahme besitze.
    P.s.: ich besitze keinen SACD-Player und meine technische Ausrüstung ist billigstes Steinzeitniveau.
    Gruß, Markus

    Auch Boulez Aufnahme von Alban Bergs Lulu höre ich gerne, tatsächlich gerne, da man sich in dieser Oper doch auch recht gut amüsieren kann. Boulez Lulu ist bisher meine einzige, ich habe aber sagen hören, daß Maazels Lulu aus Wien weit schöner sei, mal sehen



    Was ich von Boulez Symphonie fantastique halten soll, weiß ich auch nach wiederholtem Hören noch nicht. Schön auf jeden Fall ist, daß er mich auf dieser CD mit dem Dreiteiler Trista (19 minuten) vertraut gemacht hat. Klanglich sehr schön - Hörenswert unbedingt "La Mort d´Ophelie"



    So, das sollte es dann mal zum Thema Boulez für mich gewesen sein.
    Schönen Tag noch, Markus

    Hallo


    Hm, Wundert mich, das Boulez hier doch eher weniger geschätz wird.
    Ich bin total vernarrt in Mahlers Lied von der Erde - und Boulez Einspielung ist eine meiner allerliebsten, ich ziehe sie sogar öfter aus dem Regal als Bernsteins überemotionale Deutungén.


    Auch Ravels Daphnis et Chloe und La Valse mag ich ausserordentlich in der sinnlichen und zugleich kontrollierten Aufnahme mit Boulez und den Berliner Philharmonikern.


    Weiter oben hat sich jemand gewünscht, daß Boulez mal Bach einspielen möge. Nun, das hat er ja bereits getan, und zwar in der herrlichen Aufnahme von Werbern/Bachs Ricercata aus dem Musikalischen Opfer. Auch der Rest dieser Webern CD ist ausserordentlich sinnlich und schön. Klanglich sowiso top!


    Im übrigen schätze ich Boulez als Ring-Dirigent in Bayreuth auf DVD sehr.


    Gruß, Markus

    Hallo


    Heute möchte ich die älteste Aufnahme vorstellen, die ich regelmässig höre. Die Entstehungsdaten klingen kriminell [1926 - 1928], aber die Klangqualität ist den Umständen entsprechend gut und die Restaurierungstechnik hat auch nicht brutal den Klang verändert. (Aber eine Warnung: Man muß schon alte, verrauschte Aufnahmen gewöhnt sein, um diese hier genießen zu können, aber es gibt noch weit schlechtere Aufnahmen, bis in die 50er Jahre hinein!)



    Alles in allem eine zeitlose, beschwingte (beswingte) Darbietung von Beethovens "Erzherzogtrio" und von Schuberts Trio Nr. 1. Eine gute Gelegenheit die legänderen Musiker Alfred Cortot, Jaques Thibaud und Pablo Casals mal zusammen kennenzulernen.

    Hallo


    Bei TDK gibt es einige "Europakonzerte der Berliner Philharmoniker" auf DVD. Mit etwas Geduld, kann man diese DVDs immer wieder mal für unter 10 Euro erwerben.


    Hervorheben möchte ich das Konzert vom 1.5.1994, live aus dem Hoftheater in Meiningen - an einem musikgeschichtlich hochinteressanten Ort also. Ausserdem verwöhnt die DVD mit einem 20-minütigen Info-Bonus zur Geschichte des Theaters in Meiningen.
    Claudio Abbado dirigiert Beethovens fünftes Klavierkonzert (Barenboim als Solist) und die Zweite von Brahms.
    Abbado ist mein Mann für Brahms Zweite. Das Livekonzert ist eine schöne Ergänzung zur tadellosen Studioproduktion der Zweiten bei DGG. Mit Barenboim gelingt auch das "Emperor-Konzert" sehr schön. Ich kann dieses Konzert absolut nicht leiden, wenn die Interpreten es zu militaristisch zackig und ehrfurchtgebietend Glorios spielen - Bei Barenboim/Abbado klingt das Konzert angenem mild und mit viel Gespür für die zarten Stellen. Das Cover des 1994er Konzert aus Meiningen konnte ich leider nicht auftreiben, nehm ich halt ein anderes...


    (Selbstverständlich sind die Europakonzerte von unterschiedlicher Qualität und auch mancher Aufführungsort ist akustisch Problematisch - aber ich finde, das fällt bei den Europakonzerten nicht so ins Gewicht, da sollte wirklich der Symbolcharakter zählen)


    Gruß, Markus


    Hallo


    Ich habe gestern nacht zum ersten mal in aller notwendigen Ruhe und Geduld die Faust Sinfonie in Bernsteins Aufnahme gehört (s.o.).
    Ruhe braucht man dazu und man darf es nicht eilig haben und ungeduldig auf die Passagen warten, die einen direkt ansprechen. Unter diesen Voraussetzungen kann diese Sinfonie wirklich gut gefallen.
    Es gibt drei Sätze:
    1. Faust (19:41)
    2. Gretchen (23:02)
    3. Mephistopheles + Schlußchor "alles vergängliche ist nur ein Gleichnis) (24:18


    Das Dilemma ist mal wieder, daß sich die autonome, symphonische Musik irgendwie mit einem "Programm" unterlegen lassen muß - und das ist IMO nicht recht überzeugend gelungen. Trotzdem finde ich, daß die Faust-Sinfonie gehört werden sollte - ich werde sie fortan "alle jahre wieder" hören wollen. Bernsteins Dirigat ist voller Inbrunst - recht ansprechend. Ich weiss nicht, ob ein Pieree Boulez zum Beispiel viellciht doch ein besserer Dirigent für dieses Werk wäre. Keine Ahnung,ich hab auch keine Vergleichsmöglichkeit. Selbst das Booklet gibt zu, daß die Entstehung dieser Aufnahme ein undurchsichtiger Mix aus Livemitschnitt, sogar TV-Mitschnitt und Aufnahme unter Studiobedingungen ist - obwohl ohne Publikum die akustischen Verhältnisse im Saal schlechter sind. Zudem hört man Bernsteins asthmatisches Schnaufen. Alles in allem aber trotzdem eine klanglisch gute Aufnahme.
    Der erste Satz geht langsam an, Faust als seniler, Todessehnüchtiger Grübler, nach einiger Zeit wird man dann musikalisch mit dem vorwärtsdrängenden Charakter Fausts bekannt gemacht. Der Gretchen Satz kommt erst scheu, dann aufblühender daher. Mephisto hat kein eigenes Thema, er spielt mit Faust und Gretchen. Der Schlußchor (Männerchor + Solotenor) ist interessant, da er viele parallelen zum Schluß von Mahlers Achter aufweist. Mahler 8 Fans müssten eigentlich auch die Faustsinfonie kennenlernen.


    P.s.: auf der ursprünglichen LP-Veröffentlichung war noch der Prolog zu Boitos Oper Mephistophele angekoppelt. Zu diesem Werk gibt es auch Ähnlichkeiten in Klang und gestus. Schade, daß uns dieser Ausschnitt vorerst vorenthalten wird.


    Würde mich freuen, wenn mir jemand in dieser Art auch die Dante-Sinfonie vorstellt, da ich sie bisher nicht kenne.
    Grüße, Markus

    Noch eine von vielen MAX REGER Geschichten:


    Zum Dank für ein Hauskonzert mit Schuberts Forellenquintett bekommen die Musiker Forellen geschenkt.
    Sagt Reger zur Hausherrin: Nächste Woche spielen wir Haydns Ochsenquartett. (oder so ähnlich)


    Anderer Tip: Ungezählte charmante und zwerchfellerschütternde Anekdoten über viele berühmte Musiker wie Furtwängler, Casals, Schaljapin, R. Strauss, Koussevitzky und dutzende andere stehen in der herrlichen Autobiographie "Mein Cello und ich" des Cellisten Gregor Piatigorski. (das Taschenbuch wird man voraussichtlich in einer einzigen Nacht durchlesen (müssen))

    Hallo Wolfgang


    Eine späte Antwort auf deine Frage - nee, ist eigentlich gar keine Antwort, eher eine Gegenfrage. Ich habe die Gergiev Gesamtaufnahme und keine andere (zudem habe ich die akustisch kalte Solti-Aufnahme aus Chicago und ein paar Ausschnitte mit Mrawinski aus Leningrad). Gergiev reicht mir für den hausgebrauch, ich bin nicht sonderlich vernarrt in Prokofiews Romeo & Julia. Gergievs Orchesterklang ist warm und klar.



    (Coverabbildung stimmt nicht mit meiner GA überein)


    Du bist ja scheinbar ein passionierter Liebhaber von R&J. Kennst Du die Gergiev-Aufnahme? Wenn du Deine oben genannten Aufnahmen für wesentlich besser hälst, dann würde ich in erwägung ziehen, eine Zweit-Gesamtaufnahme zu kaufen.


    Gruß, Markus

    Hallo Alfred


    Können wir den Thread erweitern in Richtung
    FAUST-SINFONIE und DANTE-SINFONIE?



    Die Faust-Sinfonie würde ich dann umgehend noch mal hören, sie bedeutete mir vor Jahren beim ersten hören nicht viel (ist aber interessant als Vorgängerwerk von Mahlers Achter)


    Die Dante-Sinfonie kenne ich leider nicht - das Thema würde mich aber sehr ansprechen. Ausserdem haben wir dann zufällig auch eine Brücke zur oben zufällig angesprochenen Francesca da Rimini - die ja in Dantes Inferno schmoren muß, die Ärmste.


    Gruß, Markus

    Also zur Ehrenrettung dieser Mozart CD von Glenn Gould muß ich sagen, daß ich seine Aufnahme der Sonate Nr.8 a-moll KV 310 wirklich ganz optimal finde, hierbei dürfte eher ein Konsenz zu finden sein.
    Die KV 330 ist da wie gesagt schon eigenartiger. "Saumäßig geil" (Ulli) ist tatsächlich die KV 310 - die KV 330 ist eher subotimal IMO.
    Gruß, Markus (ehemaliges Mitglied der Gouldianer-Sekte)

    Hallo


    Ich habe jetzt nochmal die oben vorgestelt CD von Kurt Masur gehört.
    Zu Tasso, Orpheus und mazeppa kann ixh sagen: Naja, wers mag, der soll glücklich damit werden. Lässt sich ganz schön anhören, ist auch keine zeitverschwendung - aber weltbewegend ist es wirklich nicht.
    Masurs Les Preludes finde ich übrigens wunderschön - ein riesen Lob für Masur und das Gewandhausorchester. Fricsays (DG), Furtwänglers (EMI, Wien) und Karajans späte Aufnahme (DG) kenne ich auch - da finde ich Masur etwas besser und präziser gelungen.
    Freilich traut sich niemand mehr die Les Preludes dermaßen mit "Schmackes" aufzuspielen, daß man meinen könnte, es sei nicht "political correct".


    Also, viel spaß weiterhin mit dem Liszt Ferenc.
    Gruß, Markus


    p.s.: @Peter: "Francesca da rimini" mußt Du Dir mal in der Interpretation von Mrawinski anhören, dann gefällt es Dir möglicherweise besser. Koussevitzky (1946) ist auch gut (Koussevitzky - maestro risoluto - 10 CD-Edition)

    Hallo Alfred,


    na, da hast Du aber ein Thema auf den Tisch und mich zum Liszt hören gebracht - wo ich nun wirklich der allerletzte bin, den man als Liszt-Fan bezeichnen könnte. In den meisten Konzertführern ist ja zu lesen, das die Hunnenschlacht eine unsägliche Zeitverschwendung ist - und dem will ich Glauben schenken und nie im Leben die Hunnenschlacht hören.
    Ich habe dies Kurt Masur CD mit dem Gewandhausorchester:

    Das Gewandhausorchester spielt sehr schön unter Masur - der einzige titel, der mich an dieser CD längerfristig interessiert sind die Les Preludes. Hatte gerade den "Mephisto-Walzer Nr.2" gehört und kann damit aber auch rein gar nichts anfangen. Was soll das? Ich hörte überall nur einen 2/4 und 4/4 Takt!
    Orpheus, Mazeppa und Tasso werde ich später hören und ggf. beschreiben. Ansonsten liegen mir die Tongemälde von Smetana, Dvorak, R. Strauss viel eher und Liszt gerät diesbezüglich IMO zu recht ein bisschen sehr in den Hintergrund.
    Gruß, Markus

    Ein weiteres pikantes Häppchen für diesen Thread:



    Glenn Gould, 11.8.1970 - An einem EINZIGEN Tag aufgenommen...!? wie untypisch für Gould! :P


    Ich habe großes Verständnis für diejenigen, die diese Aufnahme als Verbrechen an Mozart bezeichnen. Für eine Aufnahme auf den vorderen Plätzen der Interpretationsgeschichte halte ich sie auch nicht. Goulds Steinway klingt hier wieder besonders widerlich und abgenudelt, wie ein billiges Klavierflittchen :lips:
    Doch was ist an Goulds Spiel, daß ich doch irgendwie gebannt dem Geschehen lausche??? Ich weiß nicht!!!

    Hallo Allseits


    Schade, daß das Thema so langsam anläuft. Beecham ist einer meiner Lieblingsdirigenten.

    Vor allem Schuberts 3. Sinfonie auf dieser Platte finde ich äusserst empfehlenswert und zeitlos gelungen. Beechams Phrasierungskunst ist wirklich "grotesk elegant" wie hier im Booklet zu lesen ist.
    Ich werde in den nächsten Tagen immer wieder mal einige Aufnahmen beechams hier würdigen. Seine Carmen und La Boheme werde ich allerdings nicht erneut hören - diese Aufnahmen gelten allgemein bekannt als Meisterwerke der Operneinspielung und ihr Ruhm bedarf keiner witeren Mehrung. Wer seine La Boheme allerdings noch nicht kennt hat was verpasst. (Beide bei EMI)
    Den Livemitschnitt des tristan aus london habe ich allerdings noch nicht. Kann sich aber nur noch um wenige Monate handeln, bei diesem mißstand.
    Gruß, markus

    Hallo Alfred


    erstmal mein herzliches Beileid zu deinem vorrübergehend verblichenen Avatar.
    Bezüglich Castor et Pollux
    Ist eine Studioproduktion - oder?
    Sag, wie ist denn die Ausstattung des Booklets - die CD würde mich nämlich interessieren. Ich geh mal davon aus, daß das Libretto nicht - oder jedenfalls nicht zweisprachig - abgedruckt ist. Bietet das Booklet anständige und ausreichende Informationen, wenn ja, dann werde ich die CD kaufen. Andererseits - doch nicht so wichtig, das mit dem Booklet, man hat ja auch noch so seine Opernführer.
    Gruß, Markus

    @Lullist, mein lieber Sonnenkönig,
    Du sprichst mir (Thomas Bernhard) aus der Seele! In meiner (Thomas Bernhards) Eigenschaft als österreichischer Staatsschriftsteller habe ich (Thomas Bernhard) gegen das staatliche Schulsystem einige böse Bücher verfasst, ich möchte "Alte Meister" diesbezüglich empfehlen.


    Daß aber die undankbaren Kinder von neunmalschlauen Schnorrern staatssubventioniert und unendgeldlich auf die Musikschulen geschickt werden sollen, ds geht zu weit, das würde ja noch mehr instrumentallehrer in den Freitod treiben! Der übelriechende Volksmund sagt: was nix kost, iss nix - und so würden die Kinder dann auch ihre Lehrer behandeln. Nein, die Kunst - d.h. der luxus eines Instrumentalunterrichts muß einem schon ein bisschen was wert sein, auch finanziell benachteiligte aber verantwortungsvolle Eltern lassen sich die Ausbildung ihrer Kinder was kosten.
    Dass man die Liebe zur Musik in den Schulen nicht verordnen kann, ist doch klar. Aber für die dafür empfänglichen kann ein guter Lehrer und beispielsweise ein Schulchor die richtigen Weichen stellen. Wenn dann die Liebe entflammt, muß man sich eh selbst bilden. Ich wäre ja auch sonst der dümmste Vollidiot, wenn ich nur die Allgemeinbildung hätte, die mir wärend meiner unnützen schulischen Zwangsbeglückung verabreicht worden wäre.


    Ich reg mich wieder ab, da kam grad lediglich der ThomasBernhard durch, hatte vor ein paar Jahren eine Überdosis Bernhard, die mich an den Rand des Wahnsinns getrieben hat - meine ich übrigens nahezu ernst, das.


    Gruß, Markus

    Hallo Alfred


    Auch für mich ist die KV 330 etwas ganz besonderes, da sie die einzige Sonate ist, von der ich wenigstens den langsamen Satz einigermaßen anständig aus dem Klavier zaubern kann.
    Ich besitze unteranderem diese Aufnahme des greisen Horowitz

    Die Akkustik ist schlecht, da die Aufnahme in Horowitz New Yorker Haus entstand. Zur Qualität der Interpretation vermag ich wenig zu sagen, da ich sie durchaus ungewöhnlich finde. Was im Mittelsatz so kautzig und unmozartisch klingt, die Phrasierung im ersten Takt, ist durchaus berechtigt, da Mozart hier seltsame Bindebögen und ein überraschenden Akzent auf das C nach dem Schnörkel setzt.
    Die Texte im Booklet sind von Horowitz selbst und lesenswert.


    Werde später vielleicht noch andere Aufnahmen vorstellen und die "Analyse" dieser Horowitz-Aufnahme fortsetzen.


    Freut mich aber, daß Jandö einen Mozartzyklus macht, wußte ich bisher nicht. Dann werde ich mit Jandö endlich meine fehlenden Mozartsonaten vervollständigen.
    Gruß, Markus

    Hallo


    auf den Eindruck bin ich gespannt, schilderst du ihn dann bitte - ich habe noch nie eine Kritik zum Bruckner Orchester Linz gelesen


    Gruß, Markus


    Ich werde bald erneut Bartoks drittes KK mit Anda/Fricsay hören.
    Bester Bartok-Einstieg, vorzügliche Aufnahme - auch wenn ich nach einer klanglich süffigereren Aufnahme dürste.

    Hallo


    Warum darf denn ein Fernorchester nicht von hinten kommen?
    Aus praktischen Gründen kommt das Fernorchester meistens ja tatsächlich von vorne hinter der Bühne, bzw aus irgend welchen Räumlichkeiten hinter oder neben dem Podium. Das ist ja auch das große Manko an Karajans Alpensinfonie, daß das Fernorchester mitten im Orchester sitzt. Ein unglaublicher Mißstand für eine Studioproduktion!
    Betrachten wir mal die Geschichte der Fernorchesterei: Die Beginnt ja wahrscheinlich damit, daß Monteverdi in St. Marco, Venedig, Chöre und Instrumentalisten in der ganzen Kirche verteilte und so einen richtigen Raumeffekt mit vorne und hinten erfand. In der Aufnahme der "Missa Salisburgensis" bei DG/Archiv gibt es auch schöne Raumeffekte, wie der Salzburger Dom mit seiner Vierlingsorgel ganz darauf ausgelegt ist. Auch Bernstein hat bei Mahlers Achter im Wiener Konzerthaus das Fernorchester auf die Empore hinten am Saalende postiert. Auch zum Beispiel bei der Frau ohne Schatten und anderen Opern in der Oper Frankfurt singt gelegentlich der Extrachor von hinten, auf dem dritten Rang. Toller Effekt.


    Dass bei Brahms natürlich auf keinen Fall Instrumente von hinten spielen dürfen, darin sind wir uns selbstverständlich einige. Bei Fernorchestern welcher art auch immer, ist es IMO egal, aus welcher ecke sie tönen - hauptsache sie klingen FERN.


    Gruß, Markus

    Hallo Oliver


    Und schon wieder was gelernt in "mein Avatar und ich". Es ist tatsächlich der Schriftsteller Hans Henny Jahnn - 99% der Leute hier - ich auch - haben Jahnn doch sicher für Karajahnn gehalten.
    Naja, wenn ich mich schon als Germanist bezeichnen lassen muß, dann werd ich halt mal was von ihm lesen, danke für den Hinweis.
    Ich stelle mich hier ja auch als Schriftsteller dar. Mein Avatar soll den österreichischen Grantler Thomas Bernhard darstellen

    Zitat

    Original von mathemike
    Wenn nicht blödsinnigerweise irgendwelche Instrumente von hinten kommen, .


    Hallo. kann sein, daß ich Dich mißverstehe, aber hast Du bedacht, daß es bei der Alpensinfonie ein "Fernorchester" gibt, es also schon so seine Richtigkeit hat, wenn auf einmal Instrumente von hinten zu hören sind?


    Gruß, Markus

    Hallo


    Hier gab es ja offensichtlich gerade eine Zweitilung des DVD-Forums, also mach ich mal eine Konzert-Sparte auf.


    Ein Hit sind natürlich die DVDs von Carlos Kleiber:

    Brahms 2 + Mozart: Linzer Sinfonie, Wiener Philharmoniker



    Probe + Aufführung von Freischütz- + Fledermausouvertüre
    Es gibt weitere tolle Kleiber DVDs (Konzertgebouw mit Beethoven etc.)


    An anderem Ort schon erwähnt diese tolle Dokumentation mit phantastischen Ausschnitten von großen Dirigenten in Probe + Konzert

    (engl. mit dt. Untertiteln)


    Bei EMI gibt es einige Schätze auf DVD-Video. Werde mir demnächst Giulinis "Bilder einer Ausstellung" kaufen, der Demo-Ausschnitt hat mich sehr beeindruckt!


    So, dann gibt es ja noch einige DVDs die Ihr noch vorstellen könnt.
    (Gardiners Weihnachtsoratorium z.B.)


    Den ganzen Abbado-Beethoven-Symphoniezyklus (Mitschnitte aus Rom - die Neunte aus Berlin) mit den Berliner Philharmonikern habe ich mir für billig Geld aus dem Chinaurlaub mitgebracht. Muß man nicht unbedingt besitzen, aber ganz schön ist er auf jeden fall (musikalisch vielleicht sogar besser als sein letzter Studio-Beethoven-Zyklus mit den Berlinern

    Hallo


    Also ich besitze den Levine-Tristan

    und muß sagen, daß ich damit eigentlich zufrieden bin. klar, die beiden hauptrollen sind nicht unbedingt ein augenschmaus, wie man sich das pärchen vorstellen mag, aber in diese Inszenierung passen die beiden überzeugend rein. Die Regie finde ich durchaus ansprechend - leicht japanisch angehaucht und mit wirkungsvollen bildern ausgestattet, keine kopflose hektik auf der bühne, gefällt mir, daßt zur musik. Klang ist gut, und wenn Levine auch tatsächlich ein bisschen langsam ist - was solls!? man hat genug Alternativen auff CD. Meiner Meinung nach der beste Tristan auf DVD - was nicht heißen soll, daß ich nicht auf einen besseren Tristan auf DVD hoffe... (Christoph Nels Inszenierung aus Frankfurt würde mich auf DVD begeistern - aber das wird es nie geben)

    Hallo


    Ich suche einführende/biographische Literatur zu


    Bartok


    Messiaen


    Janacek


    Zu Janacek wurde an anderer Stelle schon ein Essayband von Milan Kundera (Veratene Vermächtnisse) empfohlen. Danke für den iteressanten Hinweis.
    Selbstverständlich gibt es zu den drei Komponisten eine Fülle von Literatur, ich meine, daß ihr nur derartige Buchempfehlungen posten möget, die ihr wirklich kennt und für sehr gut befindet.
    Danke, Grüsse, Markus