Beiträge von Christian B.

    Interessant. Mir passiert es, dass ich mich an ein Detail aus einen Buch erinnere, das ich bei der ersten Lektüre nur gestreift habe, weil meine Aufmerksamkeit einem anderen Aspekt galt. Aber im Nachhin werden dann zuweilen andere Schichten interessant, die ich zunächst nicht sonderlich beachtet habe. Und dann bin ich schon sehr froh, über das ganze Buch zu verfügen und nicht nur über ein paar rausgerissenen Seiten.
    Letzteres würde mich wahnsinnig machen, denn zu der Mühe, die gesuchte Stelle zu finden, käme noch die Verzweiflung hinzu, diese vernichtet zu haben.

    Es ist ein wirklich langer und anspruchsvoller Roman, aber der Gewinn ist beträchtlich. Und es gibt auch ganz wunderbar komische Figuren wie Stumm oder Solimann. Da du offenbar naturwissenschaftlich bewandert bist, könnte er dich ansprechen, denn das Motto ist: Genauigkeit und Seele! Musil hat über Mach promoviert und ist vom Fach.


    Viele Grüße, Christian

    Ich reiße die Seiten heraus, dann sind es 20 wichtige statt 400 wichtige und unwichtige. Diese Seiten kommen in einen Umschlag, der mit "Dawkins Reality" beschriftet wird. Der Rest des Buches kommt weg.

    Wenn Du später nach einer bestimmten Information suchst, die Dir zum Zeitpunkt des Lesens unwichtig erschien und die Du deswegen mit den restlichen 95% der Seiten rausgerissen und weggeschmissen hast, dann findest du sie nicht mehr. Dein Wissen bleibt auf die Zusammenfassungen reduziert. Bei Sachbüchern mag das möglich sein, aber schon bei einer Biografie geht das nicht mehr. Ich staune aber über Deine rabiate Technik, die sich in der Praxis zu bewähren scheint.

    Die Oktavpassage im zweiten Satz des Brahms-Konzertes ist meiner Erinnerung nach auch deshalb so schwer, weil sie p gespielt werden soll (oder sogar pp?). Auch darüber hatte Kaiser geschrieben. Von den Schwierigkeiten im vierten Satz wusste ich nichts, da muss ich mal in die Noten schauen. Interessant finde ich auch den Hinweis, dass offenbar je nach Physiognomie die Schwierigkeiten unterschiedlich ausfallen können. Bei der Schumann-Fantasie haben übrigens die Allergrößten daneben gegriffen: von dem Horowitz-Konzert in der Carnegie Hall ist ja 2003 eine „unedited“ Version erschienen und von Richter gibt es auch einige Mitschnitte, die spektakulär scheitern. Ich finde diese Fehlgriffe übrigens interessant, weil sie eine Fehlbarkeit dokumentieren, der man heute ansonsten doch sehr selten begegnet. Und gerade die Pianisten, die das Äußerste riskiert haben und dabei gescheitert sind (Volodos, Horowitz, Richter), vermögen - zumindest mich - am meisten zu faszinieren.

    Glenn Gould hat in einer seiner Schriften ausgeführt, dass er lange Zeit Hemmungen vor einer grifftechnisch heiklen Stelle in der fünften Variation von op. 109 hatte und deswegen einen Bogen darum herum gemacht habe. Allerdings spielte er das dann schneller als alle anderen und auch ein bisschen irrsinnig. Aber wenn man die Stelle kennt, klingt sie bei vielen Pianisten hakelig.

    Kürzlich hat unser Mitglied ChKöhn bei der Diskussion eines Mitschnitts von Arcadi Volodos ein bemerkenswertes Statement abgegeben.

    Es geht um die berüchtigte Stretta am Ende des zweiten Satzes von Schumanns C-Dur Fantasie:


    "Dieses "viel bewegter" versuchen manche Pianisten (z.B. Horowitz) mit minimiertem Risiko zu spielen, indem sie die Stelle nur etwas bewegter, dabei mit Rubato usw. spielen. Dabei bleibt aber meines Erachtens das Wichtigste auf der Strecke: der plötzliche Umschlag ins Utopische, Grenzen Sprengende, und damit der Ausdruck von Irrsinn und Gefahr. Man muss diese Stelle wirklich extrem risikobereit angehen, mit bewusstem Mut zum Scheitern. Nicht nur der Pianist sondern auch der Zuhörer muss urplötzlich aus seiner "Komfortzone" der erwartbaren Abläufe, Steigerungen usw. herausgerissen werden. Ich habe das bei meinem Konzertexamen gespielt und weiß noch genau, wie ich mich so ca. zwei Seiten davor gefühlt habe, als ich auf der Bühne spürte, wie all meine Kommilitonen im Publikum sich in gespannter Erwartung auf den Stühlen zurechtsetzten :). In normalen Konzerten fand ich es damit verglichen etwas angenehmer."


    Was sind die schwierigsten und gefürchtesten Passagen für einen Pianisten? Als junger Mensch war ich beeindruckt von Joachim Kaisers Ausführungen über die Glissandi am Ende der Waldsteinsonate und habe mir daraufhin viele Aufnahmen angehört - die das allesamt scheinbar mühelos bewältigen, bis auf Arthur Rubinstein (was der Aufnahme aber überhaupt nicht schadet). Als ich vor ein paar Jahren Evgeny Kissin mit der Waldsteinsonate gehört habe, ist es dann live passiert. Bei einem Supervirtuosen wie Kissin hatte ich mit einer mühelosen Bewältigung dieser Passage gerechnet. Doch dann hat Kissin an der Stelle geschummelt und sie mit zwei Händen gespielt. Konnte er zuvor den Flügel nicht ausprobieren? Auch die renommierte Pianistin Ikuyo Nakamichi spielt die Stelle nicht wie vorgeschrieben, wie mir kürzlich aufgefallen ist, sondern voneinander abgesetzt. Dabei scheint sie sonst keine technischen Schwierigkeiten zu kennen.


    Zu der Thematik "Impossible Piano Pieces" habe ich auf youtube ein tolles Video mit Marc-André Hamelin gefunden, der hier noch mit ganz anderen gefürchteten Werken konfrontiert wird (unter anderem op. 106):



    Und das führt mich zu der Frage, was für Stellen ihr kennt, die Pianistin auf der Bühne ins Schwitzen bringen?


    Viele Grüße

    Christian

    Daniel Kehlmanns neuer Roman LICHTSPIEL handelt von dem erfolgreichen österreichischen Regisseur G.W. Pabst, der Greta Garbo entdeckt hat und vor den Nazis nach Hollywood geflohen ist. Nachdem er dort nicht so arbeiten kann, wie er möchte und mit A MODERN HERO nur einen Flop abliefert, kehrt er nach Österreich zurück...


    Das erste Kapitel ist beste erste Kapitel eines Romans, das ich seit langem gelesen haben, es ist wahrscheinlich eins der besten ersten Kapitel, die ich überhaupt kenne. Sehr komisch, aber auch tragisch und vielschichtig. Und auf diesem Niveau geht es weiter. Kehlmann ist zweifelsohne ein Meister!



    @Alfred: könnte Dir vielleicht auch gefallen!

    Apropos Goethe: Das ist einer der wenigen Autoren, bei denen ich auch staple. Ausgaben, Studien, Monongraphien. Bei Biografien bin ich seit Safranski zurückhaltend geworden. Diesem Vergnügen sind allerdings budgetäre Grenzen gesetzt. So muss ich mich bei Osterkamps neuem Buch über das Spätwerk vorerst zurückhalten. In der Regel lese ich auch in diesen Büchern von und über JWvG, aber natürlich nicht alles. Es gibt nur noch einen weiteren Autoren, bei dem ich auch gerne staple. Bücher wegzugeben fällt mir ansonsten schwer. Bei einem Umzug vor drei Jahren habe ich mich immerhin von 10 Kisten getrennt und sie öffentlichen Bücherregalen, wie sie hier in München zu finden sind, gespendet. Darunter die Hamburger Goetheausgabe von dtv, es war meine erste Ausgabe und viele Werke habe ich über sie kennengelernt.

    Lieber Alfred,


    Deine Ablehnung von CDs mit unterschiedlichen Komponisten finde ich ziemlich schrullig. Du weisst schon, dass Dir damit viele großartige Aufnahmen entgehen? Dabei könntest Du ganz einfach deine Sammlung um die Kategorie Pianisten erweitern, dann müsstest Du nichts aussortieren?!


    Viele Grüße, Christian

    Danke, Alfred! Man sollte ihn kennen, finde ich! Es gibt sehr gute Schubert-Aufnamen von ihm und seine Aufnahme der Schumann Fantasie ist auch sehr hörenswert. Auch die Beethoven-Sonaten gibt es komplett von ihm, die späten hat er sogar zweimal aufgenommen.


    Leider habe ich ihn nie Live erlebt.


    Viele Grüße

    Christian

    Dear Christian,


    It is a really interesting issue what you are discussing on Tamino Classical...

    I do believe that the small discography that Maestro Volodos produced through the years is strictly connected to his high sense of responsibility to his public.

    He doesn’t want to leave any recording but close as much as he can to his ideal interpretation that he develops during many concerts all over the world.

    That’s why his searching for magic drove him in the last years to focus only on recitals for piano solo.

    He is constantly working on his interpretations and sound that ( as you correctly write in your mail ) is unique .

    I always tell him that he simply reinvented a piano sonority that didn’t existed before him.

    His colors, specially from P to the most incredible PPPP ever heard in a concert hall, are a 24/7 search for him .

    Of course his fans would very much like to get many programs every year but he, as other great colleagues, privileges quality to quantity .

    And I hope you agree that his last recordings ( Liszt, Brahms, Mompou and Schubert ) opened incredible landscapes of infinite clouts for us.

    His magistrate in using both pedals captures an infinite amount of harmonics that even in the recording are evident.

    The good news is that his new CD for Sony Classical is on the way to be published soon.

    It is the Paris Recital with the great Schubert Sonata D 850 and the wonderful Kinderszenen by Schumann.

    I had the privilege o listen to it in advance and I can assure you that all the fans will be delighted .

    I do hope to talk to you soon and maybe we will meet at some concerts with Arcadi.


    Have a good day too and keep in touch !


    Best regards,


    Edoardo


    Herewith I add the pictures of us three ( Mr Panozzo standing and myself sitting close to Volodos ) taken Saturday night during the rehearsal just one hour before his magnificent recital in Modena, Teatro Pavarotti:


    Voldos.jpg

    Was für eine Geschichte! War mir unbekannt. Ganz wunderbar.


    Ich schätze das Konzert sehr und wollte mich immer schon mal näher damit befassen. Die Komposition hat für mich - auch schon im ersten Satz - manische Züge, das Werk kreist motivisch um weniger Themen als sonst bei Schumann üblich. Es findet eine Verengung statt, aber ich nehme sie nicht als Reduktion wahr, sondern eher als eine Intensivierung, die mit einer gewissen Besessenheit verfolgt wird. Das ist für mich die Qualität dieses Werks.


    Nochmals Danke für deinen schönen Beitrag!


    Viele Grüße, Christian

    Lieber Joseph II,


    vielen Dank für deinen überaus substanziellen Beitrag! Da gibt es gleich mehrere Aspekte, auf die ich gerne näher eingehen würde, aber aus Zeitgründen möchte ich zunächst nur nachfragen, wo Du auf diese spiritistische Sitzung gestoßen bist - so etwas kann man sich ja wirklich nicht ausdenken und es erinnert mich fast ein wenig an eine der alten Legenden, in denen erzählt wird, wie die verschollenen Gebeine eines Apostels durch ein Wunder wiedergefunden wurden.

    Viele Grüße, Christian

    Ich habe noch eine Nachricht vom Managment von Arcadi Volodos bekommen, die ich Euch nicht vorenthalten will. (Mein für Italiener vermutlich ungewöhnlicher Name ist in der Mail allerdings falsch geschrieben ;-)

    Das erwähnte Foto mit Mr. Volodos kann ich hier leider nicht einstellen.


    Schon sehr bezaubernd, diese Italiener, oder?


    Ich würde ihn gerne fragen, ob er noch weitere Schubert-Sonaten aufnehmen wird und was demnächst von ihm an Veröffentlichungen zu erwarten ist. Interessant wäre sicherlich auch, wie er nur diesen wunderbaren Klang erzeugt und welche Rolle dabei sein Flügel spielt…


    Dear Mr Blaz,

    Let me introduce myself to you.

    My name is Edoardo Maria Strabbioli and I’m the personal assistant of Franco Panozzo, the general manager of Mr Volodos.

    I was told to contact you in order to give any assistance concerning Arcadi Volodos material and programs, since I am really close to him and I take care of his schedule and transfer in Italy.

    It is a great privilege, as you can easily imagine, to be his friend and to get the possibility to follow him as many time I can, helping him and getting the chance to speak with him about many things, including of course music and programs.

    I understood that you are a great admirer of his art as well and it would be really a pleasure to share the same passion with you.

    Herewith I add the pictures of us three ( Mr Panozzo standing and myself sitting close to Volodos ) taken Saturday night during the rehearsal just one hour before his magnificent recital in Modena, Teatro Pavarotti.

    I hope to keep in touch with you soon.

    Sincerely yours

    Edoardo Maria Strabbioli

    Ich verstehe zwar nichts von Astrophsik, da Rees aber eine Koryphäe ist, würde mich das auch interessieren. Schreibe ihn doch an und frage persönlich nach - auf seiner Homepage findet sich eine E-Mail. Du kannst ja erwähnen, dass der Artikel auf dem größten Klassikforum im dt.sprachigen Raum thematisiert wurde, das zieht immer.


    Viele Grüße, Christian

    Die angekündigte Fantasie von Arcadi Voldos wird bei Medici tv wohl nur hinter einer Bezahlschranke zu sehen sein - ich kannte diesen Sender bisher gar nicht.

    Als Appetizer für diesen Kanal findet man mit Volodos einen Satz aus Schuberts Sonate D.850:




    Und diesmal ist es gewiss kein Diebesgut ;-)

    Na ja, die Aufnahme ist nun mal in der Welt und wenn ich sie besitzen und einem Freund privat zur Verfügung stellen würde, hat das nichts mit Diebstahl zu tun, das ist natürlich erlaubt. Der Künstler hatte einer Veröffentlichung zugestimmt - er mag dann zwar ihren weiteren Vertrieb unterbinden können, mehr aber nicht. Und ganz sicher ist es kein Diebstahl sie anzuhören.


    Da gibt es Schlimmeres. So wollte die EU-Kommission vor ein paar Jahren innerhalb der EU das Territorialprinzip (für von Urhebern geschützten Werken) abschaffen - das wäre eine Katastrophe gewesen, die in letzter Minute gerade noch abgewendet werden konnte. War aber knapp.

    Ja, ich habe mich über die prompte Anwort auch gefreut. Das Volodos-Mangement geht mit der Thematik eher entspannt um, das war zu erwarten (es gibt weitere Mitschnitte). Bei Zimerman, den Du erwähnst, ist es vermutlich anders. Es dürfte kein Zufall sein, dass man von ihm auf Youtube nur offiizielle Konzertmitschnitte und den einen oder anderen Meisterkurs findet, zumindest soweit ich sehe.

    Der Manager von Arcadi Volodos hat mir schon geantwortet und er kündigt einen legalen Mitschnitt der Fantasie an!



    "Dear Christian,


    Thanks a lot for your message and for your interest in Arcadi Volodos.


    The recording of the Fantasy has never been authorized by Mr Volodos and to be honest he is not too happy about it. But as you know, it is very complicated to control YOUTUBE.


    However, in April you will be able to see on Medici-TV a authorized recording of Schumann Fantasy recorded in Paris two years ago.


    If you have interest in more information about Arcadi Volodos, I would be very happy to bring you in contact with our “expert” on Volodos’s piano art and you could discuss any matter with him directly.


    With all best wishes.


    Franco"

    Wenn man Raubkopien mit dem Argument verteidigt, sie würden die Popularität steigern, heißt das letzten Endes nichts anderes, als dass Musiker für den Diebstahl dankbar sein müssen. Ich finde, dass das (ganz unabhängig von der eindeutigen Rechtslage) eine sehr schräge Sichtweise ist.

    Wie gesagt ist das die Haltung einiger Künstler und Musiker, nicht meine. Urheberrechte sind unbedingt zu wahren.


    Allerdings wird man im 21. Jh. unser zunehmend virales Leben nicht durch non-disclosure-agreements in allen Bereichen regeln können. Wobei es bspw. in meinem Job schon nicht mehr ohne geht, was zu bizarren und sehr langen Vertragsanhängen (auch wegen DGSVO) führt.


    Ich habe mir erlaubt, das Management von Arcadi Volodos auf den technisch unzureichenden Mitschnitt aufmerksam zu machen und bin gespannt auf die Antwort. Aber sind wir doch mal ehrlich: Alle die hier diskutieren, haben sich das gerne angehört. Es gab niemanden, der gesagt hat: Das ist ein möglicherweise illegaler Mitschnitt, den höre ich mir nicht an ;-)

    Ich kann das nicht ganz so entspannt sehen, weil ich erstens selbst schon von solchem Diebstahl betroffen war, und weil mich zweitens als Konzertbesucher kaum etwas mehr nervt als filmende oder fotografierende Sitznachbarn (von den Störungen auf der Bühne ganz zu schweigen).

    Und hast Du etwas gegen den Diebstahl unternommen?

    Ja, verstehe ich alles, ich betrachte nur die Realität. Und die sieht eben so aus, dass die Popularität eines Künstlers durch solche Mitschnitte steigt. Wenn Volodos so skrupulös mit Veröffentlichungen ist, heißt das ja noch lange nicht, dass er oder sein Mangement etwas gegen unauthorisierte Mitschnitte unternimmt. Wobei ich mir in diesem Fall aufgrund des Aussetzers kaum vorstellen kann, dass er damit einverstanden wäre. Aber who knows? Man könnte ihn oder sein Management ja anschreiben und darauf aufmerksam machen. Während ich dies schreibe stelle ich fest, dass die Idee, das Mangement von Volodos zu kontaktieren, etwas für sich hat. Ich werde es mal anschreiben und auf den Mitschnitt mit dem bösen Aussetzer aufmerksam machen. Dann sehen wir was passiert.

    Das Volodos-youtube Video wurde von Anson Yeung eingestellt, der sehr viele gut aufbereite Konzertmitschnitte in seinem Channel anbietet. Er hat ca. 11tsd Abonennten, was für einen Klassik-Channel viel sein mag, fürs Internet aber wenig ist. Geld wird er damit nicht verdienen, aber man kann ihm auf youtube einen Kaffee spendieren.


    Ich finde seine Mitschnitte interessant - und vielen anderen geht es auch so. Zur rechtlichen Seite schreibt er lediglich: *No copyright infringement intended*


    Da er viele Aufnahme unterschiedlicher (auch prominenter) Künstler eingestellt hat und alles sehr hochwertige gemacht ist, ist zu vermuten, dass die betroffenen Künstler einverstanden sind. Ich kenne auch Künstler, die nichts gegen solche Mitschnitte habe und der Meinung sind, dass sie eher ein Problem haben, wenn es solche Mitschnitte nicht gibt. Letztlich werden sie damit bekannter und populärer.

    Bei Übersetzern ist das offenbar anders, wie Alfred hier kürzlich erfahren müsste ;-)

    Und rechtlich gilt immer noch: Wo kein Kläger, da kein Richter.

    Also sollte man damit entspannt umgehen und sich wieder der Musik zuwenden.

    Neben den beeindruckenden Mitschnitten von Radu Lupu und Igor Shukov - auf die ich in den Pianisten-threads aufmerksam gemacht habe - gibt es auch einen Konzertmitschnitt von Arcadi Volodos von diesem schwer auslotbaren Werk. Als er im letzten oder vorletztem Jahr in München auftreten wollte, hat er das bereits angekündigte Stück dann doch wieder aus dem Programm genommen. Mir gefällt sein eher langsames, zurückhaltendes Tempo zu Beginn sehr, Voldos beginnt den Satz eher leise und steigert dann die Ausschläge. Allerdings fliegt er im zweiten Satz in der Stretta brutal aus der Spur - was ich faszinierend finde, beweist es doch einmal mehr, warum diese Passage so berüchtigt ist!