Beiträge von ThomasNorderstedt

    Oben wunderte sich Rienzi darüber, dass dieser Thread so wenig Beachtung findet. Ja, noch immer ist es so. Mich wundert das auch.


    Vielleicht liegt das daran, dass die Opernliebhaber Björling sowieso schon als einen der unbestritten Allergrößten ansehen und ihn deshalb nicht mehr als besonders erwähnenswert, gar diskussionswürdig empfinden.


    Weil ich mich aber noch genau daran erinnere, was für ein unbeschreibliches Hochgefühl das Entdecken dieses Sängers für mich bedeutete, möchte ich zwei meiner Lieblingsaufnahmen mit Björling empfehlen, die zugleich einen wunderbaren Einstieg ermöglichen:



    Eine gelungene Ariensammlung, die das unschlagbar schöne Perlenfischer-Duett enthält.



    Für mich unerreicht. Dafür lass ich jede andere Aufnahme liegen (was nicht nur an Björling liegt).


    Gruß, Thomas

    Abgesehen davon, dass mein Vater unentwegt entweder Beehovens Pastorale oder die Zauberflöte nudelte (Ich sehe ihn immer noch "Der Vogelfänger bin ich ja" singend durchs Wohnzimmer hopsen) war das erste klassische Werk, das mich gefangen nahm, die Symphonie fantastique von Berlioz. Für die Oper begeistert hat mich einige Jahre später der fliegende Holländer. Trotzdem hatte ich noch keine Ahnung, wie groß, wie reichhaltig die klassische Welt ist, war mir nicht annähernd klar, dass es Freude machen könnte, Werke in verschiedenen Aufnahmen zu besitzen. Diese Freude habe ich erst unter Anleitung des CD-Führers von Offermann kennen gelernt.


    Gruß, Thomas

    So sehr im Schatten steht Herr Zimmermann meiner Ansicht nach gar nicht. Im Gegenteil ist die Bruch/Tschaikowsky Platte doch in den Medien ziemlich gepusht, d.h. stark beworben worden.


    Dass ein Mann gegen die Fotowirksamkeit einer hübschen Frau nicht ankommt, steht auf einem anderen Blatt.


    Empfehlen möchte ich noch die folgende Aufnahme:



    Gruß, Thomas

    Durch das Buch von Jürgen Kesting auf Adelina Patti aufmerksam geworden, entstand bei mir der Wunsch, die Legende zu überprüfen. So kaufte ich mir die bei Symposium Records erschienene CD "Adelina Patti", Vol. 14 aus der Reihe "The Symposium Opera Collection".


    Ich erinnere mich, dass in dem damals erhaltenen CD-Paket noch einige weitere CDs enthalten waren. Ich legte die Patti-CD in den Player und lauschte. Das Ergebnis war: Die Stimme Pattis nahm mich so sehr gefangen, dass ich zum Hören der anderen CDs erst einige Tage später kam. Immer wieder hörte ich einzelne Stellen, verglich ich die Art, wie Patti singt, mit der von heutigen Sängerinnen. Der Unterschied war frappierend. Hier bekam ich eine Ahnung davon, was Kesting meint, wenn er von der Technik des Belcanto schreibt. Ich hörte eine jederzeit kontrollierte Stimme, die ihre Kunst in positivem Sinne beherrscht vorträgt. Eine Art des Singens, die Gefühle nicht durch zur Schau gestellte Emotionen, sondern durch vokale Technik (Triller!)erzeugt. Was ich hörte, war eine unangestrenge Feinheit, die mich gefangen nahm.


    Die Darbietung der mittlerweile 62-jährigen ist alles andere als makellos. In erster Linie genannt wird immer wieder die deutlich hörbare Kurzatmigkeit. Für eine 62-Jährige ist das Gebotene gleichwohl grandios. Zudem berichtet Kesting, die auf ihr Äußeres bedachte Frau Patti habe während der Aufnahme in einem Korsett gesteckt. Kein Wunder also.


    Wer gleich mir Interesse daran hat, durch ein kleines Fenster in eine vergangene Sänger-Zeit zu schauen, sollte sich die CD kaufen. Es lohnt sich.


    Gruß, Thomas

    Hallo allerseits, mein erster Beitrag in diesem Forum:


    In der ersten Sinfonie von Schostakowitsch gibt es im vierten Satz eine wunderbare Stelle: Nach einem lauten Höhepunkt ist für kurze Zeit Ruhe, dann intoniert die Pauke das aus dem dritten Satz aufgegriffene Thema. Immer wieder beeindruckend. Auch sonst spielt die Pauke in diesem Satz beim Spannungsaufbau eine tragende Rolle.


    Gruß


    Thomas