Beiträge von Hans Heukenkamp

    Das ist ein wirklich schöner Thread geworden. Ich danke allen, die dazu beigetragen haben und besonders Caruso und Stimmenliebhaber, der nicht nur selbst Ausschnitte eingestellt und kommentiert, sondern auch die anderer Taminos kritisch gewürdigt hat.

    Wie reich die Bandbreite der Interpretationen ist, was man - wenn man ein wenig gewiesen wird - unterschiedlichen Sängern ablauschen kann, ist hier gut nachzulesen.


    Aus der Gesamtaufnahme, die in Beitrag 110  verlinkt ist, stelle ich nochmal die eigentliche Arie ein.


    P. S.

    Zum Beitrag Nr. 4 von Harald Kral: Eine Anekdote zu dieser Sängerin ist, dass sie als US-Meisterin im Brustschwimmen wohl das einzige 'Meermädchen' in Webers "Oberon" ist, das (in einer Open-Air-Veranstaltung in einem der Brunnen in den Florentiner Boboli-Gärten 1951) seine Rolle singend und schwimmend absolvierte.


    Dieser schöne Thread hat mich angeregt, ihre Sophie unter Karajan wieder zu hören.


    Lieber Carlo, wann war Fr. Stich-Randall denn US-Champion im Brustschwimmen? Ich habe bei einer - zugegebenermaßen flüchtigen - Suche im Netz nichts darüber gefunden. Es grüßt Hans

    Lieber Stimmenliebhaber, es ist ein großes Vergnügen, Deine Analysen zu lesen und dann (oder gleichzeitig) die Interpretationen zu hören! Es freut mich, daß Du Dich hast aus der Reserve locken lassen. Es grüßt Hans

    Lieber Hans Heukenkamp, wir haben langsam aber sicher einen Punkt der Unübersichtlichkeit erreicht, an dem der Thread-Starter mal ein Inhaltsverzeichnis erstellen sollte, findest du nicht? ;)

    Lieber Stimmenliebhaber, ich wollte, aber operaVera hat mir die Arbeit abgenommen, wofür ich mich herzlich bedanke! Es grüßt Hans

    Dann können wir wieder die Herren hören, die die blitzenden Sterne und die dampfende Erde besingen!

    Lieber Caruso, das habe ich gerade mit der Gigli-Aufnahme von 1921 gemacht. Ein erstaunliches Dokument! Besonders der zarte Beginn hat es mir angetan. Es grüßt Hans

    Bei mir auch, lieber MDM! Es grüßt Hans

    Lieber Caruso,

    die Vornamen der Herren Tagliavini habe ich verwechselt, nicht Fiesco. Dank für den aktuellen Jagde-Ausschnitt! In den ersten Versen scheint er noch nicht die Linie gefunden zu haben, dann aber packt mich die Dramatik des Vortrags. Von den 1A-Tenören waren mir bis zum Start des Threads Bergonzi und Corelli eigentlich unbekannt, Di Stefano kenne ich von der braunen Tosca, also der Aufnahme mit Callas und Gobbi.

    Bitte stell doch ein, was Dir hörenswert erscheint! Ich bin nicht der Eigentümer des Threads, den ich auf Anregung des Stimmenliebhabers eröffnet habe, weil der "Was hört ihr gerade"-Thread für eine Diskussion der Arie nicht der richtige Platz zu sein schien. Es grüßt Hans

    Lieber Hans Heukenkamp, nicht der Franco, den ich noch Live in Berlin erlebt habe, sonder der Ferruccio! ;)


    LG Fiesco

    Mein Fehler, lieber Fiesco! Ich korrigiere es nicht, weil sich mehrere Beiträge darauf beziehen, die nun Dich korrigieren. Also, wie gesagt: mein Fehler. Aber gefallen hat mir der Ausschnitt! Es grüßt Hans

    Lieber Caruso, vielen Dank für Deine ausführlichen Kommentare in diesem Thread. Ich bekenne, daß ich von den 1A-Tenören, die Du aufzählst, nicht alle kenne und von den 1B-Sängern überhaupt nur James King. Und den, weil er in anderen Bereichen 1A ist, wenn ich das so nennen darf. Deine Liste beantwortet auch meine Frage, ob die italienischen Tenöre Heimvorteil haben, klar. Du nennst mehrheitlich Italiener. Es grüßt Hans

    Wenn es schon erlaubt ist, so weit in die Historie zu gehen, dann bringe ich nun doch Richard Tauber ins Spiel, der nach meinem Empfinden die Sternen-Arie eindringlicher und mitreißender gesungen hat als alle seine Kollegen, obwohl er sich der deutschen Sprache bedient:

    Lieber nemorino, Du hast ein schönes Beispiel und mit dem Kesting-Zitat eine ebenso schöne Charakterisierung der Aufnahme gebracht. Es grüßt Hans

    Es mag nur ein Nebenaspekt sein, aber mir fällt auf, mit welcher Lust sich deutsche Journalisten wie Hr. Hank, Programmheft-Autoren etc. sich am russischen Präsidenten abarbeiten. Beispielhaft steht der Begleittext zur Lohengrin-Inszenierung von Kasper Holten an der Deutschen Oper, dessen Autor in den ersten Sätzen eine Salve von Klischees abfeuern zu müssen meint. Die Inszenierung hat mir gut gefallen, (sehr) oft und gerne bin ich hingepilgert. Für das Programmheft habe ich mich geschämt.

    Lieber Caruso, besonders häufig ist das Adjektiv "histrionisch" im Forum nicht verwendet worden. Die Suche ergibt heute Mittag neunundzwanzig Treffer. Ich nehme an, daß histrionische Effekte nicht in der Partitur notiert sind, und der Sänger während des Vortrags die Reaktion des Hörers antizipiert und sie in die Gestaltung einbaut. In Fall dieser Arie wären das also Schluchzer, (Nerven-) Zusammenbrüche, Weinkrämpfe etc., mit denen der Gesang gleichsam gesüßt wird.

    Es grüßt Hans

    Schon die erste Phrase in entspannter Lage klingt einfach nur stumpft, die Stimme strömt nicht frei, auch danach ist das Kraft-Klang-Verhältnis meines Erachtens nicht ideal, sondern mit zu viel Kraftaufwand entsteht zu wenig (Wohl-) Klang. Die Stimme scheint sich da unten nicht wohl zu fühlen. Aber wenn er dann im zweiten ariosen Teil zur lyrischen Kantilene ansetzt, blüht die Stimme auch nicht auf, ist nicht wohlklingend und entspannt, es findet auch keine überzeugende Phrasierung, etwa mit dynamischer Differenzierung wie das Anschwellen oder Abschwellen, statt. Auch der erste Spitzenton überzeugt mich klanglich gar nicht. Wenn die Arie dramatischer wird, kommt sie ihm mehr entgegen, aber der eigentliche Spitzenton gegen Ende klingt auch sehr angestrengt. Emotion ist sicherlich vorhanden, aber reicht das aus, um diesen dann losbrechenden Jubel zu rechtfertigen? Meiner Meinung nach nicht. :no:

    Lieber Stimmenliebhaber, in Berlin haben wir Jagde als Fremden in der Heliane gehört. Das hat er sehr gut gemacht. Im Schnipsel auf Youtube scheint er sich sehr anzustrengen, der dramatische Gestus mag fast mehr der sängerischen Aufgabe, als der tragischen Situation, in der der Protagonist steckt, geschuldet sein. Ich meine also, daß er "erzwungen", nicht "gestaltet" scheint. Auch das Vibrato fiel mir auf. Ich vermute aber, daß der gereifte Jagde das inzwischen besser singt. Es grüßt Hans

    PS.: Mein Beitrag hat sich mit dem vorherigen von Caruso überschnitten.

    Lieber Stimmenliebhaber, das ist so. Meist höre ich Wagner, Strauss und Korngold. Manches über Tage in ständiger Wiederholung, weshalb ich darauf verzichte, es in diesem Thread zu vermerken, um nicht als Langweiler zu gelten. Den "E lucevan de stelle"-Thread habe ich mit Brian Jagde eröffnet, weil man ihn in der Met-Übertragung wird sehen und hören können. Ich würde mich freuen, wenn Du Deine Kritik dort äußerst! Es grüßt Hans

    Die Met überträgt am 11. April 2020 die Tosca aus New York. Anna Netrebko, Brian Jagde und Michael Volle werden singen. Das will ich nicht verpassen!

    "E lucevan le stelle" ist eine berühmte Arie. Cavaradossi singt sie kurz vor der Scheinhinrichtung im dritten Akt, die dann doch eine wirkliche ist.

    Als Hörer im italienischen Fach bin ich Neuling. An die Taminos möchte ich nicht nur die Frage stellen, welcher Tenor aus Eurer Sicht die Arie am besten gesungen hat. Zusätzlich interessieren mich besonders zwei Dinge:

    • Sind die italienischen Tenöre die unbedingt besseren Interpreten?
    • Welcher Sänger ist heute ein hörenswerter Cavaradossi?

    Wenn Ihr einen Sänger bevorzugt, stellt bitte einen Link auf YT ein, so daß man nachhören kann.


    Ich beginne mit einer Live-Aufnahme von Brian Jagde, der im April den Cavaradossi an der Met singen wird.