Beiträge von AcomA02

    Hallo


    Cellosonate Nr.3 A-Dur Op.69


    Ich konnte mir 7 Aufnahmen auf CD anhören. Alle haben mich von grundaus begeistert.


    Hieraus ragten IMO 3 Aufnahmen etwas heraus.


    Pablo Casals, v’cello

    Rudolf Serkin, p

    (CBS, AAD, 1951)


    Dies ist die musikalische Essenz. Casals spielt schnörkellos. Dazu gesellt sich der relativ junge Serkin mit klaren Strukturen.


    Pierre Fournier, v’cello

    Friedrich Gulda, p

    (DG, ADD, 1958)


    Interessante Kombination von elegantem französischen Spiel und österreichischer Klavierschule.


    Miklos Perenyi, v’cello

    Andras Schiff, p

    (ECM, DDD, 2004)


    Aufnahmetechnisch brilliant und nah an den Instrumenten. Breiter zupackender Celloton und perfektes aufeinandereingehen.


    LG Siamak

    Hallo


    Klavierkonzert Nr.5 Es-Dur Op.73 'Emperor'


    Ich konnte nun 18 Aufnahmen ausführlich hören, teilweise Live-Mitschnitte, teilweise als Studioeinspielungen, alle auf CD. Wieder Mal war es schwierig sich für 3 Aufnahmen zu entscheiden.


    Rudolf Buchbinder, p/cond

    Wiener Philharmoniker

    (Sony, DDD, live, 2011)



    Buchbinder spielt mit großem Duktus und versteht es ausgezeichnet, die Instrumentengruppen kammermusikalisch zu integrieren. Ich habe ihn zuletzt in München live mit diesem Konzert mit der Academy of St. Martin in the Fields genauso erlebt. Eine traumwandlerische Lockerheit und Präzision. Aufnahmetechnisch vom allerfeinsten.


    Josef Bulva, p

    Armin Jordan, cond

    Orchestre de la Suisse Romande

    (Mediaphon, DDD, 1995)


    Leider ist das Cover bei jpc nicht verfügbar. Die Aufnahmetechnik ist superb. In seiner besten Art versteht es Bulva, die Pianistik für uns zu destillieren. Das Zusammenspiel mit diesem tollen warmen Orchester ist famos. In keiner der anderen Aufnahmen hört man die Instrumentalgruppen so transparent. Phänomenal das Finale, wie ein perpetuum mobile im Dienste der Aussage. Durchus tänzerisch.


    Alexis Weissenberg, p

    Herbert von Karajan, cond

    Berliner Philharmoniker

    (EMI, ADD, 1969)


    Leider auch hier kein Coverphoto bei jpc. Der Sound ist ein typischer Karajan-Breitbandklang. Dazu der kristalline und rachmaninovartige Zugriff Weissenbergs. Hier habe ich mich letztlich gegen Serkin/Bernstein/New York Philharmonic und Glemser/Weil/Duisburger Philharmoniker entschieden.


    LG Siamak

    Hallo


    LvBeethoven


    Klavierkonzert Nr.5 Es-Dur Op.73 ‚Emperor‘


    Bernd Glemser, p

    Bruno Weil, cond

    Duisburger Philharmoniker

    (MDG, DDD, live, 2003)


    Maurizio Pollini, p

    Massimo Pradella, cond
    Orchestra Sinfonica di Roma dell RAI

    (Archipel, AAD, 1959)


    Nikita Magaloff, p

    Willem van Otterloo, cond

    Wiener Symphoniker

    (Philips, ADD, 1962)


    LG Siamak

    Hallo,


    Klavierkonzert Nr.1 C-Dur Op.15


    Ich habe 12 Aufnahmen gehört. Unzweifelhaft sind alle wunderbar, jede hat ihren reiz. Martha Argerich z.B. spielt ihre motorische Fähigkeit voll aus und glänzt mit ihrer Fingerfertigkeit, Buchbinders Live-Aufnahme mit den Wiener Philharmoniker in Personalunion als Solist und Dirigent, die alte Londoner Schnabel-Aufnahme aus 1933 mit ihrer Power, um nur einige zu nennen. Ich musste mich also auf drei Aufnahmen festlegen:


    Geza Anda, p/cond

    Kölner RSO


    (Audite/WDR, ADD, live, 1969)



    Anda versteht es hier bei guter Aufnahmequalität, ähnlich wie bei den Mozartkonzerten zu begeistern. So elegant er auch phrasiert, so ist man enthusiatisch gestimmt, wie jedes einzelne Instrument, die Bläser, die Streicher und das Klavier musizieren. Enorm viel Elan und ein regelrechter 'groove' wird vermittelt.


    Gerhard Oppitz, p

    Marek Janowski, cond

    Gewandhausorchester Leipzig


    (RCA, DDD, 1995)


    [am]B000003FXM[/am]


    Dies ist ein absoluter Power-Beethoven. Was hier Oppitz in den Ecksätzen an Motorik, Sturm und Drang entwickelt, ist phänomenal. Und das Gewandhausorchester überzeugt mit einem warmen Klangrausch. Top-Akustik.


    Daniel Barenboim, p/cond

    Staatskapelle Berlin


    (DECCA, DDD, live, 2007)



    Hier habe ich mich knapp gegen Glemser/Weil und Buchbinder entschieden. Ausschlag gab hier die Power und der symphonische Überblick Barenboims. Ebenfalls singt er schöner im2. Satz. Seine eigene Kadenz im 1. Satz ist mal was anderes zu den originalen Beethoven-Kadenzen. Barenboim mag hie und da pianistisch gesehen schludrig sein, aber es ist das musizierende und zwingende Gesamtpaket.


    LG Siamak

    Hallo


    LvBeethoven


    bevor ich mich zum Vergleichshören bzgl. des 1. und 5. Klavierkonzerts ranmache:


    Sämtliche Klaviertrios incl. Variationswerke für Klaviertrio-Besetzung


    Itzhak Perlman, v

    Lynn Harrell, v’cello

    Vladimir Ashkenazy, p


    (EMI, DDD, 1982-1986)



    LG und gute Nacht


    Siamak

    Hallo,


    so, jetzt habe ich 13 Aufnahmen des lyrisch veranlagten Klavierkonzerts Nr.4 G-Dur Op.58 gehört und muss mich für 3 entscheiden:


    Maurizio Pollini, p

    Karl Böhm, cond

    Wiener Philharmoniker


    (DG, ADD, 1976)


    Mit dieser Aufnahme habe ich als Teenager das Konzert auf MC kennengelernt. Immer noch zieht sie mich in den Bann. Hier spielt der junge Pollini, wie er auch die Chopin-Etüden einspielte. Glühend und doch beherrscht. Dazu die üppigen Wiener Philharmoniker unter dem erfahrenen Böhm. IMO Aufnahmetechnisch hervorragend. Diese Aufnahme wurde in diesem Thread schon nominiert.


    Alfred Brendel, p

    Heinz Wallberg, cond

    Wiener Symphoniker


    (Vox/Documents/Alto, ADD, 1961)




    Der junge Brendel spielt hier mit einer Noblesse und Frische. Interessant, er und Pollini spielen im ersten Satz die zweite Variante der Beethoven-Kadenzen, alle anderen die erste Variante. Das Orchester unter Wallberg spielt exakt mit Brendel zusammen. Wallberg war später Chefdirigent der Essener Philharmoniker.


    Wilhelm Backhaus, p

    Hans Knappertsbusch, cond

    Wiener Philharmoniker


    (Orfeo, AAD, live, 1962)


    [am='B01DCVD17W'][/am]

    Obwohl die Aufnahmequalität dieses Live-Mitschnitts für 1962 schlecht ist (nicht Stereo), bin ich von Backhaus begeistert. Keiner der von mir Gehörten formuliert die 5 Eingangstakte so empfindsam und zugleich betont. Die Virtuosität ist für den Achtzigjährigen phänomenal. Im ersten Satz spielt er wie die meisten die erste Variante der Beethoven Kadenzen. Im 2. Teil dieser Kadenz beschleunigt Backhaus derart, dass es sich anhört wie ein Pasadoble. Vielleicht eine Reverenz an seine Frau, welche wohl Brasilianerin war, wer weiß. Im 3. Satz spielt er eine Kadenz von Eugen d‘Albert, bei welchem er in jungen Jahren ‚Unterricht‘ nahm. Atemberaubend !


    LG Siamak

    Hallo


    und nun meine dritte Nominierung für das Klavierkonzert Nr. B-Dur Op.19


    Bernd Glemser, p

    Bruno Weil, cond

    Duisburger Philharmoniker


    (MDG, DDD, live, 2003)


    [am='exB002IK4FZ6'][/am]

    Federnd elegantes Spiel mit orchestralen HIP-Effekten. In ihrem Jubiläumsjahr spielen die Duisburger Philharmoniker sensationell gut !


    Ich habe diese Aufnahme knapp Berezovsky/Dausgaard vorgezogen. Auch möchte ich die historische Aufnahme Kapells erwähnen.

    LG Siamak

    Hallo


    Klavierkonzert Nr.3 c-moll Op.37


    Rudolf Serkin, p

    Leonard Bernstein, cond

    New York Philharmonic


    (CBS/Sony, ADD, 1964)



    Diese Aufnahme ist elektrisierend durch die Kontrastierung der Instrumentengruppen und einen schwungvoll-beredten Serkin.


    Rudolf Buchbinder, p/cond

    Wiener Philharmoniker


    (Sony, DDD, live, 2011)



    Buchbinder spielt hoch-motiviert und versteht es, kammermusikalisch das Orchester einzusetzen mit gewissen HIP-Elementen. Beachtlich auch die Stimmführung der linken Hand.


    Daniel Barenboim, p/cond

    Staatskapelle Berlin


    (Decca, DDD, live, 2007)



    Dieser live-Mitschnitt vom Klavierfestival Ruhr begeistert mit dem symphonischen Überblick Barenboims.


    Ich möchte hier betonen, dass die über ein Dutzend Aufnahmen, die ich hörte, alle ihre Stärken haben, insbesondere auch die historischen Aufnahmen mit Schnabel, Erdmann und Gould (Karajan).


    LG Siamak

    Hallo,


    LvBeethoven


    Klavierkonzert Nr. 3 c-moll Op. 37


    Alfred Brendel, p

    Heinz Wallberg, cond

    Wiener Symphoniker


    (Regis, ADD, 1961)



    Daniel Barenboim, p/cond

    Staatskapelle Berlin


    (DECCA, DDD, live, 2007)



    Artur Schnabel, p

    Malcolm Sargent, cond

    London Philharmonic Orchestra


    (HMV/naxos Historical, AAD, 1933)



    Damit wäre ich dann bei diesem Konzert durch und höre mir nochmals die 7 der engsten Auswahl an, um meine 3 Lieblingsaufnahmen festzulegen.


    LG Siamak

    Hallo


    Die zwei Rudis !


    LvBeethoven


    Klavierkonzert Nr.3 c-moll Op.37


    Rudolf Buchbinder, p/cond

    Wiener Philharmoniker


    (Sony, DDD, live, 2011)



    Rudolf Serkin, p

    Leonard Bernstein, cond

    New York Philharmonic


    (CBS/Sony, ADD, 1964)



    LG und gute Nacht

    Siamak