Beiträge von AcomA02

    Hallo,


    Clifford Curzon, p
    (Orfeo, ADD, live, 1974)


    Deszö Ranki, p
    (Denon, ADD, live, 1975)


    Clifford Curzon und Deszö Ranki wiederholen beide nicht die Exposition des 1. Satzes. Während Curzon in der Live-Aufnahme von den Salzburger Festspielen neben Schnabel den schnellsten 1. Satz spielt, geht es Ranki deutlich langsamer an. Beide überzeugen mit eleganter Phrasierung und IMO den differenziertesten Abstufungen im leisen.


    Der 2. Satz wird von Beiden wie Richter auch im Vergleich mit den anderen zügig gespielt, sehr fließend und differenziert.


    Curzon spielt von den Zeiten den 3. und 4. Satz im Mittelfeld, was die gesamte Sonate schön zusammenhält. Rankis 3. Satz ist der zweitschnellste nach Richter. Eine sehr virtuose Einlage, wenn man möchte.


    Curzon und Ranki gehören hier zu meinen absoluten Favoriten.


    LG Siamak

    Liebe Schubert-Freunde, lieber Holger, Willi und Kalli,


    Radu Lupus Decca-Aufnahme gehört IMO zur Spitzengruppe. Faszinierend finde ich seine überragende Technik, welche sich absolut in den Dienst des differenzierten Ausdrucks stellt. Lupu selbst hat erläutert, das die linke Hand ganz wesentlich bei seinem Schubert-Klang sei. Obgleich sein 1. Satz mit Expo-Wiederholung zu den schnellsten gehört, klingt er sehr differenziert und ruhig melodisch entwickelnd. Ich verstehe den 2. Satz als ein Impromptu und so elegant fließt er bei ihm. Der 3. und 4. gehören wieder zu den raschen und passen trotzdem zum Gesamtkonzept. Auch hier staunt man über die herausragende Virtuosität!


    Mit Korstick habe ich wenig Erfahrung aber ich werde mir seine Einspielung besorgen.


    LG Siamak

    Hallo


    J Wölfl


    Klavierkonzert Nr.1 G-Dur Op.20


    Yorck Kronenberg, p
    Johannes Moesus, cond
    Rundfunkorchester des SWR Kaiserslautern


    (cpo, DDD, 2006/2007)


    Auf Anregung aus dem Forum (ich meine Garaguly), eine echte Entdeckung dieses Beethoven-Zeitgenossen


    LG Siamak

    Hallo


    Weiter geht es mit dem kleinen Interpretationsvergleich:


    JS Bach
    Klavierkonzert Nr.1 d-moll BWV 1052


    Konstantin Lifschitz, p
    Stuttgarter Kammerorchester
    (Orfeo, DDD, 2010)


    Sviatoslav Richter, p
    Vaclav Halich, cond
    Cech Philharmonic Orchestra
    (Supraphon, AAD, 1954)


    Martin Stadtfeld, p
    Achim Fiedler, cond
    Festival Strings Lucerne
    (Sony, DDD, 2006)


    LG Siamak

    Hallo


    Interpretationsvergleich


    JS Bach
    Klavierkonzert Nr.1 d-moll BWV 1052


    Alexandre Tharaud, p
    Bernard Labadie, cond
    Les Violins du Roy
    (Virgin Classics, DDD, 2010)


    Angela Hewitt, p
    Richard Tognetti, cond
    Australian Chamber Orchestra
    (Hyperion, DDD, 2005)


    LG Siamak

    Liebe Schubert-Freunde,


    ich raffe mich auf und führe mal Erkenntnisse meines Interpretationsvergleichs von 11 Aufnahmen weiter auf.


    Zunächst mal muss ich sagen, dass 10 der 11 Aufnahmen mir zusagen und IMO die Grundaussage der Sonate gut treffen. Pianistisch sind alle 10 dem Werk natürlich absolut gewachsen.


    Ich fange mal mit der Aufnahme an, welche mir gar nicht zusagt: die Denon-Aufnahme von Afanassiev! Im Gegensatz zum zweitlangsamsten Richter fällt hier der 1. Satz auseinander. Es ist IMO zu langsam, fast Stillstand. Außerdem wirkt es maniriert, da auch die übrigen Sätze extrem langsam und trocken gespielt werden. Man könnte Afanassiev letztlich gratulieren, dass er sein Konzept unbeirrt beibehält.


    LG Siamak

    :)


    Guten Morgen Siamak, darf ich mal das Cover zu dieses Aufnahme beisteuern, die in ihre sechzig Jahre gut überstanden hat. :)

    Lieber Rheingold,


    danke Dir herzlichst für Deinen optischen Support :)


    Nun im Rahmen eines kleinen Interpretationsvergleichs:


    WA Mozart
    Klavierkonzert Nr.10 Es-Dur KV 365 f. 2 Klaviere


    Emil Gilels & Elena Gilels, p
    Karl Böhm, cond
    Wiener Philharmoniker
    (DG, ADD, 1973)


    Martha Argerich & Alexandre Rabinovich
    Jörg Faerber, cond
    Württembergisches Kammerorchester Heilbronn
    (Teldec, DDD, 1989)


    LG Siamak

    Liebe Schubert-Freunde, lieber Glockenton, lieber Kalli,


    ich beginne zunächst mit Messwerten, nämlich den Zeiten der jeweiligen Sätze, welche die Pianisten benötigen:


    1. Satz (Molto moderato)


    a) ohne Wiederholung der Exposition


    Schnabel 13:54
    Curzon 13:54
    Brendel 14:54
    Ranki 15:14
    Rubinstein 15:34


    b) mit Wiederholung der Expo


    Lupu 18:18
    Kovacevich 20:04
    Arrau 20:11
    Kronenberg 22:39
    Richter 24:15
    Afanassiev 28:25



    2. Satz (Andante sostenuto)


    Ranki 8:46
    Richter 9:16
    Curzon 9:18
    Brendel 9:21
    Kovacevich 9:27
    Lupu 9:34
    Rubinstein 10:36
    Arrau 10:49
    Schnabel 11:22
    Kronenberg 11:52
    Afanassiev 12:44



    3. Satz (Scherzo: Allegro vivace con delicatezza)


    Richter 3:25
    Ranki 3:44
    Brendel 3:48
    Lupu 3:51
    Kovacevich 3:57
    Schnabel 4:14
    Curzon 4:16
    Kronenberg 4:17
    Rubinstein 4:25
    Arrau 4:47
    Afanassiev 5:09



    4. Satz (Allegro ma non troppo)


    Richter 6:54
    Schnabel 7:14
    Lupu 7:42
    Ranki 7:46
    Rubinstein 8:02
    Kovacevich 8:07
    Curzon 8:11
    Arrau 8:26
    Brendel 8:39
    Kronenberg 9:27
    Afanassiev 10:23


    Selbstverständlich sagen zeigen nicht allzu viel über eine Interpretation aus, aber zumindest stark abweichende Zeiten geben einen Hinweis.


    Ein erster wichtiger Aspekt ist die Frage, warum einige Interpreten die Exposition des Kopfsatzes wiederholen, andere nicht. Zumindest in der Notenausgabe von Breitkopf & Härtel ist die Wiederholung vorgegeben. Interessanterweise wird die Exposition bei allen Aufnahmen ab 1990 wiederholt. IMO führt das Weglassen der Exposition zwar nicht zu einer Abwertung des Kopfsatzes aber doch zu einer Entwichtung innerhalb der gesamten Komposition. So bewirkt bei Schnabels Aufnahme von 1939, in der der Kopfsatz ohne Expositionswiederholung dazu noch der schnellste ist und andererseits der 2. Satz der Drittlängste von der Zeit darstellt, dass der 2. Satz zum Zentrum des Gesamtwerkes wird. Hinzu kommt die IMO am sonorsten und gesanghaftesten Phrasierung im Vergleich durch Schnabel. Daher gehört für mich die Schnabel-Aufnahme zu den am meisten favorisierten neben Curzon, Ranki, Lupu und Richter aus der Sammlung der 11 Aufnahmen. Ich werde noch weiter ausführen.


    LG Siamak


    Hallo


    Ich habe in den letzten Tagen einen Interpretationsvergleich der wunderbaren D 960 anhand der mir zur Verfügung stehenden Aufnahmen vorgenommen (s.o.). Ich werde im weiteren meine Eindrücke wiedergeben.


    LG Siamak

    Hallo


    In der 2. Runde des Interpretationsvergleichs die engere Auswahl:


    F Schubert
    Klaviersonate Nr.21 B-Dur D 960


    Clifford Curzon, p
    (Orfeo, ADD, live, 1974)


    Arthur Schnabel, p
    (Piano Masters, AAD, 1939)


    Deszö Ranki, p
    (Denon, ADD, 1975)


    LG Siamak

    Hallo


    im Rahmen des Interpretationsvergleichs


    F Schubert
    Klaviersonate Nr. 21 B-Dur D 960


    Sviatoslav Richter, p
    (Brillant Classics/russ. Rundfunk-Material, ADD, live, 1961)


    Valery Afanassiev, p
    (Denon, DDD, 1997)


    Zwei der ungewöhnlichsten Interpretationen.


    LG Siamak

    Hallo,


    mit Andreas Staier kann ich zum Beispiel bei der Harmonia Mundi absolut empfehlen:


    JS Bach: Goldberg-Variationen auf dem Cembalo
    LvBeethoven: Diabelli-Variationen, welche von einigen der 'anderen ' Diabelli'-Variationen mit einem genialen von Staier komponierten Interludium im Geiste Beethovens übergeleitet werden. Alles sehr sehr empfehlenswert!


    LG Siamak

    Hallo


    Interpretationsvergleich:


    F Schubert
    Klaviersonate Nr. 21 B-Dur D 960


    Alfred Brendel, p
    (Philips, DDD, 1988)


    Artur Rubinstein, p
    (RCA, ADD, 1969)


    Arthur Schnabel, p
    (Piano Historical, AAD, 30er)


    Clifford Curzon, p
    (Orfeo, ADD, live, 1974)


    Deszö Ranki, p
    (Denon, ADD, live, 1975)


    Radu Lupu, p
    (Decca, DDD, 1994)


    Stephen Kovacevich, p
    (EMI, DDD, 1994)


    Sviatoslav Richter, p
    (Brillant Classics, ADD, live, 1965)


    Valery Afanassiev, p
    (Denon, DDD, 1997)


    Yorck Kronenberg, p
    (Sony, DDD, 2004)


    Claudio Arrau, p
    (Philips, ADD, 1978)


    LG Siamak