Beiträge von orsini

    Ausgekoppelt gelangte der Schlusssatz der Neunten später auf eine LP gemeinsam mit Beethovens Chor-Fantasie, ebenfalls von Konwitschny geleitet mit Günter Kootz am Klavier.

    Genau diese Schallplatte habe ich bei meinen Großeltern herauf- und heruntergespielt, allerdings nur einseitig - die Chorfantasie hat mich überhaupt nicht interessiert... und ich glaube, bis heute habe ich keine Aufnahme dieses Werkes... Mit dieser Schallplatte begann auch meine bis heute anhaltende Begeisterung für die Stimme von Theo Adam.


    Edel, als Rechteverwerter für die Eterna-Aufnahmen, hat vor einiger Zeit eine (aus meiner Sicht zu kleine) Reihe herausgebracht, die "Established 1947" heißt. Einige bedeutende Aufnahmen aus dem Eterna-Karalog wurden mit einem neuen Remastering (2017) wiederveröffentlicht. Darunter auch die Gesamtaufnahme der Beethoven-Sinfonien und einiger Ouvertüren mit dem Gewandhausorchester unter Konwitschny.

    Die Booklet's enthalten nicht nur die typischen Hinweise zum Werk, sondern gehen auch auf die Aufnahmesituation, den Aufnahmeort usw. ein und geben so einen detaillierteren Eindruck von der Entstehung der Aufnahme. (Die Cover einiger der CD's sind eher na ja... aber es kommt ja auf den Inhalt an)

    Ein Highlight dieser Reihe ist für mich auch die CD mit französischen Orchesterwerken, gespielt vom Berliner Sinfonie-Orchester und Leitung von Günther Herbig. Was für ein fantastischer, dunkel schimmernder Klang bei der "Pavane pour une infante defunte". Idiomatisch hin oder her, keine andere Aufnahme der Pavane berührt mich so.

    Nachdem Herbig 1984 die DDR verließ oder verlassen mußte, hat er eine beachtliche internationale Karriere gehabt: Chefdirigent bei Detroit Symphony Orchestra, beim Toronto Symphony Orchestra, Dirigierprofessur an der Yale University, Chef beim Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken... JPC listet heute an die 30 verfügbare Aufnahmen von ihm.

    Auch bei mir haben Schallplatten von Eterna den Weg in die klassische Musik geebnet und begleitet. Es ist schön, dass viele der Aufnahmen den Weg ins CD-Zeitalter geschafft und von Berlin Classics veröffentlicht wurden. Einige ältere Aufnahmen, die bisher nicht auf CD verfügbar waren, sind zumindest als Download bei Qobuz.com erhältlich.


    Als Ergänzung zu dem von Rheingold 1876 genannten Link möchte ich noch den folgenden anführen Lied der Zeit.

    Auch diese Website hat die Intention, einen möglichst kompletten Katalog der Aufnahmen von Eterna, aber auch von Amiga (dort erschienen die Operettenaufnhamen) und anderen Labels der DDR im Netz zur Verfügung zu stellen. Zuästzlich zu den üblichen Informationen (Tracks, Interpreten, Aufnahmedaten, Erscheinungsjahr,... ) werden auch die Plattenhüllen abgebildet (auch mehrere, wenn sich diese im Laufe der Zeit geändert haben).

    Bis unmittelbar vor dem Mauerbau 1961 entstanden in Kooperation zwischen EMI-Electrola Köln und dem VEB Deutsche Schallplatten, Berlin (Ost), bedeutende Produktionen, die danach leider nicht mehr realisierbar waren.

    Ich denke, der Satz ist in dieser Absolutheit nicht korrekt. Auch nach 1961 gab es eine Vielzahl von Co-Produktionen/Gemeinschaftsaufnahmen zwischen Eterna und westlichen Plattenfirmen. Richtig ist, dass diese nicht mehr in der Grunewaldkirche in Westberlin aufgenommen wurden, sondern in Eterna-eigenen Studios.


    So entstanden u.a. Operngesamtaufnahmen mit den folgenden Firmen (aus der Erinnerung heraus, ohne tiefgehende Recherche)


    RCA/Ariola

    • Abu Hassan/Rögner
    • Ring des Nibelungen/Janowski

    EMI

    • Euryanthe/Janowski
    • Meistersinger/Karajan
    • Ariadne auf Naxos/Kempe
    • Rienzi/Hollreiser
    • Schweigsame Frau/Janowski
    • diverse deutschsprachige Opernquerschnitte wie z.B. Carmen mit Fassbaender, Turandot mit Bjoner, Aida mit Bjoner

    DGG

    • Entführung/Böhm
    • Elektra/Böhm
    • Freischütz/Kleiber
    • Lustige Weiber von Windsor/Klee
    • Wildschütz/Klee
    • Tristan und Isolde/Kleiber
    • Fidelio/Böhm
    • Idomeneo/Böhm

    Philips

    • Ariadne auf Naxos/Masur
    • Fidelio/Haitink

    plus eine große Anzahl Co-Produktionen im sinfonischen Bereich.



    Für die Aufnahmen nutzte Eterna im Verlaufe der Zeit verschiedene Studios. Die wichtigsten seien hier genannt:

    • die Christuskirche in Berlin-Oberschöneweide
    • die Lukaskirche in Dresden
    • das Neue Gewandhaus in Leipzig
    • den Großen Sendesaal im Funkhaus Nalepastraße in Berlin
    • die Kongreßhalle in Leipzig
    • die Paul-Gerhardt-Kirche in Leipzig
    • die Bethanienkirche in Leipzig


    In den 1980er kam es zu einer verstärkten Zusammenarbeit mit der japanischen Firma Denon. Diese ermöglichte durch die zur Verfügung gestellte Technik auch den frühzeitigen Übergang zu digitalen Aufnahmen bei Eterna. Mitschnitte der Wiedereröffnung der Semperoper (Freischütz und Rosenkavalier) erschienen so bei Denon für den japanischen Markt. Im Bereich der Sinfonik (Beethoven, Brahms, Tschaikowski, Schubert, ) führte diese Zusammenarbeit auch dazu, dass Dirigenten wie Otmar Suitner, Heinz Rögner und Kurt Sanderling in Japan nach wie vor eine große Popularität genießen. CD's dieser Dirigenten waren und sind auf dem japanischen Markt ununterbrochen verfügbar.


    Militärmärsche müssen für mein Dafürhalten schon mit dem richtigen Biss dargeboten werden, wie schon Opa Hoppenstedt weiland meinte. Daher bringen es die echten Militärkapellen zumeist auch am überzeugendsten (finde zumindest ich).

    Das deckt sich auch mit meiner Hörerfahrung. Allerdings gibt es auch bei reinen Militärkapellen doch signifikante Klangunterschiede - zwei meiner favorisierten Kapellen sind die "Vienna Military Brass Band" und das "Zentrale Orchester der NVA".


    Von den Wienern gab es mal eine schöne Zusammenstellung unter dem Titel "Deutsche Märsche" (passenderweise mit einer Pickelhaube auf dem Cover), beim Label ZYX erschienen. Entgegen dem Titel enthält die Sammlung auch Galoppmärsche aus Operetten von Suppé, den Strauß'schen Radetzky-Marsch u.a.


    Vom "Zentralen Orchester der NVA" gibt es eine Reihe mit dem Titel "Das grosse Platzkonzert" (Teile 1 bis 4) oder eine Sammlung Klassischer Militärmärsche (u.a. von Haydn, Beethoven, Schubert). Leider sind diese CDs heute wohl nur noch antiquarisch erhältlich. Reinhören lohnt aber auf jeden Fall, hier mal als Beispiel die Finnländische Reiterei:


    watch?v=_gPSnCGUbjA

    Zusätzlich gab es auch noch ein paar bisher nicht auf LPs bzw. CDs vorliegende Aufnahmen ... und ... 1937 beim Reichsrundfunk Stuttgart mit Helge Rosvaenge unter Gustav Görlich aufgenommene Ausschnitte aus „Die Entführung aus dem Serail“ und „La Traviata“.

    Lieber Carlo,


    ich weiß nicht, wieviele Ausschnitte insgesamt aufgenommen wurden. Auf 3 CD's verteilt finden sich jedoch die folgenden Veröffentlichungen aus der 1937er "La Traviata":


    "Gott schenkte eine Tochter mir" - Duett mit Mathieu Ahlersmeyer


    "So hold, so reizend" - Duett mit Helge Rosvaenge

    "Komm laß uns fliehen aus diesen Mauern" - Duett mit Helge Rosvaenge



    O Torheit... Von der Freude Blumenkränzen


    Zusätzlich gibt es auf dieser CD ca. 4 Minuten der Martern-Arie (ohne das Orchestervorspiel) aus "Die Entführung aus dem Serail" in einer Aufnahme aus dem Jahre 1935.

    Zurück zu den vier letzten Liedern: Tenöre singen sie wohl - wenn überhaupt - nur in Live-Konzerten. Hat Jonas Kaufmann sie nicht mal gesungen?

    Aber kommerzielle Aufnahmen von Tenören scheint es nicht zu geben. Jedenfalls ist mir diesbezüglich nichts bekannt.


    Gregor

    hallo Gregor,


    von Rene Kollo gibt es zumindest eine Aufnahme des Lieds "Im Abendrot", begleitet vom Orchester der Deutschen Oper Berlin unter Christian Thielemann. Weiters enthalten ist eine Tenor-Version der Wesendock-Lieder. Die Aufnahmen sind von 1992.

    "Im Abendrot" wirkt auf mich in der Tenor-Fassung nicht mehr so ätherisch, sondern eher bodenständig. Kein Ersatz, aber eine zumindest bemerkenswerte Alternative.


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    Zu hören hier: https://youtu.be/npu7UKa9htA

    Sonntagskonzerte 2020/2021


    Nachdem Carlo die Münchner Sonntagskonzert von ihrem Anbeginn bis Mitte 2020 so akribisch und detailreich nachverfolgt hat, möchte ich hier - zumindest für die Sonntagskonzerte im engeren Sinne (d.h. ohne Paradisi gloria oder Sonderkonzerte etc.) - mit der Saison 2020/2021 fortsetzen.


    10.10.2020 1. Sonntagskonzert, Prinzregententheater

    Opernausschnitte und Musik von Giacomo Puccini

    Solisten: Monica Zanettin (anstelle von Krassimira Stoyanova), Martin Muehle. Dirigent: Ivan Repusic

    Wegen Corona-Beschränkungen fanden zwei einstündige Aufführungen mit gleichem Programm statt. Es erklangen Arien und Duette aus Le Villi und Tosca sowie Crisantemi, jeweils in Arrangements for kleines Orchester.


    13.12.2020 2. Sonntagskonzert, Prinzregententheater

    André Messager: Passionnément

    Solisten: Véronique Gens, Sopran, Nicole Car, Sopran, Chantal Santon-Jeffery, Sopran, Éric Huchet, Tenor, Etienne Dupuis, Bariton, Armando Noguera, Bariton. Dirigent: Stefan Blunier.

    Ich bin nicht sicher, ob das Konzert öffentlich aufgeführt wurde (unwahrscheinlich) oder ohne Publikum. Ein CD-Mitschnitt ist bei Palazzeto Bru Zane erschienen.


    24.01.2021 3. Sonntagskonzert, Studio 1 im Funkhaus, Live-Übertragung

    Stimmen der Liebe - Werke von W. A. Mozart

    Solisten: Tara Erraught, Mezzosopran (anstelle von Adela Zaharia) , Bogdan Taloş, Bass, Maximilian Maier, Moderation. Dirigent: Alexander Soddy (anstelle von Ramon Tebar)

    Auf dem Programm standen Auschnitte aus Idomeneo, Le nozze di Figaro und Don Giovanni sowie zwei Konzertarien.


    25.04.2021 4. Sonntagskonzert, Prinzregententheater

    Franz von Suppé: Die schöne Galathée

    Solisten: Daniela Fally, Sopran, Deniz Uzun, Mezzosopran, Jörg Schneider, Tenor, Gerhard Siegel, Tenor, Chor des Bayerischen Rundfunks, Dirigent: Ivan Repušić

    Pandemiebedingt wurde das 4. Sonntagskonzert mit Hörfunk-Liveübertragung am 25. April 2021 um 20.30 Uhr aus dem Prinzregententheater leider abgesagt.




    Wieder ein - vermutlich unerfüllbarer Wunsch - denn der Komponist ist nicht mal bei Wikipedia zu finden - ein Jammer...

    Andrerseits muß es ja bänder oder digitale Files geben.

    Und es wäre sicher eine finanziel vertretbare Idee, diese wirder auf CD verfügbar zu machen

    hallo Alfred,


    die Sinfonie von Orlowski ist auf folgender CD veröffentlicht worden (z.Zt. anscheinend nur antiquarisch erhältlich), Tracks 16 bis 18:


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    Nach den Musikschnipseln zu urteilen, dürfte dies die auch bei youtube zu hörende Aufnahme sein. Es spielt die Accademia dell'Arcadia unter Roberto Balconi.


    Eine weitere Sinfonie Orlowskis wurde hier eingespielt:

    Musica Antiqua Polonica * 18th Century Polish Symphonies

    - Michal Orlowski: Symphony in F major,

    - Wojciech Dankowski: Symphony in E flat major,

    - J. Engel: Symphony in E flat major & F major,

    - Jakub Pawlowski: Allegro,

    - Namieyski: Symphony in D major

    Warsaw Chamber Orchestra, Dirigent: Marek Sewen

    * Olympia OCD 380, CD DDD, 1992


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    Die Nachricht von überraschenden Tode Edita Gruberovas macht mich unendlich traurig. Wie viele unvergleichliche und unvergessliche Opernabende habe ich durch ihre Kunst in München, Wien oder Dresden erlebt. Leider war es ihr im Herbst 2020 durch die pandemiebedingten Einschränkungen nicht mehr möglich, die geplanten Abschiedskonzerte zu geben.


    Eine der ganz Großen... Möge sie in Frieden ruhen!

    Ein gute Adresse für Aufnahmen von Myslivecek-Werken (aber auch für Fibich, Dvorak, Smetana, Reicha u.a.) ist auf jeden Fall der Online-Shop des tschechischen Labels Supraphon (www.supraphonline.cz).


    Aus dem Bereich der Kammermusik finden sich hier von Myslivecek u.a.

    • Bläseroktette
    • Oboenquintette Nr. 1 B-Dur, Nr. 2 D-Dur, Nr. 3 F-Dur
    • VI Streichquintette (G-Dur, Es-Dur, C-Dur, A-Dur, F-Dur, B-Dur)
    • VI Sinfonie concertanti o sia Quintetti op. 2 (B-Dur, E-Dur, G-Dur, A-Dur, D-Dur, C-Dur), dazu 2 Hörner ad libitum
    • vier Trios für Flöte, Violine und Cello
    • Cembalo-Sonaten und -Divertimenti
    • diverse Streichquartette (op. 3 F-Dur und A-Dur, G-Dur op. posth. Nr. 5, Nr. 1 B-Dur, Nr. 2 D-Dur)

    Titel werden hier z.T. als physische CD, bei älteren Aufnahmen vorwiegend als Download im mp3- oder FLAC-Format angeboten.


    Wer sich aus den mp3- oder FLAC-Daten eine eigene CD brennen möchte, für den liefert Supraphon Cover-Bilder, Einleger für die Rückseite der CD-Hülle und tlw. Texte der Booklets als pdf-Datei mit.


    Darüber hinaus findet man beim Stöbern auch viele interessante Einspielungen wie z.B. 4 CDs mit Myslivecek-Sinfonien und dem Prager Kammerorchester, Recitals, die lange vergriffen sind (Maria Tauberova, Eduard Haken, …) sowie viele Opernaufnahmen. Und das alles zu sehr moderaten Preisen.


    Die Website gibt es nur in Tschechisch, ist aber mehr oder weniger selbsterklärend. Alternativ kann man sie auch direkt vom Browser übersetzen lassen. Dann wird aus z.B. „Myslivecek“ schnell mal „Jäger“ oder „Hunter“ 😊 Bezahlung über Kreditkarte läuft problemlos - ich habe dort schon mehrfach Downloads gekauft.

    Einen ganz kleinen Teil historischer Sonntagskonzerte und anderer Eigenproduktionen hat der BR in der Reihe "Great Singers live" auf seinem hauseigenen Label veröffentlicht. Die untenstehende Box enthält auf 6 CDs Konzertmitschnitte mit Lucia Popp, Mirella, Freni, Nicolai Ghiaurov, Margaret Price, Hermann Prey und Elisabeth Grümmer (die CDs sind/waren auch einzeln erhältlich).


    Weiters gibt es Aufnahmen von Edita Gruberova und Fritz Wunderlich, die nicht in obiger Box enthalten sind oder eine Zusammenstellung von Wagner-Szenen oder Verdi-Ausschnitten:


    Bella Voce hat eine Doppel-CD-Box mit Arien und Szenen mit Nicolai Gedda, Arleen Auger, Tatiana Troyanos und Gundula Janowitz herausgebracht, die auch bei den Sonntagskonzerten enstanden sein dürften. Es begleitet das Münchner Rundfunkorchester. Darunter finden sich auch Raritäten wie Arleen Augers Zerbinetta oder das Rosenkavalier-Terzett und -Schlußduett mit Janowitz, Troyanos, Auger Link


    Ich meine mich auch eine eine CD von den Sonntagskonzerten mit Duetten mit Erika Köth und Fritz Wunderlich zu erinnern, weiß momentan aber nicht, auf welchem Label sie erschienen war (Orfeo?).


    Alles in allem fokussieren die Veröffentlichungen allerdings eher auf den großen und sehr bekannten Namen, wahrscheinlich auch, um das ganze auch finanziell halbwegs stemmen zu können.


    beste Grüße,

    orsini

    Live habe ich Montserrat Caballe leider nie gehört. Trotzdem gehörte sie für mich zu den prägendsten Sängerinnen in meinen klassischen Anfangsjahren. Ich war geradezu betört von der Schönheit und Fülle dieser Stimme, den magisch verhauchenden Piani, den großen Legato-Bögen, der völligen Unangestrengtheit ihres Singens. Dazu kam eine Breite des Reperoires, die mich staunen machte: Salome, die Elisabetta aus Roberto Devereux, Armida neben Tosca oder die schon mehrfach erwähnte Traviata, Il pirata neben Macbeth, Turandot neben Semiramide... wer konnte das schon? Teilweise ist ihr ein gewisses Phlegma bei der musikalischen Gestaltung vorgeworfen worden, was besonders für einige (zu?) späte Aufnahmen zutreffen mag. Allein, die Schönheit des Timbres und der Wohlklang ihrer Stimme haben das für mich jedoch mehr als wettgemacht - für mich ist sie eine der großen Gesangslegenden des letzen Jahrhunderts.


    Eine mir besonders liebe Box mit Aufnahmen aus den Jahren 1965-1972 ist die nebenstehende. Sie enthält 15 CDs. Neben Gesamtaufnahmen von Norma und Salome enthält sie u.a. Ausschnitte aus Norma, Il pirata, Roberto Devereux, Lucrezia Borgia und Maria di Rohan, Zarzuela Arien und Duette, Strauss-Lieder, Verdi-, Donizetti- und Rossini-Raritäten, die berühmten Duette mit Shirley Verrett u.a.

    Gioachino Rossini "Sigismondo"


    Am kommenden Sonntag, dem 14.10.2018, führt der Bayerische Rundfunk im Rahmen der Sonntagskonzerte aus Anlaß seines 150. Todestages Rossinis selten gespielte Oper "Sigismondo" als Münchner Erstaufführung konzertant im Prinzregententheater auf.


    Mitwirkende
    Hyesang Park - ALDIMIRA Tochter von Ulderico und Gattin von Sigismondo (Sopran)
    Marianna Pizzolato - SIGISMONDO König von Polen (Mezzosopran)
    Rachel Kelly - ANAGILDA Schwester von Ladislao (Mezzosopran)
    Kenneth Tarver - LADISLAO Erster Minister von Sigismondo (Tenor)
    Gavan Ring - RADOSKI Vertrauter von Ladislao (Bariton)
    Guido Loconsolo - ZENOVITO Polnischer Adliger (Bassbariton)
    Il Hong - ULDERICO König von Ungarn (Bass)


    Münchner Rundfunkorchester
    Chor des Bayerischen Rundfunks
    Leitung, Keri-Lynn Wilson



    "Extreme Gefühlswelten, die kaum in Worte zu fassen sind, werden im italienischen Belcanto zu purer Musik. So auch in Rossinis Oper Sigismondo (1814) − einem vergessenen Koloraturen-Juwel, das es wiederzuentdecken gilt. Intrige und Wahnsinn, Idylle und Schlachtengetümmel bestimmen die Handlung. Am Ende versöhnt sich König Sigismondo mit seiner fälschlich der Untreue verdächtigten, tot geglaubten Frau. Wie er – geplagt von Gewissensqualen – zwischen Wahn und Realität hin- und hergleitet, das hat Rossini eindrucksvoll in Noten gesetzt. Ein nicht nur musikalisch, sondern auch psychologisch interessantes Werk, mit dem das Münchner Rundfunkorchester an den 150. Todestag des Komponisten erinnert!
    In der koloraturenreichen Titelpartie des Sigismondo ist die italienische Mezzosopranistin Marianna Pizzolato zu erleben, die sich international als Rossini-Expertin einen Namen gemacht hat – u.a. beim Rossini-Festival in Pesaro und an der New Yorker „Met“. Am Pult des Münchner Rundfunkorchesters steht die Dirigentin Keri-Lynn Wilson, die 2017 eine umjubelte Aufführung von Gounods Roméo et Juliette mit dem Münchner Rundfunkorchester bei den Audi-Sommerkonzerten leitete." (Bayerischer Rundfunk)


    Das Konzert wird am 14. Oktober 2018 live auf BR Klassik übertragen (19.00 - 22.00 h).

    dann sollte es jetzt mir einem R weitergehen, und ich nehme Herr von Robert aus "Die beiden Pädagogen" von Felix Mendelssohn-Bartholdy
    In der verlinkten Gesamtaufnahme dieser Kurzoper singt Günter Wewel den Herrn von Robert.


    y84TnHYkrJE&list=PLxZIK92a3UoAEiuf1nAPQMLpws0fpPb7C


    Nachtrag:
    Neugierig geworden ob der unterschiedlichen Angaben, habe ich noch etwas zur Oper "Neues vom Tage" gegoogelt. Hier kann man die Partitur online ansehen. Die Nr. 4 ist ein Quartett der Rollen, Elli, Olli, Ali und Uli, die glücklich ihre Scheidung besingen.
    Die Szenenanweisung dazu lautet: "Aus einem Amtszimmer kommen munter Elli, Olli, Ali und Uli. Elli ist lang und spindeldürr, Olli winzig und zierlich. Ali ist klein und kugelrund, Uli sehr groß und dick. Sopran und Tenor sind das eine Paar, Alt und Bass das andere." Im Verlaufe der Oper folgen noch zwei weitere Aufritte dieses Quartetts...

    dann setzte ich fort mit der Rolle des Arcesius aus der Oper "Die toten Augen" von Eugen d'Albert, die zur Zeit des Neuen Testaments in Jerusalem spielt.


    Hier ein Duett Arcesius / Myrtocle. Franz Fehringer als Arcesius, die Myrtocle könnte Marianne Schech sein, sicher bin ich mir nicht...

    Daniel Francois Esprit Auber
    Ouvertüren und Ballettmusik


    Gothenburg Opera Orchesra
    Dirigent: B. Tommy Andersson


    In "Original Version" erklingen Ouvertüren und Balletmusiken zu Jenny Bell, L'Enfant prodigue, La Sirène, Vendôme en Espagne, Le dieu et la bayadère, Le premier jour de bonheur, zum Teil als Weltersteinspielung.
    Ich hätte mir die Interpretationen etwas leichter, spritziger vorgestellt/gewünscht... aber allemal eine hörenswerte Begenung mit großteils unbekannter Musik von Auber.

    dann also weiter mit "O"


    Miroslav Srnka's Oper "South Pole" wurde 2016 in München uraufgeführt - Oscar Wisting ist einer der Polarreisenden. Hier der Trailer der Bayerischen Staatsoper. In der Premiere sang John Carpenter den Wisting.


    dann jetzt der Einsiedel aus Karl Amadeus Hartmanns "Des Simplicius Simplicissimus Jugend"
    Szene Einsiedel - Simplicius mit Chor "Mein lieber und wahrer, einziger Sohn" - Eberhard Büchner als Einsiedel, Helen Donath als Simplicius


    Diese CD mit Aufnahmen der jungen Renata Tebaldi aus den Jahren 1949 und 1955 (alles in mono) enthält neben dem üblichen Repertoire (Aida, Faust, Butterfly, Manon Lescaut, Tosca, La Wally, Adriana Lecouvreur) auch einige ungewöhnliche Sücke u.a. zwei Ausschnitte aus Licinio Refices erster Oper Cecilia, 1934 mit sensationellem Erfolg in Rom uraufgeführt:


    Per amor di Gesù progete il core (Die Verkündigung)
    Grazie, sorelle (Der Tod der Cecilia)


    Sehr hörenswert!

    ... auch noch nicht genannt in unserem Spiel ist Mozarts Oper "La finta giardiniera"/"Die Gärtnerin aus Liebe". Die weibliche Hauptrolle hört auf den schönen Namen Marchesa Violante Onesti und tritt verkleidet unter dem Namen Sandrina auf.


    Helen Donath singt die Kavatine der Sandrina "Ach, vor Tränen, Schluchzen, Seufzen"

    ... dann hänge ich jetzt Afanassi Iwanowitsch an, den Sohn des Popen aus Mussorgskis "Der Jahrmarkt von Sorotschinzy"
    in Ermangelung einer Einzelarie des Afanssi hier eine Gesamtaufnahme aus dem Jahre 1969


    "n" und "y" - was für eine Auswahl... :wacko:
    dann versuche ich es mal mit der Nancy Waters, der Bäckerstochter aus Benjamin Brittens "Albert Herring"
    Judith van den Dool als Nancy in einer Produktion der Dutch National Opera Academy (DNOA)