Beiträge von Fiesco

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    Emiliano Gonzales Toro - Soleil Noir


    Soleil noir - Musik von Francesco Rasi, Giuseppino del Biado, Marco da Gagliano, Giulio Caccini, Jacopo Peri, Andrea Falconieri, Carlo Gesualdo, Sigismondo d'India, Claudio Monteverdi


    I Gemelli:

    Emilo Conzález Toro (Tenor)

    Louise Pierrard (Viola da Gamba)

    Thomas Dunford (Theorbe)

    Flor Papadopoulos (Harfe)


    Aufgenommen vom 5. bis 7. Februar 2019, Kirche Notre-Dame du Bon-Secours, Paris


    Der in Arezzo geborene Rasi (1574-1620) scheint sowohl bei Giulio Caccini als auch bei Jacopo Peri studiert zu haben, die beide an der Entstehung der ersten Opern beteiligt waren. In den 1590er Jahren scheint Rasi in Gesualdos Gefolge gewesen zu sein, aber 1598 arbeitete er für die Gonzaga-Herzöge von Mantua und blieb für den Rest seines Lebens bei ihnen. Er reiste viel und nahm 1600 an den Uraufführungen von Jacopo Peris Euridice und Giulio Caccinis Il rapimento di Cefalo teil, und 1608 sang er in den Uraufführungen von Marco da Gagliano La Dafne. Und wie wir wissen war Rasi der erste Orfeo in Monteverdis Oper. In Florenz traf Rasi auf die unterschiedlichsten Musiker, in Kontakt mit dem breiten Kreis von Komponisten, Musikern, Schriftstellern und Philosophen, er selbst versuchte sich auch in der Poesie und als Komponist und das mehr oder weniger erfolgreich. Er schuf sogar eine Oper und sieben seiner eigenen Lieder kann man hier auf der CD hören.


    1610 versuchten er und einige Komplizen, Rasis Stiefmutter zu töten, aber töteten dabei ihre Dienerin. Er wurde für den Mord verurteilt, aber die Unterstützung der Gonzagas scheint es ermöglicht zu haben, das Urteil aufzuheben.


    Toro gibt uns die volle Breitseite im Stil der Zeit mit schneidigen Rouladen ^^, die in Rasis „Indarno Febo“ zu hören sind, und in vielen der anderen Arien wird er von Thomas Dunfords einfallsreichen Begleitung auf der Theorbe kongenial unterstützt. Die meisten dieser Stücke haben niedergeschriebene stimmlichen Verzierungen. In Sigismondo d'Indias „Amico, hai vinto“ haben wir eine Vertonung der Todesszene zwischen Tancredi und Clorina (aus einem poetischen Epos von Tasso, siehe Monteverdi), die Erzählung, Beschreibung und direkten Dialog verbindet. Abgesehen davon ist bei Toro eine außergewöhnliche Musikalität im Überfluss vorhanden, insbesondere auch in dem sensiblen und abwechslungsreichen Austausch zwischen seiner Stimme und der Begleitung, w.z.B. in „Un di Soletto“ von Peri, eine eher tanzoriente Nummer die uns zeigt, dass das Leben nicht nur aus poetischem Klagen bestand, und in der großartig stilvollen Ausgelassenheit von Monteverdis „Qual sguardo“.

    Es ist eine Freude, Emiliano Gonzalez Toro in diesem Repertoire zuzuhören, mit wunderbaren Tönen, hervorragendem Sinn für Linienführung und eine Aufmerksamkeit in hohem Maße für den Text, und das alles verbunden mit einer spektakulären Technik. Er kann mit Ornamenten Punkten die aber nie zum Selbstzweck dienen. Genial wird er dabei unterstützt von den drei Instrumentalisten, so dass es sich hier quasi um ein Kammerkonzert handelt.


    LG Fiesco

    mit Link ;)


    Himlische Cantorey

    Veronika Winter, Soprano
    Henning Voss, Counter-tenor
    Henning Kaiser, Tenor
    Jan Kobow, Tenor
    Mirko Ludwig, Tenor
    Ralf Grobe, Bass


    Die habe ich damals wegen Veronika Winter und vor allem wegen Jan Kobow mir zugelegt, die Ricercar Aufnahme tritt nicht in Wettbewerb, sondern in erheblicher Verbesserung auf.


    Diese habe ich noch.....



    ......kommen aber auch nicht an die Aufnahme des Ricercar Consort heran!


    LG Fiesco

    Matthias Weckmann: Geistliche Konzerte N.1-4 "Conjuratio"


    Conjuratio - Der Zauber einer Beschwörung


    Concerto I – Weine nicht, Es hat uberwunden

    Concerto II – Zion spricht : Der Herr hat mich verlassen

    Praembulum Primi toni a 5

    Concerto III – Herr wenn ich nur dich habe

    Concerto IV – Wie liegt die Stadt so wuste

    Nun freut euch, lieben Christen g’mein

    Kommet heer zu mir alle die ihr Muhselig und beladen seydt

    Wenn der Herr die Gefangenen zu Zion

    Magnificat Secundi Toni


    Ricercar Consort

    Maria Keohane, soprano Carlos Mena, alto Hans Jorg Mammel, tenor Stephen MacLeod, bass

    Maude Gratton, organ

    Philippe Pierlot, direction


    1663 erlebte Matthias Weckmann, Organist an der Jakobskirche, den Niedergang der stolzen und wohlhabenden Stadt Hamburg, die im Chaos versank. Die Pest dezimierte die Bevölkerung und verschonte auch die engsten Mitarbeiter des Komponisten nicht. Zutiefst davon überzeugt, dass ihm das gleiche Schicksal widerfahren würde und sein Ende bevorstand, komponierte Weckmann die Motette In te Domine speravi, in der er festlegte, dass er bei seiner eigenen Beerdigung hingerichtet werden würde. Schließlich wurde jedoch das Schlimmste abgewendet und Weckmann überlebte die Pest; die Motette wurde daher erst zehn Jahre später, am 1. März 1674, in der Kirche Sankt Jacobi während der Beerdigung des Komponisten, unter der Leitung des Mannes aufgeführt, der ihn seinen „innigen Freund“ Christoph Bernhard nannte.

    Für Musikliebhaber die Matthias Weckmann noch nicht kannten, bietet uns hiermit das Ricercar Consort eine perfekte Gelegenheit, sich mit ihm zu beschäftigen. Neugier und Interesse werden sicherlich durch dieses gequälte Universum geweckt. Die Finesse der hier zusammengebrachten Kompositionen berührt unmittelbar die Emotionen.


    Programmmäßig gliedert sich das Album vorbildlich in verschiedene Repertoires: Stücke für Orgel und Gesangsstücke – letzteres dominiert von der höchst schmerzhaften Vision „ Wie liegt die Stadt so wüste», entnommen aus Lamentations de Jérémie und zum Gedenken an die Pestepidemie, die 1663 viele Hansestädte heimsuchte. Die Sopranistin Maria Keohane hat hier eine Verabredung mit dem "Unaussprechlichen", unterstützt vom Bass Stephan McLeod die ganz im barocken Gewand agieren wie es wenige gibt. Hier als Zusatz.... Pierlot hat bei all seinen Aufnahmen immer eine hervorragende Besetzung an seiner Seite.


    ●●●●Wie liegt die Stadt so wüste, die voll Volkes war! Sie ist wie eine Witwe die eine Fürstin unter den Heiden und eine Königin in den Ländern war, muß nun dienen.


    Euch sage ich allen, die ihr vorüber gehet:
    Schauet doch und sehet, ob irgend sei ein Schmerze wie mein Schmerze, der mich troffen hat.

    Sie weinet des Nachts, daß ihr die Tränen über die Wangen fließen, und ist niemand unter allen ihren Freunden, der sie tröste.

    Denn der Herr hat mich voll Jammers gemacht am Tage seines grimmigen Zorns.

    Jerusalem hat sich versündiget, darum ist sie wie ein unrein Weib.
    Alle ihre Nächsten verachten sie, und sind ihre Feinde worden.

    Man höret's wohl, daß ich seufze, und habe keinen Tröster.
    Mein Herz wallet mir im Leibe, denn ich bin hoch betrübt.

    Ach Herr, siehe an mein Elend, denn der Feind pranget sehr. ●●●●


    Das gesamte Album erstrahlt in einem geradezu reuigen Licht, komplettiert werden die Solisten durch den Alt Carlos Mena und den Tenor Hans-Georg Mammel, beide bekannt als herausragende Stilisten. Ein weiterer Höhepunkt ist das

    >Concerto II, Zion spricht a 3 voci & 5 stromenti<, ein hervorragendes Beispiel für ein geistliches Madrigal, in dem Weckmann das außergewöhnlich liturgische Klima des gleichnamigen Stücks des älteren Schein wiederentdeckte, das in La Petite Fontaine d'Israel veröffentlicht wurde,1623).


    Was man hier zu hören bekommt ist wahrlich eine Ausnahmeaufnahme, und das bietet uns Philippe Pierlot mit seinem Ricercar Consort.


    LG Fiesco

    Zitat von kurzstueckmeister

    Nur weil etwas gut ist, ist es nicht HIP ...

    Habe ich doch garnicht so gesagt! Und wenn man davon keine Ahnung hat sollte man besser seinen :stumm: halten!


    Zitat

    Ich habe leider bei einem Blindtest lernen müssen, dass ich das auch nicht immer korrekt zuordnen kann.

    Ach was! :pfeif:


    LG Fiesco

    Zitat von Thomas Pape

    Ich bin mir nicht sicher, ob die nun vorgestellte Aufnahme HIP ist.

    Lieber Thomas, das glaube ich schon, denn das ist verdammt gut gemacht und die Stimmen passen sehr gut zusammen, denn das Ergebnis ist beeindruckend!

    Die Box habe ich mal gekauft weil sie sehr günstig war, habe aber damals noch nicht alles so verstanden!


    LG Fiesco

    Zitat von Bertarido

    dass es m.E. nicht auf das Lebensalter ankommt, ob man offen für Neues ist

    Das habe ich nur deshalb gelistet, eildiweil hier immer von den ALTEN geredet wurde!:D

    Zitat von Bertarido

    Geistige Beweglichkeit, Neugier und Offenheit kann man auch mit 70 leben, wie Du sehr schön zeigst.

    Aber selbstverständlich !:)*

    Zitat

    Andere wiederum (ich verkneife es mir, Namen zu nennen), sind auch in viel jüngeren Jahren eingefahren in ihren Routinen und festgefügten Weltanschauungen und wünschen sich ein museales Theater, in dem sich nichts ändert.

    *Aber dafür muss man vorallem ausgetretene Pfade verlassen und des öfteren Umwege in kauf nehmen, das fällt den meisten schwer!


    LG Fiesco

    Tara Erraught - The Trials of Tenducci (A Castrato in Ireland)


    Pierre van Madere (1729–1768) – Sinfonie in G-Dur, VR28
    Thomas Arne (1710–1778) – Inmitten von tausend Qualen (Akt 1, Szene 2 von Artaxerxes)
    Thomas Arne – Wasser trennte sich vom Meer (Akt 3, Szene 1 von Artaxerxes)
    Tommaso Giordano (ca. 1730–1806) - The Celebrated Ouverture and Irish Medley to The Island of Saints
    Tommaso Giordano - Caro mio ben
    Tommaso Giordano - Queen Mary's Lamentation
    Johann Christian Fischer (1733–1800) - Oboenkonzert Nr. 7 in F-Dur, Andante: Gramachree Molly mit Variationen
    Johann Christian Bach (1735–1782) - Ebben si vada – Io ti lascio
    Anonym, arr. JC Bach - The Braes of Ballenden
    Wolfgang Amadeus Mozart (1756 - 1791) - Exsultate, jubilate, KV 165
    Tara Erraught (Mezzosopran)
    Irish Baroque Orchestra
    Peter Whelan (künstlerischer Leiter)
    Aufgenommen in der St Peter's Church, Drogheda, Irland, 8.-10. Februar 2020

    Eine entzückende Reise durch das bewegte Musikleben des Soprankastraten Tenducci, deren Konzertkarriere London, Dublin und Edinburgh.

    Der italienische Sopran-Kastrat Giusto Ferdinando Tenducci (ca. 1735–90) scheint ein bemerkenswert ereignisreiches Leben gehabt zu haben, einschließlich einer Zeit im Schuldgefängnis in Southwark, einer kurzen Zeit auf der Flucht und einer heimlichen Heirat mit einer 16-jährigen, was mit Flucht, Prozess und Gefängnis verbunden war (und schließlich wurde die Ehe annulliert). Laut Casanova soll er auch zwei Kinder gezeugt haben :?:, aber wenn, wurden diese von ihrem zweiten Ehemann als Nachkommen seiner Frau angesehen. Aber Tenducci fand auch Zeit zum Singen und ein Großteil seiner Karriere spielte sich in Großbritannien und Irland ab. Dies ist eine schöne, fantasievolle CD, die interessante Höhepunkte eines Sängers bietet, der eindeutig stark in die englische und irische Musikszene involviert war. In den Arien fesselt und beeindruckt Tara Erraught gleichermaßen, sie singt mit einem wunderbar warmen Ton, kann aber auch durch die Passagen ganz schön Gas geben. Die Tatsache, dass Erraught als Mezzosopranistin, einen Teil singt, der normalerweise von Sopranistinnen gesungen wird, soll heißen, dass Soprankastraten Stimmen in ihrer Reichweite oft näher an den hohen Mezzosopranistinnen lagen!


    LG Fiesco

    So werter Herr C.B., ich habe mir jetzt die Aufnahme 3x angehört und komme zu diesem Ergebnis!

    Werde auch keine Rezension schreiben, dafür ist mir die Zeit zu schade, Sorry!


    LG Fiesco

    Nicola Antonio Porpora: L'Angelica (Serenade für Soli & Orchester)


    So eine schlechte CD habe ich lange nicht erworben, liegt schon auf dem Nichtsnutz Stapel! :(

    Da singen 5 weibliche Stimmen, die man öfters nicht unterscheiden kann wenn man nicht das Libretto vor sich hat und ein Bariton, der hier sowas von langweilig auftritt (habe ihn schon vieeeeel besser gehört)!


    LG

    Zitat von Stolzing

    Nur für dich hör ich mir jetzt noch die Solti-Salome mit Birgit Nilsson, Eberhard Waechter und (auch als Herodes unerreicht) Gerhard Stolze an.

    Das ist aber nett von dir :), allerdings, eventuell bis auf Stolze ist es auch nicht das BESTE!


    Für mich ist diese ...... Inga Nielsen, R.Hale, A.Silja und R.Goldberg

    .....das gelbe vom Ei! ;)


    LG

    Hallo ftmitschke, bitte wenn möglich zum Werbepartner verlinken! ;)

    Zitat von ftmitschke

    Hochkarätiges Chopin-Spiel aus Luxemburg gibt´s nicht? Von wegen!

    Zitat von ftmitschke

    Hochkarätiges Liszt-Spiel aus Luxemburg gibt´s nicht? Von wegen!


    LG Fiesco

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    Jeanine de Bique & Concerto Köln - Mirrors


    Carl Heinrich Graun - Cleopatra e Cesare (Act 1): Tra le procelle assorto

    George Frideric Handel - Giulio Cesare (Act 2): Che sento? oh Dio!

    George Frideric Handel - Giulio Cesare (Act 2): Se pietà di me non senti

    George Frideric Handel - Agrippina (Act 1): L'alma mia fra le tempeste

    Georg Philipp Telemann - Germanicus: Rimembranza crudel

    George Frideric Handel - Partenope: Ouverture

    George Frideric Handel - Rodelinda, regina de' Longobardi (Act 2): Ritorna, oh caro e dolce mio tesoro

    Carl Heinrich Graun - Rodelinda, regina de' Langobardi (Act 1): L'empio rigor del fato

    George Frideric Handel - Deidamia (Act 3): M'hai resa infelice

    Gennaro Manna - Achille in Sciro (Act 3): Chi può dir che rea son io

    Leonardo Vinci - Partenope: Ouverture

    George Frideric Handel - Alcina (Act 3): Mi restano le lagrime

    Riccardo Broschi - L'isola d'Alcina (Act 3): Mi restano le lagrime


    Die vielfältige Stückauswahl ist eine große Stärke der Aufnahme. Vor allem aufgrund der weniger bekannten Arien, die Kompositionen an Erfindungsvielfalt und Gefälligkeit den kekannteren der Zeit in nichts nachstehen. Da wartet so manche Entdeckung, die unbedingt mehrfach angehört werden will. Einige der Arien erscheinen hier sogar zum ersten Mal überhaupt auf CD, so zum Beispiel das ohrwurmgefährliche „L’empio rigor del fato“ aus Grauns «Rodelinda». Oder das schöne rhythmisch reizvolle „Chi può dir che rea son io“ des Neapolitaners Gennaro Manna aus dessen Oper «Achille in Sciro», dem vier Jahre später entstandenen Pendant zu Händels "Deidamia".

    Hier kann man sich von einer wahrlich erstklassigen Sängerin verführen lassen, Jeanine de Bique deren Präsenz in der HIP Szene gut angekommen ist.

    De Bique mit ihrer reinen Klarheit, verbindet diesen betörenden Reichtum auf ihr gesamtes Spektrum, was sie zu einer idealen Sängerin für diese leidenschaftlichen Musik macht. Auch hört man hier einen flexiblen und facettenreichen Sopran der sicher durch die Register gleitet. Auch die barocke Verzierungskunst meistert sie virtuos und erfindungsreich, so bleibt sie dabei auch keinen Spitzenton schuldig, jedes Da Capo trägt auch eine persönliche Note und vorkommt so niemals zur bloßen Wiederholung. Ich finde diese Zusammenstellung SUPER!


    Offizielles Video....zu CD

    >>>>>>>Verletzt und verzweifelt liegt sie in ihrer Badewanne, Jeanine De Bique, und hadert mit dem Schicksal. Sie ist allein, nur die Musik ist noch da. „M’hai resa infelice“, seufzt sie – „Du hast mich unglücklich gemacht.“ Es sind die Worte der Deidamia, der Titelheldin aus Händels gleichnamiger Oper, die über die Lippen der Sopranistin perlen. Deidamia offenbart in ihrer Arie ihr Seelenleben, präsentiert sich nackt und verwundet. So auch Jeanine De Bique, wenn sie dieses musikalische Psychogramm im Videoclip nachzeichnet und herzzerreißend gegen die kalte Ödnis ihrer Badezimmerfliesen ansingt.<<<<<<<<


    LG Fiesco

    Sorry lieber Thomas wenn ich dir vorgreife, aber ich konnte nicht glauben, dass es diese Zauberflòte nicht mehr gibt!



    Hallo Cunctator, erstens gibt es die Zauberflòte noch, nur leider nicht bei unserem Werbepartner ;),

    In der Jacobs Box ....


    befindet sich dieselbe Zauberflöte, allerdings müsste man wissen ob auch das Original Booklet dabei ist, denn das wäre mMn wichtig!

    Das Buch von Assmann über Die Zauberflòte ist sehr lesenswert!


    LG Fiesco

    Sabine Devieilhe - Bach / Händel

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    Bach, J S: Mein Jesu! was fuer Seelenweh, BWV487

    Bach, J S: Cantata BWV146 ‘Wir müssen durch viel Trübsal’: Sinfonia

    Bach, J S: Cantata BWV199 ‘Mein Herze schwimmt im Blut’

    No. 1, Rezitativ. “Mein Herze schwimmt im Blut”

    No. 2, Aria. “Stumme Seufzer, stille Klagen”

    No. 3, Rezitativ. “Doch Gott muss mir genädig sein”

    No. 4, Aria. “Tief gebückt und voller Reue”

    No. 5, Rezitativ. “Auf diese Schmerzensreu”

    No. 6, Choral. “Ich, dein betrübtes Kind”

    No. 7, Rezitativ. “Ich lege mich in diese Wunden”

    No. 8, Aria. “Wie freudig ist mein Herz”

    Handel: Brockes Passion HWV 48 /with Stéphane Degout (baritone)

    No. 40a, Recitativ. “Ach Gott! mein Sohn wird fortgeschleppt” (Maria)

    No. 40b, Duet. “Soll mein Kind, mein Leben sterben” – “Ja, Ich sterbe dir zu gut” (Maria, Jesus)

    Handel: Giulio Cesare in Egitto

    “Che sento? O dio!” (Cleopatra)

    “Se pietà di me non senti” (Cleopatra)

    Handel: Brockes Passion HWV 48

    No. 42b, Aria. “Hier erstarrt mein Herz und Blut” (Gläubige Seele)

    No. 42c, Recitativ. “O Anblick, o entsetzliches Gesicht” (Gläubige Seele)

    Handel: Piangerò la sorte mia (from Giulio Cesare) Work length6:03

    Handel: Il Trionfo del Tempo e del Disinganno, HWV46a

    “Pure del cielo intelligenze eterne” (Bellezza)

    “Tu del ciel ministro eletto” (Bellezza)

    Bach, J S: Cantata BWV51 ‘Jauchzet Gott in allen Landen’

    No. 1, Aria. “Jauchzet Gott in allen Landen”

    No. 2, Rezitativ. “Wir beten zu dem Tempel an”

    No. 3, Aria. “Höchster, mach deine Güte”

    No. 4, Choral. “Sei Lob und Preis mit Ehren”

    No. 5, Aria. “Alleluja!”


    An der Oberfläche dieses Recitals gibt es keinen erkennbaren roten Faden, der den Inhalt logisch zusammenhält, obwohl die >>>>Notiz „eine Darstellung von Leid und Reue sowie Freude und Verlangen durch die Werke dieser beiden Komponisten, geistlich und profan, beschreibt.<<<<

    Die Auswahl der Arien und Rezitative spiegelt die Bandbreite menschlicher Emotionen wider: In „Che sento, o dio“ aus Georg Friedrich Händels Oper „Giulio Cesare in Egitto“ lehnt sich Königin Cleopatra kämpferisch gegen ihr fatales Schicksal auf und fleht die Götter um Beistand an. In Händels sogenannter „Brockes-Passion“ beklagt die Gottesmutter das Schicksal ihres Sohnes mit Ohnmacht und Herzschmerz. Hier beklagt ein ungleiches Frauenpaar, das angesichts von Grausamkeit und Schmerz ein gemeinsames Schicksal.

    Hier hören wir wohl eine Interpretation von "Mein Herz schwimmt im Blut",, die man getrost zu den besten zählen kann. Johann Sebastian Bach grübelt in der Kantate melancholisch über Gewissensqual und Vergebung nach.

    Devieilhe ist sowohl in den Rezitativen als auch in den Arien außergewöhnlich, einschließlich der hervorragenden Zusammenarbeit mit dem Soloinstrumentalisten hier und auch auf anderen Arien.

    Ich kann gar nicht sagen wie sehr ich diese Kantate liebe!


    Händel ist in Abschnitten aus der Brocke's-Passion und „Giuliano Cesar“ vertreten, wo Devieilhe die Rolle der Cleopatra (siehe oben) singt. Ich möchte gerne erwähnen...... hier ist es nicht nur der Solist, der die Kombination aus Stärke und Verletzlichkeit der Figur projiziert, sondern auch Pichon und sein Ensemble!

    Pygmalion umfasst einige der besten Barocksolisten Europas, darunter die Geigerin Sophie Gent, die Bratschistin Lucile Boulanger und den Lautenisten Thomas Dunford, und wir haben das Glück, dass sie die Chance haben, in diesen Werken zu glänzen.

    Der Gesang von Sabine Devieilhe bleibt immer hinreißend, auch wenn sie sich in stratosphärische Ornamente begibt, auch zu bewundern ist ihre außergewöhnliche Kontrolle und Intonation.


    Ihr könnt euch denken wie ich zu dieser CD stehe.......:thumbup:!


    LG Fiesco