Beiträge von Fiesco

    Ich weiß nicht so ganz, ob die Verallgemeinerung dieses absoluten persönlichen Standpunktes zulässig ist. Ich selbst bin ein reger Opernbesucher, habe um die 1800 Aufführungen live erlebt. Oper im Fernsehen gibt mir allerdings gar nichts, ich brauche das Live-Erlebnis bei Bild und Ton, wohingegen ich reine Audioaufnahmen sehr gerne höre. Wirklich begründen kann ich das übrigens nicht, wenn das jedoch heißt, dass ich nach deiner Definition nicht für die Oper brenne, dann werde ich wohl damit leben müssen.

    Lieber Melomane, schöner und präziser hätte ich das nicht formulieren können, du sprichst mir aus dem Herzen, DANKE!

    Ich besitze, bis auf eine Handvoll, keine DVDs von Opern, dafür aber tausende von Auffnahmen auf CD, das gibt bedeutend mehr. Und für die Oper brenne ich seit meinem 15.Lebensjahr! :!:

    Und die gesehen Live Aufführungen kann man sich dann ausrechnen, es gab Jahre da bin ich 4x die Woche in der Oper gewesen! Habe mindestens 30 Jahre keinen Urlaub im Sinne von Urlaub gemacht, sonder bin umhergereist um meine Lieblinge oder unbekannte Opern zu sehen. Heute nur noch ganz wenig aus gesundheitlichen Gründen, aber auf jeden Fall jedes Jahr noch nach Bad Wildbad.

    Ja lieber m.joho, brenne ich nicht für die Oper, nur weil ich mir die Tosca aus der Scala nicht ansehe?


    LG Fiesco

    Heute am 8.12.2019 begehen wir den 2.Advent mit folgender Kantate....


    Wachet! betet! betet! wachet! BWV 70a



    (BWV 70a und 70) ist der Titel von zwei Kirchenkantaten von Johann Sebastian Bach. Er komponierte eine Kantate in sechs Sätzen 1716 in Weimar für den 2. Adventssonntag, und erweiterte sie 1723 in Leipzig zu einer zweiteiligen Kantate für den 26. Sonntag nach Trinitatis.


    Wochenspruch:

    „Seht auf und erhebt Eure Häupter; weil sich eure Erlösung naht.“ Luk. 21, 28


    Allen noch einen restlichen besinnlichen 2.Adventssonntag

    wünscht Fiesco

    Berlioz: La Damnation de Faust op. 24



    Dirigat: John Nelson

    Joyce DiDonato Mezzosopranistin Marguerite

    Michael Spyres Tenor Faust

    Alexandre Duhamel Bariton Brandner

    Nicolas Courjal Bass Mephistphélès

    Chœur Gulbelkian /Jorge Matta Chorleiter

    Les Petits Chanteurs de Strasbourg – Maîtrise de l’Opéra national du Rhin /Luciano Bibiloni Chorleiter


    Die für mich mit Spannung erwartete Aufnahme, nachdem ich im April in Strassburg selbst dabei war, ist nun oft gehört worden. Zuerst der absolute Glanzpunkt der Aufnahme, Michael Spyres ist ein Faust wie aus dem Lehrbuch, er legt sich so mächtig ins Zeug das es einen schier überwältigt. Mit metallischem Schmelz und einer lyrisch gesofteten Heroik. Man muss womöglich lange zurückgehen, bis Verreau oder Gedda um solch einen Faust zu erleben, beste Diktion und Phrasierung sind gepart mit einem unendlich schönem Timbre, ideal für den Berliozchen Faust!

    Joyce DiDonatos Marguerite ist nicht das unschuldige Gretchen, was viele andere Sängerinnen der Partie ebenfalls nicht waren, na ja die Partie wird auch unterschiedlich angelegt, sondern eher eine üppige Marguerite jedoch füllt sie ihren Part verträumt, seelenvoll melancholisch aus. Sie ist glühend engagiert mit einer ebenfalls sehr feinen Diktion des französischen. Ihr Duett mit Faust ist ein Labsal an Ausdruck, sowie ihr "D'amour l'ardente flamme" das ganz aus dem innersten zu kommen scheint. Seele und Leidenschaft zeigen sich in ihrer kunstvollen Darbietung.

    Nicolas Courjal füllt die Rolle des einschüchternden Mephistopheles vielmehr mit giftversprühendem Spott und gegebener Mimik aus als mit Bassgewalt, was mir immer gelegener erscheint.

    Alexandre Duhamel sollte trotz der kleinen Partie, unbedingt Erwähnung finden, sein Brandner war mehr als eine kurze Episode!!

    Was Nelson hier wieder bestätigt, ist seine ungeheuere Präsenz in Sachen Berlioz, auch seine Hingabe an das Sängerteam, das mit ihm atmet, wunderschön.

    Auch der Gulbelkian Chor ist eine einzige Wonne in dieser Produktion

    Fazit: Der Chor der Himmlichen Geister und Kinder die zum Schluss uns noch Trost zu spenden: »Bewahre die Hoffnung, und lächle dem Glück zu. Komm, Margarethe!«


    LG Fiesco

    Zitat

    Bei der BBC gewann Herbages Rolle immer mehr an Bedeutung. Bekannt wurde er als Musikwissenschaftler des Unternehmens, der vergessene Manuskripte ausfindig machte, ungenaue Ausgaben von Partituren korrigierte und Musik für den Rundfunk arrangierte. Für eine Sendung von As You Like It im Jahr 1932 wurde sein Arrangement von Musik für Bratschen, Blockflöte und Laute aus dem 17. Jahrhundert in der Presse für seine Intelligenz und Schönheit gelobt. 1935 bereitete er zum 250. Jahrestag von Händels Geburt eine wissenschaftliche Aufführungsausgabe vom Messiah vor, die auf einer vom Komponisten für das Foundling Hospitel übermittelten Handschrift beruhte. Die Aufführung unter der Leitung von Adrian Boult, Pitts Nachfolger als Musikdirektor und Gründungsdirigent des BBC Symphony Orchestra, war ein Meilenstein für den authentischen Aufführungsstil in Händels Musik. Herbage war von 1940 bis 1971 Mitglied des Verwaltungsausschusses der Royal Philharmonic Society.

    Da haben wir es doch lieber Wok, welche Fassung der Boult Aufnahme zugrunde liegt!


    Zitat von wok

    Diese Aufnahme gibt es übrigens auchals CD.

    oder so.....



    LG Fiesco

    Lieber nemorino, wie so einseitige Beurteilung, ich bin noch nie ein Karajan Anhänger gewesen!


    Und Frau Schwarzkopf habe ich in ihren Meisterkursen erlebt, das hat mir gereicht bis an mein seliges Lebensende von dieser frustrierten und überheblichen Frau, somit ist das Kapitel Schwarzkopf für mich abgeschlossen!


    LG Fiesco

    Zitat von wok

    doch ziehe ich diese Einspielung mt rein britischen Stimmen vor.

    George Alfred Maran (July 25, 1926 – Nov 26, 2011[1]) was an American opera, oratorio, and concerttenor. Born near Boston, Massachusetts.


    Zitat

    sondern er spielt nach der vollständigen Fassung

    Was ist für dich die vollständige Fassung?


    Es sind insgesamt neun verschiedene Varianten, die man programmieren kann auf der McGegan Aufnahmen.

    Jede der CDs beginnt mit einem kompletten Teil, und danach folgen die entsprechenden Varianten daraus.


    Folgende Fassungen sind machbar:


    Die Autograph Fassung (September 1741)

    Die Fassung der Erstaufführung Dublin (13. April 1742)

    Die der Aufführungen in Covent Garden (1743, 1745, 1749, 1750)

    Die 1759 im Londoner Findelhaus verwendete Fassung.

    Die Fassung von Händels Direktionsexemplars mit Zusätzen die zu Lebzeiten Händels gemacht wurden.

    Die zwischen 1750 und 1760 in Dublin aufgeführte Fassung (wie sie 1761 in der Partie eines Chorsängers festgehalten wurde). *

    *Aus dem Booklet der McGegan Aufnahme!

    Ich besitze die Aufnahme von Boult nicht, steht da nichts über die verwendete Fassung? Es wurden damals viele Aufnahmen als Mischfassung eingespielt.


    LG Fiesco

    Lieber nemorino,


    Zitat von nemorino

    Herbert von Karajans umfangreiches und facettenreiches Mozart-Repertoire scheint hier ja niemand zu interessieren. Nun ja, was nicht ist, kann ja noch werden …

    Das mit Karajan und mir wird in diesem meinem Leben nichts mehr, keine Symphonien und schon gar keine Opern (nur wenn es nicht unumgänglich ist wegen der Sänger), und Frau Schwarzkopf ist dann noch zusätzlich ein weiteres

    "NEIN" Kriterium!


    Sorry! LG Fiesco

    Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe!

    Psalm 24,7


    Heute am 01.12.2019 begehen wir den „1. Advent“


    Mit dem 1. Advent beginnt das neue Kirchenjahr, Advent, das heißt Ankunft: die Adventszeit ist eine Zeit der Vorbereitung auf die Ankunft Jesu in dieser Welt, eine Zeit der Vorfreude und der gespannten Erwartung.


    Der 1. Adventssonntag thematisiert die erwartete Wiederkunft Christi am "Letzten Tag".


    Bach-Kantaten für den 1. Advent


    BWV 36 – „Schwingt freudig euch empor“



    BWV 61 – „Nun komm, der Heiden Heiland“ 1714


    41ajxqc0DQL.jpgKlick 17


    BWV 62 – „Nun komm, der Heiden Heiland“ 1724



    Wochenspruch

    "Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer." | Sach 9,9a


    Allen einen schönen 1.Advents Sonntag

    wünscht Fiesco

    Zitat

    Im FAZ-Artikel wird das "schwule Opernmagazin marfa" erwähnt. Was an dieser Etikettierung stimmt, beantwortet der Macher Alexander Busche in diesem Interview:

    Dieses Magazin hat seine Leserschaft:

    Mich eingeschlossen im Abonnement, ich finde de es SUPER interressant, wegen mir könnte das jeden Monat herausgegeben werden!

    Zum Opernführer werde ich nichts mehr posten, hier finden sich Posts die ich im wahrsten Sinne des Wortes zum K.......finde.


    LG Fiesco

    AD 22.u.25.Juli 1998 Live aus Bad Wilbad


    Hierauf hört man die Wiener Fassung von 1822.


    Diese Aufnahme sprüht nur so vor Lebendikeit und Esprit, trotz vieler unbekannter Interpreten ist sie ebenbürtig!

    Das Dirigat von Francesco Corti hat besondere Erwähnung verdient! :thumbup:


    LG Fiesco

    Es gibt eine Aufnahme die mit dem Höllensturz endet.....



    .......Donna Elvira fleht vergeblich Don Giovanni an, sein Leben zu ändern, aber der Schatten der Komturs ist auf der Türschwelle. Er verlangt von dem "Schurken" die Reue: als sich Don Giovanni hartnäckig weigert, ereilt ihn der Tod.

    Hier endet das Drama: hier bevorzugen die gesellschaftlichen und theatermäsigen Konventionen der Zeit und das "Drama giocoso" eigentlich einen glücklichen Schluss, Mozart hängt also eine Schlußszene in Form einer Moral an.

    Mozart selbst streicht sie bei der Wiederaufnahme in Wien heraus: im 19.Jahrhundert gab es sie nicht mehr; Mahler mied sie, Bruno Walter fügte sie wieder ein; bisweilen spielte man an ihrer Stelle sogar das "Dies Irae" aus dem Requiem. Muss man sie also spielen? Seit zweihundert Jahren stellt sich diese Frage - ohne Antwort! Oder eher jedem seine Antwort

    * aus dem Booklet dieser Aufnahme.


    LG Fiesco


    PS: es gibt alle drei DaPonte Opern mit Malgoire in einer Box

    Ich mag die sehr gerne, wie überhaupt die Aufnahmen von Malgoire ;)!

    Bei mir gibt es noch Harnoncourt mit dem Chamber Orchestra of Europe, mit den Symphonien 38-41!



    Zitat von Chamber Orchestra of Europe

    Nikolaus Harnoncourt war 30 Jahre lang ein enger und engagierter Freund des Chamber Orchestra of Europe. Für diejenigen von uns, die das Glück hatten, ihn über drei Jahrzehnte gekannt und mit ihm zusammengearbeitet zu haben, war seine Wirkung sowohl kollektiv als auch individuell aufschlussreich und tiefgreifend. Er war eine herausragende musikalische Persönlichkeit und hat unser gesamtes Leben maßgeblich beeinflusst.

    Nikolaus verband sich mit unserem grundlegendsten Verständnis von dem, was es heißt, Musiker zu sein und drückte sein außergewöhnliches Verständnis von Repertoire und Aufführungspraxis mit Stärke, grenzenloser Energie und einer Charakterkraft aus, die uns in musikalische Welten führte, die wir uns nicht vorstellen konnten und die es gab hat unser Leben verändert.

    Sein Einfluss und seine emotionale Verbindung zu uns allen werden immer stark bleiben. Wir sind dankbar, dass wir eine großartige musikalische Reise mit ihm teilen konnten und dass wir in seinen Worten seine „große Abenteuertruppe“ waren.

    LG Fiesco

    Torquato Tasso war am 9. September 1833 erstmals in Rom im Teatro Valle vertreten.


    Solisten der Uraufführung in Rom, im Teatro Valle, 9. September 1833:

    Eleonora d'Este - Sopran - (Adelina Spech)

    Eleonora - Mezzosopran - Gräfin von Scandiano (Angiolina Carocci)

    Torquato Tasso - Bariton - (Giorgio Ronconi)

    Roberto Geraldini - Tenor - Sekretär des Herzogs (Antonio Poggi)

    Don Gherardo - Bass - Höfling des Herzogs (Ferdinando Lauretti)

    Ambrogio - Tenor - Diener von Torquato (Luigi Garofalo)

    Alfonso II - Bass - Herzog von Ferrara (Antonio Rinaldi)

    Cavalieri, Höflinge des Herzogs, Seiten und Schweizer in Armen


    Szene ist im Palast von Ferrara im Jahr 1579 (Akt I), in der herzoglichen Villa von Belriguardo im selben Jahr (Akt II) und im Gefängnis von Torquato in Ferrara im Jahr 1586 (Akt III).


    Viel Erfolg war diesr Semiseria-Oper nicht beschieden sie wurde auf Grund ihres Inhalts und der für die Zeit ungewöhnlichen Besetzung* abgelehnt. Der Held ist der große italienische Poet Torquato Tasso, der im 16. Jahrhundert an vielen Orten und Höfen in Italien wirkte und mit seinem Werk Jerusalemme Liberata großen Einfluss auf die europäische Literatur nahm.

    Dieser Torquato Tasso wirkt in Donizettis Oper am Hof des Herzog Alfonso II von Ferrara. Er liebt verbotenerweise dessen Schwester Eleonora und wird Opfer einer fiesen Intrige des adeligen Roberto Geraldini/Tenor, der Sekretär des Herzogs, *also ein Tenor als Fiesling. Die Geschichte entwickelt sich verwirrend, aber dank der Chöre der Höflinge wird der Zuschauer informiert. Die Musik lässt den Donizettis Förderer und Lehrer Simon Mayr noch erkennen. Die Rezitative sind im großen und ganzen kurz und prägnant bis schwungvoll, die Arien in ihrer gewohnten Belcantomanier gehalten, die Ausschmückungen sind zumeist dezent gestaltet und ohne die üblichen artistischen Höhepunkte. Umso mehr fallen die schönen, gefühlvollen Duette auf, die den Einfluss der Grand opéra und der beginnenden Romantik erkennen lassen.



    Als CD....


    61JQfVmNlDL._SY300_QL70_FMwebp_.jpgKlick

    ....und diese noch auf Vinyl!


    LG Fiesco

    Da ich heute wieder den wunderbaren Violinkonzerten von Mozart gelauscht habe und entzückt war von diesen OPI Einspielungen, die hier leider noch nicht genannt wurden ......


    AD July - August 1990


    .....die Aufnahme mit The Academy of Ancient Music mit dem 2014 verstorbenen Christoper Hogwood.

    Violine: Simon Standage spielt einen Nachbau von David Rubio 1987 nach "The Dancla" , Antonio Stradivarius von 1703.

    Simon Standage zu seiner Interpretation:

    Die für diese Aufnahme benutzte Spielvorlage war die Neue Mozart Ausgabe. Es ist die die erste moderne Edition, die Mozarts Originale ohne redaktionelle Einmischung getreu wiedergibt, und sie ist ungewöhnlich genau, Wenn es um die Wiedergabe von Mozarts Artikulationssymbolen geht.


    Es ist seit langem meine pers.liebste Aufnahme, vor allem das ungekünstelte Spiel von Standage ist sehr beeindruckend!


    Simon Standage


    LG Fiesco