Beiträge von MDM

    Hallo zusammen!


    Ich weiß nicht, ob es noch Interesse an diesem Nebenthema gibt, vermute aber, dass es doch noch so einige Krimi-und Thrillerfans hier gibt. Auch wenn in den letzten Jahren länger nichts mehr in diesem Thread geschrieben wurde.


    Welche Bücher aus diesem Genre sind derart genial, dass Ihr bedauert, sie schon gelesen zu haben und die Auflösung schon zu kennen?


    Also sozusagen diese Art von Bedauern, dass Euch dieser Hochgenuss nicht mehr bevorsteht?;(


    (Im Bereich Film trifft das bei mir z.B. auf diverse Hitchcock-Thriller wie "Vertigo", "Der dritte Mann", "Der Mann, der zuviel wusste" und so weiter. Schade eigentlich, dass ich da quasi schon locker sämtliche Dialoge mitsprechen kann. )


    Hier soll es aber ja um Bücher gehen.


    "Alibi" von Agatha Christie zum Beispiel kann man meiner Meinung nach wohl nur einmal lesen.


    DER Psychothriller der 90er war für mich lange Zeit "Roter Drache" von Thomas Harris, unglaublich spannend und brutal, aber keine primitive Effekthascherei. "Das Schweigen der Lämmer" ist nicht viel schlechter, die übrigen Hannibal-Lecter-Romane fallen dahinter sehr deutlich ab.


    Mein absoluter Favorit in den letzten zwei Jahren waren die Romane von Stuart MacBride (Logan McRae/Roberta Steel-Reihe, der Rest aber auch). Im Tartan-Noir-Bereich meiner Meinung nach noch besser als beispielweise Ian Rankin (John Rebus) oder Val McDermid. Wer auf diese Art von seeeeeehr sarkastischen Humor in Verbindung mit atemloser Spannung steht, für den gibt es nichts Schöneres! Unbedingte Empfehlung! Die Figuren sind sehr eindringlich gestaltet und viele Dialoge einfach zum Brüllen komisch. Auch wenn die Sprache zugegebenermaßen oft etwas derb ist, die Reihe wird von Fortsetzung zu Fortsetzung immer besser, MacBride musste anfangs ein wenig warm werden. Durchhalten lohnt!


    Gut, komme ich damit zu meiner Ausgangsfrage zurück: Welche Thriller/Krimis bedauert Ihr schon zu kennen?


    Ich wünsche allen Taminos und Paminas einen schönen Sonntag!


    LG....MDM

    Gut, die letzte Runde war schon ziemlich fies, ich gebe es zu.:yes:


    Dafür ist die nächste geringfügig leichter ;):


    41. Wer schrieb "Der Spion, der aus der Kälte kam"?


    42. Welche Stadt in der Schweiz hat die meisten Einwohner?


    43. Wie hieß der Regisseur des Stummfilms "Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens" ?


    44. Wie ist die deutsche Übersetzung von "Kamikaze"? ( Habe ich selbst erst vor zwei Tagen im TV gehört.)


    45. Wer malte " Die Enthauptung Johannes des Täufers"?


    46. Was ist der Unterschied zwischen einer Fahne und einer Flagge?


    47. In welcher Stadt ist Helmut Kohl begraben?


    48. Wie heißt das größte Tier, das jemals auf Erden gelebt hat?


    49. Wer erfand die Zündkerze?


    50. Welcher nichteuropäische Staatschef war 9 Jahre nationaler Meister im Boxen?


    Viel Spaß!


    Gruß...MDM :hello:

    Lieber Orfeo,


    dies ist mir alles wohlbekannt, da ich mich viele Jahre mit fast allem, was Karl May betrifft, ausführlich befasst habe. Literarische Empfehlungen - was lese ich gerade In den letzten Jahren allerdings nicht mehr ganz so intensiv.


    Die Karl-May-Verfilmungen der 60er Jahre mit Pierre Brice, Lex Barker, Ralf Wolter usw. sind wichtiger Bestandteil der deutschen Filmgeschichte, weil es immer noch Millionen Deutsche gibt, die sie heiß und innig lieben. Sie sind sozusagen "Kult" ( ein heutzutage inflationär gebrauchter Begriff, hier trifft er mal zu) und gehören auch zum deutschen Kulturgut dazu wie der Weihnachtsbaum oder das Bier in der Eckkneipe. Die künstlerische Qualität dieser Filme ist natürlich nicht hoch, mit den Romanvorlagen Mays haben sie nicht viel zu tun. Pierre Brice hat man z.B. nie mit einem "helmartigen Schopf" gesehen. Aber wer einen echten Deutschen und seine Liebe zu Winnetou und Karl May wirklich verstehen will, der muss sich einen dieser Filme ansehen.


    Für den Geschmack, den Anspruch und das Bildungsniveau eines typischen TAMINOS sind diese Verfilmungen allerdings wohl eher nichts, das ist mir schon klar.


    Trotzdem gehören sie für mich zum schützenswerten Kulturgut dazu und können auch den Kindern von heute und morgen gezeigt werden, weil sie unsterbliche Werte, wie zum Beispiel Freundschaft und Treue, vermitteln.


    Gruß...MDM :hello:

    Demnächst folgt ein Geschichts-Special, da will ich mindestens 8 Richtige von Dir sehen... :jubel:

    Hier nun das versprochene Quiz-Special für Historiker, Geschichtslehrer ;) und natürlich alle anderen geschichtlich interessierten Taminos und Paminas:


    31. In welchem Jahr (ggf. genauem Datum) war die Unterzeichnung der Magna Carta?


    32. Welche(r) Bundestagspräsident(in) unterbrach am 20.10.1971 die laufenden Beratungen zum Haushalt 1972 und verkündete die Verleihung des Friedensnobelpreises an Willy Brandt?


    33. Welchem deutschen Soldaten wurde 1944 als einzigem das "Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes mit goldenem Eichenlaub, Schwertern und Brillanten" verliehen?


    34. In welcher Gemeinde befindet sich das Grab des 1970 verstorbenen Charles de Gaulle?


    35. Welcher Philosoph gründete 1776 den Illuminatenorden?


    36. In welcher französischen Stadt fand im Sommer 1911 die sogenannte "Leninsche Parteischule "statt?


    37. Wie hieß die Chefsekretärin von Otto Grotewohl, die 1955 wegen Spionagetätigkeit enthauptet wurde?


    38. Welcher 1803 verstorbene spätere Nationalheld war der wichtigste Anführer der Haitianischen Revolution?


    39. Wer erschoss 1968 Robert F. Kennedy und sitzt noch heute seine lebenslängliche Strafe in einem kalifornischen Gefängnis ab?


    40. In welcher Stadt sollten die Olympischen Sommerspiele 1940 stattfinden?


    (Die teilweise komplizierten Schreibweisen einiger gesuchter Lösungen lassen wir mal außen vor.)


    Über Rückmeldungen zur Anzahl eurer richtigen Antworten und sonstige Anmerkungen würde ich mich wie immer freuen.:jubel:


    Grüße....MDM :hello:

    .....und weil ich eure Begeisterung förmlich riechen kann smilie_happy_162.gif, hier noch ein weiterer Test:


    21. Wer schrieb "Die Kartause von Parma"


    22. Welches ist die größte Bibliothek der Welt?


    23. Wer malte "Die Freiheit führt das Volk"?


    24. Wer ermordete Abraham Lincoln?


    25. Wie nennt man die Chance im Französischen Roulette, bei der man 6 aufeinander folgende Zahlen ( z.B. 7-12) des Tableaus abdeckt?


    26. Welcher Nobelpreisträger gilt als der Begründer der Quantenphysik?


    27. Welche Hollywood-Legende und Ehrenoscar-Gewinner spielte 1931 die Hauptrolle im US-Gangsterfilm "Der kleine Cäsar"?


    28. Wer war zur Zeit der Kubakrise Generalsekrär der Vereinten Nationen?


    29. Wie hieß die erste Ehefrau Heinrichs des Achten?


    30. Wie hieß die erste Briefmarke der Welt?


    ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++


    Bei Bedarf kann ich später alle bisherigen Lösungen hier nochmal aufschreiben.


    Viel Spaß weiterhin!8o


    MDM :hello:

    Super,


    Frage 9 war zugegebenermaßen etwas speziell, obwohl Carl von Linné schon ein sehr bedeutender und berühmter Forscher war....


    Ein kleiner Nachschlag noch, wo wir schon einmal dabei sind ( diesmal seeeehr personenlastig ;))


    11. Wie heißt die Hauptstadt des US-Bundesstaates Washington?


    12. Wer malte " Das Massaker der Unschuldigen" ("Kindermord von Bethlehem")?


    13. Welche gilt gemeinhin als die "Königin der Nüsse"?


    14. Wie viele Kantone hat die Schweiz?


    15. Wie hieß der Gründer des Jesuitenordens?


    16. Wie hieß der zweite Präsident der USA nach George Washington?


    17. Wie heißt das seltenste und größte Solospiel beim Skat?


    18. Wie hieß der Erfinder der Blindenschrift?


    19. Wer erfand das Rasterelektronenmikroskop?


    und abschließend noch die Marcel-Reich-Ranicki-Gedächtnisfrage :D


    20. Wie hieß die letzte Lebensgefährtin von Franz Kafka?


    ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++



    Zu schwer und speziell das Ganze? :/ Trotzdem nochmal viel Spaß beim Grübeln! ;)


    MDM :hello:

    Gut, dann probieren wir es ganz einfach mal an diesem späten Sonntagnachmittag


    10 außermusikalische Fragen, also nicht ganz im Sinne des Threadtitels. (Nicht schummeln und [vorher]nachgucken!;))


    1. In welcher Stadt starb Heinrich Heine?


    2. Wie heißt die längste der drei Seiten eines rechtwinkligen Dreiecks?


    3. Welcher österreichische Bundeskanzler war gebürtiger Jude?


    4. Was ist ein Diminutiv?


    5. Wer erfand das Periodensystem der Elemente?


    6. Wie heißt das Hauptwerk von Niccolò Machiavelli?


    7. Wer malte "Die Arnolfini-Hochzeit"?


    8. Wen ernannte Adolf Hitler in seinem politischen Testament zu seinem Nachfolger und Reichspräsidenten?


    9. Welcher Naturforscher des 18. Jahrhunderts beschrieb als Erster den Europäischen Hecht?


    10. Wie heißt die Hauptstadt von Liberia?


    Wer möchte, kann die Anzahl seiner richtigen Antworten ja mal unten reinschreiben.


    Ich würde sagen, alles so ab 7-8 ist schon sehr gut.


    MDM :hello:

    Zum heutigen Weltkatzentag ein nicht-klassischer Klassiker aus einer (Fernseh-)Zeit, als die Welt noch in Ordnung war ;):



    Musikalisch unterlegt ist der Film mit dem „Wild Cat Blues“ von Fats Waller in einer Version von Henry Arland, Klarinette, zusammen mit dem Orchester Hans Bertram aus der Polydor-Produktion „Clarinet Fascination“ von 1972. (Zitat Wikipedia)


    henry_arland-clarinet_fascination_a.jpg



    Eine Neuauflage der legendären hr-Pausenkatzen gab es 2015:



    Making-of:



    Schöne Grüße an alle Katzenfreunde!


    MDM smilie_tier_113.gif

    .....meine zukünftigen Vermögens....


    Reicher als jetzt will ich gar nicht unbedingt werden. Schaden könnte es sicherlich nicht, aber wichtiger wäre es mir, dass das, was vorhanden ist, nicht noch mehr an Wert verliert(derzeitige galoppierende Inflation).


    Da ich mit Edelmetallen keine große Erfahrung habe, muss ich mich erst einmal kundig machen. Soll ich Goldmünzen zu 1 Unze ( Krügerrrand o.ä. ) bei meiner Hausbank kaufen oder lieber kleine Barren? Oder Silber? Oder kleinere Stückelungen? Ich werde wohl etwa 30-50 Tsd. € in Edelmetallen anlegen.


    Dann muss ich mir nur noch ein paar schlaue Verstecke auf unserem Grundstück überlegen.:D


    Wer momentan ähnliche Überlegungen anstellt oder vielleicht diesbezüglich schon Erfahrungen gemacht hat, kann ja mal berichten.....


    Grüße...MDM :hello:

    Lieber Hans Heukenkamp,


    ich bin geneigt, "Stimmenliebhabers" damaliger Einschätzung aus Beitrag #110 zuzustimmen, dass, obwohl ich bekanntlich großer MDM-Fan bin, Domingo es in dieser speziellen Version oben in #166 insgesamt am besten von allen hier vorgestellten Meistern gemacht hat und der "Perfektion" bei dieser Arie am nächsten kommt. Die Tempi und Lautstärken stimmen, das richtige Maß an Emotion bzw. Leidenschaft an den entsprechenden Stellen ist zu hören, keine Vokalverfärbungen, Diminuendi sind OK, keine überlang gehaltenen Töne, saubere Artikulation bzw. Wortdeutlichkeit, "angenehmes" Timbre und man nimmt ihm den Mario in dieser Situation 100%ig ab, er übertreibt eigentlich nirgends. Es geht meiner Meinung nach einfach nicht besser. :thumbup:


    Beste Grüße,


    MDM :hello:

    Dietrich Bonhoeffer

    Von guten Mächten wunderbar geborgen


    Von guten Mächten treu und still umgeben,
    behütet und getröstet wunderbar,
    so will ich diese Tage mit euch leben
    und mit euch gehen in ein neues Jahr.


    Noch will das alte unsre Herzen quälen,
    noch drückt uns böser Tage schwere Last.
    Ach Herr, gib unsern aufgescheuchten Seelen
    das Heil, für das du uns bereitet hast.

    Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern
    des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
    so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
    aus deiner guten und geliebten Hand.

    Doch willst du uns noch einmal Freude schenken
    an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
    dann wolln wir des Vergangenen gedenken,
    und dann gehört dir unser Leben ganz.

    Lass warm und still die Kerzen heute flammen,
    die du in unsre Dunkelheit gebracht,
    führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
    Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.

    Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
    so laß uns hören jenen vollen Klang
    der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
    all deiner Kinder hohen Lobgesang.

    Von guten Mächten wunderbar geborgen,
    erwarten wir getrost, was kommen mag.
    Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
    und ganz gewiß an jedem neuen Tag.



    Die tragischen Umstände, unter denen diese Zeilen entstanden sind , dürften allgemein bekannt sein. Ansonsten kann man sie hier


    https://de.wikipedia.org/wiki/…en_treu_und_still_umgeben


    gern noch einmal nachlesen.


    Vertont gefällt mir die Melodie in der Version von Siegfried Fietz am besten. Hier der Meister persönlich:



    Für mich ganz persönlich eines der trostspendendsten und zugleich mutmachendsten Gedichte bzw. Lieder in deutscher Sprache, die ich kenne.


    :hello:

    eher weltbekannt in Deutschland, würde ich sagen.

    Diese Bemerkung bringt mich zu der Frage, ob die Werke Adolph Menzels wie "Flötenkonzert Friedrichs des Großen in Sanssouci", "König Friedrichs II. Tafelrunde in Sanssouci", "Aufbahrung der Märzgefallenen" oder "Das Eisenwalzwerk" nur in Deutschland einigermaßen bekannt oder tatsächlich weltbekannt sind?


    Manchmal kann man (ich) das gar nicht so recht einschätzen.smilie_denk_14.gif


    Meinungen?


    :hello:

    Die Southern Rock-Legende Lynyrd Skynyrd auf dem Höhepunkt ihres Könnens.


    Einfach zurücklehnen und genießen.


    Der wahre Wahnsinn beginnt hier ab ca. 6:05 :hail:



    Darauf kann man sich dann schon mal einen kleinen Joint gönnen. ( 11:35);)


    Tragischerweise kamen 8 Monate nach diesem Konzert bei einem Flugzeugabsturz in Mississippi u.a. der Sänger Ronnie Van Zant und 4 weitere Passagiere ums Leben.;(


    :hello:

    Entweder sie hätten sich eindeutig vom Kriegsverbrecher Putin distanziert oder sie sollen halt hingehen, wo der Pfeffer wächst.

    Ist womöglich nicht so einfach. Vielleicht haben Leute wie Netrebko und Gerghiev einfach Angst, eines schönen Morgens eine unbekömmliche Dosis Nowitschok oder Polonium in ihrem Frühstückstee serviert zu bekommen. Dem KGB und speziell Putin ist alles zuzutrauen, wirklich alles; die sind unberechenbar. Und hinterher wird natürlich wie üblich behauptet , man hätte damit nix zu tun. Neenee, mit den Tschekisten würde ich mich als prominenter Russe auch nicht anlegen wollen.

    Heute vor 110 Jahren, am 30. März 1912, verstarb in Radebeul bei Dresden der berühmte deutsche Abenteuerschriftsteller Karl May.

    Zitat von Wikipedia

    Karl May schrieb auch einige Kompositionen, besonders während seiner Mitgliedschaft im Gesangverein „Lyra“ um 1864. Bekannt ist seine Version von Ave Maria (zusammen mit Vergiss mich nicht in Ernste Klänge, 1899).[51]

    Es dürfte schon erlaubt sein, hier eine spezielle Diskussion zu führen, während in der Ukraine gekämpft wird und leider auch Soldaten und Zivile sterben und verletzt werden. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

    Vielleicht doch: Der Krieg in der Ukraine scheint mir aktuell der hauptsächlichste Grund dafür zu sein, weshalb sich hier im Forum in den verschiedensten Threads derzeit untereinander noch mehr als sonst üblich angegiftet wird. Alle sind irgendwo mehr oder weniger stark aufgewühlt, jeder macht sich so seine Gedanken und da wird dann- unabhängig vom Gegenstand des jeweiligen Threadthemas- in einem schärferen Ton geschrieben und persönlicher angegangen, als man es wahrscheinlich unter normalen Umständen tun würde. Die Nerven halt.


    So würde ich das sehen.

    Fragt sich, ob Andre Rieu, Vanessa Mae, Andrea Bocelli usw. hier bei den Umsatzzahlen unter "Klassik" mitgezählt werden oder unter "Sonstiges" laufen, sonst wären es wohl noch einiges weniger als 2,2 Prozent.


    Die U-Musik-Stile Schlager, volkstümliche Musik, Deutsch-Pop, Pop, sogar Elemente aus der Rockmusik und Sonstige (z.B. Ethno, Shanty ["Santiano"] verschmelzen seit Jahren immer mehr und sind eigentlich kaum noch trennscharf zu sortieren.

    Hier ist wichtig, was wir unter Pop-Kultur verstehen wollen. Vieler Pop-Musik lastet dieses Ressentiment keineswegs an.

    Eben. Pop-Musik ist nicht gleich Pop-Musik. Für viele Leute, die sich überhaupt nicht auskennen und ausschließlich Klassik oder Jazz hören, ist das sozusagen alles eine Soße und sie subsumieren unter dem Begriff "Popmusik" fälschlicherweise schlicht fast alles, was so unter moderner , "populärer" Unterhaltungsmusik angeboten wird. Also unter anderem auch die unzähligen Spielarten und Subgenres des Rock und Metal, Punk, Beat, Blues, Folk, Reggae, Ska, Country & Western. Elektro, Darkwave, EBM, Calypso, Ethno , die ganzen Crossoverstile davon und vieles mehr. Es würde von völliger Ignoranz zeugen, dies alles als minderwertigen Mist, der vordergründig nur auf billige affektive Wirkungen abzielt , über einen Kamm zu scheren. (Ich selber höre zum Beispiel gern auch diverse Rockstile.)


    Das müsste also erstmal geklärt werden, bevor weiterdiskutiert wird. Aber selbst, wenn wirklich originär "Popmusik" gemeint ist, würde ich mich sehr davor hüten, das alles als primitiven Dreck abzutun, der irgendeiner verblödeten Masse als Kleister in die Ohren geschmiert wird, damit sie noch mehr verblödet und artig konsumiert. Es gibt durchaus Unterschiede, ob man beim Begriff "Popmusik" an Modern Talking oder Tina Turner, Take That oder Depeche Mode denkt.

    :hello:

    Nachdem ich besagte Dokumentation auch gerade gesehen habe, kann ich das nur bestätigen. Die Hintergründe zum "Tod in Venedig" sind aus heutiger Sicht ziemlich abgründig und lassen auch das Genie Luchino Visconti in einem anderen Lichte dastehen. Es nimmt ihm nichts von seinem Ausnahmerang, aber offenbart doch ein fragwürdiges Menschenbild. Letztlich ist Björn Andrésen wohl auch an diesem Film zerbrochen. Ein hoher Preis. Heute, 50 Jahre danach, bleibt der Film zwar trotzdem ein Meisterwerk. Gleichwohl gut, dass man nun mehr über die Entstehung erfuhr.

    Als Ergänzung dazu sei vielleicht noch angemerkt, dass die ARTE-Version der Dokumentation mit 52 Minuten offenbar 40 Minuten kürzer als der Originalfilm ist.


    :-]

    Mir ist gestern erstmalig ein Malheur passiert. Wollte auch "Tod in Venedig" sehen, 20:15 eingeschaltet, ca. 30 min mit sinkendem Interesse zugeschaut. Und plötzlich war es kurz nach 22.00 Uhr. Bin wohl eingeschlafen. Habe wohl auch nichts versäumt. Ist nicht meine Welt.

    La Roche

    Habe durchgehalten. Das Flair dieser Epoche wurde gut eingefangen und musikalisch passend untermalt . Viel passieren tut allerdings nicht, größtenteils gafft Aschenbach dem polnischen Bengel hinterher und macht sich irgendwann zunehmend lächerlich, wird dann lebensmüde und stirbt schließlich an Cholera. Das war es im Prinzip schon. Hin und wieder gibt es noch Rückblenden, in denen es um das Leben der Hauptperson und deren Ringen um ihr künstlerisches Selbstverständnis und der Suche nach "wahrer Schönheit" geht. Naja, viel mehr an "action" konnte man auch nicht zu erwarten, wenn man irgendwann mal das Buch gelesen hat. Gepflegte Langeweile halt. Ist ja auch ehrlich gesagt nicht ganz so einfach, quasi eine antike Tragödie auf die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts filmisch zu übertragen und dabei auch noch der literarischen Vorlage einigermaßen gerecht zu werden.


    Die Doku um den Darsteller des Tadzio habe ich auch noch geschafft. Björn Andrésens Lebensweg ist wohl das wahre Drama rund um diesen Visconti-Film.


    :hello:

    ARTE zeigt gleich um 20.15 Uhr "Tod in Venedig", den einstigen "Skandalfilm" Viscontis von 1971, frei nach der Novelle von Thomas Mann. Wird wohl nicht allzu oft im Fernsehen gezeigt. ( Wiederholung am Freitag, den 5.11. um 14.15 Uhr) In der Programmzeitschrift ist eine Länge von 125 Minuten angegeben, beim deutschsprachigen Wikipedia sind es 130 Minuten. Da ich den Film noch nicht kenne, ziehe ich ihm "Mord im Orientexpress" vor, der zeitgleich auf 3Sat läuft. (Beim letzteren kann ich allerdings mittlerweile schon fast die kompletten Dialoge mitsprechen.:D:)


    Bin gespannt.:bado:


    :hello:

    Ja, das stimmt wohl. Ohne ein wenig Kitsch in ihrem Alltag, offen oder heimlich-verschämt ausgelebt, wären viele Menschen nicht glücklich, mutmaßlich auch gebildete.

    Atemlos durch die Nacht


    Hat es die gute Helene endlich auch ins TAMINO-Klassikforum geschafft, welch eine Freude.:jubel: Wurde ja auch allerhöchste Zeit. :jack:


    Der Wendler, der Schlingel, hat das allerdings schon ein paar Tage vor ihr hinbekommen.:zwink:


    ;) :hello: