Beiträge von MDM

    Lieber MDM,


    muß man wirklich "notgedrungen" auf Balkone und Terrassen ausweichen? Natürlich kann das jeder halten, wie er will, aber ich finde so etwas schlicht und ergreifend lächerlich.


    LG Nemorino

    Lieber Nemorino,


    genau, lass`die Menschen einfach das tun, wonach ihnen ist und was ihnen Trost bereitet. Es schadet ja niemanden. Wir leben in sehr ungewöhnlichen Zeiten und da sind ungewöhnliche Aktionen keine Seltenheit.


    Ich glaube, wir werden uns hier noch alle gewaltig umgucken, was diese Krise noch so mit sich bringen wird und solche harmlosen , gut gemeinten Gesten erscheinen uns dann noch mal vielleicht irgendwann als das Normalste von der Welt.


    LG...MDM

    Es geht bei den Einkaufswagen wohl auch darum, dass quasi automatisch etwas mehr der angemahnte Abstand eingehalten wird, wenn man das Ding vor sich her schiebt.


    Wenn die Leute in Zeiten geschlossener Kirchen gern ein wenig Trost darin suchen, notgedrungen auf ihren heimischen Balkonen zu beten, zu singen und Kerzen anzuzünden und damit gleichzeitig ihre Solidarität für gestresste helfende Mitbürger ausdrücken wollen, empfinde ich das nicht als albern, sondern ist aller Ehren wert. Man muss ja nicht mitmachen.


    LG...MDM :hello:

    Lieber Wilfried,


    als Gegner des Regietheaters gebe ich Dir recht, dass es momentan in der Tat so einige Dinge gibt, die in unserem Leben dringlicher sind wie unsere (allseits heimlich heißgeliebten) Debatten zu diesem lieblichen Thema, wo gerade in aller Welt die Opernhäuser geschlossen sind. Eigentlich ist dazu in den letzten 15 Jahren hier wirklich alles schon mal gesagt wurden, was es dazu zu sagen gibt . (Vielleicht noch nicht von allen, aber das kann man ja in entspannteren Zeiten mal nachholen.)


    Der UNO-Generalsekretär hat übrigens angesichts der aktuellen weltweiten Krise zu einem globalen Waffenstillstand in allen Konfliktherden dieser Welt aufgerufen. Vielleicht sollten wir hier bei Tamino auch so unseren kleinen, zumindest zeitweiligen Waffenstillstand an der, zugegebenermaßen tausendmal unwichtigeren RT-Front, schließen. Ich für mein Teil wäre dazu bereit.


    LG....MDM :hello:

    ich denke eher, daß man sich im Notfall mit Gewalt mit Lebensmittel und kLopapier eindecken will........

    Gestern noch halb im Scherz gepostet , jetzt schon (fast) tödlicher Ernst:


    Zitat

    ....In Australien - wie in vielen anderen Ländern - gehört Toilettenpapier mittlerweile zu den knappen Gütern. ..


    .....Weil sie mehrere Packungen Toilettenpapier aus Supermärkten gestohlen haben sollen, sucht die australische Polizei nun nach zwei Männern. Sie werden für eine Serie von Raubzügen in den Vororten der Metropole Sydney verantwortlich gemacht, wie die Polizei des Bundesstaats New South Wales (NSW) am Dienstag mitteilte.....


    ....Die beiden Männer werden nun per Foto gesucht. Einer von ihnen soll einen Supermarktmitarbeiter mit einem Messer bedroht haben....

    Quelle: web.de https://web.de/magazine/panora…ttenpapier-diebe-34545010


    Wo soll das bloß alles noch hinführen? :patsch:

    PS: Es ist sogar noch schlimmer: Die jungen Regisseure haben jetzt viel Zeit, um sich "kreative" neue Inszenierungen auszudenken. Macht euch auf was gefasst...

    Es könnte schon sein, dass wir irgendwann einen "Coronagrin" oder "Outbreak-Rigoletto" erleben werden, allerdings wäre das schon wieder fast zu naheliegend. RT- Regisseure werden durch die Krise jetzt nicht einfach "brav". Die Inszenierungen werden wohl künftig eher noch wilder.


    Zuschauerseitig sehe ich auch nicht unbedingt, dass eingefleischte RT-Fans jetzt plötzlich geläutert werden und Inszenierungen im klassischen Stil herbeisehnen. Der Hunger danach könnte nach der langen Abstinenz größer sein als je zuvor.


    Nach den Entbehrungen des zweiten Weltkrieges ( der Vergleich hinkt jetzt, weil man die beiden Ereignisse vom Ausmaß her nicht miteinander vergleichen kann) wollten viele Menschen in Deutschland einfach vergessen und auch verdrängen, einfach mal wieder etwas Schönes in Kino (Heimatfilme) und Operette/Oper sehen. Es ist nicht völlig auszuschließen, dass eine ähnliche Sehnsucht nach der Corona-Krise jetzt beim vorhandenen und künftigen Opernpublikum ebenfalls eintritt, aber persönlich glaube ich eher nicht daran. Wir werden sehen.

    An die Prognose, das Coronavirus tilge gewissermaßen das "moderne Regietheater" aus, glaube ich auch nicht

    Es könnte theoretisch auch der umgekehrte Fall eintreten: Das Virus und seine weltumspannenden weitreichenden Folgen könnte Regisseure erst recht zu eigenwilligen aber spartanischen Inszenierungen inspirieren. Ausstattungsmässig sparsam gehaltene Opern mit Neuinterpretationen über die Grundfragen der Menschheit, deren Sein und Vergänglichkeit beispielsweise. Das Regietheater sozusagen zu einer neuen "Blüte" führen, schon aus rein ökonomischen Gründen. :(


    Aber wer weiß das alles heute schon.:nixw:

    :mask::mask:

    Was für mich bisher die Krone aller Entschlüsse bedeutet, ist das Schließen von Kirchen und kirchlichen Einrichtungen. In früheren Zeiten öffnete man in Notzeiten gerade die Gotteshäuser, Bittgottesdienste wurde angesetzt, im Meßbuch gab es ein eigenes Formular "in Zeiten der Not".

    Unsere Familie hat es auch getroffen. Im heutigen Gedenkgottesdienst unserer kleinen Gemeinde sollte das sogenannte Ablesen der Verstorbenen stattfinden, u.a. für meinen vor drei Wochen Vater. Unser Pfarrer rief gestern an, die Landeskirche Anhalt habe darum gebeten, Gottesdienste vorerst nicht stattfinden zu lassen. Traurig sowas.:no:

    Hollywood-Legende Kirk Douglas ist im Alter von 103 Jahren gestorben.


    Seine Filme habe ich gern und die meisten mehrfach gesehen. Er war die wirklich letzte (männliche) Hollywood-Legende, die ich zur "Goldenen Ära" zählen würde. (Olivia de Havilland würde ich mit ihren 103 1/2 Jahren als die letzte noch lebende weibliche Legende aus dieser Epoche rechnen, Stars wie Sidney Poitier oder Eva Marie Saint nicht mehr.)


    Ruhe in Frieden, alter Haudegen! Du hast Generationen von Kinofans in aller Welt viel Freude bereitet!


    MDM

    Mein erster bewußt erlebter Dirigent war Musikdirektor Günther Wendemuth mit dem Kulturorchester(?) Schönebeck. In den 70er Jahren wurden auf kleineren Tourneen für die Polytechnischen Oberschulen Konzerte arrangiert. Der Besuch dieser "Schülerkonzerte" war für alle Schüler der Klassen 7-10 Pflicht. Es hat aber Spaß gemacht, weil es in aufgelockerter und unverkrampfter Art und Weise präsentiert wurde.


    Ich kann mich nur noch erinnern, dass u.a. Haydns " Sinfonie mit dem Paukenschlag", die Donauwalzerkette und der Radetzky-Marsch gespielt wurden.


    https://www.mitteldeutsche-kam…r-uns/geschichte.html#c86


    LG ...MDM

    Ich würde mich aber nie abhalten lassen eine CD wegen eines misslungenen Covers nicht zu kaufen, wenn man mir sagt, dass die Aufnahme astrein ist.

    Das sehe ich auch so.


    Zur Not kann man sich ja für den Privatgebrauch ein CD-Cover per PC nach dem persönlichen Geschmack selbst gestalten oder von einem Bekannten gestalten lassen, wenn man da ( wie ich) nicht so geschickt ist.


    LG...MDM :hello:

    Lieber operus,


    ich weiß nicht so recht, was Du Dir da vorher von dieser Crossover-Show versprochen hast bzw. mit welcher Erwartungshaltung Ihr da hingegangen seid?


    Am besten ist es vermutlich, sich immer vorher immer mal ein wenig Internet umzugucken, um eine grobe Vorstellung von dem zu bekommen, was einem so ungefähr erwartet. (Man muss sich ja trotzdem nicht vorher alle Überraschungen verraten lassen.)


    Dass die Verantwortlichen ihren Murks vorher in den höchsten Tönen anpreisen, ist logisch. Werbung ist eines der ältesten Gewerbe der Welt, aber das brauche ich Dir mit Deinem fachlich-beruflichen Hintergrund ja wohl nicht zu erklären.


    Wenn man das liest:


    Zitat

    Durch die musikalische Gesichte führt der Pippin-Darsteller und Sänger Billy Boyd sowie in deutscher Sprache der erfolgreichste deutsche Schauspieler der vergangenen zwei Jahrzehnte: Sky du Mont. Du Mont ist dem internationalen Publikum aus Filmen wie Stanley Kubricks „Wide Eyes Shut“ an der Seite von Nicole Kidman und Tom Cruise bekannt, dem älteren deutschen Publikum aus Filmen wie „Otto“ und TV-Serien wie Derrick, den Jüngeren aus seinen Paraderrollen in den erfolgreichsten deutschen Kinofilmen - Bully Herbigs „Der Schuh des Manitu" und (T)Raumschiff Surprise, für die er jeweils den deutschen Comedypreis und Bambi gewann.

    dann darf man kein große, hohe Kunst auf vergleichbarem Niveau, das Du durch Deine persönliche Erlebnisse mit Weltstars der Oper/Klassik kennengelernt hast, erwarten.


    Zitat

    Die Presse feiert "Der Herr der Ringe & der Hobbit – das Konzert" als "hochemotionales und mythisches Erlebnis" und preist: "Knapp 100 Akteure - vom gut aufspielenden Orchester über den stimmstarken Auenland- Chor bis hin zu den hervorragenden Solisten - zeigten Einsatz, um das Publikum in Tolkiens weltberühmte Fantasy-Welt zu versetzen...

    Stutzig hätte mich allein schon das kleine Wörtchen "gut" hier gemacht. Nur "gut"? Warum so bescheiden und nicht herausragend oder "glänzend"? Das hat man sich selbst seitens der Veranstalter wohl nicht getraut zu schreiben.


    Quellen:


    https://stuttgart-live.de/even…onn-heilbronn-2019-12-28/


    https://www.port01.com/news/Le…ator_besttigt-3-26906.htm


    Der große Saal in der Harmonie mit 2000 Plätzen ist fast ausverkauft überwiegend mit jugendlichen Besuchern, wobei die Heilbronner Orchester keine Kosten und Mühen scheuen und zum Teil mit speziellen Jugendkonzerten gerade diese Zielgruppe umwerben.

    Die Tolkien-Bücher und deren Verfilmungen von Peter Jackson waren und sind, vor allem bei Jugendlichen, extrem beliebt, darum gehen viele Fans dort hin.



    die Heilbronner Orchester keine Kosten und Mühen scheuen und zum Teil mit speziellen Jugendkonzerten gerade diese Zielgruppe umwerben. Sie haben meistens ähnlich hohe Besucherzahlen, aber permanent gegen die Überalterung des Publikums zu kämpfen. Wo liegen die Gründe für diese kaum rational zu erklärende Tendenz?

    Mit "leichter" Crossover-Klassik lassen sich einige jüngere Durchschnittsbürger durchaus ganz gern hin und wieder mal angenehm berieseln. Was darüber hinausgeht, ist für viele zu anstrengend und somit uninteressant.


    Okay, ich habe mal wieder die Rolle des Klugscheißers übernommen. Egal, das kennst Du ja schon von mir. Schade nur für Euch ums schöne Geld und um die anscheinend nur begrenzt sinnvoll verbrachte Zeit.


    Liebe Grüße...MDM :hello:

    Guten Tag zusammen!


    Ich glaube, die Anzahl der Sängerinnen und Sänger, die klug genug waren, wirklich zum bestmöglichen Zeitpunkt in ihrer Karriere auf die Aufzeichnung weiterer Tondokumente zu verzichten, ist weitaus geringer als die derjenigen, die es sich nicht verkneifen konnte, doch noch eine letzte und allerletzte Aufnahme (Abschiedstournee sowieso, aber das ist noch ein anderes Thema) zu machen. Auch die ganz großen Namen waren darunter. Sehr oft war das die falsche Entscheidung. Man fragt sich nur immer, warum machen die das, was ist es? Ist es das Geld, Überschätzung der eigenen Fähigkeiten, die Eitelkeit oder was sonst? Haben die Künstler keine guten Freunde und Berater, die ihnen abraten? Und warum wird dieser alte Fehler immer wieder von der nächsten Generation wiederholt ? Wie war das bei berühmten Pianisten oder Dirigenten, waren die i.d.R. klüger als ihre Sängerkollegen?


    Dies nur als kleine Nebenbemerkung, die mir bei der Erwähnung der 88er "Tosca" ( obschon nicht offiziell veröffentlicht) oben in den Sinn am. Sollten wir bei Bedarf vielleicht woanders diskutieren.


    LG...MDM schneemann_39.gif

    Lieber Gerhard,


    danke für die Zusammenfassung Deiner Erfahrungen. Es stimmt, die Taminos sind nun mal so wie sind , und themenfremde Diskussionen entstehen oft dort bzw. setzen sich gelegentlich dort fort, wo sie eigentlich nicht hingehören. So diszipliniert ist keiner von uns und es hat auch wahrscheinlich schon jeder mal gemacht. Man muss das wohl letztlich so akzeptieren.

    Ich glaube, dass er deine gute Absicht wohl missverstanden hat.

    Ich vermute das auch. Eigentlich wollte ich die brillanten Beiträge, die in vielen Stunden mühevoller Arbeit von Helmut Hofmann erstellt werden, von weniger relevanten "Ballast", wie Du es nennst, also von nicht zum gerade zum Gegenstand des gerade besprochenen Teilsapektes zugehörig, freihalten,habe das aber nicht zu Ende gedacht. Kurzstückmeister macht es so ungefähr in seinem Grundlagenthread, zu den geschlossenen Kolumnen von Dr. Holger Kaletha gibt es zusätzliche Diskussionsthreads usw. . Aber es ist nun einmal so dumm gelaufen. Ich bereue meinen leichtfertigen Aktivismus zutiefst und möchte jetzt auch nichts mehr dazu schreiben.


    LG...MDM :hello:

    Lieber Siegfried,

    Das Ganze scheint mir pathologische Züge anzunehmen. Da traut man sich ja nicht mehr zu irgend einem Thema etwas beizusteuern. MDM, deine Entschuldigungen sind überhaupt nicht nötig. Du hast nichts verbotenes getan.


    Ja, verboten ist es wohl nicht, vielleicht ungebührlich?? Wer weiß das schon.Viele kennen sich untereinander hier ja nicht persönlich und wissen nicht, wie der andere so "tickt". Mir ging es eigentlich im Prinzip nur darum: Im anderen Thread ging es munter durcheinander ,unter anderem zu technischen Fragen des Beitragabtrennens von Reinhard, dann kam ein "Faust"-Zitat von hart und weiterhin eine Frage von WoKa nach dem Einflüssen des Märchens auf Kunstlied und Ballade. Dann kam Helmut Hofmanns einleitender Fachbeitrag mit dem Vergleich Volkslied-Kunstlied. Man kann doch versuchen, das Ganze ein wenig zu strukturieren. Wilfried brachte die Idee auf, einen zusätzlichen Nebenthread für solche, von mir eben geschilderten Einwürfe, einzurichten; der Idee bin ich gefolgt. Diese Idee kann auch von anderen als Mist angesehen werden, dann verzichten wir auch gern darauf und lassen den Thread verschwinden. Ich werde hier künftig sensibler vorgehen.


    LG...MDM :hello:

    Ohnehin ist das alles kein Problem hier mehr. Denn der Start eines "Parellelthreads" zu diesem hat mich derart verstört, dass ich auf der Stelle diesen hier aufgegeben haben.

    Soll der "Starter" sich doch dort der Aufgabe widmen, die in diesem gestellt war.


    Lieber Helmut Hofmann,


    ich hatte mit einer so heftigen Reaktion Deinerseits auf diesen Thread hier nun überhaupt nicht gerechnet, ich bin geradezu geschockt. Ich wollte Dir nicht ins Konzept pfuschen. Es gab und gibt ja durchaus die Praxis, dass zu einem bestimmten Thema der Hauptthread vom Autor eröffnet wurde und zusätzlich eine Nebenthread, in dem diskutiert werden konnte, auch Nebengeleise und Anmerkungen hatten dort ihren Platz. So wurde das einheitliche Bild des Hauptthemas nicht zerstört. Ich habe Deine Konzeption anscheinend gründlich missverstanden und kann hier nur wiederholt um Entschuldigung bitten, es war keine negative Absicht damit verbunden. Lassen wir das Ding hier einfach in den Giftschrank verschwinden und vergessen wir ihn. Es ging ja eigentlich nur um eine "technische" Angelegenheit.



    LG...MDM :hello:

    Der begreift den Sinn der Einrichtung dieses Parallelthreads überhaupt nicht.

    Er "schreitet nicht ein", sondern aus seinem aus.

    Lieber Helmut Hofmann,


    dann sollten wir diesen Parallelthread hier schnellstens wieder schließen!


    Es sollten hierin Banalanmerkungen - und fragen untergebracht werden, die nicht unmittelbar zum Thema gehören. Außerdem könnte durch Fragen und Antworten zu unterschiedlichsten Teilaspekten der rote Faden im Hauptthread verloren gehen, es sozusagen zu wild durcheinander gehen.


    Da Dich dies anscheinend aber irritiert, nehme ich Abstand von diesem Ansinnen und bitte herzlich um Entschuldigung!


    LG...MDM :hello:

    Lieber Helmut Hofmann,


    vielen Dank für den einleitenden Vergleich Volkslied - Kunstlied.


    Hättest Du nicht damit begonnen, hätte ich als Erstes danach gefragt. Im Internet findet sich dazu ein etwas holzschnittartiger Vergleich in einem Schülerforum, ich zitiere das mal:


    Das ist wohl eine etwas banale Zusammenstellung, die ich hier aber trotzdem mal rein informationshalber einstelle. Was davon nicht oder nur teilweise stimmt, sollte korrigiert werden.


    Lieber Helmut Hofmann,


    Du hattest um Zeit gebeten, um Deine Einführung zu erstellen. Jetzt bitte (n) ich/wir unsererseits erstmal ein wenig Zeit, um den ersten Abschnitt durchzulesen bzw. durchzuarbeiten. Viele Sätze müssen gründlich gelesen und auch so manche Fachbegriffe erst nachgeschlagen werden, die Hörbeispiele angehört werden.


    Ich kann aber schon einmal sagen, dass ich die von Dir gewählte Form der Präsentation gut finde.


    LG....MDM :hello:

    Liebe Mitleser,


    diesen Parallelthread habe ich eingerichtet, um anfallende Bemerkungen oder Fragen, die nicht unmittelbar den gerade besprochenen Abschnitt im Hauptthema


    Das Kunstlied. Versuch, sein Wesen, seine kompositorische Gestalt und seine musikalische Aussage zu erschließen



    betreffen, unterzubringen.


    Ansonsten könnte es passieren, dass es dort zu wild durcheinander geht.


    Gegebenenfalls könnten hier auch schon mal die Beiträge #2 bis #9 des Hauptthreads herein verschoben werden, wenn Ihr einverstanden seid.


    Ich hoffe dies ist im Sinne Helmut Hofmanns, ansonsten bitte ich, gleich einzuschreiten.


    Vielen Dank!


    LG...MDM :hello:

    Ich fand diese Übertragung insgesamt sehr sehens -und hörenswert. Man muss heutzutage bescheiden sein, und wenn es so einigermaßen in den Rahmen passt, ist man ja schon froh. Das ist wahrscheinlich so ungefähr noch mit das Beste, was man momentan weltweit erwarten darf, wenn man eine "Tosca" in halbwegs traditioneller Ausstattung und mit guten Sängern erleben will, viel mehr geht nicht. Seien wir also zufrieden.

    Lieber Helmut Hofmann,


    danke zunächst dafür, dass Du Dich dafür entschieden hast, diesen Thread zu eröffnen! Die geplante Vorgehensweise finde ich logisch.


    Jeder, der daran interessiert ist, kann sich die entsprechenden Informationen aus der einschlägigen Literatur beschaffen

    Ja richtig, Fachliteratur kann sich jeder ohne Ende besorgen und auch im Internet findet man sicher eine ganze Menge Informationen.


    Trotzdem wirst Du sehen, dass diese Sache hier keineswegs "doppelt oder umonst" ist. Dafür ist das Kunstlied nach meinem Eindruck schon eine ziemlich spezielle Gattung.Dass wahrscheinlich Fragen aufkommen, die Dir ein Fachbuch nicht so ohne Weiteres beantwortet. Oder nur in akademischen Termina, die nicht einsteigertauglich sind. (Einem Buch kann man auch keine Fragen stellen.;))


    - Bitte habe ich noch: Wir sollten uns bei all dem, was nachfolgt, so viel Zeit nehmen, dass kein Stress aufkommt. D


    Das haben wir Dir ja alle im Quao Vadis -Thread schon sehr gern bestätigt. Lass`Dir bitte soviel Zeit, wie Du brauchst. Auch längere Pausen sind kein Problem. Sicher wird niemand hier drängeln.;)


    gleich noch einen zweiten Paralellthead aufzumachen für:

    Diskussionen von Teilabschnitten,

    der Konsens wird dann in den Hauptthead übernommen, Umgekehrt könnten auch Diskussionen, die sich in Tiefe und Breite festgefahren haben, zeitweise mal ausgelagern werden,Oder, konkrete offene Frage an dich oder Andere, die zwar zum Thema gehören, aber gerade jetzt nicht bearbeitet werden,

    eigentlich Alles was das Thema willkürlich zerschlagen würden.

    Ich würde diese Idee unterstützen.Ansonsten KÖNNTE es passieren, dass es hier zu wild ducheinandergeht. Reinhard oder ein anderer Moderator kann zwar immer reparieren und verschieben, aber ein Fragethread bzw. einer für Nebenbemerkungen bietet sich vielleicht an.


    Leider habe ich momentan zu Hause eine Havarie, wie ich schon im Thread zu den Korrekturen der Operninhalte anmerkte. Daher kann ich erst später mit einsteigen,


    Freundliche Grüße...MDM :hello:

    Lieber Helmut Hofmann,


    danke für die Antwort!


    Aber all Deine Fragen kann ich vermutlich nicht so ausführlich beantworten , wie Du das gerne hättest und wie es Dir dienlich wäre.

    Überdies haben wir damit ein Problem. Wir sind hier damit im falschen Thread,

    Das ist kein Problem, denn die Zeit kannst du gern besser verwenden. Und ja, wir sind im falschen Thread.

    ob man nicht doch einen Thread eröffnen sollte, in dem es um solche Grundfragen zum Thema "Kunstlied" geht. Ich werde darüber nachdenken

    Das wäre ein äußerst verdienstvolles Unterfangen, auch, um Hemmschwellen bei interessierten Mitgliedern und Gästen auszuräumen.Ich möchte Dich ausdrücklich dazu ermutigen. Kurzstückmeisters Einführungsthread Einführung zur Musik des Mittelalters hatte in einem guten Monat immerhin fast 600 Klicks, das zeigt doch durchaus, dass Bedarf für grundsätzliche Erläuterungen vorhanden ist.


    Mein ganz persönliches Problem ist dabei aber, dass ich, durch all die Arbeiten, die in der Fürsorge für meine pflegebdürftige Frau an mich herantreten, nur noch über wenig Zeit für das Schreiben im Tamino-Forum zur Verfügung habe. In den Beiträgen zu meinen Lied-Threads lebe ich sozusagen vom Eingemachten. Die liegen alle schon seit längerer Zeit fix und fertig ausgearbeitet vor, und ich brauche nur noch Korrektur zu lesen, um sie hier einstellen zu können. Als neuen Thread werde ich höchstens noch den einbringen können, an dem um seit Monaten mühsam und in nur kleinen Schritten herumwerkele, wobei mir oft der Faden verloren geht.

    Entschuldigung. Aber ich musste in dieser Weise persönlich werden, um zu erklären, warum ich mit einem solchen Projekt "Grundfragen zur Musik des Kunstliedes" zögerlich bin.

    Das versteht wohl kaum jemand besser als ich. Du hast mein vollstes Verständnis und meinen größten Respekt. Ich pflege meinen schwerkranken Vater täglich viele Stunden, seit über 9 Jahren und übe deshalb keinen Erwerbsberuf aus.


    Lass`Dir alle Zeit, die Du brauchst. Wenn Du Dich zu einen solchen Grundlagenthread entschließen könntest, würden sich mit Sicherheit interessierte Leser finden, die sich dann auch nach und nach trauen würden, hier mit einzubringen.


    Beste Grüße....MDM :hello:

    Lieber Helmut Hofmann,


    vielen Dank für Deinen Beitrag!

    wie ich das hier in diesem Thread ziemlich verdutzt, ja mit Betroffenheit lesen musste -

    Mache Dir deshalb bitte keine Gedanken und lass`Dich bitte um Gotteswillen in Deiner Arbeit nicht beirren. Ich bin nur ein alter Quatschkopp, meine Aussagen sind irrelevant. Ärgern lohnt nicht!


    Das romantische Klavierlied ist eben nicht ein schlichtes in Musik-Einkleiden von lyrischem Text. Es stellt eine musikalische Interpretation von Lyrik dar und ist also, wie diese, die unmittelbarste, weil genuin als Ich-Aussage erfolgende und auf diese Weise existenziell relevante Aussage, die Kunst zu machen vermag.

    Diese Sätze habe ich mir , quasi als Definition, ausgedruckt und werde sie vielleicht mal auswendig lernen, um Bekannten zu erklären, worum es beim Kunstlied geht. Ich habe in letzter Zeit mal bei Gelegenheit einige dieser Bekannten ( durchaus keine dummen Menschen, aber eben auch keine Hochgebildeten) spaßenshalber gefragt, ob sie wissen, was denn ein "Kunstlied" sei und dabei meist in ratlose Gesichter geschaut. Volkslieder kennen dagegen alle. Ich werde es küntig mal mit obenstehender Erklärung probieren.


    Noch was anderes. Dieses Lied hier:


    Ludwig van Beethoven. Liedmusik im Geist der Klassik


    gefällt mir sehr gut, auch die Version von Dietrich Fischer-Dieskau, die Melodie spricht mich an, auch die Jahrmarktathmosphäre des Textes . Es wird sogar von unserem gemischten Dorfchor interpretiert. Ausgerechnet dazu schreibst Du dann aber:


    eine kleine Komposition, die in ihrer liedmusikalisch überaus schlichten strophenliedförmigen Anlage

    Obwohl ich meine, dass alle Welt dieses Liedchen kennt, stelle ich doch einen Link zu einer Aufnahme davon hier ein:

    Lese ich da eine geringfügige, unterschwellige Abschätzigkeit ob der allgemeinen Popularität heraus oder irre ich mich?.


    Währenddessen empfinde ich das folgende Lied vom selben Dichterfürsten als eigentlich nichts so Weltbewegendes :


    Robert Schumann: „Myrthen“, op.25, ein musikalisches Hochzeitsgeschenk


    (Wahrscheinlich sollte man der Fairness halber dieses Einzelstück, das Du mit gut 1600 Wörtern oder Worten analysiert hast, wohl nicht isoliert hören, sondern den kompletten Zyklus am Stück.)


    Sitz' ich allein,
    Wo kann ich besser sein?
    Meinen Wein
    Trink ich allein;
    Niemand setzt mir Schranken,
    Ich hab' so meine eignen Gedanken.


    6zeiler, 23 Worte und 40 Sekunden Gesang, Reimform : allein-sein/Wein-allein/Schranken-Gedanken....


    Sehr, sehr flapsig gesagt: wenn ich das meinen Kumpel, den Büttenredner Klaus zeige und ihm nicht erzähle, wer das verfasst hat, wird der wahrscheinlich sagen: "Okay, gib`mir ein Reimlexikon und zwei Zigarettenlängen Zeit , dann dichte ich Dir was Ähnliches.";););)


    Auch die Melodie finde ich relativ unspektakulär. Man könnte jetzt ketzerisch fragen, warum das so große und hohe Kunst ist. Und warum ist das Murmeltierlied, auch von Goethe gedichtet, aber von Beethoven melodisch eingängig vertont, dagegen ein "überaus schlichtes Liedchen"? Gilt Eingängigkeit in der Liedmusik eigentlich als ein wenig verpönt? Sind beide erwähnten Lieder von der künstlerischen und liedmusikalischen Qualität her als gleichwertig einzuschätzen?


    Lieber Helmut Hofmann, wenn Dir meine Anmerkungen zum Thema missfallen oder Dich gar ärgern sollten, dann ignoriere sie bitte einfach! Ich könnte das wirklich sehr gut verstehen, wenn Du keine Lust hast, auf unqualifizierte Fragen einzugehen. Du musst immer bedenken, wir diskutieren hier nicht auf Augenhöhe, dazu fehlt mir einfach die akademische Vorbildung.


    Ich dachte mir einfach nur, ein bisschen Leben hier in diesem Forum könnte nicht schaden und ein paar grundsätzliche Fragen auch nicht.


    In dem von Liedfreund hart eingerichteten Thread Der besondere Liederabend. , den ich unserem Tamino-Freund MDM - anders als das, was ich hier zum Kunstlied zu sagen habe - besonders ans Herz legen möchte.

    Den lese ich morgen Vormittag nochmal gründlich durch, habe mir in der Vergangenheit schon einige Berichte angesehen!


    Beste Grüße...MDM :hello:

    Lieber hart,


    ganz herzlichen Dank für die Mühe, die Du Dir gemacht hast, vor allem auch für die aussagekräftigen Fotos. :thumbup:


    Ich sehe jetzt schon wesentlich klarer. Na, dort sind ja durchaus auch vereinzelt jüngere "Semester" auszumachen.


    Damit wird ja eigentlich Deine frühere Aussage


    Sorgen mache ich mir da weit mehr um das Publikum

    wohl doch ein wenig relativiert.


    Der Liedpianist Burkhard Kehring sagt: »Wer zu einem Liederabend geht, hat genug von der Oberflächlichkeit«.

    Das ist wohl wahr. Das Letzte, was ich Helmut Hofmann oder Dir vorwerfen würde, wäre Oberflächlichkeit. Eure Beiträge und präzisen Analysen hier im Klassikforum ließen eine solche Vermutung nie aufkommen, eher ein kleines bisschen vom Gegenteil.;);) Aber das soll niemanden abschrecken, sich intensiv in die Materie Kunstlied einzuarbeiten, Neu-TAMINO Wilfried :hello: beispielsweise ist ja schon voll dabei. Ich bin mir sicher, die Früchte dieser Arbeit werden wundervoll schmecken.:thumbup:


    Gut, mal sehen, ob es noch andere Meinungen oder Ergänzungen gibt. Ansonsten nochmals Dank, einen schönen Abend und man liest sich!



    LG....MDM :hello:

    Lieber hart,


    ich freue mich über Deine Antwort!


    Mein lieber MDM,

    da lässt Du aber eine Menge Klischees aufmarschieren ...

    Der Satz war ja nicht ganz ernst gemeint. Die Bemerkung "Kleiner Scherz" plus Zwinkersmiley sollte dies verdeutlichen. Ich weiß wirklich nicht, wie das durchschnittliche Publikum eines Liederabends aussieht. Bei uns hier auf dem Dorfe im Grenzgebiet Altmark-Börde gibt es so etwas nicht. Youtube-Clips zeigen die Künstler, aber kaum mal Zuschauer. Sind das alles meist ehemalige Deutsch- oder Musiklehrer um die 70? Gibt es dort auch junge Leute, sind das dann überweigend Musikstudenten? Sind das immer die gleichen Menschen, die da hingehen, quasi eine gechlossenene Szene ? Verhalten die sich alle betont ernst? Oder ist da vom VW-Arbeiter bis zum Konzernboss alles vertreten? Ich weiß, die Frage klingt blöd, aber ich kann mir da so recht keine Vorstellung machen. Bei einem Andre Rieu-Konzert feiert vom Kleinkind bis zum Greis jeder begeistert mit, das ist allgemein bekannt

    Im Fernsehen habe ich vermutlich auch noch nie eine Übertragung eines Liederabends gesehen. Eine Ausnahme:

    1992 wurde das Kunstlied auf einem Schlage in ganz Deutschland bekannt, viele hatten von der bloßen Existenz nie zuvor etwas gehört. Auch ich nicht, Volkslied ja, aber Kunstlied? Die ARD strahlte damals die Vorstellung zweier Komiker aus, die vor einem nicht eingeweihten Publikum einen Liederabend parodierten( das war diese "Hurz"-Geschichte) . Anschließend wurde sogar ernsthaft mit den Zuschauern diskutiert. Das ganze Land amüsierte sich damals darüber. Es wäre aber auch eigentlich die Chance und Anlass gewesen, in der Öffentlichkeit und in den Schulen mal zu erklären, WAS da eigentlich genau parodiert wurde (avantgardistisches Kunstlied) und was es damit eigentlich so auf sich hat.



    Kunstlied ist also sozusagen vertonte Lyrik. Man könnte das Gedicht einfach so aufsagen. Aber um ein Maximum an dessen herauszuholen, was der Dichter da aufgeschrieben hat, das letzte Quentchen Bedeutung herauszuarbeiten, kann man es singend, gelegentlich auch halb sprechend ,mit Klavierbegleitung vortragen. Der Sänger identifiziert sich voll mit dem Text und bedient sich dazu aller ihm zur Verfügung stehenden sängerischen, manchmal auch theatralischen Ausdrucksmöglichkeiten. Der Pianist versucht ihn dabei dabei zu unterstützen. um mal ganz langsam und leise und bei sich zuspitzender Dramatik auch mal polternd, laut und stürmisch in die Tasten zu hauen. Das Ergebnis kann für Fachleute überwältigend sein, auf Uneingeweihte könnte das leicht verstörend bis erheiternd wirken. Es geht im Gegensatz zum Volkslied also nicht vorrangig um den schönen Klang, sondern die musikalische Untermalung dient dazu, die Bedeutung des Gedichttextes zu optmieren. Wenn die Fischer- Chöre das Loreleylied in volksliedhafter Weise mit der Silcher-Melodie vortragen, dann haben die Zuhörer das romantische Bild von der Jungfrau auf dem Felsen , die die Rheinschiffer mit ihrem Gesang ins Verderben lockt, vor Augen. Jemand, der das Ganze als Kunstlied vorträgt, arbeitet dabei lieber den von Heine unterschwellig mitgegebenen falschen Pathos, die Verbindung von Eitelkeit, Verführbarkeit und Vergänglichkeit (Zitat Wikipedia) heraus. Die Melodie ist weniger eingängig, der an wohlklingende Melodik gewohnte Durchschnittshörer empfindet das eher als gewöhnungsbedürftig. Was Helmut Hofmann nun in seinen Analysen versucht ( heißt es eigentlich +1600 Worte oder Wörter?;) ) , ist ,die Struktur der Lieder dieser speziellen Kunstform Note für Note unter die Lupe zu nehmen und zu erklären, warum was an welcher Stelle wie interpretorisch dargestellt wird.



    Ist das richtig so, was ich da eben geschrieben habe oder bin ich immer noch auf dem Holzweg?


    Dann bitte sofort einschreiten! Wenn es richtig ist, muss man das den Leuten aber auch mal erklären. Das steht nämlich so grundsätzlich nirgendwo beschrieben, worum es da eigentlich geht. Wenn man will, das die Tradition weitergetragen wird, dann muss man dies tun, von sich aus kommt da wohl kaum einer. Man muss auf die Leute zugehen, erklären und werben, dann verirrt sich hier vielleicht auch mal einer in dieses Unterforum.

    Ich glaube schon, dass man auch heute noch junge Leute zum Staunen bringen kann, wenn man ihnen zeigt und erklärt, wie das ist, wenn jemand ohne Mikrofon singt.

    Das ist der richtige Weg bzw. könnte es sein. Oder die Szene ist eben mit sich zufrieden, bleibt unter sich und stirbt irgendwann aus.


    Ich freue mich wie immer auf energischen Widerspruch und Richtigstellungen!



    Beste Grüße ....MDM :hello: