Beiträge von Justin

    Zitat

    …. den Faden des Scheiterns fortspinnen wollte...


    in dem Sinne ,dass ich mich dem Ausdruck " Scheitern" nicht anschließe, schließlich setzet ich der Kritik der FAZ eine andere gegenüber.


    Zitat

    m zugehörigen Thread gibt es erste Eindrücke ab Beitrag 170, zudem macht Selberhören klug, sowohl Konzert, als auch Fernsehmitschnitt finden sich in der ARD-Mediathek

    Am Wochenende hatte ich leider keine Zeit zum intensiven Hören, werde es aber nachholen. Lesen macht auch klug und brächte in diesem Falle rascher ein Ergebnis.



    Zu TC Mozart Requiem.
    Vor einiger Zeit hörte ich die CD


    und stimme William voll zu, mit einer Ausnahme: Den Teil " Domine Jesu" fand ich zu - ich sag mal- tänzerisch. salopp- der Intention eines Requiems nicht angepasst.


    Aber es ist eine fulminante Einspielung mit dem -wie ich finde- herausragendem Sopran von Simone Kermes.


    Die Seite "Klassik begeistert" kannte ich noch nicht. Die Kritik ist ja exzellent.


    VG
    Justin

    Zitat

    Nicht im entferntesten ein Muss......die Große in 47.10h herunterzuschrubben ist ein Sakrileg an Schubert und seinem Werk! :no:




    LG Fiesco


    Muss ja nicht für jeden ein "Muss" sein. Langsamere Aufnahmen gibt es genug! zu Guttenberg war auch einer mit " Feuer".


    VG
    Justin

    Im Feuilleton der SZ von heute findet man eine Kritik von Reinhard j. Brembeck zum Konzert mi der 4. und 6. Sinfonie mit der Überschrift: "Auf dem Sprung. Teodor Currentzis feiert Salzburg mit Beethovens 4. und 6. Sinfonie unwiderstehlich das Leben"


    Die Kritik endet mit dem letzten Satz ….." Verständlich, dass dem Publikum nichts anderes übrig beleibt, als zu jubeln."


    VG
    Justin

    Mir ist das alles viel zu negativ, weil ich volle Opernhäuser erlebe, ausverkaufte Abokonzerte, mehr und mehr Klassik "Open air", eine lebhafte Stadtteilszene mit qualitativ guten Jazz (Antolini), Stadteiloper mit jungen Sängern im ersten Engagenment, Akademisten oder Hochschulabsolventen.


    Nichts ist negativ.


    VG
    Justin

    Lieber La Roche,


    wenn er mit seinem Auftreten ein junges unvoreingenommenes neues Zielpublikum erreicht, welches (endlich) wieder den " Muff unter den Talaren" austreiben will, dann
    hat handelt er richtig, auch wenn man es ältere Generation verstörend findet, …..wenn es wirklich so ist.
    Auch wenn ich wesentlich näher den 70er als den 50ern bin, denke ich doch, dass Einiges in der Klassikwelt neu gedacht werden könnte.


    VG
    Justin

    von Nigel Kennedy besitze ich die CD mit den VK1 von Bruch und Mendelssohn mit dem English Chamber Orchestra unter Tate, und Aufnahmen mit:


    1. Bruch von Mutter/Karajan Berliner, Perlman/RCO/Haitink, Hoelscher/Bamberger/Weil, Braunstein/Bamberger/Marin
    und hatte ein Konzerterlebnis mit Steinbacher/MPhil/Stenz
    2. Mendelssohn von Mutter/Karajan/Berliner, Perlman/RCO/Haitink,
    Seltsamerweise erlebte ich Mendelssohn in den letzten 15-20 Jahren nie im Konzert, stattdessen mehrfach Beethoven, Brahms , Bartok, dazu Szymanowsky Sibelius
    und Tschaikovsky mit Repin/Bamberger/Kreizberg, womit wir zurück zum eigentlichen Thema kommen.
    Gestern hörte ich nochmals Currentzis mit Tschaikovsky S6 und das VK1 mit Kopatschinskaja.


    ,


    Beide Interpretationen wirken (natürlich) stark polarisierend mit ungewohnten Tempoverrückungen, extremes leise/laut (nach meinem Empfinden), aber auch wunderbar ausgeformten Passagen.
    Bei der S6 hat mich am meisten die mit einem "Donnerschlag" einsetzende ff Stelle im 1. Satz nach dem Piano gestört, ich würde sagen: überflüssiger Gimmick.
    Beim VK1 hat Kopaschinskaja meinen Respekt , dass sie das Konzert auf diese Art spielen kann und will, was nicht heißen soll, dass mir die Interpretation zusagt.







    Zitat

    Man sollte ihm Zeit geben, sein Können zu beweisen. Aber ob er sich optisch an den "philharmonischen Wohlfühlsound" anpassen wird, das wage ich zu bezweifeln.


    Muss er sich denn optisch und musikalisch anpassen? Davon gibt es doch genug, oder?

    Zitat

    Er ist wohl so eine Art "junger Wilder" wie einst Nigel Kennedy oder David Gerritt, ein Mittelding zwischen klassischer Kunst und moderner Show.

    Da die beiden angesprochen werden: ich greife immer wieder zum "wilden Kennedy " mit den VKs von Mendelssohn und Bruch, wenn mir die anderen zu gleichformig klingen.
    wenn Garretts " cross over" in einer ausverkauften 10000er Halle dazu führt. dass einige sich doch für Klassik interessieren, wie erlebt, hat er der Sache Klassik einen guten Dienst erwiesen.


    VG
    Justin

    Hallo Thomas Pape,


    ein Konzert- unabhängig von der Zielgruppe - kann und soll auch emotional berühren. Die Hingabe , der volle Einsatz der Ausführenden - trotz technischer Imperfektion- reißt die Zuhörer mit, resultierend in "Standing Ovation" oder führt auch zu Stille und Besinnung. Wird das erreicht hat ein Konzert einen wichtigen Zweck erfüllt. Ist es nicht oft so, dass technische Perfektion bewundert wird, dabei aber nicht immer "vom Hocker reißt"? Nach meinen Konzertbesuchen stell ich mir immer die Frage : Was bleibt?
    Warum kann ich eine Konzert aus den 60er Jahren nicht vergessen, aber ein anderes aus den 2000er Jahren mit einem berühmten Dirigenten ist weg?
    Unter diesem Aspekt stellte ich die Frage, fand die Kritik in der FAZ etwas einseitig und die Überschrift des Threads irreführend , also fast wie " alternativer Fakt" wie es in andren Bereichen ausgedrückt wird, denn gescheitert ist er offensichtlich nicht, sondern hat emotionalisiert.



    Viele Grüße
    Justin

    Mit liegen zu diesem Thema einige Fragen auf der Zunge , die ich los werden möchte bevor ich mich dem Broterwerb zuwende.


    1. ist jemand gescheitert, dessen Konzert mit Standing Ovations bejubelt wird?
    2. Ist die eine Bewertung des Konzertes derartig hoch, wertvoll etc anzusetzen, dass Publikum (Standing Ovations) und andere Kritiker quasi als Dummies zurückbleiben?
    (Entschuldigung, wenn ich mich nicht fachlich korrekt ausdrücke und auch übertreibe)?
    3. wie steht man wirklich zu der Aussage des "philharmonischen Wohlfühlsound"? Ist es nicht eigentlich ein Übel dass immer wieder dieser " Sound " produziert wird, sich die Ausführenden dann an "uralten" sog. Referenzeinspielungen ( ich wechsle also von Konzert zu CD) messen lassen müssen und - immer weder verlieren?


    Letzte Anmerkung: ich habe Currentis mit Mozarts Requiem und Tschaikowksy S6 gehört und bin kein Fan geworden.


    VG
    Justin

    "The National Library of France, the world's largest library,
    digitizes its sound archives. This exceptional collection includes
    all the sound production broadcast on the territory of France since
    the beginning of the capture of sound between 1900 and 1963. The
    public has access to no less than seven collections bringing
    together the treasures of the French musical heritage in classical
    music , jazz and blues, international variety, world music, spoken
    documents and children's music. More than 100,000 titles are thus
    made available on download and streaming sites for a vast
    background. A successful technological challenge for the BnF"
    Zu hören über Qobuz.
    Alles was verzichtbar ist, kann man dann ja streamen lassen.


    ?????


    VG
    Justin

    Was gibt es besseres als Streamen?
    Heute hatte ich mir in Anlehnung and den entsprechenden Thread Schumanns "Carnaval" zu Gemüte geführt und in die Aufnahmen von Benedetti-Michelangeli, Uchida, Anda, Akopova, Kissin reingehört.
    Hängengeblieben bin ich dann bei Evgeny Kissin, dessen Interpretation ich komplett hörte.


    Während ich dies schreibe höre ich noch Annika Treutler mit den Fantasiestücken von Schumann, deren CD jetzt ich mir noch nicht zugelegt hätte.
    Morgen geht s weiter.


    VG
    Justin

    "„Die Liebe ist ein Zigeunerkind, sie hat niemals ein Gesetz gekannt...“, singt Carmen stolz, selbstbewusst und frei – und dabei doch zur Außenseiterin stilisiert. Das „fahrende Leben“ weckt zwar idyllische Bilder, aber in der Realität war es stets ein Kampf um Anerkennung in einer feindselig gesinnten Umwelt. So zeigt diese Carmen-Inszenierung den Kampf um Freiheit und die bewundernswerte Selbstbehauptung einer an den Rand gedrängten, auf die Müllhalde der Gesellschaft abgeschobenen Frau und geht damit über die klischeehafte Zigeunerromantik und Spanienfolklore weit hinaus.
    "


    Das ist die prägnante Erklärung der Inszenierung auf der Internetseite der Domstufenfestspiele ,die man kenne sollten bevor man übereinander herzieht.


    Seebühne Bregenz-Fan
    Justin