Hallo,
ZitatOriginal von Ulli
ich denke, dass gerade diese freiwillige Gefangenschaft Haydns den Großteil seiner von den Arbeiten anderer Komponisten losgelösten Neuerungen ausmacht
Ich denke, dass mehrere Komponenten zusammenkommen musste, um aus Haydn den „Vater der Sinfonie“ werden zu lassen:
Erstens: das großzügige und dem fortschrittlichen Geist gegenüber wohlgesonnene Umfeld, in dem er lebte. Zweitens: seine selbstgewählte Abgesondertheit von der Welt, in der er relativ unbeeinflusst von den vorherrschenden Strömungen blieb und die ihn auf sich selber und seine Ideen zurückwarf. Und drittens: sein ganz eigener optimistisch-heiterer Charakter, der ihn zu allerlei scherzhaften Ideen (Paukenschlag, Abschiedssymphonie usw.) bewog.
Dies alles – gepaart mit Haydns genialem Talent – ebnete m.E. den Weg für seine originellen Neuerungen.
ZitatHätte Haydn als freischaffender Künstler im Strudel Wiens (Sturm und Drang, also vor 1780) solche Sinfonien entwickeln können?
Seine erste Sinfonie komponierte Haydn ja bereits 1759, in der „Sturm und Drang“-Periode (ab ca. 1770?) entstanden seine Sinfonien ab der 35. Insofern verstehe ich diese Frage nicht so recht, muss aber einräumen, dass ich in Sachen Musikgeschichte noch recht am Anfang bin.
Gruß, Cosima







