Beiträge von Cosima

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    Original von Norbert
    Cosima I, II oder alle, ich trau mich mal, folgendes anzumerken: Das diskographische Vermächtnis Swetlanows dürfte um etliches größer sein als das (offizielle) Kleibers. Vorbehalte wären imo bei Kleiber an Nr. 1 eher angebracht als bei Swetlanow an austauschbarer Nr. 6.


    Hallo Norbert,


    eventuell habe ich mich unklar ausgedrückt und es liegt ein Missverständnis vor, nur so kann ich mir Deinen Einwand erklären. Zunächst mal lautet die Frage ja, wer der Lieblingsdirigent sei; sie ist also rein subjektiver Natur. Kleibers diskographisches Vermächtnis ist relativ klein, aber nicht so klein, dass man sich kein Bild von ihm machen könne. Ich habe es bereits in einem anderen Thread gesagt: Jede seiner Aufnahmen halte ich überragend, und jede berührt mich darüber hinaus sehr stark (was für mich noch viel wichtiger ist, sonst wäre Gergiev nicht unter den ersten vier Dirigenten aufgeführt). Er trifft genau meinen Nerv, gleichgültig ob er Beethoven, Brahms, Schubert, Borodin oder was auch immer dirigiert. Unter Kleiber höre ich mir sogar Walzer von Strauss mit Freude an, Kleiber war es, der mir die Oper etwas näher brachte. Wenn ich Kleiber dirigieren sehe, bin ich immer wieder gebannt und gleichzeitig traurig, dass dieser grandiose Künstler nicht zahlreichere Aufnahmen hinterlassen hat.


    Swetlanow habe ich erst kürzlich kennen gelernt. Ich schrieb „unter Vorbehalt“, weil ich mir aufgrund der wenigen Aufnahmen, die ich mit ihm besitze, kein wirkliches Urteil erlauben kann; aber ich spüre deutlich, dass er das Potential hat, einer meiner absoluten Lieblingsdirigenten zu werden.


    Wenn es also danach ginge, wer ein großes diskographisches Vermächtnis hinterlassen hat, so müsste z.B. ein Karajan wohl auf den ersten Plätzen auftauchen – in meiner Liste fehlt er ganz. Mit Karajan habe ich diverse Anläufe gemacht, kaum etwas will mir gänzlich gefallen, zudem habe ich immer im Hinterkopf, dass er mir als Mensch unsympathisch ist, was sicher eine Rolle spielt (Stichwort: Hörpsychologie).


    Liebe Grüße,
    Cosima


    P.S.: Cosima II ist ganz meiner Meinung… :hello:

    Hallo,


    ich bin ehrlich: Mit der 3. Sonate kann ich am wenigsten anfangen; bis auf das wirklich tolle Finale plätschert sie an mir vorüber und nichts will so recht hängen bleiben.


    Mag sein, dass es an meinen beiden Einspielungen liegt, dass sich dieses Werk mir einfach nicht einprägen und mir gefallen will. Da wäre zum einen die Aufnahme mit Dinu Lipatti (EMI, 1956). Schön anzuhören, ja, aber sonst? Bei Lipatti habe ich immer das Gefühl, dass ich seine Aufnahmen liebe müsse, weil ihn doch alle Welt als überirdischen Engel usw. ansah. Und wenn sich dieses Gefühl nicht einstellt, hoffe ich immer, ihn damit nicht zu beleidigen. Beide (Chopin und Lipatti) waren doch so sensibel und zerbrechlich, eigentlich müsste man meinen, hier Chopin besonders nahe zu kommen.


    Dann doch lieber Stefan Askenases beherztere und strengere Aufnahme (DG, 1951), obgleich die mich auch nicht richtig zufrieden stellt.


    Seit ich die 1. Sonate mit Nikita Magaloff kenne und gehört habe, was er aus dieser „Fleißarbeit“ herauszuholen imstande war, sie quasi in ein kleines Meisterwerk verwandelte, interessiert mich auch seine Einspielung der 3. Sonate. Mit dieser Aufnahme liebäugele ich immer mal wieder:



    Vielleicht möchte mich jemand zum Kauf animieren oder davon abhalten?


    Gruß, Cosima

    Na, dann will ich mal:


    1. Carlos Kleiber
    2. George Szell
    3. Valery Gergiev
    4. Wilhelm Furtwängler


    Bis zum 4. Platz bin ich mir ziemlich sicher, ab jetzt sind die Platzierungen je nach Stimmung austauschbar:


    5. Leonard Bernstein
    6. Jewgeni Swetlanow (unter Vorbehalt, weil ich noch nicht allzu viel von ihm kenne)
    7. Carlo Maria Giulini
    8. Günter Wand
    9. Erich Kleiber
    10. Sergiu Celibidache
    11. Claudio Abbado
    12. Sir Georg Solti


    Cosima II hat mir eben Bescheid gesagt, dass sie für ihre Abstimmung noch ein paar Monate Zeit braucht. ( ;) an Alfred)


    Gruß, Cosima

    Hallo,


    nun hat Siamak ja fast alles Wichtige gesagt. Hierzu vielleicht noch:


    Zitat

    fryderyk chopin schrieb die partitur seiner klaviersonate c-moll op.4 1828 und widmete sie josef elsner. josef elsner war der harmonielehrer chopins und leiter des warschauer konservatoriums.


    Eventuell geben ausführlichere Biographien mehr zum Thema 1. Sonate her, aber meine (von C. Bourniquel) sagt dazu nur:


    „Auch diese Form [die Sonatenform an sich] ist nicht Chopins Domäne. Die erste Sonate in c-moll (1828, op. 4) ist eine Fleißarbeit, die Verbeugung eines gelangweilten Schülers vor seinem Lehrer: vor Elsner. Auch mit den anderen Sonaten findet er bei den zeitgenössischen Musikern kaum Anklang.“


    Sei’s drum – bei mir hat die Sonate Anklang gefunden und zwar in der Einspielung von Nikita Magaloff („Great-Pianists-Edition“) aus dem Jahre 1978. Das Booklet sagt:


    „Es mangelt ihm [Magaloff] auch nicht an feinfühliger Hartnäckigkeit, die studentische Steifheit mancher Passagen der frühen c-moll-Sonate zu überbrücken, um selbst aus einem fleißigen schöpferischen Talentbeweis noch eine liebenswerte, fast schon wieder kurzweilige Geschichte zu machen.“


    Man scheint sich einig zu sein…


    Gruß, Cosima

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    Original von Daniel Behrendt
    Bin aber über Hinweise auf die Arrau/Giulini-Aufnahme gestolpert, die mir noch in meiner Sammlung fehlt. Sie soll großartig sein - besser als die etwas starre Nummer mit Haitink, die es ja nach wie vor am Markt gibt.
    Alle meine bisherigen Recherchen haben ergeben, dass es Arrau/Giulini nicht mehr gibt. Stimmt das? Oder gibt's um fünf Ecken doch noch Bezugsquellen?


    Hallo Daniel,


    schon ein bisschen länger her Deine Anfrage, aber vielleicht suchst Du ja noch? Meinst Du diese hier?



    Die hatte ich mir auch erst im Zuge dieses Threads vor einer Weile zugelegt, sie ist in der Tat großartig! Erhältlich ist sie doch ganz normal bei amazon oder günstiger über deren marketplace. Das ist ein Japan-Import, falls Dich also die japanischen Schriftzeichen nicht stören…. ;)


    Gruß, Cosima

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    Original von AcomA
    'uhl' ist wohl 'eule' ?( was für ein dialekt ist das eigentlich ? finde ich lustig !


    Hallo Siamak,


    das ist Plattdeutsch, also ein norddeutscher Dialekt. Obwohl Göttingen ja nicht wirklich im Norden liegt, haben auch hier die alten Leute (so meine Großeltern) noch viel Platt gesprochen. Mir ist davon aber kaum etwas in Erinnerung geblieben.


    Uhl ist Eule, ja. Der Spruch bedeutet: Was der Eine mag, muss dem Anderen nicht gefallen. Oder: Über Geschmack lässt sich nicht streiten.


    Liebe Grüße,
    Cosima ;)

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    Original von Norbert
    Gute Idee, Edwin, fang an ;) .


    Fände ich auch gut; nur zu, Edwin. Ich kenne zwar bislang nur Werke von Orff unter Kegel, aber vielleicht ist bis dahin auch endlich die 4. Mahler eingetroffen. Außerdem liebäugele ich sehr mit der von Norbert genannten 1. Mahler. Interessieren würde mich dieser Dirigent auf jeden Fall auch sehr! Die Brillant-Box scheint nicht mehr erhältlich zu sein, oder? Was war oder ist denn alles enthalten?


    Gruß, Cosima

    Ich denke, dass Uranus diese Live-Aufnahme meint, auf der Pogorelich beim Chopin-Wettbewerb seinerzeit die 2. Sonate gespielt hat. Sie soll außergewöhnlich sein. Kennst Du die, Siamak? (Sie scheint momentan vergriffen zu sein, aber vielleicht lohnt sich die Suche danach.)



    Gruß, Cosima

    Dann will ich auch mal meine Stimme abgeben: (Irgendeine andere „Cosima“ hat vor ca. 10 Monaten hier schon mal geschrieben, aber das kann nicht ich gewesen sein.)


    1. Carlos Kleiber
    2. George Szell
    3. Valery Gergiev
    4. Wilhelm Furtwängler
    5. Leonard Bernstein
    6. Jewgeni Swetlanow (unter Vorbehalt, weil ich noch nicht allzu viel von ihm kenne)
    7. Carlo Maria Giulini
    8. Günter Wand
    9. Erich Kleiber
    10. Sergiu Celibidache


    Gruß, Cosima

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    Original von Caesar73
    Ich will es einmal so formulieren: Etwas Besonderes zweifelsohne, aber worin jetzt der Ausnahmerang Cziffras begründet ist kann ich für mich noch nicht entscheiden.


    Hallo Christian,


    etwas Besonderes zu hören, ist doch schon mehr, als man eigentlich erwarten kann. ;)


    Na ja, wie sagt man so schön: Wat dem Eenen sin Uhl, is dem Annern sin Nachtigall.


    Für mich ist Cziffra eher Nachtigall, allerdings kenne ich Deine Aufnahme auch nicht. Vielleicht hättest Du Dir lieber die Ungarischen Rhapsodien oder die h-Moll-Sonate zulegen sollen (obwohl die mit ihrer Eigenwilligkeit sicherlich auch nicht jeden Geschmack trifft!). In der Liszt-Box sind auch ein paar (oder alle, weiß gerade nicht) der Transcendental Etudes enthalten. Keine Ahnung, ob die identisch sind mit Deinen. Müsste ich direkt mal mit Perl vergleichen.


    LG, Cosima

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    Original von AcomA
    chopins 1. sonate ist famos ! jugendlich-draufgängerisch und hat mit wiener klassik kaum etwas gemein. schon eher mit z.b. hummel. virtuos und kompakt im ersten satz mit viel motivischer arbeit.


    Hallo,


    intensiv habe ich mich mit der 1. Sonate auch nicht beschäftigt, aber eben höre ich die Aufnahme mit Nikita Magaloff. Ganz famos gespielt und wirklich eine tolle Sonate! Einen vergleichenden Thread fände ich auch gut. Wann macht Ihr Euch ans Werk?


    Liebe Grüße, Cosima

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    Original von Caesar73
    schaut doch mal auf der Internetseite der DG vorbei, dort gibt´s einige Hörbeispiele der Aufnahme.


    Klingt ein bisschen rauschig und über meine PC-Lautsprecher sowieso nicht so toll, aber insgesamt nicht so schlecht wie ich befürchtet hatte. Aus der 6. Beethoven-Symphonie unter Carlos Kleiber haben Tontechniker ja seinerzeit auch noch richtig Ordentliches herausholen können. Die hatte doch auch nur auf einer Musikkassette überlebt.


    Ich habe ja bald Geburtstag; vielleicht schenke ich sie mir. :)


    LG, Cosima


    P.S.: Ich war vor kurzem übrigens schon mal im jpc-Laden, um in die Gulda-CD reinzuhören. Da fiel mir aber die Richter-Aufnahme in die Hand, die neu veröffentlicht worden war, und sofort hatte ich vergessen, warum ich mich überhaupt auf den Weg gemacht hatte. :)

    Ich bin gerade auf dem Boccherini-Fandango-Tripp:


    Zuerst so…



    … dann in der IMO viel spannenderen Version von Andreas Staier, die er selber für 2 Cembali und Kastagnetten arrangiert hat:



    Boccherini ist klasse! Und Staier sowieso… :jubel:


    Gruß, Cosima


    P.S.: Ich sehe eben, dass es eine ganze Fandango-CD von Staier gibt, die steht ab sofort auf meinem Wunschzettel! =)


    Hallo Ulli,


    danke für das Angebot, aber ich bin ziemlich sicher, dass sie nicht mehr hergeben werde, wenn ich erst einmal besitze. ;)


    Was mich noch abhält ist die angeblich schlechte Klangqualität. Die Aufnahmen sind aus 1981, stammen von Tonbandkassettenaufnahmen, da die Originalbänder wohl nicht zu gebrauchen waren (was war da eigentlich genau passiert?). Normalerweise hält mich eine miese Qualität nicht vom Kauf ab, aber in diesem Falle gäbe es alternativ noch andere Mozart-Sonaten von Gulda, die ich auch noch nicht kenne.


    Vielleicht höre ich im Geschäft mal rein und entscheide dann.


    Gruß, Cosima

    Hallo,


    ich bin immer noch zwiegespalten ob der Pletnev-Aufnahme (Lang Lang kenne ich nicht). Einerseits gefällt sie mir schon gut, andererseits hinterlässt sie bei mir ein mulmiges Gefühl von: Das ist nicht Mozart. Etwas zu dick aufgetragen, eher romantisch als klassisch.


    Ich würde gerne mal die 'Gulda-Mozart-tapes' hören. Kennt die inzwischen jemand?


    Gruß, Cosima

    In einem anderen Thread schrieb kürzlich ein Mitglied:


    Zitat

    Richter spielt eben immer am besten Richter, das aber außerordentlich gut, und ein Glück, wenn der Komponist einigermaßen gut dazu passt!


    Das klang mir sehr abwertend, zu sehr nach: Richter spielte immer im gleichen Stil und bei der großen Bandbreite seines Repertoires war es reine Glückssache, wenn ein Komponist ihm lag und eine Interpretation deshalb gelang.


    Ich zitierte darauf hin aus Kaisers Pianisten-Buch:


    Zitat

    Weder ein bestimmter Stil noch ein bestimmter Ton oder gar eine bestimmte Tendenz scheinen typisch für Richters Spiel, sondern eine sehr persönliche Verbindung aus Intelligenz, bravouröser Technik und sicherem Instinkt.


    Dies deckt sich meiner Meinung nach mit Edwins Aussage:


    Zitat

    Dass er seine Persönlichkeit in seinen Interpretationen ausdrückt.


    Gruß, Cosima

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    Original von Johannes Roehl
    Ich habe sie auch noch nicht.. (und ohne mich auf unverzichtbare oder ultimative Dinge festzulegen, gäb es ein paar CDs, von denen ich eher hoffte, jedes Forumsmitglied besäße sie als diese da oben...)


    JR (der eigentlich der Ansicht war eine mit relativ vielen Freiheiten versehenen Job zu haben, sich aber doch wundern muß, wieviel Forianer hier anscheinend entweder gar nicht arbeiten müssen oder dabei Musik hören können... :rolleyes: )


    Wieso wundert Dich das? Hier sind ja auch Studenten und Schüler, die früher als andere am Tag Musik hören können. Und es gibt auch Menschen – wie mich heute – die einfach mal früher Feierabend machen.


    Als unverzichtbar oder ultimativ hat diese Aufnahme auch niemand bezeichnet, mir fiel halt auf, dass sie relativ oft genannt wurde.


    Irgendwie hat Dein Beitrag für meinen Geschmack einen unschönen Unterton. Aber sei’s drum…


    Gruß, Cosima

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    Original von Caesar73
    Jetzt muss ich mich mal outen: Ich habe die CD nicht- noch nicht :D:D Aber was nicht ist, kann ja noch werden .:yes:


    Ich bin sicher, Du wirst sie Dir bald kaufen. Erstens ist sie günstig, zweitens weiß man ja nie, wie schnell eine Scheibe wieder vom Markt verschwindet. Mich macht dieser Gedanke – vorrangig bei Richter-Aufnahmen :rolleyes: - manchmal richtig panisch.


    Gruß, Cosima


    P.S.: Als Kontrastprogramm habe ich mir für heute Abend noch dies vorgenommen (bin immer noch ein bissi auf dem Mahler-Trip):



    Noch ein P.S. an Peter: Zu meinen bevorzugten Komponisten gehört Boccherini auch nicht, aber die Quintette sind wirklich toll, sprühend vor Witz und Charme. Ganz herrliche Barockmusik

    Zitat

    Original von petemonova
    Dafür gibt es bei amazon schon eine portofreie Lieferung ab 20 EUR Bestellwert (jpc 50 EUR oder mit Buch).


    Ich weiß nicht, ob das schon weiter durchgedrungen ist, aber noch einmal zur Sicherheit: W*O*M scheint identisch mit j*p*c zu sein, liefert aber bereits ab 33,00 Euro versandkostenfrei aus.


    Gruß, Cosima

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    Original von AcomA
    nun hast du gerade die 'ultimativen' aufnahmen von pogorelich (prokofievs 6.) und s. richter (prokofievs 8.) in den 'ring' geworfen ! das ist ein bisschen ungerecht.


    Hallo Siamak!


    Du hast natürlich Recht, es ist etwas unfair, die Meßlatte derart hoch anzulegen; und eine andere Gesamteinspielung kenne ich ja auch gar nicht.


    Inzwischen habe ich das 3. Rachmaninow-Konzert unter Gergiev noch einmal gehört. Der Mitschnitt muss am 21.11.2004 entstanden sein, genauere Angaben kann ich nicht machen, weil die Hinweise alle auf Russisch sind.


    Auch hier liegt die Meßlatte aus meiner Erfahrung mit anderen Aufnahmen sehr hoch, aber das lasse ich jetzt mal außen vor. Insgesamt lässt mich die Einspielung zwiegespalten zurück: Einerseits ist da wieder dieses trockene Donnern in den schnellen Passagen, die halt zum kraftvollen Donnern verleiten – da gehen für meinen Geschmack Bronfman zu sehr die Pferde durch, was wieder zu Lasten der Ausdrucksstärke geht. Andererseits beweist er in den ruhigen, melodischen Passagen, dass er sehr wohl zu fließendem, emotionalem Klavierspiel in der Lage ist. Ich weiß nicht, wirklich; ich komme zu keinem abschließenden Urteil. Vielleicht höre ich mir gelegentlich mal die von Dir genannten Prokofjew-Konzerte an; eigentlich vertraue ich ja Deinem Urteil.


    Die Orchesterbegleitung unter Gergiev ist allerdings traumhaft; er dirigiert hier übrigens mit dem Zahnstocher-Taktstock (kürzlich habe ich ja noch nach diesem Mitschnitt gesucht).


    Viele Grüße, Cosima

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    Original von teleton
    Nein, diese Aufnahme kommt an die alten Swetlanow-Studio-Aufnahme mit dem Orchester des Bolshoi Theaters Moskau aus den 70ern nicht heran, die Päzision des Orchesters fehlt, das Husten stört, die Spannung fehlt.


    Hallo Wolfgang, hallo allerseits!


    Gut, dass Du diese Hinweise auf die Swetlanow-CD bringst, das ist nämlich genau die Aufnahme, die schon so lange auf meinem Wunschzettel stand.


    Aus der Swetlanow-Homepage geht hervor, dass er die Sinf. Tänze mit zwei Orchestern eingespielt hat: dem Moscow Philharmonic Symphony Orchestra und dem Russian State Symphony Orchestra (früher bekannt als USSR Symphony Orchestra).


    Deine Aufnahme ist also aus 1986; es gibt scheinbar aber noch eine ältere, zwar mit dem gleichen Orchester, aber aus 1973 (Melodiya). Die Jahres-Angabe kann aber auch hier falsch sein.


    Was mich nun interessieren würde: Sind das drei verschiedene Orchester? Also: Moscow Philharmonic Symphony Orchestra, Bolshoi Symphony Orchestra und Bolshoi Theatre Orchestra? Oder wurde eines der Bolshoi-Orchester umbenannt?


    Welche Aufnahme suchen wir denn nun genau? (Ich suche nämlich auch.)


    Gruß, Cosima

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    Original von AcomA
    ich hatte diese emi-aufnahmen des schumann- und grieg-konzertes aus mitte der 70er jahre schon als schüler ! ich finde sie sowohl klanglich (was ja nicht so entscheidend ist) und interpretatorisch absolut schlecht !!! richter dominiert mit 'hau drauf'.


    Hallo Siamak ,


    sehe ich absolut genau so, aber das habe ich auch im Grieg-Thread schon geschrieben.


    Zitat

    Ich habe eben noch mal quergehört, vor allem den wunderschönen rhythmisch-explosiv beginnenden dritten Satz. Lupu, Lipatti, Richter und Anda liegen mir vor. (Richter scheidet hier übrigens für mich ganz aus. Ein Elend, wie er hier auf die Tasten drischt. Das ist nicht der Richter, wie ich ihn kenne und liebe.)


    Ich meine nach wie vor, dass Radu Lupu beide Konzerte – also den Schumann und den Grieg – wunderschön eingespielt hat.


    Gruß, Cosima


    P.S.: Hier läuft übrigens:


    Hallo,


    ich habe gerade etwas gefunden: Auf der tollen Russian*DVD*-Seite, die Sune gefunden hat, kann man die ganze CD mit Richter unter Swetlanow anhören, also nicht nur einen kleinen Ausschnitt wie sonst üblich. Sie ist dort nicht unter dem Label RussianRevelation, sondern unter Yedang aufgeführt, aber es handelt sich um dieselbe Einspielung vom 28. Mai 1967. Zuerst auf „switch to english“ und unterhalb des Covers dann auf „preview“ klicken. Das ist doch schon mal etwas…


    Gruß, Cosima


    P.S.: Den genauen Link gerne per PN, öffentlich wird das ja nicht so gerne gesehen.