Beiträge von pianoflo

    Ich kenne nur eine Cd von den Talichs, die mich aber durchaus überzeugt:


    Die beiden Streichquartette von Janacek, gekoppelt mit einem Werk für Klavierquintett, "Sur un sentier broussailleux", wobei sie von Radoslav Kvapil unterstützt werden.


    Sehr interessante Musik, sehr schön interpretiert.


    Gruß, flo

    Hallo pius,


    da besitze ich wohl eine bessere Brilliant-Box, bei mir stehen sie nämlich drauf:


    Alberni Quartet, bestehend aus Howard Davis, Peter Pople, Berian Evans und David Smith,


    dazu Roger Best an der Bratsche und Moray Welsh am Cello


    Gruß, flo

    Hallo


    Meine guten Vorsätze für 2006:


    -Intensive Beschäftigung mit den Mahler-Sinfonien, so mit Partitur und Interpretationsvergleichen und so weiter, evtl. auch Bruckner, wenn die Zeit langt


    - Kein unnötiger ebay-Kauf!!!


    - Waldstein-Sonate üben, Kammermusik machen


    - Uninteressierte Schüler missionieren (ab Februar Referendar :D)


    - Mozart-Jahr weitestgehend ignorieren und mehr Schostakowitsch und Schumann spielen bzw. hören/ kaufen



    Das wärs eigentlich,


    Gruß, flo

    Hallo,


    oh ja, die Richard-Strauß-Aufnahmen können sich durchaus sehen bzw. hören lassen. Die Markenzeichen relativ zügiger Tempi und großer Transparaenz im Orchesterklang kommen diesen Werken meines Erachtens sehr zu Gute, wobei Zinman sich hier durchaus die Zeit lässt, orchestrale Höhepunkte zu zelebrieren. (für mich bei seinem Beethoven die große Schwäche, die fehlende Ruhe in den langsamen Sätzen, unabhängig vom Tempo)


    Lobenswert auch, dass Zinman die eher unbekannten Stücke ebenso mit einspielt wie die großen Schlachtrösser. So bin ich erst nach dem Kauf der 7 Cd-Box auf das Oboenkonzert gestoßen, welches ich für ein fantastisches Werk halte...


    Was ist eigentlich dran an dem Gerücht von einem geplanten Mahler-Zyklus?


    Gruß, flo

    Hallo,


    ich kenne mich bei Geigern ebenfalls nicht wirklich gut aus, die Aufnahme die ich mit Milstein besitze, ist aber meines Erachtens Spitzenklasse:


    Tschaikowsky Violinkonzert mit Abbado und den Wiener Philharmonikern, sehr leidenschaftlich und dramatisch gespielt, das Orchester nie langweilig begleitend, sondern stets auf der Höhe des Geschehens, eine tolle Aufnahme. :jubel: :jubel:


    Auch die Kopplung mit dem ersten Klavierkonzert (Argerich/ Dutoit) macht durchaus Freude


    Gruß, flo

    Hallo,


    es gibt ja mittlerweile zwei Beethoven-Zyklen bei Naxos, einer davon unter dem geteilten Dirigat von Michael Halasz und Richard Edlinger und einen unter Bela Drahos. Über letzteren habe ich auch schon gutes gehört, besitze davon allerdings keine Cd; die Edlinger-Aufnahmen mit der Philharmonie Zagreb sind IMO durch die Bank okay, aber nichts besonderes.


    Zinman mit Beethoven, absolut genehm, hervorragende Aufnahmen, auch wenn man über die Tempi geteilter Meinung sein kann. Tipp auch Zinman mit den Orchesterwerken von Strauss. Ich weiß nicht, warum Zinman bei Arte Nova unter Vertrag ist, aber es soll uns ja nur recht sein, von der Aufnahmequalität her gibt es keine Probleme und billige Preise sollten auch nicht stören... :D


    Übrigens: Zur Preisfrage fällt folgendes auf: Mein Naxos-Bruckner-Zyklus ist der teuerste in meiner Sammlung, Preis ca. 40 Euro, die Aufnahmen von den renommierteren Jochum (damals noch EMI, jetzt Brilliant, 25 Euro) und Barenboim (Warner) mit 27 Euro waren billiger. Ich meine, das Super-Billig-Label ist Naxos also nicht, und die Qualität nimmt auch durchaus zu, keine Frage.


    Bei den Naxos-Opernaufnahmen gibt es wohl durchaus auch beachtliche Aufnahmen (Fidelio/ Zauberflöte), andererseits kenne ich ein paar, die nun wirklich nicht mit der Spitze mithalten können (Don Carlos, Barbier von Sevilla, Holländer).


    Gruß, flo

    Hallo


    @ theophilus:


    Die Bruckner-Box unter Tintner besitze ich selbst, kann man als Ausnahme gelten lassen, auch wenn ich den Interpretationen teilweise nicht ganz so viel abgewinnen kann. Aber von den anderen Naxos-Boxen mit den Sinfonien Dvoraks, Schostakowitschs und Prokoffiefs hört man selten etwas gutes, außer Preis-Leistung. Beethoven ist auch umstritten.


    Die Haydn-Sinfonien mit Fischer bei Brilliant (habe ich ebenfalls selbst und schätze sie durchaus) fallen im Endeffekt nicht unter unser Thema, weil sie keine Aufnahmen für ein Billiglabel sind, sondern ursprünglich für Nimbus Records aufgenommen wurden und jetzt mit Lizenz zweitverwertet werden, wie Brilliant das dankenswerterweise so oft macht.


    Zu der Entlohnung der Naxos-Künstler habe ich mal ein Interview mit dem Naxos-Chef gelesen, der behauptet hat, dass sich für die Stars des Labels wie Glemser oder Kliegel ein Wechsel zur Universal Group oder ähnlichem nicht lohnen würde, in wie weit das stimmt, kann ich nicht beurteilen.


    Gruß, flo

    Hallo,


    eine sehr interessante Fragestellung. Ich denke, dass sicherlich die Künstler von Billiglabels, v.a. Naxos weniger Reputation genießen als die Kollegen von DG etc.


    Gerade Solisten wie Maria Kliegel, Konstantin Scherbakov und Bernd Glemser bei Naxos brauchen keinen Vergleich zu scheuen, auch die Pianisten Jenö Jando und Idil Biret, die jeweils ein Riesenrepertoire aufgenommen haben, bekommen kaum die Anerkennung, die sie verdienen. Allerdings denke ich, dass auf Dauer die Verkaufszahlen bei Naxos eben auf Grund des Preises doch sehr hoch sind; ausserdem verdienen die Vertragskünstler bei Naxos wohl auch nicht schlecht und haben größere Repertoirefreiheit.


    Bei Dirigenten/ Orchestern und Sängern ist mir bei Billigproduktionen doch öfter recht unwohl, ich würde wohl nie die Mahler-Sinfonien unter Antoni Wit bei Naxos kaufen oder unter Emil Tabakov bei Capriccio. Dann schon eher billige Zweitveröffentlichung wie mit Inbal bei Brilliant...


    Gruß, flo

    Hallo,


    ergänzen möchte ich noch eine super Aufnahme von Mahlers klagendem Lied unter Kent Nagano mit Blochwitz als Tenorsolist, ganz große Klasse.


    Ansonsten kann ich mich den ersten Beiträgen nur anschließen



    Gruß, flo

    Ja, die rasenden Tempi bei Schostakowitsch, das ist wohl so ein Ding. In seiner Biographie wird des öfteren erwähnt, dass er auch bei fremden Stücken, beispielsweise dem Tschaikowsky-Konzert oft auf rasend schnellen Interpretationen bestand.


    In seiner Jugend und im Vollbesitz seiner technischen Fähigkeiten mag das ja ganz gut geklappt haben, als er in den fünfziger Jahren unter Cluytens die beiden Klavierkonzerte einspielte, hatte er schon mit seiner fortschreitenden Lähmung in der rechten Hand zu kämpfen und war manuell nicht mehr der allersicherste...


    Kurzum, auch ich denke, dass die Schostakowitsch-Klavierkonzertaufnahmen nicht unbedingt die besten sind, nur weil sie vom Komponisten selbst sind.


    gruß, flo

    Hallo,


    2005 ist zwar noch nicht ganz vorbei, trotzdem bis jetzt die besten Einkäufe des Jahres:


    G. Verdi: Don Carlos, Carlo Maria Guilini, EMI Great Recordings


    Beethoven: Die Klaviersonaten und Konzerte, Gulda, Eloquence


    Mahler: Die Sinfonien und Orchesterlieder, Bernstein, DGG


    Gruß, flo

    Hallo,


    bei der Bläserserenade kann ich leider nicht weiterhelfen, die kenne ich selbst nämlich nicht.


    Von op. 22 besitze ich zwei Aufnahmen, von denen ich eine uneingeschränkt empfehlen kann.
    Es ist dies eine Orfeo-Live-Aufnahme unter Rafael Kubelik mit dem Sinfonieorchester des Bayrischen Rundfunks, gekoppelt mit dem Greatest Hit Dvoraks, der neunten Sinfonie aus den späten Siebzigern.


    :jubel: :jubel: :jubel:, beide Werke hervorragend


    Über die andere Aufnahme, Yenhudi Menuhin und das Royal Philharmonic Orchestra innerhalb der Brilliant-Box kann ich nicht viel sagen, hinterlässt keinen bleibenden Eindruck.


    Gruß, flo

    Hallo,


    was genau ist eigentlich mit rhapsodischer Rhythmik und Harmonik gemeint? Kann ich nicht ganz nachvollziehen...


    Ich dachte immer der Begriff Rhapsodie wäre ein Begriff, der eine sehr freie Form, die viele verschiedene Bausteine aneinanderreiht, bezeichnet. Harmonik und Rhythmik bleiben davon doch eigentlich völlig unberührt, jedenfalls kann ich keinen gemeinsamen Nenner zwischen z.B. den ungarischen Rhapsodien von Liszt, der Rhapsodie espagnole von Ravel und der Rhapsody in Blue entdecken. (Die Bohemian Rhapsody lass ich mal aussen vor :D)


    Also nach dieser Definition wären die beiden Brahmsstücke keine Rhapsodien im engeren Sinn des Wortes, sehr schöne Klavierstücke sind sie allemal.


    Kenne nur die Buchbinder-Aufnahme, mit der ich ganz zufrieden bin


    Gruß, flo

    Servus Maik,


    habe jetzt auszugsweise die Rusalka-Aufnahme durchgehört, und kann nur sagen, dass es auch an der Qualität der Aufnahme wenig zu mäkeln gibt. Ist ja auch schon eine Digitalaufnahme, kein Rauschen oder ähnliches festzustellen.


    Dass Rusalka eine geniale Oper ist, brauche ich dir ja wohl nicht zu erzählen, und dass Vaclav Neumann und sein Ensemble hier ganz großes Musiktheater bieten, wurde glaube ich auch schon irgendwo einmal erwähnt.


    :hello:


    Flo

    Hallo,


    ein Tipp für Freunde von Karajan und der Wiener Staatsoper: Habe mir vor kurzem bei jpc für 20 Euro ein Box Set erworben mit drei Live-Aufnahmen des Maestros, eben von der Staatsoper Wien:


    Parsifal - Il Trovatore - Die Fledermaus,


    Aufnahmen von 1960 bis 1978


    Karajan zeigt sich in der Fledermaus von seiner besten Seite, ein sehr spontanes, lockeres Musizieren mit etlichen Gags, die auch die Zuschauer zum Lachen bringen. Es handelt sich um einen Silvester-Mitschnitt inklusive Spezialeinlagen. Einfach nur genial


    Parsifal und Trovatore habe ich noch nicht ganz durchgehört, erste Stichproben geben ein positives Bild, der Klang ist auch ziemlich gut.


    Von meiner Seite eine absolute Kaufempfehlung.


    Gruß, flo

    Hallo,
    vielleicht hat das Warten sehr bald ein Ende, am 15.12. erscheint bei erato laut jpc.de eine 4-Cd-Box mit den Chopin-Etüden, Liszt H-Moll sowie Werken von Saint-Saens und Ravel, alle mit Duchable und für unglaubliche 8,99 Euro...


    Gruß, flo

    Hallo Johannes, hallo C. Huth,


    es ist halt wirklich nicht das Thema, aber ich bleibe trotzdem dabei, dass gerade Schönbergs Entwicklung der Zwölftontechnik nicht stringent aus der Epoche zuvor, der Spätestromantik erfolgte, sondern aus einem Neuerungsbestreben.
    Der Weg in die Atonalität ist sicher bei Wagner, Mahler und Strauß vorgezeichnet, nicht aber der Weg hin zu Reihentechniken, die etwas elementar neues darstellen und den Begriff Neue Musik auch mit definieren.
    Ich sehe Debussy überhaupt nicht als radikalen Neuerer, weil sein Tonsystem einfach eine konsequente Entwicklung aus seiner Zeit heraus ist, Terzschichtung etc.
    Strawinsky ist ein anderer Fall


    Aber, wie gesagt, zurück zum Thema


    Gruß, flo

    Hallo,


    Bei neuer Musik muss man unterscheiden zwischen dem feststehenden, großgeschriebenen Begriff Neue Musik, der die zweite Wiener Schule und ihre Zeitgenossen charakterisiert und neuer Musik im Sinn von neu halt;


    Sicher ist achtzig Jahre nach Schönberg und co. der Begriff Neue Musik eigentlich nicht mehr richtig, war aber die Bezeichnung für die Tatsache, dass sich der Kompositionsstil der Zwölftöner nicht logisch aus der vorangegangen Epoche entwickelte, sondern vor allem mit dem Ziel geschaffen wurde, eben neu zu sein...


    Naja, soviel dazu, zurück zum Thema


    Gruß, flo

    Hallo zusammen,


    ich habe mir gerade bei 2001 die Karajan-Studio-Aufnahme für 20 Euro gekauft, im Rahmen einer Sonderpreis-Aktion, wo viele Aufnahmen aus der Great-Recordings Serie von EMI billig zu haben sind.


    Und damit habe ich nach vergeblichen Versuchen mit Karajans Bayreuth-Aufnahme und der von Toscanini aus Salzburg erstmals eine Aufnahme gefunden, mit der ich wirklich was anfangen kann. Eine derart pompöse Musik braucht einfach vernünftigen Klang, die Besetzung ist luxuriös, der erste Eindruck ist hervorragend.


    Der alte Karajan-Mitschnitt ist musikalisch sicherlich nicht schlechter, allerdings klanglich schlecht (ich habe die Cantus-Classics-Ausgabe), der von Toscanini, weil noch älter auch noch schlechter, über das musikalische möchte ich deshalb keine Aussage treffen.


    Gruß, flo

    Hallo,


    liest sich alles irgendwie wie eine Schönberg-Reihe, meine sähe zur Zeit wohl so aus:


    4-7-2-5-6-9-3-1-8


    sehr kleine abstände, wie schon mal erwähnt, und trotzdem meilenweit über fast allen anderen werken der musikgeschichte


    ciao, flo

    Es geht das Gerücht, dass Hitler nach militärischen Niederlagen immer das Verlangen hatte, Isoldes Liebestod zu hören...


    Eine Anekdote über Josef Stalin: Stalin hörte am Radio live gespielt ein Mozartklavierkonzert mit Marija Judina als Solistin. Gefiel ihm sehr gut, also beschloß er, sich die Platte zu besorgen. Problem nur: es gab keine, da ja live gespielt. Weil sich keiner traute, dem Despoten diese Tatsache mitzuteilen, wurde die Pianistin mitten in der Nacht ins Studio verschleppt, dazu die Orchestermitglieder, um in höchster Eile die Einspielung zu machen. Dabei wurden drei Dirigenten verschlissen, weil die ersten zwei sich vor Angst sprichwörtlich in die Hose gemacht hatten.


    Soviel zum Thema Lieblingsmusik von Tyrannen, jetzt wenden wir uns wieder erfreulichen Berühmtheiten zu..


    Gruß, flo

    Hallo zusammen,


    die Zeit zwischen letztem Ton und Applaus sollte doch aber auch mit dem Stück zusammenhängen:


    Wenn ich gerade die virtuosen Schlusskaskaden von beispielsweise Schostakowitschs erstem Klavierkonzert gehört habe (oder Tschaikowsky etc.) muss "es" einfach schneller raus, als wenn gerade das Lied von der Erde oder Mozarts Requiem verdämmert ist. Insofern kann ich dem Dirigenten, der diesen Satz gesagt hat, nicht wirklich recht geben


    Gruß, flo