Beiträge von Carlo

    Nachtrag zu den „Münchner Sonntagskonzerten“ vom 24. 4. 1966 und 18. 5. 1969 - Folgende Programmpunkte konnte ich inzwischen feststellen:


    Konzert vom 24. 4. 1966 im Kongress-Saal des Deutschen Museums in München (mit Ingrid Bjoner, Michele Molese und Tom Krause unter Kurt Eichhorn): „La forza del destino“ (Verdi) ('Morir, tremenda cosa... Urna fatale del mio destino', italienisch gesungen / Tom Krause); „Kniaz Igor“ (Borodin) ('Umsonst nach Ruhe sucht das trübe, schwere Herz', deutsch gesungen / Tom Krause); „Tosca“ (Puccini) ('Franchigia a Floria Tosca!... O dolci mani mansueta e pure' / Ingrid Bjoner und Michele Molese); „Königskinder“ (Humperdinck) ('Verdorben! Gestorben! Ihr Kindelein, sie sind gefunden. Liebesvereint' / Tom Krause mit dem Schulfunk-Kinderchor); „Arabella“ (Strauss) ('Sie wollen mich heiraten, sagt mein Vater... Und du wirst mein Gebieter sein' / Ingrid Bjoner und Tom Krause).

    Konzert am 18. 5. 1969 in der Meistersingerhalle in Nürnberg (mit Ingrid Bjoner, Rohangiz Yachmi – als Ersatz für Hertha Töpper – und Jean Cox unter Kurt Eichhorn): „Oberon“ (Weber) ('Ozean, du Ungeheuer!' / Ingrid Bjoner); „Rienzi“ (Wagner) ('Gerechter Gott, so ist's entschieden schon... In seiner Blüte bleicht mein Leben' / Rohangiz Yachmi); „Die Walküre“ (Wagner) (Finale 1. Akt ab 'Schläfst du, Gast?' / Ingrid Bjoner und Jean Cox); „Der Rosenkavalier“ (Strauss) ('Di rigori armato il seno' / Jean Cox - Finale 1. Akt ab 'Da geht er hin, der schlechte, aufgeblas'ne Kerl' / Ingrid Bjoner und Rohangiz Yachmi).



    „Münchner Sonntagskonzerte“ 1977 – 1979


    „Sonntagskonzert“: Margaret Price, Thomas Moser und Hermann Prey / (Opernmelodien von Wolfgang Amadé Mozart, Carl Maria von Weber, Richard Wagner, Giuseppe Verdi, Ruggero Leoncavallo u. a.) / Dirigent: Heinz Wallberg / 16. 1. 1977 (U. a. Margaret Price mit der Arie des Sesto aus „La clemenza di Tito“ und der Arie der Elisabeth de Valois aus „Don Carlos“ sowie Hermann Prey mit italienisch gesungenen Arien aus „Un ballo in maschera“ und „I pagliacci“.)


    „Sonntagskonzert“: Christine Weidinger, David Kuebler und Walter Berry / (Opernmelodien von Wolfgang Amadé Mozart, Ludwig van Beethoven, E. T. A. Hoffmann, Gioachino Rossini, Gaetano Donizetti, Richard Wagner, Antonin Dvorák u. a.) / Dirigent: Heinz Wallberg / 13. 2. 1977 (U. a. Walter Berry mit dem Fliedermonolog aus „Die Meistersinger von Nürnberg“.)


    „Sonntagskonzert“: Hildegard Behrens, James King und Theo Adam / (Opernmelodien von Ludwig van Beethoven, Richard Wagner und Giuseppe Verdi) / Dirigent: Heinz Wallberg / 27. 3. 1977 (Hildegard Behrens und James King im Finale 1. Akt aus „Die Walküre“ und im Duett Otello-Desdemona, 1. Akt, aus „Otello“.)


    „Sonntagskonzert“: Lilian Sukis, Yvonne Minton, René Kollo und Karl Ridderbusch / (Opern- und Operettenmelodien von Gioachino Rossini, Richard Wagner, Giuseppe Verdi, Charles Gounod, Johann Strauß Sohn, Richard Strauss u. a.) / Dirigent: Heinz Wallberg / 23. 4. 1977 (U. a. das Finale 2. Akt aus „Der Rosenkavalier“.)


    „Sonntagskonzert“: Brigitte Fassbaender / Salvatore Accardo (Violine) / (Die 'Wesendonck-Lieder' von Richard Wagner sowie Orchesterwerke von Niccolò Paganini, Gioachino Rossini, Hector Berlioz und Jean Sibelius) / Dirigent: Heinz Wallberg / Meistersingerhalle Nürnberg, 16. 11. 1977


    „Sonntagskonzert“: Martina Arroyo, Giorgio Casellato Lamberti und Sherrill Milnes (sowie Juliana Falk und Peter Lika) / (Ausschnitte aus den Verdi-Opern „Un ballo in maschera“, „La forza del destino“ und „Aida“) / Dirigent: Heinz Wallberg / 27. 11. 1977


    „Sonntagskonzert“ - „Das Christelflein“ (Oper von Hans Pfitzner): Helen Donath (Das Christelflein), Janet Perry (Das Christkind), Alexander Malta (Der Tannengreis), Nikolaus Hillebrand (Knecht Ruprecht), Paul Hansen (Herr von Gumpach), Norbert Orth (Frieder, sein Sohn), Raimund Grumbach (Diener Franz), Ferry Gruber (Diener Jochen) / Erzähler: Johanna Mertinz, Ane-Marie Sprotte und Alois Fink / Der Frauenchor des Bayerischen Rundfunks (Ltg. Josef Schmidhuber) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 18. 12. 1977 (Wiederholungssendung am 23. 12. 1978) (Die Oper wurde in einer Textfassung von Alois Fink als 'Weihnachtsmärchen nach der Spieloper' konzertant aufgeführt. Im Studio 1 des Bayerischen Rundfunks nahm man das Werk am 30. 11. 1979 in der obengenannten Besetzung - mit Ausnahme von Claes-Haakon Ahnsjö als 'Frieder'- für den Rundfunk auf; diese Version wurde bei 'Orfeo' auf CD veröffentlicht.)


    „Sonntagskonzert“: Mirjana Irosch, Robert Ilosfalvy und Kurt Moll / (Operettenmelodien von Jacques Offenbach, Johann Strauss, Carl Millöcker und Franz Lehár) / Dirigent: Heinz Wallberg / 15. 1. 1978 (Ursprünglich waren nur Mirjana Irosch und Nicolai Gedda angekündigt.)


    „Sonderkonzert“: Felicia Weathers und Simon Estes / James Tocco (Klavier) / (Werke von George Gershwin, u. a. Szenen aus „Porgy and Bess“) / Dirigent: Heinz Wallberg / Studio 1 im Funkhaus des Bayerischen Rundfunks, 20. 1. 1978 (Wiederholungssendung am 25. 9. 1978)


    „Sonntagskonzert“: Christine Weidinger (statt Helen Donath), Werner Hollweg und Matti Salminen / (Programm nicht bekannt.) / Dirigent: Christof Prick / Bayernhalle Garmisch-Partenkirchen, 3. 2. 1978 (Sendung am 5. 2. 1978)


    „Sonntagskonzert“: Horiana Branisteanu und Francisco Araiza (statt Peter Schreier) / (Opernmelodien von Christoph Willibald Gluck, Joseph Haydn, Wolfgang Amadé Mozart, Francois Adrien Boieldieu, Adolphe Adam, Georges Bizet u. a.) / Dirigent: Heinz Wallberg / 19. 2. 1978


    „Sonntagskonzert“: Adriana Maliponte (statt Katia Ricciarelli), Neil Shicoff und Benito Di Bella / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Helmut Vetter) / (Opernmelodien von Giuseppe Verdi, Ruggero Leoncavallo und Giacomo Puccini) / Dirigent: Heinz Wallberg / 12. 3. 1978 (Einige Beiträge Neil Shicoffs aus diesem Konzert sind bei 'Orfeo' auf CD erschienen.)


    „Sonderkonzert“ - „Fünfzig Jahre Neue Musik in München“: Julia Migenes und Eugene Holmes / (U. a. Szenen aus Ernst Kreneks „Jonny spielt auf“) / Dirigent: Peter Falk / Studio 1 im Funkhaus des Bayerischen Rundfunks, 30. 4. 1978


    „Sonderkonzert“ - „Welterfolge des Musicals“: Julia Migenes und Iwan Rebroff / Marika Lichter und Peter Fröhlich (Gesang) / (Melodien aus Musicals von Jerome Kern, Irving Berlin, Cole Porter, Frederick Loewe, Burt Bacharach und Jerry Bock) / Dirigent: Johannes Fehring / Kongresshaus Innsbruck, 25. 7. 1978 (Sendung am 6. 8. 1978)


    „Sonntagskonzert“: Jeanette Scovotti und Norbert Orth (Melodien von Johann Strauß Sohn) / Dirigent: Heinz Wallberg / Stadttheater Lindau, 22. 9. 1978 (Sendung am 24. 9. 1978)


    „Sonntagskonzert“: Helena Döse (statt Julia Varady), Siegfried Jerusalem und Wolfgang Schöne / (Opernmelodien von Christoph Willibald Gluck, Wolfgang Amadé Mozart, Carl Maria von Weber, Heinrich Marschner, Jacques Offenbach, Ruggero Leoncavallo, Giacomo Puccini. Richard Strauss und Franz Schmidt) / Dirigent: Heinz Wallberg / 5. 11. 1978


    „Sonntagskonzert“: Norma Sharp und Ortrun Wenkel / Die Regensburger Domspatzen (Ltg.: Georg Ratzinger) / (Festliche Musik von Arcangelo Corelli, Georg Friedrich Händel, Wolfgang Amadé Mozart u. a. sowie Weihnachtslieder 'a cappella'.) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 17. 12. 1978 (U. a. „Die Christnacht“ für Sopran, Chor und Orchester von Hugo Wolf.)


    „Sonntagskonzert“: Leonie Rysanek und James King / Dirigent: Heinz Wallberg / 21. 1. 1979 (Wiederholungssendung u. a. am 21. 10. 1992) (Opernmelodien von Richard Wagner, Amilcare Ponchielli, Ruggero Leoncavallo, Giacomo Puccini und Richard Strauss; darunter die Arie der Titelheldin aus „La Gioconda“, das 'Liebesduett' aus dem 1. Akt der „Tosca“, das Gebet des „Rienzi“ und das Finale 1. Akt aus „Die Walküre“. Das komplette Konzert erschien bei 'Golden Melodram' auf 2 CDs.)


    „Sonderkonzert“ - „Das Lebensbuch Gottes“ (Oratorium nach Worten des Angelus Silesius von Joseph Haas): Janet Perry und Doris Soffel / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Josef Schmidhuber) / Dirigent: Heinz Wallberg / Studio 1 im Funkhaus des Bayerischen Rundfunks, 26. 1. 1979


    „Sonntagskonzert“: Lucia Popp, Francisco Araiza und Wolfgang Brendel / (Opernmelodien von Georg Friedrich Händel, Christoph Willibald Gluck, Wolfgang Amadé Mozart, Gioachino Rossini und Gaetano Donizetti) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 18. 2. 1979


    „Sonntagskonzert“: Carol Malone, Rüdiger Wohlers und Kurt Moll / Der RIAS-Kammerchor (Ltg.: Uwe Gronostay) / (Melodien aus Opern, Operetten und Musicals) / Dirigent: Willy Mattes / Philharmonie Berlin, 16. 3. 1979


    „Sonntagskonzert“: Alexandrina Milcheva (statt Brigitte Fassbaender), Vladimir Atlantov und Leonard Mroz / (Opernmelodien von Giuseppe Verdi, Charles Gounod, Camille Saint-Saens, Georges Bizet, Modest Mussorgskii, Aleksandr Borodin, Piotr Ilich Chaikovskii u. a.) / Dirigent: Heinz Wallberg / 25. 3. 1979 (U. a. das Duett Marina-Dimitri aus "Boris Godunov".)


    „Sonntagskonzert“: Karan Armstrong, James King und Roland Bracht / (Opernmelodien von Wolfgang Amadé Mozart, Ludwig van Beethoven, Richard Wagner und Richard Strauss) / Dirigent: Heinz Wallberg / 25. 11. 1979 (U. a. Ausschnitte aus „Lohengrin“ und „Die Frau ohne Schatten“.)


    „Sonntagskonzert“: Ashley Putnam, Gösta Winbergh und Giorgio Zancanaro / (Opernmelodien von Wolfgang Amadé Mozart, Gioachino Rossini, Gaetano Donizetti, Vincenzo Bellini, Giuseppe Verdi, Ambroise Thomas, Charles Gounod u. a.) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 16. 12. 1979


    Carlo

    Für die Verehrer von Diana Damrau:


    Heute Nacht sendet 'Arte' um 0.35 Uhr eine Aufzeichnung des Konzerts vom 7. 2. 2020 aus der Salle Pierre Boulez in der Pariser Philharmonie. Begleitet von den Münchner Philharmonikern unter Valery Gergiev singt Diana Damrau die "Vier letzten Lieder" von Richard Strauss; im zweiten Teil des Konzerts erklingt die fünfte Symphonie von Gustav Mahler. Diese Aufzeichnung ist auch im Internet zu sehen.


    Carlo

    Liebe Freunde der "Toten Stadt",


    ursprünglich war sogar Plácido Domingo für die - vom Sohn Korngolds produzierte - 'RCA'-Aufnahme als 'Paul' vorgesehen, aber er wurde von Erich Leinsdorf wegen seinem unidiomatischen Deutsch abgelehnt.


    Carlo

    Heute weitere Aufnahmen von Karl Terkal in Richard-Strauss-Opern:



    „Der Rosenkavalier“ (Strauss): (Ein Wirt) mit Anna Tomowa-Sintow (Marschallin), Agnes Baltsa (Octavian), Janet Perry (Sophie), Wilma Lipp (Leitmetzerin), Helga Müller-Molinari (Annina), Gabriele Sima (Eine Modistin), Kurt Moll (Baron Ochs), Gottfried Hornik (Herr von Faninal), Heinz Zednik (Valzacchi), Vinson Cole (Ein Sänger), Carlos Feller (Ein Notar), Victor von Halem (Der Polizeikommissär), Kurt Equiluz (Haushofmeister bei der Marschallin), Franz Kasemann (Haushofmeister bei Faninal), Horst Nitsche (Ein Tierhändler) u. a. / Der Chor der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Helmuth Froschauer / Die Wiener Philharmoniker / Dirigent: Herbert von Karajan (Wien, Musikverein, 22. 11. - 4. 12. 1982, Mai 1983 und Januar 1984). Eine Studio-Aufnahme für die 'DGG', erschienen 1984.

    Bei den Salzburger Festspielen 1983 gab es eine Neuinszenierung von und mit Herbert von Karajan in der Besetzung dieser Schallplatten-Aufnahme mit der Ausnahme von John van Kesteren (Haushofmeister bei der Marschallin); den Chor leitete Walter Hagen-Groll. Von der Rundfunkübertragung der Premiere am 26. 7. 1983 gibt es einen Mitschnitt bei 'Celestial Audio' in Australien.


    Die Oper wurde auch 1984 bei den Salzburger Festspielen aufgeführt. Die erste Vorstellung der Wiederaufnahme am 31. 7. 1984 wurde für das Fernsehen aufgezeichnet mit drei Besetzungsänderungen gegenüber der Schallplatten-Aufnahme von 1983: Alfred Sramek (Ein Notar), Kurt Rydl (Der Polizeikömmissär) und John van Kesteren (Haushofmeister bei der Marschallin). Der Chor der Wiener Staatsoper wurde auch 1984 von Walter Hagen-Groll geleitet; Herbert von Karajan war der Dirigent und Regisseur. Das Bühnenbild von Teo Otto und die Kostüme Erni Knieperts aus der „Rosenkavalier“-Inszenierung von 1960 wurden wiederverwendet; die TV-Regie hatte Hugo Käch. Die Co-Produktion des ORF mit 'Telemondial' kam bei 'Sony' 1994 auf VHS und 2001 auf DVD in den Handel.



    „Ariadne auf Naxos“ (Strauss): (Ein Offizier) mit Gundula Janowitz (Die Primadonna/Ariadne), Edita Gruberova (Zerbinetta), Agnes Baltsa (Der Komponist), Marjorie Vance (Najade), Waltraud Winsauer (Dryade), Olivera Miljakovic (Echo), James King (Der Tenor/Bacchus), Gerd Feldhoff (Der Musiklehrer), Hans Helm (Harlekin), Kurt Equiluz (Scaramuccio), Kurt Rydl (Truffaldin), Wilfried Gahmlich (Brighella), Heinz Zednik (Der Tanzmeister), Robert Riener (Der Perückenmacher), Walter Fink (Ein Lakai) und Kurt Heintel (Der Haushofmeister) / Die Wiener Philharmoniker / Dirigent: Karl Böhm (Tokyo, Bunka Kaikan, 9. 10. 1980). Ein Live-Mitschnitt, der in den USA von 'Mr. Tape' auf Tonband angeboten wurde. (Das war eines der letzten Operndirigate des 86jährigen Karl Böhm, gestorben am 14. 8. 1981 in Salzburg.)



    „Die Frau ohne Schatten“ (Strauss): (Erscheinung eines Jünglings) mit Leonie Rysanek (Kaiserin), Christel Goltz (Frau des Färbers), Elisabeth Höngen (Amme), Emmy Loose (Hüter der Tempelschwelle), Judith Hellwig (Stimme des Falken), Hilde Rössel-Majdan (Stimme von oben), Hans Hopf (Der Kaiser), Ludwig Weber (Barak, der Färber), Kurt Böhme (Der Geisterbote) / Die Brüder des Färbers: Oskar Czerwenka (Der Einarmige), Harald Pröglhöf (Der Einäugige), Murray Dickie (Der Bucklige) / Die Stimmen der Wächter: Alfred Poell, Eberhard Waechter und Ljubomir Pantscheff / Die Stimmen der Ungeborenen: Liselotte Maikl, Ruthilde Boesch, Berta Seidl, Edith Priessner und Gertraud Bastezky / Drei Dienerinnen: Emmy Loose. Anny Felbermayer und Hilde Rössel-Majdan / Solostimmen: Emmy Loose, Liselotte Maikl, Anny Felbermayer, Ruthilde Boesch, Dorothea Frass und Hilde Rössel-Majdan / Der Chor und das Orchester der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Richard Rossmayer / Dirigent: Karl Böhm (Wien, Staatsoper, 9. 11. 1955) Der Mitschnitt dieser Aufführung im Rahmen der Festlichkeiten zur Wiedereröffnung der Wiener Staatsoper erschien 2005 bei 'Orfeo' auf CD.

    Im November 1955 nahm die 'Decca' das Werk im Wiener Musikverein für die Schallplatte auf, allerdings mit Paul Schöffler als Barak bei ansonsten unveränderter Besetzung; das Orchester 'firmierte' hier - wie bei Konzerten, Tourneen und Schallplatten-Produktionen üblich - als 'Die Wiener Philharmoniker'. Die Aufnahme erschien 1956 zunächst nur in monauraler Version auf fünf Schallplatten, 1968 dann erstmals in stereo auf vier LPs.


    Apropos 'Wiener Philharmoniker': Im Oktober 1977 wollte die 'DGG' einige Aufführungen dieser Oper unter Karl Böhm (mit u. a. Leonie Rysanek, Birgit Nilsson, Ruth Hesse, James King und Walter Berry) an der Wiener Staatsoper für eine Platten-Veröffentlichung mitschneiden und das 'Orchester der Wiener Staatsoper' werbewirksam als die 'Wiener Philharmoniker' deklarieren. Deswegen gab es schon bei den Orchesterproben schrille Misstöne, denn außer den 'Philharmonikern' sitzen zur Entlastung des mit Proben und Aufführungen beschäftigten Orchesters 'der Wiener Staatsoper' stets auch einige Mitglieder der 'Wiener Symphoniker' und des 'ORF-Symphonieorchesters' im Orchestergraben; das Orchester wird 'nach Proporz' praktisch für jede Aufführung mit Musikern der drei Orchester neu zusammengesetzt. (Das hat schon mehrfach Dirigenten zur Verzweiflung gebracht, weil sie bei der Probe teilweise andere Musiker vor sich sahen als dann in der abendlichen Aufführung.) Man verweigerte das Einverständnis zu dem geplanten Mitschnitt und verärgerte damit vor allem Karl Böhm, der hier sein 'Traum-Ensemble' dokumentiert haben wollte. Der Streit ging so weit, dass die Vorstellungen komplett abgesagt werden sollten. Um das Projekt zu retten, schaltete sich der Generalsekretär der Bundestheater, Robert Jungbluth, ein und es kam zu einem Kompromiss: der ORF schnitt zwei Aufführungen inclusive einer Rundfunkübertragung unter der Berücksichtigung einer späteren kommerziellen Verwertung der Bänder durch die 'Deutsche Grammophon Gesellschaft' mit. Erst 1986 - fünf Jahre nach Karl Böhms Tod - kam diese Aufnahme bei der 'DGG' in den Handel (wobei nun das Orchester als das der Wiener Staatsoper bezeichnet wurde!), nachdem die Rundfunkübertragung der Vorstellung am 23. 10. 1977 schon längst – z. B. 1980 bei 'HRE Historical Recording Enterprises' - auf dem 'grauen Markt' kursierte.



    „Die ägyptische Helena“ (Strauss): (Da-Ud) mit Inge Borkh (Helena), Ruthilde Boesch (Hermione), Teresa Stich-Randall (Aithra), Biserka Cvejic (Die allwissende Muschel), Ruthilde Boesch und Irmgard Stadler (Zwei Dienerinnen), Edith Bergen-Vonkilch, Erika Mechera, Traute Skladal und Friedl Kirchweger (Vier Elfen), Fritz Uhl (Menelas) und Walter Berry (Altair) / Der Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde, Wien / Chorltg.: Reinhold Schmid / Die Wiener Symphoniker / Dirigent: Josef Krips (Wien, Musikverein, 20. 6. 1961). Angeblich wurde das Konzert vom ORF mitgeschnitten, konnte aber wegen zu hoher Tantiemen-Forderungen des Musikverlages nicht gesendet werden; eine Bandkopie soll sich im Archiv der Wiener Symphoniker befinden.



    Carlo

    Liebe Melomanen!


    Zur Frage, ob Franz Völker den „Tannhäuser“ gesungen hat: Ja, er hat! Allerdings nur ganze sieben Vorstellungen am Opernhaus Frankfurt (Main) im Jahre 1931. Die Premierenbesetzung war wie folgt:


    „Tannhäuser“ (Wagner): Landgraf Hermann – Theo Hermann / Tannhäuser – Franz Völker / Wolfram von Eschenbach – Adolf Permann / Walther von der Vogelweide – Paul Reinicke / Biterolf – August Griebel / Heinrich der Schreiber – Oskar Wittazscheck / Reimar von Zweter – Emil Sandenmeyer / Elisabeth – Viorica Ursuleac / Venus – Else Gentner-Fischer / Ein junger Hirt – Trude Giese / Vier Edelknaben – Fritzi Merley, Agnes Werninghaus, Erna Recka und Mary Haan / Chor und Orchester der Städtischen Bühnen Frankfurt (Main) / Chorltg.: Curt Kretzschmar / Dirigent: Hans Wilhelm Steinberg / Inszenierung: Herbert Graf (Frankfurt, Opernhaus, 11. 1. 1931)


    Der Dirigent dieser Aufführung wurde später als 'William Steinberg' berühmt. Es gibt keinen Mitschnitt von einer der sieben Aufführungen. Die einzigen Tondokumente Franz Völkers in der Rolle des „Tannhäuser“ sind die Hymne aus dem 1. Akt „Stets soll nur dir mein Lied ertönen“ (aufgenommen 1930 mit dem Orchester der Staatsoper Berlin unter Hermann Weigert / 'DGG Deutsche Grammophon Gesellschaft', Matrix-Nr. 2305 BH I, Schelllack, 25 cm) und die Romerzählung aus dem 3. Akt „Inbrunst im Herzen... Nach Rom gelangt ich so“ (aufgenommen 1933 mit der Staatskapelle Berlin unter Alois Melichar / 'DGG Deutsche Grammophon Gesellschaft', Matrix-Nrn. 670/671 BE 8, Schelllack, 30 cm).


    Carlo

    Ach so, du findest das Boulevard Blatt Gelaber auch gut!

    Na dann Gute Nacht.....:thumbdown:


    Fiesco


    Sind die folgenden Äusserungen anerkannter Gesangs-Experten auch nur 'Boulevard Blatt Gelaber'?


    „Schon seit 1954 wagte Di Stefano sich an Partien wie Radames, Alvaro, Don José, Canio und Turiddu, und bereits ein Jahr später hatten sich die Spuren von 'wear and tear' in seine lyrische Stimme eingegraben, wohl auch die Folgen einer unzureichenden Technik bemerkbar gemacht. Ende der Fünfziger Jahre war die Höhe unsicher und, wie Rodolfo Celletti formulierte, 'rauh wie Bimsstein' geworden. Schon 1966 musste Di Stefano die Zinsen des Ruhms – nicht mehr die der Stimme – aus dem 'Land des Lächelns' holen. 1973 brachte er Maria Callas dazu, mit ihm auf eine Konzert-Tournee zu gehen – nach Darstellung der Callas-Biographin Arianna Stassinopoulos ein Versuch, den Mythos der Diva für sein Konto auszunutzen. In einem Gespräch mit dem Verfasser hat Di Stefano indes emphatisch betont, dass er Callas 'auf die Bühne und damit ins Leben zurückholen' wollte.“ (Jürgen Kesting, 'Die großen Sänger', 1986)


    „This was one of the saddest evenings I have ever had to spend... As well as being sad, I was cross. Cross that a great artist (Callas) and some great music should be accompanied by a piano; cross that she was partnered by a tenor who, whatever he may have been when he appeared under a conductor who could discipline him, or in the recording studio where Walter Legge could likewise exercise a restraining influence on him, was on this occasion no more than a vulgar singer. I was also cross at the sorry spectacle of Callas being lead round the platform by Di Stefano as if he were showing off some prize winner in a ring.“ (Harold Rosenthal zum Konzert am 26. 11. 1973 in der Royal Festival Hall, London / 'Opera', Januar 1974)


    „There was no doubt who the idol of the evening was. In any case, Mr. Di Stefano has lost the wonderful sparkle his voice once had, and in addition his singing now is indescribably coarse, selfindulgent and vulgar. He was constantly breaking the line, going in for all kinds of dubious pianissimo and crooning effects. And in general making an artistic mess of whatever he attempted.“ (Harold C. Schonberg zum Konzert am 5. 3. 1974 in der Carnegie Hall, New York / 'The New York Times', 6. 3. 1974)


    Was ich in meinen Beiträgen Nrn. 62 und 68 aber vorrangig mitteilen wollte, war der Hintergrund für die Konzerttournee von Maria Callas und Giuseppe Di Stefano 1973/74. Offensichtlich hat niemand die große Tragik verstanden, die dahinter steckt: a) eine weltberühmte und in ihrem Rang nicht angezweifelte Sängerin, die nach Jahren des Schweigens wieder vor 'ihr' Publikum tritt, wohl wissend, dass der Zustand ihrer Stimme weder dem Anspruch des Publikums noch den von ihr selbst gesetzten Maßstäben entsprechen kann und b) ein Sänger, der die Gage (dem Vernehmen nach US-$ 20.000 pro Abemd für beide zusammen) benötigt für die Behandlung seiner krebskranken Tochter, die dann nach dem Ende der Tournee doch gestorben ist.


    Statt dessen die üblichen Reaktionen der 'Fans', wenn man sich etwas kritisch über ihre 'Säulenheiligen' äussert. Sänger sind auch nur Menschen – auch wenn zwei kleine Muskeln im Hals sie über andere erheben – aber sie haben wie wir alle auch Ängste, Zweifel und Fehler. Doch manche Melomanen empfinden es als Sakrileg, wenn man in der Beurteilung ihrer Idole deren menschliche (manchmal allzu-menschliche) Seite berührt, und dazu gehören nicht nur die Höhepunkte, sondern auch eventuelle 'Tiefs' in ihrer Karriere. Mir ist diese unkritische 'Heiligenverehrung' immer verdächtig gewesen.


    Im übrigen bin ich nicht bereit, die wiederholten Spitzfindigkeiten und Sinn- und Wortverdrehungen des Taminos 'Fiesco' kommentarlos hinzunehmen, noch dazu, wenn er meinen Beitrag benutzt, um gegen einen anderen Tamino zu wettern. Und dass er beleidigt reagiert, wenn man ihm contra gibt, ist auch nicht neu. (Er schrieb mir einmal, dass er meine Beiträge nicht mehr lesen wird, weil ich mir erlaubte, in seinem 'Revier (Belcanto) zu wildern'. Ja, was denn nun?)


    Carlo

    Hallo, 'Fiesco' und 'Stimmenliebhaber'!


    Zuerst möchte ich sagen, dass ich mich selbst zitiert 'und mich nicht mit fremden Federn geschmückt habe'. Ausserdem wäre es besser gewesen, Ihr hättet Euch den ganzen Thread einmal komplett durchgelesen (was ich getan habe). Überwiegend wird dort nämlich über die Stimmprobleme von Giuseppe Di Stefano geschrieben, nur wenige (ehemalige) 'Taminos', wie z. B. 'Zauberton', haben seinen Gesang und die Stimme detailliert und sachkundig beurteilt und die Bedeutung dieses Tenors hervor gehoben.


    Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie wenig schmeichelhaft die Kommentare von Besuchern des Konzerts vom 2. 11. 1973 in der Düsseldorfer Rheinhalle waren, die sich am in der Nähe gelegenen Opernhaus mit den Besuchern der dortigen Abendvorstellung des „Otello“ (zu denen ich gehörte) trafen. „Etikettenschwindel“ und „peinlich“ waren noch die freundlichsten Urteile dazu. Ich war nicht in dem Konzert und kann nur wiedergeben, was andere Ohrenzeugen dazu sagten – und das waren alle Fans der beiden Sänger, die auch die total überhöhten Eintrittspreise (für knapp 65 Minuten Gesang mit Klavierbegleitung; nur Duette und zwei einzelne Arien) nicht scheuten. Ich habe den Audio-Mitschnitt des Konzerts aus Montreal (13. 5. 1974) sowie ein Video aus Osaka (2. 11. 1974) und kann ihre Enttäuschung und auch ihre Wut nachempfinden. Ich habe weder die Callas noch Di Stefano bloß gestellt, sondern lediglich aus der damaligen - einhellig negativen - Presse zitiert; das wird man ja wohl noch dürfen.


    In vielen Büchern, die nach dem Tod von Maria Callas erschienen – und ich habe davon neun Stück – wird spekuliert, was die Sängerin bewogen haben mag, sich zu diesem Unternehmen bereit zu erklären. Natürlich wird sie seit ihrem Bühnenabschied 1965 davon geträumt haben, wieder öffentlich zu singen. Aber sie war wohl auch realistisch genug, zu merken, dass der Zustand ihrer Stimme dies kaum zuließ. Wenn man aber in Betracht zieht, dass sie es wohl hauptsächlich für ihren damaligen Lebensgefährten tat, der sich in einer tragischen Situation befand und sie um Hilfe bat, sieht die Sache anders aus. (Es wäre natürlich besser gewesen, wenn Maria Callas ihm mit einer Geldsumme geholfen hätte. Aber kurz zuvor war ein Öltanker, den sie auf Vermittlung von Onassis gekauft hatte, havariert und so sah sie wohl in dieser Tournee auch eine Möglichkeit, ihre eigene finanzielle Lage zu verbessern.) Das wollte ich klar stellen, nichts anderes! Eure Angriffe gegen 'Caruso41' sprechen für sich...


    Carlo

    Liebe Taminos,


    gestern schrieb ich im Thread über die Sopranistin Maria Bieshu - mit einem dort abgebildeten Bild von Giuseppe Di Stefano und Maria Callas (im Beitrag Nr. 52) - über den kaum bekannten Hintergrund zu der von vielen Verehrern der beiden Sänger als 'peinlich' empfundenen Tournee in den Jahren 1973/74. Das möchte ich hier nun wiederholen, weil es auch in diesen Thread über Giuseppe Di Stefano gehört:


    „Das Foto stammt vermutlich von 1975/76. Darauf komme ich durch das angegriffene Aussehen Giuseppe Di Stefanos auf diesem Bild. Im März 1975 war seine jüngere Tochter 20jährig an Leukämie gestorben und das hat wohl Spuren in seinem Gesicht hinterlassen. Die Erkrankung Luisa Di Stefanos war auch der eigentliche Grund für die etwas 'peinliche' Tournee (1973/74) von Maria Callas und Giuseppe Di Stefano, der auf den vielen Bildern und Filmen, die es davon gibt, wesentlich frischer und besser aussieht. (Diese ein Jahr dauernde Tournee führte übrigens in kein einziges Ostblockland.) Der Tenor - bekanntlich ein fleißiger Spielcasino-Besucher und längst über seinen stimmlichen Zenith hinaus - hatte nicht (mehr) die finanziellen Mittel für die teure ärztliche Behandlung der Tochter und wohl wissend, dass er alleine keine Konzerthallen mehr würde füllen können, überredete er Maria Callas – mit der er in jenen Jahren ein länger dauerndes Verhältnis hatte – zu dieser Tournee. (Eine deutsche Zeitung schrieb zu dem ersten Konzert in Hamburg am 26. 10. 1973 boshaft: „'Hihihi' sagte das Gespenst und kam hinter dem Gebüsch hervor, das es eigens zu diesem Zweck mitgebracht hatte.“ Mit dem 'Gespenst' war die Callas gemeint.)“


    In den vielen Kommentaren in diesem Thread zu Giuseppe Di Stefanos Raubbau mit seiner Stimme (besonders die frühen Beiträge von 'Zauberton' sind sehr beachtenswert!) wurde aber nicht geschrieben, dass der Tenor seit seiner Jugend ein sehr starker Raucher war, was den Stimmbändern bekanntlich nicht gut bekommt. Der tragische Tod der Tochter Luisa (Di Stefano hatte außerdem noch einen Sohn und eine Tochter) und auch die nach Zeitzeugen wohl sehr 'stürmische' Beziehung mit Maria Callas – wodurch auch die fatale Tournee der Beiden einige Male kurz vor dem Abbruch stand – belasteten die Ehe Giuseppe Di Stefanos, die 1980 geschieden wurde. (Seine Frau Maria schrieb nach dem Tod der Callas ein 'Enthüllungsbuch': „Maria Callas – Nemica mia“.) 1993 hat der Sänger seine deutsche Gesangsschülerin Monika Curth geheiratet, mit der er in der Nähe von Como und auf einer Farm in Kenia lebte, wo er im Dezember 2004 bei einem Raubüberfall lebensgefährlich verletzt worden ist; an den Spätfolgen ist Giuseppe Di Stefano am 3. 3. 2008 mit 86 Jahren gestorben.


    Carlo


    P. S.

    Als passionierter Fernsehzuschauer kann ich mich an einige TV-Sendungen erinnern: der Auftritt bei der „Unicef“-Gala am 6. 10. 1962 in Düsseldorf, seine Mitwirkung in der Sendereihe „Die schöne Stimme“ mit Bertil Wetzelsberger beim Süddeutschen Rundfunk Stuttgart 1961 oder auch die „da capo“-Sendung mit August Everding am 15. 4. 1989 auf '3sat', in der der Sänger in erstaunlich gutem Deutsch Auskunft über sich und seine Karriere gab. Auch habe ich den 'Charmebolzen' Anfang der 60er Jahre mit dem (italienisch gesungenen) Lied des Adam aus dem „Vogelhändler“ im deutschen Fernsehen gesehen; leider weiß ich nicht mehr, bei welchem Sender das war...

    Hallo,


    die Dame (2. von links) auf dem Bild im Beitrag Nr. 52 ist keinesfalls Elena Obraztsova. Ich habe das Buch „Elena Obraztsova: Zapiski v puti. Dialogi“ ('E. O.: Notizen auf dem Weg. Dialoge') von Rena Sheiko (Moskau, 1987, 360 Seiten) mit sehr vielen Fotos der russischen Mezzosopranistin und auf allen Bildern sind ihre faszinierenden grünen 'Katzenaugen' zu sehen; auch trug sie eine andere Frisur als die Abgebildete. (Es gibt gemeinsame Fotos von der Obraztsova mit der Callas und auch da sieht man den Unterschied sofort.)


    Das Foto stammt vermutlich von 1975/76. Darauf komme ich durch das angegriffene Aussehen Giuseppe Di Stefanos auf diesem Bild. Im März 1975 war seine jüngere Tochter 20jährig an Leukämie gestorben und das hat wohl Spuren in seinem Gesicht hinterlassen. Die Erkrankung Luisa Di Stefanos war auch der eigentliche Grund für die etwas 'peinliche' Tournee (1973/74) von Maria Callas und Giuseppe Di Stefano, der auf den vielen Bildern und Filmen, die es davon gibt, wesentlich frischer und besser aussieht. (Diese ein Jahr dauernde Tournee führte übrigens in kein einziges Ostblockland.) Der Tenor - bekanntlich ein fleißiger Spielcasino-Besucher und längst über seinen stimmlichen Zenith hinaus - hatte nicht (mehr) die finanziellen Mittel für die teure ärztliche Behandlung der Tochter und wohl wissend, dass er alleine keine Konzerthallen mehr würde füllen können, überredete er Maria Callas – mit der er in jenen Jahren ein länger dauerndes Verhältnis hatte – zu dieser Tournee. (Eine deutsche Zeitung schrieb zu dem ersten Konzert in Hamburg am 26. 10. 1973 boshaft: „'Hihihi' sagte das Gespenst und kam hinter dem Gebüsch hervor, das es eigens zu diesem Zweck mitgebracht hatte.“ Mit dem 'Gespenst' war die Callas gemeint.)


    Carlo

    Hallo!


    Ich habe beim Blättern in alten Katalogen noch die folgende 'exotische' Aufnahme mit Maria Bieshu gefunden:


    „Didona i Enei“ ('Dido and Aeneas') (Purcell): Didona (Dido) – Maria Bieshu / Enei (Aeneas) – Vladimir Dragash / Belinda – Zhanna Matronitskaia / Vtoraia zhenshchina (Second Woman) – Liudmila Mikhailova / Koldunia (Sorceress) – Vera Surikova / Pervaia vedma (First Witch) – Liudmila Aga / Vtoraia vedma (Second Witch) – Valentina Kalestru / Iavlenie Germesa (Apparition of Hermes) – Liudmila Mikhailova / Moriak (Sailor) – Anatoli Ara / Khor Gosteleradio Moldavskoi SSR (Chor des Rundfunks der Moldawischen Sozialistischen Sowjet-Republik) / Chorltg.: Teodor Sgurianu / Kamerni Ansambl Gosteleradio Moldavskoi SSR (Kammerensemble des Rundfunks der Moldawischen Sozialistischen Sowjet-Republik) / Dirigent: Aleksandr Samoile* / 'Melodiia' S 10 22433 001 (UdSSR, 1985, 2 LPs).


    Henry Purcells Oper wurde in russischer Sprache in der Fassung von Benjamin Britten und Imogen Holst eingespielt, in der Aeneas bekanntlich eine Tenorrolle ist. Didos berühmten Abschiedsgesang 'When I am laid in earth' kann man am Anfang des im Beitrag Nr. 44 geposteten Films „O Maria!“ (1984) – der eine einzige Liebeserklärung an die Sängerin darstellt – ab Min. 4.20 hören. (*Der Dirigent heißt heute Alexandru Samoila und ist in diesem Film einige Male zu sehen.)


    Carlo

    Die Nachricht vom Tode Roland Hermanns hat mich sehr betroffen gemacht.


    Nicht nur, dass ich noch vor einer Stunde seinen Namen im Thread "Münchner Sonntagskonzerte 1974 - 1976" geschrieben habe (er wirkte dort am 24. 11. 1974 neben Hannelore Bode und René Kollo mit), sondern weil ich auch in den letzten Wochen für eine beabsichtigte Discographie seine Tondokumente notiert habe. Es gibt zwar nicht viele offizielle Aufnahmen - ich habe als einziges Recital mit ihm nur die Platte von 'Claves' (1981) mit den zwei Balladen-Zyklen "Kaiser Karl V." und "Gregor auf dem Stein" von Carl Loewe - aber Roland Hermann hat in Dutzenden von Rundfunk-Aufnahmen mit großteils wenig bekannten und schwierigen Stücken mitgewirkt und so wird sein Name und sein Wirken auch in Zukunft unvergessen sein.


    R. I. P.

    "Münchner Sonntagskonzerte“ 1974 – 1976


    „Sonderkonzert“ - „Symphonisches verquer – ohne Gewähr“: Sylvia Geszty und Walter Berry / 'Francois Glorieux' (Volker Banfield) (Klavier) / 'Schräges' aus Oper und Operette; Orchesterwerke von Wolfgang Amadé Mozart/ Willy Mattes, 'Franz Reizenstein' (Gerald Hoffnung), Wilfried Hiller u. a.) / Dirigent: Bert Grund / Studio im Funkhaus des Bayerischen Rundfunks, 11. 1. 1974 (TV-Aufzeichnung)


    „Sonntagskonzert“: Janet Perry, Adalbert Kraus und Karl Ridderbusch / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Josef Schmidhuber) / (Opernmelodien von Wolfgang Amadé Mozart, Carl ;Maria von Weber, Friedrich von Flotow, Albert Lortzing u. a.) / Dirigent: Hans Wallat / 20. 1. 1974


    „Sonntagskonzert“: Anna Moffo, Rose Wagemann, Ferry Gruber, René Kollo und Richard Kogel (statt Jörn W. Wilsing) / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Josef Schmidhuber) / (Operettenmelodien von Jacques Offenbach, Johann Strauß Sohn, Franz von Suppé und Carl Zeller) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 17. 2. 1974 (U. a. Suppés komplette „Schöne Galathée“; erschienen bei 'Eurodisc'.)


    „Sonntagskonzert“: Galina Savova (statt Ilva Ligabue), Rosalind Elias und James King / (Opernmelodien von Gioachino Rossini, Giuseppe Verdi, Georges Bizet, Giacomo Puccini u. a.) / Dirigent: Giuseppe Patané / 24. 3. 1974 (U. a. Duette aus „Carmen“ und „Tosca“.)


    „Sonderkonzert“ - „San Luigi Gonzaga“ (Geistliches Drama von Johann Simon Mayr): Arleen Augér (statt Zdzislawa Donat) (Luigi Gonzaga), Trudeliese Schmidt (Donna Marta, sua madre), Barry McDaniel (statt Bernd Weikl) (Don Ferrante, suo padre) und Karin Hautermann (Una voce celeste) / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Josef Schmidhuber) / Dirigent: Günther Wich / 7. 4. 1974 (Es handelt sich um ein Oratorium von Johann Simon Mayr, dem Lehrer Gaetano Donizettis, aus dem Jahre 1822 über den Hl. Aloisius Gonzaga aus dem Mantueser Fürstenhaus.)


    „Sonntagskonzert“: Erika Köth, Rüdiger Wohlers und Kurt Böhme / (Programm nicht bekannt) / Dirigent: Hans Gierster / Meistersingerhalle Nürnberg (Sendung am 26. 5. 1974)


    „Sonntagskonzert“: Seta Del Grande, Benito Moresca (statt Gianfranco Cecchele) und Guillermo Sarabia / (Opernmelodien von Giuseppe Verdi und Giacomo Puccini) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 27. 10. 1974 (Sendung am 1. 11. 1974)


    „Sonntagskonzert“: Hannelore Bode, René Kollo (statt Rüdiger Wohlers) und Roland Hermann / (Opernmelodien von Wolfgang Amadé Mozart, Carl Maria von Weber, Heinrich Marschner und Richard Wagner) / Dirigent: Heinz Wallberg / 24. 11. 1974


    „Sonntagskonzert“: Sona Ghazarian / Edgar Krapp (Orgel) / Die Regensburger Domspatzen (Ltg.: Georg Ratzinger) / Geistliche Musik und weihnachtliche Volksweisen; Orchesterwerke von Joseph Haydn, Frantisek Xaver Brixi u. a.) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 22. 12. 1974


    „Sonntagskonzert“: Marion Lippert, Lucia Popp, Trudeliese Schmidt, Karl Ridderbusch und Solisten des Chors des Bayerischen Rundfunks / (Szenen aus „Der Rosenkavalier“ von Richard Strauss) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 23. 2. 1975


    „Sonntagskonzert“: Rita Orlandi Malaspina (statt Raina Kabaivanska), Andrej Kucharský und Nicola Ghiuselev / (Opernmelodien von Gioachino Rossini, Giuseppe Verdi, Georges Bizet, Arrigo Boito, Ruggero Leoncavallo u. a.) / Dirigent: Gabor Ötvös / 16. 3. 1975


    „Sonderkonzert“ (zum 150. Geburtstag von Johann Strauß Sohn): Dorothea Chryst, Sylvia Geszty, Ferry Gruber, Peter Minich und Günter Wewel / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Josef Schmidhuber) / (Melodien von Johann Strauß Sohn) / Dirigent: Werner Schmidt-Boelcke / 8. 11. 1975 (Der Gastmoderator war Marcel Prawy.)


    „Sonntagskonzert“ - „Dido und Aeneas“ (Oper von Henry Purcell): Rose Wagemann (Dido), Helen Donath (Belinda), Trudeliese Schmidt (Zauberin), Erika Rüggeberg (Eine Frau), Karin Hautermann und Isolde Mitternacht (Zwei Hexen), Hermann Prey (Aeneas) und Albert Gassner (Dienstbarer Geist / Seemann) / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Heinz Mende) / Franz Lehrndorfer (Orgel) / Dirigent: Heinz Wallberg / 23. 11. 1975 (Am Beginn des Abends erklang das Orgelkonzert Nr. 3 von Thomas Augustin Arne und die 'Phantasie über ein Thema von Thomas Tallis' von Ralph Vaughan Williams.)


    „Sonntagskonzert“: Janet Perry (statt Arleen Augér) / Die Regensburger Domspatzen (Ltg. Georg Ratzinger) / (Geistliche Musik von Wolfgang Amadé Mozart u. a.; Weihnachtslieder a cappella; Orchesterwerke von Arcangelo Corelli, Georg Friedrich Händel u. a.) / Dirigent: Heinz Wallberg / 21. 12. 1975


    „Sonntagskonzert“: Adriana Maliponte (statt Anna Tomowa-Sintow) und Ruggero Bondino / (Opernmelodien von Hector Berlioz, Charles Gounod, Giuseppe Verdi, Giacomo Puccini u. a.) / Dirigent: Heinz Wallberg / 11. 1. 1976


    „Sonntagskonzert“: Edda Moser und Wolfgang Brendel / (Opernmelodien von Wolfgang Amadé Mozart, Carl Maria von Weber, Albert Lortzing u. a.) / Dirigent: Heinz Wallberg / 22. 2. 1976


    „Sonntagskonzert“: Gwyneth Jones und Bernd Weikl / (Opernmelodien von Richard Wagner und Richard Strauss) / Dirigent: Heinz Wallberg / 21. 3. 1976 (U. a. Duette aus „Der fliegende Holländer und „Arabella“; Soloszenen aus „Feuersnot“ und „Die ägyptische Helena“.)


    „Sonntagskonzert“: Renate Holm, Werner Compes und Barry McDaniel / (Opern- und Operettenmelodien von Carl Maria von Weber, Albert Lortzing, Adolphe Adam, Franz von Suppé, Johann Strauß Sohn, Carl Millöcker, Franz Lehár u. a.) / Dirigent: Leopold Hager / Meistersingerhalle Nürnberg (Sendung vom 25. 4. 1976)


    „Sonntagskonzert“: Tamara Milashkina, Vladimir Atlantov und Yuri Mazurok / (Melodien aus russischen Opern) / Dirigent: Heinz Wallberg / Kongresshalle Augsburg, 17. 10. 1976


    „Sonntagskonzert“: Judith Beckmann, Rüdiger Wohlers und Matti Salminen / (Opernmelodien von Christoph Willibald Gluck, Wolfgang Amadé Mozart, Carl Maria von Weber, Mikhail Glinka, Piotr Ilich Chaikovskii u. a.) / Dirigent: Heinz Wallberg / 21. 11. 1976


    „Sonntagskonzert“: Helen Donath / Die Regensburger Domspatzen (Ltg.: Georg Ratzinger) / Edgar Krapp (Orgel) / (Werke von Georg Friedrich Händel, Wolfgang Amadé Mozart u. a. sowie Weihnachtslieder a cappella) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 19. 12. 1976


    Carlo

    Heute präsentiere ich sieben Aufnahmen vom "Rosenkavalier" mit Karl Terkal:



    „Der Rosenkavalier“ (Strauss): (Ein Sänger) mit Maria Reining (Marschallin), Lisa Della Casa (Octavian), Hilde Güden (Sophie), Judith Hellwig (Leitmetzerin), Sieglinde Wagner (Annina), Emmy Dax (Eine Modistin), Kurt Böhme (Baron Ochs), Alfred Poell (Herr von Faninal), László Szemere (Valzacchi), Oskar Czerwenka (Ein Notar), August Jaresch (Ein Wirt), Franz Bierbach (Der Polizeikommissär), Georges Müller (Haushofmeister bei der Marschallin), August Jaresch (Haushofmeister bei Faninal), Karl Kolowratnik (Ein Tierhändler) u. a. / Der Chor der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Richard Rossmayer / Die Wiener Philharmoniker / Dirigent: Clemens Krauss (Salzburg, Festspielhaus, 28. 7. 1953). Die Rundfunkaufnahme der Sendergruppe 'Rot-Weiß-Rot' gibt es auf CDs von 'Legato' (1996) und 'Guild' (2004).


    Bei dieser Produktion der Salzburger Festspiele 1953 gab es Misstöne dadurch, dass Clemens Krauss unbedingt seine Frau Viorica Ursuleac als Marschallin durchsetzen wollte. Bei der Generalprobe dirigierte er Maria Reining mit seinem Taschentuch - ein von ihm bekanntes Zeichen, wenn er mit dem Gesang auf der Bühne nicht einverstanden war – und versuchte, sie aus dem Konzept zu bringen. Nach dem ersten Akt ging die sonst so damenhafte und liebenswürdige Maria Reining wütend und türenknallend in ihre Garderobe und rief: „Soll er doch seine Alte holen!“.



    dto.: (Ein Sänger) mit Maria Reining (Marschallin), Sena Jurinac (Octavian), Hilde Güden (Sophie), Judith Hellwig (Leitmetzerin), Hilde Rössel-Majdan (Annina), Berta Seidl (Eine Modistin), Kurt Böhme (Baron Ochs), Alfred Poell (Herr von Faninal), László Szemere (Valzacchi), Ljubomier Pantscheff (Ein Notar), Alfred Vogel (Der Polizeikommissär), Fritz Sperlbauer (Ein Wirt), Harald Pröglhöf (Haushofmeister bei der Marschallin), William Wernigk (Haushofmeister bei Faninal), Erich Majkut (Ein Tierhändler) u. a. / Der Chor und das Orchester der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Richard Rossmayer / Dirigent: Hans Knappertsbusch (Wien, Staatsoper, 16. 11. 1955). 'Golden Melodram' veröffentlichte 1998 den Premieren-Mitschnitt des ORF; 1999 folgte die 'RCA' innerhalb der Reihe 'Wiener Staatsoper Live'.



    dto.: (Ein Wirt) mit Christa Ludwig (Marschallin), Gwyneth Jones (Octavian), Reri Grist (Sophie), Emmy Loose (Leitmetzerin), Margarita Lilova (Annina), Hilda de Groote (Eine Modistin), Walter Berry (Baron Ochs), Erich Kunz (Herr von Faninal), Murray Dickie (Valzacchi), Waldemar Kmentt (Ein Sänger), Ljubomir Pantscheff (Ein Notar), Herbert Lackner (Der Polizeikommissär), Harald Pröglhöf (Haushofmeister bei der Marschallin), Karl Friedrich (Haushofmeister bei Faninal), Kurt Equiluz (Ein Tierhändler) u. a. / Der Chor und das Orchester der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Norbert Balatsch / Dirigent: Leonard Bernstein (Wien, Staatsoper, 13. 4. 1968). Der Mitschnitt der Rundfunkübertragung wurde in den USA bei 'Opera Depot' und 'Omega Opera Archiv' veröffentllicht.


    Vom 22. 3. bis zum 10. 4. 1971 wurde die Oper in den Wiener Sofiensälen von einem 'Decca'-Team und mit dem Dirigenten Leonard Bernstein für die amerikanische 'Columbia' (heute 'Sony') eingespielt, wobei folgende Sänger im Gegensatz zu der Aufführung von 1968 eingesetzt wurden: Lucia Popp (Sophie), Laurence Dutoit (Eine Modistin), Ernst Gutstein (Herr von Faninal), Plácido Domingo (Ein Sänger), Ewald Aichberger (Haushofmeister bei Faninal) und Mario Guggia (Ein Tierhändler). 1972 wurde diese Produktion in den USA bei 'Columbia' und in Europa bei 'CBS' veröffentlicht; die CD-Ausgabe erschien 1988 bei der Nachfolgefirma 'Sony'.



    dto.: (Ein Tierhändler) mit Régine Crespin (Marschallin), Yvonne Minton (Octavian), Helen Donath (Sophie), Emmy Loose (Leitmetzerin), Anne Howells (Annina), Rosl Schwaiger (Eine Modistin), Manfred Jungwirth (Baron Ochs), Otto Wiener (Herr von Faninal), Murray Dickie (Valzacchi), Luciano Pavarotti (Ein Sänger), Alfred Jerger (Ein Notar), Anton Dermota (Ein Wirt), Herbert Lackner (Der Polizeikommissär), Herbert Prikopa (Haushofmeister bei der Marschallin), Kurt Equiluz (Haushofmeister bei Faninal) u. a. / Der Chor der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Norbert Balatsch / Die Wiener Philharmoniker / Dirigent: Georg Solti (Wien, Sofiensäle, 30. 10. - 23. 11. 1968). 1969 erschien die Aufnahme auf vier LPs und 1987 auf drei CDs bei der 'Decca'.


    Régine Crespin schreibt in ihren Memoiren, dass Yvonne Minton während der Aufnahmen erkrankte und die Duettszenen zwischen der Marschallin und Octavian im ersten Akt verschoben wurden. Da sich keine gemeinsamen Aufnahmetemine mehr fanden, haben beide Sängerinnen später unabhängig voneinander die betreffenden Teile auf ein vorbereitetes Orchester-Band gesungen.



    dto.: (Ein Wirt) mit Leonie Rysanek (Marschallin), Christa Ludwig (Octavian), Hilda de Groote (Sophie), Emmy Loose (Leitmetzerin), Margarita Lilova (Annina), Laurence Dutoit (Eine Modistin), Manfred Jungwirth (Baron Ochs), Erich Kunz (Herr von Faninal), Murray Dickie (Valzacchi), William Blankenship (Ein Sänger), Ljubomir Pantscheff (Ein Notar), Herbert Lackner (Der Polizeikommissär), Harald Pröglhöf (Haushofmeister bei der Marschallin), Siegfried Rudolf Frese (Haushofmeister bei Faninal), Ewald Aichberger (Ein Tierhändler) u. a. / Der Chor der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Norbert Balatsch / Die Wiener Philharmoniker / Dirigent: Josef Krips (Moskau, Kongresspalast im Kreml, 3. 10. 1971). Ich habe diesen Mitschnitt auf vier Schallplatten der sowjetischen 'Melodiia' von 1989, während es 1996 auch eine CD-Ausgabe bei 'Voce della luna' in Frankreich gab.



    dto.: (Ein Wirt) mit Gundula Janowitz (Marschallin), Yvonne Minton (Octavian), Lucia Popp (Sophie), Liselotte Rebmann (Leitmetzerin), Doris Soffel (Annina), Zsófia Peterdy (Eine Modistin), Kurt Moll (Baron Ochs), Ernst Gutstein (Herr von Faninal), David Thaw (Valzacchi), Luciano Pavarotti (Ein Sänger), Alfred Sramek (Ein Notar), Kurt Rydl (Der Polizeikommissär), Horst Hiestermann (Haushofmeister bei der Marschallin), Josef Köstlinger (Haushofmeister bei Faninal), Horst Nitsche (Ein Tierhändler) u. a. / Der Chor der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Walter Hagen-Groll / Die Wiener Philharmoniker / Dirigent: Christoph von Dohnányi (Salzburg, Großes Festspielhaus, 26. 7. 1978). Eine CD-Veröffentlichung erschien 2001 bei der niederländischen 'Gala'.



    Nein, den „Rosenkavalier“ unter Karajan von 1982 bis 1984 habe ich nicht vergessen, der folgt u. a. in der kommenden Woche.



    Carlo

    Lieber Gregor,


    ich bin nie irgendwelchen Sängern hinterhergereist oder habe meine Urlaube nach bestimmten Opernaufführungen geplant. Der Besuch des Liederabends von Marilyn Horne – wie auch bei der Matinée mit Joan Sutherland – ergab sich während eines meiner vielen Aufenthalte in meiner Geburtsstadt. Und ich hatte früher die Angewohnheit, bei solchen Gelegenheiten Tagebuch zu führen, um diese Zeit besser im Gedächtnis zu behalten - abgesehen davon, dass man solche eindrücklichen musikalischen Ereignisse oder Begegnungen mit herausragenden Künstlern ja nicht jeden Tag hat. Wenn ich hier im Forum lese, wie häufig (z. T. sogar wöchentlich) manche Taminos in die Oper oder ins Konzert gehen, frage ich mich manchmal, wieviel davon bei dieser Fülle an Eindrücken in ihrer Erinnerung bleiben wird, sofern man nicht Bild- und Tonmaterial als Gedächtnisstütze zur Verfügung hat. (Bei der Äusserung von Frau Horne über die Stadt Gelsenkirchen weiß ich noch, dass sie das Wort „hässlich“ hinter vorgehaltener Hand sagte. Und mein Video des Münchner Konzerts mit Caballé und Horne - inclusive der Interviews – habe ich mir heute Morgen noch einmal angesehen; im Internet gibt es ja nur die 'bereinigte' Fassung.)


    Carlo


    P. S. Ich hatte in jenen Tagen auch einige schöne und lustige Erlebnisse mit Joan Sutherland und Richard Bonynge, aber die klingen so unglaubwürdig, dass ich sie doch lieber für mich behalte.

    Liebe Taminos,


    die vielen Schallplatten (und einige CDs) von Marilyn Horne nehmen auch in meiner Sammlung einen breiten Raum ein und ich könnte nicht sagen, welche davon mir die liebste ist. Dabei ist es gar nicht einmal so sehr ihre Stimme an sich, was mich begeistert, sondern das, was sie damit macht...


    Das Wochenende vom 29. und 30. April 1979 dürfte für die Münchner Melomanen wohl herausragend gewesen sein. Am Sonntag gab es im Nationaltheater eine Matinée mit Joan Sutherland und am Montagabend im Herkulessaal einen Liederabend mit Marilyn Horne (ihr einziger Auftritt in Deutschland seit 20 Jahren!). Ich erinnere mich, dass – als ich am Sonntagmittag in der langen Schlange (vom Max-Joseph-Platz bis zum Künstlereingang des Opernhauses in der Maximilianstraße) für ein weiteres Autogramm von Sutherland/Bonynge anstand – eine unscheinbare dunkelhaarige Frau im Trenchcoat und mit großer Brille an den Wartenden vorbei ging und von einigen erkannt wurde: es war Marilyn Horne! Ich hörte noch mit, dass sie Autogramme ablehnte: „Das ist Joans Show! Kommen Sie morgen in mein Konzert und ich gebe Ihnen gern ein Autogramm.“


    Marilyn Horne sah sich in ihrem Liederabend, begleitet von Martin Katz, reihenweise leeren Stühlen gegenüber; der Münchner Konzertveranstalter Hörtnagel hatte sie wegen des schlechten Kartenverkaufs gefragt, ob sie lieber absagen wollte: „Auf keinen Fall! Auch wenn es nur wenige sind, ich muss mich den Münchnern doch erst mal vorstellen.“ Das klug gewählte Programm (etwas seltener zu hörende Lieder von Robert Schumann – z. B. „Die Kartenlegerin“ und „Widmung“ - und Hugo Wolf, u. a. „Auf einer Wanderung“ oder „Der Genesene an die Hoffnung“; Gioachino Rossinis ausladende Kantate „Giovanna d'Arco“; drei Lieder von Georges Bizet – darunter das wunderschöne „Adieux de l'hôtesse arabe“ - und die „Zigeunerlieder“ von Antonin Dvorák) und der Vortrag rissen das Publikum zu Ovationen hin und in den von ihr angesagten sieben Zugaben gab Marilyn Horne nicht nur Kostproben ihrer Vielseitigkeit, sondern bewies auch Entertainer-Qualitäten. Nach dem vierten Lied („At the river“ von Aaron Copland) fragte sie: „Wollen Sie denn gar nicht nach Hause gehen?“ und vor der letzten Zugabe: „Jetzt werden wir sehen, ob ich noch Stimme habe.“ und sang die Koloratur-Arie 'Sta nell' ircana' aus Händels „Alcina“!


    Trotz des langen, anstrengenden Abends gab sie gutgelaunt und hellwach Autogramme – dabei saß ihr damaliger Lebensgefährte Nicola Zaccaria halb hinter ihr – und zeigte, dass Sie die deutsche Sprache nicht verlernt hatte. Ein vor mir stehender Fan hatte ein kleines Album mit Fotos (als Marzelline im „Fidelio“, die „La Bohème“-Mimi, Minnie im „Mädchen aus dem goldenen Westen“, Giulietta in „Hoffmanns Erzählungen“ und Marie im „Wozzeck“) aus ihren Anfangsjahren (1956 bis 1959) in Gelsenkirchen dabei. Frau Horne fragte ihn, ob er von dort kommt und als er verneinte, sagte sie: „Ich war vor ein paar Jahren mal da und habe die Stadt nicht mehr wiedererkannt. Die war früher doch sehr hässlich. A Coal Miner's City.“ Sie bat ihn, zu bleiben, weil sie sich das Album genauer ansehen wollte. Als ich sie fragte, wann man sie in Deutschland denn einmal wieder auf der Bühne sehen kann, antwortete sie: “Sehr gerne, aber da müssen Sie die Intendanten fragen.“ (Ausser einer darauf folgenden Hamburger „L'Italiana in Algeri“-Aufführungsserie vom März 1980 sind mir keine späteren deutschen Bühnenauftritte von Marilyn Horne bekannt.)


    Als sie am 23. 4. 1990 zusammen mit Montserrat Caballé in der Münchner Philharmonie 'im Gasteig' ein Galakonzert (mit dem Münchner Rundfunkorchester unter Nicola Rescigno) gab, war auch das ZDF für eine Fernsehaufzeichnung dabei; der Schauspieler Gustl Weishappel führte dabei mit den beiden Damen ein ziemlich 'ungalantes' Interview, fragte u. a. nach ihrer Gage und ihren Essgewohnheiten. Während die Caballé so tat, als verstünde sie die Anzüglichkeiten nicht, gab die Horne contra und gab Beweise ihrer Eloquenz und Schlagfertigkeit. Auf die Frage, wie lange sie denn beide noch singen wollten, antwortete Marilyn Horne: „Wie alt wir sind steht in jedem Lexikon. In Deutschland hat man mich sogar fünf Jahre älter gemacht.“ Montserrat Caballé: „Wirklich? Mich hat man fünf Jahre jünger gemacht.“ Darauf Marilyn Horne (lachend): „Meine fünf Jahre!“


    Viele Grüße!


    Carlo


    P. S. Das ist mein 700. Beitrag seit Februar 2018 - ich glaub' es kaum!

    Hallo, Rüdiger und Orfeo!


    Es handelt sich um den Film, den der 2018 verstorbene tschechische Regisseur Petr Weigl mit Markéta Hrubesová (Katerina), Michal Dlouhý (Sergei), Petr Hanicinec (Boris) und Václav Neckár (Sinovi) 1992 gedreht hat und als 'Tonunterlage' die Aufnahme mit Galina Vishnevskaia und Nicolai Gedda benutzte.


    Solche Opernfilme (mit Schauspieler-Doubles) unter Verwendung von Schallplattenaufnahmen waren eine Spezialität dieses Regisseurs, mehrere davon wurden auch im Deutschen Fernsehen gezeigt: Dvoráks „Rusalka“ (mit Milada Subrtová unter Zdenek Chalabala bei 'Supraphon'), „The Turn of the Screw“ von Britten (Aufnahme der 'Philips' mit Helen Donath unter Colin Davis), „Zuzana Vojirová“ von Jirí Pauer (Aufnahme der 'Supraphon' mit Gabriela Benacková), Debussys „Le Martyre de Saint Sebastien“ (Aufnahme von Radio-France mit Anne Sofie von Otter unter Colin Davis), „Werther“ (mit Brigitte Fassbaender und Peter Dvorský – beide wurden nicht gedoubelt; die Aufnahme stammt von der 'Supraphon' und der Film wurde sowohl in deutsch wie auch in französisch gedreht), „Evgeni Onegin“ (die 'Decca'-Aufnahme unter Georg Solti), Donizettis „Maria Stuarda“ (ebenfalls 'Decca' mit Joan Sutherland und Huguette Tourangeau) und Delius' „A Village Romeo and Juliet“ (von 'Decca'/'Argo' unter Charles Mackerras).


    Eine Ausnahme bilden die beiden wunderschönen Filme mit der Musik Franz Schuberts: „Poetische Betrachtungen in freyen Stunden“ (mit Magda Vasaryová – die auch in einigen der obengenannten Opernfilme mitwirkte – und Juraj Kukura) und „Die Winterreise“ (mit Brigitte Fassbaender).


    Carlo

    Hallo, Orfeo!


    Das ist ein köstlicher Fund! Soviel komisches Talent hatte ich bei Galina Vishnevskaia, von Freunden 'Galia' gerufen, nicht vermutet; sie ist in den verschiedenen Masken und Kostümen kaum zu erkennen. (In ihren jungen Jahren trat sie lange als Operetten- und 'Varieté'-Sängerin auf.) Von der Uraufführung dieser „Satiren“ ('Bilder der Vergangenheit') am 22. 2. 1961 im Moskauer Konservatorium gibt es einen Live-Mitschnitt mit ihr und Mstislav Rostropovich auf einer 'Melodiia'-CD mit dem Titel „Russian 'live' Recordings from the Sixties“ (1998).


    Seit den fernen Tagen einer Henriette Sontag, die für ihre Ehe mit dem sardischen Gesandten Conte Rossi ihre glanzvolle Bühnenkarriere aufgab, und über die 1836 Daniel-Francois Esprit Auber die Oper „L'Ambassadrice“ ('Die Botschafterin') schrieb, ist Galina Vishnevskaia erst die zweite Sängerin, die zur Hauptfigur einer Oper eines zeitgenössischen Komponisten wurde: „Galina“ von Marcel Landowski, uraufgeführt 1996 in Lyon. Die Russin (Jahrgang 1926), die sich in Paris mit einer letzten Tatiana („Еvgeni Onegin“) 1982 ins Privatleben verabschiedet hatte, wurde von der amerikanischen Sopranistin Gwynne Geyer verkörpert.


    Allerdings wurde das mit musikalischen Zitaten von Verdi und Puccini durchsetzte Werk - mit in weiteren Rollen: Jean-Philippe Lafont (als ominöser 'Scarpiaf'), Jean-Marie Frémeau (in drei Partien), Stephen Guggenheim (zwei Rollen) und Hanna Schaer (als Galinas Tante und als eine 'Voix de douleur'); Mstislav Rostropovich wurde von einem Statisten (stumm) verkörpert und der Dirigent war John Nelson - des 81jährigen polnisch-französischen Komponisten, der selbst das Libretto schrieb, von Publikum und Presse (in Anwesenheit der realen Galina) sehr zwiespältig aufgenommen; der Kritiker des französischen Magazins 'Opéra' sah eine Oper „dont le seul objectif est d'illustrer le personnage et son temps“. Im Juli 2000 kam es bei einem Gastspiel der Staatsoper Poznán in Hannover zur ersten deutschen Aufführung, aber in polnischer Sprache.


    Die Handlung setzt sich aus entscheidenden Phasen im Leben 'Galinas' zusammen, wie sie in ihrer Autobiographie geschildert werden: die furchtbare, 900 Tage dauernde Blockade Leningrads durch die deutschen Truppen, die Terrorherrschaft der Stalin-Zeit, der Aufstieg zur führenden Sängerin am Moskauer Bolshoi-Theater, die vermeintliche 'Freiheit' der Khrushchev-Ära und schließlich die Ausbürgerung aus der Sowjet-Union gemeinsam mit ihrem berühmten Ehemann und ihren beiden Töchtern, nachdem sich das Ehepaar Vishnevskaia-Rostropovich für den Schriftsteller Aleksandr Solzhenitsin eingesetzt hatte.


    Diese Memoiren („Galina“, 1984, 480 Seiten) halte ich für eine der interessantesten und ehrlichsten Sängerbiographien überhaupt; nicht nur, weil die Sopranistin keine Scheu hat, sich selbst als etwas schwierige und kompromisslose Person darzustellen, sondern auch, weil sie 'Ross und Reiter' nennt wie z. B. ihre Kollegen vom Bolshoi-Theater, die sie denunzierten, um - stets abhängig vom Wohl und Wehe der Kreml-Bonzen - weiter zu kommen. (Darüber wurde hier im Forum, beispielsweise im Thread zu Elena Obraztsova, bereits mehrfach diskutiert.)


    Der Verlust der Heimat traf das Ehepaar hart; für die meisten Russen ist ihre Herkunft trotz widriger Lebensumstände und vieler Repressalien ein wichtiger Teil ihrer Identität. So nimmt es nicht wunder, dass Galina Vishnevskaia, obwohl in Paris und New York in maßvollem Luxus lebend, in ihren Interviews immer wieder auf ihre Ausbürgerung zu sprechen kam, so auch in dem für Melomanen unverzichtbaren, vor etlichen Jahren auch auf '3sat' gezeigten, Film „Vissi d'arte - I Live for Art“ der ABC 'American Broadcasting Company' (1983), in dem Robert Merrill 15 Primadonnen über ihr Rollenverständnis von Puccinis „Tosca“ befragt. (Die interviewten Damen sind: Licia Albanese, Grace Bumbry, Montserrat Caballé, Gina Cigna, Régine Crespin, Dorothy Kirsten, Zinka Milanov, Birgit Nilsson, Magda Olivero, Leonie Rysanek, Kiri Te Kanawa, Renata Tebaldi, Eva Turner, Galina Vishnevskaia und Ljuba Welitsch; ich habe diesen wunderbaren Film auf Video vom niederländischen Fernsehen.)


    1992 veranstaltete das Bolshoi-Theater in Moskau anlässlich des 45. Jahrestages ihres Sänger-Debüts eine vom russischen Fernsehen übertragene Gala. Gegen Ende ihres Lebens hat Galina Vishnevskaia noch einmal eine Filmrolle übernommen - in „Aleksandra“ (2007) spielt sie eine Großmutter, die während des Tschetschenien-Krieges ihren Enkel, einen Armee-Offizier, an der Front besucht. (Der Film war bei uns auf 'arte' zu sehen.)


    Carlo

    Lieber 'Orfeo',


    das war Gedankenübertragung! Als ich gesehen habe, dass Du den "Onegin"-Film von Roman Tikhomirov - auf den ich vor drei Tagen im Thread über Virgilius Noreika und 'seinen' "Fürst Igor"-Film hingewiesen habe - hier gepostet hast, habe ich sofort einen längeren Beitrag zum "Katerina Izmailova"-Film von Mikhail Shapiro (1966) geschrieben (den ich auch vor zwei Tagen im Thread zu Karl Terkal erwähnt habe), weil ich finde, dass dem Rang Galina Vishnevskaias als Sängerin und Schauspielerin mit diesem Film viel mehr Rechnung getragen wird als mit der Verfilmung von Chaikovskiis Oper, wo sie (rollengerecht) noch sehr jugendlich und etwas 'spitz' klingt (was aber auch an der eingeschränkten, höhenbetonten Tontechnik liegen kann) und man sie auch nicht sehen kann, weil sie von einer allerdings sehr glaubhaften - und bildschönen - Darstellerin gedoubelt wird. (Leider werden die Sänger der Nebenrollen im "Onegin" nicht genannt.)


    Ich wollte Dich bitten, ob Du den "Katerina Izmailova"-Film, über den Galina Vishnevskaia in ihren Memoiren sehr anschaulich schrieb und der 2006 auch kurz im DVD-Katalog der 'Decca' erschien, auch hier posten könntest. Und als ich meinen (vorbereiteten) Beitrag eben hier absenden wollte, sehe ich, dass mein Wunsch Wirklichkeit wurde. Herzlichen Dank dafür! Und die Doku aus Deinem Beitrag Nr. 13 werde ich mir gleich noch ansehen!


    Carlo


    P. S.

    Es gibt noch mehrere solcher Opernverfilmungen aus der ehemaligen Sowjet-Union, z. B. Glinkas "Ivan Susanin", Chaikovskiis "Pikovaia dama" ('Pique Dame') und "Iolanta", Rimski-Korsakovs "Sadko", "Tsarskaia Nevesta" ('Die Zarenbraut') und "Snegurochka" ('Schneeflöckchen') und natürlich "Boris Godunov" und "Khovanshchina" von Mussorgskii.

    Nun zu Dmitri Shostakovich, Rudi Stephan und Richard Strauss:



    „Katerina Ismailowa“ ('Katerina Izmailova') (Shostakovich): (Sinowij Borissowitsch Ismailow) mit Ludmila Dvoraková (Katerina Lwowna Ismailowa, Frau des Sinowij Ismailow), Ruthilde Boesch (Axinja, Köchin bei den Ismailows), Dagnar Hermann (Sonjetka, eine Zwangsarbeiterin), Judith Hellwig (Eine Zwangsarbeiterin), Gerhard Stolze (Sergej, Arbeiter bei den Ismailows), Paul Schöffler (Boris Timofejewitsch Ismailow, Katerinas Schwiegervater), Peter Klein ('Das Bäuerlein', ein verwahrlostes Subjekt), Hans Christian (Ein Verkäufer), Harald Pröglhöf (Der Hausknecht der Ismailows), Siegfried Rudolf Frese (Ein Mühlenarbeiter), Fritz Sperlbauer (Der Kutscher), Georg Schnapka (Der Pope), Giorgio Goretti und Kurt Equiluz (Zwei Arbeiter), Alois Pernerstorfer (Der Kreispolizeichef), Tugomir Franc (Ein alter Zwangsarbeiter) und Ljubomir Pantscheff (Ein Unteroffizier) / Der Chor und das Orchester der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Richard Rossmayer / Dirigent: Jaroslav Krombholc (Wien, Staatsoper, 12. 2. 1965). Die Oper wurde in der deutschen Textfassung von Reinhold Schubert für die Deutsche Oper am Rhein gegeben; alternierend mit Ludmila Dvoraková (und später mit Inge Borkh) sang in Wien auch Hilde Zadek die schwere Titelpartie. Der Mitschnitt des ORF ist auf CD bei 'SRO' ('Standing Room Only') in den USA erschienen.


    Die Genese der Oper „Katerina Ismailowa“ von Dmitri Shostakovich – es gibt dazu noch keinen „Tamino“-Opernführer! – dürfte bekannt sein: 1934 wurde das Werk (nach Nikolai Lesskovs Novelle) als „Ledi Makbet Mtsenskogo uesda“ ('Lady Macbeth aus dem Mzensker Bezirk') mit starkem Erfolg im Malii-Theater in Leningrad uraufgeführt, aber vom Diktator Stalin nach einem Besuch dieser Oper (während eines Gastspiels des Malii-Theaters in Moskau) vehement abgelehnt, was Kontroversen in der sowjetischen Presse und das Verbot weiterer Aufführungen nach sich zog. In der etwas liberaleren Khrushchev-Ära überarbeitete Shostakovich die Oper und sie wurde als „Katerina Izmailova“ 1963 am Moskauer Musiktheater 'Stanislavskii-Nemirovich-Danchenko' wieder aufgeführt. Diese Zweitfassung, die eine 'Glättung' des Textes und der musikalischen Struktur beinhaltet, setzte sich in der Folgezeit mit zahlreichen Inszenierungen im In- und Ausland durch. (Es gab 1966 auch eine sowjetische Verfilmung der Oper mit Galina Vishnevskaia.) Für die Wiener Staatsoper war die Inszenierung von 1965 ein Kraftakt, der vom Publikum und der Kritik erst nach einer Wiederaufnahme 1968 (mit Inge Borkh, Fritz Uhl, Anton Dermota und Paul Schöffler unter Serge Baudo) richtig gewürdigt wurde.


    Nach dem Tod seines Freundes Dmitri Shostakovich (1975) propagierte Mstislav Rostropovich, nicht zuletzt durch eine Schallplattenaufnahme von 1978 bei der 'EMI', eine Neubewertung der 'Urfassung' – die bereits am 14. 11. 1959 an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf als „Lady Macbeth auf dem Lande“ (in einer Inszenierung von Bohumil Herlischka mit Erika Wien, Rudolf Francl, Karl Diekmann und Randolph Symonette unter Alberto Erede) ihre deutsche Erstaufführung hatte. (Am 28. 9. 1984 sah ich in Düsseldorf eine zweite Herlischka-Inszenierung der Oper - mit dem heute gebräuchlichen Titel „Lady Macbeth von Mzensk“ - mit Mani Mekler, Walter Raffeiner, Mario Brell und Andrzej Saciuk unter dem Dirigat von Heinz-Werner Faust.) Nachdem zahlreiche internationale Bühnen dem Beispiel Rostropovichs folgten, gab es dann nach über sechzig Jahren eine Wiederaufführung des 'Originals' in der ehemaligen Sowjetunion, als Valery Gergiev im Juni 1996 beim Festival „Weiße Nächte“ in St. Petersburg die zwei Versionen der Oper (in einer für beide Werke identischen Inszenierung durch Irina Moslotova, aber mit unterschiedlicher Besetzung) gegenüber stellte. Den Wienern wurde die originale „Lady Macbeth von Mzensk“ 1991 in einer Produktion der Volksoper gezeigt (mit Rebecca Blankenship, Kurt Schreibmayer, Gregor Caban und Wicus Slabbert; Dirigent: Donald Runnicles; Regie: Christine Mielitz).



    „Die ersten Menschen“ (Stephan): (Chabel) mit Gertrude Jahoda (Chawa), John Karg (Kajin) und Kieth Engen (Adahm) / Das Grazer Philharmonische Orchester / Dirigent: Karl Randolf (Graz, Stefaniensaal, Sendung des Österreichischen Rundfunks am 22. 3. 1958). Der 1887 in Worms geborene und 1915 im Ersten Weltkrieg in Russland gefallene Komponist Rudi Stephan schrieb seine einzige Oper (von 1909 bis 1914) nach dem gleichnamigen 'erotischen Mysterium' von Otto Borngräber, das bei seiner Berliner Urauffüjhrung 1909 einen Theaterskandal verursachte. Stephan hatte das Werk noch dem Frankfurter Opernhaus zur Uraufführung anbieten können, doch erst fünf Jahre nach dem Tod des Komponisten ging es am 20. 7. 1920 dort erstmalig über die Bühne. Allerdings hatte dazu Stephans Freund, Karl Holl, die Oper erheblich gekürzt; hauptsächlich wegen des 'blumigen' expressionistischen Textes und der anstößigen Handlung mit ihren stark inzestiösen Szenen, die die biblischen Urmenschen als triebgesteuerte Individuen darstellen. In dem Grazer Konzert erklang die Oper in dieser Bearbeitung; erst 1998 kam es in einer ebenfalls konzertanten Aufführung in Berlin durch Karl Anton Rickenbacher zur Erstaufführung der ursprünglichen Komposition (davon und von einem späteren Konzert in Paris unter Mikko Franck gibt es Mitschnitte auf Compact Discs). Im Archiv des Hessischen Rundfunks in Frankfurt befindet sich eine Aufnahme (9. 12. 1952) der 'bereinigten' Version mit Erna Schlüter, Franz Fehringer, Ferdinand Frantz und Otto von Rohr mit Winfried Zillig als Dirigent.



    „Salome“ (Strauss): (Vierter Jude) mit Anja Silja (Salome), Astrid Varnay (Herodias), Margarita Lilova (Der Page der Herodias), Laurence Dutoit (Ein Sklave), Gerhard Stolze (Herodes), Eberhard Waechter (Jochanaan), Fritz Wunderlich (Narraboth), Murray Dickie (Erster Jude), Heinz Zednik (Zweiter Jude), Kurt Equiluz (Dritter Jude), Herbert Lackner (Fünfter Jude), Gerd Nienstedt und Robert Kerns (Zwei Nazarener), Tugomir Franc und Ljubomir Pantscheff (Zwei Soldaten) und Hans Christian (Ein Cappadozier) / Das Orchester der Wiener Staatsoper / Dirigent: Zdenek Kosler (Wien, Staatsoper, 25. 11. 1965). Die Premiere dieser Wieland-Wagner-Produktion wurde im Rundfunk übertragen und ist auf CDs mehrerer Anbieter nachzuhören.


    dto. (Vierter Jude) mit Leonie Rysanek (Salome), Grace Hoffman (Herodias), Rohangiz Yachmi (Der Page der Herodias), Hans Hopf (Herodes), Eberhard Waechter (Jochanaan), Waldemar Kmentt (Narraboth), Murray Dickie (Erster Jude), Heinz Zednik (Zweiter Jude), Kurt Equiluz (Dritter Jude), Herbert Lackner (Fünfter Jude), Peter Wimberger und Siegfried Rudolf Frese (Zwei Nazarener), Tugomir Franc und Frederick Guthrie (Zwei Soldaten), Reid Bunger (Ein Cappadozier). Die Rolle des Sklaven – traditionell von einer Sopranistin gesungen – wurde von dem Tenor Ewald Aichberger interpretiert. / Das Orchester der Wiener Staatsoper / Dirigent: Karl Böhm (Wien, Staatsoper, 22. 12. 1972). Bei 'RCA' erschien der Premieren-Mitschnitt des ORF 1999 auf 2 CDs..


    dto.: (Vierter Jude) mit Teresa Stratas (Salome), Astrid Varnay (Herodias), Hanna Schwarz (Der Page der Herodias), Hans Beirer (Herodes), Bernd Weikl (Jochanaan), Wieslaw Ochman (Narraboth), Friedrich Lenz (Erster Jude), Ewald Aichberger (Zweiter Jude), Kurt Equiluz (Dritter Jude), Alois Pernerstorfer (Fünfter Jude), Heinz-Klaus Ecker und Norbert Heidgen (Zwei Nazarener), Reinhold Möser und Wolfgang Probst (Zwei Soldaten) und Nikolaus Hillebrand (Ein Cappadozier) (Die Rolle des Sklaven wird hier von einem nicht genannten Tenor gesungen und von einem Statisten dargestellt.) / Die Wiener Philharmoniker / Dirigent: Karl Böhm / Choreographie: Robert Cohan / Szenenbild: Gerd Staub / Kostüme: Jan Skalický / Regie: Götz Friedrich (Tonaufnahme: Wien, Simmeringer Hof, Juni 1974 / Filmaufnahme: Wien, Studio der Wien-Film AG, Juli 1974). Diese 'Unitel'-Produktion erschien 1988 auf VHS und Laser-Disc und 2007 als DVD bei der 'DGG'. Während der Tonaufnahmen im Juni 1974 erkrankte Teresa Stratas und sie sang später große Teile ihrer Partie auf das fertige Tonband, dem Vernehmen nach zum großen Verdruss von Karl Böhm, der einen rein orchestralen Schlussgesang dirigieren musste.


    dto.: (Vierter Jude) mit Leonie Rysanek (Salome), Gertrude Jahn (Herodias), Axelle Gall (Der Page der Herodias), Hans Beirer (Herodes), Bernd Weikl (Jochanaan), Josef Hopferwieser (Narraboth), Heinz Zednik (Erster Jude), Wolfgang Witte (zweiter Jude), Kurt Equiluz (Dritter Jude), Reid Bunger (Fünfter Jude), Peter Wimberger und Paul Wolfrum (Zwei Nazarener), Zelotes Edmund Toliver und Frederick Guthrie (Zwei Soldaten), Hans Christian (Ein Cappadozier) und Anton Wendler (Ein Sklave) / Die Wiener Philharmoniker / Dirigent: Heinrich Hollreiser (Tokyo, NHK Hall, 2. 10. 1980). Einen Mitschnitt des japanischen Rundfunks 'Nippon Hoso Kyokai' bot 'Mr. Tape' in den USA an. Karl Terkal nahm sowohl an den „Salome“-Gastspielen der Wiener Staatsopoer in Washington (drei Vorstellungen, wovon eine der damalige amerikanische Präsident, Jimmy Carter, besuchte) im Oktober/November 1979 teil wie auch an dem Gastspiel in Tokyo im Oktober 1980 (mit auch drei „Salome“-Aufführungen).



    Carlo

    Korrektur der Korrektur: Das 'Lied des Betrunkenen', das Nicolai Ghiaurov im Sonntagskonzert vom 3. 6. 1966 sang, stammt nicht aus einer Oper, sondern aus dem Liederzyklus „Viel Lärm um nichts" ('Mnogo shuma iz nichego') von Tikhon Khrennikov auf Gedichte von Pavel Antokolski nach William Shakespeares gleichnamiger Komödie. (Einzelheiten hierzu sind im Beitrag Nr. 22 des Threads über den Tenor Virgilius Noreika nachzulesen.)



    „Münchner Sonntagskonzerte“ 1971 – 1973


    „Sonntagskonzert“: Catarina Ligendza, William Cochran (statt James King) und Theo Adam / (Opernmelodien von Carl Maria von Weber, Richard Wagner und Richard Strauss) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 24. 1. 1971 (Wiederholungssendung am 20. 6. 1971)


    „Sonntagskonzert“: Ingrid Bjoner, Grit van Jüten, Eduardo Alvarez und Vincenzo Sardinero (statt Renato Bruson) / (Opernmelodien von Giuseppe Verdi, Giacomo Puccini u. a.) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 14. 2. 1971 (Grit van Jüten war ursprünglich nicht vorgesehen, dafür aber der Chor des Bayerischen Rundfunks.) (Wiederholungssendung am 8. 7. 1971)


    „Sonntagskonzert“: Sylvia Geszty, Anton de Ridder (statt Edoardo Gimenes) und Nicolae Herlea / (Opernmelodien von Gaetano Donizettu, Giuseppe Verdi u. a.) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 28. 3. 1971 (Wiederholungssendung am 15. 8. 1971)


    „Sonntagskonzert“: Mirella Freni und Eduardo Alvarez / (Opernmelodien von Gaetano Donizetti, Hector Berlioz, Giuseppe Verdi, Georges Bizet, Jules Massenet, Giacomo Puccini und Francesco Cilea) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 3. 10. 1971 (Wiederholungssendung am 9. 7. 1972) (Auf CD bei 'Golden Melodram' erschienen.)


    „Sonntagskonzert“: Sylvia Geszty, Hildegard Hillebrecht, Yvonne Minton und Kurt Böhme / (Ausschnitte aus Opern von Richard Strauss) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 23. 1. 1972 (Wiederholungssendung am 30. 4. 1972) (U. a. Ausschnitte aus „Der Rosenkavalier“ und „Ariadne auf Naxos“.)


    „Sonntagskonzert“: Lucia Popp, Donald Grobe und Karl Ridderbusch / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Gregor Eichhorn) / (Opernmelodien von Wolfgang Amadé Mozart, Otto Nicolai, Albert Lortzing u. a.) / Dirigent: Hans Zanotelli / 20. 2. 1972 (Wiederholungssendung am 11. 6. 1972)


    „Sonntagskonzert“: Ursula Schröder-Feinen, Hugh Beresford (als Tenor), Francisco Lazaro und Gerd Nienstedt / (Opernmelodien von Ludwig van Beethoven, Richard Wagner, Ruggero Leoncavallo, Giacomo Puccini, Pietro Mascagni u. a.) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 5. 3. 1972 (Wiederholungssendung am 6. 8. 1972) (U. a. Ursula Schröder-Feinen mit der 'Leonoren-Arie' aus dem „Fidelio“, dem Finale 1. Akt aus „Die Walküre“, der Arie der Santuzza aus „Cavalleria rusticana“ sowie Turandots Arie aus Puccinis Oper.)


    "Sonntagskonzert“: Evelyn Lear, René Kollo und Thomas Stewart / (Opernmelodien von Richard Wagner, Hector Berlioz, Jules Massenet u. a.) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 16. 4. 1972


    „Sonntagskonzert“: Elvidia Ferracuti und Eduardo Alvarez / (Programm nicht bekannt.) / Dirigent: Kurt Eichhorn / Meistersingerhalle Nürnberg, 14. 5. 1972


    „Sonderkonzert“: Reri Grist, Lilian Sukis, Trudeliese Schmidt, Anton de Ridder, Hermann Prey und Zoltán Kélémen / (Opernmelodien von Wolfgang Amadé Mozart, Giuseppe Verdi, Albert Lortzing, Ruggero Leoncavallo u. a.) / Dirigent: Kurt Eichhorn / Studio 1 im Funkhaus des Bayerischen Rundfunks, 28. 5. 1972 (Öffentliche Tonaufnahmen für die Hermann-Prey-Fernsehshow „Schaut her, ich bins's“ des ZDF; u. a. die Billardszene aus Lortzings „Der Wildschütz“.) (Wiederholungssendung am 25. 12. 1972)


    „Sonderkonzert“ - „Gala-Opernabend anlässlich der Olympischen Spiele 1972 in München“: Gwyneth Jones, Anna Moffo, Anneliese Rothenberger, Patricia Johnson, James King, Piero Cappuccilli, Hermann Prey, Thomas Stewart und Karl Ridderbusch / (Opernmelodien von Gioachino Rossini, Giuseppe Verdi, Camille Saint-Saens, Giacomo Puccini, Richard Strauss u. a.) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 1. 9. 1972 (Live-Übertragung des Bayerischen Fernsehens für die ARD; Patricia Johnson sprang kurzfristig für Christa Ludwig ein.) Die Firma 'Eurodisc' veröffentlichte im Zusammenahng mit diesem Konzert eine Schallplatte, die – allerdings im Studio vorab eingespielte – Stücke des Programms beinhaltet: Anna Moffo und James King (Duett aus „Madama Butterfly“), Christa Ludwig und James King (die erste Arie der Dalila und das Duett Dalila-Samson aus „Samson et Dalila“), Thomas Stewart (Wotans Abschied aus „Die Walküre“) und Karl Ridderbusch (Monolog des Königs Philipp aus „Don Carlos“).


    „Sonntagskonzert“: Gwyneth Jones, René Kollo und Guillermo Sarabia (statt Cornell MacNeil) / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Josef Schmidhuber) / (Opernmelodien von Richard Wagner und Giuseppe Verdi) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 22. 10. 1972 (U. a. Ausschnitte aus „Der fliegende Holländer“, „Macbeth“ und „Un ballo in maschera“.)


    „Sonntagskonzert“: Cristina Deutekom, Francisco Lazaro und Nicola Ghiuselev / (Opernmelodien von Gaetano Donizetti, Giuseppe Verdi, Charles Gounod u. a.) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 19. 11. 1972


    „Sonntagskonzert“: Reri Grist und Hermann Prey / Die Regensburger Domspatzen (Ltg.: Georg Ratzinger) / Edgar Krapp (Orgel) / (Weihnachtliche Volksweisen und Orchesterwerke von Johann Sebstian Bach, Georg Friedrich Händel und Wolfgang Amadé Mozart) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 17. 12. 1972


    „Sonntagskonzert“ - „Les Pêcheurs de perles“ ('Die Perlenfischer') (Georges Bizet): Ileana Cotrubas (Leila), Peyo Garazzi (statt Ludovic Spiess) (Nadir), Bernd Weikl (Zurga) und Richard Kogel (Nourabad) / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Chorltg.: Josef Schmidhuber) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 21. 1. 1973 (Eine konzertante Aufführung der Oper in französischer Sprache.)


    „Sonntagskonzert“: Sylvia Geszty, Heiner Hopfner, John van Kesteren und Karl Ridderbusch / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Josef Schmidhuber) / (Operettenmelodien von Jacques Offenbach, Franz von Suppé, Johann Strauß Sohn und Carl Millöcker) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 18. 2. 1973 (Für den angekündigten Anton de Ridder sprangen die Tenöre Heiner Hopfner und John van Kesteren ein.) (Wiederholungssendung am 29. 7. 1973)


    „Sonntagskonzert“: Marina Krilovici, James King und Peter Glossop / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Chorltg.: Josef Schmidhuber) / (Ausschnitte aus den Verdi-Opern „Aida“ und „Otello“) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 18. 3. 1973


    „Sonntagskonzert“: Rita Shane, Luigi Alva, Wolfgang Brendel / (Opernmelodien von Christoph Willibald Gluck, Wolfgang Amadé Mozart, Gioachino Rossini, Leo Delibes, Charles Gounod u. a.) / Dirigent: Matthias Kuntzsch / Meistersingerhalle Nürnberg, (Sendung vom 13. 5. 1973) (U. a. die Kavatine der Titelfigur aus Rossinis „Semiramide“ und das Gebet des Valentin aus Gounods „Faust“.)


    „Sonderkonzert“: Evelyn Lear und Thomas Stewart / Der Botho-Lucas-Chor / Ernst August Quelle (Klavier) / (Ausschnitte aus George Gershwins „Porgy and Bess“ und Musicalmelodien von Jerome Kern, Cole Porter, Kurt Weill, Frederick Loewe u. a.) / Dirigent: Heinz Geese / Studio 1 im Funkhaus des Bayerischen Rundfunks, 8. 6. 1973


    „Sonderkonzert“: Maria Chiara (statt Katia Ricciarelli) und Franco Bonisolli / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Heinz Mende) / (Opernmelodien von Giuseppe Verdi, Modest Mussorgski, Jules Massenet, Giacomo Puccini, Manuel de Falla u. a.) / Dirigent: Hermann Hildebrandt / 15. 9. 1973 (Eine Co-Produktion des Bayerischen Rundfunks mit dem ZDF.)


    „Sonntagskonzert“: Margarita Lilova, Andrej Kucharský (statt Karl Walter Böhm) und Nicola Ghiuselev / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Wolfgang Baumgart) / (Opernmelodien von Mikhail Glinka, Modest Mussorgski, Piotr Ilich Chaikovskii, Aleksandr Borodin, Nikolai Rimski-Korsakov u. a.) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 28. 10. 1973 (U. a. Ausschnitte aus Mussorgskis „Boris Godunov“ und „Kniaz Igor“ von Borodin.)


    „Sonntagskonzert“ - „Andrea Chenier“ (Oper von Umberto Giordano): Bruno Prevedi (Andrea Chenier), Peter Glossop (Carlo Gérard), Rita Orlandi Malaspina (Maddalena di Coigny), Alexander Malta (Roucher), Karin Hautermann (Bersi), Kehko Kawata (La Contessa di Coigny), Theodor Nicolai (Pietro Fléville), Albert Gassner (L'abate), Erwin Buchbauer (Maestro di casa), Peter Schranner (Mathieu), Karl Kreile (L'Incroyable), Zarin Chadiali (Madelon), Karlheinz Klein (Dumas), Paul Hansen (Fouquier-Tinville) und Wulf von Lochner (Schmidt) / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Gregor Eichhorn) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 25. 11. 1973 (Eine konzertante Aufführung der kompletten Oper in italienischer Sprache.) Leider werden in dem mir als Grundlage für meine Beiträge dienenden Buch „50 Jahre Münchner Rundfunkorchester“ zu allen konzertanten Opernaufführungen keine Rollen-Zuschreibungen genannt, so dass ich auf meine Unterlagen angewiesen bin.


    „Sonntagskonzert“: Lilian Sukis / Die Regensburger Domspatzen (Ltg.: Georg Ratzinger) / Edgar Krapp (Orgel) / (Geistliche Musik und Orchesterwerke von Georg Friedrich Händel und Wolfgang Amadé Mozart; Weihnachtslieder a-cappella) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 23. 12. 1973


    Carlo

    Hallo,


    Virgilius Noreika hat seine Stimme auch für eine Verfilmung der Oper „Fürst Igor“ von Aleksandr Borodin 'ausgeliehen' (in Klammern die Namen der Darsteller):


    „Kniaz Igor“ ('Fürst Igor') (Borodin): Igor Sviatoslavich, Fürst von Seversk – Vladimir Kiniaev (Boris Khmelnitskii) / Iaroslavna, seine Gemahlin – Tamara Milashkina (Nelli Pshennaia) / Vladimir Igorevich, Igors Sohn aus erster Ehe – Virgilius Noreika (Boris Tokarev) / Vladimir Iaroslavich, Fürst Galitski, Bruder der Fürstin Iaroslavna – Vladimir Malishev (Aleksandr Slastin) / Khan Konchak – Evgeni Nesterenko (Bimibulat Valaiev) / Konchakovna, seine Tochter – Irina Bogacheva (Irina Morgoeva) / Skula, Gudokspieler – V. Morozov (M. Sidorkin) / Eroshka, Gudokspieler – S. Strezhnev (Piotr Merkurev) / Ovlur, ein getaufter Polowzer – G. Vilkhovetskii (M. Akhunaev) / Gsak, ein polowzer Khan – (M. Ikaev) / Iaroslavnas Amme – (E. Kharkevich) / Gosudarstvennogo Akademicheskogo Teatra Operi i Baleta Imeni S. M. Kirova (Chor, Orchester und Ballett des Kirov-Theaters, Leningrad) / Dirigent: Gennadi Provatorov / Regie: Roman Tikhomirov (Konets-Film, UdSSR 1969, 105 Min.). Die 'Polowzer Tänze' werden vom Ballett des Kirov-Theaters in der Choreographie von Mikhail Fokine getanzt.


    Der Film ist durch die sowjetisch-amerikanische Video-Firma 'Kultur International' als VHS-Kassette (KTV 1286) zusammen mit weiteren sowjetischen Opernfilmen auch in den USA angeboten worden. Aus dieser Serie habe ich einen - ebenfalls von Roman Tikhomirov verfilmten - „Evgeni Onegin“ aus dem Jahre 1958 mit Galina Vishnevskaia (Tatiana), Larissa Avdeeva (Olga), Evgeni Kibkalo (Onegin), Anton Grigorev (Lenski) und Ivan Petrov (Fürst Gremin) mit dem Chor und dem Orchester des Bolshoi-Theaters Moskau unter Boris Khaikin; nur Ivan Petrov spielt seine Rolle selbst, die übrigen Sänger werden von Schauspielern gedoubelt.


    Ich hoffe, dass 'Orfeo' – der sich ja bestens im Internet auskennt – den „Fürst Igor“-Film hier einstellen kann. Dafür schon danke im voraus!


    Carlo


    Hallo, Orfeo!

    Noch ein Nachtrag zu "Lord Byron's Love Letter" von Raffaello de Banfield:

    Ich habe mir heute Morgen die Aufnahme mit Astrid Varnay 'angetan'. Das ist nach meiner Einschätzung eine sehr kopflastige und undramatische Oper, die einzige übrigens, zu der Tennessee Williams ein Libretto schrieb. (Dass z. B. der bewusste Liebesbrief des Lord Byron an das einst junge Mädchen, das nun die 'alte Frau' ist, wohl eine Fälschung ist, wird am Ende sowohl textlich wie auch musikalisch viel zu wenig betont.) Die eklektische Musik - mit einem für eine Kammeroper sehr groß besetzten Orchester - ist ein Konglomerat verschiedener Stile und könnte auch von Britten, Menotti oder Barber sein; die drei Frauenstimmen - die 'alte' Frau, ihre Enkelin und die Besucherin, deren wahrscheinlich betrunkener Ehemann 'nichts zu melden' hat - sind musikalisch nicht gut voneinander abgesetzt und erfordern beim Hören einige Geduld. (Astrid Varnay singt sehr raumgreifend und klingt in keinem Ton wie eine alte Frau!) Da das das Libretto der Schallplatte nicht beigegeben wurde, ist der Link zu dem entsprechenden Text im Beitrag Nr. 82 sehr hilfreich, danke!


    Ich will nicht besserwisserisch sein, aber im Aufnahmedatum irrt Karsten Steiger (in dessen Buch "Opern: Ein Verzeichnis aller Aufnahmen" von 2000 - die neue Ausgabe des Buches kenne ich nicht - die 'RCA'-Platte garnicht genannt wird, wohl aber die 'Ermitage'-CD von 1991): 1958 ist das korrekte Jahr für die 'RCA'-Einspielung, das geht auch aus der Plattenhülle hervor. Als die Schallplatte herauskam, wurden das Werk und die Aufnahme in der New Yorker 'Saturday Review' am 29. 11. 1958 zwiespältig rezensiert. (1956 nahm die 'RCA' ausserhalb der USA noch nicht in Stereo auf, das geschah erst 1957). Es gab übrigens damals auch eine Fernseh-Inszenierung dieser Oper, u. z. in Canada:


    „Lord Byron's Love Letter“ (de Banfield): The old woman – Mary Simmons / The granddaughter – Sylvia Grant / The frivolous couple – Patricia Rideout und André Turp / In der Pantomime: The old woman as a young girl – Michèle Bonhomme / Her aunt – Fernande Chiocchio / Lord Byron – N. N. / The CBC Symphony Orchestra / Dirigent: Ettore Mazzoleni / Szenenbild: Jean-Claude Rinfret / Kostüme: Gilles-André Vaillantcourt / Regie: Irving Guttman (CBC Canadian Broadcasting Company, Sendung am 31. 1. 1957).


    In der Bühnenaufführung vom Januar (!) 1991 aus Lugo di Romagna, die von 'Ermitage' mit Elena Zilio (in der italienischen Übersetzung von Paola Ojetti) mitgeschnitten wurde, hat Sylvie Valayre (die Enkelin) in der Pantomime auch die junge 'Alte Frau' gespielt und die Interpreten des Ehepaars (Gabriella Brancaccio und Sergio Tedesco) stellten auch die stummen Rollen der 'Tante' und des 'Lord Byron' dar; eigentlich sind Tänzer dafür vorgesehen.


    Carlo

    Lieber 'Orfeo',


    vielleicht kann ich Dich motivieren, weiter Beiträge für diesen Thread zu verfassen. Ich lese sie stets mit großer Freude und staune immer wieder, was Du für Quellen kennst, um an die stets interessanten und aussagekräftigen Informationen zu kommen.


    Ich habe schon vor einigen Monaten an Gunther Schullers „The Visitation“ im Thread zu Kerstin Meyer und Felicia Weathers erinnert, aber was Du alles in Deinem Beitrag zu dieser Oper geschrieben hast, sollte unsere Intendanten, Dramaturgen und Dirigenten veranlassen, sich mit dieser Oper – schon allein wegen der aktuellen politischen Lage – neu zu beschäftigen. Ich glaube, es würde sich lohnen.


    Dass sich Beiträge zeitlich überschneiden, kommt öfter vor, vor allem, wenn man etwas 'zu sagen' hat und dafür länger recherchieren und schreiben muss. Das ist mir wieder heute Morgen passiert, als ich auf den Beitrag von Peter Schünemann im Thread zu Virgilius Noreika antworten wollte und da schon merkte, dass ich mich mit meinem vorhergehenden Beitrag komplett 'verhauen' hatte. Als ich meine Antwort posten wollte, sah ich, dass Du inzwischen mit Deinem Beitrag die Sachlage dankenswerterweise geklärt hast, worauf ich meine Antwort neu schrieb. Aber deshalb fällt mir doch kein Zacken aus der Krone!


    Ich bin seit zweieinhalb Jahren im Forum und habe mit der Zeit festgestellt, dass es einige (wenige) 'Taminos' gibt, die ziemlich dünnhäutig sind und die es nicht gerne sehen, wenn man in ihrem Revier, d. h. ihrem Spezialgebiet, wildert. Da wird man schnell 'abgekanzelt'; das ist mir auch schon einige Male passiert. Ich versuche, diesen 'Kollegen' möglichst aus dem Weg zu gehen und nicht auf ihre Beiträge zu reagieren, auch wenn ich etwas dazu schreiben könnte, von dem ich annehme, dass es für sie (und andere Leser) interessant sein könnte.


    Wenn Du Dich entschließt, weiter zu machen, würde es mich – und garantiert viele andere Opernfans – sehr freuen. Vor allem, weil Du Dich in den 'Untiefen' des Internets so gut auskennst wie kein Zweiter; ich fremdle noch immer damit und greife erst einmal zu den herkömmlichen Hilfsmitteln, was aber auch in die Irre führen kann, wie das heutige Beispiel 'Khrennikov vs. Shchedrin' zeigt. Vielleicht wäre es auch an der Zeit, dass Du nach 571 Beiträgen Deinen Gaststatus aufgibst und ein Vollmitglied in unserem 'Verein' wirst?


    Viele Grüße!


    Carlo


    P. S.


    Ich habe von Banfields „Lord Byron's Love Letter“ die Original-Schallplatte mit Astrid Varnay von 1958, die in Europa nie erschienen ist ('RCA Victor' LM-2258, 30 cm, mono); das Orchester in dieser Aufnahme ist übrigens das 'Orchestra dell' Academia di Santa Cecilia' in Rom und die Techniker kamen von der 'Decca'. Ich habe einmal Frau Varnay, die in der Uraufführung an der Tulane University in New Orleans am 17. 1. 1955 die 'Old Woman' sang, nach dieser Aufnahme gefragt und sie sagte mir, dass die Oper in stereo aufgenommen wurde und in Zusammenhang mit einem Opernfilm stand, der aber nie gedreht wurde. ('Naxos' verwendet bekanntlich für seine Wiederveröffentlichung älterer Schallplatten-Dokumente nicht die Original-Bänder, sondern transferiert die davon gepressten Schallplatten auf die Silberscheibe. Vielleicht gelangt die originale Stereo-Version einmal ans Tageslicht...)

    Hallo, Peter und 'Orfeo'!


    Ihr habt Recht; da ist bei mir einiges durcheinander geraten, Entschuldigung!


    Anstatt mir die Zeit zu nehmen und die Schallplatten mit der Oper „Ne tolko liubov“ noch einmal anzuhören oder mich durch's Internet zu wühlen, habe ich einer amerikanischen CD-Besprechung des Recitals von 'Bayern Klassik' mit Nicolai Ghiaurovs Aufnahmen für den Bayerischen Rundfunk geglaubt, die das „Lied des Betrunkenen“ Rodion Shchedrin zuschrieb. (Diese CD habe ich nicht.) Ich hatte zwar auch Tikhon Khrennikov und „Viel Lärm um nichts“ ('Mnogo shuma iz nichego') im Gedächtnis und habe ihn auch zuerst richtig in meiner wöchentlichen Liste mit den „Münchner Sonntagskonzerten“ genannt, ihm aber die Oper „Ne tolko liubov“ zugeschrieben, was ich später korrigiert habe, weil die Oper von Khrennikov über Shakespeares Komödie, die in meinen Unterlagen mit dem deutschen Titel „Viel Lärm aus Leidenschaft“ ('Mnogo shuma iz za serdets') genannt wird, von 1972 stammt und das Münchner Konzert mit Ghiaurov von 1966. Korrekt ist nun das, was 'Orfeo' geschrieben hat. Vielen Dank für die Richtigstellung! Nun werde ich bei den „Münchner Sonntagskonzerten“ meine Korrektur korrigieren!


    In einer Lieferliste des „Brücken-Verlags“ habe ich noch zwei Schallplatten mit Virgilius Noreika gefunden:


    „Dalia“ (Balis Dvarionas): Szene des Skuduchis und Arie der Dalia / Virgilius Noreika (Tenor) und Elena Saulevichiute (Sopran) / Khor i Orkestr Gosudarstvennii Akademicheskii Teatr Operi i Baleta Litovskoi SSR (Chor und Orchester des Staatlichen Akademischen Opern- und Ballettt-Theaters der Litauischen Sozialistischen Sowjetrepublik) / Dirigentin: Margarita Dvarionaite ( gekoppelt mit der Arie der Danuta aus der Oper „Marite“ von Antanas Rachiunes – mit der Mezzosopranistin M. Aleshkevichiute - und vier Ausschnitten aus dem Ballett „Audrone“ von Iozas Indra). 'Melodiia' D 5354/55 (1 LP, 25 cm, mono, UdSSR 1959).


    Die italienischen Arien aus dem Recital von 1968 („Tosca“, „Manon Lescaut“, „Lucia di Lammermoor“ und „L'Arlesiana“) erschienen 1980 auch auf einer Seite einer LP, die auf der zweiten Seite italienische Arien mit der Sopranistin Maria Bieshu („Aida“, „Madama Butterfly“, „Adriana Lecouvreur“ und „Norma“) enthielt; alle Aufnahmen wurden von Boris Khaikin am Pult des Orchesters des Bolshoi-Theaters Moskau dirigiert: 'Melodiia' S 10-12311/12.


    'Melodiia' gibt - wie auch bei allen im Beitrag Nr. 20 genannten Aufnahmen - die Namen der litauischen Komponisten, Sänger und Dirigenten in der russischen Schreibweise an, die sich geringfügig von der litauischen unterscheidet. Zu beachten ist ferner, dass die Jahreszahlen bei den Katalognummern das Jahr des Erscheinens der Schallplatte bedeuten und nicht das Aufnahmejahr.


    Carlo

    Liebe 'Taminos',


    nun möchte ich auch noch 'meinen Senf' zu diesem Thread dazugeben. Von Virgilius Noreika habe ich die folgenden zwei Solorecitals und eine Operngesamtaufnahme:



    „Russische und italienische Arien“: „Evgeni Onegin“: Ia liubliu vas, Olga – Kuda, kuda vi udalilis (Chaikovskii) / „Kniaz Igor“: Medlenno den ugasal... Akh! Gde ti, gde? Otsovis na zov liubvi! (Aleksandr Borodin) / „Sadko“: Ne shest almazov v kemennikh peshcherakh (Nikolai Rimski-Korsakov) / „Tosca“: Recondita armonia (Giacomo Puccini) / „Manon Lescaut“: Ah, non v'avvicinate!...Guardate! Pazzo io son (Giacomo Puccini) / „Lucia di Lammermoor“: Tombe degl'avi miei... Fra poco a me ricovero (Gaetano DonizettI) / „L'Arlesiana“: È la solita storia del pastore (Francesco Cilea) / Orkestr Bolshogo Teatra SSSR (Orchester des Bolshoi-Theaters Moskau) / Dirigent: Boris Khaikin / 'Melodiia' S 01679/80 (1 LP, 30 cm, stereo, UdSSR 1968) Aufnahmen in russischer und italienischer Sprache. (Ausschnitte aus dieser Platte hat 'Caruso41' in seinen Beiträgen Nrn. 1 und 2 vorgestellt; im Beitrag Nr. 15 ist die Hülle abgebildet.)


    „Arie antiche und Lieder von Edvard Grieg“: Georg Friedrich Händel: 'Frondi tenere e belle... Ombra mai fu' („Serse“) / Alessandro Stradella: 'Pietá, Signore' / Tommaso oder Giuseppe Giordani: 'Caro mio ben' / Lieder von Edvard Grieg: Auf der Reise zur Heimat, op. 33 Nr. 9 - Ein Traum, op. 48 Nr. 6 – Mit einer Primula veris, op. 26 Nr. 4 – Zur Rosenzeit, op. 48 Nr. 5 – Heimkehr, op. 58 Nr. 1 – Lauf der Welt, op. 48 Nr. 3 / Virgilius Noreika (Tenor) / Kamerni Orkestr Gosudarstvennii Filarmonii Litovskoi SSR (Kammerorchster der Staatlichen Philharmonie der Litauischen Sozialistischen Sowjetrepublik) / Dirigent: Saulius Sondetskis / 'Melodiia' D 18287/88 (1 LP, 25 cm, mono, UdSSR 1966) Aufnahmen in italienischer und russischer Sprache.



    In Düsseldorf gab es in den 70er Jahren den „Brücken-Verlag“, der auf Grund eines Vertrages mit dem staatlichen sowjetischen Verlag „Mezhdunarodnaia Kniga“ ausgesuchte Bücher und Schallplatten im Sortiment hatte; allerdings musste man schnell zugreifen, da es oft nur einzelne Exemplare gab und die Nachbestellung viel Geduld erforderte. Einmal habe ich zugegriffen (Shchedrin) und mir einmal (Laurushas) leider nur Notizen gemacht:



    „Ne tolko liubov“ ('Nicht nur Liebe') (Shchedrin): Varvara Vasilevna, Kolchosvorsitzende – Nijole Ambrazaitite (Mezzosopran) / Fedot Petrovich, Leiter der Traktorbrigade – Vincentas Kupris (Bass) /. Volodia Gavrilov, ein junger Bursche – Virgilius Noreika (Tenor) / Natasha, eine junge Bäuerin – E. Korneeva (Sopran) / Ivan Trofimov, ein Traktorfahrer – Pranas Zaremba (Bariton) / Mishka und Grishka, zwei Traktorfahrer – G. Pamaktis und A. Kariatskas (Tenöre) / Katerina, eine ältere Bäuerin – M. Aleshkevichiute (Alt) / Kondurushkin, Dirigent des Kolchose-Orchesters - P. Kasperavichius (Bariton) / Das Mädchen mit der hohen Stimme – Regina Tumalevichiute* / Aniutka, ein junges Mädchen - Grazhina Apanavichiute / Ein Bursche – Pranas Zaremba / Ein Mädchen – I. Iasiunaite / Khor i Orkestr Gosudarstvennogo Akademicheskogo Teatra Operi i Baleta Litovskoi SSR (Chor und Orchester des Staatlichen Akademischen Opern- und Ballett-Theaters der Litauischen Sozialistischen Sowjetrepublik) / Dirigent: Rimas Geniushas / 'Melodiia' S 10-06847/50 (2 LPs, 30 cm, stereo, UdSSR 1976). *'Melodiia' gibt ihren Namen als Tamulevichiute an. Es gibt auch eine 'Melodiia'-Aufnahme vom Moskauer Rundfunk mit Liudmila Simonova (Varvara), Evgeni Vladimirov (Fedot), Iuri Elnikov (Volodia) und Liudmila Belobragina (Natasha) unter Iuri Aranovich.


    Die dreiaktige Oper von Rodion Shchedrin (Jahrgang 1932), ein typisches Produkt der damaligen zeitgenössischen 'Sowjet-Oper', wurde am 5. 11. 1961 in Novosibirsk uraufgeführt und hatte im Januar 1973 in Vilnius Premiere; im April 1975 gab es auch eine Aufführungsserie an der Berliner Staatsoper mit der Bulgarin Borjana Mateeva (Varvara), Carola Nossek (Natasha), Eberhard Büchner (Volodia) und Horst Lunow (Fedot). Shchedrin, der bei uns im Westen in erster Linie als Komponist von Balletten für seine Frau, die gefeierte Primaballerina Maia Plissetskaia, bekannt wurde (z: B. „Carmen“, „Anna Karenina“ und „Die Möwe“) und lange in München in einer Beziehung mit der Schauspielerin Maria Schell lebte, verwendete für die Komposition der Oper „Ne tolko liubov“ zahlreiche Tänze der russischen Folkore und viele 'Chastushkas' - kleine einprägsame Volksweisen - wodurch die an sich handlungsarme Oper sehr lebendig und unterhaltsam wirkt. (Leider ist dem Doppelalbum der 'Melodiia' kein Textheft beigegeben, womit man z. B. die verbalen 'Spitzen' des Städters Volodia gegen die ländlichen Arbeiter verstehen könnte.)


    Eine 'Chastushka' ist auch das Lied des Fedot Petrovich, der vergebens um die Hand der schon älteren Kolchosvorsitzenden Varvara wirbt (die sich in den jungen Volodia verliebt, der aber nur Augen für seine Verlobte Natasha hat) und seinen Ärger in Wodka ertränkt. Nicolai Ghiaurov hat diesen 'Ohrurm' als Zugabe in seinem Münchner Galakonzert am 3. 6. 1966 als Zugabe gesungen und seinen Vortrag wirkungsvoll mit Augenrollen und leichtem Schwanken untermauert. Weil dieses Lied (von dem es auch eine deutsche Version mit Peter Lagger beim Südwestfunk Kaiserslautern unter Emmerich Smola gibt) bei der Fernsehübertragung aber nur mit dem Titel 'Canzone del ubriaco' angekündigt wurde, beschwerte sich eine – des Italienischen offensichtlich nicht mächtige – Zuschauerin in einem Leserbrief an die „Hör Zu“, dass es wohl eine Unverschämtheit von Nicolai Ghiaurov gewesen sei, vor dem Publikum betrunken aufzutreten!



    „Paklide paukshchiai“ ('Verirrte Vögel') (Laurushas): Tadas – Virgilius Noreika (Tenor) / Ruta – Elena Saulevichiute (Sopran) / Marius – Eduardas Kaniava (Bariton) / Molina, die Mutter – Birute Almonaitite (Mezzosopran) / Sefas, genannt 'Shef' – Henrikas Zabulenas / Khor i Orkestr Gosudarstvennogo Akademicheskogo Teatra Operi i Baleta Litovskoi SSR (Chor und Orchester des Staatlichen Akademischen Opern- und Ballett-Theaters der Litauischen Sozialistischen Sowjetrepublik) / Dirigent: Rimas Geniushas / 'Melodiia' (2 LPs, 25cm, mono, UdSSR 1969). Die Oper wurde nicht komplett, sondern nur auf zwei einzelnen Querschnitt-Platten veröffentlicht: 'Melodiia' D 26015/16 (Die Szene in Rutas Haus – Monolog des Marius und das 'Vogellied' – Die Szene Shef-Tadas – Der Monolog des Marius – Finale) und D 27441/42 (Die Straßenszene und das 'Vogellied' – Duett Ruta-Tadas – Der Chor der Studenten – Die Szene des Shef und Monolog des Tadas – Die Szene der Mutter – Das Lied des Shef – Finale).


    Soviel ich weiß, geht es in dieser 1967 uraufgeführten – und in Westeuropa in den ersten Jahren nach dem zweiten Weltfrieg spielenden - Oper von Vitautas Laurushas (Jahrgang 1930) um den Mord an einem Mann (Tadas), der sich im Bewusstsein des Sterbens an sein früheres Leben erinnert. Erst allmählich wird dann der Grund für die Tat erkennbar und ist in der unpolitischen Haltung des Sterbenden gegenüber den Machthabern in seiner ehemaligen Heimat zu sehen, die vom Mörder (Marius) als Verrat empfunden wird.



    'Opera Depot' und 'House of Opera' in den USA haben die folgenden zwei Opern mit Virgilius Noreika im Angebot:


    „Evgeni Onegin“ (Chaikovskii): Madame Larina – Sofia Schultz / Tatiana – Gabriela Benacková / Olga – Olga Tassinari / Filipevna – Adriana Cantelli / Evgeni Onegin – Nelson Portella / Lenski – Virgilius Noreika / Fürst Gremin – Victor de Narké / Monsieur Triquet – Aldo Moroni / Tsaretski – Eduardo Ferracini / Ein Hauptmann – Enrique Granados / Ein Vorsänger – Ugo Sorrenti / Coro y Orquesta del Teatro Colón, Buenos Aires / Dirigent: Neeme Järvi (Buenos Aires, Teatro Colón, 17. 11. 1977) 'Opera Depot' OD 11478-2 (2 CDs, USA 2016) 'House of Opera' nennt ein anderes Datum (15. 11.) und eine andere Besetzung des M. Triquet (Nino Falzetti).


    „Tosca“ (Puccini): Floria Tosca – Galina Vishnevskaia / Mario Cavaradossi – Virgilius Noreika / Il barone Scarpia – Vladimir Valaitis / Cesare Angelotti – Iuri Korolev / Il sagrestano – Vitali Nartov / Spoletta – Andrei Sokolov / Sciarrone – Vladimir Filipov / Il carceriere - Leonid Maslov / Khor i Orkestr Bolshogo Teatra SSSR (Chor und Orchester des Bolshoi-Theaters Moskau) / Dirigent: Mark Ermler (Moskau, Bolshoi-Theater, 31. 3. 1971) 'Opera Depot' OD 10197-2 (2 CDs, USA 2011) Ein Rundfunkmitschnitt in russischer Sprache; im Beitrag Nr. 1 hat bereits 'Caruso41' auf die Version dieser Aufnahme bei der niederländischen Firma 'Ponto' – die die Namen einiger Nebenrollen-Sänger falsch nennt - hingewiesen.



    Carlo

    Berichtigung:


    "Münchner Sonntagskonzert": Nicolai Ghiaurov (3. 6. 1966) / Das 'Lied des Betrunkenen' aus der Oper "Ne tolko liubov" ('Nicht nur Liebe') stammt nicht von Tikhon Khrennikov, sondern von Rodion Shchedrin.


    „Münchner Sonntagskonzerte“ 1968 – 1970


    Ab Mai 1967 wurden im 'Sommerprogramm' des Bayerischen Rundfunks einige „Münchner Sonntagskonzerte“ der vorhergehenden Saison wiederholt. Sofern ich die Daten dieser Zweitsendungen kenne, werden sie auch genannt. Ausserdem nenne ich auch die (mir bekannten) Namen der Künstler, die ursprünglich in den einzelnen „Sonntagskonzerten" mitwirken sollten, aber ersetzt wurden; eine – wie ich finde, interessante - Information, die das Buch „50 Jahre Münchner Rundfunkorchester“ leider nicht gibt.


    „Sonntagskonzert: Felicia Weathers und Flaviano Labò / (Opernmelodien von Giuseppe Verdi, Giacomo Puccini; Alfredo Catalani u. a.; Orchesterwerke von Piotr Ilich Chaikovskii u. a.) /Dirigent: Kurt Eichhorn / 14. 1. 1968 (Wiederholungssendung am 30. 6. 1968 und am 14. 9. 1969)


    „Sonderkonzert“: Leontyne Price / (Opernmelodien von Wolfgang Amadé Mozart, Carl Maria von Weber, Giacomo Meyerbeer, Gioachino Rossini, Giuseppe Verdi, Giacomo Puccini u. a.) / Dirigent: Carlo Franci (statt Gianandrea Gavazzeni) / 27. 1. 1968 (Wiederholungssendung am 13. 6. 1968) Das Konzert wurde vom Bayerischen Fernsehen für die ARD aufgezeichnet.


    „Sonntagskonzert“: Lucia Popp, Rudolf Schock und Kurt Böhme / (Operettenmelodien von Johann Strauß Sohn, Franz Lehár, Robert Stolz u. a.) / Dirigent: Werner Schmidt-Boelcke (statt Robert Stolz) / 4. 2. 1968 (Wiederholungssendung am 8. 9. 1968)


    „Sonderkonzert“: Nicolai Gedda / (Opernmelodien von Wolfgang Amadé Mozart, Friedrich von Flotow, Charles Gounod, Georges Bizet, Jules Massenet, Piotr Ilich Chaikovskii und Nikolai Rimski-Korsakov) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 10. 3. 1968


    „Sonderkonzert“ - „Soirée bei Offenbach“: Ruth-Margret Pütz, Gudrun Wewezow, Horst Wilhelm, Ulf Fürst und Heinz Friedrich / Der Münchner Kammerchor (Ltg.: Franz Arnold) / (Aus „Hoffmanns Erzählungen“ und Operetten von Jacques Offenbach) / Dirigent: Kurt Eichhorn / Studio 1 im Funkhaus des Bayerischen Rundfunks, 22. 3. 1968 (Wiederholungssendung am 5. 10. 1970)


    „Sonntagskonzert“: Hildegard Hillebrecht (statt Martina Arroyo), Ludovic Spiess und Franz Crass / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Wolfgang Schubert) / (Opernmelodien von Giuseppe Verdi) / Dirigent: Fulvio Vernizzi / 31. 3. 1968 (Wiederholungssendung am 21. 7. 1968)


    „Sonntagskonzert“: Ingrid Bjoner, Regina Resnik und Giuseppe Gismondo (statt James King) / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Wolfgang Schubert) / (Opernmelodien von Giuseppe Verdi, Georges Bizet, Camille Saint-Saens, Piotr Ilich Chaukovskii u. a. / Dirigent: Kurt Eichhorn / 28. 4. 1968 (U. a. der Monolog der Johanna aus Chaikovskiis „Orleanskaia deva – Die Jungfrau von Orleans“) (Wiederholungssendung am 18. 8. 1968)


    "Sonntagskonzert“: Christiane Sorell, Rudolf Schock und Ernst Gutstein / (Programm nicht bekannt.) / Dirigent: Kurt Eichhorn / Meistersingerhalle Nürnberg (Sendung am 26. 5. 1968)


    „Sonntagskonzert“: Reri Grist, Peter Schreier und Giuseppe Taddei / (Programm nicht bekannt) / Dirigent: Kurt Eichhorn / Großes Festspielhaus Salzburg, 19. 5. 1968 (Sendung am 17. 6. 1968)


    „Sonderkonzert“ - „Welterfolge des Musicals“: Felicia Weathers und William Ray / Die Peggy Brown Singers / Ernst August Quelle (Klavier) / (Melodien von Jerome Kern, Cole Porter, Richard Rodgers, Leonard Bernstein u. a.) / Dirigent: Werner Schmidt-Boelcke / Studio 1 im Funkhaus des Bayerischen Rundfunks, 21. 6. 1968 (Wiederholungssendung am 14. 7. 1968)


    „Sonderkonzert“ - „Zauber der leichten Muse“: Dorothea Chryst, Hedi Klug, Willy Hofmann und Peter Minich / (Programm nicht bekannt.) / Dirigent: Werner Schmidt-Boelcke / Stadtcasino Basel (Sendung am 23. 6. 1968)


    „Sonderkonzert“ - „Abschlusskonzert der Preisträger des 17. Internationalen Musikwettbewerbs der ARD“: Jessye Norman u. a. / Dirigenten: Kurt Eichhorn und Jan Koetsier / Herkulessaal der Münchner Residenz, 19. 9. 1968 (Jessye Norman sang u. a. die Arie der Santuzza aus „Cavalleria rusticana“.)


    „Sonntagskonzert“: Arleen Augér, Gundula Janowitz, Tatiana Troyanos / (Opernmelodien von Georg Friedrich Händel, Wolfgang Amadé Mozart und Richard Strauss) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 13. 10. 1968 (Sendung am 20. 10. 1968) (U. a. das Finale aus „Der Rosenkavalier“ und das Duett Arabella-Zdenka aus „Arabella“; bei 'Bella Voce' in den Niederlanden auf CD erschienen.) (Wiederholungssendung am 1. 6. 1969)


    „Sonntagskonzert“: Elizabeth Harwood, Anne Howells (statt Marjorie Thomas), Charles Craig und Michael Langdon / (Opernmelodien von Giuseppe Verdi, Giacomo Puccini, Richard Strauss, Hans Pfitzner u. a.) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 10. 11. 1968


    „Sonntagskonzert“: Hildegard Hillebrecht, James King und Tom Krause / (Opernmelodien aus Verdis „La forza del destino“, „Aida“ und „Otello“ in italienischer Sprache) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 1. 12. 1968 (Wiederholungssendung am 22. 6. 1969; veröffentlicht auf CD bei 'Bella Voce'.)


    „Sonderkonzert“ - „Soirée bei Johann Strauß“: Renate Holm, Claire Watson, Rudolf Christ, Heinz Hoppe, Raimund Grumbach und Josef Weber / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Wolfgang Schubert) / (Operettenmelodien und Orchesterwerke von Johann Strauß Sohn) / Dirigent: Kurt Eichhorn / Studio 1 im Funkhaus des Bayerischen Rundfunks, 14. 12. 1968 (U. a. Szenen aus „Die Fledermaus“) (Ursprünglich war auch Elisabeth Steiner vorgesehen; Rudolf Christ wurde kurzfristig eingesetzt.)


    „Sonntagskonzert“: Erika Köth, Peter Baillie und Kurt Böhme (statt Gottlob Frick) / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Wolfgang Schubert) / (Opernmelodien von Friedrich von Flotow, Albert Lortzing und Otto Nicolai) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 19. 1. 1969 (Brigitte Fassbaender sagte ihre Mitwirkung ab.) (Wiederholungssendung am 13. 7. 1969)


    „Sonntagskonzert“: Helen Donath, Jeanette Scovotti, Horst Wilhelm und Benno Kusche / (Operettenmelodien von Johann Strauß Sohn, Franz Lehár, Richard Heuberger u. a.) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 9. 2. 1969 (Wiederholungssendung am 3. 8. 1969)


    „Sonntagskonzert“: Claire Watson, Waldemar Kmentt und Marius Rintzler (statt Franz Crass) / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Wolfgang Schubert) / (Opernmelodien von Jacques Offenbach, Charles Gounod, Georges Bizet u. a.) / Dirigent: Janos Kulka / 9. 3. 1969 (Wiederholungssendung am 24. 8. 1969)


    „Sonderkonzert“: Birgit Nilsson / (Opernmelodien von Richard Wagner, Giuseppe Verdi und Giacomo Puccini) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 18. 4. 1969 (Sendung am 19. 4. 1969) Diese Angaben habe ich aus einer Rundfunkzeitung; vermutlich wurde dieses Konzert aber abgesagt, da es in dem Buch „50 Jahre Münchner Rundfunkorchester“ nicht enthalten ist und eine Nachfrage beim Bayerischen Rundfunk ohne Ergebnis war.


    „Sonntagskonzert“: Arleen Augér und Nicolai Gedda / (Opernmelodien von Wolfgang Amadé Mozart, Hector Berlioz, Georges Bizet, Leo Delibes, Richard Strauss u. a.) / Dirigent: Kurt Eichhorn / Tonhalle Zürich, 4. 5. 1969 (U. a. die Arie des Titelhelden aus „Benvenuto Cellini“ und die Arie der Zerbinetta aus „Ariadbe auf Naxos“; einzelne Programmnummern sind bei 'Bella Voce' auf CD erschienen.)


    „Sonntagskonzert“: Ingrid Bjoner, Rohangiz Yachmi (statt Hertha Töpper) und Jean Cox / (Programm unbekannt.) / Dirigent: Kurt Eichhorn / Meistersingerhalle Nürnberg, 18. 5. 1969


    „Sonderkonzert“: Nicolai Ghiaurov / (Opernmelodien von Michail Glinka, Georges Bizet, Pietro Mascagni, Sergei Rakhmaninov u. a.) / Dirigent: Alfredo Antonini / 29. 5. 1969 (Einzelnummern auf CD bei 'Bayern Klassik'.)


    „Sonderkonzert“ - „Welterfolge des Musicals“: Grace de la Cruz, René Kollo und Kurt Pratsch-Kaufmann / Die Peggy Brown Singers / Ernst-August Quelle (Klavier) / (Melodien von Richard Rodgers, Frederick Loewe, Leonard Bernstein u. a.) / Dirigent: Willy Mattes / Studio 1 im Funkhaus des Bayerischen Rundfunks, 20. 6. 1969


    „Sonntagskonzert“: Arleen Augér und Karl Christian Kohn / (Das Programm ist nicht bekannt.) / Dirigent: Kurt Eichhorn / Kursaal Meran, 13. 9. 1969 (Das Konzert wurde am 12. 10. 1969 vom Bayerischen Rundfunk gesendet.)


    „Sonntagskonzert“: Anneliese Rothenberger und Kostas Paskalis (statt Hermann Prey) / (Opernmelodien von Christoph Willibald Gluck, Wolfgang Amadé Mozart, Giuseppe Verdi u. a.) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 9. 11. 1969


    „Sonntagskonzert“: Jeanette Pilou und Werner Hollweg (statt Nicolai Gedda) / (Opernmelodien und Konzertarien von Wolfgang Amadé Mozart; Orchesterlieder und -werke von Richard Strauss) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 30. 11. 1969 (Sendung am 3. 12. 1969) (Wiederholungssendung am 12. 9. 1971)


    „Sonntagskonzert“: Raina Kabaivanska, Carlo Bergonzi und Piero Cappuccilli / (Opernmelodien von Giuseppe Verdi, Ruggero Leoncavallo und Umberto Giordano u. a.) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 11. 1. 1970 (U. a. Ausschnitte aus Giordanos „Andrea Chenier“; TV-Aufzeichnung durch das ZDF.)


    „Sonntagskonzert“: Mimi Coertse (statt Diana Henery), Roberta Peters, Anton de Ridder und Kurt Böhme / (Operettenmelodien von Johann Strauß Sohn, Richard Genée, Carl Millöcker u. a.) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 1. 2. 1970 (U. a. „Le Carneval de Venise“ von Julius Benedict mit Roberta Peters.)


    „Sonntagskonzert“: Yvonne Minton (statt Tatiana Troyanos), Ludovic Spiess und Nicolae Florei (statt Karl Ridderbusch) / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Hans Frank) / (Opernmelodien von Mikhail Glinka, Modest Mussorgski, Camille Saint-Saens u. a.) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 1. 3. 1970 (U. a. das Liebesduett aus „Samson und Dalila“.)


    „Sonntagskonzert“: Arleen Augér, Luigi Alva und Giampiero Mastromei / (Opernmelodien von Gioachino Rossini und Gaetano Donizetti) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 15. 3. 1970


    „Sonntagskonzert“: Gwyneth Jones und James King / (Opernmelodien von Richard Wagner, Giuseppe Verdi, Giacomo Puccini und Richard Strauss) / Dirigent: Kurt Eichhorn / Meistersingerhalle Nürnberg, 12. 4. 1970


    „Sonntagskonzert“: Jeanette Scovotti und Anton de Ridder / (Programm nicht bekannt.) / Dirigent: Kurt Eichhorn / Kurhaus Meran, 26. 9. 1970 (Sendung am 25. 10. 1970.)


    „Sonntagskonzert“: Evelyn Lear und Thomas Stewart / (Opernmelodien von Georg Friedrich Händel, Richard Wagner und Richard Strauss) / Dirigent: Matthias Kuntzsch / 11. 10. 1970 (Wiederholungssendung am 2. 5. 1971)


    „Sonderkonzert“ - „Welterfolge des Musicals“: Julia Migenes und William Ray / Die Peggy Brown Singers / (Melodien von Kurt Weill, Jerome Kern, Galt McDermot u. a.) / Dirigent: Werner Eisbrenner / Studio 1 im Funkhaus des Bayerischen Rundfunks, 30. 10. 1970 (Sendung am 1. 11. 1970)


    „Sonntagskonzert“: Pilar Lorengar, Jon Buzea (statt Ludovic Spiess) und Barry McDaniel / (Opernmelodien von Georges Bizet, Jules Massenet, Ruggero Leoncavallo, Giacomo Puccini, Gustave Charpentier u. a.) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 15. 11. 1970 (Wiederholungssendung am 23. 5. 1971; u. a. das Duett Nedda-Silvio aus "I pagliacci" von Leoncavallo und die Arie der Titelfigur aus Charpentiers "Louise".)


    „Sonderkonzert“ - „Der Mond“ (Carl Orff): John van Kesteren (Der Erzähler), Heinz Friedrich, Richard Kogel, Ferry Gruber und Benno Kusche (Vier Burschen), Raimund Grumbach (Ein Bauer), Ludwig Schmid-Wildy (Ein anderer Bauer), Hubert Buchta (Der Schultheiss), Fritz Straßner (Der Wirt), Franz Crass (Petrus) und Angelika Kiesbauer (Ein Kind) / Der Kinderchor Rudolf Kiermeyer / Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Ltg.: Heinz Mende) / Dirigent: Kurt Eichhorn / Studio 1 im Funkhaus des Bayerischen Rundfunks, 4. 12. 1970 (Eine konzertante Aufführung in Anwesenheit des Komponisten; die Studio-Produktion dieser Oper erschien bei 'eurodisc'.)


    „Sonntagskonzert“: Ingeborg Hallstein / Die Regensburger Domspatzen (Ltg.: Georg Ratzinger) / Franz Lehrndorfer (Orgel) / (Geistliche Musik von Georg Friedrich Händel, Wolfgang Amadé Mozart u. a.; Orchesterwerke von Henry Purcell, Georg Friedrich Händel u. a.; Weihnachtslieder a cappella) / Dirigent: Kurt Eichhorn / 20. 12. 1970 (Wiederholungskonzert am 25. 12. 1970)


    Carlo

    Liebe Taminos,


    im Beitrag Nr. 45 schrieb ich: „ Die folgende Discographie - beginnend mit Karl Terkals Opern-Aufnahmen - erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit; Ergänzungen, Berichtigungen und Hinweise sind willkommen!“


    Es stimmt, meine 'großen' Discographien (z. B. zu Valerie Bak, Lisa Della Casa, Christiane Eda-Pierre, Kerstin Meyer, Rosl Schwaiger, Oskar Czerwenka, Werner Hollweg, Fritz Ollendorff, József Réti, Josef Traxel und Kurt Wehofschitz) sind alphabetisch nach den Namen der Komponisten angelegt, denn eine gewisse Ordnung muss schon sein. Das bedeutet aber nicht, dass ich etwas gegen 'Zwischenmeldungen' habe; ich kann nicht von den Lesern erwarten, dass sie sich beispielsweise mit dem Posten einer zuvor nicht genannten Aufnahme gedulden, bis der entsprechende Komponist an der Reihe ist. Ich weise dann lediglich am 'richtigen' Platz darauf hin, so wie ich manche Aufnahme (die lange vor meiner Discographie gepostet wurde) auch nur dann wiederhole, wenn sie wenig aussagefähig beschriebent ist - was aber auf den Beitrag Nr. 35 nicht zutrifft, den ich nur wegen einiger Details noch einmal genannt habe.


    Carlo

    Weiter geht es mit Opern von Giacomo Puccini und Franz Salmhofer:



    „La Bohème“ (Puccini): (Rudolf) mit Trude Eipperle (Mimi), Wilma Lipp (Musette), Alfred Poell (Marcel), Carl Hoppe (Schaunard), Hans Hermann Nissen (Collin), Georg Wieter (Benoit), Emil Graf (Alcindor), Karl Kreile (Parpignol), Wulf von Lochner (Der Sergeant der Zollwache) und Franz Weiss (Ein Zöllner) / Der Chor und das Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Josef Kugler / Dirigent: Clemens Krauss (München, Funkhaus, 22. 12. 1951). 2004 veröffentlichte 'Walhall' diese Rundfunk-Produktion – in deutscher Sprache – auf 2 CDs


    Am 25. 10. 1952 hat Terkal in der Premiere einer Neuinszenierung im Theater an der Wien als Rudolf mitgewirkt (mit Sena Jurinac als Mimi unter Clemens Krauss) und auch bei der Neueinstudierung dieser Produktion im 'großen Haus' am 6. 12. 1955 war er dabei (diesmal mit Hilde Güden als Mimi; der Dirigent war Heinrich Hollreiser). Seinen letzten Rudolf an der Wiener Staatsoper sang er am 21. 11. 1959 neben Carla Martinis, Anneliese Rothenberger, Eberhard Waechter und Kurt Böhme; am 7. 4. 1960 gab es eine Neueinstudierung in italienischer Sprache, aber nach 52 Vorstellungen (in der 'alten' und 'neuen' Staatsoper) wollte er die Rolle nicht neu studieren. Überliefert ist Karl Terkals Diktum zum Thema 'Oper in Originalsprache', nachdem er 1957 an der Wiener Staatsoper in einer der seltenen Bühnenaufführungen von Carl Orffs Zyklus „Trionfi“ den Catull in „Catulli Carmina“ und den Chorführer in „Trionfo di Afrodite“ gesungen hatte: „A no so a Oper und i mach' Matura!“



    „La fanciulla del West“ ('Das Mädchen aus dem Goldenen Westen') (Puccini): (Trin, ein Goldgräber) mit Carol Neblett (Minnie), Axelle Gall (Wowkle), Franco Bonisolli (Dick Johnson), Gian Giacomo Guelfi (Jack Rance), Murray Dickie (Nick), Reid Bunger (Ashby), Peter Wimberger (Jake Wallace), Johann Reautschnigg (Billy Jackrabbit), Siegfried Rudolf Frese (José Castro), Anton Wendler (Ein Postillon) / Die Goldgräber: George Jonescu (Sonora), Harald Pröglhöf (Sid), Horst Nitsche (Bello), Kurt Equiluz (Harry), Ewald Aichberger (Joe), Alfred Sramek (Happy) und Georg Tichy (Jim Larkens) / Der Chor und das Orchester der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Helmuth Froschauer / Dirigent: Silvio Varviso (Wien, Staatsoper, 23. 5. 1976) Ein Mitschnitt des ORF in der italienischen Originalsprache.


    dto.: (Trin, ein Goldgräber) mit Radmila Bakocevic (Minnie), Waltraud Winsauer (Wowkle), Plácido Domingo (Dick Johnson), Giuseppe Taddei (Jack Rance), Mario Guggia (Nick), Reid Bunger (Ashby), Peter Wimberger (Jake Wallace), Johann Reautschnigg (Billy Jackrabbit), Walter Fink (José Castro), Michele Fiotta (Ein Postillon) / Die Goldgräber: Peter Weber (Sonora), Rudolf Kostas (Sid), Horst Nitsche (Bello), Kurt Equiluz (Harry), Christopher Doig (Joe), Alfred Sramek (Happy) und Paul Wolfrum (Jim Larkens) / Der Chor und das Orchester der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Helmuth Froschauer / Dirigent: Giuseppe Patané (Wien, Staatsoper, 4. 3. 1979) Der Mitschnitt der letzten Aufführung dieser Oper in der Wiener Staatsoper für fast 35 Jahre ist bei 'House of Opera' erschienen. (CD bzw. MP3). Karl Terkal sang in allen 18 Aufführungen dieser Inszenierung die Rolle des Goldgräbers 'Trin'.



    „Turandot“ (Puccini): (Kalaf) mit Gertrude Grob-Prandl (Turandot), Lotte Rysanek (Liù), Josef Greindl (Timur), Eberhard Waechter (Ping), Peter Klein (Pang), Murray Dickie (Pong), Hugo Meyer-Welfing (Altoum), Harald Pröglhöf (Ein Mandarin) und Konrad Hiess (Der junge Prinz von Persien) / Der Chor und das Orchester der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Richard Rossmayer / Dirigent: Mario Rossi (Wien, Staatsoper, 6. 3. 1956). Der Rundfunk-Mitschnitt – in deutscher Sprache - erschien 2006 bei 'Walhall' auf 2 CDs. (Die Rolle des persischen Prinzen spielte der 'Entreetänzer' Konrad Kurt Hiess, während ein Chorist nach Turandot rief.)


    Bereits im 'Exil' der Wiener Staatsoper im Theater an der Wien hatte Terkal (ab dem 4. 10. 1951) vier Mal den unbekannten Prinzen gesungen. Am 6. 3. 1956 wurde diese Inszenierung in die vier Monate zuvor wieder eröffnete Staatsoper übernommen, wobei der Tenor bis zum 4. 9. 1958 elf Mal den Kalaf sang; seine „Turandot“-Partnerinnen waren u. a. Inge Borkh, Leonie Rysanek und ein Mal (am 12. 12. 1957) Birgit Nilsson.



    "Das Werbekleid" (Salmhofer): (Florian Veitinger) mit Christiane Sorell (Kordula, eine junge Bäuerin), Hilde Rössel-Majdan (Die alte Muhm), Gerda Scheyrer (Doris), Oskar Czerwenka (Veitinger, Bürgermeister und Grundbauer), Hans Braun (Kurt), Ottokar Schöfer (Loisl, Gemeindewachmann) u. a. / Der Chor und das Orchester der Wiener Volksoper / Chorltg.: Franz Holetschek / Dirigent: Paul Walter / Bühnenbild: Walter von Hoesslin / Kostüme: Erni Kniepert / Inszenierung: Alfred Jerger (Wien, Volksoper, 26. 10. 1958). In der Pause der Fernseh-Übertragung des ORF wurde ein Gespräch mit dem Komponisten und Dirigenten Franz Salmhofer, damals auch Intendant der Volksoper, gezeigt.


    Es handelte sich hier um die Übernahme der Wiener Staatsopern-Inszenierung von 1946 (in der Wiener Volksoper) bzw. der Neueinstudierung von 1954 (im Theater an der Wien) in das Repertoire der Wiener Volksoper. Als dieses 'Blut und Boden'-Werk (uraufgeführt 1943) am 25. 6. 1946 unter der Leitung des Komponisten Premiere hatte, lautete die Besetzung wie folgt: Veitinger – Ludwig Weber / Florian, sein Sohn – Karl Friedrich / Kordula – Sena Jurinac / Die alte Muhm – Rosette Anday / Doris – Esther Réthy / Kurt – Hans Braun / Loisl – Franz Bierbach. Am 29. 10. 1954 wiederholten Sena Jurinac, Rosette Anday, Hans Braun und Franz Bierbach ihre Rollen; neu besetzt waren Ruthilde Boesch (Doris), Waldemar Kmentt (Florian) und, Oskar Czerwenka (Veitinger), es dirigierte Wilhelm Loibner. Karl Terkal übernahm bis 28. 6. 1955 in acht (von zwölf) Aufführungen die Partie des Florian und er sang diese Rolle auch in der im Fernsehen gezeigten Neueinstudierung von 1958..(Beim ORF gibt es eine Aufnahme des Duetts Kordula-Florian 'Bist traurig, Florian?' aus dem dritten Akt mit Sena Jurinac und Karl Terkal unter der Leitung des Komponisten, die auf dem YouTube-Kanal "Magische Töne - Österreichische Tenöre" zu hören ist.)



    Carlo