Beiträge von Carlo

    Liebe Taminos!


    Als Ergänzung zu meinem Beitrag Nr. 54:


    Endlich ist es mir gelungen, die Besetzung der NDR-Aufnahme von Rolf Liebermanns "Penelope" herauszufinden - eine Produktion aus dem Jahre 1955, die selbst dem Sender unbekannt zu sein scheint. Hier nun die Einzelheiten:


    Penelope - Birgit Nilsson / Telemachos - Anneliese Rothenberger / Leiokritos - Horst Günter / Eurymachos - Sigmund Roth / Demoptolemos - Paul Kuen / Marchese Ercole - Ernst Haefliger / Achille - Theo Baylé / Der Podestà von Castel Circeo - Franz Lechleitner / Odysseus - Kurt Böhme / Erster Bote - Horst Sellentin / Zweiter Bote - Kurt Marschner / Sprecher der Zwischentexte - Heinz Klingenberg / Der Chor und das Sinfonieorchester des Norddeutschen Rundfunks Hamburg / Chorltg.: Max Thurn / Dirigent: Hans Rosbaud / Aufgenommen vom 2. bis 4. April 1955.


    Viele Grüße!


    Carlo

    Liebe Taminos!


    Als Ergänzung zu meinem Beitrag Nr. 50 und dem Beitrag Nr. 54 von "Rheingold1876":


    Endlich ist es mir gelungen, die Besetzung der NDR-Aufnahme von Rolf Liebermanns "Penelope" herauszufinden - eine Produktion aus dem Jahre 1955, die selbst dem Sender unbekannt zu sein scheint. Hier nun die Einzelheiten:


    Penelope - Birgit Nilsson / Telemachos - Anneliese Rothenberger / Leiokritos - Horst Günter / Eurymachos - Sigmund Roth / Demoptolemos - Paul Kuen / Marchese Ercole - Ernst Haefliger / Achille - Theo Baylé / Der Podestà von Castel Circeo - Franz Lechleitner / Odysseus - Kurt Böhme / Erster Bote - Horst Sellentin / Zweiter Bote - Kurt Marschner / Sprecher der Zwischentexte - Heinz Klingenberg / Der Chor und das Sinfonieorchester des Norddeutschen Rundfunks Hamburg / Chorltg.: Max Thurn / Dirigent: Hans Rosbaud / Aufgenommen vom 2. bis 4. April 1955.


    Viele Grüße!


    Carlo

    Hallo, Taminos!


    Zusätzlich zu den in den früheren Beiträgen (zum Teil sehr pauschal) genannten Tondokumenten weiß ich noch von folgenden Rundfunk- und Schallplatten-Aufnahmen mit Rüdiger Wohlers:


    Pier Francesco Cavalli "L' Egisto": Im Prolog: La Notte - Keiko Kawata (Countertenor) / L' Aurora - Hildegard Heichele (Sopran) / In der Oper: Egisto, Sohn des Apollo - Rüdiger Wohlers (Tenor) / Clori, seine Geliebte - Lilian Sukis (Sopran) / Lidio, ein junger Edelmann - Nikolaus Hillebrand (Bass - ursprgl. eine Kastratenrolle) / Climene, Prinzessin von Zacinto - Trudeliese Schmidt (Mezzosopran) / Hipparco, ihr Bruder - Heiner Hopfner (Tenor) / Dema, Hipparcos Amme - Keiko Kawata / Venere - Keiko Kawata / Amore - Hildegard Heichele / Das Kammerensemble des Bayerischen Staatsorchesters - Dirigent: Hans Ludwig Hirsch / Aufgenommen - in italienischer Sprache - im Juni 1973 im Studio des Bayerischen Rundfunks nach einer konzertanten Aufführung im Schloss Nymphenburg und erschienen 1974 auf zwei LPs der Firma 'Eurodisc'. / Das Werk wurde von Hans Ludwig Hirsch auf Grund der Bearbeitung von Gianfranco Prato für Venedig (1970) noch einmal bearbeitet - z. B. sind von den 22 Rollen des Originals von 1643 nur noch 10 übrig geblieben. Trotzdem ist noch genug herrliche Musik zu hören; bemerkenswert ist auch, dass diese frühe Oper eine große 'Wahnsinns-Szene' des Titelhelden enthält!


    Der Beitrag Nr. 8 meint wohl den "Egisto", obwohl Rüdiger Wohlers auch in der Cavalli-Oper "L' Ormindo" (1644) gesungen hat, u. z. an der Hamburgischen Staatsoper - Premiere am 28. 4. 1984 in deutscher Sprache. Die Mitwirkenden waren: Ormindo, Prinz von Tunis - Rüdiger Wohlers / Amida, Prinz von Tremisene - Alan Titus / Sicle, Prinzessin von Susio - Daphne Evangelatos / Erisbe, Königin von Marokko - Jeanne Piland / Ariadeno, König von Marokko, ihr Gemahl - Harald Stamm / Nerillo, Amidas Diener - Patricia Parker / Erice, Sicles alte Amme - Peter Haage / Mirinda, Erisbes Dienerin - Cynthia Buchan / Osmano, Ariadenos Hauptmann - Ude Krekow / Die Göttin Fortuna - Elisabeth Steiner / Jeffrey Tate dirigierte eine erweiterte Fassung der 'Glyndebourne-Version' von Raymond Leppard; die Inszenierung besorgte Erich Wonder in seinem eigenen Bühnenbild. Meines Wissens gibt es davon keinen Mitschnitt!


    Johann Joseph Fux "Plaudite, sonat tuba" (Solomotette für Tenor, Trompete, Streicher und Continuo): Rüdiger Wohlers / Guy Touvron (Trompete) / RIAS-Sinfonietta - Dirigent: Uros Lajovic / Aufgenommen vom 3o. 12. 1980 bis 4. 1. 1981 in der Jesus-Christus-Kirche in Berlin-Dahlem / Dieses Werk, komponiert zwischen 1720 und 1730, wurde kombiniert mit der Kammerkantate "Su le sponde del Tebro" von Alessandro Scarlatti - gesungen von Rachel Yakar (Trompeten-Solist, Orchester, Dirigent und Aufnahmedatum s. o.). Ich habe die Schallplatten-Ausgabe der Firma 'Schwann' von 1981.


    Christoph Willibald Gluck "Iphigenie auf Tauris" (Iphigénie en Tauride): Iphigenie - Kay Griffel / Orest - Michael Cousins / Pylades - Rüdiger Wohlers / Thoas - Peter Meven / Diana - Gudrun Sieber / Zwei Priesterinnen - Margret Jacoby und Barbara Dommer / Ein Skythe - Anton Maxen / Ein Diener - Rolf Dieter Krüll / Der Kölner Rundfunk-Chor - Ltg.: Herbert Schernus / Die Cappella Coloniensis - Dirigent: Günther Wich / Aufnahme des WDR (in deutscher Sprache) einer konzertanten Aufführung im Kölner Funkhaus am 1. 11. 1974.


    Joseph Haydn "Missa in tempore belli" (Paukenmesse): Sheila Armstrong / Julia Hamari / Rüdiger Wohlers / Karl Ridderbusch / Chor der St.-Hedwigs-Kathedrale Berlin / Die Domkapelle Berlin -Dirigent: Roland Bader / Eine Aufnahme vom Oktober 1979 aus der Grunewaldkirche in Berlin / Erschienen 1980 bei der Firma 'Eurodisc' (gekoppelt mit der Motette für Chor a capella "Tenebrae factae sunt" von Michael Haydn) - meine Schallplatte ist die Ausgabe des Bertelsmann-Buchclubs.


    Wolfgang Amadé Mozart "Die Entführung aus dem Serail": Bassa Selim - Georg Völker / Konstanze - Elizabeth Harwood / Blondchen - Jane Nelson / Belmonte - Rüdiger Wohlers / Pedrillo - Gerhard Unger / Osmin - Gottlob Frick (eingesprungen für Franz Crass) / Chor und Orchester des Nationaltheaters Mannheim / Chorltg.: Jürgen Schulz / Dirigent: Hans Wallat / Inszenierung: Michael Hampe / Eine Übertragung des Süddeutschen Rundfunks Stuttgart aus dem Rokokotheater in Schwetzingen (30. 4. 1975).


    Wolfgang Amadé Mozart "Don Giovanni": Don Giovanni - Nicolai Ghiuselev / Leporello - Heinz Holecek / Komtur - Kurt Moll / Donna Anna - Edda Moser / Don Ottavio - Rüdiger Wohlers / Donna Elvira - Teresa Zylis-Gara / Masetto - Alfred Sramek / Zerlina - Edith Mathis / Der Chor und das Orchester der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Helmuth Froschauer / Dirigent: Ferdinand Leitner / Inszenierung: Franco Zeffirelli / Ein Mitschnitt aus der Wiener Staatsoper vom 30. 6. 1977. (Dies war das einzige "Don Giovanni"-Dirigat von Ferdinand Leitner in Wien.)


    Louis Spohr "Faust" (Version von 1816): Faust - Dietrich Fischer-Dieskau / Mephistopheles - Harald Stamm / Graf Hugo - Rüdiger Wohlers / Kunigunde, seine Braut - Béatrice Haldas / Gulf, ein Ritter - Josef Becker / Röschen, Tochter eines Goldschmieds - Gabriele Schreckenbach / Franz, Goldschmiedgeselle - Horst Laubenthal / Fausts Freunde: Wohlhardt - Wolf Appel, Wagner - Paul Otto Kuster, Mohr - Klaus Thiem, Kaylinger - Josef Becker / Sycorax, die Oberhexe - Marga Schiml / Eine Hexe - Annette Robert / Sprecher der Zwischentexte (von Klaus Geitel) an Stelle der gestrichenen Dialoge: Jürgen Thormann / Der Chor der St.-Hedwigs-Kathedrale Berlin / Das Radio-Sinfonie-Orchester Berlin - Dirigent: Roland Bader / Aufgenommen im Juli 1984 in der Jesus-Christus-Kirche in Berlin-Dahlem in Coproduktion mit dem RIAS Berlin, dem WDR Köln und der Schallplattenfirma 'Orfeo' in München. Aus unerfindlichen Gründen wurde diese Aufnahme nur im Rundfunk gesendet und ist nie offiziell auf Tonträgern erschienen!


    Franz Schubert "Lazarus": Maria - Lilian Sukis / Martha - Alicia Nafé / Jemina - Reingard Didusch / Lazarus - Rüdiger Wohlers / Nathanael - Lutz Michael Harder / Simon - Wolfgang Schöne / Die Frankfurter Kantorei / Das Bach-Collegium Frankfurt - Dirigent: Helmuth Rilling / In dieser Konzertübertragung aus dem Großen Sendesaal des Hessischen Rundfunks zu Franz Schuberts 150. Todestag (19. 11. 1978) wurde auch die "Messe in As-dur" von Schubert mit Lilian Sukis, Alicia Nafé, Rüdiger Wohlers und Wolfgang Schöne unter Helmuth Rilling gegeben.


    Johann Strauß (Sohn) "Eine Nacht in Venedig" (Operettenlieder und -duette): Herzog von Urbino und Caramello - Rüdiger Wohlers / Annina - Janet Perry / Das Symphonieorchester Graunke - Dirigent: Kurt Graunke / Musikalische Neubearbeitung und Aufnahmeleitung: Herbert Küster (München 1977) / Gekoppelt mit einem Querschnitt durch "Boccaccio" von Franz von Suppé auf einer 30 cm-Platte von 'Telefunken'.


    Franz von Suppé "Boccaccio" (Querschnitt): Giovanni Boccaccio - Rüdiger Wohlers / Fiametta - Janet Perry / Lotteringhi und Pietro - Ulf Fürst / Lambertuccio und Leonetto - Manfred Ball / Das Symphonieorchester Graunke - Dirigent: Kurt Graunke / Aufgenommen 1977 in einer Bearbeitung von Herbert Küster und erschienen auf einer 'Telefunken'-Platte (30 cm), gekoppelt mit Liedern und Duetten aus "Eine Nacht in Venedig" von Johann Strauß (siehe oben).


    Und als Ergänzung zum Beitrag Nr. 20 hier die kompletten Angaben zur Aufnahme von "Der arme Jonathan" von Carl Millöcker: Jonathan Tripp - Rüdiger Wohlers / Molly, seine Braut - Dora Koschak / Mr. Vandergold, Millionär - Werner Hollweg / Harriet, Sängerin - Hildegard Heichele / Der Impresario Tobias Quickly - Benno Kusche / Miss Big, Catalucci und Brostolone, Mitglieder in Mr. Quicklys Truppe - Angelika Milster, Thomas Lehrberger und Hans Franzen / Graf Nowalsky, Abenteurer - Klaus Hirte / Arabella, seine Schwester - Josephine Engelskamp / Billy, Chefkoch bei Mr. Vandergold - Ferry Gruber / Dr. Holmes, Mr. Vandergolds Rechtsanwalt - Herbert Steinmetz / Prof. Dryander, Harriets Onkel - Kurt Bock / Der Kölner Rundfunk-Chor - Ltg.: Herbert Schernus / Das Kölner Rundfunk-Orchester - Dirigent: Leopold Hager / Dialogbearbeitung und -regie: Imo Moszkowicz / Mitschnitt des WDR von der konzertanten Aufführung in der Düsseldorfer Tonhalle am 7. 11. 1980. (Bemerkenswert ist, dass hier die erst 1978 wieder aufgefundene Originalversion von 1890 verwendet wurde.) Gekoppelt wurde dieser Mitschnitt in der CD-Veröffentlichung der niederländischen Firma 'Gala' (2006) mit einer 'Odeon'-Szenenfolge aus Millöckers "Der Bettelstudent" von 1929. Hier sangen: Palmatica - Ida Harth zur Nieden / Laura - Vera Schwarz / Bronislawa - Else Knepel / Jan - Max Kuttner / Symon - Richard Tauber / Ollendorf - Leo Schützendorf / Richthofen - Erich Heyn / Wangenheim - Otto Wünsche / Henrici - Adolf Kulina / Enterich - Karl Platen / Der Chor und das Orchester der Berliner Staatsoper - Dirigent: Ernst Römer.


    In meinem nächsten Beitrag befasse ich mich mit den TV-Aufnahmen mit Rüdiger Wohlers.


    Viele Grüße!


    Carlo

    Liebe Taminos!


    Ich habe noch vier weitere Rundfunkproduktionen mit Ruth-Margret Pütz 'ausgegraben':


    Engelbert Humperdinck "Hänsel und Gretel" (Radio Beromünster, Studio Bern, 1960): Peter - Heinz Friedrich / Gertrud - Edith Lang / Hänsel - Liselotte Ebnet / Gretel - Ruth-Margret Pütz / Knusperhexe - Waltraut Demmer / Sandmännchen - Lieselotte Lorenz / Taumännchen - Helene Petrich / Der Kinderchor Roggwil / Das Berner Stadtorchester - Dirigent: Luc Balmer / Vor dem ersten und zweiten Bild gibt eine Sprecherin (Trudy Müller) den Handlungsinhalt der Oper in Form einer Märchenstunde wieder.


    Heinrich Marschner "Der Holzdieb" (NDR 1952): Lorenz - Robert Titze (Ewald Gerlicher) / Barbara - Helga Spengler (Käthe Habel-Reimers) / Suschen - Ruth-Margret Pütz (Evy Gotthardt) / Felix - Willy Langel (Jöns Andersson) / Bartel - Karl Diekmann (Benno Sterzenbach) / Sprechrollen - Ein Jäger: Günther Neutze, Ein Bauer: Walter Zibell / Der Chor des Niedersächsischen Landestheaters Hannover - Ltg.: Kurt Gatzmann / Das Rundfunkorchester Hannover des NDR - Dirigent: Willy Steiner / Übrigens gab es im September 1960 im Belgischen Fernsehen BRT (Belgische Radio en Televisie) eine Inszenierung dieser Oper als "De houtdief" durch die 'Vlaamse Kameropera' - in niederländischer Sprache - mit folgenden Sängern: Jan Joris (Rudolf = Lorenz), Raymonde Serverius (Yvonne = Barbara), Mia Ceuppens (Suzanne = Suschen), Louis Devos (Roger = Felix) und Achille Somers (Anton = Bartel); die Rollen wurden von Schauspielern verkörpert. Die 'Flämische Kammeroper' in Antwerpen ist von Francine Bruylants gegründet worden, die unter dem Namen 'Gabriella Franssen' eine beliebte Opernsängerin in Flandern war.


    Christian Gottlob Neefe "Amors Guckkasten" (NDR 1957): Amor - Erna Spoorenberg (Charlotte Weninger) / Psyche - Ruth-Margret Pütz (Ilse Ritter) / Arkadia - Margot Guilleaume (Susanne Eggers) / Hermione - Heti Schmülling (Evy Gotthardt) / Komus - Robert Titze (Günther Neutze) / Lykus - Tonio Larisch (Günter Strack) / Myrtill - Werner Linneweber (Klaus Schwarzkopf) / In Klammern die Namen der Dialogsprecher / Sprecher der verbindenden Worte: Willy Reichmann / Das Rundfunkorchester Hannover des NDR - Dirigent: Günther Weißenborn / Texte und Dialogregie: Ernst Drolinvaux / Das einaktige Singspiel aus dem Jahre 1772 wurde in der musikalischen Bearbeitung von Eduard Hanisch aufgenommen.


    Jacques Offenbach "Die verwandelte Katze" ("La chatte metamorphosée en femme") (Süddeutscher Rundfunk Stuttgart 1964): Minette - Ruth-Margret Pütz / Guido - Georg Jelden / Marianne - Margarete Bence / Dig-Dig - Karl-Heinz Peters / Das Südfunk-Unterhaltungsorchester Stuttgart - Dirigent: Carl Bamberger. / Eingespielt wurde diese einaktige Opéra-bouffe (1858) nach der Fabel von Jean de la Fontaine in der deutschen Textfassung von Adolf Winterfeld. Vermutlich wurden (ungenannte) Dialogsprecher eingesetzt.


    Viele Grüße!


    Carlo

    Hallo, Rüdiger!


    Ich melde mich so spät auf Deinen Beitrag Nr. 16, weil es erst jetzt - sieben Monate nach Manfred Krugmanns Tod - zu einer Aufteilung seiner riesigen (akustischen) Hinterlassenschaft gekommen ist. Die Einzelheiten kann ich Dir telefonisch mitteilen. Die "Götterdämmerung" geht Dir in den nächsten Tagen zu.


    Viele Grüße!


    Carlo

    Liebe Taminos!


    Hier sind nun die versprochenen TV-Auftritte von und mit Fritz Ollendorff! Vermutlich bin ich für manche von Euch wieder viel zu ausführlich, aber ich meine: Wenn schon, dann richtig! (Damit es wie in der "Arabella" heißt: " Keine Zweifel werden sein und keine Fragen.")


    Gaetano Donizetti "Don Pasquale": Don Pasquale - Fritz Ollendorff / Doktor Malatesta - Carl Dönch / Ernesto - John van Kesteren / Norina - Dorit Hanak / Ein Notar - Franz Böheim / Der Wiener Akademie-Kammerchor - Ltg.: Günther Theuring / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester - Dirigent: Alberto Erede / Szenenbild und Kostüme: Paul Haferung / Regie: Karl O. Koch / Eine Gemeinschaftsproduktion des ORF und des WDR - Die Oper wurde live im Studio des ORF in Wien aufgenommen und von der ARD am 13. 1. 1961 gesendet mit einer Wiederholung im 2. Programm der ARD am 9. 8. 1961.


    Werner Egk "Der Revisor": Chlestakow - Gerhard Stolze / Ossip, sein Diener - Heinz Cramer / Der Stadthauptmann - Fritz Ollendorff / Anna, seine Frau - Hetty Plümacher / Marja, seine Tochter - Friederike Sailer / Mischka, sein Diener - Hubert Buchta / Der Postmeister - Alfred Pfeifle / Der Kurator - Frithjof Sentpaul / Der Richter - Fritz Linke / Bobtschinskij - Fritz Wunderlich / Dobtschinskij - Gustav Grefe / Eine junge Witwe - Ellinor Junker-Giesen / Die Frau des Schlossers - Paula Kapper / Ein Kellner - Robert H. Pflanzl / Das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart - Dirigent: Werner Egk / Bühnenbild und Kostüme: Leni Bauer-Ecsy / Regie: Günther Rennert / TV-Regie: Werner Völger / Es handelte sich um eine Aufführung der Württembergischen Staatsoper Stuttgart im Schlosstheater Schwetzingen, wo die Oper am 9. 5. 1957 uraufgeführt wurde. (Ein separater Rundfunk-Mitschnitt ist im Archiv des Süddeutschen Rundfunks vorhanden.)


    Jacques Ibert "Gonzague": Xavier Gonzague - Harry Friedauer / M. Mouchel - Fritz Ollendorff / Mme. Mouchel - Ingeborg Lasser / Henriette, deren Tochter - Lily Sauter / M. Tuquet - Kurt Strehlen / Mme. Tuquet - Ulla Binder / Geneviève und Julie, ihre Töchter - Brigitte Dürrler und Marita Scheeben / Der Vicomte - Ernst Stankovski / M. Le Brizard - Kurt Wehofschitz / Mme. Le Brizard - Stina-Britta Melander / Der Präsident - Hans Pink / Mme. Le Bon - Friedl Münzer / Maître Pommé - André Tessonneau / M. Siméon - Walter Gottschow / Marie, Zofe - Hendrickje Brock / Ein Lohndiener -Walter Hoor / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester - Dirigent: Ernst Märzendorfer / Szenenbild: Ottowerner Meyer / Kostüme: Brigitte Scholz / Regie: Wolfgang Liebeneiner / Aufgenommen im April 1964 im WDR-Studio Düsseldorf und gesendet am 15. 6. 1965 im 1. Programm der ARD - nachdem der Sendetermin zweimal wegen aktueller Sendungen verschoben werden musste. / Diese einaktige 'Opéra-bouffe' (uraufgeführt 1931 in Monte-Carlo) wurde von Horst Goerges und Wilhelm Reinking für die deutsche Bühne bearbeitet. Der deutsche Titel "Dreizehn bei Tisch" verrät schon die Handlung dieser einstündigen Oper: Der neureiche und abergläubische Monsieur Mouchel hat in sein Haus geladen. Als er feststellt, dass man mit dreizehn Personen am Tisch sitzen wird, holt man schnell einen jungen Mann (Gonzague) von der Straße, der nicht nur den anwesenden Damen den Kopf verdreht, sondern auch seine gesellschaftliche Position verbessern kann.


    Albert Lortzing "Zar und Zimmermann": Zar Peter I. - Horst Günter / Peter Iwanoff - Willy Hofmann / van Bett - Fritz Ollendorff / Marie - Renate Holm / Marquis von Chateauneuf - William Blankenship / Admiral Lefort - Herbert A. E. Böhme / Lord Syndham - Bobby Todd / Witwe Browe - Lotte Stein / Jan - Wilfried Schumann / Hendrikje - Hanni Hümpel (Tänzerin der Hamburgischen Staatsoper und als Hanni Vanhaiden TV-Ansagerin des NDR) / Ein Offizier - Jochen Rathmann / Ein Händler - Karl Kramer / Ein Bote - Horst Harms / Ein Kurier - Wilhelm Fricke / Der Chor des Norddeutschen Rundfunks - Ltg.: Max Thurn / Das Hamburger Rundfunkorchester - Dirigent: Franz Allers / Szenenbild: Karl Hermann Joksch / Regie: Herbert Junkers / Eine Eurovisions-Sendung der ARD vom Dezember 1959.


    Albert Lortzing "Undine": Bertalda - Ruth-Margret Pütz / Huldbrand von Ringstetten - Horst Hoffmann / Kühleborn - Hermann Prey / Undine - Lucia Popp / Veit - Harald Axtner / Hans - Fritz Ollendorff / Tobias - Albrecht Peter / Marthe - Hetty Plümacher / Pater Heilmann - Joe Ames / Der Hofnarr - Helmut Werner / Der Chor und das Orchester der Württembergischen Staatsoper Stuttgart / Chorltg.: Heinz Mende / Dirigent: Hans Zanotelli / Szenenbild: Hein Heckroth / Kostüme: Helga Pinnow-Stadelmann / Regie: Herbert Junkers / Der Playback-Ton wurde 1968 in Stuttgart aufgenommen; die Dreharbeiten folgten 1969 im Fernsehstudio Mainz des ZDF. Das Werk wurde ohne Dialoge eingespielt - ein Erzähler (Hermann Prey) erklärt die Handlung. Das ZDF strahlte diese einzige Farbfernseh-Produktion mit Fritz Ollendorff am 23. 11. 1969 aus, wiederholte sie am 7. 6. 1981 und dann noch einmal vor einigen Jahren im 'Theaterkanal' des ZDF. (Von dieser - etwas eigenwilligen - Opern-Inszenierung habe ich einen Video-Mitschnitt.)


    Wolfgang Amadé Mozart "Die Entführung aus dem Serail": Bassa Selim - Carl Ebert / Konstanze - Sári Barabás / Blondchen - Emmy Loose / Belmonte- Helmut Krebs / Pedrillo - Murray Dickie / Osmin - Fritz Ollendorff / Klaas - James Atkins / The Glyndebourne Festival Chorus - Ltg.: Leo Quayle / The Royal Philharmonic Orchestra - Dirigent: Alfred Wallenstein / Ausstattung: Rolf Gérard / Inszenierung: Carl Ebert / Die BBC übertrug am 30. 7. 1953 diese Oper von den Festspielen in Glyndebourne (Sussex). (Der Herausgeber des britischen Magazins 'Opera', Harold Rosenthal, beurteilte die Aufführung insgesamt sehr negativ und gab vor allem dem amerikanischen Dirigenten, einem Nachfahren des legendären Albrecht von Wallenstein, die Schuld daran. Über den Sänger schrieb er: "The Osmin of Fritz Ollendorff was evidently a great success with the audience but there was not one atom of spite or vindictiveness in him.")


    Jacques Offenbach "Die Insel Tulipatan": Cacatois XXII - Sanders Schier / Alexis, sein Sohn - Eva Kasper / Romboidal - Fritz Ollendorff / Theodorine, seine Gattin - Anni Körner / Hermosa, deren Töchterchen - Alfons Holte / Der Chor der Deutschen Oper am Rhein - Ltg.: Rudolf Staude / Die Düsseldorfer Symphoniker - Dirigent: Carlos Kleiber / Ausstattung: Ottowerner Meyer / Inszenierung: Günter Roth / Das ZDF zeichnete am 1. 12. 1962 unter dem Titel "3 x Offenbach" die Einakter "Die kleine Zauberflöte", "Die Verlobung bei der Laterne" und "Die Insel Tulipatan" live im Düsseldorfer Haus der Deutschen Oper am Rhein auf; die TV-Sendung war am 14. 7. 1963. Der Bassist wirkte nur in der letztgenannten Operette mit. Ich habe noch Farbfotos aus der TV-Zeitung: Ollendorff war sehr schräg kostümiert (schwarze Lockenperücke, Kreolen-Ohrringe, ein weißer Boiler, eine weiße Halsschleife und weiße Manschetten, dazu eine ärmellose Weste im Tiger-Muster)! Von dieser Fernseh-Aufzeichnung hat sich nur der Ton erhalten und wurde 2013 von der Firma 'Profil/Hänssler' - wohl des Dirigenten wegen - auf 2 CDs veröffentlicht. (Renato Mordo hatte 1947 für die Wiener Staatsoper drei Offenbach-Einakter - "Le mariage aux lanternes" von 1857, "Le fifre enchanté ou Le soldat magicien" von 1864 - bisher bekannt als "Der Regimentszauberer" - und "L' île de Tulipatan" von 1868 - neu übersetzt, bearbeitet und auch inszeniert, u. a. mit Sena Jurinac, Rosl Schwaiger, Hilde Konetzni, Esther Rethy, Rosette Anday, Marta Rohs, Peter Klein, Alfred Poell, Erich Kunz und Fritz Krenn unter dem Dirigat von Anton Paulik. Mordo betitelte den "Regimentszauberer" nun "Die kleine Zauberflöte" wegen einiger Mozart-Töne in der Partitur - dieser Effekt kam aber in der Düsseldorfer Aufführung wegen starker Kürzungen nicht zum Tragen!)


    Hans Poser "Die Bassgeige": Fürst Fjodor Iljitsch Bibulow - Fritz Ollendorff / Aglaja Fjodorowna, seine Tochter - Ruth Gassmann (Sängerin: Catherine Gayer) / Fürst Alexej Iwanowitsch Terentjew, ihr Verlobter - Wolfgang Anheisser / Smytschkow, der Mann mit dem Kontrabass - Benno Kusche / Schutschkow, der Mann mit der Flöte - Fritz Lafontaine / Rasmachaikin, der Mann mit der Klarinette - Kurt Zips / Vier arme Vettern - Albert Gassner, Günter Häusler, Karl Kreile und Peter Schranner / Das Symphonie-Orchester Graunke (München) - Dirigent: Wolfgang Ebert / Szenenbild und Kostüme: Bele Bachem / Regie: Wolfgang Liebeneiner / Eine Produktion des ZDF, die am 19. 4. 1964 ausgestrahlt wurde und die Uraufführung dieser kleinen Oper (Spieldauer: 65 Minuten) bedeutete. (Allerdings wurde die Handlung, die auf der bekannten Novelle von Anton Cechov basiert, stark verändert. Hier ist es der Kontrabassist Smytschkow, der die Tochter des Fürsten Bibulow baden sieht - was die Gelegenheit gab, die durch Oswalt Kolles "Helga"-Filme bekannte Ruth Gassmann unbekleidet zu zeigen.)


    Heinrich Sutermeister "Seraphine oder Die stumme Apothekerin": Der Apotheker - Fritz Ollendorff / Seraphine, seine Frau - Marie-Jeanne Marchal / Die Heiratsvermittlerin - Waltraut Demmer / Dr. Holibrius, ein Wunderarzt - Gottfried Fehr / Der Hustende - Hans Jonelli / Der Mann mit dem Podagra - Manfred Röhrl / Eine Mutter - Annie Weber / Der Schreihals, ihr Kind - NN / Zwei Mohren - Richard Merz und Emanuel Schilling / Das Orchestre de la Suisse Romande - Dirigent: Niklaus Aeschbacher / Szenenbild: Guy Dessauges / Regie: Roger Burckhardt / Eine Auftragskomposition der SRG (Schweizerische Rundspruch-Gesellschaft) - die Sendung vom 10. 6. 1959 bedeutete die UA der kleinen Oper. (Die szenische Uraufführung war am 25. 2. 1960 im Münchner Cuvilliés-Theater mit Eva Maria Rogner in der Titelpartie; der Dirigent war Heinrich Bender und der Regisseur Heinz Arnold. Gekoppelt wurde diese Aufführung mit einer Neuinszenierung der Oper "Simplicius Simplicissimus" von Karl Amadeus Hartmann.) Die Oper nach einer Fabel von Francois Rabelais spielt im 17. Jahrhundert in einer kleinen französischen Stadt. Ein (namenloser) Apotheker ist mit einer stummen Frau verheiratet und lässt sie von einem Wunderheiler kurieren. Doch nun redet sie ununterbrochen, so dass der Apotheker den Doktor bittet, ihn taub zu machen.


    Giuseppe Verdi "Die Macht des Schicksals": Der Marchese von Calatrava - Gerhard Gröschel / Leonore - Gerda Scheyrer / Don Carlos de Vargas - Marcel Cordes / Alvaro - Jess Thomas / Pater Guardian - Josef Greindl / Fra Melitone - Fritz Ollendorff / Preziosilla - Sonja Draksler / Mastro Trabuco - Herold Kraus / Curra - Hildegunt Walther / Ein Alkalde - Karl Frings / Ein Chirurg - Herbert Bartel / Der Kölner Rundfunk-Chor - Ltg.: Bernhard Zimmermann / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester - Dirigent: Mario Rossi / Szenenbild und Kostüme: Hein Heckroth / Regie: Karl O. Koch / Die Ton- und Bildaufzeichnung erfolgte in der Zeit vom 24.4. bis zum 17. 5. 1960 - der Sendetermin war der 5. 6. 1960 (1. Programm der ARD). Die Tonspur dieser Playback-Aufnahme wurde später auch im Rundfunk gesendet - davon gibt es eine CD-Ausgabe bei 'Cantus Classics', allerdings mit falschem Aufnahmedatum. (Dank vieler Fotos kann ich die TV-Sendung noch heute nachvollziehen.)


    Ermanno Wolf-Ferrari "Die vier Grobiane": Lunardo, Antiquitätenhändler - Herbert Simon / Margarita, seine zweite Frau - Elisabeth Schärtel / Lucieta, Lunardos Tochter - Edith Mathis / Maurizio, Kaufmann - Georg Rehkemper / Filipeto, sein Sohn - Friedrich Lenz / Marina, Filipetos Tante - Liselotte Fölser / Simon, deren Mann - Fritz Ollendorff / Cancian, reicher Bürger - Georg Stern / Felice, seine Frau - Ruth-Margret Pütz / Conte Riccardo, ein fremder Edelmann - Paul Kuen / Eine junge Magd Marinas - Friedel Blasius / Das Hamburger Rundfunkorchester - Dirigent: Walter Martin / Die TV-Ausstrahlung dieser köstlichen heiteren Oper war am 7. 12. 1961 in der ARD mit einer separaten, späteren Rundfunksendung. (Auch hier habe ich Farbfotos - die TV-Sendung selbst war natürlich in schwarz-weiß.) Nebenbei gesagt: Mir ist es schleierhaft, warum Wolf-Ferraris herrliche, melodienträchtige Opern-Komödien von den Bühnen verschwunden sind!


    "Bis demnächst in diesem Theater!"


    Carlo



    P. S.


    Hallo, Wega!


    Ob das Band des Singspiels "Háry János" von Kodály (Life-Aufnahme vom 9. 11. 1957 mit Anny Schlemm, Benno Kusche und Fritz Ollendorff) sich noch im Tonarchiv des WDR befindet, müsstest Du dort erfragen. Ggf. brennen sie Dir gegen Bares eine CD. Es hat übrigens 1963 auch noch einen Fernsehfilm ("Die Abenteuer des Háry János") - eine Coproduktion des WDR Köln mit dem ORF Wien - gegeben, basierend auf der Funkfassung (von Karheinz Gutheim) aus dem Jahre 1957. Es spielten 1963: Josef Meinrad (Háry János), Anna Tardi (Ilka, seine Frau), Christiane Hörbiger (Kaiserin Marie-Louise von Frankreich, Gemahlin Napoleons I.), Hermann Thimig (Kaiser Franz I.von Österreich, ihr Vater), Susi Nicoletti (Kaiserin Maria Ludovika, seine Gemahlin), Boy Gobert (Napoleon I., Kaiser von Frankreich) und Otto Schenk (Marcsi-Bacsi, ein Kutscher); der Regisseur war Imo Moskowicz. Der Kölner Rundfunk-Chor (Ltg.: Herbert Schernus) und das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester (Dirigent: Ernst Märzendorfer) interpretierten Chor- und Instrumental-Musik aus Zoltán Kodálys Oper.


    Viele Grüße!

    Liebe Taminos!


    Nun möchte ich auch etwas zu Fritz Ollendorff beisteuern. Ich habe ihn sehr oft auf der Bühne der Deutschen Oper am Rhein meistens in heiteren und komischen Rollen erlebt, die wohl seinem Naturell entsprachen, aber leider nicht als Sparafucile oder Klingsor, von denen mir ältere Opernbesucher erzählten. Privat habe ich ihn auch manchmal gesehen, weil er in meiner Nähe wohnte, aber ich habe nie mit ihm geredet und nur gegrüßt, weil ich mir damals vorgenommen hatte, 'Prominente' nicht auf der Straße anzusprechen. Dabei machte der Sänger, der übrigens Schweizer Staatsbürger war, immer einen freundlichen und jovialen Eindruck...


    Tatsächlich gibt es nicht sehr viele akustische Zeugnisse seiner Stimme. Zusätzlich zu den in den früheren Beiträgen genannten Aufnahmen gibt bzw. gab es mit Fritz Ollendorff noch folgendeTonaufnahmen:


    Ludwig van Beethoven "Symphonie Nr.9": Agnes Giebel / Grace Hoffman / Helmut Krebs / Fritz Ollendorff / Der Chor des Cäcilien-Vereins, Frankfurt / Der Chor des Hessischen Rundfunks - Chorltg.: Edmund von Michnay / Das Sinfonie-Orchester des Hessischen Rundfunks - Dirigent: Walter Goehr / Eine Aufnahme der 'Musical Masterpiece Societey' (USA) - in Deutschland 1957 erschienen unter dem Label 'Concert Hall' M-2245 (30cm).


    Ferruccio Busoni "Arlecchino": Arlecchino - Kurt Gester / Colombina - Elaine Malbin / Sèr Mattèo del Sarto - Ian Wallace / Abbate Cospicuo - Geraint Evans / Dottore Bombasto - Fritz Ollendorff / Leandro - Murray Dickie / Das Glyndebourne Festival Orchestra - Dirigent: John Pritchard / Live-Mitschnitt (in deutscher Sprache) vom 12. 6. 1954 aus dem Opernhaus Glyndebourne - erschienen 2012 auf einer CD der Firma 'Archipel' mit dem Label 'Andromeda' / Studio-Aufnahme (in gleicher Besetzung) vom Juli und September 1954 (Studio No. 1, Abbey Road, London) - auf zwei CDs erschienen 1994 bei der EMI, gekoppelt mit "Der Barbier von Bagdad".


    Engelbert Humperdinck "Königskinder": Der Königssohn - Peter Anders / Die Gänsemagd - Käthe Möller-Siepermann / Der Spielmann - Dietrich Fischer-Dieskau / Die Hexe - Ilsa Ihme-Sabisch / Der Holzhacker - Fritz Ollendorff / Der Besenbinder - Walter Jenckel / Sein Töchterlein - Karl-Heinz Welbers / Der Ratsälteste - Heinrich Nillius / Der Wirt - Heiner Horn / Die Wirtstochter - Hanna Ludwig / Der Schneider - Walter Kassek / Die Stallmagd - Marianne Schröder / Zwei Torwächter - Matti Lehtinen und Fritz Hallen / Eine Frau - Maria Plümacher / Ein Kinderchor / Der Kölner Rundfunk-Chor - Ltg.: Bernhard Zimmermann / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester - Dirigent: Richard Kraus / Diese legendäre Rundfunk-Produktion vom November 1952 ist von diversen Schallplatten- und CD-Firmen veröffentlicht worden. (Meine CD-Ausgabe stammt von 'Documents'.)


    Giselher Klebe "Das Märchen von der schönen Lilie": Die schöne Lilie - Rachel Yakar / Der Fährmann - Peter-Christoph Runge / Die Schlange - Judith Beckmann / Der Mann mit der Lampe - Leif Roar / Seine Frau - Rachel Mathis / Der Riese - Helmut Fehn / Der Jüngling - Werner Götz / Erstes Irrlicht - Brigitte Dürrler / Zweites Irrlicht - Rose Marie Freni / Vier Könige - Kurt Gester, Eike Wilm Schulte, Peter Wimberger und Fritz Ollendorff / Drei Mädchen - Renate Dreis, Rosemarie Hey und Christiane Zinkler / Der Südfunk-Chor - Chorltg.: Hermann Josef Dahmen und Rudolf Staude / Das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart - Dirigent: Hans Zender / Ein Mitschnitt des Süddeutschen Rundfunks Stuttgart von der Uraufführung am 15. 5. 1969 durch die Deutsche Oper am Rhein (Düsseldorf-Duisburg) im Schlosstheater Schwetzingen (Inszenierung: Oscar Fritz Schuh).


    Zoltán Kodály "Háry János": Háry János - Benno Kusche (Josef Meinrad) / Ilka - Anny Schlemm (Lotte Ledl) / Kaiserin Marie-Louise von Frankreich - Elisabeth Schwarzenberg (Gusti Wolf) / Kaiser Franz I. von Österreich - Hermann Thimig / Kaiserin Maria Ludovika von Österreich - Gertrude Schretter (Elisabeth Markus) / Kaiser Napoleon !. von Frankreich - Harry Fuß / Marczi-Bácsi - Fritz Ollendorff (Viktor Braun) / Ritter von Ebelasztin - Guido Wieland / Ein kleiner Prinz - Heinz Czeike / Ein russischer Wachtposten - Anton Gaugel / Ein altes Paar auf Reisen - Eva Sándor und Benno Smytt / Ein Kinderchor - Ltg.: Hugo Wolfram Schmidt / Der Kölner Rundfunk-Chor - Ltg.: Otto Maier / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester - Dirigent: László Somogyi / Eine Live-Aufnahme des WDR vom 9. 11. 1957 in einer Funkfassung von Karheinz Gutheim und in der Regie von Eduard Hermann. (In Klammern sind die Dialogsprecher genannt. Alle anderen Partien sind in dieser Version Sprechrollen.)


    Albert Lortzing "Der Waffenschmied": Hans Stadinger - Kurt Böhme / Marie - Lotte Schädle / Irmentraut - Gisela Litz / Georg - Gerhard Unger / Graf von Liebenau - Hermann Prey / Ritter Adelhof - Fritz Ollendorff / Brenner - Franz Klarwein / Ein Schmiedegeselle - Otto Dechantsreiter / Chor und Orchester der Bayerischen Staatsoper München / Chorltg.: Wolfgang Baumgart / Dirigent: Fritz Lehan / Diese Aufnahme (3. bis 7. 2. 1964) wurde von EMI 2013 und im vergangenen Jahr von 'Warner' auf CD veröffentlicht; ich habe die Schallplatten-Ausgabe von 'Columbia' und die EMI-CDs.


    Wolfgang Amadé Mozart "Don Giovanni": Don Giovanni - Scipio Colombo / Leporello - Fritz Ollendorff / Der Komtur - Hans Hofmann / Donna Anna - Elizabeth Kingdon / Don Ottavio - Jean Giraudeau / Donna Elvira - Uta Graf / Masetto - Paolo Gorin / Zerlina - Mattiwilda Dobbs / Der Chor der Badischen Staatsoper – Ltg.: Erich Sauerstein / Die Badische Staatskapelle Karlsruhe - Dirigent: Alexander Krannhals / Eine Aufnahme der 'Musical Masterpiece Society' (in italienischer Sprache), erschienen 1958 unter dem Label 'Concert Hall'. Ich habe die Gesamtaufnahme auf drei Platten (in mono) und einen Querschnitt daraus auf einer LP (in stereo).


    Oskar Nedbal "Polenblut" (Querschnitt): Pan Jan Zaremba - Fritz Ollendorff / Helena - Margit Schramm / Graf Boleslaw Baranski - Rudolf Schock / Bronio von Popiel - Ferry Gruber / Wanda Kwasinskaja - Ursula Schirrmacher / Freunde des Grafen: von Mirski - Paul-Otto Kuster, von Gorski - Dietrich Schwarz, von Wolenski - Istvan Gaal, von Szenowicz - Heinz Stoll / Der Günther-Arndt-Chor / Die Berliner Symphoniker - Dirigent: Werner Schmidt-Boelcke / In meiner Sammlung befindet sich die 'Eurodisc'-Schallplatte (30 cm) - die Aufnahme wurde im Oktober/November 1966 gemacht.


    Giacomo Puccini "La Bohème": Rudolf - Sándor Kónya / Schaunard - Horst Günter / Marcel - Dietrich Fischer-Dieskau / Collin - Klaus Bertram / Benoit - Fritz Ollendorff / Mimi - Pilar Lorengar / Musette - Rita Streich / Alcindor - Fritz Hoppe / Parpignol - Franz Strauch / Sergeant .- Willi Budde / Zollwächter - Werner Roese / Der Kinderchor der Komischen Oper Berlin – Ltg.: Katharina Lange-Froberg / Der Chor der Staatsoper Berlin - Ltg.: Martin Görgen / Die Staatskapelle Berlin - Dirigent: Alberto Erede / Eine Co-Produktion der DGG mit dem VEB Deutsche Schallplatten vom Juni 1961 - eine Aufnahme, die wohl jeder hat und die auch auf CDs erhältlich ist.


    Richard Strauss "Feuersnot": Schweiker von Gundelfingen - Albert Weikenmeier / Orlof Sentlinger - Max Proebstl / Diemut - Ingrid Bjoner / Kunrad - Marcel Cordes / Jörg Pöschel - Samuel van Dusen / Kofel - Heiner Horn / Hämmerlein - Günter Reich / Kunz Gilgenstock - Fritz Ollendorff / Ortlieb Tulbeck - Jürgen Förster / Ursula - Helga Jenckel / Ruger Aspeck - Walter Jenckel / Walpurg - Lily Sauter / Elsbeth - Eva Kasper / Wigelis - Hildegunt Walther / Margret - Käthe Möller-Siepermann / Der Kölner Kinderchor - Ltg.: Hans-Günter Lenders / Der Kölner Rundfunk-Chor - Ltg.: Herbert Schernus / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester - Dirigent: Joseph Keilberth / Diese Aufnahme vom April 1964 ist bei der niederländischen Firma 'Gala' auf CD erschienen.


    Richard Strauss "Ariadne auf Naxos": (Personen des Vorspiels:) Haushofmeister - Eduard Marks / Musiklehrer - Alfred Poell / Komponist - Sena Jurinac / Zerbinetta - Rita Streich / Primadonna - Hilde Zadek / Tenor - Hans Hopf / Offizier - Ferdinand Schnelle / Tanzmeister - Peter Offermanns / Perückenmacher - Werner Engelhardt / Lakai - Heiner Horn / (Personen der Oper:) Ariadne - Hilde Zadek / Bacchus _ Hans Hopf / Najade - Gerda Sommerschuh / Dryade - Maria von Ilosvay / Echo - Käthe Möller-Siepermann / Zerbinetta - Rita Streich / Harlekin - Horst Günter / Scaramuccio - Alfred Pfeifle / Truffaldin - Fritz Ollendorff / Brighella - Walter Jenckel / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester - Dirigent: Joseph Keilberth / Eine Aufnahme des WDR vom Mai 1954, erschienen unter diversen CD-Labels. (Ich habe die 'Walhall'-Ausgabe.) Die berühmte Schallplattenaufnahme unter Herbert von Karajan, bei der Fritz Ollendorff ebenfalls den Truffaldin sang, entstand vom 30. 6. bis 7. 7. 1954 in London.


    Carl Maria von Weber "Der Freischütz": Ottokar - Claudio Nicolai / Kuno - Fritz Ollendorff / Agathe - Claire Watson / Ännchen - Lotte Schädle / Max - Rudolf Schock / Kaspar - Gottlob Frick / Eremit - Kurt Böhme / Kilian - Klaus Lang / Samiel - Kurt Meisel / Zwei Jägerburschen - Tobias Pagel und Rolf Marnitz / Der Chor und das Orchester der Deutschen Oper Berlin / Chorltg.: Walter Hagen-Groll / Dirigent: Lovro von Matacic / Eine Aufnahme vom Februar 1967 - ich habe die 'Eurodisc'-Schallplattenkassette.


    Da Fritz Ollendorff auch ein großartiger, persönlichkeitsstarker Darsteller war - auf dem Theater nennt man so etwas 'eine Type' - hat er in vielen TV-Opern mitgewirkt, beispielsweise in "Die Entführung aus dem Serail", "Zar und Zimmermann", "Undine", "Don Pasquale", "Die Macht des Schicksals", "Die Insel Tulipatan", "Die vier Grobiane", "Dreizehn bei Tisch" und "Der Revisor". Darüber später mehr...


    Viele Grüße!


    Carlo

    Liebe Taminos, Danke für das Lob!


    Als ich mir heute den Thread genauer angesehen habe, musste ich feststellen, dass doch noch einige Tonaufnahmen von Ruth-Margret Pütz fehlen:


    Christoph Willibald Gluck "Orfeo ed Euridice": Orfeo - Dietrich Fischer-Dieskau / Euridice - Elisabeth Söderström / Amore - Ruth-Margret Pütz / Der Kölner Rundfunkchor - Chorltg.: Herbert Schernus / Die Cappella Coloniensis - Dirigent: Ferdinand Leitner / Live-Mitschnitt aus dem Kölner Funkhaus vom 8. 11. 1964 / Orfeo C 391 952 I (2 CD, mono, 1995)


    Joseph Haydn "L' infedeltà delusa" (hier betitelt mit "Liebe macht erfinderisch"): Vespina - Ruth-Margret Pütz / Sandrina - Birgit Nordin / Nencio - Dermot Troy / Filippo - Erwin Wohlfahrt / Nanni - Tom Krause / Das Rundfunkorchester Hannover des NDR - Dirigent: Walter Martin / Cantus Classics CACD 5.01940 F (2 CDs, BRD 2016) / Es handelt sich hierbei um die Tonspur zu der Fernseh-Sendung von 1961 - siehe meinen Beitrag Nr. ...


    Gustav Mahler "Symphonie Nr. 2": Ruth-Margret Pütz (Sopran) / Marga Höffgen (Alt) / Der Chor der Frankfurter Singakademie / Der Chor und das Sinfonie-Orchester des Hessischen Rundfunks - Dirigent: Carl Schuricht / Aufgenommen 1960 in Frankfurt / Original Masters SH 819 / 820 (2 CDs, Italien) / Als 'Füller' enthält die zweite CD die Symphonie Nr. 3 von Ludwig van Beethoven - Carl Schuricht dirigiert die Berliner Philharmoniker (1964).


    Gustav Mahler "Symphonie Nr. 4": Ruth-Margret Pütz / Das Sinfonie-Orchester des Norddeutschen Rundfunks - Dirigent: Hans Schmidt-Isserstedt / Aufgenommen 1959 in der Hamburger Musikhalle / Tahra 9903/04 (2 CDs, Frankreich 1999) Gekoppelt mit einer Aufnahme der 1.Symphonie von Gustav Mahler mit dem Sinfonie-Orchester des Norddeutschen Rundfunks unter Hans Schmidt-Isserstedt.


    Wolfgang Amadé Mozart "Die Entführung aus dem Serail": Konstanze - Ruth-Margret Pütz / Blondchen - Renate Holm / Belmonte - Fritz Wunderlich / Pedrillo - Erwin Wohlfahrt / Osmin - Georg (György) Littasy / Bassa Selim - Andreas Wolf / Der Chor der Wiener Staatsoper - Chorltg.: Richard Rossmayer / Das Mozarteum-Orchester Salzburg - Dirigent: István Kertesz / Inszenierung: Hans Hartleb / Mitschnitt aus dem Innenhof der Salzburger Residenz vom 4. 8. 1961 / Melodram MEL 702 (3 LPs / Italien 1981) und Frequenz 'Memoria' CMF 2 (2 CDs, Italien 1988). Ich habe nur die Schallplattenausgabe von Melodram.


    Wolfgang Amadé Mozart: Konzertarien "Mia speranza adorata" KV 416 und "No, no, che non sei capace" KV 419 / Ruth-Margret Pütz / Camerata Academica des Salzburger Mozarteums - Dirigent: Bernhard Paumgartner / Mozarteum Salzburg, 20. 8. 1961 / Da m. W. damals alle Matineen vom Österreichischen Rundfunk übertragen wurden, könnte ein Mitschnitt dieses Konzerts noch im dortigen Archiv 'schlummern'.


    Carl Orff "Carmina burana": Sopran - Ruth-Margret Pütz, Tenor - Michael Cousins, Bariton - Barry McDaniel, Bass-Bariton - Roland Hermann / Chorsolisten: Marlies Jacobs, Barbara Dommer, Marita Janssen-Scheeben, Werner Becker, André Peysang, Toni Maxen, Ferdinand Schnelle, Nikolaus Hillebrand und Dietrich Satzky / Der Tölzer Knabenchor - Ltg.: Gerhard Schmidt-Gaden / Der Kölner Rundfunkchor - Ltg.: Herbert Schernus / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester - Dirigent: Ferdinand Leitner / Einstudierung: Karl Kaufhold / Aufgenommen 1973 im Kölner Funkhaus / BASF 20 22050-8 (LP) bzw. Acanta DC 22050 (LP) / Auf CD erschienen bei mehreren Firmen - ich habe die CD von 'Allegria'.


    Carl Orff "Catulli carmina": Lesbia - Ruth-Margret Pütz / Catull - Donald Grobe / Chorsolisten: Marlies Jacobs, Günter Hess und Friedrich Himmelmann / Der Kölner Rundfunkchor - Ltg.: Herbert Schernus / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester - Dirigent: Ferdinand Leitner / Einstudierung: Karl Kaufhold / Aufgenommen 1973 im Kölner Funkhaus / BASF 20 22453-8 (LP) bzw. Acanta DC 22453 (LP) / Auch hier gibt es verschiedene CD-Ausgaben. (Bei der Aufnahme von Orffs "Trionfo di Afrodite" wirkte Ruth-Margret Pütz nicht mit.)


    Richard Wagner "Parsifal": Amfortas - Eberhard Waechter / Titurel - Josef Greindl / Gurnemanz - Jerome Hines / Parsifal - Hans Beirer / Kundry - Martha Mödl / Klingsor - Toni Blankenheim / Zwei Gralsritter - Georg Paskuda und Donald Bell / Vier Knappen - Claudia Hellmann, Ursula Boese, Harald Neukirch und Herold Kraus / Blumenmädchen - Ruth-Margret Pütz, Rita Bartos, Gisela Schröter, Dorothea Siebert, Elisabeth Witzmann, Claudia Hellmann / Altsolo - Ursula Boese / Der Chor und das Orchester der Bayreuther Festspiele / Chorltg.: Wilhelm Pitz / Dirigent: Hans Knappertsbusch / Inszenierung: Wieland Wagner / Eine Aufführung im Festspielhaus Bayreuth vom 7. 8.1959 / Golden Melodram 1.0070 (4 CDs, Kroatien 2004)


    Richard Wagner "Parsifal": Amfortas - Thomas Stewart / Titurel - David Ward / Gurnemanz - Josef Greindl / Parsifal - Hans Beirer / Kundry - Régine Crespin / Klingsor - Gustav Neidlinger / Zwei Gralsritter - Wilfried Krug und Theo Adam / Vier Knappen - Claudia Hellmann, Ruth Hesse, Harald Neukirch und Herold Kraus / Blumenmädchen - Ruth-Margret Pütz, Gundula Janowitz, Claudia Hellmann, Dorothea Siebert, Elisabeth Witzmann und Ruth Hesse / Altsolo - Rut Siewert / Der Chor und das Orchester der Bayreuther Festspiele / Chorltg.: Wilhelm Pitz / Dirigent: Hans Knappertsbusch / Inszenierung: Wieland Wagner / Ein Mitschnitt aus dem Bayreuther Festspielhaus vom 5. 8. 1960 / Melodram MEL 018 (4 LPs / Italien 1980) und Gala GL 100.655 (4 CDs / Niederlande) . Ich habe die Melodram-Schallplattenausgabe. (Ruth-Margret Pütz sang 1960 in Bayreuth auch den 'Waldvogel' im "Siegfried" alternierend mit Dorothea Siebert - allerdings sang diese in der Rundfunkübertragung vom 28. 7. 1960 und ist damit auf Tonträgern verewigt.)


    "Operettenlieder- und Duette" mit Ruth-Margret Pütz und Heinz Hoppe / Das Orchester der Städtischen Oper Berlin - Dirigent: Hansgeorg Otto / Frau Pütz ist hier nur in vier Duetten zu hören: "Der Zigeunerbaron" ("Wer uns getraut"), "Der Vogelhändler" ("Schenkt man sich Rosen in Tirol"), "Der Graf von Luxemburg" ("Schau'n Sie freundlich mich an") und "Die Csárdásfürstin" ("Tanzen möcht' ich") - der Rest der Schallplatte von 1961 besteht aus Operetten-Tenorliedern mit Heinz Hoppe. / Telefunken BLE 14190-P (mono) - SLE 14190-P (stereo) / Die vier Duette wurden auch auf einer 17cm-Platte der Telefunken veröffentlicht mit der Bestellnummer UX 4996, allerdings nur in mono.


    "Rose weiß, Rose rot" 1965 erschien unter dem Etikett der HÖR ZU eine 30cm-Schallplatte der Electrola mit Liedern auf Gedichte des 'Heidedichters' Hermann Löns. Ruth-Margret Pütz singt vier Lieder: "Grün ist die Heide" (von Karl Blume), "Die Nachtigall" (von Fritz Jöde), "Vergissmeinnicht, du Blümlein blau" (von Franz Albert Gabriel) und "Kurz ist der Mai" (von Eduard Künneke) / Ferner wirken Heinz Hoppe, der Günther-Arndt-Chor und das FFB-Orchester Berlin unter Leitung von Richard Müller-Lampertz mit. (SHZE 125) / FFB steht übrigens für Film-Funk-Bühne.


    "Münchner Sonntagskonzert" mit Ruth-Margret Pütz, Fritz Wunderlich und Kurt Böhme / Das Münchner Rundfunkorchester - Dirigent: Siegfried Köhler / Ruth-Margret Pütz singt die Koloratur-Variationen "Il carnavale di Venezia" von Julius Benedict (auf ein Thema von Nicolò Paganini), die Arie der Frau Fluth aus Nicolais "Die lustigen Weiber von Windsor", das Lied "Ich bin verliebt" aus der Operette "Clivia" von Nico Dostal, das Duett Anna-Elisa - Paganini "Niemand liebt dich so wie ich" aus "Paganini" (Lehár) mit Fritz Wunderlich und das Finale des 1.Aktes aus "Die Fledermaus" von Johann Strauß (mit Fritz Wunderlich und Kurt Böhme) / Es ist der Mitschnitt des 'Faschings-Konzerts' vom 13. 2. 1966 aus dem Kongress-Saal des Deutschen Museums in München / Gala GL 100.525 (2 CDs / Niederlande 1996) Die 1. CD enthält Ausschnitte aus dem Münchner 'Sonntagskonzert' vom 11. 4. 1965 mit Pilar Lorengar, Fritz Wunderlich und Thomas Tipton unter Leitung von Kurt Eichhorn. (Zufälligerweise läuft gerade im Bayerischen Rundfunk das Duett Anna-Elisa - Paganini aus "Paganini" mit 'der Pütz' und Horst Wilhelm unter Werner Schmidt-Boelcke, aufgenommen 1968!)


    Viele Grüße!


    Carlo

    Hallo, liebe Taminos!


    Hier nun meine Auflistung der Fernseh-Dokumente mit Ruth-Margret Pütz:


    "Siebzehn Tage und vier Minuten" (Egk): Circe - Ruth-Margret Pütz / Lybia - Sieglinde Kahmann / Asträa - Franziska Wachmann / Babe - Hetty Plümacher / Ulyss - Gerhard Stolze / Klarin - Alfred Pfeifle / Leporell - Fritz Linke / Ein Zwerg - Salvatore Poddine / Ein Löwe - Franz Steinmüller u.a. / Das Württembergische Staatsorchester Stuttgart - Dirigent: Ferdinand Leitner / Bühnenbild und Kostüme - Ita Maximowna / Inszenierung: Günther Rennert / Aufzeichnung einer Aufführung vom Juni 1966 / Uraufführung der zweiten Fassung von Werner Egks Oper "Circe" (1948) in der Württembergischen Staatsoper Stuttgart am 2. Juni 1966. / Eine Sendung der ARD, 1. Programm (Süddeutscher Rundfunks Stuttgart).


    "Ariodante" (Händel): Der König von Schottland - Norman Bailey / Ginevra - Ruth-Margret Pütz / Dalinda - Lily Sauter / Ariodante - Andor Kaposy / Lurcanio - Alfons Holte / Der Niedersächsische Singkreis / Das Hamburger Kammerorchester - Dirigent: Ljubomir Romansky / Inszenierung: Heinz Arnold / TV-Regie: Max Lehner / Aufzeichnung einer Aufführung der Sommerspiele 1964 in Hannover-Herrenhausen (in deutscher Sprache) / Vom ZDFgesendet im Januar 1965.


    "Untreue lohnt nicht" (L' infedeltà delusa) (Haydn): Filippo - Erwin Wohlfahrt / Sandrina - Birgit Nordin / Vespina - Ruth-Margret Pütz / Nanni - Tom Krause / Nencio - Dermot Troy / Tänzer - Ilka Köpke und Lazaro Prince / Das Rundfunkorchester Hannover des NDR - Dirigent: Walter Martin / Szenenbild: Karl Hermann Joksch / Kostüme: Dore Klemens / Regie: Adolf Rott / Die TV-Sendung (ARD / 1.Programm) vom September 1962 war die Deutsche Erstaufführung dieser Oper (Bearbeitung: H. C. Robbins Landon).


    "Undine" (Lortzing): Bertalda - Ruth-Margret Pütz / Huldbrand von Ringstetten - Horst Hoffmann / Kühleborn - Hermann Prey / Undine - Lucia Popp / Tobias - Albrecht Peter / Marthe - Hetty Plümacher / Veit - Harald Axtner / Hans - Fritz Ollendorff / Pater Heilmann - Joe Ames / Hofnarr - Helmut Werner / Der Chor der Württembergischen Staatsoper - Chorltg.: Heinz Mende / Das Württembergische Staatsorchester Stuttgart - Dirigent: Hans Zanotelli / Szenenbild: Hein Heckroth / Kostüme: Helga Pinnow-Stadelmann / Regie: Herbert Junkers / Aufgezeichnet im Fernseh-Studio Mainz des ZDF 1968/1969 / Gesendet (in Farbe) am 23. 11. 1969 im ZDF. / Die Oper (Dauer 110 Minuten) wurde in einer Bearbeitung von Herbert Junkers gezeigt; die Dialoge wurden durch einen Erzähler (Hermann Prey) ersetzt. Der Ritter Hugo von Ringstetten wurde in 'Huldbrand' umbenannt. (Diese TV-Oper habe ich auf Video.)


    "Capriccio" (Strauss): Die Gräfin - Gerda Scheyrer / Der Graf - Hans Günter Nöcker / Flamand - Josef Traxel / Olivier - Raymond Wolansky / La Roche - Carlos Alexander / Clairon - Hetty Plümacher / M. Taupe - Alfred Pfeifle / Italienische Sängerin - Ruth-Margret Pütz / Italienischer Tenor - Gerhard Unger / Haushofmeister - Stefan Kosso / Acht Diener - Sigurdur Björnsson, Heinz Blessin, Heinz Cramer, Alexander Malta, Hans-Ulrich Mielsch, Karl Rieser, Frithjof Sentpaul, William Wahlert / Solo-Tänzerin - Myrtha Morena / Das Württembergische Staatsorchester Stuttgart - Dirigent: Ferdinand Leitner / Bühnenbild und Kostüme: Alfred Siercke / Inszenierung: Ernst Poettgen / Eine Studio-Adaption des WDR (!) einer Produktion der Württembergischen Staatsoper Stuttgart, aufgezeichnet vom 2. bis 20. Juli 1963 / Sendetermin: 1. 1. 1964 in der ARD (1. Programm). Ich habe von dieser - später auch vom Rundfunk des WDR gesendeten - Einspielung ein Tonband.


    "Die vier Grobiane" (I quattro rusteghi) (Wolf-Ferrari): Lunardo - Herbert Simon / Margarita - Elisabeth Schärtel / Lucieta - Edith Mathis / Maurizio - Georg Rehkemper / Filipeto - Friedrich Lenz / Marina - Liselotte Fölser / Simon Maroele - Fritz Ollendorff / Cancian Tartufola - Georg Stern / Felice - Ruth-Margret Pütz / Conte Riccardo - Paul Kuen / Eine junge Magd Marinas - Friedel Blasius / Das Hamburger Rundfunkorchester - Dirigent: Walter Martin / Regie: Herbert Junkers / Eine TV-Produktion des NDR, gesendet am 7. 12. 1961. Ich habe noch schöne Farbfotos dieser Sendung aus der TV-Zeitung, kann sie aber nicht scannen, weil ich (noch) keinen Drucker habe. (Die Sendung selbst wurde - mit Ausnahme der "Undine" - wie die anderen obengenannten Opern in schwarz/weiß ausgestrahlt; Farbfernsehen gab es in der BRD erst ab August 1967.)


    Außerdem kann ich mich an zwei (kurze) Fernseh-Auftritte von Ruth-Margret Pütz erinnern. In der von dem Dirigenten Bertil Wetzelsberger moderierten TV-Reihe "Die schöne Stimme" (Süddeutscher Rundfunk - Anfang der 60er Jahre) sang sie die 'Wahnsinnsszene' aus "Lucia di Lammermoor" (akustische Grundlage war wohl die 'Opera'-Schallplatte) und in der lange gelaufenen Reihe des ZDF "Erkennen Sie die Melodie?" (mit Ernst Stankowski und später Günter Schramm) war sie - in Farbe - mit dem Auftrittslied der Baronin Freimann aus dem "Wildschütz" zu sehen (Playback der Decca-Aufnahme). Übrigens stand Ruth-Margret Pütz einmal an der Schwelle zur Weltkarriere: Am 3. 2. 1962 verkörperte sie an der Wiener Staatsoper in einer Neuinszenierung von "Rigoletto" die Gilda inmitten eines italienischen Ensembles - Giulietta Simionato, Aldo Protti, Giuseppe Zampieri (an Stelle von Giuseppe Di Stefano) und Ferruccio Mazzoli. Es dirigierte Tullio Serafin und 'die Pütz' wurde von Publikum und Kritik enthusiastisch gefeiert! Leider ist sie in Wien recht wenig aufgetreten - ihre meistgesungenen Rollen dort waren die Konstanze und die Zerbinetta.


    Und erinnert sei auch daran, dass Ruth-Margret Pütz in drei großen Operetten-Rundfunkaufnahmen des WDR mitgewirkt hat: "Der Bettelstudent" mit Waltraud Schulte-Grewe, Ursula Gust, Frans van Daalen, Willi Brokmeier und Georg Schnapka / "Die lustige Witwe" mit Ingrit Liljeberg, Heinz Hoppe, Anton de Ridder, Wolfgang Anheisser, Peter Karner und Paul Späni / "Madame Pompadour" mit Brigitte Dürrler, Beatrix Kujau, René Kollo, Peter Karner und Wolfgang Anheisser. Alle drei Gesamtaufnahmen wurde von Curt Cremer am Pult des Kölner Rundfunk-Orchesters geleitet. Und wie auch Anneliese Rothenberger war Ruth-Margret Pütz eine großartige Dialogsprecherin - leider wurde sie als Papagena von Otto Klemperer in dessen "Zauberflöte" daran gehindert!


    Viele Grüße!


    Carlo

    Liebe Taminos,


    in meiner Sammlung habe ich folgende Schallplatten mit Ruth-Margret Pütz, die bisher nicht genannt wurden:


    "Meinen Jesum lass ich nicht" BWV 124 (Johann Sebastian Bach): Ruth-Margret Pütz, Ingrid Günther, Johannes Feyerabend, Karl-Heinz Lippe / Sopranarie "Höchster, was ich habe" aus der Kantate BWV 39 ("Brich dem Hungrigen sein Brot"): Ruth-Margret Pütz / Sopranarie "Gott, wir danken deiner Güte" aus der Kantate BWV 193 ("Ihr Tore zu Zion"): Ruth-Margret Pütz / Die Rheinische Singgemeinschaft Düsseldorf / Das Rheinische Sinfonieorchester Düsseldorf - Dirigent: Hubert Günther / Ferner ist auf der Platte noch die Kantate BWV 53 "Schlage doch, gewünschte Stunde" enthalten - Solistin: Ingrid Günther / Garnet G 40122 (30 cm - stereo)


    "Magnificat" BWV 243 (Johann Sebastian Bach): Ruth-Margret Pütz, Hertha Töpper, Gerhard Unger, Theo Adam / Der Schwäbische Singkreis / Das Stuttgarter Bachorchester - Dirigent: Hans Grischkat / Eurodisc 25563 XAK (30 cm - stereo) / Dies ist eine Übernahme vom Europäischen Phonoklub (Label "Opera").


    "Grabmusik" KV 42 (Wolfgang Amadé Mozart): Ruth-Margret Pütz, Karl-Heinz Lippe / "Alma Dei Creatoris" KV 277 (Wolfgang Amadé Mozart): Ruth-Margret Pütz, Ingrid Günther, Johannes Feyerabend, Karl-Heinz Lippe / Die Rheinische Singgemeinschaft Düsseldorf / Das Rheinische Sinfonieorchester Düsseldorf - Dirigent: Hubert Günther / Außerdem enthält diese Platte der Firma Garnet aus Düsseldorf noch das "Sancta Maria, mater Dei" KV 273 (für Chor und Orchester) und die Kirchensonaten (für Orgel und Orchester) Nrn. 9 (KV 241) und 10 (KV 244) / Garnet G 40119 (30 cm - stereo) (Übrigens: Wann wird man sich endlich an die korrekte Schreibweise von Mozarts zweitem Vornamen gewöhnen? Er hat nie 'Amadeus' geheißen oder sich so genannt!)


    "Krönungsmesse" KV 317 (Wolfgang Amadé Mozart): Ruth-Margret Pütz, Brigitte Fassbaender, Theo Altmeyer, Franz Crass / Das Vokalensemble Kassel / Die Bamberger Symphoniker - Dirigent: Klaus Martin Ziegler / Zusätzlich singt Ruth-Margret Pütz hier die Motette "Exsultate, jubilate" und das "Laudate Dominum" aus den "Vesperae solennes de Confessore" / Außerdem ist noch die Chor-Motette "Ave verum corpus" angehängt. / CBS S 72615 (30 cm - stereo)


    "Carmen" (Georges Bizet): ('Opern-Kurzfassung') Ruth-Margret Pütz als Frasquita / ferner: Helga Pilarczyk (Carmen), Valerie Bak (Micaela), Elisabeth Hufnagel (Mercedes), Herbert Ernst Groh (Don José), Ernst Krukowski (Escamillo), Robert Koffmane (Dancairo), Martin Vantin (Remendado), Roland-Dietrich Kunz (Morales) und Herbert Frenzel (Zuniga) / Die Schöneberger Sängerknaben / Der Chor und das Orchester der Städtischen Oper Berlin / Chorltg.: Hermann Lüddecke / Dirigent: Richard Kraus / Europäischer Phonoklub (Aufgenommen 1957) / Opera 1103 (30 cm - nur in mono) (Diese Aufnahme wurde von der Eurodisc nicht in ihren Katalog übernommen.)


    "Der Wildschütz" (Albert Lortzing): (Arien und Szenen) Ruth-Margret Pütz als Baronin Freimann / ferner: Gisela Schröter (Gräfin von Eberbach), Rosemarie Rönisch (Gretchen), Peter Schreier (Baron Kronthal), Tom Krause (Graf von Eberbach), Arnold van Mill (Baculus), Siegfried Vogel (Ein Gast) / Der Rundfunkchor Leipzig - Chorltg.: Armin Oeser / Das Gewandhausorchester Leipzig - Dirigent:Paul Schmitz / Decca SXL 20557-B (30 cm - stereo, erschienen 1967)


    "Die Entführung aus dem Serail" (Wolfgang Amadé Mozart): (Arien und Szenen) Ruth-Margret Pütz als Konstanze / ferner: Liselotte Becker-Egner (Blondchen), Josef Traxel (Belmonte), Gerhard Unger (Pedrillo), Kurt Böhme (Osmin) / Der Chor und das Orchester der Württembergischen Staatsoper Stuttgart / Chorltg. Heinz Mende / Dirigent: Ferdinand Leitner / Eurodisc S 70169 KR (30 cm - stereo) bzw. Baccarola 77031 ZR (30 cm - stereo) - eine Übernahme vom Europäischen Phonoklub (Label 'Opera', erschienen 1962).


    "La Bohème" (Giacomo Puccini): (Arien und Szenen) Ruth-Margret Pütz als Musette / ferner: Trude Eipperle (Mimi), Fritz Wunderlich (Rudolf), Herbert Brauer (Marcel), Robert Koffmane (Schaunard), Peter Roth-Ehrang (Collin), Leopold Clam (Alcindor) und Heinrich Lindemann (Parpignol) / Die Schöneberger Sängerknaben / Der Chor und das Orchester der Städtischen Oper Berlin / Chorltg.: Hermann Lüddecke / Dirigent: Richard Kraus / Europäischer Phonoklub (Aufgenommen 1956) / Opera 1105 (30 cm - mono) / Als Eurodisc-Übernahme: Baccarola 75871 ZR (30cm - stereophonisiert)


    "Ruth-Margret Pütz - Stern am Opernhimmel": "Lucia di Lammermoor" (Ich hörte sprechen... Die Kerzen leuchten... O weih' mir eine Träne) / "Rigoletto" (Gualtier Maldé... Teurer Name, dessen Klang) / "Der Barbier von Sevilla" (Frag' ich mein beklommnes Herz) / Orchester der Bayerischen Staatsoper München (Bayerisches Staatsorchester) - Dirigent: Janos Kulka / Opera 3234 (25 cm - mono und stereo, erschienen 1961) Diese Schallplatte wurde nicht in den Katalog der Eurodisc übernommen.


    "Ruth-Margret Pütz": Konzertarie "Mia speranza adorata" KV 416 / "Don Pasquale" (Ach, unter allen Blicken... Auch ich versteh' die feine Kunst) / "Die lustigen Weiber von Windsor" (Nun eilt herbei, Witz, heit're Laune) / "Rigoletto" (Gualtier Maldé... Teurer Name, dessen Klang - mit Karl-Ernst Mercker, Leopold Clam und dem Männerchor der Städtischen Oper Berlin) / "La Bohème" (Will ich allein des Abends in Paris mich ergeh'n - mit Anneliese Rothenberger, Fritz Wunderlich, Marcel Cordes und Leopold Clam) / Ein Großes Opernorchester - Dirigent: Berislav Klobucar / Columbia C 70468 (25 cm - mono) und STC 70468 (25 cm - stereo), erschienen 1962


    Auf CD ist in meiner Sammlung noch dieser Mitschnitt:


    "Requiem" KV 626 (Wolfgang Amadé Mozart): Ruth-Margret Pütz, Julia Hamari, Henryk Grytschnik, Ernst Gerold Schramm / Coro e Orchestra sinfonica della RAI di Torino - Dirigent: Sergiu Celibidache / Live-Aufnahme: Turin, 3. 5. 1968 / Angekoppelt ist noch die "Maurerische Trauermusik" KV 477 mit dem Orchestre National de la RTF unter Bruno Walter (Paris 1956) / Firma 'HUNT', Label 'Concerto' CDN-10 (CD, Italien 1989)


    Außerdem hat Ruth-Margret Pütz an mehreren TV-Produktionen mitgewirkt, z. B. "Ariodante" (Händel), "L' infedeltà delusa" (Haydn), "Undine" (Lortzing), "Die vier Grobiane" (Wolf-Ferrari), "Capriccio" (Strauss) und "Siebzehn Tage und vier Minuten" (Egk). Doch dazu später mehr...


    Viele Grüße!


    Carlo

    Hallo, Rüdiger!


    'Das reinste stimmliche Feuerwerk!' Deine Formulierung bringt es auf den Punkt. Ich habe diese Aufnahme vom "Künstlerball bei Kroll" (NDR 1950) immer benutzt, um den Musikfreunden, die der Rothenberger ablehnend gegenüber standen (meistens waren es jüngere, die sie nur aus ihrer späten TV-Zeit kannten), zu zeigen, was für eine tolle Sängerin - mit Entertainer-Qualitäten - sie war. An diese Aufnahme kamen spätere Interpretinnen wie Barbara Schöne, Margot Werner, Maria Happel und auch Künnekes Tochter Evelyn nicht heran. Auch in ihren frühen Operetten-Rundfunkaufnahmen ("Die schöne Helena", "Orpheus in der Unterwelt", "El barberillo de Lavapiès" bzw."Lamparilla", "Die Landstreicher" und "Madame Dubarry") ist sie unübertroffen - alleine, wie sie die Dialoge 'serviert'!


    Danke für diese Erinnerung!


    Carlo

    Hallo, Rüdiger!


    Wirklich neu sind in der SONY-Box "Birgit Nilsson -The Great Live Recordings" nur der "Tristan" aus Wien (1967) und das Finale aus "Siegfried" (Bayreuth 1968). Alle anderen Gesamtaufnahmen hat es in der einen oder anderen Ausgabe (LP bzw. CD) bereits gegeben. Auch das Wagner-Recital im gerade eröffneten Opernhaus in Sydney (1973) ist nicht neu.


    Was den "Fidelio" von der RAI in Rom (1970) betrifft - lt. dem Buch "50 anni di Opera lirica alla Rai 1931-1980" singt Peter Schreier den Jaquino, während die diversen 'Piraten' Gerhard Unger nennen. Da ich diese Aufnahme nicht kenne, meine Frage: Wer singt denn nun?


    Viele Grüße!


    Carlo


    P.S. Hast Du meine Beiträge über Isabel Strauss (Fernseh- und Tonaufnahmen) gelesen? Weißt Du Näheres über Reutters "Doktor Johannes Faust"?

    Liebe Taminos,



    die demnächst bei SONY erscheinende Box mit 31 CDs "Birgit Nilsson - The Great Live Recordings" (Beitrag Nr. 42) enthält folgende Aufnahmen:



    "Herzog Blaubarts Burg" mit Bernhard Sönnerstedt (in deutscher Sprache) / Ferenc Fricsay / Stockholm 1953


    "Fidelio" mit Helen Donath, Ludovic Spiess, Theo Adam, Franz Crass, Peter Schreier, Siegfried Vogel / Leonard Bernstein / RAI Rom 1970


    "Turandot" mit Anna Moffo, Franco Corelli, Bonaldo Giaiotti, Frank Guarrera, Alessio De Paolis / Leopold Stokowski / New York 1961


    "Salome" mit Irene Dalis, Marcia Baldwin, Karl Liebl, Walter Cassel, George Shirley / Karl Böhm / New York 1965


    "Elektra" mit Leonie Rysanek, Regina Resnik, Gerd Nienstedt, Fritz Uhl / Karl Böhm / Montreal 1967


    "Elektra" mit Leonie Rysanek, Jean Madeira, Thomas Stewart, Robert Nagy / Karl Böhm / New York 1971


    "Die Frau ohne Schatten" mit Ingrid Bjoner, Astrid Varnay, James King, Dietrich Fischer-Dieskau, Karl Christian Kohn / Wolfgang Sawallisch / München 1976


    "Lohengrin" mit Astrid Varnay, Wolfgang Windgassen, Hermann Uhde, Theo Adam , Dietrich Fischer-Dieskau / Eugen Jochum / Bayreuth 1954


    "Tristan und Isolde" mit Grace Hoffman, Wolfgang Windgassen, Hans Hotter, Arnold van Mill / Wolfgang Sawallisch / Bayreuth 1957


    "Tristan und Isolde" mit Ruth Hesse, Jess Thomas, Otto Wiener, Martti Talvela / Karl Böhm / Wien 1967


    "Tristan und Isolde" mit Ruth Hesse, Jon Vickers, Walter Berry, Bengt Rundgren / Karl Böhm / Orange 1973


    "Die Walküre" mit Régine Crespin, Josephine Veasey, Jon Vickers, Theo Adam, Martti Talvela / Herbert von Karajan / New York 1969


    "Die Walküre" (1. Akt, 3.Szene) mit Ramón Vinay, Josef Greindl / Hans Knappertsbusch / Bayreuth 1957


    "Siegfried" (3. Akt, 3. Szene) mit Wolfgang Windgassen / Otmar Suitner / Bayreuth 1967


    Arien aus Wagner-Opern / Diverse Dirigenten / Stockholm 1953 und 1968 - Sydney 1973



    Viele Grüße


    Carlo

    Hallo, wega!


    Bei Deiner Aufnahme von Poulencs "Gespräche der Karmeliterinnen" dürfte es sich um den Mitschnitt aus der Wiener Staatsoper vom 8. 11. 1961 handeln, mit Anneliese Rothenberger als Schwester Konstanze. Die Hauptrolle der Blanche sang Emmy Loose (in der Premiere am 14. 2. 1959 war das noch Irmgard Seefried). Weitere Sänger waren u. a. 1961: Elisabeth Höngen (Alte Priorin) / Hilde Zadek (Neue Priorin) / Christel Goltz (Mutter Maria) / Rosette Anday (Mutter Johanna) / Margareta Sjöstedt (Schwester Mathilde) / Rudolf Knoll (1959: Alfred Poell) - Marquis de la Force / Murray Dickie (1959: Ivo Zidek) - Chevalier de la Force / László Szemere (1959: Anton Dermota) - Der Beichtvater / Harald Pröglhöf (1959: Carlo Schmidt) - Der Arzt Javelinot / Der Dirigent war 1961 Berislav Klobucar (1959: Heinrich Hollreiser) und Margherita Wallmann wiederholte ihre Regie der Uraufführung von 1957 an der Mailänder Scala. Der Mitschnitt ist 2005 bei der niederländischen CD-Firma 'Mitridate' erschienen.


    Stravinskiis "The Rake's Progress" wurde am 14. 3. 1965 an der Wiener Staatsoper von Otto Schenk inszeniert - der Dirigent war Oscar Danon. Das Werk wurde nur viermal (!) aufgeführt. Die Besetzung: Trulove - Frederick Guthrie / Ann Trulove - Anneliese Rothenberger / Tom Rakewell - Waldemar Kmentt / Nick Shadow - Eberhard Waechter / Die Türkenbab - Vera Little (alternativ: Hilde Rössel-Majdan) / Mutter Goose - Hilde Konetzni / Der Auktionator - Herbert Prikopa (alternativ: Herold Kraus) / Ein Irrenhauswärter - Herbert Lackner. In der letzten Vorstellung am 4. 6. 1965 sang Lucia Popp die Ann Trulove. Meines Wissens sang Anneliese Rothenberger diese Rolle nie wieder.


    Heinrich Sutermeister komponierte seine Oper "Madame Bovary" nach Gustave Flauberts berühmten Roman (mit eigenem Libretto) speziell für Anneliese Rothenberger als Maria Bovary. Bei der Uraufführung am 27. 5. 1967 in Zürich wurde das Werk recht zwiespältig aufgenommen. Es wirkten u. a. ferner mit: Charles Bovary - Manfred Schenk / Rudolf Boulanger - Harald Serafin / Der Modehändler L'Heureux - Nigel Douglas / Die Magd Félicité - Ruth Rohner / Der Präfekt - Fritz Peter / Der Arzt - René Rohr / Die Schwester Lehrmeisterin - Erika Wien / Der blinde Drehorgelspieler - Ralph Telasko. Am Pult des Tonhalle-Orchesters stand Reinhard Peters - der Regisseur war Michael Hampe. (Die Rolle des Studenten Léon war gestrichen worden und die Titelheldin wurde von 'Emma' zu 'Maria' umbenannt.) Ob es von dieser Aufführung einen Mitschnitt gibt, weiß ich nicht.


    Viele Grüße


    Carlo

    Liebe Taminos,


    apropos "Penelope" (Beitrag Nr.52): Im Birgit-Nilsson-Thread habe ich vor einigen Tagen auf die Gesamtaufnahme des NDR der "Penelope" hingewiesen, in der Anneliese Rothenberger ihre Partie des Telemachos aus der Salzburger Uraufführung wiederholte. Birgit Nilsson sang die Titelrolle, Hans Rosbaud war der Dirigent und meines Wissens wirkten noch Ernst Haefliger und Heinz Rehfuss mit. Kennt jemand diese Aufnahme?


    Anneliese Rothenbergers späterer - von vielen Klassik-Freunden missbilligter - Ruhm als 'TV-Primadonna' und 'Operetten-Diva der EMI' hat die Tatsache verdrängt, dass sie eine wohl ehrgeizige, aber auch fleißige und furchtlose Sängerin gewesen ist, die in vielen Opern der 'klassischen Moderne' eingesetzt wurde. So hat sie - besonders in ihren Anfangsjahren - in teilweise Ur- und (deutschen) Erstaufführungen mitgewirkt, wie z. B.: "Der Zauberlehrling" (Braunfels), "Die Bettleroper" (Britten), "Die Zaubergeige" (Egk), "Der Prozess" (von Einem), "Trotz wider Trotz" (Grüber), "Das Ende einer Welt" (Henze), "Mathis der Maler" (Hindemith), "Angelique" (Ibert), "Penelope" und "Die Schule der Frauen" (beide von Liebermann), "Das Telefon" (Menotti), "Die Gespräche der Karmeliterinnen" (Poulenc), "Die spanische Stunde" (Ravel), "The Rake' s Progress" (Stravinskii), "Madame Bovary" (Sutermeister) und natürlich Bergs "Lulu", die sie in Hamburg, München, Montreal und New York gesungen hat. Und ja, sie hat alle drei Frauenrollen in "Hoffmanns Erzählungen" auch in den 50er Jahren in Hamburg interpretiert. (Beitrag Nr. 41)


    Neben ihren internationalen Opern-Auftritten in Rollen des Standard-Repertoires und zahlreichen Konzerten (hauptsächlich in den USA), hat sie viele Liederabend-Tourneen absolviert - auch in Nord- und Südamerika, in Fernost und in Russland. Und da sie auch eine ausgezeichnete Sprecherin war, wurde sie in ihren frühen Jahren vom NDR in Hörspielen beschäftigt und sie war sich nicht zu schade, gelegentlich Nachrichten oder Ansagen im Rundfunk zu verlesen. Sie war jung und brauchte das Geld...


    Viele Grüße


    Carlo

    Liebe Taminos,


    gestern Abend (NDR kultur / 20 Uhr / 180 Minuten) und heute Nachmittag (SWR 2 / 15 Uhr / 115 Minuten) gab es im Rundfunk zwei große Sendungen über Birgit Nilsson zu ihrem 100. Geburtstag.


    Das Portrait von Marek Kalina (NDR) stellte ihr Leben und ihre Kunst im Großen und Ganzen eindrucksvoll dar, aufgelockert durch Ausschnitte eines Interviews von 1989 vom Hessischen Rundfunk und durch Zitate aus ihrer Autobiographie von 1995. In den kurzen Interview-Sequenzen scheint immer ihre Schlitzohrigkeit und ihre entwaffnende Ehrlichkeit durch, aber auch ihr gesundes Selbstwertgefühl, wenn sie - angesprochen auf die ihr nachgesagte Geldbezogenheit - bekennt, dass sie keine übertrieben hohen Gagen gefordert habe, sondern innerhalb eines Ensembles nur stets die Höchstgage haben wollte. Leider wurden - abgesehen von zwei sehr schönen Orchester-Liedern von Ture Rangström - nur die allgemein zugänglichen Tondokumente von Birgit Nilsson gesendet. Frühe Aufnahmen (ausser dem "Lohengrin" in Bayreuth 1954) wurden nicht berücksichtigt; dabei hätte ein Gang in' s Tonarchiv des NDR - wo sie bereits 1953 Wagner-Szenen (unter Hans Schmidt-Isserstedt und Herbert Sandberg) und später Liebermanns "Penelope" (unter Hans Rosbaud) aufnahm - diese Hommage sicher bereichert.


    Wie alle ihre Sänger-Portraits kompetent und interessant gestaltet, war die Sendung von Hildburg Heider (SWR), die auch seltene Aufnahmen von Birgit Nilsson brachte. So z. B. als erstes Dokument ihrer Stimme eine Arie aus Franz Berwalds "Estrella de Soria" - gesungen im April 1947 trotz einer Scharlach-Erkrankung - oder ein kleines heiteres Lied ("Zwanzig Jahre" von Arkki Melartin). Grundlage für diese Sendung war ein Besuch der Autorin bei Birgit Nilsson in Schweden 2002, wo die Sängerin in geistiger Frische und der ihr eigenen Eloquenz ausführlich Auskunft gibt. Auch ihr Mann, der Tierarzt Bertil Niklasson, kommt zu Wort - und rühmt ihre Kochkünste! Für das 'Regietheater' findet sie deutliche, ablehnende Worte und bei 'HvK' vergreift sie sich sogar einmal im Ton. Birgit Nilsson erklärt auch, warum der nach ihr benannte Preis (im Oktober 2018 erhält ihn Nina Stemme) mit einer Million Dollar so hoch dotiert ist und nur an bereits arrivierte Künstler geht: "Damit man über ihn redet!" (In der Sendung ist auch der aus Wien stammende Präsident der Birgit-Nilsson-Stiftung, Rutbert Reisch, zu hören.) Dieses Portrait ist streng chronologisch gestaltet und durch die zahlreichen Kommentare der Nilsson sehr aufschlussreich. Die Sendung ist im Internet für eine Woche nachhörbar unter SWR2.de "Zur Person: Birgit Nilsson".


    Zum Schluss von mir ein kleines Ratespiel für Nilsson-Fans: Am 20. 6. 1956 sang sie im Wiener Musikverein die Dalila an der Seite von Set Svanholm als Samson. Ihre Partner waren Wilma Lipp, Grace Hoffman, Sonja Draksler, Walter Berry und Otto Wiener. Josef Krips leitete den Wiener Singverein und die Wiener Symphoniker. Das Konzert wurde im Rundfunk übertragen; ein Tonband befindet sich im Archiv der Wiener Symphoniker. Frage: Um welches Werk handelt es sich?


    Viele Grüße!


    Carlo


    P. S. Danke, Rheingold1876, für Deine Antwort ! (Beitrag Nr. 54)

    Liebe Taminos,


    hier nun die Angaben zu den Tonaufnahmen mit Isabel Strauss:


    "Tiefland" (d' Albert) Da diese Aufnahme der Firma Eurodisc das Tonband der Filmaufnahme vom April 1963 ist, sind nähere Angaben dazu meinem Beitrag Nr. 14, der die Film- und Fernsehdokumente mit Isabel Strauss auflistet, zu entnehmen. (Das Beilageheft zu der Schallplattenkassette vom Herbst 1963 enthält zahlreiche Szenenfotos und machte neugierig auf den Film, der erst im Januar 1964 gesendet wurde.)


    "Fidelio" (Beethoven) Don Fernando - Fridolin Mosbacher / Don Pizarro - Gottfried Fehr / Florestan - Theodor Bitzos / Leonore - Isabel Strauss / Rocco - Richard Bedel / Marzelline - Helga Kosta / Jaquino - Albert Kunz / Zwei Gefangene - Erich Fischhof und Karlis Bauers / Der Chor des Stadttheaters Bern und der Theater-Verstärkungschor - Chorltg.: Fritz Janota / Das Berner Stadtorchester - Dirigent: Robert F. Denzler / Inszenierung: Stephan Beinl / Ein Tonband der Aufführung vom 21. 9. 1957 befand sich im Nachlass der bekannten deutsch-schweizerischen Sängerin Helga Kosta (1920 - 2014).


    "Fidelio" (Beethoven) Don Fernando - Franz Crass / Don Pizarro - Hermann Uhde / Florestan - Herbert Schachtschneider / Leonore - Isabel Strauss / Rocco - Gerd Nienstedt / Marzelline - Edith Mathis / Jaquino - Manfred Schmidt / Der Chor der Bühnen der Stadt Köln (Opernhaus) - Chorltg: Hans Wolfgang Schmitz / Das Gürzenich-Orchester der Stadt Köln - Dirigent: Wolfgang Sawallisch / Inszenierung: Oscar Fritz Schuh / Wenn man Gerüchten glauben darf, wurde die Premiere dieser Oper (22. 10. 1961) zu Dokumentationszwecken intern mitgeschnitten. Vielleicht taucht die Aufnahme eines Tages auf, wie z. B. die Mitschnitte von "Don Giovanni" (1960) und "Rheingold" (1963) aus der Kölner Oper - beide unter Wolfgang Sawallisch - und das waren keine Rundfunk-Aufnahmen. (Isabel Strauss trat mit diesem "Fidelio" ihr Engagement in Köln offiziell an, nachdem sie dort bereits im Mai 1961 als Leonora in einer Neuinszenierung von "Die Macht des Schicksals" debütiert hatte.)


    "Wozzeck" (Berg) Die Tonaufnahme zu der TV-Produktion des WDR entstand Ende Februar/Anfang März 1963 im Kölner Funkhaus (Aufnahmeltg.: Karl O. Koch) und wurde erst am 20. 12. 1965 im Mittelwellenprogramm des WDR (in mono) gesendet. Die TV-Sendung war kurz vorher - am 3. 10. 1965 - über den Bildschirm gegangen. (Nähere Angaben hierzu in meinem Beitrag Nr. 14.)


    "Wozzeck" (Berg) Wozzeck - Walter Berry / Marie - Isabel Strauss / Der Tambourmajor - Fritz Uhl / Andres - Richard van Vrooman / Der Hauptmann - Albert Weikenmeier / Der Doktor - Carl Dönch / Margret - Ingeborg Lasser / Der Narr - Gerard Dunan / Zwei Handwerksburschen - Walter Poduschka und Raymond Steffner / Choeurs, Maîtrise et Orchestre du Théâtre National de l' Opéra, Paris / Chorltg.: Jean Laforge / Dirigent: Pierre Boulez / Aufgenommen im Februar 1966 in der Salle de la Mutualité, Paris (Produzent: Thomas Z. Shepard) / Ende Januar und Anfang Februar 1966 dirigierte Pierre Boulez in Paris sechs Vorstellungen der Wiederaufnahme dieser Oper, die im November 1963 in einer Inszenierung von Jean-Louis Barrault (mit Heiner Horn und Helga Pilarczyk) unter seiner Leitung zum ersten Mal in Frankreich aufgeführt und von Publikum und Kritik gefeiert wurde. In der Wiederaufnahme von 1966 sangen alternierend Walter Berry und Toni Blankenheim (Wozzeck), Erika Wien (Marie), Fritz Uhl (Tambourmajor), Richard van Vrooman (Andres), Gerhard Stolze (Hauptmann), Carl Dönch (Doktor) und Ingeborg Lasser (Margret). Die Verpflichtung für die Schallplattenaufnahme verdankten Isabel Strauss und Albert Weikenmeier ohne Zweifel der Fernsehsendung des WDR von 1965, die auch in Frankreich zu sehen war. (Die Aufnahme der CBS wurde seinerzeit mit mehreren internationalen Preisen ausgezeichnet.) Einen Nachweis für Auftritte der Sopranistin in "Wozzeck" 1960 in Mexico-City (lt. Kutsch-Riemens) konnte ich bisher nicht finden.


    "Die Hochzeit des Figaro" (Mozart) Graf Almaviva - Gottfried Fehr / Gräfin - Isabel Strauss / Susanna - Helga Kosta / Figaro - Fridolin Mosbacher / Cherubino - Edith Oravez / Don Basilio - Albert Kunz / Doktor Bartolo - Richard Bedel / Marzelline - Melanie Geissler u. a. / Der Chor des Stadttheaters Bern - Chorltg.: Fritz Janota / Das Berner Stadtorchester - Dirigent: Robert F. Denzler / Im Nachlass von Helga Kosta befand sich auch dieser Tonband-Mitschnitt von 1959 - ein letztes Dokument des Bass-Baritons Fridolin Mosbacher, der im selben Jahr mit 37 Jahren in Bern den Freitod wählte.


    "Die schweigende Glocke" (Platen) Elvira - Isabel Strauss / Tonio - William Olvis / Der Priester - Herbert Brauer / Der Chor des Bayerischen Rundfunks - Chorltg.: Wolfgang Schubert / Die Regensburger Domspatzen - Ltg.: Hans Schrems / Das Sinfonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks - Dirigent: Hans Zanotelli / Eine Mono-Aufnahme des Bayerischen Rundfunks aus dem Jahre 1965. / Diese einaktige Oper von Horst Platen wurde im damaligen 'Nordischen Rundfunk' (Norag) 1926 in Hamburg uraufgeführt, als er dort als Programmdirektor fungierte. Eine Bühnenaufführung kann ich nicht nachweisen. Das (relativ handlungsarme und religiös verbrämte) Werk handelt - wie so viele andere Opern auch - von der unerfüllten Liebe zwischen zwei jungen Menschen, die im Tode vereint werden. (Die lyrisch angelegte Rolle der Elvira ist allerdings recht klein und wird von Isabel Strauss sehr gut interpretiert; im Mittelpunkt steht die Partie des Tonio, von William Olvis - von der Metropolitan Opera in New York - mit kompaktem, baritonalem Tenor gesungen und an Ernst Kozub erinnernd.)


    "Im Schatten des Berges" (Platen) Ob das Tonband zu dieser TV-Inszenierung von 1965 (siehe mein Beitrag Nr. 14) auch im Rundfunk gesendet wurde, weiß ich nicht. Die Musik dieser Oper von Horst Platen ist spätromantisch orientiert mit eindrucksvollen Tonballungen und sehr singbar. Allerdings muss man die Oper sehen, um den Handlungsablauf zu verstehen, da sich die Männerstimmen in dieser Mono-Aufnahme klanglich nicht sehr voneinander unterscheiden. Ich habe davon sowohl eine CD wie auch eine DVD. (Der 1964 in Bayern verstorbene Horst Platen arbeitete nach dem Zweiten Weltkrieg beim Bayerischen Rundfunk als Komponist für Hörspiele, teilweise unter dem Pseudonym 'Hermann Hiller'.)


    "Doktor Johannes Faust" (Reutter) Doktor Faust - Gottfried Fehr / Mephistopheles - Fridolin Mosbacher / Guter Geist - Isabel Strauss / Hans Wurst - Albert Kunz / Gretel - Lucia Wehr / Herzog von Parma - Fritz Peter / Herzogin von Parma - Chloe Owen / Der Berner Kammerchor und das Berner Stadtorchester unter der Leitung des Komponisten und Dirigenten Walter Furrer. Diese Oper von Hermann Reutter (1900 - 1985) aus dem Jahre 1936 variiert den Faust-Mythos und bringt Elemente des mittelalterlichen Hans-Wurst-Spiels in die personenreiche Handlung. Die Musik ist durchaus anhörbar und das Libretto von Ludwig Andersen (der auch den Text zur "Zaubergeige" von Werner Egk schrieb) eloquent und witzig - merkwürdig, dass das Werk so selten gespielt wird. Die Aufnahme von Radio Bern (vermutlich von 1958 und basierend auf der Neufassung der Oper von 1955) liegt mir in einer CD-Version vor - allerdings in sehr eingeschränkter Tonqualität. (Die mir genannten Besetzungsangaben sind leider unvollständig.)


    "Salome" (Strauss) Es hat nicht sollen sein: Für die Aufnahme dieser Oper im August 1963 in der Dresdner Lukaskirche war Isabel Strauss in der Titelrolle vorgesehen und wurde kurzfristig durch Christel Goltz ersetzt. Es war eine Co-Produktion der Kölner Electrola mit dem VEB Deutsche Schallplatten in Ost-Berlin, mit Aufnahme-Personal aus beiden deutschen Staaten. Die weiteren Sänger sind die Sopranistin (!) Siw Ericsdotter als Herodias, Helmut Melchert als Herodes, Ernst Gutstein als Jochanaan und Heinz Hoppe singt den Narraboth. Otmar Suitner dirigiert die Staatskapelle Dresden (das "Sächsische" wurde in der DDR unterschlagen). Die CDs stehen heute noch im Katalog der Firma Eterna/Edel Records. (Meines Wissens hat Isabel Strauss die "Salome" wohl nie gesungen und auch für die Partie der "Elektra" - lt. Kutsch/Riemens - finde ich keinen Beleg.)


    "Götterdämmerung" (Wagner) Siegfried - Karl Acher / Gunther - Günther Blanke / Hagen - Josef Greindl / Alberich - Paul Bicos / Brünnhilde - Isabel Strauss / Gutrune - Christel Patzschke / Waltraute - Elke Georg / Erste Norn - Johanna Görschler / Zweite Norn - Elke Georg / Dritte Norn - Christel Patzschke / Woglinde - Janice Harper / Wellgunde - Uta Trexler / Flosshilde - Doris Ziemer / Chor und Orchester des Oldenburgischen Staatstheaters - Dirigent: Fritz Janota / Es handelt sich um einen Privatmitschnitt der Premiere vom 15. 9. 1973 in annehmbarer Klangqualität, der sich in der Sammlung des im Dezember verstorbenen Manfred Krugmann befand; ich selbst habe die Aufnahme nur teilweise gehört. Was dieses Dokument so bestürzend macht: keine drei Monate später nahmen sich Isabel Strauss und Fritz Janota in einem Wald bei Kirchlindach in der Nähe von Bern mit Autoabgasen das Leben.


    Leider konnten alle meine Angaben nicht mehr in der wertvollen Magazin-Reihe "Stimmen, die um die Welt gingen..." - für die ich seit 2002 Beiträge verfasst habe - nicht mehr verwendet werden, da der Herausgeber Günter Walter auch im vergangenen Jahr verstorben ist. "Alles was ist, endet..."


    Viele Grüße und schöne Pfingst-Feiertage!


    Carlo

    Hallo, Taminos!


    Am 19. Mai sendet der 'NDR kultur' von 20.00 Uhr bis 23.00 unter dem Titel "Ein Leben für die Oper" ein Portrait von Marek Kalina zum 100. Geburtstag von Birgit Nilsson.


    Ich bin gespannt, ob in dieser Sendung auch etwas aus der Gesamtaufnahme von Rolf Liebermanns "Penelope" zu hören ist, die Birgit Nilsson 1955 für den NDR aufgenommen hat. Ihre Partner waren Anneliese Rothenberger und - glaube ich - Ernst Haefliger und Heinz Rehfuss. Leider weiß ich die komplette Besetzung nicht mehr; kennt da Jemand Genaueres?. (Der Dirigent war damals Hans Rosbaud, das weiß ich genau.) 'La Nilsson' hatte im März 1955 in Stockholm die schwedische Erstaufführung dieser Oper gesungen und der Monolog der Penelope ist - in schwedischer Sprache - als Mitschnitt eines Konzerts aus Stockholm vom April 1959 (unter Sixten Ehrling) auf CD erschienen.


    Viele Grüße!


    Carlo

    Liebe Taminos,


    die eben genannte "Tabarro"-Aufnahme veranlasste mich, mir wieder den Live-Mitschnitt einer Gala-Vorstellung aus Hagen vom 26. 12. 1997 anzuhören. Johan Botha sang den Cavaradossi in der "Tosca" und kehrte damit an eine seiner ersten Wirkungsstätten in Deutschland zurück. (Dieses Gastspiel war lange vorher ausverkauft - Karten waren nicht mehr zu bekommen.) Wohl animiert durch den Anlass, bringt Johan Botha eine nicht nur außerordentlich stimmschöne sondern auch ausdrucksmäßig eindrucksvolle Interpretation. Meines Wissens ist der schmerzlich vermisste Tenor in dieser Rolle - abgesehen von den beiden Arien des Cavaradossi - bisher nicht offiziell dokumentiert worden.


    Die 'hauseigenen' Sänger Daniela Nedialkova (Tosca) und Stefan Adam (Scarpia) wurden durch das Gastspiel des ehemaligen Hagener Ensemble-Mitglieds zu Höchstleistungen angespornt und hätten auch internationalen Maßstäben entsprochen. Der damalige Hagener 'General' Gerhard Markson stand am Pult; es war eine im besten Sinne traditionelle Inszenierung des Intendanten Peter Bisang - ich sah eine vorhergehende Repertoire-Aufführung. (Übrigens sang den Hirtenknaben ein gewisser 'Sabin Tambrea', der heute Schauspieler ist und noch vor einigen Tagen im TV in einem unsäglichen Spielfilm als König Ludwig II. von Bayern zu sehen war.)


    Grüße


    Carlo

    Liebe Taminos,


    heute schreibe ich über die visuellen Dokumente der Sängerin Isabel Strauss. Sie ist ja hauptsächlich durch den "Tiefland"-Fernsehfilm von 1963 (samt Schallplatten-Veröffentlichung) mit Deutschlands damals populärstem Tenor - Rudolf Schock - in Erinnerung geblieben. Drei weitere große TV-Produktionen ("Das Mädchen aus dem Goldenen Westen" - Bühnenmitschnitt von 1963 / "Wozzeck" - Ton von 1963, Bild von 1965 / "Im Schatten des Berges" - Bild und Ton von 1965) folgten. Diese Dokumente sind in klaren, nicht verwaschenen Bildern und natürlich in schwarz/weiß - Farbfernsehen gab es in der BRD erst ab August 1967 - und nur monophon (mit vorproduzierten Tonaufnahmen, sogenanntes Playback) erhalten geblieben. Sie sind so etwas wie ein 'Zeitspiegel' und es ist erkennbar, wie unverkrampft damals - ohne die oft überstrapazierten intellektuellen Deutungsweisen in den Bühnenaufführungen - versucht wurde, dem 'Durchschnittszuschauer' die Kunstform "Oper" nahe zu bringen. Da es auch nur zwei Fernsehprogramme gab, erreichte man einen viel größeren Zuschauerkreis als heute, wo im TV Opern nur in 'Nischen-Programmen' gesendet werden.


    Lt. meinen Unterlagen gab es folgende TV-Sendungen mit Isabel Strauss:


    "Tiefland" (d' Albert) Sebastiano - Gerd Feldhoff, Tommaso - Ivan Sardi, Moruccio - Ernst Krukowski, Marta - Isabel Strauss, Antonia - Alice Oelke, Pepa - Martha Musial, Rosalia - Margarete Klose, Nuri - Angelika Fischer, Pedro - Rudolf Schock, Nando - Karl-Ernst Mercker / RIAS-Kammerchor - Chorltg.: Günther Arndt / Berliner Symphoniker - Dirigent: Hans Zanotelli / Szenenbild: Karl Schneider / Kostüme: Gisela Appelt / Regie: Werner Kelch / Eine Co-Produktion der Accord-Film GmbH (Berlin) mit der Eurodisc Schallplatten GmbH (Gütersloh) im Auftrag des ZDF / Die Tonaufnahme entstand vom 7. bis 10. April 1963 in der Berliner Grunewaldkirche (Aufnahmeltg.: Fritz Ganss) mit anschließenden Dreharbeiten in den Studios der Accord-Film in Berlin. Das ZDF zeigte diesen Fernsehfilm erstmalig am 26. 1. 1964 mit einer Wiederholung am 19. 6. 1966. Die Schallplatten-Gesamtaufnahme (3 LPs) mit der zu Grunde liegenden Tonaufnahme erschien bereits im Herbst 1963 bei der Firma Eurodisc. (Ich habe diese Schallplatten und die TV-Sendung auf DVD. (Isabel Strauss ist eine berührende, verzweifelte Marta und Rudolf Schock macht durch Spielfreude wett, was ihm an 'Physique du rôle' fehlt. Die übrigen Sänger-Darsteller sind sehr glaubwürdig, allerdings ist die Nuri optisch deutlich zu 'erwachsen'.)


    "Wozzeck" (Berg) Wozzeck - Toni Blankenheim / Marie - Isabel Strauss / Der Tambourmajor - Hasso Eschert / Andres - Louis Devos / Der Hauptmann - Paul Kuen / L' Orchestre du Théâtre de la Monnaie, Bruxelles - Dirigent: André Vandernoot / Ausstattung und Inszenierung: Rudolf Küfner / TV-Regie: Jean-Marc Landier / Ausschnitte (40 Minuten) einer Bühnen-Aufführung, gesendet 1964 im Rahmen der TV-Serie 'Opéra, le mal aimé' der RTB (Radio-Télévision Belgique).


    "Wozzeck" (Berg) Wozzeck - Walter Berry / Marie - Isabel Strauss / Der Tambourmajor - Fritz Uhl / Andres - Alfred Vökt (Gerhard Unger) / Der Hauptmann - Albert Weikenmeier / Der Doktor - Karl Christian Kohn / Margret - Claudia Hellmann / Erster Handwerksbursch - Heiner Horn / Zweiter Handwerksbursch - Alfons Holte / Der Narr - Helmut Krebs / Ein Soldat - Richard van Vrooman / Mariens Knabe - Wilfried Müller / Kölner Kinderchor - Chorltg.: Hans-Günter Lenders / Kölner Rundfunkchor - Chorltg.: Herbert Schernus / Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester - Dirigent: Ferdinand Leitner / Szenenbild: Ekkehard Grübler / Kostüme: Brigitte Scholz / Regie: Hans Hartleb / Die Produktion wurde speziell für das Fernsehen geplant (im Playback-Verfahren mit Tonaufnahmen Ende Februar/Anfang März 1963) - allerdings konnten die TV-Aufnahmen erst im Juli 1965 im Düsseldorfer WDR-Studio vorgenommen werden. Da Gerhard Unger bei den Fernsehaufnahmen verhindert war, wurde der 'Andres' von dem Tenor Alfred Vökt (vom Opernhaus Dortmund) dargestellt. Diese "Wozzeck"-Verfilmung wurde in mehrere europäische Länder verkauft, aber im Deutschen Fernsehen nur einmal gezeigt (3. 10. 1965). Das Tonband wurde im Hörfunk des WDR am 20. 12. 1965 gesendet. Mir ist vor allem das intensive Spiel von Walter Berry - kaum wiederzuerkennen mit mittelblondem Stoppelhaar - und Isabel Strauss (die eine Blondine war, hier mit langen schwarzen Haaren) in Erinnerung geblieben. (Leider besitze ich von dieser TV-Sendung kein Video- oder Tonband.)


    "Im Schatten des Berges" (Horst Platen) Org, Gastwirt - Karl Christian Kohn / Rona, seine zweite Frau - Isabel Strauss / Berthel und Ev, Orgs Kinder aus 1. Ehe - Karlheinz Peters und Monika Dahlberg / Teuder, Sportlehrer - Fritz Uhl / Der schiefe Hein - Richard Holm / Nobus und Görres, Dörfler - Max Proebstl und Carl Hoppe / Der Hollerbub, Evs Freund - Friedrich Lenz / Kathrein, Witwe des Bergführers - Eva Maria Görgen / Chor und Sinfonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Wolfgang Schubert / Dirigent: Janos Kulka / Szenenbild: Wolfgang Hundhammer / Kostüme: Charlotte Flemming / Regie: Wilm ten Haaf / Die etwas plakative Handlung dreht sich um eine Frau (Rona), die in einem Bergdorf der Hexerei beschuldigt wird. Die Musik von Horst Platen (1884 - 1964) ist spätromantisch beeinflusst und von starker Wirkung. Dieses vom Komponisten hinterlassene Musikdrama - er schrieb fünf Opern und zwei Operetten - wurde mit dieser TV-Produktion des Bayerischen Rundfunks (Sendung am 13. 6. 1965 in der ARD) uraufgeführt und ist meines Wissens bis heute nicht auf der Bühne nachgespielt worden. Isabel Strauss ähnelt in Maske und mimischem Ausdruck der großen Schauspielerin Maria Becker; die Stimme hat hier meines Erachtens etwas von der ursprünglichen Frische und dem berührenden Timbre verloren. (In meiner Sammlung befinden sich sowohl ein akustischer wie auch ein visueller Mitschnitt.).


    "Das Mädchen aus dem Goldenen Westen" (Puccini) Minnie - Isabel Strauss, Dick Johnson - Alfons von Goethem, Jack Rance - Heinz Friedrich, Nick - Heinrich Thoms, Jake Wallace - Erich Winkelmann, Ashby - Heinz Herrmann, Sonora - Claudio Nicolai, Trin - Willi Brokmeier, Bello - Fritz Graas, Harry - Harry Friedauer, Joe - Ekmar Veit, Happy - Werner Kotzerke, Jim Larkens - Egon Rossmann, Wowkle - Eva Maria Görgen, José Castro (hier: Pedro) - Ernst Sandleben, Ein Postillon - Thomas Lehrberger / Chor und Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz, München / Chorltg.: Hanns Haas / Dirigent: Kurt Eichhorn / Bühnenbild und Kostüme: Hainer Hill / Inszenierung: Arno Assmann / TV-Regie: Karl Heinz Hundorf / Irritierend sind die vielen kleinen Striche in der Partitur. Die Rolle des Sid ist mit dem Bello zusammengefasst und die Partie des Indianers Billy Jackrabbit (am Beginn des zweiten Aktes) ist komplett gestrichen. Gemäß einer damals oft geübten Praxis wurde die Oper 'kalt' (d. h. im leeren Theater) aufgezeichnet und das Publikum nur für den Schlussapplaus eingeblendet. Der als Schauspieler und Regisseur bekannt gewordene Arno Assmann - der übrigens später wie Isabel Strauss den Freitod wählte - war ab 1959 Intendant des Gärtnerplatztheaters und wechselte 1964 in gleicher Position an das Kölner Opernhaus. Er konnte diese Oper im Oktober 1962 sogar in einer Doppelbesetzung anbieten: alternativ zu Isabel Strauss, Alfons von Goethem und Heinz Friedrich sangen Frances McCann von der Deutschen Oper Berlin (Minnie), Anton de Ridder (Dick Johnson) und Howard Vandenburg (Jack Rance). (Auch das Leben von Frances McCann endete tragisch: sie wurde im März 1963 in Rom von einem eifersüchtigen Verehrer erschossen - die amerikanische 41jährige Sopranistin hinterließ einen Ehemann und vier Kinder.) Ich habe ein Video der Fernsehsendung des Bayerischen Rundfunks (ARD) vom 19. 1. 1964, das auch eine Erinnerung an den früh verstorbenen flämischen Tenor Alfons von Goethem von der Deutschen Oper am Rhein ist. Er und Isabel Strauss sind in dieser Oper überzeugende - und auch optisch sehr attraktive - Sänger-Darsteller.


    "Lohengrin" (Wagner) Am 22. 4. 1965 gab es in der Pariser Salle Pleyel eine konzertante Aufführung dieses Werks durch den ORTF (Office de la Radiodiffusion-Télévision Francaise) mit Elisabeth Grümmer (Elsa), Isabel Strauss (Ortrud), Wolfgang Windgassen (Lohengrin), Ernest Blanc (Telramund) und Kurt Böhme (König Heinrich). Richard Kraus dirigierte 'Choeurs et Orchestre National de l' ORTF Paris' . Ob die Oper vollständig oder nur in Teilen aufgeführt und aufgezeichnet wurde (Sendung am 8. 5. 1965 in der Reihe 'Prestige de la Musique' / TV-Regie: Denise Billon), ist mir nicht bekannt. Die 2. Szene des zweiten Aktes wurde vom INA (Institut National Audiovisuel) veröffentlicht und 2004 von der EMI auf eine DVD ("Great Opera Singers") gebrannt, die auch TV-Dokumente von Gundula Janowitz, Rita Streich, Tito Gobbi, Boris Christoff sowie die untenstehend genannten Ausschnitte aus "Parsifal" enthält. (Ich habe diesen "Lohengrin"-Ausschnitt auf einer Video-Kassette.)


    "Der Ring des Nibelungen" - Höhepunkte (Wagner) Unter dem Titel "Les sommets de la Tétralogie" sendete das Belgische Fernsehen RTB in der Serie 'Opéra, le mal aimé' am 17. 3. 1964 eine Zusammenstellung von Ausschnitten aus dem "Ring" mit Isabel Strauss als Sieglinde und Brünnhilde, Karl Liebl als Siegmund und Siegfried, Alfons Herwig als Wotan und Benno Kusche als Alberich. André Vandernoot dirigierte das Orchester des Théâtre de la Monnaie in Brüssel und Jean-Marc Landier war der TV-Regisseur. Allerdings kann ich in der Aufführungsstatistik des 'Theaters an der Münze' keinen Nachweis dafür finden. Dieser "Ring"-Verschnitt wurde aber im November 1965 (3 Aufführungen) und im Februar/März 1967 (5 Aufführungen) wiederholt: 1965 sangen Isabel Strauss (Sieglinde und Brünnhilde), Lise Sorrell (Gutrune), Claude Heater (Siegmund und Siegfried), Gerd Nienstedt bzw. Jules Bastin (Alberich und Hagen) unter André Vandernoot - 1967 war Richard Kraus der Dirigent mit Isabel Strauss (Sieglinde und Brünnhilde), Fritz Uhl (Siegmund und Siegfried), Franz Mazura (Wotan), Paul Kuen (Mime), Arwed Sandner (Alberich), Walter Coomans (Gunther) und Nicolas Christou (Hagen).


    "Parsifal" (Wagner) Am 13. 3. 1964 wurde in Paris (Salle Pleyel) dieses Werk - vermutlich nur in Ausschnitten - konzertant aufgeführt. Die Szene des Parsifal "Amfortas! Die Wunde!" ('a') aus dem zweiten Akt, die Szene Gurnemanz-Parsifal aus dem dritten Akt ab "So ward es uns verhießen" ('b') und das Finale ab "Nur eine Waffe taugt" sind auf der oben genannten DVD der EMI von 2004 enthalten - es singen Gottlob Frick und Wolfgang Windgassen. Ganz kurz (und stumm) ist Isabel Strauss zu sehen, die hier als Kundry mitgewirkt hat. 'Choeurs, Maîtrise et l' Orchestre Philharmonique de l' ORTF' werden von George Sebastian geleitet. Ich habe nur ein Video mit den Teilen 'a' und 'b' - hat jemand diese DVD und kann sagen, wer die übrigen Sänger sind (im Ausschnitt 'a' ist ein Sänger des Klingsor zu sehen)? Diese "Parsifal"-Ausschnitte sind auch auf einer DVD der Firma 'EuroArts' von 2001 enthalten, die noch zusätzlich Wagner-Aufnahmen (Isoldes Liebestod und 2 Wesendonk-Lieder) mit Gré Brouwenstijn bringt - 1968 mit Charles Bruck ebenfalls in Paris aufgenommen.


    "Parsifal" (Wagner) 'Rheingold1876' schreibt in seinem Beitrag Nr. 2, dass er einen Video-Ausschnitt der Szene Kundry-Klingsor mit Isabel Strauss und Anton Metternich (Genf 1965 unter Leopold Ludwig) hat. Ich kenne nur die Besetzungen Genf 1964 (Wolfgang Windgassen, Thomas Stewart, Hans Hotter, Victor de Narké - Titurel / Dirigent: Leopold Ludwig) und Brüssel 1964 bzw. 1965 (Hans Beirer und Marcel Vercammen bzw. Jean Cox, Heinz Imdahl bzw. Thomas Stewart, Gottlob Frick und Gerd Nienstedt bzw. Hans Hotter, Henri de Jonghe - Titurel, beide Jahre / Dirigent: Hendrik Diels - beide Jahre). In allen diesen Aufführungen haben Isabell Strauss und Anton Metternich mitgewirkt.


    In einem weiteren Beitrag werde ich die Tondokumente von und mit Isabel Strauss auflisten.


    Viele Grüße!


    Carlo

    Liebe Taminos,


    in Theaterkreisen heißt es, dass das 'wahre' Leben die größten Dramen schreibt. So gesehen, würde die Vita von Isabel Strauss den Stoff zu einer großen, tragisch endenden Oper liefern. Ich möchte den Beitrag Nr. 4 von Harald Kral, der auf den Recherchen der inzwischen verstorbenen Ulrich Mittelstaedt und Manfred Krugmann basiert, hier noch etwas ergänzen.


    Geboren als Margot Maria Strauss (15. 4. 1926) in Gelsenkirchen, begann sie 1944 ein Gesangsstudium an der Folkwang-Schule in Essen, das schon bald wegen Kriegseinwirkung unterbrochen werden musste und 1946 wieder aufgenommen wurde. Das Studium endete am 31. 5. 1950 mit einem Abschlusskonzert und einem Engagement an das Opernhaus Essen, das sie aber vermutlich nicht antrat, da sie - frisch verheiratet - bereits im Juli 1950 mit ihrem Mann nach Chile ging. Dort nahm die Sängerin den Vornamen "Isabel" an und trat gelegentlich in den südamerikanischen Metropolen (Santiago de Chile, Buenos Aires und Rio de Janeiro) auf, u. a. als Agathe ("Der Freischütz"), Mimi ("La Bohème"), Desdemona ("Otello"), Maddalena ("Andrea Chenier") und Saffi ("Der Zigeunerbaron"). Hauptsächlich aber war sie als Schauspielerin in den "Deutschen Kammerspielen" in Santiago de Chile zu sehen, dem einzigen ständigen deutschsprachigen Theater Südamerikas. (Es wurde von Sylvia Denzler, der Tochter des Schweizer Dirigenten Robert F. Denzler, geleitet.)


    Nach ihrer Scheidung ging Isabel Strauss 1954 zurück nach Deutschland. In München heiratete sie den Schauspieler Til Kiwe, bekam zwei Kinder und unterbrach ihre Gesangskarriere bis 1957. In diesem Jahr wurde sie für drei Spielzeiten Mitglied des Berner Stadttheaters als erste lyrisch-dramatische Sopranistin. Unter den Dirigenten Otto Ackermann, Robert F. Denzler und Fritz Janota interpretierte sie in Neu-Inszenierungen nacheinander Rollen wie die Senta, Fidelio-Leonore, Manon Lescaut, Amelia ("Simon Boccanegra"), Esmeralda ("NotreDame"), Agathe, Zarin Militrissa ("Das Märchen vom Zaren Saltan") und Desdemona.


    Und in Bern begann auch ihre tragische Liebe zu dem dortigen Chorleiter und Kapellmeister Fritz Janota (geboren am 15. 12. 1933 in Linz/Donau). Er hatte in Wien bei Hans Swarowsky studiert und kam über Luzern, Bern (1956-1960), Kiel, Ulm und Kassel 1967 als Generalmusikdirektor an das Staatstheater Oldenburg. Er setzte sich sehr für die moderne Musik ein - mit sogenannten 'Gesprächskonzerten' - und begann 1972/1973 einen neuen "Ring des Nibelungen" (mit Isabel Strauss als Brünnhilde); die vorgesehene "Walküre" konnte aus den bekannten Gründen nicht mehr realisiert werden. (Von der "Götterdämmerungs"-Vorstellung am 15. 9. 1973 ist ein Mitschnitt erhalten geblieben.) Fritz Janota war verheiratet und in der Ehe von Isabel Strauss hatte es zu kriseln begonnen. Til Kiwe, der eigentlich Eduard Heinrich Kiefer hieß (geboren am 7. 6. 1910 in Aachen) und sich zeitweilig Tilman Kiver nannte, war im Zweiten Weltkrieg ein hoch dekorierter Fallschirmjäger (Träger des "Eisernen Kreuzes"). Nach drei Jahren Kriegsgefangenschaft trat er als Unterhaltungssänger auf - er hatte in seiner Jugend Gesangs- und Schauspielunterricht genommen und während seines dreijährigen Ethnologie-Studiums ab 1934 in den USA das 'Studio of Dramatic Art' in Baltimore besucht. Bald folgten Engagements an mehreren Münchner Bühnen und ab 1950 kontinuierlich Rollen im Film und Fernsehen, was bedeutete, dass er oft wochenlang nicht daheim war. Zusätzlich drehte er für die "Unesco" internationale Dokumentarfilme, schrieb Drehbücher und arbeitete als Synchronsprecher und Regisseur. Til Kiwe starb am 30. 11. 1995 in München und wurde im Grab von Isabel Strauss auf dem Neuen Südfriedhof in München beigesetzt.


    Für die Sängerin war es sehr schwierig, ihren Verpflichtungen als Künstlerin wie auch ihrer Verantwortung als Mutter gerecht zu werden (obwohl sie ihre Mutter als Betreuerin für ihren Sohn und ihre Tochter zu sich nach München geholt hatte); eine Scheidung kam wegen der Kinder nicht in Frage. Die problematische familiäre Situation erlaubte es der Sängerin auch nicht, für längere Gastspiele oder Neuinszenierungen (mit oft langen Probenläufen) zur Verfügung zu stehen - deshalb beschränkte sie sich auch auf ein relativ kleines Kernrepertoire. So ging sie auch nach Bern nur lockere Verträge mit dem Landestheater Darmstadt (1959-1960) und dem Kölner Opernhaus (1961-1965) ein. Oft gastierte sie jedoch in Brüssel - meistens für mehrere Vorstellungen: "Die Walküre" (Sieglinde) 1962 / "Wozzeck" 1963 und 1966 / "Parsifal" 1964 und 1965 / "Der Ring des Nibelungen-Kurzfassung" 1963, 1965 und 1967 / "Die Frau ohne Schatten" (Färberin) 1968 / "Tannhäuser" (Venus) 1968 / "Lohengrin" (Ortrud) 1969. Auch in den Niederlanden ("Wozzeck" 1966 / "Die Götterdämmerung" als Brünnhilde 1967 / "Tannhäuser" als Venus 1968), in Frankreich (Paris 1962 "Die Götterdämmerung" als Gutrune und Dritte Norn / Paris 1964 "Parsifal" konzertant / Paris 1965 "Lohengrin" als Ortrud konzertant / Toulouse 1968 "Lohengrin" als Ortrud ) und in der Schweiz (Zürich 1961 "Fidelio" und 1962 "Die Macht des Schicksals" / 1964 "Parsifal" und 1965 "Wozzeck" - beides in Genf) hat Isabel Strauss gastiert; in London sang sie mit dem Ensemble der Hamburgischen Staatsoper 1966 die Färberin in "Die Frau ohne Schatten". Nach 1970 scheint die Sängerin nur noch selten aufgetreten zu sein; vermutlich ließen psychische Probleme eine Fortsetzung der Karriere nicht zu..


    Über das tragische Ende von Isabel Strauss und Fritz Janota hat Harald Kral bereits weiter oben berichtet - hauptsächlich dadurch sind beide der Nachwelt in Erinnerung geblieben. Mir ist die Sopranistin aber schon in den 60er Jahren ein Begriff gewesen durch ihre vier großen TV-Produktionen: "Tiefland" (ZDF/Accord-Film 1963), "Das Mädchen aus dem Goldenen Westen" (ARD/BR 1963), "Im Schatten des Berges" (ARD/BR 1965) und "Wozzeck" (ARD/WDR 1965). In meinem nächsten Beitrag werde ich die audio-visuelle Hinterlassenschaft von Isabel Strauss auflisten.


    Viele Grüße


    Carlo

    Hallo, Caruso41 und wega!


    Meine Informationen über Rundfunk- und Fernseh-Sendungen "von einst" beziehe ich hauptsächlich aus alten Zeitschriften zu diesen Medien. Ob die entsprechenden Aufnahmen in den betreffenden Rundfunk- und Fernsehanstalten noch vorhanden sind, müsste durch Rückfragen dort geklärt werden. Man kann aber davon ausgehen, dass gerade die 'großen' Sender viele Aufnahmen aus den frühen 50er Jahren wegen angeblich mangelnder Tonqualität gelöscht haben. Die in den letzten Jahren auf CD veröffentlichten Rundfunk-Produktionen - diese "Welle" scheint schon wieder vorbei zu sein - basieren hauptsächlich auf privaten Tonbandmitschnitten. So hat z. B. der WDR ein Tonband des legendären "Lohengrin" mit Peter Anders (1951) von einem Rundfunkhörer gekauft, weil der Sender sein eigenes Band gelöscht hatte! Und so ist es auch fraglich, ob die Rundfunk-Übertragung des "Boris Godunov" - immerhin unter Georg Solti - beim Bayerischen Rundfunk noch existiert.


    Der aus dem Schwarzwald stammende Komponist Heinrich Kaminski (1886 - 1946), Kompositionslehrer von Carl Orff und Reinhard Schwarz-Schilling an der Berliner Akademie der Künste, wird ja zur Zeit gerade wiederentdeckt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erregte er mit seiner Kirchenmusik Aufsehen, schrieb Kammermusik und einige wenige, aber aus heutiger Sicht interessante Orchesterwerke.sowie zwei Opern: "Jürg Jenatsch" (Dresden 1929) und "Das Spiel von König Aphelius" (komponiert 1946, UA Göttingen 1950). Als Halbjude verfolgt, ging Kaminski 1933 in die 'innere Emigration'. Orientiert an Bach und Bruckner, changiert Kaminskis Musik in einem polyphonen Stil zwischen Neobarock und Spätromantik, stark mystisch beeinflusst. Sein kompositorischer Nachlass wurde von der Heinrich-Kaminski-Gesellschaft im badischen Waldshut an die Bayerische Staatsbibliothek in München weitergegeben.


    Viele Grüße


    Carlo

    Lieber Joseph II. (Beitrag Nr. 94),


    in der Wiener "Rosenkavalier"-Inszenierung von Otto Schenk (1968) trägt die Marschallin bis zum Ende des 1. Aktes einen goldgelben seidenen Morgenmantel mit Hermelin-Besatz. Auch in Schenks Inszenierung dieser Oper an der Deutschen Oper am Rhein (1981) wird sie nicht neu eingekleidet, wie es eigentlich ein "Lever" vorschreibt. Lediglich im nun schon legendären Münchner "Rosenkavalier" (1972) trägt die Marschallin ein prachtvolles dunkelgrünes Brokatkleid. 1977 sah ich an der Pariser Opéra Rudolf Steinboecks (zeitweilig 'Burgtheater'-Direktor) an verschwenderischer Opulenz kaum zu überbietende Inszenierung (Ausstattung: Ezio Frigerio) und auch da behielt Christa Ludwig bis zum Ende des 1. Aktes einen Morgenmantel an; dies scheint wohl 'Wiener Tradition' zu sein. Zugegeben, es ist nur ein Detail - aber es zeigt, wie effektvoll es auch sein kann, wenn man sich bei der Inszenierung bzw. Ausstattung an 'historische' Vorgaben hält.


    Carlo


    Ich hoffe, dass ich nun 'den Bogen raus habe' und durch Vermeidung der manuellen Zeilenumbrüche (sprich: Nicht-Betätigung der "Enter"-Taste) ein einheitliches Schriftbild erhalte. Allerdings war auf meinem Notebook (und dem einiger Anderer, die ich danach befragte) in der Vergangenheit alles einwandfrei lesbar. Vermutlich liegt es daran, dass einige "Taminos" eine andere Schriftgröße benutzen.

    Hallo, Taminos!


    Ich habe noch vier weitere Rundfunk-Produktionen mit Elisabeth Lindermeier gefunden!


    "Der betrogene Kadi" (Le cadi dupé) (Gluck) Rundfunk-Übertragung aus dem Markgräflichen Theater in Bayreuth vom 3. 6. 1953: Der Kadi - Max Proebstl, Fatime - Elisabeth Lindermeier, Zelmire - Antonia Fahberg, Nuradin - Richard Holm, Omar - Karl Schmitt-Walter, Omega - Irmgard Barth / Das Orchester der Bayerischen Staatsoper München - Dirigent: Robert Heger (Übrigens gab es 1962 im ORF eine schöne TV-Inszenierung dieser Oper mit Ludwig Welter als Kadi, Gerda Scheyrer als Fatime, Christiane Sorell als Zelmire, Waldemar Kmentt als Nuradin, Karl Dönch als Omar und Sonja Draksler als Omega - der Dirigent war Franz Bauer-Theussl.)


    "Jürg Jenatsch" (Heinrich Kaminski) Eine Produktion des Bayerischen Rundfunks aus dem Jahre 1950 mit Georg Hann (Jürg Jenatsch), Elisabeth Lindermeier (Marie Jenatsch), Annelies Kupper (Lukretia Planta), Lorenz Fehenberger (Reitknecht Matthä) und andere / Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks - Dirigent: Karl Schleifer / Zu dieser merkwürdigen Oper - uraufgeführt am 27. 4. 1929 in Dresden unter Fritz Busch - mit ausgedehnten, teilweise als Melodram gestalteten Dialogen, schrieb der Komponist das Libretto selbst nach der gleichnamigen Erzählung von Conrad Ferdinand Meyer. Mehrere Hauptrollen sind auf Sänger und Schauspieler gleichzeitig verteilt - so sang in der UA der Bassist Ludwig Ermold den Jürg Jenatsch und Bruno Decardi stellte ihn auf der Bühne dar. (Bei der Berliner EA verkörperte Heinrich George die Titelrolle!)


    "Die Zauberflöte": Elisabeth Lindermeier singt in dieser WDR-Produktion vom 19. 12. 1954 die "Zweite Dame". Die anderen Mitwirkenden sind: Teresa Stich-Randall (Pamina), Wilma Lipp (Königin der Nacht), Kristina Sert (Papagena), Annelies Kupper (Erste Dame), Hanna Ludwig (Dritte Dame), Käthe Möller-Siepermann, Hilla Oppel und Gisela Litz (Drei Knaben), Rudolf Schock (Tamino), Erich Kunz (Papageno), Josef Greindl (Sarastro), Hans Hotter (Sprecher), Kurt Marschner (Monostatos), Wilhelm Lückert und Walter Kreppel (Geharnischte), Peter Esser, Horst Otto Reiner und Kurt Lieck (Drei Priester) / Kölner Rundfunk-Chor und Kölner Rundfunk-Symphonieorchester unter der Leitung von Joseph Keilberth / Regie: Eduard Hermann (Statt der Dialoge erzählt Hermann Thimig das "Märchen von der Zauberflöte", das Ludwig Berger für die Funkaufführung schrieb.)


    "Boris Godunov" (Mussorgskii / Rimskii-Korsakov) Es handelt sich um die Rundfunk-Übertragung der Premiere vom 31. 1. 1950 aus dem Prinzregententheater in München mit folgender Besetzung: Boris Godunov - Hans Reinmar, Feodor - Katja Sabo, Xenia - Gerda Sommerschuh, Xenias Amme - Ina Gerhein, Fürst Schujski - Franz Klarwein, Andrej Schtschelkalov - Rudolf Wünzer, Pimen - Georg Hann, Grigorij Otrepjev - Hans Hopf, Marina Mnischek - Elisabeth Lindermeier, Rangoni - Benno Kusche, Warlaam - Georg Wieter, Missail - Paul Kuen, Schankwirtin - Irmgard Barth, Blödsinniger - Walther Carnuth / Chor und Orchester der Bayerischen Staatsoper - Dirigent: Georg Solti / Inszenierung: Georg Hartmann.


    Molti saluti!


    Carlo

    Liebe Taminos,


    heute wurde ich auf den Thread über Sondra Radvanovsky aufmerksam und ich würde gerne etwas dazu beitragen.


    Als Abonnent der 'Met'-Zeitschrift "Opera News" (seit 1969) ist mir der Name dieser Sängerin schon lange ein Begriff - allerdings anfangs meistens mit der Einschränkung "Ja, aber" beurteilt. Seit ihrer Stimmband-Operation 2003 hat sie sich aber mit Ausdauer und stetig wachsender Potenz zu einer großartigen Sopranistin entwickelt, der man ohne weiteres Star-Qualitäten (auch optischer Art) bescheinigen darf. Leider hat das die Tonträger-Industrie noch nicht mitbekommen, so dass es bisher kaum Aufnahmen mit ihr gibt; die im Beitrag Nr. 1 genannten CDs - die ich auch habe - stammen bereits aus dem Jahre 2008!


    Nachdem Anna Netrebko von dem Vertrag mit der 'Met' für die drei 'Tudor-Opern' von Donizetti zurücktrat (sie sang nur die "Anna Bolena"), wurde Sondra Radvanovsky an ihrer Stelle für die Wiederaufnahme von "Anna Bolena" und "Maria Stuarda" (die von Joyce DiDonato als Ersatz für die Netrebko gesungen wurde) sowie die Neuinszenierung von "Roberto Devereux" im Jahre 2016 verpflichtet. Für die Professionalität der Sängerin spricht, dass sie erst die "Anna Bolena" 2012 in Washington und die Queen Elizabeth in "Roberto Devereux" 2014 in Toronto erprobte, bevor sie der 'Met' ihre Zusage gab. Lediglich die Titelrolle in "Maria Stuarda" sang sie an der 'Met' zum ersten Mal, obwohl sie auch mit der Queen Elizabeth in dieser Oper liebäugelte. Innerhalb von vier Monaten trat sie dann 2016 in den genannten drei Opern in New York auf und wurde wie einst Beverly Sills zum Stadtgespräch. "Anna Bolena" wurde am 9. 1. (mit Jamie Barton, Tamara Mumford, Ildar Abdrazakov und Stephen Costello unter Marco Armiliato) und "Maria Stuarda" am 20. 2. (mit Elza van den Heever, Celso Albelo, Kwangchul Youn und Patrick Carfizzi unter Riccardo Frizza) weltweit im Rundfunk übertragen. Die Neu-Inszenierung von "Roberto Devereux" wurde am 16. 4. nicht nur im Radio international gesendet, sondern auch weltweit in Kinos gezeigt.


    Auf Video bzw. DVD habe ich folgende Aufnahmen mit ihr in meiner Sammlung:


    "Cyrano de Bergerac" (Alfano) (Palau de les Arts 'Reina Sofia', Valencia, 8., 11. und 18. 2. 2007) mit Plácido Domingo (Cyrano), Arturo Chacón-Cruz (Christian), Rodney Gilfry (de Guiche), Roberto Accurso (de Valvert) und Corrado Carmelo Caruso (Ragueneau) / Dirigent: Patrick Fournillier / Regie: Michal Znaniecki (mit einem 20minütigen Probenfilm) / Sondra Radvanovsky singt in dieser schönen stilvollen Inszenierung die Rolle der Roxane in französischer Sprache.


    "Messa da Requiem" (Verdi) (Frauenkirche, Dresden, 29. 6. 2007) mit Jane Henschel, Miroslav Dvorsky, Paata Burchuladze, dem MDR Rundfunkchor und dem MDR Sinfonieorchester - Dirigent: Fabio Luisi.


    "Il trovatore" (Verdi) (Metropolitan Opera House, New York, 30. 4. 2011) als Leonora (ursprünglich vorgesehen: Anna Netrebko) mit Dolora Zajick (Azucena), Marcelo Alvarez (Manrico), Dmitri Hvorostovsky (Conte di Luna), Stefan Kocán (Ferrando) / Dirigent: Fabio Armiliato / Regie: David McVicar.


    'Galakonzert' (Blackcreek Summer Festival, Toronto, 4. 6. 2011) mit Plácido Domingo / Eugene Kohn dirigiert das Blackcreek Festival Orchestra (mit Chor). Neben Arien und Duetten von Verdi (Les vêpres siciliennes, Simon Boccanegra, Otello, Il trovatore), Giordano (Andrea Chenier) und Puccini (Tosca) singt Sondra Radvanovsky auch Musical-Songs von Loewe, Bernstein, Arlen, Lehár und Rodgers. Ihre Show-Qualität beweist sie in der parodistischen Nummer 'I Want to be a Prima Donna' aus Victor Herberts "The Enchantress" - auch ein 'Hit' von Beverly Sills.


    "Norma" (Teatre de Liceu, Barcelona, Februar 2015) Sondra Radvanovsky ist die Norma und Ekaterina Gubanova die Adalgisa. Den Pollione singt Gregory Kunde und den Oroveso Raymond Aceto. Am Dirigentenpult: Renato Palumbo; die Inszenierung stammt von Kevin Newbury.


    'Galakonzert' (Opéra Bastille, Paris, 21. 6. 2016): Sondra Radvanovsky, Anita Rachvelishvili, Aleksandrs Antonenko / Orchestre de l'Opéra Bastille - Dirigent: Philippe Jordan. Die Sopranistin ist hier mit einer wunderbar gesungenen 'Casta diva'-Arie aus "Norma" zu hören. Die drei genannten Sänger traten zur gleichen Zeit in Paris auch in einer Neu-Inszenierung der "Aida" auf. Der Sender 'arte' brachte im September 2017 einen Zusammenschnitt dieses Konzerts, das auch auf YouTube gesehen werden kann.


    Hoffentlich werden bald auf DVD folgende 'The Met - Live in HD' - Aufführungen veröffentlicht:


    "Roberto Devereux" (Donizetti) (Metropolitan Opera House, New York, 16. 4. 2016) mit Sondra Radvanovsky als Elisabeth I. sowie mit Elina Garanca (Sara), Matthew Polenzani (Robert Devereux), Mariusz Kwiecien (Herzog von Nottingham), Brian Downen (LordCecil) und Christopher Job als Walter Raleigh. Die Inszenierung stammt von David McVicar; der musikalische Leiter war Maurizio Benini. Eine Bekannte von mir war wegen Elina Garanca in einer der vorhergehenden Aufführungen und war von Sondra Radvanovskys Leistung hell begeistert.


    "Norma" (Bellini) (Metropolitan Opera House, New York, 7. 10. 2017) Norma - Sondra Radvanovsky, Adalgisa - Joyce DiDonato, Pollione - Joseph Calleja, Oroveso - Matthew Rose / Dirigent: Carlo Rizzi / Regie: David McVicar. Obwohl die New Yorker Kritiker die Inszenierung des sonst so stilsicheren 'Sir David' als sehr düster und 'drab' ablehnten, wurden die Sänger einhellig gelobt. Sondra Radvanovsky hatte bereits 2013 an der 'Met' (in einer anderen Inszenierung) die Norma an Stelle von Anna Netrebko gesungen.


    Und übrigens: in drei Tagen, am 11. April, feiert die Sängerin - ich weiß, das ist unhöflich! - ihren 49. Geburtstag! Aber Sondra Radvanovsky verkörpert perfekt den neuen, zeitgemäßen Typ einer Primadonna: selbstbewusst, offen, herzlich und komplett uneitel!


    Viele Grüße!


    Carlo

    Hallo, Amfortas!


    Da hast Du Dir aber selbst ein Bein gestellt, wenn Du schreibst, dass Du die Münchner Inszenierung nicht kennst. Damit setzt Du dich demselben Vorwurf aus, den die RT-Verfechter oft den RT-Gegnern machen: dass sie etwas beurteilen, was sie nicht aus eigenem Erlebnis (oder nur von Fotos) kennen.


    Hast Du schon einmal den Briefwechsel Hofmannsthal - Strauss in Bezug auf den "Rosenkavalier" gelesen? Da geht es sehr explicit um Stil- und Detailfragen, wie z. B. auch um das Léver im 1. Akt. In München war das jedes Mal ein magischer Moment, wenn der Paravent zusammengeklappt wurde und die Marschallin in einer prachtvollen Robe erschien. (Ich erinnere mich an den TV-Film von den Salzburger Festspielen 1960: da war die bildschöne Lisa Della Casa nicht nur neu eingekleidet worden, sondern trug auch eine weiße Perücke. Bei diesem Anblick hielt man die Luft an!) Meistens verzichtet man auf diesen Effekt - seltsamerweise auch Elisabeth Schwarzkopf in der "Rosenkavalier"-Verfilmung aus demselben Jahr - um die Kosten für ein aufwändiges Kostüm zu sparen, das man doch nur 20 Minuten lang bewundern darf.


    Aber das ist nur ein Detail von vielen, die man in dieser Münchner Inszenierung sehen kann. Hofmannsthal und Strauss waren Praktiker, die sehr wohl wussten, wie man effektvolles Theater macht. Und der Hinweis auf Max Reinhardt führt in's Leere, da es zuwenig visuelle Dokumente seiner "Rosenkavalier"-Arbeit gibt.


    Und ja, die "Ariadne" aus Zürich habe ich auf Video - aber das ist ein anderes Thema und auch eine andere Oper!


    Gruß,


    Carlo

    Liebe Taminos,


    auch ich habe diese Muster-Inszenierung des "Rosenkavalier" (Premiere am 20. 4. 1972) im Münchner Nationaltheater gesehen, zweimal, zuerst am 1. 6. 1979 mit der Beteiligung von Fernsehkameras, die das Publikum für die zwei Tage später statt findende 'Live-Übertragung' filmten (die Oper selbst war zuvor ohne Publikum an mehreren Vormittagen aufgezeichnet worden). Die Besetzung war identisch mit der später auf Video und DVD veröffentlichten Ausgabe: Gwyneth Jones (Marschallin), Manfred Jungwirth (Ochs), Brigitte Fassbaender (Octavian), Benno Kusche (Faninal), Lucia Popp (Sophie) und Francisco Araiza (Sänger) unter der musikalischen Leitung von Carlos Kleiber. Der Regisseur war Otto Schenk, der für das Fernsehen seine Inszenierung auffrischte - Jürgen Rose entwarf das Bühnenbild und die Kostüme.


    Das zweite Mal sah ich diese Oper in der gleichen Inszenierung am 7. 6. 2006, also 27 Jahre später, und sie erschien mir so frisch und unmittelbar, als wäre sie gerade erst zur Premiere gekommen. Hier sangen nun Felicity Lott (Marschallin), John Tomlinson (Ochs), Daniela Sindram (Octavian), Martin Gantner (Faninal), Diana Damrau (Sophie) und Piotr Beczala (Sänger); Peter Schneider war der Dirigent. Und schon damals ging das Gerücht, dass es bald eine Neu-Inszenierung geben würde.


    Wo in Deutschland erlebt man es heute noch, dass das Publikum beim Aufgehen des Vorhangs dem Bühnenbild Beifall zollt? Auch enthielt diese Arbeit von Otto Schenk eine historisch korrekte Wiedergabe eines 'Lévers': das Ankleiden der Marschallin hinter einem Paravent. (Meistens behält die Marschallin ihr Negligée bis zum Ende des ersten Aktes an.) Es ist müßig, alle Details dieser wunderbaren Inszenierung, inclusive des stimmigen Bühnenbilds von Jürgen Rose, zu schildern - Gottseidank auf Video bzw. DVD für alle Zeit verewigt.


    Ein Sitz-Nachbar erzählte mir 2006, dass er diesen "Rosenkavalier" seit 1972 schon über 20 Mal gesehen hatte und noch immer berührt davon war. In der Pause hatte ich ein Gespräch mit Ingeborg Hallstein, die bedauerte, nicht in dieser Inszenierung gesungen zu haben. Und später hat mir jemand gesagt, dass die Bühnenarbeiter jeder Aufführung mit gemischten Gefühlen entgegen sähen, weil es viel Arbeit und Zeit kostete, das Bühnenbild des zweiten Aktes (eine Nachschöpfung der Amalienburg in Nymphenburger Park) aufzubauen und einzurichten. Ist das also der wahre Grund, sich von dieser Inszenierung zu trennen?


    Natürlich kann und darf man ein Bühnenstück neu interpretieren, aber ich bezweifle, dass es heutzutage Regisseure und Ausstatter gibt, die über soviel Geschmack und Stilempfinden verfügen, das spezifische 'Parfüm' dieser an Künstlichkeit kaum zu überbietenden Oper zu verstehen und auch umzusetzen. Dazu ist der 'Zeitgeist' zu grob und zu wenig feinsinnig, zu realistisch und geheimnislos, alles muss enträtselt und hinterfragt werden, und vor allem muss alles anders als bisher gemacht werden. Das Team, das sich einer Neudeutung des "Rosenkavalier" gerade in München stellt, ist wirklich nicht zu beneiden...


    Vielleicht könnte man es mit diesem "Rosenkavalier" so handhaben wie mit der legendären "Arabella"-Inszenierung 1958 in München, die 15 Jahe lang nur während der Opernfestspiele gezeigt wurde. Im Prinzregententheater könnte man ruhig eine Neuinszenierung vorstellen, die höchstwahrscheinlich gemäß heutiger Gepflogenheiten weniger opulent ausfallen dürfte. Und dann könnte man auch vergleichen, mit den Worten der Marschallin: "Und in dem 'Wie', da liegt der ganze Unterschied..."


    Viele Grüße!


    Carlo


    P.S. Die "Rosenkavalier"-Inszenierung von Otto Schenk an der Deutschen Oper am Rhein, die 'rodolfo39' (Beitrag Nr. 50) im Mai sehen möchte, stammt aus dem Jahre 1981 (Bühnenbild: Bert Kistner / Kostüme: Gabriele Frey) und ist somit auch schon fast 37 Jahre alt. Und in dieser Saison hat die Rheinoper auch die legendäre "Cenerentola"-Produktion von Jean-Pierre Ponnelle von 1974 wieder neu einstudiert - ein Publikumsmagnet!

    Hallo, wega!


    Die Schallplattenmarke 'Kronos' gehört zu der amerikanischen Firma 'Morgan Records', die Ende der 70er Jahre Live-Aufnahmen von Opern veröffentlicht hat. (Die Bestellnummer des "Hamlet" aus Saarbrücken ist MOR 7302.) Ich selbst habe diese Schallplatten auch nicht, sondern nur den Katalog der Firma 'Morgan Records'. Meines Wissens ist diese "Hamlet"-Aufnahme seither nicht wieder auf Tonträgern erschienen.


    Da damals diese sogenannten 'Piraten' massiv von den internationalen Justizbehörden strafrechtlich verfolgt wurden, hat man häufig die Provenienz dieser Firmen verschleiert. Es ist sogar vorgekommen, dass man kistenweise 'Raubplatten', die für den Export nach Europa bestimmt waren, in New York im Hudson River versenkt hat!


    Herzliche Grüße!


    Carlo

    Liebe Taminos,


    Leopold Hager 'konnte auch Opéra-comique und Operette'!


    Eine Studio-Produktion des "Fra Diavolo" (Auber) entstand 1969 beim WDR in einer Funkfassung von Karheinz Gutheim (mit Dialogen!) und in der Funkregie von Karl O. Koch. Es sangen: Fra Diavolo - Sándor Kónya; Lord Kookburn - Lothar Ostenburg; Lady Pamela - Dagmar Naaff; Lorenzo - Werner Krenn; Matteo - Hans Franzen; Zerline - Lotte Schädle; Beppo und Giacomo - Ferry Gruber und Arwed Sandner; Ein Sergeant - Anton Maxen / Der Kölner Rundfunkchor und das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester - Dirigent: Leopold Hager.


    Im Archiv des WDR befindet sich auch der Mitschnitt einer konzertanten Aufführung von Millöckers "Der arme Jonathan" in der Düsseldorfer Tonhalle vom 7. 11. 1980 mit folgender Besetzung: Jonathan - Rüdiger Wohlers; Molly, seine Braut - Dora Koschak; Mr. Vandergold, Millionär - Werner Hollweg; Harriet, Sängerin - Hildegard Heichele; Der Impresario Mr. Quickly - Benno Kusche; Miss Big, Catalucci und Brostolone, Mitglieder in Mr. Quicklys Truppe - Angelika Milster, Thomas Lehrberger und Hans Franzen; Graf Nowalsky, Abenteurer - Klaus Hirte; Arabella, seine Schwester - Josefine Engelskamp; Billy, Chefkoch bei Mr. Vandergold - Ferry Gruber; Dr. Holmes, Mr. Vandergolds Rechtsanwalt - Herbert Steinmetz; Prof. Dryander, Harriets Onkel - Kurt Bock / Der Kölner Rundfunkchor und das Kölner Rundfunkorchester unter der Leitung von Leopold Hager / Bearbeitung und Dialogregie: Imo Moszkowicz.


    Viele Grüße!


    Carlo

    Liebe Taminos,


    der gesuchte "Hamlet"-Mitschnitt ist auf drei LPs der Firma 'Kronos' in den USA erschienen. Die Besetzung
    ist wie folgt: König Claudius - Dusan Popovic, Königin Gertrud - Zenaida Pally, Hamlet - Oskar Hillebrandt,
    Polonius - Hans Weverinck, Laertes - Allen Cathcart, Ophelia - Elaine Cormany, Horatio - Hans Marczinkowsky,
    Zwei Totengräber - Karl Weikmann und Helmut Tromm / Chor und Orchester des Saarländischen Staatstheaters
    Saarbrücken - Dirigent: Siegfried Köhler / Regie: Hermann Wedekind. (Die Aufführung benutzt die deutsche
    Textfassung von Kurt Neufert; die musikalische Bearbeitung - bei der einige Rollen und musikalische Passagen
    gestrichen sind - stammt auch von Siegfried Köhler.) Der Mitschnitt datiert vom 9. 6. 1973.


    Oskar Hillebrandt - der ja manchmal mit dem Bassisten Nikolaus Hillebrand verwechselt wird - habe ich auch
    einmal 'live' erlebt: am 21. 1. 1983 in der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf und zwar als 'Alberich' im
    "Rheingold". Die Besetzung war hervorragend: Wotan - Bent Norup, Donner - Toshimitsu Kimura, Froh - Ronald
    Hamilton, Loge -Manfred Jung, Fasolt - Malcolm Smith, Fafner - Jan-Hendrik Rootering, Mime - Helmut Pampuch,
    Fricka - Gwendolyn Killebrew, Freia - Rachel Yakar, Erda - Grace Hoffman, Woglinde - Melissa Evans, Wellgunde
    - Brigitte Dürrler, Floßhilde - Margrit Caspari / Arnold Quennet dirigierte die Düsseldorfer Symphoniker. Die Regie
    hatte Georg Reinhardt in den traumhaft schönen - komplett aus Projektionen bestehenden - Bühnenbildern des
    genialen Heinrich Wendel. Es war einmal...


    Viele Grüße!


    Carlo