Beiträge von greghauser2002

    Am 20. Juni ist KS Kurt Equiluz 93-jährig verstorben.

    Ich durfte im Jahr 2019 einige Stunden in seiner Wiener Wohnung mit ihm verbringen, wo er mir viel aus seinem Leben erzählt hat. Rührend die Bewirtung mit Kaffee und Keksen. Abenteuerlich die anschließende Autofahrt zum Bahnhof mit dem damals knapp 90-Jährigen am Steuer! Er ist noch ordentlich auf's Gas gestiegen.


    Ein würdiger Nachruf:

    Zum Tod von Kurt Equiluz | DiePresse.com

    Wie immer bin ich angetan von deinem neuen Artikel, lieber Buralicchio.


    Ich stelle hier zwei Tonbeispiele zu Franz Lechleitner ein:

    Parsifal: Act II: Amfortas! Die Wunde! (Parsifal) - YouTube

    Siegfried: Waldweben ("Daß der mein Vater nicht ist") - YouTube


    Und hier noch geringfügige Ergänzungen zu seiner Karriere, besonders zu weniger bekannten Rollen:

    Franz Lechleitner - Theaterlexikon (theaterwissenschaft.ch)


    Gestorben ist er als Tiroler übrigens in Hall (nicht in Bad Hall - das wäre in Oberösterreich).

    Mir scheint, dass Maler und Gemälde der Künstlergruppe "Der blaue Reiter" international immer bekannter werden. Ich habe Hollywood-Filme gesehen, in denen Kandinsky oder Macke Thema waren - als hochpreisig gehandelte Künstler. Eine Art Wahrzeichen für die Gruppe ist dieses Gemälde von Franz Marc: Blaues Pferd.


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    Liebe Taminos,


    danke für die zahlreichen Informationen zu Elfi Pfleger.

    Das seltene Dokument mit Elfriede Pfleger und Gwyneth Jones habe ich - zumindest digital.

    Es wurde gestern auch bei unserem Abend "Salzburger Opernsänger*innen aus Stadt und Land" vorgespielt.


    In diesem Zusammenhang möchte ich mich bei Carlo und seinem Bekannten TG ausdrücklich bedanken, da sie mich mit seltenen Aufnahmen bzw. Bildern von Heinrich Pflanzl, Herta Talmar, Rosl Schwaiger und Rosl Zapf unterstützt haben. Vieles davon wurde gestern verwendet.


    Es war schön, fast rührend, wie sehr die Menschen begeistert waren von den Stimmen und den Biographien der Künstler. Der Saal war bis zum letzten Platz gefüllt, die Leute hungern wieder nach kulturellen Vorträgen, trotz der immer noch gegebenen Ansteckungsgefahr.


    Obwohl ich als Vortragender viel zu tun hatte (gleichzeitig auch mit der Technik), konnte auch ich die Atmosphäre, die schönen Tonbeispiele und die seligen Gesichter der Zuhörer genießen. Die viele Arbeit hat sich gelohnt.


    LG und nochmals ein Dank,

    Gregor (greghauser2002)

    Lieber Buralicchio,


    vielen Dank für deine Recherche zu Elfriede Pfleger. Ich habe eine CD, in der sie in ihrer Schweizer Zeit aus "Hänsel und Gretel" singt, u.a. den "Abendsegen" gemeinsam mit Gwyneth Jones. Da sind vermutlich noch andere Züricher Regionalhelden drauf, die du vielleicht identifizieren könntest.

    Deine Worte über Franz Supper freuen mich besonders. Ich durfte schon so manches Projekt mit ihm gemeinsam verwirklichen. Leider wird er mit Ende dieser Saison in Pension gehen und unser Landestheater nach 35 Jahren verlassen.

    Ich stelle hier seine Florestan-Arie, einen Trailer mit ihm als Bacchus und die ganze angesprochene Figaro-Produktion ein. LG greghauser2002 (wenn du einen Klammeraffen und yahoo.de dranhängst kannst du mir wegen der CD gern schreiben).


    Franz Supper singt "Gott, welch Dunkel hier" aus Fidelio - YouTube


    Trailer „Ariadne auf Naxos“ - YouTube


    Mozart - Le Nozze di Figaro - YouTube

    Lieber Buralicchio,


    vielen Dank für deine Nachricht über Elfriede Pfleger.

    Eines weiß ich aber genau: sie lebt! Daher ist dieser Thread bestimmt unangebracht. Ich schlage vor: Die "unberühmte" Stimme - DIE BERÜHMTE STIMME - SÄNGERPORTRAIT - TAMINO-KLASSIKFORUM


    Danke für deinen schönen Bericht über Regionalheld Jakob Keller. Vielleicht wäre hier eine Einheitlichkeit von Vorteil und der Bericht würde bei deinen anderen in "Künstlererinnerungen" aufscheinen. Noch dazu, wo du ihn an seinem 30. Sterbetag eingestellt hast.

    Dieser Thread hier erinnert doch eher an aktuell Verstorbene.


    Bitte nicht als ungebührliche Einmischung verstehen, aber ich finde deine wertvollen Beiträge gehören nicht auseinandergerissen.

    und einige von meinen sogenannten "Schweizer Regionalhelden" habe ich persönlich kennengelernt und auch befragt.

    Vielen Dank für deine Antwort, lieber Buralicchio. Nun bin ich im Bilde. Vermutlich mag ich deine Beiträge so gerne, weil ich selber ähnlich geartet bin. Kommenden Mittwoch halte ich (gemeinsam mit einem Opernfreund) einen Vortrag über unsere "Salzburger Regionalhelden" hier. Das passt ganz gut zum Titel dieses Threads. "Inbrunst im Herzen - Salzburger Opernsänger aus Stadt und Land" stellt zehn Künstlerinnen und Künstler von einst bis jetzt vor: Max Lorenz, Richard Mayr, Heinrich Pflanzl, Hubert Grabner, Herta Talmar, Rosl Schwaiger, Rosl Zapf, Elfriede Pfleger, Josef Köstlinger und Franz Supper.

    Pfleger war eine Zeit lang in Zürich - zur Zeit von Gwyneth Jones. Weißt du etwas über sie?

    Lieber Buralicchio,


    wie bei allen deinen Porträts, möchte man den Sänger am liebsten sofort selbst hören - leider bleibt einem das aber verwehrt, weil man zu deinen "Schweizer Regionalhelden" keine Tonbeispiele findet. Dieser Walter Hesse muss ein Teufelskerl gewesen sein: Vom Bassbariton zum Tenor, von Afrika in die Schweiz, von der Gummifabrik zurück zum Florestan!

    Woher hast du bloß all diese Informationen?


    Zu Ruth Pache konnte ich vorerst nur erfahren, dass ein Bekannter sie 1961 in Innsbruck als "Turandot" gesehen hat.

    Wie schön, dass du deine "längere Abwesenheit" beendet hast, lieber Buralicchio und uns gleich mit zwei Sängerporträts erfreust.

    Vielleicht finde ich über Ruth Pache noch etwas heraus, da sie deinem Bericht nach ja in Linz und Salzburg tätig war.

    ... und ich möchte noch ergänzen, dass es unter Abbado ja auch eine Studioproduktion von 1977 gibt. Das Hauptrollen-Quartett war mit Cappuccilli, Ghiaurov und Freni weitgehend gleich besetzt. Nur Veriano Luchetti kam zugunsten von José Carreras nicht zum Zug. In den großen Theatern sang er den Adorno neben den Stars, aber auf Schallplatte musste er einem der drei alles beherrschenden "Tenorgiganten" weichen. Viele Opernfreunde bedauern diese Besetzungsstrategien der großen Plattenfirmen.

    Dazu passend. Am 04. 05. 2022 wird hier in der Stadt Salzburg - sofern Corona es zulässt - ein Vortrag stattfinden mit dem Titel "Inbrunst im Herzen - Salzburger Opernsänger*innen aus Stadt und Land". Dabei soll durch Bild, Ton und persönlich gehaltenen Kurzporträts folgender Sänger gedacht werden: Rosl Schwaiger, Richard Mayr, Heinrich Pflanzl, Max Lorenz, Herta Talmar, Rosl Zapf, Hubert Grabner, Elfi Pfleger, Josef Köstlinger und Franz Supper.

    Natürlich gäbe es mehr, aber zu all diesen Persönlichkeiten haben die Referenten persönlichen Bezug - manchmal in einem eher weiteren Sinn.

    Ich schreibe das hier, weil ich den Rosl-Schwaiger-Freunden im Forum damit zeigen will, dass sie in ihrer Heimat nicht vergessen ist. Ich bin übrigens einer von zwei Referenten.


    Hat jemand eine nähere Beziehung zur Stuttgarter Oper? Ich weiß, dass Hubert Grabner dort den Rigoletto-Herzog (1959) und den Linkerton (1964) gesungen hat. Ich würde aber sehr gern wissen, ob er noch weitere Auftritte absolviere.

    Ab 1:15:05 - Oper kann so schön sein! Danke, Orfeo!

    Da fand ich an seinem Geburtstag noch was aus dem Palais Garnier von 1978

    Simone Boccanegra mit

    Simon Boccanegra - Piero Cappuccilli
    Jacopo Fiesco - Nicolai Ghiaurov
    Amelia Grimaldi - Mirella Freni
    Gabriele Adorno - Veriano Luchetti

    Damals konnten sich die Sänger auch wirklich noch auf das Singen konzentrieren und mussten nicht etwa halbnackt oder im Handstand oder vom Publikum abgewandt singen.

    Die Identifizierung mit der Handlung kam auch durch die Kostüme und das Bühnenbild, einige theatralische Gesten im besten Sinn, vor allem aber durch das Wort und Musik, Musik, Musik!

    Mehr bräuchte es auch heute nicht!

    Ich möchte mich bei Gregor und Orfeo für ihre Beiträge bedanken.


    Die Rarität "Conchita" mit der Stella sieht ja wirklich sehr interessant aus.

    Der Tenor Aldo Bottion besaß eine sehr bemerkenswerte Stimme. Über ihn würde ich mich gern weiter unterhalten.

    Hier Fakten und Musikbeispiele: Aldo Bottion (historicaltenors.net)


    Ana Maria Rota in "Conchita" ist übrigens die Schwester des bekannten Komponisten Nino Rota.


    Hier der durchaus reichhaltige Wikipedia-Eintrag der Oper "Conchita":

    Conchita (Oper) – Wikipedia

    Ich beziehe mich auf folgendes Zitat, das ich in der DVD-Beschreibung von "Der Freischütz" mit Ernst Kozub, über den in einem anderen Thread derzeit viel geschrieben wird, fand:


    Im August 1967 wurde die erste von insgesamt 13 Opern für das Fernsehen produziert. Im Auftrag des NDR übernahm die Polyphon Film- und Fernsehgesellschaft Inszenierungen aus der Staatsoper in ihrer Originalbesetzung. Regisseur Joachim Hess passte die Bühnenfassung den Erfordernissen des Fernsehens an. Der "Freischütz" entstand im Januar/Februar 1968 als dritter Film.

    Rolf Liebermann sah einen unschlagbaren Vorteil des Opernfilms - trotz der Befürchtung, Musikfreunde vielleicht vom Gang in das eigene Stadttheater abzuhalten: "Es ist eine wichtige und merkwürdige soziologische Erfahrung, wenn man statt zwei- bis dreihunderttausend Zuschauern in mehreren Jahren einige Millionen auf einen Schlag erreicht. [...] Viele Leute werden durch das Fernsehen überhaupt erst mit der Welt der Oper bekannt gemacht."


    Weiß jemand, welche zwölf anderen Opern das sind? Wenn ja, gibt es die ebenfalls auf DVD?

    Danke!

    Danke für das Einstellen der Musiknummern, lieber Orfeo.


    Lieber Rheingold,

    die meisten Titel kannte ich natürlich, weil ich die drei Boxen des Hamburger Archivs für Gesangeskunst im Regal stehen habe:

    www.vocal-classics.com - Ernst Kozub - Vol. 1 (3 CD)

    Da gibt es auch Vol. 2+3. Für alle Kozub-Fans sehr empfehlenswert.


    Daher hätte ich bei der Radiosendung vor allem auf Informationen über das Leben oder Analysen der Stimme Kozubs gehofft. Aber das war eben leider enttäuschend.

    Lieber Carlo,


    wirst du das angekündigte Kozub-Projekt noch verfolgen?

    Weißt du, ob man die Kozub-Nummer von "Stimmen, die um die Welt gingen" irgendwo erwerben kann?

    Ich habe in einem anderen Thread gelesen, dass du dabei sogar mitgewirkt hast.


    Liebe Kozub-Fans,


    Ende Dezember brachte Ö1 ein eineinhalbstündiges Porträt des Tenors. Ich habe mich ein wenig geärgert, weil die Moderatorin Chris Tina Tengel ihre Vorbehalte gegenüber Kozub in den Fokus der Sendung rückte. Warum gestaltet man eine Erinnerungssendung, wenn der Präsentator den Protagonisten nicht schätzt?


    Dafür habe ich diesen Artikel in der Beschreibung eines YouTube-Videos gefunden, den ich durchaus für lesenswert erachte:


    Ernst Kozub (1924-1971) was a German Heldentenor whose two-decade career encompassed opera, concerts, radio, television and recordings. Born in Duisburg, young Kozub served in the military during WWII and was wounded in battle. Following the war, he went into the retail business, intending to live out his days as a storekeeper. However…as is so often the case with future tenors…Kozub’s habit of singing to his customers aroused quite a bit of interest. The young man was encouraged to study and auditioned for the faculty of Weimar Musical College. He was granted a scholarship and began building his vocal technique. Kozub also learned and performed numerous opera and operetta roles in college, which prepared him for a stage career.

    Interestingly, Kozub did not have to “pay his dues” in the smaller provincial houses during the early days of his career as an operatic artist. His debut came about in 1952 at an internationally recognized theater, the Komische Oper Berlin. Although the role was a secondary one…Marquis de Chateauneuf in Lortzing’s Zar und Zimmermann…Kozub made a big impression and was offered a season contract. He remained with the company for two years, quickly graduating to more dramatic repertoire. In 1954, the 30-year-old tenor accepted a position with Opernhaus Frankfurt am Main. Kozub was leading tenor with the company until 1962 when he was lured away by Staatsoper Hamburg. During his years with the Staatsoper, Kozub made guest appearances with Deutsche Oper Berlin, the Vienna Staatsoper, London’s Covent Garden and Sadler’s Wells, the Teatro San Carlo in Naples, Milan’s La Scala, the Teatro Colón in Buenos Aires, Rome’s Teatro dell’Opera, La Fenice in Venice, the Maggio Musicale in Florence, the Salzburg Festival and Bayreuth. His repertoire grew to include such roles as Walther von Stolzing in Die Meistersinger, Erik in Der Fliegende Holländer, Siegmund in Die Walküre, the title roles in Lohengrin, Parsifal and Tannhäuser, Florestan in Fidelio, Bacchus in Ariadne auf Naxos, the Emperor in Die Frau Ohne Schatten, Max in Der Freischütz, Hermann in Pique Dame, Don José in Carmen, Luigi in Il Tabarro, Calaf in Turandot, Radames in Aïda, Manrico in Il Trovatore, Don Alvaro in La Forza del Destino and the title roles in Don Carlo and Otello.

    One potential blemish on an otherwise stellar career was Decca’s proposed 1960s complete recording Wagner’s Ring. Producer John Culshaw, impressed with Kozub’s Wagnerian performances, cast the tenor in the title role of Siegfried. During rehearsals, it became evident that the role was beyond Kozub’s resources. Despite incessant coaching, the tenor simply could not learn the role well enough to record it. He was replaced at the last minute by veteran Heldentenor Wolfgang Windgassen. Regardless of Kozub’s less than satisfactory efforts, Culshaw (and Decca) seemed to bear him no ill will. In fact, Culshaw, when recounting the episode in his memoirs, refuses to name Kozub as the offending artist.

    The reasons for Kozub’s failure on this project remain a mystery. One theory is that illness had robbed him of his ability to absorb anything new at that particular time. It is known that the tenor suffered from a lifelong malady (the exact nature of which has never been revealed) that sometimes affected his cognitive abilities. Regardless, he continued to perform regularly throughout the next decade. A 1967 auto accident severely injured the tenor who, through a Herculean effort, managed to recover and resume his career. Although Kozub’s health continued to deteriorate, he maintained a schedule of performances that kept him busy on the major stages of Europe. A series of medical tests in late December of 1971 were deemed satisfactory and Kozub set about to continue his hectic schedule. However, shortly after returning home, on December 27, Kozub went into cardiac arrest and died. He was just one month shy of his 48th birthday.

    Ernst Kozub was an artist with a tremendous voice…rich, voluminous and with an exciting top. He was an important fixture on European stages for two decades and yet today, less than 50 years after his untimely death, he is almost completely forgotten. When Ernst Kozub IS remembered, it is typically as the inept “mystery tenor” who was too dumb to master Siegfried. It is a pity that this single episode has defined the entire legacy of this marvelous singer. Ernst Kozub was an artist who, despite a lifelong struggle with chronic illness, mastered many difficult and downright treacherous roles. He at least deserves to be remembered for that.

    Zur Einstimmung habe ich einige Screenshots gemacht, die man je nach persönlicher Einstellung auch als Warnung verstehen kann.

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    Mittlerweile habe ich Teile der "Tosca" aus dem TadW auch gesehen. Natürlich sehr abstoßend.

    Ach ja, gesungen wurde auch, sogar recht gut, allerdings konnte Frau Opolais eigentlich mehr durch ihre schauspielerischen Fähigkeiten beeindrucken.


    Auch ich finde es interessant, wie eine "Sängerin" wie die Opolais quasi ohne Stimme zu einem internationalen Star aufsteigen kann. Klar, sie ist eine schöne Erscheinung und geht voll auf in der Rolle. Ja, die Tosca darf auch manchmal ein bisschen schrill sein. Aber das!

    Vor etlichen Jahren habe ich Frau Opolais auf der Bühne im "Mefistofele" erlebt. Ich hatte mich damals so auf die wunderschöne Arie gefreut. Leider umsonst.

    Dazu passend:

    Jonas Kaufmann wird österreichischer Kammersänger - news.ORF.at

    Seit bald neun Jahren nichts mehr über Peter Sonn!


    "Siegfried" hat vollkommen Recht. Sein David damals war schon erste Sahne, auch die schauspielerische Rollengestaltung.

    Ich habe Peter Sonn hier in Salzburg vor wenigen Jahren in Bruckners "Te Deum" gehört. Sehr ansprechend.


    Soeben habe ich seine Homepage angeschaut. Angeblich hat er in Berlin kürzlich den Tamino gesungen. Hat das jemand gesehen?

    Er gehört nun dem Ensemble von Darmstadt an. Eine gute Entscheidung. In Zeiten wie diesen sind freischaffende Künstler (und das war er in den letzten Jahren) nicht zu beneiden.

    Brian Jagde (#310ff, 636, 642ff, 692,1279, 1357, 1413, 2103ff, 2419)


    Das gefällt mir!

    Ja, mir auch. Danke, ein interessanter Mann. Wenn man die Augen schließt, hört man einen Tenor, der in der Tradition der italienischen tenore robusto singt: Giacomini, Cecchele, ... Ich habe ein bisschen auf YouTube gesurft, einige Schmankerl sind da dabei - u.a. sein "Vincero". Die Zeit wird zeigen, ob er sich die Frische in der Stimme behalten kann. Sein "Bacchus" - und auch ein paar andere Clips mit ihm - gefallen mir dafür weniger. Niemand kann alles!

    Danke vielmals für deinen interessanten Bericht. Ja, die Staatsoper leidet - wie alle kulturellen Betriebe - derzeit unter den geringen Zuschauerzahlen. Umso wertvoller empfindet man es dann, wenn man dabei sein kann! Es wird einem bewusst, dass Kultur, Oper nichts Selbstverständliches ist, sondern eine Leistung an Energie und inspiriertem Geist - von der Entstehung bis hin zu jeder Aufführung. Wir haben kein Recht darauf, wir müssen jede gelungene Aufführung voll Dankbarkeit und Respekt wertschätzen.

    Schön, deine Worte zu Bernheim und Unterreiner und auch deine Überlegungen zur Melodie in der Oper.

    Das erste Mal in Erl, das erste Mal live den Wohlklang der von mir geliebten Mascagni-Oper hören - darauf hatte ich mich schon sehr gefreut. Gestern war es dann so weit. Und es wurde zum Glück auch tatsächlich gespielt!

    Wer das Haus nicht kennt: Alles ist wunderbar großzügig ausgestattet, man wähnt sich in einem modernen Kinosaal. Die Bühne ist riesig, eher auf Wagner ausgelegt. Wenn man in der Pause aus den großen Fenstern schaut (es war eine Nachmittagsvorstellung), sieht man die Alpen vor sich, oder auch Spaziergänger über die Felder wandern. Das ganze Gefühl ist anders als in allen Häusern, in denen ich jemals war, die doch stets nur ein urbanes, beengtes Umfeld bieten.


    Die Oper mit ihrer "sehr schönen Musik" (Verdi) wirkt live großartig, noch dazu wenn die Phantasie mit einem so schön kitschigen Bühnenbild, wie jenem von Sonja Fürsti, unterstützt wird. Dirigent Francesco Lanzillotta hat aus dem Orchester italienische Melodik und Wucht herausgeholt und wirkte sehr kompetent. Er war bis vor Kurzem Musikdirektor des Festivals Macerata.

    Zu den Sängern. Interessanterweise haben sie alle eine Verbindung zum Opernhaus Frankfurt und sind alle noch sehr jung. Also interessante Nachwuchshoffnungen. Sehr gut gefallen haben mir Domen Krizaj mit kultiviertem Baiton als David und die quirlige Nina Tarandek in der "Hosenrolle" (einer der "Regiekniffe" ist, dass Beppe hier tatsächlich ein weiblicher Charakter ist) des Beppe. Karen Vuong als Suzel überzeugt mit einer sehr schönen Stimme, sang aber permanent zu laut und passt vom Typ her nicht wirklich zum scheuen Landmädchen. Gerard Schneider in der Titelrolle war der einzige Solist, der eher weniger überzeugte. Es fehlt ihm ganz einfach der tenorale Strahl. Er hat überhaupt keine Durchschlagkraft - die braucht man in einigen Passagen aber, wenn der Fritz auch wahrscheinlich die lyrischste Tenorrolle ist, die Mascagni je geschrieben hat.

    An der Inszenierung, speziell auch an der Personenregie oder an der Art, die große Bühne (nicht) zu nutzen, könnte man einiges kritisieren. Ich war aber schon froh, dass Ute M. Engelhardt wenigstens nichts verhunzt hat.


    Wer sich für das Werk interessiert, sollte diesen Artikel lesen. Da sind wirklich einige interessante Aspekte herausgearbeitet. Ich selbst habe darunter heute auch noch ein paar Gedanken in zwei Kommentaren ausgeführt:

    Sölkners Klassik-Kunde: "L'amico Fritz - Das vergessene Meisterwerk"

    Danke für die Richtigstellung, lieber Stimmenliebhaber. Ja, die zwei Opernhäuser kann ich schwer unterscheiden - ich war in keinem der beiden je in einer Vorstellung.

    Natürlich hat man zu gewissen Sängern durch eine persönliche Prägung viel mehr Bezug. Aber Theaterluft und Künstler lieben wir alle. Mich interessieren, wenn sie mir schmackhaft gemacht werden, auch Sänger aus ganz anderen Gegenden. Jede Künstlerbiografie ist ein interessantes Kleinod für sich.

    Die Beschäftigung mit Bonisolli hat mir das letzte Jahr versüßt. Hoffentlich kann ich im kommenden die Ergebnisse der Recherchen angemessen präsentieren.

    Auch dir weiterhin viel Freude!

    Lieber Stimmenliebhaber,


    ich wünsche dir ebenfalls ein gutes neues Jahr.

    Besetzungsarchive sind etwas extrem Wichtiges für recherchierende Opernfans.


    Ich finde deine Arbeit sehr wertvoll und habe gerade in den letzten Tagen einige Male bei Tamino nachgesehen, weil du auf Nachfrage dankenswerterweise auch einmal alle Bonisolli-Auftritte der Staatsoper Berlin extra eingestellt hast.


    LG greghauser

    Interessanter Artikel. Er bestätigt mich auch in der Meinung, dass viele Opernfreaks, die in größter Regelmäßigkeit die Häuser ihrer Stadt besuchen, wenig über den Tellerrand blicken. De Tommaso wird uns hier als sensationelle Neuentdeckung präsentiert. "Seinen Namen sollte man sich merken". Dass er bereits vor mehr als einem Jahr immerhin die Wiener Staatsoper in einer "Butterfly" eröffnet hat, zeigt aber deutlich, dass er eigentlich schon recht prominent ist. Vielleicht hätte der Artikel-Schreiber einmal bei TAMINO reinschauen sollen.


    Umgekehrtes Beispiel: Manchmal habe ich über Sänger gehört, dass sie in Wien nicht viel berücksichtigt worden seien, ihre Karriere als stocke. Dafür haben sie aber woanders glänzende Karrieren gemacht. Das bekommen die Wiener dann offenbar weniger mit, da sie nur die Sänger als erfolgreich einstufen, die immer wieder bei ihnen engagiert werden.