Wobei mir zu dem von mir Geschriebenen soeben noch etwas einfällt. Klimt, der Maler, schuf seinerzeit Kunstwerke, die vom Rezipienten genossen und interpretiert wurden. Bei den Liedern in diesem Thread komponierte Richard Strauss Musik auf vorhandene Texte und wir hören sie heute. Dazwischengeschaltet ist hier aber noch der Sänger (egal, welchen Geschlechts), der nicht umsonst auch Interpret genannt wird. Wenn wir das Kunstlied hören, erfolgt also bereits eine Interpretation, die unsere Interpretation wiederum beeinflusst.
Beiträge von greghauser2002
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„Morgen“ (IV)
Ich denke, beide Sachverhalte hängen zusammen, und darin ist auch die Antwort auf diese Fragen zu finden. Die tiefreichende seelische Bereicherung, die sich beim lyrischen Ich in seiner Imagination der Begegnung mit dem Du ereignet, wird von ihm als eine wesenhaft glückhafte verstanden.
Und „Glück“ ist eine wesenhaft virtuelle existenzielle Erfahrung. Es tritt unangekündigt und schweigend ins Leben. Das ereignet sich als eine existenzielle Augenblicks-Erfahrung, in der die Frage nach den Folgen eben deshalb irrelevant ist.
Es steckt also viel textinterpretatorische Tiefgründigkeit in der kompositorischen Gestaltung dieses Liedschlusses durch Strauss. So habe ich diesen jedenfalls verstanden.
Vielleicht habe ich dabei aber ja meinerseits zu viel hineininterpretiert, Sei´s drum!Deine Interpretation des Liedschlusses finde ich bemerkenswert und m. E. hast du nicht "zu viel hineininterpretiert". Womöglich mag Strauss nicht so intensiv darüber nachgedacht, sondern eher inspiriert gehandelt haben - aber er wäre sicher stolz auf diese gehaltvolle Deutung.
Kann man als Rezipient überhaupt "zu viel in etwas hineininterpretieren"? Ist es nicht vielmehr das Wesen der Kunst, dass sie durch den Rezipienten weiter vervollständigt wird. Ein Kunstwerk spricht meist dann besonders an, wenn ich in der Stimmung bin, gewisse Teile oder das Gesamtwerk besonders nah an mich heranzulassen. Dem Künstler ist wohl bewusst, dass sein Kunstwerk bei jedem Rezipienten anders aufgenommen und interpretiert wird. Man kann sogar ein Lied heute so hören und interpretieren und morgen wieder anders. Klimt hat einmal einen wunderbaren Satz zum Begriff "Künstler" gesagt, der anlässlich einer Ausstellung in der Albertina zitiert wurde: Nicht nur die Schaffenden, auch die Genießenden heißen für uns so. Sie sind fähig, Geschaffenes fühlend nachzuerleben und zu würdigen (und zu interpretieren, Anmerkung von mir). Für uns heißt "Künstlerschaft" eine ideale Gemeinschaft aller Schaffenden und Genießenden.
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Originelle Musik! Die weiter oben angesprochenen parodistischen Züge sind nicht zu überhören. Im Folgenden zwei Ausschnitte der von Carlo angeführten Aufnahme unter Otto Ackermann von 1959. Die Oper ist auf YouTube in einzelnen Tracks zu hören.
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Eine interessante Einführung für dieses schöne Lied, lieber Helmut Hofmann. Ich habe eine wunderbare CD, auf der Meister Strauss Anton Dermota und andere Sänger zu seinen Liedern selbst begleitet. Die ist mir sehr wertvoll. Darauf enthalten auch "Du meines Herzens Krönelein".
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Danke noch einmal, lieber Helmut Hofmann, für das Vorziehen der Analyse, aus der ich viel Wissenswertes mitnehme. Das Lied ist in der Tat schönste Strauss-Musik!
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Vielen Dank für das Teilen deiner weiteren Gedanken zu "L'amico Fritz", lieber Carlo. Bei einem Urlaub im Elsaß stand ich übrigens einmal vor einem offiziell so benannten Haus des "L'ami Fritz".
Dann darf ich hier einige der von dir genannten Aufnahmen, die uns Opernfreunde in vergangene Zeiten versetzen, verlinken:
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Lieber Carlo!
Vielen Dank, dass du an diese besondere Oper von Mascagni erinnerst. Einmal habe ich sie auch live sehen dürfen (in Erl), hierzulande wird sie ja sehr wenig gespielt.
Musikalisch hochstehend finde ich auch die Arie des Fritz "Ed anche Beppe amó" und vor allem die Arie der Suzel "Son pochi fiori" - die kommt an die besten Puccini-Arien heran, oder? Warum wird sie so selten ausgegraben?
L´Amico Fritz: Son pochi fiori
Noch eine Frage: Was meinst du mit "privater Mitschnitt"? Wurden die auch veröffentlicht, oder warum hast du Kenntnis davon? Calleja im Jahr 2012 kann ich mir wunderbar als Fritz vorstellen.
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(Vorbemerkung:An sich stünde die Besprechung dieses Liedes im Hinblick auf seine Opus-Ziffer erst später an. Ich habe sie vorgezogen, weil jüngst das geschätzte Mittglied greghauser sein großes Interesse an diesem Lied geäußert hat.)
Habe Dank, lieber Helmut Hofmann! Ich ziehe immer viel Gewinn aus deinen Abhandlungen, obgleich ich nicht alles verstehe 😉!
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@ Helmut Hofmann: Danke. Du bist überaus freundlich! Interessant wäre bei diesem Lied auch der Unterschied zwischen Klavierfassung und Orchesterversion. Beide werde ich bald - so Gott will - bei kommenden Veranstaltungen hören dürfen.
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Lieber Orffeus!
Danke für den schönen Beitrag über Ermanno Wolf-Ferrari. Ich möchte gern ein paar persönliche Anmerkungen hinzufügen.
Du schreibst, dass sein Vater Maler war und er selbst das zunächst auch werden wollte. Interessanterweise wurde der Bruder von Ermanno dann Maler. Der ist mir vor einem guten Monat im Museo Revoltella in Triest untergekommen. Er nannte sich ebenfalls Wolf-Ferrari. Sein Vornamen war Teodoro.
Ein anderes Mal begegnete mir der Namen des Komponisten selbst überraschend. Ich war zu einem runden Geburtstag in dem Ort Ottobrunn, nahe München gelegen, eingeladen. Und wo fand das Event statt: Im dortigen Kultur- und Veranstaltungszentrum mit dem Namen Wolf-Ferrari-Haus. Auf dem Ortsgebiet von Ottobrunn hat der Komponist nämlich mehrere Jahre gelebt und gearbeitet.
Da ich Salzburger bin, interessiert mich natürlich auch Wolf-Ferraris Bezug zum Mozarteum. Hier kann man alle (!) Jahresberichte des Mozarteums herunterladen: Archiv & Dokumentation - Universität Mozarteum
Schaut man 1939 nach, so sieht man, dass Wolf-Ferrari als neuer Lehrer erwähnt wird. Das Fach Komposition musste er sich allerdings mit Cesar Bresgen teilen, einem eifrigen Nationalsozialisten. Direktor wurde ebenfalls in diesem Jahr Clemens Krauss. Dass Krauss Wolf-Ferrari bewunderte, kann man auch hier nachlesen: Klaus Ulrich Spiegel - Wolf-Ferrari: Der Kuckuck
Ich möchte mit einer - wie ich finde - netten Anekdote um Wolf-Ferrari enden. Karl Terkal, das Wiener Original, wurde einmal von dem fantastischen Radiomoderator und Opernkenner Gottfried Cervenka (man kann kaum glauben, dass er schon über zehn Jahre tot ist) nach seinen Anfängen in Graz gefragt. "Was waren dort Ihre großen Partien?" - "Olles, wos ich glernt hob, is von do unten: Turandot, Rigoletto, Traviata ... (überlegt) ... Neigierige Fraun ...". Cervanka unterbricht: "Wolf-Ferrari." - "Jo, vom Ferrari!"
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Falls man sich bezüglich liedmusikalischem Klangzauberer etwas wünschen darf, wäre es bei mir die "Heimliche Aufforderung". Darüber würde ich gerne etwas von dir lesen!
LG greghauser
Ich füge das hier ein, hatte es ursprünglich in der Pinnwand gepostet. Aber da geht es komplett unter. Wenn Helmut Hofmann das gesehen hat, kann es ja wieder löschen, damit der Thread nicht unnötig unterbrochen wird.
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Mignon – Trudeliese Schmidt / Wilhelm Meister – Adolf Dallapozza / Lothario – Günter Wewel / Philine – Sylvia Greenberg / Laertes – Jürgen Rohe / Jarno – Thomas Schüler / Baron Friedrich – Will van Deeg / Der Chor der Bayerischen Staatsoper / Die Münchner Philharmoniker / Dirigent: Matthias Kuntzsch / Szenenbild: Günther Schneider-Siemssen / Kostüme: Marie-Luise Walek / Regie: Karlheinz Hundorf (Hamburg, TV-Studio, 1981). Unter dem Titel „Kennst du das Land, wo die Zitronen blühen?“ wurde diese einstündige Fassung der „Mignon“ im Rahmen der ‚Marionetten-Opern‘ des ZDF gesendet (ferner gab es noch „Der Waffenschmied“ mit Monika Schmitt, Ludwig Baumann und Kurt Moll sowie „Die verkaufte Braut“ mit Emily Rawlins, Gösta Winbergh und Alfred Kuhn). Robert Stromberger – dem Fernsehpublikum hauptsächlich bekannt als Autor der Serien „Die Unverbesserlichen“ (mit Inge Meysel) oder „Diese Drombuschs“ (mit Witta Pohl) – schrieb den Text des Erzählers, den Peter Lühr vortrug. Dazu spielten die Puppen des Salzburger Marionettentheaters zusammen mit den obengenannten Sängern. Die Erstsendung war am 18. 11. 1981 im ZDF.
Hier sind nur die Szenen mit den Menschen aus dieser an sich gewöhnungsbedürftigen Produktion mit der Mischung aus Puppen, eigenem Text und Singdarstellern. Immerhin mit Adolf Dallapozza, den du, lieber Carlo, weiter oben erwähntest, weil du ihn in der Volksoper selbst in dieser Rolle gesehen hast. Dallapozza ist als Goethe-Held immer wieder in Erscheinung getreten, sei es als Wilhelm Meister, als "Werther" oder sogar als Goethe selbst in "Friederike".
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Vielen Dank für deine interessante Antwort.Kurze Replik, denn ich will den Faden nicht zu sehr stören: "Für hohe Stimme" kann auch bedeuten, dass ein Tenor interpretiert. Männer wie Anders, Dermota, Wunderlich oder zuletzt Kaufmann haben viele Strauss-Lieder aufgenommen ... Deine Meinung dazu?
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Darf ich fragen, nach welchen Gesichtspunkten du die Videos aussuchst, die du einstellst? Mir fällt auf, dass es fast nur Frauen sind, die du die Strauss-Lieder singen lässt. Im Regelfall versteht man Männerstimmen ja akustisch besser beim Liedgesang. Diese Interpretation von "Allerseelen" gefällt mir allerdings sehr gut.
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Lieber Helmut Hofmann!
Ich liebe viele Strauss-Lieder, durfte schon einige bei selbst veranstalteten Konzerten anmoderieren und habe mich entsprechend mit manchen beschäftigt. Freilich nicht wie du auf wissenschaftlichem Niveau.
Es freut mich sehr, dass du dich nun diesem Feld widmest. Schon den Einführungstext liest man mit großem Gewinn. Habe Dank!
Bitte erlaube dennoch eine Frage, und zwar zu Pauline Strauss. Sie ist erst 1950 gestorben. Meintest du vielleicht die Beendigung ihrer Gesangskarriere, die zum vorläufigen Rückgang von Straussens Liedkompositionen geführt hat?
Wünsche dir und uns weiterhin dein frohes Schaffen in diesem thread!
Gregor (greghauser2002)
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Den Otello wird Jagde nächste Saison auch an der New Yorker Metropolitan Opera singen. Eine der Aufführungen, die von Michele Mariotti geleitet werden, wird im Kino übertragen.
In New York singen Ailyn Perez die Desdemona und Artur Rucinski den Jago.

Das sind gute Nachrichten, auch wegen Rucinski. Da werde ich wohl ins Kino pilgern.
Im Oktober wird Brian Jagde in München in vier Vorstellungen den Bacchus verkörpern. Wenn möglich, möchte ich auch das sehr gerne sehen.
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Lieber Carlo,
du bringst immer wieder so interessante Artikel für Opernfreunde. Ich danke dir sehr dafür. Die Oper "Susannah" kannte ich bisher nicht. Aber über den Komponisten bin ich schon gestolpert.
Von Carlisle Floyds weiteren Bühnenwerken sind noch zu nennen: „Wuthering Heights“ (nach Emily Brontë berühmten Roman; 1958), „The Passion of Jonathan Wade“ (ein Bürgerkriegs-Drama; 1962),
Die Europapremiere der zweiten oben genannten Oper fand im Jahr 2010 am Salzburger Landestheater statt. Ich hörte zumindest zwei Ohrenzeugenberichte, dass die gefällige Musik gut angekommen ist. Hier ein paar Informationen über die damalige Produktion.
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Danke für diese Auflistung. Die Aufnahme mit Luchetti und Sighele schätze ich seit Jahren. Sie lässt für mich keine Wünsche offen
Die Oper ist hörenswert und sehr interessant im Kontext von Puccinis Gesamtwerk.
Hier die von Carlo angeführte Inszenierung aus Turin (2008):
Mich wundert, dass Domingo sich so spät in seiner Tenor-Karriere noch diese Oper ausgesucht hat. Hängt das mit seiner Beschäftigung mit Puccini-Liedern zusammen?
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Diese Artikel von Carlo motivieren mich sehr, mir die eine oder andere Aufnahme der Oper zu besorgen. Sind ja auch sehr interessante Sängerpersönlichkeiten aufgelistet. Massenet-Opern können eigentlich nur gut sein - auch die wenig bekannten. Vor Jahren sah ich einmal "Cleopatre" von ihm und war recht angetan. Danke für das Vorstellen dieser Oper, lieber Carlo. Wie immer enorm kenntnisreich zusammengefasst, sehr kurzweilig zu lesen. Danke auch für den Kommentar von wega.
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zu Theodore Browne, Tenor # 2557ff
Ich habe ihn in Salzburg am Landestheater gesehen, das war ebenfalls "Viaggio a Reims", 2024.
Ein Bär von einem Mann (er dürfte noch ein bisschen zugelegt haben im Vergleich mit den Videos) - und dann ein so hoher Tenor! Technisch schien er mir sehr gut zu sein, persönlich schätze ich solche Belcantostimmen aber nicht sehr.
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Lieber Alfred, lieber Helmut Hofmann, liebe Taminos!
Ich habe einen Thread gesucht, der zu dem passt, was mir am Herzen liegt. Und dieser hier scheint mir nicht ungeeignet dafür zu sein, außerdem ist er aktuell.
Meine Interessen waren seit jeher eher im Nischenbereich anzusiedeln. In der Musik und auch sonst. Als ich vor acht Jahren in dieses Forum eintreten durfte, war ich erstaunt und dankbar, dass man hier über jeden noch so unbekannten Opernsänger diskutieren konnte, Gleichgesinnte fand, die sich für alles und jeden interessierten.
In den letzten Jahren hat sich das im Opernstimmensektor geändert. Einige Melomanen sind ausgestiegen und haben ein Konkurrenzforum gegründet. Andere werden immer älter oder sterben. Der Schwung ist draußen. Ich selbst trage zugegebenermaßen auch wenig dazu bei. Wenn ich es versuche, erhalte ich kaum Resonanz.
Doch das heißt für mich noch lange nicht, dass ich deswegen das Forum geringer schätze.
Ich habe ihm und seinen Mitgliedern unendlich viel zu verdanken. Nicht nur die früher lebhaft geführten Diskussionen über Stimmen.
Ich habe gelernt, nur dann etwas zu schreiben, wenn ich auch etwas zu sagen habe. Ich habe mich bemüht, fundierte Recherchen zu posten, weil ich sonst damit rechnen musste, zerpflückt zu werden.
Ich habe die Bildung und das Wissen einiger Taminos auf das Höchste zu würdigen gelernt und persönlich sehr davon profitiert (z.B. vom immer noch aktiven Carlo).
Andere Bereiche der Musik wurden mir durch das Forum nahegebracht (z.B. vom oben angeführten H. H.).
Zwei Bücher durfte ich in dieser Zeit veröffentlichen, die ohne das Forum und etliche Mitglieder darin nicht möglich gewesen wären.
Viele persönliche Kontakte und sogar echte Freundschaften sind über das Forum entstanden und ins Private übergegangen.
All das wäre nicht möglich gewesen, wenn das Forum nur Mainstreamthemen aufgreifen würde. Ich finde es genau richtig, so wie es ist. Und ich möchte dir, lieber Alfred, für deine Ausdauer danken und heute, am Karsamstag, mit einem österlichen Wunsch enden: Möge das Forum auf seine einzigartige Weise "ewig leben"!
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Ich möchte gerne ein paar interessante Neuigkeiten bezüglich Mario Lanza anführen.
Alle paar Jahre, wenn ich mich wieder mehr mit ihm beschäftige, verfalle ich seiner Stimme auf's Neue. Dieser Tenor hat mich als Jugendlicher überhaupt zur Oper gebracht und nun - mit fast 50 Jahren - habe ich noch immer keinen gehört, der ihn alles in allem übertreffen würde.
Neben Carreras, Domingo und Pavarotti nennt ihn ja auch Franco Bonisolli als maßgeblich beeinflussend.
Doch endgültig eine Lanze für Lanza bricht niemand Geringerer als Dirigentenstar Sir Antonio Pappano.
Schaut euch die paar Minuten aus einer BBC-Sendung an:
Hingewiesen wurde ich auf diese Sendung durch ein Booklet aus der von Carlo vorgestellten CD-Reihe von Sepia Records. In der Zwischenzeit sind noch etliche neue herausgekommen und ich habe fast alle in meinem Regal - sie sind wirklich großartig. Da gibt es Homerecordings, Outtakes, Alternativversionen und massenhaft unveröffentlichtes Material (z.B. von Opernszene, die er nur für Kinofilme eingespielt hat). Die Aufmachung ist wunderbar. Herrliche Fotos (schon auf den Covers) und echte Informationen! Jedes Fanherz schlägt höher. Beim Werbepartner gibt es die meisten dieser CDs zu sehr günstigen Preisen: Mario Lanza: The Electrifying Mario Lanza (CD) – jpc.de
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Ein sehr schöner Thread. Ich kann noch zwei der großartigsten Intermezzi beitragen - natürlich beide von Pietro Mascagni und jenem von "Cavalleria Rusticana" in nichts nachstehend: Silvano (Barcarola), das im Film "Wie ein wilder Stier" verwendet wurde.
Vielleicht ein bisschen bekannter: Pietro Mascagni - Guglielmo Ratcliff (Il Sogno)
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Für das österreichische Magazin News stellten sich Benjamin Bernheim und Piotr Beczala zum Doppelinterview bzw. zum hochinteressanten Gespräch miteinander:
https://www.news.at/menschen/b…tr-beczala-interview-2026

Das ist einmal wirklich etwas Besonderes! Danke dir, lieber Gregor, und Kompliment an NEWS!
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Ruhen zusammen in Ewigkeit: Wolfgang Windgassen und Lore Wissmann -
Komponisten und erfolgreiche Sängerinnen
Giuseppe Verdi und Giuseppine Strepponi
Richard Strauss und Pauline de Ahna
Johann Strauß Sohn und Jetty Treffz
Traumpaare der Oper, die lange verheiratet waren
Nicola Rossi Lemini und Virginia Zeani
James McCracken und Sandra Warfield
Jan Kiepura und Marta Eggerth
Weniger traumhafter Ausgang bzw. noch abwarten
Roberto Alagna und Angela Gherghiou
Roberto Alagna und Aleksandra Kurzak
Yusif Eyvazof und Anna Netrebko
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Noch ein Nachtrag:
Nun ist Gustave Botiaux mit 99 Jahren verstorben. Im Gegensatz zu seiner Gattin hat er die Marke 100 Jahre nicht ganz erreicht:
Obituary: French Tenor Gustave Botiaux Dies at 99 - OperaWire OperaWire
Seine wirklich faszinierende Stimme bleibt dank YouTube und Co. jederzeit abrufbar. Hier noch einmal als Sigurd:
Sigurd: Récitatif. "Le bruits des chants" - Air. "Esprits gardiens" (Sigurd)
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Helga Dernesch und Werner Krenn
Helga Papouschek und Kurt Schreibmayer
Lidia Baich und Andreas Schager
Mirella Freni und Nicolai Ghiaurov
Gianna Galli und Aldo Bottion
Mietta Sighele und Veriano Luchetti
Jacqueline Silvy und Gustave Botiaux
Sandra Hamaoui und Benjamin Bernheim
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Nachtrag: Wie mir das im vorigen Beitrag passieren konnte, ist mir rätselhaft: Gleich zwei Fehler im Namen der Gattin von Gustave Botiaux. Sie heißt Jacqueline Silvy.
Als Entschädigung möchte ich diesen Artikel verlinken, der auch ein Bild der hübschen Sängerin beinhaltet:
Unter anderem erfährt man darin, wie sich das Sängerehepaar kennenlernte:
Beide waren 1958 in Toulon für "Rigoletto" engagiert. Botiaux litt unter Lampenfieber und jammerte seiner Partnerin hinter dem Vorhang dauernd vor, dass er "Ella mi fu rapita" nicht bewerkstelligen würde (man hört von Tenören öfter, dass speziell diese Arie ausgesprochen schwer zu singen ist). Genervt gab sie ihm irgendwann zwei Ohrfeigen. Er beruhigte sich, sang - und triumphierte. Letztlich auch bei Jacqueline.
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Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker 2025
mit Kirill Petrenko und Benjamin Bernheim
Das diesjährige Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker steht unter dem Motto "Liebesschmerz trifft Überschwang".
Das Silvesterkonzert wird auch im Fernsehen übertragen. Annette Gerlach führt am 31.12. ab 18.30 Uhr auf ARTE durch das Programm.
Dieses Konzert war phänomenal.
Hier kann man es nachsehen:
Unser Mitglied La Roche lobt es an anderer Stelle.
Ich habe auch einige andere Silvesterkonzerte angesehen (...), die alle nicht mit dem Wiener Konzert mithalten konnten. Eine Ausnahme - das Konzert der Berliner Philharmoniker mit dem überragenden Benjamin Bernheim und dem ebenso begeisternden Kyrill Petrenko.
Was ich bemerkenswert finde: Im Adventskonzert aus Dresden fand ich Bernheim eigentlich enttäuschend. Die Stimme klang dünn. Das kann verschiedene Ursachen haben: Die Platzierung der Mikrofone, Tagesverfassung, eventuell auch ein Fremdeln mit dem gesungenen Programm , ... Umso erfreuter war ich von seiner Leistung in Berlin.
Ich wäre auf andere Meinungen gespannt. Vielleicht auch bezüglich meines wahrgenommenen Unterschieds zwischen Dresden und Berlin.