Beiträge von greghauser2002

    Lieber Carl,


    sind das die letzten Hefte? Hochinteressante Zusammenstellung.

    Rudolf Christ - dieses Seiten hast du mir seinerzeit freundlicherweise zur Verfügung gestellt!


    Könntest du dich bei mir melden, meine letzten Mails an dich sind immer wieder zurückgekommen.


    LG Gregor

    Weiß jemand Genaueres zum Thema?

    Verliehen wird die Berufsbezeichnung wohl von Städten, Bundesländern oder gar dem Staat.
    Man liest, dass Johann Botha Wiens jüngster männlicher Kammersänger sei (Wilma Lipp war anscheinend noch viel jünger). Aber was ist mit Waldemar Kmentt? Nach meiner Information war er 33 bei der Verleihung. Stimmt das?
    Kann mir jemand mitteilen, ob Hans Beirer, Herbert Lippert und Michael Pabst Kammersänger sind? Oder gibt es irgendwo vollständige Listen? Vielen Dank.

    Welche Melodie wäre das genau, Stimmenliebhaber?


    Ich mag "Fanciulla" wirklich gern. Puccini zeigt darin auch, dass er sehr modern war, denn etliche Stimmungsmomente in seiner durchkomponierten Oper hätte man später zweifellos bei Westernfilmen verwenden können.


    Es ist zwar Puccini pur und doch einmal etwas anderes als die omnipräsenten "üblichen Verdächtigen".


    Was seine beiden Frühwerke und auch die Rondine betrifft - finde ich allesamt wunderschön! Was da für Melodien beinhaltet sind, die manche Opernfreunde gar nicht kennen ...

    Gehört oder gesehen habe ich Wolfgang Fassler nicht. Und seine Stimme kenne ich nur von "Das Liebesverbot".


    Ich habe aber gelesen, dass der Unfall angeblich mit dem Motorrad war und dass sein Stammhaus Mannheim war. Ursprünglich war er wohl zum Bariton ausgebildet worden.


    Man hört auch oft, dass er ganz kurz vor einer Rückkehr nach Wien - an die Staatsoper - war, wo er bereits einen Vertrag für "Tristan" in der Tasche hatte.


    Seine Mutter war schon eine bekannte Opernsängerin. Hedy Fassler. Von ihr gibt es einen Wikipedia-Artikel, im Gegensatz zu ihrem Sohn.

    Lieber Carlo,


    eine tolle Auflistung. Bin schon gespannt auf die Fortsetzungen.

    Schon eine faszinierende Facette des Menschseins, dass wir angetrieben werden, solche Arbeiten wie die "Stimmen, die um die Welt gingen" anzupacken.

    Ich schätze so detailverliebte, akribische Arbeit sehr.


    LG Gregor

    @ Don Gaiferos

    Danke für deine netten Worte. Die Begeisterung für Hans Krotthammer ist absolut nachvollziehbar. Ich habe noch manche Schätze mit ihm und werde sie bestimmt auch online stellen.


    @ alle Interessierten an Kurt Schreibmayer

    Von ihm gibt es sehr wenig Material für YouTube. Das ist seine eigene Aussage. Um so erfreulicher, nun dieses lange und bezeichnende Tonbeispiel hören zu können. Er hat mir übrigens geschrieben, dass er sich persönlich sehr über dieses Video freut. Ein, zwei Clips werden in Zukunft noch folgen.


    Ich wäre auch gespannt, was ihr zu den neuesten Videos meint. Diese Sänger sind über die Grenzen Salzburgs hinaus nicht wirklich bekannt. Doch der eine hat eine faszinierende Lebensgeschichte (und eine mehr als beachtliche Stimme) und der andere singt eine Florestan-Arie, die sich gewaschen hat. Besonders der Anfang und der Schluss sind doch sehr beeindruckend.


    https://www.youtube.com/channel/UCVNnoK8Pvw04rpuV_yIfD-A

    Nur eines von mehreren Beispielen (aber - wie erwähnt - wird es sich dabei vermutlich um Uta Priew handeln!?):


    Götterdämmerung by Richard Wagner
    Performer: Ute Priew (Mezzo Soprano), Ruth Falcon (Soprano), René Kollo (Tenor),
    Ortrun Wenkel (Mezzo Soprano), Norma Sharp (Soprano), Daphne Evangelatos (Mezzo Soprano),
    Jeanine Altmeyer (Soprano), Hans Günther Nöcker (Baritone), Hanna Schwarz (Alto),
    Anne Gjevang (Alto), Matti Salminen (Bass), Lucia Popp (Soprano),
    Siegmund Nimsgern (Bass)
    Conductor: Marek Janowski
    Orchestra/Ensemble: Dresden State Opera Chorus, Leipzig Radio Male Chorus, Dresden Staatskapelle
    Period: Romantic

    Lieber Stimmenliebhaber,

    danke für deinen Hinweis. Das ist eine etwas komplizierte Angelegenheit. Es gibt eine Ute Priew, die unter diesem Namen in mehreren CD-Einspielungen auftaucht. Vielleicht handelt es sich dabei in Wirklichkeit aber um Uta Priew. Beide sind eigentlich der Stimmlage Mezzosopran zuzurechnen, aber das wäre ja nicht zwingend ein Grund, nicht einmal für ein paar Minuten "Sieglinde" zu singen.

    Herr Schreibmayer hat mir eine selbst aufgenommene CD in die Hand gedrückt und mir die vagen Angaben "Luxemburg", "Mitte der 90er" und "Ute Priew" mitgeteilt.

    Vielleicht hat er in seiner Erinnerung auch etwas verwechselt. Bevor ich es falsch angebe, nehme ich es lieber heraus.

    Liebe Grüße,

    Gregor

    Liebe Taminos,

    wie einige von euch wissen, beschäftige ich mich seit längerer Zeit besonders mit „Österreichischen Tenören“. In dem einen oder anderen Thread haben manche von euch mit mir über Waldemar Kmentt, Rudolf Christ & Co. diskutiert.

    Nun habe ich mit Hilfe eines Freundes einen YouTube-Kanal kreiert, auf dem ausgewählte Musikbeispiele solcher Tenöre zu hören sind. Nach und nach werden es immer mehr werden. Und es sind auch weniger bekannte Stimmen darunter, wie aus dem Thread-Titel hervorgeht.

    Generell handelt es sich oft um sehr rare Dokumente, die ich teilweise von den Künstlern (bzw. gegebenenfalls von ihren Nachkommen oder Erben) persönlich erhalten habe.

    Ich hoffe, ihr schaut und hört einmal rein – bei den „Magischen Tönen“:


    https://www.youtube.com/channel/UCVNnoK8Pvw04rpuV_yIfD-A

    So Gott will, wird auch sehr bald ein Buch erscheinen. Die Recherchearbeit dafür hat mein Leben in den letzten eineinhalb Jahren extrem bereichert, da ich ungemein viel über die Welt der Oper aus Sicht der Künstler hören und lernen durfte.

    Noch eine Bitte: Wer allzu kritische Anmerkungen über den Gesang dieser Tenöre abgeben möchte, sollte das bitte hier im Thread tun. Wenn man es direkt auf YouTube macht, sieht es der Künstler. Und das wäre mir peinlich, gleichwohl mir erlaubt wurde, die Beispiele online zu stellen. Ansonsten sind Kommentare auf YouTube natürlich gern gesehen.

    Liebe Taminos,


    vor vielen Jahren war einmal die Rede davon, dass ein Fan namens Andy Baum eine Biographie von Franco Bonisolli herausbringen würde. Nämlicher Fan hatte Bonisolli immerhin einige Male interviewt (ist z.T. auf YouTube zu sehen) und auch CD`s herausgebracht. Ich habe aber schon lange nichts mehr von diesem Herrn Baum gehört. Weiß jemand von euch etwas?


    Wer übrigens frühe, leisere Töne des umstrittenen Tenors hören will, kann zu dieser CD greifen:


    Bildergebnis für la rondine bonisolli

    Was mich zur Biographie Peter Minichs interessiert, ist folgendes:

    Er war mit Eleonore Bauer verheiratet, die laut "Musiklexikon" 1983 gestorben ist (und nicht 1965 wie hier behauptet wird). Die beiden haben u.a. 1966 den Film "Boccacio" gemeinsam gemacht.

    Waren beide bis zu ihrem Tod verheiratet?

    Hatten sie Kinder?

    Wann hat Minich dann Guggi Löwinger geheiratet (die übrigens 2018 verstorben ist)?

    Hatten die beiden tatsächlich einen Sohn (wie hier behauptet wird) oder stammte dieser nicht eher aus Löwingers erster Ehe?


    Fragen über Fragen …


    Dafür dass Minich lange so populär war, ist wenig über sein Privatleben überliefert.

    Schön, dass ihr das mit dem Fußball auch so seht.

    Sportlich gesehen bin ich heute etwas traurig, weil sich die so spannende Bundesliga-Saison nun doch wieder zu einem Bayern-Sololauf zu entwickeln droht.

    Dafür kann man sich mit klassischer Musik trösten: In meinem Fall heute mit mir zuvor unbekannten, wunderschönen (Operetten-)Melodien mit Ernst Kozub (von der kürzlich erstandenen Vol. 3 seiner Kollektionen auf HAfG).


    Sehr interessant, was kurt2 so schreibt. Es ist bestimmt eine andere Perspektive, wenn man selber mit auf der Bühne steht. Mein Nachbar hat in den 60er-Jahren im Zusatzchor der Salzburger Festspiele gesungen und viel von Böhm, Karajan, Corelli, etc. mitbekommen, auch wenn er natürlich nicht persönlich mit ihnen verkehrte.


    Ich möchte auch noch die Ursprungsfrage beantworten: Opern und Operetten habe ich bisher ziemlich genau 120 auf der Bühne gesehen.

    Ich mag Fußball aber auch sehr gern.

    Darf ich trotzdem ein Tamino bleiben :thumbdown::thumbup:?


    Das erste Mal, dass ich Oper live auf der Bühne mit Gänsehaut erlebt habe, war eine der vermutlich letzten Vorstellungen, die Mirella Freni gegeben hat. Das war 2001 in Zürich, eine "Fedora" mit Jose Cura als Partner. Ich weiß, dass ich damals dachte: "Das ist es also, wofür die Menschen in die Oper gehen". Zuvor hatte ich wohl eher durchschnittliche Vorstellungen von "Carmen", "Aida", "Tosca" usw. besucht, z.B. in der Arena die Verona. Immerhin hatte ich damals schon Neil Shicoff oder Peter Dvorsky gesehen, war jedoch nur wenig beeindruckt.


    Durch die "Fedora" war ich infiziert und ging recht regelmäßig in die Oper. Ich wohne in Salzburg und habe das Glück, nicht allzu weit nach München, Wien oder auch Innsbruck und Linz reisen zu müssen. Und dann haben wir natürlich unsere Festspiele, bei denen mir vor allem Frau Netrebko und Herr Beczala schon sehr schöne Erlebnisse bereitet haben.


    Ansonsten erinnere ich mich sehr gern an Rolando Villazon und Jose Cura in ihren jungen Jahren, in denen sie sehr viel Begeisterung entfachen konnten. An Joseph Calleja in "Mefistofele" und an lokale Größen wie Vincent Schirrmacher in Wien oder Franz Supper in Salzburg.

    Besonders freue ich mich, wenn ich seltener gespielte Opern sehen darf, die dann auch noch gelungen inszeniert und musiziert sind, wie "La Rondine" in Passau oder "La Wally" in Innsbruck - auch ohne große Besetzung.

    Aber es ist doch bezeichnend, dass "Operus" diese deutsche Spieloper hier in Zusammenhang mit dem "Evangelimann" überhaupt ins Feld geführt hat. Ich finde es ehrenwert, wenn solche Opern vor Wagner komponiert wurden. Aber nach Wagner???

    Meinst du damit, dass "Der Evangelimann" eine Spieloper ist?

    Zum Zeitpunkt seines Erscheinens hat mir dieses Buch sehr viel Freude bereitet.

    Es bringt uns gleich zwei Komponisten näher. Giacomo Puccini ist ein vielbeschriebener Komponisten-Held, der aber hier von einem ausgewiesenen Kenner porträtiert wird (es gibt vom selben Autor noch einen biographischen Roman über Puccini, den ich auch gelesen habe) und sein Leben wird in Beziehung gesetzt zu dem damals ebenfalls gut beschäftigten, heute aber vergessenen Alberto Franchetti. Ich kannte ihn eigentlich nur aus durch die Arie "Studenti udite" aus seiner Oper "Germania". Das Buch ist für 10 Euro neu erhältlich!




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    @ Greghauser: Lies dir doch mal die Handlung durch und erkläre mir dann, was daran heute noch wirklich interessant für uns sein sollte?

    Ich kenne die Handlung. Deshalb hätte ich dich ja gefragt, was daran heute Inszenierungen verhindern könnte.

    Du stellst die Frage umgekehrt, doch das kann ich bei 80% aller Opernhandlungen hinterfragen.