Beiträge von greghauser2002

    Unglaublich!

    Das Tamino-Klassikforum ist wirklich unerschöpflich. Ich habe etwas von unserem Liedexperten Helmut Hofmann zur "Dichterliebe" gesucht und bin hier fündig geworden. Darüber hinaus bietet der Thread aber noch viel mehr. Ich werde in den nächsten Tagen alles genau studieren. Im Bekanntenkreis gibt es nämlich eine Aufführung dieses Liederzyklus und da will ich gewappnet sein. Lieber Helmut Hofmann, vielen Dank. Der Thread zeigt wieder einmal, dass deine Beiträge eigentlich in Buchform veröffentlicht gehörten. So sind sie aber jedermann und jederzeit zugänglich und du nimmst auch noch Stellung zu diversen Einwürfen.

    Etwas beschäftigt mich: Wenn man die ersten Takte von "Im Rhein im heiligen Strome" hört, glaubt man beinahe die wogenden, aber auch reißenden Wellen vor sich zu sehen - so ansprechend hat Schumann das musikalisch gestaltet. Wenn man dann liest, dass der Komponist sich einige Jahre später bei einem Suizidversuch in eben diese Fluten gestürzt hat, macht das schon sehr betroffen.

    Wie sagt man heute so schön? Dein ganzer Artikel war "megainteressant" für mich, lieber Carlo. Ich werde heute Abend im Jess-Thomas-Buch nachschlagen, ob ich etwas über die Aufführung der "Meistersinger" anlässlich der Wiedereröffnung des Nationaltheaters finde.

    Eine Besonderheit ist die ‚Ballade vom Wolkenmädchen’ (‚Der Jäger ruhte hingegossen‘) am Beginn des zweiten Aktes; in diesem kurzen Lied zeigt sich Franz Schuberts grenzenlose melodische Phantasie und seine Meisterschaft der Instrumentierung.

    Danke für diesen Hinweis. Ich kann dir nur zustimmen.

    Hier gesungen von Markus Werba:

    Alfonso und Estrella, D. 732: Act II: Der Jager ruhte hingegossen (Froila) (youtube.com)

    Interessant ist ja auch, dass in dieser Ballade u.a. die bekannte Melodie aus dem Lied "Täuschung" (Ein Licht tanzt fröhlich vor mir her) aus der "Winterreise" vorweggenommen wird.

    Bei DW-RADIO gibt es immer noch ein Interview mit Heinz Hoppe vom 19.02.2008.

    Die MP3-Datei (22:13 min) speichern und öffne

    Insgesamt ein sehr hörenswerter Beitrag, wenn sich auch Interviewerin und Befragter außergewöhnlich humorlos präsentieren - aber das waren eben andere Zeiten. Danke.

    Dieser Professor von Hoppe, es muss sich um den von Carlo erwähnten Frederick Husler handeln, war wohl ein echter Stimmenmagier: Heinz Hoppe, Peter Anders, Erna Berger, Sandor Konya. Im Wikipedia-Artikel von letzterem kann man lesen, dass Husler für seine Sänger aber auch stets vollen Einsatz zeigte:

    Heinz Dressel, dem er in Münster vorsang, vermittelte ihn an den Gesangspädagogen Frederick Husler in Steinhude, auf dessen Grundstück er sich zunächst häuslich niederließ und auch seine Frau Anneliese kennenlernte. So setzte er seine Gesangsausbildung ab 1946 an der Nordwestdeutschen Musikakademie Detmold bei Husler fort.

    Ein Zitat über Caruso, das die magische Wirkung seiner Stimme berührend beschreibt fiel mir vor einiger Zeit in dem Buch "Kindheit im Kaiserreich" in die Hände.

    Adrienne Gessner war Wienerin, ihr Vater Musiker und ein Bekannter Carusos. Er hat sie zuhause auch besucht:


    Caruso, der bis heute berühmteste Tenor aller Zeiten, gab 1911 ein Gastspiel in Wien und lernte bei dieser Gelegenheit meinen Vater kennen. Als er eines Tages bei uns im Salon erschien, führte er mit meinem Vater ein langes Fachgespräch über Gesangskunst und ließ sich dann von ihm begleiten. Meine Mutter und meine Schwester heulten vor Glück und Ergriffenheit. Er sang uns vor, als wäre es das Natürlichste auf der Welt, und ich war in einem Taumel der Glückseligkeit und von diesem Augenblick an, dem schönsten meiner Jugendjahre, an die Welt, in der das Rampenlicht scheint, verloren.

    Danke, lieber Rheingold.

    Bestimmt eine interessante LP.

    Leider habe ich keinen Plattenspieler mehr, sonst hätte ich da sicher zugeschlagen.

    Das Hoppe-Thema finde ich insgesamt faszinierend und mich hat überrascht, was er - vor allem in jüngeren Jahren - alles im Radio gesungen hat.

    Jetzt wäre es natürlich hochinteressant, ob jemand irgendeine dieser Aufnahmen kennt oder weiß, ob man sie heute noch bekommt. Da sind ja kostbare Raritäten enthalten, die man von Hoppe nicht vermuten würde und die mich sehr neugierig machen.

    Auch ich bedanke mich für die vielen Detailinformationen über Jussi Björling. Wie für so viele Opernfans ist er auch für mich eine erste große Tenorstimmenliebe und ich halte ihn nach wie vor für den vermutlich wohlklingendsten und komplettesten Tenor aller Zeiten.

    Mit weit geöffneten Lauschern habe ich von Josef Köstlinger, der bei Birgit Sternberg in Schweden studiert hat, die eine intime Freundin Björlings war, Insidergeschichten gehört, die vom bescheidenen Wesen aber auch vom Alkoholismus des Stars handelten.

    Eine meiner Lieblingsaufnahmen mit Björling ist ein Live-Mitschnitt von "Ballo" aus New Orleans. Einst hat diesen Gottfried Cervenka in einer seiner Sendungen angespielt, mittlerweile kann man ihn auf CD kaufen oder in YouTube hören: Jussi Bjorling in Verdi's Un ballo in maschera (1950 live excerpts) (youtube.com)

    Lieber Carlo,


    ein verspäteter großer Dank, dass du Melitta Muszély hier ein Denkmal gesetzt hast. Ich habe nun die angesprochene Würdigung im "Porgy und Bess" - eine Aufzeichnung des Livestreams - gesehen und war sehr berührt. Der Sängerin fiel in den ersten Jahren ihrer Karriere scheinbar mühelos alles in den Schoß. Noch vor dem 30. Geburtstag wurde sie zur Kammersängerin ernannt. Sie eroberte große Häuser, allen voran in Hamburg, aber auch in Berlin, Paris, Venedig, Salzburg und schließlich in Wien. Dass sie ab ca. 40 Jahren einen Rückschlag nach dem anderen hinnehmen musste, was schließlich auch zu ihrem Rückzug von der Bühne führte, wirft einen Schatten über ihre Karriere. Das Schicksal teilt sie mit vielen Sängern, die - oft trotz nach wie vor großartiger Stimmen - plötzlich einfach nicht mehr "angesagt" waren.


    Die Kombination aus dem Stream und deinen genauen Erläuterungen ihrer Karriere, ihrer Aufnahmen und Fernsehauftritte hier auf TAMINO ergibt ein umfassendes Porträt der bildhübschen und sympathischen Sängerin, die als armes Wiener Madl auszog und Europa eroberte. Gerade in ihrer Heimatstadt blieben ihr aber besondere Erfolge verwehrt, dennoch zog sie sich wieder dorthin zurück, um bis ins hohe Alter aktiv für die Musik zu leben. Als Österreicher habe ich nun eine Bildungslücke bezüglich einer interessanten Landsfrau schließen können.


    Lieber Gruß,

    greghauser

    Siegfried in Brabant

    Gekommen war ich, um Andreas Schager in der Titelpartie zu hören, nachdem mich sein Siegfried zu Ostern am Haus begeistert hatte. Um es kurz zu machen: Wo er laut singen kann, ist er mitreißend. Aber im Lohengrin ist nicht alles Attacke, und die lyrischen Passagen sind Schagers Sache nicht. Siegfried hat sich nach Brabant verirrt, und er fühlt sich sichtlich unwohl. Fatalerweise hat er den halben Text der Partie vergessen und improvisiert teilweise sinnentstellend: "Euch Helden soll der Zweifel nicht gereuen,..." Ich bin ein großer Anhänger seiner Kunst, aber das war weder seine Rolle, noch sein Abend. Er kassierte auch ein paar Buhs beim Schlußapplaus.

    Danke für deine interessant geschilderten Eindrücke über Andreas Schager im Lohengrin. Dein Titel würde jedem ironieerprobten Kritiker zur Ehre gereichen. Schön auch, dass sich deine Erkenntnisse durch Tamino-Kollegen vervollständigt haben. Denn auch, dass Schager vorher krank war, verändert das Bild ja.

    Ich selbst werde ihn im Mai bei seinem Otello-Debüt in Wien sehen. Da bin ich gespannt und gehe nicht ohne Skepsis hinein. Abwarten und hoffen, denn dem sympathischen Sänger gönnt man natürlich jeden Erfolg.


    Du, lieber Hans Heukenkamp, reist ja scheinbar ähnlich viel wie unsere Stars. Habe eben einen Post zu einer Scala-Aufführung von dir gelesen.

    Hier Informationen zu diesem interessanten Umstand!

    Informationen über Eberhard Waechter (Kirk van Damm) als Schlagersänger - und "Zigeuner der Liebe" über YouTube gleich zum Anhören dazu.

    Kirk van Damm - memoryRadio

    Kirk van Damm - Zigeuner der Liebe 1960 (youtube.com)

    Lieber nemorino,


    schön, dass du dieses Thema wieder aufnimmst. Die Faszination dieser Symphonie hat mich vor eineinhalb Jahren ergriffen, als ich einen Teil davon in diesem Film hörte: "Symphony Nr 1 in C Major II Adagio" in La Grande Bellezza from Georges Bizet - YouTube

    Zum Glück kann man heute leicht herausfinden, welche Musik in Filmen verwendet wird. Ich war überrascht, dieses mir bis dahin unbekannte Werk als eines von Bizet zu identifizieren. Sofort musste eine Aufnahme her, die ich mittlerweile einige Male gehört habe (Bernhard Haitink).

    Danke, dass du das Werk genauer beschrieben hast.

    Zu Ostern vor einem Jahr stand ich vor der letzten Ruhestätte des begnadeten Bizet in Paris. Es ist sehr berührend, wenn man liest, dass das Grabmal von seiner Familie und seinen Freunden gewidmet ist. Offenbar konnte sich die Familie alleine gar kein Grab leisten. Der Erfolg kam erst posthum.

    In wenigen Tagen findet in meiner Heimatstadt Salzburg am Landestheater eine Premiere von "Die Perlenfischer" statt. Diese Oper enthält ja ebenfalls grandiose Musik. Ich freu mich auf die konzertanten Aufführungen mit bewährten Kräften des Hauses.

    Und zu dem hier vorgestellten Jugendwerk gibt es einen treffenden YouTube-Kommentar: A 30 minute eargasm. Dem ist nichts hinzuzufügen!

    Danke, lieber Carlo, für deine immer wieder interessanten Ausführungen. Bezüglich der von dir zuletzt beschriebenen Schubert-Oper bin ich zufällig kürzlich über ein schönes Zitat gestolpert.

    „Was ich gefühlt, hast du gesungen!“, schrieb der 20-jährige Dichter Johann Mayrhofer in Wien an Franz Schubert, nachdem dieser 1816 sein Opernlibretto „Die Freunde von Salamanca“ vertont hatte.

    (Aus: 101449_Heimatblaetter 69.indd (rabalderhaus.at), generell sehr lehrreich)


    Mehr zu Mayrhofer und Schubert hier:

    Schubert und Mayrhofer. Liedkomposition im Geist der Freundschaft - KUNSTLIED-FORUM - TAMINO-KLASSIKFORUM

    Ich finde es schon interessant, dass man zwar immer auf einen verpatzten Ton hinweist, aber die vielen wunderschön gesungenen Töne und Phrasen werden ignoriert. Man stürzt sich bei Sängern gerne auf das was mal nicht gelingt. Warum ist das so?

    Genau darum geht es. Operngesang ist ein Leistungssport. Die Partien gerade für Tenor sind noch dazu mit natürlicher Stimme nicht zu singen. Man braucht unglaubliche Technik und begibt sich jeden Abend auf dünnes Eis. Dennoch wird alles als selbstverständlich angesehen - es sei denn, es passiert einmal ausnahmsweise ein Fehler.

    Daher - und das war, wie erwähnt, meine Intention - ist es für einen Zuhörer geradezu erleuchtend, wenn man bemerkt, dass eigentlich dauernd etwas daneben gehen kann. Die Leistung des sauberen Gesangs kann erst richtig geschätzt werden, wenn man weiß, wie schwer sich auch gute Sänger Partien erarbeiten müssen.

    Und zweitens: Ich weiß es ja nicht, wie es bei Benjamin Bernheim ist, aber ich kenne Sänger, die können einen Abend lang wunderbar singen, ärgern sich aber trotzen fürchterlich über genau die eine Stelle, die vielleicht nicht hingehauen hat. Sie selbst bringen also die Kiekser auf das Tapet, obwohl sie vielleicht für Zuhörer gar nicht so auffällig oder störend waren.


    Danke für das Programm des Wiener Liederabends.

    Danke für die Berichte über die Met-Vorstellung von "Roméo et Juliette". Ich bemerke, dass Bernheim bei "Ah! Leve-toi, soleil!" zwei kleine Kiekser verdauen muss. Das macht ihn erstens zum Menschen und nicht zur "Gesangsmaschine" und zweitens erkennt man, dass alles live ausgestrahlt wird und Operngesang unendlich schwierig ist. Der zweite ist übrigens beim Schlusston, weil er während des Singens aufzustehen hat.

    Auf die szenische erste Aufführung 1861 im Städtischen Comoedienhaus in Frankfurt folgte am 19. 10. 1861 die Wiener Hofoper, dann schlossen sich München und Budapest 1862, Hoboken in New Jersey 1863, Paris 1868, London 1872, New York 1877, Prag 1880, Sankt Petersburg 1898, Weimar 1903 und Berlin 1911 an. Heutzutage ist dieser Einakter wohl nur noch im Konzert oder mit szenischen Aufführungen an Konservatorien und kleineren Bühnen zu finden...

    ... was sehr schade ist, denn ich finde die Oper köstlich! Herzlichen Dank, lieber Carlo, für diesen hervorragenden Beitrag. Bei deinen Ausführungen lernt man immer auch viel nebenbei. Z.B. dass diese Oper den selben Librettisten hat wie "Die Schweizer Familie". Das war doch die Oper, die Richard Wagner mit der Interpretin Schröder-Devrient so sehr gerührt hat!

    Wilhelmine Schröder-Devrient – Wikipedia

    Wenn ich die Auflistung der Spielorte sehe, so kann "Die Verschworeneen" anfangs doch als Erfolg bezeichnet werden? Ob sie heute thematisch und auch von der Sprache noch gefragt ist, bliebe abzuwarten. Jedenfalls nimmt sie den "Geschlechterkampf", der derzeit teilweise geführt wird, schon amüsant voraus. In Wirklichkeit geht es hier aber nur um die Liebe!

    Freu mich auf die Auflistungen der Tondokumente.

    Hochinteressant. Hoppes Stimme wirkt später baritonal und schwer. Dennoch hat er in Hamburg anscheinend mit sehr lyrischen Rollen begonnen (Mozart, Ernesto in "Pasquale", Walther v. d. Vogelweide usw.) Es ist immer wieder erstaunlich, wie sich Stimmen entwickeln können.

    Heinz Hoppes 100. Geburtstag am 26. Januar 2024 ist in den Medien sang- und klanglos verstrichen – auch im „Tamino“-Klassikforum! Dabei hatte der Tenor – vor allem als jahrelanges Mitglied der Hamburgischen Staatsoper – eine respektable Laufbahn als Opern- und Konzertsänger vorzuweisen und seine immer wieder gesendeten, überaus zahlreichen Operettenaufnahmen waren Bestandteil der Rundfunkprogramme.

    Danke für die Erinnerung an Heinz Hoppe und seine ungewöhnliche Stimme und Karriere. Hier hat ein YouTuber ebenfalls an seinen 100. Geburtstag erinnert und etliche Videoclips zusammengeschnitten:

    Heinz Hoppe - A Centenary Tribute (100. Geburtstag) (youtube.com)

    „Das brennende Haus“ (‚Die Feuersbrunst‘) (Joseph Haydn): Odoardo, Hausverwalter – Claudio Nicolai / Colombina, seine Tochter – Rosl Schwaiger / Steckel, sein Schuldner – Kurt Equiluz / Leander, ein junger Stutzer – Heinz Hoppe / Hanswurst, genannt Wurstl, ein Rauchfangkehrer – Oskar Czerwenka / Der Geist von Steckels Vater – Karl Terkal / Ein Wirt - Hugo Gottschlich / Der Pfarrer – Robert Marencke / Das Ballett der Wiener Staatsoper / Choreographie: Gustav Blank / Der Chor der Wiener Staatsoper / Die Wiener Symphoniker / Dirigent: Robert Heger / Bühnenbild: Ottowerner Meyer / Kostüme: Grete Volters und Ottowerner Meyer / Inszenierung: Adolf Rott / TV-Regie: Hermann Lanske (Bregenz, Kornmarkttheater, 22. 7. 1963). Das Singspiel „Die Feuersbrunst“ wurde am 18. 7. 1963 rund 200 Jahre nach der Komposition in Bregenz uraufgeführt; die 2. Vorstellung wurde vom ORF aufgezeichnet und am 28. 7. 1963 im Rahmen der Eurovision auch im ZDF gesendet.

    Hochinteressant. Das würde ich gerne einmal sehen! Hier kann man einen Eindruck vom Stück gewinnen:

    Gars Joseph Haydn: Brennendes Haus mit Heinz Holecek 2.7.1988 (youtube.com)

    1959 war sie die Filmpartnerin von Mario Lanza in dessen letztem Film Der Sänger von Capri, auch bekannt als Serenade einer großen Liebe.

    Sie hat ihren um zwölf Jahre älteren Kollegen um fast 65 Jahre überlebt.

    Danke für diesen Hinweis, lieber Gregor. Für mich ist Johanna von Koczian auch ganz besonders durch diesen Film, der zum Teil in München und Salzburg spielt, in Erinnerung. Sie agiert darin herzergreifend als blinde, junge Frau.

    Carlo hat vor einigen Jahren akribisch alle Mario-Lanza-Filme analysiert:

    Mario Lanza und seine Filme

    Nur für das Protokoll: Das Coverfoto ist sehr schön, aber es handelt sich dabei nicht um die von Carlo und mir zuletzt angeführte CD. Bei Uracant erschienen mehrere CDs mit Alfons Fügel.

    FREUNDE, VERNEHMET DIE GESCHICHTE (UraCant 2051) (CD)

    Zu dieser CD mit Erstveröffentlichungen (Opernarien und Volkslieder) liegen keine näheren Angaben vor.

    Danke für deine Auflistung, lieber Carlo. Hier noch als Ergänzung die Trackliste der fehlenden CD:


    01. Freunde vernehmet die Geschichte - 1942

    02. Sextett aus "Lucia die Lammermoor" - 1940

    03. Duett aus "Madama Butterfly" mit Trude Eipperle - ca. 1943

    04. Guten Abend, gut Nacht - 1942

    05. Verstohlen geht der Mond auf - ca. 1949

    06. Hört ihr Leut und lasst euch sagen - ca. 1949

    07. In der Heimat ist es schön - 1942

    08. Droben steht die Kapelle - 1942

    09. Durchs Wiesetal gang i jetz na - 1942

    10. Es waren zwei Königskinder - 1942

    11. Fischerin, du kleine - 1942

    12. Denn so wie du - 1942

    13. Vom Rhein der Wein - 1942

    14. Blümlein auf der Heide - 1942

    15. Die Lore am Tore - ca. 1949

    16. Heut ist der schönste Tag in meinem Leben - 1949

    Löns-Lieder-Suite von Eduard Künneke (ca. 1950):

    17. Alle Birken grünen

    18. Die roten Blätter rauschen

    19. Herbstblatt am Lindenbaum

    20. Wo der Wind weht

    Carlo: Vielen Dank für die Zusendung des "Stimmen, die um die Welt gingen"-Heftes über Alfons Fügel. Ganz toll!

    (Auch wenn in diesem speziellen Fall der Titel der Reihe nicht ganz passt, oder?)

    Eine kleine Korrektur: Die Uraufführung von Capriccio fand erst zwei Jahre später, am 28. Oktober 1942, statt. Fügel müsste somit mit Franz Klarwein, dem italienischen Sänger der Uraufführung, alterniert haben.

    Ja, das stimmt. Franz Klarwein war 1942 der Sänger in der Uraufführung. Das Datum ist also eine falsche Angabe, die ich von der genannten Seite kopiert habe. An anderer Stelle habe ich gelesen, dass Alfons Fügel in der Uraufführungsreihe zu hören war. Die beiden Tenöre haben also alterniert. Klarwein kann ich mir mit den exzeptionellen Höhen des Duetts kaum vorstellen, aber er war ja bestens mit Richard Strauss bekannt. Sie werden sich bezüglich der Partie schon verstanden haben.

    Oh, vielen Dank, lieber Carlo.

    Auf der Homepage von Uracant stehen nämlich keine Tracklisten, insofern ist deine Arbeit hier sehr hilfreich.

    Die Schallplatte mit den Querschnitten von "Lucia" und "Traviata" gibt es angeblich hier als CD noch zu kaufen.

    Der in den vierziger Jahren kometenhaft aufgestiegene Sänger war zwei Jahrzehnte lang einer der beliebtesten Tenöre Deutschlands und (uracant-cd.de)

    Ich habe vorgestern hingeschrieben und noch keine Antwort erhalten. Laut Wikipedia ist der Gründer von Uracant, der von dir erwähnte Fridhardt Pascher, demnächst 88 Jahre alt.

    Auch die CD's von Walther Ludwig und Franz Klarwein sehen sehr interessant aus.

    Ich finde es außerordentlich interessant, sich dem großen Franz Schubert über seine Bühnenwerke zu nähern.

    Carlo, du beschreibst das sehr eindrucksvoll: Nicht eingehaltene Termine, unvollendete Werke, Zeitdruck, schlechte Kritiken (wenn auch weniger für ihn selbst als für das Werk).

    Und heute, an seinem Geburtstag, erfahre ich, dass Schubert die Ballade der Balladen als Oper vertont hat. Ich wusste das nicht! "Die Bürgschaft" gibt ja in der Tat Stoff für eine Oper her, aber es scheint selbst bei den größten Genies nicht jede gute Idee erfolgreich ausgeführt worden zu sein. Tröstlich für uns Normalsterbliche!

    Danke bisher und ich freue mich auf die weiteren Besprechungen.