Beiträge von Nicolas

    ...Die Assoziation mit russischer Musik finde ich interessant. Zumindest "O Garatuja" und die "Série Brasilieira" hätte ich auch ohne Vorkenntnis in die südamerikanische Ecke gepackt.

    Bei der Sinfonie würde ich vermutlich "irgendwo Mitteleuropa" sagen, beim Beginn des Scherzos fühle ich mich an Mendelssohn erinnert, aber es ist schon erstaunlich, welch unterschiedliche Mutmaßungen diese tief empfundene, gehaltvolle Musik hervorruft....

    Lieber Norbert,


    bei mir ist das eine Assoziation rein aus dem Bauchgefühl und Klangeindruck heraus, bei Tschaikowski würde ich z.B. gewisse Ähnlichkeiten sehen (bzw. hören, natürlich). Völlig klar, dass ein studierter Musiker oder auch Autodidakt da zu einer ganz anderen Einschätzung kommen kann.

    Auf mich macht es den Eindruck, dass Nepomuceno äußert kreativ und eigenständig komponiert hat, und diesbezüglich durchaus auf Augenhöhe mit großen europäischen Komponisten eingeordnet werden könnte. Bezogen auf diese Symphonie, mehr kenne ich (noch) nicht von ihm....

    Diese CD begleitet mich durch den musikalischen Abend:



    Ich kann's nur immer wieder betonen: Eine fantastische Neuentdeckung. :hail:

    Lieber Norbert,


    ich hatte es mir gleich über TIDAL angehört als Du das seinerzeit vorgestellt hattest. Und eben läuft Nepomuceno wieder....


    Ich kann deine Einschätzung nur zustimmen, großartige Musik. Ich hätte ohne Hintergrundinfo vermutlich auf einen russischen Komponisten getippt...

    Lieber Stimmenliebhaber, lieber Maurice,


    vielen Dank für die Hilfestellung. In diesem Beispiel hat Abtippen der per copy & past eingefügten ASIN nichts gebracht, erst die Vorgehensweise von Rolo führt zum Erfolg:



    51jakIgkrAL.jpg


    und dann noch ein Test einer "verfügbaren" CD:



    und siehe da, hier hat das Abtippen der ASIN den Erfolg gebracht (!)...

    ...da dieser Thread schon hochgeholt wurde, ich hab auch ein kleines Problem, Verlinkungen von Covern auf Amazon oder JPC klappen seit geraumer Zeit nur noch sporadisch. Ein Muster, wann es klappt und wann nicht, konnte ich bisher nicht erkennen. Wenns nicht klappt sieht das so aus:


    [am]B013GW0224[/am]


    -mach ich irgendetwas falsch?

    -spielt es eine Rolle, dass ich von unterschiedlichen Rechnern mit unterschiedlichen IP- Adressen aus poste?

    @Johannes & @All:


    ich will mir hier keinesfall anmaßen Spitzers Forschungen grundsätzlich anzuzweifeln. In seinem Vortrag, im Buch sicher noch viel detaillierter, legt er ja auch Versuchsergebnisse vor welche seine Thesen untermauern. Ergebnisse aus Experimenten lassen aber immer auch einen gewissen Interpretationsspielraum offen sobald vom Experiment auf allgemein geschlossen wird. Vermutlich insbesondere bei Psychologie und Verhaltensforschung, scharfe Abgrenzungen und Vorhersagen sind hier ja eh mit Vorsicht zu genießen.


    Anscheinend wurde im 18/19 Jahrhundert vor einem seinerzeit neuen Massenmedium gewarnt:


    "Johann Adam Bergk etwa, Privatgelehrter, Übersetzer und kantianischer Philosoph, lieferte 1799 das Leitmotiv aller Kassandrarufe: Aus "geschmack- und gedankenloser Lektüre" folge "unsinnige Verschwendung, unüberwindliche Scheu vor jeder Anstrengung, grenzenloser Hang zum Luxus, Unterdrückung der Stimme des Gewissens, Lebensüberdruss und ein früher Tod", rief er aus Leipzig herüber."


    https://www.welt.de/kultur/his…enschen-krank-machte.html


    Heute gilt Lesen dagegen als (fast schon) elitäre, in jedem Fall bildende Freizeitbeschäftigung, und als das kognitive Training schlechthin. Auch hier bin ich zumindest erstaunt, dass man scheinbar komplett auf das Lesen an sich abstrahiert hat, der Inhalt scheint auch hier quasi keine Rolle zu spielen....


    Klar ist, wenn ich mir selbst Dinge aneigne hat dass eine ganz andere Qualität im Vergleich zum Konsum einer Terra X- Folge. Das eine ist meines Erachtens nicht Ersatz für das andere, das ist dann aber eine Frage des Konsumverhaltens. Mehr oder weniger bewusst geht der Mensch ja von sich selbst aus, so geht es selbstredend auch mir. Ich hatte wohl das Szenario im Kopf, dass ich nach 9 1/2 Stunden außer Haus (8 Stunden Arbeit, 1 Stunde Pause, 30 Minuten Wege) zuhause bin und nach sonstigen Erledigungen und Haushalt noch 1 1/2 Stunden freie Zeit habe. Mein Arbeitsalltag besteht aus Email lesen und schreiben, Telefonieren und ab und an Diskussionen im Rahmen einer Besprechung. Da ist die konzentrierte Lektüre am Abend ein eher seltenes Ereignis. Da will man meistens einfach nur entspannen. Geht bei mir mit Lesch deutlich besser als mit Bohlen.


    Aber Spitzer bezieht sich ja auf Jugendliche und Kinder. Damit werde ich demnächst ganz praktisch konfrontiert werden. Meine Tochter ist jetzt 12 Wochen alt, bald geht es los :-).....

    "Man lobt oder tadelt, ja nachdem das eine oder das andere mehr Gelegenheit gibt, unsere Urteilskraft leuchten zu lassen."


    Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Erster Band. Zweites Hauptstück: Zur Geschichte der moralischen Empfindungen


    P.S.: Es gibt einen noch etwas spitzer formulierten Aphorismus von Nietzsche über das Urteilen an sich, hab ich aber nicht mehr gefunden. Ab und an muss ich daran denken...


    P.P.S.: Ich zitiere hier ganz allgemein, selbstverständlich! Ich lese hier interessiert mit....

    Ich erinnere mich da, lieber Nicolas, z.B. an Russland unmittelbar nach der Wende, wo spontan reichlich Spendenhilfe aus Deutschland nach St. Petersburg z.B. ging, was (man denke an die fürchterliche Belagerung Leningrads im 2. Weltkrieg) das Bild der Deutschen in der russischen Bevölkerung sehr positiv beeinflusste. Und auch für die Erdbebenopfer im Iran z.B. wurde spontan großzügig gespendet.


    Schöne Grüße

    Holger

    Lieber Holger,


    ja, das stimmt. Auslöser meiner "Verwunderung" war diese Nachricht:


    https://www.sueddeutsche.de/wi…re-dame-spenden-1.4411903


    "Die französischen Familien Pinault und Arnault wollen für den Wiederaufbau der Notre-Dame 100 und 200 Millionen Euro spenden."


    Spenden in dieser Höhe sprengen dann doch für meine Begriffe etwas den üblichen Rahmen. Um nicht missverstanden zu werden, ich begrüße diese beiden Spenden außerordentlich, da sie erheblich zur Wiederherstellung dieses Kulturerbes beitragen werden. Ich schließe mich auch den Vorrednern an, die argumentieren, dass Spenden die Missstände in der Welt nicht beseitigen können. Da wären ganz andere, grundlegende Veränderungen nötig welche aber niemand ernsthaft anpacken will. Sie können akute Not lindern und nicht zuletzt auch die von Dir angesprochene Wertschätzung vermitteln...

    Wiederaufbau in jedem Fall, daß steht ausser Frage. Es wäre aber schön, wenn die Spendenbereitschaft für humanitäre Zwecke ebenso großzügig und spontan erfolgen würde. Zumindest von privater Seite kennt man das da in der Form nicht....

    ...das hinterließ bei mir auch einen etwas schalen Beigeschmack, sowohl was Höhe, als auch was die schnelle Bereitschaft zu spenden angeht. Aber es soll ja nicht zu politisch werden, aus wahrscheinlich guten Grund...

    In diesem Fall ist die Wiederherstellung nach dem Brandschaden ja kein freiwillig gewähltes Ereignis, sondern eines durch äußere, nicht abwendbare Einflüsse notwendig gewordenes. Aus diesem Grund ist die Frage durchaus interessant, und fast schon philosophisch, inwieweit die Authentizität nach der Wiederherstellung noch gegeben ist. Klar, es werden neue Baustoffe zum Einsatz kommen wo die alten nicht mehr zu retten sind und eventuell machen es die aktuellen Bauvorschriften auch erforderlich, dass zur Absicherung der Statik die eine oder andere moderne Verstrebung eingezogen werden muss (selbstredend nicht für den Besucher sichtbar). Auch die Patina ist an den instandgesetzten Stellen nicht mehr vorhanden.


    Inwieweit beeinträchtigt das nun den kulturellen Wert des Gebäudes?


    Die Beseitigung eines solchen Schadens durch eine „Naturkatastrophe“ muss doch eigentlich erlaubt sein (?). Sonst würden uns sämtliche Baudenkmäler früher oder später verloren gehen, als „Kopie“ im eigentlichen Wortsinn würde ich das zumindest nicht bezeichnen….

    Bei einem solchen Gebäude und Touristenmagnet kann ich mir nur eine möglichst originalgetreue Wiederherstellung vorstellen. Man denke an die Frauenkirche in Dresden, mit entsprechendem Aufwand ist da vieles möglich. Heute hat man den Vorteil, dass derartige Schätze per 3D Scan bis ins kleinste Detail digital erfasst wurden, der Originalzustand ist sehr sehr gut dokumentiert.

    Dem wird jetzt mit der Digitalisierung der Schulen "entgegengewirkt" (für negative Werte von "entgegen"). Da die Konzentrationskiller sich am "freien Markt" durchgesetzt haben, müssen sie ja etwas "richtig" machen. D.h. man muss ein paar Milliarden in die Hand nehmen, damit die sich noch weiter und mit offizieller Segnung der Bildungsinstitutionen verbreiten.

    (Und die, die es sich leisten können, schicken die Kinder auf elektronikfreie Privatschulen. Honi soit qui mal y pense.)

    Lieber Johannes,


    das ist doch auch eine Frage der Ausgestaltung, man wird hoffentlich nicht einfach Tablets an die Schüler austeilen und sie dann wild im Netz surfen lassen. Wenn ich an Tafeln, Kreide und Tageslichtprojektoren denke ist eine Digitalisierung im Schulalltag mehr als überfällig. Abgesehen von diesen Basics wäre es auch kein Fehler zu vermitteln, wie man eine zielgerichtete Recherche im Netz anstellt und wie man die Ergebnisse anschließend bewerten muss. Dass es gerade bei letzterem bis ins Erwachsenenalter zum Teil gewaltig hapert erleben wir im Moment täglich und schmerzlich....


    Die Argumentation erinnert mich an Prof. Dr. Dr. Spitzers Vortrag "Digitale Demenz", in dem er sämtliche Medien einschließlich TV bis ins Jugendalter komplett ablehnt. Ich weigere mich aber schlicht zu glauben, dass es auf einen, sagen wir 14-Jährigen, die selbe Wirkung hat wenn er sich "DSDS" anschaut oder Prof. Dr. Harald Lesch in "Terra X". In dieser Debatte fehlt mir zuweilen eine differenzierte Betrachtung....

    Es sollte doch das oberste Ziel einer schulischen Ausbildung sein, mündige und vor allem auch selbstständig denkende Menschen heranzuziehen. Dazu ist ein Rüstzeug nötig, und die Aneignung dessen ist natürlich mehr oder weniger mühsam, eigens durch Wecken von Interesse wird das kaum erreichbar sein. So wenig Druck wie in der Praxis möglich, sollte da meines Erachtens das Ziel sein. Was über das Rüstzeug hinaus geht, also z.B. Interesse an Kunst und Kultur, lässt sich nach meiner Erinnerung an die Schulzeit mit Druck überhaupt nicht erreichen. Da bin ich ganz bei den vorhergehenden Beiträgen, Druck führt hier eher zu Ablehnung...


    Ich denke oft ein äußerst sinnvolles Schulfach wäre Psychologie. Warum den Mensch handelt wie er handelt, wie er sein Weltbild aufbaut, welche Ursachen Ängste haben, wie Gruppendynamik funktioniert etc....

    ...ein sehr interessanter Thread, der wahrscheinlich für viele Leser interessante Aspekte zur Zauberflöte zutage fördert. Leider erschwert die eine oder andere Animosität das lesen etwas :-). Schade.....

    Dieser Beitrag zur Akustik in der Elbphilharmonie ist vermutlich schon bekannt (abrufbar in der ZDF- Mediathek). Ich stelle hier dennoch den Link rein:


    https://www.zdf.de/kultur/kult…-elbphilharmonie-112.html


    Hier wird ein positives Fazit zur Akustik gezogen, wobei diese erst nach einem Jahr vollendet und somit beurteilbar sei. Als Grund wird im Beitag der Holzboden, welcher sich nach dem Einbau erst akklimatisieren musste, genannt.


    Aber auch bei akustischen Fragen ist es halt wie immer, zwei Experten - drei Meinungen....

    ...Hier eine kleine Einführung in Wagners Ring des Nibelungen, die zumindest für den nächsten Party-Smalltalk ausreichend wappnet....

    Lieber Michael,


    deine Intention in allen Ehren, aber es muss ja auch jemand auf der Party sein, der bei "Ring" nicht unmittelbar an Gandalf, Sauron und Frodo denkt :/


    Nein im Ernst, die Idee für diesen Thread find ich sehr gut. Ich werde mir sobald ich dazu komme das von Alfred verlinkte Video selbst auch zu Gemüte führen....

    Wenn ein kleines zusätzliches Gerät plus zugehörigem Steckernetzteil nicht stört, lässt sich das auch einfach mit einem kleinen Digital Analog Wandler lösen:




    Optisch vom TV in den Wandler, dann per Miniklinke analog in die Microanlage. das verlinkte Gerät ist jetzt kein expliziter Tipp, sondern nur ein Beispiel. Natürlich lässt sich da beliebig viel Geld ausgeben wenn man denn will....

    Für meine Begriffe ist das schon eine merkwürdige Auslegung des Begriffs Diskriminierung, und weit über des absolut richtige Ziel hinausgeschossen. Vielleicht könnte man von Diskriminierung sprechen, wenn es ausschließlich Knabenchöre auf dieser Welt gäbe....

    Wenn es nach Frau Bräcklein geht sollten wohl mit der selben Argumentation auch Frauen im Männerfußball spiele dürfen und umgekehrt.....

    Lieber Michael,


    ich meinte jetzt nicht unbedingt nur "große" oder bekannte Namen, wie wir hier im Thread lesen können kann ja auch eine Aufführung unter Sir Simon Rattle durchaus einmal nicht gefallen. Und ja, subjektiv ist es auch, Einschätzung von Kunst ist ja immer auch eine Geschmacksfrage.

    Wenn ich von mir ausgehe, ich lese hier in Forum auch um Tipps und Meinungen zu bekommen. Und auch wenn bei weitem nicht immer Einigkeit herrscht ist es doch interessant wie Leute Einspielungen beurteilen, die das Stück schon zigfach gehört haben und buchstäblich in- und auswendig kennen. Das stellt für mich schon eine sehr gute Auswahl dar, die ich mir selbst gar nicht aneignen könnte. Das würde ich dann unabhängig von der Reputation des Orchesters/Dirigenten als Spitzeninterpretation bezeichen. Spitzenaufnahmen sind leichter zu identifizieren, damit meinte ich die klangliche Qualität einer Aufnahme. Soweit zu Aufzeichnungen, live sind Prognosen wahrscheinlich schwierig wie Du ja eingangs schon angemerkt hast.

    Habe eben auf 3Sat den Film "Architekten des Klangs" gesehen. Darin hieß es, das Sehen beeinflusse den Hörprozess in durchaus wesentlicher Weise, Karajan habe in der Philharmonie deswegen die Bässe "ins rechte Licht gerückt" (weil deren Resonanz im Saal zu schwach war) - ein hörpsychologisches Phänomen. Vielleicht ist es das. Ich erlebe in der Tat Konzerte tendenziell intensiver als die sog. "Hörkonserve". Konzerte sind für mein Musikerleben essenziell.

    Und fest steht für mich nach Anschauen des Films: Der nächste Berlin-Aufenthalt beinhaltet in jedem Fall einen Besuch des Pierre Boulez Saals.

    Lieber Leiermann,

    alleine das man sich im Konzert in einer großen Menschenmenge befindet wird sicher psychologisch auch andere Rahmenbedingungen setzten verglichen mit dem heimischen Sofa. Auch wenn das bei einem Rockkonzert mit extrovertierten Fans vermutlich noch mal eine andere Dimension hat, unterschätzen würde ich es auch in einer Klassikdarbietung nicht.


    Praktische Aspekte wurden ja schon genannt, da kann ich nur zustimmen. Auf Konserve kann man sich Spitzenaufnahmen von Spitzeninterpreten zusammensuchen, live wird das erheblich schwieriger bzw. meistens einfach nicht möglich sein. Und auch für mich ein Risenthema ist schlicht der Aufwand, welcher mit Konzertbesuchen verbunden ist. Wie schnell ist da im Vergleich eine CD oder Bluray eingelegt....

    Habe mir erlaubt, einfach zum Thema Urheberrecht zu googeln:


    https://www.urheberrecht.de/


    folgendes Satz könnte ein Grundlage für eine Klage sein:


    Zitat

    Verwertung

    Damit eine persönlich-geistige Schöpfung von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden kann, bedarf es einer Verwertung. Der Urheber ist in Besitz der Verwertungsrechte und kann diese selber wahrnehmen oder ggf. als Nutzungsrechte an sogenannte Verwerter übertragen.

    Unter den Begriff Verwertung fallen unter anderem Nutzungsarten wie Vervielfältigung, Verbreitung, Ausstellung, öffentliche Wiedergabe und Bearbeitung des Werkes. Der Urheber muss jeder dieser Verwertungen zustimmen, in der Regel werden dafür Verträge aufgesetzt.

    Durch die Verträge wird zum einen die Entlohnung des Urhebers geregelt, zum anderen kann durch vertragliche Regelungen die Entstellung oder unerwünschte Bearbeitung unterbunden werden.

    Dann wäre die Fragen ob die Nachkommen automatisch stellvertretend für den Urheber agieren können, und ob sie stellvertretend eine Entstellung oder unerwünschte Bearbeitung bei einer bestimmten Interpretation feststellen können. Da sich bereits mehrere Instanzen damit befasst haben, lautet die Antwort vermutlich ja. Dieser Aspekt des Urheberrechts war mir neu, man lernt halt nie aus....

    Das das Urheberrecht so angewendet wird ist schon interessant. Ich habe damit bisher eigentlich immer nur Streit um Geld assoziiert, also dass sich ein Künstler um seine Einnahmen betrogen sieht. Hier soll ja scheinbar eine originalgetreue Interpretation eingeklagt werden, von daher meine Frage, inwieweit das überhaupt einklagbar ist? Begeht denn der Regisseur eine Ordnungswidrigkeit indem er ein Werk abweichend von den Vorgaben des Künstlers interpretiert? Und wenn ja, wo ist denn die Grenze und wer legt sie fest?!


    Mit meinem laienhaften Rechtsverständnis könnte ich mir vorstellen, das die Nachkommen eventuell untersagen könnten, das Werk in dieser Fassung in Originaltitel aufzuführen. Vielleicht müsste man ein "In Anlehnung an..." oder "frei nach..." voranstellen. Wobei die Frage bleibt, wo ist die Grenze und wer bestimmt darüber....