Beiträge von Ramona1956

    Für mich ist Christian Gerhaher einer der überzeugendsten Liedsänger. In seine Stimme habe ich mich gleich mit den ersten Liedern verliebt, sie berührt mich vor allem mit den Schubertliedern. Mittlerweile habe ich von ihm sechs CDs, die mir alle ausgesprochen gut gefallen (Schubert: Müllerin, Abendbilder, Nachtviolen; Schumann, Mahler sowie die CD mit romantischen Arien).

    Ich glaube, dass die im Eingangspost angesprochene Fledermaus (Gerhaher als Eisenstein) aus Frankfurt vor Jahren im Fernsehen übertragen wurde und ich sie mir vor allem wegen des Sängers ansehen wollte. Aber wegen der fürchterlichen Inszenierung habe ich dort bald genervt den Fernseher ausgeschaltet. (Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, wurden die verschiedenen Szenen der Operette ohne erkennbaren Sinn umgestellt u.a.).


    Viele Grüße

    Ramona1956

    Ich hoffe, ich werde jetzt nicht gelyncht, aber ich werde mit der Interpretation von Ian Bostridge leider nicht warm. Die richtigen Gründe dafür kann ich nicht benennen. Mir gehen andere Interpretationen direkt ins Herz, so von Walther Ludwig, Fritz Wunderlich, Peter Schreier (meine Erstbegegnungen mit den Schubert – Liedern, an denen hängt man eben). Auch das hier eingesgtellte Beispiel von Fischer-Dieskau sagt mir mehr zu. Aber wie gesagt, der Eindruck von Stimmen und Interpretationen ist eben doch sehr subjektiv. Ich freue mich auf die weiter folgenden Beiträge von dir, lieber Helmut Hofmann.


    Mit besten Grüßen

    Ramona1956

    Ich bitte dich, deine Liedanalysen in der Form wie bis jetzt weiter fortzuführen. Es ist für mich hochinterressant, wie diese in die Tiefe gehen und mir für vieles die Augen öffnen. Über die verschiedenen Interpreten des Liedzyklus könnte ja geeigneterweise und falls Interesse dafür vorhanden, ein weiterer Thread eröffnet werden, das hier noch unterzubringen, würde diesen zu weit zersplittern.


    Viele Grüße

    Ramona1956

    Ich habe jetzt auf die schnelle in die Texthefte zweier Aufnahmen hineingeschaut. Es ist tatsächlich so – in der einen steht 2x "heller" (Aufnahme Peter Schreier mit Norman Shetler), in der anderen "frischer" und "heller" (interressanterweise auch Aufnahme Peter Schreier mit Walter Olbertz). Ich vermeinte in dem Liedbeispiel von Fischer-Dieskau auch frischer und heller zu hören.

    Lassen wir also beide Varianten gelten.


    Viele Grüße

    Ramona1956

    Ich freue mich schon jetzt auf Ihre Beiträge zu diesen Liedern. Ihre Liedbesprechungen habe ich immer mit großem Interesse und Wissensgewinn gelesen. Dem Lied gehört meine ganz große Liebe, vor allem den Liedern Schuberts, obwohl ich mittlerweile hunderte Lied –CDs habe, darunter auch von französischen, russischen und englischen Komponisten.


    Mit freundlichen Grüßen

    Ramona1956

    Stimmenliebhaber


    Kein „Wilhelm Tell“ – das trifft uns auch hart, hätten wir im Oktober gehabt. Durch die gegenwärtige Krise gehen uns schon allein bisher „Die Hugenotten“, „Platée“ und „Alcina“ verloren. Diese wollten wir unbedingt nochmals sehen.

    Auf „Madame Butterfly“ könnte ich notfalls auch verzichten.

    Stimmenliebhaber

    ja, genau diese Aufführung war es, einfach überwältigend gewesen.

    Ich wollte nur nicht so viele Namen aufführen. Als CD habe ich mir die Aufführung unter Sinopoli zugelegt (sozusagen aus Lokalpatriotismus heraus).


    La Roche

    vielen Dank. Übrigens wird es nächste Opernsaison endlich wieder Cappriccio von Richard Strauss geben, von Christian Thielemann dirigiert.

    Krassimira Stoyanova als Gräfin und Georg Zeppenfeld als La Roche. Leider nur drei Vorstellungen im Mai 2021. Vielleicht für dich wieder einmal Anlass, nach Dresden zu fahren?


    Viele Grüße

    Ramona1956

    Am kommenden Dienstag werde ich in der Semperoper Dresden von Schönberg die „Gurre-Lieder“ unter der Leitung von Christian Thielemann erleben. Sänger sind Camilla Nyland, Stephen Gould, Christa Mayer, Markus Marquardt, Wolfgang Ablinger-Sperrhacke und als Sprecher Franz Grundheber.

    Sehr häufig bekommt man dieses Werk nicht zu hören. So konnte ich es bisher nur zweimal erleben, 1986 im Rahmen der Musikfestspiele unter der Leitung von Herbert Kegel und mit Gert Westphal als Sprecher sowie 1995 mit Giuseppe Sinopoli und Klaus Maria Brandauer als Sprecher. Jedes Mal großartige Konzerte gewesen.

    Lieber dreamhunter,


    vielen Dank für die einführende Worte über den historischen Hintergrund, so detailliert war das Ganze mir doch nicht bekannt.

    Im Mai werden wir diese Opern an der Semperoper in einer Neuinszenierung erleben. Die Inszenierung wird Amon Miyamoto besorgen, ein (lt. Opernbroschüre) in Japan und in den USA erfolgreicher Regisseur. Dieser wird mit dem japanischen Designer Kenzo Takada und dem polnischen Bühnenbildner Boris Kudlicka zusammenartbeiten. Da sind wir natürlich schon gespannt, was da für Bilder entstehen werden.


    Viele Grüße

    Ramona1956

    Gestern erlebten wir im ausverkauften Kulturpalast Dresden das Gastspiel der Berliner Philharmonie mit Kirill Petrenko. Es war ein Abend der Superlative, der mit Standing Ovations seitens des Publikums belohnt wurde.


    Dabei waren wir eigentlich etwas skeptisch wegen des Programmes gewesen, wollten aber natürlich die Gelegenheit nutzen, die Berliner Philharmoniker einmal live zu erleben. So erklang im ersten Teil von Strawinsky die Sinfonie in drei Sätzen, danach von Bernd Alois Zimmermann „Alagoana“, eine aus fünf Sätzen bestehende Ballettsuite. Nach der Pause wurden die Sinfonischen Tänze op. 45 von Sergej Rachmaninow gespielt.


    Obwohl Strawinsky zugegebenermaßen nicht mein Lieblingskomponist ist und ich von Zimmermann bisher nur die Oper „Die Soldaten“ kannte (1998 in der Semperoper in der Inszenierung von Willy Decker erlebt – sehr beeindruckend gewesen), zeigte das Konzert wieder einmal, dass man nie auslernt und welche großartige Musik es noch zu entdecken gibt (Rachmaninows Tänze waren uns bereits mehrfach in Konzerten begegnet).


    Alle drei aufgeführten Werke sind rhythmisch – expressive Musik mit extremen dynamischen Abstufungen, die den Musikern, vor allem den Bläsern und den Spielern der verschiedensten Schlaginstrumente (vor allem im Zimmermann – Stück – acht Spieler) fast unwahrscheinlich viel abverlangen. Wie Kirill Petrenko das dirigiert hat, verlangt mir Bewunderung ab. Die Philharmoniker haben meiner Meinung nach eine sehr gute Wahl getroffen, als sie ihn zu ihrem Dirigenten gewählt haben.


    Mit besten Grüßen

    Ramona1956

    Heute Abend im ausverkauften Kulturpalast Dresden – Konzert mit der Philharmonie Dresden unter der Leitung von Marek Janowski sowie der Mitwirkung des Quatuor Èbéne:


    Ludwig van Beethoven:

    Quartett op. 59 Nr. 3

    Quartett op 74 (Harfenquartett)

    Sinfonie Nr. 4


    Mit besten Grüßen Ramona1956

    Ergänzend möchte ich auf eine DVD hinweisen, die ich vor Jahren im Rahmen einer Box ziemlich preiswert gekauft habe.

    Die Inszenierung ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig und wurde hier im Forum auch schon tüchtig verrissen, ich persönlich finde sie aber sogar in gewisser Weise interressant und die Schwarz-Weiß-Ästhetik sehr überzeugend. Kostüme und Gestik sind der Stummfilmzeit angenähert. Für mich ausschlaggebend war die Mitwirkung von Exa Podles als Ciro, deren Stimme mich wirklich begeistert, aber auch Jessica Pratt finde ich sehr gut.


    Lieber chrissy,


    über Konzert- und Opernerlebnisse kompetent und analysierend zu berichten, fühle ich mich nicht in der Lage, aber den neuen Kulturpalast in Dresden kann ich dir wärmstens empfehlen! Er hat einen ausgezeichneten Raumklang in allen Bereichen, in denen wir schon gesessen haben (Parkett, Ränge, unter Orgelempore). Die Sicht ist ebenfalls von allen Plätzen hervorragend. Für das Klavierrecital von Mitsuko Uchida hatten wir nur noch Plätze unter der Orgelempore bekommen und waren sehr skeptisch. Umso überraschter waren wir dann, wie gut wir das Klavier hören konnten und wie nah wir der Pianistin waren und deren Spiel verfolgen konnten. Wie der Klang dann bei einem Sinfoniekonzert ist, kann ich nicht beurteilen und würde dann doch andere Plätze bevorzugen.


    Da du offensichtlich den alten Kulturpalast kennst, kannst du dich bestimmt noch erinnern, wie dort zum Teil Instrumente nicht herausgehört werden konnten. Wir haben jedenfalls schon sehr viele schöne Erlebnisse im neuen Kulturpalast gehabt.


    Viele Grüße Ramona

    ich freue mich schon auf folgende Konzerte:


    21.2.2020

    Berliner Philharmonie / Kirill Petrenko

    Strawinsky – Sinfonie in drei Sätzen

    Bernd Alois Zimmermann: »Alagoana«

    Sergej Rachmaninow: Sinfonische Tänze op. 45


    22.2.2020

    Beethoven – Sinfonie Nr. 4

    Streichquartette op. 59 /3 und op. 74

    Dresdner Philharmonie / Marek Janowski

    Quatuor Ébéne


    25.03.2020

    Renée Fleming & Jewgenij Kissin

    Lieder von Claude Debussy, Henry Duparc, Franz Liszt und Franz Schubert

    (alle Konzerte im Kulturpalast Dresden)

    Lieber nemorino,


    ich habe nur auf die Schnelle nachgesehen auf der Website der Semperoper. Dort werden für sie mehrere Auftritte für Januar, Februar, April und Mai in „Platee“ (Juno), „Cosi fan tutte“ (Despina) und in der „Zauberflöte“ (Erste Dame) benannt. Auf der Website der Philharmonie Dresden erscheint sie ebenfalls als Solistin, konnte aber dort auch auf die Schnelle keine konkreten Termine sehen.


    Mit besten Grüßen Ramona1956

    Den Bericht von William B.A. habe ich ebenfalls mit sehr großem Interesse gelesen, zumal ich sowohl Volker Lösch als auch Stefan Schnabel aus ihren Arbeiten für das Staatsschauspiel Dresden gut kenne, die immer äußerst erfolgreich waren und für eine große Publikumsresonanz gesorgt haben. So inszenierte er 2003 „Die Orestie“ nach Aischylos, die ich im Februar 2004 gesehen habe. In diesem Stück bezog er erstmalig einen Bürgerchor ein (Laiendarsteller) und erzielte eine großartige Wirkung. Ebenso großartig war seine Inszenierung „Die Dresdner Weber – Hommage an Gerhart Hauptmann“, in der er Texte von Marx, Weerth, Heine u.a. mit einbezog und die damals für großes Aufsehen und rechtliche Streitigkeiten sorgte. Die Vorstellungen damals waren fast immer ausverkauft. In dieser Zeit war Stefan Schnabel als Dramaturg / Chefdramaturg am Schauspiel Dresden beschäftigt und maßgebend an diesen Inszenierungen beteiligt.


    Obwohl ich also beide an der Fidelio – Inszenierung Beteiligte sehr schätzen gelernt habe, stimme ich doch dem von Johannes Roehl geäußerten Gedanken zu, dass die Übertragung dieser für das Sprechtheater sehr erfolgreichen und guten Ideen auf eine Operninszenierung eigentlich nur schief gehen kann und vor allem den Intentionen einer Oper völlig zuwider läuft.


    Zitat Orfeo

    "In ihr sah Beethoven die Möglichkeit, die gegen jede Tyrannei gerichteten Prinzipien der politischen Freiheit, der Gerechtigkeit und der Brüderlichkeit durch die Rettung eines unschuldigen Helden aus höchster Not zum Ausdruck zu bringen "


    Wie man den revolutionären Gehalt der Fidelio – Oper sehr gut transportieren kann, ohne dabei das Kunstwerk zu zerstören, zeigt die Fidelio – Inszenierung von Christine Mielitz an der Semperoper, die am 7. Oktober 1989 hier Premiere hatte und die einfach großartig ist. Ich habe sie bereits mehrmals gesehen und werde sie in dieser Saison wieder erleben können


    Mit besten Grüßen

    Ramona1956

    Lieber chrissy,


    es ist schön, dass das Konzert wenigstens dir gefallen hat, muss aber bekennen, dass ich beim Quartett aus Rigoletto entnervt „das Handtuch geschmissen“, d. h. den Fernseher ausgeschaltet habe. Für mich ein total langweiliges, uninspiriertes Konzert (gut, vielleicht hat es sich danach noch gebessert, aber ich kann mit derartigen "Estraden- bzw. Querbeet Konzerten schon lange nichts mehr anfangen). Mir hat keiner der Solisten richtig gefallen, ich empfand die Stimmen als flach / dünn. Die Choreographie des Offenbach – Cancans war für mich total daneben. Da nützen die besten Tänzer nichts, es hat einfach nicht gepasst. Aber wie gesagt, das war mein persönlicher Eindruck.


    Mit besten Grüßen

    Ramona1956

    Im ZDF wird ab 17.25 h das Silvesterkonzert der Semperoper übertragen. Auf dem Programm stehen Ausschnitte aus Franz Lehárs Operette „Land des Lächelns“, dirigiert von Christian Thielemann.


    Mit besten Wünschen für das neue Jahr für alle Taminos

    Ramona1956

    Auch ich habe davon gerade durch einen Konzertfreund erfahren. Es macht mich sehr traurig, obwohl ich wusste, dass er sehr krank war. Peter Schreier hat mich (wie auch Theo Adam) über Jahrzehnte musikalisch begleitet. Auch jetzt in der Weihnachts- und Adventszeit habe ich immer wieder seine Aufnahmen gehört, das Bachsche Weihnachtsoratorium, weitere Kantaten mit ihm und natürlich seine LP, auf der er Weihnachtslieder singt.

    Hallo lieber GeraldTrost,


    da bist du mir doch noch mit der Lösung zuvorgekommen, aber ich war heute den ganzen Tag unterwegs (familiäre Verpflichtungen).


    Ich liebe ebenfalls die Operetten / komischen Opern (?) von Sullivan und besitze etliche DVDs sowie CDs mit Werken von ihm.

    Schon vor einigen Jahren hatte ich mir die folgende DVD vom Mikado zugelegt (damals mit anderem Cover und auch einiges preiswerter)



    Eine farbenprächtige und witzige Inszenierung der Australian Opera


    Mit besten Grüßen

    Ramona1956

    Norbert (Beitrag #5.081)


    „eine der gelungensten Aufnahmen dieses Riesenwerks“



    Dem stimme ich voll zu. Ich habe 1986 imRahmen der Musikfestspiele genau diese Aufführung erleben dürfen, eine meiner beeindruckendsen Konzerterfahrungen.

    1995 hörte ich die Gurre-Lieder im Rahmen des MDR – Musiksommers nochmals unter Giuseppe Sinopoli (damalige Sänger Deborah Voigt, Jennifer Larmore und Bernd Weikl und als Sprecher der wunderbare Klaus Maria Brandauer).

    Im März 2020 werde ich dieses großartige Werk nochmals in der Semperoper erleben können.