Lieber Harald,
so ganz verstehe ich deine Botschaft nicht: Hätte Hampson in Düsseldorf bleiben und auf die Weltkarriere verzichten sollen?
Ich bin bei jedem Sänger traurig, der mich einmal mit seiner Stimme verzaubert hat und nun leider diesen Effekt nicht mehr auslöst, weil er, aus welchen Gründen auch immer, eben nicht mehr so klingt wie "einst im Mai". Das trifft auf Ramon Vargas ebenso zu wie auf Marcello Alvaréz, Thomas Hampson.... und leider auch Rolando Villazón. Im Unterschied zu anderen Fans verschließe ich nie die Ohren vor akustischen Tatsachen, so schmerzlich sie auch sein mögen.
Ich bin auch nicht "traurig" über Hampsons Trotzreaktion, nie wieder in Österreich auftreten zu wollen - soll er, und zu dem ganzen Rechtsprozess habe ich eine sehr dezidierte Meinung, die ich aber sicher nicht im Internet verkünden werde
.
Dein "Mitleid" zumindest mit mir ist also nicht angebracht, aus deinem Post spricht für mich eine persönliche Enttäuschung über Hampson, für die ich aber auch nichts kann. (Dass Sänger auf dem Weg zur Weltkarriere ihre Fans der ersten Stunde aus den Augen verlieren, trifft sicher nicht nur auf ihn zu, das liegt doch in der Natur der Sache.)
lg Severina ![]()
Beiträge von severina
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Opernmäßig wird Hampson in Zukunft seinen Schwerpunkt wohl in Zürich haben, zumindest sprach Pereira anlässlich der "Tosca" ganz stolz davon, dass "Thomas Hampson wieder durch einen großen Vertrag an das Haus gebunden ist", was dieser mit "Daheim ist daheim!" quittierte. Sein Haus in Wien hat er ja bereits verkauft, die "Firma" (Hampsong.org) in die USA verlegt und sein europäischer Hauptwohnsitz wird wohl auch in Zürich sein.
In Österreich tritt er nur mehr ein einziges Mal auf, und zwar Holender zuliebe am 30. Juni im Parzifal - sein Abschiedsgeschenk sozusagen.
lg Severina
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Lieber Matthias,
danke für deinen Bericht! Du hattest ja noch Glück, denn leider stehen die Chancen, dass angekündigte LAs von Hampson auch wirklich stattfinden, eher schlecht (Ist auch eine nervliche Sache, seine Bühnenangst wird mit den Jahren leider schlimmer als besser
). Und leider entspricht es auch den Tatsachen, dass seine Stimme hörbar gelitten hat und er das durch Forcieren wettzumachen versucht, was in meinen Ohren aber die Sache eher verschlimmert.
Das sagt ein trauriger Hampson-Fan,
Severina
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Für alle Kaufmannfans, die österreichisches Fernsehen empfangen können:
ORF 2 bringt am 26. April um 9 Uhr 35 das Porträt "Ein ganz normaler Held - Jonas Kaufmann, Tenor"
Wohl als Auftakt zu Kaufmanns Auftritten an der WSO im April (Manon) und Mai (Tosca), auf die ich mich schon sehr freue. Wenn er den Cavaradossi so toll singt wie in Zürich (Siehe mein Bericht), wird er Wien im Sturm erobern. Ich hoffe nur, dass er angesichts unserer Nicht-Inszenierung in uralten Bühnenbildern nicht die Flucht ergreift. Vielleicht probt er ja gar nicht (Ist bei unserer Tosca auch völlig überflüssig), und wenn er erst einmal auf der Bühne steht, ist's eh zu spät

lg Severina
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Original von yago
AALTO EssenBallett
Premieren:
14. Nov.2009 "La Sylphide" (Hermann von Lovenskjold)
Naom Zur/Peter von Schaufuss13. Feb. 2010 "Peer Gynt" (Edvard Grieg, Brett Dean, Mark-Anthony Turnage) Volker Perplies/Heinz Spoerli(endlich wieder!!!)
27. Feb 2010 Verleihung des Tanzpreises
Wiederaufnahmen:
4.Sept. 2009 "Tanzhommage an Queen" (Queen)
Ben van Cauwenbergh26.Sept.2009 "Coppélia" (Léo Delibes)
Roland Petit21.Dez.2009 "Leonce und Lena" (Johann Strauß, Bernd Alois Zimmermann, Alfred Schnittke und Martin Donner)
Florian Ziemann/Christian Spuk31.März 2010 "La Vie en Rose" (Maurice Chevalier, Edith Piaf, Gilbert Bécaud und Jacques Brel)
Ben van CauwenberghHallo Yago,
wenn das die gleiche Choreographie ist, die er schon in Zürich gemacht hat, kannst du dich freuen! Ich bin weder Ballettkennerin noch ein ausgewiesener Ballettfan (Nehme es eher so am Rande mit, hin und wieder......
), aber diese Aufführung hat mich sehr beeindruckt!! 
lg Severina
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Original von Edwin Baumgartner
Lieber Bernd,
da fällt mir doch der Wiener "Parsifal" ein. Seinerzeit besorgte Everding eine absolut grauenhafte Inszenierung mit edel schreitenden Recken, Zypressenhainen und einem Plüsch-Puff als Blumengarten. Die harmlose Inszenierung wurde als Entstellung eines Meisterwerks niedergebuht. Es war an der Grenze zum Skandal. Und einer, der damals am heftigsten buhte, buhte bei der brillanten Neuinszenierung durch die Mielitz wieder und sagte allen Ernstes, er hätte so gerne den wunderbaren Everding zurück. Wie sich doch Staubis ändern - manchmal hat man den Eindruck, die Inzenierung selbst ist ihnen wurscht, Hauptsache, sie ist verstaubt genug (-> Kosename... :D)

Lieber Edwin,
diesem seltsamen Phänmen bin ich schon einige Male begegnet, dass plötzlich eine Inszenierung in nostalgischer Verklärung betrachtet wird, die bei der PR seinerzeit gnadenlos niedergemacht worden ist, und zwar von ein und demselben Menschen. Merke: Alles, was alt ist, ist gut! Aber das weiß man man nach zwei Jahren an Bord der HMS Tamino sowieso :wacky:
lg Severina
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Meine Favoriten in bunter Reihenfolge:
1. Bernstein
2. Abbado
3. Boulez
4. de Billy
5. Harnoncourt
6. Welser-Möst
7. Sinopoli
8. Christie
9. Ph. Jordan
10. Jansons
11. M. Armiliato
12. Soltilg Severina

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Hallo Joschi,
der doppelten Beweislast gebe ich mich natürlich geschlagen
Im übrigen war meine Bemerkung eher Ausfluss meines grundlegenden Frusts und an ganz andere Adressaten gerichtet, aber wie immer fühlen sich die Falschen (ge)betroffen 
lg Severina
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Original von Joschi Krakhofer
Wobei eine Fehlbeurteilung eigentlich auch nur im Ohr des Betrachters eine ist...

OK, dann also für alle Aufnahmen 5,0, ist ja eh egal :wacky:
lg Severina
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Original von Mengelberg
Liebe Severina,"Angriffslust" ist vielleicht ein bißchen übetrieben. Den Eindruck, den einige von Deinen Postings bei mir geweckt hatten, habe ich ja oben beschrieben. Aber zu Deinen Punkten:
1. Den Eindruck hatte ich, aber der kann ja falsch sein und ist wohl jetzt revidiert.
2. Mich habe mich lediglich daran gerieben, daß von Leuten, die sich nicht beteiligen, andauernd Störfeuer kam.
3. Habe nicht gesagt, daß Du das erfunden hast. Du sprachst aber davon, daß Sänger die "am Leben sind" grundsätzlich schlechter wegkommen.
4. Calleja und Netrebko waren nur Beispiele und bezogen sich nicht auf Deinen Geschmack. Ich kann Calleja übrigens auch nicht ertragen.
5. Das klingt interessant. Gerade deshalb und weil Du nicht eine 5,0-Aufnahme besitzt, fände ich das gerade gut, wenn Du mitmachen würdest.
M.Lieber Mengelberg,
ich habe mir gestattet, auf die Frage eines Moderators, betreffend die Sinnhaftigkeit der TMOO-Threads, eine kritische, aber natürlich rein subjektive Antwort zu geben. (Jacques interessierten ja auch die konkreten Befindlichkeiten der User in diesem Zusammenhang.) Dann antwortete ich noch je einmal kurz auf eine an mich gerichtete Bemerkung von Martin, auf die Anregung, künftig auch Recitals zu bewerten und einen in meinen Augen sehr treffenden Beitrag Peters - also insgesamt vier Posts meinerseits. Wenn du das also als "ständige Störfeuer" bezeichnest, muss ich wohl damit leben. Ich habe mich NIE in einen der existierenden TMOO-Threads eingemischt oder eine dort abgegebene Wertung kritisiert.
Aber keine Sorge: Das traumhafte Wetter wird mich in den nächsten Tagen nachhaltig daran hindern, weitere "Störfeuer" abzugeben. Es ist draußen viel zu schön, um mich herinnen zu ärgern.

Und im übrigen hat Peter in seinem letzten Post alles gesagt, was es von meiner Warte aus zu diesem Thema noch zu sagen gibt. (Wäre dies ein TMOO-Thread, würde ich sagen: Bitte verdoppeln!!
)
lg Severina
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Original von Mengelberg
Liebe Severina,Du unterstellst, daß fast alle Bewertungen, die nicht von Dir kommen, unannehmbar subjektiv seien. Du unterstellst damit gleichzeitig, daß Deine Wertungen objektiver wären (Du sprachst von der "Ist-Leistung", die Du beurteilen kannst). Außerdem klingt in einem anderen Posting von Dir auch noch mit, daß lebende Sänger hier generell schlecht wegkommen würden.
Ich glaube, daß sich diejenigen, die sich an den Wertungen beteiligen, durchaus Mühe geben, objektiv zu sein und finde es ein bißchen respektlos, alles in Bausch und Bogen als Bewertungen von hartgesottenen Fans und Old-School-Snobs abzutun. Wenn Netrebko, Calleja & Co. schlechte Wertungen einfahren, dann sicher nicht, weil sie am Leben sind.
Wenn Du so objektiv bist, dann laß doch mal hören...
M.Lieber Mengelberg,
1. habe ich nie behauptet, dass ALLE hier angegebenen Wertungen zweifelhaft sind, aber dass bei vielen Skepsis angebracht ist, empfinde ja nicht nur ich so.
2. habe ich ja eigentlich nur auf Jacques Frage, welchen Nutzen die User aus den TMOO-Threads ziehen, eine ehrliche Antwort gegeben und gleichzeitig erklät, warum ich mich daran nicht beteilige. Also kein Grund zur Aufregung!
3. Dass für einige die aktuelle Opernszene eine einzige Katastrophe ist und an die "gute, alte Zeit" mitnichten heranreicht, ist keine Erfindung von mir, sondern kommt in den diversen Threads mehr als deutlich zum Ausdruck.
4. Die schlechtesten Wertungen für Calleja in diesem Forum kommen wohl von mir (frag Gregor
), und ich kann mich nicht entsinnen, Netrebko je in den höchsten Tönen gelobt zu haben. Was soll das also?
5. Was meine Objektivität betrifft: Ich bemühe mich wenigstens redlich darum und blende nicht sofort mein kritisches Urteilsvermögen aus, wenn es um einen von mir geschätzten Sänger geht. Im Gegenteil: Ich gehe mit meinen Liebingen oft härter ins Gericht als mit Sängern, die mir wurscht sind, weil's mich da besonders schmerzt, wenn es einmal nicht so klingt, wie ich es gerne hätte.
Irgendwie versteh ich deine Angriffslust nicht ganz.
Aber keine Sorge: Wie ich schon in meinem ersten Post gesagt habe - ich lass euch ohnehin eure Spielwiese und werde mich wohl kaum an den TMOOs beteiligen, schon einmal deshalb, weil ich keine einzige 5,0-Aufnahme besitze ;).
lg Severina
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Ich wünschte, ich wäre eine Woche jünger und hätte diese Sternstunden des Belcanto noch vor mir!!! Waren das drei tolle Aufführungen, wobei für mich die zweite noch eine Spur überirdischer war als die beiden anderen.
Juan Diego Flórez demonstrierte die hohe Schule des Belcanto auf einem Niveau, an das momentan keiner seiner Kollegen heranreicht. Sechsmal hörte ich "Und furtiva..." (Ja, auch gestern erzwang das Publikum natürlich ein Dacapo), und jede Wiederholung war ein Kabinettstückerl, weil unser Nemorino immer andere Kadenzen parat hatte.
Besonders überrascht war ich von der Spielfreude meines Lieblings, denn diesmal konnte ich ihm wirklich nicht den Vorwurf machen, er stünde nur unbeteiligt herum und warte auf seinen Einsatz, was ansonsten leider imer wieder der Fall ist. Er erlaubte sich sogar einige spontane Einlagen, so als er gestern, auf die Frage Belcores "Sai scrivere?" "Nein, leider!" antwortete, vielleicht um Brunello
zu beweisen, dass er seinen sprachlichen Verpflichtungen als österreichischer Staatsbürger nachkommt. (Dass er auf die orginelle Idee verfiel, auf die hohe Mauer bei Adinas Haus zu hechten und dabei beinahe einen Choristen mit einem Blumentopf abgeschossen hätte, den er bei seiner sportlichen Einlage herunterfegte, sei nur am Rande bemerkt.)
lg Severina, noch immer ganz euphorisch
(Fällt wahrscheinlich gar nicht auf
) -
Lieber Peter,
wenn alle Bewertungen unter deinen Prämissen vorgenommen werden würden, hätte auch ich viel Freude an den TMOOs, aber leider ist dem nicht so. Ich habe häufig das Gefühl, dass die Kann-Leistung eines Sängers herangezogen wird anstatt der tatsächlichen Ist-Leistung. Um auf mein obiges Beispiel zurückzukommen: Ich habe viele Sternstunden mit Araiza erlebt, leider sind die fast nie auf Tonträgern konserviert worden, weshalb er bei meinen Bewertungen selten die Höchstnote bekäme. Es geht ja nicht darum, wie gut er den Faust singen könnte, sondern wie gut er ihn bei dieser Einspielung tatsächlich gesungen hat. Und genau diese Unterscheidung scheint mir in vielen TMOOS nicht gegeben.......
lg Severina
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Ich fürchte, die Bewertung von Sängerporträts würde die Inflation der Bestnote nur potenzieren, denn Recitals kauft man sich doch in erster Linie von Sängern, die man mag, und wie es da um die Objektivität bestellt ist, sieht man ja schon bei den Opernbewertungen :wacky:
lg Severina, leider sehr skeptisch
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Lieber Martin,
Es fühlen sich immer die Falschen angesprochen
Ich habe eher die TMOO-Fans gemeint, bei denen es prinzipiell keine andere Bewertung als 5 zu geben scheint, lebende Sänger natürlich ausgenommen.
Und so unter uns: Ich kann schon ganz gut einschätzen, wessen Urteile ich ernst nehmen kann und wessen nicht

lg Severina
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Original von Jacques Rideamus
itt[/b]Wie also seht Ihr die bisherigen Erfahrungen mit diesem Forum, das in wenigen Wochen immerhin schon ein Jahr alt wird?
Findet Ihr es interessant, hilfreich, lästig, unsinnig...?
Was könnte man tun um es (weiter) zu verbessern?
Hat jemand Lust und die nötige Zeit, mal Auswertungen zu machen?Auf eine konstruktive Diskussion freut sich
Jacques RideamusLieber Jacques,
diese Frage kann ich für mich ganz einfach beantworten: Mein persönlicher Nutzen aus diesem Forum ist sehr gering, weil die inflationäre Vergabe der Bestnote mich höchst misstrauisch macht und von einem Kauf des TOnträgers eher abhält als dazu animiert. Erstaunlich, wie viele perfekte Einspielungen es offensichtlich gibt- ich könnte keine einzige beisteuern, denn selbst meine Lieblingsaufnahmen haben meist irgendeinen Schwachpunkt. 5,0 Wertungen könnte ich für keine einzige meiner CDs oder DVDs abgeben, selbst meine Lieblingssänger bekämen kaum immer die Höchstnote, weil sie ganz normale Menschen sind und daher naturgemäß nicht bei jeder Aufnahme in absoluter Bestform. Und das wirkt sich logischerweise in der Benotung aus, also zumindest bei mir.(Ich höre z.B. gerade die Faust-DVD, und Araiza käme über eine 3 nicht hinaus, auf der CD bekäme er hingegen 5)
Da aber offensichtlich nur wenige so denken, verzichtete ich bald, mich an diesem Thread zu beteiligen, weil das Bild, das hier von Aufnahmen/Sängern gezeichnet wird, in meinen Augen völlig verzerrt ist. Ich muss gestehen, dass ich inzwischen die diversen TMOOs wirklich nur mehr alle heiligen Zeiten anklicke und meist sehr schnell wieder weg bin.
Fazit: Für mich haben sie weder Informations- noch Unterhaltungswert, sorry!
Falls das jetzt zu harsch klingt: Ich hätte mich von mir aus nie so kritisch geäußert und den TMOO-Fans gerne ihre Spielwiesen gelassen, aber wenn du schon obige Fragen stellst, sollst du auch ehrliche Antworten kriegen, und das ist nun einmal meine Meinung dazu.
lg SEverina
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Original von Diabolus in Opera
Na ja, beim "nackten Oberkörper" macht das vielleicht doch einen Unterschied ...

Best, DiO :beatnik:
Ich meinte, dass es keinen Unterschied macht, ob nun die Pamina nackt ist oder eine vom Tamino zur Tamina mutierte Frau.
lg Severina
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Original von Operngernhörer
Wir wollen diese Dinge weder cool noch erstrebenswert finden, doch wenn wir uns heute etwas ausserhalb der Oper umsehen, waren Barbarella und Spiderwoman doch noch brave Figuren !Und in dieser angedachten Transopera hätte viele Regisseure ein enormes Betätigungsfeld - was würden wir in den uns lieb und teuer gewordenen Häusern nicht alles sehen. (Wenn wir schon in der STOP im Parsifal Sänger/innen mit nacktem Oberkörper sehen dürfen).
Bitte nicht nachdenklich sein, es kommt noch einiges auf uns zu !

Operngernhörer

Wieso denn das? Frauen und Männer gibt's doch nach wie vor, und ob jetzt die Tamina oder Pamina nackt ist, macht doch keinen Unterschied.
lg SEverina
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Original von Dreamhunter
Ja ja, der Caruso...Heute kam ich mit der JD Florez Kollektion raus - La fille du Regiment und Don Pasquale (DVDs) gemeinsam um EUR 21,99 - da MUSS man doch zuschlagen !!!
Ja, nur leider kann ich bei Flórez nie so lange warten, da muss ich jede Neuerscheinung SOFORT haben, und dann ärge ich mich, wenn's zwei Wochen später nur mehr die Hälfte kostet

lg Severina
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Beim CD-Händler meines Vertrauens zahle ich nie mehr als 19,90€ für eine DVD, sogar die brandneue "Semele" aus Zürich gibt's bereits um diesen Preis. Alle paar Wochen kommen kistenweise Sonderangebote herein, da kann man sich dann in dem kleinen Laden kaum bewegen, weil sich sogar am Boden und unter den Tischen CDs und DVDs stapeln. Erst gestern habe ich wieder zugeschlagen :] Z.B. Massenets "Esclarmonde" um 15,99€ (3 CDs) - das billigste Angebot bei amazon marketplace liegt bei 19,95€.
lg Severina
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Original von nina
Liebe Severina,
der Ausdruck "perfekt" ist naturlich auch relativ, er ist von so vielen Faktoren abhängig! Es waren lediglich ein paar Kleinigkeiten die zur "Perfektion" gefehlt haben. Ich meine zu das, was ich als perfekt empfinde. Z.B.: ich mag es, wenn Dulcamara etwas tiefere Stimme hat, wie der de Simone, es ist einfach meine Vorstellung von der Figur. Dafür hat er mich mit seiner Spiel entschädigt, zugegeben!
Lisnic hat mir gut gefallen (ich hörte sie zum ersten mal live), bis auf einige hohe Noten, wo ich das Gefühl hatte, dass ihre Stimme weniger klar klingt, wie in den tieferen Lagen. Außerdem, gebe ich zu, war sie eine viel besseren Wahl, als vor einigen Jahren Laura Giordano in der Vorstellung in Las Palmas, deren Stimme mich schon fast genervt hat, weil ich sie viel zu hoch/ dünn empfunden habe. Auch Netrebko hätte ich nicht bevorzugt, weil sie, mit ihrer übersprudelnder Art, Florez gehemmt, regelrecht eingeschüchtert hätte. Als Drittes Wermutstropfen war das, anfänglich etwas zu lautes Orchester, besser gesagt, zu der Stimmumfang von Florez zu laut. Später hat sich das verbessert, so das ich nichts mehr auszusetzen hatte. Also, wenn ich nicht päpstilcher als der Papst sein möchte, war doch eine perfekte Vorstellung! 
Selbst eine weltweit beste Besetzung für eine bestimmte Oper wäre keine Garantie, sondern nur ein Versprechen...die Sänger sind auch nur Menschen und keine Maschinen, das ist mir durchaus bewusst. Auch hier, in Stuttgart, habe ich magische Momente in der Oper erlebt, ohne Stars, aber die Wahrscheinlichkeit so etwas zu erwischen ist niedriger, als in der WSO. Und wenn ich daran denke, dass ich schon vor sieben Jahren Florez großartig fand, als ihn kaum jemand beachtet hat, beweist es, dass meine Begeisterung nicht umbedingt von der Berühmtheit der Sänger abhängig ist.
Und zu letzt, nach Wien fahre ich nie umsonst! Wenn die Vorstellung nicht so verläuft, wie erhofft, ist die Stimmung Wiens noch immer eine Reise wert!
Liebe Grüße
nina
Liebe Nina,
ich versteh dich schon! Ich hätte auch lieber Rolando Panerei als Dulcamara, wenn ich mir's aussuchen dürfte, aber keiner in dieser Besetzung war doch so, dass man "Oh Gott!" sagen müsste, und das ist viel wert.
Was Armiliato betrifft, so kann er schlicht nichts dafür, dass Flórez Stimme für unseren Riesenkasten ein wenig zu klein ist. Ich habe es nicht erst einmal erlebt, dass Dirigenten Buhs kassieren mussten, nur weil sie zu sängerfreundlich dirigiert hatten. (Z.B.bei der "Bohéme" im Dezember: Natürlich drang nicht der gewohnte "Puccinisound" aus dem Graben, aber der hätte nicht nur Villazón, sondern auch seine Mimi Bribran mit ihrer hübschen, aber zarten Stimme komplett zugedeckt.)
lg Severina
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Original von Ingrid
Wenn ich das hier lese, muss ich mit großem Bedauern feststellen, dass ich eindeutig in die falsche Richtung geflogen bin. Nicht Berlin, sondern Wien hätte es sein müssen.LG Ingrid
Liebe Ingrid,ich kann dir leider nicht widersprechen, aber noch ist das Vaterland ja nicht verloren: Die Zugverbindung Wien-München ist gut, und die WSO hat 500 Stehplätze

lg Severina

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Lieber Kurt,
auf seiner CD Belcanto spectacular singt Flórez "Una furtiva.." ebenfalls mit anderen Kadenzen, ich weiß jetzt natürlich nicht, ob's die gleichen sind, die Alagna verwendet!
lg Severina
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Original von nina
Hallo liebe Gleichgesinnte,
ich bin wieder zurück aus Wien, die Mittwochabendvorstellung ist schon fast zwei Tage vorbei und ich bin noch immer ganz mitgenommen von das was ich erlebt habe! Es ist mir zwar bewusst, dass keine perfekte Vorstellung war, der Vergleich mit anderen Besetzungen fehlt mir auch, aber es war so zum niederknien schön und berührend gesungen, dass ich am Ende der "Una furtiva lagrima" genau so stürmisch geklatscht, gebrüllt und getrampelt habe, wie die andere begeisterte Zuschauer um mich herum, die völlig aus dem Häuschen waren! Meine sonst übliche Selbstbeherrschung hat mich verlassen, ich habe alles um herum vergessen, die Tränen kullerten auf mein Gesicht runter, und den riesigen Kloß in meinem Hals habe ich so laut runtergeschluckt, dass meine rechte Nachbarin mich ganz komisch angeschaut hat...
Selten habe ich so ein Opernerlebnis Gehabt!

Der Schlussapplaus war auch länger, als ich sonst in Wien erlebt habe und finde es war auch richtig so!
Nur in Klammern gemerkt, gestern war ich noch immer nicht ich selbst, die Hälfte der Konversation mit meiner Freundin habe ich nicht gehört, träumte nur so für mich hin, verteilte auf dem Boden mein Kleingeld beim Bezahlen... was ist nur los mit mir? Ist das eine Krankheit? Möglicherweise unheilbar? Hofffentlich ja!
Liebe Grüße
ninaLiebe Nina,
na, das freut mich doch, dass du nicht umsonst nach Wien gereist bist!
Was genau verstehst du unter einer "perfekten Vorstellung"???

Dass in jeder Partie die weltweit beste Besetzung agiert? Das ist nur eine Wunschvorstellung, die du in der Realität nie antreffen wirst (Auch auf CDs nicht!). Am Mittwoch hast du den momentan besten Nemorino, der keinen Vergleich mit den Größen der Vergangenheit zu scheuen braucht, erlebt, und alle anderen Rollen waren sehr gut besetzt. Die Philis unter Armiliato waren beinahe sensationell, wenn man weiß, wie lieblos sie Donizetti, den sie irgendwie als "unter ihrer Würde" betrachten, runternudeln können. Diese 'L'Elisir-Serie sind Sternstunden, wie wir sie auch in Wien nur alle heiligen Zeiten einmal erleben, und ich kann's kaum erwarten, bis es am Sonntag wieder so weit ist! :]
lg Severina
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Bei einem Theaterstück schaffe ich es problemlos, 100%ig dranzubleiben - das funktioniert anders ja auch gar nicht, zumindest für mich nicht -, in der Oper bei spannenden Aufführungen auch (Wenn meine LIeblingssänger auf der Bühne stehen, sowieso
:] ), aber im Konzerthaus passiert es mir auch immer wieder, dass meine Gedanken auf Wanderschaft gehen. Deshalb lese ich bei LAs immer mit, auch wenn ich die Texte in-und auswendig kenne, aber das hält mich bei der Stange.
Was komisch ist: Daheim mit einer CD gelingt es mir viel besser, mich zu konzentrieren, da schaffe ich oft wirklich eine ganze Symphonie ohne nennenswerte Abschweifungen, aber kaum sitze ich in einem Konzertsaal, lasse ich mich von Hinz und Kunz (Von Husten und Rascheln
) ablenken oder muss plötzlich an so lebenswichtige Dinge denken wie den Einkaufszettel
Und je mehr ich mich über mich selbst ärgere, umso schwerer fällt mir die Konzentration. Denn da freue ich mich tagelang auf ein Konzert, und wenn es dann endlich so weit ist, funkt der ganz banale Alltag dazwischen :motz: :motz: :motz: :motz: Deshalb investiere ich mein GEld auch lieber in CDs als in Konzertkarten, die ja nicht gerade billig sind.
lg Severina
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Original von Alviano
Der Schauspiel-Rezensent der "Frankfurter Rundschau", Peter Michalzik, berichtete von der Schlingensief-Premiere am Wiener Burgtheater, dass der Chefredakteur der Wiener "Presse" in der sechsten Reihe sitzend, seinen hellerleuchteten Laptop während der Vorstellung offen hatte - was denkt sich so jemand? Ein Benehmen, dass es die Sau graust.Beim "Tristan" in Wiesbaden war es auch mal wieder soweit - munter dudelte ein Handy länger vor sich hin, bis der Besitzer oder die Besitzerin endlich erwachte, das Ding hervorgefummelte und im Dunkeln den "Aus"-Knopf fand, um dieser Störung ein Ende zu bereiten.
Jo mei, irgendwie muss der Mann doch beweisen, dass er seine Freikarte zu Recht bezieht
Was das Handy betrifft, so hattest du ja noch Glück, dass der Besitzer den Aus-Knopf gefunden hat - ich erlebte es einmal im Burgtheater, dass der Anruf munter entgegengenommen wurde und der Typ ganz erstaunt war, dass seine Umgebung das als Zumutung empfand. Schließlich muss man doch erreichar sein!

lg Severina
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Original von davis1926
Bei der gestrigen Jenufa-Premiere an der Bayerischen Staatsoper gab es eine besondere Freude für die Leute an den Stehplätzen im 3. Rang rechts: Der grau-zottelige Engländer im weißen Hemd war wieder da! Kenner dürften wissen, was das bedeutet, nämlich ein umfassendes Spektrum wahrhaft infernalischer Körperdüfte. Die jungen Leute neben mir – offenbar Neulinge – waren entsetzt, ein Mädchen hat in der Pause sogar aufgegeben. Ihr Begleiter hat versucht, den Herrn am Pausenbeginn auf seine Ausdünstungen anzusprechen, freilich zwecklos, in solchen Fällen reduzieren sich nämlich dessen Deutschkenntnisse auf Null.An der WSO gab es auch so einen unangenehmen Zeitgenossen, dessen Anzug das Odeur von 30 durchschwitzten Jahren atmete. Als sich dann die Beschwerden häuften (Er saß nicht unbedingt auf den bliligsten Plätzen) und er auf "pädagogische Gespräche" seitens der Billeteure wenig einsichtig reagierte, erteilte man ihm Hausverbot.
lg Severina
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Hallo Kurt,
mir hat ehrlich gesagt Theodora Gheorghiu in der ersten Aufführung besser gefallen, die Schärfe in der Höhe von Tatjana Lisnic störte mich doch etwas, aber gespielt hat sie lieb und war insgesamt eine gute Adina.
Leo Nuccis polternder Belcore kam auch in meiner Besprechung nicht gut weg, und zu Flórez fehlen mir allmählich die Superlative
Was ich faszinierend finde, dass auch die Kadenzen beim Dacapo von Mal zu Mal variieren, so kreierte er diesmal einen ganz anderen Schluss als am Samstag. Ich freue mich jedenfalls schon auf den 3. Streich am Sonntag und würde mir wünschen, statt der drei "L'Italianas noch einmal drei "L'Elisire" erleben zu dürfen.
By the way: Nicht nur der Schraubverschluss war neu, auch viele andere Details heben diese Serie wohltuend von der üblichen und schon ziemlich langweiligen Routine dieser Inszenierung ab. Jedenfalls habe ich mich seit Araizas Zeiten - der vom Typ und Spiel her trotz Flórez' stimmlicher Brillianz immer noch "mein" Nemorino ist - bei dieser Oper nicht mehr so amüsiert.
lg Severina
PS: Haben wir uns eigentlich nicht einmal geeinigt, pro Aufführungsserie nur einen Thread zu führen?

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Original von Elisabeth
Liebe Severina,am Samstag sang nicht Villazon, sondern Massimo Giordano - und ich hab nach nicht einmal der Hälfte frustriert ausgeschaltet....
Villazon hat nach neuesten Nachrichten auch den Rest der "Elisir"-Vorstellungen an der Met abgesagt.
LG, Elisabeth
Liebe Elisabeth, vielen Dank, dann ist die Krise also prolongiert
Ich denke, ich lass es mit dem Anstellen für Sitzplätze und gehe notfalls auf Stehplatz. Marco Armiliato, der Dirigent, soll auch schon angedeutet haben, er könne sich nicht vorstellen, dass Villazón die Wertherserie wirklich singt.
War Giordano sooooo schlecht? Bei uns ist er nämlich im Vorjahr für Jonas Kaufmann als Des Grieux eingesprungen, und trotz meiner großen Enttäuschung fand ich ihn ausgezeichnet. (Bis auf sein Spiel - so ein verklemmter Tenor ist sicher noch nie mit der Netrebko unter einer Bettdecke gelegen
)
lg Severina