Beiträge von Alfred_Schmidt

    Für den 19. April 2024 ist die hier gezeigt DECCA CD mit Chopin Etüden angekündigt.

    Leider kann ich mir die Bemerkung nicht verkneifen, daß das Coverbild - wie ich es hier sehe - nicht zu den Glanzleistungen der Werbegrafik zählt.;)


    mfg aus Wien

    Alfred

    Zitat

    ....also etwa die Jahre zwischen 1851 und 1876 betreffend, die sinfonisch bekanntlich heutzutage einen ziemlich weißen Fleck darstellen

    Der weisse Fleck" ist IMO ein künstlicher, weil man nämlich etliches Gute aus diesem Zeitraum einfach negiert.

    Raff würde mir persönlich schon genügen, aber da gäbe es noch Jadassohn, Anton Rubinstein, Draeseke (die ersten beiden Sinfonien) und einiges bei den Franzosen.


    Ich bin vermutlich einer der Wenigen, die CDs von Volkmann in ihrer Sammlung haben. Und so habe ich dieses erneute Aufblühen dieses Threads zum Anlass genommen, mein geplantes Hörprogramm umzugestalten und die erste Sinfonie von Volkmann erneut zu hören.

    Ich beginne - typisch für mich - zuerst mit den Schwachpunkten: Ja - sie ist dramatisch - wird stellenweise gern mit Beethoven verglichen - aber ohne dessen Geschlossenheit und Eingängigkeit gleichzeitig zu erreichen. Dieses "Manko" haben seine Zeitgenonne weitgehen "übersehen" (wollen ?), weil sie dankbar waren, daß es zeitgenössische Sinfonien gab.

    Man kennt dieses Phänomen auch aus unserer Zeit. Alles was sich als "zeitgemäß" darstellt oder von "Fachleuten" so gesehen wird, bekommt - vorübergehend - einen gewissen "Gegenwartsbonus" - der dann erlischt - und sich - nach gegebener Zeit - dann ins Gegenteil verkehrt.

    Wir können das sehr deutlich bei den Sinfonien und Orchesterwerken des 19. Jahrhunderts sehen, wo (siehe weisser Fleck) viele Komponisten totgeschwiegen werden, weil sie uns heute nicht bedeutend genug erscheinen (und es vielleicht auch nicht sind) die zu Lebzeiten als Musikgenies gefeiert wurden.


    Zitat

    Im Ganzen der Sinfonie jedoch – wir wiederholen dies am Schluss noch einmal – erblicken wir eines der bedeutendsten Werke der Gegenwart. Denn selbst mit allen seinen Schwächen betrachtet, weist es die oft gewünschte Größe des Stils auf, ohne mehr als an einzelnen Stellen geschmacklos zu werden


    Hier haben wir eine eher wohlwollende, als begeisterte Kritik vor uns.

    In Ungarn indes war man begeistert - in Moskau noch mehr: Nach der Moskauer Aufführung 1864 sammelten die Mitglieder "Russischen Musikgesellschaft" 550 Gulden (heute ca 8.000 Euro ?) für den Komponisten. Der bedankte sich damit, daß er der Gesellschaft seine 2. Sinfonie widmete


    Mein persönlicher Einwand ist, daß ich mir nach mehrmaligem Hören kein einziges Thema merken konnte - ales war verschwunden - etwa im Gegensatz zum immer wieder gern zitierten Beethoven....

    Allerdings ist es die Frage inwieweit das als Kriterium gilt - denn im 19. Jahrhundert - und auch zuvor - hörte man üblicherweise eine Sinfonie nur einmal im Laufe seines Lebens.

    Die Musikgeschichte hat Volkmann übel behandelt: In den meisten Musiklexika wird er nicht mal erwähnt. Das ist ziemlich ungerecht, da er vermutlich einen ziemlichen Einfluß auf Brahms hatte. Unser Mitglied "Joseph II" hat dankenswerterweise eine Hörprobe im Thread verlinkt.

    An sich - bei allen Relativierungen - sollte ein Klassikliebhaber die gezeigte Doppel-CD - in der Sammlung haben. Am Preis (14.99€ für 2 CDs) sollte es nicht liegen...


    mfg aus Wien

    Alfred


    mfg aus Wien

    Alfred

    Alfred HILL: Streichquartett Nr 11 in d-moll

    Ebenfalls 1935 komponierte Hill das Streichqartett Nr 11, welches er als sein bevorzugtes betrachtete. Als es 1946 in London in Druck erschien war es bereitsdurch etliche Aufführungen durch das Queensland Streichquartett populär geworden. Es enthält impressionistoische Einflüsse, sowie solche aus der Musik der Maomi - Themen, die Hill bereits in früheren Streichquartetten in seine Musik hat einfließen lassen.


    Bereits VOR der Aufnahme mit dem Dominion Quartett hat das Vollpreis-Schwesternlabel von "Naxos", "Marco Polo" das Quartett herausgebracht, in den späten 90ern mit dem Australian String Quartet. Die Aufnahme war damals weicher - und eventuell gefälliger als die hier gezeigte. Welch der beiden eher den Intentionen des Komponisten entsprochen hätte entzieht sich meiner Kenntnis. Wir hätten ihn auch nicht frwgen könne, denn obwohl er über 90 wurde hat er keine der beiden Aufnahmen erlebt....



    mfg aus Wien

    Alfred

    Und hier nun meine ergänzende Neuerwerbung. Die ist einen Tick lebhafter, ohne indes grell oder spröde zu wirken. sie ist derzeit als 3 CD Box um 16.99 zu haben ("nur noch eine am Lager")und ist bereits seit 2006 im Programm. Da besteht bei Brilliant die Gefahr, daß sie bald gestrichen wird.

    Ergänzend zu den Oboenkonzerten - nicht vorne am Cover aufgelistet - gibt noch 4 Violinkonzerte den "European Chamber Soloists" unter dem gleichen Dirigenten. Die Solistin ist hier Tanja Becker-Bender. Dadurch wurde Op. 9 komplettiert, welches nicht einheitlich auf ein Soloinstrument vom Komponisten festgelegt wurde...

    mfg aus Wien

    Alfred

    Ich habe nicht wirklich wahrgenommen, wie viel Interesse Albinoni im Forum hervorgerufen hat. Ca 25.000 Seitenaufrufe und bislang 49 Beiträge. Nicht schlecht.

    Ich wurde erst in den letzten Tagen wieder auf Albinoni aufmerksam, als wir von den Oboenkonzerten Vivaldis sprachen. Und d habe ich fürs erste mal meine 3 Nxos CDs mit Anthony Camden hervorgekramt UND gleichzeitig eine Alternativaufnahme mit Stefan Schilli bestellt


    An dieser Stelle möchte ich ein eigenes Zitat von mir kommentieren:

    Hört man dies von mir benutzt Aufnahme, so wird man feststellen, daß, sie stellenweise zwar lebhaft ist, ihr aber das Spritzige, das wir teilweise so mit Vivaldi in Verbindung bringen (das war nicht immer so, ist eine Errungenschaft der 80er Jahre und der HIP Formationen) ein wenig abgeht.

    In der Tat ist die Aufnahme etwas weniger "spektakulär" oder "radikal" wie man es von neueren Aufnahmen von Vivaldi Werken kennt..

    Aber das ist kein Qualitätskriterium

    The London Virtuosi" spielen sehr ausgewogen, aber eben auf moderenen Instrumenten, was den Klang eher (zu ?) weich macht, gegenüber HIP Einspielungen mit mehr "Biss" und da meine ich nicht etwea die deutschen Formationen, die in dieser Hinsicht oft zuviel des Guten tun....um es freundlich auszudrücken.

    das "zu" bei "weich" wurde bewusst in Fragezeichen gesetzt - weil es letztlich eine Geschmacksfrage ist.

    Sie ist ein idealer Einstieg in die Walt Albinonis - zu einem Spottpreis - ohne allerdings - in den Parnass zu gehören..

    ..ohne allerdings in den Parnass zu gehören...

    Eine sehr dogmatische Aussage IMO - die ich mir heute verkneifen würde.

    Irgendwo im Internet bezeichnete ein Rezensent die Wahl Von Camden als Solist als Idealfall - allerdings fand ich die Stelle - wie so oft im WEB - nicht mehr...


    Angeblich um 8.99 zu haben (?) - es gibt eine zweite identische Veröffentlichung ums dreifache....


    mfg aus Wien

    Alfred

    Ich glaube es geht hier in erster Linie, daß gewisse Personen es darauf anlegen, sich profilieren zu wollen ODER/UND durch "Bearbeitungen" neue Copyrigth-Nutzungsbedingungen erreichen wollen, weil dann diese IMO Verhunzungen als "eigenständiges Kunstwerk" präsentiert werden.

    Andere Motive mögen von mir aus sein (wenngelich ich nicht daran glauben will - soviel Blödheit traue auch ich nicht den "Idealisten" zu -aber wer weiß) die "Menschheit" zu "verbessern" - durch gezielte "Erziehung". Sowas hat nicht im Christentum (etc.), nicht im Kommunismus oder anderen "Ideologien" funktioniert.

    Auch das "ausmerzen" "unerwünschter Gedankenrichtungen" - hat nicht funktioniert - und wird NIE funktionieren. Es wird immer Abneigungen, Vorurteile, etc. Etc. geben -und man wird sie nicht in den Griff bekommen. Vielleicht oberflächlich -aber im Untergrund wird es weiter brodeln. und das ist erwa so, als würde man den momentan schweigenden Krater eines Vulkans zubetonieren in der Hoffnung, er würde nie mehr ausbrechen. Wer das für übertrieben hält, den erinnere ich an Tschernobil.

    Ich warte nur bis man sich über Shakespeare hermacht (Shylock) oder über Agatha Christie oder Edgar Wallace. Generell sollte man am Besten die gesamte Literatur- Opern- und Kunstgeschichte aus dem "Kollektiven Gedächtnis der Menschheit" tilgen -und man sollte auch Höhlenzeichnungen auf einen eventuell frauenfeindlich-rassisitischen Doppel unter suchen und sie gegebenenfalls löschen. Dazu ist es aber notwendig grenzüberschreitenden Untersuchungsausschüsse zu begründen, die sich mit diesen "essentiellen Fragen der Menschheit" beschäftigen und auf diese Weise "überschüssisge Steuergelder" verbraten. Es ist auffallend, wie ausgerechnet Personen, die immer nach "Demokratie" schreien, sie unterschwellig zu unterhöhlen versuchen.

    Über den literarischen Wert der Zauberflöte - ihre Logik - mag man streiten können. Aber sie ist ein historisches (und überaus erfolgreiches Werk übendrein !!) das nicht durch irdendwelchen IMO mittelmäßigen Personen verändert werden darf. Einstige Bücherverbrenner werden heute posthum angeprangert - heutige Bücherverfälscher indes nicht - und das ist MO ein Fehler den man korrigieren sollte....


    mfg aus Wien

    Alfred

    Versuchen wir die Eingangsfrage zu beantworten: Kann man die empfehlen ?

    Die Frage ist: Was erwartet man sich?

    Man bekommt zunächst mal alle als original bestätigten KlavierKonzerte Haydns und einer "Zugabe" in einer gediegenen Interpretation. Geniale Aufnahmen von Haydns Klavierkonzerten gibt es am Markt kaum - vielleicht vor allem, weil die meisten Pianisten sie als nicht genial betrachten und sich nicht erwarten, daß ihr eigener Ruhm dadurch gefördert wird.

    Mir persönlich gefällt bei den meisten heutigen Aufnahmen die Balance zwischen Klavier und Orchester nicht, oft ist das Orchester zu hallig-mulmig und deckt das viel zu leise und weich klingende Klavier zu.

    Meine Antwort: Um den Preis kann man die Aufnahme ruhig kaufen. (sie ist sicher mehr wert) weil ein echter Haydn Freund wird sich im Laufe seines Lebens sicher ergänzende Alternativen zulegen.

    Warum der Preis ? Manchmal geht das Geschäft eben schlechter als erwartet- und da ergreifen die Label eben Maßnahmen, die sie für geeignet halten.....


    Hier eine Aufnahme wo die Balance zwischen Klaver und Orchester IMO passt.

    Badura-Skoda huscht auch nicht sio über die Tasten, sonder spielt prägnant und eindringlich, was den Werken eine gewisse Größe verleiht, die ihnen im allgemeinen abgesprochen wird.

    Ein anderer großer Haydn Interpret ist der fanzösische Pianist Jean-Efflam Bavouzet (obwohl er eigentlich ein "Universalpianist" ist)

    Sein Tempo ist schnell - besonders auffallend sein rhytmischer Ansatz


    Beide der genannten Aufnahmen haben den Makel, Vollpreisproduktionen zu sein UND lediglich die drei berühmtesten Klavierkonzerte Haydns zu beinhalten

    9753035l Eine weitere Aufnahme wurde schon genannt: Jene mit dem Kölner Kammerorschester unter Helmut Müller-Brühl und Sebastian Knauer am Klavier.

    Hier wird zu den drei bekanntesten Konzerten auch das heute als "unecht" betrachtete Konzert Nr 9 mitgliefert .Es ist aber sehr klangschön. Man darf nie vergessen, daß die zugeschriebnen Werke mehr oder weniger das Niveau des Komponisten erfüllen müssen, bis man sich an eine Zuschreibung wagt.

    Zum Abschluss noch eine - wie ich finde - ideale Wiedergabe mit dem romatre Orchestra unter Massimilliano Caldi. Am Steinway: Jocopo Feresin

    Leider gibt es hiervon keinen Mitschnit auf CD. Aber selbst wenn es von einer solchen Produktion einen gibt - so versauen ihn anschliessen die Ton mischer für die CD Version.

    Hier klingt das Orchester brilliant und beim klavierpart kann man erahnen, daß hier ursprünglich ein Cambalo angedacht war - aber dennoch werden Vorteile des Klaviers ausgenützt.


    mfg aus Wien

    Alfred



    Eine Perle !!

    81 Lieder von Schubert Zeigenessen, daunter Hochkarätigen

    Da es sich teilweise um Vertonungen von Texten handelt, die schon Schubert vertont hat ist ist manches gewöhnungsbedürftig. Keine Frage der Qualität, sondern der Prägung.

    Man bekommt hier in jedem Falle einen Eindruck der Liederszene des 19. Jahrhundert. Niemend, der sich fürr das Kunstlied des 19. Jahrhunderts interessiert sollte an dieser Veröffentlichung vorübergehen. Ich werde jetzt natürlich nich 81 Lieder en bloc anhören, Für heute sollten 5-10 genügen...


    mfg aus Wien

    Alfred

    Mein Vorsatz, mehr Musik zu hören, und hier mitzumachen wird hiermit einen Schritt weiter gebracht.

    Dieser Thread wurd in der Vergangenheit oft angegriffen, weil er keinen "Tiefsinn" Tiefsinn ist überall da wo man inhn hineininerpretiert.

    Ich lasse mich - we vermutlich viele Mitleser - gerne anregen,was ich den momentan hören könnte. Und ich sehe auch welche Komponotern oder Interpreten grade "IN" sind bei den Tamino Mitgliedern. Das kann vom allgemeinen Zeitgeschmach natürlich auch divergieren - aber ich finde: Gerade DAS ist das Interessante

    Ich höre soeben die abgebildete CD: Mozarts Violinkonzerte Nr 1 und 2 mit Arabella Steinbacher. Sie verwendet die Kadenzen von Wolfgang Schneiderhan.

    Es spielt das Festival Stings Lucerne unter Daniel Dodds.

    Eine elegante klangschöne Aufnahme mit Verzicht auf "Attacke"


    mfg aus Wien

    Alfred

    Heute mal Bach. Diese CD - Ich erwarb sie kurz nach ihrem Erscheinen, also 1985 - hat mich damals gelangweilt. Das mag aber auch an dem damaligen Philips CD Player gelegen haben, einem der ersten Generation. Das war ein 14 Bit Player mit Oversampling. Klangfarben waren mit diesem Player eher eingeschränkt vorhanden. Er spielte brilliant und hell - aber immer einen Touch synthetisch. Genau das was - nach der ersten Begeisterung der Einführungsphase -allen CD Playern nachgesagt wurde, allerdings von den Befürwortern energisch bestritten wurde. Ich war so an diesen Klang gewöhnt, daß ich, als ich etwa um 1999 meinen damals ersten NAD Player erwarb C 540 - einer der Stars seiner Zeit. - ich einen fremden Beiklang gewahrte. Fremd und auch doch nicht - WO hatte ich diesen Beiklang schon gehört? Bis mir klar wurde - daß es die Klangfarben von Instrumenten LIVE im Konzert waren. das stimmte mich fröhlich - bis ich bemerkte, daß der Player immer wieder Aussetzer produzierte. Daher tauschte ich auf ARCAM auch eine vielgepriesen Marke - aber die Faszination wollte sichnicht einstellen. So kaufte ich den 540 zwei Wochen später er neut - unter der Bedingung, daß ch so oft tauschen durfte, bis ich ein intaktes Exemplar bekommen hatte. NAD war barmherzig mit dem Händler - das zweite Exemplar begleitete mich 11 Jahre lang fehlerfrei. Danach siegte das ALter - und ich musste erneut umsteigen. NAD 565BEE. Ich hatte Angst, der Klang würde sich ändern, weil inzwischen der Hersteller des D/A Wandler gewechselt wurde -aber das war glücklicherweise nicht der Fall. 2023 Sommer oder Herbst 2023 - wieder 12 Jahre später gab dann auch dieser Player seinen Gsit auf. Ich hatte von Pionier ein relativ teures Gerät mit SACD Fähigkeiteit, weilches ich nun als Erstgerät einsetzte.Ich versuchte den Klang schönzureden - aber es wollte mir nicht gelingen. Diese Woche erwarb ich dann den NAD 538 - ein eher einfaches Gerät ohne all den Luxus seines Vorgängers (den ich ehrlich gesagt nie verwendet habe)aber mit gleichem Klang und gleichen Daten etc. Wie bei jeder neuen Serie behauptet NAD, den Klang erneut verbessert zu haben - aber das ist glücklicherweise nicht der Fall - weil es auch gar nicht mehr möglich ist.

    Auf jeden Fall habe ich heute die gezeigte CD mit Vergnügen gehört

    Kenneth Gilbert spiel auf einem Cembalo von Jan Couchet, Antwerpen von 1671, welches 1759 von Blanchet, Paris im Umfang erweitert wurde und 1778 erneut von Taskin, ebenfalls in Paris. 1979/80 wurde es erneut restauriert. Es gehört in dieser Zeit zu eine Sammlung von Kenneth Gilbert


    https://www.aeolus-music.com/I…-Sammlung-Kenneth-Gilbert


    mfg aus Wien

    Alfred

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    Inzwischen ist auch die Aufnahme mit Hogwood eingelangt und ich kann sie komplett hören - nicht nur Schnippsel

    Wie schon an Hand von Schnippseln fest geestellt ist die "gezähmter" imd silbrig filigraner als jene rabiat-forsche des L'Arte dell'Arco unter Federico Guglielmo.

    Was keine Abwertung der Guglielmo-Aufnahmen sein soll. Sie sind nur grundverschieden - und die menschliche Sprache ist hier nur eine unzulängliche Krücke zur Beschreibung. Ein A. Friesenhagen hat.in FonoForum 1/200^1 über Hogwoods Vivaldi-Interpretationen mit diesem Ensemble - damals bezogen auf opus 6 - geschrieben:

    Zitat

    "Spieltechnisch ex-zellent und penibel in der gestalterischen Feinarbeit,erlaubt er sich keine emotionalen Exzesse.

    Sein Vivaldi besitzt eine eher strenge Größe.

    "Vivaldi und "strenge Größe" ? Passt das zusammen ? -DURCHAUS !

    Ähnlich wie bei Mozart haben sich die einzelnen Interpreten ihren persönlichen Vivialdi zusammengebastelt. Ich habe mir die Aufnahme unter diesem Aspekt angehört und fand die Aussage durchaus nachvollziehbar, wenngleich ich sie eher mit "ernsthaft" als mit "streng" bezeichnet hätte.

    Vivaldi benötigt nich unbedingt jenes überschäumendes Temperament, das viele neuere Interpretationen zu ihrem Credo erkoren haben (wenngleich es ihnen oft guttut !! ;))

    Bei Giuliano Carmignola kann man - so man genau hinhört gelegentlich Melancholie heraushören. ich freue mich über all diese Möglichkeiten die Vivaldi seinen Interpreten biete - und die auch ausgenützt werden, wenngleich die "goldene Ära" Vivaldis schon etwa 25 Jahre zurückliegt.

    Aufmerksame Beobechter werden bemerkt haben, daß beispielseise Hogwood eine Zeitlang das Ensemble L' Arce dell'Arco geleitet hat. Es gibt hier Aufnahmen für die Deutsche Harmonia Mundi und auch für Hyperion. Guglielmo trat hier als Solist oder als Ensenblemitglied auf.


    Es ist ja vieles bereits gestrichen. Manches gibt es gebraucht - oft mit der Bezeichnung "so gut wie neu".

    Ich bin in solchen Fällen durchaus bereit den einstigen Neupreis zu zahlen - aber keinen Cent mehr !!!

    Aber das auch nur wenn ich eine Aufnahme UNBEDINGT haben will !!


    mfg aus Wien

    Alfred

    Fast drei Jahre sind vergangen. Ich gestehe, daß ich die Geschichten nicht zu ende gelesen habe. Das war übrigens bereits mein 2. Versuch - auch beim ersten bin ich steckengeblieben. Die Qualität der Geschichten ist uneinheitlich, ebendo wie deren Form (Reim und Prosa, Lustig, derb und Religiös abgehoben)

    Das Beste - und das hat mich wirklich begeistert und interessiert - ist die Rahmenhandlumg, wo jeder der Teilnehmer eine oder zwei Geschichten erzählen sollte um die Langeweile zu vertreiben. Der anregende Wirt hat einen Preis versprochen.

    Hier werden die einzelnen Charaktäre treffsicher und minutiös geschildert, wie beispielsweise die englische Nonne die fliessend französisch sprach - so wie manes in England auf der Universität lehrte - aber in Paris nicht kannte. Auch die Beschreibung des Teilnehmers, der an einem Hautausschlag litt: Hier wurden alle dagegen verscgriebnen Mitteln aufgelistet - und sie alle wirkten nicht. Die Pointe ist daran, daß man diese wirkungslsen mittel teilweise noch bis vor wenigen Jahren verwendete....

    Das Werk ist an sich ein Torso, die vorgegebene Anzahl an Geschichten, wurde nicht erreicht. Der Autor hat aufgegeben. Derbe listige Geschichten liegen Chaucer, wenn er sich aber in den Bereich fremder Kulturen und in den der gehobenen Stände begibt, dann kommt er ins Schwimmen, flüchtet in Allgemeinplätze.....


    mfg aus Wien

    Alfred.


    Es gibt nach diesem Vorbild einige Geschichtensammlungen anderer Autoren die ca 100 Jahre nach Chaucer gelebt haben. Ich werd dort mal schauen . man muß ja in sochenFällen ncht die gesammten Storys lesen....

    Mir fällt hier Bocaccios Decameron ein und Sebastians Brandts Narrenschiff. Auch Margarete von Navarras Heptamerone fällt in diese Gruppe, aber auch sie schaffte die 100 vorgesehenen Geschichten nicht, es wurden bis zu ihrem Tod lediglich 72. Nicht vergessen wollen wier an dieser Stelle Dante Alighieris Göttliche Komödie, die aber sicher noch schwieriger zu lesen ist.....


    mfg aus Wien

    Alfred

    Der eigentliche Grund liegt allerdings fast ausschließlich bei der Quelle, die kein hochwertiges Musiksignal erzeugt und damit selbst den besten Verstärker, der dieses Klanggemisch neutral verstärkt an die Lautsprecher weitergibt, zum hilflosen Erfüllungsgehilfen degradiert.

    Heute ist IMO genau der richtige Tag über die Quelle zu sprechen.

    Denn vor etwa 90 Minuten ist mein neuer CD Player NAD 538 eingetroffen.

    Damit ist das Provisorium Pionier PD 50 (noch ohne AE)

    https://www.md-sound.de/Pionee…9cca2e5f517117ed0&adcref=

    beendet. Ein CD/SACD 82 Kanal) Player mit überragenden Testberichten, einem 12kg schweren Gehäuse und einem sauberen Klang.

    ABER: Irgend etwas ging mir immer ab -und vor 3 Tagen stellte sich mir die Frage ob ich meinen 13 Jahre Alten NAD 565 BEE reparieren lasse -oder ob ich mir seinen Nachfolger

    NAD 568 kaufe.(ca 899€) NAD Geräte klingen wunderbar - aber sie sind mechanisch eher nicht so zuverlässig. Daher habe ich gezögert. Dann habe ich das einfachere Gerät NAD 538 (ca 399€) unter die Lupe genommen und verglichen: Gleicher D/A Wandler, gleiche Daten, lediglich kein USb Stick Anschliessbar und keine umschaltbaren Filteroptionen.

    Und kein bequemer Drehregler zum skippen. All das habe ich die letzten 10 Jahre nicht verwendet - oh ja doch ein paar mal als er neu war habe ich experimentiert, Das wars dann schon. Also habe ich mich für das kleinere Gerät entschieden. Das kam heute an

    Auffallend, daß nicht mehr der klassische dreipolige Netzkabel anschluss (wie bei Computern) vorhanden ist, und dass das Gerät nur 3 kg wiegt (der große Bruder wiegt - 4,9 Kg) Einer der Gründe ist, daß das Gerät bei sonst identischen Abmessungen 5 cm weniger tief ist - was manchen, der das Gerät im Wandregal betreiben will - freuen wird.


    Kommen wir nun aber zum Klang: (der Quelle) Er ist einfach überzeugend. Er verleiht den Instrumenten körper und Farbe, klingt dreidimensionaler und das Ausklingen der Instrumente ist wunderbar zu hören. Nichts Neues für mich, denn meine CD-Player Historie ist Philips 202 ->NAD C 540 ->NAD C565 BEE - >NAD C538...

    Der Pionier wandert wieder von der Bibliothek/Musikzimmer ins Wohnzimmer wo repräsentativ gehobenen Hifi Geschmack demonstrien darf.

    Musizieren wird der NAD. Das Musikzimmer in der Bibliothek ist ein "zufallsfund" Der Raum hat keine parallelen Wänder und - weil Eckhaus - noch ein schläges Eck, was sich akustisch super auswirkt. dazu kommt, daß ich die Lautsprecher frei aufgestellt habe (Mindestabstand von jeder Wand 1m) was ebenfalls ein Idealfall sit, Dazu kommt ein schwingender Parkettboden und die schallschluckenden Bücherregale. Ich bin (was bei mir selten der Fall ist) mehr als zufrieden....


    LG aus Wien

    Alfred

    Ich bin - abgesehen von einzelenen Fehlern meinerseits -inzwischen draufgekommen WARUM etliche Bilder fehlen. (was uns jetzt aber auch nicht weiterhilft)

    Orfeo hat mir eineInformation übersandt innerhalb welchem Zeitraum er Bilder beim betreffenden Hoster eingestellt habe - und mir auch mitgeteilt wieviewle Bilder hier betroffen wären. Hier ist ihm offennbar ein Fehler passiert, denn es wurden schon VOR dem angegebenen Limit Bilder dort eingestelt - wie ich jetzt sehen kann. Die habe ich nnicht überprüft, weil nach Angabe von OrfeO die Anzahl der geretteten Bilder (etwa 400)gepasst hätte....


    Aber wir werden die Beiträge irgendwie restaurieren.

    Man baucht nur unter den Betreffenden Komponisten und Opern zu suchen

    Allerdins ist dan nicht sicher ob wir hier das "originale" BVild gefundenhätte. Hier wäre Orfeos Mithilfe gefragt


    LG Mod 1 Alfred

    weniger mit dem Preis der 7878 Output Röhren

    Soweit ich recherchiert habe benutzt der Sherwood 5000II c4 Stück 7591 (?)

    7878 er konnte ich nirgendwo mehr finden....


    LG aus Wien

    Alfred


    Ich verwende un meinen Verstärker 4 Stück KT88 von Elekto Harmonix (Russland)

    Diese Röhre hat einen leicht zupackenderen Klang, als die Konkurrenten.

    Geschmacksache. Sie kosten auch um die 60-80€ pro Stück - gematcht sind sie teurer

    Ich bin den Klang gewöhnt. Leider sind sie üblicherweise monatelang nicht lieferbar.

    Überraschenderweise sind sie ausgerechnet JETZT leichter zu haben.....


    mfg aus Wien

    Alfred

    Worum empfehle ich Röhrenverstärker (Natürlich nicht jene chinesischen Bastelprodukte mit Röhren darin, die unter Insidern "Chinakracher" genannt werden, weil sie gerne explodieren. Angeblich sind diese Probleme behoben - aber ich glaub nicht wirklich daran. Sogar Glühbirnen mit Glühdraht explodieren gelegentlich - noch heute)

    In meiner Kindheit waren durchwegs ALLE Geräte mit Röhren ausgestattet - Es war der Standard. Der Transistor begann sich erst um etwa 1955 allmählich durchzusetzen.

    Vor allem in sogenannten "Transistorradios" Darunter verstand man portable Kofferradios. Hier ist eines in seiner typischen Bauform der späten 50er Jahre abgebildet



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    Egal welche Firma man bevorzugte: Sie sahen alle gleich aus

    Kein Mensch nahm das Wort Tonqualität auch nur in den Mund. Was wollte man von einem 10 cm Konuslautsprecher schon erwarten. Die Tesitung solch eines Gerät war in etwa 800Milliwatt - für Zimmerlaustärke voll ausreichend.


    Größere Radioaapparat wren indes noch mit Röhren bestückt. Die Wärme wurde durch die Loch-Rückwand abgeleitet, was leicht möglich war, sie Geräte hatten damals eine Ausgangsleistung von etwa 2 -5 Watt. Eine der beliebtesten Röhren war die Pentode EL 95 (etwa ab 1955 -wird vereinzelt noch heute erzeugt)

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    Dann kam HIFI auf.

    Und eine spezifischer Zeitgeschmack. Die HIFI Geräte sollten leistungsfähig sein und nicht allzu groß - und man wollte "modern sein"

    Es gab zwar spezielle HIFI Gerät der oberen Klasse - aber sie waren unerschwinglich teuer und dementsprechend selten.

    Es war allgemein bekannt, daß der Transistor einen "Transistorklang hatte: Sauber, klar, aber kühl und wenig musikalisch - aber das nahm man durchaus in Kauf. Von Jahr zu Jahr kamen neue geräte auf den markt und immer redete man den Leuten ein, sie klängen nun so gut wie eine Röhre - oder zumindest BEINAHE so gut.

    Es wurden auch immer mehr Leistung in Watt verlang. Um ca 1970 hatte ein kleiner HIFI Verstärker (meist ein Receiver) etwa 8 Watt SINUS, die Mittelklasse lag bei 15 Watt und wenns etwas mehr kosten durfte, dann waren 30 Watt möglich. um ca 1972 kamen dann die ersten besseren Gerät aus Japan, und da war 50 Watt durchaus realistisch.

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    Die Geräte waren damals speziell für gut situierte Technikfreaks gebaut mit Trittschalfilter, Prsenzabnhebung, getrennten Klangreglern (bei Luxusmodellen mit variablem Einstzpunk) Rauschfilter, Absenkung des Tonpegels bei gleichzeitiger Korrektur des Klangs, Gehörrichtiger Lautstärkeregelung, Balanceregleretc. etc.

    Man konnt den Klang verbiegen wie man wollte.

    Inzwischen hatte man sich an den Transistorklang gewöhnt - Er war Standard.

    So wie man sich heute an das LED Licht gewöhnt hat - und echte Glühbirnen immer seltener werden.

    Das wurde einerseitst durch die horrende gestiegenen Strompreise erzwungen - und andrerseits durch die Lüge, LED Leuchtmittel würden 20 Jahre halten.


    Damals sprach man von der langen Lebensdauer des Transistors - im Gegensatz zur alternden Röre.

    Zumindest zu Beginn der Technologie war das eine Lüge. Bei Kurzschlüssen und thermischer Übrlastung passiert STETS ZWEI DINGE GLEICHZEITIG.

    Die Sicherungen im Verstärker brannten durch - und greichzeitige auch ZUMINDEST die Treibertransistoren. Ich hatte stets Lötkolben, Lötzinn und ein Pärchen AC126/AC128 in Reserve.

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    Ich erinnere mich sehr gut an den Eigenklang aller meiner einstigen Geräte.


    Und aus finanziellen Erwägungen musste ich sei ertragen bzw tolerieren, wobei mein TECHNIKS SU 8600 in der Tat beinahe wie eine Röhre klang - oder zumindest wie ein nicht überzüchtetes Germanium-Transistor-Gerät. Es ist allerdings schwer ein endgütiges Endurteil zu treffen - mit den Klangreglern dieses Geräts (verschieden Einsatzpunkte) konnte man einige ausgleichen - wenngleich nicht hunderprozentig. Als - nach 45 Jahren - Die Tage des SU8600 endgültig gezählt waren (mann kann so ziemlich alles tausche - bis auf die Potis aus japanischer Fertigung, die am Schluss alle 2 Jahre zerlegt und gereinigt werden mussten (Kontakspray ist ein Poti -Mörder !!!) Die waren auf gehörrichtige Lautstärkenregelung ausgelegt. Sowas baut man heute gar nicht mehr, da stieg isch auf einen NAD C370 Verstärker um. Ich fand den klang langweilig. Die Klangregler (ich hatte auf ein Gerät mit Klangregelung bestanden, weil ich immer die Höhen aufdrehte - nein in meiner jugend hörte ich sogar no ch die 15.600 Hz die Fernseher unangenehmerweise von sich gaben.- aber die Höhenwiedergabe in HIFI war mir stets zu schwach. Beim NAD hörte ich keinen Unterschied ob die Höhren angehoben waren oder nicht. Das Gerät wurde überprüft - es war in Ordnung. Vermutlich setzt bei diesem Verstärker die Anhebung erst ganz oben ein - wo mein Gehör nicht mehr mitmacht.

    Ich erwarb einen Pioneer schaltverstärker. Hier war die Höhenanhebung gut hörbar - ABER sie erzeugte einen grellen unangenehmen Klang - voll synthetisch.

    Ich hatte mich abgfeunden und hörte immer seltener Musik. Da erinnerte ich mich an Röhrentechnik. Der Musikfreund und er Technikfreak trafen hier einander und ich fragte mic, ob ich wirklich 2200 Euro auf gut Glück riskieren sollte, notabene, da alle mir bekannten heutigen Röhren über keine Klangregelung verfügten. Das wird immer mit der Tonqualität begründet, sind in Wahrheit allerdings Sparmaußnahmen um die Spanne hoch zu halten.

    Egal - Ich hatte mich entschlossen mir jemanden zu suchen, der nachträglich ein Klangregelnetzwerk oder einen Equalizer zwischenschaltet.

    Dann langte das Gerät bei mir ein. Ich setzte die Röhren ein - und das AHA Erlebnis trat SOFORT ein, noch bevor das Gerät "eingespielt" war - etwas, das ich sowieso nicht glaube. Ich halte es eher für ein Phänomen, daß der User sich erst an den neuen Klang gewöhnen muss.

    Bei mir war das eigenlich nicht der Fall. Vielleicht klang im ersten Moment der Verstärke etewas weniger Bassbeton, aber um der Wahrheit die Ehre zu geben, bislang waren die Bassregler bei meinen Verstärkern immer voll aufgedreht. Heute vermisse ich nichts, wobei zu sagen ist, daß meine Canton Lautsprecher Vento 809 eher hell abgestimmt sind

    Ich besitze auch deren "Enkel" Vento 892, die Baßstärker abgestimmt ist - mir aber nicht so gut gefällt....


    kommen wir zurück zu Röhre: Der mnit zur Verfügig stehende FEZZ Titania Signature ist ein Röhrenverstärker der Mittelklasse, dessen Preis-Leistungsverhältniss sehr gut ist. Er ist bestück mit 2 Vorstufenröhren und 4 KT 88 Leistungsröhren aus dem Haus Elektro Harmonix. Dieser Röhre wird eine relativ kurze Lebenserwartung nachgesagt - aber sie klingt eher hell und vordergründig - keineswegs weichgespült. Sie hat durchaus BISS und klingt dennoch wie eine Röhre....


    Ich bedauere die Jahre, wo ich mich Transistorverstärkern herumgequält habe.......


    mfg aus Wien

    Alfred

    In Punkto Austragsübertragern ist mein Verstärker eigentlich ganz oben anzusiedeln, denn die Fa Fezz stellt sie selber her.

    Zitat

    "Durch die exklusiven Toroidy Ausgangsübertrager dem Herzstück eines Röhrenverstärkers verfügen Sie über eine beeindruckende Klangqualität. ."


    Die Fa. TOROIDY ist berühmt für ihr vorzüglichen Trafos und Ausgangsübertrager, die sie für viel bekannte Hersteller fertigt.

    2012 entschlossen sich die Söhne des Firmeninhabers die Fa FEZZ zu gründen und in diese Firma die eignen Übertrager zu benutzen. Sie werden nach einem patentierten Verfahren hergestellt und verlangen ein spezielles aufwändiges Verstärkerlayout, welches nicht jeder Hersteller herstellen kann oder will....


    https://vertrieb.audium.com/marken/fezz-audio


    Persönlich besitze ich die FEZZ TITANIA SIGNATURE mit 2 mal 45 W Ausgangsleistung - in der Tat ein Titan im Rahmen von Röhrenverstärkern - nodabene, da ein Röhrenverstärker bei vergleichbarer Wattzahl lauter klingt als ein Transistor. (Insider-Ausdruck: Röhrenwatt)


    Warum ich hier - fast missionarisch für die Röhre werbe erkläre ich in einem späteren Beitrag...


    LG aus Wien

    Alfred

    Gestern habe ich die links oben abgebildete CD mit Werken Vivaldis in Aufnahmen mit "The English Concert" unter Trevor Pinnock gehört.

    Aus meiner Sicht unverzichtbar - vielleicht auch weil sie -und die gesamte Serie der DGG mein Vivaldi-Bild maßgeblich geprägt hat. Die DGG bracht ab etwa 1986 einige CDs in der damals neuen Digitaltechnik und mit dem genannten Ensemble heraus, meiner heutigen Einschätzung nach ziemlich bunt durcheinandergewürfelt. Ein Konzert wurde als Namensgeber der jeweiligen CD als Aufhänger benutzt, eine Systematik nach Opuszahlen oder nach Instrumenten war (zumindest für mich) nicht erkennbar.

    Die Aufnahmenwaren in gewisser Weise Vorreiter der "temperamentvollen" Vivaldi Interpretation, wobei allerdings gesagt werden muß, daß sie nicht so radikal waren, wie ihre "Nachfolger" Vielmehr verstand es Pinnock und sein Ensemble die Balance zwischen Temperament und Elegance zu wahren. Heute würde die Aufnahmen niemand als "radikal" oder als "dramatisch betont" sehen, bei ihrem Erscheinen waren sie indes ein Bruch mit der Tradition.

    Die CD ist, wie auch die anderen dieser Serie in ihrer Originalform längst gestrichen - aber wir finden die Inhalte auf der"Collectors Edition", bestehend aus 7 CDs zu einem moderaten Preis (39.99€) vereint. (siehe Link oben)


    mfg aus Wien

    Alfred

    Mir fällt einfach keine Komposition von Karajan ein.

    Leider erst jetzt entdeckt.

    Karajan war in der Klasse von Franz Schmidt, der auch Komposition unterrichtete. Jeder Schüler sollte ein kurzes Stück komponieren. Karajan sah sich ausserstande...

    Der an sich gütige Franz Schmidt bestand jedoch darauf - "Wenigstens was ganz kurzes"

    Karajan musste nachgeben.

    Als Schmidt die "Komposition" gehört hatte, meiner er resigierndend: "Na ja, Ihre Stärken dürften allem Anschein nach eher auf dem Gebiet - der Operette - liegen..."

    Und er verzichtete auf weitere Übungen.

    Die Geschichte ist autentisch. Karajan selbst hat sie in einem Buch veröffenlicht.....

    Das erklärt sclüssig, warum Orfeo keine eingefallen ist....:hahahaha:

    Hier noch ein paar Bemerkungen zur Röhre - spezille zur seinerzeitigen Bemerkung von

    Ich kaufe Downloads, soweit verfügbar, auch immer in der teureren HighRes-Version, obwohl ich von dem erweiterten Frequenzgang einer 96Khz-Datei wahrscheinlich in meinem Alter eh nichts mehr höre

    Das ist das EIGENARTIGE - Auch wenn man einen erweiterten Frequenzgang nicht mehr hört - Den Unterschied zwischen Röhre und Transistor hört man.

    Da fällt mir ein Experiment ein, bei dem man herausgefunden hat, daß ältere Semester, den Mangel bei gewissen datenreduzierten Formaten besser heraushören als Junge.

    Die Erklärung war einleuchtend: Die Höhen übertönen die Fehler im Mitteltonbereich, kaschieren ihn also. Diese Höhen hören die Älteren nicht -daher kommen die Fehler im Mittenbereich klarer zutage. Ich gehe davon aus, daß auch bei Röhren die Qualität des Mittentonbereichs eine entscheidende Rolle spielt.

    Wenn jemand einen "verfälschten" Klang angenehmer findet als einen "neutralen" (wobei man über diese Begriffe lange streiten kann), spricht nichts dagegen.

    Es gibt Röhrenverstärker, die den Klang verfälschen, die "gesoundet sind - Aber das ist nicht die Regel. In der Regel ist der Klang der Röhre näher am Original als der Transistor.

    Röhren liefern grundsätzlich das homogenere Klangbild und abhängig von der Schaltung sowie den verwendeten Vor- und Endstufenröhren sowie der Leistung wird es schwer werden Transistoren zu finden, die soviel Gänsehaut verbreiten können. Dabei ist es auch völlig egal, ob das Hörvermögen bei "uns" älteren Semestern schon etwas gelitten hat.

    Der Transistor wurde ja nicht eingeführt, weil er besser oder natürlicher klingt, sondern:


    a)weil er raumsparender ist

    b)weil er idealerweise langsamer alter als Röhren

    Die Alterung der Röhren kann teilweise durch nachjustieren des Ruhestroms kompensieren. Da muss man sich aber auskennen und ein Messgerät besitzen.

    Ebenfalls notwendig beim Röhrenwechsel. ABER: Viele der heutigen Verstärker besitzen ein AUTOBIAS, soll heissen der Verstärker nimmt die Änderungen selbst vor.

    c) weil er billiger in der Herstellung ist

    d) weil er batteriegetriebene transportable Geräte wie Walkman, Radio und Tonbandgerät ermöglicht. Das ginge zwar auch mit Röhren - aber das sind Stromfresser - Die Batterien waren mit solchen Geräten schnell leer.

    e) alles in allem ist die Bedienung eines Transistorgerätes unkomplizierter


    Gehen wir aber vom KLANG aus, dann hat die Röhre in der Regel die Nase vorn


    Vom Impulsverhalten wäre die Single-Ended Version mit einer 300B Röhre unerreicht. Sie schafft herrliche Mitten und feinste Höhen, die aber nie scharf klingen.

    Der Vorteil liegt hier darin, daß es keine Übergänge gibt, wie dies bei jeder Pull and Push Lösung (dtsch: Gegentaktstufe) der Fall ist, auch wenn der Unterschied heutzutage marginal ist. Der Nachteil ist, daß üblicherweise die Ausgangsleistung niedrig ist, und die Bässe eher dezent. Hier ist die Auswahl des geeigneten Laustrechers wichtig.


    Wers etas lauter und kerniger mag, für den ist die KT88 Röhre mit Gegentaktstufe das Mittel der Wahl. Sie sind musikalischer als Transistoren und BEINAHE so musikalisch wie 300B Single Ended Verstärker, aber sie können bis zu 45 Röhrenwatt liefern (Röhrenwatt klingt fülliger und lauter als Transistorwatt), und auch ordentlich auf die Pauke haun...



    mfg aus Wien

    Alfred

    Ich schreibe hier mal weiter - aus verschiedenen Gründen:

    1. weil ich wieder mehr höre und weil mein neuer NAD Player balt eintrudeln wird - womit ich hoffe wieder den typischen NAD Player Klang zu hören - den ich sosehr Liebe, daß ich auch die hohe Fehleranfälligkeit bangend und zitternd in Kauf nehme.

    Und natürlich kommt der NAD Klang durch meinen Verstärker noch besser zur Geltung.

    2. Weil es ein "Nachfolgemodell für meine FEZZ TITANIA gibt, wo ich mich gefragt habe, was an der denn anders ist als bei meinem Verstärker.

    UND JETZT WEISS ICH ES !!

    a) Die technischen Daten sind identisch

    b) Er ist optisch verändert worden - ob das eine optische Verbesserung ist sei dahingestellt. (aber es gibt einen Grund)

    c) Er hat nun das Firmenlogo dezent beleuchtet, wenn man ihn einschaltet

    d) ES gibt einen Schalter, wo man die Polarität umschalten kann, falls das Gerät brummt (man kann den Fehler aber auch dur verdrehen des Netztsteckers beheben)


    e)und jetzt kommt der EIGENTLICHE Unterschied Der PREIS !!

    Im Juni 2019 wurde das Gerät um 1990 Euro angeboten - allerdings teilweise von mir dobios erscheinenden Anbietern.

    So habe ich das Gerät um 2199.-- Euro erworben

    DAs sogenannte Nachfolgemodell - von Influencenern als "sagenhaft günstig" dargestellt

    kostet derzeit 3199.--

    Der sagenhafte Ruf des Gerätes machte es möglich - Trotzdem habe ich ein mulmiges Gefühl....

    Ein Anbieter verkaufte im Frühjahr 2023 das "alte Modell" - mit Hinweis darauf, daß es technisch up to Date ist - also das neue lediglich kosmetische Änderungen aufweist um 1750.-- Euro (nicht mehr lieferbar)

    Tast hätte ich das Abdeck-Schutzgitter vergessen, das früher 100-- Euro kostete und nun inkludiert ist (Achtung: Andere Type)


    Und hier zwei Werbeclips




    Wir alle wissen, daß man sich enorme Verluste in Klangqualität einhandelt, wenn man musik über eine Anlage wiedergibt uns sie dann aufnimmt. Meist klingt das dann schrecklich,weil sich die Verfärbungen addieren. Hier wurde - im 2. Teil des Videos -es dennoch gemacht - (20 Musekbeispiele je 60 sec.) und es klingt NICHT schrecklich - zumindest besser als das meist was sonst zu hören ist. Daraus kann man erahnen wie gut dieser Verstärker (und natürlich auch Lautsprecher) sein muß, damit jener Klang zustandekommt, den wir hier hören.



    Den Korb indes empfinde ich als hässlich


    mfg aus Wien

    Alfred




    Interessant -Seit 8 Jahren gab es keine Beiträge hier.

    Und jetzt setze ich nahtlos da fort wo ich geendet habe. Im Herbst 2023 gab mein C565 den Geist auf., da war er 12 Jahre alt. Ich war sehr traurg und setze seitdem mein Zweitgerät einen Pioneer PD 50 ein, der vom Wohnzimmer in die Bibliothek/Musikzimmer übersiedelt wurde. Der Pioneer ist sogar in der Lage 2 Kanal SACDs wiederzugeben - aber irgendwie wirde wir nie richtige Freunde. Es stimmt, daß er keinen richitgen Makel im Klang hat, aber irgendwas fehlte mir. Wie geesagt, er wurde an meinen Verstärker im Muskzimmer angeschlossen- und ich wollte mich zufriedengeben. Die allfällige Reperatur meines NADs verschob ich auf den St. Nimmerleinstag, wohl ahnend, dasß ich mich nicht würde dazu aufraffen wollen. Eines Tages fand ich dann doch das "Manko" des Pionieer CD-Players raus - eigenartigerweise mit einer Pop-Platte "in the Summertime", Die Aufnahme klang schlanker, es fehlte der Bass. ICh würde mich schon dran gewöhnen. In den letzten Tagen began ich drüber nachzudenken ob ich eine Reparatur meines C 565 riskieren sollte oder ein neues Gerät kaufen. Die Berichte der Kunden waren nicht ermunternd, der derzeit aktuelle NAD ist ebenso störgefährdet, wie seine Vorgänger. Aber aus der Erfahrung der Vergangenheit wusste ich, daß ich nur den NAD Klang als natürlich empfinde (auch ein seinerzeit als NAD Ersatz gekaufter ARCAM klang mir zu schlank.)

    Also schaun wir mal was einheurtiger NAD so kostete. Der unmittelbare Nachfolger C 568 läge bei 800 Euro. NAD Deutschland hat ihn aber scheinbar nicht mehr im Angebot - nur den kleinen Bruder NAD 538. Auffallende war ein "SALE" bei "HiFi-Regler" der das Gerät als "nur noch kurze Zeit" anpries füe 1.000.-- Euro (!!!) Nucn begann ich mich für das billigere Gerät zu interessieren - ohne vorzuhaben es zu kaufen. Was kostet es ? (399.-- Euro) Ungefähr soviel wie ich vermutete hätte , daß eine Reparatur meines Altgerätes gekostet hätt (Vielleicht sogar mehr) Ich wollt keinen Klassenabstieg machen, da bleibt ein schaler NAchgeschmack - aber ich wollte wissen was die NAchteile gegenüber dem Luxusgerär seien.

    Ahh- der Drehnopf für die Suchfunktion der Träcks fehlt (ich musste nachsehen ober dr 565er sowas hatte - ja er hatte - aber ich hab es vergessen weil nie benutzt.

    Dann gibt es nicht den Luxus des umschaltbaren Glättungs Filters: 5 Positionen. Ich erinnerte mich dunkel. Ich hatte ihn beim Neukauf des letzten Gerätes mal ausprobiert, aber schon damals keine Unterschiede mehr hören können und inzwischen vergessen wie man den überhaupt einstellt. DA Wandler und sonstige Eigenschaften der beiden Geräte sind ansonsten Identisch - auch der Klang.. Ich hatte bei längerer Recherche, NAD wolle das teurere Gerät auflassen, weil es inzwischen keinen Markt mehr dafür gibt. Und so habe ich mich für das preisgünstigere Gerät entschieden.


    mfg aus Wien

    Alfred

    Inzwischen habe ich die Aufnahme - und sie klingt wunderbar

    Ungeachtet dessen habe ich mir - gebraucht - eine Alternative bestellt, die ihr IMO ebenbürtig ist, aber andere Vozüge aufweist.

    Während Gugielmo sehr temperamentvoll und ein wenig forsch spielt, bevorzugt die Konkurenzaufnahme einen silbrigen durchsichtigen Klang, wie man ihn heute nur mehr selten findet. Generell sind gute Aufnahmen von Werken Vivaldis eher rar. Oft wird in Kirchen aufgenommen, was zu halligen Ergebnissen führen kann - es sei denn der Tontechiker ist eine Koriphäe - was leider nicht unbedingt immer der Fall ist. Beim Durchhören fand ich vieles gestrichen, das gut war und etliches, das mich weniger begeisterte. Wobei ich erneut darauf hinweise, daß ich bereits jetzt - ohne die jüngsten Erwerbungen - an die 60 CDs besitze. "La Cetra" war aus unerfindlichen Gründen nicht darunter....

    Wenn man diese Werke nun in zwei unterschiedlichen Aufnahmen besitzt - so ist das IMO kein Fehler....


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    Hier ein Klangbeispiel aus dieser Aufnahme mit der Academy of Ancient Music unter Christopher Hogwood. Solist ist Simon Standage

    Die Aufnahme stammt von 1987. Für die, die es nicht wissen : Das Label L'Oiseau-Lyre war ein Sublabel der Decca - für Barockmusik und Klassik , ähnlich wie die Archiv Produktion der DGG



    mfg aus Wien
    Alfred

    Es ist nicht speziell der Niedergang des Opernballs - sondern der Gesellschaft allgemein.

    Wenn heute irgendwo etwas "Wichtiges" über "Prominente" berichtet wird, dann gestehe ich, daß ich nicht mal weiss wer das ist.

    Man könnte das meinem Alter und der daraus entstehenenden Distanz zu aktuellen Gesellschaft und "Prominenz" sehen.

    Aber dann finde ich bei den Todesanzeigen so vieler Prominenter "Tod durch Rauschgift", etc etd oder die Ursache WESHALB der oder die Betreffende "prominent" sein sollen -und dann fühle ich mich schon "entschuldigt"

    Schon allein die "Staatenlenker"von heute sind IMO eher peinlich - um es freundlich auszudrücken.

    Die Queen war eine der letzten großen Damen dieser Welt - es war nicht notwendig zu sagen, die Queen welchen Landes - die Welt wusste es. Es ist nicht so, daß es garkeine mehr gibt - aber sie sind selten geworden - und noch seltener findet man sie bei Events wie dem Opernball. Früher rissen sich die Prominenten, um beim Opernball gesehen zu werden, heute werden sie teilweise dafür bezahlt, daß sie kommen....

    Aber die Tendenz ist eigentlich schon einige Jahrzehnte alt, Als die ersten "Sportprominenten" auftauchten....


    Mfg aus Wien

    Alfred

    Heute hab ich die erste CD dieses Doppelalbums mit "La Cetra" gehört. Irgendwo wurden die 12 Konzerte als "letzter Großer Wurf Vivaldis"bezeichnet, der den 4 Jahreszeiten kaum nachsteht, aber natürlich weniger bekannt ist. Ein Ohrenschmaus vom ersten bis zum letzten Ton.


    mfg aus Wien

    Alfred

    Alfred HILL: Streichquartett Nr 10 in E-dur


    Wir bleiben im Jahr 1935 und sind inzwischen bei dem Streichquartett Nr 10 angelangt, das lt Booklet Einflüsse von Gershwin aufweist. Wie sooft bei Hill erschein auch hier der Beginn ein wenig zurückhaltend bis sperrig zu sein - dennoch gibt es einen IMO fast unverwechselbaren Stil, wobei ich mir nicht sicher bin, ob dies dem Komponisten uder dem Dominiam-Qurtett zuzuschreiben ist. Das Quartett, 2006 gegründet um speziell Werke von neuseeländischen Komponisten zu spielen, dürfte inzwische nicht mehr exisitieren. Es rekrutierte sich teilweise aus Mitgliedern des Neuseeländischen Sinfonieorchesters.Bei diesem Quartett gefällt mir insbesondere der 3. Satz, das Scherzo.

    Das Quartett wurde übrigens 1950 zu einer Sinfonie umgestaltet, etwas, das wir bei Hill relativ oft finden.

    Der Komponist ist ja- zumindest in unseren Breiten nicht allzu bekannt. Daher habe ich mein neu erworbenes Propyläen Musiklexikon auf die Probe gestellt und eine Wette mit mir abgeschlossen. Die habe ich erfreulicherweise verloren, denn es gibt einen einspaltigen Beitrag zu Alfred Hill (!!!:thumbup:)


    Das Quartett Nr 10 hat folgende Sätze:


    1) Adagio: Allegro

    2) Adagio

    3) Scherzo

    4) Finale: Allegro moderato


    Hier übrigens als Vergleich ein Clip mit dem 3. Satz . mit dem Sydney String Qartett. Die Aufnahme ist derzeit allerdings nicht auf CD erhältlich - Disogs hat sie indes gebraucht für 6.--$ im Angebot gekoppelt mit dem Streichquartett Nr 2 von Wifred Lehmann (ein australischer Geiger, Dirigent und Komponist, der hier völlig unbekannt ist, aber in den 90er Jahren einige Sinfonien Hills für "Marco Polo" eingespielt hat..)



    mfg aus Wien

    Alfred


    clck 3400

    Drei Neuerwerbungen aus den letzten Tagen. Einerseits die Vivaldi Sammlung erweiternd, dann mit Albinoni einen Zeitgenossen ehrend und zuletzt mit Ludwig Augus Lebrun ein Sprung in die Zeit der Mannheimer Klassik....


    Mfg aus Wien

    Alfred

    Ich würde sagen, die Frage lässt sich allenfalls - wenn überhaupt - nur sehr individuell beantworten. Sie wird vom Menschentyp abhängen. Persönlich liebe ich das perfekte und auch die Wiederholbarkeit der Tonaufzeichnung, dieses "auf ewig" festgehaltene Musikereignis. Herber von Karajan hat sich dereinest in ähnlicher Weise geäussert. Er - selbst Technikfreak - zählte die Vorzüge der Studioaufnahme auf, den besseren Hörplatz, keine Publikumsgeräusche etc.

    In meiner Jugend bin ich oft ins Konzert gegangen und die Publikumsgeräusche haben mich nicht gestört - wohl aber bei der LIVE-AUFNAHME. Denen bin ich damals großräumig ausgewichen. Eine suboptimale Akustik, eine nicht ideale Instrumentaufstellung, etc etc. das war nix für mich. Im Studio ist alles geschönt und zurechtgebügelt, nach dem Willen des Tonmeisters und seiner Auftraggeber modelliert. Die Berliner Philharmoniker- Karajan- DGG - das war ein unverwechselbarer Sound, der gewissermaßen die Marke darstellte.

    Wenn mich was an einem Liveerlebnis stört, dann ist es genau gene von einigen gelobte "Vergänglichkeit" - ein flüchtiger Genuss, der im Laufe der Reit aus dem Gedächtnis entschwindet - oder aber verklärt wird. Die Aufnahme ist indes jederzeit wieder abrufbar, man verliert sie nicht aus der Erinnerung.

    Ein MANKO -IMO das Grösste - der Tonaufnahme ist, daß keine noch so ausgeklügelte Aufnahmen imstande ist ein Instrument naturgetreu wiederzugeben. Es bleibt immer der Hauch des Synthetischen, sowie eine Packerluppe keine echte Rindsuppe sein kann.

    Hier wurde mir oft widersprochen. Ich nahm als Beispiel lediglich die menschliche Stimme. Kein Lautsprecher der Welt - sei er noch so teuer - ist in der Lage die menschliche Stimme so wiederzugeben, daß man sie nicht gegenüber einem lebenden Menschen unterscheiden kann. Das ist bei Instrumenten ebenfalls der Fall. Schwierig ist hier der Flügel, die Violine - Besser klappts mit Orgel. Hier ist in Fallen dem Kopfhörer gegenüber dem Lautsprecher der Vorzug zu geben.

    Eigenartigerweise habe ich nie zum Interpreten eine "Beziehung" aufgebaut. Wahrscheinlich ist das bei einem Konzert in kleinem Rahmen anders. Die "beste" Aufnahme suche ich nicht. Neben den sogenannten "Referenzen" habe ich immer "durchschnittliche" Aufnahmen gekauft - und dabei bin ich oft auf Schätze gestossen.


    mfg aus Wien

    Alfred