Beiträge von Alfred_Schmidt

    DAs kann ich Dir erklären:

    Um herauszufinden wie "gefällig" ein Stück ist oder nicht - musst due es erstmals hören

    Wir hatten hier einst ein Mitglied an Bord,das keine Werke hören wollte die nach 1828 Komponiert wurden

    Ich war da etwas großzügiger.

    HIER habe ich in das Werk hineigehört - weil ich mich quasi verpflichtet habe -indem ich an dem Projekt teilnahm

    In der ersten Auflage dieses Projekts vor etwa 18 Jahren wurde über jedes Stück abgestimmt.

    Da wär sowas modernes gar nicht durchgekommen.

    Das war uns alles bewusst und astewes, der das Projekt wiederbelebt hat, hat die jetzige Methode der Auswahl ("gegessen wird, was auf den Tisch kommt")

    kreiert. Das hat den Vorteil daß nich wochenlag abgestimmt und wieder verworfen wird, sondern daß es relativ flott weitergeht - und daßü auch Nischenrepertoire zum Zug kommt. Ich finde, die Beteiligung ist in gewisser Weise Pflicht- man kann ein Werk auch nicht mögen und das hier hereinschreiben.

    Immerhin: Die PHASE 2 ist von Beitrag 67 auf Beitrag 612 gewachsen


    Und - was ich bis jetzt nicht mehr in Erinnerung hatte

    PHASE 1 - von 2006 mit den Beiträgen 1-65

    bestand lediglich aus Diskussionen über die Modalitäten -die Vorbereitungen also

    Aber defacto wurde sie scheinbar mit Beitrag 67 urplötzlich abgebrochen und hat nie stattgefunden...


    mfg aus Wien

    Alfred

    Es bedurfte schon einer gewaltigen Menge an Mut dieses doch ein wenig sperrige Werk eines zeitgenössischem (?) Komponisten zur Diskussion zu stellen - notabene in einem Forum, dessen "Rückwärtsgewandtheit"geradezu sprichwörtlich ist. So gesehen war mit einer eher bescheidenen Mitwirkung am Mitgliedern zu rechnen - was ja auch eingetroffen ist.

    Ich selbst habe mit das Werk - portionsweise - mehrfach angehört, wobei ich sagen muß daß es sicher seine Berechtigung in der Welt der Klassischen Musik hat. Allerdings wird en nur von einer Minderheit - oder Personen aus Finnland und umliegenden Kulturkreisen verstanden und gemocht (?) werden.

    Wo ordnet man das Werk nun generell ein. "zeitgenössisch" ist es jedenfalls nicht, denn KLAMI ist schon vor 64 Jahren verstorben und das hier vorgestellte Werk wurde nach einigen Umarbeitungen 1943 in seiner dereitig gültigen Form vollendet. Begonnen hat er es bereits 1929 (!) - fehlt nicht viel auf den Hunderter

    In der deutschen Wikipedia vermeidet man klugerweise eine Zuordnung zu einer Strömung, in der englischsprachigen teilt man ihn der "modern Period" zu - was immer man darunter verstehen mag. Wikpedia weiss es offenbar selbst nict, denn es wird auf einen Artikel verlinkt, der das erläutern soll, der aber dann -lt. eigener Aussage - einer "Überarbeitung" bedarf.


    Auf Grund meiner generellen Abneigung von Musik ab 1900 (von Ausnahmen abgesehen)erwartete ich das Schlimmste.

    Um es gleich vorwegzuehmen: Das "Schlimmste" ist nicht eingetreten - stellenweise war ich "angenehm überrascht"

    Allerdings - ein Lieblingswerk wird es nie werden. Meine Ansprüche an Musik sind völlig andere.

    Wie auch immer man einzelne Aufhellungen und Stellen mit durchaus interessanter Orchestrierung beurteilt: Alles in allem bleibt ein düsterer, geheimnisvoller , nebeliger Charakter.

    Wie gesagt, es geht hier nicht um eine Bewertung des Stücks (oder der Stücke) sondern um eine Schilderung des subjektiven Eindrucks und lettlich auch um die Erwartungshaltung die mir dem Hören eines Musikstücks verknüpft ist. Persönlich wurde mir der Unterschied zwischen"Soll und Haben" bewusst, als ich mich in den letzten Tagen (und in naher Zukunft !) mit den Opern Salieris und Paisiellos befasste und mich zu diese ca 250 Jahre alten Musik sofort - ohne wenn und aber - hingezogen fühlte. Auch sehr klar werden mein Vorbehalte, wenn man Klamis 2. Satz der Kalevala-Suite "der Spross des Frühlings"mit jenem von Vivaldis Jahreszeiten vergleicht. Ersterer mag durchaus das Geschehen naturgeschichtlich korrekt beschreiben, die geschönte, ideaisiserte Form Vivaldis ist einfach angenehmer zu hären. Und genau darum geht es (MIR). Ich will keine realistische Naturschilderung, auch keine künstlich Dramatik- sondern angenehme Gefühle vermittlelt bekommen. ES kann auch ein erhabenes Gefühl sein, eine Stimmung des Triumph, des Sieges. Nichts davon kann mir Klami bieten. Vielleicht mit einer Ausnahme. Im ersten Satz sind Strawinskys "Sacre" und -quasi abwechselnd Ravels "Bolero" herauszuhören- und IMO ziemlich deutlich. Ich hätte mich nicht getraut das zu schreiben, aber im Rahmen meiner Recherche fand ich das im Internet bestätigt. Gut und schön - aber die "Originale" sind IMO beeindruckender.

    Iredwo stand dereins geschrieben, man müsse Klamis Musik öfter hören um Zugeng zu ihm zu bekommen. Das kann gut möglich sein. Aber wer ist schon dazu bereit ??

    Ob ich mir eine Konzertkarte gönnen würde um das Werk live zu hören ? Sicher nicht

    Ob ich mit einer Freikarte hinginge ? Weiß nicht ...... aber wahrscheinlich nicht...


    Vielleicht ist es nicht das was man von meinem Beitrag erwartet hat - aber ich habe mich wenigstens damit auseinandergesetzt

    und mich nicht schweigend in ein Winkerl verkrochen, darauf hoffend, daß man mich nicht bemerkt....;)


    mfg aus Wien

    Alfred

    Ich habe gestern - bzw. vorgestern - das Buch per Post erhalten und wollte es hier vorstellen - aber Ihr seid mir zuvorgekommen. Und natürlich bin ich stolz, daß zwei unserer Mitglieder, Gregor Hauser und Peter Schünemann (Photographien) mit diesem Buch eine Lücke auf dem Gebiet der Sängerbiographien geschlossen haben.

    Er hat sich ja bereits vor einigen Jahren mit seinem Buch über österreichische Tenöre der Nachkriegszeit "MAGISCHE TÖNE" einen Namen gemacht.Auch die Bemühungen unseres Mitglieds "Orfeo" werden bei den Vorbemerkungen genannt, ebenso unser Mitglied "Carlo" - Allerdings unter seinem Realnamen. Ebenso wird die bescheidene Rolle die das Tamino - Klassikforum für das Entstehen dieses Buches spielte erwähnt.

    An diesem Wochenende werde ich im Buch stöbern und soviel wie möglich darin lesen. Allerdings kein Buch, das man an einem Wochenende "fertigliest" sondern auch eine Informationsquelle ohne zeitliches Limit.

    Dazu mehr in den nächsten Tagen.


    mfg aus Wien

    Alfred

    Ich gestehe, daß ich - Obwohl ich einst den Thread gestartet habe mich ihm nicht sehr befasst habe, da ich über die letzten Jahre vorzugsweise Sinfonien; Konzerte, Streichquartette und Klaviersonaten hörte. Das hat sich seit einigen Tagen geändert, seit ich den Thread "Unbekannte Opern" in "Auszeit-Vertretung" von "orfeo" quasi kommissarisch übernommen habe und ich die von mir vorgestellten Opern auch nach Möglichkeit höre: Da ist er mir auf dieser hier oben gezeigten Aufnahme (bereits gestrichen) aufgefallen

    Aus meiner Sicht hat er eine markante , eigenwillige Stimme, deren Timbre mich aber persönlich anspricht.

    Dies nur als Gegengewicht, zu den weiter oben zu findenden kritischen Anmerkungen - ohne deren Berechtigung oder kompetenz in Zweifel ziehen zu wollen....


    mfg aus Wien

    Alfred

    Zur Oper, (in einem deutschen Libretto wird sie als "Schauspiel mit Gesang in einem Akt" bezeichnet) bzw zu dieser und anderen Beschreibungen derselben ein paar Anmerkungen:

    Die Uraufführung im Bevedere des Palasts von Caserta war eine Freilichtaufführung für geladenes Publikum in Anwesenheit der Königin Maria Carolina von Neapel-Sizilien , mit lediglich ca 240 Besuchern. Dennoch ein triumphaler Erfolg.


    Die ursprünglich einaktige Oper wurde dann (1790, Neapel) aus praktischen Erwägungen ("Bequemlichkeit des Publikums") auf 2 Akte erweitert, bzw umgeschrieben, wobei die Aufteilung Prosatext vs Arien aufrecht blieben.

    1790 wurde das Libretto für eine Wiener Aufführung von Lorenzo DaPonte bearbeitte, währen Joseph

    Weigl Arie hinzufügt

    1791 schreibt Cherubini für eine Aufführung in Paris Rezitative und eine zusätzliche Arie.

    1793/94 wurden dann an Stelle des Prosatextes Rezitiative hinzugefügt, wobei nicht erwiesen ist, daß sie von Paisiello stammen


    Die Oper wird in den meisten Opernführern - auf Grund ihrer angeblich einfachen Handlung - in 10-15 Zeilen abgehandelt.


    Ich habe versucht etwas realitätsgetreuer zu beschreiben, was gar nicht so einfach war, denn die Quellen sind zwar vorhanden, aber sie divergieren


    Ein deutsches "Libretto" erweist sich lediglich als "Szenenfolge"-Beschreibung, die Arien werden zwar erwähnt, aber nicht übersetzt.

    In anderen werden die Namen der handelnden Personen einfach ausgewechselt: aus "Giorgio" wird "Georg", aus "Susanne" wird "Marianne." oder aber auch "Elise"

    Schlimm ist wenn aus "Lindoro" "von Trautenfels" wird. Hier sind schon die Wurzeln des späteren Regietheaters, wenn auch nur sehr am Anfang - zu sehen.

    Man war auch nicht zimperlich wenn es um "musikalische Ergänzungen ging: (siehe oben)


    Eine seltsame aber historisch durchaus korrekte Praxis ist, den Hirten mit dem gleichen Sänger zu besetzen, wie Lindoro. Das war zwar scheinbar nicht vorgeschrieben, kam aber vor.Vielleicht sollte ursprünglich angedeutet werden, daß der Hirte Lindoro incognito sei - aber der spätere Verlauf des Stückes widerspricht dem eigentlich....


    In einem der Libretti war der Hirte als "stumme Rolle bezeichnet, in einem anderen gar nicht erwähnt. Der Hirte bläst eine Melodie auf dem Dudelsack. Wie erstaunt war ich, als er dann auf der mit zur Verfügung stehenden Aufanhme sang.Noch dazu traumhaft schön. William Matteuzzi ist hier ein Glücksfall


    Ich habe mich - auch unter Zuhilfenahme des italienischen Librettos - um eine einigermaßen authentische Beschreibung des Werks bemüht....


    mfg aus Wien


    Alfred

    Ich sehe hier vor allem den Unterhaltungswert. Hier werden keine "Fachkenntnisse" erwartet, bloß Freude am Thema.

    Erkenntnisgewinn ? JA. - Allerdings lern man hier eher die Geschmäcker der Mitglieder kennen als den eigentlichen Wert der jeweiligen Werke. Der steht nämlich zumeist schon seit Jahrhunderten fest...

    mfg aus Wien

    Alfred

    Giovanni Paisiello


    NINA ossia LA PAZZA PER AMORE


    Oper in 2 Akten

    Libretto von Giuseppe Carpani und Giambattista Lorenzi nach einer französischen Vorlage von Benoit-Joseph Marsollier des Vivetières


    Uraufführung: 25. Juni 1789 Palast von Caserta

    Zeit der Handlung: 18. Jahrhundert


    DIE PERSONEN DER HANDLUNG:


    Nina, Geliebte des Lindoro - Sopran

    Lindoro - Tenor

    Der Graf, Ninas Vater - Baß

    Giorgio, des Grafen Erzieher - Bariton

    Susanna, Ninas Couvernante - Sopran

    Ein Hirte. - Tenor

    Landleute

    Kinder

    Bediente


    *Die Rollen haben in verschiedenen Libretti in deutscher Spache unterschiedliche Namen

    Die Rolle des Hirten wird teilweise als "stumme Rolle " geführt (man hört nur den Dudelsack), in anderen Einspielungen vom Darsteller des Lindoro gesungen.

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    1. AKT


    Der erste Akt spielt in einem herrlichenGarten, wo im Schatten der Bäume eine Ruhebank steht.

    Im Hintergrund ein Gittertor mit Ausblick auf die Landschaft. Seitlich befindet sich eine Laube in einem Park in der Nina nach einem Schicksalsschlag schläft, umsorgt von Susanna und Giorgio. Die Landbevölkerung drückt in einem Chor Mitleid über Ninas Befinden aus. Giorgio fordert Susanna auf, den Leuten die Ursache für Ninas Zustand zu erzählen. Und sie leistet seiner Bitte Folge: „Nina, die hübsche und liebenswürdige Tochter eines Grafen, lebte in Wohlstand und Zufriedenheit. Sie verliebte sich in den Gespielen ihrer Kindheit, Lindoro, und der Vater war mit dieser Liebe vorerst einverstanden , begünstigte sie und gab seinen Segen. Alles schien in bester Ordnung, da erschien ein reicher Nebenbuhler, der beim Grafen um Ninas Hand anhielt und ihn überredete sein Wort zu brechen. Alles Bitten und Flehen half nichts:Lindoro musste auf Nina verzichten.


    Dieser erbat sich ein letztes Treffen um Abschied von seiner Nina nehmen zu können, da er schien auch der Nebenbuhler. Die beiden gerieten in Streit und begannen ein Duell. Lindoro wurde in dessen Verlauf von seinem Gegner tödlich verwundet. Nina die alles mit ansehen musste fiel in Ohnmacht.


    Als sie wieder erwachte stand ihr Vater mit dem Mörder ihres Geliebten vor ihr und stellte ihn unwiderruflich als Ninas künftigen Ehemann vor. Vor Abscheu, Angst und Verzweiflung begann sie am gesammten Köper zu zittern und fiel unter Geschrei und konvulsivischen Zuckungen und Krämpfen erneut in Ohnmacht.


    Als sie erneut erwachte, war ihr Geist getrübt, sie sprach wirres Zeug und hatte die Tatsache von Lindoros Tod verdrängt- Sie wähnte ihn verreist und wartete gedulg auf seine Wiederkehr.

    Täglich pflückt sie einen Blumenstrauß. Dem sie ihm bei seiner Rückkehr überreichen will


    Der Graf ist verzweifelt und plagt sich mit Selbstvorwürfen. Nur durch sein Verhalten hat er viel Unglück verursacht. Er erkundigt sich laufend über Ninas befinden, und es wird ihm mitgeteilt, daß ihre einzige Freude, sei Almosen und Geschenke unter die Armen zu verteilen. Das Volk preist dies immer wieder im Chor und hofft vom Himmel. Nina möge wieder gesund werden.


    Allein bei der Erwähnung ihres Vaters beginnt Nina jedesmal zu schluchzen –weshalb man dem Grafen von Besuchen abrät - aber als er sie –nach einigem Zögern – doch aufsucht – da erkennt sie ihn nicht.

    Sie ist indes von dem „Fremden“ beeindruckt und fragt ihn – da er bedrückt aussieht – nach seinem Kummer. Er suche seine Tochter, erwidert der Graf, worauf ihm Nina ihre Geschichte erzählt und zugleich den Grafen ermahnt, er möge mit seiner eigenen Tochter besser verfahren als der ihrige mit ihr. In diesem Zustand sind alle emotional äusserst belastet. Da zieht ein Hirte vorbei, der ein Lied singt. Das zaubert ein Lächeln auf Ninas Lippen, weshalb Susanna den Hirten bittet herzukommen und sein Lied zu wiederholen. Der Graf will sich zu erkennen geben, jedoch Susanna und der Hirt raten davon ab. Susanna will Nina mit ins Dorf holen, um sie zu zerstreuen, was ihr nur unter grösster Anstrengung gelingt, weil Nina eigentlich hier bleiben und auf die Rückkeher Lindoros warten will. Schliesslich gehen Susanna und Nina dennoch ins Dorf, der Graf, tiefgebeugt verlässt die Szene in andere Richtung.

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    2. AKT


    Susanna versucht dem Grafen Mut zu machen und ihn aufzuheitern, was ihr indes nicht gelingt. Er hält Ninas Geistige Verwirrung für unheilbar. Nur das Erscheinen Lindoros könnte sie heilen – aber der ist tot. Da erscheint aufgeregt und in höchster Eile Giorgio auf der Bildfläche. „Lindoro lebt !“ Er sei wie durch ein Wunder nicht an seinen Verletzungen gestorben, sondern sei genesen. Es ist wieder im Dorf, er habe ihn selbst gesehen, umringt von den Bediensteten des Grafen. Lindoro habe nämlich versucht den Gärtner zu bestechen um ins Schloss zu gelangen, aber der war mißtrauisch und lehnte ab. Deshalb habe er versucht über die Schloßmauer zu klettern, wurde aber dabei von den Bedienten erwischt und gefangengenommen. Er Giorgio, sei in diesem Moment hinzugekommen und habe den Bedienten befohlen Lindoro in Gewahrsam zu behalten und ihn vor den Grafen zu bringen.


    Das geschieht denn dann auch. Lindoro fühlt sich seinem Feind, dem Grafen ausgeliefert. Dieser aber tritt auf ihn zu umarmt ihn und bezeichnet ihn als seinen Sohn.


    Lindoro ist verwirrt. Der Graf versucht mit allen mitteln Lindoro gegenüber den Zustand Ninas gegenüber Lindoro zu verschleiern, was dieser so auslegt, Nina liebe ihn nicht mehr. Aber der Graf beruhigt ihn , sie warte täglich auf seine Wiederkehr und liebe ihn wie am ersten Tag. Am Ende muß er aber wohl gestehen in welcher geistigen Verfassung Nina sich befindet. Lindoro ist erzürnt und weist den Grafen auf dessen alleinige Schuld hin. Dieser – am Ende seiner seelischen Kräfte, berichtet nun Lindoro über seine Schuldgefühle, seine Leiden, seine Reue, und es gelingt ihm auf diese Weise Lindoro zu versöhnen.


    Lindoro möchte nun möglich rasch seine geliebt Nina sehen, aber er wird gewarnt.

    Auch Nina wird vorbereitet der Chor der Landeute singt, daß Lindoro nun bald heimkehren würde und sich alles zum Guten wende.

    Dann – irgendwann muß es ja sein- kommt er durch das Gittertor in den Garten. Nina erschrickt und erkennt ihn nicht. Durch die unerwartete Erscheinung in die Nennung des Namens ihres Vaters gerät Nina in einen regelrechen wuterfüllten Wahnsinnsanfall, der aber in einer depressiven Phase ausklingt. Susanna versucht sie zu beruhigen und stellt ihr Lindoro als dessen besten Freund vor. Durch diesen Kunstkniff beginnt Nina interesse an dessen Person zu gewinnen und sie vertraut ihm allmählich. Er soll immer in ihrer Gesellschaft bleiben und ihr von seinem besten Freund erzählen, der einzigen unvergesslichen Liebe ihres Lebens. Lindoro nutzt einfühlsam und geschickt die günstige Gelegenheit und erinnert Nina in seiner Schilderung an die Stunden ihrer großen Liebe und gemeinsame Erlebnisse


    Nach und nach lichtet sich der Nebel um ihren Geist und aus „Lindoros Freund“ wird wieder er selbst. Aus: „Er liebt Dich“ wird „Ich liebe dich“

    Als Nina ebenfalls mit „Ich liebe Dich !“ antwortet

    fragt Lindoro um zu prüfen ob sie ihn erkannt habe:

    „Nina – MICH ?“

    Und die Antwort folgt prompt:

    „Ja - DICH lieb ich Lindor’ – DICH!


    Plötzlich ist Nina in der Gegenwart aufgewacht und –obwohl sie an einen Traum glaubt - erkennt sie ihren Gelieben Lindoro wieder, den sie solange vermisst hat.Die Freude auf allen Seiten ist unbeschreiblich.

    Die beiden Verliebten sind überglücklich. Der Graf ist erleichtert und freut sich über den wiedergefundenen Schwiegersohn.

    Alle sind glücklich wollen von nun ab in Liebe miteinander umgehen

    Dem folgt der unvermeidliche Jubelchor der Landbevölkerung


    VOHANG


    ©2024 Alfred Schmidt Wien für Tamino Klassikforum.at

    Könnte es vielleicht auch daran liegen, dass Pianisten im Gegensatz zu Hörern beim Thema "Schwierigkeit von Mozart-Interpretationen" wissen, wovon sie sprechen?

    Möglich - aber nicht unbedingt zwingend.


    Es mag auch eventuell schwierig sein etewas hineinzudeuteln, das gar nicht drinnen ist.

    Dies zugegebenermaßen kühne Behauptung wird dadurch gestützt, daß man Werke anderer Komponisten über Jahre hindurch kritiklos als Mozart "verkaufte" - und (fast) niemand hats bemerkt. Als erkannt wurde, daß Mozart nicht der Komponist (teilweise der Bearbeiter) war sind sie sang- und klanglos aus dem Angebot verschwunden.

    mfg aus Wien

    Alfred

    Zitat

    "Kann man Mozart zu schön spielen"

    Das sagt mehr über den ästetischen Standpunkt des Kritikers aus - als über die Pianistin - bzw über Interpretationen im allgemeinen


    ES gab immer wieder Kritiker, Journalisten etc, die "Brüche" aufzeigen wollten, bzw sie lustvoll betonten, die Kunst als Ausdruck von "gesellschaftlichen" und "Lebensproblem" sehen wollten, denen eine heile Welt supekt war, und auch jene, die eminten, nach dem 2. Weltkrieg etc sei Lachen unmöglich.

    Die damalig Realität im Wirschaftswunder sah anders aus: Man jagte nach Wohlstand, Behaglichkeit, Vergnügen und "Schönklang. Karajan mag hier als Flaggschiff dieser Ära gesehen werden, gefolgt von Böhm. Sie legten auf ein kangschönes Ergebns wert. In Deutschland war man da nederer Meinung. Immer wenn ich im FONO FORUM oder der HIFI STEREOPHONIE las: "in dieser großartigen Interpretation wird die Struktur der Werkes ertmalig schonungslos freigelegt. Brüche nicht überspielt-.....etc" - war das das Signal für mich :NICHT KAUFEN Ich las gern deutsche Schallplattenkritiken - als Warnung

    Im Falle von Mozarts Klaviersonaten wird immer wieder behauptet, sie seien einfach zu spielen, aber schwierig zu interpretieren

    Damit will man verschleiern, daß es im Grunde doch eher einfach gestrickte Werke sind (der nun folgende Aufschrei aus einem gewissen Lager wird er wartet und abgefedert)

    Der Ausspruch wurde immer wieder anderen Pianisten zugeordnet, wahrscheinlich hat einer vom anderen abgeschrieben.

    "Ausgewogenheit" bedeutet aber nur, Gegensätze in ein Gleichgewicht zu bringen, nicht sie zu überspielen und sich permanent in der wohligen Mitte aufzuhalten.

    Genau ! Das war auch die vorherrschend Klangästhetig des Publikums.

    Rudolf Serkin, Claudio Arrau, Otto Klemperer, Fritz Busch

    Von Arrau abgesehen, aber auch hier vorzugsweise im fortgeschrittenen Alter (Philips) gab es nichts auf "Deutsche Grammophon" die hier weitgehend "tonangebend" war, und bestimmte wer "berühmt " ist und wer nicht.Amerikanische Label wurden weitgehend gemieden ihrer schlechten Pressqualität wegen und wegen ihres Grundrauschens (AMPEX Bänder rauschte auf Grund ihrer groben Magnetstruktur wie Wasserfälle )Klemperer wurde stets als Nicht mozartgerecht gesehen, dabei unterstützt durch Walter Legge, der ihn zwar engagiert hatte ihn aber nicht schätzte.

    Letztlich war sie nicht der Typ Musiker, der sich zum internationalen Star vermarkten ließ

    Sie hatte es einfach nicht notwendig, war keine "aufstrebende, junge hungrige Künstlerin miit Erfolgsdruck, sondern war von Natur aus wohlhabend und konnte nebenbei entspannt ihrer Karriere nachgehen. Von der Wiener Oberschicht wurde sie zu Recht als eine der ihrigen gesehen, und entsprrchend auch so behandelt und gefeiert.


    Hier übrignes ein Artikel von 1991 über sie, auch über ihre Spiel in den 60er Jahren berichtet wird. Und natürlich dar f auc der berühmte Satz über die Schwieirgkeit Mozarts Klaviersonaten zu spielen , nicht fehlen, wenngleich in leicht abgewandelter Form


    http://www.koelnklavier.de/texte/interpreten/haebler.html


    mfg aus Wien

    Alfred

    Mir ist schon Klar, daß das Analysieren diverser Aufnahmen, bzw die Kritische Bewertung bon Notentextausgaben geradezu der Nährboden eines Forums ist, welches das Thema "Klassische Musik" zum Inhalt hat. Hier kann das "straflos" geschehen.

    Anders schon bei einer Klassikzeitschrift, die vermeiden muß, dass Fans von Interpeten (tot oder lebendig spielt hier keine Rolle, wobei ich die toten eher sacrosanct sehe, als die Lebendigen;))verstimmt werden oder aber auch, daß ein allzu wissenschaftlicher Ansatz den (gehobenen) Durchschnittshörer vergrault. Und das ist dann ein Verlust an Abonnenten , an Stückzahlen und an Werbeeinnahmen. All das brachen wie HIER nicht zu befürchten. Einziger Kritikpunk von meiner Seite aus wäre, daß man teilweise 50 Jahre alte Aufnahmen nach heutigen Maßstäben beurteilt. "Die Haebler" um beim Beispiel zu bleiben war um 1970 eine Mozart-Ikone und DAS Flggschiff in Sachen Mozart Klavierspiel -und Johann Christian Bach für das Label Philips. Erst nach und nach wurde sie durch Alfred Brendel als Zugpferd ersetzt. "Urtextausgaben" interessierten damals "keine Sau"

    Sie spielte mit den großen Mozart Interpreten ihrer Zeit, beherrschte das Spiel auf modernen wie auch auf historischen Instrumenten (wurde eigens auf einem Plattencover (Rückseite)von Philips erwähnt)

    DArüber war sie Trägerin einiger Auszeichnungen und Professor am Mozarteum in Salzburg. Niemand hätte es damals gewagt eine ihrer Interpretationen auch nur ansatzweise in Zweifel zu ziehen - Vor allem nicht in Salzburg oder Wien. Das was heute gelegentlich als "betuliches " Spiel bezeichnet wird, war damals eben Ausdruck der Zeit, ein "gepflegter " Mozart - kein "wissenschaftlich korrekter" oder "revolutionärer" ES ist eine interessante Tatsache, daß jemand, der zu seiner Zeit "prägend" war danach immer genau dafür kritisiert, geschulmeistert oder angegriffen wird.

    "Geadelt" im künstlerischen Sinne wurde sie von den Mozart -Institutionen


    1970: Mozartmedaille durch die Mozartgemeinde Wien1979: Silberne Mozart-Medaille des
    1986: Ehrenmedaille der Stadt Wien"Adelig" - auch wenn in Österreich (offiziell) nicht mehr anerkannt - war sie sowieso von Geburt an.mfg aus WienAlfred

    Giovanni Paisiello

    Nina ossia La pazza per amore

    (Nina oder Die Wahnsinnige aus Liebe)




    Interessant ist, welche Opern Paisiellos heute noch – wenigstens einem kleinen Kreis von „Kennern“ bekannt sind – und welche nicht. Nina ist – sieht man auf die vorhandenen, bzw. gemachten Aufnahmen – wenigsten EINIGERMASSEN bekannt. Wobei ja etliche Aufnahmen leider bereits gestrichen sind.

    Die Oper Paisiellos beruht – wie so oft - auf einem (drei Jahre ) älteren Werk, im konkreten Fall auf der französischen Oper: Nina, ou La folle par amour von Nicolas Dalayrac (1753-1809) nach einem Libretto von Joseph-Benoit Marsollier de Vivetières von 1786


    In Paisiellos Oper sind Giuseppe Carpani und Gambattista Lorenzi die Autoren des Libretto, das allerdings auf der Vorlage von Joseph-Benoit Marsollier de Vivetières basiert.


    König Ferdinand von Sizilien gab den Auftrag für Paisiellos Oper, die dann 1789 Premiere im Palast von Caserta hatte. Sie war ursprünglich einaktig. 1790 folgte dann später eine zweiaktige Version, eine weitere Fassung erschien 1793 für den Karneval 1794. Da wurden die gesprochenen Texte durch Rezitative ersetzt.


    Der Inhalt der Oper ist einfach und eigentlich ohne wirkliche aktive Handling, und sie kommt mit einem Minumum an Agierenden aus. Dennoch ist sie auf Grund ihrer wunderbaren lyrischen Melodien beim Publikum immer wieder gut angekommen, vielleicht auch auf Grund iher Überschaubarkeit, ihrer betörend schönen, eingängigen Musik und des eher unüblichen Happy Ends. Es handelt sich nämlich nicht um eine Opera-buffa, sondern um eine Opera Semisera, wie sie sich beispielsweise in Frankreich aus der Comédie larmoyante entwickelt hat.


    Das Werk hat sein kurzem einen Eintrag im Tamino Opernführer, wo die Handlung beschrieben ist. Hier nur die Kurzfassung in einem Satz: Durch den Schmerz über den Tod ihres Geliebten , Lindoro ist Nina in die geistige Umnachtung verfallen……


    Über die Umstände von Lindoros Tod wird lediglich berichtet, im Gegensatz zu anderen ähnlichen Stoffen wird hier darauf verzichtet den Hergang auf der Bühne zu zeigen.


    Aber die Darstellung von Wahnsinn, Wahnerscheinungen, Gespenstern und übernatürlichem nahm in diesen Tagen ihren Anfang, und die Faszination hielt bis weit ins 19. Jahrhundert hinein an, wurde teilweise sogar noch verstärkt.


    Hier ein Ausschnitt einer Aufführung von 1999

    Die Qualität mit 480 Pixel ist eine Zumutung, lediglich übertroffen durch einen Videoclip der gesamten Oper aus Zürich -mit einer Auflösung von 240 Pixel !!


    Wollen wir annehmen, daß es sich hier lediglich um eine bewusste Maßnahme handelt, den Verkauf der hochauflösenden DVD nicht zu beeinträchtigen


    Libretto in Deutscher Sprache

    https://www.digitale-sammlunge…view/bsb10714196?page=1,2


    Hier nun einige Aufnahmen, ab 1956 vis hin zur DVD

    wobei einige davon von den Rezensenten aus unterschiedlichen Gründen besonders gelobt wurden: die alte Mono- Aufnahme von 1956 (Version mit gesprochenen Texten) unter Ennio Gerelli wegen des Tenors Salvatore Gioia, dessen vielversprechende Karierre infolge einer Nervenkrankheit frühzeitig beendet wurde und der heute nahezu unbekannt ist, die Aufnahme von ARTS unter Hans udwig Hirsch (Version mit Rezitativen) weil sie komplett ist und die Gesamtstimmung gut vermittelt, warum Paisello vom Publikum seiner Zeit so geliebt war.

    Ganz unten dann noch der Mitschnitt einer Live Aufführung an der Züricher Oper, die äusserst erfolgreich war.



    Am Schluß noch ein (fast OT) besonderes Zuckerl:Ein clip mit einer Aria Aus NINA von Nicolas Dalayrac (er wird nicht mal auf der Fronseite des Covers erwähnt) gesungen von

    Joan Sutherland.



    Aus meiner Sicht wären die Opern von Dalayrac ein weiterer heisser Tip für diesen Thread, den ich allerdings nur kommissarisch verwalte - bis zur hoffentich baldigen Wiederkehr von Orfeo - Mal sehen was uns die Zukunft bringt....(Hier gehts vorerst weiter mit Paisiello.....)


    mfg aus Wien

    Alfred

    Im Gegenteil, Alfred ist ein wunderbar - amüsanter Redepartner. Ich habe ausgiebig viel gelacht.

    In aller gebotenen Deutlichkeit:

    BITTE schreibt nicht SOWAS !!


    Sonst haben wir wieder eine Warteschlange von 2-3 Wochen, bis man einen Termin für ein Telefongespräch mit mir bekommt :baeh01:


    LG aus Wien

    Alfred

    Die "Rechtfertigung" bezog sich auf die Antwort von Christian B :

    Das war ja regelrecht ein Kreuzverhör! Hätte ich nie bestanden 😂

    Das war ansichtg eine harmlose Bemerkung - Aber man muß hier auch an die Aussenwirkung achten:

    Im Durchschnitt zaudern potentielle Mitgliedsanwärter 4-5 jahre (!!!) bis sie sich zu einer Registirierung entschliessen und sich auf eines diese gefürchteten Telefongespräche mit mir einlassen. Solch eine Bemerkung kann - auch wenn nichr ernst gemeint - den Entscheidungsprozess um weitere 2-3 Jahre hinauszögern - :baeh01:


    mfg aus Wien

    Alfred

    Das war ja regelrecht ein Kreuzverhör! Hätte ich nie bestanden

    Das liest sich nur so.

    Es war - aus meiner Sicht - lediglich ein Abtasten, inwieweit der Mitgliedsanwärter mit uns glücklich wir und wir mit ihm

    Wenn beispielsweise jemand im Gespräch immer wieder von Beethovens Sinfonien spricht, und ich dann feststellen muß, er meint die Sinfonien, dann ist es für beide Teile besser, wenn man so bleibt wie man ist: getrennt .

    Die Frage nach Spezialgebieten stelle ich gelegentlich, weil ich im Forum ja auch Spezialisten für bestimmte Themen brauche. Viele Mitgliedsanwärter erklären mir sofort, sie wollen eigentlich NICHT schreiben, nur lesen. Auf den Hinweis, dads könne man auch als Nichtmitglied, höre ich immer wieder, "Aber ich will DABEI sein - und dort mitlesen, wo das nur Mitglieder dürfen. Das ist natürlich ein NO GO.

    Es findet - das sei den Mitlesern die mit einer Mitgliedgschaft liebäugeln, aber Vorbehalte haben an dieser Stelle gesagt:

    Man muß weder ein Musikinstrument spielen können, noch Noten lesen (wenn leichter fällt: ich kann es auch nicht) Auch die Mitgliedschaft in einem Kichenchor ist nicht erforderlich. Aber Eine Karriere als Sammler von Klassischen WErken auf Tonräger ist schon von Vorteil. Auch wer nur Mirglied bei uns werden will in der Hoffnunf, her Leute kennenzulernen, die ihm die Schallplattensammlung von seiner verstorbenen Oma abkaufen - ist hier fehl am Platz. Ditto all jene die "nur eine Frage" haben - die sonst niemand beantworten konnte oder wollte - sind hier fehl am Platz. Wir sind weder ein kostenloses Auskunftssbüro noch ein Basar für gebrauchte Tonträger...

    Aber im Allgemeinen verlaufen unsere Gespräche recht amical. Geplant sind 3-5 Minuten- aber es gab früher Fälle wo sich das auch mal auf 2 Stunden ausgeweitet hat - was sich in meiner Telefonrechnung bemerkbar gemacht hat...

    Wer dazu Fragen hat, der stelle sie.


    Zum Abschluss: Wie so vieles im Leben ist auch "das Aufnahmeinterview" eine Frage das Standpunktes

    Es gibt Leute, die sich bei mmir bedanken, weil ich mich bemühe iher persönlichen Interessen etc zu erkunden etc.

    Andere sehen darin einen Eingriff in ihre Privatspäre.

    Letztere sind für eine Mitgliedschaft schon a priori nicht geeignet, weil das Forum ja in etwa so etwas wie eine "Ersatzfamilie" darstellt

    und wer da schon mit Wiederwillen reingeht - der bleibt besser draussen

    Auch die Frage: MUSS ich schreiben? ist IMO "entlarvend"

    Wenn ich in einen Kegelklub gehe - muß ich dann kegeln ?, in Gesangsverein singen, im Turnverein turnen etc ? Na eben.

    Der Gegensatz zu einem Job-Vorsetllungsgespräch ist klar.

    Vom Ausgang des Gesprächs hängt keine berufliche Karriere ab, keine Einkommen, keine Existenz

    Es ist alles nur Spiel....


    mfg aus Wien

    Alfred

    Jede Maßnahme die man - ganz allgemein gesproch - setzt - hat Auswirkungen - positive und negative.

    Man muß dann abwägen.

    Wozu ist das Telefongespräch gut ?

    In erster Hinsicht war hier der Gedanke des weitgehenden - aber nicht völligen - Schutzes vor Trollen und

    den noch viel gefährlicheren Sockenpuppen

    Sockenpuppen können ein Forum in wenigen Tagen aufmischen uns im schlimmsten Fall sogar zerstören

    Sieh Link unten am ende des Beitrags.

    Man muss also verhindern, daß welche reinkommen

    Die alte Schule war, daß man User anhand der IP Adresse identifiziert

    Das funktionier auf Grund verschiedener Technischen Änderungen nicht mehr

    Der Provider weise bei jedem mal Einloggen eine andere IP zu

    oder - man kann die IP auf fälschen.

    Ich habe damals mit der Technischen Universität Wien telefoniert und angefragt, wie man den Nutzer identifizieren kann

    "Gar nicht" . war die lakonische Antwort.

    Nun ist es so, daß man nicht grundlos als Genie geboren wird.

    ES wird von einem slche auch einfallsreictum erwartet:hahahaha:

    Und so fiel mir ein, man könne den Aspiranten einfach anrufen

    Die Telefonnummer sei einigermaßen sicher , man könne im Fall des Falles

    die Identität ermitteln. Da gibts auch Tricks, aber die sind schwierig zu realisieren

    Tatsache ist - dass es einschlug wie eine Bombe.

    Viele wollten dann plötzlich nicht Mitglied werden.:hahahaha:

    Und das hat uns eine Menge Ärger erspart.

    Die mREaktionen im Internet waren oft haßerfüllt-

    was mir zeigt, daß ich auf dem richtigen weg war.

    Natürlich gab es auch EHRLICHE Interessenten, die dann zurückschreckten

    Das ist nicht vermeidbar.

    Aber gleichzeitig wird hier eine weiter Gruppe von der Mitgliedschaft ausgegrenzt,

    bzw sie grenzen sich selber aus.

    Nämlich jene, die beim kleinsten Streit im Forum sofort mit dem Austritt drohen, böses Blut machen

    und nicht "stabil" sind.

    Dann noch die Gruppe: Das Internet ist für alle da

    Ich bin ein mündiger Bürger und kann machen was ich will (:hahahaha:)

    Ich brauche keine Moderatoren, und wenn doch, so nur welche die demokratisch gewählt werden

    Die bleiben auch draussen:baeh01:


    Alles in allem Ist Tamino indes ein recht erfolgreiches Projekt,

    uns somit waren viele meiner Entscheidungen offenbar tendenziell richtig


    LG aus Wien

    Alfred

    Giovanni Paisiello

    Il Barbiere di Siviglia

    Ovvero la precauzione inutile


    Die Oper "Il Barbiere di Siviglia" von Paisiello (UA 1782 in St. Petersburg Hoftheater Eremitage)) basiert, ebenso wie die spätere Vertonung durch Rossini (UA 1816 in Rom) auf der Komödie Le Barbier de Séville ou La Précaution inutile (1775) von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais. Das Libretto stammt von Giuseppe Petrosellini. Die Oper war usprünglich 2 aktig - es gab aber 1787 eine Version in 3 Akten, wofür Paisello einige zusätzliche Arien und ein zweites Finale für eine der Aktschlüsse schrieb.

    Die Beliebtheit der Oper war gigantisch. Von St. Petersburg aus (Paisiello stand dort als Kapellmeister und "Inspektor der italienieschen Oper" bis 1784 in Diensten von Katharina II., der Großen. Auf dem Heimweg von Russland nach Italien machte er eine Zwischenstation in Wien wie es ein Wiedersehen mit Mozart gab. Sie hatten sich bereits 1770/1771 in Bologna getroffen. IMO erinnern einige der Arien etwas an Mozarts Stil. dieser hat übrigens für eine Aufführung in Wien eine Einlegearie komponiert.

    Paisiellos Version hält sich übrigens genauer ans Sprechstück und verzichtet auf jene plakative Darstellung, die 30 Jahre später Rossinis Werk so populär machten. Das war an sich eine Kunst - denn Paisiellos Ruhm war derart, daß es als Provokation galt eine von ihm komponierte Erfolgsoper neuerlich zu vertonen. Um Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen suchte Rossini bei Paisiello um Erlaubnis an (eine reine Formsache und en taktischer Schachzug, Paisiello konnte nichts verbieten)Der anwortet schriftlich und erteilt die Erlaubnis formell, wobei spitzfindige Gemüter einen ironischen Unterton in der Antwort sahen.Ursprunglich sollte die Oper sogar einen anderen Namen bekommen "Amaviva -Ovvero la precauzione inutile"

    Anhänger Paisiellos haben - mit oder ohne dessen Wissen - Störaktionen bei der Premiere von Rossinis Premiere seiner Oper gesetzt - Das ist bis heute überliefert.

    Paisiellos Musik ist wunderbar, jede Arie ein Ohrwurm der Schwerpunkt liegt aber nicht auf Virtuosität und plakativem Humor, sondern er betont auch die lyrischen Aspekte .

    Hier zweimal die gleiche Arie, verschieden interpretiert

    Zudem vertont er eine Arie, die bei Rossini fehlt. Den Kunstkniff Figaros die beiden Diener Bartolos mittels Schlafmitteln und Niespulver ausser Gefecht zu setzen, damit sie nichts ausplaudern können.


    Es gibt von dieser Oper immerhin etliche Aufnahme über die letzten 60 Jahre verteilt.

    Diese Aufnahme (auf "Palladio) habe ich heute abgehört, obwohl ich neuer in meiner Sammlung habe. Aber es war die erste Gesamtaufnahme weltweit, mit Graziellea Sciutti, Nicola Monte, Renato Capecchi Rolando Panerai und Mario Petri.Sie stammt von 1959 und wurde (auf meinem Exemplar) als STUDIOAUFNAHME- STEREO gekennzeichnt, wogegen die hier gezeigte - und immerhin noch erhältliche WALHALL Veröffentlichung MONO angibt.

    Ich habe mir am Ende der Hörsitzung via LS nochmal ein Stück daraus via KH angehört. und konnte zu keinem eindeutigen Urteil kommen. die Aufnahme ist weich, klangschön, aber leicht verfärbt und mit einem leichen Hall versehen, der den eindruck einer diffusen Tiefe vermittelt (das funktioniert auch in MONO ) eine Links- Rechts Ortung konnte ich nicht feststellen - ich neige dazu, daß man seinerzeit aus Marketinggründen die Aufnahme als STEREO angeboten hat oder sie unzulänglich stereophonisiert hat.


    Die beiden neueren Aufnahmen - lange Zeit die Platzhirschen dieses Werks- sind zwar glücklicherweise in meiner Sammlung - aber schon gestrichen. Antiquarisch sollte man bei Interesse fündig werden.(NEIN - Wir haben KEINEN Werbevertrag mit DISCOGS - reine Dienstleistung für unsere Mitglieder und Mitleser)

    https://www.discogs.com/master…n-G%C3%A1ti-S%C3%A1ndor-S


    Darüber hinaus gibt, bzw gab es es Videoaufzeichnungen



    In dieser Aufnahme kann man - wen es interessiert - das Terzett mit den beiden Dienern Bartolos - bei Paisielli heissen sie übrigens Svegliato und Giovinetto- ansehen. es sit sehenswert und urkomisch. Ab 30:00

    Die Verleumdungsarie ist ab 34:00 zu sehen. Bemerkenswert ist, daß hier ab der Mitte der Arie ein angedeutetes aufkommendes Gewitter im Hintergrund zu hören ist - das wir dann quasi in Reinschrift bei Rossinis Version in der "Gewittermusik" wiederfinden...

    Rossinis Version wird hier nicht besprochen .Sie ist selbst bei großzügigster Auslegung KEINE "unbekannte Oper":P:no:



    __________________________

    Und zum Schluss mein persönliches Geschenkt an die Freunde des Regietheaters: Eine moderne Inszenierung

    Co-produzione di VoceAllOpera e Festival Giovanni Paisiello di Taranto
    Ripresa nel settembre 2017 a Taranto, Chiostro S.Antonio

    Co-produzione di VoceAllOpera e Festival Giovanni Paisiello di Taranto Ripresa nel settembre 2017 a Taranto, Chiostro S.Antonio

    Die Taatoos eines der Darsteller sind - wie ich festgestellt habe - nur aufgeklebte Maske - vermutlich unverzichtbar um den sozialen Stand Figaros aufzuzeigen.

    Almaviva sollte sehen mit wem er sich da einlässt.

    Es ist leider nicht zu leugnen, daß die Sänger hier hervorragend agieren und durchwegs phantastisch singen

    Deswegen hab ich sie (zähneknirschend) in diesen Thread aufgenommen (Kommentare- so unvermeidbar -AUSSCHLIESSICH im zugehörigen Metathread....:P)


    Hier nun eine Kostprobe für eine ebenfalls bereits gestrichene Aufnahme. Wobei die Angabe am Cover "FIRST RECORDING" mehr als gewagt - ja geradezu tollkühn ist.

    Lüge oder Ahnungslosigkeit? Ich neige zu zweiterem, denn die Ankündigung in deutscher Sprache war: "Der Friseur von Sevilla":hahahaha:



    Nun wieder einen Schritt zurück in die gute alte Zeit:


    Das Libretto von 1786 in italienischer Sprache -> einfach Umblättern durch Klick der Pfeile auf der Seite

    http://www.bibliotecamusica.it…ipro/libretti/03/Lo03847/


    mfg aus Wien

    Alfred

    Giovanni Paisiello

    La serva Padrona


    Moment mal. "La serva Padrona" ("das Dienstmädchen als Gebieterin" oder auch "Die MAgd als Herrin") ist doch Pergolesi. Das ist richtig. Pergolesi var ein halbes Jahrhundert zuvor.

    Paisello ist den meisten (wenn überhaupt) als Komponist einer älteren Version von "Il Barbiere di SiViglia" bekannt die dann von Rossinis Neukomposition verdrängrt wurde. Dabei ist anzumerken, daß er auf dem Höpunkt seines

    Ruhms unvergleichlich beliebt war - zeitweis sogar beliebter als Mozart Vermutlich durch seine Anpassung an die Revolutionsregierung in Frankreich und später sein Kontakt mit Napoleon kostete ihn Sympathien, seine Opern waren ab hier weniger erfolgreich. Letztlich starb er in Armut.

    Aber noch befinden wir und in Paisellos Zenit, 1781 - und die Oper wurde in Russland komponiert und in Zaskoe Selo (Zarenstadt heutiger Name: Puschkin) nahe St. Petersburg anlässlich des Namenstags des etwa 3 Jahre alten Großfürsten Alexander (später Zar Alexander I)aufgeführt. Die Zarin beschenkte die Ausführenden fürstlich. Paisello erhielt eine Schachtel, die mit Diamanten bestückt war.

    Wenngleich die Oper weitgehend vergessen ist (vor allem durch die Konkurrenz Cimarosas) gibt es doch immer wieder Aufnahmen. Die beiden links im Bild gezeigten sind noch verfügbar, die rechten sind gestrichen.

    Das Libretto stammt vom selben Autor, wie jenes für Pergolesi, Gennaro Antonio Federico, wurde aber für Paisellos Version überarbeitet. Auch wenn die Artbezeichniung "Intermezzo" - wie bei Pergolesi - beibehalten wurde - so handelt es sich denoch um eine eigenständige 2 aktige Opera buffa. Ein sehr vergnügliches Werk mirt karikierenden Zügen. Derzeit gibt es noch keine Inhaltsangabe bei Tamino - man kann auf WIKIPEDIA zugreifen.

    Oder man kann sich gleich weiter unten 2 unterschiedliche Aufführungen ansehen.

    Heute ist der Name der Komponisten einem breiteren Publikum - wenn überhaupt durch seine Vertonung des Barbiere di Seviglia bekannt, die seinerzeit so berühmt war, daß Rossini brieflich bei Paisella um Erlaubnis bat, die Oper erneut vertonen zu dürfen, was dieser gewährte. beised waren nur Höflichkeitsakte auf dem Parkett der Gesellschaft, denn natürlich hätte Rossini nicht fragen müssen und Paisello hätte nur schwer die (nicht notwendige) Erlaubnis verweigern können.

    Ungeachtet dessen - und da hören sich die gesellschaftlichen Regeln auf - haben Paisellos Anhänger versucht die Uraufführung der Oper Rossinis zu stören.





    Giovanni Paisiello (1740-1816)




    war ein Komponist der neapolitanischen Schule

    Er war lediglich 10 Jahre älter als sein zuvor vorgesellter Zeitgenosse Salieri.

    Heute sind – von Ausnahmen abgesehen seine Opern weitgehend unbekannt, zu Lebzeiten war er zeitweise berühmter als Mozart.

    Es gibt bereit einen allgemeinen Thread über Paisiello, aber der stammt schon von 2007 mit einigen späteren Erweiterungen. Natürlich ist ach dor „Oper“ das Hauptthema, aber es wurden dann auch andere Werke erwähnt. Auch die Lebensgeschichte wird dort erzählt, weshalb ich es mir hier erspare.


    Paisiello, Giovanni [1740-1816]

    Ein weiterer Thread befasst sich mit

    Rossini VS Paisiello : Der Barbier von Sevilla


    An die 100 Opern sind überliefert.

    Zunächst mal eine Auflistung seiner Opern mit Datum der jeweiligen Uraufführung, die wir natürlich nicht alle vorstellen können

    Währen Salieris Opern hauptsächlich in Wien uraufgeführt wurden (einige auch Italien und in Paris)liegt der Schwerpunkt der Opernpremieren Paisiellis in Italien und teilweise auch in Russland,, wo er von 1776-1784 in Diensten der russische Zarin war und dort 9 Opern komponierte.

    Ee war dort Liebkind des Publikums und der ungekrönte König der Opera Buffa seiner Zeit.

    • Il ciarlone (12. Mai 1764 Bologna)
    • I francesi brillanti (24. Juni 1764 Bologna)
    • Madama l’umorista, o Gli stravaganti (26. Januar 1765 Modena)
    • L’amore in ballo (Karneval 1765 Venedig, Teatro San Moisè)
    • I bagni d’Abano (Frühjahr 1765 Parma)
    • Il negligente (1765 Parma)
    • Le virtuose ridicole (1765 Parma)
    • Le nozze disturbate (Karneval 1766 Venedig, Teatro San Moisè)
    • Le finte contesse (Februar 1766 Rom, Teatro Valle) [Il Marchese di Tulissano?]
    • La vedova di bel genio (Frühjahr 1766 Neapel, Teatro Nuovo)
    • L’idolo cinese (Frühjahr 1767 Neapel, Teatro Nuovo)
    • Lucio Papirio dittatore (Sommer 1767 Neapel, Teatro San Carlo)
    • Il furbo malaccorto (Winter 1767 Neapel, Teatro Nuovo)
    • Le ’mbroglie de la Bajasse (1767 Neapel, Teatro dei Fiorentini)
    • Alceste in Ebuda, ovvero Olimpia (20. Januar 1768 Neapel, Teatro San Carlo)
    • Festa teatrale in musica (31. Mai 1768 Neapel, Palazzo Reale) [Le nozze di Peleo e Tetide]
    • La luna abitata (Sommer 1768 Neapel, Teatro Nuovo)
    • La finta maga per vendetta (Herbst? 1768 Neapel, Teatro dei Fiorentini)
    • L’osteria di Marechiaro (Winter 1768 Neapel, Teatro dei Fiorentini)
    • Il nuovo maestro di cappella
    • La serva fatta padrona (Sommer 1769 Neapel, Teatro dei Fiorentini) [Neufassung Le ’mbroglie de la Bajasse]
    • Don Chisciotte della Mancia (Sommer 1769 Neapel, Teatro dei Fiorentini)
    • L’arabo cortese (Winter 1769 Neapel, Teatro Nuovo)
    • La Zelmira, o sia La marina del Granatello (Sommer 1770 Neapel, Teatro Nuovo)
    • Le trame per amore (7. Oktober 1770 Neapel, Teatro Nuovo)
    • Demetrio (Karneval 1771 Modena)
    • Annibale in Torino (16. Januar 1771 Turin, Teatro Regio)
    • La somiglianza de’ nomi (Frühjahr 1771 Neapel, Teatro Nuovo)
    • I scherzi d’amore e di fortuna (Sommer 1771 Neapel, Teatro Nuovo)
    • Artaserse (26. Dezember 1771 Modena)
    • Semiramide in villa (Karneval 1772 Rom, Teatro Capranica)
    • Montezuma (Januar 1772 Rom, Teatro delle Dame)
    • La Dardanè (Frühjahr 1772 Neapel, Teatro Nuovo)
    • Gli amanti comici (Herbst 1772 Neapel, Teatro Nuovo)
    • Don Anchise Campanone (1773 Venedig) [Neufassung Gli amanti comici]
    • L’innocente fortunata (Karneval 1773 Venedig, Teatro San Moisè)
    • Sismano nel Mogol (Karneval 1773 Mailand, Teatro Regio Ducale)
    • Il tamburo (Frühjahr 1773 Neapel, Teatro Nuovo) [Il tamburo notturno]
    • Alessandro nell’Indie (26. Dezember 1773 Modena)
    • Andromeda (Karneval 1774 Mailand, Teatro Regio Ducale)
    • Il duello (Frühjahr 1774 Neapel, Teatro Nuovo)
    • Il credulo deluso (Herbst 1774 Neapel, Teatro Nuovo)
    • La frascatana (Herbst 1774 Venedig, Teatro San Samuele) [L'infante de Zamora]
    • Il divertimento dei numi (4. Dezember 1774 Neapel, Palazzo Reale)
    • Demofoonte (Karneval 1775 Venedig, Teatro San Benedetto)
    • La discordia fortunata (Karneval 1775 Venedig, Teatro San Samuele) [L'avaro deluso]
    • L'amor ingegnoso, o sia La giovane scaltra (Karneval 1775 Padua)
    • Le astuzie amorose (Frühjahr 1775 Neapel, Teatro Nuovo)
    • Il Socrate immaginario (Herbst 1775 Neapel, Teatro Nuovo)
    • Il gran Cid (3. November 1775 Florenz, Teatro della Pergola)
    • Le due contesse (3. Januar 1776 Rom, Teatro Valle)
    • La disfatta di Dario (Karneval 1776 Rom, Teatro Argentina)
    • Dal finto il vero (Frühjahr 1776 Neapel, Teatro Nuovo)
    • Nitteti (28. Januar 1777 St. Petersburg)
    • Lucinda e Armidoro (Herbst 1777 St. Petersburg)
    • Achille in Sciro (6. Februar 1778 St. Petersburg)
    • Lo sposo burlato (24. Juli 1778 St. Petersburg)
    • Gli astrologi immaginari (3. Februarjul. / 14. Februar 1779greg. St. Petersburg, Eremitage) [Le philosophe imaginaire]
    • Il matrimonio inaspettato (1779 Kammenïy Ostrov) [La contadina di spirito]
    • La finta amante (5. Juni 1780 Mogilev) [Camiletta]
    • Alcide al bivio (6. Dezember 1780 St. Petersburg, Eremitage)
    • La serva padrona (30. Augustjul. / 10. September 1781greg. Zarskoje Selo)
    • Il duello comico (1782 Zarskoje Selo) [Neufassung Il duello]
    • Il barbiere di Siviglia, ovvero La precauzione inutile (26. September 1782 St. Petersburg)
    • Il mondo della luna (1783 Bolschoi-Theater St. Petersburg)
    • Il re Teodoro in Venezia (23. August 1784 Wien, Burgtheater)
    • Antigono (12. Oktober 1785 Neapel, Teatro San Carlo)
    • La grotta di Trofonio (Dezember 1785 Neapel, Teatro dei Fiorentini)
    • Olimpiade (20. Januar 1786 Neapel, Teatro San Carlo)
    • Le gare generose (Frühjahr 1786 Neapel, Teatro dei Fiorentini) [Gli schiavi per amore; Le bon maître, ou L'esclave par amour]
    • Pirro (12. Januar 1787 Neapel, Teatro San Carlo)
    • Il barbiere di Siviglia, ovvero La precauzione inutile (Zweitfassung, 1787 Neapel, Teatro dei Fiorentini)
    • La modista raggiratrice (Herbst 1787 Neapel, Teatro dei Fiorentini) [La scuffiara amante, o sia Il maestro di scuola napolitano; La scuffiara raggiratrice]
    • Giunone Lucina (8. September 1787 Neapel, Teatro San Carlo)
    • Fedra (1. Januar 1788 Neapel, Teatro San Carlo)
    • L’amor contrastato (Karneval 1789 Neapel, Teatro dei Fiorentini) La molinara
    • Catone in Utica (5. Februar 1789 Neapel, Teatro San Carlo)
    • Nina, o sia La pazza per amore (25. Juni 1789 Caserta)
    • Gli zingari in fiera (21. November 1789 Neapel, Teatro dei Fiorentini)
    • Le vane gelosie (Frühjahr 1790 Neapel, Teatro dei Fiorentini)
    • Zenobia in Palmira (30. Mai 1790 Neapel, Teatro San Carlo)
    • La molinara (1790 Wien) [Neufassung L’amor contrastato]
    • Nina, o sia La pazza per amore (Neufassung, 1790 Neapel, Teatro dei Fiorentini)
    • Ipermestra (1791 Padua)
    • La locanda (16. Juni 1791 London Pantheon: La locanda di falcone; Lo stambo in Berlina)
    • I giuochi d’Agrigento (16. Mai 1792 Venedig, Teatro La Fenice)
    • Il fanatico in Berlina (1792 Neapel, Teatro dei Fiorentini) [Neufassung La locanda]
    • Il ritorno d’Idomeneo (Herbst 1792 Perugia)
    • Elfrida (4. November 1792 Neapel, Teatro San Carlo) [Adevolto]
    • Elvira (12. Januar 1794 Neapel, Teatro San Carlo)
    • Didone abbandonata (4. November 1794 Neapel, Teatro San Carlo)
    • Nina, o sia La pazza per amore (Zweitfassung, 1795 Neapel, Teatro dei Fiorentini)
    • Chi la dura la vince (9. Juni 1797 Mailand, Teatro alla Scala)
    • La Daunia felice (26. Juni 1797 Foggia, Palazzo Dogana)
    • Andromaca (4. November 1797 Neapel, Teatro San Carlo)
    • L’inganno felice (1798 Neapel, Teatro dei Fiorentini)
    • Sinfonia funebre (1799 zum Tode von Papst Pius VI.)
    • L’isola disabitata („cantata seria“, 3. Juli 1799 Lissabon, Teatro de São Carlos)
    • Proserpine (28. März 1803 Paris, Opéra)
    • Elisa (19. März 1807 Neapel, Teatro San Carlo) (+ Mayr)
    • I pittagorici (19. März 1808 Neapel, Teatro San Carlo)

    Vielen lieben Dank an Euch

    Aber auch an alle, die in der Vergangenheit Bausteine gesetzt haben, die das Tamino Klassikforum zu dem gemacht haben was es heute ist - aber aus unterschiedlichen Gründen - heute nicht mehr bei uns sind. Sie haben oft die Grundmauern für das gelegt, was uns einzigartig macht. Was immer wo geschrieben wird - wir waren meist das Original - und selten die Kopie. Ich danke auch allen jenen, die meinen - bestimmt nicht immer angenehmen -Führungsstil - befürworten, bzw verteidigen. Er ist IMO der durchdachten Logik und der Kenntnis um die menschliche Natur geschuldet und einer gewissen Intoleranz den sogenannte "menschlichen Schwächen", die viel Unheil über die Menschheit gebracht haben. Das fängt schon bei Adams Apfel an, den er trotz eines von Gott selbst ausgeprochenen Verbots essen musste - und damit für uns alle das Paradies verspielt hat.

    Militante Atheisten mögen einwenden, es sei nur eine "ausgedachte Geschichte" - aber selbst WENN, dann ist eine sehr gut ausgedachte Geschichte, die ein typische menschliche Eigenschaft beschreibt, sich nicht mal mit dem Paradies zufriedenstellen zu lassen.

    Wir bemühen uns - bei aller notwendigen Kontrolle - den Mitgliedern weitgehend alle Freiheiten zu lassen, die in einem "Gemeinwesen - eben möglich sind....

    Ich bin Realist: Weiter 20 Jahre wird es unter meiner Führung VORAUSSICHTLICH NICHT geben, wennglich in meiner Famile (oft mit schweren Krankheiten belastet) viele 90 Jahre und darüber wurden. Sei einigen Monaten steht mir astewes zur Seite, der nicht unbedingt meinen Musikgesschmack teilt - aber das wurde bewusst von mir geplant.

    Ein charaktervolles Original mit eigener Prägung ist allemal besser als eine farblose Kopie......


    In diesem Sinne

    Alfred

    Genau - Es war Klassikakzente.

    Klassikakzente gibts noch immer - allerdings das Forum nicht mehr

    Man führt die Seite jetzt unverhüllt als Werbemaßnahme für die Deutsche Grammophon

    Das Forum war schlecht geführt- oder besser gesagt überhaupt nicht

    Ich hatte mich dort eine Zeitlang engagiert mit dem Hintergedanken vielleicht wird ein Job daraus

    Aber es kam kein Angebot. Irgendwann wurden mir die vielen Störaktionen zuviel (das Forum war nicht moderiert)

    und ich verliess das Forum in Richtung HIFI FORUM. Dort gab es ein Mini- Klassiforum in einem desaströsen Zustand.

    Ich baute es binnen von 2 Monaten auf. Viel länger blieb ich nicht dort.

    Klassiakzente soll - so wirde mir berichte das forum letztlich doch in "professionelle Hände" gegeben haber - aber ohne Erfolg

    Irgendwann haben sie dann das Handtuch geworfen und offen auf Werbeseite für ihre Produkte umgestellt

    Das Tamino Klassikforumforum hatte einen schweren Start -aber irgendwie schafften wir es dann doch.

    Keine Plattenfirma wollte uns empfehlen, jeder behandelt uns als uninteressante Hobbyseite

    Irgendwann schlug das Pendel um und man wollte Zusammenarbeit mit uns

    Aber wer mich Sturschädel kennt , der kann sich meine knallharte Reaktion vorstellen......:)


    Beste Grüße und Dank an alle

    Alfred

    Ich hab mir die Quartette heute auch angehört. Ich müsste sie öfter hören um mir ein Urteil über meine Vorlieben zu bild. Aber EIN Quartett -oder besser gesgt ein Satz des betreffenden Quartetts ist für mich herausragend - ich könnte ihn stundenlang hören. Er übt auf mich eine eigenartige Faszination aus.

    Es handelt sich um das Menuett des Quartetts Nr 2, das wie ein Ohrwurm mit einer magischen Komponente auf mich wirkt.

    Meine Aufnahme mit den Buchberger Quartett ist einen Touch derber und "erdiger" gegenüber dem hier gzeigten Beispiel, was dem Werk IM ausgeprochen guttut.

    Kann aber natürlich auch nur ein Frage der Gewöhnung sein


    Thomas Arne:


    THE MASQUE OF ALFRED

    (Alfred)


    Masque - Oratorium –Oper

    Libretto von David Mallet und James Thomson


    Uraufführung der Erstfassung:1. August 1740

    Revisionen 1745 und 1753


    Die Personen der Handlung:


    Alfred der Große -Tenor

    Eltrude, seine Frau - Sopran

    Corin, ein Schäfer – Tenor

    Emma, seine Frau - Sopran

    Prinz Edward, Alfreds Sohn - Countertenor

    Edith – Sopran

    Ein Geist - Sopran

    Chor


    Ort der Handlung: Eine einsame Insel namens Athelny

    Zeit der Handlung: Anno 878 n. Chr.



    1. AKT:


    878, nach der verlorenen Schlacht gegen die Wikinger (Dänen) musste Alfred nach Athelney flüchten. Das Schäferpaar Corin und Emma singen iherem einfachen aber glücklichen Leben ein Loblied. Sie preisen die Einfachheit und Anspruchslosigkeit als den wahren Grund ihrer Zufriedenheit und ihres Glücks. Sie finden Alfred schlafend, wissen aber nicht wer er ist. Alfred hat auf der Flucht seine Gattin Eltruda und seinen Sohn, Prinz Edward aus den Augen verloren. Sofort nach dem Erwachen macht er sich auf die Suche nach ihnen, hoffend daß sie noch leben. Eltrude taucht rasch wieder auf, sie singt soeben eine melancholische Air. Desgleichen erscheint Prinz Edward wieder auf der Szene, ebenfalls melancholisch und gedrückter Stimmung aber er singt auch ein Loblied auf die Liebe. Die Familie ist nun wieder vereint und alle drei stimmen ins Lob auf die Liebe mit ein und auch über die Freude wieder miteinander vereint zu sein. Der 1. Akt endet mit einem erneuten sehr detaillieren Loblied Emmas auf die Freuden des einfachen Schäferdarseins.

    ________________________________________________________________________________________________


    2. AKT:


    Edith, offenbar die Geliebte eines gefallenen Kriegers eines noch sehr jungen Mannes voller Liebreiz und sonstigen guten Eigenschaften, beschreibt in einer von Trauer durchzogenen Arie seine Vorzüge, und danach, daß er nach einer Liebesnacht in den Krieg zog und dort fiel.Und ihrer Tränen sollten ewig fliessen, denn:

    „Keine Seufzer bringen Vergangenes wieder,

    kein Schmerzensschrei weckt die Toten auf.

    Alfred singt inzwischen eine Arie die seiner Frau immerwährenden Schutz und Geborgenheit versprechen soll.

    Prinz Edward preist indes die erhoffte Ruhe NACH dem Sturm, wo alles wieder in normale Bahnen käme, und man durch die Wiederkehr Alfreds wieder die Gelegenheit habe miteinander liebevoll umzugehen, da herrsche enormer Nachholbedarf….

    Die Stimme eines Geistes gibt Alfred im Namen aller Geister den Auftrag ein Held zu sein, ein Held verzweifle nie.

    Zugleich ruft Eltrude – die nützliche Gelegenheit ergreifend mit dem Himmel zu kommunizieren – diesen an, und fordert ihn auf, die längst fällige Rache zu unterstützen und die Heiden zu vernichten.

    Das gibt auch dem Prinzen Edward einen Motivationsschub: „Rache, komm, erleuchte mich !

    beginnt seine Arie -und sie endet mit:

    „Die friedliche Taube wird in die Lüfte steigen, der dänische Rabe ermatten und sterben

    Und jedes treue Herz wird darum wetteifern, Alfreds Lob zu erringen.

    Alfred gibt auch ein paar heroische Strophen zum besten. Das Schlusswort des 2. Aktes

    hat indes der Geist: Einen Trauergesang….

    _____________________________________________________


    3. AKT


    Eltrude ist in Sorge

    Alfred hat ein neues Heer von etlichen tausend Mann aufgestellt und will die Dänen vertreiben. Also muß er in die Schlacht. Diese furchtbare Stunde entscheidet über Englands Schicksal. Uns sie bittet den Himmel, ihren Gemahl, Alfred zu beschützen und ihr versinkendes Land zu retten. (Und das auf offener Bühne !!)

    Dem folgt eine Arie in der sie erneut die Schutzengel (sicher ist sicher) beschwört

    und mit der Tugend von Alfred dem Gütigen argumentiert, um die Engel in Zugzwang zu bringen.

    Im Gegensatz dazu besingt Emma in voller Naivität (freundlich formuiert) den neuen Morgen als Feiertag, preist die Natur und lässt – wie man so sagt – den lieben Gott einen guten Mann sein.

    Man hört einen Marsch, offenbar hat Alfred und seine Mannen den Sieg errungen.

    Prinz Edward lässt es sich nicht nehmen eine salbungsvolle Eloge auf Britannien, die Engel,

    die Freiheit, die Tugend und was weiß ich sonst noch anzustimmen.


    Der Sieg muß gefeiert werden. Natürlich mit Musik – das gehört sich so. Mangels der englischen Nationalhymne, die 878 noch nicht komponiert war - und ausserdem niemand kannte- behalf man sich mit „Rule Britannia“ einer inoffiziellen britischen Hymne, die damals zwar auch noch nicht komponiert war – aber was solls: Irgendwas muß bei solch einem Anlass schliesslich gesungen werden. Wer nicht will hat schon gehabt.

    Inzwischen sollte auch das etwas einfältige Schäfer-Paar herausgefundenhaben, wen sie da beherbergt hatten

    Vermutlich stimmten sie in den patriotischen Jubelgesang mit ein


    „Herrsche Britannia

    Briten sollen niemals Sklaven sein"


    Der Vorhang – so vorhanden - fällt

    Damit endet unser kleiner Exkurs zu Antonio Salieris Opern. Es ist nur ein kleiner Ausschnitt im Verhältnis zu seinem Gesamtwerk, aber vermutlich eine der Umfassendsen Zusammenstellungen zu diesem Thema. Mir war es wichtig von den unbekannten Opern, die relativ bekanntesten auszuwähle, die entwede in irgendwelchen Opernführern wenigstens Erwähnung fanden, die binnen der letzten 50 Jahre irgenwo aufgeführt oder auf Tonträger aufgenommen wurden.

    Panta Rhei - irgendwann wird auch dieser Threadabschnitt überholt sein - Aber wir waren bemüht so viel wie möglich an Informationen zusammenzutragen, zu bebildern und durch Tonbeispiele zu ergänzen.

    Zum Schluß noch einige Aufnahmen von Ouvertüren , Einzelarien oder Harmoniemusiken

    Lange Zeit waren die Ouvertüren das Einzige was einem breiteren Klassikhörerkreis bekannt war - wenn überhaupt



    Ich möcht noch einen Hinweis auf den seit Jahren bestehenden "allgemeinen" Salieri Thread mit dem etwas plaktiven Namen " Antonio SALIERI - Mozartfreie Zone" setzen. Er Stammt aus dem Jahre 2005 und ist deshalb nicht mehr aktuell -aber vielleicht interessant,weil wir hier Ansichten einstiger Mitglieder nachlesen könne und auch über andere Bereiche als über Oper geschrieben wird, wobei "Oper" stets die Domäne Salieris war - sieht man von den geistlchen Spätwerken mal ab....


    Antonio SALIERI [Mozartfreie Zone]


    mfg aus Wien

    Alfred

    Das Tamino Klassikforum feiert seinen 20. Geburtstag - oder besser gesagt - es feiert ihn nicht - aber es ist 20 Jahre alt. Nachdem man mir im HIFI Forum wo ich einiege Monate lang den Bereich "Klassische Musik aufgebaut hatte, wegen zustrenger Führung die Moderation entzogen hatte.

    Es gab nämlich eine grundsätzlich unterschiedliche Auffassung: ICH wolte, das, was ich hier verwirklicht habe, ein anspruchsvolles weitgehend geordnete Forum.

    Die damalige Forenleitung bestand durchwegs aus Informatikstudenten (selbstgeschrieben Forensoftware mit teilweise interessanten Features) die um jeden User kämpften. Qualität war denen egal.

    Denn sie hatten von Anbeginn vor das Forum groß aufzublasen um es dann als Werbeträger meistbietend verkaufen zu können - was 2 oder 3 Jahre später dann auch geschah.Es wurde in eine kommerzielle

    Plattform umgebaut. das Thema ist aber vorzigsweise HIFI, und nicht wirklich "Klassische Musik"

    Habe ich noch am gleichen Tag das Forum verlassen und einige Mitglieder per PN informiert. Kommentarlos. Schon am nachmittag - es war ein Samstag läutete bei mir das Telefon, ich mög doch ein eigenes aufmachen. Eigentlich wollte ich nicht. Aber dann hat man mir mitgeteil es gäbe werbefinanzierte Forenverbände, wo man kostenlos ein eigenes Forum einrichten könnte. Dummerweise ließ ich mich überzeugen. Eröffn undtag sollte der 1. Jul 2004 sein, aber nach einem Probelauf mit 3 Freiwilligen eröffneten wir bereits einige Tage früher mit 23 Mitgliedern die mir aus dem HIFI FORUM gefolgt waren.

    Es lief von Anfang an schlecht und ausserdem funktioierte die zur Verfügung gestellte Forensoftwäre so gut wie nicht. Beiträge verschwanden und tauchten teilweise dann einige Tag später auf.Ich erkundigte mich naach den Kosten für ein Forum im Eigenbetrieb und übernahm fürs erste die Kosten...

    Die Beiträge mussten EINZELN mit Copy und Paste übertragen werden (es waren ca 1000 !!!), denn bei einem sogenannten"Gratisforum" hat man keinen Zugriff auf die Datenbank.Ich übertrug die Beiträge einzeln (mit Ausnahme v "Was hört ihr grade jetzt) mit Copy und paste und ordnete die dem jeweiligen Benutzer zu.

    Wir hatten den 1. September 2004 als Eröffnung geplant - aber ich eröffner 3 oder 4 Tager früher


    Es waren etwa 12 Beiträge täglich, die Geschrieben wurden. wovon 8 ich selber schrieb schrieb....

    Das war der Anfang eines dornige, steinigen Weges den das Forum gehen musst mit Manchen Hochs und vielen Tiefs

    ES gibt keine öffentliche Feier oder dergleichen - wer aber was zum Thema schreiben oder eine Frage stellen will, der kann es HIER tun

    So ganz sang und klanglos sollte das Thema nicht an uns vorübergehn...


    mfg aus Wien

    Alfred

    Gestern bei mir angekommen. Das Artemis Quartett pausiert der zeit "auf unbestimmte Zeit" und will irgendwann mit veränderte Besetzung wieder weitermachen. Wenn man in Betracht zieht , dass kein einziges der Gründungmitglieder mehr im Team ist, und soweit ich gesehen haben seit der Gründung 1989 5 verschiede Besetzungen existieren, dann frag man sich schon. welche Aussagekraft der "Markenname" noch hat. Die Qualität mag gut sein, aber es ist nich mehr jenes "legendäre" Quartett, das so om 2010 mit Lob nur so überhäuft wurde. Es sind nun 4 völlig andere Persönlichkeiten - und in Zukunft soll eine 6. Besetzung zusammengebalstelt werden. Das hat mit dem eigenliche artemis quartett nicht s mehr gemeinsam -ausser dem Namen. (Das gilt übrigens für etliche Streichquartette am Markt) die hier erworbene aufnahme stammt von2012 also die 2. Zusammenstellung, auch da waren bereits 2 Gründungsmitglieder ausgeschieden...


    mfg aus Wien

    Alfred

    Antonio Salieri

    La fiera di Venezia

    (Der Markplatz von Venedig)


    Ich kann nicht aufhören all die Schätze auszugraben, die Salieri uns hinterlassen hat, wobei wir sowieso nur einen Bruchteil seiner Opern vorstellen können, der Rest ist noch nicht erschlossen, aufgenommen - oder war immer im Dunkel. Aber eigentlich kann ich mir das nicht wirklich voerstellen, denn überall wor wir ein Libretto oder eine zeitgenössische Kritik auftreiben konnte war immer die Rede vom "berühmten Herrn Salieri". Und das war er in der Tat.


    Hier ein Werk des 21 Jährigen, das am 29. Jänner 1772 am Wiener Burgtheater uraufgeführt wurde.

    Antonio Salieri: Sie La fiera di Venezia (Der Marktplatz von Venedig)

    nach einem Libretto von Giovanni Gastone Boccherini

    Die Oper war äusserst erfolgreich und wurde bald nach ihrer Premiere in verschiedene Sprache übersetzt und in vielen Ländern aufgeführt.

    Besonders wirkungavoll ist das italienische Lokalkolorit. Da die Oper derzeit in keinem Opernführer der Welt zu finden ist gibt es auch keine Inhaltsangabe.

    Das könnte sich ändern , denn die Aufnahme (dhm - L' arte del mondo unter Werner Ehrhardt ) des Werkes ist unterwwegs zu mir (1-2 Wochen) und angeblich enthält sie - wie die schon 2 Jahre zuvor entstandene Aufnahme von "LA scuola de' gelosi" wieder eine deutsche Übersetzung des Libretto. Abwarten - ob es sich nicht um eine abgespeckte Wiederveröffentlichung handel, wo dieses Booklet fehlt. Ich glaube aber nicht. Eine Eintragung in den Tamino Opernführer wäre dann für Herbst d. J. angedacht.

    Ich bin immer wieder erfreut wenn Erhard und sein Team eine Oper von Salieri oder neuerdings - Gazzaniga - reausbringen, weil da jemand weiß, daß wir in Deutschland. der Schweiz und Österreich doch alle irgendwie mit dem Deutschen vertrauter sind als mit Englisch, Italienisch oder französich. Manche Label über sehen und ignorieren das in ihrer maßlosen Arroganz.

    Weil wir bei "Arroganz " sind:

    Leopold Mozart schrieb über das Werk (13 Jahre nach der Uraufführung ):

    La Fiera di Venezia vom Salieri, die mir Wehe thut; weil sie in d[er] That, was die Musik betrift, voll d[er] ausgepeitschtesten gemeinsten Gedanken, altvätterisch, gezwungen und sehr Leer an Harmonie ist: die einzig Finale sind noch erträglich:

    Wolfgang Amadeus indes soll von der Musik tief beeindruckt gewesen sein, er hat schon 1773, ein Jahr nach der Uraufführung sechs Variationen über das Thema "Mio caro Adone" aus dem 2. Akt dieser Oper geschrieben (KV 180)

    Generell ist zu beobachen, daß die beiden "verfeindeten" Herren sich immer wieder gegenseitig zitierten und auch teilweise die Darsteller ihrer Opern austauschten.


    Nicht zu vergessen, daß Salieri gemeinsam mit Mozart eine Aufführung der "Zauberflöte" besuchte.Er erwähnt das in einem Brief vom 14. Oktober 1791 an Constanze:

    „Er hörte und sah mit aller Aufmerksamkeit und von der Sinfonie bis zum letzten Chor, war kein Stück, welches ihm nicht ein bravo oder bello entlockte"

    Hier noch eine zeitgenössische Kritik aus Wien:

    Der Theateralmanach von Wien, für das Jahr 1773 schreibt:

    Zitat
    „[…] die Musik von dem Herrn Salieri, welche vortreflich gesetzt ist, und die Zuschauer entzückte. Dieses Singspiel erhielt den vollkommensten Beyfall des Publikums, welches sich nicht satt daran sehen konnte. […] Dieses Singspiel hatte wegen der vortreflichen Musik und seines abwechselnden Schauspiels lange Zeit starken Zulauf.“



    mfg aus Wien

    Alfred


    Antonio Salieri (1750-1825)


    LA SCUOLA DE' GELOSI

    (DIE SCHULE DER EIFERSUCHT oder DAS NARRENSPITAL)


    Komische Oper in 2 Akten - Libretto 1. Fassingvon Caterino Mazzola - 2. Fassung vermutl von Lorenzo DaPonte

    Uraufführung 1. Fassung: 27. Dezember 1778 Teatro Sam Moise, Venedig

    Uraufführung 2. Fassung: 22. April 1783 Burgtheater in Wien

    Zeit: Um 1780


    DIE PERSONEN DER HANDLUNG


    Graf von Bandiera, ein moderner Eheman –Tenor

    Gräfin Bandiera, seine Frau –Sopran

    Blasio, ein Kaufmann - Bass

    Ernestina, Blasios’ Frau - Sopran

    Lumaca, Bedienter bei Blasio - Bariton

    Carlotta, Bediente, zurste bei Blasi, dann bei derGräfin –Sopran

    Der Leutnant, ein geistreicher Mann, Freund des Grafen und Cousin von Blasio-

    Ein Wärter des Irrenhauses , einige Insassen


    INHALTSANGABE



    1. Akt -1. Bild – Im Hause von Blasio


    Der Kaufmann Blasio ist ein eifersüchtiger Ehemann. Immer vermutet er Liebhaber seiner Frau Ernestina in seinem Haus. Die blieb ihm zwar bis dato treu, er glaubt ihr aber nicht.


    Allmählich geht ihr die Eifersucht ihres Gatte so auf die Nerven, daß sie überlegt ihm einen Streich zu spielen und auf einen soeben erhaltenen Brief eines Verehrers, eines Grafen, zu antworten. Blasius entdeckt den BrieF und entwendet ihr das Papir – hält aber dann bloss ein stück einer alten Zeitung in Händen. Während er noch staunend die Zeitung liest, liest seine Frau indes seelenruhig den Brief des Grafen. Auch Carlotta ist verärgert über die andauern schlechte Laune von Blasio – sie kündigt die Stelle und nimmt das Angebot einer Gräfin an


    1.Akt -2. Bild – Im Garten des Grafen

    Der Graf liebt das Leben und die Frauen –Wohlgemerkt nicht die eigene, die ist ihm zu brav.


    In einer Arie a la „Questo e quello“ besingt er das. Da sieht er eine schöne Frau aus der Ferne und kokettiert mit ihr. Sie entpuppt sich aber als seine eigene, was den Jagdinstinkt des Grafen erlöschen lässt. Sie indes ist in den Park gekommen um dem Grafen ins Gewissen zu reden, sie fühle sich ungeliebt.Es endet in einem Streit. Da betritt der Leutnant die Szene, der die Gräfin verehrt. Der Graf ermuntert ihn indirekt mit der Gräfin ein Verhältnis zu beginnen:

    „Mein lieber Freund Ihr macht Eurem Ruf keine Ehre. Seit 8 Monaten macht ihr meiner Frau den Hof –und sie ist immer nach eifersüchtig auf ihren Mann ? Nach Abgang der Gräfin eröffnet der Graf, daß er ein neues Abenteuer plant – mit der Frau eines Kaufmannes namens Blasius. Er wolle dort mit einem Vorwand vorbeischauen – der Rest ergäbe sich.


    Frauen mißtrauischer Ehemänner seien - so seine Erfahrungen – stets die leichteste Beute.


    1.Akt – 3. Bild - Im Haus von Blasio (wie Bild 1)


    Blasio droht ein Prozess in geschäftlichen ‚Angelegen. Deshalb müsst er schnell außer Haus. Aber da erscheint unter einem Vorwand der Graf, der auf eine Eroberung Ernestinas aus ist.

    Blasio schöpft sofort Verdacht. Er wird nicht weggehen bevor der Graf wieder gegangen ist.

    Man tauscht falsche Freundlichkeiten aus, aber weder Blasio noch der Graf sind dazu zu bewegen das Haus zu verlassen. Schliesslich geht der Graf – doch nur zum Schein: Er will wiederkommen. Inzwischen verlässt auch Blasius das Haus. Seine Frau sperrt er ein, damit sie im Haus bleiben muß. Aber sie hat sich inzwischen einen Ersatzschlüssel besorgen lassen.Und als der Graf wiederkehrt lässt sie sich von diesem zu einem skurrillen Ausflug überreden: Man will gemeinsam eine Irrenanstalt für Eifersüchtige aufsuchen – um zu sehen „wie Eifersüchtige enden“ Auch Blasio kommt von Eifersucht getrieben –etwas später ins Haus zurück. Ihn trifft fast der Schlag als er vom Nachschlüssel erfährt und, daß mit dessen Hilfe Ernestina das Haus mit dem Grafen verlassen konnte. Er erfährt deren Ziel, das Irrenhaus, und macht sich auf den Weg dorthin um ihnen eventuell zuvorzukommen und das Schlimmste zu verhindern.Inzwischen kommt auch die Gräfin – sie ist der Spur des Grafen gefolgt, trifft aber nur mehr die Dienerin Carlotta an. Diese erzälht ihr wohin die beiden miteinander gegangen sind. Die Gräfin ist ausser sich. Ihr Mann bei einem Ausflug mit einer Bürgerlichen. Was für eine Schande…..Sie macht sich mit Carlotta im Gefolge auch zur Irrenanstalt auf.


    1. Akt – 4. Bild – In der Irrenanstalt


    Blasio ist in der Tat der Erste , der in der Irrenanstalt eintrifft. Er legt eine Verkleidung an und sucht ein geeignetes Versteck. Dies meint er mit einer fackeltragenden Statue eines Mohren gefunden zu haben. Er nimmt dieser den Kopf ab, stellt sich hinter sie und ersetzt mittels geschickter Placierung den Mohrenkopf durch seinen eigenen. Inzwischen sind auch der Graf und Ernestina eingelangt. Blasio lauscht jedem ihrer Worte und gerät allmählich mehr und mehr in Wut. Der Graf ersucht den Irrenhauswärter ein paar Irre vorzuführen. Der Irrenhaus wärter kommt diesem Wunsch nach und so kommt es zu einem kurzen Auftritt von 6 Irren, 3 Männern und drei Frauen, die einander der Dummheit bezichtigen. Der Graf gewinnt allerdings den Eindruck, der schlimmste Fall sei der Irrenhauswärter selbst.



    Da kommt erneut Besuch: Es sind die Gräfin und Charlotte als wahrsagende Zigeunerinnen verkleidet. Der Graf lässt sich von der verkleideten Gräfin aus der Hand lesen, welche ihn als Wüstling bezeichnet und Don Blasio als armen betrogenen Mann darstellt. Blasio kann sich nicht länger beherrschen, es ertönt ein Wutschrei. Alle sind verstört über die unheimliche Stimme, deren Urheber sie nicht sehen können. Dem Grafen wird es zu unheimlich hier. Er will die Anstalt mit Ernestine verlassen, wirde aber von seiner Frau daran gehindert. Es erfolgt eine allgemeine Demaskierung und ein Streit aller Beteiligten. Der Irrenhauswärter bietet höhnisch an, die Irren ein weiteres Mal vorzführen, wie Schaustücke in einem Museum , Die aufgebrachte Gruppe wünscht ihn zum Teufel, beleidigt ihn, und verlässt den Schauplatz.


    Der Irrenhauswärter aber meint, man hätte sie gleich hierlassen können


    2. AKT


    2. Akt – 1. Bild – Zimmer im Haus des Grafen


    Carlotta und Lumaca flirten ein wenig miteinander, aber Lumaca macht in einer Arie klar, daß er nicht ans Heiraten denkt, allzu negativ, sei das Vorbild, das die Herrschaften abgäben.


    Blasio meldet sich beim Grafen an um mit ihm Klartext zu reden. Der empfängt ihn überraschenderweise recht freundlich und bestellt Kaffee für beide. Blasio erkärt dem Grafen, er wolle seine Frau für sich alleine haben.



    2. Akt - 2. Bild – In der Galerei des Grafen

    2. Akt - 3. Bild – in einem Salon der Gräfin mit Spinett, Tischchen und Stühlen

    2. Akt - 4. Bild - Ländliche Umgebung mit 2 Pforten die in ein Wäldchen führen


    Der Graf führt ihn in seine Galerie, wo 4 Bilder hängen mit Gleichnissen für die Treue.Das erste Bild „Die Sicherheit“ zeigt zwei zwei gähnende Schäfer die nicht eiferdüchtig sind weil sie einander nichts mehr zu sagen haben.)Das nächste Bild „die Eifersucht“ Die Eifersucht auf einem Hirsch reitend, gefolgt vom Hass.Das dritte Bild zeigt „Venus und Mars“, bewacht von Vulkan um beim letzten wird gezeigt wie Jupiter in Gestalt eines Stieres Europa raubt, seht zum Leidwesen seiner Frau Juno…


    Fazit:Untreue sei durch Eifersucht nicht aufzuhalten – so sei nun der Lauf der Welt.


    Blasio hört mit Unwillen zu , ist aber von der Klugheit des Grafen fasziniert und abgestoßen zugleich. Der Leutnant gibt Blasio den Tip seiner Frau Gleichgüligkeit vorzutäuschen, das werde sie reizen und das Interesse an ihm werde erwachen. Ausserdem solle er ihr eine Affaire mit einer anderen Frau vortäuschen. Einen ähnlichen Rat gibt er der Gräfin, die allerdings aufgeschlossen scheint. Sie teilt ein Blatt Papier, auf der einen Hälfte solle der Graf eine Liste seine Liebschfter anlegen, auf der anderen werde sie, die Gräfen ihre eignen Libhaber eintragen:Am Ende des Monats könne man vergleichen wer erfolgreicher war, Der Graf ist fassungslos vor Staunen. In Folge werden die Rollen vertauscht Der Graf gewinnt wieder Interesse an seiner Frau, die ihn allerdings abweist - aber auch an Ernestina, die sich ebenfalls verstellt und seinen Annäherungsversuchen nur halbherzig Widerstand leistet , Blasio täuscht eine Liebschaft vor - und Gleichgültigkeit seiner Frau gegenüber, die Gräfin bekommt einen (fingierten) Liebesbrief vom Leutnant, der vom Grafen abgefangen wird.


    In Folge wechseln die Schauplatze man ist sich jetzt von allen Seiten gegeneinander eifersüchtig und unglücklich- Am Höhepunkt des allgemeinen Jammers löst der Leutnant den Knoten, indem er erklärt, daß all die vermeintlichen Treuebrüche sein Einfall waren und real nie stattgefunden hätten. Eine Illusion als Heimittel gegen die Eifersucht….


    Alle sind erleichtert und es gibt jede Menge an Treueschwüren und allgemeinen Jubel…..


    Vorhang.







    © 2024 Alfred Schmidt für Tamino Klassikforim Wien

    Mein Behauptung, das Publikum sei der Maßstab, stammt nicht von mir, Es zieht sich durch die gesamte Geschichte. Wen das Publikum nicht oder nicht mehr wollte den richtete es zugrunde.Nuch vor einigen Jahren waren die Milinärswittwen das Schreckgespenst der Direktoren der MET. Die sie bestimmten was gespielt werden soll und was nicht - die waren die Sponsoren.

    Un dantürlich kann der Künstler entscheiden was er machen will. Allerdings sollte es o sein. dass man sich entscheiden kann ob man deren Kunst "geniessen" will

    Aber genau das ist heute nicht der Fall. RT-Regisseuere verseuchen staatlich subventionierte Opernhäuser wie Ungeziefer, das man schwer ausrotten kann oder ein anderer Vergleich: sie saugen sich mit ihren Tentakeln fest wie alles verschlingende Kraken.

    Kunst sollte geollt sein. Aber ich Will die Kunst dieser leute weder sehen noch anderswie erleiden - ich verzichte

    Das Publikum kann - um auf Deinen Vergleich zurückzukommen zwar nicht selber Kunst machen, aber es kann Tabus aufstellen, die in weiterer Folge Konsequenzen haben

    Um nochmals den Vergleich mit dem Flugzeug aufzugreigen. Natürlich kann der potentielle Fluggast das Flugzeug nicht selber bauern - ABER er kann wähle mit welcher Fluglinie er fliegt und mit welcher nicht. Das hängt von deren gutem oder weniger gutem Ruf ab, bzw auch mit welchen Flugzeugen sie arbeiten. Die Fa Boeing ist über diese Möglichkeit derzeit recht besorgt...wie zu lesen war...

    Die Demokratie ist wahrscheinlich die Staatsform, wo selbst der Dümmste sich lautstark artikulieren kann

    Ich habe mich im Forum mehrfach gegen demokratische Strukturen ausgesprochen und wurde dafür gelegentlich auch "abgewatscht":baeh01:

    Denn natürlich wollen die Dummen überall mitreden. Beim Tamino Klassikforum wurde dagegen eine Sicherung eingabaut, welche manche Leute zur Weißglut getrieben hat. Recht so !

    Lg aus Wien

    Alfred

    Antonio Salieri

    La scuola de' gelosi

    (Die Schule der Eifersucht)


    Soll ich- 0der soll ich nicht ? Eine weitere Oper von Salieri hier hinzufügen. Ich muß !!

    Vor allem seit ich ich bei Wikipdia und anderen Quellen drüber schlau gemacht habe.

    Se war zu Salieris Lebzeiten eine der beliebtesten Opern aus seiner Feder.

    Mit einer Leichtigkeit und Witz sowohl von Musik, als auch mit vielen textlichen Pointen, IMO in Augenhöhe mit Figaro und Cosi von Mozart

    DAs Libretto stammt von Caterino Mazzolá

    Es ist witzig, ironisch - nicht immer logisch - aber unterhaltsam und publikumswirksam.

    Die Handlung dreht sich um zwei unterschiedliche Paare wo jeweis ein Partner von Eifersucht zerfressen ist

    An einer Eintragung im Tamino Opernführer wird gearbeitet.


    Antonio Salieri:La scuola de gelosi

    Es gibt übrigens mindestens zwei Fassungen, vermutlich aber mehr, Salieri hat geändert und dazukomponiert


    Ich titiere gleich zwei Meinungen von zeitgenössischen Berühmtheiten, wie sie Wikipedia auf seiner Seite veröffentlicht:


    Johann Wolfgang von Goethe: Brief vom 28. August 1784 an Charlotte von Stein

    Zitat

    „Die Oper gestern war einnehmend und gut aufgeführt. Es war ‚La scuola de gelosi‘, Musik von Salieri, die Oper ist das Lieblingstück des Publikums, und das Publikum hat recht. Die Oper ist sehr reich [an Musik], sehr abwechslungsreich, und alles ist mit gutem Geschmack geschrieben. Mein Herz wurde von jeder Arie bewegt, besonders von den Finali und den Quintetten, die anbetungswürdig sind.“


    Adolph Freiherr Knigge bespricht die Oper in seinen in Hannover erschienenen Dramaturgischen Blättern vom 28. März 1789 ausführlich.

    Zitat
    „Der blühende, leichte Styl, der angenehme, oft neue Gesang, die feine Oeconomie, die besonders im ersten Finale herrscht, die mit so viel Würkung angebrachte gute Wahl der Blas=Instrumente und verschiedene eigene, originell comische Züge, characterisieren diese Oper, und geben ihr ein eigenes Gepräge.“ Einzelne Nummern wie das Finale des ersten Aktes oder das Quintett Ah! la rabbia mi divora aus dem zweiten Akt analysiert er genauer. Über besagtes Quintett äußerst er sich folgendermaßen: „Harmonie, ohne Schwulst, mit klarem, reinen Gesange verbunden, Kunst mit Klarheit und Deutlichkeit und eine eigene Instrumental=Begleitung, die sich ganz von den Singstimmen entfernt, aber doch dieselben mehr erhebt als verdunkelt, finden wir hier vereint, und in ein meisterhaftes Ganzes verwebt. Dies Quintett ist mehr werth, als hundert ohne Sinn Ausdruck und Leben, auch nach den strengtsten Regeln ängstlich hingeschriebene Fugen. Hier ist auch Kunst, aber sie steht nicht blos als ein Skelet da, das wir bewundern; Der reizende Gesang wirft vielmehr um sie ein seidenes Gewand, das sie vom Nacken bis auf die Fersen sanft umwallt, und um ihre Scheitel spielen goldne Locken. Alle Menschen können durch Fleiß dies Skelet sehr gut zusammen bringen lernen, aber nur ein himmlisches Wesen, daß wir Genie nennen, haucht ihm Leben ein und giebt ihm Kraft des Entzückens.“

    – Adolph Knigge: Dramaturgische Blätter vom 28. März 1789


    Beim Verfassen des Textes für den Opernführer kam ein Problem auf: die deutsche Version wurde angepasst, sogar die Namen der Akteure wurden geändert. Auch wen zu Salieris Lebzeiten verfasst, IMO ein NO GO. Stets findet überraschung statt,, wo man sie nicht erwartete hat: So fand ich nicht nur eine ORIGINAVERSIEGELTE Box mit der Gesamtaufnahme in meiner Sammlung, nein sie war sogar mit einer originalnahen Übersetzung des Libretto ausgestattet (originalnah = keine gereimte, singbare "Nachdichtung" sondern der pure Text übersetzt - soweit möglich) Mein Dank geht hier and die deutsche harmonia mundi !!


    Die Aufnahmen (3 CDs) ist inzwischen gestrichen, via Discogs gibts noch 3 Exemplare gebraucht zum Preis zwischen 9 und 20 Euro - plus Versandkoosten.


    Hier einer der interessantesten Clips über die Aufnahme dieser Oper - und Salieri allgemein !!!





    mfg aus Wien

    Alfred