Beiträge von Andrew

    Danke, Siamak, für die Bestätigung.

    Obwohl ich schon einige sehr schöne Gesamteinspielungen habe, werde ich hier doch noch einmal tätig werden.


    Das gleiche gilt für Bachs Cellosuiten.

    Hier wird jetzt zum Monatsende die Einspielung mit Perenyi erscheinen. Mit ihm habe ich wunderbare Einspielungen von Beethovens Sonaten, und die Hörschnipsel versprechen eine nicht zu flott gespielte, konzentrierte Aufführung.



    Johann Sebastian Bach (1685-1750)

    Cellosuiten BWV 1007-1012

    Miklos Perenyi (Cello)

    Hungaroton, DDD, 2020


    Beste Grüße von der Nordseeküste sendet Andrew

    Letztes Jahr präsentierte Philippe Jordan seinen Brahms-Zyklus mit "seinen" Wiener Symphonikern im Wiener Musikverein.
    Nun ist eine Aufnahme der vier Brahms-Symphonien als CD-Box erschienen.



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    Durch TAMINO habe ich die Videos von David Hurwitz kennengelernt - zuerst mit einem Beitrag über Roger Norrington, der mir die Haare zu Berg stehen ließ.

    Hier kommt sein Kommentar zu Jordans Brahms-Aufnahmen:



    Viel Spaß beim Hören, verbunden mit den besten Grüßen aus dem verregneten Nordwesten wünscht Andrew

    Die Janowski-Götterdämmerung erklingt im leeren Büro. Wenn die Kollegen wüßten, was sie hier verpassen...


    Hallo Hans Heukenkamp, das ist eine gute Idee.

    Ich sitze auch noch an der Tastatur - aber meine beiden Kolleginnen und ich sind jetzt in unseren Homeoffices.

    So kann ich jetzt leise Mails mit ihnen austauschen und laut die Walküre hören.

    Beste Grüße von der Nordseeküste, Andrew

    Eine schöne Einführung in die "Romantische" (2.) Sinfonie und das Werk Hansons gibt Hurwitz in seinem gestrigen Video:




    Dabei stellt er mehrere gut gelungene Aufnahmen vor. Die Einspielung, die das Werk am besten zum Ausdruck bringt ist die mit Gerard Schwarz und dem Seattle Symphony Orchestra.

    Leider kann man das BIld hier nicht verlinken. Das macht auch nichts, da sie nicht mehr erhältlich ist.


    Inzwischen sind die Einspielungen bei Naxos erschienen:


    Diese Box hatte ich vor längerer Zeit zu einem Sonderpreis erstanden, und nun liegt sie unerhört in meiner Sammlung. Ich habe sie nun hervorgeholt und werde sie jetzt in den Sommerferien hören.


    Mit sommerlichen Nordseegrüßen, Andrew

    Alles andere als neu, aber trotzdem frisch ist diese Aufnahme der Klavierkonzerte von Felix Mendelssohn-Bartholdy:



    Leider ist das CS-Cover beim Händler unseres Vertrauens nicht abgreifbar. Auf der CD ist auch noch das Violinkonzert mit Stern enthalten.

    Diese Aufnahme der Klavierkonzerte hatte (habe) ich auf LP. Ich besitze und höre inzwischen viele sehr gute neue Einspielungen auf CD, hatte aber diese ältere Aufnahme als sehr packend in Erinnerung.

    So ist es auch: ein wirklich schönes Wiederhören mit einer elektrisierenden Einspielung dieser Konzerte mit einem virtuosen und kraftvollen Pianisten und einem wirklich starken Orchesterauftritt.


    Eine ältere aber absolut empfehlenswerte Aufnahme.


    Beste Grüße aus Nordwest, Andrew

    Durch die harte Kritik an Roger Norrington bin ich auf den Video-Kanal von David Hurwitz aufmerksam geworden und habe da schon etliche sehr amüsante und kenntnisreiche Videos gesehen. Inzwischen habe ich auch schon eine Liste von CDs, die dringend gekauft werden müssen.


    Angefangen bin ich mit diesen fabelhaften Einspielungen von Mendelssohn-Bartholdys mit völlig unbekannten Klavierquartetten (+ Sextett) mit dem Bartholdy Quartet sowie mit Andra Darzins und Wolfgang Wagner, erschienen bei Naxos:




    Wunderschöne, lebendige und bewegte, wirklich romantische Kammermusik, geschrieben von einem Jugendlichen im Alter von 14 - 15 Jahren.

    Sehr empfehlenswert! :yes:

    Freundliche Grüße von der sommerlichen Nordseeküste sendet Andrew



    Dies ist nun die zweite CD aus der heutigen JPC-Lieferung, die jetzt auch schon (bei den Hausaufgabenkorrekturen aus dem Home-Schooling, sorry) läuft.-

    Für mich mal etwas ganz anderes. Das war auch der Grund für den Kauf, neben sich überschlagenden Rezensionen.

    Tolle, handgemachte Musik, spannend, virtuos, unterhaltsam aber mit Espirit. Das ist schon eine ganze Menge für eine CD.


    Danish String Quartet - Last Leaf

    Künstler: Danish String Quartet

    Label: ECM, DDD, 2016


    Beste Grüße aus Nordwest, Andrew

    Drei CDs sind gerade sind gerade aus dem schönen Georgsmarienhütte (da habe ich sogar schon mal gewohnt) gekommen.


    Eine davon ist diese schöne CD mit Barockmusik, die ich gerade höre, eher schön und anmutig gespielt als ruppig und expressiv. Gefällt mir gut.


    Georg Friedrich Händel:

    Werke für Viola da gamba & Cembalo

    Ibrahim Aziz, Masumi Yamamoto

    Label: First Hand, DDD, 2019


    Mit freundlichen Grüßen von der sonnigen aber frischen Nordseeküste, Andrew

    Welcher Beethoven Zyklus auf modernen Instrumenten der beste ist?


    Ich habe gerade in einem Video die klare und eindeutige Antwort gehört und gesehen:


    Dieser ist es:


    Durch die vernichtende Kritik an Norrington (den ich trotzdem sehr gern höre) bin ich auf die originellen Videos von David Hurwitz aufmerksam geworden.

    Und nun hören wir, welche Box (nach Szell) hier der beste moderne Beethoven ist:



    Noch Fragen?


    Beste Grüße aus dem Bereich des NDR-Sinfonieorchesters sendet Andrew

    Liebe Taminos,

    manchmal ist es ja bestürzend, dass man seine Meinung nicht geändert hat.

    In diesem Fall stehe ich dazu.

    Für mich ist Karl Böhm immer noch die Neunte aller Neunten.

    Vor 14 Jahren war ich noch ganz neu bei Tamino und habe dies hier im persönlichen Kanon gepostet.

    Seitdem habe ich viele, z.T. auch wirklich sehr schöne Aufnahmen der Neunten gehört.

    Böhm ist für mich immer noch best ever.

    Ich habe auch noch keine wirklich überzeugende HIP gefunden, habe allerings auch Antonini und Suzuki noch nicht gehört, und jetzt steht ja auch die Freiburger Aufnahme an. Ioh bin gespannt.



    Aber dies hier ist doch die Aufnahme, zu der ich immer wieder gern zurückkehre.

    Ich weiß, dass Joseph II. auch so denkt. Und Norbert auch.


    Beste Grüße von der sonnigen Nordseeküste, Andrew

    Zwei Gielen-Boxen habe ich erstanden:




    Ich hatte vorher schon etliche einzelne CDs daraus, aber es hat sich doch gerechnet, hier zuzuschlagen, und es spart auch Platz.

    Die Aufnahmen sind für mich konzentriert, transparent - das gefällt mir einfach gut.


    Und dann noch zum Beethoven-Jahr die brandneue, frische und kraftvolle Einspielung der Klavierkonzerte:



    und eine der klassischen Einspielungen der Beethoven-Sonaten:



    (Klavierkonzerte mit LPO & Haitink)


    Es gab nur andere gute buys, aber diese vier sind meine drei besten ...


    Freundliche Grüße von der Nordseeküste sendet Andrew

    Jetzt kommt sie, die wahrhaft überzeugende Aufnahme von Beethovens neunter Symphonie in HIP:


    Ludwig van Beethoven:

    Symphonie Nr.9 + Chorfantasie op. 80 (2 CDs)

    Künstler: Christiane Karg, Sophie Harmsen, Werner Güra, Florian Boesch, Kristian Bezuidenhout, Zürcher Sing-Akademie, Freiburger Barockorchester, Pablo Heras-Casado

    Label: harmonia mundi, DDD, 2019

    Bestellnummer:

    Erscheinungstermin: 19.6.2020

    Serie: hm Edition Beethoven 2020/2027


    Ich bin mal gespannt, vorbestellt habe ich sie aber noch nicht.


    Mit freundlichen Grüßen von der Nordseeküste, Andrew

    Bei der in den Beiträgen 299 und 300 gezeigten Aufnahme handelt es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um die aus Lübeck, denn das Cover zeigt sowohl bei RCA (#299) und EMI-DHM (#300) den Lübecker Dom. Was sollte der auf einer Hamburger Aufnahme?

    Das kann natürlich jeder halten, wie er möchte, doch ich kann aus eigener Erfahrung sagen, daß ich inzwischen mindestens 200 CDs gebraucht gekauft habe, und wenn im Angebot steht "neuwertig", "gebraucht, wie neu" oder "sehr gut", habe ich noch nie eine Enttäuschung erlebt. Das ist dann wirklich neuwertige Ware. Sowohl die CDs als auch die Textbeilagen waren in einwandfreiem Zustand.


    LG Nemorino

    Ich kann Nemorino hier nur hundertprozentig recht geben. Ich habe in den letzten fast zwanzig Jahren bestimmt 500 CDs gebraucht gekauft. Ich habe genau dreimal eine Enttäuschung erlebt. Davon bin ich einmal selbst schuld, weil die Beschädigung in der Ausschreibung des Artikels klar und konkret beschrieben wurde. Aber ich habe es einfach nicht gelesen. Ein zweites Mal hat der Verkäufer sofort das Geld erstattet, ein drittes Mal bin ich der Sache nicht nachgegangen, weil der Betrag einfach zu niedrig war. Da habe ich es abgehakt.


    Ich besitze auch diese Aufnahme von Bruckners Achter aus dem Lübecker Dom. Ich habe sie vor etlichen Jahren bei Ebay für ein paar Euro ersteigert, weil sie auf normalem Weg nicht zu erwerben war, und bei Amazon usw. nur für Beträge ab ca. 40,- Euro zu erstehen war. Es war alles in super gutem, leicht gebrauchtem Zustand.

    Für mich ist dies schönste Aufnahme dieser Symphonie. Ich habe das Konzert auch schon mal in einer Fernsehübertragung gesehen. Norbert schreibt oben dazu, was ich auch empfinde. Die Aufführung im Dom stellt die spirituelle Dimension des Werks sehr schön heraus, eine unglaublich konzentrierte und im bestem Sinne feierliche Aufnahme dieser wunderbaren Symphonie. Das Finale ist: Gänsehaut pur (mein subjektiver Eindruck ...).


    Ich habe 8 & 9 aus Lübeck in Einzel-CDs, lese oben aber, dass sie auch in einer Doppelausgabe in Japan erschienen sind. Auch der normale Preis von 19,99 Euro ist eigentlich für zwei so herausragende Einspielungen nicht zu bemeckern.


    Mit bestem Gruß aus Richtung Nordwest, Andrew

    Hogwood-Händel-Fans: aufgepasst!


    Diese schöne Box gibt es jetzt zum Sonderpreis:

    Christopher Hogwood - Händel Recordings (22 CDs)


    Wassermusik-Suiten Nr. 1-3; Bühnenmusik zu "The Alchymist"; Feuerwerksmusik; Concerti a due cori Nr. 1-3; 2 Arien für Bläser; Concerti grossi op. 3 Nr. 1-6; Alceste-Theatermusik HWV 45; Comus; Italienische Arien (Tu fedel? tu costante?; Mi palpita il cor; Alpestre monte; Tra le fiamme); La Resurrezione di nostro Signor Gesu Cristo; Esther; Athalia; Der Messias; Acis und Galatea (in der Bearbeitung Mozarts KV 566); Rinaldo; Orlando

    +"Kiri te Kanawa - The Sorceress": Arien aus Rinaldo, Alcina, Giulio Cesare, Amadigi, Ariodante, Admeto, Giustino



    Künstler: Emma Kirkby, Patrizia Kwella, Carolyn Watkinson, Ian Partridge, David Thomas, Anthony Rolfe Johnson, Paul Elliott, Andrew King, Drew Minter, Rogers Covey-Crump, Margaret Cable, Lynne Dawson, John Mark Ainsley, Nico van der Meel, Michael George, Bernarda Fink, Cecilia Bartoli, Ana-Maria Rincon, David Daniels, Daniel Taylor, Gerald Finley, Luba Orgonasova, Bejun Mehta, Mark Padmore, Arleen Auger, Choir of the Academy of Ancient Music, Choir of New College Oxford, Handel and Haydn Society, Academy of Ancient Music, Christopher Hogwood

    Label: Decca, ADD/DDD, 1978-1999, Serie: L'Oiseau-Lyre


    Für mich lohnt sich das leider nicht, da ich fast alle CDs schon habe - es sei denn, um Platz zu sparen.


    Beste Grüße aus Nordwest sendet Andrew

    Aber will ich Wagner, Tschaikowski oder Mahler wirklich in diesem "Stuttgarter Sound" hören? Die Streicher dünn, der Gesamtklang anämisch, teils völlig überzogene Tempi. Eher nein. Aber suum cuique.

    Ich höre das aber gern.

    Wirklich reiner Zufall: Heute kommt diese zu einem Sonderpreis bestellte CD bei mir an:



    Tschaikowskys sechste Symphonie habe ich in einem Film mit Erklärung und Aufführung mit Norrington und den Stuttgarter gesehen. Für mich war das eine Aufführung, die mich so direkt ansprach und berühte, wie ich das bei den konventionellen Aufnahmen bisher noch nicht erlebt habe.


    Nun bin ich gespannt auf den Dvorak.


    Eines muss man Hurwitz ja lassen: so überzogene und einseitige Statements setzen ja auch immer wieder etwas in Bewegung ...


    Beste Grüße mit Meeresbrise, Andrew

    Ein sehr witziges Video, besonders die Mammut-Box von Karajan verleiht dem Statement volle Glaubwürdigkeit: Sir Roger als Schreckgespenst für die Freunde der Aufführungen von Haydn und Mozart mit Riesenorchestern und Dauervibrato - ich glaube, das würde Norrington gefallen. Denn das Schlimme ist: er hat auch noch Humor!

    ich gehe davon aus, daß durch derartige Statements das Interesse an Norrington vertieft wird und zu zahlreichen Neukäufen führen wird...

    Ja, das sicher auch. Ich habe aber schon viele seiner CDs und werde in den nächsten Tagen noch einmal seine Einspielungen der Beethoven-Sinfonien hören (die zweite, Stuttgarter).


    Beste grüße von der sommerlich-sonnigen Nordseeküste sendet Andrew

    Aha. Mache ich auch gerade, aber mit Musik!! Kann mit eineinhalb Ohren zuhören. Die Schüler mühen sich zwar redlich, aber 28 Zehntklässler-Analysen einer politischen Rede ähneln sich dann doch in einigen Aspekten;), sodass vieles doch ziemlich vorhersehbar ist.


    Grüße

    Garaguly

    Ja, in der Tat. Seufz.

    Ich habe mir inzwischen einen Scannerblick angewöhnt und habe vier Standardtexte für meine Feedbacks geschrieben, die ich dann jeweils individuell ergänze oder umformuliere. Das muss dann reichen, und das tut es auch. Bei mir geht es gleich weiter mit der Geschichte der Reformationszeit und thematisch unabhängig davon mit:


    Beethoven:Klavierkonzerte

    Wallisch, WA, Haselböck


    Daraus 1 & 2.


    Beste Grüße, Andrew

    Beim endlosen Korrigieren von Hausaufgaben im Corona-Home-School-Office brauche ich zwischendurch mal Beethoven-Energie:


    Beethoven: Werke für Celle & Piano

    mit Pleeth und Tan


    Eine HIP-Aufnahme voller Power und Virtuosität. Irgendwie ist sie nie so bekannt geworden, oder?

    Ich finde, das ist eine starke Aufnahme.


    Mit bestem Grüß aus dem Home-School-Office in Küstennähe, Andrew

    Die Box mit Mahlers Sinfonien mit dem Tonhalle Orchester Zürich unter der Leitung von David Zinman konnte ich jetzt sehr günstig bekommen.

    Ich wollte gern eine neuere Gesamteinspielung. Laut Rezensionen ist sie nicht durchgängig sehr gut, aber wer von uns ist das sachon?



    Beste Grüße von der Küste, Andrew

    Ja, Aufnahme 2 und 3 auf jeden Fall. Gern auch alle Sinfonien mit de Vriend und alle Klavierkonzerte mit Bronfman/Zinman. Die erste Aufnahme kenne ich nicht.

    Meine liebste Aufnahme in Verbindung mit dem ebenfalls von mir favorisierten 4. Klavierkonzert ist diese:



    Paul Badura-Skoda zusammen mit Anner Bylsma, einen nicht genannten Violinisten (vermutlich Franzjosef Maier himself) und dem Collegium Aureum


    Eine HIP-Aufnahme mit frischem, transparentem und vitalem Klang. Die Aufnahme war lange zeit nur zu einem sehr hohen preis zu bekommen, jetzt findet man sie auch zu günstigen bis normalen Preisen.


    Beste Grüße von der Nordseeküste sendet Andrew

    Jetzt:


    Felix Mendelssohn Bartholdy:

    Klavierkonzerte Nr. 1 & 2

    + Klavierkonzert a-moll; Klavierkonzert e-moll (3-sätzige Fassung in der Rekonstruktion von Larry Todd unter Berücksichtigung der originalen Skizzen Mendelssohns)

    2846819

    Künstler: Matthias Kirschnereit, Robert Schumann, Frank Beermann


    Mit besten Grüßen aus Nordwest, Andrew

    Ja.

    Die Mozart-Konzerte mit Kirschnereit sind eine lebendige, nicht HIPe aber trotzdem transparente und frische Einspielung, die ich auch neben den Klassikern sehr gern höre. Ich konnte sie als Gesamtaufnahme in einer Sonderaktion erwerben.


    Auf eine andere, weniger umfangreiche Gesamteinspielung mit Kirschnereit, die beim gleichen Label erschienen ist, weise ich hier gern hin:


    Felix Mendelssohn Bartholdy:

    Klavierkonzerte Nr. 1 & 2

    + Klavierkonzert a-moll; Klavierkonzert e-moll (3-sätzige Fassung in der Rekonstruktion von Larry Todd unter Berücksichtigung der originalen Skizzen Mendelssohns)

    Künstler: Matthias Kirschnereit, Robert Schumann, Frank Beermann

    Label: Arte, DDD, 2008



    Aus der Rezension von Peter Cossé bei Klassik heute:


    „Matthias Kirschnereit – Preisträger u.a. des Zürcher Géza Anda-Wettbewerbs – wirft sich mit starkem Ton in die aufgeregte Orchesterbrandung, zeigt unmissverständlich, wie entschieden es bei Mendelssohn um flimmerndes Brio geht, um geistvolles Auf- und Ab auf den schwarzen und weißen Tasten. (...) Kirschnereit fegt mit höchsten „Tourenzahlen“ durch das lebensfrohe Terrain, vergisst dabei keinesfalls, die Ruhepunkte vorzubereiten, sie sinngebend anzusteuern, um sich dann im Folgenden mit schönem, plastisch-leisem, keinesfalls nur säuselndem Klavierton ein wenig Rast zu gönnen. Die raschen und im Ernstfall kühn forcierten Passagen sind in dieser Einspielung mit einem Elan, mit einer Kraft (und Präzision!) inszeniert ...


    In „Weltersteinspielung“ bieten Kirschnereit und die Chemnitzer ein e-Moll-Klavierkonzert, dessen Fertigstellung der Komponist zugunsten des Violinkonzerts op. 64 aufgegeben hatte. Die beiden ersten Sätze sind mit skizziertem Orchesterpart und der brillanten Klavierstimme, sowie mit einer kurzen Überleitung zum Finale überliefert. Der Mendelssohn-Forscher Larry Todd rekonstruierte die beiden Sätze, sorgte ergänzend für die Aufführbarkeit und wagte es, für den dritten Satz das Finale des erwähnten Violinkonzerts sozusagen zu entwenden. (...) Todd hat für den Pianisten beste Arbeit geleistet! Dieser spritzige, springlebendige Satz funktioniert auch auf dem Klavier – zumal dann, wenn ein Musiker wie Kirschnereit die Gabe hat, seine Finger, seine Hände sicher, trickreich und redselig durch einen gewissermaßen eng geflaggten Klavierslalom zu dirigieren.“


    Auch dies ist eine ungemein vitale und präsente Einspielung, in der auch das Orchester stark auftritt. Das Bild von der Brandung stimmt durchaus. Sehr romantisch und bewegt - bewegend.


    In diesem Sinne und mit besten Grüßen von der Nordseeküste. Andrew




    So, dies hier kam gestern bei mir an:


    Georg Friedrich Händel (1685-1759)

    Orgelkonzerte Nr.1-15 (3 CDs)

    mit Simon Preston, The English Concert, Trevor Pinnock

    DGG, DDD, 1992/83


    Zusammen mit den Gesamtaufnahmen mit Koopman & Amsterdam Barooque Orchestra und Nicholson/Brandenburg Concert/Goodman fühle ich mich in diesem Bereich jetzt sehr gut aufgestellt.


    Freundliche Grüße von der etwas verregneten Nordseeküste, Andrew

    Es stimmt, Abbado war auch ein begnadeter Begleiter von Solisten. Die Beethoven Klavierkonzerte mit Maurizio Pollini seien genannt oder diese CD:



    die ich ebenfalls viel zu lange nicht mehr gehört habe...

    Nein, die habe ich auch schon lange nicht mehr gehört. Die werde ich mir auch heute oder morgen gern anhören.


    Lieber Norbert: Ich schreibe das deshalb hier, weil ich diese CD seinerzeit auf Deine Empfehlung hin angeschafft habe. Das war eine gute Empfehlung, der zu folgen ich nicht bereut habe. Diese Einspielung hat für mich teilweise kammermusikalische Aspekte, de denen sich das genau und konzentrierte Hinhören lohnt.


    An dieser Stelle noch einmal Danke für diesen Hinweis.


    Freundliche Grüße von der sonnenbeschienenen und relativ einsamen Nordseeküste, Andrew

    Hallo Wolfgang,

    ich höre die Kirschnereit-Einspielungen auch wie Du zwischen HIP und traditionell, gespielt mit modernen Instrumenten, aber (und das ist auch im Beiheft gut lesbar) historisch durchaus informiert. Im Prinzip ist es das Konzept der Academy of St. Martin, die ja seinerzeit mit einem ähnlichen Prinzip und mit großem Erfolg nicht nur die Mozart-Konzerte aufgeführt hat, sondern auch vieles andere ...

    Die Beethoven-Konzerte mit Schoonderwoerd und seinem Ensemble sind schon ein aufregendes Hör-Erlebnis, eigentlich empfinde ich es eher als kammermusikalische Aufführung, sehr spannend, sehr direkt, transparent, farbig. Es hat schon einen Sinn, dass es eine und mehreren schönen Aufnahmen ist, aber da hat sie für mich absolut ihren Platz und gefällt mir sehr gut.

    In diesem Sinne, freundliche Grüße von der sonnigen, touristen-entleerten Nordseeküste, Andrew

    Hallo Rolo Betman,

    an dieser Aufnahme der Klavierkonzerte Mozarts wirst Du hoffentlich viel Freude haben. Sie sind sehr lebendig und klangschön musiziert. Kirschnereit erläutert im Beiheft auch seine Gedanken zu diesen Einspielungen, und man kann sie auch als nicht studierter Musikwissenschaftler gut nachvollziehen. Auch wenn man andere schöne Gesamtaufnahmen hat und hört, hat diese Einspielung ihren Reiz. Ich habe sie seinerzeit kurz nach dem Erscheinen gekauft, viele Rezensenten lobten sie auch tüchtig. Seit einigen Jahren leitet Kirschnereit die Sommerkonzertreihe "Gezeitenkonzerte" hier in meiner Gegend. Ich habe auch schon mehrere Konzerte mit ihm erlebt und konnte mich in einer pause auch kurz mit ihm unterhalten. Ich finde, dass er auch sehr sympathisch "rüberkommt". Das allein macht noch keinen guten Musiker aus, aber es spricht auch nicht schon von vornhinein gegen ihn.

    Beste Grüße aus dem Land der Gezeiten und der Gezeitenkonzerte sendet Andrew