Beiträge von Andrew

    Ich möchte nach etlichen Jahren diesen Thread einmal wieder aufleben lassen und auf die klangschönen Aufnahmen der Sinfonien Schuberts mit der Academy of St. Martin in the Fields unter Leitung von Neville Marriner hinweisen. Das ist keine HIP-Aufnahme, aber eine quicklebendige Einspielung mit einem der (damals?) besten Kammerorchester der Welt.

    Sie machte damals Aufsehen wegen der Vervollständigungen und Orchestrierungen von Brian Newbould, der mit seinen wissenschaftlichen Arbeiten über Schubert als Musikforscher sehr anerkannt wurde.

    Ich habe diese Einspielungen damals auf LP gekauft und so gern und oft gehört, dass ich sie inzwischen auf CD nachgekauft habe. AUch mit Immerseel, harnoncourt, Goodman und anderen HIP-Schuberts im CD-Regal kann man am vitalen Schubert Sir Nevilles und seiner Academy viel Freunde haben.



    Freundliche Grüße von Andrew

    Hallo Nemorino,

    Danke für den Hinweis.


    Merkwürdig: Die jenseits von Afrika-CD ist mir schon oft auf Grabbeltischen begegnet. Ich habe nie nachgesehen, wer da eigentlich musiziert. Robert Redford?

    Mit diesem Cover hat man der Einspielung keinen Gefallen getan, oder doch?


    Ich werde meine Einspielungen von KV 364 in den nächsten Tagen mal wieder hören.


    Es gibt noch eine ältere HIP-Einspielung mit dem Collegium Aureum.

    Kennt jemand die?


    Freundliche Grüße von der Nordseeküste, Andrew

    Ein traumhaft schönes Stück Musik, diese Sinfonia Concertante. Ich habe und mag sehr die Aufnahme Oistrach/Oistrach/Klemperer.


    Gern mag ich auch die Aufnahme aus London, in der Christopher Warren-Green das Orchester leitet und die Solo-Violine spielt. Roger Chase (der Name sagt mir sonst nichts) spielt Viola.

    Das ist jetzt keine kantige Einspielung, sondern einfach eine schöne, lebendige Aufnahme, die ich mit Freude höre.


    Seit einiger Zeit habe ich auch eine HIP-Einspielung mit Jaap Schröder und dem Smithsonian Chamber Orchestra.

    Die Solisten werden da gar nicht genannt. Ich nehme an, dass Schröder die Solovioline spielt.

    Kombiniert ist die Aufführung mit dem mir sonst nicht so bekannten Werk Concertone KV 190.

    Diese CD gefällt mir als historisch informierte, charaktervolle und lebendige Mozart-Einspielung sehr gut.


    Bei diesem Werk ist es mir fast egal, ob hip oder nicht. Es ist einfach wunderschön.


    Schöne Feriengrüße von der südlichen Nordsee sendet Andrew

    Hinweis:


    Die beiden letztgenannten Aufnahmen sind zurzeit beim Werbepartner in einer Sonderaktion sehr günstig zu erwerben:

    Wolfgang Amadeus Mozart:


    Sämtliche Sonaten für Violine & Klavier, 8 CDs

    Rachel Podger, Gary Cooper

    KV 6-15, 26-31, 296, 301, 306, 372, 374a, 374b, 376-380, 394, 402-404, 454, 481, 526, 547

    Channel Classics, DDD, 2013


    - käuflich für 19,99 €


    und:


    Wolfgang Amadeus Mozart:

    Sonaten für Violine & Klavier, KV 301-306

    +Interviews mit Marieke Spans & Anton Steck

    2 Super Audio CDs

    Künstler: Anton Steck (Violine), Maarieke Spaans (Tangentenflügel)

    LudiMusici, DDD, 2006


    - käuflich für 5,99


    Mozarts Violinsonaten sind für mich Neuland, deshalb reicht für mich erst einmal die kleine Ausgabe.

    Freundliche Grüße von der frühsommerlichen Nordseeküste, Andrew

    Johannes Brahms: Trio Es-Dur für Horn, Violine und Klavier, op. 40


    439px-Johannes_Brahms_1866.jpg


    Ich habe gerade einen Beitrag für meine persönlichen Referenzaufnahmen eingestellt. Nun fällt mir auf, dass es für Brahms' Horntrio keinen eigenen Thread gibt. Vielleicht ist dies hier ein geeigneter Beginn. Deshalb stelle ich diesen beitrag leicht gekürzt hier noch einmal ein. Andere Mitglieder mögen hier Informationen beitragen oder ihre Lieblingsaufnahmen vorstellen.


    Schon als Kind hat Johannes Brahms neben Klavier und Cello das Spiel auf dem Waldhorn gelernt. Seine Mutter soll dieses Instrument besonders geliebt haben.


    Im Sommer 1865 hält er sich in Lichtental bei Baden-Baden auf, weit weg vom gesellschaftlichen Leben des beliebten Kurortes. Umgeben von herrlicher Natur liebt Brahms es besonders, morgens durch den Wald zu wandern. Bei einem dieser Spaziergänge kommt ihm die Idee zu einer Komposition, die eines der berühmtesten kammermusikalischen Werke der Spätromantik werden wird. Seinen Freund, den Komponisten und Dirigenten Albert Dietrich, nimmt er später sogar einmal zu einem Spaziergang durch diesen Wald mit, um ihm zu zeigen, wo das Horntrio seinen Anfang hatte.


    Musikwissenschaftler erkennen im Beginn des ersten Satzes Naturtöne. Sie prägen den Eröffnungssatz mit einer eher besinnlichen Stimmung und den getragenen dritten Satz, der oft als Trauermusik für seine verstorbene geliebte Mutter gedeutet wird. Am 1. Februar hat Brahms die nachricht von ihrem Tod erhalten.


    Brahms‘ Biograf Max Kahlbeck deutet durchaus gefühlsorientiert und schreibt wortschöpferisch: „Wie hätte er [Brahms] seine stille, über den Wipfeln der friedenatmenden Wälder gelegene Lichtentaler Wohnung würdiger einweihen können als mit dem schwermutvollen Waldliede der Romantik, das in mächtigergreifenden und doch so gelinden Tönen von den Gefühlen des Sohnes redet, der um seine Mutter trauert? Die eigentliche Totenklage tönt uns aus dem Adagio entgegen …


    Umso lebhafter sind der zweite und der vierte Satz mit ihren Hornquinten, die an Motive der Jagdmusik erinnern mögen.


    An manchen Stellen in seinen Sinfonien und Klavierkonzerten kommt dem Horn-Solo eine besondere Rolle zu. Für mich ist der Klang immer von Melancholie und zugleich von vitaler Ausdrucksstärke geprägt.


    Die erste Einspielung, in der ich das Werk kennenlernen durfte, war ein Geschenk von meiner Frau:



    Interessant ist hier auch die Kombination mit den weniger bekannten Werken von Herzogenberg und Duvernoy. Wirklich schön aufgenommen sind die Werke hier mit den bewährten NAXOS-Interpreten Jenoe Kevehazi, Jenoe Jando und Ildiko Hegyi.


    Es gibt viele sehr schöne Einspielungen dieses zugleich kraftvollen und schwermütigen Werks.


    Empfehlen möchte ich z.B. die inzwischen über 50 Jahre alte Einspielung mit dem berühmten britischen Hornisten Barry Tuckwell, die nichts von ihrer Ausdrucksstärke, auch in den langsamen Sätzen, verloren hat:


    Johannes Brahms: Horntrio op. 40
    Cesar Franck: Sonate für Violine & Klavier A-Dur

    Itzhak Perlman, Vladimir Ashkenazy, Barry Tuckwell


    Historisch informiert und lebendig spielt der fantastische niederländische Hornist Teunis van der Zwart mit Isabelle Faust und Alexander Melnikov auf:

    Johannes Brahms: Horntrio op.40 Teunis van der Zwart, Isabelle Faust, Alexander Melnikov

    +Sonate für Violine & Klavier op. 78; Fantasien op. 116

    Künstler: Teunis van der Zwart, Isabelle Faust, Alexander Melnikov


    Ich habe auch weitere sehr schöne Aufnahmen dieses Werks u.a. mit den Solisten Wolfgang Tomboeck, Marie-Luise Neunecker oder Stephen Stirling, der das Werk in der Hyperion-Box mit Brahms‘ Kammermusik zusammen mit dem Florestan Trio eingespielt hat. Die inzwischen erschienene CD von Felix Klieser, auf der auch die beiden Horntrios von Duvernoy aufgenommen sind, habe ich noch nicht.


    Meine letzte Erwerbung auf diesem Gebiet ist die Einspielung von Stephan Katter, Naturhorn, mit Ulrich Beetz (Violine) und Gerrit Zitterbart (Klavier) im Rahmen der (erweiterten) Klaviertrios von Johannes Brahms mit dem Abegg Trio:


    Johannes Brahms: Klaviertrios Vol.3

    Horntrio op. 40; Klaviertrio nach dem Sextett op. 36 (in der Bearbeitung von Theodor Kirchner)

    Künstler: Stephan Katte, Abegg-Trio


    Stephan Katte spielt hier ein Naturhorn von Andreas Jungwirth, nach einem Instrument von Lausmann um 1800 angefertigt. In den Rezensionen wird der kräftig zupackende Ton im zweiten und vierten Satz gelobt, während der erste und dritte Satz zu harmlos klingen. Das empfinde ich nicht so. Mir gefallen gerade die unterschiedlichen Facetten dieses Werks, und die ruhigen Sätze sind für mich von ernsthaftem und konzentriertem Spiel geprägt, dass ich da wirklich nur ‚mit Andacht‘ zuhören kann


    Mit freundlichen Grüßen aus dem Nordwesten, Andrew

    "... kann ich mit gutem Gewissen mein Horn-Trio empfehlen"


    Johannes Brahms: Trio Es-Dur für Horn, Violine und Klavier, op. 40

    439px-Johannes_Brahms_1866.jpg

    Schon als Kind hat Johannes Brahms neben Klavier und Cello das Spiel auf dem Waldhorn gelernt. Seine Mutter soll dieses Instrument besonders geliebt haben.


    Im Sommer 1865 hält er sich in Lichtental bei Baden-Baden auf, weit weg vom gesellschaftlichen Leben des beliebten Kurortes. Umgeben von herrlicher Natur liebt Brahms es besonders, morgens durch den Wald zu wandern. Bei einem dieser Spaziergänge kommt ihm die Idee zu einer Komposition, die eines der berühmtesten kammermusikalischen Werke der Spätromantik werden wird. Seinen Freund, den Komponisten und Dirigenten Albert Dietrich, nimmt er später sogar einmal zu einem Spaziergang durch diesen Wald mit, um ihm zu zeigen, wo das Horntrio seinen Anfang hatte.


    Musikwissenschaftler erkennen im Beginn des ersten Satzes Naturtöne. Sie prägen den Eröffnungssatz mit einer eher besinnlichen Stimmung und den getragenen dritten Satz, der oft als Trauermusik für seine verstorbene geliebte Mutter gedeutet wird. Am 1. Februar hat Brahms die nachricht von ihrem Tod erhalten.


    Brahms‘ Biograf Max Kahlbeck deutet durchaus gefühlsorientiert und schreibt wortschöpferisch: „Wie hätte er [Brahms] seine stille, über den Wipfeln der friedenatmenden Wälder gelegene Lichtentaler Wohnung würdiger einweihen können als mit dem schwermutvollen Waldliede der Romantik, das in mächtigergreifenden und doch so gelinden Tönen von den Gefühlen des Sohnes redet, der um seine Mutter trauert? Die eigentliche Totenklage tönt uns aus dem Adagio entgegen …“


    Umso lebhafter sind der zweite und der vierte Satz mit ihren Hornquinten, die an Motive der Jagdmusik erinnern mögen.


    An manchen Stellen in seinen Sinfonien und Klavierkonzerten kommt dem Horn-Solo eine besondere Rolle zu. Für mich ist der Klang immer von Melancholie und zugleich von vitaler Ausdrucksstärke geprägt. Für mich persönlich – und dazu ist dieser Thread ja da – ist das Trio Es-Dur op. 40 für Horn, Violine und Klavier eines meiner liebsten kammermusikalischen Werke. Vor 2 Jahren konnte ich es während der sommerlichen Konzertreihen in Ostfriesland mit dem Hornisten Felix Klieser hören.


    Die erste Einspielung, in der ich das Werk kennenlernen durfte, war ein Geschenk von meiner Frau:


    Interessant ist hier auch die Kombination mit den weniger bekannten Werken von Herzogenberg und Duvernoy. Wirklich schön aufgenommen sind die Werke hier mit den bewährten NAXOS-Interpreten Jenoe Kevehazi, Jenoe Jando und Ildiko Hegyi.


    Es gibt viele sehr schöne Einspielungen dieses zugleich kraftvollen und schwermütigen Werks.


    Empfehlen möchte ich z.B. die inzwischen über 50 Jahre alte Einspielung mit dem berühmten britischen Hornisten Barry Tuckwell, die nichts von ihrer Ausdrucksstärke, auch in den langsamen Sätzen, verloren hat:


    Johannes Brahms: Horntrio op. 40

    Cesar Franck: Sonate für Violine & Klavier A-Dur

    Itzhak Perlman, Vladimir Ashkenazy, Barry Tuckwell


    Historisch informiert und lebendig spielt der fantastische niederländische Hornist Teunis van der Zwart mit Isabelle Faust und Alexander Melnikov auf:


    Johannes Brahms: Horntrio op.40 Teunis van der Zwart, Isabelle Faust, Alexander Melnikov

    +Sonate für Violine & Klavier op. 78; Fantasien op. 116

    Künstler: Teunis van der Zwart, Isabelle Faust, Alexander Melnikov


    Ich habe auch weitere sehr schöne Aufnahmen dieses Werks u.a. mit den Solisten Wolfgang Tomboeck, Marie-Luise Neunecker oder Stephen Stirling, der das Werk in der Hyperion-Box mit Brahms‘ Kammermusik zusammen mit dem Florestan Trio eingespielt hat. Die inzwischen erschienene CD von Felix Klieser, auf der auch die beiden Horntrios von Duvernoy aufgenommen sind, habe ich noch nicht. Sie steht auf meinem Merkzettel bei JPC, wo auch viele andere Sachen stehen …


    Meine letzte Erwerbung auf diesem Gebiet ist die Einspielung von Stephan Katter, Naturhorn, mit Ulrich Beetz (Violine) und Gerrit Zitterbart (Klavier) im Rahmen der (erweiterten) Klaviertrios von Johannes Brahms mit dem Abegg Trio:


    Johannes Brahms: Klaviertrios Vol.3

    Horntrio op. 40; Klaviertrio nach dem Sextett op. 36 (in der Bearbeitung von Theodor Kirchner)

    Künstler: Stephan Katte, Abegg-Trio


    Stephan Katte spielt hier ein Naturhorn von Andreas Jungwirth, nach einem Instrument von Lausmann um 1800 angefertigt. In den Rezensionen wird der kräftig zupackende Ton im zweiten und vierten Satz gelobt, während der erste und dritte Satz zu harmlos klingen. Das empfinde ich nicht so. Mir gefallen gerade die unterschiedlichen Facetten dieses Werks, und die ruhigen Sätze sind für mich von ernsthaftem und konzentriertem Spiel geprägt, dass ich da wirklich nur ‚mit Andacht‘ zuhören kann.


    Diesen Beitrag stelle ich als meinen 2.000sten Tamino-Beitrag ein und bedanke mich auf diesem Wege bei Alfred Schmidt und allen Taminos, die dieses Forum prägen, für viele Hinweise, Impulse und Beiträge, von denen ich eine Menge lernen konnte und die mir neue Hör-Erfahrungen vermittelt haben.


    Mit freundlichen Grüßen aus dem Nordwesten, Andrew

    Hallo Fiesco, inzwischen ist es auch bei Amazon der Preis von 29, 99 Euro.

    Die Hörschnipsel und Videos machten einen frischen und lebendigen Eindruck.

    Ich habe aber schon vier sehr gute GAs (Quartetto Italiano, Philharmonia Quartett Berlin, Artemis, Belcea), mehr muss es im Moment nicht sein.


    Freundliche Grüße von der Nordseeküste sendet Andrew

    Nanu?

    Gerade erst als Gesamtbox erschienen, und jetzt schon zum halben Preis?


    Ludwig van Beethoven:

    Streichquartette Nr.1-16

    +Große Fuge op. 133 für Streichquartett; Streichquintett op. 29

    8 Super Audio CDs

    Künstler: Quartetto di Cremona

    Label: Audite, 2012-2016


    Wie rechnet sich denn sowas?


    Das fragt sich Andrew

    Eine schöne Möglichkeit, Avisons Musik kennenzulernen ist diese Einspielung mit dem Brandenburg Consort unter Leitung von Roy Goodman.

    Sie ist vor 15 Jahren bei HYPERION erschienen:


    Charles Avison:

    Concerti nach D.Scarlatti Nr.1-12 (2 CDs)

    Künstler: Brandenburg Consort, Roy Goodman

    Label: Hyperion, DDD, 1994


    Mit freundlichen Grüßen von der Nordseeküste,

    Andrew

    Diese in 2017 eingespielte Version der Kunst der Fuge gibt es zurzeit im Sonderangebot:


    Johann Sebastian Bach:

    Die Kunst der Fuge BWV 1080

    Die Kunst der Fuge in der Neufassung von Hans-Eberhard Dentler

    L'Arte della Fuga

    2 CDs

    Label: Oehms, DDD, 2016


    Ich kann mich zu dem Thema nicht kompetent äußern, deshalb weise ich hier auf diese bei JPC angegebene, inhaltsreiche Besprechung hin:


    Zitat

    »Der Cellist Hans-Eberhard Dentler hat Bachs letzte Komposition, deren Originalinstrumentierung nicht überliefert ist, für Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass und Fagott gesetzt und mit erstklassigen italienischen Musikern eingespielt. Das eigentümliche Geheimnis der ›Kunst der Fuge‹, ihr scheinbar simpler, rationeller, geometrischer Bauplan, der jedoch so komplex und nuanciert gestaltet ist, dass er nie bis ins letzte Detail zu entschlüsseln vermag, fasziniert hier mit einer brennenden, im musikalischen Dialog entstehenden Intensität, der man sich vom ersten Ton an nicht entziehen kann. Mindestens genauso packend ist die Geschichte hinter der Aufnahme, von dem jungen Mann aus reichem Hause, der Arzt werden soll und es auch wird – aber nie praktiziert. Der 1947 geborene Hans-Eberhard Dentler ließ sich bei Pierre Fournier zum Cellisten ausbilden und fand seine Heimat in der Toscana. Hier gründete er eine Bach-Gesellschaft, veranstaltete Bach-Festivals und verbiss sich in die ›Kunst der Fuge‹, der er über 30 Jahre seines Lebens widmete und über die er 2004 ein von der internationalen Fachwelt hochanerkanntes Buch veröffentlichte und die er schließlich mit seinem ›Ensemble L’Arte della Fuga‹ eingespielt hat. Die Instrumentierung und die dezent geänderte Reihenfolge der Stücke leitet er unter anderen von mathematischen Sätzen des Pythagoras her, was mutmaßlich historisch fundiert ist – und ein wenig verstiegen wirkt. Das Ergebnis jedoch reißt mit. Das jahrzehntelange Forschen und Ringen scheint Musik zu werden, wenn etwa das Fagott im letzten Canon geradezu eine meditative Reise durch die Streicherwelt macht, oder im letzten Stück, der berühmten Quadrupelfuge, nicht ein statischer Schlusspunkt gesetzt, sondern auch hier ein Weg beschrieben wird, der dann, erschütternd schlicht, einfach abbricht. Mit dieser so ungewöhnlichen wie verdienstvollen Aufnahme, die auch in einer edlen Vinyl-Edition erscheint, begeht Dieter Oehms das 15-jährige Jubiläum seines engagierten Labels.« (Andreas Falentin in concerti, 1. Mai 2017)


    Die Hörschnipsel hören sich jedenfalls mehr als hörenswert an, und zusammen mit den Emersons hat man da, glaube ich, zwei sehr schön musizierte alternativ instrumentalisierte Fassungen dieses wunderbaren Werks.


    Mit freundlichen Grüßen von der stürmischen, aber nicht verschneiten Nordseeeküste, Andrew

    Bei uns hat die Pastorin in der Christvesper eine Predigt zum dem Lied "Stille Nacht" gehalten. Dabei kam nicht nur die christliche Botschaft gut rüber, sondern es wurde auch Interessantes gut recherchiert aus der Entstehungszeit des Liedes und aus seiner Geschichte berichtet. Es wurden auch die Strophen gesungen, die nicht im (Evangelischen) Gesangbuch stehen. Dazu spielte der Kirchenmusiker Variationen zu der Melodie, bis die Nacht dann mit dem ganz langsam immer leiser werdenden Schlusston wirklich still wurde, und wir als Gemeinde auch. Das war wirklich toll!

    Ich wünsche allen einen guten Ausgang aus 2018 und einen guten Eingang in 2019!

    Mit freundlichen Grüßen von der Nordseeküste, Andrew

    Von den dreien ist die letzte mit Skrowaczewski sehr zu empfehlen:



    Eine der besten Bruckner-GAs, transparent, klug und vital musziert.
    Für mich persönlich meine Lieblings-GA.


    Für den Preis (wenn man nicht gleich das ganze Skrowaczewski-Paket haben will ...
    )


    eine wunderbare Aufnahme, auch für diejenigen, die nur eine GA brauchen oder das symphonische Gesamtwerk kennen lernen möchten.


    Beste Grüße aus Nordwest sendet Andrew

    Heute erhalten und gleich in den CD Spieler gelegt:

    Der erste Satz ist so gut wie erwartet (und bereits via TV gehört): Voller Schwung musiziert, mit sehr farbigem Orchesterspiel , gut ausbalanciert und dynamisch fein abgestuft.


    Ja. Eine phantastische Aufnahme! Ich habe sie auf DVD gebrannt.
    Ich werde mir auch die CD bestellen, obwohl man von dieser Sinfonie durchaus die eine oder andere Einspielung hat.


    Gestern Abend hörte ich


    Amy Beach (1867-1944)
    Symphonie e-moll op.32 "Gaelic"
    +Klavierkonzert op. 45

    Künstler: Alan Feinberg, Nashville Symphony Orchestra, Kenneth Schermerhorn
    Label: Naxos, DDD, 2002


    Wunderschöne sehr spät-romantische Musik, mir bisher unbekannt.
    Ich glaube, hier im Forum wies jemand darauf hin.


    Freundliche Grüße von der herbstlichen Nordseeküste sendet Andrew

    Lieber Andrew,


    diese Aufnahme hatte ich neulich auch im CD Spieler und war sehr angetan. Strauss mit Gefühl, aber ohne Sentimentalität.


    Ich bleibe übrigens dem Komponisten treu und höre:



    Ja, eine herrliche Einspielung ist das. Neulich wurde sie am Sonntagvormittag auf BR gesendet. Dort habe ich schon begeisternde Aufführungen gesehen mit Jansons und seinem Orchester, z.B. Sinfonien von Mahler, die große C-Dur Sinfonie von Schubert, die Bilder einer Ausstellung ...


    Richard Strauss' Musik ist mir sonst eher fremd, aber bei der Alpensinfonie habe ich neulich auch eine Einspielung mit Weigle erstanden.



    Ich werde sie nächste Woche im Urlaub hören. Auf Weigle bin ich durch den Frankfurter Ring aufmerksam geworden. Du hattest diese Aufnahme vor Zeiten in diesem Forum empfohlen. Diese Einspielung gefällt mir wegen ihres transparenten, klaren Klangs sehr gut.


    Herzliche Grüße von der verregneten Nordseeküste sendet Andrew

    Hallo Fiesco: Wismar ist eine wunderschöne Stadt. Man hat dort vieles wieder aufgebaut oder wiederhergestellt. Wo habt ihr die Aufführung aufgeführt?
    Als Nordseeküstenbewohner habe ich eine große Liebe zur Ostsee. In diesem Jahr waren wir im Urlaub im Fischland und in Stralsund, wo es zwar keine CD-Geschäfte, aber sehr schöne Buchhandlungen gibt.


    Durch die Fernsehsendung mit der Alpensinfonie ist mein Interesse an dieser Musik doch erweckt worden. So habe ich auch zwei andere, doch sehr unterschiedliche Einspielungen dieses Werks erworben:
    Christian Thielemann mit den Wiener Philharmonikern und Sebastian Weigle mit den Frankfurtern.



    Freundliche Grüße aus dem nördlichen Süden sendet Andrew

    Vor ein paar Tagen hatte ich dienstlich in München zu tun.
    Dabei ergab sich die Gelegenheit, einen ausgedehnten Besuch in der berühmten Klassik-CD Abteilung des Kaufhauses Ludwig Beck zu machen.



    Ich war sehr begeistert, und der Nachmittag verging im Flug. Besonders viel Kundschaft war dort gar nicht anzutreffen. Dafür drei sehr kompetente Verkäufer, die die wenigen Kunden überaus freundlich und sachkundig beraten und bedienen konnten. Die wiederum kauften auch gleich mehrere CDs. Ob sich das finanziell wirklich trägt? Muss ja. Auf jeden Fall war es ein echtes Erlebnis, und die paar Euro, die die CDs nun mehr gekostet haben, war es allemal wert.


    Erstanden habe ich
    - die großartige Aufnahme der Alpensinfonie mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Leitung von Mariss Jansons,
    - die neue, prominent besetzte und sehr lebendig anzuhörende Aufnahme von Schuberts Oktett mit Isabelle Faust, Anne Katherine Schreiber, Danusha Waskiewicz, Kristin von der Goltz, James Munro, Lorenzo Coppola, Javier Zafra, Teunis van der Zwart,
    - eine mir bisher unbekannte Einspielung mir bislang unbekannter Werke einer bis jetzt nicht bekannten Komponistin (Amy Beach, Klavierkonzert, Gälische Sinfonie)
    - die Einspielung der Violinkonzerte Profievs in der Kombi Lydia Mordkovitch, Royal Scottish National Orchestra, Neeme Järvi, von der ich bereits eine grandiose Einspielung der Violinkonzerte Schostakowitschs besistze.




    Ist doch schön, dass es noch solche Geschäfte gibt, oder? Da lohnt sich für ein Nordlicht wie mich doch die Reise nach München. Im Hofbräuhaus, im Englischen Garten und in der Frauenkirche war ich natürlich auch.


    Freundliche Grüße von der südlichen Nordsee sendet Andrew

    Die drei "Wälzer" habe ich mir ebenfalls noch vorgenommen zu lesen. Als Einstieg, quasi Vorabend der Tetralogie, fand ich folgendes Buch recht gut, welches die Geschehnisse aus einer eher persönlichen Perspektive erzählt. Es werden die Erlebnisse des Söldners Peter Hagendorf und des Mönches Maurus Friesenegger geschildert:


    Hallo Michael,
    dieses Buch ist in der Tat sehr empfehlenswert.

    Meine Frau hat es mir geschenkt, und ich habe es gern gelesen, weil es durch die Zeitzeugentexte sehr eindrücklich ist und eine gut lesbare, informative Einführung in das Thema ist.
    Eigentlich wollte ich auch alle drei lesen, aber es liegen auch noch andere dicke Bücher und ich befinde mich im Frau-Holle-Modus ("Lies mich, lies mich!")
    Mal sehen.
    Beste Grüße aus dem südlichen Norden, Andrew

    Peter Wilson
    Der Dreißigjährige Krieg. Eine europäische Tragödie

    wbg Theiss, 10/2017
    Umfang: 1160 Seiten; Sonstiges: 40 schwarz-weiße Abbildungen, 8 schwarz-weiße Tabellen, 27 Karten




    Mit knapp tausend Seiten ein wirklich dickes Buch: einer der drei Wälzer (mit Münkler und Schmidt), die zu diesem Thema erschienen oder neu herausgebracht wurden.
    Das Buch ist interessant und gut lesbar geschrieben. Es verfolgt eher die Perspektive der Ereignisgeschichte, räumt aber auch einige der Klischees (Dreißigjähriger Krieg als Religionskrieg, Unvermeidbarkeit der Eskalation, totale Entfesselung und Chaos nach den Toden Gustavs und Wallensteins usw.) auf.
    Ich habe es gern gelesen und eine Menge gelernt.
    Ein Blick in die Rezensionen zeigt, dass jedes dieser drei Werke seine Meriten und Schwachpunkte hat. Ach ja ...
    Vielleicht nehme ich mir auch noch das Wallensteinbuch von Golo Mann vor.


    Beste Grüße von der südlichen, immer noch von herrlichem Sonnenschein bedachten Nordseeküste, Andrew

    In der Diskothek-Sendung auf SRF 2 (Diskothek im zwei) wurden zwei "Achte" besonders gelobt und herausgestellt: einmal die hier auch schon von William vorgestellte und gelobte Einspielung mit den Leipzigern und Chailly, und dann die HIP-Aufführung mit Antonini und dem Baseler Kammerorchester:


    Ludwig van Beethoven: Symphonien Nr.7 & 8

    Kammerorchester Basel, Giovanni Antonini
    Sony, DDD, 2012


    Zitat

    "Tolle Dynamik, grosse Transparenz, lebendig und phantasievoll die Sicht auf die ganze Sinfonie"

    lobt das Team der Sendung.
    Das kann ich nach dem Kaufen und Hören dieser wunderbaren Aufnahme nur bestätigen.
    Die Veröffentlichungsstrategie verstehe ich nicht ganz. Die 9. gibt es noch nicht, die 7/8 kann man zu Billigpreisen kaufen - und für die anderen muss man doch richtig investieren.


    Ich habe der Versuchung widerstanden als Gegenpol ... Karl Böhm zu wählen.


    Ich nicht. ;)
    Sehr begeistert bin ich von der Einspielung der 7. und 8. Sinfonie von den Wiener Philharmonikern unter Leitung von Karl Böhm, die ich hinterher gehört habe:


    Ludwig van Beethoven: Symphonien Nr.7 & 8

    Wiener Philharmoniker, Karl Böhm
    Label: DGG, ADD, 1972, Serie: Australian Eloquence


    Dies ist eine sehr packend und lebendig gespielte Aufnahme, ausgewogen und ausbalanciert, aber dennoch ungeheuer vital und temperamentvoll.
    Es ist schade, dass die Beethoven-Einspielungen von Böhm nicht die Popularität haben, wie andere aus dieser Zeit. Ich weiß nicht, ob das in den 70er Jahren anders war. Ich habe mir im Laufe der Zeit alle Beethoven Sinfonien mit Böhm und den Wienern zugelegt. Das wir bis zum Erscheinen der Boxen noch etwas komplizierter. Heute kann man die Beethoven-Box einzeln oder im Kontext der Symphonien-Edition kaufen. Das lohnt sich für mich aber nicht mehr.
    Dieses Lob gilt übrigens für beide Sinfonien, die hier eingespielt wird. Auch die "Siebte" ist zugleich kraftvoll und harmonisch dargeboten, eine Freude zum Hören.


    Einen sonnigen Sonntag wünscht Andrew

    Im ländlichen Raum gibt es hier und da wunderbare und hochkarätige Konzerte zu hören. In der Region Ostfriesland gibt es zwei sommerliche Konzertreihen: den traditionellen "Musikalischen Sommer" und die von Matthias Kirschnereit geleiteten "Gezeitenkonzerte". Konzertorte sind in der Regel die großen und manchmal auch die weniger großen ostfriesischen Backsteinkirchen.


    Gleich zwei herausragend besetzte und musizierte Konzerte konnten Einheimische und Gäste in diesen Tagen erleben:


    Unter dem Titel „Una amicizia musicale“ musizierten am vergangenen Dienstag DANIEL SEPEC Violine, HILLE PERL Viola da Gamba, LEE SANTANA Chitarrone und MICHAEL BEHRINGER Cembalo dieses Programm in der mittelalterlichen Kirche von Arle:


    Johann Heinrich Schmelzer Sonata quarta
    Giovanni Antonio Pandolfi Mealli Sonate „La Stella“ | Sonate op. 3 Nr. 6 „La Sabbatina“ | Sonate op. 4 Nr. 2 „La Viviana“ | Sonate op. 4 Nr. 4 „La Biancuccia“
    Michelangelo Rossi Toccata VII für Cembalo
    Augustinus Kerzinger Sonatina
    Johannes Kapsberger Toccata für Laute
    Heinrich Ignaz Franz Biber Sonate F-Dur C 140


    Gestern war in der ebenfalls mittelalterlichen Backstein Kirche in Remels ein Konzert mit Maurice Steger – Blockflöte, Björn Colell – Laute sowie Ralf Waldner – Cembalo zu erleben mit dem folgenden Programm:


    Giovanni Antonio Piani (1678-1760): Sonata IV D-Dur
    Andrea Falconiero (um 1585-1656): Canzoni del sei’cento (Napoli 1625)
    Silvius Leopold Weiß (1686-1750): Suite F-Dur für Barocklaute solo
    Georg Philipp Telemann (1681-1767): Fantasia 1 A-Dur für Flöte solo, TWV 40:A2
    Giovanni Adolfo Hasse (1699-1783): Cantata per flauto e basso in D-Dur
    Giovanni Benedetto Platti (1697-1763): Sonata III F-Dur (op. 1 sur le goût italien)
    Giuseppe Sammartini (1693-1750): Sonata G-Dur op. 2 Nr. 4


    Beide Konzerte konnten meine Frau und ich besuchen - die Eintrittskarten sind im Frühling nach der Veröffentlichung der Programme für die meisten der insgesamt über vierzig Konzerte in der Regel in wenigen Tagen ausgebucht. Da wir hier eine Urlaubsregion sind, lebt es natürlich auch von Gästen, von denen einige ihre Urlaubsreisen nach den Konzerten planen. Die meisten aber sind Einheimische. Man kennt sich ... Zwar sind Oldenburg, Bremen, Osnabrück und Groningen mit ihren Konzerthäusern durchaus erreichbar, aber es ist doch sehr schön, diese Möglichkeit auch direkt vor Ort zu haben.


    Herzliche Grüße von der musikalischen Nordsee sendet Andrew

    Eine neue Einspielung der "Großen" steht ins Haus:


    Franz Schubert (1797-1828)
    Symphonie Nr. 9 C-Dur "Die Große"

    Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Mariss Jansons
    Label: BRKlassik, DDD/LA, 2018


    Neulich ist diese - so denke ich ich - Einspielung im Fernsehen auf BR gesendet worden.
    Ich kam erst gestern dazu, sie zu sehen/hören:
    eine lebendige und packende Einspielung, dramatisch und ausdrucksstark.


    Ich habe nun schon etliche sehr gute Einspielungen dieser herrlichen Sinfonie, deshalb möchte ich nicht noch eine. Aber wer eine neue Aufnahme sucht, ist hier sicher gut bedient.


    Freundliche Grüße von der südlichen Nordsee, Andrew