Mikhail Pletnev, 2000, Deutsche Grammophon
Live-Aufnahme, wirkt zum Teil etwas gebremst aber leicht, linientreu und klar vorgetragen, gelegentlich zu Kontrastreich und unausgeglichen, Gesamteindruck etwas gehemmt und gezögert gespielt, ohne metaphysisches Pathos. Eine Aufnahme die uns auch nicht ganz überzeugen konnte.
Alfred Brendel, 1995, Philips
Deutliche Akzente setzend, schwer mit Pathos, Tempi recht kontrastreich, allgemein aber eher langsam gehalten. Oft zu beladen aber mit sehr schönen Passagen. Zweiter Satz schwer und zerbrechlich manchmal fast klebrig wiederum mit schönen Momenten. Eine Aufnahme die gefällt aber nicht restlos überzeugt.
Solomon, 1951, EMI
Alte Aufnahme mit dementsprechendem Klang, wunderschöne Tempi mit schönem Spannungsbogen, sehr ausgewogen und ausgeglichen, schlicht schön. Zweiter Satz mit verhaltenem Beginn, analytisch und trocken, wiederum schöner Spannungsbogen. Wunderbare Aufnahme mit einer leider begrenzten Aufnahmequalität.
Maurizio Pollini, 1977, Deutsche Grammophon
Schön und Spannungsreich, aber doch mit wunderschönem Spannungsbogen gespielt. Ohne Pathos jedoch mit angenehmer nicht übertriebener analytischer Spielweise vorgetragen. Eine wunderbare Einspielung.
Hier unsere zwei Lieblingsaufnahmen;

Solomon

Maurizio Pollini ( zu unserer Überraschung von Euch noch nicht genannt. )
Herzliche Grüsse
romeo&julia