Beiträge von grigorij

    Und auch in der Elbphilharmonie spielte er nach dem Elgar-Konzert diese faszinierende Erlkönig-Zugabe.


    Was regst du dich darüber auf? Lass die Leute doch essen wann sie wollen

    nur sollen mich die Betreiber von so'nem postmodernen Palast auch trinken lassen, was ich will (in besagter 'kleinen Kneipe', die Peter Alexander einst besungen hat!) - so nicht möglich, bin ich mittelschwer frustriert und sehe die Leute 'schaufeln' statt essen ;)

    Als Zugabe zwei unglaublich schöne Werke: einmal der Schubertschen "Erlkönig", wobei dies eine Bearbeitung war, durchweg zweistimmig gesetzt, eine Stimme zur Imitation des Klaviers, die andre für den Gesang.

    ...hat Frank Peter Z. übr. auch gespielt, als ich ihn vor 10 Monaten (in Hagen) mit dem Brahms-Konzert gehört habe; der Komponist heisst Heinrich Ernst, und besagtes Stück (''Grand Caprice für Violine allein'' op.26) ist das letzte seiner mit einer Opuszahl versehenen Werke. Übr. ist der dt. Wiki-Artikel über ihn m. E. ganz passabal geraten!


    In diesem mondänen Komplex - eben dort, wo früher die (eben so schlichte, wie bestens sich ins Stadtbild eingefügt habende) ''Mercatorhalle'' gewesen - war ich zuletzt, als Axel Kober dort die 'Alpensymphonie' dirigiert hat. Auf der Suche nach einem schlichten Glas Bier danach bin ich seinerzeit dort übr. nicht fündig geworden :| statt dessen zur Genüge noch offene Restaurants: eine seltsame Manie, sich noch gegen 22h warmes Essen reinzuschaufeln.........

    Heute nachmittag in Dortmund auf Durchreise - die 'Orgelvesper' um 18h in St. Reinoldi passt da wie der Grauburgunder zum Spargel :P


    Vincent Lübeck Praeludium und Fuge E-Dur Akira Nishamura Visions in flames Maurice Durufle Prelude, Adagio et Choral sur le theme du 'Veni creator' (Christian Drengk)

    In der Saison 2005/06 wechselte er an die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf, an der er so unterschiedliche Rollen wie Osmin in Die Entführung aus dem Serail, Golaud in Pelléas et Mélisande oder Selim in Il Turco in Italia gesungen hat. Und natürlich wieder Wagner...

    kann mich bis heute bestens an besagten Golaud erinnern - was zugegeben auch an der Deutung von Christof Nel gelegen haben dürfte, die mich ungleich mehr überzeugt hat als die Pelleas-Inszenierungen, die etwa zeitgleich in Frankfurt und Essen herauskamen (und ich gleichfalls gesehen habe.) 'Gezimmert statt gezaubert', war seinerzeit in der 'Westdt. Zeitung', 'Sperrmüll-Pelleas' seinerzeit hier im Forum zu lesen - beides sachlich zweifelsohne richtig, ''nur'' empfand ich diese verunsichert über diverse Holzstege tapsenden Figuren als sehr passend zur fragilen Musik!!


    Seitdem fand sich für mich keine Gelegenheit mehr, Tomasz Konieczny live zu erleben - umso bedauerlicher, dass ich damals nicht zweimal drin war...

    ich schätze mal, ab einer Tätigkeit von 15 J. wird man noch mehr als einen Hauch von persönlicher Note hinterlassen können, u. solche 15 J. gibt's schon noch dann und wann - Marek Janowski war v. 02-17 Chef des RSO Berlin, Jonathan Nott v. 00 - 16 Chef der 'Bamberger'....

    Eine weitere interessante Premiere dürfte die Barockoper "Kain und Abel" von A. Scarlatti werden.

    nixx Oper ;) ;) dieses Oratorio a 6 voci hatte (Regisseur) Dietrich Hilsdorf urspr. fürs Aalto in Essen entspr. eingerichtet; dortige Premiere ist im Jan. Zwo20 gewesen: Essen: Kain und Abel / Online Musik Magazin Ich wollte seinerzeit eigentl. hinfahren - bis mir klar wurde, dass mir 140 pausenlose Minuten (einer mir doch eher entlegenen Musik!) entschieden too much wären! (bin mit einer sog. Über-Sensibilität belastet/gesegnet; nixx zu machen ?( ?( - hab auch neulich das Meininger 'Rheingold' nur dank ausgiebigerer Vorbereitung 'bewältigen' können!)

    Bzgl. eben dieser 'Cosi'

    Mozart: Cosi fan tutte

    sollte wohl noch erwähnt werden, dass es sich dabei um die erste völlig ungekürzte Aufnahme handeln soll:!:


    und diese Stunde Erich Leinsdorf: Arnold Schönberg - Kammersymphonie Nr. 1 Opus 9 (1984) hat mir das leidige Stück tatsächlich mal nähergebracht... ...wahrlich 'ne interessante Ausstrahlung der Mann; ich nenn's mal milde, zugewandte Strenge - so a la ''Leute, es wird eine verteufelt schwere Arbeit, also packen wir's gemeinsam 8)''

    :!:nä. J. Ende Jan. wird M. J. das vierte Abo-Konzert der Dortmunder Philharmoniker leiten - Schuberts 'Unvollendete' und Bruckner-Sieben...


    27. u.28.01. (DI/MI) im Dortmunder Konzerthaus:!:

    f. alle aus der Frankfurter Gegend: im Rahmen der Kammermusik-Matineen (im Holzfoyer der Oper) ist am übernä. SO ab 11h u. a. sein Klavierquintett c-Moll zu hören:!:(wüsste (auch) nicht, dass ich jemals etwas von Borodin LIVE gehört hätte.....)

    vor einigen J. habe ich mal auf die Suche nach dem (erhaltenen) Briefwechsel Beethoven <-> Ries gemacht, mit dem Ergebnis, das zumindest auf der HP des Bonner Beethoven-Hauses sehr viel mehr Mitteilungen des Ex-Lehrers an den Ex-Schüler zu finden sind, als umgekehrt... - gar einen 'Bittbrief' Beethovens betreff Ries gibt's:


    undatiert, vermutl. 05/10.11.1805 Durchlauchtigste Fürstin ((Josephine v. Liechtenstein)), der arme Rieß, mein Schüler, muß in diesen unglückseeligen Krieg und schon in einigen Tagen fort. In diesen Umständen ist ihm die Gelegenheit zu einer Akademie gänzlich abgeschnitten; er hat nichts, gar nichts, muß seine Zuflucht zur Wohlthätigkeit nehmen. Ich empfehle ihnen denselben; ich weiß, Sie verzeihen mir diesen Schritt--mit tiefster Ehrfurcht--L. van Beethowen


    und noch eine kleine Auswahl der Mitteilungen Beethovens an R.:


    undatiert, vermutl. April 1802 Ich muß ihnen denn doch Vorwürfe machen, daß sie sich nicht schon länger an mich gewendet; warum verbargen Sie mir ihre Noth - keiner meiner Freunde darf darben, so lange ich etwas hab-- Beethowen


    undatiert, vermutl. Sept. 1814 Der Himmel hat keine kleine Porzion Leiden auf mich herabgeschickt, doch ein Regenbogen der Hoffnung gleichend läßt sich blicken. Ich höre, ihnen geht es sehr gut; das freut mich von Herzen-- --schreiben sie wieder einmal ihrem wahren Freunde Beethowen


    08.05.1816 Mein lieber Schüler sollte sich hinsezen u. mir was tüchtiges dediciren, worauf der Meister auch antworten wird. Alles schöne an ihre Frau; leider habe ich keine-- --ihr wahrer Freund Beethowen ((R. wird B. (vermutl.) 1818 seine zweite Symphonie op.80 widmen, eine 'Antwort des Meisters' kommt nicht mehr zustande.))


    25.04.1819 Komponiren Sie fleißig; mein liebes Erzherzöglein Rudolph u. ich spielen ebenfalls von ihnen, u. er sagt, daß der gewesene Schüler dem Meister Ehre macht. Nicht allegro mäßig, sondern Prestissimo hoffe ich baldigst von ihnen zu hören... Diesen Brief überbringt ihnen ein geistvoller Engländer, welche meistens tüchtige Kerls sind, u. mit denen ich gerne eine Zeitlang in ihrem Lande zubringen möchte- -Beethoven.


    R. lebt v. 1813-24 in London, ist ab 1815 einer der Direktoren der dortigen 'philharmonischen Gesellschafft'; aus dieser Zeit (09.06.1817) stammt der einzige 'relevante' in Bonn aufbewahrte Brief von Ries an Beethoven:


    Im Namen der Direkzion habe ich den Auftrag, ihnen 300 Guinees unter folgenden Bedingnißen anzutragen: (i)sollen Sie nächstkommenden Winter hier in London sein (ii)sollen Sie für die Gesellschafft zwei große Sinfonien schreiben. Ich werde alles mögliche aufbiethen, Ihnen Ihren Aufenthalt nützlich und angenehm zu machen... Gestern Abend wurde ihre schöne Sinfonie in A ((Nr.7 op.92; die Partitur befand sich seit März 1815 in London)) mit außerordentlichem Beifall gegeben; wenn man ein solch Werk sieht und hört, macht es einen furchtsam, ans Sinfonieschreiben nur zu denken. Schreiben Sie recht bald ausführlich- -Ihr dankbar aufrichtiger Freund Ferd. Ries


    Die einzige in Bonn aufbewahrte Antwort Beethovens auf obigen 'Antrag' (nur c. ein Drittel der knapp 1.800 nachgewiesenen Privat- und Geschäftsbriefe Beethovens sind im Besitz des Beethoven-Hauses, der Rest mag teilweise nicht mehr auffindbar sein) ist bereits datiert mit 05.02.1823; hier ist u. a. zu lesen:


    Mein lieber guter Ries, noch habe ich keine Nachrichten der ((neunten)) Sinfonie wegen... Ich würde gar nichts von der P. Gesells. nehmen, wär ich nicht so arm, daß ich von meiner Feder leben müste; so muß ich freylich warten, bis das Honor. hier angewiesen ist. Um aber einen Beweis meiner Liebe und Vertrauens für diese Gesellschaft zu geben, habe ich die Overture ((''Die Weihe des Hauses'' op.124)) dem Herrn von der Kaiserl. Gesandtschaft gegeben, der in einigen Tagen abreist; sobald sie selbe erhalten, bitte ich sie, mir zu schreiben, ob die P. Gesell. solche nimmt- -Beßert sich meine Gesundheit durch eine zu nehmende Badekur im Sommer, dann küße ich 1824 ihre Frau in London- -ganz ihr B.


    an eine Reise nach London ist krankheitshalber wohl schon bald nicht mehr zu denken; in einem undatierten Brief an R. aus Baden bei Wien (Beethovens häufigem Kurort) ist noch zu lesen: ''Meine Gesundheit steht noch immer auf schwachen Füßen; du lieber Himmel, statt daß andere sich beym Badegebrauch erlustigen, fordert meine Noth, daß ich alle Tage schreibe.'' Uraufführungsort der 'Neunten' ist bekanntermaßen dann doch Wien gewesen (07.05.1824, mit einmaliger Wiederholung am 23.d.M.), die EA in London folgte (unter Sir George Smart) am 21.05.1824 - wohl mit desaströsen Ergebnis, v. a. der völlig ungenügenden Probezeiten wegen...Ries wird im Juli 1824 London wieder verlassen und erst in Godesberg, später in Frankfurt a. M. leben. Eine weitere persönliche Begegnung mit Beethoven scheint eher unwahrscheinlich; letzterer schreibt noch an R. am 11.02.1825: ''Meine so gedrängte Lage ließ mich kaum dazu kommen, Ihnen auch nur das Mindeste zu schreiben; was muß man nicht alles ertragen, wenn man das Unglück hat, berühmt zu werden! Grüßen Sie Ihren alten Vater herzlich von mir; ich bin äusserst erfreut über sein Glück.'' sowie am 09.04.2025: ''leben Sie wohl in den mir ewig lieben Schönen Rheingegenden; schönen Antheil am Leben wünsche ich Ihnen ihrer Gattin ihrem Vater.''

    Mindestens 4 Wochen Lieferzeit, heißt es. Bisher ging das bei dieser Angabe allerdings glücklicherweise stets deutlich flotter über die Bühne.

    danke f. d. Hinweis; irgendwo hatte mal wer geschrieben (könnte allerdings 2, 3J. her sein), dass besagte Angabe bei jpc quasi machen Sie sich keine Hoffnungen mehr hieße - u. entsprechend hatte ich dann nie mehr etwas bestellt X/X/

    „SAINT FRANÇOIS D’ASSISE“ (Olivier Messiaen)


    L’Ange – Heidi Grant Murphy / Saint Franҫois – José van Dam / Le Lépreux – Kenneth Riegel / Frère Léon – Stéphane Degout / Frère Massée – Charles Workman / Frère Élie – Gerhard Siegel (statt Guy Renard) / Frère Bernard – Roland Bracht / Frères Sylvestre – Vladimir Vassilev / Frère Rufin – Tomasz Konieczny / Der WDR Rundfunkchor Köln / Chorltg.: Anton Marik / Det Danske Radiokor (Der Dänische Rundfunkchor) / Chorltg.: Kaare Hansen / Das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg / Dirigent: Sylvain Cambreling (Bochum, Jahrhunderthalle, 27. 9. 2003). Die Premiere der halbszenischen Aufführungsserie des Kulturfestivals ‚RuhrTriennale‘ - dessen Intendant von 2002 bis 2004 Gerard Mortier war – fand am 13. 9. 2003 statt; der SWR nahm eine Vorstellung auf und sendete sie nach einigen Querelen erst am 10. 12. 2008 zum Ausklang des ‚Messiaen-Jahres‘.

    fünf Aufführungen damals (so ich recht erinnere); selbst bin ich in der vorletzten gewesen... - für eine der Vorstellungen davor musste van Dam kurzfristig absagen (irgendein Infekt, der glücklicherweise schnellstmöglich entdeckt und entspr. fix 'ausgetrieben' werden konnte!); sein Cover Philippe Fourcade schlug sich freilich mehr als achtbar, jedenfalls ist mir seinerzeit wohl keine Kritik untergekommen, die da irgend etwas zu bemängeln gehabt hätte!


    gut 20J. später erinnere ich mich (zumindest vokal) v. a. Heidi Grant Murphy und Kenneth Riegel, was mir freilich weniger an van Dam, als an Messiaen zu liegen scheint: ein paar Takte weniger hätte er für seinen Hauptdarsteller viell. doch schreiben sollen ;);) - ist man (wie der hiesige Schreiberling) 'nur' ein Messiaen-Sympathisant und kein glühender Bewunderer, so wird man des Hörens des hl. Franz auf Dauer dann doch ein wenig müde....


    abschließend noch der Hinweis, dass ein gewisser Giuseppe Frigeni für die 'szenische Gestaltung' verantwortlich zeichnete, sowie der russisch-jüdische (seit 1988 in N. Y. lebende und dort 2023 verstorbene) 'Konzeptkünstler' Ilja Kabakov für die 'Installation', letztere eine 22 Tonnen schwere schräggestellte und sehr unterschiedlich beleuchtete Kuppel. - Selbst von beidem auch nicht so überzeugt gewesen, wie z. B. Stefan Schmöe (der damalige Rezensent auf omm.de), fand ich den Journalisten, der seine Anmerkungen mit Untertagebau in Oberammergau überschrieben hatte, dann doch eher peinlich, denn bedenkenswert!

    im Rahmen der Abo-Reihe des Frankfurter 'Opern- u. Museumsorchesters' dirigiert Cornelius Meister eben diese Sinfonie am übernä. SO um 11h (+ tags drauf um 20h) in der Frankfurter 'Alten Oper'

    kleiner Nachtrag ein paar Tage später; Dirk Schauß hat im ''Online-Merker'' fast schon enthusiastisch drüber berichtet - hier ein kurzer Ausschnitt:


    ''Diese Sinfonie, die sonst kaum jemand beachtet, entfaltete sich wie ein neu entdecktes Gemälde; man verstand plötzlich, warum Brahms den jungen Dvorak so schätzte. Das Allegro begann mit einem Thema, wie nur D. es schreiben kann: melancholisch, ohne zu jammern, böhmisch, aber nicht billig-folkloristisch. Das 'Andante sostenuto' zeigte Dvoraks melodisches Genie in voller Blüte; im dritten Satz (dem 'Allegro feroce') packt (er) große Trommel, Becken, Triangel und Harfe aus - eine orchestrale Extravaganz, die er nie mehr in seinen Sinfonien gewagt hat.''


    gehe da vollumfänglich mit, vom vierten Satz mal abgesehen, der mir (ganz im Gegensatz zu Schauß) dann gar zu lärmig daherkam < < - - kann freilich gut sein, dass es an mir gelegen ist--- ---m. E. eine durchaus gewagte Sache, Abo-Publikum vor besagter Sinfonie (u. quasi als zweites Frühstück) mit einem Doppel-Wumms wie Brahms' op.15 zu konfrontieren, und dass c. 10% von denen (u. eher noch ein paar mehr) nach der Pause nicht wiederkamen, hat mich gar nicht gewundert! Selber wusste ich natürlich Wochen im Voraus, worauf ich mich da einlasse - und wäre dennoch hochzufrieden gewesen, wenn der Dvorak nach Satz iii zu Ende gewesen wäre... (u. entspr. war ich heilfroh, vor der Rückreise nach Unterfranken noch Zeit für ein stilles Dreiviertel-Stündchen im angrenzenden Parkgelände zu haben!)

    Lieber Alfred, Du setzt auf das falsche Pferd, wenn Du annimmst, im Himmel würde Ligeti gehört.

    oder wir unter-schätzen himmlische Gepflogenheiten, und sie haben dort droben doch (nebenher) einen kleinen feinen Irrgarten angelegt; Ligeti selbst meinte mal in einem Interview, dass seine ganzen neue Ideen (so interessant sie auch sein mögen) letztlich zu n i c h t s führten, und falls sie in Ungarn nach seinem Tode mal (wie weiland bei Bartok) eine Straße nach ihm benennen, mögen sie diese György Ligeti Irrweg taufen :)

    f. Alle aus der Rhein-Main-Gegend... - im Rahmen der Abo-Reihe des Frankfurter 'Opern- u. Museumsorchesters' dirigiert Cornelius Meister dirigiert eben diese Sinfonie am übernä. SO um 11h (+ tags drauf um 20h) in der Frankfurter 'Alten Oper':!: (u. vor der Pause gibt's Brahms 1.KK mit dem jungen Amerikaner Maxim Lando)


    viell. lass ich mich (fast) komplett überraschen - abgesehen davon, dass ich mir davor noch zwei-, dreimal Vaclav Smetaceks Aufnahme der ''Dritten'' (auf die Joseph ii Ende August d. J. bereits hingewiesen hatte) genehmigen werde....

    wenn die Leistung nicht den Vorstellungen entspricht.

    wenn die 'Vorstellungen' von Komponisten u. Publikum zuwider-laufen, was dann ;);)


    ''(Zu Beginn) der ersten Orchesterprobe zur 'Zauberflöte' (1897 in Wien) (war) Mahler von einem Orchester wie zu einer Wagneroper umgeben. Das war hier seit Jahr und Tag nicht anders Brauch gewesen.'' (zit. v. Natalie Bauer-Lechner, bis zu dessen Verlobung m. Alma eine enge Mahler-Gefährtin): anzunehmen, dass sich Mahler alsbald nicht geringen Ärger über diesen von ihm plötzlich 'derart ausgedünnten Mozart' einhandelte!


    noch'n Beispiel, wieder Mahler, wieder zitiert nach Natalie B.: ''Ich war schon als Bursche von ihr (d. h. der - bis dato nur in der Militärmusik verwendeten - Es-Klarinette) begeistert, wagte damals aber nicht, meinen Geschmack einzugestehen; deren Klang galt für ordinär.'' - -> > hätte Mahler nun Zeit seines Lebens dieser seiner Begeisterung nicht nachgeben sollen, im Wissen darum, dass es alsbald wg. dieses 'ordinären' Klangs nicht geringen Ärger geben dürfte??

    Wir leben halt mittlerweile in Zeiten, wo die Wahrheit schon mal unter die Räder kommt,

    wenn ich den zwoten Teil dieses Satzes mal umwandle in ''wo künstlerische Tiefe sich schon mal schwer tut, durchzusetzen'', dann durchzieht dieser Umstand vermutl. die gesamte Musikgeschichte:!:nur 1 schnelles Beispiel - noch sieben J. nach Amtsantritt schien ein Großteil von JSBs Brötchengebern anlässlich dessen Musik eher 'betretene Miene zum seltsamen Spiel' (denn sonst was) zu machen; S. diesen berühmten Brief an einen alten Schulfreund, in dem er von der ''wunderlichen und der Musik wenig ergebenen Leipziger Obrigkeit'' schreibt!!

    nach der Pause, als Christian Tetzlaff Bartok spielte, war ein Großteil der Leute weg. In der Rheinischen Post war dann zu lesen, dass Tetzlaff nach dem Konzert sehr gefrustet und deprimiert war.

    muss zugeben, dass ich über lange J. dachte, dass solche 'altgedienten' Künstler schon alles erlebt haben, sich also definitiv von nichts mehr negativ überraschen lassen... von wegen


    'Kissinger Sommer' noch zu Zeiten der Gründungsintendantin (die immer mal wieder vom avantgardistischen Hafer gestochen ward; ich bin weiß Gott kein Avantgarde-Verächter - aber in so einem 20Tsd.-Einwohner-Städtchen...selbst zu Festival-Zeiten :wacko: :wacko:) ----- Auftritt Minguet-Quartett an einem SA um 22h: ein pausenloses 70min.-Programm mit Ruzicka, (frühen!) Penderecki und noch irgend was (20.Jh. jedenfalls) ----- ein leidlich gefüllter kleiner Saal, zu c. Zweidrittel mit (reichlich, eher völlig) nichtsahnenden Spontan-Besuchern, die scheints in den Lokalitäten drumherum nicht recht fündig geworden und nun auf die Idee gekommen waren, einen 'künstlerischen Absacker' zu nehmen ----- alsbald ratlose, zunehmend amüsierte Blickwechsel, irgendwann in dezentes Gekicher übergehend.....


    um es abzukürzen: ich werde nie (nach besagten 70min. - nach dem Abgang besagter Meute) das überaus herzliche D A N K E der Bratschistin an mich vergessen:!:also Leute - hat's Euch gefallen (oder auch nur 'sehr imponiert'), und ist um Euch herum die Ratlosigkeit (od. schlimmeres!) ausgebrochen, dann geizt nicht mit mindestens einem Bravo - man wird's Euch vergelten (sehr wahrscheinl. jedenfalls!!):!:


    Im Internetzeitalter wird der Mensch verführt zur hörenden Stippvisite. Die Geduld schwindet, es durchzustehen, ein Programm komplett zu hören.

    ich wage da mal die These: je jünger und/od. neuartiger ein Programmpaket/ein Format, desto höher die Anzahl der entspr. Ungeduldigen!


    'Ruhrtriennale' vor c. 10J. --- in einer der großen Hallen im Duisburger ''Landschaftspark Nord'' dirigiert Ingo Metzmacher ein erlesenes Ensemble mit Luigi Nonos 2Std-Opus 'Promoteo' --- zugegeben Klänge, die ich mir auch nicht alle Tage (vermutl. nicht mal alle Wochen) würde anhören wollen, aber nachdem ich Monate im Voraus von wusste, freute mich dann doch wie Bolle drauf :P:P


    kurz gesagt, einen derartigen Abgang v. c. der Hälfte der etwa 300 erschienenen Leute (bereits c. ab Min. 20 und ab dann etwa im 5Minuten Takt) habe ich nie mehr davor/danach auch nur im Ansatz erlebt:!:bis hier und heute bekomme ich beim Stichw. 'Ruhrtriennale' ein sehr flaues Magengefühl - und nie mehr seit damals habe ich mich auch nur für dessen Programm interessiert.....

    (i)bedankt bedankt :) - nur dass Bier f. mich ein Dämmer- u. Schlaftrunk ist, zu dem mich vor c. 21.30h kaum je wer überreden könnte ;)


    (ii)kann ich durchaus nachvollziehen - ich fand es° sehr gewöhnungsbedürftig, als es mich Anfang der 80er studienhalber ins Ruhrgebiet verschlug... - allerdings bin ich da inzw. doch recht unempfindlich geworden, d. h. bin schon (ganz allgemein gesehen) tief dankbar genug, wenn ich mal 'ne Zeitlang nixx vulgäres hören od. lesen muss!!


    (iii) - nur dass ich es (mit Verlaub) nicht als 'Themaverfehlung' ansehe, wenn man in einem thread wie diesem mal ein bissl mäandert! (Leute, die so'nen thread benutzen, um im Übermaß zu mäandern, nerven mich allerdings recht schnell - und vermutl. dann nicht weniger als Dich!)


    man traf sich, um zu essen, zu trinken, zum Quatschen, zum Dealen

    dass mit dem Dealen ist mir neu 8-) - ich muss da aber nichts näheres drüber wissen!! Vergessen hast Du übr. das Roulette-Spiel; in so manchem italien. (auch dt. / frz. / span.??) Städtchen soll das jeweilige Opernhaus die einzige 'Lokalität' gewesen sein, in der man mal - von der örtlichen Polizei unbehelligt - ausgiebig und entspannt die Kugel kreisen lassen konnte! ((auch das Wörtchen Tombola stammt wohl - zumindest lt. Joh. Gottfried Seume: 'Spaziergang nach Syrakus im J. 1802' - aus jenen lustigen Zeiten :)))


    hab' übr. irgendwo auch mal gelesen, dass in nicht wenigen Häusern die Logen deshalb derart streng in Hufeisenform konstruiert waren (resp. ab und an bis heute sind), damit die hoch-feinen Damen - ausgiebig auskundschaftend, welche Klunker und Gewänder denn die Nachbarinnen / Schwippschwägerinnen / Konkurrentinnen etc. pp. heute so austragen - sich nicht allzu anstrengend die Hälse verrenken mussten!

    Brendel hat wohl Repertoire gemieden, in welchem er seinen eigenen Ansprüchen - aus seiner Sicht - nicht ganz gerecht werden konnte. Seine eher spärlichen Bach-Aufnahmen hat er mal damit begründet, dass er meinte, bei Bach nie ganz das Niveau seines Lehrers Edwin Fischer erreicht zu haben.

    meines Wissens (man korrigiere mich gern!!) hat er auch die Chopin-Preludes op.28 niemals eingespielt - mit der Begründung, dass er Alfred Cortots 1934er-Aufnahme pianistisch, v. a. aber stilistisch nichts dazu-(od. dagegen-)setzen könne!!


    meine CD-Sammlung ist vermutl. im Vergleich sehr überschaubar - und weist ergo beträchtliche Lücken auf; z. B. besitze ich nichts von Brendel :wacko: :wacko: immerhin aber hat er mich als Essayist auf die erwähnte Cortot-Aufnahme aufmerksam gemacht, wie auch (hier bin ich mir nicht 100pro sicher, ob tatsächlich er es war!!) auf Wilhelm Kempffs legendäre (u. immer mal wieder nur schwer erhältliche) Liszt-Aufnahmen v. Okt. 1950!


    Hat Brendel je die beiden 'Franziskus-Legenden' eingespielt?? - möglicherweise nicht... - und falls nicht, dann diesmal mit dem Verweis auf die 1950er Aufnahme von Kempff!

    Hochinteressant für mich war, wie er als Liszt-Apologet auftrat

    Ich meine mich zu erinnern, dass er irgendwo zumindest einige der Liszt'schen Bravourstücke (allen voran die 'ungarischen Rhapsodien', aber wohl nicht nur) durchaus temperamentvoll gegen den Vorwurf des bloßen Virtuosenfutters verteidigt hat:!:selbst mag ich diese Bravourstücke (egal für welches Instrumentarium) allesamt nicht besonders - müsste ich mich freilich für eine kleine Sammlung davon entscheiden, wären es vermutl. in der Tat einige der Liszt'schen Rhapsodien u. Opern-Paraphrasen!!

    Schleiermacher

    ist übr. auch als Moderator (zB mäßig-regelmäßig auf dradio.de - heißt ''Deutschlandfunk Kultur'') ein Typ zum Wohlfühlen; Live hatte ich zweimal anlässlich des 'Klavierfestivals Ruhr' das Glück - beim zweiten Mal erfreute er mit einer c. 20secündigen John Cage-Miniatur als erster Zugabe, nicht ohne davor mit bitterernster Miene verkündet zu haben, dass es keine zweite mehr geben werde :)


    selbst kaufe ich inzw. seit c. 2 J. so gut wie keine CDs mehr (gibt's ;)) - sag' aber natürlich nicht nein, wenn sie einem geradezu in die Hand gedrückt wird; so wie letzten SA anlässlich des nun wirklich aller-letzten Auftrittes von Gabriel Feltz als Dortmunder GMD...


    ET VOILA


    die (bisherige) Überraschung des Jahres, keine Frage - natürlich auch, weil ich seinerzeit an beiden Abenden (im Juli Zwo18) zugegen war. (''Wer dabei war, darf sich glücklich schätzen'' notierte seinerzeit Detlef Obens auf opernmagazin.de!!))

    Was bedeutet "lecker"? :/

    so was wie wohlschmeckend halt, nur noch mit Glücksgefühl bei :) - in jedem Fall anregend für die Lachfältchen (Betonung auf ...chen - also ich meine jetzt nicht diej. Muskelpartien, die bei meinem VorVorVorVorVor-Redner das besagte Brüllen auslösen.....


    ''lecker'' heißt eigentlich legga - wird nur in diversen klugen Büchern penetrant falsch geschrieben :)

    so sehr ich

    Joana Mallwitz

    schätze (ich habe sie 2mal live erleben können - 'Meistersinger' in Erfurt, Prokofjews 'Krieg und Frieden' in Nürnberg) - für die Wiener Muse könnte ihr dann doch das Gespür fehlen; neulich (bei den 'Interpretationen' auf DLF.Kultur) jedenfalls fiel der CD-Mitschnitt ihres ''Lustige Witwe''-Dirigats (v. Frankfurt 2018) glatt durch!


    zu den bisher hier genannten Dirigentinnen möchte ich Marie Jacquot hinzufügen (die im Herbst Zwo26 das WDR-SO übernehmen wird!), die zwar auch nicht die oben benannte Voraussetzung erfüllt, immerhin aber in Wien ihr Dirigierstudium abgeschlossen hat...

    bis in die frühen 80er besaß ich eine LP ''Moderne Blockflöte'', die ich irgendwann auf einem Flohmarkt verhökert hatte - letztendlich zu meinem Leidwesen, denn ein c. viertelstündiges Stück darauf - eine Sonate für Blockflöte u. Cembalo des Niederländers Henk Badings - vermisste ich dann doch (u. auf CD ist's scheints nie erschienen X/)


    bei Eingabe von ''Blockflöte und Cembalo'' in die Suchmaschine stößt man alsbald auf diese Seite ERTA | Blockflöte & Cembalo - die einen belehrt, dass es just für diese Kombination so allerlei gibt . . .


    froo'ß Neussss' ;);)

    Eine bemerkenswerte Inszenierung realisierte Dietrich Hilsdorf 1994 in Dessau.

    (Quelle der Anmerkungen: Rolf Fath)

    nixx Dessau - Aalto Theater Essen; und zwar sicher: ich bin seinerzeit zweimal drin gewesen - Horst Hiestermann war der Lukullus und Wolf Dieter Hauschild hat dirigiert . . . - meine Güte, sechzehn Vorstellungen gab es seinerzeit (aus Gründen, die hier zu weit führen, weiß ich's zufällig genau!); 30 J. später dürfte man wohl froh sein, wenn sie wenigstens halb so viele anböten!

    Ich lernte Marie Jacquot musikalisch kennen, als sie sehr sympathisch Saint-Saens' "Karneval der Tiere" kommentierte und dirigierte:

    ach, netter Zufall :):) - in Dortmund war ich dabei, als sie (vor c. 1 J.?) seine 'Orgelsinfonie' dirigierte; danach gab es (m. E.) berechtigten Jubel . . .

    Inwiefern führt das zu einem "bitteren Beigeschmack" bei der Besetzung des Chefdirigenten-Postens?

    - jedenfalls anlässlich der Neubesetzung dieses Postens: falls es nicht nur ein Gerücht ist, dass Herr Macelaru seinerzeit Monate gewartet hat, bevor der Herr WDR - Intendant geruhte, ihn mal zu empfangen, werde ich nicht eben fröhlich bei . .


    vielleicht dauerts diesmal nicht gar so lange, wenn jmd. Herrn Buhrow zusteckt, dass die Dame mal Tennis gespielt hat und gar mal kurz vor der Teilnehme an den 'French Open' gestanden haben soll . . .

    Ist das eine Option: Am Ende der Autobahn in Enkheim parken und mit der U7 zur Alten Oper fahren?

    cool der Mann, herzlichen Dank auch :):) so genau hatte ich da tatsächlich nicht recherchiert . . .


    werde ich bei Gelegenheit sicher mal durchziehen - heute allerdings nicht, wie ich nach längerer Überlegung inzw. entschieden habe; schätze, die A66 wird mindestens doppelt so befahren sein, als zu dieser Zeit üblich . . .