Danke, Carlo. Es gäbe auch Missae Solemnes (?) aus den Jahren 1957 und 1967.
M_P
Danke, Carlo. Es gäbe auch Missae Solemnes (?) aus den Jahren 1957 und 1967.
M_P
Zum Thema Bruno Walter 1960 Abschiedskonzert: hier habe ich einen kleinen Ausschnitt aus einer Fernsehübertragung hochgeladen. Hier kann man sehen wie Walter mit dem Orchester, zusammen mit E. Schwarzkopf, im Musikvereinssaal probt:
M_P
Als Florestan brilliert der hochbegabte Heinz Sauerbaum, dessen sich anbahnende Weltkarriere später leider seiner Alkoholsucht zum Opfer fiel. Eine wunderschöne Stimme, sehr intelligent geführt und Heldisches eher vermeidend, obwohl genügend Metall enthalten ist. Gegenüber z.B. einem James King bietet Sauerbaum beinahe Feingesang, aber dennoch tragfähig und nicht mit letzter Kraft Töne hervorstoßend, sondern im Kerker nachdenklich-erschöpft, aber trotzdem wie ein Edelmann. Jammerschade um diese hervorragende Stimme!
Auch ich möchte Heinz Sauerbaum hervorheben. Wie Walter Krause, Harald Kral und Stimmenliebhaber (in einem anderen Thread) schon erwähnt haben, hatte dieser Mann wirklich eine besondere Begabung. Vielleicht komme ich in diesem Jahr dazu, einige (unbekannte) Beispiele einzustellen.
M_P
Ich helfe, wo ich kann. Ich bin auf Notizen (oft nur Stichworte) und auf mein Gedächtnis angewiesen.
Jedenfalls, die Fernsehsendung mit der 'Matthäus-Passion' wurde 20. April, 1962 gesendet. Es war die bekannte franz. Sendung "Musique pour vous".
Das 'Magnificat' wurde 31. Mai, 1961 gesendet.
Die 'Matthäus-Passion' aus Utrecht ist, zumindest bei meiner Kopie, vollständig.
M_P
Zusätzlich: die vollständige Matthäus-Passion 1958 unter Kurt Thomas; eine verkürzte Fassung für den Fernsehen 1962 und das Magnificat 1961 in Notre-Dame.
M_P
Obwohl ich die Rodelinde-Aufnahme seit Jahren besitze, ist mir jetzt zum ersten Mal aufgefallen: Ludwig Kusche, Cembalo. Das ist also wirklich derselbe Ludwig Kusche, der viel später die BR-Sendungen gestaltet hat.
M_P
Zur Ergänzung müßte ich eine besondere Aufnahme erwähnen, nämlich die 4. Symphonie von Mahler unter Šejna: Tauberová singt wirklich himmlisch.
M_P
Soweit ich mich erinnern kann – wir hörten uns damals die Szenen an, an denen Gertrude Grob-Prandl beteiligt war, weil sie es war, die uns interessierte – war die Klangqualität sehr schlecht mit einem topfigen, wenig differenzierten Klangbild, was aber wohl für viele der damaligen Live-Aufnahmen aus Mailand gilt.
Hier hört man eben einen technisch ganz akzeptablen Mitschnitt der Tristan-Aufführung aus La Scala. So kann man mindestens die Qualitäten von Lorenz und Grob-Prandl besser beurteilen:
https://audius.co/geschichte/tristan-66557
M_P
Ob man sich selten oder viel in den Thread schaut hat aber nichts damit zu tun, daß man sich trotzdem für beantwortete Fragen bedanken kann.
M_P
etwas ausführlicher über die von Dir am 7. 11. 2019* vorgestellte neue CD mit dem dritten Akt von "Tristan und Isolde" dürftest Du schon sein.
Ich hatte am Anfang gar nicht vor, ausführlicher zu schreiben: das Bild habe ich damals beigefügt, da standen vier Namen darauf, auch das Orchester und das Jahr und ich habe sie noch einmal erwähnt, falls man das Bild nicht anschauen wollte/konnte. Über die Qualität habe ich auch geschrieben und noch dazu, daß ich für weitere Fragen gerne zur Verfügung stehe. Also wirklich!
M_P
Guten Morgen, habe ich übersehen, wann und wo Du diese CD vor Monaten vorgestellt hast? Ich kann mich jetzt nicht erinnern. Sei so lieb und hilf mir auf die Sprünge.
Guten Morgen, am 7. Nov. habe ich im Thread 'Was hört ihr gerade jetzt' geschrieben:
Eine interessante Neu-Erscheinung: Tristan 3. Akt aus Zürich mit Max Lorenz, Kirsten Flagstad und Knappertsbusch am Pult, aufgenommen 1947.
Am 13. Nov. hast Du geschrieben:
Hallo MP, ist die CD in Deinem Besitz? Was ist tatsächlich darauf zu hören? Wirklich der gesamte dritte Aufzug? Für nähere Informationen wäre ich sehr dankbar.
Daraufhin habe ich geantwortet (ich kann meine Antwort nicht zitieren wie sonst):
Hallo Rheingold, jawohl die CD ist in meinem Besitz. Genau so ist es. Klanglich auch in Ordnung (Rundfunk-Direktschnitt auf Platte). Ich stehe gerne zur Verfügung für weitere Fragen! Grüße, M_P
Danach war Stille.
M_P
Kurz: Ein bedeutendes Wagner-Dokument.
Nur schade, daß Knappertsbusch am Pult ist. Es ist, gerade wenn Lorenz nicht singt, furchtbar ziellos und oft gleichgültig. Aber trotzdem, auf meine Anregung hin (ich verschweige es nicht), ist dieses Dokument nun zugänglich. Ich habe es auch hier vor Monaten vorgestellt.
Es gibt noch einige unbekannte Lorenz-Aufnahmen, allerdings aus den frühen 50er Jahren und deshalb für viele nicht wirklich von Interesse, darunter Tristan und Tannhäuser.
M_P
Da kann ich leider momentan nicht viel helfen, nur so viel, daß, meiner Erinnerung nach, die Aufführung in den 60er Jahren aufgenommen worden ist. Das Innsbrucker Theater hilft sicherlich gerne mit Infos zur kompletten Besetzung einschließlich Datum.
M_P
Danke für diese weiteren Informationen, lieber Maestro Peter.
Sehr gerne, Joseph II! Es ist auch schön hin und wieder ein 'Danke' zu hören - das ist nicht immer der Fall hier.
Vandernoot hat tatsächlich über Jahre hinweg in Frankreich dirigiert. Sein Wagner 'Ring-Konzert' 1961 ist eigentlich sehr spannend, nicht zuletzt wegen Borkh. Schech, die mit Feiersinger und Schuricht 1963 mitgewirkt hat, ist nicht weniger dramatisch. Ich mag beide sehr.
M_P
Am 6. April 1961 sangen Inge Borkh und Feiersinger konzertant zusammen in Paris unter Vandernoot. Am Programm standen ausschließlich Ausschnitte aus dem Ring. Im Jahre 1963 sangen Feiersinger und Schech ebenfalls zusammen in Paris, diesmal unter Schuricht, auch Ausschnitte aus dem Ring (zum Teil die Gleichen). Die sog. belgische Aufnahme von Walhall ist in größter Wahrscheinlichkeit die 1961 Pariser Aufnahme (oder besser gesagte Teile daraus), aber bis ich meinen Mitschnitt finden kann, kann ich es nicht ganz ausschliessen, auch wenn ich ziemlich sicher bin.
Mindestens hoffe ich, daß es ein bißchen geholfen hat.
M_P
Übrigens, die Ausschnitte von 'Die Walküre' mit Borkh die auf 'Walhall' herausgegeben wurden sind nicht ganz korrekt beschrieben: es spielte nicht das Orchestre National de Belgique, sondern das Orchestre National de la RTF in Paris.
M_P
Die "Walküre"- und "Götterdämmerung"Titel stammen mit Sicherheit aus dem weiter oben von Joseph II. kurz vorgestellten Schuricht-Album. Aber der Rest?
Es ist alles aus Paris gewesen, wo Feiersinger oft aufgetreten ist. Außerdem einige Ring-Ausschnitte (ähnlich wie oben aber diesmal mit Inge Borkh) und noch sogar eine wunderbare Gesamteinspielung von 'Tannhäuser'.
M_P
Wr singt denn da nicht, wer dirigiert? handelt es sich um eine Rundfunkproduktion?
Um alle aufzulisten, die nicht mitsingen, tja, das wäre eine sehr interessante Aufgabe :))
Meine Tonträger und die ausführlichen Notizen dazu sind getrennt aufbewahrt und die Notizen sind momentan nicht zugänglich. Aber eine kurze Notiz, die ich gemacht habe, listet, außer Kupper, Else Evers, Walther Ludwig und Rudolf Watzke als Mitwirkende. Es dirigiert nicht Bruno Kittel, also kann ich doch Deine ursprüngliche Frage mit 'nicht' beantworten. Es ist auch nicht eine Rundfunkproduktion, sondern ein Konzertmitschnitt.
Vielleicht als Liedsängerin kann man Kupper am besten schätzen, und Brahms scheint mir genau der richtige Komponist zu sein, dessen Lieder zu ihrer Stimme am besten passen. Glücklicherweise kann ich hier auch dienen, und sogar mit Elly Ney am Flügel: 'Dein blaues Auge' und 'Feldeinsamkeit':
https://audius.co/geschichte/kupper-62001
M_P
Zu Ostern habe ich mir einen Live-Mitschnitt der 'Missa Solemnis' aus dem Jahre 1942 ausgesucht, eine Aufnahme die zu den ersten zählt, die Anneliese Kupper überhaupt gemacht hat (vielleicht sogar die erste), als sie 36 Jahre alt war. Sogar damals hat sie nicht besonders jung geklungen: die Stimme war wahrscheinlich schon immer 'reif', was aber keineswegs die Freude vermindert.
M_P
Von Hertha Töpper habe ich, zumindest im sakralen Bereich, noch u.a. die Kantate BWV12 und die H-Moll Messe live aus Ansbach, "Das Buch mit sieben Siegeln" in einer Live-Aufnahme aus dem Jahre 1963, die H-Moll Messe aus Paris unter Richter und die Johannes-Passion, ebenfalls live, aus 1954.
M_P
Dr. Elkins ist seit der Erkrankung seiner Frau vor mehreren Jahren nicht mehr aktiv. "Titus" könntest Du aber problemlos beim Deutschen Rundfunkarchiv bestellen.
M_P
Mit Josef Traxel alternierte Walter Geisler als 'Stolzing' und da dieser in der Rundfunkübertragung sang, ist Traxels 'fränkischer Ritter' für das Jahr 1957 nicht akustisch überliefert.
Doch, aber die Plattenfirmen haben mit dieser Aufnahme bis zum heutigen Tag nichts unternommen. BR hat oft die alternierende Besetzung mitgeschnitten, wie auch hier. Nicht nur wegen Traxel interessant, sondern wegen Gottlob Frick als Pogner.
M_P
Dieses Konzert hat sich so stark in meinem Gedächtnis eingeprägt, dass ich jedesmal wehmütig daran zurückdenke, wenn ich heute eines der Werke höre.
War das zufälligerweise ein Jugendkonzert/Schülerkonzert? Das haben die beiden oft in Stuttgart gegeben und beide haben auch oft geredet mit einer Werkeinführung (Hoogstraten: "Liebe Jugend...").
M_P
Mein erster bewußt erlebter Dirigent war WERNER RICHTER-REICHHELM, 1955 - 1967 Chefdirgent der HOFER SYMPHONIKER.
Wok, kannst Du Dich vielleicht noch an den Dirigenten Adam Dolzycki erinnern? Er hat mit den Hofer Symphonikern manchmal konzertiert, hauptsächlich mit seinen Klavierschülern.
M_P
Für mich bleibt Flagstad unangetastet, aber Viorica Ursuleac kommt sehr nahe an zweiter Stelle (allerdings hat sie nur drei davon gesungen). Schade, daß ihre Einspielung trotzdem nicht veröffentlicht wurde.
M_P
Lieber Carlo, im Jahre 1959 fand eine Aufführung im Münchner Herkulessaal statt. Die Leitung der Aufführung hatte Fritz Rieger inne, es sangen u.a. Josef Traxel, Maria von Ilosvay und Tilla Briem, es spielten die Münchner Philharmoniker. Natürlich gab es auch andere Sänger, nur habe ich alles nicht mehr so gut im Kopf und meine Notizen sind schwer zugänglich (und nicht bei den Tonträgern dabei). Aber das sind zumindest die Eckdaten - ich hoffe es hilft. Ob es jemals eine Übertragung gab, kann ich nicht sagen.
M_P
Übrigens, die Hamburger Produktion (Friedrich-Ebert-Halle) wurde 5./6./7. Dezember 1955 in Stereo aufgenommen (Toningenieur W. A. Wettler), aber nur in Mono veröffentlicht.
M_P
Das zeigt, wieviel noch in den Archiven liegen muss.
Von Ramin gäbe es viele WO, meine ich. Außer den Mitschnitten aus der Thomaskirche von 1951 und 1952, gibt es auch die Produktion aus Hamburg von 1955 (Gabriel, Boese, Larsen, Stämpfli) und auch eine Aufführung von 1952 (Stader, Fischer, Marten, Müller).
M_P
Carlo, bei den Händel-Aufnahmen würde ich Belshazzar (1959) hinzufügen. Hast Du wahrscheinlich einfach übersehen.
M_P
Aber ich gehe davon aus, dass die Erstaufführung im Titania-Palast an der Berliner Schlossstraße stattfand, einem Kino, das die Philharmoniker für ihre Nachkriegskonzerte nutzten.
Nicht so: die Erstaufführung war am Samstag 21. Dezember, 1946 im Haus des Rundfunks. Am nächsten Tag fand eine Aufführung in der Deutschen Staatsoper statt, also damals Admiralspalast.
M_P
