Beiträge von Orfeo

    Nach den (männlichen) Sopranisten in den obigen Beiträgen folgt nun eine weibliche Bassbaritonistin.


    Die Opernsängerin Sam Taskinen (34) ist eine finnische Bassbaritonistin mit einer „herrlichen Stimme, die mit einem warmen, blechernen Klang und einem ungezwungenen dramatischen Flair mitschwingt“ (Auli Särkiö-Pitkänen in Finnish Music Quarterly). Sie arbeitete ab 2017 an der Komischen Oper in Berlin, ab 2019 zwei Spielzeiten lang am Dreispartentheater in St. Gallen und war am Staatstheater Kassel engagiert. 2021 hat sie sich in der Öffentlichkeit als Transgender geoutet. Derzeit befindet sie sich in der ersten Saison ihrer freiberuflichen Karriere. In dieser Saison war sie als Marius Wegener in der Weltpremiere von Tobias Pickers Lili Elbe am Theater St. Gallen (neben der Baritonistin Lucia Lucas als Lili Elbe), als Fasolt in Das Rheingold (Theater Erfurt) und The World’s Wife mit dem Ragazze Quartet in Utrecht auf der Bühne zu sehen.

    Yeri Han schrieb nach der Uraufführung von "Lili Elbe" im Opernglas über sie: ”Ebenfalls tief berührend in der Partie von Lilis verständnisvollem Bruder Marius ist die Finnin Sam Taskinen mit von Empathie und Wärme durchdrungendem Bassbariton und trotz zurückgenommenen Spiels frappierend großer Bühnenpräsenz”


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    Angelo Giordano, geboren in Neapel, begann 2012 sein Gesangsstudium als Bariton und setzte wenige Monate später sein Studium als Sopranist fort und begann, sich auf Musik des Barock zu spezialisieren. Er hat zudem einen Abschluss in Territorial-, Stadt-, Umwelt- und Landschaftsplanung der Universität "Federico II" in Neapel.

    Er hat 2023 die Titelpartie der Oper „Achille in Sciro“ von Johann Friedrich Agricola am Theater Altenburg-Gera übernommen.


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    Sopranisten gibt es zwar nicht gerade wie Sand am Meer, aber neben Bruno de Sá und Samuel Mariño gibt es inzwischen einige mehr.


    Onur Abaci

    Der in 1982 in Niederbayern geborene türkische Sopranist Onur Abaci erhielt seine erste musikalische Ausbildung in Neustadt a. d. Donau. Nach einem Klavierstudium am Staatlichen Konservatorium Istanbul absolvierte Abaci ein gesangsstudium am Salzburger Mozarteum. Bereits im Rahmen seines Studiums wirkte er an mehreren Opernproduktionen mit, u. a. Purcells „Dido und Aeneas“, Monteverdis „Krönung der Poppea“ und Mozarts „Figaro“. Zudem trat er ebenfalls in Salzburg als Solist in zwei Uraufführungen von Fausto Tuscano auf.

    Bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik 2011 feierte er als Satririno in Cavallis „La Calisto“ große Erfolge. In der Spielzeit 2010/2011 debütierte er am Saarländischen Staatstheater in Purcells „Dido“ unter Konrad Junghänel. Es folgten Gastengagements ans Nationaltheater Mannheim und das Rokokotheater Schwetzingen. Jüngste Einladungen führten ihn an die Hamburger Kammeroper, ans Landestheater Linz sowie ans Landestheater Schleswig Holstein. Seit der Spielzeit 2019/2020 ist Onur Abaci festes Ensemblemitglied am Regensburger Theater. Sein außerordentlich breites Spektrum umfasst ein vielfältiges Repertoire von Partien der Alten Musik als auch der Moderne.

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    Im März 1953 sang Fanco Corelli in der Uraufführung der Oper Enea von Guido Guerrini in Rom zwei Partien: die Rolle des Königs der Rutuler, Turno, und den Orfeo.

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    Es gibt leider keine Aufnahme dieser frühen Auftritte, aber zumindest gibt es dieses Foto von ihm als Turno.


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    Es gab schon vor mehr als 70 Jahren (1951) eine Frankfurter Produktion von La Juive in deutscher Sprache, auf Tonträger aufgenommen und bei YT zu hören. Mitwirkende sind u.a.: Erna Schlüter in der Rolle der Rachel, Maria-Meta Kopp als Eudoxie,Joachim Sattler als Éléazar


    Zu Anna Devin #1.682, 1704f, 1707, 1765f, 1840, 1966f

    und zu Celine Byrne #346, 2101f, 2108


    Die beiden Sängerinnen sind gemeinsam in einer CD-Aufnahme von La Bohème zu hören:

    Byrne als Mimi, Devin als Musetta.



    Zu Sandra Hamaoui # 2436


    Sandra Hamaoui tritt in der kommenden Spielzeit Auftritte in Hamburg (Carmina Burana und Trionfo di Afrodite von Carl Orff), Genf und Straßburg (Sophie in Werther, mit Pene Pati) und Paris (Sophie in Werther, mit Benjamin Bernheim) auf.


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    Der folgende Beitrag existiert schon lange in meinem Archiv, aber dummerweise hatte ich zwei Bizet-Dateien im Gounod-Ordner abgelegt. Nach mehr als einem Jahr habe ich jetzt meine Recherchen wieder gefunden und kann sie trotz selbst verordneter Sommerpause hier posten.


    La maison du Docteur

    Georges Bizet


    Die erste Oper Bizets (WD 1) gehört immer noch zu den wirklich "unbekannten" Opern, sie wurde erst 134 Jahre nach ihrer Entstehung in einer rekonstruierten Fassung uraufgeführt und wird bis heute in keinem von mir kosultierten Opernführer erwähnt.


    Bizet komponierte das Werk als Übung wahrscheinlich im Jahr 1855 als Student am Pariser Konservatorium. Die Musikologen sind sich allerdings nicht einig darüber, ob er schon früher, evtl 1852, mit der Komposition begann. Anmerkungen auf dem Manuskript legen nahe, dass das Stück schon vor einem kleinen Kreis von Freunden und Professoren am Konservatorium aufgeführt worden sein könnte. Bizet hatte bis dahin hauptsächlich Lieder, Klavierstücke und kleinere Fugenübungen geschrieben; diese Oper ist der erste Versuch eines größeren Werkes.


    Das Manuskript, das nur als Klaviergesang existierte, übergab die Witwe Bizets, Geneviève Halévy , später zusammen mit der 1855 am Konservatorium als Übung in klassischer Komposition geschriebenen Sinfonie in C-Dur an den befreundeten Komponisten Reynaldo Hahn. 1933 sind beide Manuskripte von dem Musikwissenschaftler Jean Chantavoine in der Privatsammlung Hahns, die dieser schon zu Lebzeiten der Bibliothek des Pariser Konservatoriums vermacht hatte, entdeckt worden. Das Libretto von Henry Boisseauxwurde erst in den 1970er Jahren gefunden. Das gleiche Libretto wurde 1854 auch von Paul d'Ivry vertont, der die Oper seinem Freund Charles Gounod widmete. Bizet erfuhr wahrscheinlich durch seinen Lehrer Gounod von dem Text Boisseaux's. Das Manuskript Bizets enthält aber im Vergleich mit d'Ivry mehrere wesentliche Änderungen in den Texten von fünf Gesangsstücke, zwei haben sogar einen vollkommen anderen Text, wobei nicht mehr festzustellen ist, ob die Änderungen vom Komponisten oder vom Librettisten vorgenommen wurden.

    Eine Aufführungsversion von Georges Bizets „La Maison du Docteurwurde erst von William Eugene Girard erstellt und 1989 im Rahmen seiner Dissertaton "A performing version of Georges Bizet's La Maison du Docteur" zur Erlangung des Titels eines "Doctor in Musical Art" an der University of Texas in Austin veröffentlicht. In diesem nur bei proquest.com als PDF für 41,- $ (Hardcover 82,- $) erhältlichen Mammutwerk von 357 Seiten (darin sind auch der Klavierauszug/Gesang (ca. 100 Seiten) und die neu erstellte Partitur für Orchester (ca. 150 Seiten) enthalten. Eine Lieferung nach Russland (!) ist zur Zeit nicht möglich.

    Wegen des Preises habe ich mich mit dem im Internet verfügbaren kostenlosen 24-seitigen Auszug begnügt.

    1989 dirigierte William E. Girard in Austin/Texas die Welturaufführung von Bizets Oper La maison du docteur, die er selbst herausgegeben und orchestriert hatte. Am 28. Mai 2002 wurde im Palais des Arts in Nogent-sur-Marne erstmals eine Bearbeitung für vier Instrumente von Hervé Lacombe für die Gruppe "Quatuor Arlequin" aufgeführt. Die Produktion wurde danach auf mehreren kleinen Festivals in Frankreich aufgeführt,


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    Eine nachträgliche Orchestrierung der Klavierpartitur wurde zudem am 9. Februar 2012 vom Orchestre de la Bastille im Auditorium St. Germain in Paris aufgeführt.


    Einzelheiten zum Inhalt der Oper sind nur sehr spärlich an vielen verschiedenen Stellen veröffentlicht. Die kurze Synopsis beruht daher zum Teil auf dem Material der gleichnamigen Oper Paul d’Ivrys von 1854 mit dem gleichen Libretto von Boisseaux.


    Schauplatz ist das Landhaus des Arztes Dr. Job in der Nähe von London. Es treten fünf Personen auf: der Arzt Dr. Job (Bass), seine 18jährigeTochter Eva (Sopran), die Toby (Tenor) liebt und der hypochondrische Lord Harley (Bariton), der sich durch die Ehe mit Eva eine Linderung seiner diversen Leiden verspricht, und ein Diener (Sprechrolle)


    Handlung

    Doktor Job ist erfreut, eine neue, sehr wirksame Medizin gegen diverse echte und einige eingebildete Krankheiten hergestellt zu haben. Seine Tochter Éva, die bis vor Kurzem in einem Pensionat für Mädchen aus besseren Kreisen untergebracht war, erzählt ihm, dass sie unbedingt heiraten möchte. In Frage kommt ein junger Mann der während ihrer Zeit im Internat regelmäßig an ihrem Fenster vorbeikam, dessen Namen sie aber leider nicht kennt, da sie nie mit ihm gesprochen hat.

    Einer von Doktor Jobs Patienten, Lord Harley, kommt in die Praxis und verspricht jedem, der ihn von seiner Melancholie und Lebensüberdruss heilen kann, eine Belohnung.

    Danach kommt ein junger Mann, Toby, der verzweifelt darüber ist, die Frau, die er liebt, nicht mehr zu sehen. Entschlossen zu sterben, möchte er sich zusätzlich zu dem Seil und der Pistole, die er bereits hat, mit dem neuen Mittel von Doktor Job ausrüsten. Doch plötzlich gibt er sein Vorhaben auf, als er in Eva das junge Mädchen, das er sucht, erkennt. Er bittet sie sofort, ihn zu heiraten. Lord Harley, der mittlerweile sein Leben beenden möchte, kauft Toby das jetzt nutzlose Seil ab. Der aber rät ihm, stattdessen zu heiraten. Der Lord bittet daher der Einfachheit halber seinerseits um Evas Hand und erhält sogar das Einverständnis von Dr. Job. Nach einem komischen Duett der beiden Rivalen “Sort qui traverse et qui renverse mon beau projet(Schicksal, das mein schönes Projekt durchkreuzt und zunichte macht) gibt es natürlich ein Happy End für alle Beteiligten und alle stimmen in den fröhlichen Schlußgesang “Nous avons le cœur en fête“ (Unsere Herzen feiern) ein.


    Die Oper enthält sieben musikalische Nummern mit eingefügten gesprochenen Dialogen.

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    Im Werk Paul d’Ivrys, das ja mehr oder weniger auf dem gleichen Libretto basiert, gibt es acht musikalische Nummern, die zeigen, dass der Aufbau ähnlich ist.



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    Das war alles, was ich rausfinden konnte. Tondokumente und Synopsis gibt es nicht, das Libretto und Noten sind nur kostenpflichtig zu erstehen. Die Französische Nationalbibliothek (BnF) und auch die Library of Congress (LoC) machen keinerlei weiterführenden Angaben zur Oper.




    Verzeichnis der bisherigen Themen

    Stand 23.05.2024


    1. Agnese (Paër) # 292
    2. Alessandro nell'Indie (div. Komponisten) #293
    3. Alfred der Grosse (7 Komponisten) # 222, 272, 355
    4. Amadis (Massenet) # 363
    5. Amerika (Haubenstock-Ramati) # 356f, 432
    6. Amleto (Faccio) #359
    7. Antikrist (Rued Langgaard) # 263, 265ff
    8. Ariane (Jules Massent) # 171
    9. Artaserse (diverse Komponisten) # 59, 148
    10. Bacchus (Jules Massenet # 171
    11. Bühnentechnik der Familie Vergani # 249
    12. Cadmus et Hermione (Lully) # 437
    13. Calypso (Telemann) #401f
    14. Carmen-Urfassung (Bizet) # 338
    15. Caruso a Cuba (Hamel) # 303f
    16. Cassandra (Foccroulle) # 336
    17. Cendrillon (Viardot) # 241, 285
    18. Čertova stěna / Die Teufelswand (Smetana) # 221
    19. Chlestakows Wiederkehr (Klebe) #364
    20. Cinderella (Alma Deutscher) # 161f
    21. Cleopatra (diverse Komponisten) # 164, 166f
    22. Cleopatra's Night (Henry Hadley) # 163, 165
    23. Conchita (Zandonai) # 273
    24. Cupid and death (Locke/Gibbons) # 420
    25. Dalinda (Donizetti) # 412
    26. Dante [e Béatrice] (Godard) # 187
    27. Das Herz (Pfitzner) # 98 - 108
    28. Das Schweigen der Sirenen (Riehm) #398
    29. Das verratene Meer (Henze) # 123, 124
    30. Der Roland von Berlin (Leoncavallo) # 255
    31. Der singende Teufel (Schreker) #326, 416, 435f
    32. Der Unbekannte (Bott) # 247
    33. Der Weg der Verheissung (Weill) #323
    34. Demofonte ( Gluck) # 92
    35. Der Drache (Schauspiel von J. Schwartz) # 439
    36. Der Revisor (Egk) # 364
    37. Des Esels Schatten (Strauss) 316f
    38. Die Bakchantinnen (Wellesz) # 220
    39. Die Eifersüchtigen (Raff) # 284
    40. Die glückliche Hand (Schönberg) #324
    41. Die "Göttliche Komödie" als Quelle für diverse Opern # 185
    42. Die Kathrin (Korngold) # 345
    43. Donna di Veleni (Podda) # 141 – 147
    44. Dubrovsky (Nápravník) # 94, 95, 96
    45. Edmea (Catalani) # 280ff
    46. Eduardo e Cristina (Rossini) #320
    47. Eurydice (Aucoin) # 229, 231ff
    48. Falcone - Il tempo sospeso del volo (Sani) #286
    49. Fausta (Donizetti; Heckmann) #348
    50. Fausto (Berti) # 444ff
    51. Felice Romani (alle Libretti) # 192ff
    52. Flavio Crispo (Heinichen) # 64, 66, 81
    53. Fortunato (Gouvy) # 238
    54. Francesca da Rimini (diverse Komponisten) # 185f, 189ff
    55. François-Joseph Gossec (diverse Opern) # 159
    56. Frédégonde (Guiraud/Saint-Saëns/Dukas) # 223
    57. Gabriella di Vergy (Saint-Saëns) # 227f
    58. Girl with a Pearl Earring #213, 218, 274ff
    59. Gloriana (Britten) # 277
    60. Goyescas ( Granados) # 211f
    61. Guercoeur (Magnard) # 111 – 113
    62. Guiraud, Ernest (Bühnenwerke) # 339f
    63. Gustav Wasa (Koželuh/auch: Kozeluch) #205
    64. Gustave III (Auber) #365
    65. Hamlet (diverse Komponisten) # 93
    66. Hélène (Saint-Saëns) #307f
    67. Hotel Savoy (Beer) # 279
    68. Il figliuol prodigo (Ponchielli) # 366, 381ff
    69. Il Pompeo / Pompeo Magno # 1, 9, 65 - 67
    70. Il Ventaglio (Raimondi) # 349
    71. Inferno (Ronchetti) # 187
    72. Iphigenie in Aulis (diverse Komponisten) # 413-415, 418f
    73. Jessonda (Spohr) # 352
    74. Judith (Gnecchi) # 68 - 78
    75. Julie (diverse Komponisten) # 56
    76. Julien (Charpentier) # 42, 44, 45, 135, 283
    77. Jungfrun i Tornet (Sibelius) # 177, 179ff
    78. King Priam (Tippett) # 237, 253
    79. Krenek – Triptychon: Der Diktator/Das geheime Königreich/Schwergewicht #214
    80. L'amour de loin (Saariaho) #367, 370f
    81. L’ange de Nisida (Donizetti) #323ff
    82. Lanzelot (Dessau) # 439
    83. L'écume des jours (Denisov) # 405f
    84. L’enfant prodigue (Auber) # 385
    85. L’enfant prodigue (Debussy) # 387f
    86. La Chute de la Maison Usher (Debussy) # 87
    87. La Créole (Offenbach) #210
    88. La Lupa (Tutino) #314
    89. La liberazione di Ruggiero dall'isola di Alcina (zwei Komponisten) # 88
    90. La Princesse jaune (Saint-Saëns) #299ff
    91. La Ville morte (Boulanger & Pugno) # 434, 442
    92. Le Cid (Gouvy) # 238
    93. Le dernier Sorcier (Viardot) # 241ff
    94. Le docteur Miracle (Bizet) # 440
    95. Le jongleur de Notre-Dame (Massenet) # 288, 294f
    96. Le Mage (Massenet) #311
    97. Le Timbre d’argent (Saint-Saëns) #224
    98. Leonora ossia l'amor conjugale (Paer) # 89, 90
    99. Les Barbares (Saint-Saëns) #207
    100. Lili Elbe (Picker) #368
    101. Lord Byron's love letter (de Banfield) # 82, 84, 85
    102. Luisella (Mannino) #289, 291
    103. Lunea (Holliger) # 278
    104. Mala vita (Giordano) #315
    105. Margot la Rouge (Delius) # 347
    106. Messidor (Bruneau) #197ff
    107. Minoru Miki Opern # 7, 62, 63, 79 (+ #1f im Opernführer)
    108. Miranda (Musik von Purcell) # 298
    109. Moniuszko Opern/Operetten # 21, 24, 27, 29, 31, 32, 34, 41
    110. Montségur (Landowski) #206
    111. Moro per amore (Stradella) # 287
    112. Moses (Rubinstein) #407
    113. Moses / Мойсей (Skoryk) #409
    114. Mythos Ariadne in der Oper (diverse Komponsten) #173ff
    115. Nana (Gurlitt) #343
    116. Nausicaa (Glanvill-Hicks) #395
    117. Nausikaa (Bungert) #395
    118. Noapte Fortunoasā - Eine stürmische Nacht (Constantinescu) # 252
    119. Nordische Ballade (Gurlitt) # 344
    120. Oberon (Wranitzky) # 149 – 152, 156
    121. Odyssee (diverse Komponisten) # 389f
    122. Olimpiade (diverse Komponisten) # 48, 49, 51
    123. Odysseus auf Ogygia (Arp) #401
    124. Opéra d'Aran (Becaud) # 53, 57, 58
    125. Oresteia (Taneyev) #209
    126. Orfeo (diverse Komponisten) # 86, 229, 233, 236
    127. Osman Bey and the Snails # 346
    128. Panurge (Massenet) #254
    129. Perelà, uomo di fumo (Dusapin) 358
    130. Porin (Lisinski) # 341f
    131. Preziosa (v. Weber) #410f
    132. Push (Moody) # 139, 140
    133. Psyché (Lully) #248ff
    134. Quo vadis? (Nouguès) # 430
    135. Riccardo III. (Canepa) #305f
    136. Richard Wagners unvollendete/unbekannte Opern #372, 374-379
    137. Roma (Massenet) #361f
    138. Rothschilds Geige (Fleischmann) #208
    139. Salambo / Salammbô (div. Komponisten) # 422
    140. Samson (Raff) #325
    141. Santa Chiara (Ernst II Herzog v. Sachsen-Coburg-Gotha) # 244ff, 264, 270
    142. Sardanapal (diverse Komponisten) # 431, 433
    143. Sarka (zwei Komponisten) # 60, 61
    144. Scalia / Ginsburg (Wang) # 20
    145. Schostakowitsch (Bühnenwerke) #329, 331ff, 337
    146. Sigurd (Reyer) # 423
    147. Simplicius Simplicissimus (Hartmann) #408
    148. Sirenen - Bilder des Begehrens ... (Riehm) #398
    149. Stradella (Franck) # 91
    150. Tesla (Kievman) # 19
    151. The Critic (Stanford) # 354
    152. The prodigal son (Britten) # 386
    153. The Visitation (Schuller) # 80, 429
    154. Ulysse (Gounod) #396
    155. Zelta zirgs (Žilinskis) # 125 - 130
    156. Zolotyy obruch (Lyatoshynsky) # 296f
    157. Zugvögel (Husmann) # 178

    In der Sinfonie Nr. 1 "Lied an das Leben" von Enjott Schneider nach Texten aus dem Konzentrationslager Buchenwald

    sind Kirchenglocken vorgesehen.


    Das Werk war ein Kompositionsauftrag des Theaters Erfurt für die Domstufenfestspiele 1999 und thematisiert 'KZ Buchenwald' als thüringisches Thema.

    Ad libitum können - wie in der Uraufführung - verschiedene Glockengeläute eingesetzt werden oder fakultativ vom Tonband eingespielt werden. Formal ist das Werk eine Mischung aus reiner Sinfonie und aus drei darin eingelassenen Orchesterliedern in Mahlers Tradition.

    Im Musiktheater werden Glockenklänge meistens auf sogenannten Platten- oder Röhrenglocken gespielt, welche die echte Glocke ersetzen, z.B. in Der Troubadour, Ein Maskenball, Tosca. Auch in der Oper The Turn of the Screw sind sie von Benjamin Britten vorgesehen.

    In der Pariser Oper wurde 1890 erstmals ein Codophone mit 15 über eine Klaviatur bedienten Röhrenglocken eingesetzt. Dieser Instrumententyp setzte sich aber nicht durch, obwohl Gustave Lyon 1908 nochmals ein Röhrenglockenspiel mit Klaviatur konstruierte.

    Noch eine weitere Info:


    Als Prokofjew am 7. Mai 1918 St. Petersburg verließ um über Wladiwostok und Japan in die USA zu reisen, hatte er im Gepäck die erste Nummer der von Wsewolod Meyerhold zwischen 1914 und 1916 herausgegebenen Zeitschrift "Die Liebe zu den drei Orangen, Doktor Dapertuttos Magazin" bei sich, die die Bearbeitung von Gozzis Fabel enthielt.

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    Prokofjew war von dem Stoff fasziniert und noch während des Aufenthalts in Japan, wo er lange auf das amerikanische Visum warten musste, begann er mit der Einrichtung des Librettos.

    Im Januar 1919 unterschrieb er einen Aufführungsvertrag mit der Oper von Chicago. Obwohl die Partitur bereits im Oktober desselben Jahres fertig vorlag, verzögerte sich die Uraufführung wegen der Bearbeitung und Übersetzung des Librettos bis zum 30. Dezember 1921 und wurde erst möglich, nachdem Mary Garden – Debussys erste Mélisande – die Intendanz des Opernhauses übernommen hatte.

    Die 5 beliebtesten Lieder aus einer Mitgliederumfrage der Jussi-Bjorling-Society-USA

    https://jussibjorlingsociety.org/


    Die Gesellschaft hat kürzlich eine Umfrage zu den beliebtesten Lied-Aufnahmen von Jussi Björling unter den Mitgliedern durchgeführt. Die 5 beliebtesten Aufnahmen sind:


    1. ADELAIDE


    2. O HELGA NATT ("Heilige Nacht" von Adolphe ADAM)


    3. TONERNA (Carl Sjöberg)


    4. L'ALBA SEPARA DELLA LUCE L'OMBRA (F.P. Tosti)


    5. SKOGEN SOVER (Hugo Alfvén)

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    Der jüngere der beiden Söhne Enrico Carusos aus seiner langjährigen Beziehung mit der Sopranistin Ada Giachetti (Giachetti war bereits verheiratet, lebte jedoch von ihrem Ehemann getrennt, und Scheidung war zu dieser Zeit in Italien illegal), war Enrico Caruso Jr. Nach einem Versuch, selbst Sänger zu werden, wurde er ein erfolgreicher Investmentbanker, der zudem das Buch „Enrico Caruso: Mein Vater und meine Familie“ schrieb. Er hatte mehr als zwanzig Jahre damit verbracht, das Buch zu recherchieren, das sowohl von Fans als auch von Kritikern hoch gelobt wurde.


    Es gibt eine Aufnahme seines sängerischen Könnens.





    ....(Von "unserer" derzeitigen Hymne kenn IMO gut nicht die HälTer aller meiner Landsleute den Text - kein Wunder bei einer so hohen Einwohnerzahl mit Immigrationshintergrund - von fast 50% !

    Amtlicher Stand 2023: laut migration.gv.at

    lebten im Durchschnitt des Jahres 2023 nur rund 2,4 Mio. Personen mit Migrationshintergrund in Österreich (= 26,7 % der Gesamtbevölkerung).

    https://www.migration.gv.at/de…lowenien%20und%20Italien.

    Siena Licht Miller


    Siena Licht Miller ist eine deutsch-amerikanische Mezzosopranistin. Nach ihrer Ausbildung am Curtis Institute of Music und am Oberlin Conservatory vervollständigte sie ihre Ausbildung u.a. mit Kursen an der Opera Philadelphia, an der Santa Fe Opera und im Opernstudio in Zürich. Sie ist Preisträgerin der Metropolitan Opera National Council Auditions, der Marilyn Horne Rubin Foundation und der Gerda Lissner Foundation. Höhepunkte ihrer bisherigen Karriere waren eine der zwei Solopartien in der Uraufführung von Denis and Katya von Philip Venables an der Opera Philadelphia


    und ihr Auftritt als Mallika in einer konzertanten Aufführungsserie der Lakmé an der Seite von Sabine Devieilhe, Eduardo Rocha und Philippe Sly.

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    Foto©: Toni Suter, Quelle: opernhaus.ch


    Dazu aus einigen Kritiken

    opernmagazin.de:

    Mit der Mezzosopranistin Siena Licht Miller, welche als Mallika, die Begleiterin von Lakmé, ihr Rollendebüt gab, hat man die perfekte Stimme für das äusserst beliebte „Blumenduett“ gefunden. So bildete dieses Duett einen weiteren Höhepunkt des Abends.

    Der Opernfreund:

    Siena Licht Miller sang als Mallika zusammen mit Sabine Devieilhe das berühmte Blumenduett. Ihre wunderbar präsente, samtene Mezzosopran Stimme kontrastierte aufs Schönste mit Devieilhes lichtem, lyrischen Sopran.


    Originalsprache: Französisch

    Eine kleine Anmerkung am Rande: die Originalfassung der Oper ist in russischer Sprache. Da das amerikanische Publikum aber keine Komödie mit einem russischen Libretto akzeptieren würde, erstellte der Komponist zusammen mit Véra Janacopulos speziell für die Uraufführung in Chicago eine Übertragung ins Französische, denn keiner der beiden beherrschte die englische Sprache ausreichend genug.

    So funktioniert Kulturpolitik in Deutschland


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    Erstmals nach rund 175 Jahren sollte am 26. Mai in Darmstadt die Oper „Gudrun“ des früheren Darmstädter Hofmusikdirektors Carl Amand Mangold (1813-1889) aufgeführt werden. Doch daraus wird nichts. Wegen nicht bewilligter Zuschüsse durch die Stadt und das Ministerium für Wissenschaft und Kunst wurde die geplante Wiederaufführung der Oper kurzfristig abgesagt. Das Material der Uraufführung war extra restauriert und für die Wiedererstaufführung vorbereitet worden, nachdem ursprünglich eine Fördersumme von 52 000 Euro zugesagt worden war. Der Sprecher der Stadt Darmstadt teilte mit, es gebe „keinen Grund, wonach sich der Konzertchor von der offiziellen Kulturpolitik der Stadt im Stich gelassen fühlen sollte“.


    Meine bisherigen Recherchen zu dieser Oper sind deshalb inzwischen obsolet.

    Libretto:

    https://www.loc.gov/resource/music.musschatz-11956/?sp=3