Beiträge von Orfeo

    Zeitgenössisch ist das Album "Cuerdas del destino" der mexikanischen Komponistin Hilda Paredes aus den Jahren 2007–2008.



    Es enthält neben dem Titelstück auch die 'Canciones lunáticas' gesungen vom Countertenor Jake Arditti.

    Ich habe es gefunden: Sommertag im Walde (1884) von Valentin Ruths. Das Gemälde befindet sich in der Sammlung Schloss Gottorf.


    FSG_Erwerbungen_2020-46%20Ruths-Sommertag%20im%20Walde-e31e2ac1.jpg


    Ruths zählt zu den wichtigsten Landschaftsmalern Norddeutschlands im späten 19. Jahrhundert. Er studierte er an den Kunstakademien München und Düsseldorf. Von 1855 bis 1857 sammelte er Erfahrungen beim Studienaufenthalt in Italien. Er erregte Aufmerksamkeit durch seine Ausmalung des Altbau-Treppenhauses der Hamburger Kunsthalle

    Die sollen lieber weitere neue Sachen machen. Z.B. Haydn.

    Den Vorschlag könnte man ja mal vorbringen bei

    der *Société éditrice Scenôra SAS, 29 grande rue Charles de Gaulle, 94130 Nogent-sur-Marne, France*. Vielleicht freuen die sich über solche Anregungen.

    Aber es gilt zu bedenken, dass in den letzten Jahren Joseph Haydns Oper Il Mondo della Luna 2023 in Metz nur drei Vorstellungen erlebte und Orlando Paladino im März 2012 im Théâtre du Châtelet auch nur kurze Zeit gegeben wurde.

    Dazwischen wurde in ganz Frankreich elf Jahre lang keine einzige Oper von Haydn aufgeführt. Haydn als Opernkomponist spielt in dem Land nur eine winzig kleine Rolle und eine Publikation über eine seiner Opern wäre nur ein Ladenhüter, der noch nicht mal die Kosten decken würde. Der Verlag ist nun mal ein kommerzielles Unternehmen.

    Die nächsten Neuerscheinungen von ASO nach Salieris Tarare stehen bereits fest: im November gibt es eine Sonderausgabe zum Thema „50 Jahre Avant-Scène Opéra", im Januar 2027 folgt Auguste Mermets "Roland à Roncevaux" (Das 1864 mit Unterstützung Napoleons III. uraufgeführte Werk war durchaus erfolgreich mit 59 Aufführungen innerhalb eines Jahres, verschwand jedoch mit dem Ende des Zweiten Kaiserreichs aus dem Repertoire. Wiederentdeckung des Grand Théâtre Massenet in Saint Étienne.)

    Im März 2027 folgt Piazzollas "María de Buenos Aires".

    Je mehr man eintaucht in die französiche Opernwelt, desto spannender wir es.


    In # 15 wurde bereits geklärt, wieso Lehars Giuditta 2025 eine eigene Ausgabe (No. 345) bekam: weil Alain Perroux sowohl für L'Avant-Scène Opera schreibt und er auch Intendant der Opera du Rhin ist.

    In # 12 gab es Antwort auf die Frage, wieso Frank Martins Der Sturm einen eigenen Band bekam: weil die Oper im Jahr 2026 70 Jahre alt wird und es zum 70. Geburtstag in Genf eine neue Inszenierung gibt. Aber, jetzt wird es interessant, denn genau mit Beginn der Spielzeit im Septemder wird Alain Perroux Nachfolger von Aviel Cahn in Genf werden.

    Dort wird übrigens im Sommer 2027 Bernsteins Candide aufgeführt. Für die Candide-Ausgabe # 234 (Sept. 2006) hatt er einige Beiträge verfasst, darunter die Analyse der verschiedenen Fassungen ( 1956, 1973–1982) sowie die Diskografie und Videografie des Werks.


    candide.jpg?v=1758486279&width=713


    Gibt es dann vielleicht eine Neuauflage?

    "Forum Opéra" veröffentlichte am 25. September 2017 einen längeren und ausführlichen Artikel über L'Avant-Scène Opéra mit dem Titel "bible ou objet de désir" (Bibel oder Objekt des Begehrens), in dem Michel Pazdro und Chantal Cazaux im Gespräch mit Laurent Bury auf die Geschichte der Zeitschrift blicken.

    Den französichen Text kann man ins Deutsche übersetzen lassen.


    Themen sind u.a.

    - Das Prinzip der Verbindung mit aktuellen Ereignissen in Opernhäusern

    - Entscheidungen über die Aufnahme neuer Titel

    - Kriterien zu Auswahl

    - Zusammenarbeit mit Opernhäusern

    Wobei ich mich immer noch frage, was zu dem Band "Giuditta" (Lehar) von 2025 geführt hat...

    Das geht ganz einfach nach dem Prinzip "eine Hand wäscht die andere".


    Giuditta (#345/März 2025) wurde im Rahmen des "Festival Arsmondo Mediterraneum" vom 24. April bis 20. Mai 2025 von der Opéra du Rhin aufgeführt.

    Der Intendant der Opéra national du Rhin, Alain Perroux, arbeitet zeitgleich als redaktioneller Berater für L'Avant-Scène Opéra. Er leitet sowohl die Programmierung des Arsmondo-Festivals als auch die inhaltliche Ausrichtung an der Oper.

    Zudem bietet das Opernhaus standardmäßig für ausgewählte Produktionen ein exklusives VIP-Paket unter dem Namen „Formule Avant-Scène“ an (inklusive Logenplätzen, Programmheften und Backstage-Führungen).

    Ich wundere mich etwas, dass "Das Mädchen mit den Schwefelhölzern" von Lachenmann nicht vorkommt, obwohl es sicherlich eine der bedeutendsten Opern der letzten 30 Jahre sein dürfte.

    Aber anscheinend ist das Interesse an dieser Oper in Frankreich sehr marginal.

    Das Magazin richet sich an ein frankophones Publikum und berücksichtigt in erster Linie dessen Interessen.

    Ich fand außer der Koproduktion der Staatsoper Stuttgart mit dem Festival d’Automne im September 2001 in Pariskeine weiteren Inszenierungen.

    Für die Wahl von "Der Sturm" von Frank Martin habe ich keine Erklärung, zumal die Oper im Original auf Deutsch ist.

    Die Zauberflöte ist auch auf Deutsch und hat es inzwischen bei L'Avant-Scène auf vier Ausgaben gebracht.

    Man kann nur vermuten, nach welchen Kriterien eine Oper in die Reihe aufgenommen wird. Bei Frank Martin gäbe es einige Vorschläge:

    - "Der Sturm" wurde vor 70 Jahren, am 17. Juni 1956 in Wien unter der Leitung von Ernest Ansermet uraufgeführt. Es gibt also einen runden Geburtstag zu feiern.

    - Im September 2026, also 70 Jahre nach der UA, gibt es in Genf eine neue Produktion der Oper in der französischen Version (La Tempête, Libretto übersetzt von Pauline Martin). Von Charles Sigel wird bei "Forumopera.com" sogar explizit darauf hingewiesen, dass diese neue Produktion der Grund für die Ausgabe # 350 von L'Avant-Scene Opéra ist: C’est sa prochaine présentation par le Grand Théâtre de Genève qui offre prétexte à un ensemble de documents aussi complet qu’utile.

    La-Tempete-couverture.jpg


    Lieber moderato,

    der Hinweis ist eine Falle. Wenn ich deinen Text übersetzen lasse bekomme ich als Ergebnis, dass ich nach dem Schöpfer des "ungarischen Nationaldramas" suchen soll.

    Als das ungarische Nationaldrama schlechthin gilt das historische Trauerspiel „Bánk bán“ von József Katona - das zumindest behauptet Google.
    Das Cover zeigt aber weder eine Szene aus "Bánk bán" noch ist der Maler des Covers József Katona. Der war nämlich Rechtsanwalt und Dramatiker und hat höchstens als Hobby mal gemalt.

    Ein Hinweis: Für die Bilder-Suchmaschine ist nur ein einziges auf dem Cover stehendes Wort nötig.

    KO

    Bei der Uraufführung im Jahr 1895 an der Pariser Opéra war das Finale beziehungsweise der vierte Akt der Oper La Montagne Noire gegen den ausdrücklichen Willen der Komponistin stark gekürzt und beschnitten worden. Palazzetto Bru Zane in Venedig hat die Partitur rekonstruiert, um die ursprüngliche, vollständige Fassung der Komponistin mitsamt dem gestrichenen Originalfinale erstmals wieder spielbar zu machen und das Werk der (zu Unrecht) vergessenen Komponistin zu rehabilitieren.

    Nach der Wiederherstellung meldete die Oper Dortmund ihr Interesse an, weshalb die Oper dann 2024 dort aufgeführt werden konnte. Nach Frédégonde von Camille Saint-Saëns /Ernest Guiraud /Paul Dukas war das die zweite Dortmunder Koproduktion mit Palazetto Bru Zane.

    Die Produktion von Frédégonde wurde übrigens vom Magazin Opernwelt zur Wiederentdeckung des Jahres 2022 gekürt!


    page9-1280px-Holm%C3%A8s_-_La_montagne-noire.djvu.jpg?utm_source=fr.wikisource.org&utm_campaign=parser&utm_content=thumbnail

    Das Stück wurde in Bordeaux aufgenommen und wird in absehbarer Zeit in der Reihe «Opéra français» des Bru Zane Label erscheinen.

    Augusta_Holmes_1000x400.jpeg

    Ich lebe .... seit 2010 vegan, außerdem alkohol- und nikotinfrei seit Geburt. .... Das alles gibt so viel mehr Lebensqualität ....

    Ich hoffe du spielst kein Instrument, denn vegan zu musizieren ist gar nicht so einfach. Vor allem Rosshaar, Kleber aus Knochenmehl, Darmseiten, Tierfelle, Wollfilz, Schellack und Leder sind in Musikinstrumenten omnipräsent.


    Fiddle-YI-Vegan_234-e1631229859460.jpg?fit=800%2C911&ssl=1


    Der irische Instrumentenbauer Padraig O’Dubhlaoidh hat die erste vegan-zertifizierte Geige 2022 auf den Markt gebracht. The Vegan Society gab die offizielle Registrierung mit ihrem Markenzeichen am 13. Januar 2022 bekannt.


    Eine nicht ganz erst gemeinte Frage dazu: kann man eigentlich einen Unterschied hören?

    L’Avant-scène Opéra ist eine zweimonatlich erscheinende Zeitschrift, die sich dem Opernrepertoire widmet. Jede Ausgabe bietet eine umfassende Auseinandersetzung mit einer bestimmten Oper und enthält unter anderem eine Übersetzung des Librettos, eine musikalische Analyse der Partitur, verschiedene historische und literarische Studien zum Werk, vergleichende Diskografien und Videografien sowie umfangreiches Bildmaterial.

    L’Avant-scène Opéra wurde 1976 als Ableger der Publikationsreihe L’Avant-scène gegründet – neben L’Avant-scène Théâtre und L’Avant-scène Cinéma.

    Nachdem die Einstellung des Betriebs Anfang 2025 angekündigt wurde, wurde das Magazin von Damien Dutilleul (Ôlyrix) im November 2025 gerettet und erscheint gedruckt und digital. Es bietet jetzt ein noch reichhaltigeres Programm: in Monaten mit ungerader Zahl: Eine brandneue Ausgabe (im klassischen zweimonatlichen Rhythmus). In Monaten mit gerader Zahl: Eine „Essential“-Ausgabe, die ein bedeutendes Meisterwerk des Repertoires neu präsentiert

    1976-2000.jpg


    Bezüglich fehlender Titel sind zwei Dinge zu bedenken:

    1) Das Magazin richet sich an ein frankophones Publikum und berücksichtigt in erster Linie dessen Interessen. Schreker z.B. führt in Frankreich ein noch ausgeprägteres Nischendasein als in deutschsprachigen Ländern, was das Fehlen dieses Komponisten erklären kann.

    2) Ziel der Publikation ist nicht, einen umfassende Opernführer herauszugeben. Vielmehr legt man Wert daruf, möglichst zeitnah auf aktuelle Ereignisse zu reagieren.


    Schönes Beispiel dafür ist die Oper "La Montagne noire" von Augusta Holmès. Holmès schrieb vier Opern, von denen aber nur diese Oper als einzige veröffentlicht wurde. Nach der Uraufführung im Februar 1895 im Palais Garnier der Pariser Oper wurde sie bis Januar 2024 nie mehr aufgeführt. Mit Unterstützung von Palazetto Bru Zane und in Zusammenarbeit mit der Oper Theater Dortmund und der Opéra National de Bordeaux (Mai 2026) konnte nach 130 Jahren sehr erfolgreich eine Wiederentdeckung gefeiert werden. Dass diese Oper ausgewählt wurde, hat nichts damit zu tun, dass man unbedingt das Werk einer Frau vorstellen wollte

    Wobei ich mich frage, ob die Wahl dieser Oper (La Montagne noire) geschickt war, wenn man unbedingt ein Werk von einer Frau publizieren wollte. Gibt es da wirklich nichts Bekannteres?

    Die Aufführung in Bordeaux war im Mai 2026, im gleichen Monat erschien das Heft #349. Aktueller gehts nicht.

    c3ff73ef7879bea80cebb46398cbd62e_1777761206.webp

    Das Titelmotiv eines Leporellos der Hamburgische Staatsoper für September/Oktober zeigt einen nackten Mann an einem Baum klammernd.


    Kulturverfall1-e1787743641666.jpg


    Die Staatsoper habe für die Produktion und Verbreitung ihres öffentlich ausgelegten Monatsleporellos für August und September rund 9.800 Euro brutto aus dem Budget der Staatsoper aufgewendet. Der kulturpolitische Sprecher der AFD, Eugen Seiler, sagt dazu: "Dafür fast 10.000 Euro an öffentlichen Mitteln auszugeben, zeugt von einem verantwortungslosen Umgang mit Steuergeldern. Hamburgs Kulturbetrieb sollte für Qualität und Niveau stehen ... Diese Form der ‚Kultur‘ schadet dem Ansehen unserer einst so stolzen Hansestadt".

    Was Chopin über seine Landsleute dachte

    .... das Zitat zeigt wohl eher, wie überzeugt der zwanzigjährige Chopin von sich selber war.


    Ist die Quelle des Zitats Eleonore Bünings Buch „Chopin: Der Poet am Klavier"?


    Die zitierte Stelle findet sich in einem Brief Chopins an Tytus Woyciechowsk (Brief Nr. 66, datiert am 22. September 1830): "Łzy jak groch padać będą ze wszech stron, wzdłuż i wszerz miasta, od Kopernika do Zdrojów, od Banku do kolumny króla Zygmunta. A ja jak kamień zimny i nieczuły, śmiać się będę z biednych ludzi, co mię tak czule żegnać będą...“

    ("Erbsengroße Tränen werden von überall herabfallen, über die ganze Stadt hinweg – von Copernicus bis Zdroje, von der Bank bis zur Sigismundsäule. Und ich, kalt und gefühllos wie Stein, werde über die armen Leute lachen, die mir einen so zärtlichen Abschied bereiten...)

    aus: Chopin. Briefe (Herausgegeben von Krystyna Kobylańska, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1983). In dieser Standardausgabe der deutschen Übersetzung ist der ganze Brief auf den Seiten 78–81 abgedruckt.

    Wolf-Ferraris Kantate könnte man als Destillat des Textes von Dante bezeichnen, wobei er diesem aber nicht chronologisch folgt.

    Dantes Vita nova enthält 31 lyrische Gedichte, 25 Sonette oder Doppelsonette, 5 Kanzonen oder Kanzonenstanzen, 1Ballade.


    Der italienische Text der Kantate (mit deutscher Übersetzung)

    Der Text von Dantes "Vita Nova" alle 42 Kapitel


    Deutscher Text von Dantes "Vita Nova"


    in diesem Palazzo in Venedig starb Ermanno Wolf-Ferrari 1948

    12812.jpg

    Ger Verrips hatte Anfang 1977 das Hörspiel "Een vrouw alleen" (Eine Frau allein) geschrieben, das von einer Frau handelt, die Pianistin werden wollte, es aber nie schaffte.

    In diesem Stück wurde der Text mit Musikstücken illustriert, die von Youri Egorov gespielt wurden; er war erst wenige Monate vorher von Russland in die Niederlande emigriert und hatte zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel zu tun.


    Youri Egorov spielt Schuberts Opus 90, Impromptu Nr. 4.

    Hier kann man sich die Aufnahme abspielen.


    550x838.jpg