Vor der brütenden Hitze ins Kino geflüchtet, auf dem Programm der Film:
"Agora estou aqui"
Wenn ich richtig informiert bin, kommt das Werk in Deutschland Mitte März in die Kinos, unter dem Titel "Für immer hier".
Walter Salles und seine Drehbuch-Autoren thematisieren das Schicksal der Familie Paiva während der brasilianischen Militärdiktatur. Ruhig und eindringlich erzählt Salles die Geschichte, mit einem grandiosen Cast. Allen voran die hinreißende Fernanda Torres. Eindrucksvoll gestaltet deren Mutter, Fernanda Montenegro, hochbetagte 95 Jahre, die Figur der Eunice in deren letzter Lebensphase.
Ungewöhnlich gut besucht das Kino, an diesem Montagabend. Noch überraschender: der anhaltende Applaus am Ende. Der Film trifft den Nerv vieler Menschen hierzulande. Dieser Tage las ich, dass bereits über 4 Millionen Zuschauer gezählt wurden.
Ich fühlte mich an "Holocaust - Die Geschichte der Familie Weiss" erinnert. Diese amerikanische Mini-Serie löste 1979 bekanntlich eine breite Diskussion über die Nazi-Verbrechen aus.
