Ich höre sehr viele Klaviersonaten, daher fällt es mir schwer, die liebsten so schwarz auf weiß zu benennen.
Von Mozart höre ich eigentlich alle Sonaten sehr gerne. Dabei ist die Trias KV 279-281 mit dem langsamen Satz in der f-Dur Sonat besonders gerne gehört.
Von Beethoven sind es eher die Opp. 31, sehr gerne auch die Große Sonate Op. 7 , Waldstein und Pathétique als Mittelwerke und die letzten Sonaten mit Betonung auf 106, 109 und 111.
Bei Schubert werden es mittlerweile mehr. Neben den drei letzten wichtigen, kommt noch die Gasteiner hinzu. Aber auch unvollkommene können hin und wieder sehr positiv überraschen.
Die Liszt-Sonate ist natürlich interessant, kann mir aber auch, wenn so manche harmonische Süßlichkeit überbetont wird, auf den Nerv gehen.
Den Brahms Sonaten gewinne ich mittlerweile etwas mehr ab. Busonis f-Moll Sonate, ein Jugendwerk, gefällt mir außerordentlich. Nikolai Medtners Sonaten sind eine Pracht, besonders Op.25/2 der Nachtwind kann einen von den Socken hauen.
Auch Godowskis monströse Sonate gefällt mir. Nach dem Krieg kämen noch Boulez' zweite Sonate und Barraqués Sonate hinzu
Prokofieffs Sonaten haben auch zum Teil große Reize, müssen aber interpretiert werden können, sonst kommt manches etwas zu banal rüber. Ich finde vor allem auch die frühen Sonaten spannend. Sehr spannend ist auch die erste Sonate von Schostakowitsch, ebenso wie Bergs fantastisches Erstlingswerk. dazu muss man die beiden historisch getriggerten Sonaten von Janáček und Kar Amadeus hartmann mit aufführen. Bartók Sonate ist natürlich auch wunderbar, sticht aber aus dem Gesamtwerk nicht so heraus.
Da ist natürlich nicht alles wirkungsgeschichtlich gleichmächtig. Es geht aber um Gefallen.
Also gesammelt
Mozart
Beethoven
Schubert
Liszt
Brahms
Janáček
Berg
Godowski
Medtner
Prokofieff
Schostakowitsch
Bartók
Hartmann
Boulez
Barraqué
da habe ich in der Eile noch die Klaviersonaten von Charles Ives vergessen. Beide gefallen mir sehr gut, wobei die zweite allgemein als bedeutender angesehen wird.


