Beiträge von astewes

    Also: Im Forum stöbern - das forum verlassen und dann vio Google bei jpc bestellen

    Da gibts keine Provision

    Ich übernehme häufiger den Link der mir aus dem Forum generiert wird und gebe ihn in einen anderen Browser ein, weil die jpc-Seite bei mir im Firefox nicht ordentlich funktioniert. Das sollte aber klappen? .... hoffe ich

    So ein wenig ist dann doch noch dazu gekommen (oder kommt noch)


    und



    und





    eine Graener-Versuch und eine Kraus Erweiterung .... Auf den Schubert bin ich besonders gespannt ... und den Miles Davis ... und den Szymanowski , ja irgendwie auf alle :)

    Stephen Hough kann nach Hause. Isserlis bleibt noch ein wenig und sorgt für einen angenehm verb(r)achten Abend.



    Johann Sebastian Bach


    Suite für Cello solo Nr. 1 in in G-Dur BWV 1007 (1720)

    Suite für Cello solo Nr. 2 in in d-Moll BWV 1008 (1720)

    Suite für Cello solo Nr. 3 in in C-Dur BWV 1009 (1720)


    Steven Isserlis, cello

    AD: Dezember 2005, Henry Wood Hall, London, England








    Einen angenehmen Abend allen Taminos :hello:


    Cello und Klavier, das machen wir ...



    Edvard Grieg

    Sonate für Cello und Klavier in a-Moll, Op. 36 (1882-83)


    Stephen Hough

    Sonate für Cello und Klavier linke Hand "Les adieux" (2013)


    Felix Mendelssohn

    Sonate für Cello und Klavier Nr. 2 in D-Dur, Op. 58 (1843)


    Steven Isserlis, Cello

    Stephen Hough, Klavier

    AD: Dezember 2013, Juni 2014, The Parish Church of St. John the Baptist, Loughton , Essex

    Ich erlaube mir im Klassik Thread E-Gitarre zu hören :)



    Rebecca Saunders


    Blaauw, für Trompete (2004)

    Blue and Gray, für zwei Kontrabässe (2005)

    Duo, für Violine und Klavier (1996-99)

    Vermillion, für Klarinette, E-Gitarre und Cello (2003)

    Stirrings Still, für 5 Instrumente (2006)


    Ensemble Musikfabrik

    AD: Dezember 2006, März 2007, Kammermusiksaal, Deutschlandfunk, Köln

    Das neue Remastering mit 24 Bit 96 KHz-Technik knüpft hier an: Die ästhetischen Qualitäten der Aufnahme sind gewahrt - die sagenhafte Homogenität. Aber sie ist einfach nur feiner, substanzreicher und einen Tick klarer. Ein deutlicher Hörgewinn - vor allem zu der Ausgabe in der Michelangeli-Box von 2002:


    Es freut mich, dass Du da ähnlich denkst. Mir ist insbesondere bei einigen Forte-Stelle bessere Durchsichtigkeit des Klanges aufgefallen. Man meint manchmal die einzelnen Saiten schwingen zu sehen, was ich für Aufnahmematerial aus den Siebzigern für fast einzigartig halte. Hier ist selbstverständlich schon das analoge Material von bester Qualität. Ob da Michelangeli mitgewirkt hat?


    Zitat von Christian B.

    Offenbar hat die DG die remasterten Versionen auch als Stream herausgegeben, das ist für mich praktischer und auch auf Spotify und Qobuz verfügbar:


    Wenn Du sowieso über qobuz streamst, macht es dann nicht Sinn, gleich die 192 kHz Variante zu hören?


    https://www.qobuz.com/de-de/al…ichelangeli/ptdc2php5motc


    und


    https://www.qobuz.com/de-de/al…ichelangeli/oql3u5rm3a7kb

    Der Kontrabassist des Klangforum Wien Uli Fussenegger hat eine Komposition für Saxophon, Cello, Kontrabass und E-Gitarre geschrieben. Im Hintergrund wird Tonbandmaterial von Giacinto Scelsi gespielt. Das Werk trägt den Titel San Teodoro 8.


    Zu finden ist es auf der CD Scelsi Revisited vom Klangforum Wien.



    Hier spielt der oben schon erwähnte Gitarrist Yaron Deutsch. Auch im Internet findet sich das Stück. Gitarrist ist hier Martin Siewert


    Kannst Du das noch etwas genauer anzeigen (welche Sekunde)?

    Es waren weniger die Tonhöhen, sondern das Rhythmusgefühl des Gitarristen. Ich meine Rockstücke zu kennen, die die rhythmisch sehr ähnlich sind (zumindest teilweise). Das ist aber schon, wie ich finde ganz am Anfang zu hören, wenn man die Interpretationen von Miki Skuta und Flavio Virzi vergleicht. Vielleicht ist es aber auch nur ein "Feeling" was der zweite Gitarrist hat und was nicht Gegenstand der Komposition an sich ist. Ich schaue mal, ob ich das mir vorschwebende Stück finde, was aber eher zufällig sein dürfte :(

    Beim Murail höre ich keine Rock-Wurzeln. Und beim Dessner nicht so viel "Klassik", aber auch egal.

    Sorry, habe mich wohl etwas verwirrend ausgedrückt. Dessner steigt ein. Das hier gezeigte Stück Haven gehört da sicher nur teilweise rein.


    Bei Murail finde ich den Rock nur in der zweiten Interpretation. Wieweit die nun "Rockwurzeln" der Komposition freilegt oder dazuaddiert kann ich nicht beurteilen.

    Wo wir schon bei etwas ungewöhnlichem Repertoire sind. Der britische Rock-Keyboarder, Pianist und Komponist Keith Emerson (*1944 - †2016) hat sich in den Siebzigern im Rahmen von Emerson, Lake & Palmer um die Verbreitung klassicher Musik in eigenen Bearbeitungen verdient gemacht. Viele haben in der Schule die Namen Ginastera, Mussorsgki, Copland und Gulda überhaupt durch ELP zum erstenmal gehört......


    Emerson veröffentliche auf dem 77-ger Album Works vol. I sein Klavierkonzert Nr 1. Anders, als viele andere Versuche von etablierten Rockgruppen, die Rockformation mit einem klassichen Orchester spielen zu lassen ( Deep Purple Concerto for Group and Orchestra) handelt es sich hier um ein "im klassichen Sinne" komponiertes Klavierkonzert.


    Hier vom Originalalbum mit dem London Philharmonis Orchestra unter der Leitung von John Mayer




    Emerson war ein fanatischer Pianist, was ihm später dann zum Verhängnis wurde. Seine wohl nicht mehr heilbare fokale Dystonie der rechten Hand trieb ihn 2016 in den Suizid.


    Die blinde Jazzpianistin und Multiinstrumentalistin Rachel Flowers hat sein Klavierkonzert für Flöte und Klavier bearbeitet. Sie spielt live und beide Instrumente gleichzeitig. Da muss ein paar Schnitzer in Kauf nehmen. Irgendwie trotzdem sehr sympathisch ...


    Wenn es um unterhaltsame und schöne Klavierkonzerte des 20. und 21. Jahrhunderts geht, darf das von Friedrich Gulda nicht fehlen. Das Concerto for Myself ist nicht zuletzt auch ein Konzert für Ursula Anders, die Schlagzeugerin war und mit der er auch den Liederkreis von Schumann aufgenommen hat. Nebenbei war sie über viele Jahre seine Lebensgefährtin. ;) Das "Lament for U" und andere Satzbezeichnungen haben also eine augenzwinkernde Doppelbedeutung.


    Ich möchte auf eine sehr interessante Einspielung hinweisen.



    Es spielt das Giraud Ensemble Chamber Orchestra mit den eigenen Solisten das Gulda-Konzert (erste Aufnahme ohne den Komponisten am Flügel nach Booklettext), die klassiche Sinfonie von Prokofieff (durchaus auch eine augenzwinkernde Komposition ;)) und das Konzert für zwei Klaviere von Poulenc, was hier im Thread auch schon mehrfach positiv erwähnt wurde.


    Das Ensemble spielt mit Begeisterung (also keine vertrötenden Wiener Philharmonischen Bläser :P) in einer sehr durchsichtigen Kammerbesetzung, was vielleicht ein wenig Umgewöhnung braucht, aber im Endeffekt auch wegen der ausgezeichneten technischen Qualität der Aufnahme neue Reize liefern kann.


    Da das Gulda-Konzert noch nicht im Thread auftauchte , hier noch ein Webverweis mit den Berlinern



    live aus dem Jahre 1991. Vom 3. März aus dem Kammermusiksaal der Philharmonie (irgendwie fragt man sich schon, wie man dieses Orchesteraufgebot in den Kammermusiksaal hineinbekommt??)

    Obwohl die Einspielung durch das Studio b-sharp music & media solutions Berlin in 24bit/192kHz Technologie restauriert worden ist, klingt das Ergebnis für die Zeit (1976) nicht wirklich befriedigend. Das ist mir leider bei so einigen Scheiben aus der Box aufgefallen.

    In dem Thread über Remastering hatte ich die Debussy Aufnahme von Michelangeli vorgestellt, die offensichtlich nicht nur IMO sehr gut remastert wurde. Man kann aber hören, dass man sich in eine solche Aufnahme sehr genau hineinhören muss, um a) die Schwächen zu analysieren und b) dann in Handarbeit zu tunen. Bei so großen Vorhaben wie Deiner Box vermute ich, dass aus Kostengründen einfach an einer Aufnahme kalibriert wurde und dann mechanisch alles mit denselben Einstellungen durchgemastert wurde. Das funktioniert höchstens zufällig.


    Heute morgen mit Liszt auf einer trashigen Reise in der Schweiz unterwegs gewesen



    Franz Liszt


    Années de Pèlerinage, erste Jahr in der Schweiz , für Klavier (1848-55)


    Sinae Lee, Klavier

    AD: 2012, Royal Conservatory of Scottland

    In Unkenntnis dessen, was damals so der Kontext war, bringt mich in der zeitlichen Distanz Endlers Aussage, bei Guldas Concerto handele es sich um "muntere Gartenzwergmusik", herzhaft zum Lachen - und die Reaktion wirkt doch ziemlich unsouverän: "Der Gescholtene ließ nun die Wiener wissen, er werde dort nicht mehr auftreten, solange Franz Endler Musikkritiken schreibt

    Das ist ein inhärentes Problem. Die Tatsache, dass Du lachen konntest, zeigt wahrscheinlich nur, dass Endler (ich kenne ihn leider nicht ;)) wahrscheinlich ein ganz guter Kritiker war (ist?). Das ist der Job des Kritikers. Er muss sein Publikum für die Kunst interessieren. Im Endeffekt ein grobes Geschäft, Hauen und Stechen gehören zum Business.


    Gulda war nicht souverän. Sein Werk als Furz bezeichnet zu sehen, hat ihn wahrscheinlich wirklich getroffen. Die Freude der Kritiker und des Publikums sind das Leiden des Künstlers. Auf lange Sicht gewinnt immer die Kunst. Kritiker und Publikum verschwinden, aber hilft das im Augenblick?


    Das ist ein ganz alter Zwiespalt. Der Kritiker hat die Macht heute, aber der Künstler schafft ein Werk für die E. ...... Wen interessieren nach vielen Jahren noch irgendwelche Kritiken, wenn man das Werk noch hört. Mich nicht!


    Interessant zu erfahren wäre der Ausgang dieses Kräftemessens der Wiener Titanen. Hat man dem Endler wienweit den Stuhl vor die Saaltüren gestellt? Oder hat der mimosenhafte Herr Compositeur doch irgendwann wieder - mutmaßlich zähneknirschend - Konzerte gegeben, bei denen Endler in der ersten Reihe saß?

    Ich vermute, dass es so war. Kritiker sind immer wichtiger als Künstler ;)

    Nun zum Abendprogramm. Das Wedeln mit den Covern sorgt ganz nebenbei auch für gute Luft .. :)


    Eine sehr neue Aufnahme des jungen italienischen Pianisten Filippo Gorini



    Johann Sebastian Bach


    Die Kunst der Fuge, für Klavier (oder andere Instrumente) BWV 1080 (1742)


    Filippo Gorini, Klavier

    AD: September 2020, Teldex Studio Berlin







    Allen Taminos eine wohlverfugten Abend! :hello:

    Beim Ferneyhough-Hören die Zeit etwas aus den Augen verloren und noch gleich sein drittes Streichquartett und dann noch sein viertes angehängt, wo mich dann der Sopran aus den Träumen riss ... 8-)


    Nun vom Traum zum Furz, wie ich dem Beitrag #48 in Romantische Klavierkonzerte - Jenseits der Hyperion Serie entnehmen durfte. Die Kritiker sind schon schon ein eigenwilliges Völkchen. Ihre Formulierungen wecken nicht selten den Eindruck nicht mehr hinterfragbarer Autorität und trotzdem scheinen ihre Urteile deutlich vergänglicher zu sein als das Kritisierte. Man möchte fast sagen, Urteile ... vom Winde verweht ....


    Aber ihre gesellschaftliche Aufgabe verdient allen Respekt!




    Friedrich Gulda

    Concerto for Myself, für Jazz-Trio und Orchester (1988)


    Sergei Prokofieff

    Sinfonia Classique (Sinfonie Nr. 1 in D-Dur) , Op. 25 (1916-17)


    Francis Poulenc

    Concerto für 2 Klaviere und Orchester in d-Moll, FP. 61 (1932)


    Giraud Ensemble Chamber Orchestra

    Mischa Cheung, Yulia Miloslavskaya Klaviere

    Sergey Simakov, Ltg.

    AD: Juni 2019




    Wie der Kenner (;)) dem Programm entnehmen kann, durchgehend Unterhaltung pur, auf höchsten Niveau ..... und familienkompatibel: FSK 0

    Bei mir etwas, aus Anlass des 79. Geburtstags des Komponisten, was hier in der Familie nicht konsensfähig ist. Kopfhörerkost also...



    Brian Ferneyhough


    Sonatas, für Streichquartett (1967)

    Streichquartett Nr. 2 (1980)

    Adagissimo (1983)


    Arditti Quartet

    AD: 2011, Hans-Rosbaud-Studio, Baden-Baden






    Ich gehe nach den CDs, und damit streng chronologisch, vor :)

    1943 – 79. Geburtstag von Brian Ferneyhough (Komponist)

    Der britische Komponist Brian Ferneyhough (*16. Januar 1943) ist einer der bekanntesten Komponisten der Gegenwart. Ich habe seine Musik durch das Tamino-Forum kennengelernt und bin den Kollegen deswegen sehr dankbar.


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    Ich habe gelesen, dass sich seine Werke durch ungeheure, so gut wie nicht spielbare Anforderungen an die Interpreten auszeichnen, und dass das Ganze mit einem Konzept verbunden sei. Diese Eigenschaft lässt vielleicht den Aspekt verblassen, dass sich zumindest unter den Werken, die ich bisher gehört habe, musikalisch sehr schöne und subtile befinden.


    So möchte ich auf sein erstes Streichquartett mit dem Titel "Sonatas" vorstellen. Es stammt aus dem Jahre 1967 (also wohl eher ein Frühwerk) und ist, wie ich empfinde, stark an Webern orientiert, was die Komplexität und Dichte des Materials angeht. Das Werk beeindruckt mich.



    Ich habe im Web noch ein Interview mit Brian Ferneyhough gefunden, was vom Komponisten Samuel Andreyev geführt wird.


    Mit Blumen ins Bett




    Toshio Hosokawa


    Silent Flowers, für Streichquartett (1998)

    Landscape I, für Streichquartett (1992)

    Landscape V, für Streichquartett und Shô (1993)

    Urbilder, für Streichquartett (1980)

    Blossoming, für Streichquartett (2007)


    Quatuor Diotima

    Mayumi Myata, Shô

    AD: 2009



    Allen Taminos einen schönen Abend :hello:

    Mein Zugang zum Cellokonzert von Edward Elgar ist leider begrenzt. Ich tue mich mit dem Werk recht schwer. Die schönen Melodien nehme ich wahr, aber die Verarbeitung ist für mich anstrengend. Ein weiterer Versuch



    Edward Elgar

    Konzert für Cello und Orchester in e-Moll, Op. 85 (1919)


    Elliott Carter

    Cellokonzert (2000)


    Alisa Weilerstein, Cello

    Staatskapelle Berlin

    Daniel Barenboim, Ltg.

    AD: 2012, Philharmonie Berlin






    Ich habe mir nun noch ein leicht amerikanisches Video zum Cellokonzert angesehen, also ein Elgar für Dummys, wie mich. Wer ähnlich fühlt, kann sich ja den oberflächlichen Stoff mit reinziehen ... Ich fand das Video eigentlich ganz gut. Mit Smileys muss man umzugehen wissen.


    Der us-amerikanische Gitarrist und Rockmusiker Bryce Dessner steigt mittlerweile tief in die Gebiete der Klassik ein. Es gab Aufträge vom Kronos-Quartett und anderen Institutionen. Zusammen mit dem Gitarristen David Chalmin und dem Klavierduo der Geschwisetr Labeque bildet er temporär das Quartett Minimlaist Dream House, für das die folgende Komposaition für 2 Klavier und zwei Gitarren geschrieben wurde. Der Titel ist Haven



    Er findet sich auch auf der Scheibe mit Dessners Kompositionen für zwei Klaviere




    Hier noch ein kleines Interview mit Bryce Dessner in der Elbphilharmonie während einer Aufnahme zu einem Projekt mit Thom Yorke von Radiohead.



    - Hogwood, (Decca, 1979), Wq 182, 2 CD, auch mit den bedeutenden Klavierquartetten Wq 93 - 95

    Lieber Bachianer


    handelt es sich um diese Aufzeichnung. Hier steht leider in der Beschreibung als Erscheinungdatum 1977 und dass es sich um Flötenquartette handele ...


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    da aber Hogwood mitspielt, ist es vielleicht nur eine Frage der Bezeichnung. Die Werke haben auf jeden Fall die von Die angegebenen Wotquenne Nummern.

    Ich möchte nur kurz auf eine recht neue Einspielung einiger ausgewählter Werke von CPE Bach aufmerksam machen. Es wurde ebenfalls ein moderner Konzertflügel genommen und tatsächlich ein Steinway und kein Bösendorfer, der nun ein ganz anders Klangbild hat. Ich habe die Einspielung mittlerweile ein paarmal gehört und bin ein wenig auf dem CPEB-Pfad gelandet. Ich habe die Markovina ausgegraben (Man fandet sie schnell ... Das Graben ist das Problem ;)) und meine Einspielungen von Pletnev, alles auf modernem Instrumentarium. Es wird ein bisschen vergleichendes Hören und Coverwedeln ....




    Die Einspielung Hamelins ist auf zwei CDs verteilt und vermag in dieser Zusammenstellung, zumindest mich, ganz ausgezeichnet zu unterhalten. Ich mag ja ein wenig das Verquaste. Es befinden sich ausgewählte Sonaten und Fantasien aus einigen Sammlungen für Kenner und Liebhaber (Wq. 57, Wq. 59 und Wq. 61) darunter. Ein etwas trauriges Stück (weiß nicht, ob Ge-legenheit oder Ge-wichtig) ist Wq. 66 "Abschied von meinem Sibermannischen Claviere" aus dem Jahr 1781. Es hat einen gewissen Zauber, den ich sonst (ich kenne recht wenig) bei CPEB nicht wahrgenommen zu haben glaube ...

    Der französische Komponist Tristan Murail (*1947) war ein Schüler Olivier Messiaens. Er sieht aber für sich auch einen Einfluss von Giacinto Scelsi bei dem er auch studiert hatte.


    Er schrieb 1977 mit Tellur ein Stück für klassische Gitarre und 1984 mit Vampyr! ein Stück für elektrische Gitarre. Ich möchte hier das Stück in zwei Versionen zur Verfügung stellen.


    Die erste Einspielung ist eine Live-Performance des Pianisten-Gitarristen Miki Skuta



    Faszinierender, aber wahrscheinlich auch etwas einengender ist die Interpretation von Flavio Virzi aus dem Jahre 2011. Da kommen Rockwurzeln zum Vorschein, die man in der anderen nicht hört ... ;)


    Jetzt wird es sinfonisch...... Dafür geht es nach Salzburg (na gut, nach Prag ....)

    Ich konnte nicht anders, ich habe den Norrington gleich nachgeschoben ... Beide haben, so finde ich, ihre Meriten. Wobei aber die Musizierfreude eines Mackerras und seiner Prager von Norrington IMO nicht erreicht wird. Diese Freude überträgt sich direkt beim Hören und reißt einen irgendwie mit. Ich bin mir nicht sicher, was dem Wolferl nun besser gefällen hätte, die historisch korrekte Klanglichkeit eines Norrington oder der Spaß eines Mackerras....


    Wir bleiben sinfonisch ..



    György Ligeti

    Lontano for Large Orchestra (1967)


    Tristan Murail

    Le Désenchantement du Monde, Sinfonisches Konzert für Klavier und Orchester (2011)


    Geoge Bejamin

    Palimpsests, for Orchestra (2000-2002)






    Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks

    George Benjamin, Ltg.

    Pierre-Laurent Aimard, Klavier

    AD: live, Mai 2012 im Herkulessaal der Residenz in München