Beiträge von Narraboth7341


    Lieber Gregor Hauser, ich habe mir Ihr Buch über Tenöre gekauft und ja - auch ich hätte darin gerne Informationen zu Erich Kienbacher gefunden. Sein Narraboth in der ORF TV Produktion von "Salome" mit der wunderbaren Maria Kouba ist so bemerkenswert, dass eine bedeutende Karriere zu erwarten gewesen wäre. Abgesehen von einigen Mozart und Bach Konzerten habe ich nichts gefunden mit diesem Sänger - und über sein Leben gibt es scheinbar auch nichts..... ich konnte herausfinden, dass er in Linz 1963 den Hoffmann gesungen hat... und ich habe gelesen, dass er 2020 gestorben sein soll.....

    Lieber Narraboth,


    vielleicht hast Du ja übersehen, daß bereits am 2.2. direkt auf die Anfrage von Stimmenliebhaber hin eine Quelle angegeben worden war.

    Mit freundlichen Grüßen

    FafnerHH

    ...leider sind auch nicht alle Angaben in diversen Sängerlexika richtig... in manchen ist das Geburtsjahr mit 1924 angegeben. Richtig ist jedoch 2.2.1922.

    Korrekt. Ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob man dem Vezeichnis trauen kann. Die von Carlo angeführte Herodias von Joy McIntyre steht nämlich nicht in der Tabelle, ebensowenig der Jochanaan von Rudolf Constantin.

    Also nur unter Vorbehalt der verlinkten Tabelle Glauben schenken.

    Im Jubiläumsband der DOR stehen zwar alle Sänger, die jemals dort gesungen haben, aber man hat weder die Rollen noch die Anzahl der Auftritte angegeben. Maria Kouba hat gesungen - aber waren es wirklich drei Vorstellungen?

    Hallo Orfeo,

    ich habe mittlerweile alle Daten zu den Vorstellungen, die Maria Kouba an der DOR gesungen direkt hat von der DOR erhalten. Es war 1 x Madama Butterfly (Cho Cho San), 2 x Elektra (Aufseherin), 11 x Salome (Salome).

    Maria Kouba, geboren 1922, Ausbildung am Konservatorium Graz bei Maria Salmar. 1946 Heirat mit dem tschechischen Dirigenten Stefan Kouba und 10 Jahre lang als Chorsängerin im heutigen Ostrava und Bratislava tätig. 1956 Rückkehr nach Österreich. 1957 Gewinnerin des Österreichischen Staatspreises und 3.Platz des internationalen Belcanto Wettbewerbs in Brüssel. Der Durchbruch gelang ihr mit ihrem Sensationserfolg als "Salome" 1957 in Graz - ihrer allerersten Solistenrolle, wobei sie kurzfristig eingesprungen ist. Es folgte ein Engagement als erster Sopran an die Grazer Oper. In den folgenden drei Spielzeiten erarbeitete sie sich ein weit gefächertes Repertoire und sang 16 verschiedene Partien - davon 11 Premieren in insgesamt 150 Vorstellungen. Verdi-Partien wie Amelia in "Maskenball", Leonore in "Der Troubadour", Elena in "Die Sizilianische Vesper", Traviata - und Abigaille in "Nabucco", Puccini Partien wie Mimi in "La Boheme" und Cho Cho San in "Madame Butterfly", Eva in Wagners "Meistersinger", Martha in Kienzls "Der Evangelimann", Marie in Smetanas "Verkaufte Braut", Lisa in Tschaikowskys "Pique Dame", Micaela in Bizets "Carmen", Nedda in Leoncavallos "Bajazzo", Gounods "Margarethe", Mozarts "Donna Anna" sowie die Saffi im "Zigeunerbaron". Maria Kouba wirkte auch in zahlreichen Operetten und Opernabenden und Matineen mit. Nach einem Gastspiel als "Butterfly" an der Frankfurter Oper wurde sie ebendort fix engagiert und blieb 23 Jahre lang Ensemblemitglied. Zu den Verdi und Puccini Rollen kamen noch Wagner-Partien wie Senta, Sieglinde und Ortrud, die Fidelio-Leonore und eine ihrer Lieblingspartien - die Jenufa von Janacek. Aber auch zeitgenössische Komponisten wie Hindemith und Henze sowie Hosenrollen wie der "Komponist" in Ariadne auf Naxos und "Oktavian" im Rosenkavalier von Richard Strauss. Ihre absolute Glanzpartie blieb aber die "Salome" mit der sie von 1957 bis 1973 weltweit Triumphe feierte - etwa an der Wiener Staatsoper, der Bayerischen Staatsoper, der Hamburgischen Staatsoper, der Deutschen Oper Berlin, dem Teatro San Carlo in Neapel, der Metropolitan Opera New York, der Santa Fe Opera, den kanadischen Opernhäusern in Milwaukee, Toronto und Vancouver und in Gastspielen der Frankfurter Erfolgsproduktion in London, Paris, Athen und weitern Städten... In den Spätjahren ihrer Karriere gestaltete sie auch Nebenrollen in beeindruckender Weise. Nach ihrer Pensionierung 1982 wanderte sie mit ihrem zweiten Ehemann, einem Orchestermusiker aus Frankfurt, nach Kanada aus und gab Gesangsunterricht. Nach der Scheidung kehrte sie in ihre österreichische Heimat zurück. Heute lebt sie in Voitsberg und wird von Familienangehörigen liebevoll umsorgt. Im Februar 2021 feiert Maria ihren 99. Geburtstag!

    Derzeit arbeite ich an der Biografie dieser aussergewöhnlichen Persönlichkeit und lade hiermit Leser, die Maria Kouba auf der Bühne erlebt haben, ein ihre Erinnerung mit mir zu teilen. Auch für jegliches Audio- und Video-Material bin ich sehr dankbar! Die Biografie soll Ende 2021 in Buchform erscheinen.

    Gibt es für dieses Datum irgendeine belastbare Quelle? Im Internet kann ich nichts finden, nur einen Geburtstagsartikel von Ende März, wo von "kürzlich" die Rede ist.


    https://www.kleinezeitung.at/s…ierte-ihren-97-Geburtstag

    Maria Kouba wurde definitiv am 2.2.1922 geboren. Die "belastbare Quelle" ist ihre Geburtsurkunde, die ich aber an dieser Stelle nicht veröffentliche. Für das Heft 3/2021 des "Opernglas" habe ich einen Artikel über Maria Kouba verfasst.

    „Salome“ (Frankfurt, Städtische Bühnen, 3. 9. 1966): Salome – Maria Kouba / Herodias – Ruth Hesse / Ein Page der Herodias – Sylvia Anderson / Ein Sklave – Jutta Goll / Herodes – Helmut Melchert / Jochanaan – Leonardo Wolovsky / Narraboth – Cesare Curzi / Fünf Juden – Willy Müller, Kurt Wolinski, Aloysius Strahl, Harald Adler und Iwan Rebroff / Zwei Nazarener – Richard Cross und Wolfgang Lange / Zwei Soldaten – Manfred Jungwirth und Dieter Slembeck / Ein Cappadozier – Dieter Weller / Dirigent: Theodore Bloomfield / Regie: Rudolf Hartmann / Ausstattung: Hein Heckroth

    Ha - man findet immer wieder Überraschungen wenn man auch die kleineren Rollen anschaut... Iwan Rebroff als 5. Jude und Manfred Jungwirth als Soldat... das gefällt mir!!!!!

    Eine Nachfrage bei der Deutschen Oper am Rhein kann man vergessen, weil deren Archiv an das Düsseldorfer Theatermuseum gegeben wurde und dort ist man wenig kooperativ; außerdem ist es wie alle Museen zur Zeit geschlossen.

    ...diese Erfahrung habe ich auch schon gemacht.....

    Nachfolgend noch einige nähere Angaben (* = Rezension vorhanden / ** = Rezension und Foto(s) vorhanden / *** = nur Foto(s) vorhanden):

    1000 Dank lieber Carlo. Bin begeistert wieviel Aufwand du dir machst. Einige Angaben hatte ich schon - aber z.B. Salome in München unter Keilberth und Maria Stuarda hatte ich noch keine näheren Angaben... Prinz von Homburg auch nicht.... die MET hat ja z.B. ein tolles Online Archiv.... original Besetzungszettel sind natürlich immer ein Hit!


    Bin sehr dankbar und freue mich schon auf die Scans.

    Seit dem 1.1.2020 ist der Komponist Richard Strauss (1864-1949) gemeinfrei – 70 Jahre nach dem Tod des Komponisten ist der Urheberrechtsschutz für seine Werke ausgelaufen.


    Da könnte man vielleicht Wissenswertes finden.

    Die Quellen der Strauss-Sammlung in der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, SLUB - sind erreichbar unter http://www.slubdd.de/strauss (Überblick), http://www.slubdd.de/straussdigital (Handschriften und Drucke) und http://www.slubdd.de/strausston (Tonaufnahmen)

    DANKE Orfeo!!!!!

    Lieber Orfeo,


    Im Jubiläumsband der DOR stehen zwar alle Sänger, die jemals dort gesungen haben, aber man hat weder die Rollen noch die Anzahl der Auftritte angegeben. Maria Kouba hat gesungen - aber waren es wirklich drei Vorstellungen?


    Maria Kouba hat üblicherweise mehr als eine Vorstellung gesungen, wenn sie an einem Haus gastiert hat.... es sei denn sie wäre eingesprungen.

    Zitat von Carlo "Salome" (Düsseldorf, Opernhaus, 8. 10. 1971): Salome - Maria Kouba / Herodias - Joy McIntyre / Ein Page der Herodias - Margrit Caspari / Ein Sklave - Renate Dreis / Herodes - Wilhelm Ernest / Jochanaan - Rudolf Constantin / Narraboth - Werner Götz / Fünf Juden - Karl Diekmann, Ratko Delorko, Kurt Schüffler, Horst Hüskes und Wilhelm Schaefer / Zwei Nazarener - Peter Wimberger und Wicus Slabbert / Zwei Soldaten - Zenon Kosnowski und Dieter Schweikart / Ein Cappadozier - Wilhelm Schaefer / Dirigent: Arnold Quennet / Regie: Wolf Völker / Ausstattung: Max Bignens (Nur Programmzettel vorhanden)

    Sie hat als Gast drei Vorstellungen in Düsseldorf gesungen. das geht hervor aus Seite 5 in dem verlinkten pdf von http://www.richardstrauss.eu/tabpdf/correz/c12_sal.pdf



    Lieber Orfeo, dieses pdf kenne ich - leider sind die genauen Termine nicht bekannt - nur Carlo hat einen Termin genannt - Danke Carlo. Ich habe den genannten Termin schon in Marias Auftrittsübersicht eingetragen..... die beiden weiteren Termine fehlen noch. Wer etwas weiß......... ich danke im Voraus.

    Hallo Carlo,


    Ich habe heute vom HR die Antwort erhalten, dass es zu dem "Zaubertrank" keinen Eintrag in der Datenbank gibt. Kannst du bitte die Angaben noch einmal prüfen? Danke.


    „Der Zaubertrank“ ('Le vin herbé') (Martin): Isot die Blonde – Maria Kouba / Brangäne – Jutta Meyfarth / Isot die Weißhändige und Die Mutter Isots der Blonden – Eva Bornemann / Tristan und Kaherdin – Josef Traxel / König Marke und Herzog Hoel – Robert Titze / Die Frankfurter Singakademie / Das Sinfonie-Orchester des Hessischen Rundfunks / Chorltg. und Dirigent: Ljubomir Romansky ? (Frankfurt, Funkhaus) Ich beziehe mich auf eine Sendung des HR vom 4. 11. 1962 (Dauer: 90 Min.), bei der in der Programmzeitung der Name des Dirigenten nicht genannt wurde. Da als Chor die Frankfurter Singakademie angegeben wurde, vermute ich deren Chorleiter, den renommierten Dirigenten Ljubomir Romansky, als musikalischen Leiter der Aufführung. (Eine diesbezügliche Anfrage beim Hessischen Rundfunk blieb leider unbeantwortet.)

    Danke Orfeo. Ich werde Montag in der Opera national anrufen oder schreiben.

    Heute habe ich beim HR nach der Sendung "Der Zaubertrank" angefragt und man teilte mir mit, dass es dazu keinen Eintrag in der Datenbank gäbe. Kannst du die Angaben bitte nochmal prüfen und eventuell ein Foto von der Zeitschrift machen, wo es stand.....

    Danke.

    Hallo Orfeo, hallo Carlo,

    ihr seid großartig. Danke für die vielen Hinweise. Darf ich beim "Du" bleiben?

    Carlo: ja bitte - wenn es deine Zeit erlaubt wäre ich für die genannten Scans sehr dankbar. Bitte als jpg in Farbe mit 600 dpi oder falls nur Text dann genügt ein pdf mit 300 dpi. Alternativ besteht vielleicht auch die Möglichkeit mir die Magazine zu senden, ich scanne die Artikel selbst ein und retourniere die Magazine verlässlich. Natürlich komme ich auch für die Versandkosten auf. Um die Wartezeit erträglich zu machen könntest du vielleicht auch einfach mal mit dem Handy Fotos machen und sie mir über WhatsApp senden... meine Nummer: 0043 676 5157195 oder email: otto.krcal@aon.at Ich benötige noch Material für die Biografie. Ich könnte die Informationen natürlich auch textlich nennen aber einige scans aus Magazinen lockern den Text viel besser auf. Vielleicht kann ich mich mit anderen Aufnahmen revanchieren?

    Zu den Tonaufnahmen ist zu sagen: Die TV Salome von 1960 ist auf youtube zu sehen - gibt es auch bei "House of Oper" als DVD und als CD Version. Die Jenufa-Produktion des WDR ebenfalls als DVD und/oder CD direkt beim WDR. Dann gibt es noch eine TV Produktion des Hessischen Rundfunks von Cavalleria Rusticana in deutscher Sprache. Und natürlich gibt es aus privaten Quellen noch weitere Aufnahmen.......

    Von der "Zaubertrank" Aufnahme wusste ich bislang nichts - werde mich gleich dahinterklemmen. Danke für diesen Tipp!!!

    Zu dem Salome Gastspiel in Athen im August 1963 wüsste ich gerne die gesamte Besetzung und alle Daten. Angeblich wurde Salome innerhalb von etwa 5 Tagen 3 Mal aufgeführt. Alternierend mit "Elektra" mit Inge Borkh.

    Ich weiß, dass Maria Kouba in Strasbourg Jenufa, Salome und auch den Komponisten in Ariadne auf Naxos gesungen hat. Dazu hätte ich gerne die Daten und die Besetzungen. Leider blieben meine beiden Anfragen an die Oper Strasbourg unbeantwortet :-( Diese Daten benötige ich um die Liste der Auftritte Maria Koubas zu vervollständigen.) In Stuttgart hat sie die Maria in Maria Stuarda gesungen - neben Grace Hoffman als Elisabeth. Auch dazu konnte ich bislang wenig eruieren...

    Eine kleine Korrektur: Die Salome in Santa Fe war 1967 und 1972 (nicht 1973). Die letzten Salome Auftritte von Maria Kouba (laut aktuellem Wissensstand) waren 1973 in Kanada (Milwaukee).

    Nochmal ganz herzlichen Dank für eure Zeit und euren Aufwand. Es hilft sehr!

    Danke Carlo! Das meiste war mir zwar bereits bekannt aber die Texte aus den TV Zeitschriften sind Gold wert. Vielen Dank dafür.

    Natürlich hoffe ich noch auf "nicht offizielle" Aufnahmen in Ton und/oder Bild..... sowie Kritiken aus der Frankfurter Zeit Marias. Auch private Berichte von Vorstellungen oder Begegnungen usw sind willkommen...

    Danke. Dieses Foto stammt von der TV Produktion des ORF aus 1960 - übrigens der ersten Filmversion einer gesamten Oper, die der ORF je produziert hat. Die Tonaufnahmen wurden in der Wiener Staatsoper gemacht, dann wurde im TV Studio zum Ton gespielt. Die Produktion wurde per Eurovision gesendet und erreichte 20 Millionen Seher - damals eine Sensation! Unter dem Dirigenten Hans Swarowsky sangen neben Maria Kouba als Salome noch Hans Hotter als Jochanaan und Julius Patzak als Herodes. Zu sehen auf youtube...

    Maria Kouba, geboren 1922, Ausbildung am Konservatorium Graz bei Maria Salmar. 1946 Heirat mit dem tschechischen Dirigenten Stefan Kouba und 10 Jahre lang als Chorsängerin im heutigen Ostrava und Bratislava tätig. 1956 Rückkehr nach Österreich. 1957 Gewinnerin des Österreichischen Staatspreises und 3.Platz des internationalen Belcanto Wettbewerbs in Brüssel. Der Durchbruch gelang ihr mit ihrem Sensationserfolg als "Salome" 1957 in Graz - ihrer allerersten Solistenrolle, wobei sie kurzfristig eingesprungen ist. Es folgte ein Engagement als erster Sopran an die Grazer Oper. In den folgenden drei Spielzeiten erarbeitete sie sich ein weit gefächertes Repertoire und sang 16 verschiedene Partien - davon 11 Premieren in insgesamt 150 Vorstellungen. Verdi-Partien wie Amelia in "Maskenball", Leonore in "Der Troubadour", Elena in "Die Sizilianische Vesper", Traviata - und Abigaille in "Nabucco", Puccini Partien wie Mimi in "La Boheme" und Cho Cho San in "Madame Butterfly", Eva in Wagners "Meistersinger", Martha in Kienzls "Der Evangelimann", Marie in Smetanas "Verkaufte Braut", Lisa in Tschaikowskys "Pique Dame", Micaela in Bizets "Carmen", Nedda in Leoncavallos "Bajazzo", Gounods "Margarethe", Mozarts "Donna Anna" sowie die Saffi im "Zigeunerbaron". Maria Kouba wirkte auch in zahlreichen Operetten und Opernabenden und Matineen mit. Nach einem Gastspiel als "Butterfly" an der Frankfurter Oper wurde sie ebendort fix engagiert und blieb 23 Jahre lang Ensemblemitglied. Zu den Verdi und Puccini Rollen kamen noch Wagner-Partien wie Senta, Sieglinde und Ortrud, die Fidelio-Leonore und eine ihrer Lieblingspartien - die Jenufa von Janacek. Aber auch zeitgenössische Komponisten wie Hindemith und Henze sowie Hosenrollen wie der "Komponist" in Ariadne auf Naxos und "Oktavian" im Rosenkavalier von Richard Strauss. Ihre absolute Glanzpartie blieb aber die "Salome" mit der sie von 1957 bis 1973 weltweit Triumphe feierte - etwa an der Wiener Staatsoper, der Bayerischen Staatsoper, der Hamburgischen Staatsoper, der Deutschen Oper Berlin, dem Teatro San Carlo in Neapel, der Metropolitan Opera New York, der Santa Fe Opera, den kanadischen Opernhäusern in Milwaukee, Toronto und Vancouver und in Gastspielen der Frankfurter Erfolgsproduktion in London, Paris, Athen und weitern Städten... In den Spätjahren ihrer Karriere gestaltete sie auch Nebenrollen in beeindruckender Weise. Nach ihrer Pensionierung 1982 wanderte sie mit ihrem zweiten Ehemann, einem Orchestermusiker aus Frankfurt, nach Kanada aus und gab Gesangsunterricht. Nach der Scheidung kehrte sie in ihre österreichische Heimat zurück. Heute lebt sie in Voitsberg und wird von Familienangehörigen liebevoll umsorgt. Im Februar 2021 feiert Maria ihren 99. Geburtstag!

    Derzeit arbeite ich an der Biografie dieser aussergewöhnlichen Persönlichkeit und lade hiermit Leser, die Maria Kouba auf der Bühne erlebt haben, ein ihre Erinnerung mit mir zu teilen. Auch für jegliches Audio- und Video-Material bin ich sehr dankbar! Die Biografie soll Ende 2021 in Buchform erscheinen.

    Ja, Joseph II, Maria Kouba (eigentlich Boshart nach ihrem zweiten Ehemann) lebt jetzt in einem Seniorenheim in der Steiermark ganz in der Nähe ihres Neffen und seiner Familie, die sich liebevoll um sie kümmern. Maria feiert im Februar 2021 ihren 99. Geburtstag! Ich arbeite gerade an ihrer Biografie und zu ihrem Geburtstag wird auch eine Webseite über sie online gehen. Es existieren Opernfilme von Cavalleria Rusticana, Jenufa und Salome und angeblich gibt es auch einige Rundfunkübertragungen.... ich suche nach weiterem Audio- und Videomaterial! Ich bin sehr an Erinnerungen, Berichten, Fotos, Zeitungsartikeln zu Maria Kouba interessiert und hoffe es reagieren Opernfreunde auf mein Inserat im Opernglas (Januar 2021).

    Ich finde die vom ORF 1960 produzierte "Salome" bemerkenswert gut gelungen. Die Ausstattung und die Kostüme sind aus heutiger Sicht möglicherweise etwas "retro" aber durchwegs ästhetisch. Die Kamera- und Bildregie weisen bereits in die Welt des Films. Die Personenführung ist librettotreu und wertet auch kleine Rollen auf. Die Interaktion zwischen Narraboth und Salome vermittelt die schwärmerische Bewunderung für die Prinzessin ebenso wie die Verzweiflung des Hauptmanns über seinen Ungehorsam gegenüber Herodes. Die Juden nehmen am Tanz der sieben Schleier Anteil. Der Herodes von Julius Patzak und der Jochanaan von Hans Hotter sind Klassiker. Wunderbar die Wiener Philharmoniker unter Hans Swarowsky. Die Gestaltung der Salome durch Maria Kouba begeisterte in den 1960er und 1970er Jahren das Publikum in allen großen Häusern Europas und den USA. Ihre mädchenhafte Figur, ihr natürliches Spiel und nicht zuletzt ihr geschmackvoller Tanz überzeugen auch ohne schonungslose Nacktheit. Maria Koubas Stimme klingt jugendlich frisch mit strahlender Höhe. Zudem kann man jedes Wort verstehen. Ich habe etwa 80 Vorstellungen von "Salome" gesehen und beinahe alle Sopranistinnen, die diese Rolle in den vergangenen Jahrzehnten gesungen haben - und finde Maria Kouba eine der besten! Diese TV Produktion war übrigens die erste Filmversion einer gesamten Oper, die je vom ORF produziert wurde und über Eurovision über 20 Millionen Zuseher erreichte - eine Sensation in der damaligen Zeit! Wieland Wagner telegraphierte unmittelbar nach der Ausstrahlung an Maria Kouba ein Einladung nach Bayreuth, die Mailänder Scala fragte an und der ZDF bedauerte dieses Projekt nicht selbst realisiert zu haben. Mein Tipp: Ansehen und genießen auf youtube.com.