Beiträge von Aaron Nachtigall

    Da es hier ja gerade um Hawlata geht, erlaube ich mir die Bemerkung:


    Es gibt ja bekanntlich eine Rosenkavalier-Aufnahme mit Thielemann/Hawlata/Koch/Flemming/Damrau/Kaufmann aus dem Jahr 2009. Hier fand ich Hawlata eher mäßig. Gerade im Gegensatz zur anderen Besetzung ist das sehr stark ausgefallen. Meinem Geschmack nach hat er das Wienerische total übertrieben (und hat vielleicht auch deshalb nicht alles sauber singen können).


    Darf ich daher fragen, ob Hawlata seinen Ochs in den letzten Jahren geändert hat. Ist er immer noch so extrem stark wienerisch? Es könnte ja auch sein, dass er die Übertreibung (in der Aufnahme) nur auf Grund einer Regieanweisung ausgefüllt hat. Oder lässt sich auch das krankheitsbedingt nicht schlussendlich sagen?


    LG Aaron

    Ich komme, wie im Vorstellungs-Tread erwähnt, aus der Richtung Beethoven, Mahler, Wagner, R. Strauß.


    Eigentlich ist mir W. Braunfels nur nebenbei begegnet, als ich auf der Suche nach CD's war. Als ich kurz in die Große Messe hören wollte, hat es mich aber voll gepackt.

    Ich finde, er erreicht durchaus Mahler´sche Qualität. Ich würde aber eher sagen, dass er Elemente Wagners mit welchen Mahlers und R. Strauß äußerst erfolgreich verbunden hat.

    Dazu gehört eine sehr große dynamische Spanne, große Unterschiede in der Spannung, extremes Ausreizen der Tonalität ohne dabei jedoch atonal zu werden sowie eine recht selbstständige Stimmführung im Orchester.

    Weil ich nach meinem Höreindruck der Meinung bin, dass Braunfels zu stark vernachlässigt wird, werde ich wohl in der nächsten Zeit hier einige meiner Höreindrücke schildern. Als erstes wird wohl die große Messe an der Reihe sein, welches auch meine erste Begegnung mit Braunfels war. (Wer keine Messen mag, kann dann ja danach anfangen zu lesen ;-) ) Ich hoffe, dass dieser Tread genau dafür da ist.

    Ich freue mich aber schon, dass an der Kölner Oper die Braunfels Oper "Die Vögel" aufgeführt wird, zu der ich auf jeden Fall hingehen möchte. Denn leider sind die allerwenigsten Opern Braunfels auf CD oder anderweitig hörbar.


    LG Aaron

    Orfeo Sicherlich ein interessanter Ansatz. Dass das doch recht offene Ende einen Reiz der Oper ausmacht, ist sicherlich wahr. In dieser Debatte hat die Inszenierung sicherlich auch seinen Teil beizutragen.


    rodolfo39 : Das Haus war zu ca. 3/4 besucht.

    Die Duisburger Sinfoniker sind eigentlich ein hervorragendes Wagner Orchester

    Ich hatte mich darüber auch gewundert, weil ich in der Ringaufnahme schon etwas reingehört habe und dort alles glatt lief. Ich weiß nicht woran das liegt. Es kann sein, dass der Abstand zwischen den Musikern ihren Teil dazu beigetragen hat. Wenn neben dem Graben noch ein Quartett und 4 Hörner auf der Bühne stehen, kann es sein, dass auch dadurch mein Eindruck beeinflusst wurde. (Ich hatte ähnliches auch über den Chor geschrieben) Oder aber, es liegt daran, dass das eine Jahr Spielpause seine Spuren hinterlassen hat. (Bei den Hörnern sind mir in den letzten Konzerten die meisten Verspieler aufgefallen. Vielleicht ist die Lippenspannung besonders sensibel.)

    Ich wollte aber nicht sagen, dass das Orchester schlecht gespielt hat. Es war eben manchmal nicht ganz beisammen.

    LG Aaron

    Dann möchte ich mich nach der Tristan-Vorstellung wieder melden.

    Vorweg: Da es sich um meine erste live Wagner Oper handelt, die ich je gesehen habe bitte ich um eine milde Behandlung, sollte jemand meinen, dass ich vollkommen daneben liege.

    Ich teile auf: I.a) Sänger I.b) Orchester I.c) Weiteres, II Theater-Inszenierung, III Schlussbetrachtungen.


    I Musik

    I.a) Sänger: Besonders positiv ist mir Alexandra Petersamer (Isolde) aufgefallen. Zunächst durch ihre Lautstärke und Durchschlagskraft. Nach dem ersten Akt habe ich gedacht, dass sie das niemals durchhalten wird, was sie jedoch geschafft hat. Im Nachhinein frage ich mich trotzdem, ob sie sich zu Gunsten des gesamten Spannungsbogens zu Beginn nicht besser hätte zurücknehmen sollen. Wer jedoch eine herrische Isolde erwartet hat, wurde eventuell etwas enttäuscht. Ich empfand sie trotz der Durchschlagskraft als eher weich im Ansatz. Dafür sehr verständlich. Leider hat sie in den sehr hohen Tönen nicht mehr alles sauber singen können. Da war ihre Grenze tatsächlich erreicht.

    Von Daniel Frank (Tristan) war ich wirklich enttäuscht. In den ersten beiden Akten kam es dutzende Male vor, dass er sich nicht gegen das Orchester behaupten konnte. Im zweiten Akt konnte er gegen Petersamer überhaupt nicht mehr ankommen. Ich habe ihn oft gar nicht mehr gehört: er ist einfach untergegangen. Im dritten Akt konnte er sich jedoch wieder behaupten. (Ist Frank noch unerfahren mit dem Tristan und wollte sich Puste aufsparen?) Auch wenn ich bis zuletzt nicht in Jubel ausbrechen konnte, fande ich, dass er im dritten Akt seine Rolle am besten und Aussagekräftigsten gespielt hat.

    Über Hans-Peter König (Marke) möchte ich nicht viel sagen, weil ich mich im Bass Bereich nicht gut auskenne. Mir hat er aber (ohne einen Vergleich anführen zu können) sehr gut gefallen. Er hat jedenfalls vielleicht sogar mehr Jubel als Petersamer und Frank zum Schluss erhalten. Vielleicht kann uns rodolfo39 , der König wohl schon kennt, noch mehr sagen.

    Richard Sveda (Kurwenal) hat einen eher lyrischen Tenor gesungen. Es gibt Aufnahmen, da wird sein erster Auftritt (direkt zu Beginn) fast gesprochen. Ich finde Svedas Art, an seinen Solo-Part zumindest lyrisch angehaucht zu singen nicht schlecht.


    I.b) Orchester

    In der ersten Pause hatte ich mit einem Herrn gesprochen, der sagte, dass es mit einem besseren Orchester auch besser wäre. Ich kann dem so zustimmen. Die beiden Hörner im Graben hatten wohl wirkliche Schwierigkeiten darin, zusammen zu spielen und die Töne im Ansatz zu treffen. Das ist mir schon stark aufgefallen. (Interessant, dass mir so etwas bei der Ringaufnahme der gleichen Oper nicht aufgefallen ist.) Was erstaunlich gut funktioniert hat, war das Zusammenspiel zwischen dem Graben und dem Quartett auf der Bühne. Auch das englisch Horn auf der Bühne hat musikalisch gut mit dem Orchester zusammen gespielt. Was jedoch blieb: An einigen Stellen, wo eigentlich das ganze Orchester spielen sollte, ertönten nun ein Streichquartett (und mit Glück dazu das englisch Horn). Das fande ich komisch, denn es kam auch vor, dass die Streicher auf der Bühne das gleiche wie im Graben gespielt haben. Manchmal waren sie alleine. Und ein Streichquartett hört sich einfach anders an, als Streicher aus dem Graben.


    I.c) Weiteres

    Stimmenliebhaber hat mich in einem Kommentar (der auch hätte netter sein können) darauf hingewiesen, dass Kloke die Besetzung festgeschrieben hat. Ich habe gezählt und kann sagen, dass im Graben (deutlich) mehr Musiker waren, als nach Partitur angegeben. Daher habe ich mich gefragt, warum man nicht statt eines Quartetts einfach jede Stimme doppelt besetzt wurde. Das hätte deutlich was ausgemacht und wäre vom Platz möglich gewesen.

    Eine Frage, die ich mir noch gestellt habe: Der Chor wurde beim ersten Auftritt an 4 oder 6 Stellen platziert. Es hörte sich wirklich sehr unschön an. Kein Einsatz ist gelungen. Warum macht man so etwas? Bei den anderen Auftritten stand der Chor näher beisammen. Dort klappten die Einsätze.

    Noch etwas interessantes: Auf der Bühne waren immer wieder weitere Musiker: Mal Posaunen und Trompeten, mal Hörner und zum Schluss zur letzten Arie ein zweites Orchester. Das hat zumindest Abwechslung gebracht und hat oft Thematisch gepasst, um bestimmte Teile stärker hervorzuheben.


    II: Inszenierung

    Vielleicht noch eine Frage an rodolfo39 : War das Regiertheater? Das Schiff hat man so gerade noch erkannt. Er war schon Frei, aber...? Ich würde aber sagen Ja.


    Leider war es eine sehr minimalistische Inszenierung.

    Nach dem zweiten Akt wurde Tristen NICHT verwundet. Er ist einfach von der Bühne gegangen. Im Dritten Akt erschien er dann an einer Kneipen-Bar. Mehr gab es nicht zu sehen. Nachdem Marke gesichtet wurde, ist auch die Bar verschwunden. Das einzige was bei der Ankunft Isoldes und Markes zu sehen war: Ein Sag. Ansonsten eine leere Bühne. Zur letzten Arie dann das zweite Orchester.

    Ein Besucher sagte mir, dass sei fantastisch: Tristan habe sich alles im dritten Akt eingebildet. Daher passt die leere Bühne super. Ich bin da doch gespalten.


    Was ich grundsätzlich jedoch gut fand war, dass das Stück auf zwei Ebenen (oben und unten) gespielt wurde. Dadurch wurde die Trennung Isolde-Tristan, Tristan-Kurwenal sehr gut symbolisiert. Ich habe mich aber schon an einigen Stellen gefragt, was dies oder jenes soll.


    III: Schluss

    Insgesamt eine schöne Aufführung. Die Sänger haben mich mal sehr(Petersamer)/mehr(Brangäne)/weniger überzeugt. Insgesamt aber auf gutem Niveau. Leider einige Abzüge im Orchester und im Zusammenspiel mit dem Chor. Von der Inszenierung her war manchmal sehr wenig auf der Bühne und sehr wenig Bewegung. Manchmal habe ich mich schon gefragt, ob man nur Regietheater-Kritiker ärgern will. In einigen Dingen habe ich einfach keinen Sinn für ein tiefergehendes Verständnis gesehen. Dafür witziger Weise einen Klassischen Schrein für die Tränke und eine große goldene Schale für den Sühne-Trank sowie ein klassisches edles Kleid für Isolde.


    Beste Grüße

    Aaron

    Schade. Es kommen aber sicherlich wieder bessere Zeiten. Noch sehe ich das Leben recht zukunfts-optimistisch.


    Ich weiß, dass die Deutsche Oper am Rhein das sehr transparent angekündigt hat und finde dies sehr lobenswert.

    ABER: Soweit ich weiß, schreibt Kloke nicht vor, von wie vielen Musikern eine Stimme gespielt werden soll. Es geht ihm um die Aufteilung des Orchesters in ein Hauptorchester und ein Bühnenquartett. Es hätte doch gut sein können, dass das Orchester trotzdem größer besetzt wird, als es zunächst geplant war. Ich hätte mir vorstellen können, dass eine Überarbeitung aufgeführt wird, weil die Schutzmaßnahmen nicht mehr eine so radikale Aufteilung und Verkleinerung des Orchesters erfordern. Vielleicht traue ich den Theaterbetreiben aber auch zu viel Spontanität zu.


    Ich werde jedenfalls noch zu berichten wissen, wenn nichts Großes mehr dazwischen kommt.

    Ich selber war nicht zur Premiere, sondern bin erst am 6.11 zur Vorstellung in Duisburg. Da ich aber gelesen habe, dass rodolfo39 Karten zur Premiere hatte, dachte ich, den Thread schon zu eröffnen.

    Es freut mich natürlich, wenn schon von der Premiere berichtet wird, ansonsten werde ich spätestens am Montag auch meinen Eindruck schildern.

    Die große Frage für mich ist: Wird im Kammerbesetzung gespielt (wie zunächst angekündigt) oder ist der Orchestergraben gefüllt?


    Liebe Grüße

    Aaron

    Auch Gustav Mahler hat in der achten Symphonie stark auf die Posaunen geachtet und diese integriert.


    Das Hauptthema "Veni creator Spiritus" wird schon zu beginn im ersten Teil mit den Posaunen aufgebaut. Zunächst Orgel, im Anschluss Chor und dann Trompeten, Posaune, Tuba und Streicher.


    Interessant ist jedoch, dass im zweiten Teil der Symphonie immer wieder die Bläser (inkl. Posaunen) das erste Thema durchbrechen lassen und im Finale verstärkt verstricken. Das sind auf alle Fälle Teile, in denen die Posaune eine sehr wichtige Rolle spielt.


    Ist es üblich, dass man jetzt auf ein YouTube-Video verweist?

    Hier ist jedenfalls eine Aufnahme mit Marc Albrecht.



    Liebe Grüße

    Aaron

    Ich möchte hier auf die Ausstrahlung einer Rarität hinweisen. Ein Stück, welches zuletzt 1959 neu produziert wurde.

    Am Samstag den 23.10 im Deutschlandfunkkultur um 19:05 läuft: Leonore 40/45. Aufgenommen aus der Oper Bonn.


    Rolf Liebermann, der als Intendant der Hamburgischen Staatsoper und der Oper in Paris bekannt wurde, hat sich im Vertauen an die Zwölftontechnik auch an eigene Kompositionen getraut. Ich habe mich noch nie mit dieser Technik befasst und kenne mich mit der Schule Schönbergs überhaupt nicht aus. Ich war selbst am Tag der Aufnahme (10.10.2021) in der Oper vor Ort und kann daher sagen, dass das Stück trotz Zwölftontechnik für mich recht gefällig war. Zeitweise wirkte es für mich wie starke Romantik, welche die Tonalität und Rhythmus verloren hat. Harmonisch würde ich es aber keineswegs beschreiben. Es ist schon eine Oper der Zwölftonmusik. Die Text-Verständlichkeit war ganz gut, weil in der Regel nacheinander gesungen wird und die Sänger auch verständlich gesungen haben (für die Aufnahme keine Garantie). Zum Schluss gibt es eine (auch für mich ganz gefällig-schöne) Fuge, in der Sinngemäß gesungen wird: Alles wendet sich zum Guten in der besten aller Welten, womit die Oper anschließend endet.


    Wer mag, kann ja reinhören.


    Liebe Grüße

    Aaron

    Beim Durchstöbern der Threads bin ich auf diesen hier gestoßen und habe sofort an ein Werk eines bekannten zeitgenössischen Pianisten gedacht.

    Daniil Trifonov ist neben seiner Karriere am Klavier auch als Komponist tätig. Er hat ein Klavier-Konzert geschrieben, welches bisher nicht auf CD oder LP erschienen ist. Es gibt lediglich eine Aufnahme auf YouTube aus dem Jahr 2017. Ich glaube ja, dass die großen Labels noch etwas warten bis Trifonov bekannter geworden ist, um das Konzert dann groß raus zu bringen. Ich würde mich sehr freuen, wenn dies bald der Fall sein wird. In welcher Form auch immer - denn Freude macht der YouTube-Clip allemal.


    Nachdem länger nichts mehr hier geschrieben wurde, möchte ich mich zu drei Aufnahmen mehr oder weniger ausführlich äußern.


    Ich finde die Aufnahme von Yannick Nezet-Seguin ebenfalls nicht gelungen. Nicht nur abgesehen von den sängerischen Leistungen der Solisten. Das Vibrato des Soprans I ist wirklich sehr unangenehm.

    Auch vom Tempo her gesehen, finde ich die Aufnahme nicht passend. Ein Maestoso con moto, darf ruhig schneller und majestätischer dirigiert werden, als Nezet-Seguin tat. Gleichzeitig dürfen die Arien, die sehr lyrisch angelegt sind, auch etwas langsamer dirigiert werden. Die Mischung zwischen dem jubelnden und besinnlichen Teilen und das Ineinandergreifen dieser beiden Themen gelingt dieser Aufnahme meiner Meinung nach nicht.


    Ich kann aber eine andere Aufnahme empfehlen, die unter Andrew Manze entstanden ist und die ich momentan bevorzuge. Ich finde den ersten Satz deutlich beschwingter, was ich positiv auffasse. Er hat das Tempo - im Vergleich zu Nezet-Seguin - deutlich angezogen, ohne jedoch an einem einheitlichen Klang zu leiden. Er hält das zügige Tempo durch und das Orchester dabei zusammen. Er lässt die freudigen Themen dabei an bestimmten Stellen deutlich portato/non legato spielen UND singen, was den Charakter des gesamten Stückes sehr beeinflusst. Es wirkt dadurch etwas "fetziger", was dem Lob und dem Majestätischen wohl entgegenkommt. Was mir ebenfalls sehr gefällt, ist die Interpretation der Stellen, bei denen ein Teil des Orchesters (oft die Bläser) einem anderen Teil ins Wort fällt. Wie ich es anders nennen soll, weiß ich nicht. Er schafft es, dass das Orchester dabei absolut zusammen bleibt und trotzdem klargestellt wird, dass dort das Orchester aus zwei Teilen besteht, die durch immer häufigeres Ineinanderfallen allmählich zu einem Teil verschmelzen. Diese Dynamik, die sich an das Ineinandergreifen von Lob und Besinnlichkeit anschließt, ist fabelhaft umgesetzt.


    Mit Anna Lucia Richter hat er dabei ein sehr schönen lyrischen Sopran gefunden, der wohl mehr als nur passend ist. (Der einziger Aussetzer ist leider direkt in der ersten Arie. Dort kriegt sie den hohen Ton beim letzten und vorletzten "lobe den Herrn" nur mit Mühe hin.) Aber generell mit wenig Vibrato gesungen, was den Kritikern im vorhergehenden Diskurs gefallen dürfte. Auch Robin Tritschler gefällt mir sehr gut in seiner "Rolle". (Die Arien werden selbstverständlich - nicht dass es zu Missverständnissen kommt - nicht Portato gesungen.) Den Chor von WDR und NDR finde ich ebenfalls hervorragend (im Zusammenspiel mit dem Orchester) und textlich sehr verständlich.



    Ansonsten habe ich gerade eben noch eine andere Aufnahme gehört. Diejenigen, die große Bögen (weniger Portato) im diesem Werk für sinnvoll erachten, werden hiermit vielleicht etwas mehr anfangen können. Es dirigiert Pablo Heras-Casado das Symphonieorchester des BR. Solisten sind Christiane Karg (die auch auf starken Vibrato verzichtet), Christa Landshamer und Michael Schade. Das Tempo ist ähnlich zu der Aufnahme von Manze.




    Noch ein kurzes Wort zu den beiden Sopran I Stimmen. Kargs Stimme klingt etwas tiefer, als die Stimme von Richter, bekommt aber die ganz hohen Töne (deutlich) besser hin. Im Gegenzug klingt Richter mit ihrer hohen Klangfarbe wie ein Engel, was vom Timbre vielleicht etwas besser passt.


    Liebe Grüße

    Aaron

    Dies ist mein erster Beitrag in diesem Forum mit dem ich den Wagner Freunden vielleicht eine Freude bringen kann.

    Ich hoffe nicht, dass ich es bereits übersehen habe, aber es wurde meines Wissens noch nicht die Ringeinspielung von Axel Kober und den Duisburger Philharmonikern angekündigt. Nachdem der erste und dritte Teil bereits erschienen sind, werden im November die Walküre und Götterdämmerung veröffentlicht. Ich wünsche viel Freude beim hören.




    Grüße

    Aaron