Beiträge von Stolzing

    1. Liszt - Christus.

    2. Brahms - Deutsches Requiem.

    3. Mendelssohn - Paulus.

    4. Schubert - Es-Dur Messe.

    5. Mendelssohn - Elias.

    6. Haydn - Die Schöpfung.

    7. Schmidt - Das Buch mit sieben Siegeln.

    8. Beethoven - Missa Solemnis.

    9. Fauré - Requiem.

    10 Mozart - Requiem.


    Die Liste ist in jedem Fall unvollständig.

    Heute erschien Bruckners 7. unter Markus Poschner und dem RSO Wien - sein 2024er Zyklus ist beinahe vollständig (zur Erinnerung: alle Bruckner-Sinfonien in sämtlichen Fassungen).


    Natürlich höre ich gerade hinein - eine dynamische 7. wobei Poschner wie gewohnt frei und gefühlvoll ans Werk geht, dabei jedoch besondere Stellen wie das Finale des ersten Satzes und das Adagio zelebriert und der Nachwelt so ein facettenreiches Hörerlebnis beschert.


    Langsam vervollständigt sich der Zyklus. Soeben erschien Bruckners 7. unter der Leitung Markus Poschners, der anlässlich des Brucknerjahres 2024 sämtliche Sinfonien Bruckners in allen Fassungen gesammelt aufnimmt. Mit von der Partie sind das von ihm geleitete Bruckner Orchester Linz sowie das RSO Wien wobei diese Heute erschienene 7. vom RSO aufgenommen wurde.


    Was erwartet den geneigten Hörer? Eine dynamisch, facettenreiche 7. Wer Poschner kennt, den wird nicht überraschen, dass er insbesondere das Adagio zelebriert und bei monumentalen Momenten im 1. Satz mit ordentlichem Drehmoment aufgeigen lässt. Apokalyptisch das Scherzo - ein schauriger Landler.


    Fazit:

    Ein weiteres Highlight dieser bemerkenswerten Serie.



    Am besten gefallen mir bisher: 8. (1890), 1 (wiener Fassung), 3. (1889), 4. (1880) und nun diese hier.

    Ich liebe Mendelssohn. Völlig egal ob Oratorien, Sinfonien, Konzerte.. Ich nehme alles und schätze insbesondere die Aufnahmen von Klemperer, Karajan, Sinopoli, Dohnanyi und Gardine.


    1. Sinfonie Nr. 5 “Reformationssinfonie”.

    2. Sinfonie Nr. 2 “Lobgesang”.

    3. Sinfonie Nr. 3 “Schottische”.

    4. Sinfonie Nr. 1.

    5. Sinfonie Nr. 4 “italienische” - brauch ich persönlich am wenigsten.

    Also für mich gehört der Thielemann Zyklus zu einem der erwähnenswertesten der letzten Zeit.

    einzelne Aufnahmen daraus (1,3,8,9) gefallen mir sehr und jedenfalls besser als alles was er bisher u.a. mit der SSD so aufgenommen und aufgeführt hat (ich fühle mich verleitet “verbrochen” zu schreiben). Was die aktuellen Zyklen betrifft, lege ich mich auf Ballot und Poschner (fast fertig) fest.

    Ballots Zyklus ist bemerkenswert ausladend und facettenreich. Man kann hier durchaus von “alter Schule“ sprechen. Wer Celibidaches Bruckner mag, Ballot bezeichnet ihn als seinen Lehrer, wird diesen Zyklus lieben.

    Remy Ballot war mir bis vor wenigen Wochen völlig unbekannt. Der Mann war Geiger bei den Wiener Philharmonikern und Schüler Celibidaches. Heute wirkt er unter anderem in St. Florian. In den letzten zehn Jahren führte er mit dem Altomonte Orchester in der Stiftsbasilika St. Florian Bruckners Sinfonien auf und nahm diese auf. Es entstand ein sehr langsamer (Celibidache lässt grüßen), facettenreicher, stellenweise kraftvoller Brucknerzyklus aus dem ich gerade die 7. höre.


    Anlässlich der Taufe unseres Kindes in St. Florian stieß ich kürzlich auf einen mir völlig unbekannten Musiker nebst ebenso unbekanntem Orchester. Remy Ballot und das Altomonte Orchester wirken - wie Bruckner auch (zumindest zeitweise) - primär in St. Florian. Der Franzose Ballot war Violinist bei den Wiener Philharmonikern, bezeichnet Celibidache als seinen Lehrer und vollendete vor ein paar Monaten seinen eigenen Brucknerzyklus.

    Die Sinfonien wurden Jahr für Jahr im Rahmen der St. Florianer Brucknertage in der Stiftsbasilika aufgenommen. Das Kirchenschiff der Basilika bekommt man in den Aufnahmen mitgeliefert - geschlossene Augen und gute Kopfhörer ermöglichen eine virtuelle Reise nach St. Florian.


    Was bekommen wir mit diesem Zyklus? Celibidache habe ich bereits erwähnt - die interpretatorische Nähe zu ihm ist nicht von der Hand zu weisen (die 8. dauert zb knapp

    1:42:xy). Entsprechend liegen die Stärken in den großen Finalsätzen insbesondere der Vierten und der Achten. Da wird schon richtig groß und effekthascherisch aufgegeigt - das gilt vor allem für die Vierte und ist hier beinahe wörtlich gemeint. Die tickenden Streicher im Finale erinnern an das Unvermeidliche.

    Ich kann diesen Zyklus uneingeschränkt empfehlen. Meine Highlights neben der oben genannten sind hier unbestritten 9, 1, 3 und 7.



    Hui - da gibt es bei mir einige:


    Das ultimative Finale hat für mich wohl Bruckner in seiner 8. komponiert. In meinen Ohren hat er damit dem Finale der 4. ein Denkmal gesetzt.


    Dann kommt viel Mahler und zwar in folgender Reihenfolge:


    3.

    6.

    2.

    8.

    9.


    Dvoraks 9.

    Brahms 1. und 4.


    Schostakowitschs 11. darf da natürlich auch nicht fehlen, ebenso Prokofjews 5. und dann wären da noch Beethovens 4., 5. und 9.


    Ich glaub‘ fast, hier muss ich noch nachreichen. Eigentlich wollte ich genau diesen Thread heute selbst eröffnen aber natürlich gab es ihn schon.

    Lieber Stolzing,


    es ist zwar interessant zu lesen, welche Brahms-Zyklen Du bevorzugst, aber dafür hätten wir andere Brahms-Threads. Hier geht es um das Ranking in welcher Reihenfolge Du die Brahms-Sinfonien ordnen würdest.

    Ähm - das ist ein Ranking. Ergänzt um ein paar Aufnahmen.

    Ich liebe diese Rankings - in diesem Sinne:


    1. - Gerne von Bruno Walter und dem Columbia - für unsere heutigen Ohren klingt das vergleichsweise markante Vibrato der Bläser womöglich etwas ungewohnt oder gar russisch jedoch ist die Aufnahme - eigentlich der gesamte Zyklus - vermutlich einer der besten seiner Art. Zumindest gilt das für meine Ohren. Die erste besticht jedenfalls durch Kraft und Dramatik. Toll!


    4. Eigentlich gefällt hier die 4. aus dem Walter-Zyklus auch am besten. Auf Augenhöhe: Klemperers Zyklus


    außerdem Simon Rattle mit den Berliner Philharmonikern:


    3. Klare Sache: Simon Rattle und Klemperer.


    2. und nochmal Bruno Walter, daneben Giulini und Wiener Philharmoniker

    außerdem Kubelik ebenfalls mit den Wienern

    …und noch eine heiß ersehnte Neuerscheinung - diesmal Markus Poschner mit dem Bruckner Orchester: Bruckners 3. in der Fassung von 1889 aus der jetzt schon unvergleichlichen jedoch noch unvollständigen 2024er Box. Ich gestehe, mir sind die später überarbeiteten Fassungen fast immer lieber obgleich sich viele Themen samt Auflösung oft erst durch die Auseinandersetzung mit den Urfassungen richtig erschließen - zumindest geht es mir so (zb beim Finale der 8.).


    Einen schönen Abend Euch allen!


    Eine meiner heiß ersehnten Aufnahmen diesen Jahres.


    An dieser Stelle sei gesagt: ich liebe das BRSO - es ist mir das liebste deutsche Orchester und kommt bei mir insgesamt unmittelbar nach den Wr. Philharmonikern. Vermutlich liegt das auch an dem sagenhaften Klang den sie immer wieder in ihre Konserven packen. Diesbezüglich sollten auch die neuen Aufnahmen mit Rattle erwähnt werden. Insbesondere der noch unvollständige Ring aber auch Mahlers sensationelle 9. wobei die 6. hier - mein Lieblingswerk Mahlers - qualitativ an ebendiese nahtlos anknüpft. Eine Aufnahme voller Dramatik, oftmals leicht, wunderschön, bittersüß das Andante (an 2. Stelle was ich aus dramatischer Sicht sehr schätze), dann wuchtig und bedrohlich, vor allem das Finale. Ich mochte Rattle wie schon so oft erwähnt lange nicht. Inzwischen schätze ich ihn sehr, wobei sich die Frage aufdrängt, ob das dem BRSO geschuldet ist oder doch seinem Genie. Oder haben sich da zwei gefunden?


    Nur 5? Sehr schwierig!!!


    1. Hindermith - Mathis der Maler.

    2. Britten - Peter Grimes.
    3. Strauss - Elektra.

    4. Berg - Lulu.

    5. Schostakowitsch - Lady Macbeth von Mzensk.


    Hindernith - Cardillac.

    Schönberg - Moses und Aaron.

    Berg - Wozzeck

    Debussy - Pelléas et Mélisande.

    Ich mag Strauss nicht besonders aber Salome sollte doch auch noch hier stehen.

    Der "Siegfried" unterstreicht auch nach meinem Eindruck den bisher überwiegend sehr positiven Eindruck des Rattle-"Rings".


    Wann kommt die "Götterdämmerung"? Bereits nächste Spielzeit? Gibt es da schon Informationen?

    keine Ahnung aber ich will die unbedingt live hören, zumal mir da eine RT-Aufführung erspart bleibt. Bayreuth und Thielemann-Ring in Berlin liegen mir noch schwer im Magen.

    Was ist denn von Rattle noch zu erwarten?


    Ich bin da eher skeptisch. Für mich ist er eher ein großer Kommunikator; als Dirigent halte ich ihn eher für überschätzt.

    So ging es mir auch immer. Ich hielt ihn lange für einen Sophisten im Sinne Platons. Das hat sich aber längst geändert - insbesondere seit seinem noch nicht abgeschlossenen konzertanten Ring. Seine Interpretationen sind immer klar, “Originalklang” scheint ihm wichtig, dogmatisch wird er diesbezüglich aber nie. In meinen Augen (und Ohren) beweist er regelmäßig, dass er Spannung erzeugen kann. In dem Zusammenhang wirken seine Interpretationen wirklich durchdacht. Beweis dafür liefert zb seine Aufnahmen von Bruckners vervollständigter, viersätziger 9. die er als Finalsinfonie (was sie ja auch ist) anlegt. Nun bin ich gewiss kein Fan dieser Version aber wenn man sie spielt, dann so wie Rattle.


    Ach ja: seine 9. von Mahler zählt für mich auch wegen des BRSO (ich liebe dieses Orchester momentan) zu den besten Aufnahmen dieses Werks der letzten x Jahre (wenn nicht mehr). Und die 6. soll auch toll sein, wurde mir gezwitschert.


    Für mich zumindest waren "Rheingold" und "Walküre" das Beste, was ich seit Jahren von Rattle hörte. Aus den Berliner Jahren fiele mir leider gar nicht viel ein. Mit dem LSO kam bisher nicht arg viel heraus. Das Video mit Waltons Erster wirkte durchaus CD-würdig.


    Könnte er. Laut Brug hört er beim LSO aber auf.

    und der Siegfried steht beiden Aufnahmen in nichts nach - und was spielt das BRSO toll. Zum Glück hab ich es von Linz nicht so weit nach München.

    Der von mir so verehrte Gustav Mahler bezeichnete Rotts E-Dur Sinfonie als die erste Sinfonie der Moderne (ohne den exakten Wortlaut im Kopf zu haben). Als berühmtester Dirigent seiner Zeit hätte er dem armen und viel zu früh verstorbenen Hans Rott, seinen Kommilitonen, durchaus posthum zu mehr Ruhm verhelfen können, schließlich besaß Mahler die Partitur der Sinfonie. Stattdessen verwendete er das Werk wie einen Steinbruch für seine eigenen Werke und schmückte sich mit fremden Federn - wie erbärmlich.


    Im 1. Satz hören wir Mahlers Blumine aus der 1. Sinfonie. Einen Satz später ertönt das Finale aus Mahlers 3. Besonders gierig griff Mahler beim 3. Satz zu. Man findet Teile daraus in den 3. Sätzen seiner 2. und 5. Das Scherzo Thema entspricht dem Scherzo in Mahlers 1 und wäre das alles nicht genug, hört man im Finale auch noch das Rückert-Lied „Um Mitternacht“.

    Ich erlaube mir diesen Beitrag noch bei Hans Rott zu posten. Jedenfalls hör ich gerade wieder seine bestimmt nicht ganz ausgereifte 1., die mir doch sehr gut gefällt.

    Der von mir so verehrte Gustav Mahler bezeichnete Rotts E-Dur Sinfonie als die erste Sinfonie der Moderne (ohne den exakten Wortlaut im Kopf zu haben). Als berühmtester Dirigent seiner Zeit hätte er dem armen und viel zu früh verstorbenen Hans Rott, seinen Kommilitonen, durchaus posthum zu mehr Ruhm verhelfen können, schließlich besaß Mahler die Partitur der Sinfonie. Stattdessen verwendete er das Werk wie einen Steinbruch für seine eigenen Werke und schmückte sich mit fremden Federn - wie erbärmlich.


    Im 1. Satz hören wir Mahlers Blumine aus der 1. Sinfonie. Einen Satz später ertönt das Finale aus Mahlers 3. Besonders gierig griff Mahler beim 3. Satz zu. Man findet Teile daraus in den 3. Sätzen seiner 2. und 5. Das Scherzo Thema entspricht dem Scherzo in Mahlers 1 und wäre das alles nicht genug, hört man im Finale auch noch das Rückert-Lied „Um Mitternacht“.


    Ich erlaube mir diesen Beitrag noch bei Hans Rott zu posten. Jedenfalls hör ich gerade wieder seine bestimmt nicht ganz ausgereifte 1., die mir doch sehr gut gefällt.