Beiträge von Boris

    Eines vorweg - ich bin selber ein Fan der Röhre, von daher vollstes Verständnis und Mitgefühl...


    Aber auf der einen Seite auf das Marketing der Vinylindustrie zu schimpfen, die es schafft ihre überteuerten Produkte als den Klanggral im Kreis der Hipster, Neureichen und was weiss ich zu etablieren und auf der anderen Seite Marketing von Luxman zu zitieren um das Klangwunder der Röhre zu untermauern entbehrt nicht einer gewissen Komik... ;)

    Ich persönliche finde es ja wunderbar, wenn nicht jede Lebensentscheidung rational und vernunftgetrieben daher kommt. Von daher zelebriere ich weiterhin die Schallplatte (die in meinem Fall nie verschwunden war) und erstelle Mixtapes auf dem Tonband. Warum? Weil ich es kann und Freude daran habe. Ansonsten stimme ich Thomas zu - ich mache kein Voodoo daraus, und missionarisch muss ich schon gar nicht unterwegs sein. Jeder wie er mag...

    Es geht bei der Platte aus meiner Sichtweise überhaupt nicht um einen klanglichen Vorteil. Die Diskussionen dazu werden aus beiden Lägern mit Inbrunst geführt und sind letztlich nebensächlich. Tatsächlich bezweifle ich, dass sich Sammler primär aufgrund der angeblich besseren Tonqualität für die Platte entscheiden.


    Bei der Schallplatte geht es um den Vorgang des Musikhörens. Eben kein Automatismus, sondern die Notwendigkeit bedacht und bewusst vorzugehen. Daneben kommen Faktoren wie Nostalgie, haptische Erfahrung etc. zum Tragen. Jemand wie asetwes und sicherlich viele andere nervt das, mich macht es glücklich.


    Wenn man dann noch bedenkt wie viele Forennutzer vermutlich die 50 überschritten haben, mit entsprechend einsetzendem oder eingesetzem Hörverlust für bestimmte Frequenzen, erübrigt sich die Suche nach dem perfekten Klang sowieso vielfach...

    Wenn ich schon über Pablo schreibe darf es auch ein wenig Pablo auf die Ohren sein. Basie Jam aus den späten 1973er Jahren swingt, dass es eine wahre Freude ist.

    Basie unter anderem an der Orgel, grossartig...


    Ich will gar nicht erst anfangen aufzuzählen wie viele CDs - und vor allem unerfüllte CD-Wünsche - auf das Tamino Konto gehen.

    Heute wäre das aus dem Kapitel unerfüllte Wünsche der Haydn unter Eugen Jochum. Die Phase der Komplettboxen von ihm habe ich natürlich auch mal wieder verpasst...

    So oder so, hier hilft im Zweifelsfall das leidige Streaming.


    Aus aktuellem Anlass, denn Analogue Productions / Acoustic Sounds ist gerade dabei 15 Alben aus dem Pablo Katalog als Reissue zu produzieren und anzubieten, möchte ich das Label etwas näher vorstellen.


    In der reichen Geschichte des Jazz steht Pablo Records als Zeugnis für die anhaltende Leidenschaft und Vision einer der einflussreichsten Persönlichkeiten des Genres: Norman Granz. Gegründet im Jahr 1973 und benannt nach Granz Lieblingsmaler, wurde Pablo Records schnell zu einem Leuchtturm für Jazzliebhaber, der die Kunstform in all ihrer Vielfalt und Brillanz bewahrte und unterstützte.


    Norman Granz, ein renommierter Impresario und Produzent, hatte bereits durch seine Arbeit mit Labels wie Verve Records und seinen legendären Jazz at the Philharmonic Konzerten bedeutende Beiträge zum Jazz geleistet. Mit Pablo Records wollte Granz einen Ort für Jazzmusiker schaffen, der ihnen künstlerische Freiheit und eine Plattform bot, um ihr Talent zu präsentieren.

    Im Mittelpunkt der Philosophie von Pablo Records stand das Bekenntnis zur Authentizität und Exzellenz. Granz glaubte daran, die rohe Energie und improvisatorische Seele des Jazz in ihrer reinsten Form einzufangen, und diese Philosophie spiegelte sich in jeder Aufnahme wider, die unter dem Banner von Pablo veröffentlicht wurde.


    Unter den herausragenden Alben, die von Pablo Records veröffentlicht wurden, verdienen einige besondere Erwähnung für ihre anhaltende Wirkung und zeitlose Anziehungskraft:


    Ella Fitzgerald und Joe Pass – "Fitzgerald and Pass... Again" (1976): Diese Zusammenarbeit zwischen der unvergleichlichen Sängerin Ella Fitzgerald und dem virtuosen Gitarristen Joe Pass zeigt die Magie, die entsteht, wenn zwei musikalische Giganten zusammenkommen. Mit einfühlsamen Interpretationen von Jazzstandards wie "Georgia on My Mind" und "Wave" ist dieses Album ein Zeugnis für die Kraft musikalischer Chemie.


    Oscar Peterson – "The Trio" (1974): Pianist Oscar Peterson, zusammen mit Bassist Niels-Henning Ørsted Pedersen und Gitarrist Joe Pass, liefert auf diesem wegweisenden Album eine Meisterklasse in Jazzimprovisation. Von der feurigen Interaktion bei "Blues Etude" bis zur zarten Eleganz von "You Look Good to Me" verkörpert "The Trio" die Kunstfertigkeit und Virtuosität, die den Sound von Pablo Records prägten.


    Dizzy Gillespie – "Dizzy's Big 4" (1974): Die Trompetenlegende Dizzy Gillespie arbeitet mit dem Gitarristen Joe Pass, dem Bassisten Ray Brown und dem Schlagzeuger Mickey Roker für eine mitreißende Darbietung des Bebop-Zeitalters zusammen. Mit elektrisierenden Auftritten von Klassikern wie "Birk's Works" und "Con Alma" fängt "Dizzy's Big 4" die ansteckende Energie und Innovation eines der wahren Pioniere des Jazz ein.


    (leider kein Bild hinterlegt)

    Count Basie – "Basie Jam" (1973): Aufgenommen live beim Montreux Jazz Festival, ist "Basie Jam" eine Hochleistungsdemonstration des legendären Swing des Count Basie Orchestra. Mit Gastbeiträgen von Größen wie Oscar Peterson, Zoot Sims und Eddie "Lockjaw" Davis ist dieses Album ein mitreißendes Zeugnis für das zeitlose Erbe des Basie-Sounds.


    Joe Pass – "Virtuoso" (1973): Der Gitarrist Joe Pass steht auf diesem Solomeisterwerk im Mittelpunkt und zeigt seine unübertroffene Fähigkeit und Kreativität in einer schillernden Auswahl von Jazzstandards. Von der komplexen Fingerfertigkeit bei "Night and Day" bis zur lyrischen Schönheit von "Stella by Starlight" ist "Virtuoso" ein Zeugnis für Pass' einzigartiges Talent und musikalische Vision.


    Diese Alben stellen nur einen Bruchteil des reichen Repertoires von Pablo Records dar. Von intimen Solodarbietungen bis hin zu elektrisierenden Big-Band-Sessions umspannt der Katalog des Labels das gesamte Spektrum der Jazzstile und -einflüsse, vereint durch ein gemeinsames Engagement für künstlerische Exzellenz und kreative Freiheit. Die komplette Diskographie lässt sich hier einsehen.

    Vergleichsweise alte Box, aber da ich Serkin so gar nicht im Bestand und bislang auf dem Radar hatte, ich die Werksauswahl ganz ansprechend finde, für die Schweiz die Deutsche MWSt. entfällt und da wäre ja auch noch der nette 8% Rabatt im Rahmen der AAA Mitgliedschaft - nunja, da habe ich mich zum Kauf verleiten lassen.


    Den Egmont

    für einen 5er weil auf Lager (die Logik versteh ich ja nicht so ganz) musste ich nehmen - jetzt ist er schon wieder bei 16.99


    Und die Symphonischen Dichtungen gefallen mir ebenfalls.

    In den Beethoven habe ich reingehört, fand ich ganz unterhaltsam.


    Bei Guttenberg war ich schon von seinem Schubert und Beethoven angetan. Mir war das ggü. anderen Taminos auch nicht zu forsch ;). Die Chorgemeinschaft Neubeuern finde ich ebenfalls recht spannend, von daher beschäftige ich mich mal ein wenig damit.


    Das ist ein Blindkauf - keine Ahnung was mich da erwartet...


    In Summe für vergleichsweise kleine Münze mal wieder recht viel Musik.

    Wo starten, es sind derer so viele... :D


    Zur Zeit mein Hauptplattenspieler ist ein Heybrook TT2, an dem ich einen FR24 Tonarm verbaut habe, unter das an einer Yamamoto Carbon Headshell (HS-4) ein Audio-Technica VM760SLC geschraubt ist.

    Abgelöst hat diese Kombination (zumindest vorrübergehend) einen umgebauten Lenco L78. Hier wurde ein komplett neues Chassis aus Birkenschichtholz gebaut, anschliessend mit Walnuss furniert und letztlich nur der Motor sowie der Plattenteller übernommen. Die Originalspindel wurde hier durch einen Nachbau ersetzt. Als Tonarm ist abermals ein Fidelity Research verbaut, hier aber ein FR54, bestückt mit einem Rondo Red.

    Als weiterer Dreher im Musikzimmer findet sich ein Acoustic Research AR "The turntable" mit einem Jelco SA750 Tonarm und einem Goldring Elite Tonabnehmer.


    Das Wohnzimmer beherbergt einen Revox B791 mit Tangentialtonarm für das unkomplizierte Plattenspielen (was auch meine Frau problemlos beherrscht ;) ) und im Schlafzimmer steht der gute alte Dual 1229 mit einem Shure V15 III.


    Im Umbau habe ich aktuell einen Thoren TD135 (neue Zarge, Originaltonarm bekommt einen Mono-Tonabnehmer, daneben wird ein zweiter Tonarm, vermutlich ein SME). Im Archiv steht noch ein Thorens TD125, diverse Duals,... - man kann sie ja nicht alle parallel hören.


    Man sieht - Schallplatte und Plattenspieler sind mein Thema ;)

    Ich fühle mich gerade ganz stark 30+ Jahre zurück versetzt. Ich als leidenschaftlicher "Metaller" war natürlich auf den gängigem Veranstaltungen und habe fast alle Grössen der Szene gesehen. ACDC, Metallica, Mötley Crüe, Guns and Roses, etc.

    Van Halen war tatsächlich nicht dabei, aber dieses Live Album (was wenn man sich seine Entstehungsgeschichte anschaut eigentlich gar keines ist, sonder ein lupenreiner Fake) transportiert die seinerzeitige Atmosphäre sensationell gut in heimische Gefilde.

    Man findet mich gerade headbangend und Luftgitarre spielend vor den Boxen - Sakrileg - ich weiss...


    Die Jansons Box ist endlich angekommen, ich hatte die ja kleiner erwartet, aber das Format eines Vinyl Box Set hat was, das passt problemlos in das Kallax Regal vom Schweden. Aber ich schweife ab...


    Gehört wird CD 1 mit Beethoven 1&2 - das ist die Reflections Variante, mit "Maniai" von Staud und "Nirai" von Mochizuki als Spiegelung nach den Symphonien 1 bzw. 2. Das ganze hat es wohl auch mal in einer eigenen Beethoven Box gegeben (oder gibt es noch)? Egal, auf alle Fälle sehr gelungen.