Beiträge von Provence
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Angeregt von Tristans Bericht, höre ich „Ruslan und Ludmila“. Diese Aufnahme habe ich mir hauptsächlich wegen Evgeny Nesterenko und Tamara Sinjavskaja gekauft, doch die ist auch sonst sehr sehr hörenswert. (Ich habe zwar eine andere Ausgabe, doch es handelt sich um die gleiche Aufnahme).
Michail Glinka„Ruslan und Ludmila“
Rudenko, Nesterenko, Sinjawskaja, Fomina, Orch. Bolschoi Theater, Simonow -
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Eine der besten Aufführungen, die mir je zu Ohren kam:
Michael Spyres (Jephta)
Joyce DiDonato (Sorgé)
Mélissa Petit (Iphis)
Cody Quattlebaum (Zebul)
Jasmin White (Hamor)
Anna Piroli (Angel)
Il Pomo d'Oro Orchestra & Choir
Francesco Corti
Da passt aber auch wirklich alles ...



Ich habe diese Aufführung live erlebt. Großartig!!!
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Da ich gestern gegen eigene Kinder in Poker haushoch verloren habe, habe ich diese CD rausgeholt, den Staub weggepustet, und höre ganz aufmerksam in der Hoffnung, mir einen Geheimtipp holen zu können;)
P.I. TschaikowskyPique Dame
Elena Prokina, Sergej Larin, Elena Obraztsova, Dmitri Hvorostovsky, Philharmonia of Russia, Constantine Orbelian
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Lieber Provence , vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht! Mr hat er die Vorfreude gesteigert. Es grüßt Hans
Ganz viel Vergnügen!
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Irritiert war ich auch von Klaus Florian Vogt, der mir sonst schon fast zu perfekt vorkommt, diesmal aber namentlich im ersten Aufzug unsicher und teils arg forciert wirkte. Es/er wurde besser, aber auch im dritten Aufzug nicht ohne kleine Aussetzer.
Aber wie er über seiner Pilgerfahrt berichtete!
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Gestern Abend war ich nach einer sehr langen Pause wieder bei „Tristan und Isolde“. Dieses Mal in der Deutschen Oper Berlin. Musikalisch hat der Abend definitiv nicht enttäuscht und auch die darstellerische Kunst der Sänger war äußerst beeindruckend: sie haben es trotz der Regie geschafft, den Zuschauern ein glaubwürdiges Drama vorzuführen.
Die schönsten Stimmen des Abends waren eigentlich in den Nebenrollen zu hören. Irene Roberts bekam für ihre Brangäne einen frenetischen Applaus, ich hörte sie zum ersten Mal und empfand ihre warme, klare und schön biegsame Stimme als den reinsten Genuss. Georg Zeppenfeld als König Marke war vielleicht etwas zu statisch und zu wenig emotional für meinen Geschmack. Er erschien wie ein Richter, stellte die bloße Gefahr da, wobei ich gerne etwas mehr seine Enttäuschung und seine spätere Reue rausgehört hätte. Thomes Lehman war ein großartiger Kurwenal. Vor allem am Anfang des dritten Aktes — eigentlich dem schönsten Teil des Abends — schöpften er und Clay Hilley eine Szene, die noch lange in Erinnerung bleiben wird. Clay Hilley gefiel mir als Tristan rundum sehr gut: keine (jedenfalls für mich) hörbare Macken in der Stimme, dazu eine überzeugende schauspielerische Leistung. Einen hingegen etwas zwiegespaltenen Eindruck hinterließ Elisabeth Teige, die gestern die andere Titelrolle sang. Ihre Stimme klang stellenweise zu unruhig und sie wurde heftig vom Orchester übertönt. Was das Orchester angeht - so viel Jubel und Applaus (auch vor und nach jedem Akt) habe ich bei Opernvorstellungen nur selten erlebt. Vielleicht hat dieser mit der Tatsache zu tun, dass Sir Donald Runnicles bald das Haus verlassen wird.Nicht weniger eindeutig drückte sich das Publikum aus, als das Regie-Team die Bühne betrat. Das wurde mit langanhaltenden Buh-Rufen und Raunen begrüßt.
Das Liebesdrama sollte minimalistisch gestaltet und mit Lichtspiel versehen sein. Klingt eigentlich vielversprechend. Reduktion auf das Wesentliche, vor allem bei „Tristan und Isolde“, ist ein kluger Ansatz und mit gekonnten Lichteffekten kann man gewaltige Bilder schaffen. Mit Gekonnten… Denn die riesige Leuchten-Wand, die definitiv ein Markenzeichen dieser Inszenierung ist, leuchtete heller und heller bei steigender Dramatik und durfte einmal anstelle der Fackel erlöscht werden, doch viel mehr Funktion hatte diese auch ästhetisch nicht gerade beeindruckende Konstruktion nicht. Ganz ideenlos war die Regie natürlich nicht, doch ich persönlich fand diese Ideen nicht besonders interessant und teilweise leider geschmacklos. Einige Requisiten wurden ersetzt. So war das Schwert nicht zu sehen, dafür aber hielten die Liebenden eine Glasscherbe in der Hand und präsentierten diese lang und deutlich dem Publikum, so als ob Regisseur sicher stellen wollte, dass alle sie gesehen haben. Die Scherbe kam auch viel zum Einsatz: zuerst (auch langsam, klar und deutlich) bei den den Venen, und zum Schluß grief Isolde zu dieser zweifelsohne edlen Waffe, um während ihrer Verklärung sich die Kehle durchzuschneiden… und weiter zu singen.
Zweideutig und kompliziert wurden die Beziehungen zwischen Kurwenal und Tristan, genauso wie zwischen Brangäne und Isolde präsentiert. Gut, warum nicht, obwohl das nicht unbedingt das Hauptthema unterstützt. Kostüme - Schwarz-Weiß, wobei Isoldes Kleider eine Wandlung vom Weißen zum Schwarzen durchlebten. Noch eine Besonderheit dieser Inszenierung ist eine eingeschränkter Interaktion zwischen den Protagonisten: die meiste Zeit sind deren Blicke zum Publikum und nicht zueinander gerichtet.
Alles in einem - wenn der Regisseur auf die Tarantino-Effekte verzichtet hätte, fände ich die Inszenierung gar nicht so schlecht. Und die Musik machte eigentlich sowieso alles wieder gut. -
Die Thalheimer-Inszenierung werde ich am 16.11. sehen. Auf Deine Eindrücke bin ich gespannt. Es grüßt Hans
Ich zähle zwar mit Sicherheit nicht zu den großen Wagner-Kennern, werde trotzdem sehr gerne meinen rein subjektiven Eindruck mit Euch teilen
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Das Wochenende wird Wagner-geprägt sein. Ich kombiniere wieder Pflicht und Vergnügen in our nation’s capital und gehe sowohl die Premiere von „Tristan und Isolde“ als auch die letzte Aufführung von „Tannhäuser“ in der DOB hören. (das wird lindert den Schmerz von gestern lindern;)
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Tja, HIP hat eben auch Vorteile: Kerzen usw.

Genau! Und zuhause hat man für so ein Fall ein rein mechanisches Klavier stehen. Und die Kerzen natürlich!
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Es sieht leider so aus, dass es keinen Ersatztermin geben wird… Wirklich schade!
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Heute Abend hatte ich vor „Flavio“ in Kölner Philharmonie zu hören. Doch nach der langenAnreise musste ich mich wieder sofort auf den Heimweg machen: das Konzert viel wegen des Stromausfalls aus. Es ist es an sich nicht wert das zu erzählen, doch weil ich versprochen habe über Rémy Brés-Feuillet zu berichten, wollte ich den Grund des fehlenden Berichts nennen. Lieber Fiesco, ich habe deine Bitte natürlich nicht vergessen!
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LG Fiesco
In der Tat, lieber Fiesco
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Da mir das völlig neu war, habe ich kurz recherchiert und folgendes gefunden:
"Seine [Dickens'] Beschreibung des bösartigen Fagin in „Oliver Twist“ sorgte für eine Kontroverse und wurde als antisemitisch kritisiert. Dickens bestritt die Vorwürfe. Er habe keine derartigen Vorurteile vermitteln wollen. In späteren Auflagen milderte er die Beschreibung Fagins ab." (SZ online)
Aber kann das ein Grund sein, seine Bücher aus der Bibiliothek auszusortieren?
So habe ich das von einer Mitarbeiterin gehört, wenn ich mich gewundert habe, wieso Dickens nicht mehr da war. Jetzt stehen ein paar Bänder wieder, allerdings weniger als davor. So waren vor 2 - 3 Jahren noch vier verschiedenen Ausgaben von „Oliver Twist“ zu finden, jetzt nur noch eine und zwar in einer „jugendgerecht gekürzten Ausgabe“. Ich erinnere mich so gut daran, weil ich die gekürzte und vereinfachte Ausgaben für eine literarische Sünde halte. Die politische Zensur kann ich sogar eher akzeptieren. Diese müssen oft die Autoren ja schon bei der ersten Ausgabe runterschlucken. Ich habe meinen Kindern zugetraut Dickens zu lesen. Wenn man bedenkt, dass die einen freien Zugang zum Internet haben, die von Dickens zu schützen ist in meinen Augen absurd.
