Beiträge von Gerhard Calaminus

    Rekonstruktion von Fragmenten

    Danke für den Hinweis!

    Dort finde ich en ausführlichen Tex von Alfred - von vor 16 Jahren:



    Ist darin angesichts der allgegenwärtigen KI schon schon alles enthalten?

    Bin im Zweifel. Diese verkompliziert die Sache nach meinem Empfingen kolossal.


    GC

    gewiss kann man darüber lange und wenig sinnvoll streiten.

    Habe auch falsch gereraten - danke auch von mir.

    Immerhin habe ich den thread "Unvollendetes genießen einen Bonus" dadurch gefunden.

    Es wundert mich, dass der letzte Beitrag schon im Dezember 2ß11 dazu geschrieben wurde, seither nie mehr, wahrscheinlich unterbrochen durch das umfängäliche Abarbeiten des Themas Mozart-Requiem.


    Mir schwebt ein ihread vor über das Thema, ob eine Vervollständigung von Unvollendetem sinnvoll, wünschenswert, von speziellem oder allgemeinem

    Interesse, wenig erstrebenswert- oder sogar als Sakrileg empfunden wird - die Kunst der Fuge wäre so ein Beispiel.

    Reizvoll würde es angesichts der rasant zunehmenden KI- Möglichkeiten oder sogar Neu-Kompositionen sicherlich sein.

    Meine Akzeptanz oder Ablehnung solcher Ergebnisse dafür steht noch nicht fest, sondern in statu nascendi.

    Vielleicht findet sich ein Tamino hier für einen entsprechenden thread - dem Sinn nach z.B. "Unvollendetes vollenden: Sinnvoll oder überflüssig ?" - oder so.

    Bin gespannt auf eure Einwände.


    Gruß,

    GC

    Meine Herangehensweise führt über das Heraushören eines ggf. Spätwerks, keinesfalls über Nummernfolgen. Das musikalische Thema paßt infolgedessen eher auf Mahler oder Bruckner denn auf Beethoven.

    in zweiter Linie Suche über die Vitae meiner drei Vorschläge. Von allen drei sind Skizzen bekannt. Tonarten dazu kann ich nirgends finden.

    Für weitere Synopsen fehlt mir jetzt die Zeit, falls die Rätsellösung heute kommt.

    Ein irrer Thread übrigens, gleichwohl zeitraubend........aber Irre(nde) sind auch Menschen.


    Gruß

    GC

    Nachtrag für Gut-Wetter: Lieber Helmut Hofmann, ich stelte eine CD ein zum Thread Mendelssohn-Hensel und ihre Lieder:

    Seite #136.

    Es singen meine Schwiegertochter und ihre Schwester!!!

    Kein Mainstream, sondern Randgebiet . Gerade darum auch nur per Crowd-Founding realisierbar gewesen. Bin recht stolz auf das Ergebnis.


    Gruß

    GC

    Es handelt sich schließlich dabei nicht um ein im Grunde belangloses Social Media- Geplauder, sondern um ernsthafte detaillierte reflexiv-analytische Arbeit an einem Werk der klassischen Musik, insbesondere dem Kunstlied. Und dahinter steht die Absicht, einen Überblick über dessen Entwicklungsgeschichte vorzulegen, wie es ihn bislang in dieser ins Detail der Faktur des Liedes gehenden Form auf dem Bücher-Markt nicht gibt.

    Würde das gelöscht, wäre das für mich die Vernichtung eines Lebenswerks.

    Starker Tobak, verehrter Helmut Hofmann. Insofern hast du recht, ein Lebenswerk cuttet man nicht einfach so weg..

    Deine Forschungsergebnisse und Zusammenstellungen sind möglicherweise so nirgendwo sonst zu finden - und deshalb ist deine Arbeit bewundernswert.

    Meine Bewunderuung erweitere ich aber auch für dein Vertrauen, derartig geballtes Lebenswerk ausgerechnet einem öffentlich zugänglichen

    Internetmedium - quasi ungeschützt - anzuvertrauen. Wie hält man das aus?

    Viele sehen es anders, haben ihre wenigen Steckenpferde, brauchen keinen erweiterten Horizont und sind trotzdem glücklich damit, was natürlich legitim ist. Mir wäre das auf Dauer zu wenig.

    Mir auch.

    Noch einmal: Es geht mir nicht um meine Intoleranz, sondern ganu simpel um praktische Nutzung des Forums für nicht "lebenswerklich" relevante Themen

    per Suchfunktion. Ist das schon Social-Media - igitt?

    Damit fahre ich hevorragend zielgerichtet - z.B... mit Strg+F. - bei meiner chemisch-medizinichen Dissertations-Sammlung ein völlig unabdingbares Muß.

    Um dem Mainstream und dem Randständigen die gleiche Chance zu geben, geschrieben und/oder gelesen zu werden!

    Aber ich räume nochmal ein: Von Software habe ich null Ahnung, das müssen Jüngere machen, die sich mit sowas auskennen!


    Gruß GC

    Hier protestier ich aufs energischeste. Zeitlicher Cut würde bedeuten, die alten Beiträge zu löschen. Gerade daß wir das nicht tun unterscheidet uns von den meisten andern Foren aller Themenkreise. Tamino ist "historisch gewachsen" - und des betone ich gern

    Lieber Alfred, wir liegen gar nicht auseinander in diesem Punkt. Genauso wie viele hier finde ich die Historie zu bestimmten Themen sehr nützlich, bevor man einen eigenen Beitrag zum Gleichen Thema formulieren möchte, zunächst aber sucht, ob nicht schon alles mal dagewesen sei.....

    Allein - diese Suche erfordert manchmal derartig viel Zeit mit Irrwegen, daß sie einem gelegentlich ausgeht angesichts vielfältig

    anderer Aufgaben am Tag (und Interessen). Hier darf ich Pflege und Wartung von Mensch und Haushalt an erster Stelle erwähnen, ohne darauf nöher eingehen zu müssen.

    Ich möchte annehmen, daß du nicht deshalb die Verweildauer der Mitglieder im Forum bewußt verlängern möchtest,

    Es ist nur schade, daß eine Mehrzahl von Ideen und Beiträgen, die einem sponatan kommen durch Anlässe in Funk, Fernsehen,

    Veranstaltungskalender und/oder eigenem Erleben als Aktiver Musiker, aber verläppern, weil die Stichwortsuche im Forum nicht fix genug das Gewünschte liefert.

    Das war der Grund für meine Cut-Idee.


    Beispiel HEUTE: Marie Soldat-Roeger wurde geboren, eher unbakannt, aber eine Violinistin mit zahlreichen Verbindungen zu bekannten Namen, sie spielte z.B. als erste Frau Brahms' Violinkonzert. Über die Mediathek (s. dort) des Wiener Konzerthauses hatte ich die Idee, darüber hier zu schreiben, weil ich solche Vitae bewundere. Wohin damit im Forum, Konzerthaus Wien hast du selbst schon mit anderer Zielsetzung hier begonnen, andere Stichworte sind anno dunnemals beschrieben und fallen angesichts der wenigen Schreiber zu aktuellen Threads sofort als Zwischengequatsche (Zitat) hinten raus.

    Also schreibe ich nicht mehr.

    Ich denke, daß auch anderen im Forum daran gelegen wäre an einer direkteren Suchsoftware.

    Davon habe ich nur absolut keine Ahnung!

    Auch ich habe seit gestern einen Sterbefall, der den wöchentlichen Ablauf durch Ausfall der letzten notwendigen Musik- und Skatfreundin verändern wird.


    Da ist das Forum sicher gelegentlich auch "Ventil". Vielleicht.


    Ganz freundlich grüßt,

    GC

    Eigentlich ist dem nichts hinzuzufügen.

    In/auf einem Internetforum bin ich bis vor einigen Monaten niemals gewesen - auch nicht als “Besucher”.
    Meine Informationsquellen waren stets die direktesten, die man sich vorstellen und erreichen kann. Und sie sind es bis heute.Mehr noch: Ich habe nicht einmal gewusst, dass es sowas gibt - da ich aktiv und passiv mit Musik mein ganzes bisheriges Leben völlig
    ausreichend habe füllen können - neben einem auskömmlichen Beruf.

    Kleines Erlebnis dazu:
    Heute bin ich anlässlich einer geplanten Reise mit der Deutschen Bahn über die ICE-Nr. (um die üblichen Verspätungen von München nach Föhr zu ermitteln)
    per Zufall auf einen Link gestoßen: “ICE-Treff”. Ein Internet-Forum. Etwas Abstruseres konnte ich mir bis dahin nicht vorstellen.
    Ein Klick lohnt sich - zum Totlachen, Zitat; “Ich fahre gerade im Hbf Köln ein, wo kommen die ganzen Leute her....?"
    Ich will gar nicht über diejenigen herziehen, die dort etwas posten, sondern nur ein Beispiel für sinnfreies und nicht-pragmatisches Tummeln im Internet anführen.

    Wie kriege ich jetzt die Kurve zum Tamino-Forum………..?

    Gar nicht, daher direkt: Obwohl das Tamino-Forum aufgeräumt gehört - am besten durch einen zeitlichen Cut - stimme ich allem zu, was hier für die Vielfalt steht:

    Kompetenz im Ausdrücken und Schreiben, Recherchieren, Vermitteln von Wissen und Erfahrungen, Resümieren nach allzu langen Diskussionen, Fantasie zum Spinnen und Vorhersagen, Selbsterkenntnis bei Nichtwissen, und auch das Einräumen der Möglichkeit eigener Fehleinschätzung.

    Was ich im Forum überhaupt nicht mag: Rechthaberei und Unhöflichkeit gegenüber einem Mitdiskutanten in Ton und Diktion, Maßregelungen,
    ex-cathedra-Äußerungen, ungezügelte akademische Ausdrucksweisen über mehrere Seiten, KI-generierte Beiträge ohne persönliches “Beiwerk”.

    Eine einzige Kernkompetenz kann ich nicht benennen, sie ist - wenn - dann höchst komplex.

    meint

    GC

    Nochmal Gluck - Danse de Furies, Oper "Orphee et Euridice" , Pariser Fassung.

    Ursprünglich komponiert für sein Ballett "Don Juan ou le Festin de Pierre". später übernommen.

    :[tsp]

    Gluck schrieb ca. 50 Opern - da werden sich doch noch mehr Intermezzi finden lassen.......?


    GC

    Aus aktuellem Anlass möchte ich hier den Film

    https://www.ardmediathek.de/vi…FzdC9GMjAyNFdPMDA3MjI0QTA

    von heute, Sonntag, den 15. März 2026 aus dem BR-TV um 10.15 Uhr zur Diskussion stellen.


    Zwei Ausnahme -Pianisten spielen miteinander oder jeweils zusammen mit der KI eines zweiten Flügels.

    Eine überaus lohnende Produktion mit hohem Weiterbildungs-Wert, was die Zukunft unserer "klassischen" Musik betrifft.

    Die Experimente sind sehr anschaulich - und die Herleitungen mit Studierenden logisch. Bisher nie so gesehen und gehört.


    Der wichtigste Satz scheint mir das Fazit am Schluss zu sein - dem Sinn nach: In einigen Jahren werden wir nicht mehr unterscheiden wollen, ob eine Komposition mit oder ohne Künstliche Intelligenz geschaffen wurde.


    Nehmt euch die Zeit, sich mit Zukunft zu beschäftigen, die zur Gegenwart unserer Nachfahren wird.


    Gruß,

    GC

    Am 11. 6. 2023 hatte das Werk auch in Stuttgart Premiere, doch die Produktion hatte Teile der Oper in die freie Natur und zu verschiedenen, weit auseinander liegenden Spielstätten ‚ausgelagert‘, so dass auch diese Aufführung nicht dokumentiert ist.

    Die Vorab-Dokumentation aus Stuttgart liefere ich hier nach, weil sie m.M. nach ein einmaliges Event von 8 Stunden Dauer gewesen ist.

    s. hierzu auch unten: den Link: "Die wichtigesten Informationen....."


    Saint François d’Assise

    von Olivier Messiaen

    Oper in drei Akten und acht Bildern

    Libretto vom Komponisten

    in französischer Sprache

    Olivier Messiaens Szenen über den Heiligen Franziskus von Assisi ist weniger eine Oper, als vielmehr ein Oratorium oder noch eher: ein Ritual, für das Messiaen eine der klangfarbenreichsten, beeindruckendsten und schillerndsten Partituren des 20. Jahrhunderts geschrieben hat. Das Team um Dirigent Titus Engel und die Regisseurin Anna-Sophie Mahler wird dieses monumentale Werk auf ganz besondere Weise angehen: Der erste Akt und der letzte Akt wird im Opernhaus gespielt, dazwischen begibt sich das Publikum mit dem Staatsorchester, dem Staatsopernchor und den Solist*innen auf Pilgerreise durch den Stadtraum. Mit Kopfhörern, aber auch als Open-Air vor dem Opernhaus und auf der Freilichtbühne Killesberg wird dieses Werk ganz anders als gewohnt zu erleben und zu er-hören sein. Eine Pilgerreise mit Messiaen und ein Kreuzweg in die Natur, um die Natur ins Opernhaus zu holen. Machen wir uns gemeinsam auf den Weg?

    #StgtFrancois

    Ort

    Opernhaus und Stadtraum

    Dauer

    ca. 8 Stunden inkl. Pausen

    (unter Vorbehalt)

    Uraufführung

    1983 in Paris

    Altersempfehlung

    ab Klasse 9

    45 Minuten vor Vorstellungsbeginn findet eine Einführung im Foyer I. Rang statt.

    Die Veranstaltung beginnt am frühen Nachmittag und geht bis in den späten Abend. Sie findet teilweise im Freien statt. Wir empfehlen daher bequemes Schuhwerk und ggf. regenfeste Kleidung. Wir bitten außerdem zu beachten, dass der Weg zwischen den einzelnen Veranstaltungsorten im öffentlichen Raum teilweise zu Fuß zurück gelegt wird und nicht an allen Stationen Sitzmöglichkeiten zur Verfügung stehen.


    Die wichtigsten Informationen vorab


    Die Produktion Saint François d’Assise wird durch

    die Baden-Württemberg Stiftung gefördert.

    François erklärt, dass „la joie parfaite“, die vollendete Freude, alles andere als einfach zu erreichen sei. Der Weg zu ihr führe durch den Schmerz und setze voraus, dass man in der Lage sei, sich selbst, seinen Körper und die eigene Unzulänglichkeit, zu überwinden. Dementsprechend sucht er die Begegnung mit dem, was ihm am meisten Angst macht: die entstellten Körper der Lepra-Kranken. François trifft auf einen Aussätzigen, den er umarmt und küsst, woraufhin dieser von der Krankheit geheilt wird. François begegnet einem Engel, der ihn die Musik des Unsichtbaren hören lässt. Nach der Begegnung mit dem Engel predigt François nicht nur seinen Brüdern, sondern auch den Vögeln. François’ Körper beginnt sich zu verwandeln. Er überwindet sein altes Leben und lässt eine sterbliche Hülle hinter sich.


    GC






    Von Opera Lounge


    Faszinierendes vom Palazzetto Bru ZaneClémence de Grandvals „Mazeppa“


    Hier gibt es viel zu berichten!

    Danke, Fiesco, wie konnte eine solche Frau durch mein Sieb der Französischen Kulturgeschichte fallen?

    Viel zu spät im Leben habe ich angefangen, mich mit den Schicksalen komponierender Frauen in einer Männer-Domaine zu beschäftigen. (Eim Spiegelbild der Tamino-Zusammensetzung:(

    Und als BR-Klassik-Hörer habe ich sie im Januar auch übersehen....vielleicht stressbedingt. Den Link habe ich ausgedruckt.

    Gruß,

    GC

    Um mal wieder die Kurve zum Requiem zu bekommen: interessant finde ich den Einsatz der Posaune(n), die (üblich bei Messen) die Chöre sekundieren. Nicht zuletzt hat die Posaune im „Tuba mirum“ ihren Soloauftritt. In der Zauberflöten-Ouvertüre spielen ebenfalls Posaunen mit, was bei Mozarts Ouvertüren einmalig ist (vermuten könnte man die bei Idomeneo und Don Giovanni). Erstmals in der Sinfonie m. W. in Beethovens 5ter Sinfonie verwendet.

    Ergänzung zur Aufführungspraxis vom Posaunisten:

    Die Besetzung des Posaunen-Registers im Mozart-Requiem ist: Altposaune. Tenorposaune und Bassposaune - üblicherweise gespielt vom 1., 2. und 3. Posaunisten. Das Tuba Mirum wird entsprechend gespielt vom 2. Posaunisten als Begleitung der Tenor-Solostimme. Die Stimme ist entgegen der in der Literatur oft hervorgehobenen Soloposition einer Posaune als sozusagen erstes bedeutendes Vorkommen in der Kompositionegeschichte zwar intonatorisch etwas heikel, aber technisch gerade nicht.

    Gleichwohl war es für Mozart sicher nur in Kenntnis eines guiten Posaunisten kein Wagnis, dieses Instrument hervorzuheben.

    Woran das lag und was Beethoven wohl bewog, erst spät auf Posaunisten zurückzugreifen, habe ich versucht, im thread" Posaune" halbwegs zu begründen.



    Um dennoch hier, - weil uch auf die Verwendung in Mozart-Opern verwiesen wird - einige interessante Bemerkungen zu ziitieren,

    lasse ich den Text sprechen aus dem Experten-Blog des Henle-Verlags von 2020 von Domikik Rahmer.

    Allerdinges geht auch daraus nicht hervor, ob es für Mozarts Requiem einen Bezug zur Verwendung der Posaunen bei Beethoven gab.


    Da sämtliche Symphonien Beethovens nun im Referenz-Notentext der Beethoven-Gesamtausgabe vorliegen, ist es Zeit für einen kurzen Streifzug durch seine Symphonien aus dem Blickwinkel der Posaune!

    Sackbut-2.jpgDass die Posaune Anfang des 19. Jahrhunderts für das Symphonieorchester überhaupt „wiederentdeckt“ werden musste, während sich andere Blechbläser wie Horn und Trompete dort schon längst etabliert hatten, hängt mit ihrem Sonderweg seit dem 16. Jahrhundert zusammen. Denn die Posaunen konnten unter allen Blechblasinstrumenten als einzige bereits seit ihrer Entwicklung in der Renaissance mit ihrem stufenlos verlängerbaren Zug sämtliche chromatischen Zwischentöne mit absoluter Intonationsreinheit erreichen. Zudem deckten sie mit ihren verschiedenen Baugrößen (Altposaune, Tenorposaune, Bassposaune) einen großen Tonumfang ab, verfügten über eine dynamische Spannweite vom Pianissimo bis zum Fortissimo, und ihr tragender, klarer und edler Ton wurde als der menschlichen Stimme besonders verwandt angesehen. Die Posaunen waren somit ideal dafür geeignet, Vokalstimmen in komplexen polyphonen Kompositionen zu unterstützen und wurden aus diesen Gründen bevorzugt im Zusammenspiel mit kirchlichen Vokalensembles und in geistlichen Werken eingesetzt. Diese enge Verknüpfung mit der Kirchenmusik und ihren festlich-sakralen Charakter hat die Posaune über die Jahrhunderte hinweg nicht verloren, und mit der entsprechenden Konnotation des Außerweltlichen wurde sie auch bevorzugt in der Oper eingesetzt, sei es in Monteverdis Orfeo, Glucks Alceste, oder bei Mozart in Don Giovanni und der Zauberflöte.

    (Zitat Ende).


    GC

    Sowohl bei Wuorinen als auch bei Eric Ewazen, geb. 1.03,1954 in Cleveland (Ohio) gibt es viel zu entdecken:

    Eine spannende Komposition ( schöne Beispiele für Pauken-Glissandi incl.)


    Wuprinen [tsp]

    Mich reißt stets die große,, permanente Konzentration ohne Tacet mit, bei voller Lautstärke eine körperlicjh spürbare Mitnahme.






    Und hier zur Ergänzung Ewazen:[tsp]

    Werke von Ewazen (Auszug aus Wikipedia)


    Für Orchester oder Bläserensemble

    • Kammersinfonie (1986)
    • Vermächtnis (2000)
    • Flug (2001)
    • Eine Hymne für die Verlorenen und die Lebenden (2001)
    • Keltische Hymnen und Tänze (1990)
    • Feier eines geschätzten Lebens (2002)
    • Sinfonia für Streichorchester (2001)
    • Ouvertüre zur Schule für Streicher (2000)
    • Himmlische Tänzer (2007)

    Concerti

    • Shadowcatcher – Konzert für Blechbläser-Quintett und Blasensemble (1996) [arr. für Orchester/Klavier]
    • Konzert für Flöte und Kammerorchester (1989)
    • Down a River of Time – Oboe und Streichorchester (1999)
    • Ballade für Klarinette, Harfe und Streichorchester (1986)
    • Konzert für Trompete und Streichorchester (1990)
    • Danzante – Trompete und Bläserensemble (2004)
    • Konzert für Tenorposaune und Bläseressemble (2001)
    • Visions of Light – Tenor Posaune und Bläserensemble (2003)
    • Konzert für Tuba oder Bassposaune und Orchester (1995)
    • Konzert für Euphonium und Bläserensemble (2003)
    • Konzert für Marimba und Streichorchester (1999)
    • Konzert für Violin- und Streichorchester (1997)
    • Konzert für Fagott und Blasensemble (2002)
    • Cascadian Concerto für Bläserquintett und Orchester (2003)
    • Konzert für Tenor-Saxophon und Orchester (1992)
    • Konzert für Horn und Streichorchester (2002)
    • Halten Sie Ihre Träume – Oboe und Bläserensemble (2010)
    • Konzert für Bassposaune und Streichorchester (1998)

    Sonaten

    • Sonate Nr. 1 für Flöte und Klavier (2011)
    • Sonate Nr. 2 für Flöte und Klavier (2013)
    • Sonate für Horn und Klavier (1992)
    • Sonate für Posaune und Klavier (1993)
    • Sonate für Trompete und Klavier (1995)

    GC

    Dazwischengequatscht:

    In der Hoffmung auf Diskussion vom euch als Fachleuten am konkreten Beispiel Rigoletto-Premiere München - der Trailer versprach Anlass: Leider bezog sich die Ankündigung nur auf Audio in der Mediathek. Hatte aber erwartet, dass jemand aus dem Forum dort war.

    Eine Kollegin, die dort war, bemängelte am Tel. die wohl hörbare Unlust im Orchester.

    Somit erneut ersatzweise frische Kritik:

    https://www.nmz.de/kritik/oper…in-vertrauen-verdis-musik


    GC

    Ein Beispiel steht bevor:

    Heute abend ARD Mediathek/ Bayerische Staatsoper München: Premiere Rigoletto.

    Gem. Trailer und der Diskussion hier bin ich gespannt auf eure anschließenden Kommentare, da es Anlässe dafür gibt - wenn ich das richtig gesehen habe.

    Trotz Opern-Erfahrung ausschließlich aus dem Orchestergraben fehlt mir die visuelle Kompetenz völlig.

    Es bleibt spannend.


    GC

    Als Musiker würde ich mich auf der Bühne auch unwohl fühlen.


    Dazu kommt, wenn die Akustik in diesem modernen Bau sehr gut ist - dann ist es ja schon was.


    PS: ich überlege, ob wir die Diskussion nicht verlagern sollten. Muss mir noch etwas überlegen

    Die Diskussion zu teilen auf einen griffigen Thread, der auch die Eindrücke aus Musikersicht erlaubt, fände ich gut.

    Erfahrungen und Erwartungen aus Besucher- und Ausführeneden-Sicht sind oft grundverschieden, manchmal decken sie sich.

    So ist z.B. jede Innen-Archietktur im Weingarten-Muster für Zuschauer und Zuhörerer günstig, während die Schuhschachtel-Architektur

    wiederum für Musiker große Vorteile bietet. Es gibt einiges Angenehme für Konzertbesucher, bei dem sich Musiker unwohl fühlen.


    In Bonn trauerte man seinerzeit der Vorkiegs-Generation Beethovenhalle bis zu deren kriegsbedingter Zerstörung vor allem bei Besuchern nach, die deren Akustik noch kannten. Ab 1959 konnten sich viele mit der Akustik in der neuerbauten 2. Hallen-Generation nicht anfreunden.

    2025 begann ja die 3. Generation, weil durch einen Brand die 2. lange unbrauchbar geworden war. Hierzu fehlen mir Kommentare zur Akustik, und die eigene Meinung dadie Optik der Innenarchitektur wohl weitgehend ängepaßt wurde.


    Vor allem die aktuellen Fotos der Konzertsäle sind hier interessant - kommt man doch nicht überall hin im Leben.

    Noch sind es ja wenige, aber bitte weiter so!


    Die Halle in Blaichach ist überigens zu 99,9% ausgebucht - und zwar ständig!


    GC

    Das Interesse an der Percussion scheint doch recht gering zu sein. Vielleicht dauern Webern und Berg auch zu lang...

    Hier kurzweligeres mit Bildern einer Ausstellung

    Albrecht Volz, Percussion, Andreas Baumann, Klavier

    Sie fehlte noch: Die angekündigte Nachlieferung zu #30: Die frühesten Orchesterstücke mit außergewöhnlichem Percussions-Aufwand:

    Vor bereits über 100 Jahren.

    Alban Berg op. 6

    [tsp]

    [

    und Anton Werbern op. 6

    GC

    Crazy - wohl kaum

    Grubinger Moments Musicaux

    [tsp]


    Seit 2 Jahren ist für Martin Grubinger der Drops gelutscht: Der bodenständige Österreicher und zweitbeste Fan des FC Bayern München begründet eine neue Tradition: Neben seiner Professur gibt er seine Begeisterung weiter in Projekten in ganz Österreich an Tausende von Schüler/innen

    bei Workshops. Damit füllt er genau die Lücke, die in Sachen Schlagwerk in Mitteleuropa besteht: Er begründet eine völlig neue Tradition, die aus der eigenen Begeisterung kommt und sicher Früchte tragen wird. Da er die Unabhängigkeit von rechts und links super vermitteln kann, ist er sicher bald im Aufsaichtsrat oder Trainerstamm von Rapid Wien zu finden, wie sein Podcast-Gegenüber prophezeit.

    GC

    ich habe den Eindruck, dass diese Perkussionskonzerte dem publikum eher sehr gut gefallen.

    Diesen Eindruck habe ich auch.

    Eigene Eindrücke der Konzerte eines Orchesterkollegen stimmen damit voll überein. Diese sind allerdings schon älteren Datums - etwa vor 2005,

    also noch vor z.B. den hr-Aufzeichnungen. Konzerte mit Percussionisten als Solisten sind selten unterzubringen.

    Ich suche in Deutschen Konzertsälen vergeblich danach. Programm-Macher können oder wollen den Schritt nicht wagen.


    Auch Percussionisten ist die Frusterfahrung ins Gesicht geschrieben, ihre Kunst wie sauer Bier anzubieten.

    (Zitat Paukist: "Man verschreibt sich als Schläger der ewigen Armut".) Sie ziehen i.d.R. kleinere Podien vor.

    Deshalb bezeichne ich Martin Grubinger als Türöffner: Wir sollten im Forum das Flämmchen am Brennen halten:(.


    GC

    Noch einmal der Komponist Friedrich Cerha - astewes stellte ihn bereits vor - in der Wiener Konzerthalle - Grubinger how always.......

    Mich fasziniert dabei die Polyrhythmik. Und die Verteilung der Instrumente im verfügbaren Raum.

    Die läßt für andere Ensembles Interpretationsspielraum.

    ich suche weiter nach anderen Ensembles mit derselben Cerha-Komposition zum Vergleich. da die Komposition offenbar einen Zusatz

    "ad libitum" bei der Perc.Bes. hat.

    Bisher vergeblich.


    [tsp]

    [

    GC

    Richtig.

    Wirft die Frage auf, was eine Komposition im ursprünglichen Sinn ist. Und was ein Konzert -vs.Concerto ist.

    An einer Diskussion darüber beteilige ich mich besser nicht.


    Die Qualifizierung als Filmmusik mag man akzeptieren.

    Nebojsa Zivkovic würde sich für sein "Trio per Uno" gegen eine Herabwürdigung wehren.

    Das haben zahlreiche Percussionisten im Programm. Und nicht nur die allerberühmtesten.

    [tsp]

    [

    GC