Beiträge von Musikprofessor

    Die Neuen lieben es auch, sofort in den ersten Beiträgen ein Tabu zu brechen, nämlich die persönliche Attacke auf andere Mitglieder

    Du hast damit begonnen, aber wir sollten beide damit aufhören, sonst wird es skurril und grotesk.

    Ich habe zwar keine aktive Erfahrung mit Musik wie du und spiele auch kein Instrument, habe mich aber in passiver Form mit Musik seit Jahrzehnten beschäftigt. Und wenn für mich Janacek teilweise atonal klingt, dann lassen wir es dabei. Das ist keine Disqualifikation meinerseits, sondern schlicht und ergreifend Geschmacksache.

    "Leider hat ein offensichtlich weitgehend humorbefreiter Moderator meine sarkastisch gemeinten Anmerkungen wie "Zensur" und "Nordkorea" dafür zum Anlass genommen und auch mich gleich geschulmeistert." Das war keine Schulmeisterei sondern eine berechtigte Zurechtweisung, die ich an dieser Stelle gerne warnend wiederhole. TP

    Klingt ja wie eine gefährliche Drohung.

    Aber ich nehme es zur Kenntnis.

    Und ich bitte auch, den Dr. Pingel zurechtzuweisen, wenn wir schon bei diesem Thema sind, weniger Abgehobenheit und mehr Sachlichkeit. Schließlich hat er mit den persönlichen Untergriffen begonnen, nicht ich.

    Lässt sich leicht zurückverfolgen, für Moderatoren noch einfacher.

    Voilà, nach einigen Tagen Paris mit einer musikalisch interessanten, Di Tomaso und Angel Blue, aber szenisch fragwürdigen Tosca (nach dem Konzept des kürzlich verstorbenen Audi) wieder zurück und jetzt ein wenig Zeit für Tamino.

    Nachdem das Thema "Regisseure des Grauens" bedauerlicherweise geschlossen wurde, muss ich hier aktiv werden. Leider hat ein offensichtlich weitgehend humorbefreiter Moderator meine sarkastisch gemeinten Anmerkungen wie "Zensur" und "Nordkorea" dafür zum Anlass genommen und auch mich gleich geschulmeistert.

    Und zu Dr. Pingel und seinem Kommentar über mich "Eigentlich würde ich ihm auch raten, sich einen bescheideneren Benutzernamen zu wählen. Zwischen seinem Titel und seinen Beiträgen gibt es eine kognitive Differenz..." Das sagt ausgerechnet jemand, der in der Musikwelt relativ blank zu sein schein, originell.


    Noch zum eigentlichen Thema: In der WSO wieder einmal die "verkaufte Braut" in der neuen Inszenierung gesehen, ein Paradebeispiel eines gelungenen "moderneren" Regietheaters (Schmeding), das mit dem Libretto stimmig ist. Die Handlung ist ein Gschichtl, das man durchaus so salopp inszenieren kann. Eine der aktuell besten Inszenierungen in Wien. Herrlich, das Bärenballett im 1. Akt, die Anbetung eines Bierglases auf einem Altar, wenn der Chor über dieses Getränk phantasiert oder der letzte Akt mit einer echten Artistentruppe, hervorragend gemacht, und die musikalische Seite hält absulut mit. So hat Oper auch szenisch einen hohen Unterhaltungswert ohne Ärger.

    Das kann man leider über die meisten anderen Neuinszenierungen in Wien nicht sagen, szenisch völlig missraten, wie "Luisa Miller" oder "La Clemenza de Tito", von Konwitschnys "Don Carlos", dem absoluten szenischen Tiefpunkt, ganz zu schweigen.


    "Leider hat ein offensichtlich weitgehend humorbefreiter Moderator meine sarkastisch gemeinten Anmerkungen wie "Zensur" und "Nordkorea" dafür zum Anlass genommen und auch mich gleich geschulmeistert." Das war keine Schulmeisterei sondern eine berechtigte Zurechtweisung, die ich an dieser Stelle gerne warnend wiederhole. TP

    Wir werden mal mit den Moderatoren überlegen

    Ich winsle um Gnade für den Beitrag, bitte keine Zensur, oder ist man auf dem Weg nach Nordkorea?

    Stehenlassen, wie es ist, und aktiv daran teilnehmen in zivilisierter und moderater Form.

    Grundsätzlich hat sich an der Problematik nicht viel geändert, oder vielleicht nur die Tatsache, dass es noch mehr polarisiert als früher..

    Das nennt sich Meinungsfreiheit.


    Du scheinst es nicht zu lernen. Abgesehen davon, dass Verunglimpfungen mit Meinungsfreiheit nichts zu tun haben, dulden wir es nicht, mit Zensurbehörden oder Unrechtsstaaten wie Nordkorea verglichen zu werden. Es ist nicht das erste Mal dass du dich in diese Richtung äußerst und du bist hiermit deutlich aufgefordert es zu unterlassen!
    Äußere dich gerne zu inhaltlichen Themen deiner Wahl und mit deiner Meinung, das ganze Forum steht dir dafür offen.


    Tristan als Mod


    Die französische Musik wird aus meiner Sicht weltweit ohnehin unterbewertet und würde sich mehr Aufmerksamkeit verdienen.

    Vor allem Gounod, von dem nicht nur die Opern Faust und Romeo & Julia, die beiden bekanntesten Werke, sondern zahlreiche außerhalb Frankreichs ziemlich selten gespielte Werke auf höchstem musikalischen Niveau stammen. Etwa die zweieinhalb Symphonien, die dritte wurde ja als Fragment hinterlassen und erst im 19. Jahrhundert fertiggestellt. Oder die Opern "Mireille" und "La Colombe", selten bis nie aufgeführt. Auch Bizet wird hauptsächlich mit Carmen in Verbindung gebracht, dabei ist seine Symphonie in C-Dur absolute Weltklasse und die "Perlenfischer", heuer noch in der WSO am Programm, würde mehr Präsenz verdienen. Auch Berlioz, die Ballettmusik von Adam und Delibes, die Oper "Lakmè" von letzterem, Saint-Saens, seine Oper "Samson und Dalila" steht in Klosterneuburg heuer am Programm, und Massenets "Thais", "Werther" und "Manon" stehen ja häufiger am Programm, sind signifikant unterrepräsentiert. Selbst Ravels großartiger "Bolero" steht selten am Programm. Da gibt es viel Luft nach oben.

    Dafür wird man in den internationalen Konzerthäusern trotz politischer Ressentiments nach wie vor mit Prokofiev und Schostakowitsch "beglückt".X(

    Habe den Tag mit Beethovens großartigem Nebenwerk begonnen:

    Ludwig van Beethoven


    Hymne an die Nacht / für Horn & Orchester

    Solist: Claudia Strenkert (Horn)

    Ensemble: Staatliche Philharmonie Kosice

    Dirigent: Walter Hilgers




    Herkömmlich geht es weiter, für musikalische Experimente habe ich weder Zeit noch Lust:


    Beethoven: Klavierkonzert Nr. 1


    Wahrscheinlich eine der besten Aufnahmen des 1. KK, wenn nicht die Beste.



    Und jetzt große Oper, auch wieder konservativ:


    Verdi, Giuseppe - Rigoletto



    Motto: Lieber den Rigoletto zum zweihundertsten Mal als den Atterberg, pars pro toto, zum zweiten Mal.


    LG

    Musikprofessor

    Da es diese Praxis nun nachweislich schon lange gibt

    Vereinzelt als Ausnahme und nicht so pervers wie aktuell.

    Ich bleibe dabei: Die Breitenwirkung des RT setzte erst in den letzten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts ein, auch geographisch eingeschränkt. Es heißt ja außerhalb Deutschlands nicht zufällig "Deutsches RT" und wird vorwiegend von Regisseuren aus D. getragen.

    die "Hamlet"-Inszenierung von Frank Castorf in Hamburg, die mich sehr beeindruckt hat, obwohl sie nicht ohne Schwächen war. Castorf hat erhebliche Teile des "Hamlet" gestrichen und dafür andere Texte reingenommen

    Was soll daran beeindruckend sein, ein Werk zu zerstören, indem das Original so verfälscht dargestellt wird, dass von der Authentizität kaum etwas übrigbleibt? Einen Hamlet, ohnehin das längste Werk Shakespeares, auf 6 Stunden zu zerdehnen, nimmt völlig die Spannung.

    Ich kann dem Typen wenig abgewinnen und habe mit ihm als Regisseur nur schlechte Erfahrungen gemacht, zuletzt beim "Faust" an der WSO.

    Der Regisseur mit seiner Vorstellung was das Stück ist, macht die Verdi-Oper erst zur Kunst. Die Partitur, die Musik, sowas zu schreiben, ist demnach keine Kunst

    Also Verdi hat keine Kunstwerke geschaffen, sondern das macht erst der Regisseur mit der szenischen Umsetzung des Werkes? Das kann aber nicht ernst gemeint sein, sondern ist als Satire zu verstehen, oder? Aber vielleicht schafft erst der Dirigent mit seinem musikalischen Verständnis das Kunstwerk?

    Nein, mein lieber Dokta, das ursprüngliche Kunstwerk wurde von Verdi & Co. geschaffen und wird von Dirigent und Regisseur verwaltet, manchmal eben mehr schlecht als recht.

    Eine Nachschulung für Kunstverständnis wäre bei solchen Phantasien nicht schlecht mit abschließender Re-Zertifizierung, oder es war doch als Kabarett-Nummer gemeint?

    Da ich offen für alles bin, habe ich bei Atterberg, den ich zugebenermaßen bis vor wenigen Tagen nicht einmal beim Namen kannte (große kulturelle Bildungslücke?) ein wenig quergehört, doch kann ich mit Kurt und seinem Klangbild wenig bis nix anfangen.

    Kann man nichts machen, mit diesem Manko muss ich bedauerlicherweise leben.

    Na bitte, nach zahlreichen Exoten endlich ein Beethoven, habe mir heute auch schon einen Beethoven gegeben, die Pastorale unter Bernstein.


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    Um auch ein wenig bei Exoten mitreden zu können: ;)

    Zusätzlich das Klavierkonzert in D-Dur von Ch. Sinding, wichtigster Norweger nach Grieg, den man nur musikalisch, aber nicht politisch akzeptieren kann, was ich auch tue.

    Und außerdem von Julius Röntgen, tatsächlich Cousin 2. Grades vom Conrad, das Klavierkonzert in G-Dur, interessante Arbeit.


    Und dann wieder herkömmlich - Beethoven, 7. Symphonie, C. Kleiber, einfach grandios, seine Interpretation.


    Beethoven: Symphonies Nos 5 & 7